E zigarette schwangerschaft

E-Zigarette: Dampfen in der Schwangerschaft?

Du bist schwanger? Dann erst einmal: Herzlichen Glückwunsch! Unseren Glückwunsch auch dazu, dass du darüber nachdenkst, mit dem Rauchen aufzuhören. In diesem Artikel wollen wir klären, ob der Umstieg auf eine E-Zigarette in der Schwangerschaft Sinn macht.

Rauchen in der Schwangerschaft

Eine Hebamme sagte einmal, dass jeder Zug an einer Zigarette für das Ungeborene so ist, als würde die Mutter auf die Nabelschnur treten, um dem Kind die Sauerstoffzufuhr abzuschneiden. Kein schönes Bild, richtig? Natürlich ist diese Vorstellung nicht mit den medizinischen Fakten vereinbar, aber der Vergleich beschreibt sehr gut, was Rauchen in der Schwangerschaft beim ungeborenen Kind anrichten kann.

Du weißt ganz sicher bereits, dass dein Kind jede Zigarette mit dir mitraucht. Das ist schon etwas paradox, wenn man bedenkt, dass du die nächsten Jahre damit verbringen wirst, dein Kind vom Rauchen abzuhalten. Doch lass uns mal schauen, ob du wirklich ganz aufs Rauchen in der Schwangerschaft verzichten musst. Vielleicht ist das Dampfen ja eine Alternative für dich.

Nikotin in der Schwangerschaft

Dein Arzt wird dir eine ganze Latte an Verhaltensmaßregeln gegeben haben, die dabei helfen sollen, dass dein Kind gesund heranwächst. Alle äußeren Einflüsse, die Entwicklungsstörungen zur Folge haben können, müssen vermieden werden. Rauchen gehört dazu, da es die Gehirnentwicklung stören kann und zur Fehl- oder Frühgeburt führen kann.

Besonders die Zeit vom 18.-85. Tag ist sehr störanfällig. Ob Alkohol, Medikamente oder eben Nikotin – nichts davon ist gut für dein Baby. So eine Zigarette enthält zahlreiche Giftstoffe wie Chrom, Arsen und Cadmium. Arsen wird übrigens auch in der Rattenbekämpfung verwendet. Mittlerweile wurde nachgewiesen, dass diese Stoffe das Erbgut und den Embryo schädigen. Dass dein Baby ein geringeres Geburtsgewicht haben kann, wusstest du bestimmt auch schon.

Man geht zudem davon aus, dass die Säuglingssterblichkeit im ersten Lebensjahr bei Kindern von Raucherinnen deutlich erhöht ist (plötzlicher Kindstod). Und hat man das erste Jahr überstanden, stehen schon die langfristigen Folgen des Nikotinkonsums vor der Tür. So leiden Kinder von Raucherinnen sehr viel öfter unter Lern- und Konzentrationsschwächen. Viele von ihnen sind hyperaktiv und selbst der IQ wird vom Rauchen in der Schwangerschaft negativ beeinflusst.

Dampfen in der Schwangerschaft

Da ein hoher Nikotinspiegel der Mutter ein Absinken der Sauerstoffversorgung des Ungeborenen nach sich zieht, solltest du Liquids ohne Nikotin wählen. Sie sind zwar im Gegensatz zur normalen Zigarette immer noch die weitaus bessere Wahl, aber die schädliche Wirkung von Nikotin können auch E-Zigaretten nicht verhindern. Wenn es gar nicht anders geht, hast du eine gute Auswahl. Neben den Liquids ganz ohne Nikotin gibt es welche mit nur wenig Nikotin und solche mit viel Nikotin. Du kannst das Nikotin dann ganz einfach selber dosieren, solltest aber natürlich weitestgehend darauf verzichten.

Schau dir mal diesen Artikel an: Britische Studie mit deutlichem Ergebnis E-Zigaretten weniger ungesund als gedacht – Du wirst sehen, dass die Kernaussage darin besteht, dass du das Rauchen lieber ganz aufgeben solltest. E-Zigaretten sind zwar nicht zu 100% gesünder, aber eben doch zu mindestens 95%. Wenn du also so gar nicht vom Rauchen lassen kannst, ist es deutlich besser, auf E-Zigaretten umzusteigen, statt dir und dem Baby den Stress, den das Aufhören für dich mit sich bringt, anzutun.

Dampfen in der Stillzeit

Die E-Zigarette bietet dir auf jeden Fall deutliche Vorteile, wenn das Baby erst einmal auf der Welt ist. Du weißt ja, wie gefährlich selbst das Passivrauchen ist. Zu viele Giftstoffe sind im ausgeblasenen Rauch enthalten. Du trägst sie zusätzlich an deinen Fingern, in den Haaren und an deiner Kleidung. Viele Möglichkeiten für so ein Baby, dich zu berühren und anschließend die Finger in den Mund zu stecken. Kein schöner Gedanke, oder?

Viele der Kinder von Raucherinnen müssen mit Durchfall, Bauchkrämpfen und sogar Übelkeit und Erbrechen kämpfen. Eine Nebenwirkung, da die giftigen Substanzen der Zigarette direkt in die Muttermilch gehen. E-Zigaretten-Dampf enthält diese gefährlichen Stoffe nicht. Wenn du auch in der Stillzeit ohne Nikotin dampfst, sinkt auch dein Prolaktinspiegel nicht derart ab – der Milchproduktion steht nichts im Wege!

Vermeide es in jedem Fall, zu stillen, nachdem du geraucht hast. Nikotin hat eine Halbwertzeit von 1,5 Stunden. Wenn du dampfst und trotzdem Liquids mit Nikotin nutzt, überlege dir, ob es nicht besser ist, das Baby auf die Ernährung durch die Flasche umzustellen. Ansonsten bekommt es viel zu viel Nikotin bei jedem Stillvorgang ab.

