Erste schwangerschaftsanzeichen ausfluss

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Ausfluss in der Schwangerschaft

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Über Ausfluss aus der Scheide (Fluor genitalis) spricht wohl keine Frau gerne. Tatsache ist aber: Jede Frau hat ihn.

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Unter Scheidenausfluss versteht man das Sekret, dass die Scheide (Vagina) natürlicherweise täglich absondert. Im Normalfall ist der Ausfluss weißlich und geruchslos (sog. Weißfluss). Er sollte nur in geringen Mengen auftreten.

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Der normale Ausfluss aus der Scheide besteht aus einer Flüssigkeit des Gebärmutterhalses und Zellen der Scheidenschleimhaut.

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Der Scheidenausfluss einer gesunden Frau enthält viele Milchsäurebakterien, die ein saures Milieu erzeugen. Auf diese Weise helfen sie dabei, dass sich in die Scheide eingedrungene Krankheitserreger nur schwer vermehren können.

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Wie viel Scheidenausfluss sich genau bildet, ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

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Die Menge des Ausflusses schwankt außerdem im Rahmen des weiblichen Zyklus: Unter dem Einfluss des Geschlechtshormons Östrogen nimmt der Ausfluss aus der Scheide kurz vor dem Eisprung und vor dem Einsetzen der Periode zu.

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Zur Zyklusmitte hin ist ein eher dünnflüssiger und durchsichtiger Ausfluss typisch (ähnlich wie Eiklar), kurz vor und nach der Menstruation ist er hingegen zähflüssiger.

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Aber auch Stress oder sexuelle Erregung kann Menge und Beschaffenheit des Scheidenausflusses verändern.

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Sieht der Ausfluss nicht wie gewohnt aus, ist das unter Umständen ein Hinweis auf eine Erkrankung. Beispiele hierfür sind ein wässriger, schleimiger, schaumiger oder krümeliger Ausfluss, ein eitriger oder blutiger Ausfluss sowie ein bräunlicher oder grünlicher Ausfluss.

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Meist ist ein veränderter Ausfluss aus der Scheide auch von weiteren Beschwerden begleitet – zum Beispiel von Juckreiz, Schwellungen, Rötungen, Schmerzen beim Wasserlassen oder einem unangenehmen Geruch.

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Bei einem derart veränderten Scheidenausfluss ist es auf jeden Fall ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen für die Veränderung abzuklären.

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Dies gilt besonders bei ungewöhnlichem Ausfluss in der Schwangerschaft: Wenn für den Ausfluss (wie es oft der Fall ist) eine Scheideninfektion verantwortlich ist, besteht bei schwangeren Frauen ohne Behandlung in schweren Fällen das Risiko für eine Fehlgeburt.

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Verändert sich der Scheidenausfluss, liegt das häufig in einem veränderten Scheidenmilieu: Verändert sich der Säuregehalt (pH-Wert) der Scheide, können Krankheitserreger sich leichter ausbreiten und bakterielle Infektionen, Pilzinfektionen oder Geschlechtskrankheiten entstehen. Als Folge verändert sich der Ausfluss.

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Ist der Ausfluss zum Beispiel wässrig, schleimig, eitrig, schaumig, krümelig oder blutig und möglicherweise auch übel riechend, liegt meist eine bakterielle Scheideninfektion vor.

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Ein grau-weißer, dünnflüssiger Ausfluss, der eventuell noch unangenehm fischig riecht, deutet auf eine bakterielle Vaginose hin. Darunter versteht man ein bakterielles Ungleichgewicht der Scheidenflora, also eine übermäßige Besiedelung mit Bakterien, die dort sonst nicht vorkommen.

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Bei einem Scheidenpilz – meist verursacht durch den Hefepilz Candida albicans – ist der Ausfluss dagegen typischerweise stark und weißlich-krümelig.

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Die Gründe, warum sich das Scheidenmilieu verändert, können vielfältig sein. Zu den möglichen Ursachen gehören zum Beispiel …

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… hormonelle Veränderungen während der Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre oder durch die Antibabypille, …

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… eine übermäßige oder falsche Intimhygiene, …

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… Allergien wie die Latexallergie, …

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… mechanische Reizungen durch einen Fremdkörper (z.B. vergessener Tampon, Spirale), …

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… eine Therapie mit Antibiotika, …

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… eine schwache Immunabwehr, …

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… oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus.

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Daneben kann ein veränderter Ausfluss nicht nur durch eine Infektion der Scheide, sondern auch durch eine Infektion der äußeren Geschlechtsorgane, des Gebärmutterhalses, der Gebärmutterschleimhaut, der Eierstöcke oder der Eileiter entstehen.

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Wie ein krankhafter Ausfluss aus der Scheide behandelt wird, hängt von der jeweiligen Ursache ab. Je nach Diagnose kann zum Beispiel eine Behandlung mit Milchsäurebakterien oder östrogenhaltigen Hormonpräparaten sinnvoll sein.

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Bei einer Infektion mit Bakterien kommen in der Regel Antibiotika zum Einsatz, bei einer Pilzinfektion helfen Antimykotika.

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Die Behandlung erfolgt meist in Form von Scheidenzäpfchen oder Salben, die in die Scheide eingebracht werden.

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Die Medikamente stehen meist auch als Tabletten oder Injektionen zur Verfügung.

Ausfluss in der Schwangerschaft

Ausfluss aus der Scheide ist in der Schwangerschaft üblich. Ein vaginaler Ausfluss gilt sogar als eines der möglichen ganz frühen Anzeichen für eine Schwangerschaft. Die Scheidendurchblutung ist bei angehenden Müttern verstärkt und somit findet sich auch ein vermehrter Ausfluss. Ein geruchsarmer, durchsichtiger bis etwas trüb-weißlicher Ausfluss ist auch bei Schwangeren normalerweise harmlos. Sollte der Ausfluss jedoch stark verändert sein, so kann das ein Hinweis sein, dass etwas nicht stimmt. Beispielsweise kann eine Scheideninfektion zum Abgang einer schlecht riechenden und verfärbten Substanz führen. Infektionen und andere Erkrankungen können manchmal schwere Folgen für das Kind in der Gebärmutter haben. Deshalb sollte ein suspekter Ausfluss vom Arzt untersucht werden, der gegebenenfalls eine Behandlung einleiten kann.

Mögliche Ursachen sowie Symptome bei Ausfluss in der Schwangerschaft

Der Ausfluss sieht in vielen Fällen normal aus und ist annähernd geruchlos. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Menge des Sekrets vermehrt ist. Der gewöhnliche Ausfluss in der Schwangerschaft kann durch die hormonellen Veränderungen bedingt sein. Die Hormone, insbesondere Östrogene, führen zu einer verstärkten Durchblutung des Genitalbereichs. Damit sorgen sie oft auch zur verstärkten Absonderung von Flüssigkeit und Schleim von der Vagina und vom Muttermund. Am Anfang der Schwangerschaft kann der Ausfluss noch etwas rötlich-bräunlich sein durch durch übriggebliebenes Blut, z. B. von der vorangegangenen Menstruation. Einflüsse wie eine psychische Belastung kann Ausfluss verstärken. Im Normalfall ist ein farb- und geruchsneutraler Abgang harmlos. Manchmal kann der ungefährliche Ausfluss die Schwangere allerdings sehr stören.

In anderen Fällen besteht ein farblich veränderter und oft auch übelriechender Ausfluss. So etwas ist meist ein Anzeichen einer krankhaften Ursache. Der Ausfluss kann eine bräunliche, gräuliche, gelbliche oder sogar grünliche Färbung annehmen. Des Weiteren kann der Ausfluss besonders cremig, eitrig, dünn, zäh oder brockig sein. Eine Geruchsveränderung wird in vielen Fällen als fischartig wahrgenommen. Nicht in allen Fällen wird bei einer Entzündung ein bestimmter Geruch auffällig.

Ein häufiger Grund für einen solchen verdächtigen Ausfluss ist eine Infektion der Scheide oder benachbarter Organe und Gewebe. Bei den Erregern handelt es sich um Bakterien wie Gardnerella, Trichomonas oder Chlamydien, manchmal um Viren oder Parasiten sowie in einigen Fällen um krankmachende Pilze wie Candida albicans. Eine Infektion kann bedrohlich für das Kind sein, das dadurch Schäden erleiden kann. Die Folge der Entzündung kann eine Frühgeburt oder eine Fehlgeburt sein.

Als Symptome können vor allem bei den Infektionen auch Schmerzen, ein Juckreiz oder ein Brennen beim Harnlassen zum vaginalen Ausfluss hinzukommen. Manchmal ist die Scheide gerötet oder hat weißliche Auflagerungen.

Ein verstärkter Ausfluss kann ganz am Ende der Schwangerschaft normal sein und die bald bevorstehende Geburt ankündigen. Es kann sich hier um das so genannte Zeichnen handeln, einen Abgang von Schleim und oftmals auch etwas Blut. Beim Zeichnen löst sich Schleim vom Muttermund, weil dieser sich weitet und den Geburtsweg für das Kind breit macht.

Zu den selteneren Ursachen beim Scheidenausfluss gehören Allergien, länger verweilende Fremdmaterialien oder Tumore. Sollte ein vorher nicht vorhandener, dünnflüssiger Ausfluss bestehen, kann es sich um einen Abgang von Fruchtwasser nach einem vorzeitigen Blasensprung handeln.

Bin ich schwanger? Die ersten Anzeichen

Manche Frauen glauben schon kurz nach dem Geschlechtsverkehr zu fühlen, dass es mit der Schwangerschaft geklappt hat. Unmöglich – es dauert einige Stunden bis wenige Tage, bis die Eizelle befruchtet ist. Andere bemerken lange Zeit gar nichts.

Häufigstes Anzeichen einer Schwangerschaft: Ausbleiben der Regel

Frühestens ab dem Einnisten der Eizelle in die Gebärmutter kann die Frau spüren, dass sie schwanger ist. Dieser Vorgang ist jedoch erst zwei Wochen nach der Befruchtung abgeschlossen – am Ende des ersten Schwangerschaftsmonats. „Deshalb ist auch das häufigste Anzeichen für eine Schwangerschaft das Ausbleiben der Regel“, sagt Dr. Birgit Niemeyer, Oberärztin an der Frauenklinik der TU München. Frauen, die ihren Körper gut kennen, bemerken dies oft schon am ersten Tag, an dem die Menstruationsblutung einsetzen sollte. Stattdessen kann eine leichte Schmierblutung auftreten, die sogenannte Einnistungsblutung. „Gleichzeitig kann es zu Brustspannen kommen, das ja normalerweise mit Einsetzen der Regelblutung abnimmt“, sagt Niemeyer. „Die anderen Symptome tauchen in der Regel etwas später auf.“

Geruchsempfinden verändert sich

Während sich die Eizelle einnistet, fängt der Körper an, verstärkt das Schwangerschaftshormon Progesteron auszuschütten, das beruhigend wirkt. Müdigkeit ist die Folge. Auslöser von Übelkeit ist das zweite wichtige Hormon, HCG. Es steigt vor allem zwischen der sechsten und der zwölften Schwangerschaftswoche an und fällt dann wieder ab. Viele Frauen empfinden in dieser Zeit starke Gerüche als unangenehm – vor allem von Parfüms. Oder sie reagieren auf Zigarettenrauch, Kaffee, fettige oder stark gewürzte Lebensmittel empfindlich. Aber auch Eier, Fleisch oder Fisch mögen manche nicht mehr. „Vermutlich führen hormonelle Einflüsse dazu, dass werdende Mütter ein besseres Geruchsempfinden haben“, erklärt Niemeyer. Außerdem aktiviert HCG den Harndrang: Viele Frauen müssen häufiger zur Toilette.

