Erster stuhlgang baby

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Kindspech: Der erste Stuhlgang deines Babys

Kindspech oder Mekonium, wie der medizinische Fachbegriff lautet, ist die allererste Darmausscheidung, die dein Baby in seinem Leben hat. Du solltest ihr auch aus medizinischen Gründen besondere Aufmerksamkeit schenken.

In der Regel scheidet ein Neugeborenes innerhalb der ersten zwölf bis 48 Stunden nach der Geburt das Mekonium aus. Kommt es bereits im Mutterleib zur Absonderung oder bleibt das Exkrement aus, kann das Folgen für die Gesundheit deines Babys haben oder sogar auf eine ernstzunehmende Erkrankung hinweisen.

Kindspech ist die erste Ausscheidung des Babys.

Was ist das Kindspech?

Genau genommen handelt es sich beim Kindspech noch gar nicht um Stuhl. Denn die eigentliche Verdauungstätigkeit nimmt der Darm eines Babys erst auf, sobald es Muttermilch oder andere Nahrung isst. Das Kindspech dagegen ist die reine Ansammlung von Ausscheidungsprodukten, die sich noch in der Gebärmutter ab der ca. 13. Woche bildet, wenn das Baby Fruchtwasser geschluckt hat. Es besteht aus Wasser, Schleim, abgestorbenen Haut- und Schleimhautzellen, Lanugo-Härchen und eingedicktem Sekret von Galle und Darm sowie Enzymen, Fettsäuren und Proteinen. Seinen Namen verdankt das Exkrement, das übrigens geruchlos und meistens noch keimfrei ist, seiner grünlich-schwarzen Farbe und der zähen, klebrigen Konsistenz.

Speicher von Schadstoffen und Toxinen

Das Mekonium speichert auch schädliche Substanzen und Gifte, die die Mutter während der Schwangerschaft aufgenommen hat. Sie können darin über einen längeren Zeitraum nachgewiesen werden. So kann über das Kindspech zum Beispiel ein Drogenmissbrauch der Mutter während der Schwangerschaft festgestellt werden. Eine Studie aus den USA dokumentiert die Belastung der Mutter und des Fötus durch direktes und indirektes Rauchen.

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Das Baby direkt nach der Geburt

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Alles normal oder ein gesundheitliches Problem?

99,8% der Neugeborenen scheiden das Mekonium innerhalb der ersten 48 Stunden ihres Lebens aus. Bei Frühgeburten liegt die Rate etwas darunter, bei ca. 94%. Bleibt das Kindspech aus, kann das ein Hinweis auf ein medizinisches Problem im Darm sein und sollte unbedingt abgeklärt werden.

Das Kindspech bleibt aus – das Mekoniumpropf-Syndrom

Scheidet dein Baby sein Mekomium nicht aus, hat es stattdessen einen geblähten Bauch und erbricht sich sogar, solltest du unbedingt einen Arzt konsultieren. Folgende Gründe kann es haben:

  • Mekoniumpropf: Das Mekonium hat einen eingedickten, festen Propfen gebildet, der den Darm verschließt und eine Ausscheidung unmöglich macht. Therapiert wird der Verschluss vom Arzt mit Einläufen. Diese lösen das Kindspech von der Darmwand und spülen es heraus. Nur in seltenen Fällen muss operiert werden.

  • Morbus Hirschsprung: Diese angeborene Erkrankung sollte immer ausgeschlossen werden, wenn das Mekonium nicht ausgeschieden wird. Hierbei fehlen in einem bestimmten Abschnitt des Dickdarms Nervenzellen, sodass sich die Muskulatur dort zusammenkrampft und den Darm verschließt. Der Darm oberhalb des Verschlusses sackt sich dagegen aus. Therapiert wird Morbus Hirschsprung durch eine Operation, bei der das unterentwickelte Darmstück entfernt wird.

  • Mukoviszidose: Ein typisches frühes Merkmal dieser Stoffwechselerkrankung ist ein durch das Mekonium verursachter Darmverschluss (Mekoniumileus). Auch diese Erkrankung sollte in jedem Fall ausgeschlossen werden, wenn das Kindspech nicht ausgeschieden wird.

Kindspech im Fruchtwasser – Gefahr für das Kind

Wird das zähe Mekonium zu früh ins Fruchtwasser ausgeschieden – also noch in der Schwangerschaft oder während des Geburtsvorgangs – besteht Gefahr für das Baby. Es kann zur so genannten MAS, dem Mekoniumaspirationssyndrom, kommen, wenn das Baby das mit dem Kindspech kontaminierte Fruchtwasser in die Atemwege bekommt. Ursachen für ein verfrühtes Ausscheiden des Kindspech sind:

  • Übertragen: Wird ein Kind übertragen, kann es bereits im Mutterleib zur Ausscheidung des Kindspechs kommen. Ab der 41. Schwangerschaftswoche besteht hierfür ein Risiko. Das normalerweise klare Fruchtwasser färbt sich durch das Mekonium dann grün. Die Geburt sollte dann schnellstmöglich eingeleitet werden. Eine länger dauernde Schwangerschaft sollte auch aus diesem Grund engmaschig kontrolliert werden.

  • Stress im Geburtsvorgang: Ist der Geburtsvorgang langwierig und kompliziert, kann das Kind in dieser, durch Stress und Sauerstoffmangel bedingten, Situation ebenfalls das Mekonium vorzeitig in das Fruchtwasser abgeben. Es besteht dann das erhöhte Risiko, dass das Mekonium in die Lungen gelangt. Ist das Köpfchen in dieser Phase bereits im Geburtskanal, ist keine Gefahr in Verzug.

  • Sauerstoffunterversorgung durch die Nabelschnur: Auch eine Sauerstoff-Mangelversorgung durch die Nabelschnur kann die vorzeitige Ausscheidung des Kindspechs ins Fruchtwasser bedingen.

  • Schwäche der Gebärmutter durch Infektionen: Ist die Gebärmutter zum Beispiel durch eine Infektion beeinträchtigt, ist die optimale Versorgung des Fötus ebenfalls nicht mehr gewährleistet. Auch hierauf kann das Kind mit einer vorzeitigen Entladung des Kindspechs ins Fruchtwasser reagieren.

Baby

Pflege des Babys in den ersten Lebensmonaten

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Die Mekoniumaspiration

Besteht die Gefahr, dass das Kind Fruchtwasser mit dem zähen Mekonium inhaliert hat, ist sofortiges Handeln erforderlich. Das Kind muss gründlich abgesaugt und seine Atmung weiterhin unterstützt werden. Die unmittelbaren Folgen könnten sonst Atemnot und Lungenentzündung, später dann die Neigung zu Atembeschwerden wie Asthma sein. Ein sofortiges Handeln im Kreißsaal und gute Therapien minimieren heutzutage jedoch die Folgen einer MAS.

Kindspech, Babys erster Stuhlgang: (Mekonium)

Das Kindspech – Mekonium – ist der erste Stuhl eines Neugeborenen. Es wird in den ersten zwei Tagen nach der Geburt ausgeschieden – je früher desto besser. Bis der Darm ganz vom Mekonium entleert ist, kann es drei bis fünf Tage dauern.

Der Name Kindspech weisst auf die grünlich-schwarze Farbe hin. as Kindspechg ist geruchlos und meistens noch keimfrei, von einer zähen, klebrigen Konsistenz.

Kindspech ist kein Stuhl

Eigentlich ist das Kindspech kein wirklicher Stuhl, denn die Verdauung Ihres Babys hat im Mutterleib noch nicht funktioniert. Die Darmtätigkeit wird erst aufgenommen, wenn Ihr Baby zum ersten Mal Muttermilch oder andere Milch trinkt.