Dampfen und Passivrauch

Wir haben ja schon auf die negativen Folgen von Passivrauchen bei Zigaretten hingewiesen. Das ist ein ganz unbestreitbarer Vorteil bei E-Zigaretten, dass sie keinerlei toxische Substanzen in die Umwelt abgibt. Bei normalen Zigaretten ist das anders. Raucht eine Mutter zuhause, steigt die Gefahr für den plötzlichen Kindstod rapide an. Auch Krebserkrankungen werden so begünstigt. Zusätzlich wurde festgestellt, dass Raucherinnen eine deutlich höhere Dosis an Narkotika und Schmerzmittel benötigen und das dies auch für Passivraucher gilt.

Steigst du auf die E-Zigarette um, senkst du auch das Risiko von häufigen Erkrankungen der Atemwege deines Kindes. Halte dein Umfeld wirklich rauchfrei, du tust damit viel Gutes. Und der Umstieg auf E-Zigaretten gelingt selbst starken Rauchern meist sehr leicht.

Unser Fazit: Dampfen ja, Nikotin in der Schwangerschaft und Stillzeit nein

Fakt ist, dass es keine Alternative zum absoluten Rauchverzicht während der Schwangerschaft gibt. Rauchen und Dampfen mit Nikotin sind gleichermaßen schädlich fürs Ungeborene, auch wenn die Gefahr beim Dampfen nur noch auf das Nikotin zurückgeht.

Nimmst du jedoch während der Schwangerschaft und Stillzeit Liquids, die ohne Nikotin auskommen, ist die Auswirkung enorm! Und natürlich belastest du deine Umwelt mit E-Zigaretten nicht so, wie du es mit normalen Zigaretten machst und zwar auch dann, wenn du mit Nikotin dampfst. Du reduzierst die Schadstoffbelastung mit dem Dampfen quasi auf Null. Und das klingt doch schon gut, oder?

Unsere Empfehlung:
Für ein gesundes, gut entwickeltes Kind solltest du auf das Rauchen in der Schwangerschaft komplett verzichten. Steigst du auf E-Zigaretten um, ist es wichtig, Liquids ohne Nikotin zu nutzen. Damit bist du so ziemlich auf der sicheren Seite. Falls du immer noch nicht überzeugt bist, wirf noch einen Blick in folgende Studie:

Dort steht zusammengefasst: Zitat: „Ausgeatmete Aerosol-Partikel in E-Zigarettendampf unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung von herkömmlichem Zigarettenrauch. Mit unserer Studie konnten wir nachweisen, dass es auch hinsichtlich der physikalischen Eigenschaften signifikante Unterschiede gibt. Die Ergebnisse sind also ein weiterer Beleg dafür, dass das Rauchen von E-Zigaretten in geschlossenen Räumen die Luftqualität mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht negativ beeinflusst“.

Natürlich sind wir keine Ärzte und keine Wissenschaftler. Aber auch wir informieren uns regelmäßig über die neuesten Erkenntnisse. Nach der aktuellen Informations- und Studienlage sieht es für uns so aus, dass es in der Schwangerschaft weniger schädlich ist eine E-Zigarette ohne Nikotin zu konsumieren, als eine herkömmliche Zigarette zu rauchen. Dies ist aber definitiv keine Empfehlung, sondern lediglich ein Rat. Jeder – auch du – ist für sein Handeln selbst verantwortlich und sollte bei gesundheitlichen Fragen immer einen Arzt aufsuchen!

Falls du Fragen dazu hast, melde dich gern. beraten dich ausführlich zu deinen Möglichkeiten mit der E-Zigarette.

Immer beliebter: E-Zigaretten in der Schwangerschaft

Immer mehr schwangere Raucherinnen greifen zur E-Zigarette, so eine amerikanische Studie. Doch ist Dampfen wirklich weniger schädlich für das Ungeborene?

Rauchen ist absolut tabu, wenn du schwanger bist. Das weiß jede werdende Mutter. Und doch ist die Sucht manchmal stärker. In der Annahme, dass Dampfen weniger schädlich ist, greifen einer US-Studie zufolge immer mehr schwangere Raucherinnen zur E-Zigarette.

Für viele Frauen ist Rauchen ein Genuss – doch auch E-Zigaretten sind nicht so ungefährlich, wie es gerne gesagt wird – vor allem nicht in der Schwangerschaft.

E-Zigaretten beliebt bei Schwangeren

Ausgewertet wurde Daten von rund 28.000 Frauen im Alter von 18 bis 44 Jahren aus den Jahren 2014 bis 2017. Etwa 1.000 von ihnen waren während dieses Zeitraums schwanger. Laut des Studienergebnisses, rauchten zwar mit 8 Prozent tendenziell weniger Frauen überhaupt während der Schwangerschaft. Beim Konsum von E-Zigaretten jedoch zeigte sich ein anderer Trend, denn dort war der Anteil der dampfenden Schwangeren mit 3,6% größer als bei den nicht schwangeren Frauen; hier griffen lediglich 3,3% zur E-Zigarette.

Dabei benutzten vor allem jene Frauen den Dampfer, die ohnehin Raucherinnen waren. Vermutet wird, dass die Frauen die Gefahr einer E-Zigarette für das Ungeborene als geringer einschätzten als die herkömmlicher Tabak-Zigaretten.

