Decke selber nähen

Herzlich Willkommen zum letzten Tutorial Friday im Jahr 2015. Wir lesen uns dann voraussichtlich erst im nächsten Jahr wieder. Ich finde, das klingt immer etwas befremdlich: „im nächsten Jahr“. So ganz weit weg, irgendwie, dabei ist es in ein paar Tagen schon so weit. Irre. Dieses Jahr verfolg nur so. Fandest du auch?

Nun aber: Heute gibt es noch mal ein kleines, feines Tutorial. Vielleicht auch noch ein perfektes Last Minute Geschenk für einen Herzmenschen – eine Kuscheldeck aus Alpenfleece. Ich glaube, kuscheliger geht es kaum…

Wer benötigt keine Decke? Decken gehen irgendwie immer, finde ich. Und mit einer kleinen Stickerei, ob per Hand oder mit der Maschine, einem Plottmotiv oder mit etwas Stoffmalfarbe wird die Kuscheldecke zu (d)einem ganz persönlichem Highlight.

Das Gute ist, du brauchst gar nicht viel:

etwas Stoff – in meinem Fall 1,5m Alpenfleece
Lineal
Wonder Clips
Schere oder Rollschneider

und dann kann es auch schon los gehen:

Zu Beginn musst du den Stoff in deiner entsprechenden Wunschgröße zu schneiden. In meinem Fall habe ich 1,5 m mal volle Breite genommen. Da kleinere Unebenheiten beim Zuschnitt passiert sein können, musst du den Stoff anfangs begradigen oder auf deine Wunschgröße bringen.

Anschließend geht es ans feststecken. Dies kostet etwas Zeit, aber, wenn du jetzt genau arbeitest, hast du es im Anschluss schön gerade. Ich messe also 1 cm ab und stecke ringsum alles fest.

Da kommen schon ein paar Zentimeterchen zusammen *hihi*

Und nun wird einmal nähfüßchenbreit ringsum abgesteppt. Bestenfalls nimmst du eine ähnliche Farbe, wie dein Stoff hat.

Lass uns deine Meinung da! Wenn du nach unten scrollst, hast du die Möglichkeit dein Feedback abzugeben. Dieser Blog lebt von Interaktion. Sei ein Teil davon! P.S. Wenn dir dieser Artikel sehr gut gefallen hat, dann teile ihn doch direkt mit deinen Freunden.

Um nun eine schöne Umrandung zu bekommen wird der Stoff erneut ca 3 cm umgeschlagen. An den Ecken wird die Spitze auf gleiche Höhe eingeklappt und anschließend

die lange Seite umgelegt. So entsteht eine schöne, saubere Ecke. Diese nun wieder gut fest stecken.

Du erkennst nun die Naht vom anfänglichen absteppen/ versäubern. Diese kannst du nun perfekt als erneute Nahtlinie nutzen und hast somit eine tolle gerade Naht. Ringsum annähen.

An den Ecken lässt du die Nadel im Stoff und drehst den Stoff so, dass du die Ecken ebenfalls annähen kannst. Am Ende der Ecke drehst du den Stoff entgegengesetzt und nähst zurück. Anschließend geht es fließend in die Gerade über.

Und das war auch schon der ganze Zauber. Fertig ist die ganz persönliche Kuscheldecke:

Ich habe noch eine Feder eingestickt <3

Nicht nur für die eigene Couch super. Sondern vielleicht auch noch eine Idee für Weihnachten?!

Viel Freude beim Nachmachen,
Liebst, Claudi

Eine Decke nähen: die besten Tipps

  • Für eine Patchwork-Decke benötigen Sie viele kleine quadratische Stoffstücke. Auch Stoffreste können verwendet werden. Die Hauptsache ist, dass die Stücke die gleiche Größe haben. Möchten Sie die Stücke für Ihre Patchwork-Decke nicht selber anfertigen, können Sie auch auf sogenannte Patchwork-Pakete zurückgreifen, die gleichgroße Stoffquadrate im Set anbieten.
  • Beginnen Sie zunächst damit, zwei gleichgroße Stoffquadrate aneinander zu nähen. Anschließend nähen Sie ein weiteres Stoffquadrat an eine Seite und erstellen so Ihre erste Reihe. Erstellen Sie so viele Reihen, bis sie zusammengelegt, die Wunschgröße Ihrer Patchwork-Decke erreichen.
  • Nähen Sie nun die Reihen aneinander. Achten Sie darauf, dass Sie sämtliche Stoffquadrate und Reihen auf der gleichen Seite zusammennähen, sodass auch alle Säume auf einer Seite liegen.
  • Schließlich wiederholen Sie den Vorgang, bis Sie zwei Patchwork-Decken-Stücke zur Hand haben.
  • Nähen Sie beide Deckenstücke so aneinander, dass die flache Seite nach oben zeigt und die Seite mit den Säumen der Stoffquadrate innen liegt und somit verdeckt wird.
  • Wenn Sie möchten, können Sie auch noch ein Stück Wollstoff zwischen die beiden Patchwork-Schichten legen und diesen mit beiden verbinden. So wird ihre Decke dicker und kann auch an kalten Wintertagen benutzt werden.

