Erkältung BEI babys

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Gerade, wenn Dein Kind unter einem Jahr alt ist, machst Du Dir sicher Sorgen, wenn es eine Erkältung hat. Denn Medikamente darfst Du in diesem Alter kaum bis gar nicht anwenden. Aber es gibt andere Hilfsmittel, um Deinem Kind die Zeit erträglicher zu machen und die Erkältungs-Symptome zu bekämpfen.

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Wie erkenne ich eine Erkältung beim Baby?

Wenn Du als Elternteil erfahren bist, erkennst Du meist von selbst, wann Dein Baby eine Erkältung ausbrütet. Es ist dann ruhiger als sonst, wirkt schlapp, schläft mehr und isst weniger. Außerdem können erkältete Babys sehr anhänglich und weinerlich sein.

Mit der Zeit stellst Du dann folgende Erkältungs-Symptome fest, die einzeln oder auch in Kombination auftreten können:

  • Die Atmung durch die Nase ist beeinträchtigt. Säuglinge können in einem solchen Fall nicht besonders gut saugen und verweigern im Beikost-Alter oft auch die Nahrung. Aber keine Sorge: Wenn Dein Baby ein paar Tage nur wenig isst, ist das kein Grund zur Sorge! Hauptsache, es trinkt genug. Achte also darauf, dass Dein Baby nasse Windeln hat, denn daran erkennst Du, dass es genug Flüssigkeit zu sich nimmt.
  • Schnupfen, der zunächst wässrig, später dickflüssig auftritt, ist ein weiteres typisches Erkältungsanzeichen. Bei einer bakteriellen Infektion ist der Schnupfen gelb-grünlich.
  • Halsschmerzen und Fieber sind ebenfalls nicht selten. Wenn Dein Baby schlecht isst, aber viel Durst hat, könnte das also ein Zeichen für Halsweh sein.
  • Es besteht zudem die Gefahr einer Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung, wenn sich Nasensekret im Gehörgang sammelt. Fasst sich Dein Baby häufig ans Ohr, ist das ein Anzeichen dafür.
  • Trockener Husten, der nicht selten in schleimigen Husten übergeht, ist ein weiteres Symptom einer Erkältung beim Baby.
  • Gerötete Augen können ebenfalls auf eine Erkältung hinweisen.

So behandelst Du eine Erkältung beim Baby

Da Kinder bis zu einem Alter von etwa vier Jahren die Nase noch nicht richtig selbst putzen können, musst Du dabei helfen. Denn nur mit einer freien Nase kann Dein Kind richtig atmen, trinken und essen — und auch an seinem geliebten Schnuller saugen. Bei Säuglingen solltest Du ganz besonders darauf achten, dass die Flüssigkeitszufuhr ausreichend ist. Beim Säubern der Nase kann Dir zum Beispiel ein Nasensauger helfen.

Hat Dein Baby außer einer verstopften Nase keinerlei Beschwerden, solltest Du überprüfen, dass es sich nichts in die Nase gesteckt hat. Ist dies nicht der Fall, kannst Du ihm das Atmen bei Schnupfen und Husten im Schlaf erleichtern, wenn Du ein flaches Kissen, ein zusammengefaltetes Handtuch oder einen Ordner unter die Matratze Deines Kindes legst. Das Köpfchen liegt dann etwas erhöht, Dein Baby bekommt besser Luft und kann leichter abhusten.

Fieber solltest Du immer im Po messen, nur dann ist das Ergebnis bei Babys aussagekräftig. Es sei denn, Du hast ein spezielles Baby Fieberthermometer für’s Ohr.

Die besten Hilfsmittel gegen Baby-Erkältung

  • Feuchte Luft. Durch Aufhängen von nasser Wäsche oder Aufstellen von Wassergläsern oder auch mit einem speziellen Luftbefeuchter kannst Du dies erreichen. So bleibt die Nase frei und wird nicht so schnell wund. Zudem vermeidet etwas Wundcreme Hautreizungen an Nase und Mund.
  • Viel Trinken. Gegen Husten und Halsschmerzen hilft viel Flüssigkeit. Ermutige Dein Baby also immer wieder zum Trinken! Pflanzliche Hustenlöser, etwa Thymiantee oder Kinder-Erkältungstee, eignen sich erst für Kinder ab einem Jahr. Auch mit chemischen Hustenlösern und Hustenblockern solltest Du vorsichtig sein. Solche hochwirksamen Medikamente verschreibt ausschließlich der Kinderarzt!
  • Ein Quarkwickel wirkt entkrampfend, schleimlösend und hustenstillend. Quarkwickel um den Hals oder auf der Brust kannst Du anwenden, wenn Dein Baby älter als 6 Monate ist.
  • Abschwellende Nasentropfen erleichtern das Atmen vor allem in der Nacht. Außerdem können sie einer Mittelohrentzündung vorbeugen. Abschwellende Nasentropfen darfst Du Deinem Kind je nach Alter nur drei bis maximal zehn Tage lang geben. Gerade bei sehr jungen Babys (unter drei Monaten) allerdings nur in Absprache mit dem Kinderarzt!
  • Nasentropfen und -sprays auf Salzwasserbasis befeuchten die Schleimhäute und wirken ebenfalls leicht abschwellend — und sind vollkommen unbedenklich. Diese kannst Du bei Bedarf auch länger verabreichen.
  • Eine Dampfinhalation. Nimm Dein Baby dafür mit ins Badezimmer und stellt Euch neben die laufende, warm aufgedrehte Dusche. So kann es den Wasserdampf einatmen — diese Methode funktioniert bei Babys besser als Inhalieren mit einem speziellen Gerät.
  • Frische, kühle Luft. Bei akuten Hustenanfällen kann zudem kühle Luft helfen, indem Du Dich beispielsweise mit Deinem Kind an das geöffnete Fenster stellst. Dein Baby sollte aber unbedingt warm eingepackt sein und auf keinen Fall frieren!

Weitere Tipps bei Baby-Erkältung

  • Am besten hilft Deinem erkälteten Baby viel Ruhe und Nähe.
  • Fiebersenkende Medikamente wie Fieberzäpfchen oder -Saft solltest Du Deinem Kind erst ab einer Temperatur 39,5 Grad geben. Hausmittel wie Wadenwickel oder Essigsocken solltest Du nur anwenden, wenn Dein Kind älter als 6 Monate ist und nicht fröstelt.
  • Wenn Dein Kind in der Verfassung dazu ist, sind Spaziergänge an der frischen Luft immer hilfreich, um die Schleimhäute zu belüften. Ansonsten solltest Du das Kinderzimmer zumindest gut lüften.
  • Wasche Dir und Deinem Kind oft die Hände und entsorge gebrauchte Papiertaschentücher immer direkt.

Ansonsten gilt: Medikamente für kleine Kinder verschreibt ausschließlich der Arzt. Medikamente für Erwachsene sind tabu! Denn diese können bei Babys schwere gesundheitliche Schäden verursachen! Und: Bei Kindern unter drei Monaten solltest Du nicht auf ätherische Öle und Hustentees zurückgreifen. Diese können mitunter schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Wann muss ich mit meinem Baby zum Arzt?

Hat sich die Erkältung innerhalb einer Woche nicht deutlich gebessert, solltest Du einen Kinderarzt aufsuchen. Und auch bei anderen Anzeichen solltest Du dies tun, um eine echte Grippe oder andere schwerwiegende Krankheiten rasch auszuschließen oder gezielt behandeln zu können.

Bei diesen Anzeichen sollte ein Arzt sich Dein Kind auf jeden Fall anschauen:

  • Der Husten geht nicht weg.
  • Der Schleim ist auffällig grün, gelb oder braun.
  • Dein Baby reibt und fasst sich ständig am Ohr.
  • Dein Kind hat offensichtlich Schmerzen.
  • Das Atmen fällt Deinem Kind zunehmend schwerer und die Atemgeräusche sind sehr laut.
  • Dein Kind hat hohes Fieber (über 38,5 Grad).
  • Es verweigert vollständig die Nahrung.
  • Dein Baby wirkt extrem schlapp.
  • Du entdeckst faulig riechenden und/oder ungewöhnlich verfärbten Windelinhalt.
  • Babys unter drei Monaten mit Erkältungssymptomen und/oder Fieber gehören immer in ärztliche Behandlung.

Wie kann ich mein Baby vor einer Erkältung schützen?

Säuglinge oder gestillte Kinder erhalten über Deine Muttermilch viele wichtige Antikörper. Diese fungieren als natürlicher Infektionsschutz. Langes Stillen ist also grundsätzlich der beste Ansatz, um Dein Baby vor Infektionen zu schützen. Eine rauchfreie Umgebung ist ebenfalls zu empfehlen. Plus: Hygiene ist eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Kind. Das heißt auch, dass bereits erkältete Familienmitglieder möglichst das Baby nicht anfassen und sich besonders oft die Hände waschen sollten. Der Jahreszeit entsprechende Kleidung — das heißt, weder zu warm noch zu kalt — hilft darüber hinaus, den zarten Schleimhäuten stabil und gesund zu bleiben und Erregern den Weg in den kindlichen Organismus zu erschweren. Weiterhin stärken eine gesunde, ausgewogene Ernährung sowie viel Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem Deines Kindes.

Erkältungen stärken das Immunsystem Deines Babys

Bei einem normalen Verlauf einer Erkältung solltest Du Dir nicht allzu viele Sorgen machen. Auch nicht, wenn diese öfter auftreten sollte. Denn: Babys und Kleinkinder treffen Erkältungen besonders häufig, zehn bis zwölf Infekte pro Jahr sind ganz normal. Leider sind Babys und Kleinkinder auch oft besonders stark erkältet. Das liegt an den zarten Schleimhäuten in Nase, Mund und Hals, die noch sehr anfällig sind und Erreger nur schlecht aufhalten können. Schließlich entwickeln sich die Abwehrkräfte des Immunsystems bei Babys erst im Laufe der Jahre. Und dafür brauchen sie sogar den Kontakt zu Erregern, um ein starkes Immunsystem bilden zu können. Hast Du die Erkältung mit Deinem Schatz überstanden, hat das also in doppelter Hinsicht etwas Gutes!

Baby-Erkältung: Bis zu zehn Infekte pro Jahr sind normal

Oh nein, das Kleine hat’s erwischt: Die Nase läuft, es hustet und es ist unzufrieden mit sich und der Welt. Aber keine Sorge, eine Erkältung beim Baby ist meistens nicht schlimm und tritt sogar ziemlich häufig auf. So hilfst du deinem erkälteten Baby.

Babys sind anfällig für Erkältungen

Eine Erkältung ist schon für Erwachsene alles andere als angenehm: Wir fühlen uns schlapp, haben Schmerzen, sind wehleidig und im Prinzip zu nichts zu gebrauchen. Kein Wunder, dass es uns Eltern in der Seele wehtut, wenn schon unser jüngster Nachwuchs plötzlich mit einer lästigen Schnupfennase und Husten zu kämpfen hat. Dabei ist eine Erkältung beim Baby etwas völlig Normales. Bis zu zehn Infekte pro Jahr können Kinder in den ersten zwei Lebensjahren durchmachen.

Denn: Lässt der Nestschutz nach, haben Säuglinge den über 200 bekannten Erkältungsviren kaum etwas entgegenzusetzen. Ihr Immunsystem muss sich erst noch entwickeln und Abwehrstoffe gegen die unerwünschten Krankheitserreger bilden. Deshalb sind Babys zunächst besonders anfällig für Erkältungsviren, die sich durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Meist erwischt es die Kleinen zum ersten Mal zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat, wenn sie mobiler werden und sich alles Mögliche in den Mund stecken (Stichwort „Orale Phase“).

Vorbeugen kannst du einer Erkältung nur bedingt. Achte in hohem Maße auf Hygiene und wasch dir häufig die Hände. Lass dein Kind möglichst nicht in Kontakt mit Erkrankten kommen und ermahne kränkelnde Geschwisterkinder, dem Baby für ein paar Tage nicht zu nahe zu kommen.

Doch dem Ganzen kannst du auch etwas Positives abgewinnen: Jeder grippale Infekt trainiert das Immunsystem und stärkt die Abwehrkräfte deines Kindes.

Symptome einer Erkältung beim Baby

Ein erkältetes Baby erkennst du vor allem an den typischen Erkältungs-Symptomen:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Niesen
  • allgemeines Unwohlsein
  • Eventuell sind die Lymphknoten am Hals, im Nacken, hinter den Ohren und unter den Achseln geschwollen.
  • Auch leichtes Fieber ist häufig Begleiterscheinung einer Erkältung beim Baby.

Dein Baby ist sicher auch sehr quengelig und weint viel. Kein Wunder, denn ihm macht eine verstopfte Nase noch mehr zu schaffen als uns Erwachsenen. Säuglinge können noch nicht durch den Mund atmen, sondern sind auf die Nasenatmung angewiesen. Schwellen die Nasenschleimhäute an und sondern vermehrt Sekret ab, verengt das die ohnehin schon engen Atemwege zusätzlich. Das macht das Atmen und Trinken beschwerlich.

