Entwicklung baby bauch

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Wie werden die Schwangerschaftswochen gezählt?

Um die Schwangerschaftsdauer und den Stand der kindlichen Entwicklung zu bestimmen, werden zwei verschiedene Zählweisen verwendet: Eine zählt die Wochen ab der letzten Periode, die andere die Wochen ab der Befruchtung der Eizelle.

Zwei unterschiedliche Zählweisen

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Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung wird der Mutterpass ausgestellt und als Schwangerschaftsbeginn der erste Tag der letzten Periode eingetragen. Nach dieser Zählweise dauert die Schwangerschaft insgesamt 40 Wochen oder zehn Mondmonate (Lunarmonate) mit jeweils 28, also insgesamt 280 Tagen.

Allerdings hat die Befruchtung meist etwa zwei Wochen nach dem ersten Tag der letzten Periode stattgefunden. Aus diesem Grund besteht zwischen dem Alter des ungeborenen Kindes und der im Mutterpass eingetragenen Schwangerschaftswoche (SSW) immer ein Unterschied von etwa zwei Wochen. Beispiel: Am Ende der 12. SSW sind seit der Befruchtung erst etwa zehn Wochen vergangen. Der Fötus ist daher rund zehn Wochen alt.

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Die zweite Zählweise rechnet die Wochen der Schwangerschaft erst ab der (vermuteten) Befruchtung der Eizelle, wodurch sich die Schwangerschaftsdauer gegenüber der ersten Zählweise auf 38 Wochen oder 266 Tage verkürzt. Hier stimmen die Schwangerschaftswochen mit den Wochen der kindlichen Entwicklung überein.

Wo welche Zählweise verwendet wird

Die zweite Zählweise ist besonders für die gesetzlichen Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch nach §218 StGB von Bedeutung. Die deutsche Gesetzgebung spricht hier von „Fristen nach Empfängnis“. Damit ist der Zeitraum gemeint, in dem nach der Beratungsregelung ein Schwangerschaftsabbruch straffrei möglich ist. Mit „Empfängnis“ ist die Befruchtung der Eizelle gemeint. Da sich oft nicht sagen lässt, wann genau die Befruchtung stattgefunden hat, wird vom ersten Tag der letzten Periode ausgegangen und die Empfängnis zwei Kalenderwochen später angenommen. Seit der Empfängnis dürfen dann nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sein.

Angaben bei familienplanung.de

Bei familienplanung.de wird die Schwangerschaftsdauer ab dem ersten Tag der letzten Periode berechnet. Die Angaben gehen also von 40 Schwangerschaftswochen aus.

Erste Schwangerschaftswoche (1. SSW)

Veröffentlicht von Redaktion 7. Dezember 2017 Kategorie(n): Schwangerschaftsverlauf Schlagwörter: 1. SSW, Erste Schwangerschaftswoche

Entscheiden sich Paare in der Familienplanung für ein Kind, drängt sich schon recht früh die Frage auf, ob es „geklappt“ hat oder nicht. Die Frau spürt gerade in der allerersten Zeit noch keine Veränderungen, unschöne Begleiterscheinungen, wie Übelkeit und Mattigkeit, treten erst zu einem späteren Zeitpunkt auf. Viele Frauen „spüren“ es trotzdem und wissen von Anfang an, dass sie schwanger sind. Andere wiederum haben dieses Gespür nicht. Ist es weibliche Intuition, dass Frauen oft schon gleich nach der Befruchtung sicher wissen, dass sie ein Kind erwarten? Was passiert denn nun in der sogenannten ersten Schwangerschaftswoche und ab wann spricht man von dieser Zeit? Ab dem Tag der Befruchtung?

Errechnung der Dauer einer Schwangerschaft

Man kennt zwei Möglichkeiten, den Beginn und damit auch die Dauer einer Schwangerschaft, zu errechnen. Zum einen könnte man ab dem Tag, wo die Eizelle befruchtet wurde, mit der Rechnung beginnen. Doch in aller Regel können die Frauen nicht immer genau angeben, wann es denn nun wirklich passiert ist. Ärzte errechnen den Geburtstermin des Kindes immer ab dem ersten Tag der letzten Periode. Die Befruchtung erfolgt in der Regel circa zwei Wochen danach, in der Zeit, wo die Frau ihren Eisprung hat. Somit ist die Frau natürlich in den ersten zwei Wochen dieser Rechnung noch nicht schwanger, da eine Befruchtung erst nach ungefähr 12 bis 14 Tagen, etwa in der Mitte des Zyklus, stattfinden kann.
Laut dieser Rechnung ist das Baby im Mutterleib immer etwa zwei Wochen jünger, als die errechnete Schwangerschaftswoche.

Ist die Periode bei Ihnen zwei Wochen überfällig, weil Sie schwanger sind, wird Ihnen der Frauenarzt mitteilen, dass Sie bereits in der sechsten Woche sind. Obwohl die Befruchtung erst etwa zwei Wochen zurückliegt und Sie eigentlich erst zwei Wochen schwanger sind.
Auf der Basis einer Rechnung ab dem ersten Tag der letzten Periode dauert eine normale Schwangerschaft durchschnittlich 280 Tage, also 40 Wochen.

Die Zeit vor der Befruchtung

Der Zyklus einer Frau beträgt in der Regel 28 Tage und beginnt mit dem ersten Tag der Periode. In der ersten Woche des Zyklus, welcher später laut Berechnung zur ersten Schwangerschaftswoche wird, stößt die Gebärmutter die aufgebaute Schleimhaut mittels der Blutung ab. Am fünften Tag nach Beginn der Regelblutung setzt bereits der neue Schleimhautaufbau ein. Das ist nun die erste Woche vor der Befruchtung, das heißt 7 bis 14 Tage vor der Embryonalentwicklung. In der zweiten Zykluswoche macht sich eine reife Eizelle auf den Weg … wird sie befruchtet entsteht ein neuer Mensch.

