Erbrechen nach antibiotika einnahme

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Seit Alexander Fleming das Penicillin entdeckt hat, haben bakterielle Erkrankungen ihren Schrecken verloren. Heute gibt es mehr als 70 verschiedene antibiotische Wirkstoffe, mit deren Hilfe Infektionen durch Bakterien bekämpft werden können. Erfahren Sie hier Wissenswertes über Antibiotika.

Richtige Einnahme von Antibiotika

Allerdings nutzt das stärkste Antibiotikum nichts, wenn es nicht richtig eingenommen wird. Deshalb sollten Sie bei der Einnahme von Antibiotika auf folgende Punkte achten: Lesen Sie vor der ersten Einnahme die Packungsbeilage oder erkundigen Sie sich beim Einlösen des Rezeptes über den richtigen Einnahmezeitpunkt Ihres Medikamentes. Er hängt vom verwendeten Wirkstoff ab.

Einige Antibiotika werden auf nüchternen Magen eingenommen, andere brauchen einige Stunden Abstand zur vorherigen Mahlzeit. Wieder andere werden zum Essen eingenommen. Grundsätzliche Regeln gibt es keine, weil sich die verwendeten Wirkstoffe stark unterscheiden.

Wirkung von Antibiotika

Ein Antibiotikum sollte unbedingt so lange eingesetzt werden wie vom Arzt verordnet. Auch wenn sich die Krankheitssymptome schon nach ein oder zwei Tagen gebessert haben, sollte das Arzneimittel weiter eingenommen werden, denn nur dann kann es alle Bakterien abtöten. Überleben einige Keime, werden sie resistent, also unempfindlich gegen das Antibiotikum. Die Medikamente wirken dann nicht mehr. Auch bei zu langer Einnahme eines Antibiotikums könnte das passieren.

Milch kann manche Antibiotika binden und ihre Wirkung verhindern. Ein Schluck Wasser reicht zum Runterspülen aber nicht aus, empfohlen wird ein ganzes Glas.

Auf Wechselwirkungen achten

Manche Antibiotika vertragen sich nicht mit anderen Medikamenten wie zum Beispiel der Antibabypille. Auch ohne Rezept gekaufte Arzneimittel können die Wirkung der Antibiotika stören. Hier weiß der Apotheker Bescheid.

Keine Reste schlucken

In der Hausapotheke sind noch drei Tabletten von letztem Jahr? Solche Reste immer wegwerfen. Nicht alle Antibiotika wirken bei jedem Infekt, da sich die Bakterien voneinander unterscheiden. Bei dem Verdacht auf eine Infektion sollte man daher einen Arzt aufsuchen.

Nach dem Antibiotikum viel Joghurt essen

Wenn der Arzt gegen eine bakterielle Infektion Antibiotika verschrieben hat, sollte man hinterher viel Joghurt essen, da durch einige Antibiotika die natürliche Darmflora geschädigt wird. Durchfall kann die Folge sein. In Joghurt sind viele Milchsäurebakterien enthalten, die helfen können, die Darmflora wieder aufzubauen. Unterstützend gibt es in der Apotheke Hefepilz-Präparate. So wird die Darmflora schnell wieder fit.

Aktualisiert: 27.03.2019 – Autor: Susanne Köhler

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Antibiotika: Fünf Fehler, die Sie nicht machen dürfen

Antibiotika sind aus der Medizin nicht wegzudenken. Sie retten Leben, da sie durch Bakterien ausgelöste Krankheiten heilen können. Kommen Antibiotika zu oft zum Einsatz oder werden sie falsch angewendet, werden die Bakterien irgendwann unempfindlich gegenüber den Wirkstoffen. Für die Medizin ist das ein großes Problem. Fünf Fehler, die man mit Antibiotika nicht machen darf.

Antibiotika töten Bakterien und verhindern, dass diese sich vermehren. Sie kommen unter anderem als Tabletten, Kapseln, Zäpfchen und Tropfen zum Einsatz. In Form von Salben, Gelen und Tinkturen ist eine äußerliche Anwendung möglich. Der Arzt verschreibt Antibiotika beispielsweise gegen Blasenentzündungen, eitrige Bronchitis, Magenschleimhautentzündungen, Lungenentzündungen und Salmonellen-Infektionen.

Antibiotika mit Bedacht einsetzen

Antibiotika müssen behutsam angewendet werden. Zum einen bekämpfen sie alle Bakterien im Körper, die in ihrem Wirkspektrum liegen – also auch die nützlichen, nicht krankheitsverursachenden Bakterien. Aus diesem Grund reagieren viele mit Durchfall auf die Einnahme. Denn die im Darm befindlichen Bakterien der Darmflora leiden ebenfalls. Zum anderen besteht das Risiko, dass sich bei zu häufiger und falscher Anwendung Resistenzen bilden und die Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren.

