Elterngeld berechnen 2015

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Wieder schwanger?! – Wenn Sie in der Elternzeit das nächste Kind erwarten

Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss

Wenn Sie während der Elternzeit erneut schwanger werden, erhalten Sie Mutterschaftsgeld von Ihrer Krankenkasse (Bedingung: Ihr Beschäftigungsverhältnis besteht weiterhin). Sie können auch den Arbeitgeberzuschuss erhalten, wenn Sie Ihre Elternzeit vorzeitig beenden. Hierzu müssen Sie nur dem Arbeitgeber rechtzeitig bekannt geben, dass Sie ein weiteres Kind erwarten und die Elternzeit beenden zum Beginn Ihrer Mutterschutzfrist (6 Wochen vor Entbindungstermin).

Geht Ihre Elternzeit allerdings zu Ende, bevor die neue Mutterschutzfrist beginnt, müssen Sie bis zur Schutzfrist arbeiten gehen. Nur dann erhalten Sie wieder Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und den Arbeitgeberzuschuss. Wollen Sie in dieser Zeit nicht arbeiten, müssen Sie kündigen oder unbezahlten Urlaub nehmen (dann erhalten Sie weder Mutterschaftsgeld noch den Zuschuss und müssen sich neu um Ihren Krankenversicherungsschutz kümmern!). Beträgt die Zeit zwischen Ende der Elternzeit und neuer Mutterschutzfrist nur wenige Tage, können Sie diese u. U. mit Urlaubstagen abdecken (erworben vor der Elternzeit oder während der 14 Wochen neuer Mutterschutzfrist).

Wenn Sie in der Elternzeit geringfügig beschäftigt sind (auf 450-EUR-Basis) und mehr als 390 Euro verdienen, leistet der Arbeitgeber Zuzahlungen zum Mutterschaftsgeld.

Elternzeit

Haben Sie die alte Elternzeit vorzeitig beendet, müssen Sie beachten, dass auch die neue Elternzeit Ihres weiteren Kindes spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn beim Arbeitgeber angemeldet wird. Außerdem können Sie durch die Möglichkeit, 24 Monate Elternzeit auf die Zeit zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr zu übertragen, Ihre Gesamtelternzeit verlängern.

Beispiel: Sie haben zwei Jahre Elternzeit für Ihr erstes Kind beantragt. Nach eineinhalb Jahren kommt das zweite Kind und Sie beenden vorzeitig Ihre Elternzeit. Dann haben Sie noch 6 Monate und den Anspruch des 3. Jahres übrig, die Sie dann im Anschluss an die Elternzeit für das erste Kind wieder anhängen können.

Für die Übertragung der Elternzeit auf die Zeit nach dem 3. Geburtstag Ihres Kindes benötigen Sie keine Erlaubnis Ihres Arbeitgebers. Sie müssen es bei Ihrem Arbeitgeber bekannt geben, und zwar spätestens 13 Wochen bevor Sie diesen Zeitabschnitt nehmen wollen. Der Arbeitgeber kann einen dritten Elternzeitabschnitt ablehnen. Dazu muss er innerhalb von 8 Wochen auf Ihren Antrag reagieren. Das geht aber nur aus dringend betrieblichen Gründen und wenn der dritte Abschnitt zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr genommen werden soll.

Achtung: Für (Geschwister-)Kinder, die vor dem 01.07.2015 geboren sind, gelten die alten Regelungen weiter: Maximal 12 Monate Elternzeit können auf die Zeit nach dem 3. Geburtstag übertragen werden. Und die Erlaubnis des Arbeitgebers wird benötigt.

Elterngeld

Wenn Sie schon ein Kind haben, das unter 3 Jahre alt ist, bekommen Sie beim Elterngeld für das nächste Kind einen „Geschwisterbonus“: Sie erhalten ein um 10 % höheres Elterngeld, mindestens aber 75 EUR mehr pro Monat, so lange, bis das Geschwisterkind 3 Jahre alt ist oder Ihr regulärer Anspruch auf Elterngeld endet. Den Geschwisterbonus gibt es auch, wenn zwei Geschwister unter 6 Jahren in der Familie leben. Wird Ihr Kind geboren, während Sie noch Elterngeld für das ältere Geschwisterkind bekommen, können Sie für beide Kinder parallel Elterngeld bekommen. Das erste Elterngeld wird allerdings als Einkommen in der Elternzeit gewertet und mindert das Elterngeld Ihres jüngsten Kindes.

Bei der Berechnung Ihres Elterngeldes werden die Monate, in denen Sie Mutterschaftsgeld und (Basis-)Elterngeld beziehen, nicht berücksichtigt. Zur Berechnung wird dann auf weiter zurückliegende Monate zurückgegriffen, u. U. auch vor der Geburt des ersten Kindes.

Was passiert, wenn ich während der Elternzeit erneut schwanger werde?

Wenn Sie während einer laufenden Elternzeit ein weiteres Kind bekommen, dann können Sie auch für das weitere Kind Elternzeit nehmen. Die erste Elternzeit läuft aber zunächst wie vereinbart weiter; die Geburt eines weiteren Kindes beendet diese nicht automatisch. Die zweite Elternzeit können Sie daher frühestens nach der ersten Elternzeit nehmen.

Allerdings haben Sie dann die Möglichkeit, die Elternzeit vorzeitig zu beenden, um den Mutterschutz nutzen zu können. Der Mutterschutz beginnt normalerweise 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet 8 Wochen nach der Geburt. Wenn Sie die Elternzeit für den Mutterschutz vorzeitig beenden wollen, brauchen Sie dazu keine Zustimmung von Ihrem Arbeitgeber. Sie müssen Ihren Arbeitgeber aber rechtzeitig informieren.

Für diese vorzeitige Beendigung der laufenden Elternzeit gibt es keine Frist; der Arbeitgeber soll lediglich rechtzeitig informiert werden. Die vorzeitige Beendigung ist auch noch möglich, wenn die Mutterschutzfrist schon begonnen hat. Allerdings ist es nicht möglich, die Elternzeit rückwirkend zu beenden. Die Elternzeit kann also frühestens enden, wenn Sie Ihren Arbeitgeber darüber informiert haben.

Eine vorzeitige Beendigung einer laufenden Elternzeit noch vor Beginn der vorgeburtlichen Mutterschutzfrist allein aufgrund einer weiteren Schwangerschaft ist laut Gesetz nicht einseitig möglich, hier bedarf es immer der Zustimmung des Arbeitgebers.

Mehr zur Frage, unter welchen Voraussetzungen Sie Ihre Elternzeit vorzeitig beenden können, erfahren Sie unter Kann ich die Elternzeit vorzeitig beenden?

Anspruch auf Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld

Wenn Sie Ihre Elternzeit vorzeitig beenden, dann gelten für Ihr Arbeitsverhältnis wieder dieselben Regelungen wie vor der Elternzeit. Das gilt auch für alle Regelungen zum Mutterschutz, also auch für Ihren Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.

Es kommt nicht darauf an, ob Sie nach Beendigung der Elternzeit nochmals tatsächlich gearbeitet haben. Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses richtet sich in diesem Fall nach dem Arbeitsentgelt, das Sie nach der Elternzeit bekommen hätten ohne die erneuten Mutterschutzfristen.

Wenn Sie Ihre Elternzeit nicht vorzeitig beenden, können Sie nur das Mutterschaftsgeld Ihrer Krankenkasse bekommen, aber nicht den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.

Besonderheiten bei Teilzeitarbeit während der Elternzeit

Wenn Sie während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten, dann richtet sich die Höhe des Arbeitgeberzuschusses normalerweise nach der Höhe Ihres Teilzeitverdienstes. Auch in diesem Fall lohnt es sich also, die Elternzeit vorzeitig zu beenden. Denn dann richtet sich die Höhe des Arbeitgeberzuschusses nach Ihrem ursprünglichen Einkommen aus dem wieder aktiv aufgelebten Arbeitsverhältnis vor der Elternzeit.

Wenn ich als Mutter die Elternzeit aufgrund der Mutterschutzfristen des zweiten Kindes vorzeitig beende, kann ich die Elternzeit dann nach den Mutterschutzfristen fortsetzen?

Ja, das ist möglich. Nach den Mutterschutzfristen können Sie wieder Elternzeit nehmen – entweder für das ältere oder für das jüngere Kind. In beiden Fällen müssen Sie die Elternzeit unter Berücksichtigung der geltenden Fristen (7 oder 13 Wochen) vor dem Beginn schriftlich anmelden. In der Regel endet die nachgeburtliche Mutterschutzfrist 8 Wochen nach der Geburt. Falls Sie direkt danach wieder in Elternzeit wollen, müssen Sie die Elternzeit also in der Regel in der ersten Woche anmelden, in der das jüngere Kind auf der Welt ist.

