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Als Fontanelle werden die weichen Stellen an der Schädeldecke bezeichnet.

Als Fontanelle werden die weichen Stellen an der Schädeldecke bezeichnet. Dabei handelt es sich um Öffnungen zwischen den Schädelplatten, welche noch nicht zusammengewachsen sind und sich dadurch unter der Geburt noch verschieben können, um den Durchtritt durchs Becken zu erleichtern. Deswegen haben einige Kinder nach der Geburt einen leicht deformierten Kopf, was sich aber kurze Zeit später wieder zurückbildet.

Fontanelle – wie viele gibt es und welche Rolle erfüllen sie?

Insgesamt gibt es sechs solcher Fontanellen oder Öffnungen. Die große Fontanelle verläuft rautenförmig über der Stirn. Die kleine Fontanelle ist dreieckig und am Hinterkopf zu finden. Dann gibt es noch vier ganz kleine, die an den Seiten auf Höhe der Schläfen positioniert sind.

Neben dem Vorteil, den diese Öffnungen unter der Geburt bieten, gewährleisten sie auch, dass das Gehirn in der Zeit des Wachstums genug Platz hat. So schließt sich die große Fontanelle erst etwa im zweiten Lebensjahr: Die Schädelplatten wachsen zusammen. Die kleineren schließen sich meist schon in der 16. Lebenswoche. Dies sind jedoch nur Richtwerte, die Zeitpunkte können variieren. Ihre Kinderärztin bzw. Ihr Kinderarzt wird das Zusammenwachsen der Öffnungen kontrollieren.

Die Fontanellen sind so empfindlich – worauf muss ich aufpassen?

An den Fontanellen sind Babys in der Tat sehr empfindlich. Die Stellen fühlen sich zudem auch sehr weich und nachgiebig an und der Puls des Kindes ist dort sehr deutlich zu spüren. Da der Kopf des Babys jedoch ohnehin mit Vorsicht behandelt werden sollte, müssen Sie sich keine Sorgen machen, Ihr Kind zu verletzen. Denn völlig ungeschützt sind die Stellen nicht, da sie von einem sehr festen Bindegewebe überdeckt werden.

Wenn die große Fontanelle eingefallen aussieht, kann dies auf einen Flüssigkeitsmangel hinweisen. Bitte machen Sie sich aber keine Sorgen, wenn die Fontanelle nur leicht sichtbar ist, das ist normal. Erst wenn die „Kuhle“ ungefähr fingerbreit ist, sollten Sie dies unbedingt mit Ihrer Kinderärztin bzw. Ihrem Kinderarzt besprechen, auch bei Auswölbungen ist ein Besuch bei der Ärztin wichtig.

Zum Schluss ein kleiner Tipp: Will das „Bäuerchen“ nach dem Essen nicht hinaus, können Sie durch Streicheln der Fontanelle nachhelfen. Oft löst dies den Reflex aus.

Flüssigkeitsmangel beim Baby/Kind (Dehydration, Dehydratation, Austrocknung)

Kinder reagieren besonders empfindlich auf einen Flüssigkeitsmangel. (berkant_sezer / iStockphoto)

Eine Dehydration entsteht, wenn der Körper einen Flüssigkeitsverlust nicht mit ausreichender Flüssigkeitsaufnahme ausgleichen kann. Säuglinge und Kleinkinder reagieren besonders empfindlich auf einen Flüssigkeitsmangel.

Kurzfassung:

  • Wird ein Flüssigkeitsverlust nicht mit einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme ausgeglichen, kommt es zur Dehydration.
  • Mit der Flüssigkeit gehen meist auch Elektrolyte verloren.
  • Kinder reagieren besonders empfindlich auf einen Flüssigkeitsmangel.
  • Babys und Kleinkinder dehydrieren besonders schnell.
  • Bei Verdacht auf einen Flüssigkeitsmangel sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Wasser ist lebensnotwendig: Der Körper braucht es zum Transport von Nährstoffen und Sauerstoff, aber auch zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels, des Blutdrucks und zur Regulation der Körpertemperatur.

