Erfahrung mit thermomix

Innovative Funktionen des Thermomix® – Das Multitalent Thermomix®

Mit seinen zahlreichen Funktionen und Modi ist der Thermomix® ein wahres Multitalent und nicht umsonst die beliebteste Küchenmaschine der Welt. Unter den Millionen Fans auf der ganzen Welt sind daher neben Alltags- und Hobbyköchen auch viele Spitzenköche vertreten. Denn ob Mixen und Pürieren, Zerkleinern oder Emulgieren – nun auch Karamellisieren oder Fermentieren. Der Thermomix® genügt als Küchenhelfer höchsten Ansprüchen. Und das alles bei einfacher Bedienung mittels Touchscreen.
Ob du Puderzucker oder Nüsse mahlen, die perfekte Sauce Hollandaise zubereiten oder einen luftig-lockeren Brotteig kneten möchtest: Der Thermomix® ist immer ein zuverlässiger Begleiter und macht Kochen und Backen zum Erlebnis. Mit dem Thermomix® TM6 kannst du selbstgemachten Joghurt herstellen oder zartes Pulled Pork zubereiten. Lass dich vom größtmöglichen Kochkomfort faszinieren und lese, welche Vielfalt an Zubereitungsmöglichkeiten die Funktionen und Modi des Thermomix® bieten. Die dazukommenden Funktionen und Modi des Thermomix® TM6 heben die Kochvielfalt noch einmal auf eine neue Ebene. Entdecke die verschiedensten Möglichkeiten mit Thermomix®.

Ratgeber Lohnt sich ein Thermomix?

Ein Surren wie von einer Nähmaschine erfüllt die Küche. Dann der „Piep“. Die Marmelade ist fertig! Wir sind supergespannt. Der Thermomix soll ja angeblich alles können – und Pürierstab, Mixer, Getreidemühle, Dampfgarer, Eierkocher, Handrührgerät, Milchaufschäumer, Küchen- und Eismaschine in einem sein. Der neue Thermomix TM6 hat sogar fünf neue Funktionen: anbraten, fermentieren, karamellisieren, Sous-vide-Garen (Vakuumgaren) und Slow Cooking. Sogar Starköche wie Juan Amador, Sarah Wiener und Holger Stromberg haben einen. Für uns ist er aber noch Neuland. Wir wissen so viel: mixen, rühren, kneten oder kochen findet alles im Mixtopf statt.

Thermomix-Rezepte zum Nachkochen

Was klappt mit dem Thermomix, was nicht?

Das Einmachen hat uns begeistert: kein Kleckern beim Umfüllen, keine Fruchtspritzer beim Kochen. Wir machen weiter im Thermomix-Grundkochbuch: Eiweiß und Sahne steif schlagen, Tomatensuppe oder Risotto kochen, Strudelteig kneten. Klappt super! Aus gefrorenem Obst und Sahne zaubert die Maschine in Sekunden cremiges Eis. Jetzt machen wir uns an Hollandaise und gedünstetes Gemüse. Die Soße kommt uns ein bisschen dünn vor, schmeckt aber. Beim Gemüse sind wir etwas enttäuscht: Die Möhren sind matschig, der Brokkoli leicht verfärbt, die Röschen trocken. Da könnte man das Rezeptbuch mal überarbeiten. Apropos: Ohne diese Fibel wären wir bei der Einstellung von Zeiten, Rührstärke oder Temperatur etwas ratlos.

© Vorwerk

Probieren Sie unser Thermomix-Menü:

  • Kürbissuppe
  • Zanderfilet mit Feta-Zitronensauce
  • Himbeereis mit Schokosplittern

Rechnet sich so ein Thermomix?

Der „Küchenporsche“ beeindruckt uns durch seine Möglichkeiten. Aber auch durch den stolzen Preis von knapp 1.020 Euro für den TM5 und knapp 1.360 Euro für den neuen TM6 (seit März 2019 erhältlich). Allerdings: Er ersetzt ja eine ganze Reihe anderer Geräte. Und die kosten zusammen in der preislichen „Mittelklasse“ auch schon knapp 1.000 Euro. Es ist also eine Frage, ob man alle Funktionen des Thermomix braucht und nutzten möchte. Dies sollte überwiegend der Fall sein, sonst rechnet sich das Gerät nicht.

Vor- und Nachteile des Thermomix

Lohnt sich das Küchengerät oder nicht? Wir haben die wichtigsten Punkte in einem Pro und Kontra für Sie zusammengefasst:

Pro Thermomix:

1. Täglich frisch und fettarm kochen ist sehr komfortabel – die Gerichte stehen dazu ruckzuck auf dem Tisch.
2. Das Gerät hat viele Funktionen – das spart die Neuanschaffung zusätzlicher Geräte.
3. Mit über 42.000 Rezepten und der Guided-Cooking-Funktion ist das Modell für Anfänger und Profis gleichermaßen geeignet.
4. Es fällt weniger Abwasch an, denn Sie brauchen weniger Kochgeschirr.