Babydecke selber nähen

Heute geht es weiter mit meiner kleinen Themenwoche „Babydecken“, und zwar inkl. einem kleinen Tutorial. Wenn du also eine Babydecke selber nähen willst, bist du hier ganz richtig. Warm genug können es die kleinen Mäuse ja nun kaum haben, insofern habe ich Decken für jede Gelegenheit hergestellt. Gestern habe ich schon die Patchwork-Krabbeldecke gezeigt, und hier geht es zu meiner Häkeldecke (inkl. Tutorial). Heute zeige ich eine kleine Decke für den Alltag und unterwegs, in die man Baby zur Not auch schnell einschlagen kann (ältere Kinder nehmen sie auch gern als Umhang…): Die Sweat-Decke!

Stoff und Idee…

…kamen zusammen: Ich hatte einfach noch ein Rechteck von diesem kuscheligen Alpenfleece übrig! Da lag es irgendwie auf der Hand, dass der zur Babydecke wird, die man ja nun auch zuhauf kaufen kann.

Diese Decke war also auch sehr schnell fertig – da das Reststück Sweat, bzw. Alpenfleece sowieso durch mein Nähzimmer flog, musste ich die Ränder nur mit Bündchen einfassen. (Für Nähprofis: Dies war schon die Kurzanleitung!)

En Detail hab ich natürlich auch eine kleine Anleitung geschrieben. Das Projekt hat so seine Tücken, weil Stoff und Bündchen dehnbar sind. Trotzdem ist diese Nähanleitung für Anfänger geeignet!

Material

1 Stück Sweatshirtstoff in beliebiger Größe, z.B. 0,5m x 0,75m
Bündchen 5cm breit; Länge = Summe der 4 Seiten des Sweatshirtstoffes + Nahtzugabe

Hinweis zum Bündchen: Es werden mehrere Bündchenstücke mit 5cm Breite aneinander genäht um auf die Länge zu kommen; in der Regel wird das Bündchen sonst immer zu kurz sein.

Anleitung: Babydecke nähen

1.
Zuerst habe ich die 90°-Ecken meines Stoffes abgerundet, damit ich mit dem Bündchen besser drumherum komme. Das habe ich freihand gemacht. Damit sie alle einigermaßen gleich werden, habe ich die Decke so gefaltet, dass alle vier Ecken übereinander liegen.

2.
Dann ging es schon los! Ich habe meinen Bündchenstreifen (den ich zuvor aus mehreren Streifen aneinander genäht hatte) zunächst auf der linken Stoffseite rechts-auf-rechts festgesteckt. Kleiner Tipp: Fang mit dem Stecken irgendwo in der Mitte einer Seite an, auf keinen Fall in der Kurve!!
Dabei habe ich außerdem darauf geachtet, dass das Bündchen sich in den runden Ecken (*höhö, runde Ecken!*) NICHT dehnt. Es soll sich idealerweise gar nicht dehnen!!

Anschließend wird natürlich mit feinem Zickzack oder Elastik-Stich abgesteppt. Ich bin zusätzlich mit der Overlock drüber, damit ich eine schöne Kante erhalte.

3.
Same Procedure: Das Bündchen wird um die Kante herumgeschlagen und dann von oben abgesteppt, sodass die Kante der Decke eingefasst wird.

Ich habe alles vorher festgesteckt. Dieser Part ist fummelig, da rutscht gern mal was raus. (Beim nächsten Mal würde ich glaub ich auch Stück für Stück stecken, nähen, weiter stecken, nähen.)

Dann wird abgesteppt. Fertig :).

Leider – das sieht man auf diesem Bild – wellt sich meine Decke trotz aller Sorgfalt – trotzdem ist es eine schöne kuschelige Decke, die dem Kleinen mit Sicherheit gute Dienste leisten wird!

Variationen und weitere Nähideen fürs Baby

Du kannst auch statt Sweatshirtstoff Jersey nehmen und mit Alpenfleece oder Fleece unterfüttern um deine Babydecke zu nähen. Da die Seiten eingefasst werden, ist das theoretisch möglich, erhöht aber den Schwierigkeitsgrad!

Einfacher wird es, wenn das Bündchen längs gefaltet und angenäht wird; dann wird nicht eingefasst – man erhält also eine „unschöne“ Unterseite. Mit einem hübschen Zierstich abgesteppt und mit Ovi versäubert, ist das aber völlig ok, denke ich :).

Hast Du weitere Ideen? Her damit!

Eine Gewichtsdecke selber nähen (und warum Gewichtsdecken so beruhigend sind)

Schon lange in der Therapie als beruhigendes und wohltuendes Mittel eingesetzt, finden Gewichtsdecken immer mehr auch in privaten Haushalten Verwendung. Wir erklären, wie und warum eine Gewichtsdecke funktioniert und wie du eine Gewichtsdecke selber nähen kannst.

Warum Gewichtsdecken so beruhigend sind

Eine Gewichtsdecke ist meist mit Reis oder Linsen gefüllt und dadurch deutlich schwerer als herkömmliche Decken. Durch das Gewicht hat die Decke eine beruhigende Wirkung und hilft dadurch bei Einschlafproblemen. Das funktioniert so gut, dass Krankenhäuser Gewichtsdecken sogar bei Patienten einsetzen, die unter Angst- beziehungsweise Schlafstörungen leiden. Die Decke drückt sanft und gleichmäßig auf den Körper, was eine Entspannung des Nervensystems bewirkt. Die Decke vermittelt Geborgenheit und begünstigt die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Daher hilft eine Gewichtsdecke nicht nur beim Einschlafen, sondern auch bei Angstattacken.

