Ernährung zum schwanger werden

Inhalte

Checkliste: Planung einer Schwangerschaft

Sie wünschen sich ein Baby und denken ernsthaft über die Umsetzung Ihres Wunsches nach? Hier finden Sie eine einfache Checkliste, die Ihnen bei der Planung einer gesunden Schwangerschaft hilft.

  • Drucken

Ernährung: Darauf sollten Sie achten

  • Essen Sie gesund und abwechslungsreich.

    • Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und frischem Obst hilft Ihnen dabei, sich für den Familienstart in Form zu bringen.

  • Ergänzen Sie vorsorglich Ihre Nahrung mit speziellen Mikronährstoffkomplexen wie Elevit®.

    • Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Empfängnis sind kritisch für die Entwicklung des Babys. Bereits jetzt hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralien. Viele Frauen wissen in dieser Zeit jedoch noch gar nicht, dass sie schwanger sind. Starten Sie deshalb mit der Einnahme spezieller Schwangerschaftspräparate bereits einen Monat, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden.

  • Für die Männer: Achten Sie auf ausreichend Nährstoffe für eine gute Spermienqualität.

    • Auch Männer können durch ihre Ernährung zu einer erfolgreichen Empfängnis beitragen. Zink und Selen sind zum Beispiel wichtige Nährstoffe für eine normale Fruchtbarkeit und Spermienbildung. Wenn bei unausgewogener Ernährung der Bedarf nicht gedeckt ist, helfen speziell für die männliche Fruchtbarkeit zusammengestellte Mikronährstoffkomplexe.

Lebensführung: wichtige Punkte für eine erfolgreiche Schwangerschaft

  • Berücksichtigen Sie Ihr Alter für eine optimale Fruchtbarkeit.

    • Beachten Sie bei Ihrer Familienplanung, dass die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen mit zunehmendem Alter nachlässt. Wenn Sie eine Wahl haben, kalkulieren Sie diesen Umstand daher für den Zeitpunkt Ihrer Schwangerschaftsplanung mit ein.

  • Reduzieren Sie Stress.

    • Stress kann Ihre Partnerschaft ebenso wie Ihre Fruchtbarkeit negativ beeinflussen. Achten Sie daher auf ausreichend Ruhepausen zur Entspannung. Probieren Sie bei Bedarf auch Yoga, Meditation oder autogenes Training aus, um tiefenwirksam abzuschalten.

  • Achten Sie auf ein gesundes Gewicht.

    • Die besten Chancen auf eine erfolgreiche Empfängnis haben Sie bei einem gesunden Körpergewicht beider Partner. Streben Sie daher einen Body Mass Index (BMI) zwischen 19 und 25 an. Bei Unter- oder Übergewicht sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Maßnahmen, mit denen Sie das ideale Gewicht für Ihre Schwangerschaftsplanung erreichen.

  • Bleiben Sie in Bewegung.

    • Eine gute Voraussetzung für das zukünftige Familienleben ist ein aktiver Lebenswandel mit regelmäßiger Bewegung. So kommen Sie in Form. Und bei gemeinsamen Übungen festigen Sie außerdem Ihre Beziehung.

  • Verzichten Sie auf Zigaretten und Alkohol.

    • Für die gesunde Entwicklung des Babys ist es am sichersten, wenn Frauen schon im Vorfeld einer möglichen Empfängnis auf Zigaretten verzichten und Alkohol meiden. Das Gleiche gilt für die Schwangerschaft und die Stillzeit. Auch Männer fördern durch den Verzicht auf Zigaretten und einen eingeschränkten Alkoholkonsum die Gesundheit ihrer Spermien und dadurch die des Babys.

  • Schränken Sie Ihren Koffeinkonsum ein.

    • Wenn Sie schwanger werden möchten, versuchen Sie Ihren Koffeinkonsum auf 200 mg pro Tag zu beschränken. Rechnen Sie in diese Menge auch das Koffein in Schokoladen, in Soft- oder Energydrinks und das Teein in Tee ein.

  • Bestimmen Sie Ihren Eisprung.

    • Der Zeitpunkt Ihres Eisprungs verrät Ihnen das beste Zeitfenster für eine Empfängnis. Bei der Bestimmung helfen Ihnen die verschiedenen Methoden der natürlichen Familienplanung oder spezielle Ovulationstests. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

  • Nutzen Sie die fruchtbaren Tage.

    • Nur zum Zeitpunkt des Eisprungs ist eine Empfängnis für etwa 12 bis 24 Stunden möglich. Da Spermien aber zugleich für mehrere Tage überleben können, beginnt die ideale Zeit für die Empfängnis vier Tage vor dem Eisprung und endet etwa zwei Tage danach. Paare, die regelmäßig jeden zweiten Tag Sex haben, nutzen die fruchtbaren Tage ganz automatisch.

Wichtige Fragen und Termine zur Schwangerschaftsplanung

  • Vereinbaren Sie einen Termin beim Frauenarzt.

    • Wenn Sie schwanger werden möchten, sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber. Er informiert und berät Sie über notwendige Untersuchungen, Medikamente, die Sie nehmen oder nicht nehmen sollten, Impfungen, die notwendig sind, das Absetzen oder Entfernen von Verhütungsmitteln und die Bestimmung der fruchtbaren Tage. Ebenso sollte ein Mann bei einem Arztbesuch erfragen, wie er die Schwangerschaftsplanung unterstützen kann.

  • Lassen Sie Ihre Zähne überprüfen.

    • Während einer Schwangerschaft sind viele medizinische Eingriffe nicht möglich oder deutlich schmerzhafter. Gehen Sie daher im Vorfeld Ihrer Schwangerschaftsplanung auch zum Zahnarzt und stellen Sie sicher, dass Ihr Zahnfleisch und Ihre Zähne in einem guten Zustand sind und keine größeren Behandlungen anstehen.

  • Prüfen Sie Ihre Versicherung.

    • Falls Sie für die Schwangerschaft und die Geburt besondere Versicherungsleistungen wie zum Beispiel Zusatzuntersuchungen oder Ein-Bett-Zimmer in Anspruch nehmen möchten, prüfen Sie, ob Ihre Police diese Leistungen abdeckt. Eventuelle Zusatzversicherungen sollten Sie rechtzeitig abschließen, da bei vielen Versicherungen Wartezeiten anfallen.

  • Klären Sie Ihre beruflichen Rechte und Möglichkeiten bei einer Schwangerschaft.

    • Überlegen Sie rechtzeitig, wie Sie die Betreuung Ihres Kindes und Ihren Beruf unter einen Hut bringen. Informieren Sie sich dazu über Ihre rechtlichen Ansprüche für eine berufliche Auszeit rund um die Familienplanung. Dazu zählen zum Beispiel Mutterschutz, Elternzeit und Erziehungsurlaub. Klären Sie auch, wie sich die rechtlichen Ansprüche mit Ihrer Arbeitsstelle vereinbaren lassen.

  • Planen Sie Ihre Finanzen.

    • Vor und nach der Geburt stehen Ihnen verschiedene finanzielle Leistungen zu. Informieren Sie sich rechtzeitig darüber, welche Anträge Sie wo einreichen müssen. Ansprechpartner sind hier Ihre Krankenkasse und die zuständige Familienkasse.

Unsere Liste der Top 10, die Ihnen hilft, schwanger zu werden

Möchten Sie eine Familie gründen oder planen Sie eine weitere Schwangerschaft? Holen Sie den Rat eines Experten ein, der Sie dabei unterstützt, schwanger zu werden und eine gesunde Schwangerschaft zu haben. Hier ist unsere Liste der Top 10, die Sie kennen sollten:

  • Es kann einige Zeit dauern, bis sich der Menstruationszyklus nach Absetzen der Verhütung wieder normalisiert.
  • Die zeitliche Abstimmung des Geschlechtsverkehrs auf den Eisprung unterstützt Sie dabei, schneller schwanger zu werden.
  • Jedes zweite Paar versucht, zum falschen Zeitpunkt schwanger zu werden.1
  • Clearblue Ovulationstests können Sie dabei unterstützen, die fruchtbarsten Tage Ihres Zyklus zu ermitteln.

1.
Verhüten Sie nicht mehr

Bei manchen Verhütungsmethoden, wie dem Kondom für den Mann oder dem Diaphragma (der Verhütungs-Kappe für die Frau), hat das Absetzen der Verhütungsmethode keinen Einfluss auf Ihre Menstruationszyklen und Ihre Fruchtbarkeit. Bei anderen Methoden dagegen, etwa bei der Antibabypille (Kombinationspille) und empfängnisverhütenden Spritzen, kann es einige Zeit dauern, bis sich der Menstruationszyklus nach Absetzen der Verhütung wieder normalisiert. Es spricht zwar nichts dagegen, es sofort zu versuchen, doch warten viele Frauen lieber ein paar Monate, bis sich der Zyklus normalisiert hat und der Körper für eine Schwangerschaft bereit ist.

Ich habe meine hormonelle Verhütung (z. B. die Antibabypille) vor Kurzem abgesetzt. Hat dies Auswirkungen auf die Ergebnisse meines Ovulationstests?

Nein, es hat keine Auswirkungen auf die Ergebnisse. Ihre Zyklen können jedoch unregelmäßig sein und es kann eine Weile dauern, bis sie sich stabilisiert haben. Sie können zwei natürliche Menstruationszyklen abwarten und deren Länge notieren, bevor Sie einen Clearblue Ovulationstest verwenden.

2.
Haben Sie Geschlechtsverkehr zum richtigen Zeitpunkt

Wussten Sie, dass jedes zweite Paar versucht, zum falschen Zeitpunkt schwanger zu werden?1 Eine Frau kann nur an ein paar Tagen ihres Zyklus schwanger werden; Sie können Ihre Chancen maximieren, schwanger zu werden, indem Sie Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs (wenn Ihr Körper eine Eizelle freisetzt) oder an den Tagen vor dem Eisprung haben.
Ihnen ist wahrscheinlich bekannt, dass der durchschnittliche Zyklus 28 Tage dauert und der Eisprung am 14. Tag des Zyklus stattfindet. Beide Angaben sind jedoch nur Durchschnittswerte von erhobenen Daten. Tatsächlich jedoch weichen die Zyklen der meisten Frauen von diesem „Durchschnitt“ ab. Durch die Nachverfolgung Ihrer Zyklen mit einem Ovulationstest können Sie die Länge Ihrer Zyklen und den Termin des Eisprungs identifizieren und haben so Gewissheit bezüglich des Eisprungs.

Antworten von unseren Experten

Professor William Ledger, Fruchtbarkeitsspezialist

Können bestimmte Stellungen beim Sex, zum Beispiel das Liegen auf dem Rücken mit erhobenen Beinen, die Chancen erhöhen, schwanger zu werden?