Heißhunger könnte bei Schwangerschaft nützlich sein

Im Wechsel mit der Übelkeit treten bei Schwangeren häufig Heißhungerattacken auf. Sie verspüren plötzlich Lust auf Dinge, die sie vorher gar nicht so mochten. Experten vermuten, dass dieser Mechanismus sicherstellen soll, dass das Ungeborene mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist. „Manche haben zum Beispiel mehr Appetit auf Fleisch, obwohl sie normal wenig davon essen“, sagt Niemeyer. „Fleisch ist wichtig für die Entwicklung des Gehirns beim Kind.“

Auch optisch kann sich der Körper in dieser Zeit verändern: Die Brustwarzen vergrößern sich und die Haut in ihrer Umgebung wird dunkler. Ebenso kann sich die Scheide etwas dunkler färben. „Das sind aber frühe Schwangerschaftszeichen, die viele gar nicht merken“, sagt Niemeyer.

Kein schnelleres Ergebnis mit Temperaturmethode

Frauen, die die sogenannte Natürliche Familienplanung anwenden, kennen ihren Körper meist besonders gut. Sie messen täglich ihre Temperatur und beobachten oft zusätzlich die Schleimabsonderungen ihrer Scheide. Normalerweise sinkt die Körpertemperatur kurz vor der Regelblutung ab – bei einer Schwangerschaft bleibt sie weiterhin erhöht. Außerdem ist der Ausfluss stärker. „Mit dieser Methode lässt sich die Schwangerschaft aber auch nicht früher bestimmen als durch das Ausbleiben der Regel“, sagt Niemeyer. „Dasselbe gilt für Computer, die das Schwangerschaftshormon HCG im Urin messen.“

Gewissheit bringen alle der ersten Anzeichen nicht: Fehlt die Monatsblutung, kann das zwar auf eine Schwangerschaft hindeuten. Genau wie bei den übrigen Symptomen sind aber auch Krankheiten oder andere Probleme mögliche Auslöser. „Alles, was den Hormonhaushalt durcheinanderbringt, kann eine Ursache dafür sein“, sagt Niemeyer. Infrage kommen zum Beispiel Reisen mit Zeitverschiebung, Stress, Extremsport, Magersucht oder beginnende Wechseljahresbeschwerden. Außerdem können Krankheiten wie das PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom) oder das Metabolische Syndrom dahinterstecken. Nach Ausbleiben der Regel ist ein Schwangerschaftstest die beste Methode, um ganz sicherzugehen.

30 Schwangerschaftsanzeichen: Bist du schwanger?

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Erste Schwangerschaftsanzeichen können bereits wenige Tage nach dem Geschlechtsverkehr auftreten und bestimmt suchst Du danach, weil Du Dich in der Wartezeit nach dem Eisprung, der Insemination oder dem Embryotransfer befindest. Ich selbst habe in jeder Warteschleife wie verrückt nach Schwangerschaftsanzeichen gegoogelt und die beschriebenen Symptome mit meinen Anzeichen abgeglichen. Damit du dir diesen Zeitaufwand sparen kannst, habe ich dir 30 Schwangerschaftsanzeichen zusammengetragen. Sie sind in sehr frühe, wahrscheinliche und sichere Schwangerschaftsanzeichen gegliedert.

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Schwangerschaftsanzeichen: Ab wann treten sie auf?

Sehr frühe Schwangerschaftsanzeichen machen sich manchmal bereits wenige Tage nach dem Eisprung bemerkbar. Es gibt im Internet viele Berichte von Frauen, die sich bereits kurz nach der Empfängnis sicher waren schwanger zu sein. Andere Frauen wiederum spüren lange Zeit keinerlei Anzeichen. Zusammenfassend kann man deshalb sagen, dass gerade sehr frühe Schwangerschaftssymptome oft individuell und zu unterschiedlichen Zeitpunkten wahrgenommen werden. Diese sehr frühen Anzeichen sind dabei nie ein sicherer Beweis für eine Schwangerschaft, denn sie können auch andere Ursachen haben.

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Schwangerschaftsanzeichen in den ersten Wochen

Jede Schwangerschaft ist individuell verschieden , deshalb können alle folgenden Schwangerschaftssymptome Anzeichen einer Schwangerschaft sein, sie müssen es aber nicht.

Viele Anzeichen können genauso gut Ausdruck von Stress, einer beginnenden Erkrankung oder Frühboten deiner Monatsblutung sein. Gleichzeitig kann es sein, dass du keine frühen Schwangerschaftsanzeichen bemerkst und trotzdem schwanger bist. Jede Frau ist einzigartig und das ist gut so! 🙂

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Sehr frühe Schwangerschaftsanzeichen

Sehr frühe Schwangerschaftsanzeichen können auf eine Schwangerschaft hindeuten, sie sind aber keine schwangerschaftssepzifischen Symptome. Deshalb gelten sie als unsichere Anzeichen. Ich beginne meine Liste chronologisch mit den allerersten Schwangerschaftsanzeichen, die bereits vor Ausbleiben der Regel auftreten können.

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Ziehen und Krämpfe im Unterbauch

Eines der allerersten Schwangerschaftsanzeichen wird mit einem Ziehen und von manchen Frauen auch mit Schmerzen im Unterbauch um die Zeit des Eisprungs herum beschrieben. Es kann sich hierbei um den Einnistungsschmerz handeln, der von wenigen Minuten bis hin zu einigen Tagen andauern kann. Dieses Schwangerschaftsanzeichen ist sehr unsicher, denn es kann sich dabei auch um den Mittelschmerz oder aber um erste Anzeichen der nahenden Periode (PMS) handeln. Auch Krämpfe wie während der Periode werden in der frühen Schwangerschaft beschrieben.

Leichte Schmierblutung

Manche Frauen berichten von einer leichten, sehr hellen Blutung wenige Tage nach dem Eisprung. Tatsächlich kann es sich dabei um eine Einnistungsblutung oder um eine Schmierblutung handeln. In diesem Zusammenhang wird klar, warum schwanger trotz Periode durchaus vorkommen kann! Es handelt sich in manchen Fällen um diese leichte Blutung, die ein allererstes Anzeichen der gerade beginnenden Schwangerschaft darstellt.2

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Empfindliche, spannende Brüste

Ein weiteres Schwangerschaftsanzeichen kann eine Veränderung der Brust sein. Die mit der Schwangerschaft zusammenhängenden Hormone in Deinem Körper steigen zunehmend an, dies kann zu einem Spannungsgefühl oder zu einem Kribbeln in der Brust führen. Manche Frauen berichten auch von Schmerzen und einer starken Empfindlichkeit bei Berührung. Diese Veränderung der Brust ist hormonell bedingt und dient der Vorbereitung auf das spätere Stillen des Babys. Ursächlich für dieses Symptom ist die verstärkte Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron. Allerdings können spannende Brüste auch ein Symptom des prämenstruellen Symptoms sein.1

Einnistungsschmerz: Kann man die Einnistung spüren?

Müdigkeit

Hast Du das Gefühl, dass wenn Du die Augen schließt, jederzeit und zu jeder Tageszeit einschlafen könntest? Die Müdigkeit ist eine der häufigeren Anzeichen einer frühen Schwangerschaft. Ursächlich für diese Müdigkeit ist das Gelbkörperhormon Progesteron, das nach der Befruchtung der Eizelle ausgeschüttet wird, um deine Gebärmutterschleimhaut auf eine Einnistung vorzubereiten und die Periode zu verhindern.

Schlechter Schlaf

Unruhiger und schlechter Schlaf gehört ebenfalls in die Liste möglicher sehr früher Schwangerschaftsanzeichen. Der sich veränderte Hormonhaushalt bringt den eigenen Schlafrhythmus durcheinander, nicht selten führen aber auch die vielen Gedanken rund um eine mögliche Schwangerschaft zu durchwachten Nächten. Das Schwangerschaftssymptom des schlechten Schlafes bleibt vielen Frauen auch später erhalten. Der wachsende Bauch macht manche Schlafstellung unmöglich, auch Rückenprobleme und Schmerzen sind nicht selten. Der gesteigerte Harndrang führt dazu, dass Schwangere sehr viel häufiger nachts aufstehen müssen.4

Gesteigerter Harndrang

Du hast das Gefühl, ständig auf die Toilette zu müssen, um Wasser zu lassen? Dieser gesteigerte Harndrang kann ein frühes Schwangerschaftsanzeichen sein, welches durch das Hormon Progesteron ausgelöst wird. Progesteron, aber auch das Hormon Östrogen, entspannt nicht nur den Uterus, sondern auch die Blase, es entsteht ein Harndrang. Zudem kann die sich vergrößernde Gebärmutter auf die Harnblase drücken und durch diesen muskulär-mechanischen Reiz den Harndrang auslösen.

Ausfluss

Bei manchen Frauen führt der Anstieg des Hormons Östrogen zu einem stärkeren vaginalen Ausfluss. Dieser Ausfluss kann gelblich oder weißlich sein, bitte wende dich unbedingt an Deinen Frauenarzt, sollte das Sekret seltsam riechen oder auffällig aussehen.

Übelkeit & Erbrechen

Morgendliche Übelkeit und Erbrechen, welche beide auch tagsüber auftreten können, sind eines der bekanntesten Anzeichen einer Frühschwangerschaft. Grund hierfür ist der Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG im Blut der Frau. Sie tritt meistens ab der 5. bis zur 12. Schwangerschaftswoche auf und verschwindet spätestens und fast immer um die 12. bis 16. SSW wieder. Die Ursache für die Übelkeit und das Erbrechen ist bis heute unklar, sehr wahrscheinlich aber hat beides mit den hormonellen Veränderungen zu tun.1

Gelüste & Heißhunger

Sowohl Gelüste auf bestimme Nahrungsmittel als auch Heißhungerattacken sind in der frühen Schwangerschaft keinesfalls selten. Ungewöhnliche Lebensmittel-Kombinationen werden plötzlich zu ungewöhnlichen Tages- und Nachtzeiten und in ungewöhnlicher Menge verzehrt.

So habe ich während meiner Schwangerschaft beispielsweise nachts literweise Milch getrunken und tagsüber ständig süße und saure Speisen gemixt. Dieser Heißhunger wird von vielen Schwangeren berichtet und tritt häufig ab der 9. SSW auf. Ob diesem Schwangerschaftssymptom tatsächlich die Funktion zukommt, eine mögliche Mangelernährung auszugleichen ist nicht abschließend geklärt. Bei den meisten Frauen endet die Heißhungerattacken auch wieder um die 12. bis 14. Schwangerschaftswoche.3

Appetitlosigkeit

Die hormonellen Veränderungen zu Beginn einer Schwangerschaft führen nicht selten zu einer anderen Geruchs- und Geschmackswahrnehmung. Lieb gewonnen Nahrungsmittel riechen und schmecken plötzlich anders und so manche Frau hat deutlich weniger Hunger als vor der Schwangerschaft. Trotzdem empfehlen Frauenärzte das Essen nicht einzustellen, sondern vielmehr die Nahrungsaufnahme in Form von kleineren Portionen über den Tag verteilt einzunehmen.

Ekel vor Gerüchen und Speisen

Neben Heißhungerattacken spielen in der Frühschwangerschaft auch plötzlicher Ekel vor bestimmten Speisen und Gerüchen eine Rolle. Die hormonellen Veränderungen führen zu veränderten Sinneswahrnehmungen. Das daraus resultierende veränderte Essverhalten führt nicht selten zu Verdauungsproblemen, auch Verstopfung oder Durchfall ist nicht selten.

Ekel vor Genussgiften

Manche Frauen berichten von einem metallischen Geschmack im Mund, andere ekeln sich plötzlich vor dem Geschmack von Kaffee, Zigaretten oder Alkohol. Dieser Ekel vor Genussgiften erscheint sinnvoll, schützt er doch die Schwangere vor der Aufnahme von Substanzen, die den Embryo gefährden könnten.