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Antibiotika-Fehler 1: Antibiotika mit Milchprodukten kombinieren

Tabletten und Milchglas: Während der Einnahme von Antibiotika sollte auf Milch und Milchprodukte verzichtet werden. (Quelle: Val Loh/Getty Images)

Das Antibiotikum sollte mit einem Glas Leitungswasser eingenommen werden. Durch die reichliche Flüssigkeitszufuhr löst sich das Medikament leichter auf. Zudem beeinflusst Wasser die Wirkung des Medikaments am wenigsten. Kaffee, Tee und Milchprodukte hingegen können die Wirkstoffaufnahme hemmen.

Kalziumreiche Mineralwässer, Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse sollte man im Zeitraum der Antibiotika-Einnahme daher besser nicht verzehren. Auf Mineralstoffpräparate mit Kalzium, Magnesium und Zink sollte man ebenfalls verzichten. Auch Alkohol ist tabu.

Antibiotika-Fehler 2: Unregelmäßige Einnahme

Die regelmäßige Einnahme ist für die Wirksamkeit von großer Bedeutung. Wenn die Zeitabstände stimmen, ist eine dauerhaft ausreichende Menge des Wirkstoffs im Körper garantiert. Nur so können die Bakterien erfolgreich bekämpft werden.

Muss das Medikament ein Mal am Tag eingenommen werden, dann sollte dies immer um die gleiche Uhrzeit erfolgen. Muss der Patient das Antibiotikum zwei Mal pro Tag anwenden, sollte dies in einem Abstand von zwölf Stunden passieren. Bei drei Mal täglich bietet der Acht-Stunden-Rhythmus eine gute Orientierung.

Wichtig ist zudem, das Antibiotikum zum richtigen Zeitpunkt einzunehmen:

  • „Vor dem Essen“: Das Medikament wird etwa eine halbe Stunde bis Stunde vor der Mahlzeit eingenommen
  • „Zum Essen“: Das Medikament wird direkt zum Essen eingenommen
  • „Nach dem Essen“: Das Medikament wird etwa zwei Stunden nach dem Essen eingenommen

Außerdem sollte man aufgrund möglicher Wechselwirkungen dem Arzt mitteilen, wenn man bereits andere Arzneimittel einnehmen muss. Achtung: Manche Antibiotika beeinträchtigen die Wirkung der Antibabypille.

Antibiotika-Fehler 3: Antibiotika zu früh absetzen

Uhrzeiger und Tabletten: Frühzeitiges Absetzen von Antibiotika erhöht das Risiko, dass sich Resistenzen bilden. (Quelle: Sergei Chuyko/Getty Images)

Ebenfalls wichtig ist es, Antibiotika konsequent bis zum Schluss anzuwenden. Selbst wenn die Beschwerden nach einigen Tagen geringer sind. Eine Verbesserung der Symptome bedeutet nicht, dass die Bakterien im Körper vollständig bekämpft sind. Im schlimmsten Fall bricht die Erkrankung erneut und deutlich stärker wieder aus. Wer das Antibiotikum vorschnell absetze, riskiere zudem die Bildung von Resistenzen, warnt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Wie lange das Antibiotikum eingenommen werden muss, hängt vom Wirkstoff und der zu behandelnden Erkrankung ab. Als Faustregel empfehlen Apotheker, immer die gesamte vom Arzt verordnete Packung einzunehmen. Sollten bei einem Antibiotikum Nebenwirkungen auftreten, bespricht man mit dem Arzt das weitere Vorgehen. Das gilt auch dann, wenn das Antibiotikum nach zwei bis drei Tagen keine Wirkung zeigt.

Auf keinen Fall sollte man das Präparat auf eigene Faust absetzen oder die Dosis gar erhöhen. Und: Reste von Antibiotika dürfen nicht aufgehoben und vom Patienten bei der nächsten Infektion eigenmächtig eingenommen werden.

Antibiotika-Fehler 4: Falsche Entsorgung

Sollten Tabletten übrig bleiben, werden diese über den Hausmüll entsorgt. Viele Apotheken bieten als freiwilligen Service an, Arzneimittelreste anzunehmen. Auf keinen Fall gehören sie in die Toilette oder in das Waschbecken. Über die menschlichen Ausscheidungen und die Tierhaltung gelangen bereits jede Menge Antibiotika in die Umwelt.

Wie das Umweltbundesamt (UBA) warnt, können Kläranlagen nicht alle Arzneimittelrückstände zurückhalten. Deshalb seien sie nahezu flächendeckend und ganzjährig im Bereich von Kläranlagenabläufen sowie in Bächen, Flüssen und Seen, aber auch im Grund- und vereinzelt im Trinkwasser zu finden. Am häufigsten würden Schmerzmittel und Antibiotika nachgewiesen. Die Entstehung von Resistenzen werde dadurch gefördert.