Erkältung vorbeugen: 15 Tipps für die ganze Familie

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Bei kleinen Kindern kommt es schon mal vor, dass die Viren vom Rachen in die Ohren wandern und dort Ohrenschmerzen, im schlimmsten Fall eine Mittelohrentzündung hervorrufen. Weitere Komplikationen einer Erkältung sind eine Nasennebenhöhlenentzündung, eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung. Doch keine Angst, das sind nur die schlimmsten Fälle! Wenn du bei einer sich anbahnenden Erkältung deines Babys rechtzeitig handelst, dann wird es die Erkrankung nach sieben bis zehn Tagen ganz sicher gut überstanden haben.

Das Baby ist erkältet, was tun?

Was dem Baby bei einer Erkältung immer hilft, sind Ruhe, frische Luft und viel trinken. Frische Luft tut den Schleimhäuten gut. Solange dein Baby kein Fieber hat, solltest du mit ihm also so oft es geht nach draußen gehen. Vielleicht hast du ja eine Terrasse oder einen Balkon, auf dem dein Baby tagsüber warm eingepackt im Kinderwagen seine Nickerchen halten kann?

Wenn du dein Baby noch stillst, dann lege es ruhig ein paar Mal mehr an, damit es auch genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Trinkt es schon Tee, kannst du ihm immer wieder Fencheltee und Wasser zu trinken anbieten. Das hilft dabei, das lästige Sekret in Nase und Rachen zu verflüssigen und die Schleimhäute zu befeuchten.

Hausmittel gegen Schnupfen beim Baby

Bei der Pflege deines kränkelnden Babys solltest du besonderes Augenmerk darauf legen, die Nase frei zu halten, um deinem Kind das Atmen und Trinken zu erleichtern. Um die Nase von Rückständen und Sekret zu befreien, eignet sich am besten ein Nasensauger. Ist der nicht zur Hand, zwirble ein Stück Zellstofftaschentuch, führe es vorsichtig in ein Nasenloch ein und drehe es sanft wieder heraus. Verzichte bitte auf den Einsatz von Wattestäbchen, hier ist das Verletzungsrisiko zu groß, wenn dein Baby sich plötzlich und ruckartig bewegt. Um ein Wundwerden der Nase zu verhindern, tupfe das herauslaufende Sekret sanft ab und cremen die Nasenlöcher mit einer pflegenden Salbe ein.

Muttermilch oder geeignete Nasentropfen aus Kochsalzlösung wirken abschwellend und befeuchtend. Beides kannst du im Liegen vorsichtig mit einer Pipette in die Nasenlöcher deines Babys tröpfeln. Noch ein Hausmittel, das sich bewährt hat, sind Zwiebelsäckchen. Schneide dafür eine mittelgroße Zwiebel klein und stecke sie in ein Babysöckchen oder ein Stofftaschentuch. Binde das Paket gut zu und befestige es am Babybett. Die Zwiebeldämpfe wirken ebenfalls abschwellend.

Um deinem Baby das Amten zu erleichtern, kannst du die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen. Hänge dafür feuchte Tücher über die Heizung oder an das Babybett oder benutzte hygienische Luftbefeuchter.

Hausmittel gegen Husten und Halsschmerzen beim Baby

Auch hier der Tipp: Befeuchte die Luft und biete deinem Kind viel zu trinken an. Wie bei uns Erwachsenen kann auch bei Babys eine Dampfinhalation hilfreich sein. Nehme dein Baby dafür mit ins Badezimmer und stelle dich neben die laufende, warm aufgedrehte Dusche, damit es den Wasserdampf einatmen kann.

Bei akuten Hustenanfällen kann kühle Luft helfen: Stelle dich mit deinem Kind an das geöffnete Fenster oder setze dich mit ihm für kurze Zeit vor den geöffneten Kühlschrank. Achte dabei aber darauf, dass dein Baby warm eingepackt ist und nicht friert. Um deinem Baby das Abhusten und Atmen zu erleichtern, kannst du das Kopfteil seines Bettchen etwas erhöhen. Schiebe dafür zum Beispiel ein kleines Kissen oder ein gefaltetes Handtuch unter die Matratze.

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Was tun, wenn das Baby hohes Fieber hat?

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Hausmittel gegen Ohrenschmerzen beim Baby

Eine Erkältung schlägt bei Babys auch schon mal auf die Ohren. Schwillt das Gewebe in den Ohren an, wird die Belüftung des Innenohres gestört, die Folge sind Ohrenschmerzen. Dagegen helfen ebenfalls Nasentropfen aus physiologischer Kochsalzlösung oder Muttermilch, die du in die Nase (nicht die Ohren!) tröpfelst.

Außerdem kannst du wieder zum Zwiebeltrick greifen: Zerkleinere eine mittelgroße Zwiebel und schlage die Stücke längs in ein Stofftaschentuch ein. Binde die Enden fest zu und gebe das Ganze in ein Plastiktütchen. Lege das Paket auf eine Wärmflasche, zusammen mit einigen Wattepads. Haben sich das Zwiebelpäckchen und die Wattepads erwärmt, nehme die Zwiebel-Taschentuch-Rolle aus der Tüte und lege sie deinem Kind von der Schläfe ausgehend über die Ohrmuschel. Lege die Wattepads darauf und fixiere das Ganze mit einem Stirnband oder Mützchen. Nach 30 bis 60 Minuten kannst du den Zwiebelumschlag wieder entfernen. Je nach Bedarf kannst du das Prozedere zwei- bis dreimal täglich wiederholen.

Bitte lasse die Finger von Hustentee-Mischungen oder Anwendungen mit ätherischen Ölen. Beides kann im schlimmsten Fall zu Allergien führen oder die Atemwegen deines Babys reizen. Auch Honig ist für Babys unter einem Jahr tabu! Medikamente gegen die Erkältungssymptome sollten der letzte Weg sein und bedürfen in jedem Fall der Absprache mit deinem Kinderarzt.

Erkältung beim Baby: Wann zum Arzt?

Auch wenn Infekte meist harmlos sind: Eine gewisse Unsicherheit bleibt und manchmal ist es besser, einen Arzt aufzusuchen. Ist dein erkältetes Baby jünger als drei Monate, solltest du zum Beispiel immer medizinischen Rat einholen, ebenso bei diesen Symptomen:

  • hohes Fieber (über 38,5 Grad)
  • Verweigerung von Nahrung
  • extreme Schlappheit
  • Atemprobleme (Keuchen, Rasseln)
  • Faulig riechender und/oder verfärbter Auswurf
  • starker Husten sowie Dauerhusten
  • Ohrenschmerzen (das Kind zieht häufig am Ohr)
  • Wenn die Erkältung über zehn Tage andauert

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Die besten Hausmittel gegen Erkältungen

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Wann muss der Arzt meinem Baby Antibiotika verschreiben?

Falls sich die Viren weiter ausbreiten oder Bakterien die vorgeschädigten Schleimhäute zusätzlich infizieren, können sich Erkrankungen wie Mittelohrentzündung, Bronchitis und Nebenhöhlen- oder Lungenentzündung einstellen. Dann kann der Kinderarzt Antibiotika für erforderlich halten, die die Bakterien an der Vermehrung hindern oder sie abtöten. Achte bei der Einnahme genau auf die Dosierung, und breche die Behandlung auf keinen Fall vorzeitig ab, sonst kann die Infektion zurückkehren.

Erkältungen bei Babys und Kleinkindern

swissmom: Erkältungen bei Kleinkindern und Babys beginnen häufig mit Schnupfen, warum?

Dr. Renato Kaiser: Erkältungen sind akute Infektionskrankheiten der Nasen-, Hals- und Bronchialschleimhäute, die in erster Linie durch Viren verursacht werden. Gerade Kleinkinder und Babys werden oft durch eine Vielzahl von so genannten Schnupfenviren angesteckt und zeigen meist bereits am nächsten Tag erste Symptome wie verstopfte Nase und Niesen. Die Nasensekretion ist anfangs wässrig, wird zunehmend dickflüssiger und innerhalb weniger Tage schleimig-gelbgrün. Nasale Sprache, Heiserkeit und leichtes Brennen der Augen (ohne sichtbare Entzündungszeichen) können auftreten. Husten und Halsschmerzen sind häufige Begleiterkrankungen. Erkältungen bei Kleinkindern und Babys beginnen tatsächlich mit einem Schnupfen. Das hat damit zu tun, dass Kleinkinder und Babys durch die Nase atmen und die Eintrittspforte für die Erreger in der Regel die Nase ist und sich von dort auf Rachen und Bronchialschleimhaut ausbreiten können.

swissmom: Verstopfte Atemwege erzeugen bei Kleinkindern häufig Unwohlsein, wie äussert sich das?

Dr. Renato Kaiser: Die verstopfte Nase macht dem Baby vor allem deshalb zu schaffen, weil die Atmung zu diesem Zeitpunkt fast ausschliesslich durch die Nase geschieht. Das Baby hat dann grosse Mühe beim Trinken, ist häufig unruhig und „quengelig“ und röchelt häufig. Es erstaunt wenig, dass verschnupfte Babys schlecht einschlafen und nachts – zum Leidwesen der Eltern – häufiger aufwachen.

Zur Person

Renato Kaiser ist promovierter Apotheker und Geschäftsführer der Parcopharm SA in Baar. Er betreut für die Firma Iromedica die Produkte Entwicklung und -Pflege. Auch beschäftigt er sich seit Jahren intensiv mit der Naturheilkunde. Sein Spezialgebiet: Spagyrik, Heilmittel und Alchemia Medica. Dr. Kaiser ist auch Dozent der Naturärztevereinigung der Schweiz.

swissmom: Wie behandelt man einen Schnupfen bei Kleinkindern und Babys?

Dr. Renato Kaiser: Die effizienteste Art der Schnupfenbehandlung ist sicher die Anwendung von Schleimhaut abschwellenden Schnupfenmitteln. Dies ist dann sehr sinnvoll, wenn die Nase völlig verstopft ist und das Baby grosse Mühe beim Trinken hat oder nachts schlecht schläft. Babys und Kleinkinder brauchen unbedingt speziell auf sie abgestimmte Schnupfenmittel. Den modernen Dosiersystemen ist dabei sicher der Vorzug zu geben (z.B. Nasivin pur 0.01% Dosiertropfer für Säuglinge, Nasivin pur 0.025% Dosierspray für Kleinkinder). Zu beachten ist, dass Schleimhaut abschwellende Schnupfenmittel grundsätzlich nicht länger als 5 – 7 Tage angewendet werden sollten. Alternativ können Nasentropfen oder –sprays auf der Basis von Salzlösungen (Kochsalz, Meersalz oder Emsersalz) angewendet werden. Salzlösungen haben einen leicht abschwellenden Effekt und lösen vor allem zähen Schleim. Die Anwendung ist bedenkenlos und auch nicht eingeschränkt. Nicht geeignet sind ätherische Öle, etwa Eucalyptusöl oder Menthol und Kampher. Sie können Reizungen und sogar Atemnot verursachen.

swissmom: Warum sollen Eltern einen Schnupfen behandeln und Ihr Kind gut beobachten?

Dr. Renato Kaiser: Die Behandlung des Schnupfens ist sinnvoll, nicht nur damit das Baby oder Kleinkind wieder eine freie Nase hat, sondern weil durch Schleimhaut abschwellende Mittel die Verbindungsgänge zu Nebenhöhlen und Mittelohr frei werden. Dadurch wird auch die Gefahr der Entwicklung einer Entzündung der Nebenhöhlen (Sinusitis) und des Mittelohrs (Otitis media) durch Bakterien und Viren deutlich gesenkt. Eine verstopfte Nase beim Säugling kann also durchaus zu einem ernsten Problem führen. Die Eltern sollten ihr Baby oder Kleinkind gut beobachten.

swissmom: Wie äussern sich die Symptome einer Mittelohrentzündung?

Dr. Renato Kaiser: Die Mittelohrentzündung tritt häufig im Säuglings- und Kleinkindalter auf. Sie wird meist durch Bakterien verursacht. Die typischen Symptome sind heftige Ohrenschmerzen, Schwindel und Fieber. Weitere Symptome sind allgemeines Krankheitsgefühl, Hörminderung und Kopfschmerzen. Babys mit Mittelohrentzündung sind unruhig, weinerlich, trinken schlecht und greifen sich oft ans Ohr. Im Verlauf der Mittelohrentzündung kann es zum Einreissen des Trommelfells kommen mit plötzlicher Schmerzlinderung und Eitern des Ohrs kommen. Eltern sollten bei Anzeichen einer Mittelohrentzündung den Arzt aufsuchen.

swissmom: Was tun, wenn das Kind noch zusätzlich hustet oder bekommt Fieber?