Das Kindspech ist die reine Ansammlung von Ausscheidungsprodukten, die sich noch in der Gebärmutter gebildet haben, als ihr Baby ab SSW13 Fruchtwasser geschluckt. Es besteht aus Wasser, Schleim, abgestorbenen Haut- und Schleimhautzellen, Lanugo-Härchen und eingedicktem Sekret von Galle und Darm sowie Enzymen, Fettsäuren und Proteinen.

Kindspech lässt sich nur schwer mit Wasser oder Feuchttüchern von der Haut entfernen. Nehmen Sie deshalb Babyöl, um den Po Ihres Babys zu säubern.

Das Mekonium speichert aber auch schädliche Substanzen und Gifte, die Sie währen der Schwangerschaft aufgenommen haben. Solche Schadstoffe wie beispielsweise Drogen oder Nikotin können über einen längeren Zeitraum nachgewiesen werden. 1

Stuhlgang bei Babys: Was ist normal?

Vorsicht bei auffallenden Farben oder Blut im Stuhl

Der Windelinhalt kann in Farbe und Form sehr unterschiedlich sein. Eltern sollten sich nicht wundern, wenn er schwärzlich wird, nachdem das Baby ein Eisenpräparat bekommen hat. „Das ist aber unbedenklich“, so Dr. med. Axel Enninger, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Stuttgart – Olgahospital. Färbt sich allerdings der Stuhl ohne vorherige Eisengabe schwarz, kann Blut aus dem Magen-Darm-Trakt der Grund sein: Deshalb besser zum Arzt gehen.

Auch, wenn helleres Blut im Stuhl ist, sollte ein Kinderarzt die Situation einschätzen. „Bei älteren Kindern – gelegentlich aber auch bei Babys – kann auch der Genuss von roter Bete der Grund für die Stuhlverfärbung sein“, sagt Enninger.

Aufpassen sollten Eltern auch bei entfärbtem, weißlichem Stuhl. „Ein weißer Stuhl kann darauf hindeuten, dass etwas mit der Gallenausscheidung nicht richtig funktioniert“, erklärt der Kinder- und Jugendmediziner. Kleine weiße Striche im sonst normal farbigen Stuhl können Würmer sein – oder auch einfach unverdaute Reiskörner. Manchmal sind es auch kleine Eiweißfäden oder –körnchen, die entstehen, wenn das Eiweiß aus der Muttermilch bei der Verdauung gerinnt.

Schmerzen bei Verstopfung

„Es kommt nicht darauf an, wie häufig das Baby Stuhlgang hat, sondern ob es währenddessen von Schmerzen geplagt wird“, erklärt der Kinderarzt. Die Eltern müssen ihr Kind im Gesamten beobachten: Was macht es für einen Eindruck? Hat es Schmerzen beim Stuhlgang? Ein Zeichen einer Verstopfung kann sein, wenn der Stuhl von Tag zu Tag wechselt, von kleinen Kleksen bis zu großvolumigen Stühlen. Durch den verhärteten Stuhl kommt es bei Verstopfung gelegentlich zu kleinen Schleimhauteinrissen am After, wodurch Blut im Stuhl zu finden ist. Dann können Medikamente helfen, die den Stuhl weich machen. Der Enddarm wird weniger überdehnt und die Schleimhauteinrisse können wieder abheilen.

Hat mein Baby eine Milchzuckerunverträglichkeit?

„Eine angeborene Laktoseintoleranz ist in den ersten drei bis vier Lebensjahren in Deutschland extrem selten“, sagt der Facharzt für Kinder-Gastroenterologie. Bei dieser Form der Milchzuckerunverträglichkeit vertragen Babys keine Muttermilch, weil ihnen ein spezielles Enzym fehlt. Sie können mit Bauchkrämpfen, Blähungen und starkem Durchfall reagieren. Eine angeborene Laktoseintoleranz ist gefährlich: Sie kann zu Gedeih- und Entwicklungsstörungen führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

„Im Gegensatz zur Laktoseintolerenz ist die echte Kuhmilchallergie im ersten Lebensjahr nicht ganz selten“, sagt Enninger. Manche Säuglinge vertragen vorübergehend kein Milcheiweiß. Auch hier können Bauchschmerzen, Blähungen sowie Verstopfung oder Durchfall auftreten. Manche leiden unter Erbrechen, gelegentlich gepaart mit Hautausschlag. Hin und wieder können auch Beschwerden der Atemwege, Kreislaufprobleme und sogar ein anaphylaktischer Schock die Folge sein. Viele dieser Kinder vertragen nach dem Säuglingsalter dann wieder Kuhmilcheiweiß.

Grünes Fruchtwasser in der Schwangerschaft

Wenn grünes Fruchtwasser abgeht, weist dies auf einen früheren oder aktuellen Sauerstoffmangel des Babys hin. © nadezhda1906 – Fotolia.com

Grünes Fruchtwasser ist ein äußerst wichtiges Zeichen, das immer ernstgenommen werden sollte. Es deutet darauf hin, dass das Kind seinen ersten Stuhlgang bereits in der Gebärmutter abgesetzt hat, anstatt bis nach der Geburt damit zu warten.

Es besteht nun Gefahr, dass sich Partikel des sehr eiweißhaltigen Fruchtwassers in den Atemwegen festsetzen und dann einen optimalen Nährboden für Erreger nach der Geburt bieten. Vorzeitiger Stuhlgang des Kindes heißt in der Regel: Das Baby hat oder hatte Stress.

Warum ist das Fruchtwasser grün?

Bei einer Darmentleerung des ungeborenen Babys löst sich das grünschwarze Mekonium (Kindspech) im Fruchtwasser auf und verfärbt dieses je nach Stuhlmenge grünlich bis grün. Die Häufigkeit des grünen Fruchtwassers liegt bei 12 % aller Geburten, bis zu 20 % bei Terminüberschreitung. Dickes grünes Fruchtwasser entsteht, wenn nur wenig Fruchtwasser vorhanden ist.

Worauf weist grünes Fruchtwasser hin?

Wenn grünes Fruchtwasser abgeht, weist dies auf einen früheren oder aktuellen Sauerstoffmangel des Babys hin. Wenn das der Fall ist, sorgt das Rettungssystem im Körper des Kindes dafür, dass die wichtigsten Organe wie das Gehirn weiterhin optimal versorgt werden.

Durch einen kurzfristigen Sauerstoffmangel werden Darmbewegungen ausgelöst, die den ersten Stuhlgang des Babys, das „Kindspech“, ins Fruchtwasser drücken. In diesem Fall sollten so schnell wie möglich die Herztöne kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass das Baby nicht in Gefahr ist.

Sehr oft kommt diese Situation jedoch vor, ohne dass das Kind wirkliche Probleme im weiteren Verlauf der Schwangerschaft hat.

Ursachen für grünes Fruchtwasser

Eine der häufigsten Ursachen für das grüne Fruchtwasser ist ein früherer oder aktueller Sauerstoffmangel des Kindes (z.B. durch Nabelschnurkompression oder Plazentainsuffizienz).

Grünes Fruchtwasser kommt oft bei langen und schwierigen Geburtsverläufen, Mehrlingen, Infektionen, mütterlichen Erkrankungen (Hypertonie, Diabetes melitus) vor.

Grünes Fruchtwasser ohne Wehentätigkeit wird oft nach einem vorzeitigen Blasensprung festgestellt, dickes grünes Fruchtwasser kann evtl. im Ultraschall erkannt werden.

