Eine wunderschöne nacht

Ein Gute-Nacht-Geschichten-Buch gehört einfach dazu

Für die meisten Familien ist die Gute-Nacht-Geschichte ein klassisches Ritual vor dem Einschlafen. Und das ist auch gut so. Denn wer in jungen Jahren regelmäßig vorgelesen bekommt oder später selbst viel liest, entwickelt Fantasie und Kreativität. Außerdem werden Konzentration und Sprachentwicklung gefördert. Das ist wichtig und dank einem Gute-Nacht-Geschichten-Buch ganz leicht umsetzbar. Natürlich können Sie Ihrem Kind auch bereits tagsüber viel vorlesen oder es selbst lesen lassen, falls es das bereits kann. Aber besonders abends kann man das Lesen wunderbar zum Ritual machen und schön gestalten. Murmeln Sie sich doch zusammen mit Ihrem Kind unter die Babydecke, schalten Sie ein angenehmes Licht an und bereiten Sie eventuell eine Kirschkernkissen zu, sodass es einfach schön gemütlich und angenehm warm ist.

Gute-Nacht-Geschichten-Bücher für Kleinkinder online kaufen

Wenn Sie und Ihr Kind es sich gemütlich gemacht haben, kann das Vorlesen der Geschichte beginnen. Für ganz kleine Kinder eignen sich am besten kurze Geschichten mit vielen Bildern. Diese Gute-Nacht-Geschichten-Bücher für Kleinkinder sorgen dafür, dass die Konzentration nicht ewig beansprucht aber dennoch geschult wird. Ältere Kinder lieben natürlich lange Geschichten. Hier sollten Sie von Anfang an klar stellen, dass Sie jeden Abend nur ein paar Kapitel vorlesen und nicht gleich das ganze Buch. Ansonsten kann der Abend sehr lang werden. Sie können sich auch mit dem Vorlesen abwechseln. Zuerst liest Ihr Kind ein Kapitel der Gute-Nacht-Geschichte und das nächste lesen Sie vor. Das sorgt für Abwechslung. Für die ganz kleinen finden Sie in unserem Online Shop ein passendes Einschlafbuch. Baby-Mädchen- und Jungen schlafen bei den kurzen Geschichten aus diesen Büchern leicht ein.

Idee zum Buch: Gute-Nacht-Geschichten inszenieren

Sie können die Gute-Nacht-Geschichte natürlich noch aufwerten, indem Sie drum herum etwas inszenieren. Nehmen Sie sich beispielsweise eine Handpuppe oder ein Kuscheltier, spielen Sie damit die Geschichte nach und hauchen ihr somit erst richtig Leben ein. Allerdings sollten Sie aufpassen, dass ihr Kind nicht zu sehr aufgekratzt wird durch das Buch. Gute-Nacht-Geschichten dienen schließlich dazu, gut einschlafen zu können. Wer die Geschichte aber trotzdem spannender gestalten möchte, kann in bestimmten Situationen seine Stimme verstellen. Ihr Kind wird dies lieben und später selbst versuchen, unterschiedliche Charaktere zu mimen.

Gute-Nacht-Geschichten-Buch: Kleinkinder mit einbeziehen

Eine große Auswahl an Gute-Nacht-Geschichten gibt es vom Coppenrath Verlag. Dieser bietet Bücher mit den bekannten Helden Prinzessin Lillifee und Hase Felix. Eine breite Auswahl der schönsten Lesebücher finden Sie bei tausendkind. Stöbern Sie jetzt und entdecken Sie im Online Shop das nächste Lieblings-Gute-Nacht-Geschichten Buch. Kleinkinder und auch Eltern können damit jede Menge Spaß haben.

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

diese kleine Bettfibel soll sie zum Schmunzeln bringen. Sie muss natürlich nicht im Bett gelesen werden, sondern das geht auch in der Badewanne, am Küchentisch, auf der Couch, auf dem Klo oder im Zug oder wo auch immer. Nur sie muss gelesen werden, sonst ist sie beleidigt. So eine kleine Bettfibel ist ja auch sensibel. Aber Hauptsache ist, Sie haben so viel Spaß beim Lesen wie ich ihn beim Schreiben hatte. Es sind kleine Geschichten und Witze. Die Geschichten sind alle frei erfunden und ich schwöre, es geht alles schief, was nur schief gehen kann.

Ferner kann diese kleine Fibel anregen, aufregen oder erregen.

Gaaanz wie Sie es wollen!

Also viel Vergnügen beim Lesen.

Ihre Gaby Koch

Rettung eines Dates

Zwei Freundinnen treffen sich im Cafe und wollen Schoppen gehen. Doch vor dem Run auf die Klamotten, erst mal einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Beim Kuchen essen erzählt dann die eine der anderen von einer heißen Verabredung. Mensch, sagt die eine, stell dir mal vor, heute treffe ich meinen Traummann. Brauche dafür unbedingt ein geiles Outfit, will dem ja gefallen. Kein Problem, sagt die andere, wir werden schon das passende für dich finden. Gibt hier in der Fußgängerzone ja genug Geschäfte, da werden wir schon was finden. Nachdem Kuchen und Kaffee verputzt sind machen sich die Mädels also auf den Weg und kaufen ein. Ein tolles Kleid, geile Schuhe und super sexy Dessous. Das muss ja ein toller Abend werden. Wie die Freundinnen so von Geschäft zu Geschäft tingeln und hier und da noch was einkaufen, bekommt die eine eine SMS. Uih, wer will da was von mir. Die eine öffnet ihre SMS und wird sauer. Der Traummann hat die Verabredung abgesagt. Och, na ja, sagt diese, dann rufe ich mal an. Doch das Handy ist ausgeschaltet. Och nee, sagt die eine, jetzt hab ich mich so auf die Verabredung gefreut und extra so viele tolle Sachen gekauft und der Kerl sagt ab. Du, sagt die andere, das ist doch gar kein Problem, wenn du auch eine Verabredung mit einem Handwerker akzeptierst, dann kann ich dir in 30 Sekunden ein Date klar machen. Was, sagt die eine, in 30 Sekunden, nie im Leben schafft ein Mensch ein Date klar zu machen in so kurzer Zeit. Warte nur ab, sagt die andere, wie gesagt gib mir 30 Sekunden, sprachs aus und holte aus der Tasche einen Toy. Hier der Gärtner, nur für dich. Brauchst nur noch die Batterien zu holen.

