Eitrige mandelentzündung schwangerschaft

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Was ist eine Mandel­ent­zün­dung?

Die Gaumenmandeln sind zwei Gewebeinseln im Rachen. Bei einer Mandelentzündung sind sie in der Regel als Schwellungen der seitlichen Rachenwand links und rechts des Zäpfchens gut zu erkennen. Die Gaumenmandeln sind Teil eines Rings von Immungewebe, der den Rachenraum umschließt (lymphatischer Rachenring, Waldeyerscher Rachenring). Die wichtigste Aufgabe dieses Geweberings ist die Abwehr von Krankheitserregern.

Eine Mandelentzündung kommt in jedem Lebensalter vor, besonders häufig jedoch bei Kindern und jungen Erwachsenen.

Wie entsteht eine Mandelentzündung?

Die Mandelentzündung ist eine ansteckende Krankheit, die meist durch Viren, in etwa 30 Prozent der Fälle aber auch durch Bakterien (bestimmte Streptokokken, Staphylokokken, Pneumokokken) hervorgerufen wird. Bei den Bakterien sind es meist Streptokokken der Gruppe A (kurz A-Streptokokken genannt), die eine Mandelentzündung auslösen.

Die Mandelentzündung kann akut als einmaliges Ereignis, anhaltend (chronisch) oder wiederkehrend (rezidivierend) verlaufen. Sie wird durch eine Abwehrschwäche oder einen geschwächten Allgemeinzustand begünstigt. Dieser kann durch Stress oder weitere Erkrankungen verursacht sein. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel beim Husten, Niesen, Küssen oder Sprechen. Große Menschenansammlungen fördern die Ausbreitung der Erkrankung. Aus diesem Grund sollten Erkrankte den Kontakt mit anderen, zum Beispiel in Kindergärten, Schulen oder Großraumbüros, vermeiden.

Welche Beschwerden verursacht eine Mandelentzündung?

Eine akute Mandelentzündung beginnt meist heftig mit ausgeprägtem, starkem Krankheitsgefühl und schnellem Fieberanstieg auf über 38,5 Grad Celsius. Die Betroffenen haben eine kloßige Sprache, sind aber nicht heiser. Bei Kindern kommen häufig auch Bauchschmerzen und Erbrechen hinzu, aber kein Durchfall. Der Rachen ist gerötet, die Mandeln sind angeschwollen und unter Umständen mit punktförmigen oder länglichen Eiterstippchen belegt. Ein unangenehmer Geschmack im Mund sowie Mundgeruch können ebenfalls hinzukommen.

Die starken Halsschmerzen strahlen bis in die Ohren aus und sind mit Schluckbeschwerden sowie Schwellungen der Halslymphknoten verbunden. In einigen Fällen sind die Schluckbeschwerden das einzige Symptom, eventuell auch in Verbindung mit Kopfschmerzen. Kleine Kinder, die sich noch nicht genau zu ihren Beschwerden äußern können, verweigern eventuell lediglich das Essen, ohne über sonstige Beschwerden zu klagen.

Treten Mandelentzündungen in kurzen Abständen immer wieder auf, werden sie als chronisch bezeichnet. Bei größeren Abständen (einige Monate) zwischen den Beschwerdephasen wird von einer rezidivierenden Mandelentzündung gesprochen. Eine chronische Mandelentzündung (Tonsillitis chronica), die durch eine dauerhafte Entzündung des Mandelgewebes verursacht wird, kann unter Umständen ohne die typischen Zeichen einer akuten Mandelentzündung verlaufen. Die Beschwerden können sich dann auf Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, unangenehmen Geschmack im Mund sowie Mundgeruch beschränken.

Mandelentzündungen betreffen besonders oft Kinder und Jugendliche. Eine einmal durchgemachte Mandelentzündung schützt nicht vor dem Wiederauftreten der Erkrankung.

Typischerweise fehlen Schnupfen, Husten und Heiserkeit bei einer Mandelentzündung.

Welche Untersuchungen sind bei einer Mandelentzündung notwendig?

Mandelentzündungen werden aufgrund der auftretenden Beschwerden diagnostiziert. Für die Diagnose ist insbesondere die Untersuchung der Mundhöhle, des Rachens und der Gaumenmandeln wichtig. Der Hals wird auf vergrößerte und druckschmerzhafte Lymphknoten abgetastet.

Um die richtige Behandlung einzuleiten, ist es wichtig, zwischen bakteriellen und viralen Mandelentzündungen zu unterscheiden. Insbesondere sollte ein Befall durch eine bestimmte Art von Streptokokken möglichst frühzeitig erkannt werden, da diese Bakterien schwerwiegende Komplikationen wie Herzinnenwandentzündungen (Endokarditis), Gelenkentzündungen (Arthritis) und Nierenentzündungen (Glomerulonephritis) verursachen können. Dazu stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Streptokokken-Schnelltest
  • Bakterienkultur mit Antibiogramm
  • Blutuntersuchungen

Streptokokken-Schnelltest

Der Streptokokken-Schnelltest wird am häufigsten durchgeführt: Dazu streicht der Arzt mit einem kleinen Wattestäbchen über die Mandeln und entnimmt auf diese Weise eine Probe des Erregers (Rachenabstrich). Der Schnelltest kann bereits nach wenigen Minuten ausgewertet werden. Bei positivem Testergebnis liegt eine Streptokokkeninfektion vor.

Bakterienkultur mit Antibiogramm

Bakterienkultur mit Antibiogramm (Ist der Streptokokken-Schnelltest negativ und besteht weiterhin der Verdacht auf eine bakterielle Infektion, wird aus dem Rachenabstrich eine Bakterienkultur angelegt. Bis das Ergebnis vorliegt, vergehen zwei bis drei Tage. Dafür ist die Bakterienkultur wesentlich genauer und kann außer den Streptokokken auch andere Bakterien nachweisen. Außerdem kann bei dieser Untersuchung gleichzeitig die Wirksamkeit verschiedener Antibiotika auf das vorliegende Bakterium bestimmt werden (Antibiogramm).

Blutuntersuchungen

Treten bei einer Mandelentzündung Komplikationen auf, wird häufig eine Blutprobe entnommen. Diese dient der Unterscheidung zwischen Bakterien und Viren als Auslöser der Infektion. Bei einer bakteriellen Infektion ist die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht, die Blutsenkungsgeschwindigkeit beschleunigt und ein bestimmtes Eiweiß, das C-reaktive Protein (CRP), deutlich erhöht. Sind Viren die Ursache der Mandelentzündung, finden sich keine starken Veränderungen im Blut.

Liegt eine bakterielle Infektion vor, ist eine Behandlung mit einem Antibiotikum unbedingt notwendig. Ohne Behandlung mit Antibiotika drohen Folgeerkrankungen, besonders am Herzen, an den Muskeln und Gelenken sowie an den Nieren.

Wie wird eine Mandelentzündung behandelt?

Bei allen Formen von Mandelentzündung sind Bettruhe, feucht-warme Umschläge, schmerz- und fiebersenkende Mittel (mit Wirkstoffen wie Paracetamol und Ibuprofen), Lutschtabletten, Mundspülungen (zum Beispiel mit Salbeitee) und eine weiche und kühle Kost, die ohne Beschwerden geschluckt werden kann, sinnvoll. Eis oder kühle Getränke lindern die Schluckbeschwerden.

