Erstes mal beim frauenarzt

Inhalte

Der erste Frauenarztbesuch

(RossHelen / iStockphoto)

Was passiert beim Frauenarzt?

Zunächst sollte ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patientin stattfinden. Es werden Fragen zur Krankengeschichte gestellt bzw. zu vorangegangenen Operationen und Erkrankungen.

Wichtig sind auch Angaben über den Zeitpunkt der ersten Periode (Menarche), das Datum der letzten Blutung bzw. zur Zyklusdauer und Blutungsstärke. Mitunter wird auch nach der Art der Monatshygiene gefragt, ob Tampons oder Binden verwendet werden.

Der Gesprächsverlauf ist sicher individuell unterschiedlich und abhängig vom Arzt, der Patientin und auch von der Situation. Damit sich der Arzt ein umfassendes Bild machen kann, sind auch Angaben zum sexuellen Verhalten notwendig. Sehr junge Mädchen brauchen davor keine Angst haben, denn das Gespräch kann auf Wunsch selbstverständlich ohne Beisein der Mutter geführt werden. Nicht vergessen: Der Arzt steht unter Schweigepflicht!

Erste Untersuchung beim Frauenarzt

Wichtig ist, dass beim ersten Besuch der Arzt vor der Untersuchung erklärt, was gemacht wird. Falls der Arzt dies unterlässt, kann die Patientin ihn darauf ansprechen und ihn bitten, ihr die Untersuchungsschritte zu erklären. Zusätzlich zu den Erklärungen zeigen manche Ärzte auch an Hand von anatomischen Zeichnungen oder Modellen, wie die Schritte ablaufen. Damit hat man eine bessere Vorstellung von dem, was während des Untersuchungsvorgangs passiert.

Da für die Patientin ein direktes Zuschauen nicht möglich ist, – was unter Umständen manchen Frauen die Angst nehmen könnte – besteht auf Wunsch eventuell die Möglichkeit, dass der Arzt der Patientin den Muttermund mit einem Spiegel zeigt.

Zunächst betrachtet der Arzt das äußere Genitale, um eventuell bestehende Hautveränderungen, äußere Infektionen oder Ähnliches festzustellen. Anschließend werden die Scheide und der Muttermund untersucht. Dazu muss die Scheide mit zwei Instrumenten (Spekula) – diese ähneln gebogenen Löffeln – entfaltet werden. Dieser Vorgang ist etwas unangenehm, vor allem wenn man sich sehr verkrampft und die Luft anhält.

Um diese Untersuchung für sich einfacher zu gestalten, ist es wichtig, den Po „fallen zu lassen“, schwer zu machen und gleichzeitig tief ein- und auszuatmen. Die Instrumente können auch etwas kalt sein. In manchen Praxen werden sie daher leicht angewärmt.

Die Abstrichentnahme an sich merkt man fast nicht. Es kann etwas ziehen, was aber nicht weiter problematisch ist.

Bimanuelle Untersuchung

Die bimanuelle Untersuchung ist die typische Untersuchung des Frauenarztes, bei der Größe, Lage, Druckempfindlichkeit und Beweglichkeit der Gebärmutter beurteilt werden. Zusätzlich gibt sie Aufschluss über die Eierstöcke, welche jedoch besser durch den Ultraschall beurteilt werden.

Neben den Geschlechtsorganen wird dann noch der Aufhängeapparat der Gebärmutter untersucht, der z. B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen verändert erscheint.

Bei der bimanuellen Untersuchung führt der Arzt einen oder zwei Finger der rechten Hand in die Scheide ein, die Gebärmutter wird auf den Finger geladen und nach oben gedrückt.

Die linke Hand liegt auf dem Unterbauch und drückt gegen die Bauchdecke. Dadurch kann man die Gebärmutter tasten, beziehungsweise schieben sich die Eierstöcke und die Gebärmutter in eine Position, in der sie beurteilt werden können.

Ein sehr wichtiger Befund ist z. B. der Portioschiebeschmerz. Das ist ein Schmerz, der durch das Wackeln am Gebärmutterhals hervorgerufen werden kann und einen Hinweis auf eine Infektion darstellt.

Diese Untersuchung ist etwas unangenehm, aber einfach zu überstehen, wenn man sich entsprechend entspannt. Zudem sollte die Harnblase leer sein. Wichtig ist es wiederum, den Po „fallen zu lassen“ und tief ein- und auszuatmen.

Ultraschalluntersuchung

Oft erfolgt auch eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide. Sie ergänzt die vorangegangene Untersuchung. Durch den Ultraschall kann man die Struktur der Gebärmutter, die Schleimhaut, die Zyklusphase oder auch andere Strukturen erkennen. Wichtig ist die Beurteilung der Eierstöcke, die mit Ultraschall genauer möglich ist.

Brustuntersuchung

Die Brustuntersuchung findet entweder vor oder nach der gynäkologischen Untersuchung statt. Das bedeutet, man braucht nicht völlig nackt vor dem Arzt stehen, sondern es kann zuerst die Brust und dann das Genitale entblößt werden. Wenn man nicht komplett nackt ist, fühlt man sich auch nicht ganz so ausgeliefert.

Abschließendes Gespräch

Nach der Untersuchung sollte in einem Gespräch eine Befundbeurteilung erfolgen. Je nachdem was die Untersuchung ergeben hat, wird die notwendige Therapie besprochen bzw. das entsprechende Verhütungsmittel (Pille, Dreimonatsspritze etc.) verordnet, falls die Verhütung der Grund für den Arztbesuch war.

Generell sollte sich der Frauenarzt für seine Patientin beim ersten Besuch viel Zeit nehmen, um einen guten Kontakt zu gewährleisten, so dass sich die jungen Mädchen/Frauen wohl fühlen. Das kann man als Patientin vom Arzt auch einfordern. Hilfreich ist es, wenn man sich vor dem Besuch überlegt, was man den Arzt fragen möchte.

Wann sollte der erste Besuch stattfinden?

Mädchen sollten einen Gynäkologen aufsuchen,

  • wenn es das Bedürfnis nach einem Beratungsgespräch gibt (auch ohne Untersuchung)
  • wenn sie sich über Verhütungsmethoden informieren möchten
  • wenn sie hormonelle Verhütungsmittel (z.B. Pille) verwenden möchten
  • wenn eine Schwangerschaft vermutet wird
  • wenn bis zum 16. Lebensjahr noch keine Regelblutung eingesetzt hat
  • bei starken Regelschmerzen, bei Zwischenblutungen oder bei Schmerzen im Unterleib
  • bei ungewöhnlichem Ausfluss (veränderter Geruch oder veränderte Farbe).

Schweigepflicht bei minderjährigen Patientinnen (Stand 2008)

Gerade im sensiblen Bereich der gynäkologischen Untersuchung ergeben sich oft Fragen zur Informations- bzw. Schweigepflicht der Ärztin/des Arztes gegenüber den Erziehungsberechtigten von Patientinnen, die jünger als 18 Jahre sind.