Quicky

Wie vermehren sich eigentlich Igel? Sehr vorsichtig.

Happy Birthday

Es war ein warmer Frühlingstag und sie wollte ihn mit einer besonderen Überraschung zum Geburtstag erfreuen. Den ganzen Tag war sie damit beschäftigt, was er als Geschenk bekommen soll. Eine Uhr, hat er schon, Krawatte, ach nee nicht schon wieder, Socken, nö völlig out. Ein Hemd, man der ganze Schrank ist voll davon. Ein gutes Essen, o.k. das gibt es beim Italiener um die Ecke auch. Macht vor allen Dingen keine Arbeit für sie. Aber was schenkt sie ihm bloß, er soll ja auch immer wieder daran denken und sich auch im Nachhinein noch darüber freuen. Ja, Fußballkarten für das nächste Spiel Hamburg gegen Bayern, aber oh Schreck, der ist ja Tennisfan. Mit zum Tennis gehen, mag sie ganz und gar nicht Geht also auch nicht. Dann kommt ihr die Lösung. Mensch, ich verschenke mich selber, mach mir die Arbeit und koche dann doch ein einfaches Gericht und dann rauf auf den Kerl. Und da kommt nun das Geburtstagskind nach Hause und sie hat lecker gekocht. Er freut sich und isst mit gutem Appetit. Nach dem Essen macht sie noch eine schöne Flasche Wein auf. Beide stoßen an und trinken das Glas bei einem netten Plausch leer. Duuu, sagt sie, ich gehe mal eben ins Schlafzimmer, noch ein Geschenk für die fertig machen. Wenn ich dich rufe, kommst du dann? Klar, sagt er und schaut auch schon ganz gespannt. O.k, sagt sie, aber nicht luschern, ich gehe dann mal. Frau verschwindet also im Schlafzimmer, macht sie nackig und nimmt ein paar Schleifenbänder. Eins um die linke Brust, eins um die rechte Brust, eins um die Taille, eine große Schleife auf die Mumu.
Schatz, ruft sie, komm mal dein Geschenk auspacken. Nichts passiert. Liebling, ruft sie, dein Geschenk wartet. Nichts passiert. Hase, ruft sie, du musst jetzt unbedingt dein Geschenk auspacken und begutachten. Nichts passiert. Nach gefühlten 10 Stunden geht sie ins Wohnzimmer und sieht ihren Traumprinzen auf dem Sofa. Er schlief wie ein Baby und sie hatte zum ersten Mal Farbe, total blau gefroren, Happy Birthday.

Gute-Nacht-Geschichte einfach selbst verfassen – so geht’s

Eine Gute-Nacht-Geschichte selbst zu verfassen, ist ein wunderbares, besonderes und vor allem persönliches Geschenk – nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Mit unserer Anleitung gelingt es dir garantiert. Wir haben sogar 5 Tipps für den Notfall für dich.

Nichts erfreut ein Kinderherz mehr als eine liebevoll erzählte Gute-Nacht-Geschichte. Insbesondere Märchen helfen Kindern auch heute noch beim Einschlafen. Sogar Erwachsene greifen bei Schlafproblemen immer öfter auf Hörspiele zurück. Sie versetzen sich somit entweder wieder in ihre Kindheit zurück oder genießen einfach das Gefühl, nicht allein zu sein und mit einer beruhigenden Stimme in den Schlaf begleitet zu werden.

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Das Lauschen einer Geschichte hat schon immer eine beruhigende Wirkung gehabt. Wir betrachten alles, was in dieser Geschichte passiert, aus sicherer Entfernung und weit weg von der Realität. Geschichten – von Menschen für Menschen geschrieben oder von Menschen über andere Menschen erzählt – bieten uns immer etwas an, mit dem wir uns identifizieren können. Gewisse Dinge ändern sich nie, und genau das ist es, was uns auch die Märchen über eine so lange Zeit nicht vergessen lassen. Kleine Wahrheiten und Lehren stecken in ihnen und lassen sich, egal in welcher Zeit, immer wieder auf das Leben anwenden.

Themenfindung für deine Gute-Nacht-Geschichte

Der allererste Schritt zum Schreiben einer Gute-Nacht-Geschichte ist die Themenfindung. Theoretisch kannst du jedes Thema wählen. Umso schwieriger wird deshalb die Eingrenzung und Festlegung auf eines. Zunächst musst du dir die folgenden Fragen stellen:

  • Für wen schreibe ich diese Geschichte?
    Alter, Geschlecht und die persönliche Beziehung spielen eine große Rolle, wenn du ein passendes Thema finden willst. Schreibst du deine Gute-Nacht-Geschichte beispielsweise für ein kleines Mädchen, könntest du dir eine leicht formulierte Erzählung über ein ebensolches Mädchen in einer fantastischen Welt ausdenken.
  • Welche Figuren würde ich gern mit einbauen?
    Hat die Person, der du die Geschichte widmest besondere Lieblingscharaktere? Vielleicht willst du sie sogar selbst mit einbauen oder deinen Hauptcharakter mit ähnlichen Charaktereigenschaften versehen. Hat er/sie irgendwelche Lieblingstiere? Du kannst auch eine Geschichte über Mensch und Tier schreiben oder sogar nur über Tiere.
  • Ist meine Geschichte realistisch oder phantastisch?
    Halte ich mich an Tatsachen und beziehe mich auf Dinge aus meinem eigenen Leben oder schweife ich in eine surreale Welt ab, die auch aus einem Traum entsprungen sein könnte? Natürlich lassen sich auch beide Stile mischen. Es ist allerdings besser, wenn du es dir schon vorher überlegst und deine Gedanken grob absteckst. So fällt dir das Schreiben vermutlich leichter.
  • Wie soll die Gute-Nacht-Geschichte ausgehen?
    Es ist sehr hilfreich, wenn du den Ausgang der Geschichte vor Augen hast, damit du weißt, in welche Richtung du deine Figuren lenken kannst. Da Gute-Nacht-Geschichten ohnehin nicht allzu lang sein sollten, ist es hilfreich, dein Ziel im Blick zu behalten. So besteht keine Gefahr, dass du abschweifst und die Geschichte unnötig in die Länge ziehst.