Kontra Thermomix:

1. Das Gerät ist sehr groß und nicht gerade schön – ein Problem für kleine Küchen und für alle, denen das Design von Geräten und ihrer Küche wichtig ist. Etwas stylisher ist beispielsweise der „KitchenAid Cook Processor“.
2. Das Fassungsvermögen reicht für zwei Erwachsene und ein bis zwei kleine Kinder.
3. Der Anschaffungspreis ist hoch – nach einem halben Jahr kostet die Nutzung der Cookidoo-Rezept-Datenbank 36 Euro/jährlich.
4. Der Thermomix ist nicht gerade leise – bei offenen Wohnküchen kann der Geräuschpegel stören.

Welche Alternativen gibt es zum Thermomix?

Überlegen Sie vor einer Anschaffung, wie Ihre Kochroutine wirklich ist. Auch Sie kennen es bestimmt: Anfangs ist man beigeistert und nach ein paar Wochen stehen die Geräte in der Ecke. Vielleicht reicht für Ihre Bedürfnisse bereits ein Hochleistungsmixer? Je hochpreisiger die Anschaffung, desto genauer sollte man sich im Vorwege Gedanken machen. Mittlerweile gibt es Hersteller, die den Markt mit ähnlichen, aber günstigeren Geräten erobern wollen. Für unter 500 Euro gibt es beispielsweise diese Einsteigergeräte:

Die Thermomix-Alternativen gefallen Amazon-Kunden besonders gut:

Krups Prep&Cook HP5031 Classic für ca. 445 Euro
Klarstein GrandPrix für ca. 300 Euro
Krups CZ7158 Cook4Me+ Connect Multikocher für ca. 230 Euro
Moulinex CE704110 Cookeo Multikocher für ca. 228 Euro
MEDION Küchenmaschine mit Kochfunktion für ca. 200 Euro
Klarstein GrandPrix – Multifunktions-Küchenmaschine für ca. 240 Euro
Der Thermomix-Billig-Variante von Lidl für rund 360 Euro wurde bei Markteinführung bejubelt und zahlreich verkauft – der „Monsieur Cuisine Connect“ ist aber in die Kritik gekommen.

Fazit unserer beiden Redakteurinnen

Brigitte Kesenheimer: Bei lan gem Rühren auf hoher Stufe ist das Surren etwas nervig. Super finde ich die fixe Reinigung im Geschirrspüler. Für jemanden, der die vielen Funktionen wirklich nutzt, ist das Gerät top.

Kerstin Görn: Die Zuwiegefunktion ist toll! Man stellt die Waage auf null und kann alles grammgenau einfüllen. Wow ist auch die Geräte-Power: Getreide mahlen für Brot, Puderzucker selbst machen für Desserts – das alles geht wirklich ruck, zuck. Trotzdem: Der Thermomix fühlt sich für mich nicht wie richtiges Kochen an.

Für wen lohnt sich ein Thermomix – und für wen nicht?

Von der Preis- und Platzfrage abgesehen, sind es folgende Punkte, die für oder gegen eine Anschaffung sprechen.

Der Thermomix lohnt sich für alle, die

  • täglich gern frisch, fettarm und zeitsparend kochen möchten.
  • kochen lernen möchten, Lust auf mehr haben und gern durch Rezepte geführt werden.
  • die frische Küche lieben, aber eigentlich kochfaul sind.
  • die Profis in der Küche sind und das Gerät mit den vielseitigen Funktionen als praktische Küchenhilfe betrachten.

Der Thermomix lohnt sicht nicht für alle, die

  • die wirklich nur gelegentlich kochen und/oder lieber essen gehen.
  • die umfangreichen Funktionen nicht nutzen.

Datum: 27.01.2020
Autor: Tanja Seiffert

Kochen mit dem Thermomix

Die Fähigkeiten des begehrtesten Kochautomaten sind unumstritten. Von Kochen über Dünsten bis hin zur Zubereitung von Suppen, Soßen und Dressings kann der Thermomix nahezu alles, wofür man früher einiges an Zeit und vieles an Gerät investieren musste. Auch geschmacklich haben die Thermomix-Gerichte einiges zu bieten. Doch kann ein Thermomix die gewohnten Kochtraditionen wirklich ablösen und verlernt man beim regelmäßigen Kochen mit dem Thermomix vielleicht sogar das Handwerk?

Kochen mit dem Thermomix: Omas Hackbraten

Zwischen all den leidenschaftlichen Hobbyköchen und denen, die es noch werden wollen, gibt es Menschen, die nicht beigebracht bekommen haben, wie man richtig kocht. Das könnte unter anderem daran liegen, dass beide Elternteile berufstätig waren und schlichtweg die Zeit fehlte, um den Kindern das Kochen nahezubringen. Genau hier kommt einer der größten Vorteile des Thermomix ins Spiel: Kochen ohne besondere Vorkenntnisse! Dank eines integrierten Chips, auf den immer die aktuellsten Thermomix-Rezepte geladen werden können, haben selbst Koch-Laien heute die Möglichkeit, tolle Gerichte zu zaubern. Auf dem Display führen die einfachen Anleitungen Schritt für Schritt durch die abwechslungsreiche Rezeptwelt. Zwar kann das multifunktionale Küchengerät auch sicherlich bei den Vorbereitungen für einen Sonntagsbraten helfen, Geschmack und Aroma werden aber vermutlich nie die gleichen wie bei Oma oder Mama sein. Womit wir auch gleich beim nächsten Punkt wären:

Der Thermomix überliefert keine (Koch-)Traditionen

Unsere Mütter und Großmütter haben es vorgemacht: eine akribische Sammlung an Rezepten ihrer Vorfahren, die nicht nur rein geschmacklich, sondern vor allem symbolisch sehr wertvoll sind – und das bis heute. Leckere Geheimzutaten für den Streuselkuchen, schlesische Köstlichkeiten von früher und viele überlieferte Tipps, die das digitale Kochbuch einer Küchenmaschine einfach nicht bieten kann. Auch den Kindern und Enkeln wird ein Thermomix nie die Feinheiten und die Leidenschaft des Kochens übermitteln können. Den Plätzchenteig? Ja, den kann die Universalmaschine sehr wohl vorbereiten, doch das Gespür für das Wesentliche eher nicht. Daher sollte bereits dem Nachwuchs frühzeitig gezeigt werden, wo die Zutaten für das Abendessen herkommen, wie sie verarbeitet werden und welche Vielfalt in Sachen Nahrungsmittel diese Welt zu bieten hat. Dann besteht auch keine Gefahr, dass das Kochen, wie wir es (noch) kennen, aussterben wird.

Überzeugte Köche halten dagegen: Kochen mit dem Thermomix ist nicht das Ende

Ganz gleich, ob man die Hausfrau und Mutter von nebenan befragt oder den Sternekoch des Lieblingsrestaurants: niemand, der wirklich gerne und aus Überzeugung kocht, wird sich das Erlebnis, eigene Gerichte zu kreieren, nehmen lassen. Sicher können wir dem Thermomix grundlegende Handgriffe und ungeliebte Aufgaben übergeben, wie beispielsweise das Kneten von Kuchen- oder Pizzateig, das Anrühren einer leckeren Soße oder das Dünsten von Gemüse. Doch kaum jemand, der großen Wert auf „Selbstgekochtes“ legt, wird sich je den Genuss von vielversprechenden Gerüchen und Aromen nehmen lassen, die beim Anbraten oder Rösten in der Pfanne entstehen. Selbst wenn die heimische Küche über eine Multifunktionsmaschine wie den Thermomix verfügt, bedeutet das noch lange nicht das Ende für traditionelle Kochkunst.

Der Helfer in der Not

Nichtsdestotrotz sind Thermomix und seine Alternativen nützliche Küchenhelfer, die uns nicht nur im stressigen Alltag enorm viel Arbeit abnehmen können. Gerade für Personen, die nicht stundenlang in der Küche stehen können oder wollen, erweist sich das Küchengerät als große Erleichterung und erfüllt seinen Zweck. Auch in Sachen Schmutz und in Anbetracht der Zeitersparnis, kann man dem Erfinder nur danken. Trotz aller Vor- und Nachteile, die eine vollautomatische Küchenmaschine bietet, wird es wohl nie so weit kommen, dass niemand mehr selbst kocht, geschweige denn das Kochen ganz verlernt. Ganz im Gegenteil: dank zahlreicher Rezepte, die zur Verfügung stehen, erweitert man vielleicht sogar seinen Koch-Horizont und lernt neue und aufregende Zutaten kennen. Und deren Zusammenstellung und Einkauf kann selbst ein Thermomix (noch) nicht übernehmen.

So sieht der neue Thermomix TM6 aus. Äußerlich gibt es bis auf das größere Display keine Veränderungen. Er bietet aber zahlreiche neue Kochmöglichkeiten. (Bildquelle: thermomix.vorwerk.de)

Völlig überraschend kündigte Vorwerk dieser Tage die Markteinführung eines neuen Modells seines Verkaufschlagers Thermomix an. Der TM6 soll 1.359 Euro kosten und ist damit teurer als sein Vorgänger TM5. Was können Sie für diesen stolzen Preis erwarten?

Mehr Kochprogramme für mehr Einsatzvielfalt

Die größte Neuerung des TM6 ist die von vielen Kunden herbeigesehnte Anbratfunktion. Dafür hält die Küchenmaschine die Temperatur konstant bei 160 °C. Doch auch das beliebte Sous-Vide-Garen ist nun möglich. Ebenso das Garen bei niedrigen Temperaturen über einen längeren Zeitraum (Slow Cooking), das Fermentieren von Gemüse und Co. sowie das Karamellisieren. Der Hersteller hat darüber hinaus zusätzliche Modi zum Pürieren und Aufkochen von Wasser spendiert.

Unabhängig von Smartphone und PC

Nicht nur innerlich hat sich das Maschinchen verändert, auch äußerlich hat sich etwas getan. Das Display ist nun größer und besser ablesbar. Das ist auch nötig, denn konnten die Rezepte bislang nur über das Smartphone ausgesucht werden, ist das Kochbuch nun direkt im Gerät integriert. Wenn Sie dennoch das eigene Handy oder den heimischen Computer bevorzugen, können Sie dies aber auch weiterhin tun. Als kleines Gimmick ist das Gerät über die Displayhelligkeit, Lautstärke und verschiedene Alarmtöne personalisierbar. Die integrierte Waage misst jetzt zudem bis auf das Gramm genau die Zutaten, die Sie hinzugeben.