Durch Viren verursachte Mandelentzündungen können, über die genannten Maßnahmen hinaus, mit Medikamenten nicht gezielt behandelt werden. Sie verlaufen jedoch meistens harmlos und klingen nach wenigen Tagen wieder ab.

Bakterielle Mandelentzündungen werden zumeist von Streptokokken hervorgerufen. Daher wird bei den typischen Krankheitszeichen und auffälligen Mandeln häufig auch ohne die vorhergehende Bestimmung der auslösenden Bakterien mit einem Antibiotikum behandelt. Diese Behandlung ist bei einer Infektion durch Streptokokken unbedingt notwendig, um Folgeerkrankungen an Herzen, Nieren und Gelenken vorzubeugen.

Eine akute Mandelentzündung (Tonsillitis acuta) heilt bei fachgerechter Therapie in der Regel nach ein bis zwei Wochen folgenlos aus.

Von einer chronischen Mandelentzündung (Tonsillitis chronica) spricht man, wenn die Entzündung über mehr als drei Monate anhält. In den meisten Fällen verbessert hier erst die Entfernung der Gaumenmandeln die Beschwerden.

Gibt es bei einer Mandelentzündung Komplikationen?

Komplikationen treten bei einer Mandelentzündung heute nur noch selten auf.

Unterschieden werden akute Komplikationen, die während der Erkrankung auftreten, und Zweiterkrankungen, die sich als Folge einer fehlenden oder zu kurzen Einnahme von Antibiotika einstellen.

Akute Komplikationen

  • Atemnot: Durch die starke Schwellung der Mandeln kann es nicht nur zu Schluckbeschwerden, sondern auch zu Atemnot kommen.
  • Blutvergiftung: Insbesondere bei unzureichender Behandlung mit Antibiotika kann sich eine Blutvergiftung (tonsillogene Sepsis) entwickeln.
  • Abszess: Wird Gewebe zerstört, kann sich eine Eiterhöhle bilden. (Peritonsillarabszess).

Bei akuten Komplikationen müssen die Mandeln unter Umständen sofort operativ entfernt werden. Eine geeignete Antibiotikatherapie muss begonnen beziehungsweise fortgesetzt werden.

In diesen Fällen müssen die Mandeln meist sofort operativ entfernt werden und eine geeignete Antibiotikatherapie wird fortgesetzt oder begonnen.

Zweiterkrankungen

Wird eine bakterielle Mandelentzündung nicht ausreichend oder gar nicht mit Antibiotika behandelt, kann es zu gefährlichen Folgeerkrankungen kommen: einer Entzündung der Herzinnenhaut (Endocarditis rheumatica), einer Entzündung in den Nieren (akute Glomerulonephritis) oder einem akuten rheumatischen Fieber mit Gelenkentzündungen.

Aus diesem Grund ist es erforderlich, die Einnahme der verschriebenen Antibiotika immer so lange fortzusetzen wie vom Arzt verordnet, selbst wenn die Beschwerden bereits abgeklungen sind. Zweiterkrankungen können sich mit Schmerzen in der Muskulatur („Muskelkater“), den Gelenken oder – wenn die Nieren betroffen sind – in den Flanken äußern. Auch ein unregelmäßiger Herzschlag, Wassereinlagerungen in den Beinen oder eine Veränderung des Urins können Hinweise auf eine Folgekrankheit sein.

Wann sollten die Mandeln operativ entfernt werden?

Abgesehen von bestimmten akuten Komplikationen kann eine vollständige operative Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie) bei chronischen oder häufig wiederkehrenden bakteriellen Mandelentzündungen angezeigt sein. Als Richtwert gelten mehr als drei bis sechs Krankheitsepisoden pro Jahr.

Andere Gründe für den Eingriff können stark vergrößerte Mandeln mit Atemnot, wiederholt auftretende eitrige Mandelentzündungen oder der Verdacht auf einen Krebs der Gaumenmandel sein. In verschiedenen Fällen ist es möglich, dass nur ein Teil der Mandeln entfernt wird (Tonsillotomie). Ob eine Operation notwendig ist oder nicht, entscheidet der Arzt zusammen mit dem Patienten von Fall zu Fall.

Nach der Operation müssen die Patienten für einige Zeit überwacht werden, da es in etwa einem bis vier von 100 Fällen zu Nachblutungen kommt. Diese können unter Umständen nur schwierig zu stoppen sein. Aus diesem Grund wird empfohlen, dass die Patienten nach dem Eingriff noch für einige Tage im Krankenhaus bleiben.

Mandelentzündung (Tonsillitis)

Eine Mandelentzündung wird meist durch Bakterien verursacht. Typische Symptome sind neben Fieber und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Ein Arztbesuch ist in diesem Fall sinnvoll. Gut zu wissen: Nach Rücksprache mit dem Arzt können Dorithricin® Halstabletten unterstützend zu den verordneten Behandlungsmaßnahmen eingesetzt werden, um Halsschmerzen und Schluckbeschwerden schnell und gezielt zu lindern.

Mandelentzündung: Ursachen

In den meisten Fällen wird eine Mandelentzündung durch Bakterien ausgelöst – vor allem β-hämolysierende Streptokokken spielen hier eine zentrale Rolle.
In vielen Fällen geht der sogenannten „Tonsillitis“ eine virale Infektion im Rachenraum voraus, auf deren Boden sich Bakterien ansiedeln, was wiederum zu einer Mandelentzündung führen kann. In diesem Fall spricht man von einer bakteriellen Superinfektion.

Mandelentzündung: Symptome

Typische Symptome einer Mandelentzündung sind rasch stärker werdende Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, die mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Fieber verbunden sind.
Die wichtigsten Symptome der akuten Mandelentzündung im Überblick:

  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Geschwollene Halslymphknoten
  • Gerötete, geschwollene Gaumenmandeln

Bei Kindern sind auch Bauchschmerzen und Erbrechen möglich.
Mitunter lässt bereits ein Blick in den Rachen erahnen, ob es sich um eine virale oder um eine bakterielle Mandelentzündung handelt.

  • Schleimhäute geschwollen, glasig-rot, keine Eiterbildung
    -> häufig bei viral bedingter Tonsillitis
  • Stark gerötete Gaumenmandeln, weißlich-gelbe Eiterstippchen auf den Mandeln, starke Schmerzen
    -> häufig bei bakteriell bedingter Tonsillitis

Eine exakte Diagnose kann allerdings nur der Arzt stellen. Suchen Sie also bei Anzeichen für eine Mandelentzündung Ihren Hausarzt oder einen Hals-Nasen-Ohrenarzt auf.

Gut zu wissen: Die chronische Mandelentzündung äußert sich meist durch weniger stark ausgeprägte Symptome.

Mandelentzündung: Behandlung

Zur Behandlung einer Mandelentzündung stehen unterschiedliche medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Verfügung.

