Elternbeirat aufgaben kita

Elternbeirat

Durch die Wahl eines Elternbeirates (Art. 14, BayKiBiG), den Vertretern der Eltern, soll die Zusammenarbeit von Eltern, pädagogischem Personal und Träger gefördert werden. Der Elternbeirat wird von der Einrichtungsleitung und dem Träger bei wichtigen Entscheidungen informiert und angehört. Darüber hinaus nimmt der Elternbeirat eine beratende Funktion ein, zum Beispiel bei Fragen der Jahresplanung oder der Gestaltung von Informationsveranstaltungen.
Der Elternbeirat versteht sich als Bindeglied zwischen der Elternschaft und der Einrichtung bzw. dem Träger und tauscht sich in regelmäßigen Sitzungen gemeinsam mit der Leitung und ggf. auch einem Trägervertreter aus. Elternbeiräte können Interessen der Eltern gezielt einbringen und unterstützend für Kinder und Familien der Kindertageseinrichtung tätig werden.

Für Interessierte

Bitte überlegen Sie sich, ob Sie Zeit aufbringen und motiviert sind, um sich im Elternbeirat der Kita zu engagieren. In der Regel wird zu Beginn des aktuellen Betreuungsjahres ein neuer Elternbeirat gewählt.

  • BayKiBiG Artikel 14 Elternbeirat<http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayKiBiG-14>

Gesamtelternbeirat der Nürnberger Kitas

Darüber hinaus existiert in Nürnberg ein Gesamt-Eltern-Beirat Kindertagesstätten (GEB Kita), mit dem Ziel, die Interessen von Eltern, Kindern und Familien in Kindertageseinrichtungen zu vertreten.

  • Gesamt-Eltern-Beirat Kindertagesstätten (GEB Kita)<http://www.gebnuernberg.de/>

Zwei Wochen noch, dann nehmen Schulen und Kindergärten ihren Betrieb wieder auf – und dann droht bald ein Termin, der jetzt schon für Diskussionen unter Eltern sorgt: die Elternbeiratswahl – dicke Luft, niedrige Stühle und stundenlange Diskussionen darüber, ob denn der Kuchen fürs Kindergartenfest mit Agavendicksaft oder mit Ahornsirup gesüßt werden muss. Dass engagierte Eltern aber noch weitaus größeren Ärger bekommen können, das musste jetzt ein Vater aus dem südlichen Landkreis erfahren. Er fand sich nämlich plötzlich vor dem Amtsgericht wieder – als Kläger.

Der Grund: Der Kindergarten seines Sohnes Quirin hatte den Betreuungsvertrag für den Bub gekündigt und Quirin sozusagen auf die Straße gesetzt, weil der Vater es nach Ansicht der Einrichtung mit seinem Engagement für die lieben Kleinen übertrieben hatte.

Die Eltern hatten im Frühjahr 2017 einen Betreuungsvertrag mit dem Träger des Kindergartens geschlossen, mit einem Unternehmen, das mehrere solche Betreuungsstätten betreibt. Im Oktober wurde der Vater zum Vorsitzenden des Elternbeirats gewählt und machte sich sogleich an die Arbeit. Verschiedene Probleme hatte er ausgemacht: So fand er die Abrechnung der Kindergarten-Kasse problematisch, und über die Öffnungszeiten sollte auch geredet werden. Deshalb traf sich der Elternbeirat mit der Leitung und der Geschäftsführung des Kindergartens zu einem Gespräch, jedoch ohne Ergebnis. Daraufhin wandte sich der Elternbeirat an das Landratsamt, die zuständige Aufsichtsbehörde. Auch der Landeselternbeirat wurde eingeschaltet.

Schließlich schrieb und verschickte der Vorsitzende einen Brief an alle Eltern. In dem Schreiben benannte er alle Kritikpunkte und rief dazu auf, bei künftigen Problemen neben der Geschäftsführung der Träger-Firma auch die Gemeindeverwaltung zu informieren, damit, heißt es in dem Brief, „seitens der Gemeinde und des Landratsamtes auf die Geschäftsführung eingewirkt wird, mit den Eltern und dem EIternbeirat im Sinne einer vertrauensvollen Erziehungspartnerschaft zusammen zu arbeiten oder sich die Gemeinde einen anderen Träger sucht“.