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E-Zigaretten und die Auswirkungen auf das Ungeborene

Während die Benutzung von E-Zigaretten bei Raucherinnen während der Schwangerschaft zunimmt, steckt die Forschung über die Auswirkungen auf das Ungeborene noch in den Kinderschuhen. In ersten Studien zeigt sich, dass auch die Substanzen einer E-Zigarette Auswirkungen auf den Embryo im Mutterleib haben: Sowohl die Lungen-, als auch die Gehirnentwicklungen zeigten sich negativ verändert.

Umstieg auf E-Zigaretten: Die Gefahr bleibt

Eine Schädigung des Ungeborenen liegt nahe. E-Zigaretten enthalten vielleicht keinen Tabak und weniger Chemikalien als übliche Zigaretten. Doch gesundheitsschädigendes Nikotin ist auch bei den Liquids von E-Zigaretten ein wesentlicher Bestandteil. Und auch dieses Nikotin wirkt genauso durchblutungshemmend, gefäßverengend und schädigend für den Fötus wie das von Tabak- Zigaretten. Damit sind auch die Ungeborenen von E-Dampfern dem Risiko eines zu niedrigen Geburtsgewichts, Entzugserscheinungen nach der Geburt sowie der erhöhten Gefahr eines plötzlichen Kindstodes ausgesetzt.

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Gefährliche Zusatzstoffe

Zusätzlich zum Nikotin kommt bei den E-Zigaretten das gesundheitliche Risiko durch die unterschiedlichen Zusatzstoffe hinzu. Denn selbst bei Liquids ohne Nikotin wird nicht nur reiner Wasserdampf inhaliert, sondern ein chemisches Gemisch aus Vernebelungsmitteln wie Duft- und Aromastoffen. Das Kritische: Liquids unterliegen bislang keiner gesetzlichen Regelung oder Qualitätskontrolle, daher kann zum Beispiel eine Krebsgefährdung durch Stoffe wie Formaldehyd und Acetaldehyd nicht ausgeschlossen werden.

Das Bundesministerium für Risikobewertung empfiehlt deshalb nach wie vor insbesondere Schwangeren, sich weder aktiv noch passiv dem Dampf von E-Zigaretten auszusetzen.

Lungenärzte warnen vor E-Zigaretten in der Schwangerschaft

/dpa

Berlin – Werdende Eltern unterschätzen häufig die Risiken des Dampfens von E-Ziga­retten. Darauf weisen die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungs­me­dizin (DGP) und die Deutsche Lungenstiftung (DLS) zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai hin. Sie fordern mehr Aufklärung über die Gefahren von E-Zigaretten.

Die Fachgesellschaft und die Stiftung weisen auf eine amerikanische Langzeitstudie hin, an der mehr als 3.000 Frauen teilnahmen, die währenddessen Mütter wurden. Die Studie ist im Frühjahr als Morbidity and Mortality Weekly Report des U.S. De­partment of Health and Human Services erschienen (doi 10.15585/mmwr.mm6808a1).

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Sieben Prozent der Frauen gaben im Rahmen der Untersuchung an, während der Schwangerschaft E-Zigaretten geraucht zu haben. Die Hälfte von ihnen nannte als Begründung, dass E-Zigaretten weniger schädlich für das Kind seien und zudem bei der Tabakentwöhnung helfen würden. Jede vierte Schwangere wusste nicht, dass ihre E-Zigarette Nikotin enthielt.

„Die Studie zeigt, dass die Vermarktungsstrategie der Industrie aufgeht, die die schädlichen Effekte von E-Zigaretten verharmlost“, sagte Stefan Andreas von der Deutschen Lungenstiftung.

Zwar seien die gesundheitlichen Langzeitfolgen der E-Zigarette nicht so gut unter­sucht wie die des Tabakkonsums. Als belegt gilt laut Fachgesellschaft und Stiftung aber, dass Nikotin die embryonale Entwicklung stört: Zu den Folgen zählen Früh- oder Totgeburten, ein niedriges Geburtsgewicht und ein erhöhtes Asthmarisiko.

Auch in nikotinfreien E-Zigaretten fanden Forscher zudem Substanzen, die akute Entzündungen im Lungengewebe hervorrufen können. Die DGP fordert deshalb eine bessere Aufklärung und Angebote, um rauchende Schwangere bei der Tabakent­wöhnung zu unterstützen.

Dampfen in der Schwangerschaft: harmlos oder riskant?

Hauptbestandteile der Liquids unbedenklich für Schwangere

Liquids für E-Zigaretten bestehen hauptsächlich aus Propylenglykol, Lebensmittelaromen, Glycerin und ein wenig Wasser. All das sind Stoffe, die uns an vielen Stellen im Alltag begegnen und mehr oder weniger unbedenklich für unsere Gesundheit sind. So ist beispielsweise Glycerin als Lebensmittelzusatz in vielen Speisen enthalten. Aufgrund der feuchtgkeitsspendenden Eigenschaft des Zuckeralkohols wird dieser zudem zahlreichen Kosmetikprodukten beigemischt. Auch Propylenglykol ist ein beliebter Lebensmittelzusatz und beispielsweise in handelsüblicher Zahnpasta zu finden. Während der Schwangerschaft wird wohl kaum jemand auf das Zähneputzen verzichten.

Verdampfen, statt Verbrennen

Propylenglykol ist auch ein Bestandteil vieler Tabakprodukte. In handelsüblichen Filterzigaretten verhindert der Stoff das Austrocknen des Tabaks. Etwaige gesundheitliche Bedenken stehen jedoch mit der Verbrennung von Propylenglykol in Verbindung . Bei der E-Zigarette wird der Stoff hingegen nicht verbrannt, sondern nur erhitzt.