Medikamentöse Maßnahmen

  • Bei bakteriell bedingter Mandelentzündung: Antibiotika nach ärztlicher Verordnung
  • Ergänzend eingesetzte Mittel zur Linderung von Halsschmerzen und Schluckbeschwerden

Dorithricin® lindert schnell und langanhaltend die Halsschmerzen:

Bei Halsschmerzen und Schluckbeschwerden leistet Dorithricin® schnelle und langanhaltende Hilfe. Denn Dorithricin® enthält einen lokal schmerzstillenden Wirkstoff, der den Schmerz schnell und langanhaltend lindert. Daher können Dorithricin® Halstabletten nach Rücksprache mit dem Arzt auch zur akuten Schmerzlinderung bei einer Mandelentzündung eingesetzt werden und die eingeleiteten Behandlungsmaßnahmen effektiv unterstützen.

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Weitere Medikamente, die bei Mandelentzündung mitunter zum Einsatz kommen, sind antientzündliche und abschwellende Mittel sowie Paracetamol bei hohem Fieber. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen

  • Viel trinken (z. B. kühler Kamillentee, Salbeitee) – Achtung: Fruchtsäfte sind nicht geeignet
  • Weiche Nahrung ohne starkes Würzen
  • Verzicht auf Rauchen

Operation bei Mandelentzündung

Gut zu wissen: Eine operative Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillektomie) kann mitunter sinnvoll sein, wenn eine Mandelentzündung häufiger (drei bis vier Mal im Jahr) auftritt oder wenn die Mandeln bei Kindern sehr groß sind. Lassen Sie sich dazu von Ihrem behandelnden Arzt beraten.

Mandelentzündung vorbeugen

Eine bakterielle Mandelentzündung entwickelt sich häufig auf dem Boden eines viralen Infekts: Bakterien siedeln sich an und führen mitunter zu einer sogenannten bakteriellen Superinfektion wie zum Beispiel einer Mandelentzündung.
Wer hier vorbeugen möchte, sollte daher bei Halsschmerzen schnell reagieren und rechtzeitig eine geeignete Behandlung einleiten: Mit Dorithricin® wird nicht nur der Schmerz gelindert, sondern auch die Erreger (Bakterien und Viren) bekämpft und der Infekt gebremst, bevor die Halsschmerzen schlimmer werden.
Denken Sie also auch bei der nächsten Erkältung bzw. Rachenentzündung rechtzeitig an Dorithricin®!

Mandelentzündung (Tonsillitis)

Was ist eine Mandelentzündung?

Eine Mandelentzündung oder Angina tonsillaris, kurz Tonsillitis, ist eine Entzündung der Gaumenmandeln. Erreger der mit Halsschmerzen und Schluckbeschwerden verbundenen Krankheit sind meist Viren, in einigen Fällen aber auch Bakterien, vor allem A-Streptokokken.

Die Gaumenmandeln liegen je seitlich im hinteren Rachen. Bei einer Mandelentzündung sind sie in der Regel gerötet und recht stark geschwollen und daher besonders deutlich an der seitlichen Rachenwand links und rechts des Zäpfchens zu erkennen. Die Gaumenmandeln sind Teil eines Rings von Immungewebe, der den Rachenraum umschließt (lymphatischer Rachenring, Waldeyerscher Rachenring). Die wichtigste Aufgabe dieses Geweberings ist die Abwehr von Krankheitserregern.

Eine Mandelentzündung kommt in jedem Lebensalter vor, besonders häufig jedoch bei Kindern und jungen Erwachsenen.

Symptome

Ob eine Mandelentzündung durch Viren oder Bakterien verursacht ist, lässt sich nicht an den Symptomen erkennen: bei beiden Varianten treten Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und evtl. Fieber und ein allgemeine Erschöpfung auf. Außerdem können die Lymphknoten am Hals geschwollen sein, vor allem im Bereich der Kieferwinkel. Diese sind dann ggf. als schmerzempfindliche Schwellungen unter der Haut tastbar.

Wenn eine Mandelentzündung durch Erkältungsviren verursacht ist, liegen neben den Halsschmerzen und Schluckbeschwerden häufig Husten, Heiserkeit oder Schnupfen vor; gelegentlich klagen die Betroffenen auch über Gliederschmerzen. Daran lässt sich manchmal eine Virus- von einer Streptokokkeninfektion unterscheiden, die in der Regel ohne Schnupfen und Husten verläuft.

Sind die Mandeln sehr stark geschwollen, kann die Aussprache des Betroffenen undeutlich werden. Oft besteht starker Mundgeruch.

Bei Kindern unter drei Jahren sind bakteriell verursachte Mandelentzündungen selten. Auch Kleinkinder können aber eine durch Viren verursachte Mandelentzündung bekommen und dann oft nicht sagen, wo genau es weh tut. Häufig äußern sich Schmerzen dann eher darin, dass die Kinder besonders häufig trinken oder essen möchten. Eventuell klagt das Kind über Kopf- und Bauchschmerzen oder Schmerzen, die nach oben in Richtung Ohr ziehen. Neben den genannten Beschwerden kann es auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen.

Ursache

Die meisten Mandelentzündungen gehen auf eine Virusinfektion zurück. Am häufigsten handelt es sich dabei um eine Infektion mit Erkältungsviren, aber auch verschiedene andere Viren können eine Mandelentzündung auslösen. Hierzu gehört z. B. das Epstein-Barr-Virus: die hierdurch verursachte Krankheit nennt man Mononukleose oder Pfeiffer-Drüsenfieber. Seltener können auch Bakterien eine Mandelentzündung verursachen, v. a. Streptokokken: Diese Erkrankung kann Scharlach verursachen. Verschiedene andere Bakterien oder Viren führen zu bestimmten Typen einer Mandelentzündung, darunter Diphtherie, Herpangina, Angina Plaut-Vincent (einseitige Mandelentzündung).

Diagnostik

Die Diagnose gründet sich vor allem auf die Beschreibung der Symptome und eine allgemeine ärztliche Untersuchung, insbesondere des Rachenraums. Typische Symptome sind Halsschmerzen und/oder Schluckbeschwerden. Manchmal liegt Fieber vor, und die Lymphknoten am Hals können geschwollen und druckschmerzhaft sein. Die Schmerzen können bis zu den Ohren ziehen.

Bei der Untersuchung des Rachens zeigen sich die Mandeln gerötet und geschwollen, manchmal auch belegt mit weißen oder gelblichen Belägen. Auch die Lymphknoten direkt unter den Kieferwinkeln oder an der Vorderseite des Halses sind häufig geschwollen.

Häufig steht nicht fest, ob die Infektion durch Viren oder Bakterien verursacht ist: In diesem Fall wird in der Arztpraxis ggf. ein Rachenabstrich entnommen, um diesen auf Streptokokken testen zu lassen. Bei sehr schwerem Verlauf oder weiteren Symptomen kann außerdem eine Blutuntersuchung erforderlich sein, um das Pfeiffer-Drüsenfieber oder andere schwere Krankheiten auszuschließen.

Therapie

Die wichtigste Maßnahme ist Bettruhe, solange man sich krank fühlt. Falls Sie Raucher sind, sollten Sie dies einstellen. Fiebersenkende und/oder schmerzstillende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen können für Linderung sorgen. Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken: Insbesondere kalte Getränke helfen gut gegen die Schluckbeschwerden.

Mandelentzündungen sind über den Speichel (auch beim Husten) in der Regel sehr ansteckend. Um die Personen in Ihrer Umgebung zu schützen, sollten Sie sich häufig die Hände waschen und Besteck, Geschirr und andere Untensilien nicht gemeinsam benutzen.