Bis zur Entscheidung in der Hauptsache ist die Kündigung unwirksam

Im Juli 2018 kündigte der Kindergarten den Betreuungsvertrag – das Vertrauensverhältnis sei so zerrüttet, dass eine weitere Betreuung Quirins nicht zumutbar sei. Nun wurde es brenzlig für die Eltern, denn ohne einen Kindergartenplatz hätte die Mutter ihren Halbtags-Job aufgeben müssen. Deshalb beantragten sie beim Amtsgericht eine Eilentscheidung, die sie auch bekamen – bis in der Hauptsache entschieden wird, ist die Kündigung unwirksam, beschloss der Amtsrichter.

Der Kindergarten nämlich, so die Begründung der Entscheidung, habe nicht ausreichend Beweise für seine Behauptung dargelegt, der Vater habe „eigenmächtig gegen die Antragsgegnerin agitiert und zur Verwirklichung eigener Interessen lediglich sein Amt als Elternbeiratsvorsitzender ausgenutzt“. Zwar sei es glaubhaft, dass sich ein Teil der Elternschaft über das Vorgehen des Beirats beschwert habe, während ein anderer Teil seine Kritik an der Kindergartenleitung beim Elternbeirat anbringe.

Es sei aber „geradezu die Aufgabe des Elternbeirats als Mittler zwischen Elternschaft und Träger, Kritik, welche Eltern in dieser Form oder Schärfe aus Sorge um den Verlust des Betreuungsplatzes oder Auswirkungen auf die Betreuung des Kindes nicht direkt gegenüber der Antragsgegnerin vorbringen möchten, zu sammeln und als Mittler diese Kritik sodann weiterzugeben“.

Mit dem Brief und dem Aufruf an die Eltern „wahrt der Elternbeirat daher nur seine ihm vom Gesetzgeber auferlegte Funktion“. Somit liege kein ausreichender Grund für die Kündigung des Betreuungsvertrags vor; Der Kindergarten ist zumindest einstweilig verpflichtet, Quirin bis zur Entscheidung in der Hauptsache weiter zu betreuen. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig. (AZ: 243 C 14364/18)

Elternbeirat im Kindergarten: Kita ist auch Elternsache

Den Kita-Alltag mitprägen: Das erfordert Einsatz, doch dieser Einsatz lohnt sich. Denn Kinder haben optimale Entwicklungschancen, wenn sich Eltern und Erzieher miteinander abstimmen.

Wie kommt mein Kind in der Kita zurecht, was könnte besser laufen – und wie kann man als Mama oder Papa dazu beitragen? Wir Eltern haben in Kindertagsstätten viele Mitwirkungsmöglichkeiten, meist deutlich mehr als später an der Schule. Doch diese Chance wird längst nicht von allen genutzt. Oft deshalb, weil uns die Zeit fehlt. Manchmal bloß, weil man zufrieden ist, solange keine echten Probleme auftauchen.
Zugegeben, auch mein Engagement in der Kita meiner Kinder hielt sich in Grenzen. Doch inzwischen muss ich sagen: Wir Eltern tun unseren Kindern einen Gefallen, wenn wir unsere Rechte wahrnehmen und uns aktiv in den Kita-Alltag einbringen. Jeder natürlich nur in dem Maße, wie es machbar ist.
Und keine Angst: Indem wir eigene Wünsche und Vorstellungen äußern, zweifeln wir nicht die Kompetenz der Erzieher an. Indem wir ihnen von privaten Schwierigkeiten berichten, machen wir uns nicht angreifbar. Im Gegenteil, wir helfen den Erziehern, besser auf die Bedürfnisse unserer Kinder einzugehen. Nur so ist es möglich, die individuellen Erziehungsziele miteinander abzustimmen, jedes Kind und jede Familie ist schließlich anders.

