Enthaltsamkeit vor spermiogramm

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Spermiogramm: Vorbereitung, Ablauf, Parameter und Kosten

Ein Spermiogramm dient zur Beurteilung der Zeugungsfähigkeit des Mannes. (Foto by: alexraths / )

Was ist ein Spermiogramm und wo kann dieses durchgeführt werden?

Ein Spermiogramm beurteilt die männliche Samenqualität. In der Regel wird es in speziellen Kinderwunsch-Kliniken durchgeführt. Ein Spermiogramm dient somit zur Beurteilung der Zeugungsfähigkeit des männlichen Partners.

Die Untersuchung umfasst die genaue Bestimmung von der Spermabeweglichkeit, der Spermakonzentration und der Spermamorphologie.

Zwei weitere Parameter bei der Grundlage der Diagnostik möglicher Fruchtbarkeitseinschränkungen beim Mann sind zum einen die Menge und zum anderen der pH-Wert der Samen.

Ein Spermiogramm sollte immer bei einem Arzt des Vertrauens erstellt werden, da der unerfüllte Familienwunsch etwas sehr Persönliches und Intimes ist.

Wann wird bzw. sollte ein Spermiogramm durchgeführt werden?

Je älter die Frau ist, desto schwieriger wird die Empfängnis. Die relativ einfache Untersuchung der Spermien sollte bei einem unerfüllten Kinderwunsch sofort durchgeführt werden, um der Ursache der Kinderlosigkeit schnell auf den Grund zu gehen.

Die Qualität der weiblichen Eizellen nimmt oftmals ab dem 35. Lebensjahr stark ab. Untersuchungen haben ergeben, dass das Spermiogramm nur Teilinformation abgibt. Von großer Bedeutung ist nicht selten der Anteil von Spermien mit Chromosomenbrüchen innerhalb des Genmaterials. Bei einem ausführlichen Spermiogramm fließen so viele Faktoren mit ein, dass es äußerst unübersichtlich erscheint.

Zahlreiche Männer weigern sich zu Anfang, ihre Spermien untersuchen zu lassen. Es kostet sie jede Menge Überwindung, da die Zeugungsunfähigkeit oft zu Unrecht mit Impotenz in Verbindung gebracht wird.

Ein Spermiogramm sollte dann durchgeführt werden, wenn der Verdacht naheliegt, dass der männliche Part die Familienplanung ins Schleudern bringt. Drei bis fünf Tage vor der Spermaabgabe sollte der Mann nicht ejakulieren.

Vorbereitung: Was sollte man vor dem Spermiogramm beachten?

Wenn es mit dem Kinderwunsch funktionieren soll, dann muss festgestellt werden, woran die Schwangerschaft bisher gescheitert ist. Stolz und Angst vor der Wahrheit sind somit völlig fehl am Platz.

Bei der Vorbereitung für ein Spermiogramm sollte der Mann so normal wie möglich leben, also seinen Gewohnheiten und täglichen Bedürfnissen nachgehen. Ansonsten könnte das Testbild keine relevanten aktuellen Ergebnisse liefern.

Karenzzeit

Dennoch sollte vor der Abgabe der Samenprobe mindestens eine dreitätige Karenzzeit eingehalten werden. Eine gewisse Enthaltsamkeit wird vonseiten der Biologen gefordert.

Der Grund, warum der Mann vor der Spermaabgabe einige Tage auf den Geschlechtsverkehr verzichten sollte, besteht darin, dass aufgrund eines häufigen Samenergusses mehr Spermien „verbraucht“ werden. Diese werden aber nicht immer im gleichen Tempo wieder nachproduziert. Beim Spermiogramm ist jedoch ein Maximum an gesunden Spermien im Samenerguss gefragt. Wird die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgeschriebene Karenzzeit von zwei bis sieben Tagen nicht eingehalten, kann das Spermiogramm keine korrekten Ergebnisse liefern.

Ein zu kurzer Abstand zum letzten Verkehr könnte die Spermienzahl negativ beeinflussen, eine zu lange Wartezeit hingegen würde zwar die Anzahl der Spermien verbessern, nicht jedoch die Beweglichkeit der Samenfäden.

Da die Qualität der Samenfäden stark schwankt, ist es vorteilhaft, ein Spermiogramm zwei bis dreimal durchzuführen. Nur so kann eine schlechte Qualität der Samen als Ursache für die Unfruchtbarkeit ausgeschlossen werden.

Die Ursachen einer Sterilität beim Mann sind nicht immer mit einer einmaligen Untersuchung zu eruieren. Die Familienplanung erfordert bei den Paaren mit Kinderwunsch viel Geduld und eine enorme Ausdauer. Viele Betroffene haben oftmals das Motto im Ohr: Ende gut, alles gut. Die Psyche und die Physis sind für das Fortpflanzen gleichermaßen wichtig.

Spermiogramm: Ablauf und Dauer

Im Andrologielabor wird die Samenflüssigkeit untersucht. (Foto by: guapofreak / )

Die Spermaprobe wird vom Patienten mithilfe der Masturbation gewonnen. Innerhalb der nächsten zwei Stunden sollte die Probe bei der Ejakulatanalyse im Labor sein. Während des Transportes sollte der Abgabebecher samt Inhalt körperwarm gehalten werden. Auf diese Weise bleiben die für die Untersuchung maßgeblichen Werte unverfälscht.

Ist die Spermaprobe im Andrologielabor eingegangen, erfolgt der nächste Schritt. Die Untersuchung der Samenflüssigkeit beginnt. Zuerst wird die Verflüssigungszeit des Spermas nachgewiesen. Danach wird das Ejakulat nach weiteren augenscheinlichen Kriterien hin bewertet. Dann erfolgt die Erstellung des Spermiogramms.

Alle Untersuchungsergebnisse werden vom Arzt zusammengefasst und aufgelistet. Ein Spermiogramm liefert immer nur einen Überblick über den Momentzustand der Zeugungsfähigkeit des Mannes und stellt somit keine absoluten Werte dar. Deshalb ist die Wiederholung der Spermauntersuchung nach ungefähr vier Wochen entscheidend, bevor dann zielgerichtete Therapien in die Wege geleitet werden können.

Wie schnell kann man mit einem Ergebnis rechnen?

Mit einem Ergebnis kann man bestenfalls nach der Zweituntersuchung rechnen, das heißt, es verstreichen einige Wochen der Ungewissheit.

Ergebnis: Welche Parameter sind zur Beurteilung der Samenqualität wichtig?

Das Spermiogramm kann als Grundwerkzeug begriffen werden, das die besten und aussagekräftigsten Informationen zur Fruchtbarkeit des Mannes liefert. Es wurde hierfür ein Programm entwickelt, um die Unterschiede zwischen den diversen Laboren in der Beurteilung und Diagnose der Samenproben auszumachen und die Kriterien zu vereinheitlichen.

So gibt es folgende Parameter zur Beurteilung der Samenqualität:

Die Verflüssigung

Im Normalfall sollten sich die Samen nach 60 Minuten vollständig verflüssigen.

Das Volumen

Nach einer drei- bis viertägigen Abstinenz beträgt das Normalvolumen ca. 1,5 Milliliter.