Verstopfung

Mehr als ein Viertel aller Schwangeren leider an dem Schwangerschaftsanzeichen der Verstopfung, das wieder durch die Hormonumstellung und die damit verbundenen Lockerung der Darmmuskulatur verursacht wird. Nicht wenige Frauen haben zusätzlich Blähungen oder später auch Hämorrhoiden, die durch das ständige Pressen auf der Toilette entstehen. Der Verstopfung ist gemein, dass sie wenig angenehm ist und deshalb mit dem behandelnden Arzt besprochen werden sollte.4

Durchfall

Auch Durchfall ist in der Frühschwangerschaft nicht selten und kann bei starker Ausprägung nicht ungefährlich sein. Der Durchfall entsteht nicht durch die hormonelle Umstellung, sondern vielmehr durch das veränderte Essverhalten und eine damit einhergehende Reizung des Magen-Darm-Traktes. Bitte kontaktiere deinen behandelnden Arzt und bespreche deine Symptome.

Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit

Eine weitere Auswirkung der hormonellen Veränderungen im Körper der Schwangeren führt zu Stimmungsschwankungen, Launenhaftigkeit und einer erhöhten Reizbarkeit. Ich vermute, dass dies niemanden überrascht, kennen wir doch alle die hormonell bedingten und sich verändernden Gemütszustände nur zu gut.

Schwangerschaftsdemenz

Schwangere beschreiben das Schwangerschaftssymptom der Zerstreutheit und Vergesslichkeit. Es fällt schwer, sich zu konzentrieren, Termine werden vergessen, Dinge verlegt. Zwar gibt es für diese Form der Schwangerschaftsdemenz noch keinen Nachweis durch wissenschaftlichen Studien, trotzdem taucht dieses Schwangerschaftsanzeichen regelmäßig in der Liste der Schwangerschaftsanzeichen auf. Einige Wissenschaftler sehen Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der gesteigerten Vergesslichkeit und dem Anstieg des Hormons Prolaktin im Blut von schwangeren Frauen .3

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen treten oftmals erst im zweiten und dritten Trimenon auf, können aber auch ein Schwangerschaftsanzeichen in der frühen Schwangerschaft darstellen. Die sich verändernde Beanspruchung der Rücken- und Bauchmuskulatur kann bei entsprechender Disposition oder körperlicher Verfasstheit zu Rückenproblemen führen. Weitere erste Anzeichen einer Schwangerschaft sind ein häufigerer Harndrang sowie Krämpfe im Unterleib bzw. Rückenschmerzen. Die Rückenschmerzen ähneln in ihrer Beschreibung oftmals den Beschwerden unmittelbar vor und während der Menstruation.

Kopfschmerzen

Manche Frauen berichten von Kopfschmerzen in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft. Auslöser ist wieder die große hormonelle Umstellung zu Beginn der Schwangerschaft, oftmals werden die Kopfschmerzen durch die ständige Übelkeit und Müdigkeit noch verstärkt. Generell ist davon auszugehen, dass Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft mit Kopfschmerzen häufiger zu tun hatten, auch in der Schwangerschaft verstärkt damit zu rechnen haben. Die gute Nachricht ist, dass diese fast immer nach dem Abschluss des ersten Trimenon wieder verschwinden.

Wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen

Wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen deuten häufig zuverlässig auf eine Schwangerschaft hin. Im Gegensatz zu den sehr frühen Anzeichen einer Schwangerschaft sind sie deutlich sicherer, da sie schwangerschaftsspezifisch sind und damit weniger anderen Ursachen zugeschrieben werden können.

Periode bleibt aus

Das Ausbleiben der Periode ist ein sehr deutlicher Hinweis, darauf, dass du schwanger sein kannst. Allerdings und hier kommt die Einschränkung, gibt es auch andere mögliche Gründe, warum deine Menstruationsblutung nicht zum ausgerechneten Zeitpunkt eintritt. Jeder Zyklus ist anders, der Eisprung kann sich verschoben haben oder du hast vielleicht generell eher unregelmäßige Zyklen. Auch verschiedenste Erkrankungen wie beispielsweise das PCO Syndrom oder einfach nur Schlafmangel oder Stress können eine Rolle spielen.9

Trotzdem stellt das „Überfällig Sein“ ein wahrscheinliches Schwangerschaftsanzeichen dar. Nimm es bitte sehr ernst, teste mit einem Schwangerschaftsfrühtest oder suche den Rat deines behandelnden Gynäkologen.

Hochlage der Basaltemperatur

In jedem Zyklus der Frau verändert sich hormonell bedingt die Körpertemperatur. Um den Eisprung herum steigt sie an, um mit dem Beginn der nächsten Periode wieder abzufallen. Tritt eine Schwangerschaft ein, sinkt diese sogenannte Basaltemperatur (Aufwachtemperatur) nicht kurz vor der zu erwartenden Periode ab, sondern bleibt weiterhin hoch. Solltest du NFP, einen Zyklustracker wie Ava oder einen Zykluscomputer einsetzen, kannst du diese Hochlage der Basaltemperatur am Ende deines Zyklus leicht erkennen. Wer regelmäßig seinen Zyklus überwacht, kann über diese Hochlagenbestimmung bereits ungefähr 2 Wochen nach der Befruchtung recht zuverlässige Rückschlüsse auf eine Schwangerschaft ziehen. Und das ganz ohne Schwangerschaftstest!10

Tipp: Solltest du über den Kauf des myWay, der daysy oder des Ava Armbandes nachdenken, hol Dir die Rabattcodes!

Positiver Schwangerschaftstest

Ein weiteres sehr sicheres Schwangerschaftsanzeichen ist ein positiver Schwangerschaftstest, der das Schwangerschaftshormon hCG in deinem Urin feststellt. Du kannst einen Schwangerschaftstest ab dem Tag deiner ausbleibenden Periode durchführen. Sollte der Schwangerschaftstest negativ ausfallen, sei nicht frustriert. Es kann durchaus sein, dass du zu früh getestet hast. Wiederhole den Test in 2 bis 3 Tagen. Du kannst einen Schwangerschaftstest auch vor Deiner zu erwartenden Periode machen. Bedenke aber bitte, dass je früher Du den Test durchführst, umso unzuverlässiger das Testergebnis sein wird.

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Brustwarzen & Brustwarzenhöfe werden dunkler

Als weiteres wahrscheinliches Anzeichen einer Schwangerschaft kann ein sich dunkler Färben der Brustwarzen und Brustwarzenhöfe angeführt werden. Manchmal kommt es auch zu sich verfärbenden Hautstellen im Gesicht. Als Grund hierfür kann eine erhöhte Produktion von Melanin genannt werden. Melanine sind rötliche, braune oder schwarze Pigmente, die die Färbung von Haut, Haare und Augen bewirken.1

Linea nigra / Linea fusca

Ein sehr wahrscheinliches Schwangerschaftsanzeichen stellt die Linea nigra dar. Diese dunkelbraune Linie verläuft auf dem Bauch der Schwangeren vom Bauchnabel bis zum Schambein und tritt bei etwa 90% aller Schwangeren auf. Grund für diese Linie ist ein Melaninanstieg, der sich allerdings oft erst ab der 18. Schwangerschaftswoche manifestiert.8

Sichere Schwangerschaftsanzeichen

Hier kommen die Schwangerschaftssymptome, die sicher und eindeutig auf eine Schwangerschaft hindeuten.

hCG Anstieg im Blut

Kann dein Frauenarzt einen Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG in deinem Blut feststellen, ist mit Sicherheit von einer Schwangerschaft auszugehen. Weitere Untersuchungen wie beispielsweise eine Wiederholung der Messung des hCG Blutwertes, um den hCG Anstieg weiter zu dokumentieren oder eine Ultraschalluntersuchung können sich anschließen.

Weitere sichere Schwangerschaftsanzeichen

  • Nachweis der Fruchtblase per Ultraschall ab der 5. SSW
  • Nachweis des Embryos in seiner Fruchtblase im Ultraschall ab der 6. SSW
  • Nachweis der embryonalen Herzaktion ab der 7. SSW
  • Ertastbarkeit des Kindes ab der 18. SSW
  • Kontinuierliche Messung der Herzaktivitäten des Embryos und Fötus
  • Produktion von Vormilch (Kolostrum) ab der 16. SSW

Insgesamt 30 Schwangerschaftsanzeichen konnte ich in diesem Artikel für dich zusammentragen. Ich wünsche dir von Herzen, dass Du bald das Ergebnis bekommst, dass du dir wünschst. Solltest du Kinderwunsch haben und sich dieses Mal keine Schwangerschaft eingestellt haben, schau dich weiter auf meinem Kinderwunsch Blog um. Ich habe hier über lange Zeit viele nützliche Tipps für Frauen mit Kinderwunsch zusammengetragen.

Herzliche Grüße

Silke

Weitere Tipps:

  • Zykluscomputer Test 2020
  • Ava Armband: Alles Wichtige + 20 Euro Rabatt
  • Zyklustee Wegweiser: Wie du den richtigen Kinderwunschtee auswählst
  • Ovulationstest: Schnell schwanger werden mit Fruchtbarkeitstests
  • Schwangerschaftswahrscheinlichkeit & Geburt bei IVF: Erfolgstool OPIS

Literatur:

1. Mauberger, L.: Schwangerschaft – Der Ratgeber. 2016. ↩

2. Murkoff, H.: Schwangerschaft und Geburt: Alles, was Sie wissen müssen. 1. Auflage. München 2012.↩

3. Holzgreve, B.: 300 Fragen zur Schwangerschaft. 2017.↩

5. Höfer, S.: Quickfinder Schwangerschaft: Alles Wichtige für 9 einzigartige Monate. 1. Auflage. München 2013.

6. Tannis, A. et al.: The 100 Healthiest Foods to Eat During Pregnancy: The Surprising Unbiased Truth about Foods You Should be Eating During Pregnancy but Probably Aren’t. 1. Auflage. Beverly, MA, USA 2009.

7. Budnowski, A. et al: Das Frauen-Ernährungsbuch: Gesund, fit und schön ein Leben lang. 1. Auflage. 2014.

8. BabyCare: 999 Antworten zu Schwangerschaft, Geburt und Babys erstem Jahr: Expertenrat von BabyCare. 2015.↩

9. Raith-Paula, E. et al.: Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. 5. Auflage. Heidelberg 2013.↩

10. Malteser Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): Natürlich und sicher. Das Praxisbuch. 18. Auflage. Stuttgart 2011.↩

11. Matthews, R. Phd: Fertility Handbook: A Guide To Getting Pregnant. 2013.

12. Renner, Ilona: Schwangerschaftserleben und Pränataldiagnostik. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), 2006.

Leukorrhoe: Ist dieser weiße, vaginale Ausfluss ein frühes Anzeichen für eine Schwangerschaft?

Leukorrhoe ist eine recht häufige Art von Scheidenausfluss und tritt besonders häufig in der frühen Schwangerschaft auf. Der Ausfluss ist in der Regel dünn, weiß und harmlos. Allerdings kann es auch Fälle geben, in denen dieser Ausfluss auf ein Problem hinweist und eine medizinische Behandlung erfordert. Dieser Artikel will dir helfen, den Unterschied zu erkennen, wann der Ausfluss auf ein Problem hinweist und wann er normal ist. Er deckt Folgendes ab:

  • Was ist Leukorrhoe?
  • Wann ist es normal, diesen weißen Scheidenausfluss zu haben?
  • Ist Leukorrhoe eines der frühen Anzeichen einer Schwangerschaft?
  • Wann sollte ich mit Leukorrhoe zum Arzt gehen?

Was ist Leukorrhoe?

Leukorrhoe ist eine Art von weißem Scheidenausfluss, der dünn ist und einen leichten Geruch haben kann. Normalerweise ist er nicht mit Jucken oder starkem Übelgeruch verbunden.

Es ist normal, jeden Tag bis zu einem Teelöffel voll Leukorrhoe auszuscheiden. Die Scheidenflora hilft bei der Produktion dieser weißen Flüssigkeit mit, die zur Erhaltung eines sauren pH-Wertes in der Scheide beiträgt und schädliche Keime am Wachstum hindert. Dieser Ausfluss ist daher etwas Gutes! Wische deine Vagina nicht mit Tüchern aus und verwende keine Scheidenduschen, denn dadurch könntest du deine Scheidenflüssigkeit dabei stören, ihre Funktion zu verrichten.

Wann ist es normal, diesen weißen Scheidenausfluss zu haben?