Professor William Ledger, Fruchtbarkeitsspezialist

Dies ist höchstwahrscheinlich ein Ammenmärchen. Viele Frauen stellen fest, dass der Samen nach dem Geschlechtsverkehr aus der Scheide herausläuft und legen sich daher nach dem Sex auf ein Kissen oder legen die Beine hoch. Bei diesem Ausfluss handelt es sich jedoch nur um die Samenflüssigkeit. Die beweglichen Spermien dringen sehr schnell in den Zervixschleim ein. Machen Sie sich daher keine Sorgen wegen des Rückflusses.

Kann 4 oder mehr fruchtbare Tage identifizieren

Clearblue Ovulationstest Fortschrittlich & Digital

Mehr

3.
Nehmen Sie Folsäure ein

Die Einnahme von Folsäure kann Neuralrohrdefekte des Babys verhindern, wie z. B. Spina bifida. So empfiehlt beispielsweise der Chief Medical Officer in Großbritannien Frauen, die schwanger werden möchten bzw. es bereits sind, Folsäuretabletten mit einer Stärke von 400 µm täglich einzunehmen. Idealerweise sollten sie drei Monate, bevor sie versuchen, schwanger zu werden, mit der Einnahme beginnen und diese bis Abschluss des 1. Trimesters der Schwangerschaft fortsetzen.2 Bei einer gesunden Ernährung nehmen Sie bereits Folsäure aus Lebensmitteln auf, wie z. B. angereicherten Frühstückszerealien, Bohnen, grünem Blattgemüse und Orangensaft. Dennoch ist es wichtig, zusätzlich Folsäure einzunehmen, da der Tagesbedarf nur schwer allein durch die Ernährung gedeckt werden kann.

Warum wird bei Kinderwunsch die Einnahme von Folsäure empfohlen?

Professor William Ledger, Fruchtbarkeitsspezialist

Es gibt gute Belege dafür, dass das Risiko von Neuralrohrdefekten des Babys (wie zum Beispiel Spina bifida) deutlich geringer ist, wenn zum Zeitpunkt der Empfängnis ausreichend Folsäure im Blut vorhanden ist. Nach Empfehlungen der Gesundheitsbehörden von Großbritannien, der USA und anderer Länder sollten gesunde Frauen täglich 0,4 oder 0,5 mg Folsäure zu sich nehmen (diese ist in vielen Vitaminpräparaten zur Schwangerschaftsvorbereitung enthalten). Bei Frauen mit Risikofaktoren für einen beeinträchtigten Folsäurestoffwechsel, wie zum Beispiel Frauen, die Antiepileptika einnehmen oder Frauen mit MTHFR-Genmutationen, wird die Einnahme von 5,0 mg pro Tag empfohlen. Wichtig ist, dass die Folsäure bereits vor der Befruchtung in der Eizelle vorhanden ist.

Wir wünschen uns ein Baby. Gibt es außer Folsäure noch andere hilfreiche Nahrungsergänzungsmittel für Frauen?

Professor William Ledger, Fruchtbarkeitsspezialist

Folsäure ist am wichtigsten. Es lohnt sich jedoch auch, Ihren Vitamin-D-Spiegel prüfen zu lassen und bei Vitamin-D-Mangel (der bei vielen Menschen vorliegt) ein entsprechendes Vitaminpräparat einzunehmen. Wenn Sie wenig rotes Fleisch essen, benötigen Sie möglicherweise ein Eisenpräparat, und bei veganer Ernährung sollten unter Umständen weitere Nahrungsergänzungsmittel in Betracht gezogen werden. Allerdings ist der Verkauf von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln an Frauen, die schwanger werden möchten, ein großes Geschäft, und es gibt nicht viele Belege dafür, dass gesunde junge Menschen, die sich ausgewogen ernähren, all diese Präparate benötigen.

4.
Ernähren Sie sich gesund

Um schon vor der Empfängnis die besten Voraussetzungen für Ihr Baby zu schaffen, empfehlen wir, regelmäßig zu essen, sich ausgewogen mit viel frischem Obst und Gemüse zu ernähren und auf Fast Food weitestgehend zu verzichten. Die Nahrung sollte Folgendes enthalten:

  • Kohlenhydrate: Vollkornbrot, -nudeln, -reis und -getreide sind besser als Weißbrot, Kuchen und Kekse.
  • Obst und Gemüse: Versuchen Sie, täglich fünf Portionen davon zu essen. Dabei gilt: Je farbintensiver ein Obst oder Gemüse ist, desto nährstoffreicher ist es.
  • Protein: Die benötigten Proteine liefern Fleisch, Fisch, Eier, Bohnen und andere Hülsenfrüchte.
  • Milch- und Milchprodukte: Der hohe Gehalt an Kalzium fördert die Knochenentwicklung.
  • Fett: Das aufgenommene Fett sollte möglichst aus pflanzlichen Quellen, z. B: Olivenöl, oder aus ölreichen Fischen, wie Lachs, Hering oder Makrele, stammen.

5.
Vermeiden Sie bestimmte Lebensmittel

  • Rohe Eier und rohes oder nicht vollständig gegartes Fleisch oder Meeresfrüchte
    Diese können Salmonellen oder andere Organismen enthalten, die zu Lebensmittelvergiftung führen können.
  • Nicht pasteurisierte Milchprodukte, Leber und Leberpastete
    Diese Lebensmittel können Listerien enthalten, die eine Fehl- oder Totgeburt verursachen können.
  • Leber/Leberprodukte
    Diese Lebensmittel haben einen hohen Gehalt an Vitamin A, der schädliche Auswirkungen auf die Entwicklung von Babys hat und daher vermieden werden sollte.
  • Vitaminpräparate, die nicht explizit für die Verwendung während der Schwangerschaft geeignet sind
    Vitamin- und andere Präparate dürfen nur verwendet werden, wenn auf der Verpackung angegeben ist, dass deren Verwendung während der Schwangerschaft unbedenklich ist. Manche Vitamine können in hohen Dosen sehr gefährliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Babys haben. Wie bereits erwähnt, ist die Einnahme von Folsäure wichtig. Daher sollten Sie ein reines Folsäurepräparat oder ein Kombinationspräparat verwenden, das in der Schwangerschaft eingenommen werden kann.
  • Seien Sie vorsichtig bezüglich der Einnahme von Arzneimitteln
    Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt, welche Arzneimittel Sie einnehmen und bevor Sie ein verordnetes Arzneimittel nicht mehr nehmen. Informieren Sie Ihren Apotheker darüber, dass Sie schwanger sind, wenn Sie ein rezeptfreies Medikament kaufen. Auch einfache Arzneimittel, wie abschwellende Nasensprays, können Inhaltsstoffe enthalten, die während einer Schwangerschaft nicht verwendet werden sollten.
  • Achten Sie auf die Gefahr von Toxoplasmose
    Der Genuss von ungewaschenem Gemüse und nicht vollständig gegartem Fleisch sowie der Kontakt mit Katzenkot können zu einer Toxoplasmose-Infektion führen, die wiederum eine Fehl- oder Totgeburt oder Schäden für das Baby verursachen kann. Daher sollten Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr immer waschen und nur vollständig durchgegartes Fleisch essen und bei der Gartenarbeit oder beim Säubern des Katzenklos Handschuhe tragen.

Sollte ich bei Kinderwunsch bestimmte Nahrungsmittel vermeiden?

Professor William Ledger, Fruchtbarkeitsspezialist

Die meisten Nahrungsmittel sind während der Schwangerschaft völlig unbedenklich. Es ist wichtig, während der Schwangerschaft eine ausgeglichene, gesunde Ernährungsweise zu befolgen, die aus angemessenen Mengen der verschiedenen Nahrungsmittelkategorien besteht. Zurzeit bestehen Bedenken bezüglich Infektionen mit Listerien, die durch nicht pasteurisierte und rohe Nahrungsmittel übertragen werden können. Dazu gehören nicht pasteurisierte Milch, Weichkäse, Fertigsalate (zum Beispiel aus Salatbuffets), nicht gewaschenes rohes Gemüse, Pasteten und Leberwurst, kaltes Hühnchen und verzehrfertig geschnittenes Obst sowie Obstsalate. Zur Vorbeugung gegen Listeriose sollten Sie diese Nahrungsmittel mit hohem Infektionsrisiko vermeiden und folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten: rohe Nahrungsmittel tierischen Ursprungs (wie zum Beispiel Rind-, Lamm-, Schweinefleisch oder Geflügel) ausreichend lange gar kochen, rohes Fleisch getrennt von Gemüse, gekochten und verzehrfertigen Nahrungsmitteln aufbewahren und zubereiten und rohes Gemüse und Obst vor dem Verzehr gründlich waschen.

6.
Bleiben Sie fit und halten Sie ein gesundes Gewicht

Eine Schwangerschaft bedeutet eine hohe Belastung für Ihren Körper. Wenn Sie schon vorher eine gewisse körperliche Fitness erreichen, ist dies vorteilhaft für die Schwangerschaft. Wenn Sie bereits vor der Schwangerschaft in guter körperlicher Verfassung sind, wird es Ihnen leichter fallen, während der Schwangerschaft aktiv zu bleiben. Körperliche Aktivität verbessert die Stimmung und erhöht Ihr Energieniveau. Außerdem verringert sie Stress, was im Hinblick auf eine mögliche Empfängnis vorteilhaft ist. Ein gesundes Körpergewicht kann eine Schwangerschaft begünstigen, daher sollten Sie versuchen, ein möglichst ideales Gewicht zu erreichen, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden. Ihr Arzt kann Ihnen Informationen bezüglich eines gesunden Körpergewichts zur Verfügung stellen.

7.
Stellen Sie den Konsum von Tabak, Freizeitdrogen und Alkohol ein

Alle diese Stoffe sollten Sie meiden, wenn Sie schwanger werden möchten oder schwanger sind.

Wenn Sie Tabak oder Freizeitdrogen konsumieren, können Sie durch ein Einstellen des Konsums Ihre Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft und ein gesundes Baby erhöhen.

Das Trinken von Alkohol während der Schwangerschaft kann Ihr Baby dauerhaft schädigen; je mehr Sie trinken, desto größer ist das Risiko. Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, ist es am sichersten, das Trinken von Alkohol vollständig einzustellen, um die Risiken für Ihr Baby so gering wie möglich zu halten. Parallel dazu ist es wichtig, dass auch Ihr Partner den Genuss dieser Stoffe einschränkt oder idealerweise ganz darauf verzichtet, wenn Sie versuchen, schwanger zu werden. Zigaretten, Freizeitdrogen und Alkohol haben nicht nur Nebenwirkungen auf Sie, sondern haben auch negative Auswirkungen auf die Qualität der Spermien.