Grundlage für die eigenmächtige Entscheidung über die Durchführung von Untersuchungen und Behandlungen von minderjährigen Patientinnen ist laut Gesetzgeber (§ 146c ABGB) deren „konkrete Einsichts- und Urteilsfähigkeit“ (Einwilligungsfähigkeit). Ab dem 14. Lebensjahr (Mündigkeit) ist eine solche Einsichts- und Urteilsfähigkeit von der Ärztin oder dem Arzt anzunehmen. Im Zweifelsfall kann diese aber abgesprochen werden.

Eine zusätzliche Zustimmung eines Sorgeberechtigten ist daher im Allgemeinen ab dem 14. Lebensjahr nicht zwingend vorgeschrieben (z.B. bei Schwangerschaftsabbrüchen). Nur bei „schwerer oder nachhaltiger Beeinträchtigung“ wird eine Einwilligung durch einen Sorgeberechtigten gefordert. Es handelt sich dabei um Eingriffe, bei welchen mit einer länger als 24 Tage andauernden Gesundheitsschädigung oder Verabreichung von Medikamenten gerechnet werden kann. Vor dem 14. Lebensjahr ist in der Regel immer die Zustimmung eines Sorgeberechtigten vonnöten.

Spezielle gesetzliche Regelungen (§ 146d ABGB) gelten für den Bereich der Sterilisation. Diese ist vor dem 18. Lebensjahr unzulässig (nicht verboten sind medizinische Eingriffe, deren unbeabsichtigte Nebenwirkung eine dauerhafte Fortpflanzungsunfähigkeit darstellt). Eine Sterilisation ist erst nach persönlicher Einwilligung ab dem 25. Lebensjahr gesetzlich erlaubt (§90 StGB).

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.at

Autoren:
Dr. Britta Bürger (2001), Dr. med. Christoph Weiss

Stand der medizinischen Information: November 2008

Der erste Frauenarztbesuch

Die Frauenärztin/der Frauenarzt untersucht den Unterbauch und die Geschlechtsorgane. Dafür zieht sich die Frau aus. Hose, Strumpfhose und Slip etc. können meist in einem eigenen Umkleideraum abgelegt werden. Viele Frauen und Mädchen lassen ein langes T-Shirt und/oder den Rock an, weil sie sich dann wohler fühlen. Für die gynäkologische Untersuchung setzt sich die Frau auf einen speziellen Stuhl, bei dem die Beine gespreizt werden können und die Ärztin/der Arzt die Untersuchung vornehmen kann.

Die Ärztin/der Arzt sieht sich die äußeren Geschlechtsorgane an (wie „Scheidenlippen“, Scheideneingang etc.). Für die Untersuchung der Scheide und des Muttermundes verwendet die Ärztin/der Arzt spezielle Instrumente. Denn die Scheidenwände liegen normalerweise eng beieinander. Bei der Scheidenspiegelung werden – entweder zwei einzelne oder ein – Scheidenspiegel in die Vagina eingeführt, um die Scheide und den Muttermund betrachten zu können. Das tut normalerweise nicht weh. Schmerzt es trotzdem, sollte man das auf jedem Fall der Ärztin/dem Arzt sagen.

Bei der Tastuntersuchung werden zwei Finger vorsichtig in die Scheide eingeführt, um z.B. Scheidenwände und Beckenboden abzutasten. Auch über den Bauch kann die Ärztin/der Arzt die Gebärmutter untersuchen. Dafür tastet sie/er den Bauch mit einer Hand ab, während gleichzeitig mit den Fingern der anderen Hand von innen gegen den Muttermund gehalten wird. Durch das Abtasten bekommt sie/er Informationen über die Organe. Mit einem Wattestäbchen wird außerdem ein Abstrich vom Scheidensekret bzw. Gebärmutterhals gemacht, der im Labor auf entartete Zellen (Krebszellen) untersucht wird.

Hinweis Bei Mädchen und jungen Frauen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, wird keine Untersuchung über die Scheide gemacht – es sei denn, dies ist medizinisch notwendig. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Untersuchung mittels Ultraschall über die Bauchdecke durchzuführen.

Danach kann sich die Frau wieder anziehen. Das alles ist bei der ersten Untersuchung sehr ungewohnt. Für die Gynäkologin/den Gynäkologen ist es jedoch Routine, denn sie machen diese Untersuchungen fast jeden Arbeitstag mehrmals. Die Ärztin/der Arzt kann außerdem die Brust sowie die Achselhöhlen abtasten, um das Gewebe zu untersuchen – und außerdem Tipps zur Vorsorge bzw. Früherkennung von Erkrankungen geben.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden dann mit der Frauenärztin/dem Frauenarzt besprochen. Sie/er informiert außerdem darüber, wann der nächste Besuch bei der Frauenärztin/dem Frauenarzt stattfinden sollte.

Gynaekologie: Der erste Besuch für junge Mädchen beim Frauenarzt

Erste Regelblutung, erster Freund, Regelschmerzen, Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs? Wann ist für Mädchen der beste Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Frauenarzt? So läuft der erste Termin beim Gynäkologen ab und diese Fragen sollten die jungen Frauen ansprechen.

Wenn ein junges Mädchen noch keinen Geschlechtsverkehr hat oder plant und keine Beschwerden wie Ausfluss oder Schmerzen vorliegen, dann ist ein Besuch beim Frauenarzt auch noch nicht notwendig. Sobald man aber das Bedürfnis hat, Fragen zu stellen in Bezug auf den Körper, Sexualität, Geschlechtskrankheiten, Verhütung oder Ähnliches, ist der Frauenarzt die richtige Adresse.

Eine Ärztin, bitte

Die meisten jungen Frauen entscheiden sich dann für den ersten Besuch, wenn sie sich die Pille verschreiben lassen möchten. Ein Großteil davon möchte von einer Frau behandelt werden. Der Gedanke daran, dass ein fremder Mann die intimsten Stellen untersucht, macht oft noch mehr Angst als der Gedanke an die Untersuchung an sich, der ja schon unangenehm genug ist. Dass das für den Arzt Alltag ist, tröstet da wenig.

Vertrauensvolles Gespräch

Viele Frauenärzte bieten den Mädchen an, beim ersten Besuch lediglich ein klärendes Gespräch zu führen und erst bei einem weiteren Termin die Untersuchung durchzuführen. Manche Praxen bieten auch eine spezielle Teenagersprechstunde. Im Gespräch werden nicht nur der Grund des Besuches, sondern auch vorherige Krankheiten, familiäre Situation und eventuelle Verhütungsmethoden abgeklärt. Normalerweise erklärt der Arzt auch, mit welchen Instrumenten er arbeitet und was genau er damit macht. Sollte das nicht der Fall sein, hat jede Frau das Recht, danach zu fragen.

Mit Scham und Unsicherheit umgehen können

Für Mädchen, die noch Jungfrauen sind, gibt es sogar extra Instrumente, wie zum Beispiel einen kleineren Scheidenspiegel. Grundsätzlich wird die Untersuchung aber sowieso so durchgeführt, dass das Jungfernhäutchen dabei nicht verletzt wird. Oft macht auch der Gedanke Angst, sich komplett ausziehen zu müssen. Das ist aber gar nicht notwendig. Viele Frauen, die sich ihrer Nacktheit in diesem Moment schämen, greifen auf den Trick mit dem Rock zurück. So muss man lediglich Unterhose und Strumpfhose ausziehen und kann den Weg von Umkleidekabine zur Untersuchung und zurück „bekleidet“ hinter sich bringen. Es ist auch nicht notwendig, vor der Untersuchung Intimsprays oder Ähnliches anzuwenden. Normale Hygiene genügt völlig.

