Eisprung mit clomifen

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Clomifen bei Kinderwunsch

Clomifen ist ein Wirkstoff der bei einer hormonellen Behandlung von Frauen mit Kinderwunsch eingesetzt wird. Das Medikament ist ein sogenannter selektiver Estrogenrezeptormodulator, welcher in Tablettenform eingenommen wird und eine Eizellenreifung an den Eierstöcken auslösen soll. Durch Clomifen soll die Produktion von Eizellen und der Eisprung stimuliert werden. 74 Bewertungen Clavella Beutel 60X2 g

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Wichtige Vorrausetzungen für eine Behandlung mit Clomifen

Es muss ein Nachweis erbracht werden in der ein fehlender Eisprung bestätigt wurde
Eine Infektion mit Chlamydien muss ausgeschlossen werden
Überprüfung des Impfstatus
Vermeidung von Nikotin, Drogen und Alkohol
Vorliegen mit Spermaanalyse des Partners in der bestätigt ist, dass eine Unfruchtbarkeit des Mannes ausgeschlossen ist

Die Voraussetzung für die Befruchtung – Der Eisprung

Seit der Geburt trägt jede Frau eine große Anzahl an Eibläschen, auch Follikel genannt, in ihren Eierstöcken. Ab der Geschlechtsreife reifen bis zu 100 dieser Eibläschen monatlich in den Eierstöcken heran. Dafür ist das Follikelstimulierende Hormon FSH verantwortlich. Dieses Hormon wird in der Hirnanhangsdrüse produziert. Die heranreifenden Eibläschen schütten das weibliche Geschlechtshormon Östrogen aus. Die Konzentration des Hormons Östrogen steigt ein bis zwei Wochen nach der Periode, also in der Zyklusmitte, stark an. Der starke Anstieg des Östrogens führt zu einer Ausschüttung des Hormons LH. Von beiden wird dann gemeinsam der Eisprung ausgelöst. Eine oder gelegentlich auch mehrere gereifte Eizellen lösen sich aus den Eibläschen und wandern im Eileiter Richtung Gebärmutter. Der Weg bis in die Gebärmutter dauert etwa 12 – 24 Stunden. In dieser Zeit kann die Eizelle durch Spermien befruchtet werden.

Wann wird Clomifen eingesetzt?

Manche Frauen haben einen unregelmäßigen Eisprung oder auch gar keinen. So wird es diesen Frauen erschwert sein, schwanger zu werden. In diesen Fällen hat sich bewährt, Clomifen als Behandlungsmedikament zu verwenden. Der Wirkstoff beeinflusst den Hormonhaushalt der Frau positiv und soll so die Fruchtbarkeit verbessern. Sehr beliebt ist Clomifen nicht nur wegen der leichten Handhabung, sondern auch, weil es im vergleich zu anderen Medikamenten sehr wenig Nebenwirkungen hat und trotzdem gute Ergebnisse aufweist.

Wie wirkt sich Clomifen auf den Hormonhaushalt aus?

Clomifen täuscht dem Körper vor, dass er ein Mangel an Östrogen hat, es ist ein Anti-Östrogen. Um diesen Mangel auszugleichen, werden von der Hirnanhangsdrüse Hormone ausgeschüttet. Durch das follikelstimulierende Hormon FSH werden die Eierstöcke angeregt und es werden mehr Eizellen und somit auch mehr Östrogene produziert. Dem Körper wird vorgegaukelt, dass zu wenig Östrogen produziert wird. Der Eisprung wird durch das luteinisierende Hormon stimuliert. 12-24 Stunden nach der Einnahme von Clomifen ist daher die Chance höher Schwanger zu werden.

Die Behandlung mit Clomifen

Meistens wird Clomifen in Form von Tabletten verschrieben. So kann die Behandlung unkompliziert von zu Hause aus durchgeführt werden. Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt. Sie liegt aber in der Regel bei etwa 25 bis 50 Milligramm pro Tablette.
Der Arzt wird die Größe der Eizellen in mehreren Ultraschall-Untersuchungen beobachten und kann so feststellen, ob sich Eibläschen entwickeln und es zum Eisprung kommt. In jedem Zyklus wird zusätzlich Blut abgenommen, um zusätzlich Veränderungen im Hormonhaushalt festzustellen.
Auf die Behandlung reagiert jeder Körper individuell. Es kommt manchmal vor, dass die Hormontherapie ihre Zeit braucht, bis sie anschlägt. Meistens werden sechs Zyklen bei den Patientinnen mit Clomifen unterstützt. Wenn nach sechs Zyklen kein Eisprung festgestellt werden kann, wird Clomifen meist abgesetzt.

Wann erfolgt der Eisprung nach Clomifen

Wenn mit der Einnahme von Clomifen am 3. Zyklustag begonnen, erfolgt der Eisprung meistens zwischen dem 12. Und 14. Zyklustag. Außerdem wird ab dem 12. Zyklustag jeden zweiten Tag ein Ultraschall gemacht, um den Eisprung zu überprüfen. Nur so kann der Arzt bestimmen, ob wirklich ein Eisprung stattgefunden hat.

Nebenwirkungen von Clomifen

Die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft ist in der Zeit der Einnahme von Clomifen erhöht, da mehrere Eibläschen gleichzeitig heranwachsen. Bei etwa einem fünftel der Schwangerschaften die durch Clomifen unterstützt wurden, sind Zwillingsschwangerschaften entstanden. Es kann vorkommen, dass die Schleimhäute des Muttermundes sich so verändern, dass Spermien nur sehr schwer durch sie hindurch kommen können. In diesem Fall ist die Chance auf eine Schwangerschaft verringert. Auch die Schleimhaut in der Gebärmutter kann gestört sein, so kann sich die befruchtete Eizelle nicht einnisten.

Es kann außerdem zu folgenden Nebenwirkungen während der Einnahme von Clomifen kommen:

  • Unterleibsschmerzen
  • Hitzewallungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schwindelgefühl
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Schlafstörungen
  • Hautausschläge
  • Nervosität
  • Launigkeit

Normalerweise verschwinden diese unerwünschten Nebenwirkungen nach ein paar Tagen von alleine. Deshalb muss Clomifen in der Regel nicht abgesetzt werden.

Nach einer Clomifenbehandlung schwanger

Es gibt kein Risiko für Schädigungen oder Krankheiten bei einer Schwangerschaft nach einer Behandlung mit Clomifen. In der Regel verlaufen die Schwangerschaften normal und stellen keine größeren Probleme dar. Das Risiko für eine Fehlgeburt ist allerdings um etwa 20% erhöht. Aus diesem Grund sollte eine lückenlose Vorsorge in der Schwangerschaft gemacht werden. Außerdem kann eine Vergrößerung der Eierstöcke entstehen. Deshalb sollte nach einem erfolglosen Behandlungszyklus in der Zeit der Regelblutung ein Ultraschall erfolgen. Wird festgestellt, dass die Eierstöcke vergrößert sind, muss eine Therapiepause eingelegt werden. Clomifen darf nicht weiter eingenommen werden, nachdem eine Schwangerschaft eingetreten ist.