8.
Lassen Sie sich gegen Röteln impfen

Röteln können erhebliche Auswirkungen auf ungeborene Babys haben. Deshalb sollten Sie Ihren Impfstatus überprüfen lassen, bevor Sie versuchen, ein Kind zu bekommen. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt bezüglich Ihres Impfstatus.3

9.
Optimieren Sie Ihre Scheidengesundheit – Verwenden Sie ein spermienfreundliches Gleitmittel

Vaginale Trockenheit ist stärker verbreitet als man zunächst annehmen könnte. Studien, die in 11 Ländern mit mehr als 6.500 Frauen durchgeführt wurden, haben ergeben, dass bis zu 18 % der Frauen zwischen 18 und 34 Jahren immer oder in der Regel unter vaginaler Trockenheit leiden.4 Da Versuche, schwanger zu werden, mit häufigem Geschlechtsverkehr verbunden sind, kann sich die vaginale Trockenheit noch verschlechtern. Einige der gebräuchlichsten Gleitmittel können negative Auswirkungen auf Spermien haben – stellen Sie daher sich, dass Sie ein spermienfreundliches Gleitmittel verwenden.
Wenn Sie an einem abnormalen Scheidenausfluss leiden, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen. Häufig auftretende Scheideninfektionen, wie z. B. bakterielle Vaginose oder Soor, können leicht behandelt werden und die Behandlung erleichtert es Ihnen, ein Kind zu bekommen.

10.
Beziehen Sie Ihren Partner ein – Hier einige Tipps, wie Ihr Partner für gesundes Sperma sorgen kann.

  • Bleiben Sie fit und gesund
    Ihr Partner sollte versuchen, so aktiv wie möglich zu sein, und den Konsum von Alkohol und Tabak reduzieren und sich gesund ernähren.
  • Verwenden Sie spermienfreundliches Gleitmittel
    Stellen Sie sicher, dass die von Ihnen verwendeten Gleitmittel nicht spermizid oder anderweitig schädlich für Spermien sind. Im Handel sind spermienfreundliche Gleitmittel mit einer speziellen Rezeptur erhältlich.
  • Die Hoden dürfen nicht überhitzen
    Ihr Partner sollte nicht zu eng sitzende Unterwäsche tragen und heiße Bäder vermeiden. Eine dauerhafte oder längere Erwärmung der Hoden kann die Qualität der Spermien beeinträchtigen.

Wir wünschen uns ein Baby. Gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die mein Partner einnehmen sollte?

Professor William Ledger, Fruchtbarkeitsspezialist

Dies ist nur der Fall, wenn Ihr Partner bestimmte gesundheitliche Probleme hat oder eine spezielle Ernährungsweise befolgt. Wenn Sie schon seit einer Weile versuchen, schwanger zu werden, können Sie gegebenenfalls Ihren Arzt bitten, die Spermienzahl Ihres Partners zu untersuchen. Wenn diese im Normalbereich liegt, müssen Sie sich über Ernährungsergänzungsmittel keine Gedanken machen. Hören Sie auf zu rauchen, trinken Sie wenig oder gar keinen Alkohol und nicht mehr als zwei- bis dreimal pro Woche, achten Sie auf ein normales Gewicht im Verhältnis zu Ihrer Körpergröße (ohne jedoch zu viel abzunehmen), und genießen Sie Ihr Liebesleben.

Sollte man bei Kinderwunsch häufiger Geschlechtsverkehr haben als sonst? Kann zu häufiger Geschlechtsverkehr die Qualität oder Quantität des Spermas beeinträchtigen?

Professor William Ledger, Fruchtbarkeitsspezialist

Spermien, die zu lange in den Hoden verbleiben, weisen vermehrt DNA-Schäden auf und sind weniger befruchtungsfähig. Bei Paaren, die häufig (täglich) Geschlechtsverkehr haben, kommt es pro Ejakulation zu einer geringeren Spermienzahl, wobei die Spermien allerdings befruchtungsfähiger sind. Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie in der Eisprungphase nach Möglichkeit mindestens jeden zweiten Tag Geschlechtsverkehr haben.

Ernährung bei Kinderwunsch: Auch der Mann beeinflusst das Kind

Sie spielt auch beim Mann eine große Rolle: die Ernährung beim Kinderwunsch. Denn das Essen hat ausschlaggebenden Einfluss auf die Spermienqualität und kann daher beeinflussen, wie sich das Kind später entwickelt. Das hat eine aktuelle Studie jetzt weiter untermalt.

Je besser, sprich gesünder, die Ernährung der Frau vor Zeugung und Geburt ist, desto gesünder kann das Baby sein. Je schlechter und arm an Vitaminen, desto höher ist jedoch das Risiko für Krankheiten auch im späteren Leben des Kindes. Dieser Zusammenhang ist bekannt. Mediziner nennen das „fetale Programmierung“. Eine besondere Rolle spielt dabei Folsäure. Das Vitamin wird Schwangeren routinemäßig verschrieben, um „Spina bifida“, den offenen Rücken, bei Babys zu vermeiden.

Ernährung bei Kinderwunsch: Männer mit Fast-Food-Vorliebe gefährden ihre zukünftigen Kinder

Auch die Ernährung des Mannes spielt eine wichtige Rolle, wie sich immer deutlicher abzeichnet. So kann fettreiche Kost, die der Mann vor Zeugung zu sich nimmt, nicht nur die Gedächtnisleistung beim Nachwuchs schmälern, sondern noch weitere negative Folgen für das Kind haben, wie jetzt Wissenschaftler der Universität Potsdam in einer Studie feststellten.

Das sind die Frühzeichen einer Schwangerschaft:

Frühzeichen für Schwangerschaft

Frühzeichen für Schwangerschaft

Beschreibung anzeigen

Sie untersuchten, welchen Einfluss fett-, zucker- und salzreiche Ernährung bei Kinderwunsch des Vaters während und vor der Spermienreifung ausübt. Besonders reich an diesen ungünstigen Nährstoffen ist Fast Food, bevorzugtes Essen vieler junger Männer. Die Ergebnisse der Studie zeigten deutlich, dass diese Ernährungsweise später beim Kind negative Folgen haben kann, und zwar:

  1. Das Risiko, besonders groß und schwer schon bei der Geburt zu sein, steigt.
  2. Der Glukosestoffwechsel ist gestört, was als Vorstufe von Diabetes gilt.
  3. Leber und Bauchspeicheldrüse sind schon bei der Geburt belastet.

Wie Frauen dagegen steuern können

Das überhöhte Angebot an Fett, Zucker und Salz scheint also bei Männern die Erbinformation der Spermien negativ zu beeinflussen. Für Männer mit Kinderwunsch, die sich gerne von Burger, Hot Dog, Currywurst und Pommes ernähren, dürfte dieses Studienergebnis unbequem sein. Denn Fast-Food-Fans geben damit bewiesenermaßen dem Baby nicht das Beste mit auf den Lebensweg. Allerdings hat die Untersuchung auch ergeben, dass Frauen, die vor und in der Schwangerschaft Folsäure einnehmen, den negativen Effekt der falschen Ernährung der Väter etwas abpuffern können. Außerdem sollte sie beim Kinderwunsch Stress vermeiden.

Männer können gar nicht früh genug von Fast Food auf gesunde Kost wechseln

Männer sollten sich jedoch trotzdem hochwertiger und gesünder ernähren, wenn sie ein Kind planen. Dabei reicht es nicht, mal ein paar Wochen viel Gemüse und Obst zu essen und auf einen geringen Fettanteil zu achten.

Die Reifung von Spermien dauert 72 Tage, also mindestens zweieinhalb Monate. Sicherheitshalber sollten Männer jedoch schon ein bis zwei Jahre vor der geplanten Zeugung ihre Ernährung umstellen. Genaue Zahlen dazu gibt es jedoch noch nicht. Sicher ist: Je länger der Mann schon vor der Zeugung auf gesunde Ernährung umsteigt, umso besser.

Als Empfehlung für Männer vor einer geplanten Vaterschaft gilt letztendlich für die Ernährung bei Kinderwunsch also das gleiche wie für Frauen: Täglich frische Vitamine, vor allem in Form von Gemüse zu sich nehmen, wenig Fleisch, mehr Fisch essen, auf Wurst, Gegrilltes, tierische Fette und selbstverständlich Alkohol sowie Rauchen weitgehend verzichten, damit das Kind möglichst gute Voraussetzungen für einen gesunden Start ins Leben bekommt.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Diabetologia.

Ist es dann soweit, tut der Frau aber auch die richtige Ernährung gut, um zum Beispiel Schwangerschaftsdiabetes zu verhindern.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen Weitere Artikel zum Thema Unerfüllter Kinderwunsch – Unfruchtbarkeit – wenn das Baby auf sich warten lässt Unfruchtbarkeit – wenn das Baby auf sich warten lässt Wann bin ich fruchtbar? – So funktioniert der Ovulationstest So funktioniert der Ovulationstest Besorgniserregend – Coronavirus: Todesfälle steigen drastisch Coronavirus: Todesfälle steigen drastisch Chronische Schmerzen – Fibromyalgie: 13 typische Symptome Fibromyalgie: 13 typische Symptome Lästig und ansteckend – Gerstenkorn – die sieben besten Hausmittel Gerstenkorn – die sieben besten Hausmittel

Spermienqualität verbessern

Veröffentlicht von cyclotest 08.05.2019 Kategorie(n): Mein Babywunsch, Wissenswertes

Fruchtbarkeit steigern – Spermienqualität verbessern?

Spermienqualität verbessern? Vor allem haben eine gesunde Ernährungsweise und die Vermeidung von bestimmten Lebensgewohnheiten einen großen Einfluss auf die Spermienqualität und damit die Fruchtbarkeit des Mannes.

Wenn ein Paar ein Kind bekommen möchte, hat nicht nur die Frau die Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu erhöhen. Eine verbesserte Spermienqualität kann eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle unterstützen. Willst Du daher wissen, wie man die Spermienqualität verbessern kann? Hast Du bzw. Dein Partner vielleicht ein schlechtes Spermiogramm vom Arzt erhalten? Dann aufgepasst: Wie sich die Spermaproduktion verbessern lässt und was man(n) besser vermeiden sollte, möchten wir in diesem Blogbeitrag aufzeigen.

Was kann man(n) für eine bessere Qualität der Spermien tun?

Gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion und häufiger Sex – zahlreiche Bücher und das Internet sind voll von Tipps, die die Spermienqualität verbessern sollen. Eine schlechte Güte der Spermien ist bei einem Babywunsch bedeutsam. Zahlreiche, gut bewegliche und normal geformte Spermien sind eine wichtige Voraussetzung dafür, ein Baby zu zeugen. Aber welche Möglichkeiten gibt es?

Interessiert an der Kurzfassung der Tipps? Dann schaue Dir unser Video dazu an!