Antibiotika-Fehler 5: Antibiotika bei Erkältung einnehmen

Antibiotika sollten daher nur dann Anwendung finden, wenn es notwendig ist. Eine Einnahme bei einer Grippe oder einem harmlosen grippalen Infekt ist überflüssig, denn diese sind von Viren verursacht. Antibiotika helfen in diesen Fällen nicht. Ihre Einnahme ist nur dann sinnvoll, wenn sich aufgrund der geschwächten Immunabwehr eine bakterielle Entzündung hinzugesellt, etwa eine Mittelohrentzündung oder eine Nasennebenhöhlenentzündung.

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Bei einer Erkältung ist es daher sinnvoll, einige Tage abzuwarten, ob sich die Beschwerden von alleine wieder bessern. Ist das nicht der Fall und kommen starke Kopf- oder Halsschmerzen hinzu, ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Das gilt auch bei heftigem Husten.

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Das Wort Antibiotika stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „gegen das Leben“. Doch geht es nicht dem, der sie einnimmt an den Kragen, sondern den Keimen, die ihm das Leben schwer machen. Antibiotika sind nach wie vor eine Wunderwaffe, die Leben retten können. Allerdings müssen sie dafür richtig eingesetzt werden.

Wie Antibiotika gegen Bakterien wirken

Es gibt zahlreiche Mikroorganismen, die Infektionen verursachen – vor allem Bakterien und Viren, aber auch Pilze und andere. Doch Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien. Das liegt daran, dass Bakterien und Viren sehr unterschiedlich sind. So werden Bakterien bis zu 0,002 mm groß, haben einen eigenen Stoffwechsel und können auf künstlichen Nährböden gezüchtet werden. Viren dagegen sind ungefähr hundert Mal kleiner als Bakterien und können nicht selbstständig existieren, sie sind auf so genannte Wirtszellen angewiesen.

Antibiotika greifen unter anderem an der Zellwand oder dem Stoffwechsel der Bakterien an – gegen Viren dagegen, die sich in den menschlichen Zellen einnisten, können sie nichts ausrichten. Wichtig ist dieses Wissen vor allem im Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten: Diese werden überwiegend durch Viren verursacht – und dann helfen keine Antibiotika.

Einnahme von Antibiotika

Ganz wichtig: Ein Antibiotikum muss immer für die verordnete Dauer eingenommen werden. Das kann – muss aber nicht – die Einnahme der gesamten Packung erforderlich machen. Die verordnete Anwendung, enthaltene Wirkstoffmenge und Einnahmezeit sind dabei vom Arzt auf die vorliegende Infektion und möglicherweise vorhandene Allergien und Begleiterkrankungen abgestimmt.

Tritt nach den ersten Tagen eine Besserung ein, deutet dies darauf hin, dass das Antibiotikum gut wirksam ist. Dennoch muss die Arznei immer so lange eingenommen werden, wie der Arzt es verordnet hat – nicht länger, aber auch nicht kürzer. Nur so werden wirklich alle Bakterien zerstört und Resistenzen der Keime vermieden.

Was ist bei der Einnahme außerdem zu beachten?

Weitere wichtige Einnahmevorschriften sind:

  • Die vorgeschriebenen Abstände zwischen den Einnahmen muss eingehalten werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Wirkstoffspiegel im Körper konstant hoch gehalten wird. „Dreimal täglich“ bedeutet also: alle acht Stunden eine Dosis.
  • Antibiotika mit Wasser einnehmen. Antibiotika sollten mit Wasser eingenommen werden, denn Milch oder andere Lebensmittel können die Wirkung vermindern. Empfohlen wird ein ganzes Glas Wasser zu trinken. Zwischen dem Genuss von Milch/Milchprodukten und der Antibiotika-Einnahme sollten mindestens zwei Stunden liegen.
  • Genauer Einnahmezeitpunkt: Inzwischen gibt es unterschiedliche Wirkstoffgruppen von Antibiotika. Aus diesem Grund kann es auch keine allgemein gültigen Regeln zum Einnahmezeitpunkt geben. Einige Antibiotika müssen nüchtern eingenommen werden, andere wiederum zum Essen. Wann genau Ihr Medikament eingenommen werden soll, sagt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker; Sie finden diese Information auch auf dem Beipackzettel.
  • Wechselwirkungen: Wer zusätzlich andere Medikamente einnimmt, sollte wegen möglicher Wechselwirkungen beim Arzt nachfragen.

Große Tabletten besser schlucken

Antibiotika – vor allem in höheren Dosierungen – sind oft sehr groß und dürfen häufig, zum Beispiel wegen bestimmter Tablettenüberzüge, nicht zerkleinert werden (dies lässt sich der Packungsbeilage entnehmen).

Vielen Menschen fällt es jedoch schwer, große Tabletten zu schlucken. Falls sich die Anwendung nicht auf eine andere Zubereitungsart wie Saft umstellen lässt, helfen einige Tricks:

  1. Bereits vor der Einnahme einen Schluck Wasser trinken, damit die Schleimhaut gut befeuchtet wird.
  2. Anschließend die Tablette so weit wie möglich nach hinten auf die Zunge legen und mit einem ganzen Glas Wasser herunterspülen.
  3. Den Kopf beim Schlucken leicht nach vorn (!) neigen.