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Über Kim Riehl

Kim ist 29 Jahre alt und wohnt mit ihrer einjährigen Tochter Mila in Mainz. Sie gehen regelmäßig gemeinsam zum Babyschwimmen oder bauen Sandburgen im Sandkasten. Wenn die Autorin nicht gerade für den Elternkompass schreibt, liebt sie es zu fotografieren.

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Eine gestörte Funktion der Eierstöcke (unzureichende Reifung der Follikel, auch Eibläschen genannt, fehlender Eisprung, gestörte Gelbkörperphase) als Ursache für das Ausbleiben einer Schwangerschaft kann häufig durch den Einsatz von Clomifen behandelt werden. Als typische Erkrankung, welche die Funktion der Eierstöcke stört, sei das PCO-Syndrom genannt.
Wichtige Voraussetzungen für eine Behandlung mit Clomifen:

  • Nachweis einer oben genannten Funktionsstörungen der Frau durch Blutuntersuchung
  • Ausschluss einer Infektion mit Chlamydien
  • Überprüfung des Impfstatus, z. B. Nachweis einer Immunität gegen Röteln
  • Meidung von Giften wie Nikotin, Alkohol und Drogen
  • Einnahme von 200 µg Jodid und mindestens 400 µg Folsäure tgl., z. B. in Form von Folio forte®
  • Vorliegen einer Spermaanalyse des Partners mit folgenden Ergebnissen: Ejakulatvolumen mindestens 2 ml, mindestens 20 Millionen Spermien pro ml Ejakulat, mindestens 15 % normal geformte Spermien, mindestens 25 % sehr gut und zielgerichtet bewegliche Spermien

Das Medikament Clomifen ist ein so genannter selektiver Estrogenrezeptormodulator, welcher als Tablette eingenommen eine Eizellreifung an den Eierstöcken auslösen soll. Der Wirkmechanismus beruht darauf, dass durch das Medikament der Hirnanhangdrüse gemeldet wird, dass im Körper zu wenig Östrogen produziert wird. Die Reaktion der Hirnanhangdrüse darauf ist die vermehrte Ausschüttung von eizellstimulierendem Hormon (FSH). Als Nebeneffekte sind negative Wirkungen auf das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut und den Gebärmutterhalsschleim möglich.
Als erster Zyklustag wird der Tag bezeichnet, an dem eine Regelblutung beginnt. Die Einnahme erfolgt ab dem 2. bis 5. Zyklustag über 5 Tage. Der Zyklustag des Einnahmebeginns hat keinen Einfluss auf die Erfolgschance. Zunächst wird ein Versuch mit einer Tablette (50 mg Clomifen) vorgenommen, bei Nichtansprechen nach ärztlicher Rücksprache auch mit zwei Tabletten.

Zwischen dem 10. und 12. Zyklustag wird ein Untersuchungstermin vereinbart. Zunächst kann der Gebärmutterhalsschleim mittels des sogenannten Zervix-Score beurteilt werden.
Für den Farnkraut-Test wird Gebärmutterhalsschleim entnommen und auf ein Glasplättchen aufgetragen. Nach 10 bis 15-minütiger Trocknung bei Raumtemperatur kann man das Ergebnis unter dem Mikroskop ablesen.
Spermien können den Schleim ab einem Punktwert von 8 durchdringen. Bei schlechterem Score sollte auf eine Gonadotropinstimulation umgeschwenkt werden.
Durch einen Ultraschall bekommt man einen Überblick über die Zahl und Reife der Follikel (maximaler Durchmesser in einer Ebene) in den Eierstöcken und die Höhe und -struktur der Gebärmutterschleimhaut. Letztere sollte mindestens 6 mm betragen.
Bei Vorliegen eines PCO-Syndroms verzögert sich häufig die Follikelreifung auch unter Clomifengabe. Follikel ab einem Durchmesser von 14 mm werden als potenziell heranreifende Follikel eingestuft. Durchschnittlich kann von einem weiteren Follikelwachstum von ca. 2 mm pro Tag ausgegangen werden. Bei mindestens einem Follikel von 12 mm Durchmesser kann deshalb eine weitere Ultraschallkontrolle nach 3 Tagen erfolgen. Findet sich kein Follikel von mindestens 10 mm Durchmesser, wird nach einer Woche noch einmal eine sonographische Kontrolle vorgenommen. Findet sich dann immer noch kein Follikel über 10 mm Durchmesser, muss die Dosis im nächsten Zyklus gesteigert werden. Bei mehr als zwei Follikeln über 14 mm Durchmesser wird die Therapie abgebrochen und es darf nur geschützter Geschlechtsverkehr in diesem Zyklus erfolgen. Reifen bei einer Dosierung von 50 mg/Tag mehr als 2 Follikel, kann aus klinischer Erfahrung eine erneute Stimulation mit 25 mg/Tag Clomifen versucht werden.
Bei einem Durchmesser des größten Follikels von mindestens 18 mm kann der Eisprung durch intramuskuläre Injektion von 5.000 IE HCG (z. B. Predalon®, Brevactid®, Pregnyl®) oder subkutane Injektion von 250 µg rekombinantem HCG (Ovitrelle®) ausgelöst werden. Off label ist eine subkutane Anwendung der ersten drei Präparate ebenso effektiv wie die intramuskuläre Gabe. Der Eisprung ist ca. 36-40 Stunden später zu erwarten. Der Geschlechtsverkehr muss möglichst am Tag der Injektion stattfinden.
Ohne Ovulationsauslösung wird dem Paar empfohlen, ab einer Follikelgröße von 18 mm alle zwei Tage für die nächsten 6 Tage Geschlechtsverkehr zu haben.
Möglich ist auch das Selbstmonitoring mit Ovulationstests. Meist kommt es fünf bis zwölf Tage nach der letzten Tabletteneinnahme zum LH-Anstieg.
Durchschnittlich kommt es in der Startdosierung bei 46 % der Patientinnen zu einem Eisprung, weitere 21 % werden dann unter 100 mg und nur noch weitere 8 % unter 150 mg Clomifen reagieren. Die kumulative Konzeptionsrate bei ovulierenden Frauen beträgt nach sechs Clomifenzyklen ca. 64 %. Bei ca. 25 % aller Patientinnen bleibt der Eisprung unter Clomifen leider aus (Clomifenresistenz). Aufgrund der geringen Erfolgsaussichten wird mit einer Dosierung von 150 mg Clomifen in der Regel nicht mehr stimuliert.
Wichtige Hinweise:
Unter Clomifen ist die Fehlgeburtsrate auf ca. 20 % erhöht. Mehrlingsschwangerschaften treten in ca. 10 % der Fälle auf. Die häufigsten Nebenwirkungen von Clomifen sind Übelkeit (bis 5 %), Sehstörungen (<2 %), Vergrößerungen der Eierstöcke, Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Unterleibsschmerzen. Beim Auftreten von Sehstörungen wird die Fortführung einer Clomifentherapie nicht empfohlen.
Sollte sich im Vorfeld eine Gelbkörperschwäche gezeigt haben, kann die zweite Zyklushälfte noch mit 200-400 mg Progesteron intravaginal abgedeckt werden. Das häufig verwendete Präparat Utrogest® besitzt keine Zulassung im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung und kann daher nur auf Privatrezept (Off-Label-Use) verordnet werden.
Zwischen dem 6. und 8. Tag nach dem vermutlichen Eisprung kann durch Kontrolle von Estradiol und Progesteron im Blut die Entwicklung des Gelbkörpers gut beurteilt werden. Eine zusätzliche Messung der Basaltemperatur ist bei diesem Behandlungsschema nicht nötig.
Nach einem ersten erfolglosen Behandlungszyklus sollte zum Zeitpunkt der Regelblutung eine Ultraschalluntersuchung zum Ausschluss vergrößerter Eierstöcke erfolgen. Bei deren Nachweis würde eine Therapiepause für einen Zyklus eingelegt werden. Diese kann auch grundsätzlich eingelegt werden.
Es ist möglich, bis zu 6 Zyklen mit dieser Hormontherapie durchzuführen. Spätestens nach 3 aufeinander folgenden Zyklen wird jedoch zunächst eine Therapiepause für 2 Zyklen eingehalten. Nach vier bis sechs erfolglosen Therapiezyklen muss auf eine höhergradige sterilitätstherapeutische Maßnahme übergegangen werden. Auch bei fehlendem Ansprechen der Eierstöcke auf Clomifen oder fehlendem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut besteht die Indikation für eine Stimulationstherapie der Eierstöcke mit Gonadotropinen. Eine mögliche Ursache einer Misserfolgs kann eine Insulinresistenz sein. Diese liegt z. B. bei einem PCO-Syndrom häufiger vor.