Gewichtsdecken bei Kindern

Während im therapeutischen Rahmen Gewichtsdecken meist bei Angstpatienten oder bei Patienten mit Autismus zur Beruhigung eingesetzt werden, ist so eine Decke auch ein Einschlaftrick für Kinder. Ob am Abend oder für das Nachmittagsschläfchen – decke dein Kind 20 Minuten mit der Gewichtsdecke zu. Nach dem Einschlafen kann sie durch eine leichtere Decke ersetzt werden. Dabei soll sich das Kind immer gut unter der Decke bewegen können und der Hals sollte unbedeckt bleibt. In der Regel beträgt das Gewicht einer Gewichtsdecke 10 Prozent des Körpergewichts, also darf die Decke zum Beispiel bei einem Gewicht von 30 Kilo maximal 3 Kilo wiegen.

Der leichte, gleichmäßige Druck beruhigt dein Kind. Eine Gewichtsdecke kann dazu beitragen, den Atem zu verlangsamen, die Muskeln zu entspannen und das Schlafhormon Melatonin anzukurbeln. So gleitet dein Kind geborgen unter der kuscheligen Decke ins Land der Träume über.

Gesundheit

Die beste Schlafenszeit fürs Kind

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Gewichtsdecke selber machen – so einfach geht’s!

Eine Gewichtsdecke zu nähen ist relativ zeitaufwändig, aber vom Schwierigkeitsgrad sehr einfach. Nähanfänger dürfen sich an diesem Projekt gerne versuchen. Wichtig ist eine Nähmaschine mit stabiler Nadel, z.B. eine Jeansnadel.

Zur Erklärung:
„Links auf links“ = Zwei Stoffe liegen mit ihren linken Seiten aufeinander, die schönen Seiten sind außen
„Rechts auf rechts“ = Zwei Stoffe liegen mit ihren rechten Seiten aufeinander, die schönen Seiten sind also innen

Nähen mit Kindern: 10 Profi-Tipps

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Das brauchst du, um die Gewichtsdecke selber zu nähen

  • 49 Stoffstücke, jeweils 20 x 30 cm Tipp: Bunte Stoffreste können Sie ebenso verwenden wie fertige Patchwork Stoffpakete.
  • Festen Baumwollstoff, z.B. ein altes Bettlaken oder Polsterbezugsstoff, mindestens 140 x 210 cm
  • Reis (Gewicht des Kindes x 0,10 = Menge des benötigten Reis)
  • Schere, Stift, Stecknadeln, Nähmaschine
  • Wolldecke, mindestens 150 x 220 cm

Gewichtsdecke selber nähen: So geht’s!

1. Schneide 49 20 x 30 cm große Stoffstücke jeweils aus dem bunten Stoff und aus dem festen Baumwollstoff zu. Lege die bunten Stoffstücke auf den Boden und ordne die Stücke so an, wie dir das Muster am besten gefällt. Tipp: Mache ein Foto von deiner Auswahl, falls die Stücke später durcheinander geraten.

Stoffstücke anordnen

2. Jeweils ein buntes Stoffstück und ein Stück aus dem Baumwollstoff bilden ein Pärchen. Nähe die beiden Stücke an drei Seiten links auf links mit einer Nahtzugabe von 1,5 cm zusammen. Wähle einen geraden Stich mit geringem Abstand, so dass eine engmaschige Naht entsteht und der Reis am Ende nicht nur in die untersten Säckchen rutscht, weil er durch die zu großen Maschen fällt.

Stoffstücke zu Säckchen nähen

3. Befülle die entstandenen Säckchen mit Reis. Teile dazu die errechnete Gesamtmenge durch die Anzahl der Säckchen, hier 49. Mit einer Küchenwaage misst du diese Teilmenge ab und befüllst jeden Beutel. Anschließend nähst du auch die vierte Seite an jedem Säckchen zu.

Säckchen mit Reis befüllen und zunähen

4. Nun legst du die befüllten Säckchen in der anfangs festgelegten Reihenfolge auf den Boden. Nähe nun Reihe für Reihe die Säckchen rechts auf rechts und anschließend die Reihen rechts auf rechts zusammen. Alle Nähte sollten nun auf der Rückseite, d.h. auf der Seite des Baumwollstoffs, sein.

Tipp: Die Decke wird, je mehr Säckchen du zusammenfügst, immer schwerer. Dementsprechend schwieriger ist es für den Nähfuß, den Stoff weiter zu transportieren. Achte darauf, dass das Gewicht nicht an der Einstichstelle zieht. Helfen kann ein zusätzlicher Stuhl, auf dem du das Gewicht ablegst.

Gefüllte Patches zusammenfügen

5. Jetzt ist aus den Säckchen eine große Decke entstanden. Für die Rückseite und um die Nähte zu verdecken eignet sich ein kuscheliger Stoff oder eine alte Wolldecke. Nähe diese Wolldecke und die Patchworkdecke rechts auf rechts an drei Seiten zusammen. Stülpe dann die rechten Seiten nach außen und nähen die dritte Kante sauber zu.

