Dekorieren für weihnachten

Weihnachtsschmuck

Weihnachtsdeko 2018: Was ist erlaubt und ab wann schmückt man zu Weihnachten?

Lichterketten, leuchtende Rentiere, Plastikweihnachtsmänner, die an der Hauswand emporklettern. Geht es um den heimischen Weihnachtsschmuck, scheiden sich die Geister. Wo der Eine dezent ein paar Accessoires setzt, hängt der Andere am liebsten die komplette Fassade voll. Grundsätzlich gilt: Schlechter Geschmack ist nicht strafbar und so muss der Nachbar mitunter die Weihnachtsdeko seines Nebenmannes ertragen – andererseits greifen jedoch auch einige konkrete Regelungen, wenn es ums Schmücken der Fenster, des Balkons oder gemeinsamen Treppenhauses geht.

Wann schmückt man das Haus mit Weihnachtsdeko?

Einen offiziellen Zeitpunkt gibt es nicht. Bekanntlich stehen bereits im September oder sogar früher die ersten Lebkuchen und weihnachtlichen Naschereien in den Supermarktregalen – so mancher bekommt also vielleicht schon mitten im Herbst erste Weihnachtsgefühle. Zur Weihnachtsdeko wird in der Regel aber dennoch etwas später gegriffen. In den meisten Teilen Deutschlands beginnen die Menschen mit dem Schmücken ihres Haus gegen Ende November. Das ist vor allem im Vergleich zu den USA sehr spät, denn dort beginnt die festliche Zeit schon direkt nach dem Thanksgiving-Fest, also Mitte November.

Weihnachtsdeko aufhängen: Ende November oder Anfang Dezember

Im Allgemeinen gilt der erste Advent als guter Richtwert, wenn es um das weihnachtliche Schmücken der heimischen vier Wände geht. Dieser fällt wiederum entweder auf das letzte Wochenende im November oder den ersten Sonntag im Dezember. Von da an sind es nur noch drei Wochen bis Weihnachten – also höchste Zeit für Lichterketten, Sterne und bunte Weihnachtsdeko in allen Formen und Farben.

Kein Weihnachtsschmuck an Totensonntag?

Wem der erste Advent zu spät ist, kann sich stattdessen auch am Kirchenjahr orientieren. Dabei ganz wichtig: Der November ist sowohl im katholischen als auch evangelischen Kirchenjahr von Tagen des Totengedenkens geprägt. Vor diesen Tagen sollte die Weihnachtsdeko aus Respekt vor dem ernsten Hintergrund noch nicht angebracht werden. Folgende Tage gilt es im November zu berücksichtigen:

• Allerheiligen (1. November)

• Allerseelen (2. November)

• Totensonntag (fällt immer auf den letzten Sonntag vor dem ersten Advent)

Diese Tage schließen gleichzeitig auch das christliche Kirchenjahr ab und läuten damit die Vorweihnachtszeit ein.

Weihnachtsdeko: Was ist erlaubt?

Weihnachtliche Deko gibt es heutzutage in allen erdenklichen Variationen. Gerade in den letzten Jahren wurde diese immer üppiger an Häusern und in Gärten verteilt – wenn auch nicht unbedingt zur Freude aller Nachbarn. Wie viel Weihnachtsschmuck erlaubt ist, ist jedoch klar durch rechtliche Rahmenbedingungen geregelt.

Weihnachtsschmuck im Haus: Keine Einschränkungen für Mieter und Besitzer

Wer in den eigenen vier Wänden dekoriert, darf dies nach eigenem Ermessen tun. Das gilt sowohl für das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes als auch für Lichterketten am Fenster oder einen Adventskranz an der Wohnungstür, so der Deutsche Mieterbund in Berlin. Entsprechende Klauseln im Mietvertrag, die eben jenes verbieten, sind nicht gültig.

Anders sieht es aus, wenn einzelne Mieter ungefragt das ganze Treppenhaus schmücken – andere Mieter können verlangen, dass die Dekoration abgehängt wird, erklärt das Amtsgericht Münster (Az.: 38 C 1858/08). Wird die Deko außerdem zur Stolperfalle, muss der Mieter, der die Deko angebracht hat, für die Schäden haften. Ansonsten wichtig:

• Flucht- und Rettungswege freihalten.

• Hausordnung beachten: Dort steht ggf., was und ob etwas im Treppenhaus aufgehängt werden darf.

• Wer sich im Vorfeld mit seinen Nachbarn abstimmt, hat in der Regel von vornherein weniger Stress.

Weihnachtsschmuck auf dem Balkon und an der Fassade: Was ist erlaubt?