Da weißer Scheidenausfluss manchmal nach einer Infektion aussehen kann, wie zum Beispiel einer Pilzinfektion, ist es wichtig zu wissen, wann Leukorrhoe normal ist und wann sie ein Problem darstellt.

Leukorrhoe ist normal, wenn du gerade größere hormonelle Veränderungen durchläufst, wie zum Beispiel Veränderungen des Östrogenspiegels. Daher wirst du um die Zeit deines Eisprungs und in der frühen Schwangerschaft mehr von diesem Ausfluss feststellen. Du bemerkst das vielleicht an nasser Unterwäsche; wenn du Slipeinlagen benutzen möchtest, um damit klarzukommen, ist das völlig in Ordnung. Benutze aber keine Tampons, wenn du diesen Ausfluss feststellst, denn dadurch könnten neue Keime in die Vagina eingeführt werden.

Dieser weiße Ausfluss ist nicht normal, wenn er mit Juckreiz oder üblem Geruch einhergeht. In diesen Fällen könnte es sein, dass du eine Infektion hast. Die häufigsten vaginalen Infektionen sind Pilzinfektionen, aber manchmal kann ein übel riechender Ausfluss ein Anzeichen für eine bakterielle Infektion oder eine übertragbare Geschlechtskrankheit darstellen. Wende dich an deinen Arzt, damit er es diagnostizieren und dir die richtige Behandlung verschreiben kann.

Ist Leukorrhoe eines der frühen Anzeichen einer Schwangerschaft?

Leukorrhoe kann zwar infolge von Veränderungen des Hormonwertes von Estradiol während des Monatszyklus auftreten, doch am häufigsten wird sie mit Schwangerschaftsausfluss assoziiert. Man kann leicht dem Gedanken verfallen, seinen Zervixschleim selbst auf Veränderungen des weißen Ausflusses zu untersuchen, um frühzeitig eine Schwangerschaft festzustellen. Doch Veränderungen des Scheidenausflusses sind kein zuverlässiger Indikator für eine Schwangerschaft.

Die Vermehrung der Leukorrhoe, die mit der Schwangerschaft zusammenhängt, erfolgt normalerweise erst gegen Ende des ersten Trimesters oder zu Anfang des zweiten Trimesters — erst Wochen nachdem du einen positiven Schwangerschaftstest haben kannst. Erwarte also nicht, dass du während der zweiwöchigen Wartezeit schon aussagekräftige Hinweise von deinem Scheidenausfluss erhältst.

Wann sollte ich mit Leukorrhoe zum Arzt gehen?

Jeder Scheidenausfluss, ob es ein brauner Ausfluss, eine hellrote Schmierblutung oder ein weißer Ausfluss ist, kann verständlicherweise Sorgen bereiten. Leukorrhoe ist allerdings normalerweise harmlos und tritt häufig im Laufe deines Zyklus auf – und auch dann, wenn du schwanger bist. Wenn du jedoch irgendwelche der folgenden zusätzlichen Symptome feststellst, solltest du deinen Arzt aufsuchen:

  • Juckreiz oder Brennen
  • Veränderungen im Geruch
  • Gelb- oder Grünfärbung
  • mehr Ausfluss als sonst
  • Schmerzen im Becken oder in den Beinen

Wenn du dich bemühst, schwanger zu werden, und einen solchen Ausfluss feststellst, sprich deinen Arzt möglichst schnell auf eine Behandlung an, denn Infektionen können Gründe für Fehlgeburten darstellen.

Wenn du schon schwanger bist, gehört Leukorrhoe zu einem normalen Schwangerschaftsausfluss dazu; wenn du jedoch größere Veränderungen in der Konsistenz oder der Menge feststellst, wende dich an deinen Arzt. Wenn der Ausfluss einen üblen Geruch annimmt oder die Konsistenz auf eine Pilzinfektion schließen lässt, suche auf jeden Fall deinen Arzt auf, damit du möglichst schnell eine geeignete Behandlung erhältst.

Von Svenja Duerr | Jun 22, 2018

Svenja Duerr

Während einer Schwangerschaft kommt es im Körper der Frau zu zahlreichen Veränderungen, die meistens auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen sind. Neben dem Ausbleiben der Periode gibt es eine Reihe von Anzeichen, die auf eine mögliche Schwangerschaft hinweisen:

  • bestimmte Gerüche scheinen plötzlich abstoßend zu sein
  • Heißhunger und Appetit auf ungewöhnliche Lebensmittel und Speisen
  • verstärkter Druck auf die Harnblase
  • Schwindelgefühle und Kreislaufstörungen
  • häufige Stimmungsschwankungen
  • Übelkeit und Erbrechen nach dem Aufstehen
  • hohe Basaltemperatur
  • vermehrter Ausfluss

Ausfluss als erster Hinweis auf Schwangerschaft

Ein häufiger und erhöhter Ausfluss ist während einer Schwangerschaft nicht ungewöhnlich. Für den Ausfluss sind Veränderungen im Hormonhaushalt verantwortlich. Im Normalfall bleibt der Ausfluss in der Schwangerschaft klar bis weiß und ist geruchslos. Bei einer gelben, braunen, grünen oder grauen Farbe des Ausflusses, und wenn der Ausfluss unangenehm riecht, ist mit einer Pilz- oder einer bakteriellen Infektion zu rechnen. Ein vermehrter Scheidenausfluss könnte in vielen Fällen der erste Hinweis auf eine Schwangerschaft sein. Wie kommt das? Nach der Befruchtung der Eizelle steigt die Produktion des Östrogens. Das weibliche Geschlechtshormon trägt zu einer gesteigerten Durchblutung der Scheidenschleimhaut. Das Ergebnis ist ein vermehrter Ausfluss aus der Scheide. Daran beteiligen sich zusätzlich die Drüsen des Gebärmutterhalses und die sogenannten Bartholinischen Drüsen. Sie befinden sich an der Innenseite der kleinen Schamlippen und sondern ebenfalls mehr Sekret als normal ab. In dem Ausfluss sind zum größten Teil die abgeschilferten Zellen der Scheidenwand sowie Elektrolyte und Harnstoff zu finden.

Ausfluss in der Schwangerschaft: Auf die Farbe kommt es an

Scheidenausfluss in der Schwangerschaft kommt im Normalfall immer vor und ist ein gesundes Indiz für Eizellenbefruchtung. Solange der Ausfluss klar bis weiß und geruchslos ist, gibt es keinen Grund zu Beunruhigung. Worauf deutet jedoch eine andere Färbung des Ausflusses?

Weißer Ausfluss

Wenn Ihr während der Schwangerschaft einen weißen Scheidenausfluss entdeckt, gibt es keinen Grund zu Sorge. Das ist normal und hängt mit den hormonellen Veränderungen im Körper einer Frau in der Schwangerschaft zusammen. Das ungeborene Kind fordert den Körper einer Frau stark. Der ganze Unterleib samt Gebärmutter muss gut durchblutet werden, was eine steigende Temperatur mit sich bringt. Die Vagina wird dazu angeregt, den weißen Ausfluss abzusondern. Vor allem in der Frühschwangerschaft werden die Körperflüssigkeiten und Sekrete um einiges schneller ausgeschieden. Das weiße Sekret besteht zum größten Teil aus Wasser und ist durchsichtig, seine Aufgabe ist der Transport der Schleimhautzellen aus der Gebärmutter. Somit werden Scheide sowie Gebärmutter gereinigt und vor eventuellen Infektionen geschützt. Die Konsistenz des weißen Ausflusses ist meist flüssig, durchsichtig und das Sekret ist geruchslos. Der weißliche Ausfluss wird zu Beginn und zum Ende der Schwangerschaft verstärkt abgesondert. Insbesondere in den letzten Schwangerschaftswochen kann Euch der weiße, manchmal leicht milchige Ausfluss, verunsichern. Nicht selten haben dann Frauen das Gefühl, dass es sich dabei um Fruchtwasser handelt. Die Konsistenz des Fruchtwassers ist allerdings viel flüssiger, in etwa wie normales Wasser. Ein einfacher Test kann schnell die Gewissheit bringen: Mit Lackmuspapier aus der Apotheke lässt sich nachweisen, ob es Fruchtwasser oder weißer Scheidenausfluss ist, weil das Fruchtwasser einen hohen pH-Wert (über 7) hat.

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Hier wird besondere Achtsamkeit geboten

Gefahrlos ist ein weißer Ausfluss von einer wässrigen, durchsichtigen Konsistenz, der nahezu farb- und geruchslos ist. In der Schwangerschaft sind Frauen ein leichtes Ziel für eine Scheidenpilzinfektion. Grund dafür sind hormonelle Schwankungen. Falls zum weißen Ausfluss die folgenden Merkmale hinzukommen, ist eine Konsultation beim Arzt Pflicht:

  • Schmerzen im Unterleib
  • dem Sekret ist Blut beigemischt
  • der Ausfluss nimmt einen gelblichen, bräunlichen oder grünlichen Farbton an
  • die Konsistenz des Ausflusses verändert sich
  • Juckreiz
  • der Ausfluss kommt in größeren Mengen als üblich vor
  • der Geruch wird unangenehm (fischartig)

Brauner Ausfluss

Ein brauner oder bräunlicher Ausfluss in der Schwangerschaft deutet darauf hin, dass die natürliche Scheidenflora aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Je nach Begleitsymptomen ist es ein Anzeichen einer bestimmten Krankheit und darf nicht unterschätzt werden. Der Farbton des Ausflusses kann dabei variieren und von einer leicht bräunlichen Färbung, über ein etwas gerötetes Braun bis hin zu einem dunkelbraunen Farbton übergehen (nicht mit Zwischenblutungen verwechseln!). Bräunlicher Ausfluss ist keine autarke Erkrankung, die Gründe der veränderten Färbung des Ausflusses müssen in einer anderen Grunderkrankung gesucht werden. Die Ursachen der bräunlichen Ausflussfärbung können unterschiedlicher Natur sein. Am häufigsten deutet die braune Färbung auf bakterielle, virale oder Pilzinfektionen der Scheidenflora hin. Ein stark braun verfärbter Ausfluss wird meistens durch Humanen Papillomvirus (HPV) verursacht. Eine Infektion mit diesem Virus kann zum Gebärmutterhalskrebs führen. Andererseits kann ein bräunlicher Scheidenausfluss bedeuten, dass eine Schwangerschaft im frühen Stadium vorliegt. In den ersten Schwangerschaftswochen kommt es oft zu Einnistungsblutungen, die den Scheidensausfluss braun verfärben können (Blut). Um 100-prozentig sicher zu sein, empfiehlt es sich einen Schwangerschaftstest durchzuführen und damit die Ursache für einen bräunlichen Ausfluss zu finden. Scheidensausfluss in dieser Farbe muss nicht immer ein Grund zur Sorge sein. Ein bräunlicher Ausfluss in der Schwangerschaft weist häufig eine bröckelige Konsistenz auf, nicht selten enthält er kleine Blutbeimengungen und hat einen unangenehmen, fischähnlichen, Geruch. Unterleibsschmerzen und Jucken oder Brennen im Genitalbereich treten oft begleitend auf.

Brauner Ausfluss – so geht Ihr dagegen vor

Während einer Schwangerschaft kommt ein bräunlicher Ausfluss normalerweise nach der 5. SSW nicht mehr auf. Liegt jedoch eine Infektion vor, so klingt ein brauner Scheidensausfluss erst dann ab, wenn die Grunderkrankung vollständig geheilt wurde. Der bräunliche Ausfluss belastet das Immunsystem der Frau, das Aufsuchen eines Arztes wird daher empfohlen. In der Schwangerschaft kommt es zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, bei denen Ursachen des braunen Ausflusses früh erkannt und diagnostiziert werden können. Diese Untersuchungen sind unter anderem dazu da, die Gesundheit der Mutter und des ungeborenen Kindes zu schützen. Ein Scheidenpilz der Gattung Candida kann ebenfalls einen bräunlichen Ausfluss verursachen. Er lässt sich jedoch mit einem Anti-Pilz-Medikament aus der Apotheke (rezeptfrei) beseitigt werden.