6. Schlaft entspannt!

Die schwere Decke, auch sensorische Decke genannt, ist eine Kinderdecke mit speziellen Heileigenschaften, die vor allem bei psychophysischen Störungen, wie ADHS, Downsyndrom, Asperger-Syndrom oder Autismus, aber auch bei manchen seltenen genetischen Krankheiten behilflich sein kann. Die Gewichtsdecke wirkt, indem sie den Körper des Kindes während des Schlafens leicht beschwert und so das propriozeptive System, das für die Tiefensensibilität (der Sinn für die Wahrnehmung des eigenes Körpers) verantwortlich ist, stimuliert.
Die Rezeptoren dieses Systems befinden sich in den Muskeln und Sehnen und dank dieser wissen wir, wie unsere Extremitäten gelegen sind. Die Stimulation der Propriorezeptoren führt dazu, dass das Kind ein größeres Bewusstsein seines Körpers hat. Dieser Prozess verbessert ebenso die Aufmerksamkeit und Konzentration, es beruhigt, entspannt und reduziert das autostimulative Verhalten, sowie das Angst- und Unsicherheitsgefühl.

Allgemeine Informationen

Die sensorischen Decken sind vor allem aus natürlichen Stoffen hergestellt und rufen keine Allergien hervor (vor der Bestellung wird es jedoch empfohlen, die Allergie des Kindes anzudeuten, damit die besonderen Herstellungsbedingungen der Decke eingehalten werden). Die Decke ist nicht steif, sondern passt sich an den Körper des Kindes an, weswegen die entsprechende Größe der Decke besonders wichtig ist. Die Decke ist nicht nur zur Nutzung in der Nacht vorgesehen. Es wird empfohlen, diese auch während des Mittagsschlafs oder bei der Erholung „unter der Decke“ anzuwenden. Die Decke sollte handgewaschen werden, damit die Waschmaschine und die Decke selbst nicht beschädigt werden. Die Bettdecke sollte waagrecht zum Trocknen ausgebreitet werden. Es empfiehlt sich, die Decke mit einem Bezug zu überziehen, so dass dieser nach Belieben gewaschen werden kann. Der Deckenbezug sollte den psychischen Komfort unseres Kindes sichern. Der Bezug sollte nicht zu hell sein, sodass dieser keine Anregung auslöst. Wenn das Kind eine bestimmte Farbe oder ein bestimmtes Muster mag, sollte dies berücksichtigt werden, damit es gerne nach der Decke greift.

DIY-Anleitung: Eine einfache Patchwork-Decke nähen

In dieser Anleitung werde ich dir Schritt für Schritt zeigen, wie du eine einfache Patchworkdecke aus Quadraten nähen kannst. Ein ideales Projekt für Nähanfänger!

Die Patchwork-Decke eignet sich super fürs Picknick oder als Überwurf für Sofa und Bett. Sie ist 1,30 x 170m groß und besteht aus vier verschiedenen Stoffen.

Die Anleitung kannst du dir hier kostenlos anschauen oder als Ebook herunterladen:

→ Ebook herunterladen

Dieses Material benötigst du:

Das Material gebe ich hier beispielhaft für eine 130cm x 170cm große Decke an.

  • 4 verschiedene Baumwoll-Stoffe, jeweils 60cm x 120cm
  • Baumwollstoff (evtl. beschichtet) oder wasserabweisender Nylonstoff für die Deckenrückseite, 130cm x 170cm
  • Kontraststoff für die Kreise, 40cm x 60cm
  • 4-6 Bügelbilder
  • Vliesofix
  • Fleecedecke als Futter, 130cm x 170cm
  • 6m Schrägband, 2cm gefalzt

Für die Rückseite der Decke habe ich einen wasserabweisenden, beschichteten Nylonstoff verwendet, damit sie als Picknickdecke im Freien verwendet werden kann. Die Bügelbilder habe ich farblich passend gewählt.

Und so gehts:

Zuerst schneidest du von jedem der vier Stoffe jeweils 30 Quadrate im Format 15cm x 15cm zu. Dann legst du die Quadrate in der richtigen Reihenfolge aus.

Hier siehst du noch einmal die Übersicht. Horizontal werden 13 Quadrate nebeneinandergelegt und vertikal 9.

Dann beginsnst du mit dem Zusammennähen der ersten oberen Reihe. Lege dafür jeweils das rechts liegende Quadrat mit der schönen Stoffseite auf das links liegende Quadrat und steppe es an der rechten Kante mit 1cm Nahtzugabe fest. Danach bügelst du auf der Rückseite die Nahtzugaben auseinander.

Genauso nähst du dann auch die zweite Reihe, sowie die restlichen Reihen.

Jetzt müssen noch die Reihen 1 – 9 jeweils an der horizontalen Längskante zusammengenäht werden. Lege hierfür erstmal alle Reihen in der richtigen Reihenfolge auf den Tisch oder Boden zurecht. Klappe dann zuerst Reihe 2 mit der schönen Stoffseite nach oben auf Reihe 1 und stecke sie mit Nadeln fest.

Beim Zusammenlegen musst du darauf achten, dass die Nähte immer genau übereinanderliegen. Steppe die gesamte Reihe 2 horizontal an Reihe 1.

Ebenso stesppst du dann die weiteren Reihen an. Zum Schluss bügelst auf der Rückseite nochmal alle Nahtzugaben auseinander.