5 Fakten über Antibiotika – © istockphoto, Bozena_Fulawka

Nebenwirkungen: Antibiotika und Durchfall

Antibiotika können durch ihre Wirkungsweise auch Nebenwirkungen verursachen. Für den Menschen nützliche Bakterien leben zum Beispiel in der Mundhöhle, aber auch in unserem Darm. Dort sorgen sie dafür, dass die Nahrung richtig verdaut wird. Wer ein Antibiotikum einnehmen muss, bekämpft damit nicht nur die gefährlichen, sondern auch die nützlichen Bakterien. So kann zum Beispiel die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten. Störungen wie weiche Stühle oder gar Durchfall sind unter der Einnahme von Antibiotika nicht selten zu beobachten.

Normalerweise wird nach Beendigung der Therapie schnell wieder eine normale Darmfunktion erreicht. Wer jedoch Probleme hat, kann zur Regeneration der Darmflora in der Apotheke spezielle Präparate erwerben, zum Beispiel Hefekulturen aus Saccharomyces boulardii oder Bakterienextrakten aus Lactobacillus, Bifidobacterium und Escherichia coli.

Entsorgung von Antibiotika

Bewahren Sie keine angebrochenen Packungen von Antibiotika auf! Zum einen gibt es unterschiedliche Bakterien, die auch mit unterschiedlichen Wirkstoffen therapiert werden; zum anderen wird eine angebrochene Packung den oben genannten Einnahmekriterien nie gerecht werden. Es gilt also: Infekte von einem Arzt abklären lassen; Antibiotika nicht einfach auf Verdacht einnehmen!

Antibiotikaresistenz

Bei vielen Bakterien wirken Antibiotika nicht mehr. Der Grund: die Erreger sind gegen die Arzneimittel resistent geworden. Schuld daran ist in vielen Fällen ein zu sorgloser Umgang mit Antibiotika. Wenn zum Beispiel das Medikament vorzeitig abgesetzt wird oder der Patient sich nicht an die Einnahmevorschrift hält, können widerstandsfähige Bakterien überleben und gegen das Mittel resistent werden, also unempfindlich gegen das Antibiotikum.

Deshalb ist es gerade bei Antibiotika so wichtig, die vorgeschriebene Menge im richtigen Abstand über den festgelegten Behandlungszeitraum einzunehmen.

Fazit:

  • Antibiotika wie verordnet regelmäßig und in ausreichender Dosis nehmen
  • Antibiotikum nicht zu früh absetzen, aber auch nicht länger als verordnet einnehmen
  • keine Selbsttherapie mit Antibiotika

Aktualisiert: 27.03.2019 – Autor: Dagmar Reiche

  • Antibiotikum
  • Infektionskrankheiten
  • Multiresistenz: Bakterien und Antibiotika

Antibiotika richtig einnehmen

Manche Antibiotika gehen teils gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneien ein. Ein Beispiel: Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin und Statine, die bekannten Cholesterinsenker. Die Wirkung des Statins wird verstärkt, was Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen begünstigen kann. Weitere Beispiele: Manche Antibiotika lösen Zuckerschwankungen bei Diabetikern aus, andere erhöhen die Blutungsneigung bei gleichzeitiger Gabe von Phenprocoumon. Der verhütende Effekt der Pille kann durch Einnahme von Antibiotika nachlassen, was zu einer ungewollten Schwangerschaft führen kann. Klären Sie vorab mit Arzt und Apotheker, ob Ihr Antibiotikum von solchen Wechselwirkungen betroffen ist und wie Sie sich dann am besten verhalten.

Mögliche Nebenwirkungen: Durchfall, Pilze und Allergien

„Im Allgemeinen sind Antibiotika gut verträglich“, sagt Hommel. Dennoch weist der Apotheker auf potenzielle Nebenwirkungen hin: Allergien auf das Mittel seien möglich, ebenso Hautausschläge, ausgelöst durch das Medikament. Daneben leiden einige Menschen unter Durchfall. Denn das Antibiotikum bekämpft nicht nur die krankmachenden Bakterien, es kann auch die gesunde Darmflora schädigen. Probiotika, die Bakterienkulturen enthalten, können die Flora wieder aufbauen.

Frauen bekommen manchmal einen Scheidenpilz, weil die natürliche Scheidenflora durch das Antibiotikum aus dem Gleichgewicht gerät. Einige Mittel erhöhen die Lichtempfindlichkeit. Das heißt, Sie können schneller einen Sonnenbrand erleiden. Wichtig: Vertragen Sie das Medikament nicht gut, dann setzen Sie es nicht eigenmächtig ab. Besprechen Sie stattdessen umgehend mit dem Arzt, was Sie tun können.

Medikament vergessen – Wie gefährlich ist es?