Video: Spermienqualität und Fruchtbarkeit verbessern

Gesunde Ernährung zur Verbesserung der Spermienqualität

Was man(n) für verbesserte Spermien und eine gesteigerte Fruchtbarkeit tun kann, fragen sich viele Männer bzw. Paare. Eine gute Gesundheit durch eine Ernährung reich an Antioxidantien mit viel Vitamin C und E scheint die Spermienqualität zu verbessern. Gerade das Vitamin E gilt als das Fruchtbarkeitsvitamin schlechthin.1

Auch Vitamin D gilt als unterstützend für die Spermaqualität. Dies kann nur zu einem kleinen Teil über die Ernährung aufgenommen werden; zum größten Teil wird es mithilfe von natürlichem Sonnenlicht in der Haut gebildet. Hierin liegt die Ursache für einen weitverbreiteten Vitamin-D-Mangel. Denn in den Wintermonaten bekommt die Haut nicht genügend Sonnenlicht, um eine ausreichende Menge Vitamin D zu produzieren.2

Weiterhin können Zink, Folsäure, das Coenzym Q10 sowie Selen zu einer Verbesserung der Spermaqualität beitragen.3 Schließlich sind auch bestimmte Aminosäuren wie das L-Carnitin wichtig für die Fruchtbarkeit des Mannes.4

In einer Studie aus dem Jahr 2012 mit 80 Männern von 20 bis 80 Jahren wurde untersucht, ob Vitalstoffe und Mikronährstoffe die Qualität der Spermien und die Spermienbeweglichkeit verbessern können. Es wurde festgestellt, dass die Spermien der Männer, die Vitamin C, E, Zink und Folsäure eingenommen hatten, weniger DNA-Schäden aufwiesen. Diese sowie Selen können zu einer Verbesserung der Spermienqualität beitragen.5 Eine Studie am Royal Victoria Hospital in Belfast hat allerdings gezeigt, dass Sojaprodukte negative Auswirkungen auf die Qualität der Spermien haben können, da diese Substanzen eine östrogenartige Wirkung aufweisen.6

In welchen Lebensmitteln kommen aber diese empfohlenen Vitamine, Mikronährstoffe und Aminosäuren vor, um die Samenqualität verbessern zu können?

Spermienqualität verbessern mit Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E

Da Menschen Vitamin C nicht selbst herstellen können, muss es über die Nahrung zugeführt werden. Viele Gemüsesorten und Früchte wie Blumenkohl, Broccoli, Paprika sowie Orangen, Gojibeeren, Grapefruit und Kiwis enthalten hohe Anteile.

Die Zufuhr von Vitamin D über die Ernährung, zum Beispiel durch den Verzehr von Fisch, Ei, Milch und Butter, reicht nicht aus. Gemäß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) kann keine ausreichende Menge über die Nahrung zugeführt werden. Die Differenz sollte über Sonnenlicht und gerade in den Monaten mit wenig Sonnenlicht über ein Nahrungsergänzungsmittel (Einnahme eines Vitamin-D-Präparates) gedeckt werden.7

Vitamin E wiederum ist in Nüssen sowie hochwertigen Pflanzenölen aus Raps, Sonnenblumen, Oliven oder Kokos enthalten.

Folsäure, Zink, Coenzym Q10, Selen und L-Carnitin zur Verbesserung der Spermienqualität

Folsäure kommt in vielen Lebensmitteln vor. Dazu zählen Leber, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen, Getreideprodukte, Gemüse wie Spinat, Grünkohl und Weißkohl, aber auch verschiedene Obstsorten, Nüsse und Samen.

Zink befindet sich normalerweise in Lebensmitteln, die reich an Proteinen sind. Quellen dafür sind Käse, Fleisch, Kürbiskerne, Leinsaat, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Ingwer und Pilze.3

Das Coenzym Q10 kommt zum Beispiel in pflanzlichen Ölen, Zwiebeln, Salat, Kohl und rohem Spinat, Fleisch, Fisch und Nüssen vor. Sonnenblumenkerne, Kokosflocken und Fisch enthalten Selen. Eine gute Quelle dafür sind zudem Paranüsse.

Das Nahrungsergänzungsmittel cyclotest fertile man enthält Vitamin C, Zink und Folsäure und das Spurenelement Selen. Die Einnahme kann zu einer Verbesserung der Spermienqualität beitragen.5

Besonders Fleisch, Fisch, Geflügel und Milchprodukte sind reich an L-Carnitin. Obst und Gemüse enthalten im Vergleich sehr wenig davon.

Spermienqualität verbessern mit Medikamente?

Die Unfruchtbarkeit von Männern aufgrund Störungen bei der Spermienproduktion kann auch medikamentös behandelt werden. Die Medikamente zur Stimulation der Zeugungsfähigkeit sind oftmals die gleichen, die auch bei Frauen zur Stimulation des Eisprungs zum Einsatz kommen. Allerdings ist die Erfolgsrate dieser Medikamente nicht so hoch, wie beim weiblichen Geschlecht.

Regelmäßiger Geschlechtsverkehr zur Verbesserung der Spermienqualität?

Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Spermienqualität und die Spermienzahl am besten ist, wenn das Paar alle 1–3 Tage Sex hat. Längere Pausen sollen die Fruchtbarkeit der Samenzellen negativ beeinflussen, kürzere Abstände zu einer verminderten Konzentration der Spermien führen.8

Spielt das Alter des Mannes eine Rolle bei der Spermienqualität?

Grundsätzlich stellt auch das Alter des Mannes einen nicht zu vernachlässigenden Faktor für die Spermaqualität dar. Anzahl, Qualität und Beweglichkeit der Spermien verringern sich mit zunehmenden Lebensjahren. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit des Körpers ab, sich vor oxidativem Stress zu schützen, und freie Radikale können das Erbgut der Spermien in den Hoden schädigen.3

Allerdings soll die Fruchtbarkeit und die Qualität der Spermien weniger beeinträchtigt sein als es bei der Frau mit zunehmenden Lebensjahren der Fall ist.3 Eine Studie hat zudem festgestellt, dass Männer im höheren Alter (älter als 44 Jahre) noch über dieselbe Spermienqualität verfügten wie jüngere Männer (20–44 Jahre), wenn sie Vitamin C und E sowie Zink zu sich nahmen.2 Ein Spermiogramm kann sicher Auskunft geben, ob die Spermienqualität und die Spermienanzahl auch mit zunehmendem Alter noch ausreichend ist. Die derzeitigen Referenzwerte nach der WHO sind:

  • Ejakulatsvolumen > = 1,5 ml
  • Spermienkonzentration > = 15 Millionen pro Milliliter
  • Spermiengesamtzahl > = 39 Millionen Samenzellen

Was soll zur Verringerung der Spermienqualität vermieden werden?

Um eine ausreichende Spermienproduktion und Samenqualität zu erreichen, gibt es einige No-Gos und Informationen, die der Mann bei einem Wunsch nach einem Kind beachten sollte. Es gibt viele Spermienkiller, die auf die Lebensweise der Männer zurückzuführen sind.

Verzicht auf Nikotin, große Kaffeemengen und Alkohol

Mehrere Studien bestätigen, dass Rauchen die Qualität, Quantität und Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigt. Zudem gibt es Hinweise, dass das Risiko einer nicht erfolgreichen Schwangerschaft, z. B. einer Fehlgeburt, durch das geschädigte Erbgut steigt.9, 10

Eine brasilianische Studie hat herausgefunden, dass ein mäßiger Kaffeegenuss die Qualität der Spermien und die Spermaproduktion positiv begünstigen kann.11 Amerikanische Wissenschaftler deckten allerdings auf, dass bereits 3 Tassen Kaffee am Tag die Spermaqualität und Spermienzahl wieder herabsetzen sollen.12

Außerdem kann auch der Alkoholkonsum eine Rolle spielen. Bereits moderater Alkoholkonsum soll laut einer dänischen Studie die Fruchtbarkeit und die Spermienqualität schnell beeinträchtigen.13

Spermakiller: Auf das Gewicht achten

Auch bei ihm kann das Gewicht einen Einfluss auf das Sperma haben. Eine Untersuchung der Syddansk Universitet in Odense mit 1558 Männern im Durchschnittsalter von 19 Jahren hat gezeigt, dass Männer mit Übergewicht eine um 24 % geringere Konzentration der Spermien aufweisen als Normalgewichtige.14 Es wird vermutet, dass Übergewicht die Hormonproduktion in den Hoden beeinflusst und damit auch die Samenqualität.

Regelmäßige Bewegung erhöht die Testosteron- und somit die Spermienproduktion.15 Allerdings sollte, wenn z. B. eine Gewichtsreduktion angestrebt wird, nicht zu viel Sport betrieben werden. Extremsportler, die ausgedehnte Ausdauertrainings durchführen, vermindern auf die Dauer die Spermienqualität und damit die Fruchtbarkeit der Samenzellen.16

Tipps für eine bessere Spermienqualität

Die Spermienqualität verbessern – vielleicht muss man zunächst über dieses Thema schmunzeln. Allerdings hat dies auch einen ernsten Hintergrund, denn Sperma mit nur wenigen, trägen oder fehlgebildeten Spermien ist eine häufige Ursache für Unfruchtbarkeit.1 Seit einiger Zeit beobachten Wissenschaftler, dass die Beweglichkeit, Menge und Güte der Spermien bei Männern in Deutschland abnimmt.17

Die Spermienqualität wird in den meisten Fällen mithilfe eines Spermiogramms festgestellt. Dabei wird das Ejakulat labortechnisch untersucht. Hast Du ein schlechtes Resultat beim Spermiogramm erhalten, so gilt es nun, die Enttäuschung zu überwinden und die Spermaqualität und die Spermaproduktion zu verbessern.

Eine Verbesserung der Qualität und Quantität kann tatsächlich erreicht werden, wenn man(n) sich diese Tipps und Informationen zu Herzen nimmt. Besteht ein Wunsch nach einem Baby, sollten daher die eigenen Lebensgewohnheiten überprüft werden, um die Qualität und generell die Lebensdauer der Spermien zu erhöhen. Wie lange Spermien überleben können hat einen großen Einfluss darauf, dass der Babywunsch in Erfüllung gehen kann.

Zum Abschluss 3 zusätzliche Tipps der cyclotest Redaktion zur Verbesserung der Spermienqualität:

Hohe Temperaturen vermeiden!
Hitze soll die Spermienbeweglichkeit beinflussen.18 Daher: Heißes Duschen, Baden, Saunabesuche sowie zu enge Hosen vermeiden!

Regelmäßige Entspannung!
Zu viel Stress kann sich negativ auf die Spermienqualität und die Spermabildung auswirken.19 Daher: Regelmäßige Pausen einplanen und bewusst entspannen!