Vertrauen ist wichtig

Wenn man noch nie bei einem Frauenarzt war, dann ist es sinnvoll, Freundinnen, die große Schwester, die Mutter oder andere vertraute Personen um Rat zu fragen. Sie haben meistens bereits mehrere Frauenärzte konsultiert und können oft gute Tipps geben. Denn es ist in diesem Fall sehr wichtig, dass man sich bei dem behandelnden Arzt gut aufgehoben fühlt und Vertrauen entwickeln kann.

Es besteht kein Zwang

Trotzdem kann es passieren, dass der Arzt oder die Ärztin der jeweiligen Person doch unsympathisch ist. Dann hat man das Recht, jederzeit die Untersuchung abzubrechen. Man ist nicht gezwungen, sich von jemandem untersuchen zu lassen, der einem unangenehm ist!

Begleitperson gestattet

Wer Angst davor hat, alleine zu gehen, kann grundsätzlich eine Person seines Vertrauens mitbringen. Das kann die Mutter sein, aber auch der Freund. Das wird von den Mädchen übrigens oft als besonderes Zeichen seines Verantwortungsgefühls gewertet.

Mitteilungspflicht des Arztes

Bis zum 14. Lebensjahr ist der Arzt verpflichtet, den Eltern Auskunft über die Untersuchung zu geben. In den zwei Jahren danach liegt es in seinem Ermessen. Sollte man nicht wollen, dass die Eltern etwas über den Besuch des Frauenarztes erfahren, so sollte man das dem Arzt auch mitteilen.

Der „Horrorstuhl“

Zugegeben, der Stuhl, auf dem die Untersuchung durchgeführt wird, sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus. Der gynäkologische Stuhl ist eine Art Liege, auf der man auf dem Rücken liegt und die Beine auf links und rechts angebrachte Stützen stellt. Die meisten Mädchen und Frauen empfinden es als sehr unangenehm, dass man sich mit gespreizten Beinen hinsetzen muss. Das allerdings ist notwendig, damit der Arzt den Scheideneingang, die Scheide selbst und den Gebärmutterhals gut sehen und wenn nötig mit einem Holzspatel oder einem Wattestäbchen einen Abstrich machen kann.

Brustuntersuchung

Bei der Tastuntersuchung werden Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter abgetastet. Eine Brustuntersuchung, die ebenfalls tastend durchgeführt wird, macht man bei jungen Mädchen meist noch nicht routinemäßig, da es sich hier um eine Früherkennungsmöglichkeit für Brustkrebs handelt. Allerdings ist es sinnvoll, sich vom Arzt zeigen zu lassen, wie man den Busen am besten selbst untersucht. Auch wenn das Gefühl besteht, dass mit der Brust irgendetwas nicht stimmt, ist der Frauenarzt der richtige Ansprechpartner.

Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STiKO) die Impfung von Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren gegen die HPV-Typen 16 und 18. Um diese Impfung entbrannte bei ihrer Zulassung eine heftige Diskussion, in er es um Nebenwirkungen, um Nutzen, Kosten und irreführende Werbung seitens der Hersteller ging. Viele Eltern wurden dadurch verunsichert.

Es liegt im Ermessen der Eltern, ob sie ihre Tochter impfen lassen oder nicht. Die Wirkung ist höchst umstritten. Diese Impfung kann auch Thema des ersten Termins beim Gynäkologen sein.

Checkliste kann hilfreich sein

Da man, wenn man vor dem Arzt sitzt, oft aufgeregt ist, hilft es, sich vorher eine Checkliste zu erstellen und sich zu notieren, welche Fragen man stellen wollte. Außerdem sollte man den ersten Tag der letzten Monatsblutung kennen und wann die erste Periode einsetzte. Beim ersten Besuch ist es sogar ratsam, den Zyklus vorher über einige Monate hin zu notieren. So bekommt der Arzt einen besseren Überblick. Außerdem ist es gut, wenn man sein Gewicht und seine Größe weiß.

Das könnten Fragen sein, die Mädchen dem Frauenarzt stellen wollen:

  • Meine Periode kommt sehr unregelmäßig – muss ich mir deswegen Sorgen machen?
  • Ich habe Schmerzen, wenn ich meine Tage habe. Ist das normal? Kann ich etwas dagegen tun?
  • Ich habe einen Freund und will mit ihm schlafen. Gibt es Alternativen zur Pille?
  • Muss ich meinen Eltern sagen, dass ich die Pille nehme?
  • Verändert die Pille mich und meinen Körper?
  • Muss ich mich gegen Gebärmutterhals impfen lassen? Was sind die HPV-Viren eigentlich?

Was tun in dringenden Fällen?

Wenn man eine Untersuchung in mit dem Frauenarzt vereinbart, so sollte man zum Beispiel bei Beschwerden oder vermuteter Schwangerschaft auf einen schnellen Termin drängen. In sehr dringenden Fällen kann man auch ohne Termin zum Frauenarzt gehen. Oder sich an einen anderen Arzt und bei ganz akuten Fällen auch an das örtliche Krankenhaus wenden. Nicht abwimmeln lassen!

Terminwahl

Einen Termin beim Frauenarzt sollte man übrigens nur dann vereinbaren, wenn man ziemlich sicher damit rechnen kann, seine Periode an diesem Tag nicht zu haben. Das hat nichts mit Hygiene zu tun, sondern damit, dass der Arzt dann bei der Untersuchung zum Beispiel keinen Abstrich machen kann.

Der „Männerarzt“

Für Mädchen und Frauen ist spätestens ab dem ersten Geschlechtsverkehr ein regelmäßiger Besuch beim Frauenarzt ratsam. Aber auch Jungs erhalten professionelle Hilfe bei Problemen mit den Geschlechtsteilen. Urologen sind hier die richtigen Ansprechpartner. Wenn Vorhaut oder Eichel entzündet sind, es zu einem Ausfluss aus der Harnröhre kommt, es beim Toilettengang brennt oder die Hoden schmerzen beziehungsweise sich verändern, dann ist ein Arztbesuch notwendig. Ein Grund für viele Beschwerden können Geschlechtskrankheiten sein. Für die übrigens auch der Hautarzt zuständig ist. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind bei jungen Männern aber nicht nötig.

  • Ohne Angst und Scham: Was Mädchen vor der ersten Menstruation wissen sollten
  • Teenagerliebe: Wenn der erste Freund zum Übernachten kommt
  • Hygiene in der Pubertät: Duschen? Fehlanzeige!
  • Verhütungsmittel für Teenager: Ist die Pille für meine Tochter geeignet?
  • Streit um sexuelle Aufklärung: “Kann man Teenager überhaupt übersexualisieren?“

Sie finden uns auch auf Facebook – jetzt Fan unserer „Eltern-Welt“ werden und mitdiskutieren!