Vorsorge

Planen Sie in nächster Zeit eine Schwangerschaft, empfiehlt es sich mit der Einnahme von Folsäure rechtzeitig zu beginnen. Am besten ab dem Absetzen der Pille. Die Einnahme sollte bis zum dritten Schwangerschaftsmonat fortgeführt werden, damit einer gesunden Entwicklung des Babys nichts im Wege steht.

In den ersten Wochen der Schwangerschaft werden beim Embryo die Grundlagen für Gehirn und Rückenmark gelegt, daher besteht gerade vor der Schwangerschaft und an deren Anfang ein erhöhter Folsäurebedarf. Es ist grundsätzlich sinnvoll bei bestehendem Kinderwunsch auf eine gesunde Ernährung zu achten, damit der Start einer Schwangerschaft positiv verläuft.

Folsäurereiche Nahrungsmittel sind Spinat, Rosen- und Blumenkohl, Spargel, Brokkoli, Endiviensalat, Eigelb, Volkorngetreide und Weizenkeime. Ebenso eignen sich Apfelsinen, Bananen und Mangos. Leider reichen die Nahrungsmittel nicht aus, den benötigten Bedarf zu decken und es muss ein entsprechendes Präparat zusätzlich eingenommen werden.

Hier bieten sich folgende Präparate an:

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Anzeichen einer Schwangerschaft & Schwangerschaftstest

Schwangerschaftsanzeichen: Müdigkeit

Viele Frauen sind jetzt viel häufiger müde als vor der Schwangerschaft. Dies kommt durch den Anstieg eines Hormons, dem Progesteron, das einen sedierenden Effekt auf die Schwangere hat. Das mütterliche Progesteron wird bis zur 10./11. Schwangerschaftswoche aus dem Corpus Luteum, dem umgewandelten Follikel gebildet, um die Schwangerschaft zu halten.

Schwangerschaftsanzeichen: Übelkeit

Ein allgemein bekanntes und häufig als sehr belastend erlebtes Schwangerschaftszeichen ist die Übelkeit. Diese tritt normalerweise in der Frühschwangerschaft – besonders zwischen der 6. bis 12. Woche – und bevorzugt morgens mit Brechattacken auf, kann sich aber mit wiederholten Wellen der Übelkeit über den ganzen Tag bemerkbar machen, mit oder ohne Nahrungsaufnahme auftreten oder zum Abend mit Schwellung des Leibes seinen Höhepunkt haben. Neben Mehrlingsschwangerschaften können verschiedene Stoffwechsel- und Hormonveränderungen, wie Schilddrüsenerkrankungen die Ursache sein, die die Höhe des Hormonspiegels des Schwangerschaftshormons HCG beeinflussen. Üblicherweise verschwindet die Übelkeit mit Ende der Embryonalphase im 3. Schwangerschaftsmonat. In sehr seltenen Fällen hält die Übelkeit während der gesamten Schwangerschaft an.

Übelkeit ist zwar ein negativ wahrgenommenes Krankheitssymptom, kann im Zusammenhang mit einer frühen Schwangerschaft jedoch als positiv bewertet werden, da man bei diesem Zeichen von einer normalen Schwangerschaftsentwicklung mit entsprechendem Anstieg des HCGs ausgehen kann.

Insbesondere Kaffee, Zigarettenrauch oder andere starke Gerüche (wie z. B. Parfüms) sowie bestimmte Speisen können in der Schwangerschaft Übelkeit auslösen. Häufig können die betroffenen Frauen keine fetten, säuerlichen oder stark gewürzten Speisen riechen (geschweige denn essen), oft werden auch Fleisch, Fisch oder Eier abgelehnt. Hierbei genügt manchmal die reine Vorstellung der Speisen, um Übelkeit auszulösen. Dies hat damit zu tun, dass die Schwangerschaft vor allem im Frühstadium im Körper hormonelle Veränderungen herbeiführt, die einen Einfluss auf das Geschmacks- und Geruchsempfinden haben. Diese Abneigungen sind normal und nicht besorgniserregend.

Schwangerschaftsübelkeit kann man entsprechend der Symptomatik selbst behandeln. Gegen das morgentliche Erbrechen hilft der Zwieback oder das Knäckebrot gleich nach dem Aufwachen noch im Bett. Da Obst und Obstsäfte, sowie kohlensäurehaltige Getränke übelkeitsfördernd sind, sollte die Schwangere darauf verzichten. Eine vernünftige Ernährung gehört ebenso dazu, wie die Aufteilung der Mahlzeiten in häufigere und dafür kleinere Portionen und natürlich die Vermeidung der Übelkeit auslösenden Lebensmittel oder Gerüche (kein Parfüm etc.). Außerdem kann durch Druck eines Akupunkturpunktes in der Mitte der Oberarm-Innenseite – zwei Querfinger oberhalb des Handgelenkes -, durch ein sogenanntes“ Seglerband“, durch medizinische Ingwerbonbons oder das Auflegen einer frischen Scheibe Ingwer auf die Zunge sowie das 30-malige Kauen einer kleinen Hand voll Haselnüssen oftmals die Übelkeit vermindert werden.

Für die Schwangerschaft ist es wichtig zu verstehen, dass es sich bei den leichteren Fällen von Übelkeit nicht um eine Krankheit handelt, sondern um eine schwangerschaftsspezifische Veränderung. Auch wenn die Übelkeit unangenehm ist, kann man – vorübergehend – damit zurechtkommen. Für Fälle stärkerer Übelkeit (Emesis gravidarum) gibt es auch Medikamente, die man in der Schwangerschaft nehmen kann, und die dem Kind nicht schaden. Hier ist der Frauenarzt der beste Ansprechpartner.