Nun kommen noch die Kreise darauf (du kannst sie natürlich auch weglassen). Aus einem Kontraststoff schneidest du 6 Kreise mithilfe eines Tellers oder einer Schüssel aus. Auf diese Kreise bügelst du dann die Bügelbilder auf. Wie das geht, kannst du hier nachlesen: Geplottetes Bügelbild auf Stoff bügeln

Wenn die Bügelbilder ausgekühlt sind, bügelst du noch ein Vliesofix in Kreisform auf die Rückseite der Kreise.

Dann verteilst du die Kreise je nach Wunsch auf dem Deckenoberteil bügelst sie fest (vorher die Transferfolie vom Vliesofix abziehen).

Um die Kreise nochmal richtig auf der Decke zu fixieren, werden sie alle nochmal rundherum mit einem engen Zickzackstich versäubert.

Jetzt legen wir die einzelnen Lagen der Decke zusammen. Die schönen Stoffseiten von der fertigen Deckenoberseite, sowie der Unterseite zeigen dabei nach außen.

Ganz unten liegt die Deckenunterseite, welche mit der rechten Stoffseite zum Boden zeigt. Darüber kommt eine Fleecedecke oder ähnliches als Futter.

Ganz oben liegt dann die Deckenoberseite mit der schönen Stoffseite nach oben. Nun steckst du rundherum durch alle 3 Stofflagen feste Nadeln.

Steppe nun die gesamte Decke rundherum knappkantig zusammen. Dann wird die Decke noch mit einem farbigen Schrägband eingefasst. Eine gute Anleitung hierfür gibt es bei Buttinette.

Damit alle 3 Stofflagen richtig gut miteinander verbunden sind, wird nun nochmal durch alle Stofflagen genäht. Ich habe alle roten Quadrate aus Stoff 1 mit einer 1cm breiten Innenkante versehen. Zum Nähen solcher parallelen Linien eignet sich z.B. der Bernina Patchworkfuss

. Dieser hat eine seitliche Führung, wodurch man sehr gerade Linien steppen kann.

Tadaaaa – schon ist eure wunderschöne Patchworkdecke fertig! War doch gar nicht so schwer, oder?

Eine bunte Patchworkdecke selbst zu nähen ist schon eine Herausforderung. Neben der vielen Arbeitszeit, die man dafür einplanen muss, braucht man auch viel Geduld und auch etwas Näherfahrung – Anfänger sollten mit einem kleineren Projekt, wie einer Handytasche, beginnen. Aber dennoch lohnt es, sich mit dieser Decke auseinanderzusetzen. Das bunte Nähstück ist ein echter Hingucker – die passende Anleitung für eine Patchworkdecke finden Sie hier, also schnappen Sie sich Ihre Stoffreste und legen Sie los!

Schnell und einfach zur selbst genähten Patchworkdecke

Seit vielen Wochen schon trage ich mich mit dem Gedanken, eine Patchworkdecke zu nähen. Ich habe mich lange Zeit davor gedrückt, weil so eine Decke doch ein größeres Projekt ist und vor allem auch viel Platz braucht. Nun habe ich mich aber doch endlich dazu entschlossen, diese Aufgabe in Angriff zu nehmen, da meine Stoffreste immer mehr werden und die sind ja zum Wegschmeissen viel zu schade! Ich sage es gleich frei heraus: Meine Decke wird sehr bunt! Alle die es lieber ruhiger mögen, sollten sich an 4-6 verschiedene Stoffe halten! 😉

Schwierigkeitsgrad 3,5/5
(für Fortgeschrittene geeignet)

Materialkosten 3,5/5
(je nach Stoffauswahl zwischen € 0,- aus der Resteverwertung und € 130,-)

Zeitaufwand 3,5/5
(inkl. Schnittmuster etwa 10-15 Stunden)

Meine Baumwollreste habe ich ja schon in Brotkörbchen und andere kleinere Utensilien verwandelt. Nun soll es meinen Jerseys an den Kragen gehen! Ich freu mich schon auf die Zusammenstellung meiner Stoffreste!

Materialauswahl

In diesem Fall eignet sich am Besten ein nicht dehnbarer Stoff wie Baumwolle. Man kann auch direkt ein Paket Patchwork-Stoffe kaufen. Diese eignen sich aufgrund ihrer hohen Qualität und der aufeinander abgestimmten Designs ganz besonders. Diese werden im Fachhandel auch als „Fat Quaters“ verkauft in einem Vorzuschnitt in verschiedenen Maßen (meist etwa ein halber Meter mal ein halber Meter). Ich habe mich (natürlich) trotzdem für Jersey entschieden, den ich mittels Bügelvlies verstärke, um die Dehnbarkeit zu vermindern.

Dann brauchen Sie noch Volumenvlies in der Stärke Ihrer Wahl und eine Unterseite für die Decke. Die Unterseite sollte aus einem etwas robusteren Stoff bestehen oder vielleicht sogar aus einem wasserabweisenden Material, falls Sie sie als Picknickdecke oder als Liegedecke für den See verwenden möchten. Ich habe für meine Decke Volumenvlies genommen, bei dem auf einer Seite schon ein schöner, leuchtender, roter Stoff aufgesteppt ist (sieht aus wie Anorakstoff).