Dr. Renato Kaiser: Bei leichtem Husten oder leichter Temperatur (bis 38 °C) sollte man sich keine allzu grossen Sorgen machen. Wird das Kind aber durch einen trockenen Husten vom Schlaf abgehalten oder tritt Fieber auf (mehr als 38 °C), sollten Eltern mit ihrem Kleinkind unbedingt zum Arzt gehen – dies auch, wenn die Kleinen das Trinken ganz verweigern und der Allgemeinzustand sich deutlich verschlechtert.

swissmom: Dürfen Eltern mit einem Kind, welches erkältet ist, auch etwas an die frische Luft?

Dr. Renato Kaiser: Selbstverständlich. Falls das Kind kein Fieber hat, kann man ohne weiteres mit ihm auch mehrmals am Tag spazieren gehen. Das tut ihm gut und ist bei fast jedem Wetter möglich. Das Kind ist einfach entsprechend der Witterung anzuziehen (nicht zu warm, nicht zu dünn). Bei Temperaturen von unter 10 Grad minus empfiehlt es sich, daheim zu bleiben. Frische Luft tut also gut!

Letzte Aktualisierung : 06-11-19, AS

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12-14 Infekte im Jahr sind normal – da gehört eine rinnende Nase schon fast dazu. Dennoch sind die Begleiterscheinungen lästig. Da geht es unseren Babys und Kindern bei einem Schnupfen nicht anders. Handelt es sich bei dem Schnupfen um eine gewöhnliche Erkältung und steckt nach Abklärung mit dem Arzt nicht die „echte Grippe“ hinter der rinnenden Nase, dann gibt es eine Vielzahl an Hausmitteln, die Kindern Erleichterung verschaffen. Wir haben für dein Kind die besten Hausmittel gegen Schnupfen recherchiert.
Finde hier auch heraus, was du tun kannst, wenn dein Baby Schnupfen hat.

Hausmittel gegen Schnupfen bei Kindern

1. Muttermilch in die Nase:

Gerade Babys leiden unter einer verstopften oder rinnenden Nase, denn sie sind ausschließlich Nasenatmer. Doch ein wenig Muttermilch mit Hilfe einer Pipette in die Nase getropft, unterstützt den Genesungsprozess.

2. Inhalationen

Inhaliere mit Salz oder Kamille über einem Topf oder mit einem Vernebler befeuchtet die Schleimhäute und erleichtert so das Durchatmen.

3. Nasse Handtücher

Verteile nasse Handtücher in der Wohnung für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Außerdem hilft ein Dampfbad im Badezimmer, denn auch das befeuchten die Atemwege. Besonders auf regelmäßiges Lüften nicht vergessen, denn die Heizungsluft trocknet die Schleimhäute zusätzlich aus und man wird anfällig für Erkältungen.

4. Nasensprays

Auch Nasensprays auf Meersalzbasis gibt es schon für die ganz Kleinen und können verwendet werden, um dadurch die Schleimhäute feucht zu halten und die Nase bei der Reinigung zu unterstützen.

5. Zwiebelsocken

Das Wundermittel schlechthin: Zwiebel. Wie auch bei den anderen Beschwerden, kommt auch beim Schnupfen der Zwiebel zum Einsatz. Dieses Mal in Form von Zwiebelsocken. Dazu eine Zwiebel in Scheiben schneiden, mit Wasserdampf erwärmen und die Scheibe mithilfe von Socken auf der Ferse fixieren. Wollsocken helfen, dass die Zwiebel auch dort bleibt, wo sie hingehört.

6. Zwiebel aufstellen

Die ätherischen Öle der Zwiebel unterstützen das Atmen. Daher gehört eine aufgeschnittene Zwiebel auf jeden Fall in den Schlafraum des Kindes.

7. Nasensauger

Die meisten Eltern sind skeptisch, wenn ihnen zu einem Nasensauger geraten wird. Dabei hilft dieser verlässlich und gut, den zähen Schleim zu entfernen. Nasensauger für den Staubsauger sind in der Apotheke erhältlich.

8. Jod

Auch Jod ist ein altes Hausmittel gegen Schnupfen, das in Vergessenheit geraten ist. Eingenommen werden kann es in Form von Schüssler Salzen Nr. 14 (stündlich) oder auch in Form von Globuli.

9. Rolli mit ätherischen Ölen

Ein wenig Jojobaöl mit Kardamom, Eukalyptus, Zitrone und Pfefferminze mischen und mehrmals unter die Nase und die Nasenflügel auftragen. Achtung: Bei Kindern auf Eukalyptus verzichten und lieber Kiefer hinzufügen! Weniger intensiv ist die Möglichkeit der Raumbeduftung in einem Vernebler oder ein eigener Riechstift, der in jede Hosentasche passt.

10. Hier eine kleine Übersicht, von Hausmittel für Kinder

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Ihr Kind hat eine Erkältung oder Grippe und Sie würden so gerne etwas tun, damit es ihm besser geht? Dann probieren Sie diese sanften, wirksamen und sicheren Hausmittel aus.

1) Honig (für Kinder ab 12 Monaten)

Wie er hilft
Honig umschmeichelt und beruhigt den Hals und lindert den Husten.
In einer Studie des Pennsylvania State University’s College of Medicine fanden die Eltern von 105 Kindern im Alter von 2 bis 18 Jahren, dass Honig bei der Behandlung des nächtlichen Hustens hilfreicher ist und besser wirkt als Hustensaft.
Was Sie brauchen
Honig gibt es in jedem Lebensmittelladen.
Honig wird bei Zimmertemperatur oft hart. Füllen Sie ein paar Löffel Honig in einen Behälter und erhitzen Sie ihn kurz in der Mikrowelle oder bringen Sie Wasser zum Kochen und setzen Sie dann das Glas mit Honig fünf oder zehn Minuten lang in das ganz heiße Wasser, um ihn weicher zu machen.
Anwendung
Wenn Ihr Kind ein bis fünf Jahre alt ist, können Sie ihm einen halben Teelöffel Honig geben. Wenn es zwischen sechs und elf Jahre alt ist, geben Sie ihm einen Teelöffel.
Einige Eltern vermischen den Honig auch mit heißem Wasser und fügen einen Spritzer Zitrone hinzu, was ein wenig Vitamin C zusammen mit dem lindernden Honig liefert. Honig darf auch in Milch getrunken werden. Es ist ein Ammenmärchen, zu glauben, dass Milch „schleimt“!
Da Honig eine klebrige Süße hat, ist es wichtig, nach der Einnahme die Zähne zu putzen, besonders wenn er vor dem Schlafengehen eingenommen wird.
Achtung: Geben Sie Ihrem Kind keinen Honig vor seinem ersten Geburtstag. Dies könnte eine seltene und manchmal sogar tödliche Krankheit hervorrufen, die Säuglingsbotulismus genannt wird. Lesen Sie unseren Expertenrat zu Honig für Babys

2) Ein Nasenkännchen (für Kinder ab 4 Jahren)

Wie es hilft
Ein Nasenkännchen spült eine milde Salzlösung durch die Nasenpassagen, feuchtet diesen Bereich an und verdünnt, löst und spült den Schleim weg.
Nach einem Bericht, der 2008 veröffentlicht wurde, haben Experten 390 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren untersucht und herausgefunden, dass ein Nasenspray, der aus Meerwasser hergestellt wurde, bei Erkältungssymptomen schneller Erleichterung verschaffte als die Standardmedikamente für Erkältungen. Es ist nicht sicher, ob das Salz einfach dabei hilft, den Schleim zu entfernen, oder sich Spurenelemente im Wasser positiv auswirken. Aber andere Wissenschaftler, die die Wirkung von salzhaltigen Nasenspülungen untersucht haben, fanden ebenfalls Vorteile.
Was Sie brauchen
Ein Nasenkännchen, das aussieht wie eine kleine Gießkanne oder ein Teetopf. Es ist gewöhnlich aus Keramik oder Metall. Sie können Nasenkännchen in Apotheken, im Bioladen oder Reformhaus, Drogerien und auch online bei einem Versandhandel kaufen.
Ihr Kind muss auch bereit sein zu kooperieren und bei der Prozedur mitzuwirken. Sie tut nicht weh, ist aber anfangs ein wenig merkwürdig. Dies ist auf jeden Fall nicht für Babys oder Kleinkinder geeignet. Ältere Kinder (und Erwachsene) machen dabei vielleicht nicht mit. Einige Leute finden es toll, während andere es schrecklich finden.
Anwendung
Neigen Sie den Kopf Ihres Kindes über einem Waschbecken zur Seite und setzen Sie die Tülle des Kännchens in das Nasenloch, so kann Wasser durch die Nasenpassagen laufen und sie säubern und anfeuchten. Dies erfordert ein wenig praktisches Hantieren, aber es ist leicht, wenn Sie erst einmal wissen, wie es geht.
Probieren Sie dies erst einmal an sich selbst aus, bevor Sie Ihrem Kind zeigen, wie man ein Nasenkännchen benutzt. Dann lassen Sie ihr Kind dabei zusehen, wenn Sie es verwenden. Und helfen Sie ihm schließlich, wenn es dazu bereit ist.
Hier ist die grundlegende Methode:

  1. Füllen Sie einen Topf mit der warmen Salzlösung.
  2. Beugen Sie sich über ein Waschbecken, neigen Sie Ihren Kopf zur Seite und setzen Sie die Tülle des Kännchens tief in das Nasenloch. Das Wasser fließt sanft durch die Nasenhöhlen und kommt aus dem anderen Nasenloch heraus. (Atmen Sie während der Spülung durch den Mund.)
  3. Wiederholen Sie dies mit dem anderen Nasenloch.

Es ist vielleicht am einfachsten, dies mit Ihrem Kind in der Badewanne oder Dusche zu üben.
Achtung: Zwingen Sie kein Kind dazu, wenn es nicht bereit ist. Dies muss eine sehr sanfte Prozedur sein. Wenn das Kind aber dagegen ankämpft, wird es möglicherweise traumatisiert oder seine Nasenpassagen werden beschädigt.

3) Nase putzen (für Kinder ab 2 Jahren)

Wie es hilft
Wenn die Nase vom Schleim befreit wird, hilft es Ihrem Kind beim Atmen, es schläft besser und es fühlt sich wohler. Und es sieht auch besser aus!
Was Sie brauchen
Eine Packung weiche Papiertaschentücher.
Wie macht man das?
Viele Kinder beherrschen diese Kunst nicht vor ihrem vierten Geburtstag, aber einige sind schon mit zwei Jahren bereit dazu.
Tipps, wie man einem Kind das Naseputzen beibringt:

  • Sagen Sie Ihrem Kind, dass es das nachmachen soll, was Sie tun. Einige Kinder brauchen nicht mehr.
  • Erklären Sie, dass das Naseputzen ein „Riechen in umgekehrter Richtung“ ist.
  • Lassen Sie Ihr Kind ein Nasenloch zuhalten und üben Sie, die Luft aus dem anderen sanft herauszublasen. Ein Spiegel oder ein kleines Stück Taschentuch unter der Nase hilft ihm dabei, seinen Atem auch zu sehen.
  • Bringen Sie ihm bei, die Nase sanft zu putzen. Zu hartes Schnauben kann die Ohren verletzen.
  • Schenken Sie Ihrem Kind seine eigene kleine Packung mit bunten Papiertaschentüchern.
  • Bringen Sie ihm bei, benutzte Taschentücher in den Abfalleimer zu werfen und seine Hände nach dem Naseputzen zu waschen.

Wenn die Nase Ihres Kindes nach all dem Schniefen und Putzen wund ist, können Sie ein wenig Vaseline oder eine andere für Kinder geeignete Salbe um die Nasenlöcher auftragen.

4) Eine Ballonspritze (am besten für Babys geeignet)

Wie sie hilft
Sie reinigt die Nase von Kindern, die zu klein sind, um ihre Nase zu putzen. Eine Ballonspritze ist wirklich nützlich, wenn eine verstopfte Nase beim Stillen oder beim Flaschegeben stört. Wenden Sie sie 15 Minuten vorher an. Eine verstopfte Nase mit einer Ballonspritze zu reinigen, funktioniert am besten bei kleinen Babys. Wenn einem älteren Kind diese Prozedur nichts ausmacht, gibt es aber keinen Grund, dies nicht anzuwenden.
Was Sie brauchen

  • Eine Ballonspritze
  • Salzwasserlösung

Sie können salzhaltige Nasentropfen in Flaschen in der Apotheke kaufen oder Ihre eigenen herstellen.
Das Rezept für hausgemachte salzhaltige Nasentropfen: Lösen Sie einen halben Teelöffel Salz in 240 ml warmen Wasser auf. Machen Sie sie jeden Tag frisch und bewahren Sie sie in einem sauberen Glas mit Deckel auf. Bakterien können in dieser Lösung wachsen. Deshalb sollten Sie die Salzlösung nicht länger als 24 Stunden aufbewahren.
Wie sie angewendet wird

  1. Neigen Sie den Kopf Ihres Babys nach hinten und drücken Sie 10 bis 20 Tropfen Salzlösung in jedes Nasenloch, um den Schleim zu verdünnen und zu lösen. Versuchen Sie anschließend, seinen Kopf ungefähr 10 Sekunden still zu halten.
  2. Drücken Sie die Ballonspritze zusammen und führen Sie die Spitze vorsichtig in sein Nasenloch.
  3. Lassen Sie die Spritze langsam los, um so den Schleim und die Salzlösung einzusaugen.
  4. Entfernen Sie die Spritze und drücken Sie den Ballon, wobei Sie den Schleim in einem Papiertaschentuch auffangen.
  5. Wischen Sie die Spritze ab und nehmen Sie das andere Nasenloch.
  6. Wiederholen Sie die Prozedur, wenn es notwendig ist.