Zu langes Sitzen vermeiden!
Langes Sitzen könnte die männliche Fruchtbarkeit senken. Daher: Langes Fahren mit dem Auto oder die sitzende Bürotätigkeit öfters unterbrechen und dafür Stehen!

Quellen:

1 Ross C. et al.: A systematic review of the effect of oral antioxidants on male infertility. Reproductive Biomedicine Online. Jun;20(6):711-723. 2010.
2 Lerchbaum, E. and Obermayer-Pietsch, B.: Vitamin D and fertility: a systematic review. European Journal of Endocrinology. Volume 166, Issue 5, (S. 765-78). 2012.
3 Gnoth, C. und Noll, A.: Kinderwunsch – Natürliche Wege zum Wunschkind. München 2009.
4 Lenzi, A. et al.: Use of carnitine therapy in selected cases of male factor infertility: a double-blind crossover trial. Fertil Steril. Feb;79(2):292-300. 2003.
5 Schmid, Th. et al.: Micronutrients intake is associated with improved sperm DNA quality in older men, Fertility and Sterility, Vol. 98. 2012.
6 West, M. C. et al.: Dietary oestrogens and male fertility potential. Human Fertility, Vol. 8. 2005.
7 Gesellschaften für Ernährung in Deutschland (DGE), Österreich (ÖGE) und der Schweiz (SGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 2. Auflage. 2015.
8 Levitas, E. et al.: Relationship between the duration of sexual abstinence and semen quality: analysis of 9.489 semen samples. Fertility and Sterility, Vol. 83. 2005.
9 Künzle, R. et al.: Semen quality of male smokers and nonsmokers in infertile couples. Fertility and Sterility, Vol. 79. 2003.
10 Chia S. E. et al.: Factors associated with male infertility: a case-control study of 218 infertile and 240 fertile men. BJOG, Vol. 107. 2000.
11 Sobreiro B. P. et al.: Semen analysis in fertile patients undergoing vasectomy: reference values and variations according to age, length of sexual abstinence, seasonality, smoking habits and caffeine intake. Sao Paulo Med. 123(4):161-166. 2005.
12 Schmid, T. E. et al: The effects of male age on sperm DNA damage in healthy non-smokers. Human Reproduction. Vol. 22, Issue 1, p. 180-187. 2006.
13 Jensen, K. et al.: Habitual alcohol consumption associated with reduced semen quality and changes in reproductive hormones; a cross-sectional study Amor 1221 young Danish men. BMJ Open. 2014.
14 Jensen, T. K. et al: Body mass index in relation to semen quality and reproductive hormones among 1558 Danish men. Fertilität and Sterilität, Vol. 82. 2004.
15 Vaamonde, D. et al.: Physically active men show better semen parameters and hormone values than sedentary men. European Journal of Applied Physiology, Vol. 112. 2012.
16 Vaamonde, D. et al: Response of semen parameters to three training modalities. Fertility Sterility, Vol. 92. 2009.
17 Jacobi, H.: Rückgang der Spermienqualität in Deutschland und Europa. Bremen. 1999.
18 Zhang, X. Z. et al: Seasonal variation in semen quality in China. Andrology. Jul; 1 (4), p. 639-643. 2013.
19 Janevic, T. et al: Effects of work and life stress on semen quality. Fertility Sterility. Aug; 102 (2), p. 530-538. 2014.

4.4 / 5 ( 13 votes )

Gesunde und ausgewogene Ernährung bei Kinderwunsch

In erster Linie entscheidet die Konstitution von Frau und Mann über eine erfolgreiche Befruchtung. Entsprechend wichtig ist die Ernährung bei Kinderwunsch. Hier erfahren Sie, was Sie beachten sollten.

Direkt einsteigen bei:

Eine ausgewogene Ernährung – (k)ein Kinderspiel?

Ernährung ist der Schlüssel zum gesundheitlichen Zustand eines Menschen. Je intensiver natürliche Nahrungsmittel behandelt werden, bevor sie auf dem Tisch landen, desto wertloser werden sie häufig für den Körper. Der hektische Alltag verführt uns häufig dazu, zu ungesunden Snacks zu greifen. Diese Lebensweise lässt sich verbessern, auch hinsichtlich des Kinderwunschs.

Ernährung bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft

Ergänzen Sie Ihren Speiseplan um:

  • Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Empfohlen sind mindestens drei Portionen (400 g) Gemüse und mindestens zwei Portionen (250 g) Obst.
  • Gesunde Kohlenhydrate in Brot, Reis, Kartoffeln und Nudeln. Optimal sind Vollkornprodukte, denn weißes Mehl hat viel weniger Ballaststoffe als Vollkornmehl. An der Typenbezeichnung auf der Mehlpackung erkennen Sie, wie hoch der Mineralstoffgehalt im Mehl ist.
  • Tierisches und pflanzliches Eiweiß. Nehmen Sie beispielsweise fettarmes Fleisch (300-600 g pro Woche), Eier sowie Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen in den Speiseplan auf.
  • Zwei Portionen Fisch pro Woche. Greifen Sie in Maßen (einmal pro Woche) zu fetten Sorten wie Lachs, Makrele und Hering.
  • Milchprodukte wie Käse und Joghurt. Sie sind wichtig für den Kalziumspiegel. Auch hier sollten Sie auf den Fettwert achten, um die Kalorienzufuhr nicht aus den Augen zu verlieren.

Bereits vor der Schwangerschaft sind viele Frauen, ohne es zu wissen, deutlich unterversorgt mit Folsäure, Eisen, Zink, Selen und anderen Nährstoffen; und gerade während der Schwangerschaft hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Besonders wichtig für Mutter und Kind sind Folsäure, Jod und Eisen. Da sich dieser Bedarf nur schwer über die Nahrung aufnehmen lässt, sollten Sie ihn über ein Nahrungsergänzungsmittel decken – natürlich in Absprache mit Ihrem Frauenarzt.

Ernährung bei Kinderwunsch

Kombinieren Sie Vitamin-C-haltiges Obst mit Lebensmitteln, die helfen, die benötigte Eisenreserve für die Schwangerschaft aufzubauen. Greifen Sie zu Müsli, Hülsenfrüchten, grünem Blattgemüse und hin und wieder zu rotem Fleisch. Trinken Sie ausreichend, also etwa zwei Liter möglichst ungesüßte Getränke wie hochwertiges Mineralwasser. Koffeinhaltige Getränke sollten Sie nur in Maßen zu sich nehmen: Schwangeren wird empfohlen, ihren Koffeinkonsum so weit wie möglich einzuschränken. Mehr als 200 mg Koffein pro Tag sollten es nicht sein. Alkohol, Tabak und andere Drogen sind während der Schwangerschaft absolut tabu.

Thema BMI – ausschlaggebend?

Zuviel ist ebenso schädlich wie zu wenig. Auch das Körpergewicht der künftigen Mutter kann darüber entscheiden, ob und wie schnell die Frau schwanger wird. Dabei sind die Grenzen fließend. Eine Schwangerschaft ist eine wahre Marathonleistung, und Belastungen wie starkes Über- oder Untergewicht verlangen vom Körper zusätzliche Ressourcen, die er eigentlich für das Kind benötigt. Es kann also gut sein, dass eine ausbleibende Schwangerschaft mit einem BMI jenseits der angeratenen Grenzen zwischen 19 und 25 zusammenhängt.

Schwanger werden: Kinderwunsch, Ernährung und Hausmittel

Schon seit jeher versuchen Frauen, ihren unerfüllten Wunsch nach einer Schwangerschaft mit alten Hausmitteln zu unterstützen. Neben der Erkenntnis, dass eine ausgewogene Ernährung dem Kinderwunsch ebenso förderlich ist wie ein stressfreier, geregelter Alltag, können auch bewährte Hausmittel helfen. Die natürlichen Kräfte der Heilkräuter wie

  • Frauenmantel,
  • Mönchspfeffer,
  • Storchschnabel,
  • Eisenkraut,
  • Schneeball,
  • Holunder und
  • Brennnesselblätter und -samen

finden nach Absprache mit Arzt und/oder Hebamme wieder öfter Anwendung, wenn Frauen sich in Bezug auf Kinderwunsch informieren. Fragen Sie auch nach einer eventuellen Zinkeinnahme.

Und der Papa: geballte Männlichkeit fördern?

Männer neigen leider dazu, ihre Rolle in der Schwangerschaft zu unterschätzen. Allerdings ist auch die Gesundheit des werdenden Vaters von höchstem Wert für das ungeborene Kind. Alle Tipps und Empfehlungen zur ausgewogenen Ernährung bei Kinderwunsch treffen auch auf den zukünftigen Vater zu. Denn der Konsum von Alkohol, Koffein und Tabak sowie eine ungesunde Ernährung oder Übergewicht wirken sich auch auf die Qualität der Spermien aus. So kann der Papa in spe bereits vor der Zeugung einen entscheidenden Teil zur Gesundheit seines Kindes beitragen, indem er sich gemeinsam mit seiner Partnerin bewusst gesund ernährt. Speziell für Männer hat sich zudem die ausreichende Versorgung mit Zink zur Ernährung bei Kinderwunsch als erfolgreich erwiesen.

Die Tabus der Schwarzen Liste

Eigentlich ist klar: Was Gift für die Körper der Mutter und des Vaters ist, kann nicht gesund sein für Zeugung und Kind. Übermäßiger Alkoholkonsum, Zigaretten, Schlafmangel, ungesunde Ernährung, Stress und Bewegungsarmut mögen Teil unserer Gesellschaft sein – förderlich für die Erfüllung des Kinderwunsches sind sie sicherlich nicht. Und hat die Zeugung erst einmal stattgefunden, schaden sie dem ungeborenen Kind. Je gesünder die Eltern leben, desto besser entwickelt sich das Kind im Mutterleib.

Niemand muss leben wie ein Mönch, ganz im Gegenteil. Wenn jedoch die ersehnte Schwangerschaft ausbleibt und es gilt, den Status quo zu überprüfen, sollten ungesunde Lebensgewohnheiten überprüft und ggf. verändert werden. Die Planung einer Schwangerschaft beginnt idealerweise mit einer Optimierung der Lebensumstände und der Ernährung. Die Fruchtbarkeit kann so positiv beeinflusst werden.

Medikamente und chronische Erkrankungen

Zahlreiche, oftmals lebensnotwendige Medikamente können den Kinderwunsch nachhaltig beeinträchtigen. Auch bei einer ausgewogenen Ernährung kann die Erfüllung des Kinderwunschs in weite Ferne rücken durch:

  • Antidepressiva
  • Neuroleptika
  • Mittel gegen Bluthochdruck
  • Rheumamittel
  • Medikamente, die bei der Krebstherapie eingesetzt werden
  • Mittel, die Sexualhormone enthalten
  • Einige Mittel gegen Haarausfall

Hier gilt es, mit den behandelnden Ärzten Lösungen und Alternativen zu finden. Auf keinen Fall darf hier eigenmächtig gehandelt werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem behandelnden Arzt und lassen Sie sich über Alternativen zu Medikamenten informieren.