Bei extremer Form von Schwangerschaftsübelkeit (Hyperemesis gravidarum) ist ständiges, heftiges Erbrechen möglich. Dadurch, sowie durch die geringe Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit, kommt es zu Wasserverlust und Gewichtsabnahme und infolge zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustands der Schwangeren. Betroffene Frauen sollten ärztlich beobachtet und gegebenenfalls im Krankenhaus behandelt werden. Bei sehr starken Beschwerden, stehen Medikamente zur Verfügung, deren Wirkung auf das Ungeborene im Tierversuch und in großen Studien als unbedenklich eingestuft wurde. Diese Arzneimittel sind verschreibungspflichtig. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt und lassen sie sich von ihm beraten, ob und welches Medikament für Sie sinnvoll erscheint.

Schwangerschaftsanzeichen: Schwindel

Neben der Müdigkeit und Übelkeit können auch Schwindelgefühle auftreten. Der Körper versucht sich auf das veränderte Blutvolumen einzustellen, der Blutdruck sinkt üblicherweise in den ersten Monaten und die roten Blutkörperchen für die Sauerstoffversorgung des Körpers sind noch nicht ausreichend gebildet. Langes Stehen in warmen Räumen, „Warteschlange beim Bäcker“ können zu Kreislaufattacken führen. Da hilft das auf der Stelle treten und die Verbesserung der peripheren Durchblutung durch schnelles, wiederholtes Ballen der Fäuste. Wenig Schlaf, sitzende Tätigkeit, fehlende körperliche Aktivität verschlechtern die Kreislaufsituation. Kreislaufprobleme sind zwar für die Mutter lästig, aber für das Kind unbedenklich sind. Bewegung, Wechselduschen, Bürstenmassagen und Sport sind hilfreich.

Schwangerschaftsanzeichen: Heißhunger

Jeder kennt die Geschichte vom Heißhunger auf saure Gurken abwechselnd mit Mengen von Eiscreme in der Schwangerschaft. Dieser Heißhunger kann ein Zeichen nach verstärktem Mineralbedarf sein, was letztendlich nicht geklärt ist.

Schwangerschaftsanzeichen: Ausfluss

Hormonveränderungen in der Schwangerschaft führen zu vermehrtem Ausfluss. Dieser Scheidenausfluss ist normalerweise farblos oder weiß, geruchlos und nicht mit Beschwerden verbunden. Die Schwangere sollte sich keine Sorgen machen.

Wenn aber Juckreiz, unangenehmer Geruch oder Blutungen auftreten, sollte sie ihren Frauenarzt aufsuchen. Es könnte eine bakterielle Infektion vorliegen, die behandelt werden muss, um das Ungeborene nicht durch aufsteigende Keime zu gefährden. Wenn es sich um eine durch Geschlechtsverkehr übertragbare Erkrankung handelt, ist die Behandlung des Partners erforderlich.

Schwangerschaftsanzeichen: Hormonelle Veränderungen

Der in der Schwangerschaft veränderte Hormonhaushalt hat vielfältige Auswirkungen. Wichtig für die Schwangerschaft sind die plazentaren Hormone (HCG, HPL, Östrogene, Progesteron) sowie die mütterlichen Hormone (Prolaktin, FSH, LH, Oxytocin, Vasopressin, Schilddrüsenhormone, Cortison und Cortisol, Aldosteron, Parathormon, Insulin, Somatotropes Hormon), welche – nicht nur im Körper einer Schwangeren – spezifische Wirkung auf die Zielorgane haben. Diese Botenstoffe können positive und negative Wirkung auf die kindliche Entwicklung haben. Folgende Veränderungen sind bei der Schwangeren zu beobachten:

  • Haut: Verstärkte Pigmentierung im Schambereich, um die Brustwarze, als dunkle senkrechte Linie auf der Bauchdecke, Pigmentflecken im Gesicht, Verstärkung oder plötzliches Auftreten von Akne
  • Herz-Kreislauf-System: Zunahme des Blutvolumens, dadurch zunächst Verdünnung des Blutes; Anstieg des Herzminutenvolumens, d. h. Zunahme von Schlagvolumen und Steigerung der Herzfrequenz; Erniedrigung des Blutdrucks in den ersten 6 Monaten; verminderter Venendruck, dadurch Neigung zu Krampfadern und Thrombose
  • Ausscheidungsorgane: veränderte Nierenfunktion mit Senkung der Ausscheidungsschwelle für Glukose und Magnesium,; Harnwege werden durch Progesteronwirkung weitgestellt, dadurch Begünstigung aufsteigender Harnwegsinfekte
  • Verdauungssystem: gestagenbedingte Weitstellung der Hohlorgane, wie beispielsweise dem Magen, dem Darm; durch Verlagerung durch die wachsende Gebärmutter können Verstopfung und Blähungen auftreten. Durch Reflux und Schwäche des Zwerchfelles entsteht Sodbrennen
  • Mundraum: Während der Schwangerschaft kommt es zu hormonellen und einer gleichzeitigen Veränderung der Immunantwort. Das begünstigt die Entstehung von Mundschleimhautentzündungen, die bis zum Ende der Schwangerschaft zunehmend verlaufen können. Über hormonsensitive Rezeptoren kommt es zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Mundschleimhaut, Vermehrung des Speichelflusses und zum Aufbau von Gefäßen und Gewebswucherungen. Dadurch entstehen häufig Pseudotaschen und Schwellungen verbunden mit einer pH-Verschiebung der Mundflora zu Gunsten krankmachender Keime. Bestehende Vorerkrankungen des Mundbereiches können während der Schwangerschaft deutlich verstärkt werden. Empfohlen wird eine zahnärztliche Kontrolle in der Frühschwangerschaft und in der späten Schwangerschaft (z.B. im 4. und 8. Monat).