Verliert der Körper zu viel Flüssigkeit und/oder wird zu wenig Flüssigkeit aufgenommen, kommt es zur Dehydration – der Körper „trocknet aus“. Mit dem Flüssigkeitsmangel verliert der Organismus überdies Elektrolyte (Mineralstoffe, Spurenelemente und Salze).

Wird der Mangel nicht durch entsprechende Mengen an Flüssigkeit und Elektrolyten ausgeglichen, kann letztlich der Stoffwechsel entgleisen – die Körperfunktionen können dann nicht mehr aufrechterhalten werden.

Warum sind Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet?

Säuglinge und Kleinkinder dehydrieren nicht nur besonders schnell, sie reagieren im Vergleich zu Erwachsenen auch viel empfindlicher auf einen Flüssigkeitsmangel.

  • Säuglinge haben aufgrund ihres erhöhten Stoffwechsels und einer erhöhten Atemfrequenz einen höheren Flüssigkeitsbedarf als Erwachsene.
  • Da Kinder im Verhältnis zu ihrem Gewicht eine größere Körperoberfläche als Erwachsene haben, verdunstet über die Haut auch mehr Flüssigkeit.
  • Säuglinge und Kleinkinder können Durst und das Verlangen nach Flüssigkeit noch nicht so präzise mitteilen wie ältere Kinder oder Erwachsene.

++ Mehr zum Thema: Babys & Trinken – was Sie wissen sollten ++

Wie entsteht Dehydration?

Erhöhter Flüssigkeitsverlust

Der häufigste Grund für einen Flüssigkeitsmangel bei Kindern sind Magen-Darm-Erkrankungen mitDurchfall und/oder Erbrechen. Auch über vermehrtes Schwitzen, Fieber, Verbrennungen oder bestimmte Erkrankungen (z.B. diabetische Ketoazidose oder Darmverschluss) kann Flüssigkeit verloren gehen.

Verminderte Flüssigkeitsaufnahme

Nimmt ein Kind zu wenig Flüssigkeit zu sich, kommt es ebenfalls zur Dehydrierung. Das kann der Fall sein, wenn Säuglinge beim Stillen nicht genügend Milch aufnehmen oder Kinder schlicht zu wenig trinken. Auch kranke Kinder neigen dazu, zu wenig zu trinken: Hat ein Kind beispielsweise Halsschmerzen, wird es versuchen, die Schmerzen beim Schlucken zu umgehen, indem es wenig bis gar nichts trinkt. Dasselbe gilt bei Übelkeit im Rahmen eines Darminfektes.

Anzeichen für eine Dehydration:

Bei Verdacht auf einen Flüssigkeitsmangel – spätestens aber bei Auftreten eines oder mehrerer der angeführten Anzeichen – sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Eingesunkene Fontanelle

Ist bei Babys die Haut über der großen Fontanelle im Liegen deutlich eingesunken, kann das ein Hinweis auf einen Flüssigkeitsmangel sein.

Trockene Mund- und Augenschleimhäute, seltener Lidschlag, fehlende Tränenflüssigkeit, belegte Zunge

Ein Flüssigkeitsmangel wirkt sich auch auf die Schleimhäute aus. Die Augen wirken eingefallen und liegen tief in den Augenhöhlen. Auffällig sind weiters ein seltener Lidschlag und fehlende Tränenflüssigkeit. Der gesamte Mundraum ist trocken, auf der Zunge zeigt sich ein weiß-gelblicher Belag.

Trockene Windel, dunkler Harn

Dehydrierte Kinder scheiden weniger Harn als normal aus. Wird die Windel sechs Stunden nicht eingenässt oder wurden in den letzten 24 Stunden weniger als sechs Windeln benötigt, kann dies ein Hinweis auf eine Dehydration sein. Außerdem ist der Urin dunkel verfärbt und riecht intensiv, weil die Nieren den Harn konzentrieren, um weniger Wasser auszuscheiden.

Verhaltensänderung

Dehydrierte Kinder sind meist matt und teilnahmslos, in schweren Fällen lethargisch oder sogar bewusstlos. Aufgrund des Flüssigkeitsmangels sinkt der Blutdruck, der Puls hingegen steigt. Im Falle eines sehr umfangreichen Flüssigkeitsverlusts droht ein Kreislaufversagen bis hin zum Schock.