Dampfen in der Schwangerschaft: eine persönliche Entscheidung

Ärzte und andere Wissenschaftler sind sich größtenteils einig: Der Konsum von Liquids ist weitaus unbedenklicher als das Rauchen von Tabakzigaretten. Eine vom Royal College of Physicians aus London veröffentlichte Studie verdeutlicht, dass jahrelanges Dampfen nur etwa 5 Prozent der gesundheitlichen Schäden verursacht, die der äquivalente Konsum von Tabak nach sich ziehen würde .

Zum einen werden keine Stoffe verbrannt und es entsteht kein Kohlenmonoxid. Zum anderen kann man mit dem Verzicht auf nikotinhaltige Liquids den zweiten großen Risikofaktor ausschließen. Studien, die auch für den Konsum von E-Zigaretten in der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Asthma, Allergien sowie Herz-Gefäß-Schäden des heranwachsenden Kindes nahelegen, beziehen sich ausschließlich auf Liquids mit Nikotin .

Gänzlich unbedenklich scheinen aber auch nikotinfreie Liquids nicht immer zu sein. Insbesondere in Produkten unbekannter Hersteller wurden bereits Nitrosamine, Diethylenglykol und Formaldehyde gefunden. Aussagekräftige Langzeitstudien über das Dampfen gibt es ebenfalls noch keine und so bleibt es eine persönliche Entscheidung, ob man während der Schwangerschaft weiterhin Liquids mit seiner E-Zigarette verdampfen möchte. Wenn, dann sollte man in jedem Fall nikotinfreie Liquids verwenden.

Unabhängig davon ob dampfen vermeintlich weniger Risiko birgt als die offensichtlichen Gefahren die das Rauchen mit sich bringt, ist es sicher in jedem Fall die sicherste Entscheidung beides zu vermeiden – und so jedes Risiko während der Schwangerschaft auszuschließen.

Quellen & Literatur

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52459/Rauchen-in-der-Schwangerschaft-foerdert-Leseschwaeche-des-Kindes

https://www.rcplondon.ac.uk/news/promote-e-cigarettes-widely-substitute-smoking-says-new-rcp-report

Pressemitteilung der Deutschen Lungenstiftung e.V. unter Berufung auf Studienergebnisse, die auf der Jahreskonferenz der Thoracic Society of Australia and New Zealand (TSANZ) vom 24. bis 28.3.2017 in Canberra vorgestellt wurden

Grafiken:

E-Zigaretten: vermutlich schlecht für Ungeborene und Immunsystem

Der Markt für alternative Tabakprodukte wie E-Zigaretten und E-Shishas wächst stetig. Wissenschaftliche Studien sowie gesetzliche Regelungen zur Sicherheit dieser Produkte hinken dem neuen Trend hinterher. Aber je intensiver Wissenschaftler die Auswirkungen des Dampfens erforschen, desto besorgter werden sie. „Unsere Daten deuten darauf hin, dass E-Zigaretten alles andere als harmlos sind“, sagt Judy Zelikoff, Toxikologin am New York University Langone Medical Center.

Zelikoff macht sich vor allem darüber Sorgen, dass Schwangere zu E-Zigaretten greifen könnten, weil sie glauben, dass diese Produkte harmlos sind. Ihre Tierexperimente allerdings zeigen etwas ganz anderes: Sie legen nahe, dass das Dampfen während der Schwangerschaft das Ungeborene schädigen kann.

Während der Schwangerschaft nicht dampfen

Zelikoff hat schwangere Mäuse E-Zigaretten-Dampf ausgesetzt. Dann verglich sie deren Nachwuchs mit Mäusen, die noch nie in Kontakt mit alternativen Tabakprodukten gekommen waren. Die Mäusekinder, die in der Gebärmutter den Stoffen aus dem E-Zigaretten-Dampf ausgesetzt waren, zeigten genetische Veränderungen in der Hirnrinde des Frontallappens, das ist der Teil des Gehirns, der für Erkennen, Planen und Motivation verantwortlich ist. „Die Gene, die bei diesen Tieren in Mitleidenschaft gezogen waren, stehen im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Schizophrenie“, erklärt Zelikoff.

Die jungen Mäuse waren außerdem im Vergleich zur Kontrollgruppe hyperaktiv. Auch produzierten die männlichen Tiere weniger Spermien, die außerdem weniger beweglich waren, was die Mäuse weniger fortpflanzungsfähig macht.

„Mäuse sind natürlich keine Menschen“, gibt Zelikoff zu. „Das sind alles nur Tiermodelle. Aber wenn ich schwanger wäre, würde ich mir die Daten aus Tierversuchen auf jeden Fall mit gehörigem Respekt anschauen.“

E-Zigarettenflüssigkeiten: ein Potpourri an chemischen Substanzen

Immunsystem auf Sparflamme

Raucher werden öfter krank als Nichtraucher: Studien zeigen ganz klar, dass Tabakrauch das Immunsystem in Mitleidenschaft zieht. Das trifft vermutlich auch auf E-Zigaretten zu, sagt Toxikologin Ilona Jaspers von der Universität North Carolina in Chapel Hill. Sie hat Nasenschleimhautproben von Freiwilligen untersucht und sich darin die Gene angesehen, die Immunreaktionen im menschlichen Körper beeinflussen.

Bei traditionellen Rauchern waren 53 der 600 untersuchten Gene unterdrückt. Bei E-Zigaretten-Nutzern waren es 385 Gene. Sind Gene unterdrückt, heisst das, dass der Körper bestimmte Eiweiße, die für das Immunsystem wichtig sind, in geringerer Zahl herstellt. „Das bedeutet, es gibt eine beeinträchtigte Immunantwort“, sagt Jaspers.