Beim vorzeitigen Blasensprung

Blasensprung nennt man das spontane Zerreißen der Eihäute mit nachfolgend abfließendem Fruchtwasser. Ein Blasensprung vor dem Beginn zervixwirksamer Eröffnungswehen wird als vorzeitiger Blasensprung bezeichnet. Meist setzen danach innerhalb von 24 Stunden spontane Geburtswehen ein, es besteht jedoch die Gefahr einer aufsteigenden Infektion.

Beim vorzeitigen Blasensprung bemerkt die Frau einen Abgang von wenig bis viel farbloser Flüssigkeit, den sie nicht zurückhalten kann. Etwa 10 % bis 20 % aller Geburten beginnen mit einem vorzeitigen Blasensprung. Häufige Ursachen dafür sind:

  • Infektionen des unteren Eipols

  • vorzeitige Zervixreifung

  • Eine Überdehnung der Gebärmutter durch eine Mehrlingsschwangerschaft

Im Fall von grünem Fruchtwasser wird eine kontinuierliche CTG-Überwachung empfohlen und eine baldige Geburt durch Einleitung der Wehen angestrebt.

Kindspech (Mekonium) – der erste Stuhlgang

30. Januar 2019 6 Min.

Normalerweise sind Ausscheidungen jeglicher Art etwas, über das man nicht so gerne redet. Unter Eltern ist das große Geschäft des eigenen Kindes jedoch nicht selten gängiges Gesprächsthema: wie oft tagsüber bereits eine „ordentliche Leistung“ vollbracht wurde, welche Farbe und einiges mehr. Der allererste Stuhlgang von Babys heißt Kindspech, medizinisch auch Mekonium. Warum es wichtig ist, dass dieser spätestens 24 Stunden nach Geburt in der Windel landet, lesen Sie hier.

Da hat aber einer die Hosen voll – mit Kindspech

Ab der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche schluckt das Ungeborene Fruchtwasser.1 Zusammen mit Darmschleim und Gallenflüssigkeit bilden die unverdaulichen Bestandteile des Fruchtwassers das sogenannte Kindspech (Mekonium). Bereits in den ersten 24 Stunden, nachdem das Baby auf der Welt ist, setzt es insgesamt circa 100 Gramm dieser zähen Masse ab.2

Weder Farbe noch Geruch haben etwas mit dem Stuhlgang älterer Kinder oder Erwachsener gemein: Mekonium ist schwarz-grün, teerartig und sehr zäh, weshalb das Neugeborene häufig damit zu kämpfen hat, es auszuscheiden. Seine Anstrengung kann es mit Unruhe kundtun und von Bauchschmerzen begleitet sein. Auch wenn die gewöhnungsbedürftige Farbe womöglich anderes vermuten lässt, ist Kindspech geruchlos, da darin noch keine Darmbakterien enthalten sind.

Wenn das Mekonium aussieht wie eine verpuppte Raupe

Bitte nicht erschrecken, wenn Sie, noch bevor Sie Kindspech in der Windel Ihres Babys entdecken, einen grau-weißen bis gelblichen, harten Mekoniumpfropfen sehen. Dieser ist ein bis vier Zentimeter lang und von einem dünnen Häutchen (Membran) umgeben.2 Nach Abgang des Pfropfens, der bisher verhindert hat, dass das Mekonium ausgeschieden werden kann, folgt beim Neugeborenen in der Regel relativ viel Stuhlgang.

Geht der Pfropfen nicht von selbst ab, muss ein Einlauf oder eine anale Stimulation erfolgen, da ansonsten die Gefahr eines Darmverschlusses besteht, der mit Symptomen wie einem geblähten Bauch und galligem Erbrechen einhergeht.

Was hilft, wenn das Kindspech am Babypo festklebt?

Reicht warmes Wasser nicht aus, um den ersten Stuhlgang des Neugeborenen abzuwaschen, können Sie es mit Mandel- oder Kokosöl aus der Apotheke versuchen.

Der Stuhlgang des Neugeborenen bleibt aus: Hinweis auf ernste Erkrankungen

Verstreichen die ersten 24 Lebensstunden, ohne dass das Neugeborene Stuhlgang hat, bedarf dies ärztlicher Abklärung. Ein Darmverschluss, mechanische Ursachen (beispielsweise eine Darmeinstülpung) oder die seltene Erkrankung Morbus Hirschsprung, bei der Darmnerven fehlen, müssen ausgeschlossen werden. Generell gilt: Je früher das Kindspech nach der Geburt in der Windel landet, desto besser.

Mit frühem Abgang des Mekoniums sinkt auch das Risiko, dass der Säugling eine Neugeborenen-Gelbsucht entwickelt. Der Grund: Bleibt das Mekonium relativ lange im Darm, gelangt das darin enthaltene, für den Körper nicht verwertbare Bilirubin (gelber Gallenfarbstoff) in den Blutkreislauf. Eine unbehandelte, zu hohe Konzentration des Bilirubins kann zu schweren Gesundheitsschäden führen. Daher ist eine ärztliche Kontrolle der Werte wichtig.

In Kürze: Neugeborenen-Gelbsucht – was ist das?

Neugeborene kommen mit übermäßig vielen roten Blutkörperchen auf die Welt. Beim Abbau dieser wird Bilirubin freigesetzt, der gelbe Gallenfarbstoff. Die Leber des Babys hat aber in vielen Fällen noch Probleme damit, diesen zu verwerten, woraufhin sich Bilirubin an anderer Stelle, in der Haut, ansammelt. Daraufhin tritt die für Neugeborenen-Gelbsucht typische Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel auf.

Kindspech im Fruchtwasser

Neben der Möglichkeit, dass das Mekonium länger als 24 Stunden ausbleibt, kann es im umgekehrten Fall vorkommen, dass das Baby bereits im Bauch der Mutter – vor oder während der Geburt – „große Geschäfte“ absondert. Ursache dafür ist meist Stress, den das Baby verspürt, zum Beispiel infolge einer langen Geburt oder mangelnder Sauerstoffversorgung (beispielsweise bei einer Plazentainsuffizienz oder Nabelschnurkomplikation). Das Mekonium löst sich im Fruchtwasser auf und färbt es grünlich.

Festgestellt werden kann dies entweder – wenn das Fruchtwasser breiartig ist – eventuell bereits im Ultraschall oder bei einem Blasensprung. Atmet das Baby das mekoniumhaltiges Fruchtwasser reflexartig ein, kann dies dessen Lunge verkleben (Mekoniumaspiration). Für das Baby eine lebensbedrohliche Situation, weshalb sofort – das heißt, wenn bereits das Köpfchen zu sehen ist und noch bevor es zum ersten Mal einatmet – die oberen Atemwege (Nase, Mund, Rachen) abgesaugt werden müssen. Bei kritischem Zustand des Kindes erfolgt zusätzlich nach dem Abnabeln das intratracheale Absaugen (also innerhalb der Luftröhre) sowie die künstliche Beatmung.

Wie lange scheidet mein Neugeborenes diesen besonderen Stuhlgang aus?

Nachdem die Mutter angefangen hat, ihr Kind zu stillen oder ihm die Flasche zu geben, kommt der Darm des Neugeborenen in Schwung. Nach zwei bis vier Tagen verändert sich dessen Stuhl3: Während sich anfangs noch die Reste des Kindspechs mit den ersten Nahrungsstühlen vermengen, werden die Ausscheidungen zunehmend weicher und heller.

Muttermilchstuhl ist senfgelb oder gelb-grünlich, riecht leicht säuerlich und mitunter sind darin körnige Bestandteile zu finden, die vom Aussehen her an Hüttenkäse erinnern. Der Stuhl von Kindern, die Pre-Nahrung erhalten, ist grünlich, lässt sich, was die Konsistenz betritt, mit Lehm vergleichen und riecht strenger.