Wenn Sie weitere Elternzeit anmelden, ist unter Umständen erneut der zweijährige Bindungszeitraum zu beachten. Weitere Informationen zum Bindungszeitraum erfahren Sie unter Wie kann ich die Elternzeit aufteilen?

Bitte beachten Sie, dass jeder Elternteil seine Elternzeit für jedes Kind in maximal 3 Zeitabschnitte aufteilen darf – bei Geburten vor dem 1. Juli 2015 in maximal 2 Zeitabschnitte. Weitere Zeitabschnitte sind nur mit der Zustimmung Ihres Arbeitgebers möglich. Wenn Sie nach den Mutterschutzfristen die Elternzeit für das erste Kind fortsetzen, dann gelten die Mutterschutzfristen als Unterbrechung der Elternzeit und die Elternzeit danach gilt als neuer Zeitabschnitt. Mehr zu Ihren Möglichkeiten, die Elternzeit in mehrere Zeitabschnitte aufzuteilen, erfahren Sie unter Wie kann ich die Elternzeit aufteilen?

Rechtsgrundlage

Elternzeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers vorzeitig beenden: § 16 Absatz 3 Satz 3 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG)

Elterngeld / Schwanger in der Elternzeit / Beschäftigungsverbot

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2018 | 21:47

Sehr geehrter Fragesteller,
der Mutterschutzlohn hat keinen Einfluss auf die Berechnung des Elterngeldes. Das ist richtig. Nur der reguläre Lohn wird herangezogen.
Wenn Sie in der noch aktuell bis Ende September 2018 laufenden Elternzeit wieder schwanger werden, können Sie einfach die laufende Elternzeit beenden.
Ihr Arbeitgeber kann in diesem Fall die vorzeitige Beendigung der Elternzeit nicht ablehnen. Sie haben dann auch sofort wieder Anspruch auf Mutterschutzlohn und müssen nicht erst (nicht einen Tag) gearbeitet haben oder frühere Arbeitszeiten zur Berechnung vorweisen, wenn Ihnen nach Wiederaufnahme der Beschäftigung oder bei Wiederaufnahme direkt ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird, siehe unten.
Dieser sofortige Anspruch ist deshalb so geregelt, weil der Mutterschutzlohn im laufenden Arbeitsverhältnis durch eine Umlage finanziert wird und als Arbeitgeberanteil aus den Bruttolöhnen finanziert wird, egal ob der Fall der Fälle je eintritt. Der Arbeitgeber kann sich seine Lohnaufwendungen dann auch in voller Höhe von der Krankenkasse erstatten lassen.
Es dreht sich dann hier also nur noch um die Frage der Höhe ihres individuellen Anspruches. Sie berechnet sich Sie nach den Kriterien des § 21 Mutterschutzgesetzes. Dazu habe ich schon in der Beantwortung zur Frage zur Anknüpfung ausgeführt, siehe dort (Verdienst vor der Elternzeit).
Gbit es keine Anknüpfungszeiten dann gilt als Auffangvorschrift nach § 21 Absatz 3 MuSchG folgendes:
(3) Ist die Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts entsprechend den Absätzen 1 und 2 nicht möglich, ist das durchschnittliche kalendertägliche Arbeitsentgelt einer vergleichbar beschäftigten Person zugrunde zu legen.
Die Absätze eins und zwei der Vorschrift des § 21 Mutterschutzgesetz enthalten die „normalen“ Berechungsgrundlagen.. Diese lauten wie folgt:
1)Bei der Bestimmung des Berechnungszeitraumes für die Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts für die Leistungen nach den §§ 18 bis 20 bleiben Zeiten unberücksichtigt, in denen die Frau infolge unverschuldeter Fehlzeiten kein Arbeitsentgelt erzielt hat. 2War das Beschäftigungsverhältnis kürzer als drei Monate, ist der Berechnung der tatsächliche Zeitraum des Beschäftigungsverhältnisses zugrunde zu legen.
(2) Für die Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts für die Leistungen nach den §§ 18 bis 20 bleiben unberücksichtigt:
1. einmalig gezahltes Arbeitsentgelt im Sinne von § 23a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch,
2. Kürzungen des Arbeitsentgelts, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldetem Arbeitsversäumnis eintreten, und
3. im Fall der Beendigung der Elternzeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz das Arbeitsentgelt aus Teilzeitbeschäftigung, das vor der Beendigung der Elternzeit während der Elternzeit erzielt wurde, soweit das durchschnittliche Arbeitsentgelt ohne die Berücksichtigung der Zeiten, in denen dieses Arbeitsentgelt erzielt wurde, höher ist.
Sie können nun anhand ihrer Lohnunterlagen die Höhe selbst berechnen für den Fall eines sofortigen Beschäftigungsverbotes.
Ich hoffe die Fragen nunmehr im Rahmen des in diesem Forum Leistbaren verständlich beantwortet zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Orth, LL.M.Eur.

Elterngeld

Sie erwarten Nachwuchs? Hier erfahren Sie, wie es in der nächsten Zeit finanziell aussieht. Wir errechnen aus Ihrem aktuellen Brutto das maßgebliche Netto für die Berechnung des voraussichtlichen Elterngeldes.

Informationen zum Freibetrag

Bis zum 30. November eines jeden Jahres können sich Arbeitnehmer per Antrag beim zuständigen Finanzamt einen Freibetrag auf der elektronischen Lohnsteuerkarte für das laufende Jahr eintragen lassen. So zahlen Sie weniger Lohnsteuer und erhöhen ihr Monatsnetto. Ein Antrag beim Finanzamt lohnt sich, wenn beispielsweise die selbst bezahlten Fahrtkosten oder Kinderbetreuungskosten zusammen voraussichtlich mehr als 1000,- Euro im laufenden Jahr betragen werden.
So gehen Sie vor: Tragen Sie ihre Ausgaben in das Formular Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung ein. Den Antrag schicken Sie dann an Ihr Finanzamt. Wurde dieser genehmigt, wird der Freibetrag auf Ihrer elektronischen Lohnsteuerkarte eingetragen. Diesen Freibetrag tragen Sie anschließend in das Feld „Jährl. Steuerfreibetrag“ bei nettolohn.de ein, um zu erfahren wie viel Sie bei der nächsten Gehaltsabrechnung mehr netto ausgezahlt bekommen.
Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Informationen zur Steuerklassen

Die Art der Berechnung der monatlichen Lohnsteuer ist dabei im wesentliche bestimmt durch die Steuerklassen,
die für jeden Arbeitnehmer in der Lohnsteuerkarte festgelegt werden.
Hierbei gibt es 6 Klassen für die im Groben folgende Festlegungen gelten:
Steuerklasse I: Ledige oder Allein-Lebende ohne Kinder
Steuerklasse II: Ledige oder Allein-Lebende mit Kindern
Steuerklasse III: Verheirateter Alleinverdiener
Steuerklasse IV: Verheirateter Doppelverdiener
Steuerklasse V: Verheirateter mit Nebenverdienst
Steuerklasse VI: Nebenverdienst eines bereits anderweitig angestellten Arbeitnehmers.
Nähere Informationen können Sie beispielsweise bei Wikipedia finden oder in unserem Lexikon

Das Elterngeld ist eine Zahlung für Eltern, die aufgrund der Betreuung eines Kindes nicht oder nicht voll erwerbstätig sind bzw. ihre Erwerbstätigkeit für die Kinderbetreuung unterbrechen. Das Elterngeld soll Eltern bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlage unterstützen. Es wird über den Zeitraum des Mutterschutzes hinaus gezahlt, maximal für insgesamt 14 Monate. In Deutschland gilt dies für ab dem 01. Januar 2007 geborene Kinder. Für zwischen Anfang 1986 und Ende 2006 geborene Kinder wurde Erziehungsgeld gezahlt.

Wie wird die Höhe des Elterngeldes bestimmt?

Das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des Kindes ist in der Regel maßgebend für die Höhe des Elterngeldes. Hier gibt es folgende Staffelung: Bei Voreinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro ersetzt das Elterngeld das nach der Geburt wegfallende Einkommen zu 67 Prozent, bei Voreinkommen von 1.220 Euro zu 66 Prozent und bei Voreinkommen von mindestens 1.240 Euro zu 65 Prozent.

Für Geringverdiener mit einem Gehalt unter 1.000 Euro vor der Geburt des Kindes steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent. Es gilt folglich: Je geringer das Einkommen der Eltern, desto höher ist die Ersatzrate. Die allgemeinen Beschränkungen für das Elterngeld sind absolut mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro.

Das Mindestelterngeld von 300 Euro erhalten alle, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und eine Arbeitszeit von höchstens 30 Stunden in der Woche vorweisen können. Hierzu zählen auch Hausfrauen und Hausmänner, Studierende und Eltern, die aufgrund der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben.