Wenn du diese Fragen beantwortet hast, kannst du entweder gleich drauf losschreiben oder eine Gliederung des Verlaufs deiner Geschichte anfertigen. Wenn du inspiriert bist, solltest du deine Gedanken unbedingt sofort zu Papier bringen. Wenn der Geistesblitz zu Wünschen übrig lässt, ordne dein Thema in grobe Abschnitte und Stichpunkte. Doch dazu mehr im nächsten Kapitel.

Eine grobe Gliederung deiner Gute-Nacht-Geschichte

Wenn sich deine Gute-Nacht-Geschichte einfach nicht verselbstständigen will und dir die Inspiration fehlt, kannst du eine Gliederung als Stütze nutzen. Sie hilft dir dabei, dass du nicht abschweifst und bildet einen roten Faden, an dem du dich entlang hangeln kannst, wenn dir die Ideen ausgehen. Eine grobe Gliederung einer Gute-Nacht-Geschichte könnte so aussehen:

  1. Mirabelle bekommt einen Hund zu Weihnachten von ihrer Oma geschenkt.
  2. Mirabelles Eltern wollen es nicht erlauben.
  3. Sie läuft durch die Nachbarschaft und sammelt Unterschriften, dass sich alle Kinder um den Hund kümmern werden.
  4. Jedes Kind in der Nachbarschaft hat unterschrieben und sie versammeln sich vor Mirabelles Haus.
  5. Die Eltern geben nach und erlauben ihr, den Hund zu behalten.
  6. Mirabelles Oma kommt zu Besuch und sie spielen zusammen mit den Nachbarskindern mit dem Hund.

Im Anschluss geht es ans Ausformulieren. Je nachdem wie lang deine Gute-Nacht-Geschichte werden soll, kannst du sie mehr oder weniger ausschmücken. Wenn dir spontan noch kleine Nebengeschichten einfallen oder neue Ideen kommen, ist auch jetzt noch Zeit dafür, sie einzubauen. Das Wichtigste ist nur, dass sie zum Rest deiner Geschichte passen. Sie sollte interessant sein und alles sollte geschlossen für sich Sinn ergeben. Die Handlung muss nachvollziehbar sein, da das Kind, dem du die Geschichte vorliest, sonst vermutlich das Interesse verliert.

Eine Einleitung, die Lust auf mehr macht

Eine packende Einleitung zu schreiben, ist manchmal gar nicht so leicht. Wenn du die Gute-Nacht-Geschichte für eine Person schreibst, die du gut kennst, kannst du dir vielleicht denken, welche Art von Anfang passend wäre. Wenn du deine Geschichte aber beispielsweise für das Kind deiner Freundin schreibst und nicht so genau weißt, was ihm gefallen könnte, gibt es einige Anfänge, die zu jeder Geschichte passen:

  • Beginne mit dem klassischen “Es war einmal …”
  • Beginne mit dem Namen eines Charakters in deiner Geschichte, zum Beispiel mit dem Hauptcharakter (“Amelie war eine wunderschöne Prinzessin …” / ”Tom verbrachte heute den Tag mit seinen Eltern im Zoo …)”.
  • Beginne mit einer Beschreibung der Umgebung oder des Wetters (“Es war ein sonniger Sonntag morgen …” / “Neben unserem alten Haus stand ein noch älterer Baum …”).
  • Beginne mit einer Sinneserfahrung (“Ein süßer Duft von Blumen zog mir durch die Nase…”).
  • Beginne mit einem Gegenstand oder einem Tier, das wichtig für deine Geschichte ist (“Pompom war schon immer ein lieber Hund …” / “Heute habe ich eine Spieluhr geschenkt bekommen …”).
  • Beginne mit dem Ende deiner Geschichte und blicke dann zurück (“Niemals hätte ich gedacht, dass ich heute den golden glänzenden Fußballpokal meiner Gegnermannschaft in der Hand halten würde …”).

Ein Ziel vor Augen

Wenn du im Schreibfluss bist, ist es wichtig, nicht zu stark abzuschweifen. Führe dir immer dein Ziel vor Augen; behalte also im Hinterkopf, welches Ende du dir überlegt hast. Manchmal ergibt sich im Fortverlauf des Schreibens ein anderes Ende, das dir besser gefällt. Auch das ist vollkommen in Ordnung, solange deine Geschichte weiterhin Sinn ergibt und interessant anzuhören ist.

Dein Ende muss auch nicht in jedem Fall nur auf einen Ausgang festgelegt sein. Es besteht die Möglichkeit unterschiedlicher Handlungsverläufe, also auch unterschiedlicher Schlüsse. Du kannst dir zum Beispiel drei verschiedene Enden überlegen. Schreibe sie auf und lasse deiner Phantasie beim Rest freien Lauf. Weitere Details zum Ende deiner Geschichte findest du im Kapitel Die Lehre am Ende.

Fabelwesen in deiner Gute-Nacht-Geschichte

Fabelwesen in deiner Gute-Nacht-Geschichte

Märchenhafte Gute-Nacht-Geschichten zum Einschlafen dürfen gern phantastisch sein. Sie laden mehr zum Schlafen und Träumen ein als realistische Erzählungen. Allerdings haben beide Gattungen ihre Vorzüge. Denn realistische Geschichten bieten oft mehr Identifikationspotential. Die Hörer können ihre Moral so direkt auf das wahre Leben beziehen. Es muss also weniger mentale Übertragungsarbeit getan werden. Wenn du dich für eine phantastische Geschichte entscheidest, gehören selbstverständlich Fabelwesen dazu.