Kindspech


Medizinische Qualitätssicherung am 2. April 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Als Kindspech (Mekonium) wird der erste Stuhlgang des Neugeborenen bezeichnet, der eine grün-schwarze Farbe hat. Meistens scheiden ihn Babys innerhalb von 12 bis 48 Stunden aus, bei manchen erfolgt die Ausscheidung aber auch bereits im Mutterleib, wodurch es zu einem so genannten Mekoniumaspirationssyndrom kommen kann.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Was ist Kindspech?
  • 2 Wann sollte Kindspech ausgeschieden werden?
  • 3 Tipps, um den Abgang von Kindspech zu fördern
  • 4 Kindspech im Fruchtwasser
  • 5 Wenn es zu Komplikationen kommt: Mekoniumaspirationssyndrom

Was ist Kindspech?

Kindspech oder Mekonium ist die Bezeichnung für den ersten Stuhlgang des Babys. Dieser sammelt sich schon zwischen der zehnten und vierzehnten Schwangerschaftswoche im Darm des Ungeborenen an. Ab dieser Zeit nimmt der Fötus ab und zu Fruchtwasser auf, das Natrium, Kalium, Zucker, Eiweiße, Spurenelemente sowie Hautzellen und Härchen enthält. Daraus wird in weiterer Folge das Kindspech gebildet.

Des Weiteren sind im Kindspech auch Schleimhautzellen, Schleim, Darmzellen sowie eingedickte Galle enthalten. Meistens ist der erste Stuhl geruchslos und sehr zäh. Bis zur Mitte des zweiten Trimenons hat das Mekonium noch eine weiße Farbe, die grünlich-schwarze Farbe ist auf das so genannte Biliverdin zurückzuführen, das ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes ist. Der Terminus Mekonium stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie „Mohnsaft“.

Der Begriff Kindspech ist wahrscheinlich auf die Konsistenz des Stuhls zurückzuführen, der wie Pech auf der Haut des Kindes haftet und sehr schwer zu entfernen ist. Genau genommen ist Kindspech allerdings noch kein richtiger Stuhl, da der Darm des Kindes seine Funktionen erst aufnehmen muss. Diese Tätigkeit übernimmt er mit der ersten Nahrungsaufnahme, wodurch das Kindspech dann durch normale Verdauungsprodukte ersetzt wird.

Wann sollte Kindspech ausgeschieden werden?

Normalerweise wird das Kindspech innerhalb eines Zeitraumes von 12 bis 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden. Die Ausscheidung sollte auf jeden Fall bis vier Tage nach der Geburt erfolgen, da sonst gesundheitliche Komplikationen auftreten können.

Wird das Kindspech nicht ausgeschieden, so können ein Darmverschluss, eine Engstelle im Darm, Mukoviszidose beziehungsweise eine Transportstörung mögliche Gründe dafür sein. Eine Blockade kann aber auch durch bestimmte Medikamente (Ganglienblocker, Opiate, Magnesiumsulfat), die während der Schwangerschaft eingenommen wurden, auftreten.

Tipps, um den Abgang von Kindspech zu fördern

Der Abgang des ersten Stuhls kann durch Stillen gefördert werden. Besonders eignet sich dafür die erste Muttermilch, die unmittelbar nach der Geburt produziert wird. Diese Milch ist gelblich und dickflüssig und enthält viel Eiweiß, Abwehrkörper und Mineralien, aber wenig Fett und ist gut verdaulich. Wird das Kindspech relativ rasch ausgeschieden, so kann auch das Risiko für eine Neugeborenengelbsucht reduziert werden.

Kindspech im Fruchtwasser

Manchmal wird das Kindspech schon im Mutterleib abgesondert. Das Fruchtwasser ist dann trüb und verfärbt sich grünlich, wobei der Grund dafür meist eine Übertragung oder reine sehr lange Geburt ist. Vor der 37. Schwangerschaftswoche kommt ein Mekoniumabgang so gut wie nicht vor, da die Darmperestaltik noch sehr gering ist.

Ein anderer Auslöser kann eine Erkrankung bei der Mutter oder beim Kind sein, wodurch das Ungeborene dann unter Stress steht. In weiterer Folge nimmt die Sauerstoffversorgung ab und die Durchblutung des Darms sinkt. Dadurch können Darmbewegungen auftreten und das Kindspech ausgeschieden werden.

Weitere Ursachen, die zu einer frühzeitigen Ausscheidung des Mekoniums führen können, sind: Drogenkonsum der Mutter, krankhafte Veränderungen oder Fehlbildungen der Nabelschnur. Auch eine intrauterine Wachstumsretardierung (unzureichendes kindliches Wachstum) kann diesem Umstand begünstigen.

Wenn es zu Komplikationen kommt: Mekoniumaspirationssyndrom

Fruchtwasser, das Mekonium enthält, tritt etwa bei zehn bis zwanzig Prozent der Geburten zwischen der 38. und 42. Schwangerschaftswoche auf. Ein Mekoniumaspirationssyndrom ist hingegen viel seltener zu finden. Wenn im Fruchtwasser Mekonium enthalten ist, so kann es im Mutterleib oder während der Geburt in die Atemwege des Kindes gelangen.

Dieses Einatmen wird als Mekoniumaspiration bezeichnet. Wird Mekonium eingeatmet, so entstehen in der Lunge Regionen, die unzureichend belüftet werden, andere hingegen werden überbläht. Das Atemgas kann zwar in die Lungenbläschen gelangen, beim Ausatmen entweicht es aber nicht und bleibt in der Lunge. Dadurch werden die betroffenen Bereiche überdehnt.

Das Belüftungverhalten ist ungleichmäßig, was auch auf einer Röntgenaufnahme ersichtlich ist. Einige Bestandteile des Kindspechs, wie Proteine, Enzyme oder Bilirubin, können zu einer Schädigung der Lunge führen und schwere Atemnot oder eine überblähte Lunge hervorrufen, was als Mekoniumaspirationssyndrom (MAS) bezeichnet wird.

Erste Anzeichen dafür sind ein grünes und zähes Fruchtwasser, Schnappatmung sowie eine verfärbte Haut, die auch mit Kindspech bedeckt sein kann. Dieser Zustand ist für das Kind lebensgefährlich. Bei sehr schwachen Kindern wird versucht, das Kindspech abzusaugen, darüber hinaus können auch andere Maßnahmen wie Reanimation, Beatmung oder Antibiotika notwendig sein.

Der Nahrungsaufbau sollte ebenfalls sehr vorsichtig erfolgen, da Neugeborene mit einem MAS die Nahrung oftmals am Anfang nicht sehr gut vertragen. Der Schweregrad eines MAS kann dabei starken Schwankungen unterliegen. So können Neugeborene leichte, mittelschwere beziehungsweise schwere Störungen der Atmung aufweisen, wodurch möglicherweise auch eine künstliche Beatmung notwendig ist.

Unmittelbar nach der Geburt leiden Kinder mit einem MAS häufig unter erschwerter Atmung, beschleunigter Atmung, Atemgeräuschen oder einer Blauverfärbung von Schleimhäuten und Haut. Je nach Dauer der Atemnot kann es auch zum Auftreten einer Herz-Kreislauf-Depression kommen. Eine Frühgeburt stellt kein Risiko für das Auftreten eines MAS dar, bei Frühgeborenen ist ein MAS eher selten zu finden.

Von „https://medlexi.de/Kindspech“

Morbus Hirschsprung – Medizinische Experten

Was genau ist Morbus Hirschsprung?

