Erkältung in der schwangerschaft

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Erkältung und Grippe in der Schwangerschaft

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Oh, ein Ausschlag!

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Erkennen Sie alle Kinderkrankheiten?

Ich bin häufiger erkältet, seit ich schwanger bin. Gibt es dafür einen Grund?

Während Ihrer Schwangerschaft ist Ihr Immunsystem vollauf damit beschäftigt, Ihr Baby zu schützen. Das bedeutet, dass Sie selbst anfälliger für Viren sein können, die Husten, Schnupfen, Erkältungen und Grippe auslösen (Murray 2008).

Kann ich Erkältungen und Grippe vorbeugen?

Leider können Sie sich nicht vor allen Erkältungs- oder Grippeviren schützen. Sie können jedoch Ihr Immunsystem unterstützen, indem Sie Folgendes tun:

  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen mit viel frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Durch verschiedene Obst- und Gemüsevarianten bekommen Sie die nötigen Mineralien und Vitamine, wie z.B. Vitamin C, die Ihr Immunsystem stärken (NHS 2011a).
  • Trinken Sie viel (NHS 2009a). Gute Getränke für Schwangere sind Wasser, Frucht- und Kräutertees oder Schorlen. Diese Getränke helfen dabei, Ihr System durchzuspülen und Ihr Vitamin- und Mineralienlevel hoch zu halten. Reduzieren Sie Getränke mit Koffein und Zucker.
  • Verschaffen Sie sich Ruhepausen und versuchen Sie, den Stress in Grenzen zu halten (NHS 2009a).
  • Treiben Sie Sport. Das hilft Ihrem Kreislauf auf die Sprünge und kurbelt das Immunsystem an. Lesen Sie dafür mehr über sicheres Training während der Schwangerschaft.
  • Geben Sie das Rauchen auf. Das ist nicht nur sehr schädlich für Ihr Baby, sondern auch für Ihr Immunsystem. Das Rauchen aufzugeben, fällt manchmal schwer. Holen Sie sich deshalb Hilfe.

Wenn Sie ein Multivitamin-Präparat für Schwangere einnehmen wollen, fragen Sie zuerst Ihren Arzt/Ihre Ärztin oder Ihre Hebamme. Denn im Idealfall bekommen Sie mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung alle Vitamine, die Sie nun brauchen.

Ich bin erkältet. Wie kann ich die Erkältung während der Schwangerschaft behandeln?

Bei einer Erkältung fühlen Sie sich sicher miserabel. Die folgenden Symptome können auftreten:

  • Halschmerzen
  • Husten
  • eine verstopfte Nase
  • Kopfschmerzen
  • leichtes Fieber

Die beste Medizin ist, es hinzunehmen und sich die nötige Ruhe zu gönnen, die Ihr Körper verlangt. Denn viel können Sie sowieso nicht tun. Suchen Sie sich Hilfe bei Freundinnen oder Verwandten, die Ihnen Pflichten abnehmen, damit Sie sich auskurieren können. Trinken Sie viel Wasser, um Ihre Nieren im Kampf gegen die Viren zu unterstützen (NHS 2009a).
So können Sie die verschiedenen Symptome lindern:

  • Gegen eine verstopfte Nase hilft Ihnen eine Dampf-Inhalation (NHS 2009a). Geben Sie dafür zwei bis drei Tropfen Eukalyptus-Öl in eine Schüssel mit heißem Wasser. Dann bedecken Sie Ihren Kopf mit einem Handtuch und halten Ihr Gesicht über den aufsteigenden Wasserdampf. Machen Sie dies für etwa 10 Minuten.
  • Um Ihre Nase nachts frei zu bekommen, können Sie einige Tropfen Eukalyptus-Öl auf ein Taschentuch tröpfeln und daran riechen. Das ist auch ein guter Tipp für die Genesungsphase. Probieren Sie auch Mentholbonbons.
  • Gegen Halsschmerzen oder Husten mischen Sie sich ein Getränk aus Honig und Zitrone in heißem Wasser. Oder besorgen Sie sich die entsprechenden Lutschpastillen.
  • Gurgeln mit Salzwasser hilft gegen Racheninfektionen
  • Gegen Kopfschmerzen und Fieber hilft Paracetamol. Beachten Sie aber unbedingt die Packungsbeilage und fragen Sie vorher Ihren Frauenarzt/Ihre Frauenärztin. (NHS 2011c).

Wenn Sie sich elend fühlen, ist natürlich die Versuchung groß, viele Erkältungsmedikamente zu schlucken. Aber viel hilft nicht unbedingt viel. Sprechen Sie daher unbedingt vorher mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Denn einige Medikamente, die Sie sonst völlig unbedenklich einnehmen können, sind während Ihrer Schwangerschaft nicht sicher.
Wenn Sie rezeptfreie Medikamente gegen Ihre Erkältung nehmen wollen, fragen Sie vorher Ihren Arzt/Ihre Ärztin.
Wenn Ihr Husten nicht schnell wieder weg geht, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt über geeignete Maßnahmen reden.

Ich habe eine Grippe – was soll ich tun?

Eine Grippe in der Schwangerschaft kann Sie wirklich schwer beuteln. Folgende Symptome können dabei auftreten:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Muskelschmerzen
  • Erschöpfung
  • Appetitlosigkeit

Wenn Ihnen die Grippe-Symptome Sorgen machen, gehen Sie zu Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Ansonsten ist es jetzt für Sie das Beste, wenn Sie sich viel Bettruhe gönnen. Gehen Sie nicht zur Arbeit und bleiben Sie Zuhause, bis Sie sich auskuriert haben. So können Sie Ihre Grippe-Symptome lindern:

  • Trinken Sie viel. Vor allem, wenn Sie Fieber haben, sollten Sie darauf achten, nicht zu dehydrieren (NHS 2010). Fruchtsäfte mit Vitamin C – zum Beispiel Orangensaft – helfen dabei, die Infektion zu bekämpfen.
  • Sie können Paracetamol einnehmen, um das Fieber zu senken und die Kopfschmerzen zu lindern. (NHS 2011c). Lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich unsicher sind, wie viel Sie einnehmen dürfen.
  • Bleiben Sie im Bett, wenn Sie sich unwohl fühlen. Achten Sie aber darauf, dass Ihnen unter der Decke nicht heiß wird. Sie sollten als Schwangere nie überhitzen.
  • Auch wenn Sie sich vermutlich gar nicht danach fühlen, etwas zu essen – was immer Sie zu sich nehmen, sollte nährstoffreich sein. Probieren Sie es mit Obst, Vollkornbrot oder warmer Milch.