Einmal die Tabletten nicht nehmen – das kann doch nicht so schlimm sein? Doch “einmal ist keinmal” gilt hier nicht. Schon eine ausgelassene Einnahme kann Risiken bergen. Im schlimmsten Fall drohen Folgen wie Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, Bewusstlosigkeit oder Organschäden. Was ist also im Falle einer vergessenen Einnahme zu tun?

Medikamenten-Einnahme vergessen – und nun?

Experten sind sich einig: Keine Experimente! Besser ist es, die Einnahme mit der nächsten Dosis wie gewohnt fortzusetzen. Denn viele Präparate haben eine längere Halbwertszeit, das heißt, sie werden nur langsam im Körper abgebaut und wirken so noch einige Zeit nach der Einnahme. Bei einer kurzen Halbwertszeit, also einer nur kurzfristigen Verfügbarkeit im Körper, ist eine regelmäßige, korrekte Einnahme umso wichtiger, damit das Medikament entsprechend wirken kann.

Nimmt man versehentlich die doppelte Dosis einer Arznei kann es gefährlich werden: Die erhöhte Wirkstoffkonzentration im Blut kann riskante Nebenwirkungen auslösen. Das gilt zum Beispiel für Schilddrüsen-Tabletten: Diese können zwar einen halben Tag später nachgenommen werden. Bevor man jedoch bei Unsicherheit eine doppelte Einnahme und damit eine Überdosierung riskiert, sollte man lieber eine Dosis auslassen.

In jedem Fall sollte das Vergessen einer Medikation ein Einzelfall bleiben. Wer häufig Tabletten vergisst, kann seinem Gedächtnis beispielsweise mithilfe einer App auf die Sprünge helfen: Die App LifeTime erinnert immer pünktlich an die Einnahme. Hier gibt es die kostenfreie App zum Download.

Vorbeugen: Keine Tablette mehr vergessen

Wer keine unnötigen Risiken eingehen will, sollte seine Medikamenten-Einnahme gut im Blick behalten – zum Beispiel mit diesen Tricks.

  • Medikamenten-Einnahme an Routinen knüpfen: Wer seine Tabletten jeden Morgen zur gleichen Zeit einnimmt (z.B. nach dem Zähneputzen), vergisst sie seltener. Ähnlich hilfreich: Tabletten an einem festen Ort aufbewahren (z.B. neben der Zahnbürste).
  • Aufklärung stärkt Therapietreue: Studien zeigen, je mehr Betroffene über ihre Erkrankung und mögliche Folgen einer ausgelassenen Medikation wissen, desto leichter fällt es ihnen, daran zu denken.
  • Technische Hilfsmittel, Medikations-Apps: Für fast alles gibt es heute eine App – auch für die Erinnerung an Medikamente, wie beispielsweise von der LifeTime App angeboten. Die App erinnert zuverlässig an die Medikation, eine Einnahme muss abgehakt werden und ist so besser nachvollziehbar. Das kann sich positiv auf die Therapietreue auswirken.

Die App LifeTime ist für iPhone und Android-Geräte kostenfrei im jeweiligen AppStore verfügbar. Neben der Medikations-Erinnerung bietet sie weitere Funktionen wie den Befund-Austausch mit dem Arzt.

LifeTime App hier kostenfrei laden

Wenn Vergesslichkeit gefährlich wird: Bluthochdruck, Diabetes oder Epilepsie

(Über)lebenswichtig kann die genaue Medikamenten-Einnahme für Patienten mit chronischen Erkrankungen sein, wie für Diabetiker. Trotzdem raten Experten auch hier zur Vorsicht, statt zu Aktionismus: Denn Diabetiker können ihrem Körper mit einer nachträglichen Dosis blutzuckersenkender Medikamente mehr schaden als nützen. Es droht Unterzuckerung, die sich durch Schweißausbrüche oder rasenden Puls bemerkbar macht. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen kann sie zur Bewusstlosigkeit führen. Also: Erst einmal die Blutzuckerwerte checken und nur bei Bedarf Medikamente nachdosieren.

Auch Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen sollten vorsichtig sein: Blutverdünnende Präparate, die vor Thrombose oder Herzinsuffizienz schützen sollen (z.B. Marcumar), können bei einer Überdosierung gefährliche Blutungen hervorrufen. Eine eigenmächtige Nachdosierung kann auch hier riskante Folgen haben.

Ganz anders bei Epilepsie-Patienten: Um einem Anfall vorzubeugen, ist eine stabile Konzentration des Antiepileptikums im Körper wichtig. Eine vergessene Dosis kann im schlimmsten Fall einen epileptischen Anfall auslösen. Unter solchen Vorzeichen kann eine nachträgliche Einnahme Schlimmeres verhindern. Da die Anwendung individuell zu bestimmen ist, sollten Epilepsie-Patienten das Verhalten in einer solchen Ausnahmesituation unbedingt mit ihrem Arzt besprechen!