Schwangerschaftstest – Bin ich schwanger?

Bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung kann der Arzt mit einem Schwangerschaftstest im Blut seiner Patientin das schwangerschaftserhaltende Hormon Human Chorion Gonadotropin (HCG) nachweisen. Der weibliche Körper produziert es, sobald sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet.

Etwa eine Woche später tritt HCG auch im Urin einer Schwangeren auf, das sie selbst mit einem Schwangerschaftstest aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt selbst überprüfen kann. Dabei ist der Test nur dann zuverlässig, wenn er bei einer konzentrierten Morgenurinprobe positiv ausfällt. Es kann zu diesem Zeitpunkt vorkommen, dass der Test negativ ausfällt, da die Nachweisgrenze des Schwangerschaftshormons im Urin noch nicht erreicht ist. Fällt der Test negativ aus, kann trotzdem eine Schwangerschaft vorliegen. Der Nachweis gelingt nur mit dem Test aus konzentriertem Morgenurin, der die höchste HCG Konzentration hat, sicher. Ein Bluttest beim Gynäkologen zum Nachweis des Schwangerschaftshormons bleibt die Ausnahme bei einem unklaren Verlauf in der Frühschwangerschaft.

Fällt der Test positiv aus, liegt höchstwahrscheinlich eine Schwangerschaft vor, die durch den Besuch beim Frauenarzt/Frauenärztin bestätigt werden sollte. Spätestens sechs Wochen nach dem 1. Tag der letzten Menstruation kann die Schwangerschaft auch durch eine Ultraschalluntersuchung festgestellt werden.

Tabelle: Größe und Gewicht Embryo

Die Gewichtszunahme und Entwicklung der Größe des Ungeborenen, Fötus bzw. Embryo

Kurz nach der Befruchtung besteht der Fötus nur aus wenigen Zellen, die nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind – 40 Wochen später hat sich daraus ein kleiner fertiger Mensch entwickelt, der ca. 51 Zentimeter groß und ca. 3.400 Gramm schwer ist.

Bei den Werten aus der folgenden Wachstumstabelle handelt es sich um sogenannte Durchschnittswerte. Sie sollen Ihnen bei der Entwicklung Ihres Babys in ihrem Babybauch nur eine Orientierung geben. Besonders in den Schwangerschaftsmonaten 4 bis 10 kann es zu erhebliche Abweichungen kommen.

In der Tabelle sehen Sie die Entwicklung von Größe und Gewicht beim zuerst Embryo, später Fötus genannten Baby im Verlauf einer durchschnittlichen Schwangerschaft (SSW = Schwangerschaftswoche / SSL = Scheitel-Steiß-Länge / SFL = Scheitel-Fersen-Länge):

Unser Buchtipp: Das große Buch zur Schwangerschaft. Umfassender Rat für jede Woche (GU-Verlag) – Prof. Dr. med. Franz Kainer und Annette Nolden haben mit diesem Standardwerk ein umfassendes und einfühlsames Nachschlagewerk geschaffen. Woche für Woche begleitet es die werdende Mutter, informiert über die Entwicklung des Babys und beschreibt die Veränderungen im eigenen Körper. Preis: 29,99 Euro (D).

Die drei Entwicklungsphasen im Mutterleib

Das 1. Trimester umfasst die Schwangerschaftswochen 1 bis 12. Hierbei stehen vor allem die hormonellen Umstellungen im Vordergrund: Es beginnt mit der Menstruation, der Reifung der Eizelle und dem Eisprung. In der 3. Schwangerschaftswoche findet die Befruchtung statt, gefolgt von der Einnistung in der Gebärmutter.

Erst in der 5. SSW ist ein positiver Schwangerschaftstest möglich durch den Nachweis von beta-HCG im Urin bzw. Blut. In den Schwangerschaftswochen 6 bis 12 bilden sich die ersten Organe aus, das Herz beginnt zu schagen, Arm- und Beinknospen formen sich aus. Am Ende des 1. Trimesters sind alle Teile eines kleinen menschlichen Körpers angelegt.

Das 2. Trimester umfasst die Schwangerschaftswochen 13-28: In dieser Zeit geht es weiterhin um die Entstehung der Organe und das Wachstum des Fötus. Das Gesicht zeigt die erste Mimik, die Geschlechtsorgane werden ausgebildet und die Haare des Fötus wachsen. Der Bauch der Schwangeren wächst und die Bewegungen des Kindes werden spürbar.

Das 3. Trimester umfasst die Schwangerschaftswochen 29-40: Wachsen und reifen, so die Devise für das letzte Schwangerschaftsdrittel. Das Baby nimmt nun soviel Platz im Uterus ein, dass es sich kaum mehr bewegen kann. Meist liegt es nun auch in der richtigen Position für die Entbindung: Der Schädellage. Das Baby nimmt extrem an Körperfett zu, denn nach der Geburt kann es sonst seine Temperatur noch nicht halten.

Der Schwangerschaftskalender

In nur vierzig Schwangerschaftswochen (üblicherweise rechnet man 10 Schwangerschaftsmonate) entwickelt sich das Embryo in Ihrem Bauch zum „geburtsfertigen“ Baby. Jeder Schwangerschaftsmonat stellt dabei einen neuen Meilenstein in der Entwicklung eines neuen kleinen Menschen dar, bis zur eigentlichen Geburt.