Mehr zum Thema

  • Twitter
  • WhatsApp
  • Zu den Kommentaren
  • Seite per E-Mail senden
  • Seite drucken
  • Schriftgröße größer
  • Schriftgröße kleiner

Zum Frauenarzt? © Jacob Lund – Fotolia

Die Frage. Ich bin 15 Jahre alt und habe meine Menstruation seit zwei Jahren. Normalerweise habe ich keine Schmerzen. Manchmal kommt die Blutung aber erst nach fünf Wochen. Viele meiner Freundinnen waren schon beim Frauenarzt. Meine Mutter meint auch, es wäre langsam an der Zeit. Muss ich schon zu einer Kontrolle kommen? Was soll ich tun?

Dr. Elisabeth Bacher antwortet. Viele junge Frauen und auch viele Eltern treten mit dieser Frage an mich heran. Wann ist nun der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Frauenarzt? Findet eine unauffällige Pubertätsentwicklung statt und treten keine Probleme bei der Menstruationsblutung auf, sehe ich keinen Grund, den Arzt aufzusuchen.

Die weibliche Geschlechtsentwicklung beginnt normalerweise mit der Brustentwicklung, gefolgt von der Schambehaarung und erst etwa zwei Jahre später kommt es zur ersten Blutung.

Unregelmäßige Regelblutungen sind in der Pubertät sehr häufig und müssen nicht therapiert werden. Ist mit dem 16. Lebensjahr noch keine Blutung eingetreten, muss eine weitere Abklärung beim Arzt erfolgen.

Elisabeth Bacher, Frauenärztin © kk

Die meisten jungen Frauen kommen zum ersten Mal zu mir, wenn sie eine Verhütung brauchen.

Elisabeth Bacher, Frauenärztin

Die meisten jungen Frauen kommen zum ersten Mal zu mir, wenn sie eine Verhütung brauchen. Vor der Erstverordnung einer Verhütungspille werden alle persönlichen und familiären Risikofaktoren im Gespräch erhoben, um das geeignete Präparat auszuwählen. Für die Verschreibung einer Pille ist eine gynäkologische Untersuchung nicht unbedingt erforderlich.

Die komplette Untersuchung sollte dann erfolgen, wenn du bereits Geschlechtsverkehr gehabt hast. Dabei wird jährlich der Krebsabstrich abgenommen, um Veränderungen am Muttermund zu erkennen. Diese Veränderungen werden meistens durch Viren (HPV) verursacht, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Der optimale Zeitpunkt für die HPV-Impfung ist vor dem ersten Sex.

Auch wenn keine Beschwerden vorliegen, empfehle ich, mit den Kontrollen zwischen dem 18. und 20. Lebensjahr zu beginnen.

Elisabeth Bacher, Frauenärztin

Fragen Sie die Expertin!

Elisabeth Bacher ist Frauenärztin in der Praxis Sexmed in Graz: www.sexmed.at

Kannst du zum Frauenarzt gehen, auch wenn du deine Tage hast?

Ganz kurz vorab: Es passieren auch so schon genug schlimme Dinge in dieser Welt – es muss nicht auch noch sein, dass du einen potenziell lebensrettenden Abstrich sausen zu lässt, nur weil du ein wenig blutest. Wenn du vor der Entscheidung stehst, während deiner Tage zum Gynäkologen zu gehen oder gar nicht zu gehen, dann geh einfach. Dein Arzt hat sicher schon viel mehr gesehen als das bisschen Blut. Schließlich liegt das Papier nicht umsonst auf dem Untersuchungsstuhl.

Doch was ist mit Vorsorgeuntersuchungen – ist es auch OK, zu einem routinemäßigen Check-up zu gehen, während du deine Tage hast? Genau wie auf die Frage, wer denn nun Khloé Kardashians Vater ist, findet man im Internet auch hierauf keine eindeutige Antwort. Die meisten scheinen sich aber einig zu sein, dass man es, wenn möglich, besser vermeiden sollte – so wie du es vielleicht auch vermeiden solltest, deinen Anus zu bleichen. Es ist aber auch nicht weiter schlimm, wenn es denn nunmal so ist – zumal es sowieso ziemlich schwierig ist, den Termin beim Gynäkologen so zu legen, dass man nicht gerade seine Tage hat. Die meisten Frauen wissen noch nicht einmal, wann sie ihre Tage bekommen. (Ich habe gehört, es gibt Apps für so was – aber hat dafür wirklich noch irgendwer genug Speicherplatz auf dem Handy?)

Mehr lesen: Sollte man sich für den Frauenarzt den Intimbereich rasieren?

„Kurz und knapp lautet die Antwort immer Ja – wenn es dringend ist. Es wäre natürlich besser, bis nach der Monatsblutung zu warten, wenn die Möglichkeit besteht. Das hängt aber ganz davon ab, warum man zum Gynäkologen geht“, erklärt Dr. Narendra Pisal von der London Gynaecology Clinic.

Wenn es mal wieder Zeit für einen Pap-Test (also einen Abstrich) ist, sollte man wenn möglich besser einen neuen Termin machen, rät Dr. Pisal. „Wenn man akute Beschwerden hat, zum Beispiel Schmerzen oder einen Infekt, sollte man aber direkt zum Arzt gehen“, warnt er. „Das bisschen Blut steht der Diagnose nicht im Weg.“ Grundsätzlich gilt: Wenn du Schmerzen hast oder befürchtest, dass irgendetwas nicht in Ordnung sein könnte, schieb es nicht unnötig hinaus.

Folgt Broadly bei Facebook, Twitter und Instagram.

Wenn man bei dir bei einem Abstrich schon mal eine Anomalie festgestellt hat (und es mal wieder Zeit für eine sogenannte Kolposkopie wird), ist es auch vollkommen in Ordnung, gleich zum Gynäkologen zu gehen, selbst wenn du noch blutest. „Die Untersuchung ist auch während der Periode möglich und eindeutig“, sagt Dr. Pisal. „Viele Frauen möchten lieber möglichst schnell Gewissheit haben – vor allem, wenn sie ihr Abstrich schon mal auffällig war. Letztendlich gibt es keinen Grund zu warten.“

Wenn du dir eine Spirale einsetzen lassen möchtest (tu es, es ist großartig!), ist es sogar besser, wenn du es machen lässt, während du deine Tage hast. „Das ist die ideale Zeit, um Blut abzunehmen und einen Fruchtbarkeitstest zu machen, um die Funktion der Eierstöcke zu bestimmen“, erklärt Dr. Pisal.

Besuch beim Frauenarzt: Diese 13 Dinge solltest du wirklich niemals machen

Frauenärzte sind auch nur Menschen – und deshalb manchmal genervt von ihren Patientinnen. Damit du aber zur Lieblings-Patientin von deinem Gynäkologen wirst, verraten wir dir hier, was du wirklich nie machen solltest:

Auf Facebook teilen In Messenger teilen Auf Twitter teilen In Whatsapp teilen Via E-Mail teilen In Pocket speichern 10.04.18, 17:06 16.04.18, 13:51

„Ich hab alles schon mal gegoogelt und weiß ganz genau, was ich habe!“

Da stehen Ärzte ganz besonders drauf: Wenn du vor deinem Termin schon mal bei Dr. Google vorbeigeschaut hast. Dein gefährliches Halbwissen über Gebärmutterhalskrebs, Zysten und Co. wird er mit einem Augenrollen ignorieren. Und dann wird er dich sorgfältig untersuchen.