Elterngeldrechner – Berechnen Sie Ihren Anspruch

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Elterngeld-Schnellrechner

Beim Elterngeld-Schnellrechner wird nur das Nettoeinkommen für die Berechnung des Elterngeldes zugrunde gelegt. Damit ermittelt der Schnellrechner einen ungefähren Richtwert des Elterngeldes, denn für die exakte Berechnung des elterngeldrechtlichen Nettoeinkommens und damit für das Elterngeld sind seit 2013 die Angabe des Bruttoeinkommens sowie weiterer Merkmale erforderlich, wie sie im oberen Rechner berücksichtigt werden. Dort bei der exakten Berechnung ist das maßgebliche Netto nicht identisch mit dem Netto z.B. der Lohnsteuerbescheinigung, denn es wird gemäß Elterngeldgesetz durch Abzug von pauschalierten Steuern und Sozial­versicherungs­beiträgen vom Bruttoeinkommen ermittelt.

Populäre Rechner je nach Art der Erwerbstätigkeit vor der Geburt

  • Elterngeldrechner bei Midijob
  • Elterngeldrechner bei Minijob
  • Elterngeldrechner für Erwerbslose
  • Elterngeldrechner für Selbstständige

Eingabehilfe zum Elterngeldrechner

Der Elterngeldrechner berechnet das Elterngeld gemäß dem aktuellen Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz – BEEG. Seit 2013 wird das Elterngeld gemäß BEEG anhand der Bruttobeträge der Erwerbseinkünfte vor der Geburt berechnet. Durch die Pauschalierung von Steuern und Sozial­versicherungs­beiträgen ist seitdem die Herleitung der Nettoeinkünfte für das Elterngeld von Amts wegen vereinfacht. Die Infobuttons im Ergebnis liefern dabei sämtliche Details zur Berechnung. Folgende Eingaben können unter anderem im Rechner gemacht werden.

Geburtsjahr

Geben Sie bitte das voraussichtliche Geburtsjahr des Kindes an. Dies beeinflusst u.a. den Umfang der Steuern auf das anzugebende mittlere Brutto aus Erwerbstätigkeit.

Ältere Geschwister

Ältere Geschwister können Sie hier bitte über die zutreffende Option angeben. Anhand dieser Angabe kann ein ewaiger Geschwisterbonus berechnet werden.

Mehrlingsgeburt

Geben Sie bitte an, wieviele Kinder Sie erwarten. Anhand dieser Angabe kann ein etwaiger Mehrlingszuschlag berechnet werden.

Art der Erwerbstätigkeit vor der Geburt

Wählen Sie bitte aus, welches Erwerbseinkommen Sie vor der Geburt Ihres Kindes hatten. Haben Sie in den zwölf Kalendermonaten vor der Geburt Ihres Kindes lediglich eine geringfügige Beschäftigung, also auf 450-Euro-Basis gehabt, wählen Sie bitte „Minijob“ aus. Haben Sie in den zwölf Kalendermonaten vor der Geburt Ihres Kindes ein Beschäftigungsverhältnis gehabt, bei dem das Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850 Euro (seit 1. Juli 2019 1.300 Euro) im Monat liegt und 850 Euro (1.300 Euro seit 1. Juli 2019) im Monat regelmäßig nicht überschreitet, wählen Sie bitte „Midijob“ aus. Bei einem Midijob werden für der Berechnung des elterngeld­rechtlichen Nettos geringere Sozialversicherungs­beiträge berücksichtigt. Aufgrund der Änderung der Obergrenze ab dem 2. Halbjahr 2019 kann es hier zu Ungenauigkeiten bei der Berechnung für Beschäftigungs­zeiten während der Übergangs­phase führen. Haben Sie in den zwölf Kalendermonaten vor der Geburt Ihres Kindes in einem anderen Beschäftigungs­verhältnis, also nicht­selbstständig, gearbeitet, wählen Sie bitte „Nichtselbstständig“ aus. Waren Sie im letzten Kalenderjahr vor der Geburt Ihres Kindes selbstständig erwerbstätig? Dann wählen Sie bitte „Selbstständig“ aus. Oder waren Sie sowohl selbstständig als auch nicht­selbstständig erwerbstätig? Dann wählen Sie bitte „Selbst- und nicht­selbstständig“ aus.

Bruttoeinkommen aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt

Je nach Auswahl unter „Erwerbstätigkeit vor Geburt“ ist zunächst das Bruttoeinkommen vor der Geburt anzugeben. Für die Angaben des Einkommens vor der Geburt ist der Bemessungszeitraum gem. §2b des BEEG sowie die Definitionen von Einkommen aus nicht­selbstständiger bzw. selbstständiger Erwerbstätigkeit gem. §2c bzw. §2d maßgebend.

Nichtselbstständige – Bemessungszeitraum und Erwerbseinkünfte

Nichtselbstständige geben ihr durchschnittliches monatliches Bruttoeinkommen aus nicht­selbstständiger Arbeit für die letzten 12 Kalendermonate vor der Geburt des Kindes an. Dabei bleiben solche Monate unberücksichtigt, in denen

  • aufgrund der Mutterschutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz nicht gearbeitet werden durfte,
  • Mutterschaftsgeld oder Elterngeld für ein anderes Kind bezogen wurde, oder
  • aufgrund einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung das Einkommen gesunken ist.

An Stelle dieser Monate werden weiter zurückliegende Monate für die Einkommensermittlung herangezogen. Hierüber wir ein geringeres Elterngeld durch das in diesen Monaten verminderte bzw. fehlende Erwerbseinkommen vermieden. Auf Wunsch kann es aber bei den 12 Monaten vor der Geburt bleiben. Sonstige Bezüge, wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Abfindungen, Tantiemen oder ähnliches werden für die Angabe der Erwerbseinkünfte nicht berücksichtigt. Ebenso nicht berücksichtigt werden steuerfreie Zuschläge aus Sonntags- oder Nachtarbeit, sowie Leistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Renten, Stipendien, BAföG oder Krankengeld. Aus jeder Gehalts­bescheinigung das lohnsteuerpflichtige Bruttoeinkommen entnommen.

Selbstständige – Bemessungszeitraum und Erwerbseinkünfte

Selbstständige geben ihren durch­schnittlichen monatlichen Bruttogewinn im letzten abgeschlossenen Veranlagungs­zeitraum vor der Geburt Ihres Kindes an. Dabei werden innerhalb jeder der drei Einkunftsarten (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit) Gewinne und Verluste miteinander verrechnet (Berücksichtigung des horizontalen Verlustausgleichs). Bei der Bildung der Summe aus den positiven Einkünften werden negative Einkünfte mit dem Wert null angesetzt (Unzulässigkeit des vertikalen Verlustausgleichs). Falls während des Gewinnermittlungszeitraums (Geschäftsjahr) einer der drei Fälle, wie sie unter Nichtselbstständige beschrieben sind, eingetreten ist, wird auf Antrag der vorangegangene Veranlagungs­zeitraum zugrunde gelegt.

Brutto während des Bezugs von Elterngeld

Hier kann das Einkommen für den Zeitraum, in dem Elterngeld in Anspruch genommen wird angegeben werden. Anspruch auf Elterngeld haben Sie nur, wenn ihre Arbeitszeit während dieses Zeitraums 30&nsp;Wochenstunden im Durchschnitt des Monats nicht übersteigt. Das Elterngeld ersetzt das entfallende Teileinkommen, also die Differenz zwischen dem maßgeblichen Einkommen vor und nach der Geburt. Die Ersatzrate richtet sich nach der Höhe des Bruttoeinkommens vor der Geburt.

Anspruchs­berechtigte Eltern

Für Arbeitnehmerinnen endet die Mutterschutzfrist in der Regel acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit erhalten sie Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse und eine Aufstockung von ihrem Arbeitgeber. Nach Ablauf der Mutterschutzfrist können die jungen Eltern in Elternzeit gehen. Hierbei ist ausdrücklich erwünscht, dass nicht nur die Mutter, sondern auch der Vater sich Zeit für die Betreuung des Kindes nimmt. Gemäß BEEG sind folgende Personen anspruchs­berechtigt

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Selbstständig Tätige
  • Beamtinnen und Beamten
  • Erwerbslose
  • Auszubildende und Studierende
  • Adoptiveltern
  • in Ausnahmefällen auch Großeltern oder Geschwister der Eltern.

Allerdings haben Eltern mit einem Jahresverdienst über 500.000 Euro keinen Anspruch auf Unterstützung durch das Elterngeld, bei Allein­erziehenden liegt die Grenze bei 250.000 Euro.

Beispiel für die Berechnung des Elterngelds

Herr Müller möchte nach der Geburt seiner Tochter zwei Monate Elternzeit in Anspruch nehmen.

  • Die Tochter wird am 15.01.2020 geboren.
  • Das ältere Geschwisterkind ist zwei Jahre alt.
  • Herr Müller hat in den letzten 12 Monaten vor der Geburt ein mittleres Brutteinkommen von 3.000 Euro erzielt (ohne Weihnachtsgeld).
  • Er ist in Steuerklasse III
  • Kinderfreibeträge sind nicht auf der Lohnsteuerkarte eingetragen.
  • Als Arbeitnehmer ist er pflichtversichert in der Kranken- und Pflegeversicherung, Rentenversicherung und der Arbeitslosen­versicherung.