Es gibt menschliche und tierische Fabelwesen, oft vermischen sich sogar beide Formen. Wenn du eine Gute-Nacht-Geschichte für Kinder schreibst, solltest du darauf achten, dass du ihm keine Angst machst. Wähle gruselige Fabelwesen (Vampir, Mumie, Medusa etc.) also nur, wenn du dem Kind die Angst davor nehmen kannst (z.B. mit einem Vampir auf der Suche nach der Liebe). In der Regel hilft es, ihnen Menschlichkeit zu verleihen. Wir haben einige Fabelwesen beispielhaft für dich aufgelistet, die du in deineGute-Nacht-Geschichte einbauen kannst.

Menschen und Tiere

Wenn du sowohl Menschen als auch Tiere in deine Gute-Nacht-Geschichte einbauen möchtest, kannst du dich entscheiden, ob sie in der Lage sein sollen miteinander zu sprechen (phantastisch) oder nicht (realistisch). Eine weitere Option ist, dass nur die Tiere in einer Sprache miteinander sprechen können, die der Leser oder Hörer versteht, aber die Menschen in der Geschichte nicht.

Wenn du deine Geschichte für eine Person schreibst, die ein großer Fan von Tieren ist, solltest du sie unbedingt mit einbauen. Hierbei ist es egal, ob die Person ein Kind oder ein Erwachsener ist. Du könntest sogar eine Geschichte schreiben, die nur von Tieren handelt. Für welche Altersklasse sie bestimmt sein soll oder wie anspruchsvoll sie ist, kannst du später immer noch festlegen, indem du die Charaktere der Tiere und die Handlung gestaltest.

Überraschende Wendungen

Auch bei einer Gute-Nacht-Geschichte darf es ruhig Überraschungen geben. Sie schläfert noch genauso gut ein, wenn sie Wendungen hat. Wenn der Hörer oder Leser alles voraussehen kann, wird es schnell langweilig und man liest die Geschichte wahrscheinlich kein zweites Mal. Was wäre wahrscheinlich, was der Charakter tun könnte? – Lasse ihn das Gegenteil tun.

Identifikationspotential

Damit deine Gute-Nacht-Geschichte auch Anklang findet, ist es wichtig, dass sie Identifikationspotential bietet. Das bedeutet, dass der Hörer oder Leser die Handlungen der Figuren innerhalb der Geschichte nachvollziehen können sollte. Entweder sind sie offensichtlich oder werden im Verlauf erklärt:

  • offensichtlich: Die Figur hatte als Kind ein besonderes Lieblingsspielzeug, das verloren gegangen ist und macht sich deshalb auf die Suche nach ihm.
  • im Verlauf erklärt: Eine Figur macht sich auf die Suche nach Etwas. Der Leser erfährt noch nicht was es ist und begleitet sie auf ihrer Suche. Am Ende wird aufgeklärt, dass es sich die ganze Zeit um ein verlorenes Spielzeug aus seiner Kindheit gehandelt hat.

Um die bestmögliche Identifikation zu bieten, sollte man die Handlungen und Lehren auf das echte Leben übertragen können. Märchen behandeln zum Beispiel allgegenwärtige Themen, aus denen jeder Empfänger etwas Wahrheit für sich schöpfen kann: Beim Aschenputtel-Märchen (KHM 21) wird der Neid und die Gehässigkeit der bösen Stiefschwestern am Ende bestraft und Aschenputtel, die sich immer gut verhalten hat, wird belohnt. Märchen bieten auch insofern Identifikation, als dass sich der Leser oder Hörer mit ihrer Moral identifizieren kann. Das menschliche Bedürfnis nach moralischer Gerechtigkeit wird befriedigt und man kann beruhigt einschlafen, da sich alle Probleme gelöst haben.

Die Lehre am Ende

Zu einer gehaltvollen Gute-Nacht-Geschichte gehört selbstverständlich auch eine Lehre oder Moral. Gerade Erwachsene, die für Kinder eine Geschichte schreiben wollen, würden sicherlich gerne auch einen erzieherischen Aspekt mit einbringen. Du könntest dich zum Beispiel fragen, was du dem Kind gern mit auf den Weg geben möchtest oder was im Alltag schwer zu erklären ist, das du mit einer Geschichte subtil umsetzen kannst. Die folgenden zwei Beispiele zeigen dir, wie schon ein paar Sätze eine erzieherische Botschaft in sich tragen können. Wenn du eine bestimmte Lehre vermitteln möchtest, kannst du von vornherein deine ganze Geschichte darauf auslegen und zur Inspiration nutzen.

Tipp: EineGute-Nacht-Geschichte sollte immer ein Happy End haben, damit sie ihre beruhigende Wirkung entfalten kann. Nichts wiegt einen besser in den Schlaf als der Gedanke an eine Welt, die sich im Gleichgewicht befindet.

Beispiel 1:
Mirabelle sammelt Unterschriften, damit ihre Eltern erlauben, dass sie ihren Hund behalten darf. Als sie genug Unterschriften aller Nachbarskinder gesammelt hat,die besagen, dass sie sich mit um den Hund kümmern werden, darf sie ihn tatsächlich behalten.

Botschaft 1: Sie zeigt Engagement, Ehrgeiz und Verantwortung und kommt so an ihr Ziel. Sie beweist, dass Teamgeist und Gemeinschaftssinn sich auszahlt. Es geht nicht darum möglichst hartnäckig zu sein, um seinen Willen zu bekommen, sondern Geduld in der Erfüllung seiner Wünsche zu haben.

Beispiel 2:
Anna hat eine Spieluhr geschenkt bekommen, die ihr runterfällt und kaputt geht. Sie ist enttäuscht und weint und denkt daran, wie teuer sie wohl gewesen sein muss. Doch am Ende wird ihr klar, dass sie die Melodie der Spieluhr niemals vergessen wird. So kann sie sich jedes Mal, wenn sie sie singt, daran erinnern wie sie sich gefreut hat, als sie sie bekommen hat.

Botschaft 2: Ein gutes Gefühl ist mehr wert als Geld. Eine schöne Erinnerung (Melodie) hat man für immer, Gegenstände sind vergänglich.