Warum Kinderwunsch, Alkohol und Zigaretten nicht zueinander passen

Bei einem Kinderwunsch sollten Sie auf Genussmittel wie Alkohol und Tabak besser verzichten. Schon lange vor der Schwangerschaft können die Schadstoffe Ihre Fruchtbarkeit negativ beeinflussen.

Dass Sie während der Schwangerschaft zum Wohle des Kindes auf Alkohol und Tabak verzichten sollten, ist schon lange bekannt. Doch es ist ratsam, auch schon beim Kinderwunsch auf Alkohol zu verzichten und das Rauchen aufzugeben. Dafür gibt es gute Gründe.

Alkohol übt einen nachweislich negativen Einfluss auf die weibliche Fruchtbarkeit aus. Bei Frauen bringt er den Hormonhaushalt durcheinander und kann die Reifung der Eizelle verlangsamen. Bei manchen Frauen kommt es sogar zu Störungen im monatlichen Zyklus. Eine dänische Studie mit mehr als 7.000 Teilnehmerinnen ergab, dass die Chance auf eine Schwangerschaft bei Frauen über 30 Jahren um die Hälfte sank, wenn sie pro Woche mehr als sieben alkoholische Getränke zu sich nahmen. Eine ähnliche Studie ermittelte, dass Frauen, die weniger als fünf alkoholische Einheiten pro Woche konsumierten, doppelt so häufig schwanger wurden wie Frauen, die mehr tranken.

Zwar konnte bislang nicht eindeutig ermittelt werden, warum der Kinderwunsch von Alkohol negativ beeinflusst wird, doch Forscher vermuten, dass Alkohol den sogenannten Gelbkörper schwächt. Dieser entwickelt sich aus dem Follikel (Bläschen), das nach dem Eisprung zurückbleibt, wenn die Eizelle entlassen wurde. Er bildet dann das Sexualhormon Progesteron, das die Frau empfängnisbereiter macht. Wird der Gelbkörper durch das Zellgift Alkohol geschwächt, kann er keine ausreichenden Mengen Progesteron mehr produzieren. Dadurch wird es für die Frau schwerer, ein Kind zu empfangen.

Bei Kinderwunsch auf Alkohol verzichten

Es gibt natürlich noch weitere gute Gründe, gleich bei einem aufkommenden Kinderwunsch auf Alkohol zu verzichten: Der Körper benötigt etwa drei Monate, bis er den Alkohol vollständig abgebaut hat. Verzichten Sie erst dann komplett auf Alkohol, wenn Sie bereits schwanger sind, hat der noch winzige Fötus möglicherweise bereits erste Schadstoffe absorbiert. Diese können das Wachstum des Babys verlangsamen und später zu Verhaltensstörungen, Hyperaktivität und Lernproblemen führen.

Denken Sie auch daran, dass es möglicherweise einige Wochen dauert, bis Sie die Schwangerschaft durch das Ausbleiben der Periode bemerken. Daher sollten Sie nicht erst, wenn Sie schwanger werden, dem Alkohol abschwören, sondern sobald der aktive Kinderwunsch bei Ihnen erwacht und Sie Ihre Verhütungsmittel absetzen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass bei einem unerfüllten Kinderwunsch Alkohol beim Mann ebenfalls eine Rolle spielen kann. Die Spermienqualität ist meist niedriger als bei Männern, die auf Alkohol verzichten, und die Motilität (Beweglichkeit) der Spermien eindeutig schwächer ausgeprägt. Dadurch fällt es ihnen viel schwerer, die Eizelle zu erreichen und sie erfolgreich zu befruchten.

Alkoholkonsum wirkt sich – beim Mann mehr noch als bei der Frau – ganz generell negativ auf die Libido aus. Es ist also für den Mann genauso sinnvoll wie für die Frau, bei einem Kinderwunsch auf Alkohol zu verzichten.

Der Kinderwunsch und das Rauchen

Neben dem Alkohol ist Nikotin das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland und für die Gesundheit mindestens genauso schädlich. Auch hier gilt, dass Sie nicht erst, wenn Sie schwanger werden, mit dem Rauchen aufhören sollten, sondern bereits dann, wenn der Kinderwunsch erwacht.

Dafür sprechen u. a. folgenden Gründe:

  • Raucherinnen warten doppelt solange auf die Erfüllung des Kinderwunsches wie Nichtraucherinnen.
  • Starkes Rauchen kann zum Ausbleiben des Eisprungs führen.
  • Raucherinnen produzieren bei hormonellen Behandlungen nur 45 Prozent der Eizellen von Nichtraucherinnen.
  • Das Risiko für Fehlgeburten ist stark erhöht.
  • Die Giftstoffe verbleiben noch lange im Körper und können das Kind schädigen, auch wenn Sie das Rauchen mit Beginn der Schwangerschaft einstellen.

Bei den Männern hat der Nikotinkonsum ebenfalls verschiedene negativen Folgen: Allgemein produzieren sie weniger Spermien, und die vorhandenen Spermien sind häufiger von Genschäden betroffen. In einer Studie wurden in der Spermienflüssigkeit von Rauchern erhöhte Schadstoffwerte u. a. hinsichtlich Blei und Cadmium festgestellt. Nicht zuletzt kann Nikotin zu Durchblutungsstörungen führen, die wiederum eine verminderte Erektionsfähigkeit nach sich ziehen.

Wenn beide Elternteile bei einem Kinderwunsch mit dem Rauchen aufhören, dauert es etwa zwei bis drei Monate, bis sich der Körper zu regenerieren beginnt und die Fruchtbarkeit wieder das Niveau der Nichtraucher erreicht. Schon bald könnte sich das Kinderglück einstellen!

Schwanger werden ohne Giftstoffe

Ein letzter Aspekt, den Sie bei einem Kinderwunsch bedenken sollten: Es ist oft gar nicht so leicht, mit dem Rauchen aufzuhören oder den Alkoholkonsum einzustellen. Stellen Sie fest, dass Sie nicht ohne Weiteres auf Ihre Zigaretten verzichten können, ist es ohnehin sinnvoller, zunächst ein Raucherentwöhnungsprogramm zu absolvieren, ehe Sie aktiv an Ihrem Kinderwunsch arbeiten. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie auch dann nicht von heute auf morgen auf Zigaretten verzichten können, wenn Sie tatsächlich schwanger sind.

Das Gleiche gilt für den Alkoholkonsum: Merken Sie, dass es Ihnen sehr schwer fällt, abends in geselliger Runde zum Mineralwasser zu greifen oder auf das Feierabendbier zu Hause zu verzichten? Indem Sie beim aufkommenden Kinderwunsch umgehend dem Alkohol abschwören, können Sie zugleich feststellen, ob Sie möglicherweise schon erste Zeichen für eine Alkoholabhängigkeit zeigen.

Idealerweise unterstützen sich beide Partner gegenseitig beim Verzicht auf Alkohol, Nikotin und natürlich auch auf andere Drogen. Schließlich fällt es immer leichter, einem Genussmittel abzuschwören, das zu Hause gar nicht mehr existiert, als einem Genussmittel, das der Partner immer wieder konsumiert.

Sie werden schon bald die vielen gesundheitlichen Vorteile bemerken, die der Verzicht auf Alkohol und Nikotin bei Ihnen bewirkt, und nach einer erfolgreichen Schwangerschaft gar keine Lust mehr auf Ihre früheren Laster haben!

Mehr zu: Elevit® 1 ab Kinderwunsch

Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung ist eine wesentliche Basis, besonders aber wenn eine Schwangerschaft geplant ist. Um die Fruchtbarkeit von Frau und Mann zu erhöhen, ist es wichtig, frisches Obst und Gemüse auf den Teller zu bringen. Studien zeigen, dass ein Übermaß an Fett und Fleisch negative Auswirkungen auf die Spermienqualität des Mannes hat. Frauen mit Babywunsch sollten auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure achten, da diese für die Entwicklung des Babys unverzichtbar ist. Darüber hinaus sind Kalzium, Zink und Vitamin C wichtige Nährstoffe.

Kalzium: wichtig für Mutter und Kind

Eine ausreichende Kalziumzufuhr ist bei Frauen wichtig, um dem Baby beste Startmöglichkeiten zu bieten. Kalzium stärkt die Knochen, fördert das Muskelwachstum und sorgt für gesunde Nerven. Nimmt die Mutter in der Schwangerschaft zu wenig davon zu sich, zieht der Fötus die Reserven aus den Knochen der Mutter heran. Das kann in späteren Jahren zu Knochenbrüchigkeit führen. Auch der Speiseplan für Männer sollte kalziumreiche Nahrungsmittel beinhalten, wie Milchprodukte, Käse oder Reis, um ihre Fruchtbarkeit zu steigern.

Zink: vermindert das Risiko für Fehlgeburten

Das Spurenelement hat viele gute Seiten: es vermindert das Risiko von Fehlgeburten und verringert die Dauer der Wehen. Seefisch, Lamm oder Weizenkleie sind wichtige Zinklieferanten, die auch das Samenvolumen bei Männern erhöhen.

Folsäure: das Schwangerschaftsvitamin

Dieses Vitamin aus dem B-Komplex ist „das“ Schwangerschaftsvitamin schlechthin. Frauen mit Babywunsch sollten bereits bei der Planung des Wunschkindes auf eine ausreichende Versorgung achten, um die Chancen auf Nachwuchs zu erhöhen. Hühnerleber, Linsen, Brokkoli, Eidotter, Weizenkeime, Milchprodukte, Nüsse, Samen sowie grünes Blattgemüse sind ideale Lieferanten. Auch wenn die Vitaminversorgung grundsätzlich durch ausgewogene Mischkost abgedeckt werden kann, empfehlen Wissenschaftler Frauen bei Kinderwunsch gezielte Folsäurepräparate (400 µg täglich) einzunehmen.

Eisen: fördert die Fruchtbarkeit

Auch Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Förderung der Fruchtbarkeit. Aus diesem Grund sollen Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Getreidesorten wie Quinoa und Amaranth aber auch qualitativ hochwertiges Fleisch (1-2 Mal pro Woche ausreichend) häufig auf dem Teller landen.

Vitamin C: gut für die Samenqualität

Frisches Obst und Gemüse hält aufgrund seines hohen Anteils an Vitamin C fit und gesund. Ein Mangel an Vitamin-C kann bei Männern möglicherweise die Samenqualität negativ beeinflussen. Eine ausreichender Vitamin C Status ist außerdem für die Eisenaufnahme entscheidend.