1. Elterngeldrechtliches Nettoeinkommen berechnen

Das für die Berechnung des Elterngelds maßgebliche Nettoeinkommen ist nicht identisch mit dem Netto z.B. der Lohnsteuer­bescheingung, denn es wird gemäß Elterngeldgesetz durch Abzug von pauschalierten Steuern und Sozial­versicherungs­beiträgen vom Bruttoeinkommen ermittelt.

Abzüge für Steuern

Als Abzüge für Steuern sind Beträge für die Einkommensteuer, den Soli und ggf. die Kirchensteuer zu berücksichtigen. Die Abzüge werden einheitlich für Einkommen aus nicht­selbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit auf Grundlage einer Berechnung anhand des am 1. Januar des Kalenderjahres vor der Geburt des Kindes für dieses Jahr geltenden Programmablaufplans des Finanzministeriums ermittelt. Dabei wird stets ein einheitlicher Kirchensteuersatz von 8 Prozent zugrunde gelegt. Für Selbstständige bzw. wenn das Einkommen aus selbstständiger Arbeit das Einkommen aus nicht­selbstständiger Arbeit überragt, wird grundsätzlich Steuerklasse 4 angenommen. Vor der Berechung ist für rein Selbstständige eine Neutralisierung des im Programmablaufplan vorgesehenen Abzugs des Arbeitnehmer-Pauschbetrags vorzunehmen.

Abzüge für Sozialabgaben

Als Abzüge für Sozialabgaben sind Beträge für die gesetzliche Sozialversicherung oder für eine vergleichbare Einrichtung sowie für die Arbeitsförderung zu berücksichtigen. Die Abzüge werden gem. §&nsp;2f BEEG einheitlich für Einkommen aus nicht­selbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit anhand folgender Beitragssatz­pauschalen ermittelt:

  • 9 Prozent für die Kranken- und Pflegeversicherung, falls die berechtigte Person in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungs­pflichtig gewesen ist,
  • 10 Prozent für die Rentenversicherung, falls die berechtigte Person in der gesetzlichen Rentenversicherung oder einer vergleichbaren Einrichtung versicherungs­pflichtig gewesen ist, und
  • 2 Prozent für die Arbeitsförderung, falls die berechtigte Person versicherungs­pflichtig gewesen ist.

Für Midijobs wird anhand dieser Pauschalen ein elterngeldrechtlicher Gleitzonenfaktor bestimmt. Das damit berechnete Gleitzonenentgelt dient als Bemessungs­grundlage für die Sozialabgaben.

Abzüge für Steuern bei Herrn Müller

Grundlage für die Steuerberechnung gem. §&nsp;2e BEEG ist der im Kalenderjahr vor der Geburt, also 2018 geltende Programmablaufplan des Finanzministeriums.

Steuerabzüge für Herrn Müller bei 3.000 brutto anhand Programmablaufplan von 2019
Einkommensteuer 174,50 Euro
+ Soli 2,50 Euro
+ Kirchensteuer 13,96 Euro
= Steuer gesamt 190,96 Euro

Abzüge für Sozialabgaben bei Herrn Müller

Das Brutto dient als Bemessungs­grundlage für die Sozialabgaben.

Abzüge für Sozialabgaben für Herrn Müller bei 3.000 brutto
Krankenversicherung 270,00 Euro
+ Rentenversicherung 300,00 Euro
+ Arbeitslosenversicherung 60,00 Euro
= Sozialabgaben gesamt 630,00 Euro

Abschließende Berechnung des Nettos für Herrn Müller

Herrn Müllers Bemessungs­grundlage für das Elterngeld
Brutto 3.000,00 Euro
– Abzüge für Steuern 190,96 Euro
– Abzüge für Sozialabgaben 630,00 Euro
– Arbeitnehmerpauschbetrag 83,33 Euro
= Netto 2.095,71 Euro

2. Ersatzrate berechnen

Aus dem für das Elterngeld maßgeblichen Nettoeinkommen wird gem. §&nsp;2 BEEG eine prozentuale Ersatzrate, also der Anteil des Elterngeldes vom Netto berechnet (Das Elterngeld beträgt allerdings mindestens 600 Euro und höchstens 1.800 Euro).

  • Bei einem Nettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit ab 1.000 Euro bis 1.200 Euro beträgt die Ersatzrate 67 Prozent.
  • In den Fällen, in denen das Netto geringer als 1.000 Euro war, erhöht sich der Prozentsatz von 67 Prozent um 0,1 Prozentpunkte für je 2 Euro, um die dieses Einkommen den Betrag von 1.000 Euro unterschreitet, auf bis zu 100 Prozent.
  • In den Fällen, in denen das Einkommen aus Erwerbstätigkeit höher als 1.200 Euro war, sinkt der Prozentsatz von 67 Prozent um 0,1 Prozentpunkte für je 2 Euro, um die dieses Einkommen den Betrag von 1.200 Euro überschreitet, auf bis zu 65 Prozent.
  • Ab 1.240 Euro, also für Herrn Müller beträgt die Ersatzrate demnach 65 Prozent.

3. Elterngeld Grundbetrag berechnen

Aus dem für das Elterngeld maßgeblichen Nettoeinkommen wird gem. §&nsp;2 BEEG eine prozentuale Ersatzrate, also der Anteil des Elterngeldes vom Netto berechnet (Das Elterngeld beträgt allerdings mindestens 600 Euro und höchstens 1.800 Euro).

Der Grundbetrag entspricht 65 Prozent des Nettoeinkommens von Herrn Müller in Höhe von 2.095,71 Euro, also 1.362,21 Euro.

4. Berechnung des Geschwisterbonus

Lebt die elterngeld­berechtigte Person in einem Haushalt mit einem Kind, das noch nicht drei Jahre alt ist, oder mit mindestens zwei weiteren Kindern, die noch nicht sechs Jahre alt sind, wird das Elterngeld gem. §&nsp;2a BEEG um 10 Prozent, mindestens jedoch um 75&bsp;Euro erhöht.

Für das zweijährige Kind von Herrn und Frau Müller erhält Herr Müller einen Geschwisterbonus in Höhe von 136,22 Euro (10 Prozent vom Grundbetrag).

5. Berechnung des Mehrlingszuschlags

Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld gem. §&nsp;2a BEEG um je 300 Euro für das zweite und jedes weitere Kind. Dies gilt auch, wenn ein Geschwisterbonus gezahlt wird. Familie Müller erwartet keine Mehrlingsgeburt. Daher erhält Herr Müller auch keinen Mehrlingszuschlag.

6. Elterngeld

Dies ist der voraussichtliche monatliche Anspruch auf klassisches Elterngeld, dem sogenannten Basiselterngeld.

Herrn Müllers Anspruch auf Elterngeld
Elterngeld Grundbetrag 1.362,21 Euro
+ Geschwisterbonus 136,22 Euro
= Elterngeld 1.498,43 Euro

Elterngeld bzw. Basiselterngeld

Auch nach der Elterngeldreform 2015 kann das Basiselterngeld weiter beantragt werden. Es ersetzt das Einkommen eines Elternteils bis zu 14 Monate lang. Mütter oder der Väter müssen mindestens zwei und dürfen höchstens 12 Monate freinehmen. Wie sich beide die Zeit aufteilen, bleibt ihnen überlassen. Oft bleibt zuerst die Mutter zu Hause, weil es sich auf ihr geringeres Einkommen leichter verzichten lässt. Später nimmt dann der Vater noch die restlichen (zwei) Monate Elternzeit. Sollten Sie zusätzliches Einkommen während der Elternzeit erhalten, können Sie dies im Rechner angeben. Das Elterngeld ersetzt dann in Höhe der Ersatzrate den wegfallenden Teil des Einkommens.

ElterngeldPlus

Seit 2015 gibt es das neue ElterngeldPlus. Es ist besonders für all jene gedacht, die nach dem Mutterschutz wieder in Teilzeit arbeiten möchten oder die nach einer Elternpause langsam wieder einsteigen möchten. Es eignet sich auch besonders gut für Selbstständige und Freiberufler, die laufende Einnahmen haben und schnell wieder (verkürzt) arbeiten möchten. Das Nettoeinkommen vor der Geburt bildet auch die Grundlage für die Berechnung des ElterngeldPlus. Elterngeld und ElterngeldPlus lassen sich beliebig kombinieren. Mehr als 30 Stunden darf allerdings nicht gearbeitet werden. ElterngeldPlus ersetzt das wegfallende Einkommen, wird jedoch höchstens bis zum hälftigen Basiselterngeld bezahlt. Als Ausgleich dafür verdoppelt sich jedoch der Zeitraum, für den die Leistung beansprucht werden kann. Zwei Monate ElterngeldPlus zählen also genauso wie ein Monat Basiselterngeld. In Monaten mit Mutterschafts­leistungen kann nur Basiselterngeld, jedoch kein ElterngeldPlus bezogen werden.