Möglichkeiten einer selbst geschriebenen Gute-Nacht-Geschichte

Darum eine eigene Gute-Nacht-Geschichte

Eine selbst geschriebene Gute-Nacht-Geschichte ist ein besonderes und persönliches Geschenk, das die meisten Menschen so wohl noch nicht bekommen haben. Du kannst nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, wie zum Beispiel deinen Partner damit überraschen.

Als Elternteil kannst du deinem Kind an vielen Abenden deine selbst geschriebene Gute-Nacht-Geschichte erzählen oder du schreibst eine für Freunde von dir, damit sie ihren Kindern ganz klassisch etwas vorlesen können. Wenn du deinen Partner beschenkst, bietet sich natürlich das Thema Liebe an. Du kannst eure eigene Beziehungsgeschichte in Worte fassen oder kreierst andere Figuren (zum Beispiel Tiere oder Fabelwesen), die vielleicht eure Charaktereigenschaften haben.

Wie verschenke ich eine selbst geschriebene Gute-Nacht-Geschichte?

Wenn du dir überlegt hast einem deiner Lieben mit einer selbst geschriebenen Gute-Nacht-Geschichte eine Freude zu machen, willst du sie sicherlich auch schön präsentieren. Je nachdem wie leserlich deine Handschrift ist, kannst du die Geschichte entweder aufschreiben oder am PC tippen und ausdrucken.

Wenn du dich dazu entscheidest per Hand zu schreiben, kannst du einfach ein leeres Büchlein kaufen und deine Geschichte hineinschreiben. Wenn du sie ausdruckst, solltest du sie binden lassen. Ein paar zusammengeheftete Zettel machen sich nicht gut als Geschenk, sie könnten den Eindruck erwecken, dass du dir keine Mühe gegeben hast. Um deine verschriftliche Gute-Nacht-Geschichte aufzuwerten, kannst du selbst gemalte Zeichnungen hinzufügen oder passende Bilder ausdrucken.

Zeitlicher Aufwand

Wie immer bei persönlichen Geschenken ist der Zeitaufwand etwas höher als bei Gekauften. Nimm dir zum Schreiben der Gute-Nacht-Geschichte auf jeden Fall einige Stunden Zeit. Es könnte sein, dass du plötzlich wirklich inspiriert bist. Wenn du viele Unterbrechungen hast oder womöglich Tage zwischen deinen Schreibeinheiten liegen, könntest du den Faden verlieren und deine ursprünglichen Gedanken verfliegen.

Wenn es nicht anders geht und du immer nur eine Stunde pro Tag investieren kannst, versuche wenigstens alle Gedanken, die dir in den Kopf kommen als Notiz aufzuschreiben. Sei dir immer darüber bewusst, dass auch das Schreiben einer kurzen Geschichte (500-1500 Wörter) schon zwei oder drei Stunden dauern kann. Du weißt nie, wie lange es dauert bis du eine gute Idee hast. Vielleicht beginnst du auch zu schreiben und du weißt plötzlich nicht mehr weiter. All diese Verzögerungen kannst du nicht wirklich kalkulieren. Eine Schreibblockade lässt sich nicht voraussagen oder planen.

5 Tipps für den Notfall

Wenn du trotz unserer bisherigen Anleitung noch keine Fortschritte beim Schreiben gemacht hast, können dir diese Tipps mit Sicherheit weiterhelfen. Sie regen deine Kreativität an und fördern, dass du deine Schreibblockade lösen kannst.

Brainstorming

Wenn du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst, kannst du immer noch (ungestört) brainstormen. Schreibe dazu einzelne Wörter oder Phrasen auf, die dir in den Sinn kommen. Vielleicht hast du ein paar Ideen, die sich hinterher einander zuordnen lassen und aus denen sich dann eine Geschichte entwickeln kann. Diese Beispielfragen können dir beim Brainstorming helfen:

  • Was ist mein Lieblingstier? (zum Beispiel Schildkröte, Hamster, Einhorn)
  • Wie viele Figuren möchte ich in meine Geschichte mit einbauen?
  • Was ist mir wichtig, das ich dem Hörer oder Leser vor dem Einschlafen mitgeben möchte? (zum Beispiel Lebensweisheit oder -motto)
  • Wo soll sich meine Geschichte abspielen? (zum Beispiel Wald, See, Insel, Siedlung, Schloss)
  • In welcher Zeit soll sich meine Geschichte abspielen? (zum Beispiel Gegenwart, Zukunft, Mittelalter, Zeit der Dinosaurier, zeitlos)

Ein Bild malen

Oft fehlen den Menschen die Worte. Worte machen alles komplizierter und konkreter. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”. Hast du eigentlich schon eine Gute-Nacht-Geschichte im Kopf, weißt aber nicht wie du mit den Formulierungen anfangen sollst? Gibt keines der Worte, die dir in den Sinn kommen deine Gedanken akkurat wieder? Dann male ein Bild. Schon allein deine Farbauswahl verrät viel über die Stimmung deiner Geschichte. Die Anzahl deiner Figuren und vieles mehr, was du vorher nicht gewusst hast, wird sich in deinem Bild wiederfinden. Wenn es dir hilft, kannst du auch ein Schaubild mit Pfeilen und Clustern erstellen. Nach und nach werden dir Worte einfallen, die ungefähr treffen, was du meinst.

Beobachte deine Umgebung

Wenn du vollkommen uninspiriert bist, solltest du Menschen und Dinge außerhalb deiner gewohnten Umgebung beobachten. Vielleicht siehst du etwas Ungewöhnliches. Vielleicht kannst du dir etwas nicht erklären, das du gern wissen wollen würdest. Vielleicht hast du Ideen, wie du dieses Geheimnis lüften könntest und denkst dir darum eine Geschichte aus.

Mache einen Spaziergang im Wald und achte auf kleine Details in der Natur. Wie geht es wohl dem kleinen Käfer, der sich unbemerkt in der Baumrinde versteckt? Kennst du ein Kind, das sich ebenfalls gern versteckt und immer in den Hintergrund tritt? Um diesem Kind Mut zu machen könntest du dir um diesen kleinen Käfer eine Heldengeschichte ausdenken. Der kleine Käfer kann auch mal ganz groß sein. Er ist auch wichtig und hat alles Recht sich zu behaupten. Stelle dir immer die Frage: Welche Gemeinsamkeiten entdeckst du zwischen der freien Natur und deinem Alltag?