Auch beim Zubehör hat sich etwas getan

Bei den Zubehörteilen ist Vorwerk den zahlreichen Kundenwünschen nachgekommen und hat so beispielsweise den Spatel zum Rühren griffiger und an der Spitze flexibler gestaltet. Das soll vor allem das Umrühren und Entnehmen von cremigen Speisen erleichtern. Der Messbecher sitzt nun fester auf dem Deckel und kann beim Umdrehen desselbigen nicht mehr herausfallen. Als netter Nebeneffekt soll der Thermomix dadurch auch leiser arbeiten. Für die neue Bratfunktion besitzt der Deckel einen Spritzschutz, über den der Dampf entweichen, aber kein Fett nach draußen spritzen kann.

Ich habe mir erst kürzlich einen TM5 gekauft – was nun?

Mit dem neuen Modell können Sie unter anderem auch Karamellsauce herstellen. (Bildquelle: thermomix.vorwerk.de)

Die Ankündigung des neuen Thermomix-Modells sorgt bei vielen Fans für große Verärgerung. Sie fühlen sich vorsätzlich getäuscht, beim Kauf des TM5 nicht über die Einführung des Nachfolgers informiert worden zu sein. Vorwerk versucht die Gemüter nun mit einem Upgrade-Angebot zu beruhigen. Wenn Sie Ihren TM5 zwischen dem 20.02. und 08.03.2019 erworben haben, erhalten Sie vom Hersteller automatisch ein individuelles Wechselangebot auf das neue Modell. Dieses ist jedoch keineswegs kostenlos, sondern mit einem Aufpreis verbunden. Fällt Ihr Kauf nicht in diesen Zeitraum, haben Sie die Möglichkeit, sich einer Mustersammelklage anzuschließen, deren Erfolg jedoch angezweifelt werden darf.

Fazit: Der neue Thermomix bietet einiges an neuen Funktionen und kleinen Detail-Verbesserungen gegenüber dem Vormodell. Das treibt den ohnehin schon mehr als stolzen Preis jedoch zusätzlich noch einmal in die Höhe. Ob sich diese Investition lohnt, ist letztendlich eher eine Frage der eigenen Überzeugung als des tatsächlichen Nutzens. Fakt ist, dass Sie für die veranschlagte Summe locker mehrere qualitativ hochwertige Töpfe und Pfannen bekommen.

Küchengerät: Der Thermomix TM6 im Test – es gibt Rindergeschnetzeltes

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Der neue Thermomix macht Fans des Küchengeräts sauer. Vorwerk habe zu spät bekannt gegeben, dass das Modell TM6 auf den Markt komme. Kunden, die erst vor kurzem das Vorgängermodell kauften, fühlen sich deshalb „verarscht“. Man kann das schon ein bisschen nachvollziehen, immerhin kann der TM6 einiges, was bisher noch kein Thermomix konnte. Sous-vide-Garen zum Beispiel oder Fermentieren, vor allem aber: anbraten.

Das kann der TM6 – und dafür wird er kritisiertNeues Modell TM6

Aber funktioniert das denn wirklich, kann man ein Steak in den TM6 werfen und den Rest erledigt die Küchenmaschine? Nein, ganz so weit ist das Gerät dann doch noch nicht: Beim Vorführ-Termin mit einer Vertreterin – Vorwerk verkauft den Thermomix ausschließlich über Direktvertrieb – erfährt man, dass der TM6 nicht scharf anbraten kann. Steak funktioniert also nicht, dafür ist die Bratfläche des Thermomix auch schlicht zu klein, Geschnetzeltes ist hingegen kein Problem.

Weshalb wir uns beim Test des 1359 Euro teuren TM6 auch genau für dieses Rezept entschieden haben: Rindergeschnetzeltes! Im Video sehen Sie, wie der TM6 funktioniert, welche Probleme wir beim angeleiteten Kochen hatten und warum wir nicht bei der Kochshow „Das perfekte Dinner“ damit antreten würden.

Und das haben wir gekocht: Rindfleisch in Pilz-Sahne-Soße

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Ein Rezept aus dem Thermomix-Forum „Cookidoo“

Zutaten

600 Gramm Rinderfiletsteak in Streifen

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250 Gramm frische Pilze, geviertelt

200 Gramm Sahne

100 Gramm Zwiebeln, halbiert

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50 Gramm Gewürzgurken, in Streifen

30 Gramm Wasser

10 Gramm Speisestärke

40 Gramm Olivenöl

eine Knoblauchzehe

zwei Prisen Pfeffer

ein Teelöffel Salz

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ein Teelöffel Senf

1/2 Teelöffel Gewürzpaste für Fleischbrühe

Petersilie, gehackt, zum Bestreuen

Zubereitung

20 Gramm Öl, 300 Gramm Rinderfiletsteak und eine Prise Pfeffer in den Mixtopf geben, Spritzschutz auf den Mixtopfdeckel setzen, anbraten, umfüllen und mit 1/2 Teelöffel Salz bestreuen.