Clomifen: Behandlung bei Kinderwunsch

Clomifen hilft bei Kinderwunsch dabei, die Fruchtbarkeit zu verbessern. ©iStock.com/SolStock

Hormonelle Störungen äußern sich bei Frauen zum Beispiel in Zyklusstörungen, also Unregelmäßigkeiten im Zyklus. Außerdem kann der Eisprung bei betroffenen Frauen teilweise oder ganz ausbleiben, beispielsweise beim polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO). Frauen mit Kinderwunsch kann dann der Östrogen-Antagonist Clomifen helfen: Der Wirkstoff regt die Eireifung und den Eisprung an und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft.

Artikelinhalte im Überblick:

  • Wie wirkt Clomifen?
  • Handhabung
  • Ultraschall zeigt Behandlungserfolg
  • Vorsorge bei erfolgreicher Schwangerschaft
  • Nebenwirkungen

Schwanger werden – die besten Tipps

Wie wirkt Clomifen?

Clomifen stimuliert die Hirnanhangdrüse im Gehirn, sodass sie vermehrt bestimmte Botenstoffe produziert. Bei diesen Botenstoffen handelt es sich um FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon). FSH wirkt bei der Eizellenreifung mit, LH ist am Eisprung beteiligt.

In den meisten Fällen setzen Ärzte Clomifen als Teil der sogenannten ovariellen Stimulationstherapie ein. Unter dieser Behandlung fasst man alle Methoden zusammen, bei denen Hormone verabreicht werden, um Eizellen zur Reifung zu bringen und den Eisprung zu stimulieren.

Clomifen ist leicht zu handhaben

Der große Vorteil der Medikamente, die Clomifen enthalten, liegt in der Handhabung: Frauen mit Kinderwunsch nehmen den Wirkstoff in Tablettenform ein. Damit unterscheidet sich Clomifen von anderen hormonellen Behandlungen, die gespritzt werden müssen. Zudem gestaltet sich die Anwendung von Clomifen recht unkompliziert. Lediglich an fünf aufeinanderfolgenden Tagen müssen Frauen jeweils eine Tablette einnehmen. Die Behandlung beginnt dabei zwischen dem zweiten und fünften Zyklustag.

Zeigt die Therapie mit Clomifen Erfolg, setzt der Eisprung etwa eine Woche nach Einnahme der letzten Tablette ein, also ungefähr zwischen dem zehnten und zwölften Tag des Zyklus. Falls der Eisprung nach 20 Tagen ausgeblieben ist, wartet man die nächste Regelblutung ab. Im darauffolgenden Zyklus beginnen behandelte Frauen erneut mit der Einnahme von Clomifen. Insgesamt sollte die Behandlung mit Clomifen bei Kinderwunsch nicht länger als drei Monate dauern beziehungsweise nicht mehr als fünf bis sechs Behandlungszyklen lang durchgeführt werden.

Ultraschall zeigt, ob Clomifen wirkt

Die individuelle Dosis von Clomifen legt der Arzt vor Beginn der Behandlung fest. In der Regel liegt die Initialdosis bei 50 Milligramm pro Tag, die bei Bedarf in Rücksprache mit dem Arzt auf 100 Milligramm bis maximal 150 Milligramm täglich gesteigert werden kann. Während der Behandlung überwacht der Frauenarzt das Reifen der Eibläschen, die Vorläufer von Eizellen.

Zu diesem Zweck führt er am ersten und letzten Tag der Einnahme von Clomifen eine Ultraschalluntersuchung durch. Abhängig vom Ergebnis passt der Arzt die Menge des Wirkstoffs im Anschluss gegebenenfalls an. Sind die Eizellen herangereift, kontrolliert der Arzt ab dem zwölften Zyklustag mittels Ultraschall, ob der Eisprung stattfindet.

Der Körper reagiert von Frau zu Frau unterschiedlich auf Clomifen. Außerdem kann die Wirkung in jedem Zyklus variieren. Aus diesem Grund führt der Arzt die Ultraschall-untersuchungen in jedem Einnahme-Intervall durch. Darüber hinaus entnimmt er der behandelten Frau Blut, um die Hormonkonzentration genau bestimmen zu können.

Schwanger nach Behandlung mit Clomifen: Vorsorge ist wichtig

Führt die Therapie mit Clomifen zum Erfolg und tritt eine Schwangerschaft ein, beendet der Arzt die Behandlung. Die meisten Schwangerschaften verlaufen im Anschluss normal. Clomifen erhöht also nicht das Risiko für Krankheiten während der Schwangerschaft. Auch die Kinder sind in der Regel nach der Geburt gesund. Allerdings steigt durch die medikamentöse Kinderwunschbehandlung die Gefahr für Fehlgeburten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt in der Schwangerschaft lückenlos wahrzunehmen.

In manchen Fällen kann eine erfolgreiche Clomifen-Therapie aber zu einer Überraschung führen: Anstatt eines Kindes wachsen im Mutterbauch plötzlich Zwillinge oder Drillinge heran. Da Clomifen die Reifung der Eibläschen sehr stark anregt, ist es möglich, dass nicht nur eine, sondern mehrere befruchtungsfähige Eizellen während eines Zyklus heranwachsen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit für Mehrlingsschwangerschaften.

Umgekehrt kann Clomifen die Chance auf eine Schwangerschaft auch verringern. In seltenen Fällen verändert der Wirkstoff beispielsweise die Schleimhaut des Muttermunds. Die Spermien gelangen dann nicht mehr zur Eizelle, um sie zu befruchten. Außerdem irritiert Clomifen gelegentlich die Schleimhaut in der Gebärmutter, sodass sich die befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Während der Einnahme von Clomifen können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Schwindelgefühl
  • Sehstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Hautausschläge
  • Nervosität
  • vergrößerte Eierstöcke
  • Unterleibsschmerzen

In der Regel verschwinden diese Symptome wieder, sobald Clomifen abgesetzt wird. Immer wieder wurden in der Öffentlichkeit Befürchtungen laut, Clomifen erhöhe das Krebsrisiko. Nach aktuellem Forschungsstand ist diese Sorge allerdings unbegründet.