Der Hautfaltentest: So testen Sie, ob Ihr Kind dehydriert ist

Verzögert verstreichende oder stehende Hautfalte

  • Bei normal mit Wasser versorgten Menschen verstreicht eine mit Daumen und Zeigefinger am Handrücken oder am Bauch hochgezogene Falte unmittelbar nach dem Loslassen.
  • Liegt eine Dehydration vor, verstreicht sie nur langsam oder in besonders schweren Fällen von Flüssigkeitsmangel gar nicht.
  • Dehydrierte Haut ist insgesamt blass und wirkt marmoriert.

Wie wird eine Dehydration behandelt?

Bei leichter Dehydrierung reicht es aus, den Flüssigkeitsmangel durch Trinken auszugleichen. Babys, die noch gestillt werden, sollten in kürzeren Abständen als üblich angelegt werden. Muttermilch enthält genau die richtige Zusammensetzung, um dem Kind die nötige Flüssigkeit mit der richtigen Elektrolytkonzentration zuzuführen.

Größeren Kindern wird idealerweise Wasser in kleinen Schlucken angeboten. Je nach Geschmack eignen sich auch Früchte- und Kräutertees oder Mineralwasser. Auch Suppen und wasserhaltige Lebensmittel wie Gurke oder Wassermelone helfen, den Mangel an Flüssigkeit wieder auszugleichen.

Medikamentöse Behandlung von Dehydration

Ist die Dehydration fortgeschritten, wird der Arzt Medikamente gegen Übelkeit oder im Notfall eine Infusionstherapie verordnen. Dabei werden Flüssigkeit und – abhängig vom Bedarf – Elektrolyte über eine Infusion direkt in die Vene verabreicht.

Alternativ kann die mit Elektrolyten angereicherte Flüssigkeit auch über einen dünnen Plastikschlauch, der über die Nase in den Magen eingeführt wird (nasogastrale Sonde), verabreicht werden.

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Autoren:
Mag. Astrid Leitner
Medizinisches Review:
Priv.-Doz. DDr. Tamás Fazekas
Redaktionelle Bearbeitung:
Mag. Julia Wild

Stand der medizinischen Information: Juni 2019

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Die Fontanelle – was tun, wenn sie gewölbt oder eingesunken ist?

Dass es am Köpfchen ihres Babys einen Bereich gibt, der nicht von Knochen geschützt wird, die so genannten Fontanellen, macht vielen Eltern Angst. Doch die Sorgen müssen nicht sein – die Fontanellen dagegen schon, denn sie sind eminent wichtig.

Jedes Baby kommt unfertig zur Welt. Am deutlichsten merkt man das an seinem Kopf. Da gibt es vier Stellen, an denen die Schädeldecke noch nicht geschlossen ist:

• die rautenförmige große Fontanelle am Oberkopf
• die dreieckige kleine Fontanelle am Hinterkopf
• die vorderen Seitenfontanellen
• und die hinteren Seitenfontanellen

Die kleineren Seitenfontanellen werden oft gar nicht bemerkt; sie schließen sich nach ungefähr einem Jahr. Als erstes, bereits nach etwa zwei Monaten, geht die kleine Fontanelle zu. Die wichtigste ist die große Fontanelle, die sich auch als letzte schließt. Bei der Hälfte der Kinder zwischen dem 9. und 18. Lebensmonat. Es ist aber auch möglich, dass sie bereits mit 6 Monaten oder erst mit 27 Monaten verschlossen ist. In diesem Zeitrahmen ist alles normal. Zur Absicherung hilft immer ein Besuch beim Kinderarzt.