Erinnere dich an deine Kindheit

Um für ein Kind eine ansprechende Gute-Nacht-Geschichte zu erzählen, kannst du dich an deine eigene Kindheit erinnern. Was hast du erlebt und warum kannst du dich heute noch so gut daran erinnern? Diese bestimmen Erinnerungen haben sich nicht umsonst in dein Gedächtnis verirrt. Überlege also inwiefern deine Erfahrungen auch wichtig für andere Kinder sein könnten. Es zählt immer nur der Kern der Geschichte, die zeitlich bedingten Umstände lassen sich immer ändern.

Beispiel:
Du bist früher von Zuhause weggelaufen, weil du keine echte Katze, sondern eine Stoffkatze zu Weihnachten bekommen hast. Du hast einen kleinen Rucksack gepackt, dich auf dem Spielplatz versteckt und geschmollt. Nach einer Stunde wurde dir langweilig, du hast deine Schokoriegel aus dem Rucksack aufgegessen und siehst langsam ein, dass du ohne deine Eltern gar nicht leben möchtest. In der Einsicht, wie wichtig deine Eltern für dich sind, kannst du ihnen verzeihen, da sie dir auch sonst viele Wünsche erfüllen und kehrst nach Hause zurück.

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Botschaft:

  • Es sind nicht die materiellen Dinge, die Liebe beweisen, sondern wie gut sich deine Mitmenschen um dich kümmern.
  • Auch wenn du Dinge manchmal als ungerecht empfindest, lohnt es sich immer noch einmal darüber nachzudenken.
  • Niemand möchte allein in der Welt sein und du solltest das, was du hast, schätzen.
  • Du solltest deine Erwartungen niemals unbegründet hoch ansetzen, dann wirst du auch nicht enttäuscht.

Schreibe ein unbekanntes Märchen um

Märchen als Inspiration

Wenn du alles versucht hast und dir einfach keine eigene Gute-Nacht-Geschichte einfallen will, kannst du auch einfach eine Geschichte umschreiben. Grimms Kinder- und Hausmärchen (KHM) umfassen schon über 200 Geschichten, von denen sich auch sicherlich viele Unbekannte im Internet finden. Zudem kennst du bestimmt einige Disney-Filme oder andere Märchenverfilmungen. Such dir einfach eine Geschichte aus, die es bereits gibt, bewahre ihre Botschaft und schreibe sie um.

Du kannst alles umschreiben, was du willst, solange der Kern bestehen bleibt. Aus Mulan, die für ihren Vater in den Krieg zieht, weil er zu krank ist kannst du Elina machen, die sich bei Streitigkeiten für ihre kleine Schwester einsetzt. Aus Simba, der denkt er wäre Schuld am Tod seines Vaters und flüchtet, zum Schluss aber dennoch zurückkehrt, um sich seiner Vergangenheit zu stellen und König wird, kannst du Tilo machen, der in der Grundschule einen Jungen, der ihn geärgert hat, geschubst hat und sich nun schämt wieder zurückzukommen. Das Ende sollte auch davon handeln, sich dem zu stellen wovor man Angst hat und dafür belohnt zu werden.

Beispiel für eine kurze Gute-Nacht-Geschichte

Es war einmal eine kleine Schildkröte namens Korni. Korni ging in eine Tierschule mit vielen anderen Tieren. Dort waren Bären, Füchse, Dachse, Mäuse und sogar ein Rehkitz. Alle hatten ein weiches, glänzendes Fell, nur Korni nicht. Er wurde nicht ausgeschlossen, aber er fühlte sich doch immer anders als die Anderen. Seine Mutter sagte ihm, er sei etwas Besonderes und so wie er ist, sei er perfekt. Doch Korni dachte, dass man sowas als Mutter ja nunmal sagen müsse und war immer noch traurig.

Eines Tages schaute die kleine traurige Schildkröte Korni in den Fluss und betrachtete ihr Spiegelbild. Korni hörte ein leises Quietschen, dass immer lauter wurde. Da entdeckte er plötzlich die kleine Maus Karlchen, mit der er immer in der Schule gewesen war. Karlchen wurde vom Strom des Flusses mitgerissen und konnte nicht schwimmen. Alle Tierkinder kamen angerannt und waren verzweifelt, da niemand sich zutraute gegen die Strömung anzuschwimmen und Karlchen zu retten.

Korni war ein guter Schwimmer und zögerte nicht: Er sprang sofort ins Wasser und Karlchen konnte sich auf seinen Panzer retten. Die Strömung trieb sie ein Stück von den anderen Tierkindern weg, doch Korni war stark und gelangte schließlich zum Ufer. Karlchen bedankte sich tausend Mal und sagte: “Korni, nur du konntest mich retten. Du bist mein Held! Ich bin so froh, dass ich eine Schildkröte als Freund habe.”

Korni erkannte nun, dass auch wenn alle anderen ein Fell hatten, sein Panzer nicht unbedingt schlechter ist. Er war in dieser heiklen Situation sogar besser. Denn was nützt ein glänzendes Fell, wenn Karlchen dafür ertrunken wäre? Korni würde sich niemals mehr wünschen Fell zu haben und sah von nun an ein, dass seine Mutter recht hatte und er gut ist, so wie er ist.