Gesundheit: Wenn Kinder lebenswichtige Arzneien verweigern

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Kranke Kinder sind eh schon schwierig. Und dann sollen sie auch noch grässlich schmeckenden Hustensaft trinken oder bittere Pillen schlucken. Eltern brauchen nicht nur eiserne Nerven, um nicht nachzugeben.

Ein paar Tricks helfen, Tropfen, Antibiotikasaft oder Zäpfchen zu verabreichen. Wichtig ist aber vor allem, dass Eltern Zeit und Geduld mitbringen – und dem Kind vermitteln: Es gibt keine Alternative zu Tablette, Saft oder Tropfen.

Einnahme ritualisieren

Wenn Kinder regelmäßig Medikamente nehmen müssen, lohnt es sich, daraus ein Ritual zu machen, rät Prof. Gerd Glaeske von der Universität Bremen. Beim Inhalieren bekommt der Nachwuchs zum Beispiel immer vorgelesen. „Dann hat das Kind etwas, worauf es sich freut, und das Inhalieren steht nicht mehr im Vordergrund.“

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Wie gut ein Kind Medikamente akzeptiert, hänge auch stark von der Haltung der Eltern ab, sagt Ulrich Fegeler vom Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte in Berlin. „Wenn Eltern sagen: ‚Das riecht aber komisch‘, ist das nicht besonders unterstützend.“

Auf keine Diskussionen einlassen

Auch sollten sie sich auf keine Diskussionen einlassen. Wenn ein Kind aber nur seine Augen zusammenkneift, ist das nicht schlimm. Mutter oder Vater geben die Tropfen in den inneren Winkel des geschlossenen Auges, sagt Erika Fink, Apothekerin in Frankfurt und Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Macht das Kind die Augen wieder auf, fließe der Tropfen hinein. Sind beide Elternteile da, könne eines die Augenlider vorsichtig auseinanderziehen, der andere gebe die Tropfen ins Lid, rät Fegeler.

Muss das Kind Nasentropfen nehmen, sollte es leicht überstreckt auf dem Rücken liegen, empfiehlt Fegeler. „Drücken Sie ein Nasenloch von außen zu und geben Sie in das andere die Tropfen.“ Danach werde getauscht. Bei sehr kleinen Kindern rät Erika Fink, ein Wattestäbchen mit den Nasentropfen zu tränken und damit vorsichtig die Nasenschleimhaut zu benetzen.

Keine halben Zäpfchen

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Zäpfchen können an der Spitze eingecremt werden, damit sie besser in den After gleiten. „Geben Sie kein halbes Zäpfchen. Wenn es vorne nicht angespitzt ist, tut es weh“, warnt Fink. Muss das Zäpfchen doch halbiert werden, sollte es in der Länge durchgeschnitten werden.

Vor allem Säfte müssen korrekt bemessen werden. Studien zufolge passieren Eltern die meisten Fehler, wenn sie flüssige Medikamente mit Messbechern dosieren, so das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seinem Verbraucherportal Gesundheitsinformation.de.

Menge dreimal kontrollieren

Deshalb gilt: Beim Dosieren immer im Hellen stehen und besser dreimal die Menge kontrollieren. Für Babys gibt es spezielle Einwegspritzen. Der Medikamentensaft wird aufgezogen und in den Mund gespritzt. „Sie müssen nur aufpassen, dass das Kind nicht würgt“, warnt Fegeler.

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Bei Arzneisäften gilt sonst grundsätzlich: Im Stehen schluckt es sich am besten. Bekommen ältere Kinder den Saft auf einem Löffel gereicht und schlucken ihn nicht vollständig, sollten Eltern es das nächste Mal mit zwei halben Portionen probieren, rät Fink.

Mit Getränken mischen

Oder sie mischen den Rest mit einem Getränk, das das Kind gerne mag, rät Prof. Glaeske, der unter anderem zu Wirkungen und Risiken von Arzneimitteln forscht. Zwar enthalten Fruchtsäfte und Tees Inhaltsstoffe, die mit den Wirkstoffen der Medikamente reagieren können – das ist der Grund, warum Tabletten grundsätzlich nur mit Wasser geschluckt werden sollten. Nimmt das Kind das Medikament aber partout nicht anders ein, könnten Eltern sich so behelfen.

Sicherheitshalber sollten sie aber vorher den Beipackzettel lesen. Einige Antibiotika dürfen zum Beispiel nicht mit Milch eingenommen werden. Den Restsaft in den Kakao zu kippen, ist daher tabu. Spuckt das Kind einen Teil des Medikamentensaftes wieder aus, ist das Pech.

Nicht nachdosieren

Eltern sollten in solchen Fällen nicht aus der Hand nachdosieren oder beim nächsten Mal einfach mehr geben. Schließlich wissen sie nicht, wie viel des Wirkstoffs im Mund gelandet ist. „Die Dosierung ist schnell zu hoch“, warnt Prof. Glaeske.