Unabhängig davon, ob eine Mandelentzündung durch Viren oder Bakterien verursacht ist, heilt sie in den allermeisten Fällen von selbst aus. 40 % er betroffenen Erwachsenen sind nach 3 Tagen gesund, nach 7 Tagen bereits 85 %. Körperliche Schonung und Ruhe sind sehr wichtig, damit das Immunsystem mit voller Kraft gegen die Infektion vorgehen kann. Anders verhält es sich, wenn die Infektion unter Beteiligung von Streptokokken verläuft. In diesem Fall ist zur Heilung ggf. die Einnahme eines Antibiotikums erforderlich. In der Regel wird dafür herkömmliches Penicillin verordnet. Handelt es sich um das Pfeiffer-Drüsenfieber, sind die Beschwerden in der Regel stärker ausgeprägt, die Krankheit heilt langsamer aus, evtl. ist bei Komplikationen ein Klinikaufenthalt nötig. Eine stationäre Behandlung ist zudem bei Diptherie angezeigt, oder auch dann, wenn es durch die Mandelentzündung zu Atemnot oder anderen schweren Symptomen kommt.

Als Teil des lymphatischen Gewebes sind die Gaumenmandeln (Tonsillen) an der Abwehr von Infektionen durch das körpereigene Immunsystem beteiligt. Manchmal verursachen sie jedoch so große Beschwerden, dass an eine operative Entfernung gedacht wird. Allerdings sind Forscher und Ärzte in den letzten Jahren zu dem Schluss gekommen, die Mandeln möglichst zu erhalten und nur zu entfernen, wenn die Entzündungen und deren Folgen zu schwerwiegend sind.

Eine operative Entfernung der ganzen Mandeln oder zumindest eines großen Teils dieses Gewebes wird oft empfohlen, wenn eine der folgenden Bedingungen gegeben ist:

  • Über einen Zeitraum von 12 Monaten sind mehr als fünf eitrige Mandelentzündungen diagnostiziert und antibiotisch behandelt worden.
  • Die Mandeln sind so stark vergrößert, dass Nahrungsaufnahme und Allgemeinzustand beeinträchtigt sind.
  • Die Mandeln sind so stark vergrößert, dass die Atmung im Schlaf beeinträchtigt ist.

Die Operation stellt einen Routineeingriff dar und verläuft in der Regel erfolgreich und ohne Probleme. Allerdings müssen selten Patienten wegen Nachblutungen nochmals behandelt werden; es kann auch nach der Operation noch zu einer erneuten Infektion kommen.

Prognose

In den meisten Fällen heilt eine Mandelentzündung innerhalb von drei bis sieben Tagen von selbst aus.

Bei starken Beschwerden und einem erheblichen Krankheitsgefühl kann ein rascher Arztbesuch empfehlenswert sein. Grundsätzlich lautet die Empfehlung aber, zunächst drei Tage abzuwarten, wenn die Beschwerden erträglich sind und die Betroffenen sich im Allgemeinen noch gut fühlen. In der Regel hat das Immunsystem die Infektion nach dieser Frist unter Kontrolle gebracht, und die Symptome lassen nach.

Wenn die Beschwerden dagegen nach drei Tagen eher stärker werden, sollten Patienten auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen.

Obwohl Folgeerkrankungen nach einer Halsentzündung selten sind, kann es zur Bildung von Peritonsillarabszessen kommen. Bei einem Peritonsillarabszess greifen die im Rachenraum vorhandenen Bakterien auf die unmittelbare Umgebung der Mandeln über. Dieser Verlauf führt meist zu erneut ansteigendem Fieber, häufig einseitigen Schmerzen beim Schlucken, die die Aufnahme von Flüssigkeit und Nahrung erschweren, einer Verschlechterung des Allgemeinzustands und Beschwerden beim Gähnen. Da sich ein Peritonsillarabszess auch ohne eine vorangegangene Mandelentzündung bilden kann, sollten sich Patienten mit diesen Symptomen grundsätzlich in einer Arztpraxis vorstellen.

Vereinzelt kann eine Mandelentzündung auch zu einer Ohrenentzündung führen. Bei rund 2 % aller Patienten mit einer Mandelentzündung zieht die Erkrankung einen Peritonsillarabszess oder eine Ohrenentzündung nach sich.

Eine anders als früher heute sehr seltene Komplikation stellt das durch Streptokokken der Gruppe A verursachte rheumatische Fieber dar. In diesem Fall greift die Erkrankung auf den restlichen Körper über und führt u. a. zu einer Entzündung der Gelenke und Herzklappen. Eine weitere sehr seltene Komplikation sind Nierenentzündungen.

Weitere Informationen

  • Pfeiffer-Drüsenfieber
  • A-Streptokokkeninfektionen
  • Peritonsillarabszess
  • Vergrößerte Mandeln
  • Operative Entfernung der Mandeln
  • Akute Tonsillitis – Informationen für ärztliches Personal

Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen

Mandelentzündung

Mandelentzündung: Behandlung

Je nach Schwere und Häufigkeit, in der die Krankheit auftritt, können unterschiedliche Behandlungsstrategien angebracht sein. Gegen leichte Halsschmerzen helfen oft schon Hausmittel. Schulmedizinisch werden bei einer bakteriellen Mandelentzündung Antibiotika eingesetzt. Bei chronischer oder häufig wiederkehrender Mandelentzündung kann eine Operation notwendig werden.

Treten Komplikationen wie ein Peritonsillarabszess (abgekapselter Entzündungsherd im Rachenraum) auf, kann die stationäre Behandlung in einem Krankenhaus notwendig sein.

Selbsthilfe bei Mandelentzündung: Was tun zuhause?

Nicht jede Halsinfektion muss von einem Arzt behandelt werden. Oft entwickeln sich leichte Mandelentzündungen im Rahmen einer Erkältung. Durch Ausruhen und mithilfe von Hausmitteln können Sie dann auch selbst etwas gegen Ihre Mandelentzündung tun. Beschwerdelindernd wirken können beispielsweise

  • Halswickel
  • Salzlösung zum Gurgeln
  • feuchte Raumluft
  • ausreichendes Trinken (keine säurehaltigen Getränke, z. B. Saft)
  • bevorzugt weiche, kühle, wenig gewürzte Speisen verzehren
  • Auch verschiedene pflanzliche Mittel können bei Mandelentzündung helfen.

Was Sie zuhause sonst noch tun können und wo die Grenzen von Hausmitteln bei einer Mandelentzündung liegen, lesen Sie im Artikel Mandelentzündung: Hausmittel.

Mandelentzündung: Wann müssen Sie zum Arzt?

Schmerzen sind besonders in den ersten Tagen das lästigste Symptom der Mandelentzündung. Zunächst können Sie versuchen, den Schmerzen mit Maßnahmen wie Halswickeln oder Lutschbonbons, speziellen Lutschpastillen sowie Sprays und antiseptischen und lokal betäubenden Gurgellösungen aus der Apotheke beizukommen.

Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, können die Schmerzmittel Paracetamol oder Ibuprofen die Beschwerden lindern. Beide wirken schmerzlindernd (analgetisch) und fiebersenkend (antipyretisch), Ibuprofen übt auch noch einen entzündungshemmenden (antiphlogistischen) Effekt aus. Sie dürfen diese Substanzen aber nur anwenden, wenn Sie keine Allergien gegen die Wirkstoffe haben.