Die Fontanelle, eine geniale Erfindung der Natur

Die Fontanelle hat mehrere Funktionen

Der Babykopf ist bei der Geburt enormem Druck ausgesetzt, wenn er durch den Geburtskanal nach außen gepresst wird. Damit er dabei keinen Schaden nimmt, sind die Schädelknochen in diesem Entwicklungsstadium noch nicht zusammengewachsen, sondern flexibel und anpassungsfähig. So können sie sich während des Geburtsvorganges noch verschieben und sogar einander überlappen. Eine geniale Erfindung der Natur. Und noch einen weiteren positiven Effekt dieser beweglichen Knochenplatten gibt es. Erst durch sie ist es möglich, dass Kopf und Gehirn des Säuglings in eben dem starken Tempo wachsen können, wie das in den ersten Lebensmonaten erforderlich ist. Daher das späte Schließen der Fontanellen. Nicht zu vergessen schließlich die dritte Funktion: Die Geburtshelfer können sich anhand der Fontanellen während der Geburt orientieren und so sehr gut die Lage, Stellung und Haltung des Kindes im Geburtskanal erkennen.

Die Fontanelle: 5 Fragen und Antworten

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Mögliche Probleme mit der Fontanelle

Es gibt einige Problemfälle, die auftreten können, und bei denen man den Kinderarzt konsultieren sollte.

1. Die Fontanelle ist eingefallen
Das kann ein Zeichen für akuten Flüssigkeitsmangel sein, vor allem dann, wenn sich das Einfallen der Fontanelle schon im Liegen zeigt. Eine Dehydrierung beim Baby kann bereits nach wenigen Stunden eintreten, etwa wenn das Kleine Durchfall hat und dadurch schnell viel Flüssigkeit verliert. Wenn der Flüssigkeitsverlust sich nicht ausgleichen lässt, sollte man unbedingt zum Kinderarzt gehen. Ist die Fontanelle nur leicht eingefallen und das Baby scheint sich offensichtlich wohl zu fühlen, reicht es, das Kind zunächst nur zu beobachten.

2. Die Fontanelle ist vorgewölbt
Wenn sich die Fontanelle sehr nach außen wölbt, vor allem, wenn das Baby aufrecht sitzt, kann das auf eine Entzündung beziehungsweise auf einen erhöhten Druck im Hirnschädel hinweisen. Auch in diesem Fall sollte sich unbedingt ein Kinderarzt das Kind ansehen.

3. Die Fontanelle pulsiert sehr stark
Man kann die Fontanelle ruhig vorsichtig anfassen und dort den Puls des Kindes fühlen und vermutlich auch sehen. Dass die Fontanelle leicht pulsiert ist völlig normal, da es an dieser Stelle des Kopfes ja noch keine Schädeldecke gibt. Wenn das Baby stark schreit oder angespannt ist, verändert sich die Fontanelle auch. Dann kann es sein, dass die Fontanelle etwas stärker pulsiert. Wenn du allerdings das Gefühl hast, dass das Pulsieren zu heftig ist oder etwas mit deinem Baby nicht stimmt, solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen.

4. Die Fontanelle ist straff

Die Fontanelle fühlt sich nicht weich an, sondern ist straff und gespannt, und sie gibt auf leichten Druck nicht nach – auch das kann der Hinweis auf eine Entzündung sein und sollte sich ein Arzt ansehen.

5. Die Fontanelle hat sich zu früh geschlossen

Das vorzeitige Schließen der Fontanelle ist eine Fehlentwicklung, die ein ungleichmäßiges Wachsen des Schädels zur Folge hat. Bei einem solchen Verdacht sollte das Kind in einem Krankenhaus mit einer (Kinder-)Neurochirurgie-Abteilung untersucht und behandelt werden. Abhängig davon, welche Fontanellen sich zu früh geschlossen haben und nach welcher Zeit, ist möglicherweise eine interdisziplinäre Behandlung notwendig. Als sicherste Therapie gilt eine Operation.

Zusammengefasst gilt: Bei allen Unregelmäßigkeiten mit der Fontanelle sollten sich die Eltern auf ihren Instinkt verlassen, schließlich kennen sie ihr Baby am besten. Bei Bedenken kann man auch die Nachsorgehebamme um Rat fragen. Der Kinderarzt schaut sich schon bei der ersten U1-Untersuchung und bei allen weiteren routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen die Fontanelle ganz genau an.

U1 bis U11: Was passiert bei den Vorsorgeuntersuchungen?