Ist die Weihnachtsdeko außen sichtbar, haben die Nachbarn durchaus einige Rechte. Vor allem dann, wenn es sich um blinkende oder helle Beleuchtung handelt. Sind Lichterketten und Co. störend, müssen diese ab 22 Uhr ausgeschaltet werden, so das Landgericht Berlin (Az.: 65 S 390/09). Hat die Beleuchtung starken Einfluss auf das Erscheinungsbild des ganzen Hauses, kann sich sogar der Vermieter einschalten und Einspruch erheben.

Abgesehen davon sollten Sie die Befestigung Ihrer Weihnachtsdekoration genau überprüfen. Ist diese nicht sicher, fällt herunter und verursacht Schäden oder Verletzungen, sind Sie haftbar. Zudem muss auch die Fassade im Falle eines Mietverhältnisses unversehrt bleiben, sehen Sie also ab von Bohrlöchern oder ähnlichem.

Von RND/do

Es ist in Deutschland gelebte Tradition, dass die weihnachtliche Zeit in Deutschland mit dem 1. Advent beginnt.

Anders als etwa im katholischen Kirchenjahr, bei dem die Weihnachtszeit mit der Heiligen Nacht am 24. Dezember beginnt.

Zum 1. Advent wird der Adventskranz aufgestellt und die erste Kerze angezündet. Am 1. Dezember öffnet sich das erste Türchen am Adventskalender. Am oder kurz vor dem 24. Dezember wird der Tannenbaum ins Haus geholt und festlich geschmückt.

Am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, wird dann der Weihnachtsschmuck in den meisten Familien weggepackt.

Darf man dekorieren, wie man möchte?

Als Eigentümer darf man in seinen vier Wänden nach Herzenslust dekorieren.

Solange das nicht in die Rechte anderer eingreift oder vom Schmuck irgendwelche Gefahren ausgehen, müssen Ihre Mitmenschen die Dekoration hinnehmen.

Wie viel Weihnachts-Deko darf in den Garten?

Nicht nur am Haus, auch auf dem eigenen Grundstück darf man zu Weihnachten schön bunt und viel schmücken.

Aber: Sobald Lärm und Licht sich auf dem Nachbargrundstück störend auswirken, kann der Nachbar mehr Stille und Dunkelheit verlangen.

✔ Zumindest zwischen 22 und 6 Uhr dürfen Lichtquellen nicht stören. Auch die stimmungsvollste Weihnachtsmusik sollte nachts nur noch ganz leise zu hören sein oder am besten ausgeschaltet werden.

✔ Gehört der Garten einer Eigentümergemeinschaft, darf Weihnachtsdekoration nur im Einverständnis mit den Miteigentümern angebracht werden.

Ausnahme: Kleine Deko-Gegenstände, die während der Feiertage an der Haustür hängen, sind immer gestattet.

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Sind Lichterketten auf dem Balkon erlaubt?

Sie dürfen auch Ihren Balkon mit einer Lichterkette schmücken. Die sollte jedoch immer sicher angebracht sein, die Fassade nicht beschädigen und das Erscheinungsbild des Hauses nicht allzu stark beeinträchtigen.
► Fühlt sich Ihr Nachbar vom nächtlichen Leuchten gestört, darf er von Ihnen verlangen, dass die Lichter ab 22 Uhr abgeschaltet werden.

Achtung: An der Fassade kann Ihnen der Vermieter die Dekoration untersagen. Sie können nur Ihre Mietsache wie Balkon und Fensterbrett schmücken, sofern Sie sie nicht beschädigen.

Darf ich als Mieter das Treppenhaus dekorieren?

Ja, aber nur wenn der Vermieter das erlaubt.

Für Weihnachtsschmuck oder Lichterketten, die sich über den gemeinsamen Hausflur erstrecken, brauchen Sie immer das Einverständnis des Hauseigentümers.

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Wann ist es zu viel Dekoration?

Dafür gibt es einen klaren gesetzlichen Rahmen, und der muss eingehalten werden: Wenn durch Lichterketten, Tannenzweige und Ähnliches Fluchtwege versperrt werden, oder wenn die Brandschutzbestimmungen nicht eingehalten sind, ist es zu viel des guten Glitzers.

Dann kann der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft vom Mieter oder Miteigentümer verlangen, den Weihnachtsschmuck zu entfernen.

Grundsätzlich gilt für innen wie außen: Solange der Weihnachtsschmuck nicht über den Türrahmen hinausreicht, ist er auch gestattet.

Neue Studie: Wer seine Wohnung früh weihnachtlich dekoriert, ist glücklicher

Du kannst es jedes Jahr aufs Neue kaum abwarten, bis der Weihnachtsbaum steht? Deine Freunde sind schon genervt, weil du schon im Oktober am liebsten alles mit Lametta und Weihnachtskugeln schmücken würdest?

Wenn du auch zu denjenigen gehörst, für die die Vorfreude auf die Festtage gar nicht früh anfangen kann, dann haben wir die beste News des Tages für dich!

