Dammmassage ab wann

Damm-Massage

Massage dient neben der Hockstellung als weitere Methode zur Dehnung und Lockerung des Dammgewebes. Dieses Gebiet zwischen Scheide und After ist während der Geburt einer sehr starken Belastung ausgesetzt. Die Damm-Massage soll im besten Fall den gefürchteten tiefen Dammriss oder den Dammschnitt verhindern helfen.

Mit einem warmen Bad bereiten Sie sich auf die Dammmassage vor. Sie können den Damm auch mit warmen Kompressen anwärmen. Hebammen empfehlen zur Massage nur gute pflanzliche Öle, wenn möglich Vitamin E-haltig, ohne synthetische Zusätze. Weizenkeimöl, Jojoba, Johanniskrautöl, aber auch gutes Olivenöl eignen sich hervorragend. In der Hocke oder mit angezogenen Beinen auf dem Bett liegend reiben Sie das Öl ganz fein in das Gewebe zwischen Vagina und After. Nun führen Sie zwei Finger 3-4 cm in die Vagina ein und versuchen durch Spreizen der Finger das Gewebe sehr vorsichtig mit Druck nach unten zu dehnen. Sie können die Damm-Massage auch von Ihrem Partner durchführen lassen, denn es ist nicht ganz einfach, am hochschwangeren Bauch vorbei den Damm zu erreichen.

Ab der 34. Schwangerschaftswoche können Sie die Massage 1x täglich durchführen. Verzichten Sie jedoch unbedingt darauf, wenn Sie gerade eine Scheidenentzündung haben!

Häufig wird die Dammmassage nicht nur zur Geburtsvorbereitung, sondern von Hebammen auch während der Geburt angewendet. Einer neuen australischen Studie zufolge hat sie zwar keine Auswirkung auf die Häufigkeit der durchgeführten Dammschnitte, jedoch konnte das Auftreten tiefer Dammrisse reduziert werden. Allgemein stellten die Forscher fest, dass mit der Dammmassage vor und während der Geburt zumindest keine Nachteile verbunden sind.

Letzte Aktualisierung : 07-10-19, AG

Die Anwendung von Dämmöl in der späten Schwangerschaft

Eine der Härten während der finalen Wochen einer Schwangerschaft, während der Fötus voll ausgewachsen ist, wird dem weiblichen Körper durch die Dehnung der umliegenden Körperteile zugemutet. Am sichtbarsten ist das am Bauch, der mit Schwangerschaftssstreifen denn auch bleibende Spuren davontragen kann. Doch geschieht die Überbeanspruchung auch an eher unauffälligen Orten wie der Region zwischen Scheide und After, genannt „Damm„. Wo die Folgen heftiger sein können als es Dehnungsstreifen auf der Bauchdecke sind.

Warum ist eine Dammmassage sinnvoll?

Neben dem Hauptzweck, die Region geschmeidiger zu machen und das Risiko eines Dammrisses infolge Überdehnung zu mindern, kann sich die Anwenderin von der Anwendung eine bessere Durchblutung versprechen. Allein das Massieren sorgt dafür, den Bereich für die spätere Geburt vorzubereiten. Die Wehen werden dann Erinnerungen an die vorangegangenen Behandlungen mit Dammöl veranlassen und weniger fremd erscheinen, als kleine psychologische Hilfestellung. Wenn es nicht zum Dammriss während der Wehen kommt, kann der Arzt auch selbst Hand anlegen und einen Dammschnitt zur Erleichterung des Geburtsvorgangs vornehmen. Mit einem über Dammöl-Behandlung vorbereiteten und darum geschmeidigeren Damm wird das möglicherweise allerdings verhindert. Mit der Massage beginnt die Schwangere ab der 34. Woche. Medizinisches Fachpersonal ist dazu nicht unbedingt nötig.

Dammöl Massage Anleitung

Überblick der Vagina

Zur Vorbereitung gehört das Händewaschen. Die Fingernägel der massierenden Person sollten kurz getrimmt sein. Die Dammöl Massage hat unter entspannten Bedingungen zu geschehen; das ist also kein eiliger Vorgang zwischen Tür und Angel. Eine Zeitspanne von zehn Minuten sollte dafür vorgesehen werden können. Ein warmes Bad oder eine Kompresse dienen als Vorbereitung für die Massage. Das kann bei Bedarf erweitert werden um eine Intimbereichreinigung mit weichem Waschlappen, was das örtliche Gewebe schon mal durch Wärme weicher macht.