Wann sollte ich mit meiner Erkältung oder Grippe zum Arzt gehen?

Gehen Sie zu Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, wenn Sie sich nach einigen Tagen noch nicht besser fühlen oder schwer Luft bekommen. Dann haben Sie eventuell eine zusätzliche Infektion, zum Beispiel in den Bronchien. Das muss dann ärztlich behandelt werden.
Da Ihr Immunsystem in der Schwangerschaft anders funktioniert als sonst, kann aus einer Erkältung auch etwas Ernsteres werden. Und denken Sie immer daran: Sie können Ihren Arzt/Ihre Ärztin und Ihre Hebamme alles fragen, egal wie unbedeutend es Ihnen erscheinen mag.

Kann die Grippe meinem Baby schaden?

Nein. Egal, wie schlecht Sie sich fühlen mögen, verlassen Sie sich darauf, dass Ihr Baby sicher vor dem Virus ist und es ihm gut geht (NHS 2011b). Nur wenn Sie hohes Fieber haben, sollten Sie sicherheitshalber zum Arzt gehen.

Mein Hausarzt hat mir Antibiotika verschrieben. Können die meinem Baby schaden?

Es gibt viele Antibiotika, die für Schwangere (und Babys) völlig unbedenklich sind, aber einige sind es nicht (NHS 2011b). Deshalb müssen Sie Ihrem Hausarzt unbedingt sagen, dass und in welcher Woche Sie schwanger sind. Dann kann er Ihnen ein sicheres Antibiotika verschreiben, das Sie auch über den empfohlenen Zeitraum nehmen sollten, um wieder gesund zu werden.

Kann ich mich während der Schwangerschaft gegen Grippe impfen lassen?

Es gibt Hinweise darauf, dass die saisonale Grippeimpfung weder Ihnen noch Ihrem Baby schadet (Mak at al 2008, Munoz at al 2005, Tamma et al 2009). Der Wirkstoff für diese Impfung beinhaltet ein inaktives Grippe-Virus, das keine Infektion auslösen kann.
Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt sogar, dass sich Schwangere vor oder während einer Grippewelle – die üblicherweise im Winter auftritt – impfen lassen sollten (StiKo 2010). Aber wie bei allen Impfungen in der Schwangerschaft sollten Sie den Nutzen gegen das Risiko abwägen.

Quellen

CKS. 2011. Clinical topic: Immunizations – seasonal influenza. NHS Clinical Knowledge Summaries. www.cks.nhs.uk
CKS. 2010. Clinical topic: Common cold.NHS Clinical Knowledge Summaries. www.cks.nhs.uk
Mak T, Mangtani P, Leese J, et al. 2008. Influenza vaccination in pregnancy: current evidence and selected national policies. The Lancet Infectious Diseases 8(1):44-52
Munoz F, Greisinger A, Wehmanen O, at al. 2005. Safety of influenza vaccination during pregnancy. American Journal of Obstetric Gynecology 192:1098-106
Murray I and Hassall J. 2008. Change and adaption in pregnancy. Fraser DM, Cooper MA. eds. Myles Textbook for Midwives. 15th ed. Edinburgh: Churchill Livingstone, 189-225
NHS. 2011a. Have a healthy diet in pregnancy. NHS Choices, Pregnancy care planner. www.nhs.uk
NHS. 2011b. Pregnancy: questions to ask your midwife or GP. NHS Choices, Live well. www.nhs.uk
NHS. 2011c. Can I take paracetamol during pregnancy? www.nhs.uk
NHS. 2010. Seasonal flu – treatment. NHS Choices, Health A-Z. www.nhs.uk
NHS. 2009a. Cold, common – treatment. NHS Choices, Health A-Z. www.nhs.uk
NHS. 2009b. Seasonal flu jab. NHS Choices, Health A-Z. www.nhs.uk
STIKO 2010. Mitteilung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Stand: Juli 2010, 2. August 2010 / Nr. 30 aktuelle daten und informationen zu infektionskrankheiten und public health
Epidemiologisches Bulletin als pdf

Tamma PD, Ault KA, del Rio C, et al. 2009. Safety of Influenza vaccine during pregnancy. American Journal of Obstetrics and Gynecology 201(6):547-52

Erkältung in der Schwangerschaft: Gute Hausmittel

Auch in der Schwangerschaft kann es zu einer Erkältung kommen. Oftmals sind Frauen sogar sehr häufig erkältet und leiden unter Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen, verstopfter Nase oder sogar leichtem Fieber. Grund dafür ist, dass Ihr Körper in der Schwangerschaft sehr stark ausgelastet ist. Ihr Immunsystem kümmert sich darum Ihr Baby zu schützen, was Sie selbst anfälliger für Infektionen macht. Sofern die Symptome nach einigen Tagen nicht zurückgehen, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt aufsuchen. Nicht immer ist die Einnahmen von Medikamenten zur Behandlung einer Erkältung in der Schwangerschaft nötig. Hausmittel und natürliche Methoden können helfen, das Immunsystem zu stärken und die Erkältungssymptome zu behandeln.

Was tun gegen Erkältung in der Schwangerschaft: Immunsystem stärken

Einen vollständigen Schutz gegen eine Erkältung herzustellen ist nicht immer möglich. Wichtig ist aber, dass Sie Ihr Immunsystem stärken um gegen viele Infektionen vorzubeugen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist in der Schwangerschaft wichtig. So wird nicht nur Ihr Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, sondern auch Ihr Baby. Zudem wirkt sich eine gesunde Ernährung auch auf die Stärke des Immunsystems aus. Viel frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte helfen das Immunsystem zu stärken und gegen eine Erkältung in der Schwangerschaft vorzubeugen. Viel Trinken ist ebenfalls wichtig. Gut geeignet sind vor allem Wasser, Früchte- und Kräutertees. Auch Schorlen sind sehr beliebt. Frauen, die viel Kaffee trinken und zusätzlich zuckern, sollten ihren Konsum reduzieren oder gering halten. Versuchen Sie so oft wie möglich Ruhepausen einzulegen und Ihren Alltagsstress gering zu halten. Leichte körperliche Ertüchtigungen helfen beim Stressausgleich und helfen zudem auch dem Immunsystem. Gut geeignet sind leichte Yogaübungen, schwimmen und lange Spaziergänge. Frauen, die Rauchen, schaden nicht nur Ihrem Baby in der Schwangerschaft, sondern schwächen auch ihr Immunsystem. Nikotin sollte in der Schwangerschaft wenn möglich ganz vermieden werden. Oftmals greifen Frauen auch auf Multivitamin-Präparate für Schwangere zurück um ihr Immunsystem zu stärken. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung bekommen Sie eigentlich alle Vitamine und Nährstoffe, die Sie brauchen. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Hebamme. Eine zu hoch dosierte Einnahme kann nach Hinten losgehen.