Saugen Sie die Nase Ihres Babys nur ein paar Mal am Tag frei, weil Sie sonst möglicherweise die Schleimhäute irritieren. Verwenden Sie die salzhaltigen Tropfen nicht länger als vier Tage, da Sie die Nase mit der Zeit austrocknen können, was den Zustand eventuell noch verschlimmert.

Wenn Ihr Baby mit der Spritze wirklich unglücklich ist, verwenden Sie die salzhaltigen Nasentropfen und wischen Sie dann die Nasenlöcher vorsichtig mit einem Wattebausch ab. Dies hat nicht die saugende Kraft der Spritze, ist aber besser als gar nichts!
Achtung: Verwenden kein abschwellendes Nasenspray, wenn Ihr Arzt es Ihnen nicht empfiehlt. Es kann eine Zeit lang funktionieren, es kann auch die gegenteilige Wirkung haben und die Verstopfung auf längere Sicht schlimmer machen.

5) Gurgeln mit Salzwasser (für Kinder ab 4 Jahren)

Wie es hilft
Gurgeln mit Salzwasser ist ein altbewährtes Mittel, um Halsschmerzen zu behandeln. Es hilft auch dabei, den Hals von Schleim zu befreien. Wissenschaftler haben noch nicht genau herausgefunden, warum es wirkt, aber Studien haben gezeigt, dass dieses Mittel tatsächlich Linderung verschafft.
Was Sie brauchen
Warmes Salzwasser.
Geben Sie einfach einen halben Teelöffel Salz in ein Glas mit warmem Wasser und rühren Sie um. Wenn Ihrem Kind der Geschmack nichts ausmacht, können ein oder zwei Spritzer Zitrone ein lindernder Zusatz sein. Ihr Kind muss alt genug sein, um Gurgeln zu lernen. Für viele Kinder bedeutet dies schulpflichtiges Alter oder älter.
Wie es gemacht wird
Empfohlen wird ein drei- oder viermaliges Gurgeln pro Tag.
Ein paar Tipps, wie Sie Ihrem Kind das Gurgeln beibringen können:

  • Üben Sie einfach nur mit Wasser.
  • Sagen Sie Ihrem Kind, dass es den Kopf nach hinten halten soll, und dann versuchen, das Wasser hinten in der Kehle zu halten, ohne es zu trinken.
  • Wenn es das gut beherrscht, soll es versuchen, Geräusche in der Kehle zu machen. Zeigen Sie ihm, wie das aussieht und wie es sich anhört.
  • Bringen Sie ihm bei, das Wasser auszuspucken und nicht herunterzuschlucken.

6) Den Kopf höher legen (alle Altersgruppen)

Wie es hilft
Das Hochlegen des Kopfes kann Ihrem Kind das Atmen beim Ausruhen und Schlafen erleichtern.
Was Sie brauchen
Handtücher und Kissen, um das Oberteil der Matratze anzuheben, oder Kissen, um den Kopf Ihres Kindes hochzulegen.
Wie es gemacht wird
Wenn Ihr Kind in einem Kinderbett schläft, legen Sie ein paar Handtücher oder ein dünnes Kissen unter die Matratze. Legen Sie niemals Handtücher oder Kissen zusammen mit Ihrem Kind in die Krippe, weil es daran ersticken kann. Versuchen Sie auch nicht, die Beine der Krippe höher zu stellen. Das könnte die Krippe instabil werden lassen.
Wenn Ihr Kind in einem großen Bett schläft, kann schon ein Extrakissen unter seinem Kopf den Zweck erfüllen. Aber wenn Ihr Kind beim Schlafen sehr unruhig ist und sich viel hin und her dreht, ist es besser, das Kopfende des Bettes anzuheben, indem Sie Handtücher oder ein Kissen unter die Matratze schieben. Dies ergibt einen sanfteren und bequemeren Neigungswinkel als ein Extrakissen unter seinem Kopf.
Eine andere Möglichkeit: Lassen Sie ihr Kind in seinem Kindersitz schlafen. Viele Erwachsene schlafen in ihrem Lieblingslehnstuhl, wenn sie krank sind, so schläft Ihr Kind vielleicht auch besser in einer halb sitzenden Position. Wenn Ihr Schulkind beim Schlafen hoch liegen soll, schläft es vielleicht bequemer in einem Lehnstuhl.
Achtung: Egal ob Krippe oder Bett ist: Übertreiben Sie es nicht. Wenn Ihr Kind ein unruhiger Schläfer ist, dreht es sich vielleicht herum, so dass seine Füße dann höher liegen als der Kopf, was alle Bemühungen zunichte macht.

7) Viel Ruhe (alle Altersgruppen)

Wie das hilft
Der Kampf gegen eine Infektion braucht Kraft, und das kann ein Kind (oder einen Erwachsenen) erschöpfen. Wenn Ihr Kind ruht, gesundet es, und das ist genau das, was es braucht.
Studien haben gezeigt, dass Stress auch eine Rolle bei Krankheiten spielt. Wenn Ihr Kind unter Druck steht – wegen der Schule, einiger Freunde oder Geschehnissen zu Hause – gönnen Sie ihm Ruhe, das ist vielleicht genau das, was es braucht, um mit den Symptomen fertig zu werden.
Was Sie brauchen
Einen bequemen Platz, wo sich Ihr Kind ausruhen kann, und etwas, womit es sich beschäftigen kann.
Wie wird es gemacht
Jetzt ist die Zeit gekommen, Ihrem Kind vorzulesen und sich mit ihm zu beschäftigen. Oder schenken Sie ihm neue Buntstifte, Papier oder ein Malbuch. Selbst ein Puzzle kann im Bett gemacht werden. Ausnahmsweise kann es auch mal sein Lieblingsvideo oder seine Fernsehsendung noch einmal ansehen.
Ein Bett ist natürlich nicht unbedingt der beste Ort zum Ausruhen. Ein Ortswechsel ist vielleicht hilfreich. Wenn das Wetter schön ist, richten Sie einen gemütlichen Platz im Garten oder auf der Terrasse für Ihr Kind ein. Im Haus gestalten Sie vielleicht etwas Interessanteres als das Bett – zum Beispiel ein Zelt im Wohnzimmer oder eine gemütliche Ecke voller Kissen in Ihrer Nähe.
Wenn es Ihrem Kind schwerfällt, zur Ruhe zu kommen, helfen Sie ihm, indem Sie es sich mit ein paar Büchern gemütlich machen. Bringen Sie ihm Abzählreime bei oder erzählen Sie sich gegenseitig Geschichten. Oder geben Sie ihm das Telefon, damit es einen Schwatz mit der Oma oder Freunden halten kann.

8) Dampf (alle Altersgruppen)

Wie er wirkt
Das Einatmen von feuchter Luft unterstützt das Lösen des Schleims in den Nasenpassagen. Ein warmes Bad hat den zusätzlichen Effekt, dass es Ihr Kind entspannt.
Was Sie brauchen
Einen Luftbefeuchter, Vaporizer (Verdampfer) oder ein Badezimmer voller Dampf.
Achten Sie darauf, dass Sie die Luftbefeuchter oft (alle drei Tage ist eine Empfehlung) und gemäß den Angaben des Herstellers reinigen. Luftbefeuchter sammeln Schimmel an, den sie in die Luft sprühen, wenn sie nicht peinlichst sauber gehalten werden.
Anwendung
Stellen Sie einen Luftbefeuchter oder Vaporizer in dem Zimmer an, in dem Ihr Kind schläft, ruht oder spielt.
Geben Sie Ihrem Kind ein warmes Bad in einem Badezimmer voller Dampf. Wenn es alt genug ist, können Sie es im Bad so lange wie es möchte spielen lassen – natürlich unter Aufsicht.
Wenn es keine geeignete Zeit für ein Bad ist, drehen Sie einfach den Heißwasserhahn der Badewanne oder in der Dusche auf und bleiben Sie mit Ihrem Kind etwa 15 Minuten in dem Raum voller Dampf. (Nehmen Sie ein paar Bücher mit.)

9) Viel Flüssigkeit (für Kinder ab 6 Monaten)

Wie sie wirkt
Das Trinken von viel Flüssigkeit verhindert das Dehydrieren, verdünnt die Sekrete der Nase und spült sie aus. Außerdem wird auch der Schleim in den Bronchien verflüssigt und kann besser abgehustet werden.
Was Sie brauchen
Flüssigkeiten, die Ihr Kind gern trinkt.
Wie es angewendet wird
Schlichtes Wasser ist wunderbar, aber Ihr Kind findet das vielleicht nicht so verlockend. Probieren Sie es mit Smoothies und anderen beliebten gesunden Getränken sowie Eis, das aus Saft gemacht wurde.
Vorsicht: Bleiben Sie bei Babys, die jünger als sechs Monate sind, bei Muttermilch oder Muttermilchersatz, wenn Ihr Arzt Ihnen nichts anderes empfohlen hat. So kleine Babys brauchen kein Wasser und zu viel könnte sogar schädlich sein.

10) Hühnersuppe und andere warme Flüssigkeiten (für Kinder ab 6 Monaten)

Wie sie wirken
Warme Flüssigkeiten können sehr wohltuend sein und Erleichterung bei einer verstopften Nase verschaffen. Studien haben gezeigt, dass Hühnersuppe tatsächlich Erkältungssymptome wie Schmerzen, Müdigkeit, eine verstopfte Nase und Fieber lindert.
Was Sie brauchen
Suppe und Tee oder warme Flüssigkeiten, die Ihr Kind mag.
Anwendung
Servieren Sie eine warme Suppe (nicht heiß). Eine Suppe aus der Dose wirkt genau so gut wie eine selbst gemachte, sagen Wissenschaftler der University of Nebraska.
Wenn Ihr Kind mindestens sechs Monate alt ist, schmeckt ihm vielleicht ein schwacher, lauwarmer Kamillentee.
Achtung: Es gibt auch andere Kräutertees, die für Kinder ungefährlich sind. Fragen Sie aber Ihren Arzt, bevor Sie Ihrem Kind einen anderen Tee als Kamillentee geben, weil nicht alle „natürlichen“ Produkte sicher sind.
Bleiben Sie bei Muttermilch und Muttermilchersatz für Babys unter sechs Monaten, wenn Ihr Arzt Ihnen nichts anderes empfohlen hat. So kleine Babys brauchen kein Wasser und zu viel davon könnte sogar schädlich sein.
Zuletzt überarbeitet: April 2018

15 Hausmittel gegen Schnupfen

Schnupfen ist ein häufiger Begleiter bei einer Grippe oder Erkältung. Gut, dass es wirksame Hausmittel gibt, die schnelle Linderung versprechen. Wir erklären, was gegen die Triefnase hilft.

Bei einem Schnupfen (medizinischer Fachbegriff: Rhinitis) ist die Nasenschleimhaut entzündet, geschwollen und gereizt. Die Verursacher von Schnupfen sind meist Viren, vor allem Erkältungsviren. Wenn die lokale Immunabwehr geschwächt ist, zum Beispiel durch Kälte, Stress oder Schlafmangel, können die Viren nach einer Tröpfcheninfektion die Nasenschleimhaut befallen und sich dort ausbreiten. Oft kommt noch eine Infektion mit Bakterien hinzu.

> So schützen Sie sich vor Erkältungen

Eigentlich ist ein Schnupfen halb so schlimm. Aber die unangenehmen Begleiter wie: eine Nase, die ständig läuft, ein dicker Schädel mit ständigem Druckgefühl, ein trockener Rachen und dann dieser ständige Niesreiz. Auch wenn es keine schlimme Krankheit ist, so ist ein Schnupfen doch lästig.

Das Gute: Spätestens nach einer Woche verschwindet der Infekt wieder. Bis dahin helfen Hausmittel, die Beschwerden zu lindern und die Nase zu befreien.

Die 15 besten Hausmittel gegen Schnupfen

So unangenehm ein Schnupfen ist – zum Glück gibt es viele Hausmittel, die seine Symptome lindern und die Heilung beschleunigen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Nasenschleimhaut. Weil die Entzündung hier sitzt, setzen die meisten Hausmittel auch direkt hier an. Das A und O ist dabei, dass die Nasenschleimhaut gut befeuchtet wird – entweder von innen oder von außen. So kann sie sich wieder gegen Viren und Bakterien wehren.