Die Viskosität

Die Probe darf nicht zähflüssig sein, wenn ja, könnte dies auf eine Prostatastörung hindeuten.

Der pH-Wert

Er sollte bestenfalls über 7,1 liegen.

Die Farbe

Die Samenfarbe ist üblicherweise leicht gelblich bis weiß schillernd.

Die Motilität

Hierbei wird der Prozentsatz der beweglichen und progressiven Spermien ermittelt. Bei der Messung der Progressivität sollten die Werte nicht mehr als 32 Prozent betragen.

Die Spermienkonzentration

Im Idealfall liegt der Normalwert ungefähr bei 15 Millionen pro Milliliter.

Die Morphologie

Bei der Morphologie der Spermien wird der Prozentsatz der normalen Spermaformen ermittelt. In einem normalen Spermiogramm sollten mindestens 4 Prozent normale Spermien aufscheinen.

Die Vitalität

Mehr als 58 Prozent lebende Spermien sollten anteilsmäßig vorhanden sein.

Weitere Parameter für die Fruchtbarkeitsbestimmung der Samenprobe sind die Leukozyten und der Spermienantikörpertest, der auch als Mar-Test bezeichnet wird.

Was das Ergebnis bzw. der Befund bedeutet, lässt sich an den Richtwerten bzw. Normalwerten ablesen. Zur Orientierung dienen die Leitwerte der Weltgesundheitsorganisation. Daran erkennt man, was gute Werte sind. Bei der Beurteilung des Spermiogramms sind unterschiedliche Ergebnisse möglich.

Hypospermie

Bei einem geringen Volumen spricht man von Hypospermie.

Azoospermie

Ist der pH-Wert zu niedrig, kann dies auf chronische Entzündungsherde oder auf ein Fehlen von Samenzellen (Azoospermie) hinweisen.

Oligozoospermie

Sind die Werte der Spermakonzentration nicht ausreichend, kann die Ursache eine Oligozoospermie sein.

Nekrospermie

Wird der geforderte Anteil an lebenden Spermien nicht überschritten, wird in den meisten Fällen von einer Nekrospermie gesprochen.

Asthenozoospermie

Liegt die Beweglichkeit unter den verlangten 32 Prozent, so spricht man von einer Asthenozoospermie.

Teratozoospermie

Liegt der Wert der normalen Spermien unter den gewünschten 4 Prozent, dann ist eine Teratozoospermie nicht auszuschließen.

Spermiogramm: Voraussetzungen und Kosten

Ein Spermiogramm sollte nicht durchgeführt werden, wenn der Mann nicht in seiner gewöhnlichen körperlichen Verfassung ist. Eine Erkältung, Fieber, Infektionen und Allergiephasen sind für das Ergebnisbild eines Spermiogramms nicht günstig. Resultate und Daten könnten somit nicht ein repräsentatives Bild der Samenqualität gewähren. Der Mann muss nicht notgedrungen in physischer und psychischer Bestform sein, er sollte aber auch keinesfalls durch ein Leiden ungewöhnlich lädiert sein.

Die Kosten für ein Spermiogramm sind für viele willigen Familiengründer leicht zu stemmen. Wiederholen sich jedoch derartige Untersuchungen, kann dies durchaus zu einer Kostenfrage werden. In Österreich können die Kosten durchaus von den Krankenkassen übernommen werden. Hierbei sind jedoch Richtlinien gesetzt. Paare, die seit einem Jahr einen unerfüllten Kinderwunsch haben, können jedoch durchaus mit einer finanziellen Unterstützung rechnen. Die österreichischen Krankenkassen entscheiden aber immer situationsbedingt, also von Fall zu Fall unterschiedlich.

Ursachen für ein schlechtes Ergebnis

Das sind die Hauptfragen, mit denen sich Betroffene und Fachärzte auseinandersetzen. Tipps zu Verbesserung der Spermienqualität gibt es genug, doch damit die Spermien gesund bleiben, sind oftmals Einschränkungen vonnöten.

Der Alkohol senkt den Testosteronanteil und der Tabak hemmt bei vermehrtem Konsum die Agilität der Spermien. Übermäßiger Stress ist reinstes Gift für die Fruchtbarkeit. Anabolika hemmen die Spermienbildung und diverse Medikamente wie zum Beispiel Antibiotika beeinflussen ebenfalls die Zeugungsfähigkeit.

Spermiogramm und die Samenqualität verbessern

Gegenmaßnahmen einzuleiten bedeutet, auf folgende Faktoren zu achten, die sich äußerst positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken können:

  • die gesunde Ernährung fördert die Spermienqualität
  • regelmäßig praktizierter Sport regt die Produktion von Testosteron merklich an
  • Weiters sind die richtige Hodentemperatur, eine gut sitzende Kleidung, die den Genitalbereich nicht brutal einengt, und gemütlicher Sex, ganz ohne Leistungsdruck und Stress, ist allemal dienlich, um die Spermaqualität zu verbessern.

Wie aussagekräftig ist ein Spermiogramm?

Die Zweckmäßigkeit eines Spermiogramms liegt darin, den willigen Familienvätern die Angst vor der Wahrheit zu nehmen. Die Aussagekraft eines Spermiogramms kann bei der Analyse und bei der Diagnose der vorliegenden Daten, Werte und Resultate der befruchtungsfähigen Spermien sehr hoch sein.

Die hiermit gelieferten Ergebnisse sind jedoch nicht immer erfreulich. Aber bereits einfache körperliche Untersuchungen, die sich auf die Betrachtung der sekundären Geschlechtsmerkmale und das Abtasten der Hoden konzentrieren, können dem Untersucher, bezüglich der Sterilitätsursache, erste Hinweise liefern.

Spermauntersuchung

Spermagewinnung

Die standardisierte Spermagewinnung ist nötig, um eine Spermienanalyse (Spermiogramm) erstellen zu können. Bei etwa 40% aller Paare, die einen unerfüllten Kinderwunsch haben, liegt das Problem (zumindest auch) an der schlechten Qualität der Spermien.

Wo werden die Spermien gewonnen?

  • In der Praxis
    In andrologischen/urologischen Praxen gibt es normalerweise entsprechende Räume, die für eine ungestörte Samenabgabe eingerichtet sind.
  • Zu Hause
    Falls Sie aber – aus welchen Gründen auch immer – Schwierigkeiten haben, das Ejakulat in der Praxis zu gewinnen, gibt es auch immer die Möglichkeit, dieses von zu Hause mitzubringen und dann den Ejakulatbehälter diskret im Labor abzugeben. Das Sperma sollte aber nicht älter als 1 Stunde sein.

Spermiengewinnung zu Hause? Auf folgende Dinge müssen Sie achten:

  • Benutzen Sie nur ein geeignetes Transportgefäß mit eindeutiger Identifikation, welches Ihnen von der Arztpraxis gegeben wurde.
  • Gewinnen Sie das Ejakulat nicht durch Koitus interruptus (das saure Vaginalsekret immobilisiert die Spermien).
  • Verwenden Sie keine Gleitmittel. Diese können die Spermien in der Bewegung beeinträchtigen.
  • Gewinnen Sie das Ejakulat nicht in einem handelsüblichen Kondom (diese haben meist eine spermizide Beschichtung).
  • Falls nicht das gesamte Ejakulat im Behälter aufgefangen werden konnte, teilen Sie dies bitte im Labor oder der Arztpraxis mit.
  • Das unter häuslichen Bedingungen gewonnene Ejakulat muss innerhalb von maximal einer Stunde körperwarm in die Praxis oder ins Labor transportiert werden. Kälte immobilisiert die Spermien/Hitze schädigt die Spermien – daher ist ein Transport am Körper oder in der Hosentasche sinnvoll.