Was hilft bei einer Erkältung in der Schwangerschaft

Bei einer Erkältung sollten Sie sich selbst Ruhe verschreiben. Die braucht Ihr Körper am wichtigsten um wieder gesund zu werden. Lassen Sie sich von Ihrer Familie im Haushalt helfen und legen Sie sich ins Bett. Vergessen Sie nicht viel zu Trinken. Damp-Inhalationen helfen bei einer verstopften Nase. Geben Sie zwei bis drei Tropfen Eukalyptus-Öl in eine Schüssel mit heißem Wasser. Anschließend legen Sie ein Handtuch um Ihren Kopf und halten Ihr Gesicht etwa 10 Minuten über den aufsteigenden Dampf. Um auch Nachts eine freie Nase zu bekommen, hilft es einige Tropfen Eukalyptus-Öl auf ein Taschentuch zu geben und daran zu riechen. Ein gutes und bewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen oder Husten ist ein heißes Getränk aus Zucker und Honig, das Sie mit heißem Wasser anrühren. Auch kann es helfen Salzwasser zu gurglen.

Vermeiden Sie es sich selbst Medikamente zu verschreiben und unkontrolliert einzunehmen. Legen sich Ihre Beschwerden nicht, sollten Sie Ihren Arzt oder Hebamme aufsuchen oder vor der Einnahme von Medikamenten Rücksprache mit diesen halten. Auch kann bei einem Besuch bei Ihrem Arzt festgestellt werden, ob es sich bei Ihrer Erkältung um etwas ernstes handelt.

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Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Schnupfen bei Erkältung in der Schwangerschaft

Schwangere sind häufiger erkältet

Die häufigste Ursache von Schnupfen in der Schwangerschaft ist eine Infektion der Nasenschleimhäute mit verschiedenen Arten von Schnupfenviren (Rhinoviren) – vor allem während der kalten Jahreszeit. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion vor allem über die Luft, durch engen körperlichen Kontakt beim Küssen oder Umarmen sowie durch Berühren von infizierten Oberflächen (z.B. Hände, Türklinken) mit anschließendem Kontakt der Hände mit der Nase. Treffen die Schnupfenviren auf einen Menschen mit geschwächte Immunabwehr (z.B. durch Begleiterkrankungen, körperliche und seelische Belastungen bzw. weil der Körper gleichzeitig eine Schwangerschaft auszutragen hat) haben sie leichteres Spiel als bei relativ immunstarken Personen. Schwangere erkranken daher vergleichsweise häufiger an Schnupfen und anderen Erkältungskrankheiten als der Durchschnitt der Bevölkerung. Bei der Behandlung von Schnupfen in der Schwangerschaft gelten zumindest teilweise besondere Spielregeln (u.a. dürfen bestimmte Mittel zum Schutz von Mutter und Kind nicht verwendet werden). Sofern diese Spielregeln beachtet werden und auch sonst keine Gegenanzeigen vorliegen sind die im Folgenden beschriebenen Schnupfen-Mittel und Methoden nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder der Hebamme in der Regel zur Behandlung von Schnupfen bei Erkältung in der Schwangerschaft einsetzbar.

Allgemeinmaßnahmen als erster Schritt zur Besserung

Allgemeine Schnupfen-Tipps die in der Regel bei Schnupfen im Rahmen einer Erkältung in der Schwangerschaft angewendet werden können sind:

  • Körperliche Schonung (körperliche Verausgabungen vermeiden, besonders anstrengende Unternehmungen bei einer Erkältung in der Schwangerschaft besser verschieben),
  • Leichtes körperliches Training (kann vorsichtig durchgeführt gegebenenfalls förderlich sein, wenn die Symptome nur schwach sind),
  • Ausreichend Flüssigkeit aufnehmen (laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Schwangeren mindestens 1,5 Liter über Getränke – aber nicht mehr als für Schwangere täglich empfohlen),
  • Raumtemperatur regulieren (zwischen 20 und 22 Grad Celsius wird bei Schnupfen und Erkältung in der Schwangerschaft erfahrungsgemäß am besten vertragen),
  • Für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen (zwischen 50-80 Prozent, sofern nicht gleichzeitig eine Allergie gegen Hausstaubmilben vorliegt – dann höchstens 55 Prozent),
  • Gegebenenfalls Saunagänge, aber mit Vorsicht (nicht in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, nur kurze Aufenthalten über ein paar Minuten, nicht zu heiße Temperatureinstellungen, beim ersten Gefühl für Unwohlsein die Sauna verlassen),
  • Auf warme Füße achten,
  • Hygienisch mit Taschentüchern umgehen (stets Papiertaschentücher – keine Stofftaschentücher – verwenden, wenn möglich nur ein Mal verwenden und nach Verwendung sofort in einem abgeschlossenen mit einer Plastiktüte ausgekleideten Abfallbehälter entsorgen),
  • Bei verstopfter Nase den Kopf beim Schlafen erhöht betten (kann in der späteren Schwangerschaft auch gleichzeitig dem schwangerschaftsbedingtem Säurerückfluss aus dem Magen entgegenwirken, welcher durch den erhöhten Druck in der Bauchhöhle begünstigt werden kann).