Zervixschleim: So erkennen Sie Ihre fruchtbaren Tage

Die häufigsten Fragen zu Clomifen

Warum wird Clomifen verordnet und wie wirkt es?

Clomifen wird Frauen mit Kinderwunsch verordnet, die keinen oder nicht regelmäßig einen Eisprung haben. Es stimuliert die Hirnanhangsdrüse, vermehrt Hormone zu produzieren, die sich positiv auf den Zyklus auswirken.

Clomifen gehört damit zu den Wirkstoffen, die bei einer ovariellen Stimulationstherapie verabreicht werden: Das Heranreifen von Eibläschen (Follikeln) in der ersten Hälfte des Zyklus wird durch das Follikelstimulierende Hormon (FSH) angeregt. Die Follikel wiederum schütten umso mehr Östrogene aus, je reifer sie werden. Östrogene führen zu einer vermehrten Ausschüttung des Luteinisierenden Hormons (LH) und des Gestagens Progesteron.

Diese Hormone sorgen gemeinsam dafür, dass in der Mitte des Zyklus ein Eisprung stattfindet. Beim Eisprung löst sich ein reifes Follikel (das Leitfollikel) aus dem Eierstock und wandert durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Auf dieser „Wanderung“ kann die Eizelle durch eine Samenzelle befruchtet werden und sich anschließend in der Gebärmutter einnisten.

Wie wird Clomifen eingenommen?

Clomifen wird in der ersten Zyklushälfte eingenommen: In der Regel wird vom dritten bis zum siebten Tag oder vom fünften bis zehnten Tag des Zyklus täglich eine Tablette mit dem Wirkstoff geschluckt. Parallel sollten alle zwei Tage Ultraschalluntersuchungen beim Frauenarzt erfolgen, um das Wachstum der Eibläschen (Follikel) im Eierstock sowie ggf. den Eisprung zu überwachen.

Die Dosis pro Tablette liegt zwischen 25 und 50 Milligramm, sehr selten noch darüber.

Verlängert Clomifen den Zyklus?

Die Zykluslänge wird durch Clomifen konkret nicht beeinflusst. Grundsätzlich ist es aber möglich, dass der Zyklus unter der Einnahme etwas anders verläuft als sonst. Wenn sich die Regelblutung um mehr als eine Woche verspätet, kann aber auch eine Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.

Warum muss ich Clomifen unter ärztlicher Aufsicht einnehmen?

Der Wirkstoff Clomifen greift massiv in die Abläufe des Körpers ein. Deshalb ist eine lückenlose ärztliche Überwachung während der Einnahme nötig. Vor allem die Kontrolle des Zyklus steht dabei im Mittelpunkt: Wenn zu viele Eibläschen (Follikel) im Eierstock heranreifen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft, die mit mehr Risiken verbunden ist als eine Schwangerschaft mit nur einem Kind.

Zudem ist es notwendig, den Eisprung zu kontrollieren. Wenn kein Eisprung stattfindet, wird ggf. mit anderen Medikamenten nachgeholfen, die den Eisprung auslösen, da sich sonst Zysten im Eierstock bilden können.

Welche Nebenwirkungen hat Clomifen?

Gelegentlich kommt es vor, dass Clomifen zu einer Verdickung des Gebärmutterschleims führt. Dieser Schleim „verstopft“ den Gebärmutterhals, sodass ihn Spermien gar nicht oder nur mühsam passieren können. Diese Nebenwirkung verringert die Aussicht auf eine Schwangerschaft natürlich erheblich.

Auch die weiteren Nebenwirkungen von Clomifen müssen beobachtet werden. Dazu gehören vor allem Seh- und Schlafstörungen, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Unterleibsschmerzen und Magen-Darm-Störungen. Die Behandlung mit Clomifen muss deshalb nicht abgebrochen werden, da die Beschwerden meist nur wenige tage anhalten. Dann kommen andere Medikamente in Frage, die im Rahmen einer Fruchtbarkeitsbehandlung eingesetzt werden können.

Nach aktuellem Forschungsstand erhöht sich das Krebsrisiko durch Clomifen nicht.

Ist die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft nach der Einnahme von Clomifen erhöht?

Ja, nach einer Clomifen-Behandlung kommt es häufiger zu Mehrlingsschwangerschaften: Bei einem Fünftel aller unter Clomifen entstandenen Schwangerschaften handelt es sich um Mehrlinge; die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft erhöht sich durch die vorherige Einnahme von Clomifen um das Achtfache.

Durch Clomifen werden die Eierstöcke angeregt, vermehrt Eibläschen zu produzieren. Es befinden sich deshalb in jedem Clomifen-Zyklus mehr Eibläschen (Follikel) als sonst in den Eierstöcken. Das erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Follikel während des Eisprungs in den Eileiter wandern.

Treffen die Samenzellen im Eierstock auf mehrere Eizellen, werden diese auch befruchtet. Wenn alle befruchteten Eizellen (Zygoten) in die Gebärmutter gelangen und sich dort erfolgreich einnisten, beginnt eine Mehrlingsschwangerschaft.

Wird das Risiko von Komplikationen in der Schwangerschaft durch Clomifen erhöht?

Nein, das Risiko von Komplikationen in der Schwangerschaft ist durch Clomifen nicht erhöht. Die Rate an Fehlgeburten ist nach einer Behandlung mit Clomifen höher als bei einer Schwangerschaft, die ohne Hilfsmittel zustande gekommen ist.

Nach einer Clomifen-Behandlung kommt es häufiger zu Mehrlingsschwangerschaften. Bei Mehrlingsschwangerschaften bestehen immer auch folgende Schwangerschaftsrisiken:

  • Frühgeburt
  • Wachstumsstörungen
  • Fehlgeburt
  • Fehlbildungen

Die Belastung der Mutter ist ebenfalls höher als bei nur einem Kind: Es kommt verstärkt zu Müdigkeit und schneller zu einer Überlastung des mütterlichen Organismus, zum Beispiel bei Stress oder körperlicher Anstrengung.

Wie oft darf man Clomifen anwenden?

Untersuchungen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, mithilfe von Clomifen schwanger zu werden, nach sechs aufeinander folgenden Zyklen stark sinkt. Deshalb wird die Behandlung nach sechs erfolglosen Clomifen-Zyklen in der Regel nicht weiter fortgeführt und es kommen andere Verfahren zum Einsatz. Die meisten Frauen werden innerhalb der ersten drei Behandlungszyklen mit Clomifen schwanger.

Wie hoch sind die Erfolgschancen bei Clomifen?

Es gibt bislang keine verlässlichen Zahlen, die etwas über die Chancen, mithilfe von Clomifen schwanger zu werden, aussagen. Aufgrund seiner einfachen Handhabung wird Clomifen in Deutschland sehr häufig verordnet.