Materialmenge

Ich möchte bei meiner neuen Decke ja möglichst viele meiner Stoffreste unterbringen, darum wird sie in meinem Fall auch besonders groß. Aber keine Angst, ich zeige natürlich anhand meines Rechenbeispiels genau, wie viel Stoff Sie für eine Decke brauchen:

Meine Decke soll etwa 1,5 m x 1,5 m werden. Wenn jedes Quadrat ca. 15 cm x 15 cm groß ist, brauche ich also 10 x 10 = 100 Quadrate mit Nahtzugabe. Sie können natürlich auch kleinere Quadrate machen. Üblich sind Maße wie 10 cm x 10 cm, 15 cm x 15 cm oder 10 cm x 15 cm (wenn die Decke nicht quadratisch werden soll).

Schließlich benötigt man noch etwas Baumwollstoff für die Einfassung, in meinem Fall 4 x 1,5 m = 6 Meter plus Nahtzugabe (plus Sicherheitsreserve etwa 30 cm).

Schnittmuster

Das Schnittmuster ist denkbar einfach: Zeichnen Sie auf etwas stärkerem Karton ein Quadrat oder Rechteck in der gewünschten Größe inklusive Nahtzugabe (ich nehme gerne etwa 0,7 cm) vor und schneiden dieses aus. Dieser Schritt ist sehr wichtig! Laut meinem Rechenbeispiel oben müsste ich andernfalls 100(!) Quadrate auf die Stoffe messen und zeichnen!

Tipp: Wenn Sie ein Objekt mit den passenden Maßen im Haushalt haben, können Sie das natürlich gerne als Vorlage verwenden. Ich habe zum Beispiel einen Topfuntersetzer aus Holz mit den Maßen 16 cm x 16 cm – der eignet sich hervorragend!

Mit dieser Schablone können Sie nun ganz einfach mittels Schneiderkreide, Wondermarker oder sonstigem Lieblings-Stoff-Schreib-Dingens das Schnittmuster auf den Wunschstoff übertragen und dann genau an dieser Linie ausschneiden. Am Besten gelingt das mit einem Schneidroller (da spart man sich auch gleich das Vorzeichnen). Ansonsten geht’s auch ganz klassisch mit der Schere.

Tipp: Achten Sie bei Rechtecken darauf, dass die Motive dann auch richtig platziert sind und nicht „liegen“!

Für die Stabilität

Bei Baumwolle, Popeline und Quiltstoff ist das ja, wie gesagt, nicht notwendig, aber in meinem Fall müssen nun alle Stoffteile noch mit Bügelvlies verstärkt werden, damit sie sich beim Nähen nicht dehnen und dann die Ecken und Kanten punktgenau aufeinander passen.

Tipp: Das Blügelvlies für optimale Stabilität sollte am besten auch auf der Nahtzugabe angebracht werden!

Andererseits erspare ich mir bei Jersey mit Bügelvlies das Versäubern der Kanten. Falls Sie Baumwollstoffe verwenden, bitte die Ränder endeln!

Muster legen

Puh, das sind aber viel Stoffteile! Das war ganz schön viel Arbeit, darum lohnt es sich, vor dem Nähen noch die verschiedenen Legevarianten auszuprobieren. Dazu lege ich alle Teile so vor mich auf den Boden oder auf mein Bett (je nach Projektgröße), dass ich mir vorstellen kann, wie das Endergebnis aussehen wird. Da kann man noch hier und da umarrangieren. Es gibt einige gängige Legevarianten. Eine kleine Auswahl davon findet ihr weiter unten unter dem Titel „Variationen“.

Ich habe mich für keine davon entschieden, da ich von einigen Stoffen vier Stück, von vielen zwei Stück und von zwei Stoffen sogar nur ein Stück habe. Der einzige Fixpunkt ist bei mir ein Stoffdesign, dass ich zehn mal habe, dieses bildet die Diagonale.

Sobald das Muster gefällt, legen Sie die Reihen nach und nach aufeinander. Beginnen Sie immer von links, damit nichts durcheinander kommt. Die einzelnen Reihen-Stapel können nun mit einer Stick- oder Sicherheitsnadel zusammengepinnt werden und mit Ihrer Reihenfolge versehen (also 1, 2, 3,… oder A, B, C,…) oder einfach aufeinandergestapelt werden. Hauptsache Sie wissen beim Nähen dann, wo oben und unten ist.

Es wird genäht

Und dann kann es schon losgehen: Nähen Sie die Quadrate/Rechtecke der obersten Reihe nach und nach aneinander. Dazu legen Sie das erste und das zweite Quadrat/Rechteck mit den rechten (schönen) Stoffseiten zusammen und nähen sie fest. Ich nehme (entsprechend meiner geplanten Nahtzugabe) immer eine Füsschenbreite Abstand zum Stoffrand. Dann falten Sie die beiden Stoffe auseinander und legen das dritte Quadrat/Rechteck mit dem zweiten rechts auf rechts und nähen wieder im selben Abstand ab. So geht das weiter bis die ganze Reihe fertig ist. Haben Sie das mit allen Reihen getan, sieht das Ergebnis so aus:

Bevor jetzt weitergenäht wird, wird erst einmal gebügelt. Auch wenn man das nicht gerne macht, hier lohnt es sich wirklich und erleichtert die weitere Arbeit sehr. Dazu bügeln Sie auf der Rückseite einfach alle Nahtzugaben der ersten Reihe nach links, die der zweiten Reihe nach rechts und so weiter. Bei Jersey mit Vlies ist das Bügeln nicht notwendig.