Ein bräunlicher Ausfluss ist oft ein Hinweis für bestehend Geschlechtskrankheiten. Dem könnt Ihr leicht vorbeugen, indem Ihr beim Geschlechtsverkehr Kondome zur Sicherheit nutzt. Eine Antibaby-Pille soll immer nach Absprache mit Arzt eingenommen werden. Dadurch wird der vermeintlich braune Ausfluss, der in der Tat eine Zwischenblutung ist, vermieden. Junge Frauen und Mädchen, die noch nie einen Geschlechtsverkehr hatten, können sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen.

Das sind die typischen Symptome von Scheidenpilz und veränderter Scheidenflora:

  • Schamlippen sind leicht gerötet und geschwollen
  • Jucken im Genitalienbereich
  • Geschlechtsverkehr ist mit Schmerzen verbunden
  • brauner Ausfluss mit fischähnlichem Geruch
  • Urinieren geht nur unter Schmerzen
  • weiße Ablagerungen.

Grüner Ausfluss

Ein grünlicher oder grünlicher Scheidenausfluss ist nicht normal und weist fast immer auf eine Infektion hin. Eine ärztliche Untersuchung ist im solchen Fall unbedingt zu empfehlen, weil die Infektion die Harnröhre und die inneren Geschlechtsorgane befallen kann. Bleibt die Infektion unbehandelt, kann sogar die Unfruchtbarkeit die Folge sein. Schwangere sollten besonders auf der Hut sein – ein unbehandelter grünlicher Ausfluss kann zu Entzündungen des ungeborenen Babys führen. Was sind die Ursachen für einen grünlichen Ausfluss und wie wird der behandelt? In den meisten Fällen ist eine Infektion die Ursache dafür. Durch Infektion kommt es zu Veränderungen in der Scheidenflora, was folglich verschiedene Beschwerden mit sich bringt. Wenn zu einem grünlichen Ausfluss begleitend unterschiedliche Beschwerden hinzukommen, ist das natürliche Scheidenmilieu in Mitleidenschaft gezogen. Unangenehme Beschwerden erscheinen meist als:

  • Rötungen und Brenngefühl der Scheide
  • ein unangenehmer, fischähnlicher Geruch des Ausflusses
  • das Scheidensekret ist dickflüssig und krümelig, ein schaumiger Ausfluss kommt auch oft vor
  • Schmerzen beim Sex
  • Juckreiz

Die Begleitsymptome treten jedoch nicht immer in Verbindung mit grünlichem Ausfluss auf. Stellt Ihr jedoch solche Veränderungen fest, ist eine Untersuchung beim Arzt Pflicht. Zu den Infektionskrankheiten, die einen grünlichen Ausfluss hervorrufen, gehören:

  1. Gonorrhoe. Der Auslöser der Krankheit, die auch als Tripper bekannt ist, sind Gonokokken. Die Übertragung erfolgt durch Geschlechtsverkehr. Ein bis drei Wochen nach der Infizierung sind die ersten Symptome feststellbar: Brennen oder stechende Schmerzen beim Wasserlassen und ein schaumiger grünlicher Ausfluss.
  2. Trichomoniasis (Trichomonas vaginalis). Die Trichomonas vaginalis Erreger sind für diese Infektionskrankheit verantwortlich, sie werden beim Sex übertragen. Ein starker gelber bis grünlicher Ausfluss mit fischähnlichem Geruch und als Begleitbeschwerden Juckreiz an der Scheide deuten auf diese Krankheit hin. Schmerzen beim Sex gehören ebenfalls dazu.
  3. Sonstige bakterielle Infektionen. Für einen grünlichen Ausfluss kann eine weitere Reihe von Bakterien verantwortlich sein („bakterielle Vaginose“). Der Ausfluss ist dünnflüssig bis schaumig mit einem strengen fischartigen Geruch.

Vorbeugemaßnahmen und Behandlung

Falls eine Infektion mit Bakterien oder Trichomonas festgestellt wurde, werden meist Antibiotika als Behandlungsmaßnahme eingesetzt. Nach einigen Tagen ist eine deutliche Besserung in Sicht. Ein grüner Ausfluss und Infektionskrankheiten werden durch Geschlechtsverkehr verursacht. Daher ist es enorm wichtig, beim Sex Kondome zu verwenden. Bei einer festgestellten Infektion sollten beide Partner untersucht und behandelt werden, um die Gefahr einer Wiederansteckung zu eliminieren.

Gelber Ausfluss

Ähnlich wie bei einem grünlichen oder bräunlichen Ausfluss aus der Scheide deutet ein gelber Farbton des Scheidenausflusses auf Veränderungen im Gleichgewicht der Scheidenflora hin. Ein gelblicher Ausfluss kommt vor allem bei Entzündungen der Scheide vor. Als Auslöser kommen Bakterien, Chlamydien, Pilze oder Viren in Betracht. Stellt Ihr bei Euch einen gelben Ausfluss fest, dann sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, damit die Infektion nicht auf das Baby übergeht. Ein gelblicher Ausfluss ist eine Reaktion des Immunsystems, das sich gegen bestimmte Erreger zu verteidigen versucht (ein erhöhter Leukozytenpegel). Zu den Begleitsymptomen gehört unter anderem Brennen beim Urinieren oder an der Scheide und ein unangenehmer, fischähnlicher Geruch.

Ursachen für einen gelblichen Ausfluss:

  • ein geschwächtes Abwehrsystem. Das kommt oft während oder nach überstandenen Infektionen, beim Stress oder chronischen Erkrankungen, vor.
  • Unregelmäßigkeiten im Hormonhaushalt. Oft festzustellen in der Pubertät, in der Schwangerschaft, bei hormonellen Verhütungsmitteln oder in den Wechseljahren.
  • bestimmte Medikamente können einen gelblichen Ausfluss verursachen, darunter sind Rheumamittel, Chemotherapie und Antibiotika zu nennen.
  • bei zu genauer Intimhygiene. Duschgels, Intimdeos, parfümierte Seifen oder Scheidenspülungen können die Scheidenflora negativ beeinflussen und einen gelben Ausfluss verursachen.

Auch während einer Schwangerschaft kann der gelbe Ausfluss mit einer Scheideninfektion in Verbindung gebracht werden. Zu den typischen Symptomen einer Scheideninfektion mit gelblichem Ausfluss gehören:

  • ein penetranter, fischähnlicher Geruch
  • ein brennendes Gefühl oder Schmerzen beim Urinieren
  • Juckreiz (insbesondere an den Schamlippen)
  • oft ist der pH-Wert der Scheide höher als normal und liegt bei über 4,5
  • es kommt zu Rötungen oder Schwellungen.

Gelblicher Ausfluss in der Frühschwangerschaft

In der früheren Phase einer Schwangerschaft ist ein reichlicher Ausfluss normal, allerdings sollte er geruchlos und klar bzw. weiß sein. Das kann ein Zeichen sein, dass die Frau bereits ein Baby in sich trägt. Werden jedoch zu diesem frühen Zeitpunkt einer Schwangerschaft etwaige Veränderungen der Scheidenflora, wie zum Beispiel ein gelblicher, unangenehm riechender Scheidenausfluss, festgestellt, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Verschiedene Anti-Pilz-Mittel in Form von Salben oder Zäpfchen reichen hier normalerweise aus, bei härteren Fällen ist jedoch eine Behandlung mit Antibiotika unumgänglich.

Schleimiger, zäher Ausfluss

Anders als in der Schwangerschaft hat der Ausfluss kurz vor einer Periode oder vor dem Eisprung eine veränderte Konsistenz. Er ist nicht mehr durchsichtig, wässrig und ein wenig milchig, sondern eher schleimig und zähflüssig. Der schleimige, zähe Ausfluss, auch als Zervixschleim bekannt, wird am Gebärmutterhals (Zervix) gebildet. Seine Funktion besteht darin, die Spermien weiterzuleiten. Ein schleimiger, zähflüssiger Schleim ist ein Zeichen für Eisprung. Aufgrund seiner schleimigen aber doch zähen Eigenschaft blockiert der Ausfluss den Weg für die Spermien außerhalb der fruchtbaren Zeit. Wird die Frau während des Zyklus fruchtbar, verändert der Ausfluss seine Konsistenz von schleimig, zäh zu flüssig, um die Spermien zu Gebärmutter zu geleiten. Nach einer Periode, also am Beginn eines Zyklus, stoppt die Absonderung des Scheidensekrets fast komplett. Nach einigen Tagen ist der Zervixschleim wieder da und hat meist eine gelbliche oder weißliche Farbe, seine Konsistenz ist etwas milchig und zäh. Naht der Eisprung, dann wird der Ausfluss durchsichtiger und wässriger, was durch Östrogenbildung gefördert wird. Der Scheidenausfluss ist schleimiger und sieht wie rohes Eiweiß aus. Er ist auch richtig zähflüssig und lässt sich bis zu fünf Zentimeter lang ziehen.

Schleimiger Ausfluss in der Schwangerschaft

In den letzten Wochen einer Schwangerschaft bereitet sich der Körper einer Frau, vor allem die Gebärmutter, auf die Geburt. Dafür ist das weibliche Hormon Östrogen zuständig. Ab der 35. SSW wird der Ausfluss in größeren Mengen abgesondert. Seine Konsistenz unterscheidet sich jedoch entscheidend von dem Fruchtwasser. Er ist viel milchiger und schleimiger als Fruchtwasser, darüber hinaus wird er dickflüssiger. Anhand eines pH-Tests lässt sich schnell feststellen, ob es sich bei dem Sekret um Fruchtwasser oder Ausfluss handelt (pH-Wert unter 7 weist auf Scheidenausfluss hin).

Ausfluss schützt den Körper vor Krankheitserregern

Der Ausfluss in der Schwangerschaft spielt eine wichtige Rolle in der Keimbekämpfung: Er reinigt den Scheidenkanal und blockiert dadurch den Weg für Krankheitskeime oder Pilze. Auch die normale Scheidenflora beteiligt sich an diesem „Kampf“. Die sogenannten Milchsäurebakterien, die in der Scheidenflora angesiedelt sind, verhindern das Andocken und Ansiedeln von gesundheitsgefährdenden Bakterien und Pilzen. Außerdem produzieren die Milchsäurebakterien das Wasserstoffperoxid und andere Stoffe, die als Wachstumshemmer vieler feindlichen Bakterien bekannt sind. Falls jedoch die Krankheitskeime die überhand gewinnen, ist eine Infektion meist unumgänglich. In der Schwangerschaft kommen Infektionen der Scheide etwas häufiger vor, dafür ist vor allem die hormonelle Umstellung verantwortlich.

Maßnahmen beim Ausfluss in der Schwangerschaft

Ausfluss in der Schwangerschaft ist kein Grund zu Unruhe, es ist etwas völlig normales. Von der Menge her gibt es individuelle Unterschiede – bei manchen Frauen ist der Ausfluss reicher als bei anderen. Ist der Ausfluss weiß und geruchslos dann ist es ein Zeichen einer gesunden bakteriellen Flora der Scheide. Damit es im weiteren Verlauf der Schwangerschaft so bleibt, solltet Ihr die folgenden Maßnahmen ergreifen:

  • zum Waschen des Intimbereichs am besten nur Wasser (keine Seife!) verwenden
  • insgesamt keine übertriebene Intimhygiene
  • Unterwäsche aus Baumwolle bevorzugen
  • keine Slipeinlagen mit Folie aus Kunststoff anwenden

Falls es zur Infektion kommt

Manchmal kann ein vermehrter Ausfluss in der Schwangerschaft ein Anzeichen für eine Infektion sein, zudem sind Entzündungen der Scheide bei Schwangeren keine Seltenheit. Hier ist äußerste Vorsicht geboten: Solche Infektionen können das Leben des ungeborenen Kindes gefährden. In folgenden Fällen ist der Besuch bei einem Frauenarzt unbedingt zu empfehlen:

  • die Ausflussmenge ist größer als sonst
  • wenn darin Blut feststellbar ist
  • der Ausfluss ist besonders flüssig und riecht unangenehm
  • bei einer grünlichen Farbe und wenn er grobkörnig ist
  • falls der Ausfluss ausschließlich nach dem Aufstehen vorkommt.