Spermiogramm: Ablauf, Auswertung & Spermienqualität verbessern

Wieviele Spermien sind nötig, damit es zu einer Empfängnis kommt?

Laut Angaben der WHO (World Health Organisation, Weltgesundheitsorganisation) sollte das Spermiogramm mindestens 15 Millionen Spermien pro Milliliter ergeben. Natürlich reichen auch weniger, schließlich wird am Ende nur eines gebraucht – aber dann dauert es bis zu einer Empfängnis womöglich wesentlich länger oder es kommt gar nicht dazu.

Wann sollte der Mann ein Spermiogramm erstellen lassen?

Da ein Spermiogramm eine relativ einfache Untersuchung ist, sollte dies die erste Untersuchung bei unerfülltem Kinderwunsch sein. Je älter die Frau, desto früher sollten Sie über einen solchen Test nachdenken, weil mit steigendem Alter der Frau eine Empfängnis schwieriger wird (ab etwa 35 Jahren nimmt die Qualität der weiblichen Eizellen stark ab).

Wer zahlt die Kosten für ein Spermiogramm?

Bei bestehendem unerfülltem Kinderwunsch, der der Krankenkasse auch glaubhaft vermittelt werden kann, oder auch, wenn der behandelnde Frauenarzt ein Spermiogramm empfiehlt, werden die Kosten dafür in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Wie läuft eine Spermauntersuchung ab?

Eine Spermauntersuchung wird nach mehreren Tagen der sexuellen Enthaltsamkeit durchgeführt, wobei eine Abstinenzzeit von weniger als zwei und mehr als sieben Tagen die Qualität des Ejakulats verschlechtern kann. Die Spermaprobe wird durch Masturbation gewonnen und am besten sofort untersucht und das Spermiogramm ausgewertet. Da die Probe möglichst rasch begutachtet werden sollte, ist es am besten, die Spermaprobe direkt in einem Andrologielabor zu gewinnen und vor Ort auswerten zu lassen. Die Bewertung erfolgt anhand eines von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebenen Standards. Untersucht werden Eigenschaften wie Geruch, Aussehen, Farbe und pH-Wert, aber auch die Anzahl der Spermien im Ejakulat sowie deren Form und Beweglichkeit.

Wie wird das Ejakulat gewonnen?

Möglich ist dies in der Arztpraxis, wo ein Raum zur Verfügung gestellt wird, in dem normalerweise auch „anregendes Material“ zu finden ist. Einfacher finden manche Paare es zu Hause in der vertrauten Umgebung. Dort kann die Frau assistieren (was heutzutage aber in den meisten Praxen auch geht). Wichtig ist, dass das Sperma in ein steriles, sauberes Gefäß (Urinbecher aus der Apotheke) abgegeben und dann so schnell wie möglich, spätestens innerhalb der nächsten zwei Stunden in die Praxis gebracht wird, dabei muss eine Temperatur von mindestens 20C gewährleistet sein. Am besten stecken Sie das Gefäß in die Hosentasche, damit es auf Körpertemperatur bleibt. Sollte die Ejakulatgewinnung (aus seltenen psychischen oder religiösen Gründen) nur beim Geschlechtsverkehr möglich sein, verwenden Sie bitte ein spezielles, nicht spermizid beschichtetes Transportkondom (fragen Sie Ihren Arzt danach).

Warum soll man vor Abgabe der Spermaprobe einige Tage keinen Geschlechtsverkehr haben?

Je häufiger ein Samenerguss stattfindet, desto mehr Spermien werden „verbraucht“, sodass sie eventuell nicht im gleichen Tempo wieder nachproduziert werden. Um also ein Maximum an gesunden Spermien im Samenerguss zu haben, empfiehlt die WHO zwei bis maximal sieben Tage Karenz vor der Probenabgabe.

Was sagt die Form der Spermien über die Fruchtbarkeit aus?

Die Spermien sollten überwiegend normal geformt sein. Pathologische (krankhafte) Formen sind für die Fortpflanzung unbrauchbar.

Hat die Menge des Spermas etwas mit der Fruchtbarkeit zu tun?

Die Menge des Spermas hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Entscheidend ist die Anzahl der Spermien in der Flüssigkeit.

Was steht in einem Spermiogramm?

In einem Spermiogramm werden die Bestandteil und Eigenschaften des Spermas einzeln betrachtet und bewertet. Die Normwerte sind als Richtwerte für die „gesunden“ Werte eines fruchtbaren Manns zu verstehen.

Welche Normwerte des Spermiogramms (nach WHO 2010) gibt es?

Wenn Sie das Ergebnis Ihres Spermiogramms bereits haben, können Sie die Ergebnisse hier mit den Normwerten der WHO vergleichen. Die Anzahl der beweglichen Spermien (Morphologie) wurde früher angegeben, aber seit 2010 nicht mehr. Dafür soll der Anteil der beweglichen Spermien (schnell und langsam vorwärts bewegliche) des Spermiogramms bei mindestens 32 Prozent liegen.

Normwerte des Ejakulats
Parameter Normwerte
Verflüssigungszeit 15 – 30 Min.
Farbe grau-opal
Geruch kastanienblütenartig
Volumen etwa 1,5 ml
pH-Wert etwa 7,2
Spermienkonzentration etwa 15 Mio. Spermien/ml
Spermienanzahl (gesamt) etwa 39 Mio. Spermien/Ejakulat
Beweglichkeit (progressive Motilität) etwa 32% bewegliche Spermien
Aussehen Hier gelten in jedem Labor unterschiedliche Normwerte
Vitalität etwa 58 % vitale (lebende) Spermien
MAR-Test < 50 % bewegliche Spermien mit anhaftenden Erythrozyten
Normale Formen 4
Alpha-Glucosidase (neutral) etwa 20 mU/Ejakulat
Citrat etwa 52 µmol/Ejakulat
Saure Phosphatase etwa 200 µmol/Ejakulat
Fruktose etwa 13 µmol/Ejakulat
Zink etwa 2,4 µmol/Ejakulat

Min. = Minuten

ml = Milliliter

mU = Milliunits (Maßzahl für Enzymaktivitäten)

Mio. = Million

µmol = Mikromol

Welche Ergebnisse können bei der Beurteilung des Spermiogramms herauskommen?

Zur Beurteilung des Spermiogramms werden folgende Bennenungen verwendet:

Normozoospermie

Normale Werte ohne Befund.

Die Samenzellen verfügen nur über eine eingeschränkte Beweglichkeit (< 32 % motile Spermatozoen).

In der Spermaprobe können keine Samenzellen nachgewiesen werden.

Die Spermienanzahl ist reduziert (< 15 Millionen Spermatozoen/ml).

Der Anteil der normal geformten Spermatozoen ist vermindert (< 4 % normale Formen).