Die Schwangere nimmt eine Position halb im Sitzen ein und stützt den Rücken mit einem Polster ab. Andere bevorzugen eine stehende Stellung mit Aufstützen eines Beines auf einem Stuhl oder dergleichen. Das Dammöl wird auf die Fingerspitzen des Massierenden aufgetragen und mittels Verreiben angewärmt. Mit dem Daumen in der Scheide bearbeitet der Zeigefinger von außen den Damm. Kreisende Bewegungen sollen die unteren Scheidenwände auflockern.

Dann wird mit Dehnungsübungen zum Damm hin begonnen, mit zuerst einem, dann zwei Fingern und deren Spreizung. Die Schmerzgrenze wird ausfindig gemacht und mit der Zeit nach oben zu verlagern versucht, indem mit Atemtechniken für Beruhigung gesorgt wird. Einige Male hintereinander geht das so vonstatten. Der Daumen dehnt die innere Wand Richtung Anus, während die Schwangere ausatmet. Es kann auch in andere Richtungen gedehnt werden. Alsdann wird die Wölbung auf den Damm ausgerichtet, von innen nach außen und unten drückend. Im Ergebnis sollten Muskulatur und Gewebe allmählich entspannter werden und das gedehnt sein akzeptabler erscheinen. Die Prozedur sollte dreimal oder viermal in der Woche angesetzt werden. Der Partner mag dabei den besseren Überblick haben, doch nicht jeder wird feinfühlig genug dafür sein.

Wer sich nicht herantraut, kann sich von einer Hebamme zeigen lassen, wie es durchgeführt wird. Als rundweg natürliches Produkt kann das Dammöl oder seine Restbestände auch für herkömmliche Massagen, ja selbst am Baby, angewendet werden. Die antioxidante, weichmachende und elastisch machende Wirkung des Vitamin E dürfte nirgends fehl am Platz sein.

Das sollte beachtet werden

Der Imperativ der Hygiene wurde bereits angesprochen und darf hier nochmals angemahnt werden. Die Behandlung mit Dammöl bei der Massage sollte nicht vorgenommen werden, wenn ein Vaginalpilz diagnostiziert ist oder die Schwangere an Herpes oder einer bakteriellen Vaginose erkrankt ist. Wie die Anleitung ja hat erkennen lassen, ist beim Massieren ein Eingreifen in die Scheide unvermeidbar und es käme zu Kontakt mit den Erregern besagter Erkrankungen. Das Ertasten der Schmerzgrenze beim Dehnen per Daumen darf nicht übertrieben werden. Es geht nicht um Abstumpfung und Unempfindlichmachen. Die maximale Häufigkeit dieser Massage liegt bei einmal täglich.

Die Dammpflege nach der Geburt

Wenn es bei der Geburt nicht zum Dammriss gekommen ist, heißt das noch nicht, dass die Dammregion glimpflich davongekommen sein muss. Es kann sich ein Ödem gebildet haben durch den Belastungsdruck des Ungeborenenkopfes, mit dem Ergebnis, dass die Dammregion anschwillt. Eine Schädigung der Gewebestruktur durch Dehnung und Kontraktion kann im Mikrobereich vorliegen, durch sehr feine Risse, wie das vom Muskelkater her bekannt ist. Den dermaßen mitgenommenen und schmerzenden Damm kann die Mutter dann auch mit postnataler Massage stabilisieren helfen. Und gegen generell elastisches Gewebe gibt es eigentlich kein Argument, unabhängig von Schwangerschaft und Geburtsbeanspruchung.

Fragen und Antworten zur Verwendung von Dammöl

Ab wann sollte man Dammöl benutzen?

Der Damm muss während der Geburt einiges aushalten, da er sich durch den Druck des Kinderkopfes dehnen soll. Regelmäßige Dammmassagen können den Körper dabei unterstützen, diesem Druck standzuhalten. Sie dienen demnach als wichtige Vorbereitung für eine unkomplizierte Geburt. Viele Schwangere Frauen können sich nicht vorstellen, wie weit sich der Damm während einer Geburt weiten kann. Viele schwangere denken sie wären zu eng oder sagen, dass das Kind niemals durchpassen wird.