Ausfluss in der Schwangerschaft – are you serious?! Als wenn wir nicht schon genug mit der hormonellen Veränderung am Anfang der Schwangerschaft zu tun hätten. Spannende Brüste, Ziehen im Unterleib und natürlich die geliebte Morgenübelkeit – you name it. Und dann sitzt man eines schönen morgens nichts ahnend auf dem Klo und hat erst mal die Hose voll. Na wunderbar. Und Grund zur Sorge?

Woran Ausfluss in der Schwangerschaft liegen kann und wann du deine Frauenärztin oder Frauenarzt konsultieren solltest, verraten wir dir hier.

Alles klar da unten? Gründe für Ausfluss in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft verändert sich dein Körper – surprise, surprise – sehr schnell. Das beginnt sogar schon, wenn man von außen noch gar nichts sehen kann!

Sobald deine Eizelle befruchtet ist, werden verstärkt Östrogen-Hormone gebildet. Die Durchblutung in deiner Scheidenschleimhaut wird dadurch angeregt und die Drüsen im Gebärmutterhals sind aktiver. Beides kann zu mehr Ausfluss führen. So weit, so normal.

Ausfluss in der Frühschwangerschaft

Das alles kann schon ziemlich früh beginnen. Verstärkter Ausfluss in der Frühschwangerschaft ist eine häufige, manchmal etwas nervige, Begleiterscheinung. Und wie so oft gibt es auch hier einen tollen Fachbegriff: Leukorrhoe.

Dieser Ausfluss in der Frühschwangerschaft ist aber nicht wirklich anders als der milchige Scheidenausfluss, den du vor der Schwangerschaft hattest. Einziger Unterschied: Durch die starke Durchblutung des Gebärmutterhalses, kann es eben zu besagtem stärkeren Ausfluss in der Frühschwangerschaft kommen. Und für alle Ladys die noch nicht mit Gewissheit sagen können, ob sie schwanger sind: ja, der Scheidenausfluss kann ein Hinweis auf eine Schwangerschaft sein – muss es aber nicht …

Ist gelber Ausfluss in der Schwangerschaft normal?

Was aber tun, wenn sich der wässrige Scheidenausfluss in einen gelben Ausfluss verändert? Sollte sich dein Ausfluss stark im Geruch und Konsistenz unterschieden, kann das auf eine Pilzinfektion hindeuten. Gerade die hormonelle Veränderung in der Schwangerschaft kann dazu führen, dass du dir eine Infektion einfängst. Sollte das der Fall sein, ist eine Behandlung beim Frauenarzt zu empfehlen. Denn der Scheidenpilz kann sich unter der Geburt auf das Baby übertragen.

Grundsätzlich gilt, wenn sich während der Schwangerschaft dein Scheidenausfluss gelblich, bräunlich oder sonst wie ungewöhnlich verändert: Ab zum Doc! Denn bakterielle Infektionen können sich ungünstig auf die weitere Schwangerschaft auswirken, das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt kann sich um einiges erhöhen. Wichtig ist, dass er nicht müffelt, du keine Schmerzen hast und beim Pipi-machen nichts brennt.

Abgesehen davon ist vermehrter Ausfluss in der Schwangerschaft vielleicht nervig, aber völlig normal. Wichtig ist, dass er nicht müffelt oder Schmerzen verursacht. Außerdem solltest du besonders jetzt auf Bio-Slipeinlagen und Bio-Binden setzen. The Good News: Die gibt es bei uns im Abo direkt nach Hause geliefert. Denn wir wissen, dass du in deiner Schwangerschaft bestimmt besseres zu tun hast als alle fünf Minuten Nachschub zu kaufen 😉.

Zervixschleim

Veröffentlicht von cyclotest 22.08.2019 Kategorie(n): Mein Zyklusgeschehen, Wissenswertes

Was ist der Zervixschleim?

Der Zervixschleim ist ein Sekret im weiblichen Körper. Er ist bei jeder Frau unterschiedlich ausgeprägt und kann sich durch Alter, Lebensweise und Ernährung verändern. Allerdings durchläuft der Zervixschleim im Zyklusverlauf bestimmte Konsistenzumschwünge, die bei allen Frauen gleich sind. Und genau diese Veränderungen geben Rückschlüsse auf die Zyklusphase, die Fruchtbarkeit und auf den Eisprung.

Du hast sicher schon den Ausfluss an bestimmten Tagen im Zyklus bemerkt. Dabei handelt es sich um den Zervixschleim. Während des Zyklus verändert sich dieser Schleim. Die Beobachtung und Beurteilung des Zervixschleims macht es möglich, die eigene Fruchtbarkeit genau zu bestimmen.

Wie entsteht Zervixschleim?

Unter Zervixschleim versteht man den „Ausfluss“ am Scheideneingang. Der Zervixschleim entsteht durch Drüsen im Gebärmutterhals (Zervix) und besteht zum größten Teil aus Wasser. Unter anderem enthält das Sekret Muzine (Schleimstoffe) und Aminosäuren sowie Salze, Enzyme und Zucker.

Der Zervixschleim hat die Funktion, die Spermien weiterzuleiten und ihnen die Richtung zur Eizelle zu weisen. Außerdem hat er die Funktion, das Eindringen von Keimen in die Scheide zu verhindern. Dieses Sekret ist eines der sicheren Eisprung-Symptome, welches sich im Laufe eines Zyklus verändert und so Aufschluss über den Fruchtbarkeitsstatus geben kann.

Während der unfruchtbaren Zeit blockiert der dickflüssige Schleim das Weiterwandern der Spermien, während er im Fruchtbarkeitsfenster flüssiger wird, die Reise der Spermien zur Gebärmutter begünstigt und die Lebensdauer der Spermien verlängert. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft.1

Zervixschleim im Laufe des Zyklus

Der Gebärmutterhalsschleim verändert sich in Aussehen und Konsistenz aufgrund der hormonellen Einflüsse im Laufe des Menstruationszyklus. Die Beschaffenheit und Menge unterliegen dem Einfluss von Östrogenen und Progesteron. Die Veränderung des Zervikalschleims gibt Dir präzise Hinweise, in welcher Zyklusphase Du Dich gerade befindest und ob Du fruchtbar bist.

Der Zervixschleim im Zyklus:

  • Nach der Periode: eher trocken, kein Schleim bis cremig/klebrig
  • Vor dem Eisprung: flüssig, durchsichtig, spinnbar
  • Nach dem Eisprung: cremig und klebrig

Zervixschleim nach der Periode

Am Zyklusbeginn nach der Periode haben die meisten Frauen keinen oder kaum Ausfluss. Bei manchen fühlt sich der Scheideneingang in der Zeit nach der Menstruation sogar trocken und eher unangenehm an. Einige Tage später stellt sich oftmals ein feuchtes Gefühl ein; bei einigen ist der Zervixschleim bereits sichtbar und sie spüren ihn. Die Konsistenz des in dieser Zeit meist gelblichen oder weißlichen Schleimpfropfens ist cremig und dicklich, oft sogar klumpig, zähflüssig und klebrig.2

Cremiger, zähflüssiger Zervixschleim nach der Periode

Die Abbildung zeigt cremigen, klebrigen, oft weißen Zervixschleim, der die Spermien auf dem Weg durch die Scheide zur Eizelle behindert. Manche beschreiben ihn als quark- oder joghurtähnlich oder milchig.

Zervixschleim vor dem Eisprung

Um eine Befruchtung zu ermöglichen, verflüssigt sich der Schleimpfropf zu Beginn der fruchtbaren Tage. Der Zervixschleim vor dem Eisprungtag wird immer glasiger, transparenter und dünnflüssiger. Diese Veränderung wird durch die vermehrte Bildung von Östrogen durch die Drüsen des Gebärmutterhalses verursacht – der Östrogenspiegel steigt. Der Scheideneingang fühlt sich jetzt nass, glitschig und feucht an, der Schleim ist dehnbar, zieht Fäden und ähnelt rohem Eiweiß.

Der Zervixschleim hat kurz vor dem Eisprungtermin und währenddessen die günstigste Beschaffenheit; Spermien werden in dieser Zeit besonders einfach und schnell zur Gebärmutter befördert. Die Chancen auf eine Befruchtung der Eizelle und damit einer Schwangerschaft sind am höchsten. Möchtest Du bald schwanger sein, solltest Du dieses Eisprungzeichen kennen und an diesen Tagen Sex haben.2

Spinnbarer, glasiger Zervixschleim vor dem Eisprung

In der Abbildung kannst Du das eiweißartige Zervixsekret erkennen. Meist lässt es sich bis zu 5 Zentimeter in die Länge ziehen, ohne zu reißen. Wegen seiner Dehnbarkeit spricht man auch von „Spinnbarkeit“ und von einem „spinnbaren“ Zervikalschleim. Um den Eisprungzeitpunkt wird das Sekret wässriger und dünnflüssiger und Du fühlst Dich feucht. Unter dem Mikroskop findet sich als Ausdruck kristallisierenden Salzes das sogenannte Farnkrautphänomen.

Hinweis für alle cyclotest mySense- oder myWay-Anwenderinnen oder -Interessentinnen:

Der cyclotest Algorithmus bestätigt das Ende der Fruchtbarkeit erst, wenn Temperaturverlauf und Zervixschleimeingaben zusammenpassen. Der Zervixschleimhöhepunkt muss eingetragen sein – sowohl bei cyclotest mySense als auch bei cyclotest myWay lässt sich das ganz einfach machen.

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Zervixschleim nach dem Eisprungtag

Die Qualität des Zervixschleims nach dem Eisprungzeitpunkt verschlechtert sich wieder, d. h., er wird wieder undurchsichtig, zäh und ist nicht mehr spinnbar; außerdem ist er wieder gelblich oder weißlich. Manchmal verschwindet er sogar komplett. Vor der nächsten Periode finden normalerweise keine Veränderungen des Zervixschleims mehr statt.2

Klumpiger, klebriger Zervixschleim nach dem Eisprung

Die Abbildung zeigt weißlichen, klumpigen Zervixschleim. Für Spermien ist es extrem schwierig, diese Barriere zu durchdringen. Er wird oftmals mit Klebstoff verglichen.

Zervixschleim beobachten und auswerten

Mit der Beobachtung und Beurteilung des Zervixschleims ermittelst Du die fertilen Tage im Zyklus. Diese Methode ist auch als Billings-Methode bekannt.

Wie beobachte ich meinen Zervixschleim?

Zervixschleim beobachten:

  • Mehrmals täglich prüfen und abends die beste Schleimqualität des Tages notieren
  • Den Schleim vor dem Urinieren mittels Toilettenpapiers oder sauberen Finger anschauen
  • Verwende zum Eintragen die Abkürzungen der Zervixschleim-Kategorien (Wenn Du Dir unsicher bist: cyclotest mySense gibt Dir in den Infotexten der App Hilfestellungen dazu)

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Den Zervixschleim beobachtest Du am besten mindestens einmal täglich. Am Abend notierst Du in der App, was Du empfunden, gefühlt und gesehen hast.

Der Zervixschleim kann empfunden, gefühlt und gesehen werden. Alle drei Arten der Beobachtung sind wichtig bei der Dokumentation des Zervixschleims.

Untersuche den Zervixschleim hinsichtlich:

  1. Gefühl: Fühlt sich die Scheide eher trocken oder feucht, vielleicht sogar glitschig an?
  2. Optik: Dann schau Dir den Zervixschleim an: Ist der Schleim eher weißlich, gelblich, cremig, klumpig oder eher glasig, durchsichtig und dehnbar?
  3. Beschaffenheit: Ziehe dann das Sekret auseinander. Entsteht ein langer Faden oder reißt er nach wenigen Millimetern ab?