Wenn sie Immunzellen aus dem Körper gesunder Nichtraucher in der Petrischale der Flüssigkeit von E-Zigaretten aussetzte, verloren die Zellen teilweise ihre Funktionen, die für ein funktionierendes Immunsystem essenziell sind. Flüssigkeiten mit Zimtgeschmack wirkten in Jaspers Versuchen besonders schädlich. „Die Geschmacksstoffe in diesen Flüssigkeiten mögen beim Verzehr völlig sicher sein“, sagt sie, „aber sie wurden niemals daraufhin getestet, was mit ihnen passiert, wenn man sie einatmet.“

Wenn die Geschmacksstoffe in der E-Zigarette aufgeheizt werden, verändern sie unter Umständen ihre chemische Struktur und werden zu etwas anderem. So könnten durch alternative Tabakprodukte ganz neue Lungenkrankheiten entstehen, sagt Jaspers.

Ist Passivdampf genauso schädlich wie Passivrauch? Die Forscher wissen es noch nicht.

Voller Chemie

Traditioneller Tabakrauch enthält 8000 chemische Substanzen, die meisten von ihnen entstehen durch unvollständige Verbrennungsprozesse. Im Vergleich dazu scheint die E-Zigarette eine Quelle puren Nikotins zu sein. „Aber E-Zigaretten enthalten viel mehr als nur Nikotin“, widerspricht Zelikoff.

Flüssigkeiten und Dampf bei E-Zigaretten enthalten neben Wasser, Nikotin und Geschmack Chemikalien wie Glycerin, Propylenglykol und giftiges Acrolein. „Auch Metalle wie Zinn, Zink und Kupfer können aus der der Verdampfereinheit frei werden“, fügt Zelikoff hinzu.

In den Tierversuchen zeigten ausgerechnet die Mäuse, die als Föten nikotinfreiem E-Zigarettendampf ausgesetzt waren, besonders viele Erbgutveränderungen. Das hat Zelikoff überrascht: „Die Menschen glauben, dass Nikotin die gefährlichste Substanz im E-Zigaretten-Dampf ist – aber das ist sie vermutlich nicht.“

Gesündere Alternative?

E-Zigaretten gelten als gesunde Alternative für Kettenraucher. „Die Leute sagen, damit können Raucher ihr Risiko für Herzkreislauferkrankungen verringern“, sagt Daniel Conklin von der University Louisville, „aber ich würde das nicht sagen. Im Moment wissen wir einfach noch nicht, ob der Wechsel ein kluger Zug ist.“ Jaspers stimmt dem zu: „Einfach nur das Tabakrauchen durch das Dampfen zu ersetzen, könnte sogar weitere Gesundheitsrisiken mit sich bringen, ohne gleichzeitig die bereits bestehenden zu reduzieren.“

Nur in einem sind sich alle Experten einig: Wenn ein Raucher sich mit Hilfe der E-Zigarette das Rauchen komplett abgewöhnt, dann ist das die unbekannten Risiken wert. Nichtraucher zu werden ist schließlich die beste und gesündeste Alternative – und darüber hinaus auch die billigste.

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Das Rauchen in der Schwangerschaft ist für die Frau und vor allem für das Baby, das sie trägt, gefährlich.

Ich denke, wir sind uns alle einig, dass dies eine Tatsache ist.

Aber was ist mit dem Dampfen? Kann eine schwangere Frau E-Zigaretten benutzen, ohne sich Sorgen zu machen, dass sie ihr ungeborenes Baby schädigt?

Natürlich ist das Aufhören der beste Weg, aber in der realen Welt ist das für viele Raucher, ob schwanger oder nicht, nicht so einfach. Wie sich immer wieder gezeigt hat.

E-Zigaretten als Alternative zum Rauchen während der Schwangerschaft

Da die Verwendung von E-Zigaretten immer beliebter wird, empfiehlt ein Merkblatt, das Hebammen angeboten und von der Smoking in Pregnancy Challenge Group herausgegeben wird, Frauen, die es schwierig, wenn nicht gar unmöglich finden, mit dem Rauchen aufzuhören, als Alternative zu dampfen.

Sie schlagen vor:

„Während lizenzierte NRT-Produkte (Nikotinersatzpräparate) die empfohlene Option sind, sollte eine schwangere Frau, die sich für die Verwendung einer elektronischen Zigarette entscheidet und wenn ihr das hilft, rauchfrei zu bleiben, nicht davon abgehalten werden“.

Ich muss sagen, dies ist ein brillantes Faltblatt, das der breiten Öffentlichkeit und auch allen, die sich mit dem Rauchen in der Schwangerschaft beschäftigen, zur Verfügung gestellt werden sollte.

Es weist darauf hin, dass E-Zigaretten und Dampfen zwar nicht als völlig sicherere Alternative zum Rauchen eingestuft werden können, dass sie aber nachweislich um 95 % sicherer sind und Dampfen kein Kohlenmonoxid oder andere Chemikalien produziert, die Tabak liefert.

Wie der Bericht von Public Health England im Jahr 2015 feststellte.

Risiken durch Nikotin

Nikotin in Zigaretten und E-Zigaretten war Anlass für viele Diskussionen darüber, wie schädlich es tatsächlich ist. Die Smoking in Pregnancy Challenge Group geht dies auf eine nicht-alarmistische Weise an, die so oft in sensationellen Berichten gelesen wird:

„Der überwiegende Teil der Schäden durch das Rauchen entsteht durch das Einatmen von Tabakrauch, der etwa 4000 Chemikalien enthält, von denen ein erheblicher Teil giftig ist. Während es Nikotin ist, das Tabak so süchtig machend macht, ist es relativ harmlos. Die Nikotinersatztherapie wird häufig eingesetzt, um Menschen mit dem Rauchen aufzuhören und ist eine sichere Form der Behandlung, auch während der Schwangerschaft.“

Der überwiegende Teil der Schäden durch das Rauchen entsteht durch das Einatmen von Tabakrauch, der etwa 4000 Chemikalien enthält Klick um zu Tweeten

Der Mythos des Passiv-Dampfens

Sie fügen hinzu, dass die Auswirkungen auf andere durch das sogenannte „passive dampfen“ einen Bruchteil des Risikos tragen.