(Malin Poggemann)

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Es hatte ein Bauer ein treues Pferd, das war alt geworden und konnte keine Dienste mehr tun, da wollte ihm sein Herr nichts mehr zu fressen geben und sprach ‚brauchen kann ich dich freilich nicht mehr, indes mein ich es gut mit dir, zeigst du dich noch so stark, dass du mir einen Löwen hierher bringst, so will ich dich behalten, jetzt aber mach dich fort aus meinem Stall,‘ und jagte es damit ins weite Feld. Das Pferd war traurig und ging nach dem Wald zu, dort ein wenig Schutz vor dem Wetter zu suchen. Da begegnete ihm der Fuchs und sprach ‚was hängst du so den Kopf und gehst so einsam herum?‘ ‚Ach,‘ antwortete das Pferd, ‚Geiz und Treue wohnen nicht beisammen in einem Haus, mein Herr hat vergessen, was ich ihm für Dienste in so vielen Jahren geleistet habe, und weil ich nicht recht mehr ackern kann, will er mir kein Futter mehr geben, und hat mich fortgejagt.‘ ‚Ohne allen Trost?‘ fragte der Fuchs. ‚Der Trost war schlecht, er hat gesagt, wenn ich noch so stark wäre, dass ich ihm einen Löwen brächte, wollt er mich behalten, aber er weiss wohl, dass ich das nicht vermag.‘ Der Fuchs sprach ‚da will ich dir helfen, leg dich nur hin, strecke dich aus und rege dich nicht, als wärst du tot.‘ Das Pferd tat, was der Fuchs verlangte, der Fuchs aber ging zum Löwen, der seine Höhle nicht weit davon hatte, und sprach ‚da draussen liegt ein totes Pferd, komm doch mit hinaus, da kannst du eine fette Mahlzeit halten.‘ Der Löwe ging mit, und wie sie bei dem Pferd standen, sprach der Fuchs ‚hier hast dus doch nicht nach deiner Gemächlichkeit, weisst du was? ich wills mit dem Schweif an dich binden, so kannst dus in deine Höhle ziehen und in aller Ruhe verzehren.‘ Dem Löwen gefiel der Rat, er stellte sich hin, und damit ihm der Fuchs das Pferd festknüpfen könnte, hielt er ganz still. Der Fuchs aber band mit des Pferdes Schweif dem Löwen die Beine zusammen und drehte und schnürte alles so wohl und stark, dass es m it keiner Kraft zu zerreissen war. Als er nun sein Werk vollendet hatte, klopfte er dem Pferd auf die Schulter und sprach ‚zieh, Schimmel, zieh.‘ Da sprang das Pferd mit einmal auf und zog den Löwen mit sich fort. Der Löwe fing an zu brüllen, dass die Vögel in dem ganzen Wald vor Schrecken aufflogen, aber das Pferd liess ihn brüllen, zog und schleppte ihn über das Feld vor seines Herrn Tür. Wie der Herr das sah, besann er sich eines Bessern und sprach zu dem Pferd ‚du sollst bei mir bleiben und es gut haben,‘ und gab ihm satt zu fressen, bis es starb.

Pferdegeschichte: Vom Pferd, das Eier legt

Eine Pferdegeschichte für Kinder ab 3 Jahren.

Maria erwachte und schlug die Augen auf. Ein Glücksgefühl breitete sich in ihr aus: Sie machte Ferien auf dem Reiterhof! „Juhu, es geht los, ihr Pferde, ich komme!“, rief sie. Schnell zog sie sich an und war schon auf dem Weg in den Pferdestall zu ihrem Ferienpony Nero. So früh am Morgen war noch alles ruhig.

Eier im Heu

Als sie die schwere Stalltür aufschob, war sie sehr gespannt, denn gestern war etwas Merkwürdiges passiert! Maria öffnete die Box ihres Ferienponys Nero, streichelte es abwesend und schaute in die Heutraufe. Tatsächlich! Da lag wieder eines! Schneeweiß und sauber lag dort ein Ei. Vorsichtig steckte sie es in ihre Jackentasche. Damit ging sie zurück zu Mona, mit der Maria ihr Ferienzimmer teilte. „Seit wann gibt es Pferde, die Eier legen?“, überlegte sie.

Ostern war längst vorbei und die Geschichte mit dem Osterhasen – na ja! Mona schlief noch. Maria schüttelte sie leicht und hielt ihr wortlos das Ei vor die Nase. „Was ist?“, gähnte Mona. „Na was! Rate mal, wo ich das Ei herhabe!“ Mona richtete sich auf, da fiel auch ihr alles wieder ein: Das Ei von gestern hatte der Pferdepfleger gefunden, lauthals gelacht und allen Kindern davon erzählt. „Maria, pass bloß auf, dass dir nicht noch Hasenohren wachsen!“ oder „Marias Pony legt Eier!“ waren die Spottrufe der anderen gewesen.

Und jetzt wieder ein Ei. „Lass das bloß nicht die anderen sehen“, riet Mona, „die lachen sich tot!“ „Du hast gut reden, wir müssen herausfinden, wo das Ei herkommt!“, erwiderte Maria. Ständig spukte ihr das Ei im Kopf herum! Pferde legen keine Eier – wie kam es dann dahin?

Das Pferd wird bewacht

Maria genoss den Tag auf dem Pferderücken von Nero sehr. Und auf dem Rückweg zum Stall hatte sie ihren Entschluss gefasst: Heute Nacht wollte sie sich im Pferdestall einschließen lassen. Sie würde die ganze Nacht wachen, dann musste sie herausfinden, welches Geheimnis sich hinter den Eiern in Neros Heu verbarg.
Zum Gespött würde sie sich jedenfalls nicht machen lassen! „Du spinnst!“, meinte Mona, als Maria sie in ihren Plan einweihte. „Das traust du dich nie!“ Mona hatte Recht, ihr war ziemlich mulmig zumute. Aber Maria war entschlossen, ihren Plan auszuführen.

Maria beweist Mut

Als es Zeit war, ins Bett zu gehen, zog sich Maria warm an und schlich in den Stall. Alles war dunkel bis auf die kleine Hoflampe, die die ganze Nacht brannte. Die Stalltür stand offen. Gott sei Dank, abgeschlossen war noch nicht! Michael, der Tierpfleger, drehte gerade seine letzte Runde im Stall. Und als er bei Jupiter in der letzten Box verschwand, schlüpfte Maria in den Stall.

Doch Michael schien Marias Rascheln gehört zu haben, denn bevor er die Tür zuschloss, hielt er inne und schaute sich noch einmal um. Maria hielt den Atem an. Ihr Herz pochte ganz laut. Sie würde Riesenärger bekommen, wenn sie jetzt entdeckt würde! Doch Michael schloss die Stalltür ab und ging. Erleichtert kam Maria aus ihrem Versteck hervor. Wie gespenstisch es hier war! So ganz anders als bei Tageslicht!