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Kein Grund zur Sorge besteht in folgenden drei Situationen:

• Die Fontanelle ist flach oder leicht eingefallen, wenn das Kind aufrecht sitzt oder auf dem Arm gehalten wird
• Die Fontanelle ist flach oder wölbt sich leicht nach außen, wenn das Kind liegt
• Die Fontanelle fühlt sich weich an

Selbstverständlich sollte der Kopf eines Babys immer möglichst behutsam und vorsichtig angefasst und geschützt werden. Starker Druck und Stöße sind zu vermeiden. Doch wegen der Fontanellen muss man sich keine übermäßigen Gedanken machen. Auch wenn sie sich noch nicht geschlossen haben, muss das Kind dennoch nicht in Watte gepackt oder wie ein rohes Ei behandelt werden. Der Babykopf wird an den verletzlichen Fontanellen-Stellen statt von Knochen von einer starken Bindegewebsschicht bedeckt. Das ist eine sehr widerstandsfähige Membran, die das kleine Köpfchen sehr gut schützt.

Die meisten Eltern finden die Vorstellung, dass der Schädelknochen des Kindes noch ein „Loch“ hat, ziemlich gruselig. Warum das allerdings notwendig ist und von der Natur so genial erfunden wurde, möchte ich Euch in diesem Artikel erklären.

Inhalt

Der Kopf eines Neugeborenen

Die Schädelknochen eines Neugeborenen-Gehirnschädels sind noch nicht fest miteinander verwachsen, sondern weisen Lücken auf. Es handelt sich hierbei um Nähte und die so genannte große und kleine Fontanelle. Diese Knochenlücken sind mit Bindegewebe überdeckt. Die große Fontanelle befindet sich oberhalb der Stirn und ist im Durchschnitt 1,5 x 2,5 cm groß geöffnet. Sie lässt sich gut erfühlen und ist bei Kindern mit wenigen Haaren sogar sichtbar. Manchmal könnt Ihr sogar den Pulsschlag an der großen Fontanelle sehen.

Haben diese Knochenlücken eine Bedeutung für die Geburt?

Ja! Eine sehr wichtige sogar.

  • Da die Schädelknochen noch nicht zusammengewachsen sind, ist der kindliche Schädel unter der Geburt noch etwas verformbar. Euer Kind kann dadurch den Geburtskanal leichter passieren.
  • Außerdem sind die Schädelnähte und die Fontanellen für die Geburtshelfer von großer Bedeutung. Sie können sich daran orientieren, wie Euer Baby im Geburtskanal liegt.
  • Außerdem sind die Knochenlücken für das Gehirnwachstum sehr wichtig! In den ersten Lebensmonaten wächst das Gehirn Eures Babys sehr schnell. Wäre die Schädeldecke geschlossen, wäre das nicht möglich.

Wann verschließen sich die Fontanellen?

Die kleine Fontanelle am Hinterhaupt Eures Babys verschließt sich frühestens nach 3 Monaten. Jedoch kann man sie oft schon Tage nach der Geburt nicht mehr gut tasten.

Die große Fontanelle braucht dagegen viel länger um sich zu verschließen. Meist schließt sie sich im Laufe des 2. Lebensjahrs.

Müssen wir vor der Fontanelle Angst haben?

Euch ist bewusst, dass Ihr mit dem gesamten Köpfchen Eures Kindes behutsam umgehen müsst. Speziell wegen den Fontanellen müsst Ihr Euch keine Gedanken und Sorgen machen, da die Schädellücken mit sehr robusten Bindegewebe abgedeckt und verbunden sind. Dies schützt die Fontanelle. Ihr dürft ruhig behutsam nach der Fontanelle tasten, damit Ihr wisst, wie diese sich anfühlt.

Erkennen wir als Eltern, ob mit der Fontanelle alles in Ordnung ist?

Bei der U1 Untersuchung und der U2 Untersuchung wird nach den Fontanellen vorsichtig getastet. Zu Hause könnt Ihr auf Folgendes achten:

  • Wenn Ihr vorsichtig über die große Fontanelle streicht, sollte sie sich weich anfühlen.
  • Wenn Euer Baby liegt, ist die große Fontanelle flach oder wölbt sich leicht nach außen.
  • Wenn Ihr Euer Baby aufrecht haltet, ist die große Fontanelle flach oder leicht eingesunken.