1. Meerwasser-Nasenspray

Es gibt unterschiedliche Zusammensetzungen von Nasensprays. Einige enthalten einen medizinischen Wirkstoff. Andere beschränken sich ausschließlich auf Meerwasser, das Feuchtigkeit spendet und durch den Salzgehalt auf natürliche Weise leicht antibakteriell wirkt.

Nasensprays mit Meersalz befeuchten die Nase und desinfizieren. (c) Colourbox

2. Nasenspülung

Spülungen mit Kochsalzlösung befeuchten und reinigen die Nase. Außerdem beseitigt die Nasendusche die Bakterien, die in der Nasenschleimhaut sitzen, und löst Verkrustungen.

3. Inhalieren, z. B. Kamille und Salz (Anleitung)

Die Inhalation heißer Dämpfe ist ebenfalls ein altes Hausmittel gegen Schnupfen, das der Nasenschleimhaut hilft. Die feucht-heiße Luft lässt sie abschwellen, löst den Schleim und erleichtert das Atmen bei Schnupfen. Ätherische Öle aus Kamille wirken antibakteriell und lindern Entzündungen.

> So inhalieren Sie richtig

4. Brust einreiben

Verdünnte Ätherische Öle aus Eukalyptus und Kampfer eignen sich auch prima zum Einreiben der Brust. Die Bronchien weiten sich und das Atmen fällt deutlich leichter. Außerdem steigen die flüchtigen Öle in die Nase und befreien so von innen. In der Apotheke gibt es auch fertige Salben zum Einreiben zu kaufen.

5. Viel trinken, am besten Tee

Um die Schleimhaut zu befeuchten, ist auch viel Flüssigkeit von innen nötig. Deshalb sollten Sie während einer Erkältung mindestens 2 Liter täglich trinken. Am besten heißen Tee, denn die aufsteigenden Dämpfe und flüchtigen ätherischen Öle im Tee steigen beim Trinken wunderbar in die Nase auf und erleichtern das Durchatmen.

> Hausmittel gegen Husten

Tees sind die besten Getränke während einer Erkältung. (c) Colourbox

6. Erhöhte Schlafposition

Wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihre Schlafposition zu verändern (z. B. mit einem höhenverstellbaren Lattenrost), so hilft auch die erhöhte Schlafposition dem Sekret besser abzufließen. Ein weiteres Kissen tut es ansonsten auch.

8. Scharfes Essen macht die Nase frei

Beim Würzen Ihrer Speisen sollten Sie während einer Erkältung aus dem Vollen schöpfen. Nicht nur, dass man dann ohnehin nur wenig schmeckt, intensive Würze aus Senf, Meerrettich, Zwiebeln, Knoblauch, Rettich und Ingwer macht außerdem die Nase frei. Verantwortlich dafür sind: Senföle, Schwefelstoffe und ätherische Öle.

> Heilpflanze Meerrettich

9. Heiße (Hühner)Suppe als Hausmittel

Suppe ist aus vielerlei Hinsicht gut bei Erkältungen. Zum einen trägt sie zum Flüssigkeitsbedarf bei, zum anderen hilft der aufsteigende Dampf beim Inhalieren. Hühnersuppe hat noch einen Vorteil gegenüber anderen Suppen: In ihr stecken besondere Eiweiße, die das Immunsystem stärken und so die typischen Erkältungssymptome wie Schnupfen mildern.

Selbstgekochte Hühnersuppe ist ideal gegen Erkältungssymptome. (c) Colourbox

> Hausmittel Hühnersuppe

10. Ein heißes Bad

Auch Wärme hilft gegen Schnupfen. Sie lindert die unangenehmen Symptome und setzt den Viren zu. Wärme steigert außerdem die Durchblutung, sorgt so dafür, dass die weißen Blutkörperchen schnell zum Infektherd kommen und stärkt das Immunsystem. Das heiße Badewasser verdampft und befeuchtet so die Umgebungsluft, was den Schleimhäuten guttut. Wer keine Badewanne hat, kann mit warmen Wickeln die Durchblutung anregen.

11. Kneipp Fußbad

Auch ein Kneipp Fußbad funktioniert auf diese Weise. Der häufige Wechsel zwischen Warm- und Kaltbad fördert die Durchblutung und stimuliert so das Immunsystem.

> Kneipp-Kuren: Die Formen im Überblick

12. Ruhe und Schlaf

Wer erkältet ist, kennt das zu gut. Der Kampf des Immunsystems gegen die Viren und Bakterien kostet Kraft. Man fühlt sich oft schlapp und energielos. Hören Sie auf dieses Zeichen des Körpers und gönnen Sie sich während eines Schnupfens ausreichend Ruhephasen und Schlaf.

Ausreichend Schlaf fördert die schnelle Heilung eines Schnupfens. (c) Xolourbox

13. Heiße Zitrone, besser nur lauwarm

Heiße Zitrone ist ein uraltes Hausmittel bei Erkältung. Denn der frisch gepresste Zitronensaft enthält eine ordentliche Portion Vitamin C. Und das unterstützt das Immunsystem beim Kampf gegen die Viren. Aber: Vitamin C ist hitzeempfindlich. Mit heißem Wasser wird der Gehalt an Vitamin C stark reduziert. Deshalb besser nur lauwarmes Wasser verwenden.

14. Raumluft befeuchten

Weil man nicht den ganzen Tag inhalieren und die Nase besprühen kann, ist es sinnvoll, zusätzlich für eine dauerhafte Befeuchtung der Raumluft zu sorgen. Dazu mit Wasser gefüllte, flache Schalen auf die Heizkörper stellen. Oder mehrmals am Tag auf dem Herd Wasser offen verkochen lassen.

15. Ätherische Öle

Ob in einer Duftlampe, als Zusatz beim Inhalieren oder zum Einreiben: Ätherische Öle lassen die Schleimhäute abschwellen und schaffen Linderung bei Schnupfen. Am effektivsten wirken Pfefferminzöl, Eukalyptusöl, Teebaumöl und Thymianöl.

Ätherische Öle sind vielseitige Helfer bei Schnupfen. (c) miwa /Fotolia

> Die besten Heilpflanzen bei Erkältung

16. Rotlichtlampe

Eine Lampe mit Infrarot-Glühbirne spendet wohlige Wärme. Bestrahlt man damit die Stirn und die Nasennebenhöhlen, steigert das an diesen Stellen die Durchblutung. Die Immunstoffe gelangen besser an ihren Bestimmungsort und die körpereigene Abwehr funktioniert schneller und besser.

Wie lange dauert der Schnupfen?

Meist verschwindet ein Schnupfen innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Sonst kann sich die Entzündung ausdehnen und eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Stirnhöhlenentzündung verursachen.

> Wann zum Arzt?

> Dauerhaft verstopfte Nase?

> Erkältung oder Grippe: Wo ist der Unterschied?

> Hausmittel Honig bei Erkältungen

Halsschmerzen beim Baby richtig behandeln

24. Juli 2017 5 Min.

Halsschmerzen sind bei Babys gar nicht so selten. Besonders in der kalten Jahreszeit trifft es auch die ganz Kleinen. Meist sind die Halsschmerzen harmlos und verschwinden nach ein paar Tagen von alleine. Bis dahin kann man die Beschwerden mit verschiedenen Maßnahmen zumindest etwas lindern.

Halsschmerzen beim Baby erkennen

Halsschmerzen treten auch bei Babys meist als Folge einer Erkältung auf. Dahinter steckt in der Regel eine Virusinfektion. Fast 200 verschiedene Viren können Halsschmerzen auslösen. In diesem Fall helfen Medikamente nur wenig. Lediglich, wenn eine bakterielle Infektion die Ursache für die Halsschmerzen ist, können Antibiotika den Krankheitsverlauf verkürzen.

Viele Eltern erkennen schnell, was ihrem Baby fehlt. Ein Säugling, der unter Halsschmerzen leidet, zeigt dies durch körperliche Symptome:

  • Das Kind wird meist missmutig und weint gegebenenfalls häufiger als sonst.
  • Schreit das Baby besonders viel beim Trinken, leidet es vermutlich unter Schluckbeschwerden.
  • Viele Babys schlafen deutlich mehr, wenn sie krank sind.
  • Der Rachen ist gerötet.
  • Hinzu kommen oft weitere Erkältungssymptome wie eine verstopfte Nase oder Husten.

Gerade Winterbabys, also Säuglinge, die in der kalten Jahreszeit zur Welt kommen, erwischt es oft schon in den ersten Lebenswochen. Das liegt daran, dass das Immunsystem erst aufgebaut werden muss. Säuglinge sind daher für Keime besonders anfällig.

Bei Halsschmerzen unbedingt zum Arzt

Zeigt ein Baby Symptome, ist der Gang zum Arzt unbedingt ratsam. Zwar steckt in den allermeisten Fällen eine harmlose Erkältung dahinter, bei kleinen Kindern ist es aber besonders wichtig, eine eindeutige Diagnose zu erhalten. Das Risiko, dass sich doch eine schwerwiegendere Krankheit hinter den Halsschmerzen verbirgt, ist in Anbetracht des noch labilen Immunsystems eines Babys einfach zu groß.
Der Kinderarzt wird das Baby mit dem Stethoskop abhören, um festzustellen, ob die Atemwege verschleimt sind. Außerdem untersucht er den Rachenraum und überprüft, ob das Kind Fieber hat. Auch das Gespräch mit den Eltern, also eine Anamnese, über das aktuelle Verhalten des Kindes ist hilfreich, um eine gesicherte Diagnose zu stellen.

Halsschmerzen beim Baby – Was hilft?

Bei Babys kommen häufig homöopathische Mittel in Form von Globuli zur Behandlung zum Einsatz. Bei Halsschmerzen, die mit einer normalen Erkältung beginnen und sich zu einer Rachenentzündung entwickeln, wirken insbesondere Phytolacca und Lycopodium clavatum sehr gut:

  • Phytolacca wird aus der Kermesbeere gewonnen, die in Nordamerika zu Hause ist.
  • Lycopodium clavatum bezeichnet den in Deutschland und Österreich beheimateten Keulen-Bärlapp. Das homöopathische Mittel Lycopodium stellt man aus den frischen Sporen der Pflanze her. Lycopodium kommt bei allen Infekten der oberen und unteren Atemwege zum Einsatz.

Sofern eine Virusinfektion vorliegt, können andere Medikamente vom Arzt lediglich die Schmerzen lindern. Bei sehr starken Schmerzen greifen Kinderärzte meist auf Paracetamol oder Ibuprofen zurück. Beide Präparate gibt es als Zäpfchen für Babys und Kleinkinder.

Hausmittel gegen Halsschmerzen für Babys

Gegen Halsschmerzen gibt es viele sehr effektive Hausmittel. Allerdings sind nicht alle für Babys geeignet. Halswickel beispielsweise sollten bei Kindern unter zwei Jahren nicht angewendet werden. Auch Gurgeln schließt sich aus, da Babys dies noch nicht eigenständig tun können. Das Wichtigste ist darum, den Hals des Babys warmzuhalten und die Schleimhäute so gut es geht zu befeuchten. Achten Sie daher darauf, dass das Baby so viel wie möglich trinkt. Babys, die bereits Tee trinken, kann man Kräutertees wie beispielsweise Kamille geben. Dies wirkt reizlindernd.

Unser Tipp: wohltuendes Eincremen
Salbei und Thymian können bei kleineren Babys auch auf die Brust gerieben werden. Majoranbutter aus der Apotheke erleichtert das Atmen, wenn sie unter die Nase aufgetragen wird.

Halten Sie die Räume warm und sorgen Sie gleichzeitig für ein ausgeglichenes Raumklima. Die Luft sollte keinesfalls zu trocken sein, um die Schleimhäute nicht zusätzlich zu reizen. Feuchte Handtücher oder mit Wasser gefüllte Schalen auf der Heizung helfen gut gegen trockene Heizungsluft.

SOS: Erste Hilfe Tipps bei Halsschmerzen

Lutschpastillen/Bonbons: Lutschpastillen mit Isländisch Moos oder Hyaluronsäure bilden einen Film auf der Schleimhaut, der sie vor Reizungen und dem erneuten Angriff von Krankheitserregern schützt. Sie enthalten desinfizierende Wirkstoffe und regen die Speichelproduktion an.

Salzhaltige Lutschpastillen: verhindern die Austrocknung der gereizten Schleimhaut, so dass das Immunsystem die Erreger besser bekämpfen kann.

Emser Salze: Weitere Hals-Helfer sind natürliche Emser Salze, die schnelle Hilfe versprechen, da sie reizlindernd und befeuchtend wirken.

Gurgeln: Desinfizierende Gurgellösungen mit Salzwasser, Kamille und Salbei lindern die Schmerzen. Bei stärkeren Schmerzen können antiseptische Sprays mit Hexetidin oder Chlorhexidin helfen, da sie tiefer in den Rachen gelangen. Durch das Gurgeln werden Krankheitserreger von der Schleimhaut entfernt.