Fest steht aber, dass Clomifen einen Eisprung auslösen kann und zu einer vermehrten Bildung von Eibläschen (Follikeln) führt. Dies erhöht die Chance auf eine Schwangerschaft, vor allem bei Frauen, die aufgrund des PCO-Syndroms keinen Eisprung mehr haben.

Ob eine Frau schwanger wird, hängt aber auch von diversen anderen Faktoren ab. So spielen Alter und gesundheitlicher Zustand der Frau eine große Rolle. Außerdem die Spermaqualität des Partners. Wird eine Clomifen-Behandlung mit einer Insemination (Samenübertragung) verbunden, steigen die Chancen für eine Schwangerschaft noch einmal an.

Clomifen bei Kinderwunsch?

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Bei manchen Frauen findet der Eisprung unregelmäßig oder gar nicht statt und erschwert ihnen auf diese Weise, schwanger zu werden. In solchen Fällen hat sich als Behandlungsmethode die Einnahme des Arzneistoffs Clomifen bewährt. Der Wirkstoff soll die Fruchtbarkeit der Frau verbessern, indem er ihren Hormonhaushalt positiv beeinflusst. Beliebt ist Clomifen nicht nur wegen der einfachen Handhabung, sondern auch, weil es vergleichsweise wenige Nebenwirkungen aufweist und trotzdem gute Ergebnisse erzielt.

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Clomifen ist ein Anti-Östrogen, also ein Wirkstoff, der dem weiblichen Körper einen Mangel an Östrogenen vortäuscht. Um diesen vermeintlichen Östrogenmangel auszugleichen, werden über die Hirnanhangsdrüse Hormone ausgeschüttet. Das folikelstimulierende Hormon (FSH) regt die Eierstöcke an und es werden mehr Eizellen, und damit mehr Östrogen, produziert. Das luteinisierende Hormon (LH) stimuliert den Eisprung. Für die nächsten 12 bis 24 Stunden nach der Einnahme von Clomifen besteht daher eine erhöhte Chance, dass eine reife Eizelle befruchtet wird.

Wie funktioniert die Behandlung mit Clomifen?

Clomifen wird meistens in Form von Tabletten verschrieben, da die Behandlung so unkompliziert von zu Hause aus durchgeführt werden kann. Die Dosierung wird individuell vom behandelnden Arzt festgesetzt, liegt aber in der Regel bei 25 bis 50 Milligramm pro Tablette, von denen täglich eine eingenommen wird.

Zwischen dem dritten und fünften Zyklustag, gerechnet ab dem Einsetzen der Periode, beginnt die Behandlung und Du nimmst fünf Tage hintereinander jeweils eine Tablette ein. Schlägt die Hormonbehandlung gut an, sollte ungefähr eine Woche nach der letzten Einnahme der Eisprung eintreten. Wenn auch 20 Tage nach der letzten Einnahme der Eisprung ausbleibt, wird die Behandlung im nächsten Zyklus wiederholt.

Dein Arzt wird während der Behandlung die Reifung der Eizellen in mehreren Ultraschall-Untersuchungen überwachen. Er kann auf diese Weise feststellen, wie viele Eibläschen sich entwickeln und ob es tatsächlich zum Eisprung kommt. Auch wird in jedem Zyklus etwas Blut abgenommen, um Veränderungen im Hormonhaushalt zu messen.

Jeder Körper reagiert individuell auf die Behandlung und manchmal dauert es etwas, bis die Hormontherapie anschlägt. Bei den meisten Patientinnen werden maximal sechs Zyklen mit Clomifen unterstützt, da die Erfolgschancen danach in der Regel sinken. Sollte die Therapie bei Dir nicht anschlagen, gibt es andere fruchtbarkeitsfördernde Präparate und Methoden, die Dich Deinem Kinderwunsch eventuell doch noch näher bringen. Dein Arzt wird Dich dazu ausführlich beraten.

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Welche Erfolgschancen birgt die Behandlung mit Clomifen?

Bei 70 bis 80 Prozent der Frauen, die Clomifen einnehmen, entwickeln sich die Eizellen gut und es kommt zum Eisprung. Die Behandlung ist zwar kein Garant für eine Schwangerschaft, aber die Chancen verbessern sich deutlich. Zwischen 15 und 50 Prozent der Frauen werden im Anschluss an die Gabe von Clomifen schwanger, die meisten bereits in den ersten drei Monaten der Behandlung. Die breite Zahlenspanne ergibt sich aus den zahlreichen Faktoren, die die Chancen einer Schwangerschaft mitbestimmen, zum Beispiel das Alter der Mutter oder die Spermienqualität des Partners. Diese Faktoren kannst Du im Vorfeld gemeinsam mit Deinem Arzt analysieren, um individuelle Erfolgschancen einzuschätzen.

Übrigens: Es ist nicht ungewöhnlich, dass während der Einnahme von Clomifen mehr als eine Eizelle heranreift und freigegeben wird. So erklärt sich die, mit etwa fünf Prozent relativ hohe, Quote von Mehrlingsschwangerschaften, meistens Zwillinge, im Rahmen einer Clomifen-Behandlung.

Welche Nebenwirkungen kann eine Behandlung mit Clomifen haben?

  • Bei hormonellen Fruchtbarkeitsbehandlungen treten unter Umständen leichte Nebenwirkungen auf, die den Symptomen in der Menopause ähneln. Du hast vielleicht Hitzewallungen, Schweißausbrüche und leidest ab und zu unter Schwindelgefühlen. Manchmal kommen Übelkeit, Unterbauch- und Kopfschmerzen, leichte Sehstörungen oder Schlaflosigkeit hinzu. Die Hormonveränderungen können außerdem Deine Stimmung beeinflussen, weshalb Du gegebenenfalls ohne Grund schlecht gelaunt, nervös und leicht reizbar bist.
  • In zirka fünf Prozent der Fälle bilden sich durch die Hormontherapie sogenannte Ovarialzysten. Es handelt sich dabei um kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen an den Eierstöcken, die meistens keine Beschwerden verursachen und sich von selbst zurückbilden. Wachsen sie allerdings weiter und bereiten Dir Schmerzen, sollten sie durch einen kleinen Eingriff entfernt werden.
  • Durch den scheinbar niedrigen Östrogenspiegel kommt es manchmal zu Veränderungen der Schleimhäute an Gebärmutter und Gebärmutterhals. Beides kann die Bedingungen, ein Kind zu empfangen, verschlechtern, da zum einen die Befruchtung der Eizelle, zum anderen deren Einnistung erschwert wird. Daher sollte Dein Arzt auch regelmäßig die Qualität der Gebärmutterschleimhaut und des Zervixschleims überprüfen.
  • Eine Zeit lang stand Clomifen, wie andere Hormonpräparate, im Verdacht, das Risiko von Eierstockkrebs zu erhöhen. Studien konnten bisher allerdings keine Zusammenhänge zwischen Hormontherapie und Krebserkrankung feststellen.

Und wenn die Clomifen Behandlung nicht funktioniert?