Falls alle oben genannten Punkte auf Euer Baby und seine Fontanellen zutreffen, wird alles in bester Ordnung sein. Wenn Ihr Euch unsicher seid, befragt Eure Hebamme oder Euren Kinderarzt dazu. Sollte einer der drei Punkte oben nicht zutreffen, solltet Ihr dringend einen Kinderarzt aufsuchen. Dies kann ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein.

eingefallene Fontanelle

Antwort auf:

eingefallene Fontanelle

Liebe Lischen,
die Fontanelle ist einem häufigen Wandel unterworfen (so kann sie sich aufwölben, wenn das Baby sehr schreit) und um auf einen Flüssigkeitsmangel hinzuweisen müsste sie sehr stark eingesunken sein.
Wenn alle Anzeichen für ein gut gedeihendes Kind vorhanden sind und das Kind sich wohl fühlt, ist eine eingesunkene Fontanelle nicht zwingend ein Hinweis dafür, dass das Kind zu wenig Flüssigkeit bekommt.
o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass“ ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.).
o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal)
o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht, mit zunehmendem Alter verringert sich die Gewichtszunahme.
o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut,
o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs
o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen.
Solange diese Punkte erfüllt sind, ist eine eingesunkene Fontanelle, die in der Tat in Zusammenhang mit anderen Kriterien (wie geringer Urinmenge, Elastizitätsverlust der Haut, Teilnahmslosigkeit) auf einen Flüssigkeitsmangel hinweisen kann, in der Regel nicht bedenklich, denn die Fontanelle wechselt mit der Aktivität und der Durchblutung und ist mal tiefer mal höher zu spüren, Schwankungen sind bei einem sonst gesunden Kind, das die oben aufgeführten Kriterien erfüllt, normal.
Vielleicht gehen Sie aber dennoch, einfach zu ihrer eigenen Beruhigung zur Kinderärztin/arzt und lassen sich bestätigen, dass mit dem Baby alles in Ordnung ist.
Ein gesundes, voll gestilltes Kind braucht keinen Tee (und wenn es welchen bekommt, dann ist es nicht mehr voll gestillt). Tee ist ein Arzneimittel und ein gesundes Kind braucht keine Medikamente. Tee kann nicht nur unerwartete Nebenwirkungen mit sich bringen (da Tees nun einmal eine Arzneiwirkung haben, haben sie auch Nebenwirkungen), sondern auch zu Problemen wie Gedeihstörungen (das Baby erhält eine kalorienarme oder kalorienfreie Flüssigkeit, die den Magen füllt und so verhindern kann, dass es oft genug an der Brust trinkt) oder auch Saugverwirrung (wenn der Tee mit der Flasche gegeben wird) führen und sogar das Abstillen einleiten. Alle Flüssigkeit, die ein voll gestilltes Baby braucht, bekommt es an der Brust (auch bei heißem Wetter, Beduinenfrauen geben auch weder Tee noch Wasser). Eine Studie in den Tropen ergab sogar, dass vollgestillte Kinder mehr Flüssigkeit aufnahmen als die Kinder, die zusätzliche Flüssigkeit bekamen (Sachdev, Krishna, Puri et al., 1991).
Zur eingehenderen Information hänge ich Ihnen den Artikel einer Kollegin an.
Bitte wenden Sie sich an Frau MEINECKE Doris, Tel.: 05734 7783, sie kann Ihnen sagen, wer die nächstegelegenen Beraterinnen für Sie sind.
LLLiebe Grüße
Biggi Welter