Schmerzmittel lindern lediglich die Beschwerden, sie bekämpfen nicht die Krankheitserreger.

Gelingt es trotz Ruhe und „sanfter Unterstützung“ dem Immunsystem nicht, die krankheitsauslösenden Viren oder Bakterien zu beseitigen, oder verläuft die Mandelentzündung sehr heftig, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er untersucht Rachen, Mund und meist auch Nase und Ohren mit speziellen Geräten. Er kann außerdem einen Schnelltest auf Streptokokken durchführen.

Dafür nimmt der Arzt mit einem Wattestäbchen einen Abstrich von verschiedenen Stellen im Rachen, das Ergebnis liegt schon nach wenigen Minuten vor.

In manchen Fällen wird der Arzt eine Ultraschall-Untersuchung durchführen, zum Beispiel, um einen Abszess auszuschließen.

  • Mandelentzündung: „Früher wurde schneller operiert“

    Drei Fragen an

    Dr. med. Bernd Schuster,
    Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

  • Dr. med. Bernd Schuster

    Sie haben starke Halsschmerzen, mit schmerzhaften Schluckbeschwerden. Eiterstippchen an den Mandeln sind meistens nur zu sehen, wenn Bakterien die Entzündung. Bei einer viralen Infektion sind die Mandeln eher gespannt und leicht gerötet, können aber auch schmierige grau-weiße Beläge zeigen, wie beim Pfeiffer’schen Drüsenfieber. Allerdings kann auch eine Kehlkopfentzündung Halsschmerzen auslösen.

  • Dr. med. Bernd Schuster

    Es ist ein Art Teufelskreis: Je öfter man eine Mandelentzündung hat, desto anfälliger ist man. Das liegt daran, dass die kleinen Kanälchen der Mandeln bei einer Entzündung vernarben. Dahinter bilden sich besonders leicht virale oder bakterielle Infekte. Bei manchen Patienten leidet die Lebensqualität unter den ständigen Entzündungen so stark, dass man die Mandeln entfernt.

  • Dr. med. Bernd Schuster

    Die Leitlinie besagt inzwischen, dass Mandeln erst dann operiert werden sollten, wenn man jährlich sechs bakterielle Mandelentzündungen oder mehr hatte, die eine Antibiotikabehandlung erfordern. Eine hohe Messlatte! Vielleicht zu hoch. Man muss im Einzelfall genau abwägen und gegebenenfalls operieren, wenn das die Beschwerden lindert – auch wenn laut Leitlinie noch nicht operiert werden sollte.

  • Dr. med. Bernd Schuster,
    Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

    Dr. Schuster betreibt eine Privatpraxis in München mit den Schwerpunkten HNO-Heilkunde und plastische Operationen.

Ärztliche Behandlung bei bakterieller Mandelentzündung

Kann der Arzt eine Streptokokken-Tonsillitis nachweisen oder ist diese sehr wahrscheinlich, verschreibt der Arzt meist Antibiotika, häufig vom Typ Penicillin V.

Wer diesen Wirkstoff nicht verträgt, bekommt andere Antibiotika (Erythromycin, Cephalosporine der 1. Generation), die ebenfalls gut gegen Streptokokken wirken. Sogenannte Reserveantibiotika (z. B. Clindamycin) kommen nur zum Einsatz, wenn die krankmachenden Bakterien unempfindlich (resistent) gegenüber den Standard-Wirkstoffen geworden sind oder der Patient letztere nicht einnehmen kann.

Bei jeder Antibiotikatherapie können sich resistente Bakterienstämme ausbilden. Deswegen sollten Antibiotika bei Mandelentzündung nicht prophylaktisch eingesetzt werden, sondern nur, wenn tatsächlich Bakterien die Auslöser der Entzündung sind.

Ärztliche Behandlung bei viraler Mandelentzündung

Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, daher werden sie bei Virusinfekten nicht eingesetzt. Sie werden bei viraler Mandelentzündung nur dann erforderlich, wenn es auf den erkrankten Schleimhäuten zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion gekommen ist (Superinfektion).

Vorsicht ist geboten beim (durch das Epstein-Barr-Virus ausgelösten) Pfeifferschen Drüsenfieber. Die Antibiotika Amoxicillin und Ampicillin können dann einen Hautausschlag verursachen und sollten deshalb nicht angewendet werden

Die Behandlung der viralen Tonsillitis beschränkt sich daher auf die Behandlung der Symptome wie Fieber und Schmerzen. Dabei können neben den oben genannten Schmerzmedikamenten auch Hausmittel und körperliche Schonung den Genesungsprozess beschleunigen.

Besonders beim Pfeifferschen Drüsenfieber ist es wichtig, sich körperlich zu schonen. Bei diesem Krankheitsbild können nämlich die inneren Organe anschwellen und es besteht die Gefahr eines Milzrisses. Diese Komplikation ist lebensbedrohlich und erfordert die stationäre Behandlung in einem Krankenhaus.

Außerdem sollten Sie in folgenden Situationen ärztliche Hilfe bei einer Mandelentzündung in Anspruch nehmen:

  • krankhafte Atemgeräusche
  • erschwerte Atem
  • starke einseitige Schmerzen, vor allem, wenn Sie kauen, schlucken oder den Mund öffnen
  • Krankheitsdauer von mehr als einer Woche ohne Besserung
  • akutes rheumatisches Fieber in der Familie
  • schwere Allgemeinerkrankungen
  • hohes Fieber, das sich nicht mit Medikamenten senken lässt

Chronische Mandelentzündung: Was tun?

Manche Patienten bekommen eine chronische Mandelentzündung. Anders als bei einer akuten Tonsillitis ist bei einer chronischen Mandelentzündung das Mandelgewebe immer wieder entzündet.

Sie kann entstehen, wenn sich Keime in den Vertiefungen (Krypten) der Mandeln „verstecken“ oder abkapseln. Sie können dann vom Immunsystem nicht bekämpft werden. Mediziner bezeichnen diese Form der stetig wiederkehrenden Mandelentzündung als rezidivierende Tonsillitis.

Werden die Bakterien über die Blutbahn in den übrigen Körper verstreut, können sie zudem andere Erkrankungen verursachen oder verstärken. Dann ist eine operative Entfernung der Mandeln sinnvoll.

Mehr über Symptome und Behandlung einer chronischen Mandelentzündung erfahren Sie im Artikel Chronische Mandelentzündung.

Mandelentzündung: Wann operiert werden muss

Tritt eine Mandelentzündung häufig auf, werden die Mandeln meist vollständig entfernt. Diese sogenannte Tonsillektomie ist hierzulande einer der am häufigsten durchgeführten Eingriffe.

Am meisten profitieren Kinder von dem Eingriff. So ist zum Beispiel erwiesen, dass sie nach der Mandelentfernung seltener krankheitsbedingt im Unterricht fehlen. Trotzdem kann nach einer Tonsillektomie noch immer eine Halsinfektion auftreten.

Wie eine Tosillektomie durchgeführt wird, welche Risiken sie birgt und wann sie sinnvoll sein kann, erfahren Sie im Beitrag Tonsillektomie.