„Obwohl nicht völlig risikofrei, tragen elektronische Zigaretten einen Bruchteil des Raucherrisikos für die Nutzer, ohne dass bekannte Risiken für umstehende Personen bestehen“.

Die Broschüre fordert schwangere Frauen auf, professionelle Unterstützung und Ratschläge von ihren Hausärzten und rauchfreien Kliniken sowie ihrem lokalen Dampfer-Shop einzuholen, was meiner Meinung nach ein bemerkenswertes Zeichen des Vertrauens in das Dampfen ist!

Die Smoking in Pregnancy Challenge Group hat einen vernünftigen Ansatz gewählt, indem sie mit den Fakten, die sie zur Hand haben, empfohlen hat, E-Zigaretten zu verwenden, um schwangeren Rauchern beim aufhören der Zigarette zu helfen.

„Wenn sie (schwangere Frauen) jedoch eine elektronische Zigarette benutzen und dies ihnen hilft, aufzuhören und rauchfrei zu bleiben, ist es sowohl für sie als auch für ihr ungeborenes Baby sicherer, als weiter zu rauchen“.

Ich bin sicher, dass wir alle zustimmen können, dass das Aufhören mit dem Rauchen und/oder das Dampfens zweifellos der sicherste Weg für schwangere Frauen wäre. Daher sollte dieser Bericht nicht als Ausrede verwendet werden, um nichts von dem oben genannten während der Schwangerschaft zu stoppen.

Den vollständigen Prospekt können Sie HIER herunterladen.

Dampfen in der Schwangerschaft gefährdet das Kind

Aktuelle Erhebungen legen nahe, dass Schwangere die Risiken des Dampfens unterschätzen und fälschlicherweise davon ausgehen, dass E-Zigaretten bei der Entwöhnung von Tabakzigaretten helfen. E-Zigaretten sind aber nicht zu verharmlosen! Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für PneumologiePneumologie
Die Atemwegs- und Lungenheilkunde (Pneumologie) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Vorbeugung, Erkennung und fachärztlichen Behandlung von Krankheiten der Lunge, der Bronchien, des Mediastinums (Mittelfell) und der Pleura (Rippen- und Lungenfell) befasst.
und Beatmungsmedizin (DGP) und der Deutschen Lungenstiftung (DLS) anlässlich des Weltnichtrauchertags 2019 hin.

Anlässlich des Weltnichtrauchertags 2019 rufen Experten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Deutschen Lungenstiftung (DLS) dazu auf, Kinder und Schwangere besser vor den schädlichen Einflüssen von Tabakrauch und E-Zigarettenaerosol zu schützen. Neben einem umfassenden Werbeverbot und dem Verbot, im Auto zu rauchen oder zu dampfen, fordern die Lungenärzte auch, werdende Eltern besser über die Gefahren der E-Zigarette aufzuklären. Aktuelle Erhebungen legen nämlich nahe, dass Schwangere die Risiken des Dampfens unterschätzen und fälschlicherweise davon ausgehen, dass E-Zigaretten bei der Entwöhnung von Tabakzigaretten helfen (siehe Morbidity Mortality Weekly Report 2019, Band 68, Seite:189–194).

Schätzungen des Robert-Koch-Instituts zufolge raucht jede zehnte Frau in Deutschland während der Schwangerschaft Zigaretten (siehe Journal of Health Monitoring 2018, Band 3, Seite: 47-54). Das stört sie die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und erhöht dessen Risiko für diverse Erkrankungen im späteren Leben. „Da die E-Zigarette als Hilfsmittel zu einem sanften Ausstieg aus der Tabakabhängigkeit beworben wird, müssen wir annehmen, dass Schwangere, die das Rauchen aus eigener Kraft nicht aufgeben können, E-Zigaretten als Alternative nutzen“, erklärt Prof. Dr. med. Robert Loddenkemper als Vertreter der DGP. Diese Vermutung wird von einer amerikanischen Langzeitstudie (siehe Morbidity Mortality Weekly Report 2019, Band 68, Seite:189–194) bestätigt, an der über 3.000 werdende Mütter teilnahmen. Sieben Prozent von ihnen gaben an, während der Schwangerschaft E-Zigaretten geraucht zu haben. Die Hälfte von ihnen nannte als Begründung, dass E-Zigaretten vermeintlich weniger schädlich für das Kind seien und zudem bei der Tabakentwöhnung helfen würden. Jede vierte Schwangere wusste nicht, dass ihre E-Zigarette den Suchtstoff Nikotin enthielt.