Oligo-Astheno-Teratozoospermie

Bezüglich Konzentration, Beweglichkeit (Motilität) und Form wurden Einschränkungen gefunden ().

Kryptozoospermie

Es sind weniger als eine Millionen Spermien pro Milliliter gefunden worden und diese sind erst im Zentrifugat nachgewiesen worden.

Nekrozoospermie

Es wurden keinerlei beweglichen Spermien gefunden.

Parvesemie

Das Ejakulatvolumen ist zu gering (< 1,5 ml)

Aspermie

Es konnte kein Ejakulat gewonnen werden.

Durch die Spermauntersuchung kann auch eine Infektion der Samenwege diagnostiziert werden. Die Erreger werden im Rahmen weiterer Untersuchungen ermittelt und dann gezielt Medikamente dagegen ausgewählt. Um die Spermienqualität zu verbessern,

Spermienqualität verbessern

Ein allgemein ungesunder Lebensstil schadet auch der Spermienqualität. Es gibt keine Medikamente, um die Spermienqualität zu verbessern, allerdings werden eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Wir haben folgende Tipps, um die Spermienqualität zu verbessern:

  • gesunde, ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen sowie Zink und Folsäure (Zink wird zur Bildung von Testosteron benötigt; Folsäuremangel begünstigt Veränderung des Erbguts in den Spermien)
  • Selen: In einer Studie erhielten 690 laut Spermiogramm unfruchtbare Männer täglich 200 µg Selen und 400 I.E. Vitamin E über mindestens 14 Wochen. Bei 52,6 Prozent der Männer verbesserte sich die Spermienbeweglichkeit und/oder Spermienmorphologie.
  • Möglicherweise können auch Antioxidantien die Spermienqualität verbessern, wie mehrere Studien herausfanden, da freie Radikale die Spermienqualität erheblich beeinträchtigen.
  • Omega-3-Fettsäuren: Sie sind zum Beispiel in Walnüssen enthalten. Studien bescheinigen ihnen einen positiven Effekt auf die Spermienqualität.
  • Verzicht auf Genussgifte. Nicht rauchen und moderater Alkoholkonsum.
  • Keine zu engen Unterhosen tragen und keine Sitzheizung nutzen, um die Spermien nicht zu überhitzen, denn dabei nehmen sie Schaden.
  • Normalgewicht
  • Kein Leistungssport, aber regelmäßige Bewegung
  • Umweltgifte, wie Bisphenol A (BPA) (Weichmacher) meiden

Was bedeuten die Abkürzungen PR, NP und IM bei der Beurteilung des Spermiogramms nach WHO?

Die Beweglichkeit der Spermien („Spermienmotilität“) wird folgendermaßen eingeteilt:

Was ist der MAR-Test?

Mit dem MAR-Test (Mixed Antiglobulin Reaction-Test) stellt man fest, ob im Ejakulat Autoantikörper gegen die Spermien vorhanden sind. Oft sind dann so genannte Agglutinationen erkennbar: dabei haften Spermien an Spermien.

Woraus besteht Sperma?

Das Sperma eines Mannes setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Das Ejakulaqt besteht nur aus etwa drei bis fünf Prozent aus Spermien. Den größten Anteil bildet mit etwa 60 bis 70 Prozent das Sekret aus den Bläschendrüsen, in dem unter anderem Fruktose und Eiweiße enthalten sind. Aus dem Sekret der Prostata bildet sich das Sperma zu etwa 30 Prozent. Nur ein kleiner Teil des Spermas besteht aus Sekreten der Nebenhoden.

Was bedeuten Antikörper im Ejakulat?

Wenn sich im Ejakulat Antikörper gegen die Spermien finden, werden die Spermien dadurch zerstört – es kommt zur Unfruchtbarkeit.

Was bedeuten Leukozyten im Sperma?

Leukozyten im Sperma können ebenso wie Rundzellen auf eine Entzündung der Samenleiter hinweisen.

Was bedeuten die Angaben zur Verflüssigung des Spermas?

Laut WHO soll sich das normale Sperma innerhalb von zehn bis 30 Minuten verflüssigen. Braucht es deutlich länger, so ist eine Befruchtungsfähigkeit in Frage gestellt, weil die Spermien nicht schnell genug ihrem Bestimmungsort zustreben können.

Reicht ein Spermiogramm aus?

Ergeben sich aus dem Spermiogramm Normwerte, ist ein einmaliges Spermiogramm ausreichend. Werden in der ersten Analyse des Spermas nicht die Referenzwerte erreicht, wie beispielsweise beim OAT-Syndrom, sollte nach zwei bis drei Monaten ein zweites Spermiogramm angefertigt werden.

Hat die Größe der Hoden etwas mit der Spermaqualität zu tun?

Nein, die Größe der Hoden hat auf die Qualität des Spermas normalerweise keinen Einfluss. Wenn die Hoden jedoch eine Größe kleiner als 16 ml Inhalt angenommen haben, dann leidet die Spermaqualität deutlich.

Können Krampfadern an den Hoden die Fruchtbarkeit beeinflussen?

Ja, indem sie eine Überwärmung des Gewebes verursachen. Selbst nach operativer Entfernung der Krampfadern besteht dann wenig Hoffnung auf eine Verbesserung der Spermaqualität.

Welche Therapie gibt es bei einer verminderten Samenqualität?

Um eine verminderte Samenqualität eindeutig festzustellen, wird nach der ersten Untersuchung mit ungünstigen Ergebnissen eine zweite oder dritte Untersuchung angeschlossen, um das Ergebnis zu bestätigen. Ein Spermiogramm ist immer nur eine Momentaufnahme. Die Therapie richtet sich nach den Ursachen. Während eine Krampfader am Hoden (Varikozele (Krampfader am Hoden)) operativ entfernt werden kann, werden Infektionen der Samenwege mit Medikamenten behandelt.

Nicht selten bleiben die Ursachen für eine verringerte Samenqualität aber unbekannt, so dass keine Schritte dagegen unternommen werden können. Bei einem bestehenden Kinderwunsch sollte abgeklärt werden, ob und mit welchen Methoden der Reproduktionsmedizin Chancen bestehen, eine Schwangerschaft bei der Partnerin herbeizuführen.

Gibt es Alternativen zur Spermauntersuchung?

Zur Spermauntersuchung gibt es keine Alternativen. Da bei einem unerfüllten Kinderwunsch die Ursachen für die ausbleibende Schwangerschaft auch bei der Frau liegen können, sollte sich auch die Partnerin von einem Arzt untersuchen und das Paar sich gemeinsam über mögliche Gründe für die Kinderlosigkeit informieren lassen. Allerdings sind bei Frauen fast alle Untersuchungen nur mithilfe von Eingriffen möglich, ein Spermiogramm hingegen ist eine einfache, nicht in der Körper eingreifende Untersuchung.

Das Spermiogramm: Alles, was Sie wissen müssen

Spermiogramm: Kosten

Die Kosten eines Spermiogramms liegen üblicherweise zwischen 60 und 90 Euro . Für Paare, die trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr über eine längere Zeit nachweislich kein Kind zeugen konnten, werden die Kosten des Spermiogramms von der Krankenkasse übernommen. Falls man auf Nummer sicher gehen will, ist es jedoch empfehlenswert vor der Prozedur eine schriftliche Zusage der Krankenkasse einzuholen.