Die meisten aber nicht alle Hausmittel sind für Schwangere geeignet

Viele Schnupfen-Hausmittel eignen sich hervorragend zur Behandlung einer Erkältung in der Schwangerschaft – vor allem auch als schonende Alternative zu Medikamenten oder anderen oft weniger schonenden Therapiemethoden. Bei der Verwendung von Hausmitteln gegen Erkältung in der Schwangerschaft ist allerdings auch Vorsicht angezeigt – nicht alle Hausmittel dürfen in derselben Art oder Dosierung bei Schwangeren zum Einsatz kommen. Geeignete Hausmittel zur Behandlung von Erkältungsschnupfen in der Schwangerschaft können sein:

  • Tee trinken – in der Regel unbedenklich und besonders wohltuend bei Erkältung in der Schwangerschaft sind: Kamillentee, Holunderblütentee, Lindenblütentee und grüner Tee (bei letzterem aber aufgrund des Koffeingehalts nicht mehr als etwa zwei Tassen pro Tag),
  • Hühnersuppe essen,
  • Ingwer (z.B. als Ingwertrunk) aber nur in Maßen und nicht in den ersten Schwangerschaftsmonaten oder bei Risikoschwangerschaften (kann Wehen fördern),
  • Chili aber nur in Maßen und nicht zu scharfe Sorten,
  • Zwiebel (z.B. Zwiebelsaft mit Kandis),
  • Rettich (z.B. mit Honig),
  • Inhalationen mit heißem Wasserdampf; als Zusätze eignen sich bei Erkältung in der Schwangerschaft vor allem frischer Kamillentee oder frische Kamillenblüten (Vorsicht bei Korbblütler-Allergien) und ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel auch ausgewählte, schwangerschaftsverträgliche ätherische Öle (z.B. Lavendelöl),
  • Erkältungsbäder (aber auf keinen Fall zu heiß oder zu lang – die Wassertemperatur sollte zwischen 37 und maximal 38 Grad Celsius liegen und die Badezeit sollte zehn bis fünfzehn Minuten nicht übersteigen) gegebenenfalls mit schwangerschaftsverträglichen Zusätzen (z.B. Basenbäder mit Natriumhydrogencarbonat oder Natron),
  • Kompressen mit schwangerschaftsverträglichen Zusätzen (z.B. frische Zitronenscheiben gegen Nasenverstopfung),
  • Mittel und Methoden zur Vermeidung einer wunden Nase, wie beispielsweise möglichst hautfreundliche Taschentücher mit glatten, weichen Fasern verwenden und zusätzlich frühzeitig schwangerschaftsgeeignete Wund- und Heilsalben gegen eine wunde Nase einsetzen: z.B. mit Dexpanthenol.

Homöopathisch gegen Erkältungsschnupfen in der Schwangerschaft

Da Schnupfen-Homöopathie in den üblichen Potenzen in der Regel nebenwirkungsfrei und erfahrungsgemäß sehr wohltuend und heilungsfördernd ist, sind homöopathische Präparate in vielen Fällen ideale Behandlungsmittel für Frauen mit Schnupfen und Erkältung in der Schwangerschaft. Als Verabreichungsformen kommen vor allem homöopathische Globuli sowie sorgfältig ausgesuchte homöopathische Nasensprays in Frage. Bei der Auswahl des richtigen homöopathischen Mittels sollte ein Heilpraktiker oder homöopathisch ausgebildeter Arzt konsultiert werden – auch da ein paar homöopathische Präparate (die allerdings in der Regel nicht zur Behandlung von Schnupfen zum Einsatz kommen) in der Schwangerschaft sicherheitshalber vermieden werden sollten. Folgende Homöopathische Mittel gegen Schnupfen sind erfahrungsgemäß zur Behandlung von Erkältung in der Schwangerschaft in der Regel sehr gut geeignet:

  • Allium cepa (Küchenzwiebel),
  • Gelsemium sempervirens (gelber Jasmin),
  • Hydrastis (Goldsiegelwurzel),
  • Luffa operculata (getrocknete Kürbisfrucht),
  • Pulsatilla pratensis (Küchenschelle).

Ausgewählte Ätherische Öle erst ab dem zweiten Trimester

Erfahrungsgemäß sind vor allem pflanzliche Schnupfen-Naturheilmittel in der Behandlung von Erkältungsschnupfen ganz hervorragend geeignet. Bei Schnupfen und Erkältung in der Schwangerschaft muss man allerdings mit der Art und Dosierung pflanzlicher Mittel etwas vorsichtig sein. Die Inhaltsstoffe in bestimmten Pflanzen könnten sich nämlich unter Umständen (z.B. bei zu hoher Dosierung) ungünstig auf die Schwangerschaft auswirken (z.B. Krämpfe oder Unwohlsein auslösen, vaginale Blutungen oder in besonders schlimmen aber relativ seltenen Fällen Fehlgeburten verursachen). Solche Pflanzen sollten daher in der Schwangerschaft am besten ganz gemieden und durch pflanzliche Mittel ersetzt werden, die in der Regel sicher bei Erkältung in der Schwangerschaft anwendbar sind. Dazu gehören:

  • Ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel schwangerschaftsverträgliche ätherische Öle zum örtlichen Auftragen auf der Haut (als Nasenöl, Einreibung, Erkältungsbad, Kompresse oder zur Nasenhautpflege), zur Inhalation oder zur Verteilung in der Raumluft: z.B. Lavendelöl, Rosenöl, Mandarinenöl, Zitronenöl;
  • In der Spätschwangerschaft gegebenenfalls Schwarzkümmelöl in vorsichtiger Dosierung.

Darüber hinaus sind bestimmte naturheilkundliche Ernährungsmaßnahmen erfahrungsgemäß wichtige Bestandteile in der Behandlung von Schnupfen in der Schwangerschaft. Neben einer gesunden, ausgewogenen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, gehört dazu auch die ausreichende Aufnahme von immunaktiven Nahrungsbestandteilen, wie Vitaminen, Spurenelementen und ungesättigten Fettsäuren.

Viele Medikamente gegen Erkältung in der Schwangerschaft nicht erlaubt

Medikamente, die bei Erkältung in der Schwangerschaft in der Regel gar nicht in Frage kommen sind schleimhautabschwellende Schnupfen-Tabletten oder -Säfte. Auch bei der Anwendung von Nasenspray in der Schwangerschaft sollte stets Vorsicht geboten sein – abschwellende Nasensprays sollten nämlich in der Regel immer vermieden werden (das gilt allerdings in den meisten Fällen auch für Schnupfen bei Nichtschwangeren). Stattdessen werden Dexpanthenol- oder Salzwasser-Nasensprays sowie Nasenduschen in der Schwangerschaft in der Regel sehr gut vertragen. Viele Antibiotika dürfen aufgrund von potentiell fruchtschädigenden Nebenwirkungen in der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden. Der Einsatz von Antibiotika kommt bei Erkältungsschnupfen aber ohnehin nur in Ausnahmefällen und bei bakterieller Beteiligung in Frage. In diesen seltenen Fällen gibt es zahlreiche Antibiotika, die in der Schwangerschaft erlaubt sind und in der Regel sehr gut vertragen werden (z.B. Erythromycin oder Amoxicyllin). Die Einnahme von Schmerzmitteln bei Erkältung in der Schwangerschaft sollte (v.a. in der Frühschwangerschaft) möglichst ganz vermieden werden.