Morbus Hirschsprung ist eine angeborene Erkrankung am Darm mit einer Fehlbildung der Nervenzellen (Ganglienzellen). Diese Zellen können in Teilen des Dickdarms fehlen. Durch das Fehlen dieser Nerven kann die Darmtätigkeit nicht korrekt funktionieren, da der Darm krampfartig zusammengezogen und somit eingeengt wird. Der Stuhlgang ist gestört, der Darm kann nicht vollständig entleert werden. Es kommt zu Verstopfung, welche wiederum zu entzündlichen Reaktionen führen können. Auch ein sichtbarer Blähbauch oder Erbrechen können aufgrund des fehlenden Abgangs von Kot entstehen.

Tendenziell tritt die Krankheit eher bei Jungen als bei Mädchen auf. Neugeborene mit Down-Syndrom unterliegen einer höheren Gefahr, an Morbus Hirschsprung zu erkranken. Die Krankheit wird auch als Megacolon congenitum bezeichnet. Benannt wurde sie nach dem Kinderarzt Harald Hirschsprung.

Welche Symptome verursacht Morbus Hirschsprung?

Zu den optisch auffallenden Symptomen gehört der aufgeblähte Bauch der Säuglinge. Darüber hinaus fällt auf, dass es erst sehr spät zur Ausscheidung des Mekoniums kommt. Als Mekonium oder Kindspech bezeichnet man den allerersten Stuhlgang bei Säuglingen. Hierbei handelt es sich aber nicht um Kot im klassischen Sinne, sondern um eine Ansammlung unter anderem aus Schleimhautzellen und Hautzellen. Normalerweise wird das Mekonium innerhalb der ersten beiden Lebenstage ausgeschieden. Ist dies nicht der Fall, könnte Morbus Hirschsprung vorliegen.

Es gibt allerdings auch Formen dieser Erkrankung, die nicht sofort bemerkt werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn nur relativ geringe Anteile des Darms betroffen sind. Symptome können so mitunter erst nach der Stillzeit und während der Nahrungsumstellung auftreten. Auch im Erwachsenenalter können Symptome beobachtet werden. Diese äußern sich in langfristiger, chronischer Verstopfung.

Folgende Symptome können auf Morbus Hirschsprung hinweisen:

  • Blähbauch
  • Erbrechen
  • Keine oder nur teilweise Ausscheidung des Mekoniums

Wie gefährlich ist Morbus Hirschsprung?

Die Erkrankung Morbus Hirschsprung birgt durchaus Gefahrenpotenzial, wenn der Darm nicht entleert wird. Wenn etwa der Kot zu lange dort verbleibt und es zu einer Stauung kommt, kann sich innerhalb kurzer Zeit eine Darmentzündung entwickeln. Auch ein Darmverschluss ist möglich. Als Konsequenz daraus kann auch eine so genannte Sepsis (Blutvergiftung) entstehen, die weitere Gefahren und Symptome nach sich ziehen kann. Bei ungünstigem Verlauf kann die Blutvergiftung sogar tödlich verlaufen.

Wie wird Morbus Hirschsprung festgestellt?

Der behandelnde Arzt wird bei der Untersuchung zunächst den Bauch und den After des Kindes genau abtasten. Schwellungen (Blähbauch) sind oft schon sichtbar, zudem kann auch eine Druckmessung im Enddarm durchgeführt werden. Dieses Verfahren wird als Rektummanometrie bezeichnet. Hierbei zeigen sich in der Regel die fehlende Entspannung und das krampfartige Zusammenziehen der Darmwand.

Eine bildgebende Untersuchung des Darms, gegebenenfalls mit Kontrastmittel, liefert ebenfalls Hinweise. Darüber hinaus kann Morbus Hirschsprung auch über eine Gewebeprobe (Biopsie) nachgewiesen werden. Bei einem positiven Test fehlen die Nervenzellen in der Probe – das charakteristische Phänomen ist auf diese Weise leicht nachweisbar.

Wie wird Morbus Hirschsprung behandelt?

Die kleinen Patienten sollten in der Regel möglichst zeitnah operiert werden, damit es nicht zu den beschriebenen Komplikationen kommt. Allerdings hängt der Zeitpunkt der Operation nicht zuletzt vom Allgemeinzustand des Betroffenen ab. Gerade bei Neugeborenen ist ein solcher operativer Eingriff mitunter nicht ungefährlich, so dass bis dahin auch mit überbrückenden Maßnahmen gearbeitet wird. Diese Möglichkeiten reichen von einer Ausspülung des Darms bis hin zur Anlage eines künstlichen Darmausgangs, Stoma genannt.

Wenn die Operation dann durchgeführt werden kann, werden hierbei die Darmanteile entfernt, bei denen die Nervenzellen fehlen. Durch diese OP wird die Einengung im Darm behoben, so dass auch wieder ein normaler Stuhlgang möglich ist. Die beiden Darmanteile werden während der OP wieder zusammengefügt.

Wichtig ist bei dieser OP, dass der Schließmuskel nicht geschädigt wird, um keine Darminkontinenz zu begünstigen. Allerdings kann das Einschneiden des Schließmuskels in solchen Fällen angezeigt sein, wenn nur sehr kurze Darmanteile betroffen sind. Je nach Krankheitsbild stehen verschiedene OP-Methoden zur Verfügung. Die Eingriffe können entweder durch den Anus (transanal) oder durch die Bauchhöhle (laparoskopisch) durchgeführt werden.

Die Prognosen bei Morbus Hirschsprung

Die Aussichten auf einen erfolgreichen Verlauf der Therapie ist bei frühzeitiger Erkennung und einer entsprechend schnellen Versorgung gut. Wenn allerdings nur kurze Darmstücke betroffen sind, stellen sich die typischen Symptome oft erst nach einiger Zeit ein. Die Operation gilt in der Regel als das Mittel der Wahl. Allerdings kann es – wie bei allen operativen Eingriffen – zu Komplikationen kommen. Diese treten mitunter zwar selten auf, müssen aber dennoch bedacht werden.

Langes Stillen trotz Operationen wegen Morbus Hirschsprung

Dies ist der 13. Beitrag in unserer Reihe „Stillen ist bunt“ (alle weiteren findet ihr gesammelt hier), in dem Susanne ihre Stillgeschichte erzählt. Susanne Bürger hat hier auch schon über ihr aktuelles Buch „Wenn das Leben intensiv beginnt“ geschrieben.

Sie ist 45 Jahre alt und arbeitet als Wingwave-Coach und Autorin. „Mein Mann und ich wohnen mit unseren 2 Jungs (acht und vier Jahre alt) auf dem Land und trotzdem sind es nur zehn Kilometer bis nach Köln. Wir sind hier viel im Wald und nutzen das Bergische Land zum Radfahren und ,Waldbaden‘. Ich könnte jeden Tag ein neues Buch bestellen, weil ich Bücher, Blogs und Magazine inhaliere. Meine eigene Seite www.susannebuerger.com mit meinem Buch spiegelt einen Teil der Stillgeschichte wieder, über die ich hier berichten möchte und die insbesondere Mütter ermutigen soll, die keinen so tollen Start hatten.“

Wunderbare Zeit dauerte leider nur knapp 24 Stunden

Bei meinem ersten Sohn war Stillen ein Selbstläufer. Es klappte einfach und ich habe die Zeit sehr genossen. Als ich mit unserem zweiten Sohn schwanger war, machte ich mir auch überhaupt keine Gedanken zu dem Thema. Es gab ein paar Dinge , die ich mir einfacher machen wollte und vorbereitend hatte ich natürlich genug Stilltee daheim. Für leichte Entzündungen lagen Gelpads im Kühlschrank. Ich wusste ja, das es klappt und mit dem Vertrauen ging ich durch die Zeit.