Richtig ernähren bei Kinderwunsch

Warum ist die Ernährung bei einem Kinderwunsch wichtig?

Ist der Kinderwunsch erst einmal beschlossen, wünschen sich die meisten Paare möglichst schnell ein Baby. Wie lange es dauert, bis die Frau schwanger wird, kann sehr unterschiedlich sein. Das Alter, der Gesundheitszustand und der Lebensstil haben einen großen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Eine ausgewogene Ernährung ist dabei besonders wichtig. Sie sorgt zwar nicht direkt dafür, dass Sie schneller schwanger werden, ein gesunder Körper jedoch, der mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, bietet die besten Voraussetzungen für eine Schwangerschaft.

Merke! Die eigene Gesundheit ist das Wichtigste, wenn es darum geht, schwanger zu werden. Ein Körper, der krank ist oder ein Defizit an wichtigen Nährstoffen hat, kann nur schwer ein Baby mitversorgen.

Worauf sollten Sie achten, wenn Sie schwanger werden wollen?

Die Schwangerschaft ist eine anstrengende Phase für den Organismus. Mit einer gesunden Ernährung sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Baby einen guten Start in das gemeinsame Leben haben. Wir haben acht hilfreiche Tipps zusammengestellt, die Sie bei Kinderwunsch im Alltag berücksichtigen können:

  • Fünf am Tag: Drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst liefern Ihnen viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Kleiner Tipp: Das Gemüse können Sie nicht nur roh, gedünstet, gebraten oder gekocht, sondern auch in Form von Smoothies zu sich nehmen.
  • Ausreichend Eiweiß: Nutzen Sie neben tierischen Proteinen aus magerem Fleisch und Fisch auch pflanzliche Eiweißquellen. Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Kidneybohnen, Nüsse wie Mandeln und Paranüsse sowie Samen und Kerne liefern zusätzlich Mineralstoffe und Vitamine wie Eisen, Selen und B-Vitamine.
  • Selbstgekochtes: Reduzieren Sie den Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln. Diese enthalten oft viel Zucker, gehärtete Fette und Zusatzstoffe. Zudem sind sie arm an wichtigen Mikronährstoffen. Setzen Sie lieber auf Selbstgekochtes. Hier wissen Sie, was drin steckt und außerdem schmeckt es deutlich besser.
  • Genügend trinken: Mit einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr unterstützen Sie Ihren Körper bei jeglichen Stoffwechselvorgängen. Trinken Sie 1,5 bis 2 Liter Wasser, ungesüßte Tees oder auch Saftschorlen mit einem Drittel Saft und zwei Dritteln Wasser.
  • Komplexe statt einfache Kohlenhydrate: Vollkornbrot, Kartoffeln, brauner Reis, Kürbis – diese Lebensmittel müssen in mehreren Schritten verdaut werden, gelangen damit langsamer ins Blut und halten länger satt. Zucker und Weißmehl dagegen lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und ebenso schnell wieder abfallen. Dadurch werden Sie nach dem Verzehr zucker- und weißmehlhaltiger Produkte auch schnell wieder hungrig.
  • Saisonal und regional: Auch Qualität und Herkunft der Lebensmittel spielen eine Rolle. Bauen Sie in Ihren Speiseplan daher vermehrt Produkte ein, die aus Ihrer Region stammen und der aktuellen Jahreszeit entsprechen. Regionale und saisonale Lebensmittel haben gleich mehrere Vorteile: Sie sind reicher an Nährstoffen, aromatischer, belasten die Umwelt weniger – und können dabei meist auch noch Geld sparen.
  • Bio-Lebensmittel: Sie sind grundsätzlich die bessere Wahl, da sie keine chemischen Pflanzenschutzmittel und keine zusätzlichen Hormone oder Antibiotika enthalten. Hier erfahren Sie alles, was Sie über Bio-Lebensmittel wissen sollten.
  • Bewegung: Vor und während der Schwangerschaft ist ausreichend Bewegung wichtig. Das richtige Maß ist hier entscheidend. Extremes Kardiotraining etwa kann einen negativen Effekt haben und sogar dazu führen, dass Ihre Periode ganz ausbleibt. Ein ausbalanciertes Sportprogramm hingegen ist optimal geeignet: Es verbessert Ihre Kondition, kräftigt die Muskeln und erhöht Ihre Beweglichkeit. Dazu hält Sport Sie fit und sorgt für Ausgeglichenheit – die wichtigsten Voraussetzungen bei Kinderwunsch.

Merke! Eine gesunde Ernährung und die Versorgung des Körpers mit allen wichtigen Nährstoffen ist Grundvoraussetzung für eine Schwangerschaft.

Welche Nährstoffe steigern die Fruchtbarkeit und worin sind sie enthalten?

Nicht nur während der Schwangerschaft benötigt der Körper eine besonders nährstoffreiche Ernährung. Vitamine und Mineralstoffe können dabei unterstützen, den Kinderwunsch zu verwirklichen. Es gibt Nährstoffe, die besonders wichtig für die Fruchtbarkeit sind:

1. Folsäure

Folsäure ist DAS Vitamin, wenn es um die Schwangerschaft geht. Es ist maßgeblich an wichtigen Zellteilungsprozessen und an der Hormonproduktion beteiligt. Zudem hilft es, das Risiko für das Entstehen eines embryonalen Neuralrohrdefektes zu senken. Eine ausreichende Aufnahme von Folsäure ist bereits in der Kinderwunschphase erforderlich, da der Aufbau eines optimalen Folsäurespiegels etwas Zeit benötigt. Bei der Versorgung mit Folsäure wird empfohlen, bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft Präparate zur Ergänzung einzunehmen. Informationen zu konkreten Werten finden Sie in dem Abschnitt zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Folsäure steckt in:

  • Grünkohl und anderen Kohlsorten
  • Feldsalat
  • Spinat
  • Kichererbsen
  • Weizenkleie
  • Haferflocken
  • Erdnüssen
  • Kirschen
  • Erdbeeren
  • Leber

2. Vitamin E

Vitamin E schützt die Zellen. Davon profitieren auch die empfindlichen Hormone, die in der Hirnanhangdrüse und den Geschlechtsorganen produziert werden.

Laut DGE benötigt eine erwachsene Frau zwölf Milligramm Vitamin E pro Tag, eine Frau mit Kinderwunsch sowie Schwangere hingegen 13 Milligramm.

Vitamin E steckt in:

  • Weizenkeimöl
  • Sonnenblumenöl
  • Rapsöl
  • Olivenöl
  • Pinienkernen
  • Mandeln

3. Vitamin D

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D wirkt sich positiv auf den Hormonhaushalt aus. Ausreichend Vitamin D kann nur mithilfe der Sonneneinstrahlung im Körper gebildet werden. Vor allem in und nach den dunklen Wintermonaten sind die meisten Menschen in Deutschland unterversorgt. Nur wenige Lebensmittel enthalten Vitamin D – mit dem regelmäßigen Verzehr können Sie dennoch einen kleinen Beitrag zu Ihrer Versorgung leisten.

Die DGE empfiehlt bei fehlender Bildung im Körper durch zu wenig Sonnenlicht 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag aufzunehmen.

Vitamin D steckt in:

  • Hering
  • Lachs
  • Eigelb
  • Steinpilzen
  • Champignons
  • Avocado
  • Emmentaler

4. Zink

Zink ist für Frauen und Männer gleichermaßen wichtig, da es an der Produktion von Geschlechtshormonen beteiligt ist. Zusätzlich schützt Zink vor der übermäßigen Belastung mit Schwermetallen. Dieser Schutz wirkt sich wiederum positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Die DGE empfiehlt eine tägliche Zufuhr von sieben Milligramm für Frauen und zehn Milligramm für Männer.

Zink steckt in:

  • Rindfleisch
  • Austern
  • Kernen wie Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne
  • Käse
  • Nüssen, vor allem Paranüsse und Walnüsse

5. Selen

Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das den Körper vor freien Radikalen schützt und Stoffwechselprozesse vorantreibt. Auch die Schilddrüse und damit die Hormonbildung sind auf Selen angewiesen. Jeden Tag benötigt der Organismus einer Frau etwa 60 Mikrogramm, um ideal zu funktionieren.

Die DGE empfiehlt für Frauen täglich sieben und für Männer zehn Mikrogramm pro Tag.

Selen steckt in:

  • Paranüssen
  • Weizenkleie
  • Lachs
  • Lammfleisch
  • Ei

Die Paranuss hat’s in sich: Wer drei Paranüsse am Tag isst, stellt seine Selen-Versorgung einfach sicher – mehr sollten es jedoch nicht sein.

6. Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind essenziell, das heißt, wir müssen sie unbedingt über unsere Nahrung aufnehmen. Die wertvollen Fettsäuren sind entzündungshemmend und wichtig für ein intaktes Immunsystem. Dieses wiederum fördert die Entstehung und den Erhalt der Schwangerschaft.

Omega-3-Fettsäuren stecken in:

  • Makrele
  • Lachs
  • Hering
  • Leinsamen und Leinöl
  • Chiasamen
  • Walnüsse und Walnussöl
  • Rapsöl

Vegetarier und Veganer sollten täglich Lein-, Raps- oder Walnussöl verwenden sowie eine Handvoll Walnüsse essen. Lein- und Chiasamen machen sich zusätzlich gut in Müsli.

Merke! Zu den Nährstoffen, die besonders wichtig für die Fruchtbarkeit sind, zählen: Folsäure, Vitamin E, Zink, Vitamin D, Selen und Omgea-3-Fettsäuren.

Welche Lebensmittel sollten Sie meiden oder reduzieren?

Wer schwanger werden möchte, sollte auf Alkohol und Zigaretten verzichten. Diese sogenannten Genussmittel enthalten Stoffe, die nicht nur das Leben ungeborener Babys gefährden, sondern auch eine Schwangerschaft erschweren.

Babywunsch: zu viel Kaffee hinderlich

Forscher der University von Nevada fanden in einer Studie mit Mäusen heraus, dass auch ein zu hoher Kaffeekonsum kontraproduktiv sein kann (1). Das Gleiche gilt für alle anderen koffeinhaltigen Getränke. Forschungsleiter Sean Ward und seine Kollegen fanden heraus: Koffein hemmt die Aktivität von Zellen in der Eileiterwand und erschwert somit eine Schwangerschaft. Doch Frauen mit Kinderwunsch müssen auf ihren heißgeliebten Kaffee nicht ganz verzichten: Zwei Tassen am Tag sind in Ordnung.