Eltern haben was zu sagen

Je enger und vertrauensvoller Eltern und Erzieher zusammenarbeiten, desto stimmiger verläuft der Alltag des einzelnen Kindes. Das Ziel ist eine Erziehungspartnerschaft, „bei der sich Familie und Kindertageseinrichtung füreinander öffnen, ihre Erziehungsvorstellungen austauschen und zum Wohl der ihnen anvertrauten Kinder kooperieren. Sie erkennen die Bedeutung der jeweils anderen Lebenswelt für das Kind an und teilen ihre gemeinsame Verantwortung für die Erziehung des Kindes.“
Was der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan vorsieht, klingt selbstverständlich. Es bedeutet aber, dass Eltern und Erzieher miteinander sprechen, diskutieren und manchmal abweichende Meinungen ertragen müssen. Für beide Seiten kann das anstrengend und manchmal auch frustrierend sein. Wichtig sind deshalb eine respektvolle Grundhaltung, ein freundlicher Ton – und letztlich auch Verständnis dafür, dass nicht jeder Wunsch umsetzbar ist.
Im Kindergarten meiner Tochter etwa hatte sich eine Mutter für die Umstellung des Speiseplans auf Biokost eingesetzt. Das wäre teuer gewesen, nicht alle Eltern zogen mit. Anstatt sich zu zerstreiten, einigte man sich: Milch und Brot wurden künftig in Bioqualität gekauft. Damit konnten alle leben. Und die Kinder lernten nebenbei, dass es bei Auseinandersetzungen keinen beleidigten Verlierer geben muss.

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So führen Sie Ihr Kind ans Essen in der Kita heran

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Eigene Stärken einbringen

Erziehung ist wichtig, Betreuung ist Pflicht – vielseitige Bildungsangebote aber sind heute die Kür in der Kita. Auch hierzu können wir Mütter und Väter beitragen. Der Bayerische Bildungsplan formuliert es zutreffend so: „Wenn Eltern eingeladen werden, ihr Wissen, ihre Kompetenzen oder ihre Interessen in die Kindertageseinrichtung einzubringen, erweitert sich das Bildungsangebot. Wenn Eltern mit Kindern diskutieren, in Kleingruppen oder inzelgesprächen, bringen sie andere Sichtweisen und Bildungsperspektiven ein.“

Mein Sohn durfte mit seiner Kita-Gruppe einmal den Hamburger Gemüsegroßmarkt besuchen. Organisiert wurde der Ausflug von einer Mutter, die ein Restaurant leitet. Die schiere Größe und der Trubel beeindruckten die Supermarkt-erprobten Jungs und Mädels nachhaltig. Eine andere Mama ermöglichte der ganzen Gruppe einen Besuch hinter den Kulissen des Theaters, für das sie jobbt. Und einen kompetenten Vater gab es auch: Er brachte den Kindern das Laubsägen bei.

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Sprachrohr Elternbeirat

Eltern können auch ganz offiziell über die Situation in der Gruppe und der ganzen Kita mitbestimmen: Indem sie sich zum Elternvertreter wählen lassen. Die Konkurrenz ist meist überschaubar, man braucht auf dem Elternabend eigentlich nur den Finger zu heben, anstatt auf den Tisch zu starren und zu hoffen, dass der Kelch vorüberzieht. Elternvertreter erfahren vieles, was uns anderen Eltern verborgen bleibt. Das ist oft anstrengend, aber immer interessant.

Also ran ans Ehrenamt Elternvertreter! Anstatt aus Angst vor den Aufgaben schon vorher einzuknicken, sollte man es einmal versuchen. Neben den seltenen Treffen des Elternbeirats leiten Elternvertreter vor allem Mails der Leitung weiter, kümmern sich zu wichtigen Anlässen um Geschenke für die Erzieher und helfen bei der Organisation von Ausflügen und Festen. Da es immer mindestens zwei Elternvertreter gibt, lässt sich die Arbeit aufteilen. Der Vorteil des Ehrenamts für einen selbst: Man schaut hinter die Kulissen – und hat echte Gestaltungsmöglichkeiten.
Egal, ob im Tür-und-Angel-Gespräch, bei einzelnen Aktionen oder im Amt des Elternvertreters – Einmischung in den Kita-Alltag ist erlaubt, erwünscht und wirklich wichtig. Nutzen wir die Chance!