Das Aussehen und die Konsistenz des Zervikalschleims kannst Du prüfen, indem Du vor dem Toilettengang das Toilettenpapier mit dem Schleim zusammenfaltest und beim Auseinanderfalten nachsiehst, ob dieser spinnbar ist. Du kannst natürlich auch mit dem Finger die Beschaffenheit an der Scheide prüfen und mit dem Zeigefinger und Daumen die Schleimeigenschaften prüfen.2

Zervixschleim-Kategorien

Der Zervixschleim wird in verschiedene Kategorien eingeteilt. Gemäß den Methoden der Natürlichen Familienplanung gibt es dafür bestimmte Abkürzungen, die das Deuten des Zervixschleims vereinfachen.

Übrigens: Unsere Erfahrungen zeigen, dass Frauen, die sich vorher noch nie mit dem Zervixschleim auseinandergesetzt haben, sehr schnell mit den Abkürzungen zurecht kommen.

Hier findest Du eine Auflistung der Kategorien mit den entsprechenden Abkürzungen:

Abkürzung Empfinden/Fühlen Aussehen
Ø nichts gesehen, nichts gefühlt, keine Feuchtigkeit, kein Empfinden am Scheideneingang und nichts gesehen, kein Schleim am Eingang der Scheide
t trockenes Gefühl und kein Schleim fühlbar, eventuell juckendes unangenehmes Gefühl und kein Schleim am Scheideneingang sichtbar
f feuchtes Empfinden aber kein Schleim sichtbar
S feuchtes Gefühl oder nichts gefühlt und Schleim ist dicklich, weißlich, gelblich, klumpig, cremig, zähflüssig, zäh-elastisch, nicht ziehbar
S+ nasses Empfinden, glitschiger Eingang der Vagina, weich, glatt und/
oder
Schleim ist glasig, durchsichtig, spinnbar, wie rohes Eiweiß, eventuell auch rötlich, dehnbar, fadenziehend, flüssig oder rinnt weg wie Wasser
S+H Der letzte Tag, an dem die beste Zervixschleimqualität der Kategorie S+ festgestellt werden kann, bevor die Qualität sich verschlechtert. Er kann daher erst im Nachhinein erfasst werden. Dieser Tag ist der Zervixschleimhöhepunkt.

Welche Zervixschleimqualität verwenden?

Der Zervixschleim kann sich im Laufe eines Tages verändern. Wichtig ist, dass Du Dein Ergebnis für den Tag erst abends überträgst und die für diesen Tag beste Qualität wählst.

Die Dokumentation des Zervixschleims erfordert Übung und ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Achte einfach immer darauf, dass Du konsequent das überträgst, was Du beobachtest, auch wenn der Verlauf im vorherigen Menstruationszyklus anders war.

Wie werte ich den Zervixschleim aus?

Um den Zervixschleim auszuwerten, suchst Du den Tag mit Deiner ganz individuellen besten Schleimqualität, auf den 3 Tage mit schlechterer Eigenschaft folgen. Dieser Höhepunkt wird immer im Nachhinein festgestellt, da dieser den letzten Tag der besten Zervixschleimqualität darstellt.

Die Zervixschleimbeobachtung und -analyse ist wichtig, wenn Du NFP ausüben möchtest. Diese Methode ermöglicht es Dir, Deinen Fertilitätsstatus im Menstruationszyklus zu bestimmen. Damit kannst Du klar feststellen, ob ein Schwangerschaftsrisiko besteht oder nicht.

Was ist der Zervixschleimhöhepunkt?

Wenn Du an 3 Tagen in Folge die allerbeste Zervixschleimqualität „S+“ beobachtet hast und am 4. Tag eine Verminderung der Qualität feststellst, so ist der 3. Tag als Schleimhöhepunkt „S+H“ zu markieren.

Die folgende Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen den Zervixschleimqualitäten, dem Eisprung und Deiner Fruchtbarkeit. Im Beispiel wurde an Tag 15 die beste Zervixschleimqualität beobachtet. Dies war der dritte Tag mit der Schleimkategorie „S+“.

Zervixschleim-Auswertung: „S+H“ plus 3 Tage

Zervixschleim und Eisprung

Weil es bei jeder Frau Veränderungen im Laufe eines Monatszyklus gibt, kann man über den Zervixschleim feststellen, wann der Eisprung stattfindet. Unter dem Einfluss der Östrogene kommt es zur Veränderung des Zervixschleims. Die gute Konsistenz ermöglicht, dass die Spermien zur Eizelle wandern können. Man kann davon ausgehen, dass der Eisprungzeitpunkt zwischen 2 Tage vor und 2 Tage nach dem Zervixschleimhöhepunkt liegt.

In einer Studie von Dr. R. Ecochard war der festgestellte Schleimhöhepunkt sogar +/- 1 Tag zum Eisprung.5

Zusammenhang zwischen Zervixschleim und Eisprung | Grafik: Eigene Darstellung nach Ecochard et al. 2001 (5)

Die Grafik verdeutlicht, dass der Zervixschleim ein sicheres Eisprungzeichen ist. Im Gegensatz dazu steht der Mittelschmerz, dem vielen Frauen vertrauen. Allerdings haben Studien ergeben, dass der gefühlte Schmerz zeitlich meist vom tatsächlichen Eisprungtag abweicht.

Zervixschleim: Wann fruchtbar?

Die unfruchtbare Phase beginnt am 4. Tag nach dem Höhepunkt des Schleimsymptoms. Ein Schleimhöhepunkt gilt allerdings nur als ausgewertet, wenn drei Tage in Folge eine schlechtere Beschaffenheit des Schleims beobachtet werden kann. In der Beispielgrafik kannst Du erkennen, dass nach „S+H“ drei schlechtere Qualitäten beobachtet wurden: „S“, „f“ sowie „Ø“. Ab dem 19. Zyklustag gilt man in diesem Beispiel als unfruchtbar.

Der Beginn der fruchtbaren Zeit ist schwieriger zu definieren. Während das Ende vom deutlichen Umschwung der Zervixschleimqualität gekennzeichnet ist, fehlen am Beginn der fruchtbaren Phase diese deutlichen Kennzeichen. Die Veränderungen des Schleimsymptoms sind zu Beginn fließender. Als Empfängnisschutz nach NFP-Standard ist die Billings-Methode nicht sicher genug.

Das alleinige Beobachten und Deuten des Zervixschleims ist nicht zur Verhütung geeignet.

Um wirklich festzustellen, ob und wann ein Eisprung erfolgt ist, muss zusätzlich noch die Basaltemperatur gemessen und ausgewertet werden. Daher empfiehlt sich die Kombination aus Zervixschleimmethode und Temperaturmethode.

Zervixschleimauswertung mit cyclotest mySense

cyclotest mySense hilft Dir zu verstehen, was in Deinem Körper wann passiert und was das für Deine Verhütung oder den Kinderwunsch bedeutet. Gib dazu die beobachtete Zervixschleimkonsistenz in die App ein. Sobald Du den Tag mit dem besten Schleim festgestellt hast, trage diesen Höhepunkt („S+H“) ein. Folgen darauf 3 schlechtere Qualitäten, solltest Du am 4. Tag nach dem Höhepunkt unfruchtbar sein, falls dies ebenfalls durch eine konstante Temperaturhochlage bestätigt ist.

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Tipps rund um den Zervixschleim

Wir wollen Dir einige Tipps und Tricks an die Hand geben, damit Du bald Profi bei der Zervixschleimbeobachtung und dessen Auswertung bist. Auch haben wir die Ärztin für Frauenheilkunde, Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhard, für Dich nach ihrem Expertenwissen befragt.

Zervixschleim richtig beobachten

Mit etwas Erfahrung und Übung kann jede Frau die Veränderungen des Zervixschleims selbst erkennen. Das solltest Du zur Beobachtung wissen:

Wie oft und wann muss der Zervixschleim beobachtet werden?

Es empfiehlt sich, vor allem am Anfang, den Zervixschleim des Gebärmutterhalses täglich zu beobachten. Auch während des Tages kann sich die Konsistenz ändern. Nimm für die Analyse die beste Qualität des Tages. Kontrolliere idealerweise vor dem Wasserlassen die Schleimkonsistenz, da ansonsten der Schleim verloren gehen kann.

Die festgestellte Zervixschleimkonsistenz an der Vagina kannst Du in die cyclotest mySense-App eintragen. Bestätigst Du, dass die Zervixschleimqualität mit in die Fruchtbarkeitsanalyse einbezogen werden soll, so wertet diese Deinen Zyklus symptothermal aus, wenn Du gleichzeitig die Basaltemperatur erfasst. Dadurch kann Deine Fertilitätszeitspanne noch genauer bestimmt werden.

Zervixschleim beobachten und dokumentieren mit cyclotest mySense.

Auch der Zykluscomputer cyclotest myWay ermöglicht es Dir, zusätzlich die festgestellte Schleimqualität einzugeben. Die App oder der Minicomputer erleichtern dabei das Handling, so dass Du die unterschiedliche Beschaffenheit nicht in ein Zyklusblatt übertragen musst. Außerdem übernehmen diese schnell und sicher die Auswertung.

Wie sicher ist die Zervixschleim-Beobachtung?

Viele fragen sich, ob sie das Sekret richtig identifizieren können und ob es mit physiologischen Messwerten übereinstimmt. Wir haben die Frauenärztin Prof. Dr. Ingrid Gerhard gefragt, ob es ihrer Erfahrung nach den meisten leichtfällt, die Schleimbeobachtung durchzuführen.

Die Expertin für Frauenheilkunde, Prof. Dr. Ingrid Gerhard, antwortet:

Prof. Dr. Ingrid Gerhard

Bei normalem Zyklus ist es in der Regel leicht, den Schleim zu beobachten. Allerdings braucht jede Frau eine Weile, um genau herauszufinden, wann und wie lange dieser bei ihr die typische Qualität hat. Das gleichzeitige Messen der Aufwachtemperatur ist wichtig, ebenso das sorgfältige Eintragen der Schleimqualität.

Der Frage der Validität der Selbstbeobachtung wurde in einer Reihe von internationalen Studien nachgegangen. Bei einer deutschen Studie lag der Qualitätshöhepunkt des Schleimsymptoms bei 82 % der Zyklen am Tag des ärztlich festgestellten Eisprungtags oder einen Tag davor oder danach.4

In einer weiteren Untersuchung stimmte der beobachtete Schleimhöhepunkt bei 3 von 4 Zyklen mit dem tatsächlichen Ovulationstag bzw. einem Tag davor oder danach überein.5 Auch die WHO hat bereits eine Studie dazu durchgeführt. Darin lag der festgestellte Qualitätshöhepunkt des Sekrets durchschnittlich 0,3 Tage nach dem tatsächlichen LH-Höhepunkt.6 Die Ergebnisse der zahlreichen Studien sprechen für die Aussagekraft der Selbstbeobachtung.

Die Zervixschleimbeobachtung als alleinige Verhütung ist allerdings zu unsicher und sollte daher nur im Rahmen der Natürlichen Familienplanung in Kombination mit der Temperaturmethode angewandt werden. Wünschst Du Dir ein Baby, dann kann der Zervixschleim als alleiniges Eisprunganzeichen natürlich trotzdem hilfreich sein und Dir sagen, wann der ideale Zeitpunkt für ungeschützten Geschlechtsverkehr ist.

Die Anwendung zusammen mit der Basaltemperaturmethode nennt man symptothermale Methode, welche als sicherste natürliche Verhütungsmethode gilt. Die Dokumentation des Schleims am Muttermund in Verbindung mit der Temperatur kann dabei die Sicherheit erhöhen.2

Was gilt nicht als Zervixschleim?

Vom Zervixsekret zu unterscheiden ist einerseits der Erregungsschleim des Körpers. Dieser ist ebenso klar und zieht Fäden. Wenn Du erregt bist, kannst Du Deinen Schleim nicht richtig auswerten. Wenn Du unsicher bist, ob es sich um Erregungsschleim handelt, kannst Du ihn in Wasser auflösen. Erregungsschleim löst sich im Gegensatz zum Gebärmutterhalsschleim auf.