Die Dammmassagen sorgen dafür, dass sich das Dammgewebe mit der Zeit weitet und dehnt. Außerdem hilft es mit eigener Körpererfahrung, wie unter anderem Fühlen oder Tasten, den Geburtsraum kennenzulernen und die vorherigen Befürchtungen zu zerstreuen. Die Dammmassage hilft nicht nur dabei, dass Gewebe elastischer zu machen, sondern auch die eigene Darmregion wahrzunehmen. Außerdem hilft die Massage gezielt auf die Geburt vorzubereiten. Schließlich haben selbst wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass eine gezielte Lockerung des Gewebes in Form einer Massage das Risiko minimiert, einen Dammschnitt zu erhalten. Außerdem kann dadurch gegen einen Dammriss vorgebeugt werden. Am besten fängt man bereits in der 34. Schwangerschaftswoche mit der Dammmassage an. Drei bis viermal die Woche für knapp zehn Minuten sind bereits ausreichend, um auf die Geburt vorzubereiten.

Wie hilft Dammöl dem Damm?

Dammöl hat eine unterstützende Wirkung für das Gewebe der Frau. Durch die regelmäßige Anwendung wird das Gewebe weich und dehnungsfähig, sodass einem Dammriss vorgebeugt werden kann. Zusätzlich ist das Dammöl durchblutungsfördernd und verbessert die Geschmeidigkeit des Gewebes. Die natürlichen Inhaltsstoffe in dem Öl sind auf die empfindliche Dammregion abgestimmt.

Gibt es Alternativen?

Es gibt viele Alternativen zu Dammöl. Olivenöl oder Weizenkeimöl ist ebenfalls geeignet. Auch diese beiden Öle enthalten ausreichend Vitamin E und sind gut für den Damm. Man sollte jedoch bedenken, dass in einem Dammöl ätherische Öle enthalten sind, welche die Durchblutung fördern. Normales Olivenöl kann diese Wirkung nicht bieten.

Wo kann man Dammöl kaufen?

Dammöl ist in jeder Apotheke und sogar im Internet erhältlich. Es gibt jedoch auch einige Drogerien, in denen man das Dammöl kaufen kann. Es kommt immer darauf an, welches Öl man bevorzugt und welcher Hersteller einem zusagt.

Dammöl nach einem Dammschnitt verwenden?

Durch die Geburt des Kindes können sich der Damm und die Scheide sehr weit dehnen. Es können sich Ödeme bilden oder sogar Schwellungen, obwohl äußerlich nichts zu erkennen ist. Aufgrund dessen, dass sich das Gewebe sehr schnell und stark dehnt und plötzlich wieder zusammenzieht, kann es zu starkem Muskelkater kommen. Demnach ist die Dammpflege danach sehr wichtig. Nach einem Dammschnitt sollte man die Wunde allerdings trocken halten und nicht mit Öl arbeiten. Sitzbäder oder Spülungen helfen ebenfalls, den Damm zu entlasten und die Schwellungen zurückgehen zu lassen. Erst nach der dritten Woche der Geburt kann man langsam damit beginnen, regelmäßig eine Dammmassage mit Öl durchzuführen. Hierbei ist wichtig, die Nähte geschmeidig zu machen und die Empfindlichkeiten zu verbessern. Als Narbenpflege ist das Dammöl ebenfalls bestens geeignet.

Dammmassage – sanfte Vorbereitung auf die Geburt

Um einem Dammriss bei der Geburt vorzubeugen, kannst du im Vorwege selbst Hand anlegen, das Gewebe sanft dehnen und so optimal auf die Entbindung vorbereiten.

Während der Geburt, wenn sich das Köpfchen des Kindes mit großem Druck durch den Geburtskanal nach außen schiebt, wird der Damm maximal gedehnt. Nicht selten kommt es dann in diesem Gewebe, das zwischen After und Scheide liegt, zu einem schmerzhaften Einriss, dem sogenannten Dammriss. In manchen Fällen muss der Arzt im Kreißsaal sogar mit dem Skalpell nachhelfen, um das Ende des Geburtskanals zu vergrößern und einen Dammschnitt vornehmen. Risse und Schnitte heilen zwar mit der Zeit wieder, sind aber schmerzhaft und dabei möglicherweise sogar vermeidbar.