Mandelentzündung: Behandlung mit Homöopathie

Mit der Frage „Was hilft bei Mandelentzündung?“ wenden sich viele Patienten an einen Heilpraktiker. Alternative Heilmethoden können nämlich ebenfalls einen Beitrag gegen die Beschwerden einer Mandelentzündung leisten. Homöopathie ist dabei besonders beliebt. Sie ist aber kein Ersatz für eine notwendige schulmedizinische Behandlung.

Je nach Symptomatik werden bei akuter Mandelentzündung zum Beispiel die homöopathischen Mittel Aconitum, Belladonna, Apis oder Pyrogenium empfohlen. Patienten sollten sich hierzu von einem erfahrenen Therapeuten oder Apotheker beraten lassen.

Angina (Mandelentzündung)

Behandlung

Leichte Angina braucht häufig keine gezielte Therapie und heilt innerhalb von wenigen Tagen folgenlos ab. Schwere Mandelentzündungen oder auch Mandelentzündungen bei Kindern sollten hingegen ärztlich behandelt werden.

Medikamentöse Therapie von Angina

In der medikamentösen Therapie von Angina werden vor allem Antibiotika sowie schmerz- und fieberstillende Medikamente eingesetzt.

Gegen Fieber und Schmerzen helfen nicht-steroidale Entzündungshemmer und fiebersenkende Mittel wie Diclofenac, Ibuprofen oder Paracetamol.

Bei bakterieller Mandelentzündung werden in der Regel Antibiotika (insbesondere Penicillin) verordnet. Zuweilen empfiehlt der Arzt auch Rachen- und Gaumenpinselungen mit Mandelscher Lösung (ein Jod-Jodkali-Glycerin-Gemisch). Mit dieser antiseptisch wirkenden Lösung kann auch gegurgelt werden.

Keine Antibiotika auf eigene Faust

Es ist gar nicht so selten, dass Erwachsene bei Infektionserkrankungen wie Mandelentzündungen oder Erkältungen unbedacht in das Medikamenten-Schränkchen greifen. Dort findet sich fast immer ein Antibiotikum aus einer früheren Behandlung. Von einer Selbstbehandlung mit Antibiotika sollten Sie aber in jedem Fall absehen. Mit dem unnötigen Einsatz von Antibiotika fördern Sie die Resistenzbildung. Mittlerweile werden viele Antibiotika durch diesen unsachgemäßen Gebrauch unwirksam. Mit einem Modellprojekt gegen Antibiotikaresistenzen und gezielter Aufklärung will der Bund gegen diesen Trend ansteuern. Antibiotikaresistenzen sind der Hauptgrund für die Vermehrung von Krankenhauskeimen, vor denen sich 77 Prozent aller Deutschen fürchten.

Wenn Ihr Arzt Antibiotika verordnet, sollten Sie sich unbedingt an die Einnahmevorgaben halten und die Therapie nicht vorzeitig abbrechen. Denn ansonsten geben Sie den Bakterien die Chance, eine Resistenz gegen das Antibiotikum zu entwickeln. Antibiotika-Reste gehören nicht in das Apothekerschränkchen zu Hause, sondern sollten umgehend entsorgt werden. Ihre Apotheke nimmt nicht verbrauchte Medikamente gerne zurück. Mit dem Hausmüll oder dem Abwasser hingegen gelangen Antibiotika in die Umwelt.

Selbsthilfe gegen Angina

Grundsätzlich erleichtern Sie sich den Verlauf einer Angina, wenn Sie für die Dauer der Infektion einen Gang runterschalten. Bei leichten Mandelentzündungen ohne Fieber und starkes Krankheitsgefühl muss nicht zwingend Bettruhe sein. Es fördert den Heilungsprozess aber, wenn Sie sich nicht zu sehr anstrengen und auch mal ein Stündchen länger schlafen.

Reichlich trinken hilft, den Mund- und Rachenraum feucht zu halten. Das lindert den rauen Hals und verringert außerdem die Schluckbeschwerden. Nach Möglichkeit sollte die Raumluft nicht zu trocken sein, um eine Austrocknung der Schleimhäute nicht zu fördern.

Rezeptfreie Medikamente gegen Mandelentzündungen

Außerdem können Sie die Symptome von Mandelentzündungen mit verschreibungsfreien Medikamenten lindern.

Hals- und Rachensprays mit Wirkstoffen wie Dequaliniumchlorid, Dichlorbenzylalkohol, Hexetidin und Tyrothrizin wirken desinfizierend. Benzocain- oder lidocainhaltige Sprays und Lutschtabletten wirken örtlich betäubend. Entzündungshemmend und abschwellend sind pflanzliche Mittel mit dem Wirkstoff Bromelain.

Obwohl gerade Lutschtabletten gegen Halschmerzen auch bei Angina durchaus beleibt sind: Oft gelangen die Wirkstoffe aus den Lutschtabletten gar nicht so weit in den Rachen, dass sie tatsächlich wirken können. Sie sorgen aber wenigstens für einen vermehrten Speichelfluss, der die Mund- und Rachenschleimhäute befeuchtet.

Pflanzliche Wirkstoffe und Tees

Die pflanzlichen Wirkstoffe Anis, Cajeput, Eukalyptus, Fenchel, Kampfer, Pfefferminze oder Thymian wirken reizlindernd und schwach antibakteriell. Als wohltuend werden oft Umschläge, Waschungen, Bäder und Salben mit pflanzlichen Wirkstoffen aus den Heilpflanzen Eukalyptus, Kamille, Thymian und Fenchel oder Halswickel mit lauwarmem Quark empfunden. Auch Tees mit entzündungshemmenden Kräutern wie Kamille und Salbei können bei Mandelentzündungen helfen.

Homöopathie und Schüsslersalze bei Mandelentzündung

  • Arum triphyllum bei Angina, Schnupfen und Mundschleimhautveränderungen
  • Barium carbonicum bei stark geschwollenen Gaumenmandeln
  • Belladonna und Mercuris solubilis bei viraler Mandelentzündung und weiß belegten Mandeln
  • Cantharis vesicatoria bei brennenden Schmerzen und reizbaren Kranken
  • Phytolaca bei Halsbeschwerden aller Art, vor allem, wenn sie sich nachts verschlimmern.

Von Schüssler-Salzen sollen insbesondere die Nr. 12 (Calcium sulfuricum) zusammen mit der Nummer 3 (Ferrum phosphoricum), 4 (Kalium chloratum), 9 (Natrium phosphoricum) und 14 (Kalium bromatum) helfen. Diese Arzneien sollten jedoch nur angewendet werden, wenn vom Arzt eine eitrige oder schwere Mandelentzündung ausgeschlossen wurde. Das gilt insbesondere für Kinder.

Mandelentzündung in der Schwangerschaft

Aufgrund der besonderen Beanspruchung Ihres Immunsystems ist eine Mandelentzündung in der Schwangerschaft keine Seltenheit.

Allerdings können Sie ganz beruhigt sein, denn in der Regel heilt eine Tonsillitis, wie die Mandelentzündung auch bezeichnet wird, selbst unter den besonderen Bedingungen einer Schwangerschaft schnell wieder aus.

Meist besteht keine Gefahr für Mutter und Kind, Folgeschäden zu erleiden. Natürlich gibt es, wie bei allen Erkrankungen, Ausnahmen von der Regel.