Und die Entwicklung ist sehr individuell: Nur bei einem geringen Prozentsatz aller schwangeren Frauen fällt die Entbindung genau auf den errechneten Geburtstermin. Eine Entbindung im Zeitraum von 3 Wochen vor bis 2 Wochen nach dem errechneten Geburtstermin gilt als normal. Wenn das Baby bis zur 42sten Schwangerschaftswoche nicht von selbst kommt, wird die Geburt künstlich eingeleitet.

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Hier finden Sie die wichtigsten Entwicklungsschritte im Überblick:

Zum Schwangerschaftskalender – Monat für Monat >>>

Schmerztabletten in der Schwangerschaft >>>

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus

Schwangerschaft

So entwickelt sich Ihr Baby in den einzelnen Schwangerschaftswochen

Sie wollen wissen, wie sich die Größe und das Gewicht Ihres Babys von Woche zu Woche entwickelt? Die Wachstumstabelle von MamaWissen.de gibt Ihnen eine Übersicht über die Durchschnittswerte in der Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus während der einzelnen Schwangerschaftswochen.

In der ersten Zeit der Frühschwangerschaft spricht man von der Entwicklung des Embryos. In der Literatur findet man unterschiedliche Angaben über die Dauer der Embryonalzeit / Embryonalperiode. Die angegebenen Zeiträume schwanken zwischen der 8. SSW und 10. SSW (Schwangerschaftswoche). Nach Abschluss der Embryonalphase schließt sich die Fetalphase an. Ab diesem Zeitpunkt bis zur Geburt spricht man vom Fötus.

Bitte vergessen Sie nicht, dass unsere Angaben nur der Orientierung dienen. Die Entwicklung von Größe und Gewicht bei Embryo und Fötus können besonders im 2. und 3. Trimester der Schwangerschaft voneinander abweichen.

Unterscheiden sich unsere Größen- und Gewichtsangaben von Ihren Größen- und oder Gewichtsangaben im Mutterpass, dann sollten Sie sich keine Gedanken machen. Falls mit der Entwicklung ihres Babys etwas nicht in Ordnung sein sollte, wird Sie Ihr Frauenarzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft darauf hinweisen.

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 1. – 4. SSW – der erste Monat

SSW Größe Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Embryo
1. SSW Entwicklung des Embryo in der 1. Schwangerschaftswoche
2. SSW Entwicklung des Embryo in der 2. Schwangerschaftswoche
3. SSW Entwicklung des Embryo in der 3. Schwangerschaftswoche
4. SSW Entwicklung des Embryo in der 4. Schwangerschaftswoche

Mit dem SSW Rechner von MamaWissen.de können Sie Ihre aktuelle SSW berechnen. Zusätzlich berechnen wir Ihnen Sie viele weitere nützliche Daten wie das voraussichtliche Geburtsdatum Ihres Babys, Ihren aktuellen Schwangerschaftstag und den Beginn des Mutterschutzes.

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 5. – 8. SSW – der zweite Monat

Bis zur 21. SSW misst Ihr Frauenarzt die Größe Ihres Babys von Kopf bis Steiß und ermittelt die Scheitel-Steiß-Länge (SSL)

SSW Größe (SSL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Embryo
5. SSW 2,0 mm Entwicklung des Embryo in der 5. Schwangerschaftswoche
6. SSW 4,0 mm Entwicklung des Embryo in der 6. Schwangerschaftswoche
7. SSW 3,0 – 10,0 mm Entwicklung des Embryo in der 7. Schwangerschaftswoche
8. SSW 1,5 – 1,7 cm Entwicklung des Embryo in der 8. Schwangerschaftswoche

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 9. – 12. SSW – der dritte Monat

SSW Größe (SSL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Fötus
9. SSW 2,0 – 2,4 cm Entwicklung des Fötus in der 9. Schwangerschaftswoche
10. SSW 2,6 – 3,3 cm 5 Gramm Entwicklung des Fötus in der 10. Schwangerschaftswoche
11. SSW 4,0 – 5,1 cm 8 Gramm Entwicklung des Fötus in der 11. Schwangerschaftswoche
12. SSW 5,0 – 5,8 cm 14 Gramm Entwicklung des Fötus in der 12. Schwangerschaftswoche

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 13. – 16. SSW – der vierte Monat

SSW Größe (SSL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Fötus
13. SSW 6,0 – 7,5 cm 14-20 Gramm Entwicklung des Fötus in der 13. Schwangerschaftswoche
14. SSW 8,0 – 8,7 cm 25-35 Gramm Entwicklung des Fötus in der 14. Schwangerschaftswoche
15. SSW 9,0 – 10,0 cm 60 Gramm Entwicklung des Fötus in der 15. Schwangerschaftswoche
16. SSW 9,5 – 10,9 cm 80 Gramm Entwicklung des Fötus in der 16. Schwangerschaftswoche

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 17. – 20. SSW – der fünfte Monat

SSW Größe (SSL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Fötus
17. SSW 10,5 – 11,5 cm 100 Gramm Entwicklung des Fötus in der 17. Schwangerschaftswoche
18. SSW 12,5 – 13,5 cm 150 Gramm Entwicklung des Fötus in der 18. Schwangerschaftswoche
19. SSW 12,5 – 14,5 cm 200 Gramm Entwicklung des Fötus in der 19. Schwangerschaftswoche
20. SSW 13,5 – 15,5 cm 260 Gramm Entwicklung des Fötus in der 20. Schwangerschaftswoche

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 21. – 24. SSW – der sechste Monat

Ab der 21. SSW misst Ihr Frauenarzt die Gesamtlänge / Größe Ihres Babys – vom Scheitel bis zur Ferse und ermittelt die Scheitel-Fersen-Länge (SFL)