Falls Du eine Behandlung mit Clomifen durchgeführt hast und trotzdem nicht schwanger geworden bist, lass Dich nicht entmutigen. Besprich mit Deinem Arzt mögliche Ursachen. Falls Dein Körper nicht ausreichend auf die Therapie reagiert, kann Clomifen durch andere Hormonbehandlungen – zum Beispiel Gonadotropininjektionen – ergänzt oder ersetzt werden. Wenn noch nicht geschehen, sollte auch Dein Partner sich untersuchen lassen, um eine mögliche Unfruchtbarkeit seinerseits auszuschließen. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass der Kinderwunsch auf natürlichem Wege nur schwer zu erfüllen ist, kann Euch durch die unterschiedlichen Methoden der modernen Kinderwunschmedizin geholfen werden.

Die Packung sieht harmlos aus. Eine kleine Schachtel, je nach Hersteller mit hellroten oder blauen Streifen, als könne man sich das Geschlecht des Babys gleich in der Apotheke aussuchen. Zehn Tabletten für zwei Zyklen, Kosten: gut 20 Euro, die Kasse zahlt. Wer nie vergeblich versucht hat, ein Kind zu zeugen, hat vermutlich nie davon gehört. Und doch hat neben der Pille kaum ein Medikament das Kinderkriegen mehr verändert als dieses: Clomifen.

Das Mittel regt den Eisprung an; viele Frauen bekommen es verschrieben, wenn es mit dem Schwangerwerden trotz ungeschütztem Sex nicht klappt. Es ist seit Jahrzehnten auf dem Markt und bei einigen Formen der Unfruchtbarkeit sensationell erfolgreich. Fast zu erfolgreich, meinen manche Mediziner. Weil bei geschätzt fünf bis 15 Prozent der Clomifen-Schwangerschaften nicht nur eine Eizelle reift. Stattdessen sind es gleich zwei oder drei davon, aus denen dann – zweieiige – Zwillinge oder manchmal gar Drillinge entstehen. Mit einem hohen Risiko für viel zu frühe Geburten und die Komplikationen, die damit einhergehen.

Christiane Haas öffnet die Tür mit zwei winzigen Babys auf dem Arm, um sie herum wuselt die zweijährige Tochter, nur die Älteste ist gerade im Kindergarten. Der Kindersegen ist der Gartenwohnung in der Kleinstadt bei München anzusehen. Überall Kritzelbilder und Basteleien, draußen eine Plastik-Spielküche. „Wenn ich etwas will, dann richtig“, sagt die sehr zierliche, blonde 33-Jährige (Name geändert). Und Kinder wollte sie, auf jeden Fall, und sicher nicht nur eins. Also ging sie schnell zum Arzt, als nach der ersten Geburt und der Stillzeit der Zyklus nicht wieder einsetzte. Dort bekam sie Clomifen verschrieben. Wenig später war sie schwanger, und die zweite Tochter kam zur Welt. Danach wünschten sie und ihr Mann sich ein drittes Kind. Wieder Clomifen, nach einer frühen Fehlgeburt wieder schwanger. Vor drei Monaten wurden die Zwillingstöchter geboren. Auf natürlichem Weg, kurz vor dem errechneten Geburtstermin, beide ziemlich leicht, aber gesund: zwei kleine Mädchen mit flaumigen Haaren und weit offenen Augen.

„Ich war sorglos“

Nicht immer geht es so aus. Etwa die Hälfte der Zwillinge und fast alle Drillinge werden vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche geboren. Frühchen haben oft einen schwierigen Start ins Leben. Sie müssen nach der Geburt häufiger beatmet werden und haben später öfter Lernschwierigkeiten als pünktlich geborene Kinder. Bis ins Erwachsenenalter kann ihr Risiko für Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leicht erhöht sein. Und selbst bei pünktlich geborenen Zwillingen ist häufig mindestens eines der Babys viel kleiner und leichter als ein Kind, das den Bauch seiner Mutter für sich allein hatte. Wiegen Babys bei der Geburt weniger als 2500 Gramm, bedeutet auch das ein höheres Risiko für Infektionen und Entwicklungsverzögerungen.

„Die Datenlage ist völlig klar“, sagt Heribert Kentenich, Reproduktionsmediziner am Fertility Center Berlin. „Selbst Zwillinge, bei denen der Schwangerschaftsverlauf unauffällig war, werden in der Regel zu früh geboren, kommen häufiger auf die Intensivstation und haben weitere Folgeprobleme aufgrund der Frühgeburtlichkeit.“ Das Ziel der Ärzte sollte darum immer eine Einlingsschwangerschaft sein.

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Bine ist 31 Jahre alt, unfruchtbar und lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Städtchen an der Küste südlich von San Francisco. Eigentlich wollte sie immer Lehrerin werden, doch dann kam alles ein wenig anders und jetzt bloggt sie auf mamafieber.com über Kinderwunsch, Schwangerschaft und Familie. Und natürlich über ihr Leben in den USA. Hier spricht Sie offen über Ihre Erfahrungen mit PCO, das Leben ohne Eisprung, Clomifen, IVF und den unerfüllten Kinderwunsch.

Vorab: ich bin ein Glückspilz. Ich habe das große Glück und erwarte schon ganz bald meine zweite Tochter.

Also, wie war das bei uns? Angefangen hatte alles im Jahr 2014. Da hatten wir beschlossen das Thema Kind anzugehen. Während alle um mich herum “einfach so” schwanger wurden, passierte bei uns absolut nichts. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir uns nicht so viel dabei, denn schließlich kann es ja auch eine Weile dauern.

Irgendwann ging es dann zur Vorsorge zur Frauenärztin und die verschrieb mir gleich ein Medikament zur Stimulation. Ihre Worte: warum warten? Die Warterei sei nur deprimierend. Wie recht sie hatte. Ich nahm also das Medikament, sollte Ovulationstests machen und per Bluttests kontrollieren lassen, ob ich einen Eisprung habe. Es stellte sich heraus, dass bei mir gar nichts passierte. Also gab es eine höhere Dosis, auch hier passierte nichts. Selbst bei der höchsten Dosis wollte mein Körper kein Ei springen lassen. Also gab es Clomifen.
Und siehe da: ich hatte in diesem Zyklus doch tatsächlich einen Eisprung. Was aber noch viel besser war: ich wurde in diesem Zyklus schwanger. Überglücklich über dieses Ergebnis machte ich mir über die Zukunft keine Sorgen, denn das waren bestimmt nur Anlaufschwierigkeiten.
Pustekuchen.

Wir gingen das Projekt Geschwisterchen relativ früh an, “just in case”, falls es wieder ein bisschen länger dauern würde.

Doch mit dem Wechsel unserer Krankenkasse hier in den USA musste ich auch den Arzt wechseln. Da ich nach mehreren Monaten noch immer nicht schwanger war und ich keinen positiven Ovulationstest hatte, kontaktiere ich meinen Frauenarzt, der mich gleich in die Kinderwunschklinik verwies.

Zugegeben, ich fühlte mich bei unserem ersten Termin ein wenig fehl am Platz. Schließlich war ich doch schon Mama und brauchte nur wieder dieses Clomifen, dann würde das schon klappen. Doch bei diesem Termin bekam ich die Diagnose: PCO-Syndrom und sekundäre Sterilität. Ganz toll.

Mir wurde Clomifen verschrieben, doch in diesem Zyklus wurde ich nicht schwanger. Daraufhin gab es wieder Clomifen, diesmal mit einer Insemination – doch auch hier wurde ich nicht schwanger. So ging es weiter, man wechselte zwischenzeitlich das Medikament, aber irgendwie klappte es einfach nicht – trotz Eisprung.