  • Das Ziel der Elternvertretung: Den Anspruch der Kinder auf Bildung und Erziehung bestmöglich verwirklichen!
  • Die Rechte der Elternvertreter: Bildung ist Ländersache, und das betrifft nicht nur Schulen, sondern auch Kitas. Die Kita-Gesetze der Bundesländer regeln, wie die Elternvertreter gewählt werden und welche Rechte sie haben. Von Bundesland zu Bundesland ist das unterschiedlich, selbst die Bezeichnungen für die Elternvertretung reichen von „Elternrat“ über „Elternausschuss“ bis hin zu „Kindergartenbeirat“.

Dies ist in jedem Bundesland gleich:

  1. Die Elternvertreter werden von den Eltern gewählt.
  2. Sie sind Ansprechpartner für alle Eltern der Einrichtung, umgekehrt auch der Kita-Leitung sowie der Träger der Einrichtung.
  3. Die Elternvertretung hat ein Informations-, Anhörungs- und Beratungsrecht. Das heißt: Kita-Leitung und Träger müssen den Elternrat über alles Wichtige auf dem Laufenden halten und seine Meinung anhören. Der Elternbeirat hat jedoch keine Entscheidungsbefugnisse.
  4. Der Elternbeirat hält mindestens zweimal im Jahr Versammlungen ab. Dabei geht’s um die räumliche Ausstattung der Kita und neue Einrichtungs- und Spielgeräte; finanzielle und organisatorische Dinge (Öffnungszeiten, Gruppengrößen, Betreuungsangebote …); die Einführung neuer pädagogischer Konzepte und pädagogische Zusatzangebote wie Tanzkurs, Sprachkurs, Schwimmkurs.

(von Almut Wenge / erschienen in der familie&co 02/2016)

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Wohin mit dem Kind, wenn die Kita streikt?

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Abschied in der Kita – Ideen und Dankesworte für die Verabschiedung einer Erzieherin

Es gibt die verschiedensten Situationen für einen Abschied aus der Kita. Erzieherinnen haben die Altersgrenze erreicht und gehen in den wohlverdienten Ruhestand oder sie nutzen die Möglichkeit der Altersteilzeit. Junge Erzieherinnen freuen sich auf eigenen Nachwuchs und verlassen den Kindergarten für einen längeren Zeitraum ihrer Mutterschutzfrist und Elternzeit. Es kommt auch vor, dass Erzieherinnen umziehen, sich beruflich verändern wollen oder einfach nur die Kita wechseln. Verabschiedet sich eine Erzieherin aus der Einrichtung, sollte das möglichst für alle Beteiligten deutlich gemacht werden. Zum einen ist der Abschied von den und für die Bezugskinder enorm wichtig, da dieser Abschied auch für die Kinder einen gewissen Übergang bedeutet. Sie bleiben zurück und müssen sich an neue Ansprechpartner gewöhnen. Im Prinzip ist es also nicht nur für die sich verabschiedende Erzieherin ein Neuanfang, sondern auch für die Kinder, Eltern und Kolleginnen im Team.

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Abschied nehmen von den Kindern – Die Verabschiedung in der Gruppe

Damit Kinder sich auf eine neue Situation einlassen können, muss die alte entsprechend abgeschlossen sein. Es ist eine gute Möglichkeit, mit den Kindern Abschied zu feiern, indem du dich mit allen zusammensetzt und vielleicht auch berichtest, warum du die Kita verlässt. positive Situation oder eine freiwillige Entscheidung der Erzieherin. Daher kannst du den Kindern davon erzählen, wenn du dich aufgrund einer Schwangerschaft verabschiedest oder weil du umziehst.