Kinder wiegen weniger und Arzneien wirken bei ihnen viel stärker als bei Erwachsenen. Deshalb sollten Eltern den Kinderarzt unbedingt fragen, wie sie die Arznei richtig dosieren, und wie oft und lange das Kind sie nehmen muss, betont IQWiG.

Im Beipackzettel steht zum Beispiel zudem, ob das Medikament zu bestimmten Uhrzeiten, vor oder nach dem Essen oder mit viel Flüssigkeit eingenommen werden muss. Das Institut rät Eltern, einen Zettel auf die Verpackung zu kleben und aufzuschreiben, wann sie ihrem Kind das Medikament zuletzt gegeben haben.

Arznei nicht zu früh verabreichen

Doch nicht schon bei jedem kleinen Schnupfen sind Medikamente notwendig. Viele Eltern geben ihren Kindern zu früh und zu oft Arznei. „Ich beobachte, dass Eltern viel zu häufig Fieberzäpfchen, Schmerzmittel und abschwellende Nasentropfen verabreichen“, berichtet der Kinderarzt Ulrich Fegeler.

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„Vieles wird zu schnell gegeben“, sagt auch Prof. Gerd Glaeske. Der häufigste Fehler sei, dass Eltern in den Medikamentenschrank greifen und eine Arznei nehmen, die noch herumliegt. Besser sollten sie abwarten, ob die Beschwerden von alleine abklingen – und andernfalls erst zum Arzt gehen.

Mehr Informationen zum Thema:

  • IQWiG-Merkzettel

Eltern dosieren Antibiotika-Saft für Kinder oft falsch

Wer sich noch an den Geschmack von Antibiotika-Saft von vor 30 Jahren erinnern kann, weiß: Das Zeug schmeckte furchtbar, oft scheiterte die Einnahme schon daran. Heute dagegen stellt der Geschmack (in den meisten Fällen) kein Hindernis bei der richtigen Verabreichung des Medikaments gegen bakterielle Erkrankungen mehr dar.

Jetzt zeigt sich allerdings, dass die Gefahr der falschen Dosierung eher von Eltern und Betreuern ausgeht: Jeder zweite Erwachsene scheint Fehler bei der Verabreichung von Antibiotikasäften zu machen. Das ergab eine Beobachtungsstudie des Universitäts-Kinderkrankenhauses Robert-Debré in Paris.

Die französischen Wissenschaftler beobachteten dafür 100 Eltern, Großeltern und Kinderbetreuer bei der Medikamentengabe und stellten zwei große Fehlerquellen fest:

1. Das Anmischen der Medizin: Bei einigen Säften muss zunächst die Flasche mit einer bestimmten Menge Wasser aufgefüllt, dann geschüttelt werden. Jeder Zweite lag hier beim Abmessen der Flüssigkeit falsch, schüttelte nicht ausreichend (dann verteilt sich der Wirkstoff nicht richtig) oder war zu ungeduldig: Nach dem Schütteln soll gewartet werden, bis der entstandene Schaum sich abgesetzt hat, sonst stimmt wiederum die Dosierung nicht.

2. Sogar mehr als jeder zweite (56 Prozent) Erwachsene hatte Schwierigkeiten mit dem Messlöffel: Viele verwechselten die Markierungen darauf und verabreichten dadurch zu wenig von dem Saft. Das scheint vor allem daran zu liegen, dass diese Markierungen meist schlecht erkennbar sind – zumindest bemängelten die Studienteilnehmer dies. Und wer schon einmal mit einem dieser Messlöffel zu tun hatte, weiß wahrscheinlich, wovon die Rede ist …
Vorteilhaft für die Dosierung scheint übrigens eine Dosierspritze zu sein, zeigte die Studie. Hier kamen deutlich weniger Fehler vor.

Auch wenn dem kranken Kind möglichst schnell geholfen werden soll: Bei der Gabe von Medikamenten lohnt es sich, mit Ruhe und Genauigkeit vorzugehen. Hilfreich: Die für das Kind richtige Dosierung auf dem Messlöffel mit einem farbigen Permanent-Marker hervorheben.

Cefaclor acis 125 mg/-250 mg Saft

Quellen (Stand: 11. März 2008)
Verfasst von Andrea Lubliner • Pharmazeutin

Hersteller: Acis
Wirkstoff: Cefaclor
Darreichungsform: Suspension

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zur Wirkung beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

  • Wirkung & Dosierung
  • Nebenwirkungen & Wechselwirkungen
  • Gegenanzeigen & Warnhinweise
  • Packungsgrößen & Preise
  • Vergleichbare Medikamente

Wirkung

Cefaclor acis 125 mg/-250 mg Saft enthält den Wirkstoff Cefaclor. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Cefaclor acis 125 mg/-250 mg Saft.