Andererseits muss ein krankhafter Ausfluss unterschieden werden. Meist wird dieser von einem strengen Geruch, Juckreiz oder Brennen begleitet. Eine Infektion mit Bakterien stellt die häufigste Ursache für krankhaften Ausfluss dar.

Zervixschleim bei Pille & Co.

Frauen, die hormonell verhüten (beispielsweise mit der Pille), haben oftmals keinen Ausfluss und stellen im Zyklusverlauf auch keine Veränderung im Körper fest. Das hängt damit zusammen, dass die Produktion des Schleims am Gebärmutterhals vom natürlichen Hormonhaushalt abhängt.2

Falls Du noch ein hormonelles Verhütungsmittel verwendest, musst Du zunächst die Pille absetzen. Erst dann kannst Du mit der Zervixschleimauswertung beginnen.

Zervixschleim richtig auswerten

Mit etwas Erfahrung und Übung kann jede Frau aus den Veränderungen des Zervixschleims schließen, in welcher Zyklushälfte sie ist. Was gibt es dazu wissen?

Kann ich meine Zervixschleimqualität verbessern?

Du solltest wissen, dass es möglich ist, die Qualität Deines Zervixschleims zu verbessern. Wichtig ist, dass Du viel trinkst, denn so wird der Schleim durchlässiger und flüssiger. Ideal sind Wasser oder Kräutertees.

Auch die Ernährung spielt dabei eine Rolle: Nahrungsmittel, die B-Vitamine enthalten, können die Konsistenz des Gebärmutterhalsschleims ebenfalls optimieren. Beispiele für ideale B-Vitamin-Lieferanten sind Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Rosenkohl, Endivien, Hefe, Tomaten oder Orangen.7 Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass schleimlösende Hustenmittel dieselbe Wirkung haben, weshalb sie oftmals bei einer Sterilitätsbehandlung eingesetzt werden.1

Wir haben die Frauenärztin Prof. Dr. Gerhard auch gefragt, ob es Möglichkeiten gibt, die Qualität des Schleims beispielsweise durch Ernährung zu verbessern.

Die Expertin für Frauenheilkunde, Prof. Dr. Ingrid Gerhard, antwortet:

Je besser die Eireifung ist, das heißt je mehr Östrogen vom Follikel im Eierstock produziert wird, desto leichter ist die Schleimqualität zu beurteilen. Je mehr Östrogen, um so klarer und ziehbarer wird der Schleim. Je gesünder und ausgewogener (mit vielen natürlichen Nährstoffen) Sie sich ernähren, um so besser wird der Zyklus und damit die Eireifung funktionieren.

Denn die Hormonproduktion ist von einem ausreichenden Angebot an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen abhängig. Sowohl Über- als auch Untergewicht sind kontraproduktiv. Das heißt: genießen Sie viel Bio-Pflanzenkost, Obst, Vollkorngetreide, aber schränken Sie den Konsum von Fleisch- und Wurstwaren sowie Milchprodukten ein. Die in Fleisch und Milchprodukten enthaltenen Hormone bringen u. U. auch Ihre Hormone durcheinander.

Stimmt die Schleimqualität-Kategorie?

Bei jeder Frau verläuft die Veränderung des Schleims individuell. Manche spüren und sehen nur zum Zeitpunkt des Eisprungs etwas, andere durchlaufen verschiedene Phasen von trocken zu feucht und von klumpig zu durchsichtig und spinnbar. Eine Verminderung der Qualität des Schleims nach dem Eisprung kann jedoch in der Regel immer festgestellt werden.2

Es kann (selten) vorkommen, dass die Einteilung in „S“ und „S+“ zu grob ist, d. h., dass man innerhalb einer Kategorie zwar eine geringe Qualitätsverminderung wahrnimmt, aber nicht genug, um in die nächstschlechtere Kategorie zu rutschen. Diese geringe Qualitätsverschlechterung stellt dann den Umschwung von der höchsten Zervixschleimqualität zu einer niedrigeren dar. Der letzte Tag der besten Kategorie darf dann als Zervixschleimhöhepunkt markiert werden. Diese Sonderregel darf aber nur angewendet werden, wenn man dies über mehrere Zyklen hinweg feststellt.2

Menge: Zu wenig oder zu viel Zervixschleim

Findest Du im gesamten Zyklus eher wenig Sekret und fühlst Dich eher „trocken“, dann schaue, ob Du um den Eisprung herum eine Veränderung wahrnimmst. Du brauchst nur einmal im Zyklus eine gute Zervixschleimqualität. Alternativ zur Abnahme am Eingang der Vagina kannst Du den Zervixschleim direkt am Gebärmutterhals abnehmen. Führe dazu einen Finger ca. 8-10 cm tief in die Scheide ein. Untersuche diesen dann auf Deinem Finger oder zwischen Zeigefinger und Daumen.

Findest Du eher zu viel Schleim oder erkennst Du wenig Unterschiede im Bereich „S“ und „S+“, so hilft die sogenannte Binnendifferenzierung. Vergleiche dazu alle guten Schleimkategorien und markiere die „besten“ Tage mit „S+“. Ein Verdacht auf krankheitsbedingten Ausfluss besteht dann, wenn über mehrere Zyklen hinweg unmittelbar nach der Menstruation und auch nach dem Eisprung die Schleimbeobachtung ständig „feucht“ oder irgendeine gleichbleibende Konsistenz ergibt.

Wenn Du Schwierigkeiten hast, den Zervixschleim festzustellen und/oder auszuwerten, empfiehlt es sich, den Muttermund zu untersuchen. Auch die Beschaffenheit des Muttermunds kann nach bestimmten Regeln den Fruchtbarkeitsstatus bestimmen.

Zervixschleim und Schwangerschaft

Für Paare, die schwanger werden möchten, sind die Kategorien „t“ und „ø“ unbedeutend. Leicht fruchtbarer Schleim besteht bei der Schleimkategorie „f“. „S“ und „S+“ sind besonders gute Schleimeigenschaften und gelten als für eine Befruchtung optimal. Der Zervixschleimhöhepunkt („S+H“) ist natürlich der ideale Tag. Es empfiehlt sich, genau an diesen Tagen Geschlechtsverkehr zu haben, wenn Du Deinen Kinderwunsch erfüllen möchtest.

Ist eine Schwangerschaft eingetreten, so können die hormonellen Veränderungen dazu führen, dass sich der Zervixschleim nach einer Befruchtung verändert. Eine vermehrte Schleimbildung, oftmals gekennzeichnet durch eine milchige bis flüssige Konsistenz, kann ein Schwangerschaftsanzeichen sein.

Der stärkere Zervixschleim in der Frühschwangerschaft wird durch die erhöhte Östrogenproduktion und den dadurch hohen Östrogenspiegel ausgelöst. Der Zervixschleim ist meist in der gesamten Schwangerschaft vermehrt und dabei dickflüssig sowie gelblich. Während der Schwangerschaft bildet sich aus ihm der sogenannte Pfropf, der die Gebärmutter vor Infektionen und Bakterien schützt.

Doch nicht immer kommt es zu einer Veränderung des Zervikalschleims in der Schwangerschaft. Viele Frauen können weder ein vermehrtes noch vermindertes Sekret erkennen. Es ist also nicht möglich, durch Zervixschleimbeobachtung zuverlässig festzustellen, ob Du schwanger bist.

Vor der Geburt – das können Wochen oder auch Tage sein – werden oftmals größere Mengen Schleim produziert, da sich der Muttermund weitet. Der Zervixschleim kurz vor der Geburt kann durch geplatzte Blutgefäße von rötlicher Farbe sein.3

Bedeutung der Zervixschleimmethode

In den 1950er Jahren wurde das Schleimsymptom zum ersten Mal von dem Neurologen John Billings und dem Arzt Josef Rötzer, die unabhängig voneinander arbeiteten, in einem individuellen Regelwerk zur Familienplanung verwertbar gemacht. Die von Billings entwickelte Methodenanleitung wird auch „Ovulation Method“ genannt, bei der die Basaltemperatur ebenfalls mitberücksichtigt wurde.

Später beschäftigte er sich mit der reinen Schleimmethodik, die auch als Billingsmethode bekannt ist. Der Zervixschleim ist neben der Aufwachtemperatur das wichtigste Anzeichen für die Phase der Fruchtbarkeit, denn er tritt im Gegensatz zu anderen Eisprunganzeichen regelmäßig auf und kann objektiv beurteilt werden.1

Vorteile der Zervixschleimbeobachtung

Durch das tägliche Prüfen der Zervixschleimkonsistenz können auch Rückschlüsse zum Beginn der Fruchtbarkeit vor dem Eisprung getroffen werden – anders als bei anderen Fruchtbarkeitsindikatoren, wie z. B. der Bestimmung der LH-Konzentration, bei denen zwar der ungefähre Ovulationszeitpunkt zuverlässig ermittelt, das Fruchtbarkeitszeitfenster davor jedoch erst im Nachhinein erkannt wird.1

Die Schleimbeobachtung hat zudem Vorteile bei einem unregelmäßigen Zyklus. Hier rückt der Eisprung meist nach hinten. Die Beobachtung und Auswertung des Schleims am Zervix gibt Dir dann ein sicheres Anzeichen für den Beginn Deiner fruchtbaren Phase.

Hinzu kommt, dass bei der Zervixschleimmethode keinerlei Kosten entstehen. Im Vergleich dazu müssen bei der Hormonmessung regelmäßig Ovulationstests gekauft werden. Zudem schätzen viele Frauen das Auseinandersetzen mit dem eigenen Zyklus und sind positiv überrascht, wie viel man beim Beobachten der individuellen Signale und Symptome über die Vorgänge im Körper lernt.

Zervixschleim als Fruchtbarkeitsanzeichen

Das Zervixsekret ist ein sicherer Hinweis auf Deine Phase der Fruchtbarkeit. Diese beginnt mit der Verbesserung der Zervixschleimqualität. Im Zervixsekret wird die Samenflüssigkeit gut geschützt und bleibt befruchtungsfähig. 3 Tage nach dem festgestellten Zervixschleimhöhepunkt gilt eine Frau nach der Zervixschleimmethode als unfruchtbar. Durch das regelmäßige Beobachten der Zervixschleimkonsistenzen über einen Zeitraum von mehreren Monaten kannst Du lernen, die Veränderungen wahrzunehmen und damit Deine Zyklusphasen besser zu bestimmen.

Das Beobachten und Auswerten des Zervixsekrets kann Dir vor allem dabei helfen, Dir Deinen Kinderwunsch schneller zu erfüllen. Zur hormonfreien Verhütung empfiehlt sich die Kombination mit der Auswertung der Temperatur.

Was andere Frauen zu diesem Thema interessiert

Die unfruchtbare Phase beginnt am 4. Tag nach dem Höhepunkt des Schleimsymptoms. Der Beginn der fruchtbaren Zeit ist schwieriger zu definieren. Alle Informationen zum Fruchtbarkeitsstatus findest Du hier. cyclotest mySense hilft Dir zu verstehen, was in Deinem Körper wann passiert und was das für Deine Verhütung oder den Kinderwunsch bedeutet. Hier liest Du, wie die Auswertung funktioniert. Als Folge des steigenden Östrogenspiegels wird der Zervixschleim vor dem Eisprung immer glasiger, transparenter und dünnflüssiger. Wie sich der Zervixschleim vor dem Eisprung verändert, erfährst Du hier! Wenn Du an 3 Tagen in Folge die allerbeste Zervixschleimqualität S+ beobachtet hast und am 4. Tag eine Verminderung der Qualität feststellst, so ist der 3. Tag als Schleimhöhepunkt S+H zu markieren. Wie Du das erkennen kannst, erläutern wir Dir hier. Fragst Du Dich, welche Aussagekraft diese Form der Selbstbeobachtung hat? Das klären verschiedene internationale Studien. Deren Ergebnisse findest Du hier. Für Paare, die schwanger werden möchten, sind nur bestimmte Zervixschleim-Kategorien bedeutend. Welche das sind, das liest Du hier!
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