Ich hatte insgesamt 4 Inseminationen und die Ärzte teilten mir mit, dass hier jetzt Endstation für mich sei. Der nächste Schritt sei eine IVF.

Geschockt und enttäuscht dachten wir über unsere Möglichkeiten nach. Neben der psychischen Belastung gab es hier nämlich noch eine Finanzielle, da nahezu keine Krankenversicherung in den USA die Kosten für eine IVF übernimmt. So auch in unserem Fall. Wollten wir es riskieren und $15.000 bis $20.000 für einen Versuch ausgeben? Was, wenn es danach noch immer nicht geklappt hatte? Das war eine sehr schwierige Zeit, mit vielen Diskussionen und Tränen.

Es kam uns schließlich die Idee, die IVF in Deutschland durchführen zu lassen. Alles sprach dafür: Unterstützung durch Familie und Freunde, eine kleinere Kiwu-Klinik (wo man nicht nur eine Nummer ist) und vor allem: ein Bruchteil der Kosten, der in den USA auf uns zugekommen wäre.

Ich weiß gar nicht, wie wir das alles geschafft haben, aber im April ging es dann zur IVF nach Deutschland. Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich euch davon im Detail berichten würde, also nur so viel: am Ende blieb von 18 Eizellen ein befruchteter Embryo übrig, der mir an Tag 2 als Vierzeller eingesetzt wurde. Ich war am Boden zerstört und war mir sicher, dass es nicht klappen würde.

Noch bevor man testen konnte ging es für mich wieder zurück nach Kalifornien. Plötzlich ging es mir nicht gut, mein Bauch schwoll an und es stellte sich heraus, dass ich eine leichte Überstimulation hatte. Warum? Der steigende HCG-Wert hatte diese ausgelöst – ich war schwanger.

Das war der Anfang meiner Schwangerschaft, die aufgrund von Blutungen alles andere als entspannend für mich begann. Doch schon ganz bald soll es soweit sein, dann dürfen wir hoffentlich unsere zweite Tochter in die Arme schließen.

Jeder, der einen unerfüllten Kinderwunsch hat oder hatte, weiß, wie schrecklich diese Zeit ist.

Diese Ungewissheit, ob es denn (noch einmal) klappen wird. Plötzlich werden alle um einen herum schwanger, nur man selbst nicht. Dann der Druck in der Beziehung. Man redet und denkt an nichts anderes mehr. Zärtlichkeit wird auf die fruchtbaren Tage reduziert.

Dann distanziert man sich von seinen schwangeren Freunden, denn man erträgt es nicht, wenn sich diese über ihre Wehwehchen unterhalten, während man sich selbst täglich Spritzen in den Bauch rammt.

Zudem die finanziellen Sorgen, wenn die Krankenkasse die Behandlungen nicht übernimmt. Ich könnte hier vermutlich ein ganzes Buch füllen und das, obwohl unsere Kinderwunschzeit glücklicherweise nur so kurz war. Deshalb: die Auswirkungen eines unerfüllten Kinderwunsches werden häufig unterschätzt.

Es gab so viele Tiefpunkte, so viele Tränen. Mit jeder gescheiterten IUI lernte ich einen neuen Tiefpunkt in meinem Leben kennen. Eigentlich wollte ich meine Kinder so dicht wie möglich aufeinander haben, doch irgendwann kam der Tag, an dem ich akzeptieren musste: dieser Wunsch wird nie in Erfüllung gehen.

Ein Tiefpunkt, der mir aber immer in Erinnerung bleiben wird, war folgender Arztbesuch: ganz nebenbei teilte man mir mit, dass man in meiner Kinderwunschklinik nur 6 Zyklen hätte, bevor einem nur noch die IVF übrig bliebe. Das war bei meinem vierten oder fünften Zyklus. Ich war schockiert, schließlich wäre das eine Information gewesen, die man mir schon ganz am Anfang der Behandlung hätte geben sollen.

Überwunden habe ich diese fürchterliche Zeit in meinem Leben durch das Aufschreiben meiner Gedanken und Gefühle.

Mein Blog Mamafieber war das Ventil, das mich davor schützte, nicht zu platzen. Hätte ich das nicht gehabt, dann wäre ich vermutlich verzweifelt.

Erst beim Projekt Geschwisterchen mit der PCO-Diagnose wurde das Thema unerfüllter Kinderwunsch so richtig zum alltäglichen Begleiter. Ich hatte lange überlegt, ob ich wirklich auf einem Blog darüber schreiben sollte – was, wenn Bekannte herausfinden würden, dass bei mir etwas nicht stimmt, dass ich unfruchtbar bin?

Ich brauchte aber dieses Ventil – ich musste meine Gedanken und Gefühle aufschreiben. Ob es jemals jemand lesen wollte war mir in diesem Moment nicht so wichtig. Es war meine Eigentherapie, die mich davor beschützte, die Hoffnung nicht aufzugeben. Der Blog Mamafieber war geboren. (www.mamafieber.com)

Zugegeben, es hatte mich ein wenig Überwindung gekostet, so offen mit dem Thema umzugehen und der ganzen Welt zu offenbaren, was mit mir los ist. Aber schnell merkte ich, dass ich nicht alleine war. Durch meine Offenheit öffneten sich viele Menschen in meinem Umkreis, die ähnliche Probleme hatten oder haben. Der Austausch mit anderen Betroffenen ist so wichtig und hat mir immer geholfen, die Hoffnung nicht aufzugeben.

Ich bin mir sicher, dass sich jedes Paar mit einem unerfüllten Kinderwunsch diese Sprüche anhören muss

“Na, wann ist es bei euch soweit? Was, immer noch kein Kind unterwegs? So langsam wird es Zeit! Wollt ihr denn keine Kinder?”

Ich hatte bei solchen Sprüchen versucht abzuwinken oder abzulenken. Glücklicherweise mussten wir ja nicht allzu lange auf unsere Tochter warten, sodass bei uns erst beim Versuch ein Geschwisterchen zu bekommen diese Sprüche wieder anfingen. Häufig wurde mir gesagt: “Jetzt wird es aber Zeit mit einem Geschwisterchen, meinst du nicht? Es ist doch toll, wenn die Kleinen miteinander aufwachsen.” Diese Worte taten immer sehr weh, schließlich war es doch mein größter Wunsch, meine Kinder so dicht wie möglich aufeinander zu haben.

Aber ein weiterer Spruch, der mir regelrecht das Herz brach: “du bist doch schon Mutter, sei doch zufrieden mit dem was du hast. Andere haben gar kein Kind.” Ja, in der Theorie macht das ja Sinn, aber das Herz will, was es will. Und der Wunsch nach einem zweiten Kind war genauso groß wie der Wunsch nach dem ersten. In solchen Momenten schluckte ich die Tränen herunter und versuchte zu erklären, wie es sich anfühlt. Ob das was gebracht hat? Schwer zu sagen, denn meiner Meinung nach kann man das nur so richtig nachvollziehen, wenn man selbst in dieser Situation war.