Lungenexperten halten diese Ergebnisse für besorgniserregend, wenngleich für Deutschland noch keine Zahlen erhoben wurden. „Die Studie zeigt, dass die Vermarktungsstrategie der Industrie aufgeht, die die schädlichen Effekte von E-Zigaretten verharmlost“, erläutert Prof. Dr. med. Stefan Andreas, der die Deutsche Lungenstiftung vertritt. Zwar sind die gesundheitlichen Langzeitfolgen der E-Zigarette nicht so gut untersucht wie die des Tabakkonsums. Als belegt gilt aber, dass NikotinNikotin
Mehrere Gründe sprechen dafür, dass die abhängigkeitserzeugende Substanz in Zigaretten das Nikotin ist:
* Nikotin dringt ins zentrale Nervensystem (ZNS) ein und ist psychoaktiv.
* Die physiologischen Effekte von Rauchen und gespritztem Nikotin sind identisch.
* Nikotin funktioniert als „positiver Verstärker“. Menschen (und auch Tiere) fügen sich in Experimenten eigenständig Nikotin zu.
* Das Ablassen vom Suchtstoff (Tabak-Abstinenz) fällt leichter, wenn Nikotin medikamentös zugeführt (substituiert, also ersetzt) wird.
* Raucher neigen dazu, ihr Rauchverhalten an die verschiedenen Nikotingehalte von Tabakerzeugnissen anzupassen
die embryonale Entwicklung stört: Zu den Folgen zählen Früh- oder Totgeburten, ein niedriges Geburtsgewicht und ein erhöhtes Asthmarisiko (siehe Deutsches Krebsforschungszentrum: Gesundheitsrisiko Nikotin. Fakten zum Rauchen. Heidelberg, 2015). Auch in nikotinfreien E-Zigaretten fanden Forscher Substanzen, die akute Entzündungen im Lungengewebe hervorrufen können (siehe Scientific Reports, Online-Veröffentlichung am 2.5.2019). Um werdende Mütter und ungeborene Kinder zu schützen, fordern die Lungenärzte deshalb eine bessere Aufklärung und Angebote, um rauchende Schwangere bei der Tabakentwöhnung zu unterstützen. „Der überwiegende Anteil der unabhängigen Studien konnte nicht zeigen, dass E-Zigaretten beim Rauchstopp helfen“, ergänzt Andreas. „Vielmehr wird deutlich, dass mit dem Umstieg auf E-Zigaretten eine neue Sucht geschaffen wird.“

Zum Schutz von Schwangeren und Kindern fordern die Lungenärzte der DGP und DLS auch ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen und Autos. Schon das Rauchen einer Zigarette oder E-Zigarette führt zu einer hohen Konzentration verschiedener Schadstoffe wie Feinstäube, Nikotin, Propylenglykol und Aceton, die bei Kindern chronische Erkrankungen der Atemwege verursachen können (siehe International Journal of Hygiene and Envirionmental Health 2019, Band 222, Seite: 486-493). „Nicht zuletzt müssen Kinder auch durch ein umfangreiches Werbeverbot für Tabak und E-Zigaretten geschützt werden“, betont Loddenkemper. Untersuchungen ergaben, dass jeder zehnte Jugendliche über Anzeigen auf dem sozialen Netzwerk Facebook dazu gebracht wurde, E-Zigaretten auszuprobieren (siehe Addictional Behaviour 2018, Band 81, Seite: 78-83). Mit zahlreichen süßlichen Aromen sind sie vor allem für diese Zielgruppe besonders ansprechend. Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergab, dass 22 Prozent der Jugendlichen, die bereits mit E-Zigaretten Erfahrungen gemacht hatten, in der Folge auch Tabakzigaretten rauchten – bei ihren nie rauchenden Altersgenossen waren es nur 10 Prozent (siehe Deutsches Ärzteblatt International 2018, Band: 115/14, Seite: 243-248).

Wasserpfeife und E-Zigarette: keineswegs harmlos

Enthält das verwendete Liquid einer E-Zigarette oder E-Shisha Nikotin, nimmt die Schwangere das Nikotin genauso in ihren Körper auf wie bei einer normalen Zigarette – mit denselben schädlichen Folgen für das Ungeborene: Nikotin erhöht die Gefahr von Entwicklungsstörungen der Plazenta und von Früh- und Fehlgeburten. Insgesamt haben Kinder, die in der Schwangerschaft Nikotin ausgesetzt waren, nach der Geburt häufiger Probleme mit der Atmung und erkranken öfter an Asthma und Allergien. Außer Nikotin enthält das Gemisch, das beim Dampfen eingeatmet wird, zahlreiche weitere giftige Substanzen. Dazu gehört vor allem Propylenglykol.

Propylenglykol entsteht bei E-Zigaretten und E-Shishas in besonders feinen Teilchen, die deshalb sehr tief in die Lunge vordringen, sich dort ablagern, die Zellen schädigen und Entzündungen auslösen können. In verschiedenen Studien wurden in Liquids außerdem die krebserzeugenden Stoffe Formaldehyd und Acetaldehyd sowie Blei und Nickel nachgewiesen – letzteres sogar in höherer Konzentration als in normalem Tabakrauch.

Bei den Aromen, die den Liquids zugesetzt werden, handelt es sich meist um Lebensmittelaromen. Werden sie über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, gelten sie als unbedenklich. Eingeatmet können sie jedoch ganz andere, zum Teil noch nicht erforschte Wirkungen haben.

Rauchen: E-Zigarette in der Schwangerschaft?

Auch später haben die Kinder häufiger Gesundheitsprobleme. So sind etwa Allergien, Asthma oder Ekzeme bei den Kindern von Raucherinnen häufiger. All das wissen die meisten werdenden Mütter, die vor der Schwangerschaft geraucht haben. Aber was ist mit den modernen E-Zigaretten?

Diese sind noch nicht so lange am Markt, wie herkömmliche Zigaretten. Daher fehlen leider bis jetzt genaue Studien dazu, wie sich die Inhaltsstoffe der E-Zigaretten auf das Baby im Bauch auswirken. Mein Tipp: Genau deswegen ist es sicherer, als Schwangere die Finger davon zu lassen.