Abschiedsbrief der Erzieherin an ein Kind

Als Bezugserzieherin hast du dich mit verschiedenen Kindern besonders stark befasst und warst vermutlich auch verantwortlich für deren Portfolio. Wenn du nun die Kita verlässt sollte deine Arbeit im Portfolio abgeschlossen werden. Der Weggang einer Erzieherin ist besonders für ihre Bezugskinder oftmals ein einschneidendes Erlebnis. Je nachdem, wie lange das Kind schon dein Bezugskind war, hat sich eine enge Bindung ergeben, die nun nicht abrupt gelöst werden sollte. Mit einem Abschiedsbrief an das Kind, gehst du als Erzieherin noch einmal auf das ein, was du an dem Kind besonders geschätzt hast und welche Lernerfolge du mit dem Kind feiern konntest. Schön ist es auch, im Brief der Erzieherin an das Kind zu erwähnen, was du ihm für die Zukunft mit auf den Weg geben möchtest.

Aushang zum Abschied einer Erzieherin

Sobald du sicher bist, dass du dich von der Kita verabschieden wirst, solltest du einen Aushang machen, in dem der Abschied angekündigt wird. Bestenfalls ist auf diesem Aushang auch schon der Termin für deinen Abschied zu lesen. Rechne damit, dass viele Eltern dich ansprechen werden. Vielleicht auch gerade diejenigen, mit denen du nicht gerechnet hast. Oft sind es die Ruhigen und Zurückhaltenden für die ein solcher Abschied besonders schwer ist. Du hast aber deine Pflicht getan und die Eltern rechtzeitig darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Erzieherin ihres Kindes/ihrer Kinder den Kindergarten verlässt.

Danksagung an die Eltern im Kindergarten in einem Elternbrief

Wer sich verabschiedet, hat immer auch die Gelegenheit sich zu bedanken. So liegt es in deiner Hand einen Elternbrief zu verfassen, in dem du dich für deren Vertrauen bedankst und ein-zwei Projekte hervorhebst, die dir in der Arbeit mit den Eltern besondere Freude gemacht haben. Ein Elternbrief zum Abschied der Erzieherin aus der Kita ist ein wichtiger Bestandteil guter pädagogischer Arbeit. Wenn darin dann auch die Danksagung der Erzieherin an die Eltern zu finden ist, ist das gleichzeitig ein Beleg dafür, dass die Zusammenarbeit auf vertrauensvoller Ebene stattfand.

Zu Bedenken gilt: Es macht natürlich einen Unterschied, ob sich die Erzieherin von Eltern aus dem Kindergarten für immer verabschiedet oder ob dein Abschied nur befristet sein wird, wie etwa bei einer Schwangerschaft. Gehst du in Mutterschutz haben die Eltern die Gewissheit, dass du irgendwann wieder da sein wirst. Selbst wenn sie also eine ganze Weile auf dich verzichten müssen, fühlt es sich nicht endgültig an. Gerade für Eltern, die mehrere Kinder im Kindergarten haben, bedeutet es, dass sie ein Wiedersehen mit dir erleben können. Daher solltest du in einem Abschiedsbrief an die Eltern die Schwangerschaft zwar erwähnen, doch besser nie einen festen Zeitpunkt für deine Rückkehr angeben.

Abschied von den Kolleginnen im Kindergarten

Je länger und vertrauensvoller deine Zusammenarbeit mit Kolleginnen im Kindergarten oder speziell in deiner Gruppe war, umso schwerer fällt euch der Abschied. Kolleginnen, die viele Jahre miteinander gearbeitet haben, kennen sich so gut, dass sie ihre pädagogische Arbeit ohne viele Absprachen aufeinander abstimmen konnten. Es liegt demnach schon eine Last auf den Schultern, wenn du dich nun von den vertrauten Personen deines Arbeitsumfeldes verabschiedest. Es ist immer eine schöne Geste, auch den Kolleginnen ein paar nette Zeilen zu schreiben. Diesen Abschiedsbrief der Erzieherkollegin nimmt sicher jede Erzieherin gern zur Hand.