Als unser Sohn dann etwas vor Termin geboren wurde, klappte es auch wie vorgestellt vom ersten Kontakt an. Die Babymoonzeit sollte beginnen und ich freute mich auf alles, was wir daheim liebevoll hergerichtet hatten. Diese wunderbare Zeit dauerte leider nur knapp 24 Stunden und ich merkte schnell, dass etwas nicht stimmte. Er trank einfach nicht mehr und wenn er ein paar Schlückchen getrunken hatte, wurden die sofort wieder ausgespuckt. Sein allgemeiner Zustand verschlechterte sich auch rasch deutlich.

Unser Sohn jedenfalls musste direkt in eine Kinderklinik verlegt werden. Ich möchte die zusätzliche Dramatik hier gar nicht wiedergeben, sondern den Fokus auf die Stillsituation legen. Die Grunderkrankung, von der wir vorher nichts wussten, wurde in der Kinderklinik zu unserem großen Glück schnell entdeckt. Es waren nun drei lange Darm-Operationen erforderlich. Die Krankheit heißt Morbus Hirschsprung, kommt sehr selten vor und kann nur operativ behandelt werden.

Die Gesamtstillzeit war viel länger als die Monate in der Klinik

Als wir in der Kinderklinik ankamen, wurde unser Baby schon auf eine erste lebenserhaltende Operation vorbereitet. In diesem ersten Schritt wurde ein künstlicher Darmausgang für die weitere Zeit angelegt, der in der letzten OP wieder entfernt wurde. In unserem Fall nach sechs Monaten. Das bedeutete nach der OP, dass ein komplett verkabeltes Baby auf der Kinderintensivstation lag. Die Ärzte erklärten uns alles wunderbar und die Angst vor den Geräten wich nach einer Zeit. Der Arzt sagte aber auch: „Ihr Sohn bekommt alles, was er braucht, auf sein Blutbild abgestimmt durch die Nadel. Quasi Brötchen durch die Vene.“

Eine sehr emphatische Schwester nahm mich zur Seite und ermutigte mich, weiter die Milch abzupumpen und einzufrieren. Gedanklich hatte ich schon mit dem Stillen abgeschlossen. Meine beste Freundin ist Stillberaterin und konnte mich in der furchtbaren Situation auch so weit aufbauen, dass ich sehr verheult in das Abpumpzimmer ging. Klein aber doch recht liebevoll mit genug Wasser und Tees bestückt fing ich an. Einer meiner ersten Gedanken, der mich durch diese schreckliche Zeit trug war: „Du kannst hier eigentlich wenig tun, aber dich hierhinsetzten und alle vier Stunden Milch abpumpen ist doch richtig viel. Du bist die Einzige, die das tun kann. Das kann dir auch keiner abnehmen.“

Es war nach ein paar Tagen so, dass ich wirklich stolz war und mich freute, wenn wieder vier Stunden vergangen waren. Das mag für Außenstehende sehr seltsam klingen, aber die Hoffnung, hiermit etwas Gutes zu tun und vor allem den Milchfluss für das spätere Stillen aufrecht zu halten, gab mir Kraft. Ebenso wie der Satz meiner Freundin, die immer sagte: „Was sind ein paar Wochen Abpumpen und schwerer Start, wenn du dann immer noch viele weitere Monate ,normal‘ Stillen kannst!“ Im Rückblick kann ich das auch nur so bestätigen. Die Gesamtstillzeit war viel länger als die Monate in der Klinik. Sollte man mal wirken lassen, den Gedanken…

Die größte Hürde

Da wir Darmoperationen hatten, gab es aber einen ganz entscheidenen Unterschied zu anderen Operationen. Die Babys müssen sehr nüchtern zum OP. Sprich zwölf Stunden vorher durfte ich das letzte Mal stillen. Allerdings werden andere Babys dann danach direkt wieder gefüttert oder gestillt. Bei Darm-Operationen ist das oft anders. Die ersten Tage danach wird ein schonender langsamer Kostaufbau durchgeführt, der mit genauen Milliliter-Angaben und ausschließlich mit der Flasche erfolgt. Das war die größte Hürde.

Jeder, der die Zusammenhänge zwischen Mamas und Babys kennt, weiß, dass es Folter ist, wenn das eigene Baby vor Hunger weint und die Brust da wäre, aber nichts gegeben werden darf. Wer dann noch weiß, dass obwohl die Nahrung über die Vene kommt, sich trotzdem die Hungerrezeptoren im Magen melden, der hält es eigentlich kaum aus.

Ich weiß nicht, ob es für jeden gilt, aber wir haben uns so aufgeteilt, dass ausschließlich mein Mann in der Klinik war während des Kostaufbaus und die Flasche mit abgepumpter Muttermilch gab. Ich stand nur am Bettchen, wenn unser kleiner Indianer schlief oder gerade etwas gesättigt war nach der Flasche. Für mich war es Folter und die Schwestern rieten uns auch dazu, weil jedes Baby seine Mama riecht, vor allem die Milch. Es gab dann immer einen Tag, an dem der Kostbaufbau abgeschlossen war und er wieder trinken durfte so viel er wollte. Dann war ich immer direkt da und er durfte so oft stillen wie er wollte.

Ich möchte Mut machen

Auch hier gab es einen Satz, der mir von einer Nachtschwester in Erinnerung blieb: „Machen Sie sich nicht verrückt, wenn er nun ein paar Tage die Flasche bekommt. Ich habe hier noch kein Baby erlebt, dass danach nicht wieder zur Mama an die Brust möchte“. Damit möchte ich das Thema Saugverwirrung ansprechen. Ich habe das nie erlebt. Es gab in der Klinik andere Sauger für die Fläschchen und auch immer mal einen anderen Schnuller. Alles war egal, es klappte dreimal, dass ich nicht stillen durfte und eine längere Zeit nur abgepumpt habe, um dann wieder mit dem Stillen zu beginnen.

Ich möchte Mut machen! Ich habe insgesamt 15 Monate mit Unterbrechungen gestillt. Nach den ganzen Operationen haben wir nach sechs Monaten ein gesundes Baby mit heim genommen. Die Ärzte sagten im Abschlussgespräch: „Machen Sie es, wie sie es bei einem anderen Baby auch anfangen würden, wenn er auf den Löffel zeigt.“ Wir haben dann mit fast sieben Monaten mit Beikost angefangen und es lief wunderbar. Nie hätte ich geglaubt, dass wir in einen „normalen Stillalltag“ reinfinden würden, in dem nach und nach dann eine Stillmahlzeit durch etwas anderes ersetzt wurde.

Nach fast 15 Monaten war es dann so, dass ich mir die Frage mit dem Abstillen gar nicht stellen musste. Der Indianer wollte von einem Tag auf den anderen nicht mehr trinken und trank auch nie mehr was anderes als Wasser. Das ist übrigens bis heute so und er wird im Februar fünf Jahre alt.

Sein eigenes Ding machen

Ich blicke sehr versöhnlich auf die Zeit zurück und weiß, dass ich durch die extreme Zeit des Hungers und Kostaufbaus einen starken Papa an meiner Seite hatte, der das ausgehalten und ertragen hat, was ich nicht konnte. Die vielen Monate danach haben wir um so mehr genossen.

Da ich mich durch die Klinikzeit eh nicht mit „normal“ stillenden Müttern vergleichen konnte, habe ich das auch gar nicht mehr angefangen. Gespräche über Themen wie: „Beikost, wann? Warum isst mein Baby noch nichts Festes? Wann willst du ihn abstillen?“, die habe ich nie geführt. Und das ist auch meine große Empfehlung. Sein eigenes Ding machen, die Bedürfnisse von Mama und Baby in den Vordergrund stellen und nicht tun, was die Allgemeinheit rät.