Spermiogramm: Ablauf

Um ein aussagekräftiges Testergebnis zu bekommen, ist es empfehlenswert, vier bis fünf Tage vor der Prozedur auf Sex und Masturbation zu verzichten. Allerdings darf die Enthaltsamkeit nicht länger als sieben Tage dauern, denn auch wenn dadurch die Anzahl der Spermien im Ejakulat steigt, verschlechtert sich ab diesem Zeitraum ihre Beweglichkeit.
Am Tag des Spermiogramms muss mittels Masturbation eine Samenprobe abgegeben werden. Dabei ist es wichtig, alle Anweisungen des Arztes streng zu befolgen, die Hände und den Penis vor der Masturbation gründlich waschen und für den Samenerguss ein steriles Gefäß zu benutzen. Bei der Abgabe muss die Probe ganz frisch und nicht älter als eine halbe Stunde sein .
Sobald die Samenprobe im Labor abgegeben wurde, fängt die eigentliche Untersuchung an. Als Erstes wird die Verflüssigung und das Volumen des Ejakulats getestet . Entsprechen sie nicht der Norm, können dies erste Anzeichen für die Zeugungsunfähigkeit des Mannes sein.
Anschließend beginnt die Analyse unter dem Mikroskop, bei der Anzahl, Beweglichkeit, Form, sowie weitere Parameter getestet werden. Die Ermittlung des Ergebnisses kann je nach Labor zwischen einem und sieben Tage dauern.
Doch keine Panik, wenn das Ergebnis beim ersten Mal negativ ausfällt: Da die Qualität der Spermien wöchentlich schwankt und sogar den Gesundheitszustand des Mannes am Tag der Untersuchung verrät, kann der Test mit frischem Sperma rund acht bis zwölf Wochen später wiederholt werden .

Spermiogramm: Auswertung

Die Auswertung des Spermiogramms zeigt, ob der Patient voll, teilweise, oder gar nicht zeugungsfähig ist. Somit verschafft das Ergebnis eine gewisse Klarheit für die Situation des Paares. Für die professionelle Durchführung einer kompetenten Samenanalyse hat die Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2010 Richtlinien zur “Beurteilung befruchtungsfähiger Spermien” veröffentlicht . So kann ein weltweit gültiger Standard sichergestellt werden. In der folgenden Tabelle sind die allgemeinen Normwerte eines Spermiogramms aufgeführt, die zur Auswertung verwendet werden :

Fallen die Spermiogramm-Ergebnisse auch bei wiederholtem Versuch negativ aus, so stehen weitere Tests bevor. Unter anderem könnten eine Ultraschall-Untersuchung von Hoden und Prostata des Mannes, sowie eine Blut- oder Hormonuntersuchung sinnvoll sein. Es gibt viele Diagnosen, die als Folge einer Spermiogramm-Auswertung festgestellt werden. Darunter fallen:

  • Oligo-Astheno-Teratozoospermie-Syndrom (OAT-Syndrom) – Eine krankhafte Veränderung der Samenqualität. Dies tritt auf, wenn gleichzeitig zu wenige, zu unbewegliche und fehlgebildete Spermien im Ejakulat vorkommen.
  • Azoospermie – Es können überhaupt keine Spermien im Ejakulat gefunden werden.
  • Aspermie – Dies kommt vor, wenn kein Ejakulat gewonnen werden konnte.
  • Parvesemie – Das Volumen des Ejakulats liegt unter der WHO-Norm (min. 1,5 ml).

Nach welchen Kriterien wird das Sperma beurteilt?

Es wird geprüft, ob ausreichend viele, bewegliche Spermien vorhanden sind (Normozoospermie), oder ob zu wenige Spermien vorhanden sind (Oligozoospermie), oder ob sich die Spermien zu wenig bewegen (Asthenozoospermie). Außerdem werden die Form (Morphologie) und die Reife der Spermien sowie Entzündungsparameter untersucht. Es wird ein Antikörpertest durchgeführt (MAR-Test). Darüber hinaus wird das Ejakulat mikrobiologisch (auf bestimmte Keime) untersucht.

Die Beurteilung des Spermas richtet sich nach den Referenzwerten der WHO (World Health Organisation), 2010.

Es werden folgende Fachbezeichnungen verwendet:

Normozoospermie = normales SpermaOligozoospermie = zu wenig Spermien (weniger als 15 Millionen Spermien pro ml Ejakulat oder Gesamtspermienzahl unter 39 Millionen)Asthenozoospermie = reduzierte Beweglichkeit (weniger als 32 % der Spermien sind vorwärts beweglich)Teratozoospermie = verminderter Anteil normal geformter Spermien (weniger als 4 % normale Formen)Oligo-Astheno-Teratozoospermie = alle 3 Parameter (Konzentration, Beweglichkeit und Form sind eingeschränkt)Azoospermie = keine Spermien im EjakulatParvisemie = zu geringes Volumen (kleiner als 1,5 ml)

Weil die Spermaqualität starken Schwankungen unterliegt, ist es sinnvoll, eine zweite Samenprobe im Abstand von 6-8 Wochen abzugeben, um das Ergebnis zu bestätigen.

Spermiogramm Werte verstehen: Bewerte das Spermiogramm richtig!

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Sind die Spermiogramm Werte meines Partners gut genug für ein Baby? Ich erinnere mich noch gut an unsere Unsicherheit und die Momente kurz vor dem Gespräch mit unserem Doc. Nach dem Gespräch war ich sehr aufgewühlt und gleichzeitig unsicher, wie es nun weitergehen sollte. Denn im Gespräch wurden uns einige Zahlen genannt, mit denen ich nicht wirklich etwas anfangen konnte. Mir fehlte das Wissen darüber, welche Spermiogramm Werte denn für eine Befruchtung ausreichend sind.

Damit dir eine solche Situation erspart bleibt, habe ich dir eine Spermiogramm Werte Tabelle erstellt. Zudem findest du in diesem Artikel weitere Infos zum Thema Spermiogramm Auswertung und mögliche Krankheitsbilder.

Was ist ein Spermiogramm?

Ein Spermiogramm stellt das Ergebnis einer Untersuchung des Ejakulates des Mannes dar. Ziel eines Spermiogramms ist es, die Zeugungsfähigkeit oder aber die Sterilität eines Mannes zu überprüfen. Dazu wird die Samenflüssigkeit nach drei- bis fünftägiger sexueller Enthaltsamkeit auf dem Wege der Masturbation gewonnen und anschließend im Labor nach festgelegten Kriterien untersucht.

Bei der Ejakulatuntersuchung werden verschiedene Parameter untersucht, u.a. sind dies:

  • Menge
  • pH-Wert
  • Spermienkonzentration (in Millionen Spermien pro ml)
  • Morphologie (Anzahl der normal geformten Spermien in Prozent)
  • Motilität (Beweglichkeit der Spermien in Prozent)

Wichtig für ein aussagekräftiges Spermiogramm ist es, dass das Ejakulat frisch ist. Aus diesem Grund bieten viele Urologen, Krankenhäuser und Kinderwunschkliniken eigene Räumlichkeiten an, in denen Männer ihre Samenprobe abgeben können. Die Samenflüssigkeit muss so nicht weit transportiert werden und die Analyse kann zeitnah erfolgen.