Restliche 20 Gramm Öl, restliche 300 Gramm Rinderfiletsteak und eine Prise Pfeffer in den Mixtopf geben, Spritzschutz auf den Mixtopfdeckel setzen, anbraten, zum bereits umgefüllten Rindfleisch geben und mit 1/2 Teelöffel Salz bestreuen.

Fleischsaft vom gebratenen Rindfleisch in eine kleine Schüssel abgießen. 20 Gramm Fleischsaft, Zwiebeln und Knoblauch in den Mixtopf geben, drei Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben.

Dann fünf Minuten bei 120°C auf Stufe 1 dünsten.

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Pilze zugeben und vier Minuten bei 120°C garen.

Wasser, Speisestärke und Gewürzpaste in einem Schüsselchen vermischen, mit dem restlichen Fleischsaft, Senf und Sahne in den Mixtopf zugeben und fünf Minuten bei 90°C kochen.

Angebratenes Fleisch und Gewürzgurken zugeben und mit dem Spatel untermischen. Rindfleisch in Pilz-Sahne-Sauce mit Petersilie bestreuen und z.B. zu Reis oder Nudeln servieren.

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Thermomix TM6 von Vorwerk: Die Kritik am neuen Modell ist absurd

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In Deutschland haben 74 Sterneköche einen Thermomix in ihrer Küche stehen. Tim Raue etwa, der in Berlin bisher vergeblich um seinen dritten Stern kämpft. Dass er nur zwei hat, liegt aber nicht an seinem Vorwerk-Roboter. Viele seiner Kollegen, die längst drei Sterne haben, nutzen den Thermomix. Sven Elverfeld etwa, der im „Ritz-Carlton“ in Wolfsburg kocht und zu den besten drei Köchen der Republik zählt. Für Eis, Soßen oder Pürees brauchen er und sein Team die Maschine.

Wer einen Thermomix hat, verlernt zu kochen? Das ist nur eines der Vorurteile, die über Küchenroboter bestehen – meist gepflegt von jenen, die niemals solche Maschinen benutzt haben. Der Thermomix wird verehrt und gehasst wie das iPhone in seinen besten Zeiten. Mein Kollege Florian Gehm hat den neuen Thermomix jüngst ins Zentrum einer Endzeitvision gerückt. Die neue Version des Geräts, die auch anbraten, karamellisieren oder vakuumgaren kann, sei der Vorbote des entmündigten Kochs und Verbrauchers, der Beweis für die baldige Herrschaft der künstlichen Intelligenz in der Küche.

Ein Missverständnis. Der Küchenroboter ist kein Mittel der Knechtschaft, sondern ein Instrument der Freiheit. So wie das Smartphone, wie der Personal Computer, wie das Automobil. Jede Erfindung trägt die Chance zur Entfaltung und die Gefahr der Entmündigung in sich. Es liegt an uns.

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Jeder Bürger kann sein Handy nutzen, um das Leben bequemer zu machen, Freundschaften zu pflegen oder schlauer zu werden. Ja, man kann sein Handy sogar ausschalten oder zu Hause lassen. Man kann aber auch halbminütlich nervös auf Kurznachrichten schielen, Timelines durchsuchen und Fotos posten. Die Knechtschaft ist selbst verschuldet – mit dem Gerät hat sie nichts zu tun.

Es gibt echte Gefahren des aktuellen technologischen Fortschritts. Der Thermomix zählt nicht dazu. Er ist ein Helfer wie die Waschmaschine – ein Instrument, das Mann und Frau von der Mühsal häuslicher Pflichten befreit. Wer Zeit und Lust zum Kochen hat, der kocht eben oder kombiniert Maschine und Herd.

Wer aber abends nach einem harten Arbeitstag nach Hause kommt, für den bedeutet es ganz konkrete Freiheit, wenn eine Maschine kocht, ohne dass man in der Nähe des Herds stehen muss. Zumal wenn Kinder im Haus sind. Daran ändern die Funktionen des neuen Thermomix-Modells nichts.

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Das gilt für alle derartigen Küchenmaschinen, sei es nun die Kitchenaid oder der vor allem in Frankreich erhältliche Magimix. Apropos Frankreich: In Frankreich und Italien kam der erste Thermomix schon 1980 auf den Markt, in der deutschen Heimat erst vier Jahre später. In Ländern, wo die Menschen wissen, wovon sie sprechen, wenn sie von Essen sprechen, war das Gerät längst ein Renner, als die Deutschen von Vorwerk den Staubsauger kauften.

Deutsches Bewusstsein für Kulinarik

Wahrscheinlich um die Krümel aufzusaugen, die nach dem Abendbrot am Boden liegen. In Ländern, wo abends nicht Schwarzbrot belegt wird, sondern warmes Essen auf den Tisch kommt, sind Küchenmaschinen seit Jahrzehnten für Menschen mit anstrengendem Alltag eine große Hilfe. Erst das sehr vorsichtige Erwachen des deutschen Bewusstseins für Kulinarik hat den Thermomix auch hierzulande populär gemacht – und dann gleich, wie in Deutschland nicht unüblich, zu hysterischen und fundamentalistischen Grundsatzdebatten geführt.