Partnerschaftsbonus

In den letzten Jahren hat sich bei vielen Paaren die Sicht auf die Familie verändert. Immer mehr Väter möchten das Aufwachsen ihres Nachwuchses aktiv miterleben und gestalten und entscheiden sich für die Elternauszeit. Die Partnermonate in der Elternzeit unterstützen die Gemeinsamkeit in der Familie. Ist der Anspruch auf Elterngeld oder ElterngeldPlus nach der Geburt bereits voll ausgeschöpft, gewährt der Partnerschaftsbonus zusätzlich 4 Monate lang Bezüge von ElterngeldPlus, wenn beide Partner in dieser Zeit verkürzt arbeiten. Hierbei darf die Wochenstundenzahl nur zwischen 25 und 30 Stunden liegen.

Unser Tipp: Mehr Elterngeld durch eine professionelle Elterngeldberatung!
Der Elterngeldantrag ist kompliziert. Häufig werden dabei Fehler gemacht und bares Geld verschenkt. Hier geht’s zur Experten-Beratung.

Haben Sie weitere Fragen? Dann lesen Sie hier die 10 wichtigsten Fragen zum Thema Elterngeld: Symbol Play Die 10 wichtigsten Fragen zu Elterngeld

Weitere Online-Rechner

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Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt „Elterngeld“ verwendet:

  • Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Juris und Bundesministerium der Justiz)
  • Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Letzte Aktualisierung am 28.01.2020

Die letzten Änderungen in der Themenwelt „Elterngeld“ wurden am 28.01.2020 umgesetzt durch Stefan Banse. Hauptsächlich wurde folgendes aktualisiert:

  • 28.01.2020: Anpassung der Berechnungen für ElterngeldPlus im Elterngeld-Rechnner.
  • 04.11.2019: Im Elterngeld-Rechnner berücksichtigen des neuen ab 2020 geltenden durchschnittlichen Zusatzbeitrags zur Krankenversicherung.
  • 14.09.2019: Ergänzung um Elterngeldrechner für Selbsständige
  • 18.05.2019: Klarstellung im Hilfetext zum ElterngeldPlus: „Bei Einkommen während der Elternzeit kann ElterngeldPlus kann genauso hoch wie das Basiselterngeld sein.“
  • 26.11.2018: Im Elterngeld-Rechnner berücksichtigen des neuen ab 2019 geltenden durchschnittlichen Zusatzbeitrags zur Krankenversicherung, sowie die ab 2019 wieder geltende paritätische Aufteilung diese Beitrags zwischen Arbeitnehemr und Arbeitgeber.
  • 26.11.2018: Im Elterngeld-Rechnner berücksichtigen der Anhebung der Obergrenze für Midijobs von bisher 850 Euro auf 1.300 Euro ab Mitte 2019 gemäß RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz
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Elterngeld und ElterngeldPlus

Das Elterngeld gehört zu den Familienleistungen in Deutschland, die von der Bevölkerung am meisten geschätzt werden. Es sichert die wirtschaftliche Existenz der Familien und hilft Vätern und Müttern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Elterngeld gibt es in den Varianten Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus – diese können miteinander kombiniert werden. Auch getrennt lebenden Elternteilen steht das Elterngeld zur Verfügung.

Basiselterngeld

Das Elterngeld fängt fehlendes Einkommen auf, wenn Eltern nach der Geburt für ihr Kind da sein wollen und deshalb ihre berufliche Arbeit unterbrechen oder einschränken. Den Eltern stehen gemeinsam insgesamt 14 Monate Basiselterngeld zu, wenn sich beide an der Betreuung beteiligen und den Eltern dadurch Einkommen wegfällt. Sie können die Monate frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen.

Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich des wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen, können die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. Basisenlterngeld können Eltern nur innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des Kindes erhalten. Danach können sie nur noch das ElterngeldPlus oder den Partnerschaftsbonus beziehen.

Das ElterngeldPlus stärkt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und erkennt insbesondere die Pläne derjenigen an, die schon während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Mütter und Väter haben damit die Möglichkeit, länger als bisher Elterngeld in Anspruch zu nehmen. ElterngeldPlus können Eltern doppelt so lange bekommen wie Basiselterngeld: Ein Monat Basiselterngeld entspricht zwei Monaten ElterngeldPlus. Wenn Eltern nach der Geburt nicht arbeiten, ist das ElterngeldPlus halb so hoch wie das Basiselterngeld. Wenn sie nach der Geburt in Teilzeit arbeiten, kann das monatliche ElterngeldPlus genauso hoch sein wie das monatliche Basiselterngeld mit Teilzeit.

Eltern, die sich für ein partnerschaftliches Zeitarrangement entscheiden, erhalten einen Partnerschaftsbonus: Sie bekommen vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate, wenn sie in dieser Zeit gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten. Dies gilt auch für getrennt erziehende Eltern, die als Eltern gemeinsam in Teilzeit gehen. Alleinerziehenden steht der gesamte Partnerschaftsbonus zu.

Ein Bericht des Bundesfamilienministeriums belegt: Das ElterngeldPlus wird von Familien sehr gut angenommen. Mehr als drei Viertel der Beziehenden bewerten das ElterngeldPlus als „gute Sache“. Im ersten Quartal 2019 haben sich 33,1 Prozent – in einigen Regionen sogar bis 42,6 Prozent – der Eltern, die Elterngeld beantragt haben, für ElterngeldPlus entschieden.

Bei Vätern ist der Partnerschaftsbonus besonders beliebt. Er stärkt eine partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuung zwischen den Eltern. In einzelnen Bundesländern entscheiden sich bis zu 40,4 Prozent der Väter, die ElterngeldPlus beantragen, zugleich für den Partnerschaftsbonus, im Bundesdurchschnitt sind es 28,4 Prozent.

Erklärfilm: Das ElterngeldPlus

ElterngeldPlus

Höhe und Anspruchsvoraussetzungen

Die Höhe des Elterngeldes hängt davon ab, wie viel Einkommen der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte und ob nach der Geburt Einkommen wegfällt. Eltern mit höheren Einkommen erhalten 65 Prozent, Eltern mit niedrigeren Einkommen bis zu 100 Prozent des Voreinkommens.

Je nach Einkommen beträgt das Basiselterngeld zwischen 300 Euro und 1800 Euro im Monat und das ElterngeldPlus zwischen 150 Euro und 900 Euro im Monat. Das Mindestelterngeld erhalten alle, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten, etwa auch Studierende, Hausfrauen oder Hausmänner und Eltern, die wegen der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben.

Mehrkindfamilien mit kleinen Kindern profitieren vom sogenannten Geschwisterbonus: Sie erhalten einen Zuschlag von 10 Prozent des sonst zustehenden Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro bei Basiselterngeld (37,50 Euro bei ElterngeldPlus). Bei Mehrlingsgeburten wird ein Mehrlingszuschlag von 300 Euro (150 Euro bei ElterngeldPlus) für jedes weitere neugeborene Kind gezahlt.

Das Elterngeld wird beim Arbeitslosengeld II, bei der Sozialhilfe und beim Kinderzuschlag vollständig als Einkommen angerechnet – dies betrifft auch den Mindestbetrag von 300 Euro. Es gibt aber eine Ausnahme: Alle Elterngeldberechtigten, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und die vor der Geburt ihres Kindes beziehungsweise ihrer Mehrlingskinder erwerbstätig waren, erhalten einen Elterngeldfreibetrag. Dieser Freibetrag liegt je nach Verdienst bei höchstens 300 Euro. Bis zu dieser Höhe steht das Elterngeld damit zusätzlich zur Verfügung.

Digitale Angebote: Der Elterngeldrechner und ElterngeldDigital

Mit dem Elterngeldrechner mit Planer können Mütter und Väter ihren Anspruch auf Elterngeld selbst ermitteln. Er hilft Eltern zu planen, wie sie Elterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus miteinander kombinieren können – zeitlich und finanziell.

Das Portal ElterngeldDigital bietet Eltern die Möglichkeit, das Elterngeld auch mit Unterstützung eines digitalen Assistenten zu beantragen. Dieser führt die Eltern in einzelnen Schritten durch den Antrag, bietet Hilfefunktionen und Videos, die Antworten auf mögliche Fragen geben. Wenn Mütter und Väter zur Planung des Elterngeldbezuges zuvor bereits den Elterngeldrechner mit Planer genutzt haben, können bestimmte Daten bereits in das Antragsformular mitgenommen werden. ElterngeldDigital wird Schritt für Schritt eingeführt. Eltern, die Elterngeld in Berlin und Sachsen beantragen möchten, können den neuen Service schon jetzt nutzen.