Dein Arzt ist der Profi von euch beiden, also lass ihn einfach seinen Job machen. Er weiß schon, was er da tut – und zwar besser als die Pseudoprofis bei gutefrage.net

Beschwerden beim Frauenarzt verheimlichen

Es bringt weder dir noch deinem Frauenarzt etwas, wenn du die tapfere Heldin spielst, der es blendend geht: Wenn du Symptome hast, dann sag deinem Arzt klipp und klar, wie du dich gerade fühlst. Denn wenn Ärzte in etwas gut sind, dann ist es Golf und Patienten ihre Angst zu nehmen.

„Samstag ist Waschtag – leider ist heute erst Freitag!“

Frauenärzten erzählen eine andere Story: Hygiene sollte vorm Besuch beim Gynäkologen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Also vorher unbedingt ab unter die Dusche und rein in frische Unterwäsche.

Denn das machen wir alle falsch:

Nicht mit dem Arzt sprechen

Quelle:

Klar ist es merkwürdig, mit einem Fremden über deine Vagina zu sprechen – aber denk immer dran: Dein Arzt will dir helfen und wird in keiner Weise über dich urteilen. Außerdem wird er schon alles gehört haben, dir muss also nichts peinlich sein.

Gib deinem Arzt also alle Infos, die er braucht, um dich richtig diagnostizieren und behandeln zu können.

Die Pille absetzen, ohne deinen Arzt zu informieren

Es gibt viele gute Gründe, eine Pillenpause einzulegen – aber egal, wie gut deine Gründe sind: Deinen Frauenarzt darüber zu informieren ist noch besser!

Denn das plötzliche Absetzen könnte Nebenwirkungen hervorrufen, die du gemeinsam mit deinem Arzt abklären solltest. Außerdem kann er dich prima beraten, welche sinnvollen Alternativen zur Pille es außerdem noch gibt.

Du gehst nur dann zum Frauenarzt, wenn du wieder Sex hast

Bei dir herrscht grade sexuelle Eiszeit? Das tut uns natürlich sehr leid – aber sollte trotzdem nicht dazu führen, dass du nicht regelmäßig zum Frauenarzt gehst: Deine Check-Ups solltest du auf keinen Fall ausfallen lassen!

Du sagst deinen Termin wegen deiner Periode ab

Dein Frauenarzt hat absolut kein Problem damit, wenn deine Periode kaum noch vorhanden ist. Deshalb brauchst du also nicht deinen Termin zu verschieben – denn für deinen Arzt bedeuten verschobene Termine immer wieder für Planungs-Chaos.

Falls du mitten in der Periode steckst und deine Blutung noch stark ist, kannst du den Termin natürlich verschieben – aber natürlich nur, falls du keine akuten Beschwerden hast.

„Rutschen Sie bitte näher!“

Was Frauenärzte richtig nervt: Wenn sie dich immer wieder fragen müssen, ob ihr auf dem Stuhl weiter nach unten rutschen könnt. Klar ist ein Besuch beim Frauenarzt alles andere als angenehm – aber dein Gynäkologe muss dich ja schließlich untersuchen.

Also beweg deine Hüften einfach ein bisschen nach unten und komm deinem Arzt näher. Dann wird alles für euch beide viel einfacher.

Nicht rasiert? Na und!

Du musst dich niemals, niemals, niemals, wirklich niemals bei deinem Frauenarzt dafür entschuldigen, dass du nicht rasiert bist. Wie du deine Schamhaare trägst, ist einzig und allein deine Entscheidung – und deinem Arzt ist es ohnehin völlig egal.

„Und das hier ist mein Freund!“

Im Untersuchungszimmer sollten sich genau zwei Personen befinden: Du und dein Frauenarzt. Aber nicht noch dein Freund. Denn das stört deinen Frauenarzt bei der Untersuchung. Deshalb sollte er einfach im Wartezimmer bleiben und sich durch die Berge veralteter Magazine wühlen, die dort rumliegen.

Ganz anders sieht es natürlich aus, wenn du schwanger bist: Zu den regelmäßigen Kontrollbesuchen kannst du deinen Partner natürlich mitbringen.

Du liest zum ersten Mal einen Text von uns? Das sind wir:

Vielleicht ist er einfach nicht der Richtige für dich

Wenn zwischen dir und deinem Frauenarzt die Chemie nicht stimmt, dann solltest du nicht zu lange zögern, sondern den Arzt wechseln. Denn es geht einzig und allein darum, dass du dich wohl fühlst und eine harmonische Vertrauensbasis zu deinem Arzt aufbauen kannst.

Du verschreibst dir selbst Medikamente

Du spürst ein kleines Kribbeln und bist schon auf dem Weg zur Apotheke, um dir eine Creme gegen Scheidenpilz zu holen? Damit machst du deinen Frauenarzt ganz bestimmt nicht happy: Jucken bedeutet nicht zwangsläufig, dass du einen Scheidenpilz hast.

Und eine falsche Behandlung kann noch schlimmer sein als gar keine Behandlung – sprich deshalb im Zweifelsfall immer sofort mit deinem Arzt.

Nicht zu lange mit einem Termin warten

Und mit „sofort“ meinen wir auch sofort! Klar hast du keinen Bock auf deinen Besuch beim Frauenarzt – aber je länger du ihn aufschiebst, desto höher wird dein Stresslevel. Also einfach in den sauren Apfel beißen, den Termin schnell vereinbaren, fertig 🙂 Am besten gleich jetzt?

Themen

  • Wissen
  • Gesundheit

Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis! 0Alle Kommentare anzeigen

10 Hygieneregeln, die du garantiert nicht einhältst

Wetten, das hast du auch schon mal gehört? Eben. Und trotzdem wechselst du das Teil wohl kaum so häufig aus, wie du eigentlich solltest.

Genauso wenig, wie du dich an die folgenden 10 Hygieneregeln hältst …

Wie oft du deinem Bett einen frischen Bezug verpassen solltest, hängt ein bisschen von deinen Schlafgewohnheiten ab. Generell ist alle zwei Wochen völlig okay, wer jedoch stark schwitzt und/oder nackt schläft, sollte die Bettwäsche besser jede Woche wechseln.

Weil deine Handtücher …

Artikel lesen

Der erste Besuch beim Frauenarzt – So bereitest du deine Tochter darauf vor

Der erste Frauenarztbesuch ist für junge Mädchen sehr aufregend und meist auch mit Ängsten verbunden. Wie du sie deiner Tochter nehmen kannst und gleichzeitig ihr Selbstvertrauen stärkst.

Der erste Frauenarztbesuch ist ganz schön aufregend. Als Mutter kannst du deinem Kind Ängste oder Schamgefühle vorher nehmen.