Meine Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass man sich weniger solche Sprüche anhören muss, je offener man mit dem Thema umgeht. Und sind wir mal ehrlich: diese Sticheleien anderer sind ja auch nicht böse gemeint, auch wenn sie die Betroffenen sehr verletzen.

Mein Tipp: versuche dich nicht zu stressen und achte auf deinen Körper.

Lerne deinen Körper besser kennen und entwickle ein Gefühl dafür, wann du fruchtbar bist. Apps, Basaltemperatur und Ovulationstests sind dabei sehr hilfreich.

Leseempfehlung von Wegweiser Kinderwunsch:
Hier findest du einen Überblick über Tools für den Kinderwunsch.
Sie helfen bei der Bestimmung der fruchtbaren Tage.

In der Kinderwunsch-Zeit kann der Austausch mit anderen “Hibbeltanten” sehr hilfreich sein. Da gibt es viele Gruppen auf Facebook oder in diversen Apps.

Wenn du das Gefühl haben solltest, dass du keinen Eisprung hast, dann sprich das unbedingt bei deinem Frauenarzt an. Dieser kann dann genauer nachforschen, ob bei dir alles in Ordnung ist.

Mir liegt immer sehr am Herzen, anderen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Je offener man mit dem Thema unerfüllter Kinderwunsch umgeht, desto mehr trifft man auf Leidensgenossen. Gegenseitige Unterstützung und der Austausch helfen dabei, nicht völlig die Nerven in dieser schwierigen Zeit zu verlieren.

Außerdem rate ich Jedem, so früh wie möglich einen Arzt aufzusuchen, sollte eine Schwangerschaft ausbleiben. Es ist nichts dabei und es sollte auch keinem peinlich sein. Hilfe aufzusuchen und anzunehmen, sollte man sie brauchen, ist ein Zeichen der Stärke.

Clomifen: Wie viele Zyklen sind sinnvoll?

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Clomifen ist ein Medikament, welches die Eizellreifung an den Eierstöcken positiv beeinflussen kann. Es wird z.B. von Frauenärzten zur Behandlung von Frauen eingesetzt, die aufgrund eines fehlenden Eisprungs unfruchtbar sind. Es stellt sich die Frage, wie viele Zyklen lang man Clomifen einnehmen sollte und ab wann eine alternative Behandlung sinnvoll ist.

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So wirkt Clomifen

Die Wirkweise von Clomifen (auch als Clomid bezeichnet) ist bis heute nicht komplett geklärt. Allerdings besteht die starke Vermutung, dass das Medikament wie ein selektiver Östrogenrezeptormodulator wirkt. Das bedeutet, dass das Medikament deiner Hirnanhangsdrüse vorgaukelt, dass es zu wenig Östrogen in deinem Körper gibt und diese daraufhin verstärkt das follikelstimulierende Hormon FSH ausschüttet. Das FSH wiederum stimuliert deine Eierstöcke, die daraufhin verstärkt Follikel wachsen lassen. Diese kleinen Eibläschen umgeben wie eine Hülle die heranreifenden Eizellen in deinem Eierstock. Der auf diese Weise erreichte erhöhte Östrogenspiegel führt also zum Eisprung.

Clomifen: Was tun, wenn die Behandlung nicht klappt?

Soweit die Theorie. Es stellt sich die Frage, was zu tun ist, wenn die Clomifen Behandlung bei vorliegender anovulatorischer Subfertilität nicht zu einer Schwangerschaft führt. Wie viele Zyklen lang sollte man die Clomifen Stimulation fortsetzen und ab wann beispielsweise mit einer FSH Stimulation oder einer IVF weitermachen? Und ist es zielführender die Clomifen Stimulation mit einer Insemination zu verbinden?

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Clomifen: Neue Studie

Zu dieser Fragestellung wurde eine neue Studie aus Holland veröffentlicht. Alle teilnehmenden Frauen hatten bereits 6 ovulatorische, aber negative Clomifen Zyklen durchlaufen, d.h. es war zu keiner Schwangerschaft gekommen. Die prospektive randomisierte Studie wertete die Daten von 4 Behandlungsgruppen aus, in die die Frauen zufällig eingeteilt wurden. In den Behandlungsgruppen wurde entweder mit Clomifen oder FSH und dabei entweder mit oder ohne Insemination (IUI) behandelt.

Ergebnisse der Clomifen Studie

Schaut man sich die Zahl der Lebendgeburten an, so liefert die Studie folgende Ergebnisse. Es gab eine Lebendgeburtenrate von

  • 54,3% bei einer Stimulation mit FSH in Kombination mit einer IUI
  • 47,9% bei einer Stimulation mit FSH (ohne IUI)
  • 44,2% bei einer Stimulation mit Clomifen in Kombination mit einer IUI
  • 38,6% bei einer Stimulation mit Clomifen (ohne IUI)

Damit kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass eine Stimulation mit FSH tatsächlich einen signifikanten Vorteil gegenüber einer Clomifen-Behandlung bringt, wohingegen die zusätzliche Durchführung einer Insemination sowohl bei einer Clomifen- als auch einer FSH Stimulation einen deutlich geringeren Vorteil ergibt.

Nach 6 ovulatorischen, aber negativ verlaufenden Clomifen-Zyklen würde auf der Basis dieser Studienergebnisse ein Wechsel zu einer FSH-Stimulation ohne Insemination Sinn machen, da diese Behandlung bei fast 50% der Frauen zu einer Lebendgeburt führte. Eine zusätzlich zur FSH-Stimulation durchgeführte Insemination würde diesen Vorteil weiter ausbauen, auf der anderen Seite aber auch deutlich höhere Kosten generieren.

Insgesamt macht die Studie deutlich, dass nach 6 negativ verlaufenden Clomifen-Zyklen nicht zwangsläufig direkt zu einer IVF Therapie gewechselt werden muss. Vielmehr scheint es vor allem für jüngere Frauen sinnvoll zu sein weitere 6 Monate mit Clomifen oder aber FSH zu stimulieren und dies entweder mit oder ohne Insemination zu tun. Die Lebendgeburtenraten der Clomifen- und FSH-Stimulation sind überraschend hoch und sie ersparen jedem Paar die belastende und kostenintensive Diagnostik und Therapie im Rahmen einer IVF.

Herzliche Grüße

Silke

Literatur zu Clomifen

  • E.M. Bordewijk et al.: Gonadotrophins versus clomiphene citrate with or without IUI in women with normogonadotropic anovulation and clomiphene failure: a cost-effectiveness analysis. Human Reproduction, Volume 34, Issue 2, February 2019, Pages 276–284.
  • N A Danhof et al: Follicle stimulating hormone versus clomiphene citrate in intrauterine insemination for unexplained subfertility: a randomized controlled trial. Human Reproduction, Volume 33, Issue 10, October 2018, Pages 1866–187.
  • S. Wordsworth et al: Clomifene citrate and intrauterine insemination as first-line treatments for unexplained infertility: are they cost-effective? Human Reproduction, Volume 26, Issue 2, February 2011, Pages 369–375.
  • T. Dankert et al: A randomized clinical trial of clomiphene citrate versus low dose recombinant FSH for ovarian hyperstimulation in intrauterine insemination cycles for unexplained and male subfertility. Human Reproduction, Volume 22, Issue 3, March 2007, Pages 792–797.

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