ElterngeldDigital wird kontinuierlich erweitert: Aktuell wird nach Eingabe aller Antragsdaten ein PDF-Antrag erzeugt, der ausgedruckt, unterschrieben und eingeschickt werden muss. Parallel werden ausgewählte Bundesländer nach und nach über eine Schnittstelle an den Antragsassistenten angeschlossen, so dass Antragsdaten bald auch elektronisch an die zuständige Elterngeldstelle übermittelt werden können. Das konkrete Ziel ist ein digitaler, papierloser Antrag. Das Elterngeld wird damit in Zukunft eine der ersten bundesweiten Verwaltungsleistungen sein, die vollständig elektronisch beantragt werden kann.

Damit Sie ein optimales Elterngeldergebnis erzielen ist es wichtig, dass Sie alle Ihre Möglichkeiten auch ausschöpfen. Dazu zählt beispielsweise auch eine sinnvolle Verteilung der Bezugsmonate in Form von Basiselterngeld und Elterngeld Plus. In Abhängigkeit von dem, was Sie vor der Geburt Ihres Kindes beruflich getan haben und wie Sie die Betreuung Ihres Kindes ind den ersten beiden Lebensjahren gestalten möchten, bietet das Elterngeldgesetz zahlreiche Möglichkeiten, aber auch Fallstricke.

Der Elterngeldrechner führt Sie in wenigen Schritten zu Ihrem Elterngeldergebnis. Damit Sie möglichst viele der möglichen Optionen für sich nutzen können, lesen Sie sich bitte die im Rechner enthaltenen Texte aufmerksam durch. Auf einigen Dialogen können Sie sich außerdem „Weitere Informationen“ anzeigen lassen.

Beachten Sie bitte: Je genauer Ihrer Angaben zum Einkommen sind, desto genauer kann unser Rechner auch die Höhe Ihres Elterngeldes berechnen. Wir behandeln Ihre Daten vertraulich. Ihre persönlichen Daten wie Telefonnummer, Anschrift oder Email-Adresse fragen wir nicht ab.

Wir finden es schade, dass viele Eltern aus Unwissenheit und Angst vor Rückzahlungen weniger Elterngeld beantragen, als Ihnen wirklich zusteht. Wir bieten daher eine kostenpflichtige Beratung an und erklären darin alle bestehenden Optionen. Auf Wunsch schicken wir den Eltern nach der Beratung auch die ausgefüllten Anträge zu.

Einkommensgrenzen

Beachten Sie bitte, dass Sie keinen Anspruch auf das Elterngeld haben, wenn Sie die Einkommensgrenzen überschreiten. Diese liegen für Alleinerziehende bei 250.000 und für Elternpaare bei 500.000 Euro im Jahr vor der Geburt des Kindes.

Elterngeld und Elternzeit

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Der Höchstbetrag des Elterngeldes liegt bei maximal 1.800 € pro beantragtem Lebensmonat des Kindes.

Nachdem die Elterngeldstelle geprüft hat, ob ein grundsätzlicher Anspruch besteht, kann das Elterngeld zwischen 300 (Mindestbetrag) bis 1.800 Euro pro Bezugsmonat zzgl. eventueller Geschwisterbonus oder Mehrlingszuschlag gewährt werden.

Den Höchstbetrag von 1.800 Euro Elterngeld erhält, wer:

  • im maßgeblichen Bemessungszeitraum vor der Geburt seines Kindes ein durchschnittliches monatliches Elterngeldnetto von 2.770 Euro oder mehr hatte und
  • während seines Elterngeldbezugs kein Erwerbseinkommen dazuverdient bzw. keine Gewinneinkünfte erzielt.
  • Achtung: Zuverdienst meint auch den Firmenwagen, der weiterhin genutzt wird oder die Photovoltaikanlage auf dem Dach, die laufend Gewinn abwirft.

Die Höhe des Elterngeldes ist vom im Bemessungszeitraum erzielten Erwerbseinkommen des antragstellenden Elternteils abhängig. Dabei wird immer das Einkommen desjenigen Elternteils betrachtet, der Elterngeld beantragt.

Das wegfallende Einkommen wird nicht vollständig, sondern nur zu einem gewissen Teil ersetz. Die Ersatzrate liegt bei durchschnittlich 65 Prozent, steigt aber für Eltern mit geringen Einkünften auf bis zu 100 Prozent.

Der Anspruch auf das maximale Elterngeld in Höhe von 1.800 Euro errechnet sich aus einem durchschnittlichen monatlichen Elterngeldnetto im Bemessungszeitraum von 2.770 Euro. Diese 2.770 Euro markieren die sog. „Kappungsgrenze“. Alles, was ein Elternteil darüber hinaus verdient, wird nicht mehr durch das Elterngeld ersetzt. D.h. auch ein wegfallendes monatliches Einkommen von 4.000 Euro würde nicht zu 65 Prozent durch das Elterngeld ersetzt werden, sondern immer nur in Höhe von maximal 1.800 Euro.

Auch beim Höchstbetrag des Elterngeld gilt: Einkommen, das der Antragsteller im Bezugszeitraum dazuverdient, wird auf das Elterngeld angerechnet.

Eltern, welche die Einkommensgrenze im Bemessungszeitraum überschreiten, erhalten seit dem 01.01.2011 kein Elterngeld mehr.

Bitte beachten Sie:

  • Eltern dürfen für ab dem 01.07.2015 geborene Kinder zwischen dem „alten“ Elterngeld (heißt jetzt Basiselterngeld) und dem neuen Elterngeld Plus wählen.
  • Relativ schnell kann ein Zuverdienst während des Elterngeldbezuges gerade bei gutverdienenden angestellten Eltern und Selbstständigen dazu führen, dass nur noch das Mindestelterngeld gewährt wird oder gar Elterngeldbeträge zurückgefordert werden!

Beispiel zum Höchstbetrag beim Elterngeld:

Frau Krone verdiente vor der Geburt ihrer kleinen Tochter gut. Die Elterngeldstelle ermittelt ein durchschnittliches Elterngeldnetto im Bemessungszeitraum in Höhe von 5.000 Euro. Um den guten Draht zu ihrem Chef auch während der Elternzeit nicht zu verlieren, entscheidet sie sich dafür, auch weiterhin mit 20 Stunden pro Woche zu arbeiten. Hierfür erhält sie ein Arbeitsentgelt von 2.500 Euro (Netto).

Frau Krone geht davon aus, dass sie Anspruch auf den Höchstbetrag an Elterngeld haben wird. Immerhin verzichtet sie zu Gunsten der Betreuung ihres Kindes auf die Hälfte ihres bisherigen Einkommens.

Für die Anrechnung des Zuverdienstes im Elterngeldbezug ermittelt die Elterngeldstelle den Differenzbetrag von durchschnittlichem Elterngeldnetto vor der Geburt des Kindes und dem mtl. anzurechnenden Zuverdienst im Elterngeld Bezugszeitraum. Die zuvor bestimmte Ersatzrate (i.d.R. 65 Prozent) wird dann nur noch auf den Differenzbetrag angewendet.

Da Frau Krone die Differenzrechnung beim Zuverdienst im Elterngeldbezug bekannt ist, geht sie davon aus, dass ihr Elterngeld in Höhe von jeweils 1.625 Euro pro Bezugsmonat gewährt wird. (5.000 – 2.500 = 2.500 x 0,65) Dem ist leider nicht so.

Das von der Elterngeldstelle ermittelte Elterngeldnetto des Antragstellers im Bemessungszeitraum wird bei maximal 2.770 Euro gekappt, denn 65 Prozent davon ergeben den Höchstbetrag in Höhe von 1.800 Euro. Der Zuverdienst von 2.500 Euro, den Frau Krone in Teizeit erwirtschaftet, wird entsprechend auch nicht ins Verhältnis zu ihrem tatsächlichen Elterngeldnetto vor der Geburt des Kindes, sondern nur zur Kappungsgrenze von 2.770 Euro gesetzt. Aus der Differenz von 2.770 und 2.500 Euro ergeben sich 270 Euro. Frau Krone hätte damit Anspruch auf 175,50 Euro Elterngeld. Nach den Regelungen des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) werden ihr pro beantragtem Lebensmonat 300 Euro Mindestelterngeld gewährt.

Beispiel zum Höchstbetrag beim Elterngeld mit Mehrlings- und Geschwisterbonus:

Familie Fuchs freut sich über die Geburt der Zwillinge Emilie und Franz am 28.10.2015. Es gibt schon ein älteres Geschwisterkind, Ferdinand, der am 30.12.2015 seinen dritten Geburtstag feiert.

Herr Fuchs verdient als leitender Angestellter gut. Die Elterngeldstelle ermittelt für ihn ein durchschnittliches Elterngeldnetto im Bemessungszeitraum in Höhe von 3.200 Euro. Er entscheidet sich dafür, in den ersten vier Lebensmonaten der Zwillinge vollständig Elternzeit in Anspruch zu nehmen.