Weitere schonende Alternativen: Schüßler-Salze, Bach-Blüten & Co.

Neben homöopathischen Präparaten können Frauen mit Schnupfen bei Erkältung in der Schwangerschaft auch von zahlreichen weiteren schonenden Mitteln aus der Alternativmedizin bei Schnupfen profitieren. Besonders schwangerschaftsverträglich sind unter anderem:

  • Schüßler-Salze (gegen Schnupfen bei Erkältung in der Schwangerschaft erfahrungsgemäß v.a. Nr. 3 Ferrrum Phosphoricum, Nr. 4 Kalium Chloratum und Nr. 6 Kalium Sulfuricum),
  • Bach-Blüten,
  • Spagyrische Essenzen,
  • Anthroposophische Mittel (z.B. Nasensprays mit Anthroposophika in der Regel gut verträglich),
  • Fußreflexzonentherapie,
  • Schwangerschaftsverträgliche ayurvedische Mittel und Methoden (z.B. leichtes Essen, kalte oder säuernde Nahrungsmittel nur in Maßen) – aber Vorsicht mit starken Gewürzen oder Fastenkuren, die bei der ayurvedischen Schnupfenbehandlung häufig eingesetzt werden,
  • Akupunktur (v.a. bei immer wiederkehrenden Fällen von Schnupfen und Erkältung in der Schwangerschaft) und Akupressur (durchgeführt durch einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker),
  • Eigenbluttherapie (durchgeführt durch einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker),
  • Neuraltherapie mit in der Schwangerschaft zugelassenen lokalen Betäubungsmedikamenten (durchgeführt durch einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker).

Auf Baunscheidtieren und Schröpfen sollte erfahrungsgemäß bei Erkältung in der Schwangerschaft eher verzichtet werden, auch wenn die Anwendung nicht vollkommen ausgeschlossen ist sofern sie korrekt durchgeführt wird.

Schnupfen bei Erkältung in der Schwangerschaft vermeiden

Es gibt einige Maßnahmen, um Schnupfen und Erkältung in der Schwangerschaft vorzubeugen. Mit einigen Ausnahmen und unter Beachtung von ein paar Vorsichtshinweisen, können die meisten Methoden, die auch zur Vermeidung von Erkältungsschnupfen bei Nichtschwangeren in Frage kommen, sicher angewendet werden. Dazu gehören:

  • Handhygiene – vor allem während Erkältungswellen, in der kalten Jahreszeit, oder nach Kontakt mit Erreger-Hotspots (Oberflächen die relativ häufig mit menschlichen Händen in Kontakt kommen),
  • Engen Kontakt (Küssen, Umarmen, Händeschütteln) mit akut infektbedingt verschnupften Menschen meiden,
  • Ausreichend Flüssigkeit – aber nicht zu viel (Flüssigkeitszufuhr innerhalb der empfohlenen Tagesmengen),
  • Vitamine, Spurenelemente und Co. (bei Unterversorgung gegebenenfalls Einnahme von Vitamin C, Zink, Selen und Omega-3-Fettsäuren),
  • Warme Füße (kalten Füßen entgegenwirken),
  • Eine vollwertige und ausgewogene Ernährung mit ausreichend Energiezufuhr,
  • Regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft,
  • Trockenbürsten (vorsichtig und vorausgesetzt es bestehen keine Gegenanzeigen, wie z.B. Bindegewebserkrankungen),
  • Regelmäßiger Ausdauersport, Wechselbäder, Licht- und Luftbäder und Sauna-Besuche (vorsichtig und in Maßen und vorausgesetzt es bestehen keine Gegenanzeigen, wie z.B. Herzkreislauferkrankungen),
  • Darmsanierung (zur Unterstützung des darmassoziierten Immunsystems),
  • Meditation, Entspannungsverfahren und Stressreduktionstechniken,
  • Yoga-Übungen (vorausgesetzt es bestehen keine Gegenanzeigen, wie z.B. Erkrankungen des Muskel- oder Skelettsystems).

Pflanzliche Mittel zur Unterstützung der Immunabwehr (z.B. ätherische Öle und andere pflanzliche Schnupfen-Naturheilmittel – v.a. Echinacea, Umckaloabo), die erfahrungsgemäß außerhalb der Schwangerschaft sehr hilfreich bei der Vorbeugung von Erkältungskrankheiten sein können, sollten zur Vermeidung von Schnupfen und Erkältung in der Schwangerschaft gemieden werden, da die Auswirkungen dieser Mittel in der Schwangerschaft in der Regel nicht ausreichend untersucht sind.