Die Liquids: ein Mix, der viele Fragen aufwirft

E-Zigaretten verbrennen keinen Tabak. Stattdessen verdampfen sie verschiedene Flüssigkeiten (Liquids) – mit und ohne Nikotin. Diese Liquids lassen sich auch miteinander mischen, was weitere Unsicherheiten ins Spiel bringt. Außerdem gibt es bislang keine offiziell kontrollierten Richtlinien für die Liquids. All das erschwert es zusätzlich, zu bewerten, welche Inhaltsstoffe wie auf den empfindsamen Organismus des heranwachsenden Kindes wirken.

Ärzte gehen jedoch davon aus: Die vernebelten Duftstoffe könnten Atemwege und Lunge der Rauchenden schädigen – und Entwicklungsstörungen beim Baby hervorrufen. Die Zigaretten enthalten zum Beispiel das Vernebelungsmittel Propylenglycol, weitere Chemikalien sowie Duft- und Aromastoffe. Bislang wurden im Dampf zwar verhältnismäßig wenige krebserregende Stoffe gefunden. Aber Ärzte weisen darauf hin, dass für solche Stoffe nie zu sagen ist, welche Dosis „harmlos“ ist.

Nichtrauchen – die beste Lösung

Es ist daher wirklich das Beste, in der Schwangerschaft weder normale Zigaretten, noch E-Zigaretten (oder E-Shishas) zu rauchen. Wenn Ihnen der Verzicht schwerfällt, beraten Sie sich doch mal mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin dazu, wo es Hilfe gibt. Jede Zigarette weniger ist ein Gewinn für Ihr Kind.

Übrigens: Falls Ihr Partner raucht, ist es sehr sinnvoll, dass er ebenfalls aufhört. Oder wenigstens nicht in Ihrer Gegenwart raucht. Das macht Ihnen den Verzicht leichter. Und es senkt die Menge der Schadstoffe, denen Ihr Kind vor und nach der Geburt ausgesetzt ist: Viele davon haften selbst dann an der Kleidung, wenn Mama oder Papa auf dem Balkon rauchen.

Forscher warnen vor E-Zigaretten in der Schwangerschaft

Rauchen in der Schwangerschaft ist ein No Go. Trotzdem tut es in Deutschland jede zehnte Schwangere, schätzt das Robert Koch-Institut. Lungenexperten befürchten, dass viele Raucherinnen in der Schwangerschaft auf E-Zigaretten umsteigen könnten, statt das Rauchen ganz aufzugeben. „Da die E-Zigarette als Hilfsmittel zu sanften Ausstieg aus der Tabakabhängigkeit beworben wird, müssen wir annehmen, dass Schwangere, die das Rauchen aus eigener Kraft nicht aufgeben können, E-Zigaretten als Alternative nutzen“, sagt Professor Dr. med. Robert Loddenkemper von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Diese Befürchtung ist nicht aus der Luft gegriffen. Eine amerikanische Langzeitstudie mit 3.000 Frauen, die im Studienverlauf schwanger wurden, zeigte: Sieben Prozent rauchten während der Schwangerschaft E-Zigaretten. Die Hälfte von ihnen nannte als Begründung, dass E-Zigaretten weniger schädlich für das Kind seien und zudem bei der Tabakentwöhnung helfen würden. Jede vierte Schwangere wusste nicht, dass ihre E-Zigarette den Suchtstoff Nikotin enthielt.

Nikotin stört embryonale Entwicklung

„Die Studie zeigt, dass die Vermarktungsstrategie der Industrie aufgeht, die die schädlichen Effekte von E-Zigaretten verharmlost“, kritisiert Professor Stefan Andreas von der Deutsche Lungenstiftung (DLS). Zwar seien die gesundheitlichen Langzeitfolgen der E-Zigarette nicht so gut untersucht wie die des Tabakkonsums. „Als belegt gilt aber, dass Nikotin die embryonale Entwicklung stört“, so der Lungenexperte.

So ist nachgewiesen, dass Nikotin während der Schwangerschaft die Rate an Früh- oder Totgeburten erhöht, Kinder mit einem niedrigen Geburtsgewicht zur Welt kommen und sie überdies ein erhöhtes Asthmarisiko haben.

Etliche schädliche Substanzen in E-Zigaretten gefunden

Es ist aber nicht nur das Nikotin, das ungeborene Kinder schädigt. Auch in nikotinfreien E-Zigaretten fanden Forscher Substanzen, die akute Entzündungen im Lungengewebe hervorrufen können. E-Zigaretten sind also keine harmlose Alternative zu Zigaretten aus Tabak. Laut den Lungenexperten sind sie auch nicht zur Tabakentwöhnung geeignet; „Der überwiegende Anteil der unabhängigen Studien konnten nicht zeigen, dass E-Zigaretten beim Rauchstopp helfen“, sagt Dr. Andreas. „Vielmehr wird deutlich, dass mit dem Umstieg auf E-Zigaretten eine neue Sucht geschaffen wird.“

Zum Schutz von Schwangeren und Kindern fordern DGP und DLS auch ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen und Autos. Schon das Rauchen einer Zigarette oder E-Zigarette führt zu einer hohen Konzentration verschiedener Schadstoffe wie Feinstäube, Nikotin, Propylenglykol und Aceton, die bei Kindern chronische Erkrankungen der Atemwege verursachen können.

E-Zigaretten erzeugen neue Sucht

Dass mit E-Zigaretten eine neue Sucht geschaffen wird, zeigt eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Danach wurden 22 Prozent der Jugendlichen, die bereits mit E-Zigaretten Erfahrungen gemacht hatten, in der Folge zu Tabakrauchern. Bei ihren nie-rauchenden Altersgenossen waren es nur 10 Prozent. Untersuchungen ergaben, dass jeder zehnte Jugendliche über Anzeigen auf dem sozialen Netzwerk Facebook dazu gebracht wurde, E-Zigaretten auszuprobieren.

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