Ein gutes, natürliches Öl macht die Dammmassage zur Geburtsvorbereitung sehr angenehm.

Dammmassage: Ab wann sollte man sie machen

Du kannst selbst vorbereitend etwas tun. Hebammen empfehlen neben Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung auch die Dammmassage. Du kannst ab der 34. Woche bzw. ungefähr neun Wochen vor dem errechneten Geburtstermin damit beginnen und durch sanfte Massage das Gewebe weiten und auf die Entbindung einstimmen. Das entspannt das Areal, durchblutet es besser und macht es weich. Und auch wenn die Dammmassage keine Garantie bietet, dass es nicht doch zu Einrissen kommt, hilft sie dem Damm, die maximale Dehnung durch die Geburt so unbeschadet wie möglich zu überstehen.

Entspannt und hilft

Heublumenbad für Schwangere

Weiterlesen Entspannt und hilft Weiterlesen

Dammmassage: Welches Öl ist das richtige und was du sonst noch vorbereitend wissen musst

Mach aus deiner Dammmassage ein kleines Ritual, bei dem du dir Zeit für dich nimmst. Du kannst die Dammmassage im Sitzen durchführen. Viele Schwangere ziehen es jedoch vor, zu stehen, wobei sie ein Bein hoch stellen, zum Beispiel auf den Badewannenrand. Die Massage dauert ungefähr zehn Minuten. Sie sollte wenn möglich regelmäßig jeden zweiten Tag, wenn du magst auch einmal täglich, gemacht werden.

Sorge unbedingt dafür, dass du saubere Finger und keine scharfkantigen Fingernägel hast, um eine Infektions- und Verletzungsgefahr auszuschließen. Verwende ein schönes, natürliches Öl, zum Beispiel Jojobaöl, Rosenöl oder Mandelöl. Das pflegt die Haut und macht das Gewebe schön zart. Auch Johanniskrautöl oder das Öl vom Muskatellersalbei haben sich bewährt, denn sie besitzen zusätzlich eine entspannende und durchblutungsfördernde Wirkung. Hier kannst du Dammmassageöl kaufen*.

Schwangerschaft

Geburts­vorbereitungs­kurs: Das musst du wissen

Weiterlesen Schwangerschaft Weiterlesen

Dammmassage: eine Anleitung

Jetzt bist du gut vorbereitet, dann kannst du auch schon beginnen.

  • Setze oder stelle dich in eine für dich bequeme Position.
  • Nimm ein paar Tropfen Öl und verreibe sie auf deinen Fingerspitzen.
  • Führe deinen Daumen in die Scheide ein, die Finger zeigen in Richtung Anus.
  • Zeigefinger und wenn du magst Mittelfinger massieren von außen das Gewebe des Damms in kleinen kreisenden Bewegungen.
  • Bleibe dabei sanft und mache nicht zu ruckartige Bewegungen, denn du sollst dich dabei entspannen.
  • Auch die Innenseiten der unteren Scheidenwände werden sanft in kreisenden Bewegungen mit dem innen liegenden Daumen massiert.
  • Jetzt dehne die Scheide in Richtung Damm. Das wird möglicherweise unangenehm ziehen.
  • Atme und halte die Position kurz im Dehnungsschmerz, dann löse die Spannung.
  • Wiederhole die Dehnung drei bis vier Mal.

Du wirst sehen: Mit der Zeit wird dir die Dehnung immer leichter und weiter möglich und der Schmerz lässt nach.

Dammmassage: mit dem Partner oder alleine?

Viele Schwangere sind lieber für sich, wenn sie die Dammmassage durchführen. Es gibt dafür auch vereinfachende, technische Hilfsmittel, wie den EPI-NO Delphine*. Manch Schwangere jedoch möchte die Dammmassage gerne mit ihrem Partner machen, da sie auch viel Nähe und Intimität bringt. Entscheide ganz nach persönlicher Vorliebe, je nachdem, wie du besser entspannen kannst. Falsch machen kannst du nichts.

Schwangerschaft

Sex in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt?

Weiterlesen Schwangerschaft Weiterlesen

Dammmassage: Wann sollte sie nicht gemacht werden?