Autor: Dr. Jörg Schweikart

Schwangerschaft

Hallo,
je nach Ausprägung der Erkältung/grippaler Infekte/Entzündung der Nebenhöhlen, ist es am sinnvollsten durch den Hausarzt oder HNO-Arzt zu entscheiden, ob nur symptomatische Maßnahmen ausreichen, oder ob vielleicht doch mehr getan werden sollte, wie vielleicht die Verabreichung eines Antibiotikums.
Dieses ist dann auch meist problemlos möglich. Es ist also nicht nötig, nur zuzuschauen und abzuwarten.
Eine Erkältung; Entzündung der Nasennebenhöhlen, ein grippaler Infekt oder auch eine Bronchitis stellen in der Schwangerschaft keine Gefahr für das Kind dar. Zur Fiebersenkung ist z.B. auch Paracetamol erlaubt.
Die Verordnung von Hustenmitteln Antitussiva in der Schwangerschaft wird streng gehandhabt und erfolgt sinnvollerweise in Rücksprache mit dem Hausarzt.
Nach dem 3. Schwangerschaftsmonat sind in Ausnahmefällen bei besonders quälendem, trockenem Husten codeinhaltige Präparate kurzzeitig einsetzbar. Die Einnahme sollte aber immer mit dem behandelnden Arzt/Ärztin abgeklärt werden. Bei anderen Substanzen, die vielfach zur Anwendung empfohlen werden, ist vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft Vorsicht geboten.
Der Hustenreiz selbst lässt sich schon oft mit Eukalyptus-Bonbons, die in den üblichen Mengen unbedenklich sind, beseitigen. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr viel trinken bei allen Arten von Atemwegsinfektionen Hier empfiehlt sich zum Beispiel warmer Tee oder heiße eine Zitrone.
Auch Inhalationen z.B. mit ätherischen Ölen und Säfte auf pflanzlicher Basis sind meistens erlaubt. Inhalationen, v.a. mit solehaltigen Substanzen lösen auch das Sekret in den Nebenhöhlen und können somit den Schnupfen lindern.
Dabei sollte die Luft entsprechend angefeuchtet sein, um eine Austrocknung der Schleimhäute zu verhindern. In ausgeprägten Fällen und nach Rücksprache mit Ihrem Arzt sind auch mal Nasentropfen erlaubt. Nach Informationen der Hersteller gibt es bei den Nasentropfen- und Sprays keine Hinweise für Schäden bei den Kindern. Man sollte sich allerdings an die Dosierung halten. Eine regelmäßige Anwendung ohne eindeutige Indikation ist sicher nicht zu vertreten.
Bei bronchitischen Beschwerden gibt es als Hausmittel sind beispielsweise Kartoffelwickel. Diese werden nach dem Kochen zerstampft und dann noch warm in einem Baumwolltuch auf die Brust gelegt. Ähnlich funktionieren Quarkwickel.
Am sinnvollsten ist es, die Therapie und das Vorgehen mit dem Arzt vor Ort abzusprechen.
VB

hoch schwanger u erkältung bitte rat!

hallo
ich brauche mal einen rat ich mache mir sorgen…
ich bin erkältet ( klingt aber langsam ab) dennoch mich plagt ein reizhusten, heiserkeit u ein trockener hals.
nun mache ich mir sorgen ob mein husten meinem baby nicht schaden könnte u ggf wehen auslösen könnte?
dieses schlappheitsgefühl was man bei ner erkältung hat ist weg oder net mehr so doll da dennoch frage ich mich, wie soll ich mein baby entbinden wenn sich die erkältung noch etwas hinzieht? bin jetzt in der 36 ssw also 36+0
ich habe auch plötzliche schweisausbrüche u wenn es warm ist durch (heizung) bekomm ich schlechter luft!
ich nehme das monapax hustensaft ein ist hoemeöpatisch wirkt aber nicht so wie normale mittel.
wie wird das gehen eine entbindung die selbstverständlicher weise kein spatziergang ist u husten??? mache mir da wirklich gedanken.
heute beim CTG war alles in ordnung.
bitte haben sie ein tipp für mich?
sollte ich nach der ss vielleicht doch meine lunge mal röntgen lassen? ich meine wegen meiner lungenkrebs angst ich lege leider alles auf die goldwaage wenn ich ein oder mehrere symptome habe bin zwar erst 24 jahre alt aber trotzdem…
bitte um einen tipp`? ps kann man sich denn wenn man stillt röntgen lassen?

Zitronen in der Schwangerschaft? Diese Dinge sollten Sie wissen

Viele Frauen verspüren starke Lust auf saures. Daher naheliegend: der regelmäßige Griff nach Zitronen – egal ob pur oder in Form von Zitronenwasser. Was drin ist, wofür Zitronen in der Schwangerschaft gut sind wie viel Sie essen dürfen erfahren Sie in diesem Artikel.

Dürfen Sie Zitronen in der Schwangerschaft essen?

Alle Werte beziehen sich auf die Menge einer Zitrone (Gewicht: 100g).

Inhaltsstoffe:

Nährwerte:

Fett gesamt 0,6g gering
gesättigte Fettsäuren 0,1g gering
Zucker 8,1g mittel
Salz 0,0g gering

Zitronen in der Schwangerschaft: Vitamine

Vitamin C 20mg

Wofür sind Zitronen gut?

  • Zitronen sind ein ausserordentlich guter Vitamin C Lieferant (siehe Tabelle oben). Vitamin C stärkt das Immunsystem und schützt Sie und Ihr Baby vor Krankheiten.
  • Zitronen enthalten Säure. Säure wiederum fördert die Protein- und Fettverdauung. Zitronen können also ein wirksames Mittel gegen Verstopfung in der Schwangerschaft sein.
  • Zitronen haben einen hohen Kaliumgehalt und sind somit echte Detoxmaschinen. Das Kalium wirkt sich harntreibend aus und führt Giftstoffe aus Ihrem Körper heraus. Gut für Sie und Ihr Baby!
  • Zitronen verbessern das Hautbild. Viele Schwangere klagen während Ihrer Schwangerschaft über Hautprobleme. Regelmäßiger Zitronenkonsum in der Schwangerschaft kann ein natürliches Hilfsmittel sein.

Extra Tipp: Sollten Sie sich eine Zitrone in Form einer „heissen Zitrone“ zubereiten, achten Sie darauf, dass das Wasser nicht mehr zu heiss ist, wenn Sie die Zitrone hinzugeben. Bei einer Wassertemperatur von über 40 Grad Celsius gehen viele wichtige Inhaltsstoffe verloren.

Können zu viele Zitronen in der Schwangerschaft schaden?

Eine Vitamin C Überdosis ist medizinisch gesehen unmöglich, da der Körper, wenn er nicht mehr aufnahmefähig ist, das überflüssige Vitamin C ausscheidet und es nicht mehr verwertet.

Eine negative Auswirkung eines erhöhten Zitronen Konsums ist, dass die enthaltene Säure zu schlechtem Zahnschmelz und Karies führen kann.

Eine einseitige Ernährung ist allerdings nie gut. Übertreiben Sie es daher nicht und setzen Sie auf eine ausgewogene Ernährung.

Bronchitis-TherapieBronchitis in der Schwangerschaft – Was tun?

Schwangere Frauen stehen bei einer Bronchitis vor der Frage: Was darf ich tun, um Symptome wie Husten und Schleim zu bekämpfen, ohne meinem Baby zu schaden?