Keine Maschine wird die Herrschaft über unsere Küchen übernehmen. Die Gefahren des technologischen Fortschritts für Freiheit und Demokratie liegen andernorts. In der drohenden Macht von Monopolen. Google, Apple, Facebook und Amazon werden zu globalen Feudalherrschaften fern national organisierter Demokratien. Sie beuten Menschen aus, die professionelle Inhalte für deren Plattformen erzeugen – und verkaufen das der Welt als „Freiheit“ im Netz.

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Bei den Küchenmaschinen überzeugt ein Produkt auf einem umkämpften freien Markt die Kunden seit Jahren so sehr, dass auch ein relativ hoher Preis sie nicht schreckt. Na und? Dass auch der Erfolg von Vorwerk jederzeit in Gefahr ist, zeigt das neueste Produkte der Firma: ein Teezubereiter, der von den Verbrauchern gnadenlos verlacht wird – und zum großen Flop zu werden droht.

Küchenmaschinen als künstliche Intelligenz zu bezeichnen, wird zudem dem Ernst des Themas nicht gerecht. Küchenmaschinen sind nicht intelligent. Wer sehen will, was intelligent ist, sollte sich die Dokumentation „AlphaGo“ auf der Noch-nicht-Monopol-Plattform Netflix ansehen. Sie handelt vom bisher größten Kampf des Menschen gegen die Maschine: 2016 trat der Südkoreaner Lee Sedol, weltbester Spieler und lebende Legende des asiatischen Brettspiels „Go“, gegen eine künstliche Intelligenz an, Googles „Go“-Computer namens AlphaGo.

Als der Mensch keine Chance hatte

„Go“ ist zehnmal komplexer als „Schach“ und gilt in Asien als eine Kunst, eine Philosophie. Im „Schach“ hatte der damalige Weltmeister Garri Kasparow schon 1996 gegen einen Computer verloren. Aber „Go“, so waren sich die Asiaten sicher, sei so komplex und so verknüpft mit der menschlichen Intuition, dem menschlichen Wesen, dass eine Maschine es nie besser beherrschen werde.

Dann gewann AlphaGo vier der fünf Spiele gegen Lee Sedol. Der Mensch hatte keine Chance. Fast. In Spiel drei machte der Computer einen Zug, der bis dahin jenseits menschlicher Vorstellungskraft lag, so brillant war er. Die „Go“-Welt war geschockt – aber bald fasziniert von dem Geniestreich des Computers. Die Menschheit blickte plötzlich ganz neu auf das 2000 Jahre alte Spiel.

Inspiriert von AlphaGo spielte Lee Sedol in Spiel vier das, was als „Gotteszug“ in die „Go“-Geschichte eingehen sollte – und womit er seinen einzigen Sieg gegen die Maschine errang. Und zeigte: Die Lernfähigkeit künstlicher Intelligenz wird der Menschheit womöglich ganz neue Erkenntnisse eröffnen. Wenn wir sie richtig nutzen – und sie nicht zu einem Instrument von Bevormundung und Kontrolle werden lassen. Der Thermomix ist dabei das kleinste Problem.

In Deutschland liegen bisher keine derartigen Schädigungen von Thermomix-Nutzern vor. „Mir ist kein Fall solcher Beschwerden bekannt“, sagte Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen auf Anfrage dem Handelsblatt. „Viele Firmen tauschen vorsorglich Teile aus, um die Sicherheit der Kunden zu gewährleisten.“ Die Stiftung Warentest hatte erst kürzlich wieder Multifunktionsküchenmaschinen getestet, auch den digitalen Thermomix TM5. Der hatte zwar nur mäßig abgeschnitten, das lag allerdings an der kritisierten Lautstärke, nicht aber an Sicherheitsbedenken.

„Den Thermomix TM31 hatten wir im Jahr 2010 im Test. Mit korrekt eingesetztem Dichtungsring ist in unserem Test nichts aus der Maschine herausgespritzt“, sagte Stephan Scherfenberg von der Stiftung Warentest dem Handelsblatt. Die Austausch-Aktion von Thermomix beziehe sich auf Geräte, die später produziert wurden, nämlich 2012 bis 2014.

„Als wir im letzten Jahr den Nachfolger TM 5 getestet haben, sind ebenfalls keine Probleme mit dem Dichtungsring aufgetreten“, so der Warentest-Experte. „Nur wenn er falsch sitzt oder ganz vergessen wurde – also bei unsachgemäßem Gebrauch -, können Flüssigkeiten bei hoher Umdrehung aus dem Topf spritzen.“

Für Vorwerk ist der Thermomix die „Cash Cow“ des Unternehmens. Auch 2015 haben die Wuppertaler wieder ein Rekordumsatz eingefahren, wie sie im Vorfeld der Jahresbilanz verrieten, die kommenden Donnerstag veröffentlicht wird. Der Thermomix hatte 2014 den Staubsauger Kobold erstmals als größte Einnahmequelle überholt.