Viel trinken: Trockene Schleimhäute lösen u. a. Halsschmerzen aus. Viel Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht. Dadurch werden diese besser durchblutet und die Erreger schneller und effektiver bekämpft. Trinken Sie viel Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte oder auch warmen Tee mit keimtötender und reizlindernder Wirkung wie z. B. Salbei-, Kamille-, Malve- oder Eibischtee.

Warme Wickel: Befeuchten Sie ein Handtuch mit warmem Wasser. Zusätzlich können Sie etwas ätherisches Öl wie Kamille darüber träufeln. Das feuchte Tuch wickeln Sie sich um den Hals. Legen Sie zusätzlich ein trockenes Handtuch drüber und darüber einen Wollschal. Das hält warm und das Öl befreit die Atemwege. Sobald das Wasser abgekühlt ist, sollten Sie den Wickel entfernen und den Hals gut abtrocknen.

Was sind Halsschmerzen?

Halsschmerzen treten in den meisten Fällen im Rahmen einer Erkältung auf. Die Halsentzündung äußert sich oft durch eine Rötung im Hals sowie Beschwerden beim Schlucken und Sprechen. In der Regel sind Viren für die Halsentzündung verantwortlich. Die sensiblen Nervenfasern im Hals senden bei einer Entzündung Schmerzsignale an das Gehirn. In der Folge werden Schmerzen im Hals wahrgenommen, die auf die Infektion im Rachen hinweisen.

Halsschmerzen: Arten

Hier ein Überblick zu bekanntesten Beschwerden:

Der Hals brennt: Wenn kurz nach dem ersten Brennen im Hals – oder gleichzeitig damit – Husten, Heiserkeit und Fieber auftreten, haben Sie sich wahrscheinlich eine Erkältung eingefangen.

Fremdkörper-Gefühl im Hals: Das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben, deutet auf trockene Schleimhäute, Verspannungen oder die Refluxkrankheit hin. Absplitternde Knochen und Gräten von verzehrten Speisen können dieses Gefühl ebenfalls verursachen, wenn sie im Hals stecken bleiben.

Druckgefühl im Hals: Ein Druckgefühl im Hals kann durch Bakterien verursacht werden. Wenn die Abwehrkräfte durch Viren geschwächt sind, haben Bakterien leichtes Spiel und können die Halsschmerzen verstärken.

Schluckbeschwerden: Starke Schluckbeschwerden, die mit Fieber, Kopfschmerzen und Erschöpfung einhergehen, können Hinweis auf eine Mandel- oder Rachenentzündung sein.

Einseitige Schmerzen im Hals: Breitet sich eine Entzündung des Rachenraums ins umliegende Bindegewebe aus, kann sich ein Abszess bilden. Diese Eiteransammlung verursacht meistens nur da Schmerzen, wo sie sich auch tatsächlich befindet. Der Schmerz äußert sich einseitig im Hals.

Halsschmerzen: Ursachen und Symptome

Halsschmerzen können eine Vielzahl von Ursachen haben.

Grippaler Infekt/Erkältung als Ursache für Halsschmerzen

Diese werden durch Erkältungsviren ausgelöst und meistens durch Tröpfcheninfektion bspw. beim Sprechen, Niesen und Husten übertragen.

Symptome:

  • Husten, Schnupfen
  • erhöhte Temperatur bis leichtes Fieber (37,5-38,5°C)
  • allgemeine Abgeschlagenheit
  • Halsschmerzen

Klingen Fieber und Halsschmerzen nach ein paar Tagen nicht ab, sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen. Ansonsten helfen die altbewährten Mittel wie Kräutertee, heiße Milch mit Honig, Ruhe und Schlaf.

Echte Grippe/Influenza als Ursache für Halsschmerzen

Die Infektion mit dem „echten“ Grippe-Virus beginnt sehr plötzlich. Betroffene fühlen sich innerhalb kürzester Zeit schlecht.

Symptome:

  • hohes Fieber (über 39°C) mit Schüttelfrost
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • trockener Hals mit starken Halsschmerzen und Husten

Suchen Sie bei Grippe-Erkrankung einen Arzt auf. Dieser wird spezielle antivirale Medikamente zur Behandlung verschreiben. Eine vorbeugende Grippe-Schutzimpfung steht zur Verfügung. Idealer Impftermin für die jährliche Grippe-Schutzimpfung sind der Herbst und Winteranfang.

Akute Rachenentzündung (Pharyngitis) als Ursache für Halsschmerzen

Die akute Rachenentzündung (auch Halsentzündung) bezeichnet eine durch Viren ausgelöste Infektion. Sind auch die Seitenstränge der hinteren Rachenwand betroffen, dann spricht man von einer Seitenstrang-Angina (Angina lateralis).

Symptome:

  • Kratzen im Hals
  • Schluckbeschwerden
  • Husten
  • Mundgeruch
  • stark gerötete und verschleimte Rachen-Schleimhaut, teilweise auch geschwollen
  • geschwollene Lymphknoten am Hals

Die Rachenentzündung wird mit Hausmitteln und lokal wirkenden Schmerzmitteln wie Halstabletten behandelt. Antibiotika sind nur bei einer nachgewiesenen bakteriellen Infektion sinnvoll.

Akute Mandelentzündung (Angina Tonsillaris, Tonsillitis) als Ursache für Halsschmerzen

Eine akute Mandelentzündung ist eine durch Viren verursachte Infektion der Gaumenmandeln, der eine Infektion mit Bakterien, meistens Streptokokken, folgt (Superinfektion).

Symptome:

  • Mandeln sind gerötet, angeschwollen und können von einem fleckenartigen weißlich-gelblichen Belag überzogen sein
  • starke Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden sowie Schmerzen, die zum Ohr hin ausstrahlen
  • hohes Fieber

Wegen möglicher gefährlicher Komplikationen sollte eine akute Mandelentzündung unbedingt ärztlich behandelt werden. Um die Gefahr des Ausstreuens auf andere Organe (Herdinfektion) einzudämmen, werden Antibiotika verschrieben.

Abszess als Komplikation einer Mandel- oder Rachenentzündung

Breitet sich eine lokale Rachenraum-Entzündung in das umliegende Bindegewebe aus, kann sich eine Eiteransammlung bilden und abkapseln. Liegt der Abszess im Bindegewebe der Mandeln, spricht man von einem Peritonsillarabszess. Hat sich der Abszess hinter den Mandeln entwickelt, handelt es sich um einen Retrotonsillarabszess. Je nach Lage bezeichnet man einen Abszess im Rachen als Parapharyngealabszess (neben der Rachenregion) oder Retropharyngealabszess (hinter dem Rachen).

Symptome:

  • erneuter Fieberanstieg
  • einseitige Schluckbeschwerden
  • Stiche im Ohr
  • Eingeschränkte Mundöffnung
  • Abszess ragt erkennbar in die Mundhöhle oder den Rachen hinein

Unter Einsatz von Antibiotika wird der Abszess vom HNO-Arzt stationär geöffnet. Die betroffene Mandel wird entfernt.

Kehlkopf- oder Stimmbandentzündung (Laryngitis) als Ursache für Halsschmerzen

Eine Virusinfektion der oberen Atemwege kann auch zu einer Entzündung des Kehlkopfes oder der Stimmbänder führen.

Symptome:

  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit bis hin zu einem völligen Verlust der Stimme
  • trockener Reizhusten

Ausgelöst wird eine Kehlkopfentzündung entweder durch Viren, durch eine übermäßige Beanspruchung der Stimme oder durch äußere Reize wie trockene Luft oder Rauchen. In diesem Fall ist die Stimme unbedingt zu schonen.

Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose) als Ursache für Halsschmerzen

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch das Epstein-Barr-Virus ausgelöst. Die Erkrankung wird auch als Kusskrankheit bezeichnet, da sie durch Tröpfcheninfektion z.B. beim Küssen übertragen wird.

Symptome:

  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • geschwollene Lymphknoten

Auch hier besteht die Gefahr einer bakteriellen Superinfektion und schwereren Verläufen. Komplikationen wie z.B. ein Mandelabszess oder eine Herzmuskelentzündung treten selten auf.

Scharlach als Ursache für Halsschmerzen

Die Kinderkrankheit Scharlach kann auch bei Erwachsenen auftreten. Die Infektionskrankheit wird durch Streptokokken bzw. durch ein von den Bakterien abgesondertes Gift (Toxin) ausgelöst.

Symptome:

  • Halsschmerzen
  • hohes Fieber
  • geschwollene, weißlich belegte Mandeln
  • tiefroter Gaumen
  • glänzend rote Zunge (Himbeer- oder Erdbeerzunge)
  • Hautausschlag (Exanthem)

Scharlach kann man im Laufe eines Lebens mehrmals bekommen. Ein Infekt mit Untergruppen der auslösenden Streptokokken kann erneut auftreten. Scharlach muss ärztlich abgeklärt und mit einem Antibiotikum behandelt werden, vor allem um Folgeschäden zu verhindern.

Weitere Erkrankungen

Mit Halsschmerzen einhergehende Krankheiten sind z.B. auch Mumps, Pseudokrupp und Diphtherie.

Reize von außen

Rauchen, trockene Luft, Staub oder Chemikalien können Entzündungen im Hals- und Rachenraum auslösen.

Allergien

Lässt sich kein Auslöser für die Halsschmerzen finden, könnte eine Allergie vorliegen. Ein Allergie-Test beim HNO-Arzt (Prick-Test) gibt Aufschluss.

Halsschmerzen: Diagnose

Zunächst befragt der Hausarzt oder der Hals-Nasen-Ohren-Arzt seinen Patienten zur Art und Dauer der Halsschmerzen sowie zu weiteren gleichzeitigen Symptomen. Es folgt eine gründliche körperliche Untersuchung. Der Arzt untersucht die Mundhöhle auf Auffälligkeiten und führt gegebenenfalls eine Spiegeluntersuchung (Endoskopie) des Rachens und des Kehlkopfs durch.

Besteht der Verdacht auf eine bakterielle Infektionskrankheit, kann er einen Abstrich des Rachens durchführen und diesen auf Bakterien untersuchen. Zudem erfolgt das Abtasten auf geschwollene Lymphknoten oder andere Veränderungen. Der Arzt schaut in die Ohren und misst die Körpertemperatur. Um andere Erkrankungen als Ursache der Halsschmerzen auszuschließen, können weitere Untersuchungen notwendig sein.

Zu diesen zählen bspw.:

  • Abhören der Lunge
  • Ultraschalluntersuchung des Halses
  • Röntgenuntersuchung des Halses
  • Computertomografie (CT) des Halses
  • Blutuntersuchung

Halsschmerzen: Verlauf

Je nach Ursache der Halsschmerzen, bestehen vielfältige Verläufe.

Rachenentzündung (Pharyngitis): Zu Beginn sind Betroffene von Halskratzen oder Halsschmerzen geplagt und es folgen Symptome wie Brennen in der Nase, Niesreiz, Schnupfen, Kopfschmerzen, Fieber sowie Husten. Die Halsschmerzen vergehen nach zwei bis drei Tagen, die übrigen Erkältungssymptome nach einer Woche.
Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina tonsillaris, Tonsillopharyngitis): Die Mandelentzündung äußert sich durch starke Halsschmerzen, die länger als zwei Tage andauern und in die Ohren ausstrahlen können. Es folgen Schluckbeschwerden, Beläge auf den Mandeln, Mundgeruch, kloßige Sprache, geschwollene und beim Abtasten schmerzhafte Lymphknoten am Hals, Fieber, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit sowie bei Kindern auch Bauchschmerzen und Erbrechen.
Kehlkopfentzündung (Laryngitis): Heiserkeit oder Wegbleiben der Stimme (Aphonie) halten zwei bis drei Tage an und werden von Husten, Halsschmerzen und evtl. Fieber begleitet. Die Stimme bessert sich meistens erst später als die anderen Beschwerden. Wenn die Entzündung im Kehlkopf besonders stark ist, kann es durch die damit verbundene Schwellung zu Atemnot kommen.
Kehldeckelentzündung (Epiglottitis): Manchmal geht dieser Erkrankung ein Virusinfekt der oberen Atemwege voraus. Eine Kehldeckelentzündung kommt hauptsächlich bei Kindern im Alter von zwei bis acht Jahren vor. Innerhalb von wenigen Stunden kann der Eingang des Kehlkopfes zuschwellen. Ohne ärztliche Hilfe bekommt der Betroffene dann keine Luft mehr und erstickt womöglich. Gegen den häufigsten Auslöser, den Keim Hämophilus influenzae b (Hib), kann man sich impfen lassen.

Halsschmerzen: Behandlung

Was kann der Arzt machen?

Medikamente

In der Apotheke sind viele pflanzliche Mittel erhältlich, die Halsschmerzen lindern und die Abheilung begünstigen. Diese Tees, Gurgellösungen, Pastillen und Tropfen enthalten meistens Extrakte aus Islandmoos, Primel, Kamille, Salbei und Thymian.

Lutschtabletten und Sprays wirken örtlich betäubend, entzündungshemmend sowie desinfizierend.