Vorsicht ist jedoch beim Einsatz von Medikamenten zur Therapie einer Mandelentzündung in der Schwangerschaft geboten. Nicht alle Medikamente sind für Mutter und Kind gut verträglich. Deshalb ist es besonders wichtig, den zu Rate gezogenen Arzt auch immer sofort über Ihre Schwangerschaft zu informieren, falls diese noch nicht sichtbar ist.

Ursachen für eine Mandelentzündung in der Schwangerschaft

Mandelentzündungen werden durch Infektionen mit Bakterien oder Viren verursacht. Als Bakterien kommen Pneumokokken, Staphylokokken und manchmal auch Haemophilus influenzae infrage.

Des Weiteren gibt es auch viele Virenstämme, die eine Tonsillitis auslösen können. Allerdings ist eine Grundvoraussetzung für die Infektion neben dem Vorhandensein des jeweiligen Erregers auch eine zumindest vorübergehende Schwächung des Immunsystems.

Eine Ursache für ein geschwächtes Immunsystem ist Stress. Auch die Schwangerschaft bedeutet Stress für Ihren Körper, denn das Immunsystem muss die schwierige Aufgabe lösen, gleich zwei Menschen (Mutter und Kind) zu schützen. Ihr Baby besitzt nämlich noch kein eigenes Immunsystem.

Diese Beanspruchung macht Sie gerade in der Schwangerschaft besonders anfällig für Infektionen. Daher ist eine Mandelentzündung in der Schwangerschaft neben anderen Erkältungskrankheiten gar nicht so selten.

Mandelentzündung Symptome

Eine Mandelentzündung macht sich durch zunehmende Halsschmerzen, die bis in die Ohren ausstrahlen können, bemerkbar. Auch Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen sind typische Mandelentzündung Symptome.

Ihre Sprache wird kloßig und Sie bekommen außerdem Schluckbeschwerden. Die Gaumenmandeln sind gerötet und geschwollen.

Charakteristisch ist ein weißlicher Fibrin-Belag und Mundgeruch. Zudem treten auch Lymphknotenschwellungen auf.

Meist dauert die Erkrankung jedoch nicht lange und heilt von alleine aus. Das gilt auch für eine Mandelentzündung in der Schwangerschaft.

Während der Schwangerschaft kann es allerdings aufgrund des geschwächten Immunsystems zu häufigeren Infektionen kommen, sodass daraus eine chronische Mandelentzündung resultieren könnte.

Deshalb ist es für Sie als Schwangere besonders wichtig, alle schonenden Möglichkeiten einer vollständigen Ausheilung der Mandelentzündung (Tonsillitis) auszuschöpfen und lieber früher als zu spät den Rat eines Arztes einzuholen.

Diagnose einer Mandelentzündung

Die Diagnose einer akuten Mandelentzündung hat der Arzt schnell gestellt. Wenn er bei der Untersuchung Ihres Rachens durch Blickkontakt gerötete, geschwollene und mit Eiter belegte Mandeln feststellt, kann er von einer Tonsillitis ausgehen.

Eiter-Beläge deuten auf eine bakterielle Infektion oder zumindest auf eine Beteiligung von Bakterien hin. Ein Abstrich ist bei einer akuten Entzündung nicht notwendig.

Sollte die Mandelentzündung jedoch bereits chronisch sein, wird der Arzt durch einen Rachenabstrich den Erreger ermitteln, um eine geeignete Therapie einleiten zu können.

Mandelentzündung Behandlung

Im Allgemeinen verschreibt der Arzt als Mandelentzündung Behandlung schmerz- und fiebersenkende Medikamente. Allerdings ist das bei einer Mandelentzündung in der Schwangerschaft nicht ganz so einfach, weil viele Medikamente, wie z. B. die Schmerzmittel Ibuprofen oder Paracetamol, für Mutter und Kind oft nicht verträglich sind.

Auf jeden Fall sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt auch als zusätzliche Unterstützung auf altbewährte Mandelentzündung Hausmittel zurückgreifen.

Zunächst ist es für Sie wichtig, nur weiche und ungewürzte Nahrung aufzunehmen, um die Mandeln nicht noch zusätzlich zu reizen.

Weiterhin ist viel trinken angesagt. Dabei sollten Sie jedoch auf Fruchtsäfte wegen ihres Säuregehaltes verzichten, besser sind dagegen stilles Wasser und verdünnte, abgekühlte Kräutertees.

Die Schluckbeschwerden bekommen sie durch Eis oder kalte Getränke gut in den Griff. Dafür eignen sich jedoch auch schmerzstillende Lutschtabletten.

Als Hausmittel gegen die Mandelentzündung haben sich Gurgellösungen mit Salbei oder Kamille bewährt.

Wadenwickel dienen der Fiebersenkung. Auch warme Halswickel versprechen sanfte Linderung.

Bei einer hartnäckigen und chronischen Mandelentzündung in der Schwangerschaft sollten Sie jedoch unbedingt die für Sie geeignete Therapie mit einem Arzt absprechen.

Fazit zur Mandelentzündung in der Schwangerschaft:

In der Regel bekommen sie eine akute Mandelentzündung in der Schwangerschaft mit Hausmitteln gut in Griff. Hartnäckige, chronische Fälle müssen in der Regel vom Arzt medikamentös behandelt werden.

In jedem der beiden Fälle sollten Sie unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen und dessen Diagnose einholen, um die richtige Mandelentzündung Behandlung zu gewährleisten, zu Ihrem Schutz aber auch zum Schutz des Babys.

Das Risiko für Infekte und Halsschmerzen ist während der Schwangerschaft erhöht. Schwangere und stillende Frauen müssen daher auf besondere Regeln achten, um sich selbst und das Baby zu schützen. Welche Hausmittel empfohlen werden, um Halsschmerzen zu lindern, erklären wir hier.

Warum schwangere Frauen anfälliger für Halsschmerzen sind

In der Schwangerschaft verändert sich der weibliche Körper, um sich auf das Kind einzustellen, das in ihm wächst. Diese Veränderungen kosten eine große Portion Kraft, worunter vor allem das Immunsystem leidet. Ein schwaches Immunsystem steigert das Risiko für Infekte – diese wiederum äußern sich oft in Halsschmerzen und anderen Erkältungssymptomen. Zu den gängigsten Ursachen von Halsschmerzen zählen daher Atemwegsinfekte, Entzündungen im Rachen-, Kehlkopf- und Mandelbereich sowie Allergien.

Halsschmerzen während der Schwangerschaft können aber auch durch Sodbrennen entstehen. Der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre reizt die Schleimhaut und kann den Kehlkopf und Rachen schmerzhaft entzünden.

Diese Hausmittel helfen gegen Halsweh bei Schwangeren

Bei erkältungsbedingten Halsschmerzen greifen Betroffene häufig zu schnellen Lösungen aus der Apotheke. Gerade in der Schwangerschaft und auch während der Stillzeit sollten Sie besonders vorsichtig mit der Einnahme von Medikamenten sein – denn alles, was die Mutter konsumiert, kommt auch beim Kind an. Halten Sie deshalb Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt, ob die Medikamente schädlich für das ungeborene Kind sein könnten.