Schwangere Frauen mit Bronchitis müssen bei der Behandlung einige Dinge beachten.

Die Frage nach Behandlungsmethoden in der Schwangerschaft ist durchaus berechtigt. In der Apotheke gibt es zwar viele rezeptfreie Medikamente, doch sind nicht alle von ihnen für schwangere Frauen empfehlenswert. Den Einsatz von typischen Bronchitis-Medikamenten wie Hustenstillern, Schleimlösern oder Antibiotika sollten werdende Mütter also gut bedenken.

Auf der anderen Seite stehen den Nebenwirkungen von Medikamenten erhebliche Risiken bei einer unzureichenden Behandlung gegenüber. Eine unbehandelte Bronchitis kann zu weiteren gesundheitlichen Komplikationen führen, die es zu vermeiden gilt. Welche Behandlungsmethoden sind also in der Schwangerschaft erlaubt?

Wie behandeln Sie eine Bronchitis in der Schwangerschaft?

Bronchitis-Behandlung ohne Medikamente

Um den Nebenwirkungen von Medikamenten zu entkommen, greifen viele schwangere Frauen auf Hausmittel gegen Bronchitis zurück. Warme Kräutertees, die Inhalation von Kochsalzlösung oder Quarkwickel wirken wohltuend und beschleunigen die Genesung – auch während der Schwangerschaft.

Besonders für Schwangere mit chronischen Beschwerden und starker Verschleimung ist auch das atemtherapeutische Training mit dem RC-Cornet® PLUS geeignet. Dabei werden Druckschwankungen in die Atemwege eingebracht, um festsitzenden Bronchialschleim zu lösen.

Eine Therapie mit Medikamenten ersetzen können Hausmittel jedoch nicht. Was also sollten schwangere Frauen bei der medikamentösen Therapie der Bronchitis beachten?

Hustenstiller und Hustenlöser bei Bronchitis in der Schwangerschaft

Der Einsatz von Hustenstillern und Hustenlösern während der Schwangerschaft ist umstritten. Zum Beispiel können Wirkstoffe wie Ambroxol oder Acetylcystein Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Fieber und Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Auf alkoholhaltige Mittel sollte in der Schwangerschaft zudem komplett verzichtet werden.

Um quälenden Husten zu bekämpfen, sind rein pflanzliche Hustenstiller besser geeignet, z. B. mit Primel- und Thymianextrakt oder Cineol. Da zur Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit meist keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, wird die Anwendung im Beipackzettel häufig nicht empfohlen!

Antibiotika gegen bakterielle Infektionen

Bei bakteriellen Infektionen wird eine Bronchitis in der Regel mit Antibiotika behandelt. Eine bakterielle Infektion erkennt man an hartnäckigen Symptomen, die auch nach 2 Wochen nicht verschwinden. Zudem werden bakterielle Infekte oft von hohem Fieber begleitet.

Welches Antibiotikum sinnvoll ist und welche Dosis verabreicht wird, sollten Sie jedoch in jedem Fall mit Ihrem behandelnden Arzt abstimmen.

Fazit

Bei leichten bis mittleren Beschwerden reichen viel Ruhe und die Behandlung mit nicht-medikamentösen Maßnahmen und pflanzlichen Mitteln in der Regel aus. Eine einfache Bronchitis wirkt sich nicht schädlich auf das Baby aus.

Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Hausarzt konsultieren. Das gilt in jedem Fall auch, wenn sich erhöhte Temperatur oder Fieber einstellen. Zeigt das Fieberthermometer 39 °C oder mehr an, ist ein Arztbesuch dringend notwendig.