SSW Größe (SFL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Fötus
21. SSW 25,0 – 26,7 cm 320 Gramm Entwicklung des Fötus in der 21. Schwangerschaftswoche
22. SSW 26,5 – 28,0 cm 350 Gramm Entwicklung des Fötus in der 22. Schwangerschaftswoche
23. SSW 30,0 cm 480 Gramm Entwicklung des Fötus in der 23. Schwangerschaftswoche
24. SSW 29,5 – 31,0 cm 640 Gramm Entwicklung des Fötus in der 24. Schwangerschaftswoche

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 25. – 28. SSW – der siebte Monat

SSW Größe (SFL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Fötus
25. SSW 32,0 – 34,0 cm 750 Gramm Entwicklung des Fötus in der 25. Schwangerschaftswoche
26. SSW 33,0 – 35,0 cm 800 Gramm Entwicklung des Fötus in der 26. Schwangerschaftswoche
27. SSW 35,0 – 36,6 cm 850 Gramm Entwicklung des Fötus in der 27. Schwangerschaftswoche
28. SSW 37,0 cm 1100 Gramm Entwicklung des Fötus in der 28. Schwangerschaftswoche

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 29. – 32. SSW – der achte Monat

SSW Größe (SFL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Fötus
29. SSW 38,0 cm 1300 Gramm Entwicklung des Fötus in der 29. Schwangerschaftswoche
30. SSW 40,0 cm 1350 Gramm Entwicklung des Fötus in der 30. Schwangerschaftswoche
31. SSW 41,5 cm 1600 Gramm Entwicklung des Fötus in der 31. Schwangerschaftswoche
32. SSW 42,5 cm 1800 Gramm Entwicklung des Fötus in der 32. Schwangerschaftswoche

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 33. – 36. SSW – der neunte Monat

SSW Größe (SFL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Fötus
33. SSW 43,5 cm 2000 Gramm Entwicklung des Fötus in der 33. Schwangerschaftswoche
34. SSW 45,5 cm 2300 Gramm Entwicklung des Fötus in der 34. Schwangerschaftswoche
35. SSW 46,5 cm 2500 Gramm Entwicklung des Fötus in der 35. Schwangerschaftswoche
36. SSW 47,5 cm 2700 Gramm Entwicklung des Fötus in der 36. Schwangerschaftswoche

Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus: 37. – 40. SSW – der zehnte Monat

SSW Größe (SFL) Gewicht So verläuft die Entwicklung beim Fötus
37. SSW 48,5 cm 2950 Gramm Entwicklung des Fötus in der 37. Schwangerschaftswoche
38. SSW 49,5 cm 3100 Gramm Entwicklung des Fötus in der 38. Schwangerschaftswoche
39. SSW 50,5 cm 3250 Gramm Entwicklung des Fötus in der 39. Schwangerschaftswoche
40. SSW 51,0 cm 3500 Gramm Entwicklung des Fötus in der 40. Schwangerschaftswoche

Bitte vergessen Sie nicht, dass unsere Angaben nur der Orientierung dienen. Die Entwicklung von Größe und Gewicht beim Embryo und Fötus können besonders im 2. und 3. Trimester voneinander abweichen.

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Schwangerschaftswochen

8. SSW: Embryo-Entwicklung

In der 8. SSW ist der Embryo in Ihrem Bauch 6 Wochen alt. Die Differenz zwischen der Schwangerschaftswoche und dem Alter Ihres Babys kommt daher, dass immer die ersten zwei Wochen vor der Schwangerschaft, also der Zeitpunkt ab Ihrem letzten ersten Regeltag dazu gerechnet werden. Es kann nämlich in den meisten Fällen nicht genau bestimmt werden, wann die Befruchtung der Eizelle stattgefunden hat und diese Berechnung hat sich immer bewährt. Anhand der Untersuchung bei Ihrem Frauenarzt sowie der Entwicklung des Embryos in der 8. SSW kann ein genauer Entbindungstermin festgelegt und im späteren Schwangerschaftsverlauf korrigiert werden. In der 8. SSW ist der Embryo ca. 15 mm groß und wird meist mit einer Weintraube verglichen. Seine Entwicklung geht auch in der 8. SSW unaufhaltsam weiter.

SSW 8: Entwicklung des Babys

8. SSW: So entwickelt sich der Embryo

Unter einem Ultraschall kann in der 8. SSW ganz klar das Schlagen des Herzens gesehen werden. Es schlägt mehr als doppelt so schnell wie das Ihre und pumpt kräftig mit Sauerstoff angereichertes Blut zu den Organen weiter. Der Embryo bekommt in der 8. SSW sein menschliches Aussehen. Sein Kopf kann vom Rest seines Körpers unterschieden werden. Nicht nur die Augen, sondern auch die Augenlider, die jetzt noch aus einer dünnen Haut bestehen, sowie Nasenspitze, Nasenlöcher, der Mund und auch die Zunge, entwickeln sich. Da er seinen Kopf heben kann, streckt er sich und liegt nicht mehr wie ein gekrümmter Wurm in der Gebärmutter.

Noch wird er ab Scheitel bis Steiß (SSL) gemessen. Sahen seine Finger in der 7. SSW noch wie Flossen aus, so sind diese in der 8. SSW beim Embryo klar zu erkennen, sind aber noch durch Schwimmhäute verbunden. Auch seine Füßchen bilden sich. Auch inneren Organe sind nun vorhanden. So produziert bereits die Niere Urin, das ins Fruchtwasser ausgeschieden wird. Die Plazenta übernimmt dann die Aufgabe, dieses mit dem Blut der Mutter zu reinigen. Sein kleiner Magen produziert sogar bereits Magensaftsäure. Da im Bauch des Embryos in der 8. SSW noch nicht genügend Platz vorhanden ist, ist sein Darm in der Nabelschnur. Weitere Organe werden sich im Laufe der kommenden Wochen entwickeln.