Nun stecken Sie Reihe auf Reihe mit Stecknadeln so aneinander fest, dass die einzelnen Nähte aufeinandertreffen.

Nun sehen Sie auch gleich, ob Sie bisher sauber und genau gearbeitet haben. Wenn die eine oder andere Naht nicht hundertprozentig genau ist, ist das aber auch kein Drama. Je größer das Gesamtwerk, umso unauffälliger sind kleinere Ungenauigkeiten. Ihnen selbst werden sie natürlich trotzdem auffallen.

Tipp: Anfang und Ende sollten immer mit einigen Stichen vernäht werden, damit sich die einzelnen Stoffteile im Laufe der Verarbeitung nicht partiell voneinander lösen können!

Nähen Sie also jetzt alle Reihen zusammen, dann ist der Oberteil der Decke schon so gut wie fertig.

Tipp: Denken Sie wieder daran, dass das Motiv richtig liegt und dann nicht „auf dem Kopf“ steht! Am besten legt man dazu zwei Reihen übereinander so auf, wie sie später genäht liegen sollen und klappt sie an der Kante übereinander, an der genäht wird.

Wenn alle Reihen zusammengenäht und verendelt sind, können Sie das Top schon einmal umdrehen und nachsehen, wie genau Sie gearbeitet haben.

Das Quilten (Steppen)

Nun kommt noch einmal ein spannender Teil: das Quilten. Quilten bedeutet, dass mindestens zwei oder mehrere Stofflagen (zumeist drei) durch Zusammennähen verbunden werden. Dabei können Sie sich kreativ austoben, da jedes erdenkliche Muster möglich ist. Ich verwende bei meiner Decke jedoch nur die ganz klassische Version – an den Nähten entlang.

Um sich viel Ärger zu ersparen ist es wichtig, alles möglichst gut vorzubereiten und festzustecken, damit beim Nähen nichts verrutscht. Legen Sie also die Unterseite mit der rechten Stoffseite nach unten auf den Boden (diese und das Vlies sollten grob zugeschnitten sein, aber nicht zu knapp), darauf kommt das Volumenvlies und darauf dann das Oberteil (Top) mit der rechten Seite nach oben.

Beginnen Sie nun von der Mitte, alle drei Stoffschichten aneinander festzustecken. Dazu streichen Sie immer nach außen über den Stoff, um Faltenbildung zu vermeiden. Für kleinere Projekte sind Stecknadeln völlig ausreichend, wobei ich am liebsten extra lange Stecknadeln mit großem Kopf verwende, da diese besser halten. Für größere Projekte und auch für solche mit vielen Zier-Quiltstichen lohnt es sich jedoch, Sicherheitsnadeln zu verwenden.

Tipp: Es gibt übrigens auch spezielle Quilt-Stecknadeln mit ganz flachem Kopf.

Auch beim Nähen beginnt ich nun immer von der Mitte ausgehend in alle Richtungen, damit die einzelnen Stofflagen nicht verrutschen können. Das ist zwar recht aufwendig, aber es zahlt sich wirklich aus, wenn Sie Falten vermeiden wollen!

Tipp: Jeweils am Ende wieder vernähen, damit sich nichts löst!

Wenn alles gut vernäht ist, können Sie den Unterteil, sowie das Volumenvlies in die passende Größe schneiden.

Die Einfassung

Keine Angst! Eine Einfassung ist eigentlich ganz schnell und einfach genäht und Sie werden es nicht glauben, wie schnell sie angebracht ist und die wunderschöne Patchworkdecke endlich fertig ist!

Dazu nehmen Sie die Breite, die die Einfassung haben soll mal 4. In meinem Fall werden es 3 cm x 4 = 12 cm. Das ist die Höhe. Die Länge haben Sie ja schon durch den Umfang berechnet – da nehme ich gerne noch etwa 30 cm Reserve dazu. In meinem Fall also etwa 6,3 m. Dieses Band muss nicht in einem durch gehen. Wie bei einem Schrägband darf es gestückelt sein; Sie können jedoch – je nach Motivwunsch – einfach mit dem Fadenlauf oder im rechten Winkel dazu schneiden.

Wichtig ist, dass auch hier ein nicht dehnbarer Baumwollstoff oder, wenn es wirklich unbedingt sein muss, ein Jerseystoff mit stabilem Bügelvlies verwendet wird. Mit Jersey kann es aber ganz schön schwierig werden, da er sich nicht so leicht mit exakten Bügelfalten versehen lässt. Ich nehme für meine Jerseydecke verschiedene Baumwollstoffe, um ein Regenbogenmuster zu erhalten. Man kann aber auch alles aus ein- und demselben Stoff zusammensetzen.

Tipp: Bei gestückelten Bändern unbedingt auf die Nahtzugaben achten! Am Besten messen Sie zum Schluss noch einmal nach, ob es insgesamt lang genug ist!

Ich schneide mir also für meinen Regenbogenrand insgesamt (mit Reserve und Nahtzugabe) 42 Rechtecke zu je 12 cm x 17 cm zu (ich habe 6 Farben, also jede Farbe 7 Mal). Diese staple ich in der gewünschten Reihenfolge – in meinem Fall immer rot-orange-gelb-grün-blau-violett – und dann beginne ich, genau wie bei den Patches, mit dem Zusammennähen der Reihe, so dass ein langes Band entsteht.