In unserer Situation gab es übrigens auch genug Mamas, die es stressbedingt und aus verschiedenen anderen Faktoren einfach nicht geschafft haben, Milch abzupumpen und deren Kinder haben die Flasche bekommen. Auch das ist in Ordnung und dort der richtige Weg. Ich glaube auch, dass Stillen bunt ist und jede Mama da ihren eigenen Weg gehen sollte!

Hirschsprung disease

Hirschsprung disease is the most common cause of neonatal colonic obstruction (15-20%). It is commonly characterized by a short segment of colonic aganglionosis affecting term neonates, especially boys.

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Epidemiology

Hirschsprung disease affects approximately 1:5000-8000 live births. In short segment disease, there is a significant predilection for males (M:F of ~3.5:1), which reduces with increasing length of involvement 4,6. Interestingly, it is almost never seen in premature infants.

Clinical presentation

The condition typically presents in term neonates with failure to pass meconium in the first 1-2 days after birth, although later presentation is also common. Overall ~75% of cases present within six weeks of birth 4 and over 90% of cases present within the first five years of life. A very small number may present in the adult population 1.

In cases of delayed presentation with anorectal constipation, manometry may be useful in distinguishing short/ultrashort segment Hirschsprung disease from other causes 5.

A definitive diagnosis requires a full thickness rectal biopsy.

Pathology

Hirschsprung disease is characterized by aganglionosis (absence of ganglion cells) in the distal colon and rectum. It is thought to either occur from a failure of neuroblasts in neural crest cells to migrate into bowel segments or degeneration of already migrated neuroblasts. It affects cells both in the myenteric and submucosal plexuses 4. Hence, functional obstruction develops as a result of a spasm in the denervated colon.

It can be anatomically divided into four types according to the length of the aganglionic segment:

  • short segment disease: ~75% *
    • rectal and distal sigmoid colonic involvement only
  • long segment: ~15%
    • typically extends to splenic flexure / transverse colon
  • total colonic aganglionosis: ~7.5% (range 2-13%)
    • also known as Zuezler-Wilson syndrome
    • occasional extension of aganglionosis into the small bowel
  • ultrashort segment disease
    • 3-4 cm of internal anal sphincter only
    • controversial entity

* see notes on percentages

It is postulated that hypoganglionosis (reduced number of ganglion cells) handles intestinal pseudo-obstruction 4.

Associations

Although Hirschsprung is an isolated abnormality in 70% of cases, there are some well-documented associations, including 4,6:

  • Down syndrome: in ~10% of Hirschsprung cases
  • neurocristopathy syndromes
    • Waardenburg-Shah syndrome
    • Haddad syndrome
    • MEN IIa
  • neuroblastoma
  • other non-neurocristopathy syndromes
    • Aarskog syndrome
    • Bardet-Biedl syndrome
    • Fryns syndrome
    • Pallister-Hall syndrome
    • Smith-Lemli-Opitz syndrome

Radiographic features

Radiograph

Findings are primarily those of a bowel obstruction. The affected bowel is of smaller caliber and thus depending on the length of segment affected variable amounts of colonic distension are present.

In protracted cases, marked dilatation can develop, which may progress to enterocolitis and perforation.

Fluoroscopy

A carefully performed contrast enema is indispensable in both the diagnosis of Hirschsprung disease and in assessing the length of bowel involvement. It should be noted however, that the depicted transition zone on the contrast enema is not accurate at determining the transition between absent and present ganglion cells.

The affected segment is of small caliber with proximal dilatation. Fasciculation/saw-tooth irregularity of the aganglionic segment is frequently seen.

Views of particular importance include:

  • early filling views that include rectum and sigmoid colon allowing for rectosigmoid ratio to be determined.
  • transition zone
Antenatal ultrasound
  • in particular cases, there may be evidence of fetal colonic dilatation

Treatment and prognosis

Surgical treatment is by removal of the affected portion of the colon. Where this is successful, the prognosis is good. However, in 3-4% of cases, colonic perforation complicates the presentation 2 and this and its sequelae significantly increase both mortality and morbidity. Mortality rates can be as high as 30% due to enterocolitis.

History and etymology

It was first described in 1888 by the Danish pediatrician Harald Hirschsprung (1830-1916) 6-8.

Differential diagnosis

General differential considerations include

  • functional megarectum
  • necrotizing enterocolitis
  • microcolon: appears similar to long segment / whole colon Hirschsprung disease

Der erste Stuhlgang nach der Geburt

Eigentlich denkt man, man hat das Schlimmste nach einer Geburt so hinter sich, bis man merkt, man sollte vielleicht doch wieder mal groß aufs Klo. Über den ersten Stuhlgang nach der Geburt…

So eine Geburt ist schmerzhaft. Dabei machen wir Frauen so einiges mit und unser Unterleib wird ganz schön lädiert. Ob nach einem Kaiserschnitt oder einer vaginalen Geburt – irgendwann kommt der Moment, in dem man wieder aufs Klo sollte und irgendwie ahnt man es schon: Es wird schmerzhaft.

Die Hormonumstellung nach einer Geburt hat oft zur Folge, dass sich der Muskeltonus im Unterleib verändert. Dies wiederum kann die Verdauung und den Stuhlgang beeinflussen. Wenn man nach der Entbindung bereits einige Tage lang keine Darmentleerung hatte, dann sollte man auf ballaststoffreiche Ernährung und viel Wasser setzen. Wenn das auch nichts hilft, gibt es Abführmittel, die auch während der Stillzeit kein Problem sind.

Vermeiden sollte man allerdings das Pressen am Klo, da dies zu einer Verschlimmerung der Hämorrhoiden führen kann.

Nicht zu lange aufschieben

Es ist nützlich sich bereits vor der Geburt (oder gleich danach) Gedanken darüber zu machen, das früher oder später der erste Stuhlgang ansteht. Damit es nicht allzu hart wird (im wahrsten Sinne des Wortes), hilft es sich bereits in der Klinik Mittel empfehlen zu lassen, die den Stuhl weicher machen und Leinsamen, Kleietabletten oder indische Flohsamenschalen neben reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Im Wochenbett

Am dritten oder vierten Tag nach der Geburt werden Ihre Brüste sehr stark anschwellen und sich schwerer und empfindlicher anfühlen und wahrscheinlich sogar schmerzen. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass die Milch einschießt. Mit Hilfe von kühlen Umschlägen oder Quarkwickeln können Sie sich Linderung verschaffen.

Der Milchfluss kommt zu Beginn des Stillens besser in Gang, wenn Sie vorher ein warmes Handtuch über Ihre Brust legen oder eine warme Dusche nehmen. Ein gut sitzender Still-BH, der idealerweise aus Baumwolle sein sollte, nimmt auch etwas von der Brustspannung. Stilleinlagen saugen austretende Muttermilch auf. Nach dem Stillen wirkt ein kalter Waschlappen oder eine Kühlpackung sehr wohltuend.

Der Milcheinschuss dauert nur wenige Tage. Sollte es mehr als zehn Tage nach der Geburt zu Schmerzen in der Brust kommen, hat das andere Gründe: Eventuell ist durch einen verstopften Milchgang ein Milchstau entstanden oder durch wunde Brustwarzen sind Keime in das Brustdrüsengewebe eingedrungen und haben eine Infektion, eine sogenannte Mastitis, ausgelöst.