Weihnachtsdekoration löst nostalgische Glücksgefühle aus

Laut den Psychologen Amy Morin und Steve McKeown sind Leute, die früher anfangen ihr Zuhause weihnachtlich zu schmücken, in der Regel glücklicher als die, die damit warten.

Der Grund: Das vorzeitige Aufstellen der Weihnachts-Deko soll uns an vergangene Feste aus der Kindheit erinnern und so nostalgische Glücksgefühle auslösen.

„Da viele Menschen heutzutage einen stressigen und hektischen Alltag erleben, wollen sie sich mit Dingen beschäftigen, die sie glücklich machen“, so Steve McKeown, Psychoanalytiker der McKeown Klinik in St. Albans, England gegenüber Unilad. Die Kindheit wird von den meisten Menschen als stressfreie, unbeschwerte Zeit erinnert, in der man noch keinen Verpflichtungen nachkommen musste.

Weihnachtsschmuck sei gewissermaßen ein „Anker oder Weg“, um Erinnerungen an „magische Momente aus Kindertagen“ erneut zu erleben. „Die Deko bereits ganz früh aufzuhängen, verlängert die Euphorie“, so McKeown weiter.

Also her mit Lichterketten und Christbaumschmuck und tut euch selbst was Gutes!

Wer früh anfängt, für Weihnachten zu dekorieren, ist glücklicher!

Holet die Lichterketten, Kerzen, Kränze und Girlanden raus! Denn Weihnachtsschmuck macht glücklich – und das ist der Grund dafür.

Du holst die Weihnachtsdeko raus, wenn sich der Sommer noch gar nicht so richtig verabschiedet hat? Die Tanne steht im Haus, da blühen draußen noch die Blumen? Lichterketten leuchten schon den Weg, da wird es draußen noch gar nicht so richtig dunkel? Dann haben wir gute Nachrichten: deine Weihnachtsdeko-Leidenschaft könnte dich glücklich machen.

Dekorieren erinnert an die Kindheit

„In einer Welt voller Stress und Angst, erinnern sich Leute gerne an Dinge, die sie glücklich machen und Weihnachtsdekoration erweckt eben diese tiefen Gefühle der Kindheit und Jugend“, erzählt der Psychoanalyst Steve McKeown der Website Unilad. „Der Weihnachtsschmuck ist eine einfache Möglichkeit, wieder eine Verbindung zu der alten Magie und Aufgeregtheit der Kindertage wieder aufzuwecken. Wenn man also die Weihnachtsdekoration früher aufhängt, verlängert man diese Phase der Freude.“
Psychotherapeutin Amy Morin fügt hinzu: „Nostalgie hilft Menschen, eine Beziehung zu ihrer Vergangenheit aufzubauen und ihre Identität zu verstehen. Für viele ist das frühe Dekorieren der Umgebung mit Weihnachtsschmuck eine Möglichkeit, wieder eine Verbindung mit ihrer Kindheit herzustellen.“

Weihnachtsdeko ist gut für die Seele und macht dich zu einem sympathischeren Menschen – Wir haben es schon immer gewusst!

Nicht nur der Nostalgie-Faktor spielt eine Rolle, auch Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend keine so schönen Erfahrungen mit Weihnachten gemacht haben, können dazu tendieren, ihren Weihnachtsschmuck früh aufzuhängen. Denn sie möchten damit kompensieren, was ihnen früher entgangen ist und neue, glückliche Erinnerungen schaffen.

Auch kann der simple Akt des Dekorierens helfen, Verluste zu verarbeiten wie Morin erläutert: „Für Menschen, die jemanden verloren haben, können die Weihnachtsfeiertage als eine Erinnerung an schöne gemeinsam verbrachte Zeiten dienen. Wenn diese Leute also früh damit anfangen, für Weihnachten zu dekorieren, kann das ein Weg für sie sein, um sich mit der verlorenen Person verbundener zu fühlen.“

Edle Deko

Geprägte Goldsterne

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Sympathiefaktor Weihnachtsdekoration

Das fleißige Dekorieren kann sich nicht nur positiv auf die Deko-Wütigen selbst auswirken, auch die Umgebung wird durch Sterne, kleine Nikoläuse und bunte Lichter nachweislich beeinflusst. Eine Studie des Journal of Environmental Psychology hat herausgefunden, dass Nachbarn Häuser und deren Bewohner als sympathischer und zugänglicher empfinden, wenn die Grundstücke weihnachtlich dekoriert sind. Ein dekoriertes Haus dient also der Kommunikation zwischen Nachbarn und vermittelt den Gedanken, dass die Bewohner sozialer und aufgeschlossener für Kontakte sind als Weihnachtsdekoverweigerer.

Wenn du also noch nicht für Weihnachten dekoriert hast, dann ist es jetzt höchste Zeit! Und wer kann schon Nein zu einem zauberhaften Weihnachtsstern, süßen Nuss-Vögeln oder weihnachtlichen Zapfen sagen?

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