Ist zusätzliche Flüssigkeit für gesunde, voll gestillte Babys notwendig?
Von Denise Both, IBCLC
Immer wieder wird stillenden Müttern gesagt, dass Muttermilch alleine für ihr Kind nicht ausreichend sei und sie unbedingt Tee oder Wasser zugeben müssten. Die für diese Empfehlung angeführten Gründe sind vielfältig, stehen jedoch im Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Empfehlungen zur Stillförderung, die UNICEF und WHO im Rahmen ihrer Initiative „Stillfreundliches Krankenhaus“ veröffentlicht haben.
Zusätzliche Gaben von Tee, Glukoselösung oder Wasser sind bei einem voll ausgetragenen, gesunden Baby, das ausschliesslich mit Muttermilch ernährt wird, nicht notwendig und können den Stillerfolg erheblich gefährden. Auch wenn unter unseren westlichen Verhältnissen nicht zu erwarten ist, dass das Kind durch verunreinigtes Wasser Schaden nimmt, so können sich zusätzliche Flüssigkeitsgaben bei einen Neugeborenen auf andere Weise auswirken.
Zusätzlich gegebene Flüssigkeit füllt den Magen des Babys und verringert so sein Interesse am Gestilltwerden. Ein Baby, dessen Magen mit Tee gefüllt ist, erhält nicht genügend Kalorien. Tee und Glukoselösungen wirken sich störend auf das Stillen aus. Babys, die derartige Flüssigkeiten erhalten, neigen dazu, mehr an Gewicht zu verlieren als Babys, die ausschliesslich gestillt werden.
Zusätzlich verabreichter Tee (oder Glukoselösung) trägt zur physiologischen Neugeborenengelbsucht bei. Untersuchungen haben ergeben, dass die Bilirubinwerte eines Babys um so höher liegen, je mehr Tee es in den ersten Lebenstagen erhalten hat. Das Mekonium (erster Stuhlgang) ist sehr bilirubinreich. Kolostrum hat eine abführende Wirkung und hilft dem Baby bei einer beschleunigten Ausscheidung des Mekoniums. Dadurch wird der Bilirubinwert niedrig gehalten. Zusätzlich gegebener Tee hingegen regt nicht zu Darmbewegungen an, verursacht eine Rückabsorption des Bilirubins in den Körper des Babys und trägt somit zur physiologischen Neugeborenengelbsucht bei. Auch während einer Phototherapie bei verstärkter Neugeborenengelbsucht sollte das Kind bevorzugt häufig Muttermilch statt Tee erhalten
Wird Flüssigkeit mit einer Flasche gegeben, kann dies zu Stillproblemen, einer Schwächung der Saugfähigkeit oder Ablehnung der Brust führen. Ein Neugeborenes kann auf den Wechsel zwischen Brust und Flasche während der ersten Lebenswochen mit Verwirrung reagieren. Eine Saugverwirrung kann zu gravierenden Stillproblemen führen.
Auch bei heissem Wetter ist es nicht notwendig zusätzliche Flüssigkeit zu geben. Muttermilch genügt auch in dieser Situation als vollwertiges Nahrungsmittel und enthält genau das richtige Verhältnis von Flüssigkeit und Nahrung, um Hunger und Durst des Babys zu befriedigen. Wichtig ist jedoch, dass die Mutter das Baby nach Bedarf stillt, was bei heissem Wetter häufiger der Fall sein kann.
Quellen:
Mohrbacher und Stock: The Breastfeeding Answer Book, 1997
Lauwers und Shinskie: Counseling the Nursing Mother, 1999
Goldberg und Adams: Studie veröffentl. im Arch. Dis. Child, 1983
Sachdev, Krishna, Puri et al.: Zusätzliche Flüssigkeit für voll gestillte Kinder im Sommer in den Tropen, Lancet 1991