Hausmittel sind gesunde und natürliche Alternativen zur Linderung von Halsschmerzen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Halswickel: Ob warm oder kalt, mit Kartoffeln oder Quark – als Umschlag auf den Hals gelegt, haben Halswickel eine wohltuende Wirkung.
  • Gurgeln: Mit Salbeitee oder Salzwasser zu gurgeln hilft, die Schleimhäute feucht zu halten und den Halsschmerz zu lindern.
  • Halsbonbons: Zuckerfreie Halsbonbons und Lutschpastillen – zum Beispiel aus Salbei – beruhigen den Hals.
  • Viel trinken: Ein weiterer, altbewährter Tipp bei Halsschmerzen ist es, viel Tee und Wasser zu trinken. Ingwertee und Heiße Zitrone verringern Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.

Vorsicht mit Heilkräutern in der Schwangerschaft und Stillzeit

Bei einigen Teesorten ist jedoch Vorsicht geboten. Vielen Heilkräutern, wie zum Beispiel Kümmel und Fenchel, werden unerwünschte Nebenwirkungen in der Schwangerschaft nachgesagt. Durch ihre stimulierende Wirkung auf Gebärmutter und Hormone können sie Frühwehen auslösen und somit die Gefahr für eine Frühgeburt steigern.

Salbei beispielsweise sollte in konzentrierter Form in der Schwangerschaft und vor allem in der Stillzeit gemieden werden. Es kann die Milchbildung hemmen und wird deshalb von vielen Frauen als Abstillmittel verwendet. Auch als Tee sollten Sie Salbei nicht übermäßig konsumieren – zum Gurgeln und als Küchengewürz ist die Heilpflanze jedoch völlig unbedenklich.

Sind Halsschmerzen gefährlich für das Baby?

Halsschmerzen, die mit Hausmitteln bekämpft werden können und nach ein paar Tagen wieder verschwinden, sind keine große Gefahr für das Baby: Durch die Fruchtblase ist das Kleine gut vor äußeren Einflüssen geschützt.

  • Die besten Hausmittel bei Erkältung: Was hilft gegen lästige Halsschmerzen?
  • Rauer Hals: Heiserkeit bei Kindern – hilfreiche Tipps
  • Infektion am Gaumen: Symptome und Therapie einer Mandelentzündung
  • Halsschmerzen bei Kindern: Wann Sie zum Arzt gehen müssen
  • Husten: Husten in der Schwangerschaft: Gefährlich?

Wenn sich die Halsschmerzen aber über mehrere Tage hartnäckig halten und weitere Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen am Hals, Kopf- und Gliederschmerzen dazu kommen, sollte unbedingt ein Arzt aufsucht werden. Gefährlich wird es nämlich dann, wenn die Halsschmerzen als ein Symptom für ernsthafte Infektionen auftreten. Beispielsweise können Streptokokken der Gruppe B Auslöser der Entzündung sein. In solchem Fall ist Vorsicht geboten: Wenn die bakterielle Infektion nicht früh genug erkannt wird, kann das schlimme Folgen für das Neugeborene haben.

Halsschmerzen in der Schwangerschaft: Die fünf besten Hausmittel

Zuerst ist es nur ein Kratzen, dann schmerzt der ganze Rachen: Halsschmerzen in der Schwangerschaft – und natürlich nicht nur dann – sind echt fies! Was du mit Baby im Bauch dagegen unternehmen kannst.

Wann ist ein Arztbesuch bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft nötig?

Der Grund für Halsschmerzen ist in den meisten Fällen eine Infektion der Atemwege, die oft von alleine nach ein paar Tagen wieder verschwindet. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn zu den Halsschmerzen auch Fieber dazu kommt. Dann solltest du als Schwangere den Arzt aufsuchen.

Auch wenn die Halsschmerzen in der Schwangerschaft auf eine eitrige Mandelentzündung zurückzuführen sind, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Dann wird meist ein Penicillin gegeben, dass die Symptome schnell zum Abklingen bringt.

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Welche Medikamente darf ich bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft nehmen?

In der Apotheke kann man unzählige Medikamente gegen Halsschmerzen kaufen. Leider ist so gut wie keines in der Schwangerschaft erlaubt. Denn wie so oft besteht die Gefahr, dass die Inhaltsstoffe der Arzneimittel von der Mama auf das ungeborene Baby übergehen und ihm im schlimmsten Fall schaden können.

Die meisten Medikamente sind verboten. Aber Hausmittel wie Salbeitee lindern Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Lass dich deshalb unbedingt in der Apotheke oder beim (Frauen)arzt beraten, was für dich jetzt geeignet ist. Einen guten Überblick bietet auch die App „Embryotox“, die über 400 Wirkstoffe hinsichtlich ihrer Verwendung in der Schwangerschaft bewertet.

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Welche Hausmittel helfen bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft?

1. Kartoffelwickel gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Kartoffelwickel haben sich seit Jahrzehnten bei Halsschmerzen bewährt, weil sie durch die Wärme die Beschwerden lindern. Dafür einfach gekochte Kartoffeln noch heiß zerstampfen, in ein Tuch wickeln und das um den Hals wickeln. Achtung, Verbrennungsgefahr!

2. Tee gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Tee ist nicht nur super, um den durch die Erkältung erhöhten Flüssigkeitsbedarf des Körpers auszugleichen. Seine Wärme ist auch wohltuend bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft. Doch Vorsicht: Nicht alle Tees sind jetzt erlaubt!

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Nichts falsch machen kann man mit Lindenblütentee. Auch Salbeitee ist geeignet – besonders, um damit zu gurgeln. Literweise sollte er allerdings nicht getrunken werden, weil er dann unter Umständen zu Krämpfen und Schwindel führen kann.

3. Heiße Zitrone gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Eine selbst gemachte heiße Zitrone mit Honig ist ein Klassiker, der so einiges kann: Die Säure der Zitrone und der Honig lindern die Halsschmerzen. Außerdem ist das Getränk ein Booster fürs Immunsystem und sorgt für eine Extraportion Vitamin C und Zink.

Dazu einfach eine (Bio-)Zitrone auspressen, mit nicht mehr kochendem Wasser aufgießen und mit Honig süßen, sobald der Sud etwas abgekühlt ist.

4. Scharf essen gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Du bist schwanger und bekommst von Curry und Co. kein Sodbrennen? Dann ist auch dieser Tipp für dich geeignet: Scharfes Essen lindert nicht nur Halsschmerzen, es steigert auch das allgemeine Wohlbefinden, weil es die Serotoninbildung anregt.

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5. Apfelessig und Ingwer gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Apfelessig wirkt desinfizierend und ist deshalb ein super Hausmittel gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft. Du kannst ihn entweder in einen Saft mischen oder mit Tee und Honig trinken. Auch zum Gurgeln ist er ideal!

Die gleiche Wirkung hat Ingwer. Dazu ist die Wunderknolle auch noch durchblutungsfördernd und schmerzlindernd. In Stücke geschnittenen Ingwer mit heißem Wasser aufgießen, nach Belieben mit Honig und Zitrone (für den extra Vitamin-C-Kick) verfeinern und in kleinen Schlucken trinken. Da Ingwer eine leicht wehenfördernde Wirkung zugesprochen wird, solltest du ihn allerdings auch nur in Maßen zu dir nehmen.

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