Meiden Sie belasteten Fisch

Durch die zunehmende Umweltbelastung nehmen wir über Fisch immer mehr Schwermetalle wie zum Beispiel Quecksilber auf. Besonders größere Raubfische haben einen hohen Gehalt. Sie stehen am oberen Ende der Nahrungskette und verleiben sich daher das Quecksilber kleiner Fische mit ein. Das Bundesamt für Risikobewertung empfiehlt während der Schwangerschaft, der Stillzeit und bei Kinderwunsch auf Thunfisch zu verzichten.

Folgende Fische können ebenfalls hohe Dosen Quecksilber enthalten:

  • Schwertfisch
  • Seeteufel
  • Heilbutt
  • Aal
  • Hai

Sind Nahrungsergänzungspräparate zu empfehlen?

Grundsätzlich ist die gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten zu empfehlen, wenn eine ausreichende Versorgung über die Nahrung nur schwer sicher zu stellen ist. Dies kann in besonderen Lebenssituationen wie einer Schwangerschaft der Fall sein. Hier empfiehlt es sich zum Beispiel Folsäure einzunehmen.

Bei einem Kinderwunsch sollten Sie zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung täglich 400 Mikrogramm Folsäure in Präparat-Form einnehmen und die Einnahme während des ersten Drittels der Schwangerschaft beibehalten – das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Einem Vitamin-D-Mangel können Sie vorbeugen, indem Sie Vitamin-D-Präparate einnehmen. Dies sollten Sie jedoch nur in Absprache mit Ihrem Arzt tun. Mit einem Bluttest bestimmt dieser Ihren Wert und passt die Dosierung des Präparats daran an.

Welche Rolle spielt Über- und Untergewicht?

Übergewicht kann genau wie Untergewicht das hormonelle Gleichgewicht im Körper verändern. Beides kann sich also nicht nur negativ auf die Gesundheit auswirken, sondern sowohl den weiblichen Zyklus durcheinanderbringen als auch die Potenz des Mannes beeinträchtigen. Vor allem das Bauchfett ist hier ausschlaggebend. Das stoffwechselaktive Fettgewebe bildet, vereinfacht ausgedrückt, Östrogene.

Ob im weiblichen oder männlichen Körper: Ein zu niedriger oder zu hoher Östrogenspiegel kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Bei einer Normalisierung des Körpergewichts steigt sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Fruchtbarkeit.

Studie: übergewichtige Männer weniger Samenaktivität

Bei Männern führt ein zu hoher Östrogenspiegel zu weniger Testosteron und damit zu einer verminderten Samenproduktion und Spermienqualität. Wissenschaftler der Uni Córdoba in Argentinien konnten dies belegen. Sie untersuchten Samenproben von rund 794 Studienteilnehmern. Bei den Männern mit einem BMI über 30 waren die Spermien weniger beweglich als bei den schlankeren Männern (1).

Merke! Über- und Untergewicht führen häufig zu Zyklusstörungen. Bei Übergewicht ist von radikalen Maßnahmen wie Crash-Diäten dringend abzuraten. Sie bringen den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel zusätzlich durcheinander.

Wissen zum Mitnehmen

Wenn Paare sich ein Baby wünschen, sollten Sie auf einen gesunden Lebensstil achten. Ausreichend Bewegung, Entspannung, ein normales Körpergewicht sowie natürlich eine ausgewogene Ernährung gehören dazu. Ebenso gilt es, negative Einflüsse wie Alkohol, Rauchen, zu viel Kaffee und Stress zu vermeiden.

Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe können die Fruchtbarkeit fördern. Wer ausreichend mit ihnen versorgt ist, unterstützt seinen Kinderwunsch. Dazu gehören vor allem Folsäure, Zink, Selen, Vitamin D und Vitamin E sowie Omega-3-Fettsäuren. Achten Sie also darauf, dass Sie Lebensmittel in Ihren Speiseplan integrieren, die reich an diesen Nährstoffen sind.

Für Frauen, die schwanger werden möchten oder es bereits sind, sollten zusätzlich ein Folsäurepräparat einnehmen. Sprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Frauenarzt ab. Auch wenn es um Vitamin D geht, kann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein – vor allem in der dunklen Jahreszeit und im Frühling, wo es um unsere Versorgung eher schlecht bestellt ist. Lassen Sie dazu bei Ihrem Hausarzt einen Bluttest machen. So kann er Ihnen die richtige Dosierung empfehlen.

Die richtige Ernährung bei bestehendem Kinderwunsch: Schneller schwanger werden!

4. April 2018 6 Min.

Die Schwangerschaft ist für den Organismus eine anstrengende Phase. Der Nährstoffbedarf steigt deutlich an. Damit Mutter und Kind gesund in das gemeinsame Leben starten, ist es empfehlenswert, bereits bei bestehendem Kinderwunsch die Ernährung dieser Herausforderung anzupassen.

Normalgewicht steigert die Chancen auf Empfängnis

Wer schwanger werden möchte, sollte zunächst sein Gewicht normalisieren. Untergewichtige Frauen kämpfen häufig mit Zyklusstörungen und somit mit einer verminderten Fruchtbarkeit. Denn der Körper fährt bei einer dauerhaften Unterversorgung die Fortpflanzungsfunktion zurück und kann die Strapazen einer Schwangerschaft nicht tragen. Doch auch übergewichtige Frauen haben häufig Probleme mit dem Schwangerwerden: Zu viel Körperfett kann Östrogen produzieren und somit den Hormonhaushalt durcheinanderbringen.

Tipp:

Will es mit dem Wunschkind einfach nicht klappen, kann ein erster Schritt sein, das Gewicht zu normalisieren und eine gesunde Lebensweise zu pflegen. Zwar sind Durchhaltevermögen und Disziplin gefragt, doch die richtige Ernährung kann dabei helfen, den Kinderwunsch zu erfüllen.

Gut zu wissen: So funktioniert eine ausgewogene Ernährung

Gesunde Ernährung bei Kinderwunsch ist leicht gesagt, aber was bedeutet das genau? Wir haben konkrete Ernährungs-Tipps für Sie, die Sie einfach im Alltag berücksichtigen können.

  • Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag liefern Vitamine.
  • Mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßter Tee versorgen den Körper mit ausreichend Flüssigkeit.
  • Mageres Fleisch, Eier, Nüsse und Hülsenfrüchte stellen Proteine zur Verfügung.
  • Ein bis zweimal in der Woche liefert Fisch wertvolle Omega-3-Fettsäuren.
  • Täglich etwas Käse, Joghurt oder Milch erhöht die Aufnahme von Kalzium.
  • Rotes Fleisch, grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte füllen die Eisenspeicher auf.
  • Vollkornbrot, -nudeln, Reis und Kartoffeln liefern sättigende Kohlenhydrate.
  • Nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch sollten pro Woche auf dem Teller landen.

Eine solche gesunde und ausgewogene Ernährung ist ein guter Grundstein für eine Schwangerschaft.

Ernährung bei Kinderwunsch: Vitaminreich und ausgewogen

Wer vitaminreich und ausgewogen isst, versorgt den Organismus mit allen wichtigen Stoffen. Fünf Portionen Obst und Gemüse sollten täglich auf dem Speiseplan stehen, um ausreichend Vitamine aufzunehmen. Im Vorfeld einer Schwangerschaft sind unter anderem die Vitamine E, C und Folsäure besonders wichtig.

Vitamin E unterstützt die befruchtete Eizelle bei der Einnistung in der Gebärmutter. Das Vitamin kommt vor allem in Erdnüssen, Mandeln und hochwertigem Olivenöl vor. Auch Vitamin C spielt bereits während der Vorbereitung auf eine Schwangerschaft eine Rolle: Es sorgt nicht nur für ein starkes Immunsystem, sondern regt etliche Stoffwechselprozesse im Körper an, die bei einer Schwangerschaft nötig sind. Vitamin C kommt in Zitrusfrüchten, Kiwis, Paprika und Kohl vermehrt vor.

Wichtig: Ausreichend Folsäure vor der Schwangerschaft

Folsäure ist eine Bezeichnung für ein B-Vitamin und sollte bereits drei Monate vor einer geplanten Schwangerschaft vermehrt zugeführt werden. Leidet die Frau zu Beginn der Schwangerschaft an einem Folsäuremangel, kann das zu einem Neuralrohrdefekt beim Baby führen. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung des zentralen Nervensystems. Folsäure ist in tierischen Lebensmitteln wie Leber und Eiern enthalten. Hülsenfrüchte weisen ebenfalls eine hohe Konzentration auf, Getreide, grünes Gemüse und Obst enthalten geringere Mengen.

Bei Kinderwunsch das Richtige essen: Vollkornprodukte liefern Ballaststoffe, rotes Fleisch enthält Eisen

Vollkornprodukte liefern viele Ballaststoffe und sind gut für eine ausgewogene Ernährung geeignet. Wer eher zu Vollkorn- statt zu Weißmehl greift, senkt langfristig das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Adipositas. Ein weiterer positiver Effekt: Vollkornkost macht länger satt und kann Heißhungerattacken und die Lust auf Süßes verringern.

Um den Körper ideal auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, sollten Frauen ausreichend Eisen über die Nahrung aufnehmen. Eisen spielt eine wichtige Rolle bei der Zell- und Blutbildung sowie vielen damit verbundenen Wachstums- und Stoffwechselprozessen. Durch die Monatsblutung verlieren Frauen viel Eisen und müssen die Speicher immer wieder auffüllen. Täglich braucht der Organismus etwa ein bis zwei Milligramm. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf auf bis zu sieben Milligramm pro Tag an. Um den Bedarf bei Kinderwunsch über die Ernährung zu decken, sind rotes Fleisch, grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte empfehlenswert.

Ernährung bei Kinderwunsch: Auf diese Dinge lieber verzichten!

Neben einer ausgewogenen Ernährung ist es wichtig, bestimmte Dinge zu meiden, wenn man schwanger werden möchte. Dazu gehören vor allem Alkohol und Nikotin. Beide Genussmittel haben einen schlechten Einfluss auf die Gesundheit und beeinträchtigen die Fruchtbarkeit. Außerdem müssen diese Laster mit dem Eintreten der Schwangerschaft sowieso weichen – warum also nicht schon vorher darauf verzichten?

Auch zu viel Koffein kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Zwei Tassen Kaffee oder schwarzer Tee sind unbedenklich, wer täglich allerdings mehr von diesem Wachmacher braucht, sollte seinen Konsum etwas zurückfahren, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen.

Wenn die gesunde Ernährung nicht ausreicht: Nahrungsergänzung bei Kinderwunsch

Einige Nährstoffe werden über die Ernährung kaum ausreichend aufgenommen und decken den Mehrbedarf vor und während der Schwangerschaft nicht ab. In diesem Fall kann eine Nahrungsergänzung mit Supplementen infrage kommen. Vor allem Folsäure, Eisen und Vitamine verschreibt der Arzt häufig: Die Einnahme sollte immer in Absprache mit ihm erfolgen.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.