Ich lege wieder die ersten beiden Stücke mit der rechten Seite zusammen und nähe sie zusammen. In diesem Fall arbeite ich mit meiner Overlock-Nähmaschine, da ich mir so das Endeln des Stoffes spare. Wer keine Overlock hat, sollte dies aber unbedingt tun! Dann falte ich die beiden Stoffteile auseinander, lege auf das rechte Teil wieder rechts auf rechts den nächsten Patch und nähe wieder mit meiner Overlock und so weiter, bis alle Stoffrechtecke zusammenhängen und eine lange Stoffbahn entstanden ist. Dann werden alle Nahtzugaben in dieselbe Richtung gebügelt. Von vorne sieht das dann so aus:

Dieses Band wird nun einmal längs gefaltet und gebügelt, sodass eine leichte Bügelfalte entsteht. Dann öffnen Sie den Stoff wieder und falten beide Seiten so zur Mitte, dass die Kanten auf der Bügelfalte anliegen. Dann wird das Band nocheinmal zusammengefaltet und gut gebügelt. Der Stoff ist nun vierlagig.

Nun können Sie irgendwo am Rand beginnen, aber am besten nicht an einer Kante. Sie falten eine Seite zweimal auf und legen diese Kante auf Kante auf die rechte Seite des unteren Stoffes. Zur Absicherung kann jeweils eine Stecknadel in jedes der vier Eckstücke gesteckt werden, damit nichts verrutscht.

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Je nachdem, wie dick die Decke ist, nähen Sie nun etwas rechts von der ersten Bügelfalte mit einem einfachen Geradstich los. Nähen Sie bis der Nähmaschinenfuß vorne auf einer Höhe mit der Deckenkante ist (die Nadel ist also 1-1,5 cm vor der Kante).

Tipp: Je dicker die Decke ist, um so weiter rechts soll genäht werden.

Nehmen Sie die Decke und drehen Sie diese um 90 Grad, dass die Ecke rechts oben liegt. Dann nehmen Sie das Saumband und klappen es um 90 Grad nach oben und falten es an der oberen Deckenkante wieder nach unten.

Nun wird der Stoff des Saumbandes rechts oben festgehalten und Sie ziehen links davon den überschüssigen Stoff vorsichtig heraus. Das ist etwas schwer zu erklären, aber auf den Bildern kann man es gut erkennen. Wenn Sie unsicher sind, fixieren Sie die Ecke mit einer Stecknadel.

Beginnen Sie mit der Naht der nächsten Seitenlänge so, dass der Nähfuß vor dem „Stoffwulst“ eben aufliegt (etwa 2 – 3 cm nach der Kante) und nähen nun alle Längen und Ecken so weiter.

Wenn Sie wieder zum Anfang des Saumbandes kommen, schlagen Sie dieses um 1-2 cm ein, legen das offene Ende darüber und nähen einfach weiter, bis sich die Nähte überschneiden.

Jetzt klappen Sie das Saumband einmal um, wenden die Decke, schlagen es ein und nähen wieder im gleichen Abstand auf der anderen Seite. Achten Sie darauf, dass die mittlere Bügelfalte gerade bleibt. Die Ecken sind jetzt auch ganz leicht, da braucht man sich nicht sorgen:

Einige Zentimeter bevor Sie zu einer Ecke kommen, wird die Maschine angehalten (Nähfuß und Nadel sind gesenkt). Nun nehmen Sie Stecknadeln heraus und ziehen die Kante nach unten. Mit dem Finger werden die Ecke hineingedrückt, danach richten Sie noch den Stoff und schieben ihn so in den soeben entstandenen Beutel, dass die „Falte“ im 45-Grad-Winkel liegt.

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Dann nähen Sie bis kurz vor diese Falte (Nadel im Stoff, Nähfuß hoch), heben die Ecke hoch und kontrollieren die Unterseite (notfalls noch nachrichten). Die Decke wird um 45 Grad gedreht und zum Eck hinaus genäht. Kurz vorm Ende wieder umdrehen (Nadel im Stoff, Nähfuß hoch, 180 Grad) und zurücknähen bis zum Ausgangspunkt. Danach drehen Sie Decke weiter bis die Außenkante rechts liegt und nähen die nächste Länge weiter.

Zum Schluss wird über den Ausgangspunkt des Saumbandes genäht und alles sauber vernäht.

Und fertig!

Variationen

Abgesehen von der Stoffauswahl, die ja bereits oben angeführt wurde, kann auch die klassische Legemethode verwendet werden. Der Vollständigkeit halber habe ich hier noch einmal ein paar einfache Muster für euch aufgezeichnet. Die einzelnen Farben sind durchnummeriert, damit Sie gleich sehen, wie viele verschiedene Stoffe für das jeweilige Design benötigt werden:

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Schnellanleitung:

  1. Schablone erstellen und zuschneiden (bei Jersey Bügelvlies verwenden!)
  2. Muster legen und Patches geordnet stapeln
  3. Patches zu reihen nähen
  4. Reihen zusammennähen
  5. Immer von der Mitte nach außen erst feststecken, dann nähen
  6. Kanten zuschneiden
  7. Saumband erstellen und säumen – fertig!

Die Zwirnpiratin

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