Die Dammmassage ist eine gefahrlose Methode, den Damm zu dehnen. Sie kann zum Ende der Schwangerschaft immer gemacht werden. Es gibt lediglich einige Ausnahmen: Wenn du eine Infektion in der Scheide hast, zum Beispiel einen Scheidenpilz, solltest du zunächst auf die Dammmassage verzichten, um den Pilz nicht manuell weiter in der Scheide zu bringen. Behandele erst den Scheidenpilz, dann kannst du sorglos massieren.

Auch wenn du die Neigung zu vorzeitigen Wehen hast, solltest du die Dammmassage nicht zu früh beginnen. Starte hier nicht vor der 36. Woche, damit du keine unerwünschten Kontraktionen auslöst.

*gesponserte Links

Für eine entspannte Geburtsvorbereitung

Eine Dammmassage wird bei schwangeren Frauen durchgeführt, um einen Dammriss oder Dammschnitt während der Geburt zu verhindern.

Dabei wird das Gewebe zwischen Scheide und After gelockert und der Damm für die Geburt dehnfähiger gemacht.

Der Erfolg dieser Behandlungsmethode hat sich in den letzten Jahren ausgezahlt, da die Anzahlen der Dammrisse bei Frauen von 1990 bis 2005 auf 45% gesunken sind.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Dammmassage.

Was ist eine Dammmassage?

Während der Geburt wird ein starker Druck auf den Damm ausgeübt. Dadurch können leichte Risse in dem Gewebe entstehen, die allerdings nach ein paar Wochen wieder verheilen.

Viel komplizierter und schmerzhafter wird es für die Schwangere, wenn die Scheide sich nicht weit genug dehnt und ein Dammschnitt durchgeführt werden muss.

Dieser führt dazu, dass der Kopf des Kindes besser durch die Scheidenöffnung gelangt. Der Eingriff kann jedoch durch eine regelmäßige Dammmassage vor der Geburt verhindert werden.

Bei dieser Behandlung wird der Bereich zwischen Scheide und After so stark gelockert, dass er für die Geburt elastischer ist. Auch die Durchblutung wird durch die Geburtsvorbereitung angeregt und kann einen möglichen Dammschnitt verhindern.

Ursprung & Entwicklung

Der Ursprung der Dammmassage liegt weit in der Vergangenheit. Schon früher wurde die Behandlungsart durchgeführt. Allerdings entwickelt sie sich immer weiter. Massagetechniken und das richtige Öl werden stetig verbessert. Produkte auf Mineralölbasis sollten vermieden werden, da diese das empfindliche Gewebe der Scheide irritieren können.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Funktion der Behandlung besteht darin, die werdenden Mütter körperlich, aber auch emotional auf die Geburt vorzubereiten. Der Damm wird massiert und dadurch gewöhnt dieser sich an den Druck, den er während der Geburt ausgesetzt ist. Durch die Behandlung kann er sich schneller dehnen und wird elastischer. Das Ziel ist es aber auch, die Frauen durch eine Therapie emotional auf die Entbindung vorzubereiten.

  • Dehnung des Dammes
  • emotionale Vorbereitung auf die Geburt

Ablauf & Wirkungsweise

Die Dammmassage sollte etwa 9 Wochen vor der Geburt begonnen werden

Der richtige Zeitpunkt, um mit der Dammmassage zu starten, ist etwa neun Wochen vor der Geburt. Ab da an haben Schwangere noch genug Zeit das Gewebe zu dehnen, ohne in Stress zu verfallen.

Die Dammmassage sollte einmal täglich durchgeführt werden. Zum einen kann die Massage von einer Krankenschwester durchgeführt werden, aber zum anderen auch von dem eigenen Partner. Wer sich nicht gerne von fremden Händen anfassen lässt, kann die Behandlung auch selber zu Hause durchführen.

Bei der Dammmassage wird durch leicht ausgeübtes Drücken das Gewebe um die Scheide herum gelockert. Dabei wird wie folgt vorgegangen. als Erstes ist es wichtig, die Hände gründlich zu reinigen und zu desinfizieren.

Danach wird auf Daumen, Zeige- und Mittelfinger etwas Öl geträufelt. Am besten eigenen sich alle pflanzlichen Öle, wie zum Beispiel: Jojobaöl, Mandelöl, Weizenkeimöl, aber auch Olivenöl. Hebammen empfehlen ein spezielles Muskatellersalbeiöl, da es entspannend und entkrampfend wirken soll.