Bei Müttern, die nicht stillen wollen oder können, wird sich die Brust ungefähr eine Woche nach der Geburt verkleinern. Bis dahin hilft ein guter Stütz-BH bei schmerzenden Brüsten. Wenn Sie nicht stillen möchten, dürfen Sie auf keinen Fall zur Entlastung Milch abpumpen. Die Milchdrüsen werden dadurch nur zu verstärkter Milchproduktion angeregt. Früher hat man häufig mit Hilfe von Medikamenten abgestillt. Diese Präparate haben jedoch manchmal unangenehme Nebenwirkungen und können in Einzelfällen sogar gefährlich werden. In den USA wurde das am häufigsten verabreichte Medikament aus dem Verkehr gezogen. Die Milchproduktion kann nach Absetzen des Medikaments auch wieder einsetzen. Aus diesen Gründen finden natürliche Methoden zum Abstillen heute mehr Befürworter.

Brustentzündung

Bei einer Brustdrüsenentzündung (Mastitis) fühlen sich die Brüste heiß an, sind geschwollen, eventuell gerötet und sehr berührungsempfindlich. Eine Mastitis entwickelt sich oft als Folge eines Milchstaus oder wunder, aufgesprungener Brustwarzen. Meist sind mit einer Mastitis auch Kopfschmerzen und grippeähnliche Symptome (Fieber und Schüttelfrost) sowie vergrößerte Lymphknoten in der Achsel verbunden.

Um die Milchproduktion und den Milchfluss aufrechtzuerhalten, sollten Sie dennoch weiter stillen oder die Milch abpumpen, und zwar alle 2 bis 3 Stunden. Ruhe zwischen den Stillzeiten tut gut. Haben sich die Symptome nicht innerhalb von 6 bis 8 Stunden gebessert, sollten Sie eine Stillberaterin, Ihre Hebamme oder Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren. Nur in seltenen Fällen sind bestimmte Antibiotika erforderlich, die aber nicht schädlich für Ihr Baby sind. Sie können dann trotzdem weiter stillen. Zunächst wird allerdings häufig erst ein Medikament gegeben, das die Milchbildung abschwächt und gleichzeitig entzündungshemmend wirkt. Die Dosierung ist wesentlich geringer als diejenige zum Abstillen.

Brust-Abszesse entstehen, wenn in einem blockierten Milchgang eine Infektion entsteht. Die Brust schmerzt und ist an einer umschriebenen Stelle sehr empfindlich. Manchmal ist ein roter Fleck auf der Haut zu sehen. Versuchen Sie, weiter zu stillen und den Milchfluss in Gang zu halten. Informieren Sie jedoch auch Ihre Hebamme oder Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin. Gegebenenfalls müssen Sie mit Antibiotika behandelt werden. In schweren Fällen ist sogar eine kleine Operation nötig, bei der der blockierte Gang eröffnet wird. Kleine rote Flecke auf der Haut sind auch manchmal beim starken Milcheinschuss zu beobachten.

Interventionen zur Vermeidung von Verstopfung nach der Geburt

Verstopfung ist eine Störung der Darmtätigkeit, die mit Schmerzen oder Unwohlsein, Verspannungen, festen Stuhlgang sowie dem Gefühl von unvollständiger Darmentleerung einhergehen kann. Schmerzen und Unwohlsein während des Stuhlgangs können der Wöchnerin, die sich von Strapazen der Geburt erholt, Sorge bereiten, insbesondere wenn sie eine Dammnaht oder Hämorrhoiden hat. Verstopfung nach der Geburt kann für Frauen aufgrund des übermäßigen Drucks auf die Darmwand belastend sein. Dieser Druck führt zu Unruhe sowie schmerzhaften Stuhlgang und kann die Lebensqualität der Mutter beeinflussen. Einläufe vor der Geburt, die Möglichkeit für Frauen während der aktiven Geburtsphase zu essen sowie unregelmäßige und veränderte Essgewohnheiten in den ersten Tagen nach der Geburt können jeweils den Stuhlgang in den Tagen nach der Geburt beeinflussen. Wir zielten darauf ab, alle Studien zu finden, die Interventionen untersuchen, welche Verstopfung nach der Geburt verhindern können. Wir prüften die verfügbare Evidenz bis zum 30. April 2015. Wir schlossen fünf randomisierte kontrollierte Studien (mit insgesamt 1208 Frauen ab dem ersten Tag nach der Geburt) in diesen Review ein. Insgesamt sind die Studien schlecht durchgeführt und dokumentiert

Vier Studien verglichen ein Abführmittel mit einem Placebo. In den Studien wurde nur die Zeit bis zum ersten Stuhlgang gemessen. Es wurden jedoch weder Schmerzen noch Verspannungen beim Stuhlgang, die Inzidenz von Verstopfung oder Veränderungen in der Lebensqualität berücksichtigt. In einer Studie hatten mehr Frauen, die ein Abführmittel erhalten hatten, Stuhlgang am Tag der Entbindung. Die Ergebnisse der Studien für den ersten, zweiten und dritten Tag nach der Geburt waren uneinheitlich. Die Ergebnisse aus zwei Studien zusammengenommen zeigten, dass mehr Frauen aus der Placebo Gruppe den ersten Stuhlgang vier Tage nach der Entbindung hatten als aus der Gruppe mit Abführmittel. Unerwünschte Ereignisse der Intervention wurden in den Studien unzureichend aufgezeigt. Zwei Studien berichteten über Bauchkrämpfe, aber wir konnten die Ergebnisse der beiden Studien nicht zusammenführen, weil sie sehr unterschiedlich waren. Eine Studie stellte fest, dass mehr Frauen Bauchkrämpfe als mit Placebo hatten, während die andere Studie keinen Unterschied zwischen den Gruppen fand. Für die Kinder stellte eine Studie in Bezug auf unerwünschte Ereignisse der Intervention fest, dass sie nicht häufiger dünnen Stuhl oder Durchfall hatten, wenn ihre Mütter Abführmittel erhielten.

Eine Studie verglich die Gabe eines Abführmittels mit Abführmittel plus einem Mittel zum Erweichen des Stuhls (Flohsamenschalen) bei Frauen, deren Dammriss dritten Grades (interne und externe Analschließmuskelmuskulatur) genäht wurde. Ein solcher Dammriss war während der vaginalen Geburt aufgetreten. Die Studie berichtete von Schmerzen oder Verspannungen beim Stuhlgang. Es konnten aber keine Unterschiede auf der Schmerzskala zwischen den Gruppen gefunden werden. In Bezug auf unerwünschte Wirkungen der Intervention: Frauen, die Abführmittel und zusätzlich stuhlerweichende Mittel erhalten hatten, erlebten häufiger Probleme mit Stuhlinkontinenz in der Zeit direkt nach der Geburt. Allerdings konnte kein deutlicher Unterschied in der Stuhlinkontinenz in den ersten 10 Tagen nach der Geburt bei der Gabe von Abführmitteln verglichen mit Abführmittel plus einem Mittel zum Erweichen des Stuhls gezeigt werden (14/77 (18,2 %) verglichen mit 23/70 (32,9 %) bei insgesamt 147 Frauen). Diese Studie berichte keine Daten zu möglichen unerwünschten Wirkungen für das Neugeborene.

Es gibt nicht genügend Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von Abführmitteln kurz nach der Geburt. Daher können keine allgemeinen Schlussfolgerungen über deren Verwendung zur Vermeidung von Verstopfungen gezogen werden. Wir konnten keine Studien ermitteln, die Aufklärungs- oder Verhaltensinterventionen wie ballaststoffreiche Ernährung oder Bewegung untersuchten.

Wir fanden eine gewisse Evidenz dafür, dass ein zusätzlich zum Abführmittel verabreichtes Mittel zum Erweichen des Stuhls bei Frauen mit einem Dammriss dritten Grades nicht von Vorteil ist. Zu diesem Thema sind groß angelegte, qualitativ hochwertige Studien notwendig. Darüber hinaus sind Studien über nicht-medizinische Interventionen wie Ernährungsberatung und Bewegung notwendig.

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