Damals machten die Wuppertaler weltweit einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro, davon 920 Millionen Euro mit dem neuen digitalen Thermomix TM5. Der wird von weltweit rund 30.000 Repräsentantinnen ausschließlich im Direktvertrieb über Kochpartys verkauft. Denn die Bedienung der High-Tech-Maschine will gelernt sein. „Die Sicherheit, das Wohlergehen und die Betreuung unserer Kunden hat bei Vorwerk seit jeher höchste Priorität“, so Sprecher Weber.

Ob die Nachfrage der Küchenmaschine nach der Beschwerdewelle in Australien einen Dämpfer bekommt, ist fraglich. Die Lieferzeit für einen Thermomix ist zwar deutlich kürzer geworden, liegt derzeit aber immer noch bei sechs Wochen.

Thermomix Erfahrungen

Schritt für Schritt: das Guided Cooking bei TM5

Eine der neusten Funktionen des Vorwerk-Vorzeige-Geräts ist das Guided Cooking: Die separat erhältlichen Rezept-Chips werden mit der Küchenmaschine verbunden. Der Koch kann nun das passende Rezept auswählen. Alle notwenigen Programmabläufe – z. B. erst Zutaten, dann häckseln, dann Zutaten, dann vermischen und danach erhitzen – werden automatisch abgespielt. Der einzige Part, der übernommen werden muss: Zutaten dazu geben. Aber auch hier wird die Reihenfolge und Menge automatisch vorgegeben und der Koch bekommt über das Display die genauen Anweisungen, was er wann zu tun hat. Der Vorteil: Jeder kann damit leckere Gerichte zaubern, die garantiert immer wieder gleich gut schmecken. Der Nachteil: Für Kreativität und Flexibilität ist beim Guided Cooking wenig Raum.

Kochen mit der Küchenmaschine

Es muss natürlich nicht immer das vollautomatische Programm sein, das beim Kochen abgespielt wird. Wer seinen Thermomix oder eine andere Küchenmaschine gerne als Helfer benutzt, der nervige und aufwendige Arbeiten wie Schnippeln oder Umrühren übernimmt, der kann Zutaten auch ganz nach der eigenen Laune hinzufügen, die verschiedenen Programme und Funktionen flexibel einstellen und dadurch kreative Rezepte entwickeln. Dafür musst du dich allerdings erstmal an die neue Art des Kochens gewöhnen, denn anders als vorher, hast du nicht mehr vier Herdplatten zur Verfügung, sondern nur ein Gerät mit begrenztem Fassungsvermögen.

Erfahrungen mit dem Thermomix

Es gibt bereits große Communities, die schon länger mit dem Thermomix kochen. Und die lassen andere gerne an ihren Erfahrungen teilhaben. Das hilft natürlich bei der Entscheidung, ob der Kauf einer eigenen Küchenmaschine sinnvoll ist. Damit du nicht das gesamte Internet durchsuchen musst, haben wir die wichtigsten Erfahrungen zum Kochen mit dem Thermomix zusammengetragen.

  • Damit sich die Anschaffung auch wirklich lohnt, musst du die Geräte täglich nutzen und alle Funktionen voll ausschöpfen.
  • Wer bereits eine voll ausgestattete Küche mit Mixer, Herd, Waage etc. hat und damit gerne kocht, der braucht kein teures Multifunktionsgerät.
  • Für bis zu vier Personen kann gekocht werden, alles darüber hinaus ist schwierig.
  • Kochen mit der Küchenmaschine ist gut, wenn man nebenher noch etwas anderes machen möchte.
  • Der Abwasch fällt beim Gebrauch einer Küchenmaschine deutlich kleiner aus – großer Pluspunkt für Aufräummuffel.
  • Babykost, Marmelade oder Suppen: gerne! Blattsalate sehen kleingehäckselt nicht so appetitlich aus und müssen weiterhin ohne Küchenmaschine geschnippelt werden. Das Auge isst immerhin mit.
  • Nervige Aufgaben wie ständiges Umrühren, gibt jeder Koch gerne an die Küchenmaschine ab.

Ist die Küchenmaschine ein guter Koch?

Wie bei allen Fragen, die sich um den Thermomix und andere Küchenmaschinen drehen, ist auch diese nicht so einfach zu beantworten. Das hängt ganz davon ab, was man von ihr erwartet: Wenn es möglichst einfach, mit wenig Aufwand und trotzdem lecker sein soll, dann ja. Denn beim Kochen geht nur sehr selten etwas schief. Wenn es um Kochen und Essen als Erlebnis geht, dann wohl eher nicht. Ob das nun stört oder nicht, das darfst du entscheiden.

In meinem Haushalt gibt es keine Tupperdosen. Ich war noch nie auf einer Tupperparty und wollte auch niemals zu einer hin. Es existiert auch kein Jemako-Putzlappen in unserem Haus. Wenn ich zu Partys eingeladen werde, dann möchte ich tanzen. Das war bislang mein Grundsatz. Und dann kam Jenny. Meine Freundin lud mich ein, ihre Nachbarin würde kochen. Mit dem Thermomix. Ob ich nicht vorbeikommen wolle.