Sind die Beschwerden stärker und schränken den Alltag, bspw. die Nahrungsaufnahme, ein, können schmerz- und entzündungshemmende Medikamente (Analgetika) wie Paracetamol oder Ibuprofen eingenommen werden. Bei sehr starken Schmerzen kann der Arzt auch Kortison (Glukokortikoide) als Injektion geben.

Durch Bakterien verursachte, schwere und langanhaltende Halsschmerzen können mit Antibiotika behandelt werden, wenn sie nach einer vorangegangenen Untersuchung von einem Arzt verschrieben und gemäß der Dosierungsanweisung eingenommen werden. Antibiotika sind in der Lage, Erreger der Erkrankung abzutöten. Sie müssen über einen Zeitraum von fünf bis zehn Tagen genommen werden, auch wenn die Symptome bereits verschwunden sind, da die Bakterien noch länger im Körper verbleiben.

OP

Durch eine Mandelentfernung kann die Ursache häufiger Mandelentzündungen beseitigt wird. Halsschmerzen, die andere Ursachen als eine Mandelentzündung haben, werden dadurch nicht verhindert. Vor einer möglichen Operation wird also genau abgeklärt, welche Ursache den ständig wiederkehrenden Halsschmerzen zugrunde liegt.

Die Entfernung der Mandeln gibt keine Garantie dafür, dass in Zukunft alle Halsschmerzen verschwinden. Die Krankheitserreger können z.B. an anderer Stelle Halsschmerzen hervorrufen. Nach der Operation dauert es im Durchschnitt zwei Wochen bis Betroffene wieder voll einsatzfähig sind. Gegen den Wundschmerz nach einer Mandeloperation werden Medikamente verordnet.

Diese Hausmittel helfen bei Halsschmerzen:

  • viel trinken
  • nicht zu sehr körperlich anstrengen
  • Befeuchtung der Raumluft
  • Rauchen sowie Passivrauchen vermeiden
  • Gurgeln mit Salzwasser, Salbei- oder Kamillentee
  • heiße Zitrone trinken
  • feucht-warme Halswickel

Homöopathie bei Halsschmerzen

Neben Hausmitteln kann eine homöopathische Behandlung wirkungsvoll sein, wenn die Symptome ausgeprägt sind und dem Mittel gut entsprechen.

Bei akuten Halsschmerzen mit starken Schluckbeschwerden empfiehlt sich bspw. Belladonna. Phytolacca kann helfen, wenn Rachen und Mandeln dunkelrot geschwollen sind und heiße Getränke die Schmerzen verstärken. Fühlt sich der Hals wund an und strahlen die Schmerzen bis zum Ohr aus, können Sie Gelsemium einnehmen.

Es gibt eine Vielzahl geeigneter Globuli. Sprechen Sie am besten mit einem erfahrenen Homöopathen, um das für Sie geeignete Mittel zu finden.

Halsschmerzen OP: Was übernimmt die DFV?

Wenn Sie aufgrund einer Mandelentfernung stationär behandelt werden müssen, sind Sie mit dem DFV-KlinikSchutz bestens aufgehoben. Sie erhalten Krankenhausleistungen wie ein Privatpatient: u. a. freie Krankenhauswahl, Chefarztbehandlung sowie Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Unsere Krankenhauszusatzversicherung DFV-KlinikSchutz Premium ist Stiftung Warentest Testsieger (12/2018) und wurde mit der absoluten Bestnote „SEHR GUT“ (0,7) ausgezeichnet. Keine andere Versicherung bietet bessere Leistungen bei einem Krankenhausaufenthalt.

Halsschmerzen vorbeugen

Der beste Schutz gegen Halsschmerzen ist eine intakte Mund- und Rachenschleimhaut. Um die Atemwege zu schützen, sollte man sich in gesunder Luft aufhalten. Meiden Sie Räume, in denen geraucht wird. Da auch Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet, sollte man darauf achten, dass ausreichend Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. Zu diesem Zweck können Sie einen Topf Wasser auf die Heizung stellen oder einen Raumluftbefeuchter erwerben. Weiterhin schützt regelmäßige Bewegung die Schleimhäute vor dem Austrocknen. Bei akuten Schmerzen sollte man allerdings besser eine Sport-Pause einlegen.

Halsschmerzen bei Kindern

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen treten Halsschmerzen und Erkältungen häufig auf. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass Kinder meistens in Gruppen zusammenkommen und sich dort gegenseitig anstecken (Kindergarten, Schule). Erkältungs-Halsschmerzen sind in der Regel unbedenklich. Säuglinge sollten jedoch von Erkältungen abgeschirmt werden.

Viele medizinische Lutschpastillen sind für Kinder erst ab dem 12. Lebensjahr zugelassen. Lassen Sie sich hierzu in einer Apotheke beraten.

Sie sollten mit Ihrem Kind einen Arzt aufsuchen, wenn es Atembeschwerden oder Luftnot, hohes Fieber oder Schluckbeschwerden hat sowie wenn es keine Halsschmerzen meldet, sondern das Essen verweigert.

Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Bei starker Beeinträchtigung der Nebenhöhlen, sollten Schwangere den Hausarzt oder HNO-Arzt aufsuchen, um zu entscheiden, ob symptomatische Maßnahmen ausreichen oder die Verabreichung eines Antibiotikums sinnvoll ist. Eine Erkältung, Entzündung der Nasennebenhöhlen, ein grippaler Infekt oder eine Bronchitis stellen in der Schwangerschaft keine Gefahr für das Kind dar. Zur Fiebersenkung ist Paracetamol erlaubt.

FAQs zum Thema Halsschmerzen

Wie Halsschmerzen bei Babys erkennen?

Ein Säugling, der unter Halsschmerzen leidet, zeigt dies durch körperliche Symptome. Das Baby wird missmutig und weint häufiger als sonst. Wenn es beim Trinken besonders viel schreit, leidet es vermutlich unter Schluckbeschwerden. Viele Babys schlafen mehr, wenn sie krank sind. Zudem ist der Rachen bei Halsschmerzen gerötet und es kommen oft weitere Erkältungssymptome wie eine verstopfte Nase oder Husten hinzu.

Welches Schmerzmittel hilft bei starken Halsschmerzen?

Gegen starke Halsschmerzen gibt es in der Apotheke Halspastillen mit schmerzstillendem Wirkstoff. Zudem sollten Sie mehrmals am Tag Gurgellösungen nutzen. Sind die Halsschmerzen sehr stark, empfehlen sich Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen.

Was tun bei Halsschmerzen über Nacht?

Für einen angenehmeren Schlaf bei Halsschmerzen sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Nehmen Sie eine warme Dusche oder ein Bad, bevor Sie ins Bett gehen.
  • Trinken Sie keine koffeinhaltigen und alkoholischen Getränke.
  • Nutzen Sie eine Wärmflasche für Ihre Halsschmerzen.
  • Machen Sie Ihr Handy aus.
  • Nehmen Sie schmerzlindernde Medikamente.
  • Winkeln Sie den oberen Teil Ihrer Matratze leicht an.
  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit.

Wann sind Halsschmerzen ansteckend?

Je nach Ursache können Halsschmerzen ansteckend sein. Halsschmerzen, die aufgrund von Infektionskrankheiten auftreten, sind ansteckend. Zu den Infektionskrankheiten gehört bspw. die Erkältung oder Grippe. Sie werden durch Viren oder Bakterien hervorgerufen, welche wiederum durch Körpersekrete wie Speichel oder Nasensekret auf andere Menschen übertragen werden.

Wann Antibiotika einnehmen bei Halsschmerzen?

Antibiotika werden bei sehr starken, länger anhaltenden, durch eine bakterielle Infektion ausgelösten Halsschmerzen eingesetzt. Sie sollen die Erreger der Erkrankung abtöten. In allen anderen Fällen werden Antibiotika typischerweise nicht bei Halsschmerzen eingesetzt, da sie die Krankheitsdauer nur um Stunden verkürzen und zu einer Resistenzbildung gegen Erreger beitragen könnten.

Häufige Fragen zum Schnupfen beim Baby

Schnupfen beim Baby: Die häufigste Erkältungserkrankung

Säuglinge und Kinder haben ihn bis zu 9x im Jahr, Kindergartenkinder sogar bis zu 12x, Schulkinder bis zu 6x und Erwachsene etwa 3-4x.

Die kleinen Patienten leiden besonders unter den erschwerten Atembedingungen, weil sie häufig noch nicht durch den Mund atmen können.

Einige Kinder neigen bei Schnupfen zusätzlich zur Entwicklung einer Mittelohrentzündung. Mittelohrentzündungen sind sehr schmerzhaft und die extremen Ohrenschmerzen schwächen die Kleinen noch mehr.

Wie kann ich Schnupfen beim Baby vermeiden?

Die Ansteckungsgefahr kann am effektivsten durch gründliches Händewaschen gemindert werden. Ergänzend dazu eignen sich Einmal-Hygienetücher zum Abtrocknen der Hände. Ein Risiko für Schnupfen beim Baby sind Stofftaschentücher.
Diese sind zwar umweltfreundlicher als Papiertaschentücher, bergen aber eine größere Ansteckungsgefahr, besonders wenn das selbe Tuch mehrmals benutzt wird.

Wie kann ich das Immunsystem meines Babys stärken?

Unsere Abwehr kann man trainieren!

Spaziergänge an der frischen Luft tragen zur Abhärtung des Immunsystems bei und der Körper gewöhnt sich so besser an die Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen.

Basis für ein starkes Immunsystem und genügend Abwehrstoffe um Schnupfen beim Baby vorzubeugen ist eine abwechslungsreiche Ernährung, reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

So ist der Körper optimal gerüstet, um gegen Erkältungsviren Abwehrstoffe zu bilden.

Bieten Sie Ihrem Kind neben gemüsereichen Hauptmahlzeiten regelmäßig Obst an.

Stellen Sie als Nachmittagssnack im Kinderzimmer eine Schale mit klein geschnittenen Obststückchen auf – auch Fruchtmus wird von den Kleinen gern gelöffelt und lässt sich abwechslungsreich variieren. So sichern Sie die Vitaminversorgung Ihres Kindes und stärken sein Immunsystem – eine leckere Art Schnupfen beim Baby vorzubeugen!

Darf ich mein Kind baden, wenn es krank ist?

Ja, auch bei Erkältungen bzw. einem grippalen Infekt sind Bäder eine wohltuende Zusatzmaßnahme, sofern Ihr Kind nicht fiebert (Körpertemperatur über 38,5 °C). Achten Sie darauf, dass die Wassertemperatur 35–38 °C nicht übersteigt. Schwimmthermometer helfen Ihnen bei der Einschätzung der Wassertemperatur. Die Badezeit sollte ca. 10 Minuten dauern, aber keinesfalls länger als 20 Minuten. Danach sollte Ihr Kind sich ausruhen bzw. zu Bett gehen. Wichtig ist den Kopf sorgfältig zu trocknen, die Haare zu föhnen und auch die Ohren mit Taschentüchern (die Ecken aufzwirbeln) zu trocknen – am besten dreimal im Abstand von wenigen Minuten. So beugen Sie einer Mittelohrentzündung bei Ihrem Kind vor.

Mein Kind kann nicht richtig schlafen, was kann ich machen?

Zunächst sollten Sie bei Schnupfen darauf achten, dass Ihr Kind genug Flüssigkeit zu sich nimmt.
Bei einer Erkältung mit Fieber sollten es zwei Liter sein. Einerseits schwitzen die Kleinen dann mehr und andererseits sind befeuchtete Schleimhäute weniger anfällig, denn sie bilden eine Schutzbarriere, die Erregern das Eindringen und Auslösen von Krankheiten erschwert. Nimmt Ihr Kind nicht von selbst ausreichende Trinkmengen zu sich, dann bieten Sie immer wieder Getränke an.

Eine Alternative könnten wasserhaltige Snacks wie Gurkenscheiben oder Melonen sein oder auch Suppen.

Zwei mal täglich sollte das Schlafzimmer des Kindes stoßgelüftet werden, am besten nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen. Achten Sie darauf, dass es im Raum nicht zieht. Zu guter Letzt sollten Sie die Raumtemperatur kontrollieren, 18 °C sind auch bei verschnupften Kindern ideal!

Woran erkenne ich Fieber?

In einigen Fällen wird der Schnupfen beim Baby von Fieber begleitet.

Man spricht von Fieber, wenn die Körpertemperatur auf über 38,5 °C ansteigt.

Es zeigt sich auch eine gewisse Benommenheit und Müdigkeit des Kindes, sowie Appetitlosigkeit.
Wenn das Fieber steigt kann es passieren, dass ihr Kind zusätzlich unter Frösteln und Schüttelfrost leidet.
Bei sinkendem Fieber kann Schwitzen mit zum Teil mit starkem Flüssigkeitsverlust die Folge sein.
Wenn Fieber den Schnupfen beim Baby begleitet, sollten Sie sich Rat vom Arzt oder Apotheker einholen.