8. SSW: Entwicklung des Embryos fördern

Da das Risiko einer Fehlgeburt auch in der 8. SSW noch besteht, ist es sehr wichtig, dass Sie nun die weitere Entwicklung Ihres Babys fördern. Ihr Körper braucht nun viele Nährstoffe und auch Bewegung schadet weder Ihnen noch Ihrem Baby. Verzichten Sie auf Rauchen, Alkohol und Medikamente, denn das kann die Entwicklung in der 8. SSW maßgeblichen negativ beeinflussen und zu Missbildungen führen. Der meiste Sauerstoff wird direkt an den kleinen Embryo geleitet, dadurch können Sie schnell mal bei kleinen Bewegungen außer Puste kommen. Versuchen Sie sich zu schonen und vermeiden Sie Stress.

Ein Spaziergang an der frischen Luft und kleine Übungen können helfen, der Atemnot vorzubeugen, und halten Sie fit. Natürlich sind auch in der 8. SSW für die Entwicklung viele Nährstoffe wichtig. Diese nehmen Sie über die Nahrung zu sich. Auch beginnt die Morgenübelkeit, die sich sogar über den ganzen Tag halten kann. Essen Sie daher lieber kleine nahrhafte Mahlzeiten, die sowohl Ihnen als auch Ihrem Kind guttun. Meist wird die Übelkeit zusätzlich von Erbrechen begleitet, was Ihrem Kind nicht unbedingt schaden muss. Trinken Sie viel, wenn Sie unter starken Erbrechen leiden und essen Sie Trockenobst, Zwieback oder auch mal eine Banane. Das tut nicht nur Ihrem Immunsystem gut, sondern liefert auch Nährstoffe. In sogenannten Frühschwangerschaftskursen können Sie sich informieren, was Sie bei der Ernährung zu beachten haben und was die Entwicklung Ihres Kindes in der 8. SSW fördert.

Das Kind in der 8. SSW

Am Anfang der 8. SSW ist der Embryo fünf Wochen alt. Er ist nun so groß wie eine kleine Bohne, hat eine kleine Öffnung an der Stelle des Mundes und zwei winzige Nasenlöcher. Kopf und Herz sind sehr groß im Verhältnis zum Rest des Körpers. Das Gehirn besteht aus einer dünnen Zellschicht, die die Hirnhöhle bedeckt. Im Ultraschall sind an dieser Stelle zwei schwarze Löcher sichtbar. Hier wird später das Großhirn entstehen. Drei andere kleine Blasen werden sich später zu weiteren wichtigen Gehirnteilen entwickeln.

Der Embryo schwimmt sicher in 37,5 Grad warmem Fruchtwasser, das von der Fruchtblase und einer dünnen Eihaut umschlossen wird.

Das Herz schlägt nun 130 bis 160 Mal pro Minute. Innerhalb des Herzen formen sich die Wände und die Herzklappen. Arme und Beine wachsen zu einer Art kleinem Paddel.

Entwicklung des Embryo in der 8. Schwangerschaftswoche (SSW) (© Sandviks)Entwicklung des Embryo in der 8. Schwangerschaftswoche (SSW) (© Sandviks)

Körper & Seele der Mutter

Möglicherweise haben Sie ab der 8. Schwangerschaftswoche nun ab und zu Zahnfleischbluten. Das liegt am veränderten Hormonpegel und ist normal. Vorsichtige Pflege mit weichen Zahnbürsten kann helfen – und es ist sowieso eine gute Idee, mindestens ein Mal in der Schwangerschaft vorsorglich den Zahnarzt aufzusuchen. Nach der Geburt ist die Zeit oft zu knapp, um eine Zahnprophylaxe machen zu lassen.

Nicht ungewöhnlich: Zahnfleischbluten in der 8.SSW (Foto: Christopher Robbins / Thinkstock)

Viele Mütter nehmen in den ersten zwei Monaten der Schwangerschaft nicht zu, sondern verlieren an Gewicht. Das ist kein Grund zur Sorge, denn wenn die Übelkeit vergangen ist und die Schwangerschaft stabil, wird die Gewichtszunahme nachgeholt.

Es ist nie zu früh, Kontakt mit dem Baby aufzunehmen. Durch den direkten Kontakt mit dem Blutkreislauf der Mutter bekommt der Embryo die Stimmungen und Befindlichkeiten der Schwangeren unmittelbar mit. Wie die Kommunikation zwischen Mutter und Embryo aussieht, ist Geschmackssache: die einen sprechen fast von Anfang an mit dem Baby, die anderen schicken liebevolle Gedanken an das Kind in ihrem Bauch, manche legen gerne die Hand auf den Unterleib und haben so das Gefühl, das Kind könne sie spüren.

Kurzfilm: die 8. bis 12. Schwangerschaftswoche

Sehen Sie hier den erste von insgesamt acht Informationsfilmen des Projekts „9+12 Gemeinsam gesund – in Schwangerschaft und ersten Lebensjahr“ der Plattform Ernährung und Bewegung e.V.

8. Schwangerschaftswoche (8. SSW)

Größe und Entwicklung des Embryos: Der 2. Schwangerschaftsmonat geht zu Ende!