von Biggi Welter, Stillberaterin am 26.10.2006

Was sollten Eltern beim Umgang mit der Fontanelle beachten und wann schliesst sich die kindliche Schädeldecke vollständig?

Die grosse (vordere) Fontanelle ist am auffälligsten. Manchmal ein wenig erschrocken, zumeist jedoch fasziniert, reagieren junge Eltern, wenn sie das erste Mal über die kleine weiche Stelle oberhalb der Stirn ihres Babys streicheln. Die grosse Fontanelle ist eine im Durchschnitt zwei mal zwei Zentimeter grosse, rautenförmige Öffnung zwischen den Schädelplatten. Sie lässt sich sehr leicht ertasten. Zumeist können die Eltern an dieser Stelle sogar fühlen und beobachten, wie das Blut pulsiert. Tatsächlich ist die grosse Fontanelle nur eine von insgesamt sechs. Eine kleine dreieckige weiche Stelle befindet sich an Babys Hinterkopf. Vier weniger gut spürbare, winzig kleine Fontanellen befinden sich rechts und links in Höhe der Schläfen und an der Hinterkopfunterseite.

Fontanelle eingefallen: Das müssen Sie wissen

  • Starkes Pulsieren: Da es sich bei einer Fontanelle um eine Lücke in der Schädeldecke handelt, ist ein leichtes Pulsieren völlig normal. Empfinden Sie dieses Pulsieren jedoch als zu stark, suchen Sie bitte ebenfalls umgehend einen Arzt auf.
  • Fontanelle vorgewölbt: Wölbt sich die Fontanelle nach außen, deutet dies auf einen zu hohen Druck im Schädel hin. Ursache hierfür kann eine Entzündung sein.
  • Auch bei einem sogenannten Wasserkopf, in Fachjargon Hydrocephalus genannt, wölbt sich die Fontanelle nach außen. Ein solcher Hydrocephalus kann beispielsweise Folge eine Herpesinfektion in der Schwangerschaft sein.
  • Manchmal ist die Fontanelle bei einer Entzündung nicht gewölbt, sondern nur sehr straff und gespannt. Auf jeden Fall ist ein umgehender Besuch beim Arzt nötig.
  • Fontanelle schließt sich zu früh: Die Fontanellen ermöglichen, dass das Kind die Geburt durch den engen Geburtskanal unbeschadet übersteht. Der Schädel ist durch die Lücken formbar. Zudem kann der Schädel durch die Lücken ausreichend schnell wachsen.
  • Schließen sich die Fontanellen – hier vor allem die große Fontanelle – zu früh, kann der Schädel nicht gleichmäßig wachsen. Bei den regelmäßigen Untersuchungen Ihres Babys wird ihr Kinderarzt deshalb auch auf die Fontanellen achten.

Thema: Fontanelle eingefallen, was tun?

Hallo!
Dich mal beruhigen muss! Es ist gut wie aufmerksam Du Dein Kind betrachtest. Mit der Fontanelle hast Du recht. Ist sie stark eingedellt, sollte der kleine Mensch mal wieder was trinken bzw. wird sich ein Baby wahrscheinlich bald von selbst melden (wenn es nicht irgendwie schlimm krank ist). ABER Wenn keine gravierende Krankheit vorliegt, meldet sich ein Kind pünktlich wenn es Hunger hat. Wenn Du nach Bedarf stillst und Dein Baby sonst einen normalen Eindruck macht (also nicht ungewöhnlich schläfrig etc), Du ausreichend nasse Windeln mit klarem Urin von Ihr hast und sie keine „stehenden“ Hautfalten am Bauch hat wenn Du mit zwei Fingern vorsichtig die Haut anhebst, ist alles in Ordnung. Die Fontanelle kann auch vor jeder Mahlzeit etwas einsinken. Bei heißen Tagen ist der Flüssigkeitshaushalt eh anders.
Meine Hebamme hat mir das mit der Fontanelle auch als Kriterium genannt, aber es ist eben nur EIN Faktor. Wichtig sind auch das Befinden des Babys, die Haut, die nassen Windeln. Erst wenn die anderen Punkte auch anders als üblich sind, solltest Du fix einen Arzt aufsuchen.
Wenn Du Dein Kind nach Bedarf stillst, kann eigentlich nix so schnell schief gehen. Das Wasser solltest Du aber vielleicht weglassen. Es bringt Dein Milchhaushalt durcheinander und ist auch unnötig. Auch bei großer Hitze reicht es das Baby nach Bedarf zu stillen.
Übrigens kannst Du beim Stillen / kurz danach beobachten wie sich die eingedellte Fontanelle wieder hebt. Heißt, Speicher wieder aufgefüllt.
Hoffe, ich konnte Dich etwas beruhigen. So wie Du es schreibst, klingt alles normal.
Liebe Grüße Anja und Rasselbande

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