Ein Abschiedsfest und ein paar Dankesworte, Sprüche und Gedichte

Viel öfter, als dass du selbst diejenige bist, die sich verabschiedet, ist jedoch die Möglichkeit gegeben, eine Kollegin verabschieden zu müssen. Je nachdem, wie gut du deine Kollegin kennst, ist es manchmal gar nicht so einfach, den Abschied passend zu gestalten. Eine Überlegung wäre, die Abschied nehmende Kollegin zu fragen, wie sie sich ihren Abschied vorstellt. Damit kannst du dann am besten umgehen, denn du weißt genau, wie sich die Kollegin in der Kita verabschieden will.

Trotzdem bleibt dem Team ein Spektrum an Möglichkeiten, die Verabschiedung individuell zu gestalten.

  • Schreibt gemeinsam ein Abschiedslied für die Kollegin
  • Verfasst ein lustiges Gedicht
  • Gestaltet eine Urkunde zum Abschied der Erzieherin mit Kindern oder mit den Kollegen

Ganz gleich wofür ihr euch entscheidet, eines solltet ihr unbedingt beachten: Der Abschied einer Erzieherin aus dem Kindergarten ist immer ein emotionales Erlebnis. Für die die bleiben, aber auch für die die geht. Und deshalb dürfen Tränen fließen, es darf gelacht werden, es sollte nur immer authentisch sein. Bleibt ihr selbst, verbiegt euch nicht und achtet auf die Wünsche der Betroffenen. Gestaltet das Abschiedsfest so, wie es sich die Erzieherin wünscht, die sich verabschiedet und genießt die letzten Stunden als Kolleginnen.

Noch ein paar Tipps für den Abschied einer Erzieherin aus dem Kindergarten

  • Schön ist, wenn sich auch der Träger verabschiedet und zu einem geplanten Abschiedsfest erscheint
  • Oftmals wollen Eltern zum Abschied ein Geschenk machen. Achtet darauf, dass es nicht „aus dem Ruder läuft“, weil das oftmals beim Beschenkten ein ungutes Gefühl auslöst und zudem auch rechtlich schwierig werden kann.
  • Lasst den Kindern genügend Raum, sich von ihrer Erzieherin zu verabschieden. Trotz aller Emotionen der Erwachsenen, stehen die Kinder im Vordergrund, die meist noch nicht viele Abschiede erlebt haben.
  • Plant eine Verabschiedung so, dass sie für alle Beteiligten ein gutes und positives Erlebnis darstellt, auf das sie gern zurückblicken.

Ein paar Impulse für Gedichte:

Ein Stückchen Weg

Sind wir gemeinsam gegangen.

Nun werden wir alle neu anfangen.

Die Zeit mit dir war wunderschön.

Wir hoffen auf ein Wiedersehn.

Erzieherin ist man nicht nur auf dem Papier.

Erzieherin ist man mit Herz und Seele,

ein ganzes Leben lang.

So wie du!

Es sind die kleinen Momente,

an die wir uns gern erinnern.

Deine uneingeschränkte Hilfsbereitschaft,

deine Kreativität.

Vor allem aber deine Zuverlässigkeit.

Wir werden dich vermissen.

Wohin du auch gehst, es sei dir gesagt,

Wir vergessen dich nie,

Und wenn einer uns fragt,

warum wir so gern uns an dich erinnern.

Dann antworten wir so kräftig wie immer:

So eine wie (Name einfügen), die finden wir nimmer!

Padagogische Aufgaben

Die pädagogischen Aufgaben umfassen folgende Bereiche:

Persönlichkeitsentwicklung

Sie wird auf den Gebieten der Sprachförderung, Wortschatzerweiterung, der Feinmotorik, der Grobmotorik, der musischen Erziehung, des Bewegungs- und Ausdrucksvermögen und der bildnerischen Gestaltung gefördert. Auf der emotionalen Ebene ist die Auseinandersetzung mit religiösen und weltanschaulichen Fragen, mit abstrakten Denkweise und der Umgang mit negativen und positiven Empfindungen angesiedelt.