In der 8. Schwangerschaftswoche (7+0 bis 7+6) ist Ihr Baby 1,5 g schwer und 9 mm groß (SSL – Scheitel-Steiß-Länge). Der Kopf ist immer noch der größte Körperteil ihres Babys, aber langsam beginnt der Embryo auszusehen wie ein Miniatur-Mensch. Das Gesicht wird besser erkennbar, Zunge und Nasenlöcher entwickeln sich, der Mund formt sich und die Nasenspitze ist zu sehen. Nieren, Lunge, Leber, Gehirn und Herz sind in der 8. Schwangerschaftswoche in ihren Grundformen angelegt und innerhalb der Nabelschnur entwickelt sich der Darm Ihres Babys.

Die folgenden acht Tage sind maßgebend für die Entwicklung der Augen und des Innenohrs, das neben dem Hörapparat auch das Gleichgewichtsorgan bildet. Die Knorpelzellen, die bisher das Körpergerüst bildeten, werden durch Knochenzellen ersetzt. Gelenke beginnen sich zu bilden. Die Nervenstränge, die durch die Arme und Beine verlaufen, ermöglichen Ihrem Embryo schon erste Bewegungen, auch wenn Sie davon im Moment noch nichts spüren. Ist es nicht Wahnsinn, dass Sie am Ende der 8. Schwangerschaftswoche bereits die ersten beiden Monate der Schwangerschaft überstanden haben?

Was passiert bei der ersten Ultraschall-Untersuchung?

Zwischen der 6. und 10. Schwangerschaftswoche ist Ihre erste Vorsorgeuntersuchung fällig. Bei der ersten von insgesamt drei Ultraschall-Untersuchungen wird ein Bild des Embryos aufgenommen, und damit die Größe und der voraussichtliche Geburtstermin festgelegt. Außerdem würden nun Mehrlinge erkannt. Ihr Arzt überprüft bei dieser Gelegenheit auch Ihre Blutwerte, um sicher zu gehen, dass Ihr Baby genügend Sauerstoff bekommt.

Anzeichen & Bauch in der 8. Schwangerschaftswoche (8. SSW)

Apropos Sauerstoff: In der 8. Schwangerschaftswoche (8. SSW) treten bei einigen Schwangeren schon vermehrte Erschöpfung und Atemnot bei leichter Anstrengung auf. Ein Teil des eingeatmeten Sauerstoffs wird gerade nämlich für Ihr Baby abgezweigt und das Blutvolumen erhöht sich, damit das Baby mit dem nötigen Sauerstoff versorgt werden kann. Einige Schwangere leiden auch an Kreislaufproblemen. Dies liegt daran, dass Ihre Blutgefäße weiter werden und Sie mehr Blut produzieren. Auch Probleme beim Wasserlassen sind üblich. Bei etwa 20 Prozent der Schwangeren ist die Gebärmutter in dieser Schwangerschaftswoche nach hinten geneigt und drückt auf die Harnröhre.

Wie Sie sich bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft sanft selbst helfen

Wenn Sie nach wie vor keine Anzeichen spüren, bleiben Sie weiterhin ruhig und freuen Sie sich. Ob die Schwangerschaft gesund ist oder nicht, hängt nicht von den Anzeichen der werdenden Mutter ab. Und selbst wenn Sie in einer vorherigen Schwangerschaft deutliche Anzeichen hatten, kann diesmal alles ganz anders sein.

Morgenübelkeit? Damit sind Sie nicht allein: Übelkeit und Erbrechen gehören zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden © iStock.com/Alliance

Das häufigste unangenehme Anzeichen in der 8. SSW ist die Übelkeit. Es gibt tatsächlich eine Studie aus Stockholm, in der sich zeigte, dass Frauen, die an starker morgendlicher Übelkeit leiden, häufiger Mädchen zur Welt brachten. Bei Übelkeit in der Schwangerschaft ist Ingwer häufig sehr wirksam. Ein Gramm pro Tag (Achtung: Nicht mehr, denn in extrem hohen Dosierungen kann es abortive Wirkung haben!) kann auf verschiedenen Weise eingenommen werden:

  • 1 TL frisch geriebener oder gepresster frischer Ingwer
  • 2 ml Ingwerextrakt
  • 10 ml Ingwersirup
  • 4 Tassen Ingwertee pro Tag (pro Tasse 1/2 TL frisch geriebenen Ingwer mit 200 ml Wasser aufgießen und 5-10 min ziehen lassen)

Ingwer hilft Ihnen nicht? Weitere Tipps bei Übelkeit finden Sie hier.

Schmierblutungen: Meist harmlos – kein Grund zur Sorge

Schmerzlose leichte Schmierblutungen sind in der Frühschwangerschaft recht häufig. Schätzungsweise ein Viertel aller Schwangeren kennt diese Blutungen. Sie treten oft dann auf, wenn normalerweise Ihre Menstruation eingesetzt hätte und haben meistens eine harmlose Ursache. Sicherheitshalber sollten Sie aber jede Blutung rasch mit Ihrem Arzt abklären.

Tipps für die 8. Schwangerschaftswoche (8. SSW/2. Monat)

  • Bei Kreislaufproblemen und Atemnot sollten Sie besonders darauf achten viel zu trinken und sich an der frischen Luft zu bewegen.
  • Gönnen Sie sich viel Schlaf, Ruhe und Entspannung. Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie einfach einmal die Füße hochlegen.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Partner, damit sich beide an den Gedanken gewöhnen können bald eine Familie zu sein. Schließlich ist das alles immer noch ganz neu für Sie beide. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über mögliche Ängste und stärken Sie so das gegenseitige Vertrauen.

Wann ist es so weit? Jetzt schnell & bequem mit dem 9monate-Geburtsterminrechner herausfinden!

Videos zur 8. Schwangerschaftswoche (8. SSW)

Schwangerschaftsupdate 8. SSW | Große Sorge um das Baby

Schwanger | 5-8 SSW | Erster Ultraschall | Herzchen schlägt | Beschwerden

Isabeau

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