Die Nacht beim Pferd

Überall große Schatten, es knarzte und knackte. Leise huschte sie zu Neros Box und öffnete sie. Neros Anwesenheit und sein vertrauter Geruch beruhigten Maria. Auch die anderen Pferde wurden still. Sie zog sich hoch und setzte sich auf die Trennwand.

Sich in die Box zu setzen war zu gefährlich, denn schnell könnte sie getreten werden. Sie sah, dass noch kein Ei in der Heutraufe war. Sie wartete. Von den Pferden war nur hin und wieder ein leises Schnauben zu hören. Nero schien zu schlafen. Auch Maria fielen fast die Augen zu, bis ihr vom Sitzen auf der schmalen Trennwand der Po schmerzte. Sie sprang auf den Boden.

Immer noch kein Ei und nichts zu sehen, wo eins herkommen könnte! Mit einer Satteldecke ausgerüstet, machte sie es sich wieder auf der Trennwand bequem. Wie viel Uhr es wohl sein mochte? Wieder fielen ihr die Augen zu. Sie schlief ein.

Es flattert gespenstisch

Plötzlich streifte sie etwas an der Wange! Sie schrak auf, fiel fast von der Trennwand. Ihr Herz klopfte wie wild: Was war das? Eine Riesenfledermaus? Ein Vogel? Im morgendlichen Dämmerlicht konnte sie wenig erkennen.
Sie hatte fast die ganze Nacht verschlafen! Nero schien jedenfalls nicht erschrocken, als sich dieses Flatterwesen auf seinem Rücken niederließ. Jetzt hatte Maria Gelegenheit, genauer hinzusehen: Ein Huhn! Auf Neros Rücken saß ein Huhn! Beide schienen beste Freunde zu sein. Das Huhn flatterte weiter, landete in der Heutraufe und – legte mit aufgeregtem Gegackere ein Ei. Maria lachte und lachte.
Das Rätsel um die Eier wird gelöst

Erst jetzt merkte sie, dass ihre Knie vor Schreck zitterten. Ein Huhn war des Rätsels Lösung! Und jetzt sah sie auch, wie das Huhn in den Stall kam: Die Oberlichter der niedrigen Außenwand waren offen. Und neben dem Pferdestall war ein Bauernhof.

Meine Güte, auf das Naheliegendste war sie nicht gekommen! Und die Nachricht von Marias Entdeckung sprach sich in Windeseile bei allen herum: Mit Michael bekam sie erst mal Ärger, aber alle anderen waren schwer beeindruckt von ihrem Mut, im Stall zu übernachten. Auch Michael musste schon wieder grinsen. Und die Eier? Die gab’s jetzt immer zum Frühstück …

Wo sich Pferd und Hase gute Nacht sagen

Das hohe Gras wiegt sich im Wind und streichelt über mein Gesicht. Ich liege auf der Weide und genieße die Wärme der Abendsonne auf meinem Rücken. Hinter mir schnaubt es. Nein, ehrlich gesagt ist es eigentlich mehr ein Grunzen. Ein wohliges Grunzen. Um mich herum liegt die ganze Herde. Nur die Erwachsenen wachen mit halb geschlossenen Augen über uns.

Obwohl die Gruppe erst seit einigen Tagen zusammen läuft, sind alle vollkommen entspannt miteinander. Die fünf neuen Absetzer sind die ersten gewesen, die sich hingelegt haben. Auch Taajwar, der einstmals so scheue Friese, liegt jetzt lang ausgestreckt im Gras und grunzt, weil alles so schön ist. Ich kann ihn verstehen. Ich seuftze leise und lehne mich an Soudis Schulter. Er schließt die Augen und ich verscheuche eine Fliege von seinem Hals. Seine Nähe wärmt mich angenehm in der allmählich kühler werdenden Abendluft. Über uns fliegt hoch oben ein Flugzeug. Ich überlege kurz, wohin es wohl fliegt, denke an kristallklares Wasser und weiße Strände. Dann schaue ich Soudi an, lausche seinem ruhigen Atem und will nirgendwo anders sein auf der Welt. Nirgendwo könnte es schöner sein als hier, in diesem Moment, zwischen den Pferden im Gras, die Abendsonne im Gesicht und die wärmende Schulter meines besten Freundes im Rücken. Meine Hand streicht über das seidenweiche Fell an Soudis Hals und er schnaubt leise. Seine Unterlippe ist jetzt ganz entspannt, sein Atem ruhig und sein Kopf sinkt ins Gras.

Ich habe meinen Arm um ihn gelegt und vergrabe das Gesicht in seiner Mähne. Sie riecht jetzt nicht mehr so intensiv nach Heu, wie sie es im Winter tut. Jetzt riecht sie viel frischer. Nach Sommer und Sonne und Leben.

In einiger Entfernung läuft ein Hase über die Weide und auf dem benachbarten Feld hüpfen Rehe durch die wachsende Ernte, während sich der Himmel langsam rot und dann lila färbt. Ich höre nichts als den Atem der Pferde und das Rascheln der Blätter im Wind. Im Film wäre mir diese Szene wahrscheinlich zu kitschig. Gelebt fühlt sie sich aber ziemlich gut an.

Ganz kurz frage ich mich, wie sich jemand darüber lustig machen kann, dass man mit seinem Pferd auf der Weide sitzt und nichts tut. Dann tut es mir leid, dass es so viele gibt, die das hier nie erleben werden. Und dann habe ich sie auch schon vergessen, während ich die Augen schließe und mich an Soudi schmiege. Aneinander gekuschelt dösen wir, bis die Sonne hinter dem nahen Wald verschwindet und es mir schließlich doch zu kalt wird. Nach und nach stehen wir alle auf, die Pferde beginnen zu grasen und ich verabschiede mich. In mir und um mich ist es so ruhig, dass man das Gras im Wind hört – es klingt wie Meeresrauschen.

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