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* Zuletzt aktualisiert am 3.02.2020. Es handelt sich um Werbe-Links.

Es lohnen sich auch meine Artikel zum Thema Spermiogramm Kosten und Fruchtbarkeitstests für den Mann im Überblick.

Was kann man für bessere Spermien tun?

Fallen die Spermiogramm Werte schlecht aus, stellt sich sofort die Frage, was man für bessere Spermien tun kann. Da das Thema Spermienqualität verbessern sehr umfangreich ist, habe ich einen eigenen Artikel mit vielen Tipps geschrieben:

Spermienqualität verbessern: Beste Tipps für bessere Spermien

Denke bitte auch an die Bedeutung von Folat für die Spermienqualität des Mannes. Die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels kann sich positiv auswirken.

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Spermiogramm Werte nach WHO erklärt

Um einen allgemein gültigen Standard für die Samenanalyse sicherzustellen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1999 ein Laborhandbuch herausgegeben, in dem sowohl die Normwerte eines Spermiogramms als auch die für die Erstellung notwendigen Arbeitsschritte und Materialien beschrieben sind. Im Jahr 2010 wurden diese Normwerte auf der Basis von Untersuchungsergebnissen von Männern, die in den letzten 12 Monaten auf natürliche Weise ein Kind gezeugt hatten, in der 5. Auflage des Laborhandbuches stark verändert.

Normalwerte des Spermiogramms nach WHO 2010

Spermiogramm Normalbefunde
Volumen 1,5 ml oder mehr
pH-Wert zwischen 7,2 – 8,0
Spermienkonzentration mindestens 15 Millionen Spermien pro Milliliter
Gesamtzahl der Spermien mindestens 39 Mio/Ejakulat
Morphologie Das normale Erscheinungsbild (regelmäßig geformten ovalen Kopf, ein etwa gleich langes, aber deutlich schmaleres Mittelstück und einen Schwanz) sollte bei mindestens 4 Prozent der Spermien im Ejakulat aufweisbar sein.
Motilität (Beweglichkeit) 32 Prozent der Spermen sollten sich nach vorne bewegen, d.h. mit dem Kopf voraus (progressiv beweglich). Ob schnell oder langsam spielt gemäß den neuen WHO-Kriterien keine Rolle mehr.
Anteil der lebenden Spermien Mindestens 58 Prozent der Spermien müssen lebendig sein. Überprüft wird das meist mit Hilfe des Eosin-Tests (Farbstoff, den nur tote Samenzellen aufnehmen können).
Leukozyten maximal 1 Mio Leukozyten (weiße Blutkörperchen) pro Milliliter
MAR-Test weniger als 50 % Spermien mit adhärenten Partikeln
Verflüssigungszeit 30 Minuten, max. 1 Stunde
Geruch kastanienblütenartiger Geruch
Farbe weißlich trübe Farbe

Spermiogramm Auswertung

Gerne möchte ich dir ergänzend zu der Normwerte Tabelle noch einige Gedanken und Hinweise geben. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass du gerade die Spermiogramm Werte deines Partners mit denen aus meiner Tabelle vergleichst.

Bitte beachte dabei, dass ein Unterschreiten der Normwerte nicht sofort bedeutet, dass dein Partner unfruchtbar ist. Auch Männer beispielsweise, deren Anzahl an progressiv beweglichen Spermien die vorgegebenen 32 Prozent unterschreiten, können Kinder zeugen.

Männer mit nicht vollkommen zufriedenstellenden Ergebnissen sind oftmals zeugungsfähig, allerdings sinkt die Wahrscheinlichkeit je nach Umfang und Art der Einschränkung der Spermien. Dies gilt leider aber auch umgekehrt: Auch ein völlig „normales“ Spermiogramm ist keine Garantie für das Eintreten einer Schwangerschaft.

Spermiogramm Werte & Krankheitsbilder

Weichen die Ergebnisse des Spermiogramms wesentlich von den Referenzwerten der WHO ab, hört man schnell gewisse Begrifflichkeiten, die auf bestimmte Krankheitsbilder hinweisen. Hier kommen einige der Krankheitsbilder:

  • Azoospermie: Dieser medizinische Begriff beschreibt das vollständige Fehlen von Spermien im Ejakulat. Der „Samenerguss“ besteht lediglich aus Sekreten der Geschlechtsdrüsen.
  • Oligozoospermie: Das OAT-Syndrom (Oligo-Astheno-Teratozoospermie-Syndrom) ist eine krankhafte Veränderung der Spermien. Hierbei sind zu wenige (oligo), zu gering bewegliche (astheno) und fehlgeformte (terato) Spermien unter dem Mikroskop zu finden.
  • Necrozoospermie: Anzahl der lebenden Spermien liegt unter dem Referenzwert der WHO.

Bleibt das Spermiogramm schlecht, raten Ärzte oftmals zu einer IVF oder ICSI. Wie eine solche Behandlung abläuft und was du im Hinblick auf die Kosten beachten solltest, erfährst du hier:

Künstliche Befruchtung: Das Wichtigste zu Ablauf, Chancen, Kosten

ICSI Kosten: Neue Richtlinien zur ICSI Kostenübernahme (2. Juni 2017)

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Youtube: Bilder und weitere Infos zum Thema Spermiogramm

Zur weiteren Anschauung möchte ich ein Video mit dir teilen. Es zeigt die Spermien unter dem Mikroskop und erklärt nochmal genau, wie ein Spermiogramm abläuft.

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Silke

Literatur:

World Health Organization. Laboratory manual for the examination of human semen and sperm–cervical mucus interaction, WHO 5th ed. WHO Juni 2010.

Eine vollständige Version des neuen WHO-Handbuchs zum Selbstnachlesen gibt es hier als PDF-Datei, die Normwerte finden sich auf Seite 238 (Table A1.1).

Spermiogramm (Ejakulatanalyse): Durchführung und Auswertung

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Ein Spermiogramm ist bei unerfülltem Kinderwunsch (Infertilität) zur Planung der Kinderwunschbehandlung indiziert. Das Spermiogramm ist kein zuverlässiger Test für die Bestimmung der Fruchtbarkeit: Mann kann mit einem schlechtem Spermiogramm Vater werden, mit einem guten Spermiogramm ist trotzdem keine Vaterschaft garantiert. Eine vorzeitige andrologische Diagnostik kann bei ungeduldigen Paaren zu einer gewissen Überdramatisierung mit Gefahr der Übertherapie führen. Die Infertilität wird als das Ausbleiben einer Schwangerschaft trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr über 1 oder 2 Jahre definiert. Leitlinien der EAU: (Jungwirth u.a, 2016). Die Methodik und Normwerte folgen den Empfehlungen des Handbuchs der WHO von 2010.

Schematische Anatomie einer reifen Samenzelle. Das Spermiogramm beurteilt neben der Beweglichkeit und Anzahl der Samenzellen auch das Aussehen der Spermatozoen. Modifiziert nach einer Abb. von Mariana Ruiz Villarreal.