Nach der Kappung des Elterngeldnettos von 3.200 auf 2.770 Euro kommt Herr Fuchs auf den Höchstbetrag des Elterngeldes für seine vier gewählten Bezugsmonate.

Für den älteren Zwilling Emilie erhält Herr Fuchs Elterngeld auf Grundlage seines Erwerbseinkommens in Höhe von 1.800 Euro. Für den jüngeren Zwilling Franz erhält er zusätzlich einen Mehrlingszuschlag in Höhe von 300 Euro pro Bezugsmonat. Ferdinand wird im dritten Lebensmonat der Zwillinge drei Jahre alt. Zzgl. zum Elterngeld erhält Herr Fuchs für den 01. bis 03. Lebensmonat der Zwillinge einen Geschwiterbonus in Höhe von jeweils 180 Euro. Der Geschwisterbonus entfällt im 04. Lebensmonat der Zwillinge, da es kein älteres Kind unter drei Jahren mehr im Haushalt gibt.

Herr Fuchs erhält im 01., 02. und 03. Lebensmonat der Zwillinge Elterngeld in Höhe von (1.800 + 300 + 180) 2.280 Euro. Im 04. Lebensmonat reduziert sich sein Elterngeld durch den Wegfall des Geschwisterbonus auf 2.100 Euro.

Elterngeldrechner

Mit unserem Elterngeldrechner können Sie unverbindlich berechnen, wie viel Elterngeld Sie bekommen können. Wenn Sie in Berlin, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen oder Thüringen wohnen, können Sie Ihre Daten danach direkt in das neue ElterngeldDigital übertragen und Ihren Elterngeldantrag online ausfüllen.

Erklärvideo zum Elterngeldrechner

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Wie kann ich den Bezug des Elterngelds planen?

Mit dem Elterngeld-Schnellrechner erhalten Sie mit nur wenigen Angaben einen ungefähren Richtwert zur Höhe Ihres möglichen Elterngeldanspruches.
Mit dem ausführlichen Elterngeld-Rechner mit Planer können Sie genau planen, wann Sie welche Elterngeld-Variante bekommen möchten. So können Sie ausprobieren, wie sich Elterngeld und ElterngeldPlus für Sie am sinnvollsten kombinieren lassen und wie hoch die Beträge voraussichtlich sein werden.

Wie beantrage ich Elterngeld?

Mit ElterngeldDigital können Sie Ihren Elterngeld-Antrag online ausfüllen, wenn Sie in Berlin, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen oder Thüringen wohnen. Ihre Daten können auch nach der Berechnung aus dem Elterngeldrechner in das ElterngeldDigital übernommen werden. Sie müssen also Ihre Angaben nicht doppelt machen.
Die Ausweitung von ElterngeldDigital auf andere Bundesländer ist geplant. In der Zwischenzeit finden Sie hier die Antragsformulare für die weiteren Bundesländer.
Ihren Antrag reichen Sie bei Ihrer Elterngeldstelle ein, wo Sie sich auch beraten lassen können. Welche Elterngeldstelle für Sie zuständig ist, finden Sie unter Beratung vor Ort.

Hinweis

Ihre Eingaben werden ausschließlich für die Dauer der Nutzung des Elterngeldrechners verwendet. Bitte beachten Sie, dass das hier berechnete Ergebnis nur eine Orientierung für Sie sein kann. Das Ergebnis ist daher nicht bindend. Die abschließende Berechnung Ihres Elterngeldes erfolgt durch die zuständige Elterngeldstelle.

Informationen über das Elterngeld

Das Bundesfamilienministerium hat berechnet, dass durch das neue Elterngeld 365.000 Familien finanziell besser dastehen als mit dem bisherigen Erziehungsgeld. Doch leider können Sie sich nicht aussuchen, welche Leistung Sie in Anspruch nehmen wollen. Denn wenn Ihr Baby am 1.1.2007 oder später zur Welt gekommen ist, bekommen Sie Elterngeld. Wurde Ihr Kind am 31.12.2006 oder früher geboren, erhalten Sie Erziehungsgeld.

Wann und wo müssen Sie Elterngeld beantragen?

Stellen Sie den Antrag auf Elterngeld bald nach der Geburt, denn das Elterngeld wird rückwirkend nur für drei Monate gezahlt. Bereits im Antrag müssen Sie angeben, welcher Elternteil für welchen Zeitraum das Elterngeld ausgezahlt erhalten soll. Anträge auf Elterngeld werden von den bisherigen Erziehungsgeldstellen bearbeitet, die jetzt auch für das Elterngeld zuständig sind. Eine nach Bundesländern geordnete Auflistung finden Sie im Internet unter www.lernen-und-foerdern.com.

Wer bekommt überhaupt Elterngeld?

Elterngeld bekommen grundsätzlich alle Eltern, die in Deutschland wohnen (bzw. arbeiten – das Arbeitsverhältnis muss hier während des Bezuges von Elterngeld weiter bestehen), ihr Kind selbst betreuen und nicht mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten. Ob Sie anspruchsberechtigt sind, können Sie über die Anspruchsprüfung unter www.elterngeld.net/elterngeld-anspruch.html herausfinden.
Das Elterngeld ist nicht an ein bestehendes Arbeitsverhältnis gebunden oder abhängig von irgendwelchen Einkommensgrenzen. Beansprucht eine Ehefrau Elterngeld, muss z. B. der Verdienst ihres Ehemannes nicht nachgewiesen werden. Elterngeld steht Erwerbstätigen, Beamten, Selbstständigen, erwerbslosen Elternteilen (Hausfrau/-mann, Empfänger von Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe), Studierenden und Auszubildenden zu.
Elterngeld gibt es auch für adoptierte Kinder. Auch ist es unerheblich, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht. Ein Vater, der nicht mit der Kindsmutter verheiratet ist, hat also Anspruch auf Elterngeld.
Da das Elterngeld den Lohnausfall während der Zeit der Kinderbetreuung ersetzen soll, erhalten Mütter erst dann Elterngeld, wenn kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld (mehr) besteht. Standen Sie während der Schwangerschaft in einem Arbeitsverhältnis, erhalten Sie in den ersten acht Wochen nach der Geburt Mutterschaftsgeld. Dieses wird auf das Elterngeld angerechnet. Das heißt: So lange Sie diese Lohnersatzleistung Ihres Arbeitgebers erhalten, können Sie kein Elterngeld beanspruchen. Selbstständige, Studenten (ohne Nebenjob), Hausfrauen oder Arbeitslose erhalten hingegen das Elterngeld ab Geburt, da sie kein Mutterschaftsgeld bekommen.

Wie lange wird Ihnen das Elterngeld gezahlt?

Elterngeld gibt es ab der Geburt Ihres Kindes für 12 oder 14 Monate (inklusive der acht Wochen Lohnfortzahlung während der Mutterschutzfrist). 12 Monate Elterngeld sind die Regel, wenn sich nur die Mutter (oder der Vater) um die Betreuung des Kindes kümmert. Die zusätzlichen zwei Monate gibt es nur dann, wenn auch der andere Elternteil (meist der Vater) pausiert oder seine Arbeitszeit reduziert. Ausnahme: Alleinerziehende erhalten auch ohne die beiden „Partnermonate“ 14 Monate lang Elterngeld, wenn das alleinige Sorgerecht oder das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind bei ihnen liegt, sie nicht mit einem Lebensgefährten zusammenleben und sie im Jahr vor der Geburt erwerbstätig waren. Waren sie jedoch arbeitslos oder ging der Job kurz vor der Geburt verloren, gibt es nur für 12 Monate Elterngeld.

Wichtig

Auch wenn das Elterngeld in der Regel nur für 12 oder 14 Monate gezahlt wird, steht Ihnen weiterhin die Elternzeit von drei Jahren zu!

Das Elterngeld kann auch „gestreckt“ werden. Es ist möglich, doppelt so lange Elterngeld zu beziehen, dann jedoch nur den halben Monatsbetrag. An der Gesamtsumme ändert sich somit also nichts. Wollen Sie zwei Jahre der Elternzeit in Anspruch nehmen und bei Ihrem Kind zu Hause bleiben, können Sie z. B. 24 Monate lang das halbe Elterngeld beziehen.

Paare dürfen die 14 Monate Elternzeit nach Belieben untereinander aufteilen. Für jeden Monat gibt es einen Monatsbetrag, insgesamt also maximal 14. Daraus ergeben sich die folgenden möglichen Varianten:

  • Ein Elternteil bezieht die vollen 12 Monatsbeträge, dann übernimmt der andere die zwei Partnermonate.
  • Beide Eltern können zusammen zu Hause bleiben und sich das Elterngeld gleichzeitig auszahlen lassen. Dann sind die verfügbaren 14 Monatsbeträge jedoch schon früher aufgebraucht. Wenn z. B. beide Eltern in den ersten sieben Monaten gleichzeitig Elterngeld beziehen, gibt es für jeden Elternteil die Hälfte: Der Vater bekommt sieben Monate lang 67 Prozent seines Einkommens, die Mutter erhält ebenfalls sieben Monate lang 67 Prozent des ihren.
  • Ein Elternteil kann für 24 Monate das halbe Elterngeld beziehen, und auch die zwei Partnermonate können auf diese Weise „gestreckt“ werden, sodass ein Paar auf maximal 28 halbe Monatsbeträge kommen kann.