Cefaclor wird zur Behandlung von akuten und chronischen Infektionen verwendet. Dazu zählen Infektionen der oberen und unteren Atemwege, Hals-Nasen-Ohren-Infektionen wie Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Mandelentzündungen und Halsentzündungen.
Weiterhin kann Cefaclor bei Nierenentzündungen, Entzündungen der ableitenden Harnwege (Harnwegsinfektionen, Blasenentzündung), Hautinfektionen, Weichteilgewebsentzündungen und Tripper (Gonorrhoe) eingesetzt werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Cefaclor sind vertiefende Informationen verfügbar:

  • Entzündungen
  • Lungenentzündung
  • Harnwegsinfektionen
  • Hautinfektionen
  • Mandelentzündung
  • Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung
  • Entzündungen des Mund- und Rachenraums
  • Infektionen durch Streptokokken
  • Mittelohrentzündung

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Cephalosporine, Antibiotika, zu welcher der Wirkstoff Cefaclor gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • akute und chronische Infektionen der oberen und unteren Atemwege, von unterschiedlichen Schweregraden, die durch Cefaclor-empfindliche Erreger verursacht sind und oral (mit Tabletten oder Säften) behandelt werden können
  • akute und chronische Infektionen des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches wie zum Beispiel Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündungen, Mandelentzündung und Rachenentzündung, von unterschiedlichen Schweregraden, die durch Cefaclor-empfindliche Erreger verursacht sind und oral (mit Tabletten oder Säften) behandelt werden können
  • akute und chronische Infektionen der Niere und der ableitenden Harnwege, von unterschiedlichen Schweregraden, die durch Cefaclor-empfindliche Erreger verursacht sind und oral (mit Tabletten oder Säften) behandelt werden können
  • akute und chronische Infektionen der Haut und der Weichteilgewebe, von unterschiedlichen Schweregraden, die durch Cefaclor-empfindliche Erreger verursacht sind und oral (mit Tabletten oder Säften) behandelt werden können
  • Tripper (eine Geschlechtskrankheit, die durch Gonokokken-Bakterien übertragen wird)

Video: Sinusitis

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Dosierung

Zur Zubereitung des Saftes drehen Sie die Flasche mit dem Trockensaft-Pulver um und stoßen sie leicht an, um das Pulver zu lockern. Dann füllen Sie bis zum oberen Rand des Etiketts mit Leitungswasser auf. Nach dem Verschliessen schütteln Sie sorgfältig und kräftig, bis der Inhalt gleichmässig gemischt ist. Nach Absetzen des Schaumes sollte nochmals mit Wasser bis zum oberen Markierungsrand aufgefüllt und kräftig geschüttelt werden. Auch vor jeder Anwendung ist der Saft kräftig zu schütteln.

Der fertige Saft wird mit dem beiliegenden Messlöffel dosiert. Fünf Milliliter des Saftes enthalten je nach Dosierung des Medikaments 125 Milligramm Cefaclor oder 250 Milligramm Cefaclor.

Kinder unter sechs Jahren erhalten dreimal täglich zehn Milligramm Cefaclor pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Die Tageshöchstdosis beträgt bei dieser Altersgruppe 30 Milligramm Cefaclor pro Kilogramm Körpergewicht am Tag.

Daraus ergeben sich in etwa folgende Dosierungen:

Kinder von einem bis zwei Jahren erhalten dreimal täglich 125 Milligramm Cefaclor (dreimal einen Messlöffel des 125 Milligramm-Saftes oder dreimal einen halben Messlöffel des 250 Milligramm-Saftes).

Kinder von drei bis fünf Jahren erhalten morgens 250 Milligramm Cefaclor (zwei Messlöffel des 125 Milligramm-Saftes oder einen Messlöffel des 250 Milligramm-Saftes), mittags 125 Milligramm (einen Messlöffel des 125 Milligramm-Saftes oder einen halben Messlöffel des 250 Milligramm-Saftes) und abends wieder 250 Milligramm Cefaclor (zwei Messlöffel des 125 Milligramm-Saftes oder einen Messlöffel des 250 Milligramm-Saftes).
Kinder von sechs bis zehn Jahren erhalten dreimal täglich 250 Milligramm Cefaclor (einen Messlöffel des 250 Milligramm-Saftes). Die Tageshöchstdosis liegt für diese Altersgruppe bei 750 Milligramm Cefaclor oder drei Messlöffel 250 Milligramm-Saft.

Ältere Kinder, Jugendliche über zehn Jahre und Erwachsene erhalten dreimal täglich 500 Milligramm Cefaclor (zwei Messlöffel des 250 Milligramm-Saftes). Das entspricht einer Tageshöchstdosis von 1500 Milligramm Cefaclor pro Tag (sechs Messlöffel des 250 Milligramm-Saftes).

Abweichende Dosierungen sollten stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Der Saft kann auch zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

In der Regel dauert die Behandlung sieben bis zehn Tage.

Packungsgröße & Preise

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Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Maisstärke
  • Aromastoffe
  • Dimeticon
  • Methylcellulose
  • Natriumdodecylsulfat
  • Saccharose
  • Xanthan-Gummi

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