Wann sollte bei Beschwerden der Arzt aufgesucht werden?

Gehen Sie spätestens dann zum Kinderarzt, wenn der Schnupfen beim Baby länger als sieben Tage dauert, Ihr Kind starke Schmerzen hat, nur schwer atmen kann, es fiebert (Körpertemperatur 38,5 °C) oder sich der Schleim gelblich färbt.

Erkältung bei Babys

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Die große Liebe

Das unzertrennliche Band zwischen Baby und Ihnen Es kann einem das Herz brechen, wenn man als Eltern das erste Mal erleben muss, wie das eigene Baby unter einer Erkältung leidet. Es wird schniefen, husten, sich elend fühlen und vermutlich Probleme beim Stillen oder Füttern haben.
Aber Sie können viel tun, um Ihrem Baby sein Leid zu erleichtern. Und seien Sie versichert, dass eine Erkältung zwar unschön, aber nicht lebensbedrohlich ist. Experten schätzen, dass jedes Kind in den ersten beiden Lebensjahren mindestens zehn Erkältungen bzw. Infekte der oberen Luftwege pro Jahr durchmacht. Das bringt viele Taschentücher und durchwachte Nächte mit sich.

Woher kommen Erkältungen?

Erkältungen sind Infektionen in Mund, Rachen oder Nase. Das sind die oberen Atemwege. Ausgelöst werden Erkältungen von verschiedenen Viren (CKS 2009, NHS 2009a). Babys bekommen oft Erkältungen, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist und erst nach und nach an Stärke gewinnt (Tolen 2009).
Die Erkältungsviren verbreiten sich üblicherweise, wenn jemand niest oder hustet. So wird ein Virus in der Luft freigesetzt und jemand anders atmet es ein. Viren können auch durch Körperkontakt weitergegeben werden (NHS 2009a).
Bedecken Sie also vorsorglich immer Ihren Mund, wenn Sie husten, und waschen Sie sich die Hände, wenn Sie sich die Nase geputzt haben. Niesen und husten Sie in den Ärmel oder ein Taschentuch, nicht in die Hände.

Wie äußern sich Erkältungen bei Babys?

Wenn Ihr Baby eine Erkältung hat, dann werden Sie folgende Symptome bemerken:

  • Fieber (bis zu 39 Grad Celsius)
  • Husten
  • gerötete Augen
  • Halsweh
  • laufende oder verstopfte Nase
  • Appetitlosigkeit
  • Reizbarkeit und Ruhelosigkeit
  • geschwollene Lymphknoten unter den Achseln, am Hals und im Nacken (CKS 2007)

Vielleicht hat Ihr Baby Schwierigkeiten beim Atmen, weil seine Nase verstopft ist. Das kann Stillen und Füttern schwierig machen. Bis zum Alter von vier Jahren können sich Kinder nicht schneuzen, Sie werden Ihrem Baby also helfen müssen, den Schleim in der Nase loszuwerden. (Lesen Sie mehr dazu unter Wie kann ich die Erkältung behandeln weiter unten).
Wenn Ihr Baby schon durchschlafen konnte, dann werden Sie jetzt wieder an die ersten Wochen nach der Geburt erinnert. Es wird wahrscheinlich nachts mehrmals wach werden, weil es Probleme beim Atmen hat und es ihm nicht gut geht. Gehen Sie davon aus, dass Sie die Nächte an seiner Seite verbringen und mit häufigem Naseputzen beschäftigt sein werden.

Wie kann ich die Erkältung behandeln?

Die Erkältung wird sich von allein innerhalb von acht Tagen deutlich bessern und spätestens nach zehn Tagen verschwunden sein. Folgendes können Sie tun, damit sich Ihr Baby in der Zwischenzeit besser fühlt:

  • Gönnen Sie Ihm viel Ruhe.
  • Ermutigen Sie Ihr Baby, viel zu trinken, entweder von der Brust oder aus dem Fläschchen (DH 2009, NICE 2007). Wenn Ihr Baby Säuglingsnahrung oder feste Nahrung bekommt, dann geben Sie ihm zusätzlich Wasser. Dadurch bleibt es hydriert und eventuelles Fieber kann sinken.
  • Ihr Baby ist zu klein, um sich die Nase zu schnäuzen. Erleichtern Sie ihm das Atmen, indem Sie ihm die Nase putzen. Mit ein wenig Vaseline auf den Nasenflügeln vermeiden Sie Hautreizungen.
  • Wenn Ihr Kind älter als drei Monate ist, können Sie ihm nach Rücksprache mit dem Kinderarzt ein Fieberzäpfchen, Ibuprofen oder Paracetamol geben (DH 2009, NHS 2009b, NICE 2007). Fiebersenkende Mittel sollte man aber erst ab 39,3-5° anwenden. Der Kinderarzt/die Kinderärztin wird vorher checken, ob keine anderen Ursachen für die Temperaturerhöhung vorliegen.
    Vielleicht haben Sie gehört, das Paracetamol bei Kindern Asthma auslösen kann. Für diese Behauptung gibt es aber keinen wissenschaftlichen Beweis (NHS 2010, Wickens 2010).
  • Wenn Ihr Baby eine verstopfte Nase hat, können Nasentropfen mit Salzlösung helfen, die Nase frei zu machen (DH 2009, MHRA 2009). Sie bekommen solche Tropfen in der Apotheke.
  • Wasserdampf kann die Atemwege Ihres Babys öffnen und den Husten lösen; fügen Sie aber keine ätherischen Öle dazu (CKS n.d.). Trotzdem sollten Sie Ihr Baby nicht direkt heißem Dampf aussetzen, denn es könnte sich verbrühen (Murphy et al 2004). Die sicherste Methode ist es, Ihr Baby mit ins Bad zu nehmen. Drehen Sie das Heißwasser in der Dusche an und bleiben Sie zusammen ein paar Minuten in dem dampfigen Raum (CKS 2009, NHS 2009). Hinterher müssen Sie Ihrem Baby natürlich etwas Trockenes anziehen.

Wenn Ihr Baby eine verstopfte Nase hat, aber keine anderen Erkältungssymptome, dann stellen Sie sicher, dass es sich nichts in die Nase gesteckt hat. Schon ganz kleine Babys bringen das fertig.
Geben Sie Ihrem Baby keine rezeptfreien Erkältungsmedikamente. Diese sollten wegen der zu befürchtenden Nebenwirkungen niemals einem Kind unter sechs Jahren verabreicht werden (MHRA 2009). Bevor Sie mit irgendeinem Medikament herumprobieren, fragen Sie Ihren Kinderarzt/Ihre Kinderärztin. Vor allem geben Sie Ihrem Kind niemals ein Erkältungsmittel, das für Erwachsene gedacht ist.

Wann sollte ich mein Baby zum Arzt bringen?

Wenn Ihr Baby unter drei Monate alt ist, dann beim ersten Anzeichen einer Krankheit.
Ist Ihr Baby älter, dann werden Sie vielleicht zum Arzt gehen wollen, um sicherzustellen, dass es „nur“ eine Erkältung ist.
Sprechen Sie auf jeden Fall mit dem Arzt, wenn:

  • die Erkältung länger als fünf Tage anhält, ohne dass Besserung eintritt
  • die Temperatur über 38 Grad steigt
  • der Husten nicht weggehen will
  • Ihr Baby sichtlich nicht genug Luft bekommt
  • sich Ihr Kind an den Ohren reibt – das könnte Anzeichen einer Ohr-Infektion sein
  • Ihr Kind grünen, gelben oder braunen Schleim hustet oder er ihm aus der Nase tropft

Kann ich etwas tun, um Erkältungen zu verhindern?

Stillen ist einer der besten Wege, um Ihr Baby zu schützen. So lange Sie stillen, bekommt Ihr Kleines durch die Muttermilch Antikörper und natürlichen Schutz. Es ist natürlich keine 100-prozentige Methode, aber Still-Babys können Erkältungen und andere Infektionen besser abwehren (CKS 2007, NHS 2009c).
Sie können Ihr Baby auch schützen, indem Sie es von allen Menschen mit Husten und Schnupfen fernhalten. Wenn sich jemand innerhalb der Familie erkältet, dann bitten Sie ihn, sich immer gründlich die Hände zu waschen, bevor er das Baby anfasst (DH 2009).
Falls Sie oder Ihr Partner rauchen, dann ist es höchste Zeit aufzuhören. Nehmen Sie Ihr Baby nirgendwohin mit, wo es Zigarettenrauch ausgesetzt ist. Kinder von Rauchern haben mehr und länger anhaltende Erkältung als Gleichaltrige in Nichtraucher-Haushalten (CKS 2007, DH 2009). Zuletzt überarbeitet: Juli 2018

Quellen

Arroll B. 2008. Common cold. BMJ Clinical evidence.
CKS. 2007. NHS Clinical Knowledge Summaries. Clinical topic – common cold. www.cks.nhs
DH. 2009. Department of Health. Birth to five: Chapter 8 Treating illnesses, infections and injuries.
MHRA. 2009. Medicines and Healthcare products Regulatory Agency. Children’s over-the-counter cough and colds medicines: new advice. www.mhra.gov.uk
Murphy SM, Murray D, Smith S, et al. 2004. Burns caused by steam inhalation for respiratory tract infections in children. BMJ 328:757
NHS. 2010. Paracetamol asthma link ‚uncertain‘. NHS Choices, Health News. www.nhs.uk
NHS. 2009a. Common cold. NHS Choices, Health A-Z. www.nhs.uk
NHS. 2009b. Feverish illnesses in children. NHS Choices, Health A-Z. www.nhs.uk
NHS. 2009c. Breastfeeding. NHS Choices, Health A-Z. www.nhs.uk
NICE. 2007. National Institute of Health and Clinical Excellence. Fever in children younger than 5 years.
Tolen RW. 2009. Rhinovirus infection. eMedicine. emedicine.medscape.com
Wickens K, Beasley R, Town I, et al. 2010. The effects of early and late paracetamol exposure on asthma and atopy: a birth cohort. Clinical & Experimental Allergy 29 Sept, online ahead of print

Wer kennt das nicht, ein geplanter Besuch im Schwimmbad steht an, aber der hartnäckige Schnupfen will einfach noch nicht verschwinden. Oder der Trainingsplan sieht einen Besuch im Schwimmbad vor und du wachst am Morgen mit einer Erkältung auf. Die Frage, die sich viele stellen: Verschlechtert Schwimmen bei Erkältung den Gesundheitszustand?

Bei Fieber und Co. herrscht Schwimmbadverbot!

Ausschlaggebend, ob du den Besuch oder das Training im Schwimmbad letztendlich antreten solltest, ist die Ausprägung des Infekts. Bei einem leichten Schnupfen ist gegen ein moderates Training nichts einzuwenden. Achte darauf, die Anstrengung entsprechend zu dosieren – dann aktivierst du sogar deine Selbstheilungskräfte und unterstützt den natürlichen Heilungsprozess.

Schwimmen bei Erkältung wird erst dann zum Tabu, wenn deine Beschwerden über einen Schnupfen hinausgehen. Wer geschwollene Lymphknoten oder Fieber hat, kuriert sich lieber im heimischen Bett aus. Einem langwierigen Infekt gehst du zudem aus dem Weg, wenn du bei der Einnahme von Antibiotika eine Pause einlegst.

Solltest du trotz Schnupfen ins Schwimmbad gehen, achte unbedingt darauf, dass bei leichten Ohrenschmerzen kein Wasser in die Ohren kommt und schütze dich mit Ohrenstöpseln. Noch wichtiger ist es, dass du nicht auskühlst – vor, während und nach dem Schwimmen. Wird dir kalt, ziehe lieber die Notbremse. Nach dem Besuch im Nass trocknest du deine Haare, ziehst eine Mütze an und packst dich in warme Kleidung. Ein anschließender Tee wärmt zudem von innen.

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Ansteckungsgefahr im Schwimmbad gering

Wer Krank ist, kann auch seine Mitmenschen anstecken. Im Schwimmbad herrscht allerdings nur eine geringe Ansteckungsgefahr: Das Wasser verdünnt die Viren sehr stark, das zugesetzte Chlor tötet manche Keime zudem ab. Hygiene-Experten sehen Schwimmbäder deshalb nicht als besonders kritischen Ort an, was die Verbreitung von Infektionskrankheiten betrifft.

Sonderfall Therme und Sauna

Bist du verschnupft, solltest du im Interesse deiner Gesundheit einen Thermen- oder Saunabesuch verschieben, bis du wieder ganz gesund bist. Die Hitze in der Sauna bedeutet für den Organismus eine große Belastung, außerdem kann sie deine Schleimhäute austrocknen und so eine bestehende Erkältung verschlimmern. Grippe- und Erkältungsviren fühlen sich außerdem in der feuchtwarmen Luft von Bio-Saunen, Dampfbädern und Thermalbecken besonders wohl. Anders als im Hallenbad besteht hier sehr wohl eine große Ansteckungsgefahr für deine Mitmenschen.

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