Im Leben deiner Tochter ändert sich in der Pubertät vieles: Der Körper entwickelt sich, Jungs (oder Mädels) üben plötzlich einen ganz neuen Reiz aus und sie bekommt ihre erste Regelblutung. Mit Einsetzen der Periode steht meist auch der erste Besuch beim Frauenarzt an. Für junge Mädchen oft eine schwierige Situation: Das Bild des martialisch aussehenden Untersuchungsstuhls und der -instrumente sind angsteinflößend, dazu die Vorstellung, den Intimbereich einer fremden Person zeigen zu müssen. Sorgen, die du deiner Tochter vor ihrem ersten Frauenarztbesuch nehmen kannst und solltest. Als erwachsene Frau ist der Besuch beim Frauenarzt für dich schließlich zur Routine geworden – es ist ein Arztbesuch wie jeder andere auch.

In welchem Alter muss der erste Frauenarztbesuch stattfinden?

Beim Thema Frauenarzt muss sich deine Tochter definitiv nicht unter Druck setzen. Es gibt keinen fixen Termin, wann sie beim Frauenarzt gewesen sein muss. Die meisten Mädchen besuchen das erste Mal einen Gynäkologen, wenn sie ihre erste Regelblutung bekommen haben oder wenn sie vor ihrem ersten Mal die Pille einnehmen möchte.

Möchte deine Tochter schon vor ihrem 14. Geburtstag zum Frauenarzt, dann ist dieser gesetzlich dazu verpflichtet, die Eltern darüber zu informieren. Ab 15 Jahren kann deine Tochter den Besuch beim Frauenarzt theoretisch vor dir geheim halten. Der Arzt unterliegt dann der Schweigepflicht. Sollte deine Tochter allerdings ernsthaft krank sein oder liegt ein anderer triftiger Grund vor, muss der Frauenarzt dich trotzdem darüber informieren.

Den richtigen Arzt finden

Das Wichtigste, wenn es um den ersten Besuch beim Frauenarzt geht: Einen Frauenarzt finden, bei dem deine Tochter gut aufgehoben ist. Bei der Suche nach dem richtigen Arzt muss deine Tochter ganz auf dich oder eine andere Bezugsperson wie die Schwester oder die beste Freundin vertrauen. Sei also ehrlich zu ihr, wenn du mit deinem eigenen Frauenarzt nicht absolut zufrieden bist oder Bedenken hast, dass er im Umgang mit jungen Patientinnen nicht ganz geeignet ist. Vielleicht ist es deiner Tochter anfangs angenehmer, von einer Frau, als von einem Mann untersucht zu werden. Sucht gemeinsam nach einer geeigneten Frauenarzt-Praxis, in der sich deine Tochter wohlfühlt.

Was passiert bei der ersten Untersuchung?

Inzwischen bieten viele Frauenärzte spezielle Teenagersprechstunden an. Bei diesen Sprechstunden findet noch keine gynäkologische Untersuchung statt. In einem Gespräch erklärt der Arzt, welche Untersuchungen in Zukunft anstehen, warum sie gemacht werden und was dabei genau passiert. So weiß deine Tochter, was sie bei der ersten richtigen Untersuchung erwartet. Das nimmt die Nervosität.

Bei der ersten richtigen Untersuchung kontrolliert der Frauenarzt dann die inneren Geschlechtsorgane: Scheide, Eierstöcke und Gebärmutter. Mache deiner Tochter klar, dass der Arzt das ganz vorsichtig macht und es nicht wehtut. Gerade wenn sie noch keinen Geschlechtsverkehr hatte, hat sie vielleicht Sorge, dass ihr Jungfernhäutchen bei der Untersuchung reißt und das Schmerzen verursacht. Das kann allerdings nicht passieren, da bei jungen Patientinnen extra kleine Instrumente verwendet werden. Außerdem wird bei der ersten Untersuchung ein Abstrich gemacht. Oft untersucht der Frauenarzt durch abtasten auch die Brüste auf Knoten. Normalerweise gehört die Brustuntersuchung erst ab 30 Jahren zur pflichtmäßigen Routine. Bis dahin kann sie gemacht werden, muss aber nicht.

Informationen zu Gebärmutterhalskrebs

Deine Tochter kann sich auch über die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, die sogenannte HPV-Impfung, informieren lassen. Seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts diese Impfung für junge Frauen zwischen 12 und 17 Jahren. Seit 2014 hat die Kommission das Mindestalter sogar auf neun herabgesetzt. Damit will man sichergehen, dass Mädchen die Impfung auch wirklich vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen haben. Denn nur dann kann die HPV-Impfung auch zuverlässig vor sexuell übertragbaren Viren schützen, die krebserregend sein können. Pflicht ist die HPV-Impfung nicht, sie steht jedem Mädchen frei. Informiert euch also zusammen und trefft gemeinsam eine Entscheidung.

Dazu muss deine Tochter einen Fragebogen ausfüllen, damit der Arzt mehr über den eigenen und den familiären Gesundheitszustand erfährt. Bereitet euch auf folgende Fragen vor:

  • Welche Krankheiten hast du bis jetzt gehabt?
  • Musst du regelmäßig Medikamente einnehmen?
  • Welche Krankheiten gab es in deiner Familie (Krebs, Herzerkrankungen)?
  • Wann hattest du deine erste Periode?
  • Wann hattest du deine letzte Periode?
  • Ist deine Regelblutung regelmäßig?
  • Hast du akute Beschwerden? (Perioden-Schmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Zwischenblutungen)

Die erste Pille

Viele Mädchen gehen das erste Mal zum Frauenarzt, weil sie sich die Pille verschreiben lassen möchten. Es gibt kein Mindestalter, ab dem die Pille verschrieben werden darf. Der Arzt entscheidet selbst, ob das Mädchen reif genug für einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität ist. Er kann auch darauf bestehen, dass die Pille nur verschrieben wird, wenn die Einwilligung der Eltern vorliegt. Das sind aber nur die rein rechtlichen Fakten. Wenn du mit deiner Tochter ein offenes, vertrauensvolles Verhältnis pflegst, dann wird sie dir vermutlich sowieso davon erzählen. Sei aber nicht enttäuscht, wenn sie das dennoch zunächst für sich behalten möchte. Es wäre nicht gut, sie durch zu viel Nachfragerei zu nötigen, etwas zu erzählen.

Das Normalste auf der Welt

Bei vielen Mädchen ist es nicht nur die Angst vor den Untersuchungsinstrumenten, die beim ersten Frauenarztbesuch Bauchschmerzen bereiten. Vielmehr ist es die Scham vor den eigenen Körper, die Sorge, dass die Vagina oder ihre Brüste “nicht normal” sind. Auch wenn Themen rund um die Sexualität in der Pubertät keine sind, die Kinder besonders gerne mit ihren Eltern besprechen, solltest du dennoch versuchen, deiner Tochter schon früh klarzumachen, dass Körper sehr unterschiedlich aussehen und nichts “falsch” oder “hässlich” ist. Gib deiner Tochter den Gedanken mit, wie viele Vaginas und Brüste ein Frauenarzt in seinem Leben zu Gesicht bekommt. Frauen allen Alters und aller Formen besuchen täglich Frauenarztpraxen. Der Frauenarzt sieht die Geschlechtsteile bei der Untersuchung einfach als Organe an und nicht als sexualisierte Körperteile, die bewertet werden müssen.

Das erste Mal beim Frauenarzt

Wann sollten junge Mädchen zum ersten Mal zum Frauenarzt gehen?