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Erwachsene leiden durchschnittlich zwei- bis viermal pro Jahr an einer Erkältung, Kinder bis zu zehnmal. Meistens klingen die Beschwerden innerhalb einer Woche von allein wieder ab.
Die häufigsten Erreger akuter, unkomplizierter Atemwegsinfekte sind Viren, vor allem Rhino- und Coronaviren. Bakterien sind nur für 8 % aller akuten Atemwegsinfekte verantwortlich, so dass Antibiotika bei einem Großteil der Patienten keine Wirkung zeigen. Abzugrenzen ist außerdem eine echte Influenza, die durch Influenza-A- und -B-Viren hervorgerufen wird und einen wesentlich schwereren Verlauf nehmen kann.
Halsschmerzen machen sich meist als das erste Symptom einer unkomplizierten akuten Atemwegsinfektion bemerkbar, gefolgt von Kopf- und Gliederschmerzen. Zugleich entwickelt sich eine Rhinitis (Schnupfen), das Leitsymptom der Erkältung. Wenn diese Beschwerden wieder abklingen, bleibt häufig ein trockener, quälender Reizhusten zurück, der später in einen produktiven Husten übergehen kann. Selten leiden die Patienten unter einer erhöhten Temperatur.
Wichtig ist, dass die Erkrankung vollständig ausheilt. Andernfalls stellt der in den Atemwegen festsitzende Schleim einen idealen Nährboden für Bakterien dar, die in den Bronchien und den Nebenhöhlen hartnäckige entzündliche Erkrankungen auslösen können. Dabei können sich Komplikationen wie Sinusitis, Bronchitis und Otitis media entwickeln oder sogar eine Pneumonie bis hin zu einer Myokarditis. Eine effektive Therapie kann die Symptome einer Erkältung lindern und gleichzeitig das Risiko für Komplikationen reduzieren.
Eine erhöhte Zinkzufuhr – bis 25 mg – die schon in den ersten 24 nach Auftreten der ersten Erkältungssymptome begonnen wird, senkt die Dauer der Erkältung um durchschnittlich einen Tag.
Zur symptomatischen Therapie von Kopf- und Gliederschmerzen eignet sich das Analgetikum Paracetamol. Es lindert gleichzeitig auch die Halsschmerzen. Zusätzlich können gegen Halsschmerzen Phytotherapeutika mit Inhaltsstoffen aus Kamille, Salbei, Linden, Thymian, Arnika empfohlen werden. Als weitere symptomlindernde Maßnahmen gegen eine erkältungsbedingte Pharyngitis (Rachenentzündung) kommen reichlich Flüssigkeitszufuhr, Gurgeln mit Salzwasser oder Tee, Lutschen nicht medizinischer Bonbons und die Anwendung von Halswickeln in Frage.
Neben Allgemeinmaßnahmen (reichlich Flüssigkeitszufuhr, Inhalation über einem Dampfbad mit 2-3 Tropfen Eukalyptus-Öl) dürfen bei Schnupfen auch Nasensprays zur Schleimhautabschwellung verabreicht werden. Sie enthalten Sympathomimetika, bei denen in moderater Dosis, z. B. in Form von Olynth 0,025 % Nasentropfen für Säuglinge®, keine Minderdurchblutung im Mutterkuchengewebe zu befürchten ist. Abschwellende Nasentropfen sollten maximal sieben Tage eingesetzt werden. Einen Schutz für die Nasenschleimhaut bieten Nasensprays, die Dexpanthenol enthalten. Dexpanthenol beugt der Austrocknung der Nasenschleimhaut vor und beschleunigt die Wundheilung. Zur symptomatischen Therapie der Rhinitis eignen sich auch Nasenspülungen und -sprays mit isotonen/hypertonen Salzlösungen. Sie können die Schwellung der Nasenschleimhaut mildern und das Sekret lösen, die Krankheitsdauer verkürzen sie allerdings nicht. Hilfreich kann auch die Inhalation warmer Wasserdämpfe (Temperatur 42-45°C) sein.
Unproduktiver Reizhusten kann nach strenger Nutzen/Risiko-Abwägung mit Dextromethorphan (z. B. Wick Hustensirup gegen Reizhusten® oder Hustenstiller Ratiopharm Dextromethorphan Kapseln®) behandelt werden. Eine hohe Dosierung bei fortgeschrittener Schwangerschaft ist zu vermeiden, da sie ansonsten möglicherweise beim Neugeborenen zu einer Atemdepression führen kann. Bei sehr starkem Husten kann nach strenger Indikationsstellung auch Codein eingesetzt werden. Patienten, die eine vorübergehende bronchiale Überempfindlichkeit mit trockenen Hustenanfällen entwickeln, sprechen meist auch sehr gut und innerhalb weniger Tage auf inhalative Kortikosteroide an.
Als produktiv gilt Husten dann, wenn die Menge des Auswurfs innerhalb von 24 Stunden 30 ml, also etwa zwei Esslöffel, beträgt. Zur Schleimlösung können die Wirkstoffe Acetylcystein und Ambroxol eingesetzt werden. Es liegen jedoch keine Wirksamkeitsnachweise vor. Besser sieht es bei pflanzlichen Präparaten aus: Extrakte aus Thymian und Primelwurzel (Bronchicum®) können Erkältungshusten effektiv lindern. Sie wirken hustenstillend, lösen gleichzeitig die Verkrampfung der Bronchien und fördern das Abhusten des Schleims (Bisher haben sich keine Anhaltspunkte für Risiken in Schwangerschaft und Stillzeit ergeben, aber da zur Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, wird die Anwendung laut Beipackzettel nicht empfohlen!). Zu achten ist außerdem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Auch das bewirkt häufig eine Besserung des Erkältungshustens.
Aus einem banalen Schnupfen kann sich durchaus eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) entwickeln, wenn sich die Viren von der Nase in die Nasennebenhöhlen ausbreiten und dort anderen Erregern den Weg ebnen. Hat sich eine Sinusitis bereits manifestiert, muss das Sekret aus den Nebenhöhlen gelöst werden. Bewährt haben sich hier pflanzliche Arzneimittel mit Cineol (Soledum Kapseln Forte®, Gelomyrtol®), dem Hauptinhaltsstoff von Eukalyptusblättern. Das Terpen wirkt sekretolytisch, antiinflammatorisch und antibakteriell. Aufgrund dieser Eigenschaften kommt der Wirkstoff auch bei einer akuten oder chronischen Bronchitis zum Einsatz. Außerdem eignet sich Cineol zum Inhalieren, um festsitzenden Schleim zu lösen und Husten zu lindern. Da die Substanz gut verträglich ist, können auch Schwangere nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses und Kleinkinder ab zwei Jahren mit einem cineolhaltigen Balsam (Soledum Balsam Inhal®) behandelt werden.
Asthma bronchiale:
In der Schwangerschaft ist Asthma bronchiale die häufigste chronische Lungenerkrankung. Die Prävalenz wird mit 4–8 % angegeben. Es ist davon auszugehen, dass die Erkrankung bei einem Drittel der Schwangeren stabil bleibt, bei den anderen Schwangeren ist in jeweils einem Drittel mit einer Verbesserung oder Verschlechterung zu rechnen („one-third rule“). Virale Infekte der oberen Luftwege, die Nichteinnahme der inhalativen Kortikosteroide und das aktive Rauchen gelten dabei als Risikofaktoren für eine mögliche Verschlimmerung. Die häufigen bakteriellen Superinfektionen stellen eine Indikation für eine Therapie mit Antibiotika dar. Ein bereits vor der Schwangerschaft bestehendes, unzureichend kontrolliertes Asthma ist ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung einer Präeklampsie im Verlauf der Schwangerschaft. Im Vergleich zu schwangeren Frauen ohne Asthma wird das relative Risiko (RR) mit 1,54 angegeben. Darüber hinaus bestehen Zusammenhänge zu weiteren Schwangerschaftskomplikationen. Dies betrifft die intrauterine Wachstumsrestriktion (RR: 1,46) und eine zu kleine Körpergröße des Feten in Bezug auf das Gestationsalter („small for gestational age“, SGA, RR: 1,22), die Frühgeburtlichkeit (RR: 1,41) sowie die angeborenen Fehlbildungen (RR: 1,11). Die genannten Risiken begründen aber keinen Verzicht auf eine Schwangerschaft.
Bei Schwangeren, die unter Asthma leiden, ist eine optimale Kontrolle des Asthmas während der Schwangerschaft notwendig. Die vor der Schwangerschaft bestehende Therapie sollte fortgeführt werden und akute deutliche Verschlechterungen des Krankheitsbildes müssen unverzüglich behandelt werden. Um einer möglichen plötzlichen Verschlechterung des Asthmas vorzubeugen, sind auch die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission für eine Influenzaimpfung ab dem 1. Schwangerschaftsdrittel zu beachten. Besteht ein Nikotinabusus, sollte die Patientin zu einer Raucherentwöhnung motiviert werden. Während der Schwangerschaft ist der Beginn einer Hyposensibilisierung kontraindiziert.

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