Technische Durchführung der Ejakulatanalyse

Ein vollständiges Auffangen des Samens ist elementar für eine korrekte Analyse eines Spermiogramms. Zur Bestätigung pathologischer Befunde sind aufgrund hoher interindividueller Schwankungen zwei Spermiogramme im Abstand von mindestens 7 Tagen notwendig. Eine sexuelle Karenz von mindestens 2 Tagen wird empfohlen.

Nach der Samengewinnung sollte das frische Sperma im Brutschrank bei 37 Grad Celsius gelagert werden. Nach 30–60 min wird die Konsistenz und das Aussehen des Spermas erfasst, nach kompletter Verflüssigung wird das Volumen und der pH-Wert gemessen. In einer ersten mikroskopischen Untersuchung wird die Morphologie und Mobilität der Spermatozoen beurteilt und die Verdünnung für die Spermienzählung festgelegt. Nach Verdünnung des Spermas und Zählung der Spermatozoenzahl können nun Ausstrichpräparate des Spermas für Färbungen hergestellt werden. Die WHO empfielt die Papanicolaou-, die Shorr- und die Diff-Quick-Färbung. In Abhängigkeit der erhobenen Befunde und klinischen Angaben werden Spezialuntersuchungen veranlasst (Vitalitätsprüfung, Entzündungsdiagnostik, immunologische Untersuchungen, Messung der Fruktose) oder ggf. eine Kryokonservierung durchgeführt.

Zusammenfassende Literatur und Leitlinie für die korrekte Durchführung eines Spermiogramms: (WHO laboratory manual, 2010).

Normalbefunde und Differentialdiagnose des Spermiogramms

Aussehen des Spermas:

Unmittelbar nach der Ejakulation hat der Samen i.d.R. eine halbfeste geronnene Konsistenz. Das Sperma verflüssigt sich innerhalb weniger Minuten bei Raumtemperatur oder im Brutschrank, einzelne Klumpen können länger bestehen und die Analyse erschweren. Normales flüssiges Sperma hat eine homogene, grau-undurchsichtige Farbe. Es ist durchsichtiger, wenn die Spermien-Konzentration sehr gering ist. Manche Krankheiten führen zu einer Farbänderung: rot-braun (Hämatospermie) oder gelb (Ikterus, Einnahme von Vitaminen oder Medikamente).

Konsistenz des Spermas:

Normal ist eine Verflüssigung des Spermas in maximal 60 min, danach beträgt die Fadenlänge des herabfallenden Tropfen von der Pipettenspitze unter 2 cm. Unzureichend liquifiziertes Sperma kann das weitere Spermiogramm verfälschen, durch wiederholtes Pipettieren soll das Sperma homogenisiert und durchmischt werden.

Volumen des Spermas:

Normales Spermavolumen: > 1,5 ml. Die WHO empfielt die Volumenbestimmung durch Wiegen des Auffangbehälters vor und nach Samengewinnung, als Spermadichte soll 1 g/ml angenommen werden.

Vermindertes Volumen aufgrund Untersuchungsbedingungen, unvollständiges Auffangen, retrograde Ejakulation, zentrale Verschlüsse (Utriculuszysten, Fehlanlagen der Samenblasen), Hypogonadismus.

pH-Wert des Spermas:

Der normale pH-Wert des Spermas beträgt 7,2–8,0. Für die pH-Bestimmung soll das Sperma zuvor gemischt werden (Pipette), der Messbereich des pH-Papiers soll zwischen pH 6–10 liegen.

Ein pH-Wert <7,2 (bei Azoospermie und reduziertem Volumen) zeigt ausschließlich Prostatasekret und damit die Obstruktion oder Fehlbildung der Samenwege an. Ein pH-Wert >8,0 kann durch eine Infektion der Samenwege entstehen.

Mikroskopische Untersuchung des Nativpräparates:

Ein gut durchmischter Tropfen des Spermas (10 μl) wird auf einen Objektträger unter einem Deckglass (22×22 mm) mit 200–400facher Vergrößerung beurteilt.

Agglutinierung von motilen Spermatozoen:

Als Agglutination wird die Verklebung motiler Spermatozoen bezeichnet. Sie können Kopf-zu-Kopf, Kopf-zu-Schwanz oder Schwanz-zu-Schwanz aneinander kleben. Die Agglutination von Spermatozoen spricht für die Existenz von Anti-Spermatozoen-Antikörper. Die Agglutination ist von einer unspezifischen Adhärenz immobiler Spermatozoen aneinander oder motiler Spermatozoen an Epithelzellen oder Debris zu trennen. Das Ausmaß und die Art der Agglutinierung soll nach folgender Graduierung beurteilt werden:

  • Grad 1 (isoliert): <10 Spermatozoen per Agglutinat, viele freie Spermatozoen
  • Grad 2 (moderat): Agglutinate mit 10–50 Spermatozoen, viele freie Spermatozoen
  • Grad 3 (stark): Agglutinate mit >50 Spermatozoen, wenig freie Spermatozoen
  • Grad 4 (komplett): Spermatozoen komplett agglutiniert, keine freie Spermatozoen sichtbar

Weitere Zellen:

Das Ejakulat kann neben Spermatozoen und Epithelzellen auch runde Zellen enthalten (DD Leukozyten oder unreife Spermatozoen). Die weitere Differenzierung der runden Zellen gelingt mit der Anfärbung der Peroxidase-positiven Zellen (Leukozyten) und erneuten Mikroskopie, es sollten weniger als 1 Million Leukozyten nachweisbar sein.

Beurteilung der Motilität von Samenzellen:

Die Motilität der Spermien sollte am besten direkt nach der Verflüssigung des Spermas beurteilt werden. Die Dicke der Flüssigkeitsschicht zwischen Objektträger und Deckglas sollte 20 μm betragen, dazu wird ein gut durchmischter Tropfen des Spermas (10 μl) wird auf einen Objektträger unter einem Deckglass (22×22 mm) mit 200–400facher Vergrößerung beurteilt. 200 Spermatozoen werden hinsichtlich der Motilität beurteilt und klassifiziert:

  • Progressive Motilität (PR): aktive lineare oder leicht gekrümmte Vorwärtsbewegung.
  • Nicht progressive Motilität (NP): keine Vorwärtsbewegung oder Vorwärtsbewegung in engen Kreisen.
  • Immotilität (IM): keine sichtbare Bewegung im Spermiogramm.

Die WHO-Anleitung (WHO, 2010) für die Durchführung eines Spermiogramms fordert, dass mindestens zweimal 200 Spermatozoen auf zwei Objektträger nach o.g. Technik ausgezählt werden, die Ergebnisse sollten vergleichbar sein. Die Ergebnisse beider Untersuchungen werden gemittelt und in Prozent angegeben. Untere Grenzwerte für die Motilität: 40% motile Spermien (PR + NP), weiterhin mindestens 32% progressive Motilität.

Als Asthenozoospermie defininiert ist ein Anteil an progressiv motilen Spermatozoen unter 32%. Ursachen für eine Immobilität (Asthenozoospermie) sind Viskosipathien (fehlende Verflüssigung), Autoantikörper, Entzündungen, morphologisch veränderte Spermatozoenschwänze. Ursachen für eine falsch-negative Immobilität sind nicht frisches Sperma, Kälte, Seifenrückstände oder die Verwendung von Kondomen.