„Prinzipiell sollten Mädchen spätestens bei Verhütungsbedarf zum Frauenarzt gehen“, so Dr. Schultze. Und vor allem auch dann, wenn ein Mädchen Beschwerden im Unterleib, also zum Beispiel Menstruationsbeschwerden; im Intimbereich, also z.B. Jucken oder Brennen oder an der Brust hat.

Welche Ängste haben die Mädchen?

„Die meisten Mädchen haben Angst, dass sie untersucht werden und sich ausziehen müssen. Eine Untersuchung kommt beim ersten Termin allerdings nur ganz selten vor und wenn, dann freiwillig. Meistens bei Problemen mit der Brust. Eine gynäkologische Untersuchung auf dem Untersuchungsstuhl erfolgt in den meisten Praxen fast nie beim ersten Kontakt, nur wenn es wirklich nicht anders geht. Wir versuchen die Ängste bereits im Vorfeld zu nehmen, indem wir die Mütter, die oft schon lange Jahre zu uns in die Praxis kommen, informieren und ihnen Infomaterial zur Teenie-Sprechstunde mitgeben“, erzählt die Augsburger Ärztin.

Tipp: Sprich du als Mutter also ruhig mal deinen Frauenarzt bzw. deine Gynäkologin an, ob es Infomaterial für junge Mädchen gibt. Deine Tochter könnte auch direkt beim Frauenarzt anrufen und sich am Telefon erklären lassen, was beim ersten Termin passiert, so dass kein Mädchen mit unguten Gefühlen in die Praxis kommen muss. Außerdem: Deine Tochter darf natürlich eine Begleitperson mitbringen.

Was passiert bei so einem ersten Besuch?

Natürlich hat jeder Arzt seine eigene Art und Vorgehensweise. Beim ersten Gynäkologen-Termin handhaben es die meisten allerdings sehr ähnlich. Vor allem nehmen sich die Ärzte für diesen Termin Zeit, um die junge Patientin kennenzulernen, ihr alle Fragen zu beantworten und um selbst Fragen zu stellen. Dr. Schultze beschreibt ein solches Kennenlernen folgendermaßen: „Zuerst wird ein Anamnesegespräch mit den Mädchen geführt. Das heißt, wir stellen Fragen zur Periode, zu vorangegangenen Krankheiten sowie familiären Gesundheitsrisiken und wir überprüfen den kompletten Impfstatus der jungen Dame. Bezugnehmend auf das jeweilige Mädchen erkläre ich die körperliche Entwicklung, den Aufbau und die Funktion der Geschlechtsorgane. Wenn die Mädchen schon reif genug sind, sprechen wir über Verhütung. Ich erkläre die Kondomanwendung, die Wirkung der Pille und mache einen kurzen Schwenk zu anderen Verhütungsmethoden. Zu guter Letzt reden wir darüber, ab wann eine Untersuchung auf dem „Stuhl“ oder mittels Ultraschall notwendig wird. Nämlich erst, wenn es darum geht, bei Beschwerden zu untersuchen oder nach dem Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs. Bei Interesse erkläre ich dem Mädchen noch den Ablauf und zeige die Utensilien. Und natürlich gibt es Infomaterial für Zuhause, denn alles kann man sich nicht merken beim ersten Besuch, man ist ja schließlich aufgeregt!“

Tipp: Nimm deiner Tochter die Angst vor dem Frauenarzttermin, indem du ihr sagst, dass der erste Besuch meist nur ein Kennenlernen und ein vertrautes Gespräch ist. Hilf im Vorhinein deiner Tochter bei ihrem Anamnesebericht. Gibt es Vorerkrankungen, familiäre Gesundheitsrisiken, wo ist der Impfpass deiner Tochter?

Wie findet man den richtigen Frauenarzt, die passende Frauenärztin?

Fast jedes Mädchen hat eine Vertrauensperson, die schon bei einem Gynäkologen war. Das kann die Mutter oder die größere Schwester genauso wie die Tante oder eine Freundin sein. So bekommt man eine Empfehlung und schaut sich diesen Arzt an. Außerdem sollte man sich Gedanken machen, ob man lieber zu einem Arzt oder zu einer Ärztin möchte. Fachlich macht es keinen Unterschied, alleine das bessere Gefühl zählt hier. Hat man niemanden, der einen guten Gynäkologen empfiehlt, kann man im Internet ausführlich auf Suche gehen. Viele Ärzte haben inzwischen eigene Webpräsenzen, auf denen man sich über die Praxis und den Gynäkologen informieren kann. Gerade ein Foto des Arztes zeigt schnell, ob einem jemand schon mal optisch sympathisch ist. Ganz wichtig: Wenn man bei einem Frauenarzt landet, den man nicht mag, kann man sich auch höflich wieder verabschieden. Es ist wichtig, dass man sich gut aufgehoben fühlt und kein Mädchen ist gezwungen, sich von jemandem untersuchen zu lassen, der einem unangenehm erscheint!

Tipp: Bist du mit deinem Gynäkologen zufrieden, schlage ihn deiner Tochter vor. Hast du keine Empfehlung, schaue gemeinsam mit ihr nach Ärzten mit „Teenagersprechstunde“!

Was ist eine Teenagersprechstunde?

Viele Frauenärzte bieten für junge Mädchen die so genannte Teenagersprechstunde an. So wie die Augsburger Gynäkologin Dr. Katharina Schultze: „Die Teenie-Sprechstunde ist für alle Mädchen, die sich informieren wollen. Über Zyklus, Verhütung, Impfung und auch darüber, wie eine erste Untersuchung aussehen würde. Oder einfach, um den richtigen Frauenarzt zu finden. Wenn es nach dem ersten Beschnuppern nicht gleich der oder die Richtige ist, dann versucht man es in der nächsten Praxis und für den Ernstfall hat man dann gleich den Arzt des Vertrauens gefunden. Das Schöne daran: Es geht nicht um Krankheiten, sondern es handelt sich um einen rein informativen Termin. Und dumme Fragen gibt es nicht!“

Wie sieht es mit der Schweigepflicht des Arztes aus?

Die meisten Mütter wären am liebsten dabei, wenn ihre Kleine das erste Mal zum Frauenarzt geht. Aber nimm es ihr nicht übel, wenn sie dich nicht dabei haben möchte. Und überhäufen sie auch nicht mit Fragen, wenn deine Tochter von diesem ersten Termin zurückkommt. Lass sie selbst erzählen, was sie erzählen möchte.

Rein rechtlich gilt: Vor dem 14. Geburtstag der Patientin muss der Arzt den Eltern Auskunft geben, wenn sie ihn danach fragen. Ist deine Tochter im Alter zwischen 14 und 16, kann der Gynäkologe selbst entscheiden, ob er die Eltern in bestimmten Situationen informiert. Ab 16 Jahren gilt die ärztliche Schweigepflicht, was bedeutet, dass du nur mit Zustimmung deiner Tochter Details über den Besuch beim Arzt erfahren kannst.