Ich dachte, naja, so ein Abend, an dem ich bekocht werde – warum eigentlich nicht. Eine Thermomix-Party? Man musste es ja nicht so nennen. Ich sah auch keine Gefahr, mir während des Treffens den Kopf verdrehen zu lassen, denn wer bitteschön gibt schon 1200 Euro für eine Küchenmaschine aus? So ein Ding käme mir eh nicht ins Haus. Für mich, das muss ich zugeben, ist es der Inbegriff der Spießigkeit.

Der Thermomix: Wunderwaffe für Kochfaule? Inbegriff der Spießigkeit? Oder beides?

Foto:

Vorwerk

Unsere Küche ist keine Einbauküche, die Schränke sind alt und unpraktisch, aber schön und original – an ihnen haftet Geschichte. Ein überteuertes Rührgerät würde da eh nicht reinpassen. Ich mein, mal ganz im Ernst: Für mein erstes Auto habe ich 500 Euro bezahlt. Das konnte sogar noch fahren! Nein, man würde mich nicht überzeugen können. Davon war ich überzeugt.

Ein Thermomix in meiner Küche? Niemals! Oder?

Überhaupt gehöre ich eher zu den Menschen, die nicht nur das Ziel vor Augen haben, sondern gern mal ein paar Blümchen am Wegesrand bestaunen. Und so ein Thermomix ist ja das Gegenteil. Das ist doch kein Kochen! Da gibt’s du ein Gericht ein und dann wirst du ohne Sinn und Verstand – und ohne Stil! – durch das Rezept gelotst, um am Ende das Resultat zu genießen. So meine Vorurteile.

So ganz passt das High-tech-Gerät noch nicht zur alten Küche.

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Aber tja, was soll ich sagen?! Es war ein ziemlich schöner Abend, der mit Sekt begann – und mit einem verwirrten Gast endete – mit mir. Seit wann schmeckt mir ungekochter Brokkoli? Tja, der Thermomix macht’s möglich. Jeder, der jemals auf einem solchen Abend eingeladen war, wird ihn kennen, den legendären Brokkoli-Salat mit Senf-Dressing, Sonnenblumenkernen und Paprika. Verdammt, war der lecker. Und mal was anderes.

Doch eine Küchenmaschine? Die Vorurteile geraten ins Wanken

Und überhaupt gerieten meine Vorurteile plötzlich ins Wanken. Wäre es bei drei hungrigen Kindern und zwei berufstätigen Eltern in unserem Haushalt nicht vielleicht doch praktisch, so ein Gerät zu besitzen? Einfach, um auch mal auf andere Geschmacksideen zu kommen? Fernab meiner Standardmenüs à la Kartoffelpü mit Fischstäbchen zu kochen? Auf die scharfe Curry-Bananensuppe, die uns an dem Abend gereicht worden war, wäre ich jedenfalls im Leben nicht gekommen. Wie lecker.

Tupperware-Präsentation während einer Verkaufsveranstaltung.

Foto:

imago/momentphoto/Killig

Und war die Maschine nicht so leicht zu bedienen, dass die Kinder sich sogar selbst mal etwas Schnelles kochen oder backen konnten? Und fahre ich nicht sowieso im Auto auch längst mit einem Navi statt mir oldschool die Karte auf den Schoß zu legen? Der Thermomix war ja im Grunde nichts anderes als das: Ein Navi für die Küche.

Hilfe von Mutti? Vielleicht keine schlechte Idee

Aber die Kosten. Ich war doch bescheuert, überhaupt darüber nachzudenken. Andererseits: Wir würden Marmelade selbst machen können, Kuchen nicht mehr kaufen, sondern backen, hmm. Als dann noch meine Mutter einhakte und meinte, ich könne doch dann auch viel gesünder für die Kinder kochen, weil frische Suppe statt Dosenfraß, gedünstetes Gemüse, das noch Vitamine enthält statt verkochte Blumenkohlröschen. Mein Geburtstag stünde doch vor der Tür, ob sie mich unterstützen solle beim Kaufpreis.

Lange Blicke beim Essen, das kennen die meisten Eltern nur zu gut. Vielleicht mal was Neues probieren?

Foto:

imago/Kristin Schnell

Nun ja, das war mein Ende. Man darf mich nun spießig nennen. Ich hab jetzt so ein Ding. Ich habe es sage und schreibe zwei Wochen lang in der Küche stehen gehabt ohne es anzurühren. Vor Angst, ich könnte irgendwas daran kaputt machen. Dann überredeten mich die Kinder zu einem Smoothie. Und dann zu einem Walnuss-Dip für Baguette.

Überzeugt: Warum ich mich doch für das „Navi in der Küche“ entschied

Und nun ja, seither ist er halt in Gebrauch. Ich bleibe dabei, ich hätte ihn mir eigentlich nicht gekauft. Aber die Umstände wollten es einfach so. Und seither sieht man mich mit der Thermomix-App durch den Supermarkt laufen. Da kann ich nämlich einfach eingeben, worauf ich Hunger hab und schon spuckt es mir die Einkaufsliste aus. Voll uncool. Aber extrem praktisch eben auch.

Bei Tupperdosen und Jemako-Lappen bleib ich aber trotzdem hart. Vorerst jedenfalls…

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