Beurteilung der Vitalität:

Bei über 40% immobiler Spermien sollte eine Vitalitätsprüfung mit einer Eosin-Färbung durchgeführt werden, tote Spermien nehmen den Farbstoff innerhalb einer Minute auf. In der Mikroskopie zeigt sich dann eine Rotfärbung der Spermienköpfe, nicht gefärbte Spermien gelten als vital. Für die Untersuchung sollten 200 Spermien klassifiziert werden, der Normwert für vitale Spermien beträgt >58%. Als interne Kontrolle sollte der Anteil toter Spermien nicht über dem Anteil der immobilen Spermien liegen. Ein Anteil toter Spermien über 42% (Nekrozoospermie) ist ein Hinweis auf Nebenhodenerkrankungen oder Entzündungen.

Anzahl der Samenzellen:

Die Spermatozoenanzahl (total sperm count) korreliert mit der Zeit eine Schwangerschaft zu erreichen (time to pregnancy) und mit der Schwangerschaftsrate. Nach Bestimmung der Spermatozoenkonzentration im Hämozytometer (es sollen zweimal 200 Spermatozoen ausgezählt werden), wird mit Hilfe des Samenvolumens die Spermatozoenanzahl ausgerechnet. Normwerte: >39×106 Spermatozoen absolut.

Oligozoospermie:

<15×106 pro ml oder <39×106 Spermatozoen absolut.

Azoospermie:

Fehlender Nachweis von Spermien: Eine Azoospermie darf nur nach Zentrifugation des Ejakulates und Beurteilung des Sedimentes diagnostiziert werden.

Morphologie der Samenzellen:

Die Morphologie der Spermatozoen wird bei 1000facher Vergrößerung nach Färbung von getrockneten Ausstrichpräparaten des Spermas beurteilt. Kriterien für die Klassifikation von normaler und pathologischer Morphologie siehe Tab. Kriterien der Spermienmorphologie.

Tab.: Kriterien normaler und pathologischer Spermienmorphologie im Spermiogramm (WHO, 2010).

Normale Morphologie Pathologische Morphologie
Kopf Glatt begrenzt, regelmäßig ovale Form, gut abgrenzbare Akrosomenregion von 40–70% des Kopfvolumens ohne Vakuolen. Kopf zu groß, zu klein, zu langgezogen, birnenförmig, rund, amorph, Akrosom mit Vakuolen (>2 oder mehr als 20%), Vakuolen post-akrosomal. Zu kleines oder zu großes Akrosom.
Hals (Mittelstück) Schmal, regelmäßig und etwa so lang die der Kopf. Die Hauptachse von Kopf und Mittelstück sollten gleich sein. Restliches Zytoplasma am Mittelstück sollte unter 30% der Kopfgröße betragen. Asymmetrisches Ansatz am Kopf, Mittelstück unregelmäßig, zu dick, abgeknickt, zu dünn. Restliches Zytoplasma am Mittelstück >30%.
Schwanz (Hauptstück) Das Hauptstück sollte dünner als das Mittelstück sein, das Kaliber über die Länge gleich bleiben und ungefähr die 10fache Kopflänge lang sein. Der Schwanz darf gebogen sein, aber ohne abrupte Knickbildung. Zu kurz, mehrfache Schwänze, abgeknickt oder sehr stark gekrümmt, irreguläre Dicke, spiralförmig.

Morphologisch normale Spermatozoen in über 25% sind selten. Eine Teratozoospermie (verminderter Anteil normal konfigurierter Spermien) besteht bei weniger als 4% normale Spermien. Fakultativ kann die Lokalisation des Defektes mit angegeben werden: % Kopfdefekte, % Mittelstückdefekte, % Hauptstückdefekte und % Spermien mit exzessiven Zytoplasma.

Entzündungsdiagnostik:

Hinweise für eine Infektion der Samenwege liefern die Bestimmung der peroxidase-positiven Zellen im Spermiogramm (normal <1 × 106 Zellen pro ml), Elastasekonzentration (normal <250 ng/ml), eine positive Spermienkultur und ein Keimnachweis in der 4 Gläser-Probe (Probe 3 oder 4). Die Bedeutung der Entzündungsdiagnostik ist umstritten.

Immunologische Untersuchungen:

Hinweis für Spermatozoenantikörper ist die Agglutination von Spermatozoen im Nativpräparat (s.o.) und ist eine Indikation für weitere immunologische Untersuchungen. Spermatozoenantikörper (Anti-sperm antibodies, ASA) können durch immunologische Nachweise wie MAR-Test (Mixed-antiglobulin-reaction Test) oder Immunobeads-Test nachgewiesen werden. Ausführliche Darstellung der Technik siehe aktuelles Manual der WHO, 2010. Der Test ist pathologisch, wenn mehr als 50% der beweglichen Spermien MAR-positiv sind. Die diagnostische Bedeutung des MAR-Tests ist umstritten, v.a. weil auch effektive therapeutische Optionen fehlen.

Fruktose im Sperma:

Die normale Fruktosekonzentration im Sperma beträgt >13 μmol/l im Seminalplasma (Überstand nach Zentrifugation des flüssigen Spermas). Erniedrigte Werte der Fruktose im Spermiogramm sind bei Verschluss der ableitenden Samenwege zu erwarten.

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Normwerte Spermiogramm

Spermiogramm Normalbefunde

Verflüssigungszeit: 30 Minuten, max. 1 Stunde
Geruch: kastanienblütenartiger Geruch
Farbe: weißlich trübe
FarbeVolumen: 1,5 ml oder mehr
pH-Wert: zwischen 7,2 – 8,0
Spermienkonzentration: mindestens 15 Millionen Spermien pro Milliliter
Gesamtzahl der Spermien: mindestens 39 Mio/Ejakulat
Motilität (Beweglichkeit): 32 Prozent der Spermen sollten sich nach vorne bewegen, d.h. mit dem Kopf voraus (progressiv beweglich). Ob schnell oder langsam spielt gemäß den neuen WHO-Kriterien keine Rolle mehr, gibt aber Zusatzinformationen.
Morphologie: Das normale Erscheinungsbild sollte bei mindestens 4 Prozent der Spermien im Ejakulat aufweisbar sein.
Anteil der lebenden Spermien: Mindestens 58 Prozent der Spermien müssen lebendig sein.
Leukozyten: maximal 1 Mio Leukozyten (weiße Blutkörperchen) pro Milliliter
MAR-Test: weniger als 50 % Spermien mit adhärenten Partikeln

Auswertung

Bitte beachten Sie, dass ein Unterschreiten der Normwerte nicht sofort bedeutet, dass Sie unfruchtbar sind. Auch Männer, die weniger als 32% vorwärtsbewegliche Spermien haben, können Kinder zeugen.

Männer mit nicht vollkommen zufriedenstellenden Ergebnissen sind häufig zeugungsfähig, allerdings sinkt die Wahrscheinlichkeit je nach Umfang und Art der Einschränkung.

Leider gilt das Gleiche auch umgekehrt: Auch ein völlig „normales“ Spermiogramm ist keine Garantie für das Eintreten einer Schwangerschaft.

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