Gut zu wissen:

Wenn Sie als Mutter oder Vater Elterngeld beantragen, weil Sie Ihr Kind betreuen, genießen Sie Kündigungsschutz! Die Elternzeit muss beim Arbeitgeber sieben Wochen vor Antritt beantragt werden. Kündigungsschutz besteht rückwirkend bereits acht Wochen vor Beginn (wichtig für Väter, da Mütter zur Geburt ja ohnehin Mutterschutz genießen) und weiterhin während des Bezuges von Elterngeld bzw. der Inanspruchnahme der Elternzeit.

Wie viel Elterngeld steht Ihnen zu?

Dem betreuenden Elternteil werden 67 Prozent des entfallenden Nettolohnes ersetzt, mindestens 300 € und höchstens 1.800 € monatlich. Den Maximalbetrag von 1.800 € erhalten Mütter oder Väter, die netto 2.700 € oder mehr verdient haben und ihren Job für die Betreuung ihres Kindes zeitweise aufgeben. Zur Berechnung des Elterngeldes wird das durchschnittliche Nettogehalt der vergangenen 12 Kalendermonate vor Geburt des Kindes herangezogen. Pausiert die Mutter, ist ihr ehemaliges Nettogehalt ausschlaggebend, macht der Vater „Babypause“, wird sein Nettogehalt zur Berechnung herangezogen.

Beispiel: Sie haben bis zum Einsetzen des Mutterschutzes monatlich 1.800 € netto verdient und pausieren nach der Geburt Ihres Kindes. Dann bekommen Sie 1.206 € Elterngeld (= 67 Prozent von 1.800 €).Wie viel Elterngeld in Ihrem Fall gezahlt wird, können Sie unter www.bmfsfj.de/Elterngeldrechner/ berechnen.

Bei Selbstständigen wird der wegen Betreuung des Kindes wegfallende Gewinn nach Abzug der darauf entfallenden Steuern zu 67 Prozent ersetzt. Der Gewinn wird nach steuerrechtlichen Grundsätzen ermittelt.

Mütter oder Väter, die nicht erwerbstätig sind (z. B. Arbeitslose, Hausfrauen, Studierende), erhaltenen 12 Monate den Sockelbetrag von 300 € monatlich.

Gekürztes Elterngeld bei Teilzeitarbeit

Eltern dürfen während des Bezuges von Elterngeld bis zu 30 Stunden wöchentlich arbeiten. In diesem Fall werden ihnen 67 Prozent des Lohnausfalls ersetzt.

Beispiel: Vor der Elternzeit haben Sie 1.800 € netto pro Monat verdient. Nach der Geburt Ihres Kindes reduzieren Sie Ihre Arbeitszeit und verdienen nur noch 900 €. Ihren Lohnausfall kompensieren 603 € Elterngeld (67 Prozent von den 900 €, die Sie nun weniger verdienen). Insgesamt erhalten Sie monatlich 900 € Lohn plus 603 € Elterngeld, also 1.503 €.

Minijobber und Geringverdiener bekommen zusätzlich zum Elterngeld einen „Geringverdienerbonus“

Wenn Eltern vor der Geburt ihres Kindes weniger als 1.000 € netto monatlich verdient haben, bessert ein „Geringverdienerbonus“ das Elterngeld auf. Dann werden mehr als 67 Prozent des ausgefallenen Lohns ersetzt.

Die Berechnungsformel lautet:

67 + (1.000 – Netto-Einkommen): 20 = Prozentsatz für die Elterngeld-Berechnung.

Das heißt, pro 20 €, die das Netto-Einkommen vor der Geburt unter 1.000 € lag, steigt das Elterngeld um einen zusätzlichen Prozentpunkt an.

  • Beispiel 1: Sie arbeiten in Teilzeit und erhalten netto monatlich 700 €. Wenn Sie nach der Geburt Ihres Kindes pausieren, bekommen Sie Elterngeld in Höhe von 82 Prozent Ihres bisherigen Lohnes (Berechnung: 67 + (1.000 – 700) : 20 = 82 Prozent). Das sind 574 € monatlich.
  • Beispiel 2: Sie arbeiten vor der Geburt Ihres Kindes in einem Minijob (= 400-Euro-Job). Wenn Sie nach der Entbindung pausieren, bekommen Sie Elterngeld in Höhe von 97 Prozent Ihres bisherigen Lohnes (Berechnung: 67 + (1.000 – 400) : 20 = 97 Prozent). Somit wird Ihnen fast Ihr ganzes entfallendes Nettoeinkommen ersetzt, denn Sie erhalten monatlich 388 € Elterngeld.

Wichtig

Falls Sie Ihren Minijob nach der Geburt weiter ausüben, bekommen Sie zusätzlich 300 € Elterngeld!

Ist das erste Kind bei der Geburt des zweiten noch keine drei Jahre alt, gibt es einen „Geschwisterbonus“ beim Elterngeld

Der so genannte „Geschwisterbonus“ in Form eines erhöhten Elterngeldes wird gezahlt, wenn das zweite Kind auf die Welt kommt, bevor das erste drei Jahre (= 36 Monate) alt ist. Bei zwei Kindern fällt der Geschwisterbonus für das zweite Kind weg, sobald das ältere Kind seinen dritten Geburtstag feiert. Das heißt, ab dem auf den Geburtstag folgenden Lebensmonat gibt es nur noch das reguläre Elterngeld für das zweite Kind. Der Geschwisterbonus wird auch gezahlt, wenn Eltern außer dem Baby noch zwei weitere Kinder unter sechs Jahren haben.

Beispiel: Ist Ihr erstes Kind 30 Monate alt, wenn das zweite geboren wird, bekommen Sie für das zweite Kind sechs Monate lang den Geschwisterbonus. Wenn Sie den vollen Geschwisterbonus für 12 Monate ausschöpfen wollen, muss das zweite Kind zur Welt kommen, bevor das ältere Kind 24 Monate alt ist.

Der Geschwisterbonus beträgt 10 Prozent des dem Elternteil regulär zustehenden Elterngeldes, mindestens jedoch 75 €. Bei der Ermittlung des Einkommens, aus dem das Elterngeld für das zweite Kind berechnet wird, werden Monate, in denen für ein älteres Kind Elterngeld bezogen und deshalb nicht oder weniger verdient worden ist, nicht mitgezählt.

  • Beispiel 1: Ihr erstes Kind wurde am 10.04.2005 geboren, Ihr zweites kommt am 10.06.2007 zur Welt. Da Sie ab Geburt des ersten Kindes in Elternzeit sind und kein eigenes Einkommen haben, bekommen Sie für das zweite Kind den Sockelbetrag von 300 €. Zusätzlich erhalten Sie 10 Monate lang den Geschwisterbonus in Höhe von 75 €.
  • Beispiel 2: Ihr erstes Kind wurde am 19.01.2007 geboren, Ihr zweites kommt am 11.01.2008 zur Welt. Vor der Geburt des ersten Kindes waren Sie erwerbstätig und verdienten 1.500 € netto, nach der Geburt arbeiten Sie jedoch nicht mehr. Sie bekommen für das erste Kind Elterngeld in Höhe von 1.005 €. Ihr zweites Kind kommt innerhalb von 12 Monaten nach Geburt des ersten auf die Welt, sodass Sie noch Elterngeld beziehen. Daher müssen der Berechnung für das Elterngeld 2008 die Monate vor der Geburt des ersten Kindes zugrunde gelegt werden. Deswegen steht Ihnen für das zweite Kind Elterngeld in Höhe von 1.005 € zu plus 10 Prozent Geschwisterbonus, sodass Sie Elterngeld in Höhe von 1.105,50 € bekommen – und das volle 12 Monate lang.

Mehr Elterngeld auch für Zwillinge

Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld um je 300 € für das zweite und jedes weitere Kind. Bei einer Zwillingsgeburt bedeutet das, dass zusätzlich zum Elterngeld in Höhe von mindestens 67 Prozent des wegfallenden Erwerbseinkommens oder zum Mindestbetrag von 300 € weitere 300 € für das zweite Kind gezahlt werden. Für Drillinge gäbe es entsprechend zusätzliche 600 € Elterngeld pro Monat.

Weitere Informationen rund um das Elterngeld gibt es z. B. unter www.elterngeld.net oder www.bmfsfj.de/Politikbereiche/Familie/leistungen-und-foerderung.html.

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