Die soziale Integration

Sie wird in Verbindung mit den Übungen im täglichen Zusammenleben und der Ausbildung und Verfeinerung der Sinnesfunktionen entwickelt. Gemeinsames Einnehmen von Mahlzeiten, gemeinsames Spielen, Entwicklung von Freundschaften, Empfindungen von Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit.

Lernmethodische Kompetenzen

Prinzipien der Freiarbeit, Veranschaulichung abstrakter Rechenvorgänge, Ordnungsprinzipien, Sinnesschulung und Förderung der Wahrnehmungsfähigkeit, Ausbildung der Schreibfertigkeit, Entfaltung des mathematischen Sinnes und der sachkundlichen Betrachtung (Naturkunde, Geografie, Lebensformen, Stellung von Mensch, Tier und Pflanze im Kosmos, Wärmelehre, Verkehrserziehung).

Gestaltung des Umfelds zur Optimierung des Bildungs- und Entwicklungsprozesses

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule soll nicht Bruch, sondern Brücke in der Entwicklung der Kinder sein. Um dies zu gewährleisten, bestehen mit den eigenen bilingualen Grundschulen in Wiesbaden und Taunusstein, aber auch mit den staatlichen Grundschulen im Einzugsgebiet, Kooperationen. Grundlage dieser Kooperationen bildet das Zusammenspiel von Kindergarten und Grundschule als „Tandem“. Dieses Konzept ist Teil des „ganzheitlichen Bildungsprozesses“, wie er im Hessische Bildungs- und Erziehungsplan 0–10 beschrieben ist.

Die „Schulfähigkeit“ wird nicht nur durch den Blick auf ein bestimmtes Sozial- und Leistungsverhalten ermittelt. Vielmehr wird das Kind beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule unterstützt. Dieser Übergang wird durch die Vermittlung bestimmter Basiskompetenzen erleichtern und intensiv begleitet. Im Bedarfsfall wird mit den Grundschulen über einen flexiblen Schuleintritt beraten. Ist dieser in der öffentlichen Grundschule nicht möglich, wird das Kind bereits im Kindergarten angemessen gefördert und gefordert. So empfindet es auch die letzten Monate im Kindergarten als interessant, anregungsreich und spannend.

Wann für Ihr Kind der richtige Zeitpunkt gekommen ist, vom Kindergarten in die Grundschule zu wechseln, werden unsere erfahrenen Erzieherinnen und Erzieher individuell mit Ihnen diskutieren und entscheiden.

Der Unterschied ist wie folgt:

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten = Essensvor- und nachbereitungen, Tisch decken, abräumen, Tische putzen, Spülen, Spülmaschine ein- und ausräumen, Küche säubern und desinfizieren. Einkäufe erledigen, Einkäufe kontrollieren, Lebensmittel allgemein kontrollieren, Temperaturen messen von Essen und Kühlungen, Wäsche waschen, Trocknen, falten und einsortieren, Handtücher austauschen, Seife auffüllen, Klopapierrollen austauschen, Gruppe fegen, Tische wischen, -Teppiche saugen etc. etc.

Pflegerische Tätigkeiten: Wickeln, Kinder bei jeglichem Bedarf umziehen, mit den Kindern Hände waschen, den Toilettengang üben und begleiten, Kinder eincremen z.B. Sonnenschutz, Kinder mit Getränken und Obst etc. versorgen, mit den Kindern gemeinsam essen (hier sind bereits sozialpäd. Tätigkeiten/Ziele enthalten).

Sozialpädagogische Tätigkeiten: Alltag für Kinder strukturieren und gestalten, Spielsituationen für Kinder schaffen, Angebote vorbereiten, Kinder eingewöhnen, vertrauensvolle Kontaktperson der Kinder sein, Kinder beobachten und dokumentieren, Elterngespräche führen, Verhaltensauffälligkeiten (im positiven und negativen) erkennen und pädagogische Maßnahmen treffen um die Kinder individuell zu fördern und zu begleiten … im Bereich Bewegung, Sprache, Feinmotorik, Kognitive Herausforderungen, Musik, Kreativität usw usf. (nur ein kleiner Ausschnitt …)

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