Gynäkologische Untersuchung: Das erste Mal beim Frauenarzt

Die Unsicherheit ist oft gross: Wann muss die Tochter zum ersten Mal zum Frauenarzt? Wie findet man einen guten Arzt? Wie kann die Tochter darauf vorbereitet werden? Im Interview beantwortet die Gynäkologin Inna Klein die wichtigsten Fragen rund die erste gynäkologische Untersuchung.

Wenn die Tochter damit einverstanden ist, kann die Mutter sie zur Frauenärztin begleiten. Foto: monkeybusinessimages, iStock, Thinkstock

  • 5

Von Michelle Willi

In der Pubertät werden Mädchen zu Frauen. Wann sollte ein Mädchen zum ersten Mal zum Frauenarz gehent?

Für ein Mädchen wird die erste gynäkologische Untersuchung dann ein Thema, wenn es das Bedürfnis hat, mit jemanden über die körperlichen Veränderungen zu sprechen. Aber auch dann, wenn sie über Sexualität und Verhütung informiert werden möchte.

Wie kann die Mutter das Thema ansprechen?

Für dieses intime Gespräch gibt es keine bestimmte Anleitung. Es ist wichtig, dass die Mutter spürt, ob ihre Tochter in diesen Dingen eher vorsichtig und verhalten ist, oder frei und unbekümmert mit ihrem Körper umgeht. Man sollte sich für das Gespräch viel Zeit lassen und die Tochter ernst nehmen. Der richtige Zeitpunkt ist schwer zu bestimmen, aber die erste Periode in der Pubertät ist ein grosser Schritt ins Erwachsenwerden und spätestens dann sollte das Thema Frauenarzt aufgegriffen werden.

Angenommen, die Tochter möchte schon früh zum Frauenarzt, aber die Mutter findet, sie sei noch zu jung dafür. Was empfehlen Sie?

Die Mutter sollte ihrer Tochter auf keinen Fall das Gefühl geben, dass sie gegen einen Frauenarztbesuch ist. Denn vielen Mädchen sind intime Gespräche mit den Eltern unangenehm, weswegen sie lieber mit Aussenstehenden über diese Themen sprechen möchten. Mütter sollten also ihren Töchtern den nötigen Freiraum geben.

Wie findet man eine passende Frauenärztin oder einen Frauenarzt?

Es gibt viele Möglichkeiten den passenden Arzt oder Ärztin zu finden. Ich empfehle, sich erstmal im Bekannten- oder Freundeskreis umzuhören. Wenn man jedoch das Gefühl hat nicht das Passende gefunden zu haben, kann die Suche im Internet weiterhelfen. Auch ist es zu empfehlen eine Fachperson in direkter Nähe zu konsultieren.

Manchen Mädchen graut davor, von einem Mann untersucht zu werden.

Die Entscheidung, ob der Termin bei einem ein Arzt oder einer Ärztin stattfindet, sollte allein das Mädchen treffen. Fachlich macht es keinen Unterschied. Generell empfiehlt es sich aber sich in einer „Teenager- Sprechstunde“ anzumelden, damit die Fachperson sich genug Zeit für das Gespräch nehmen kann.

Soll die Mutter beim ersten Besuch dabei sein?

Als Mutter kann man seine Tochter selbstverständlich zum Frauenarzt begleiten. Jedoch sollte das Mädchen selber entscheiden können, ob es seine Mutter bei dem Gespräch und der gynäkologischen Untersuchung dabei haben möchte. Denn so könnte es sein, dass sie sich nicht traut, alle Fragen zu stellen oder nicht offen mit dem Arzt oder der Ärztin spricht.

Kann auch eine Freundin mitgehen?

Selbstverständlich kann auch eine Freundin oder Bekannte mitgehen. Doch auch hier ist die Frage, ob der nötige Freiraum für intime Fragen gegeben ist.

Wie kann die Tochter auf den ersten Besuch vorbereitet werden?

Die Mutter kann davon erzählen, wie die erste gynäkologische Untersuchung bei ihr war und der Tochter so die Angst nehmen. Oft hilft es auch, wenn sie sich zusammen vor dem Termin die Arztpraxis und den Arzt persönlich ansehen.

Was gibt es unmittelbar vor der Untersuchung zu tun?

Beim ersten Besuch sollte das Mädchen darauf achten, dass keine Regelblutung stattfindet. Denn auch wenn eine ärztliche Kontrolle nicht notwendig ist, kann es bei Beschwerden sein, dass untersucht werden muss. Die Tochter sollte sich ihre Fragen aufschreiben, damit es ihr leichter fällt, sich in der Aufregung daran zu erinnern. Auch ist es von Vorteil, wenn Mädchen ein längeres T-Shirt tragen – dann fühlen sie sich nicht so nackt.

Was können Mütter tun, wenn sich ein Mädchen sehr fürchtet?

Die Mutter kann versuchen, ihrer Tochter durch Gespräche die Angst zu nehmen und sie zu ermutigen. Es sollten alle Möglichkeiten angesprochen werden, die die Tochter zu erwarten hat, und auch, dass es ganz ihr überlassen ist, wie weit sie gehen möchte. Es ist zum Beispiel nicht zwingend notwendig, bei der ersten Konsultation eine gynäkologische Untersuchung durchzuführen. In erster Linie geht es darum die Fragen und Anliegen zu beantworten.

Welche Fragen wird die Fachperson stellen?

Die Frauenärztin oder der Frauenarzt fragt im Gespräch ab, wann es zur ersten Regelblutung kam, wie regelmässig diese Blutungen sind und wann die letzte Regel war. Ausserdem erkundigt sie sich nach Beschwerden, Krankheiten und Operationen. Medikamente, Impfungen und Krankheiten in der Familie können Thema sein. Auch das Thema Sexualität und Verhütung wird angesprochen. Danach kommt es möglicherweise zu einer Untersuchung. Der Arzt oder die Ärztin werden den Bauch des Mädchens abtasten und ein Untersuchungsinstrument in die Scheide einführen. Dieser Vorgang ist zwar unangenehm, tut aber nicht weh.

Wenn sich die Tochter nicht wohl fühlt: Sollte man den Arzt wechseln?

Auf jeden Fall ist es wichtig, dass sich die Patientin gut aufgehoben fühlt, denn bei einem gestörten Arzt-Patienten-Verhältnis ist es schwer, eine gute Vertrauensbasis zu schaffen. Wenn ein Mädchen sich also nicht wohl fühlt oder aus anderen Gründen lieber einen anderen Facharzt aufsuchen möchte, dann sollte diese Entscheidung unbedingt akzeptiert werden.

Wie viel dürfen Eltern vom Frauenarzt erfahren?

Frauenärzte unterliegen, wie alle anderen Ärzte, der ärztlichen Schweigepflicht. Sie beginnt ab einem Patientenalter von 14 Jahren. Eltern von jüngeren Kindern müssen zu allen medizinischen Behandlungen ihre Zustimmung geben. Sind die Patienten älter als 14 Jahre, werden ohne ihre Zustimmung die Eltern weder vom Arztbesuch noch von Rezeptverschreibungen erfahren.

Die Gynäkologin Inna Klein arbeitet in der Frauenarztpraxis von Doktor Schüttpelz in Baden, AG. Sie beantwortet dort unter anderem die Fragen junger Frauen.
Weitere Informationen: www.frauenarzt-baden.ch

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.