Was ist zu beachten?

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Gelingen der Dammmassage ist, dass die Frau sich wohl fühlt. Die Behandlung sollte am besten in vertrauter Umgebung durchgeführt werden. Es können Kerzen und entspannte Musik angemacht werden.

Zusätzlich ist auch die Position entscheidend. Allerdings gibt es keine perfekte Stellung. Viele Schwangere bevorzugen eine Massage im Stehen, wobei ein Bein hochgestellt wird, also zum Beispiel auf einem Stuhl steht. Andere bevorzugen eine Massage in der Hocke oder auch im Liegen. Alles ist erlaubt.

Für die Dammmassage sollten ein bis zwei Finger in die Scheide eingeführt werden. Danach wird der Daumen auf den Damm gelegt, der das Gewebe durch u-förmiges Kreisen lockert. Gleichzeitig wird von innen die Scheidewand, die zum Damm gewandt ist gelockert.

Zum Ende sollte die Scheide mit den Finger leicht gedehnt werden. Nach ein paar Minuten werden die Finger erneut mit Öl geträufelt und danach die Schamlippen massiert. Wichtig ist, dass immer ein leichter Druck ausgeübt wird.

Die Massage sollte für die Schwangere nicht schmerzhaft sein. Aus diesem Grund wird von ruckartigen und schnellen Bewegungen abgeraten. Nach der Massage sollte darauf geachtet werden, dass das restliche Öl durch ein Tuch aufgesaugt wird.

Hilft gegen

  • Dammriss
  • Dammschnitt (Episiotomien)

Wie schon erwähnt lockert eine Dammmassage das Gewebe zwischen Scheide und After. Selbstverständlich kann die Behandlung keine Garantie für eine einwandfreie Entbindung liefern, jedoch verringert eine regelmäßige Massage das Risiko eines Dammrisses erheblich.

Fördert und stärkt

  • Elastizität des Dammes
  • Durchblutung
  • psychische Wohlbefinden der Schwangeren

Deutlich gestärkt wird die Elastizität des Dammes. Studien haben ergeben, dass Erstgebärende viel seltener einen Dammschnitt erleiden, wen vorher einen Massage durchgeführt wurde. Durch die starke Durchblutung wird das Gewebe gestärkt und perfekt auf die Anforderungen der Geburt vorbereitet.

Diagnose & Untersuchung

Bei der Dammmassage liegt keine eindeutige Diagnose vor. Jede Frau kann sich vor der Entbindung durch eine Massage auf die Geburt vorbereiten. Wie gesagt, sollte eine mögliche Infektion ausgeschlossen und der Bereich von einem Arzt untersucht werden.

  • Ärztliche Kontrolluntersuchung vor der Massage

Wer behandelt?

  • Eigenbehandlung
  • vertrauter Partner
  • ärztliche Fachkraft

Viele Frauen können sich gar nicht vorstellen, dass das Kind durch den Geburtskanal passt. Die Meisten glauben, dass sie zu eng sind oder der Kopf des Kindes zu groß sein könnte. Dabei wissen viele Schwangere gar nicht, wie stark sich der Gebärmutterhals dehnen kann.

Aus diesem Grund ist es ratsam, die Massage selber durchzuführen. Dadurch können sich die Schwangeren an den Druck auf den Damm gewöhnen und durch Selbstertastung das Vertrauen zum eigenen Körper gewinnen.

Die Dammmassage kann problemlos im eigenen Haus durchgeführt werden. Jedoch sollte die Behandlung mit einem Arzt vorher besprochen werden. Zu starker Druck, wenig Gleitmittel oder eine falsche Anwendung kann sich schädlich auf den Körper auswirken. Aus diesem Grund sollte das Vorgehen besprochen werden.

Wichtig ist es, bei der eigenen Durchführung auf die Hygiene zu achten. Das bedeutet, dass die Hände sauber und die Fingernägel geschnitten sein müssen. Eine entspannte Haltung und das richtige Massageöl erleichtern die Intimmassage.

Selbstverständlich kann die Massage auch von einem vertrauten Partner durchgeführt werden. Hierfür eignet sich am besten der eigene Lebenspartner, da die Massage sehr intim ist. Wichtig ist, dass die Schwangere Vertrauen zu der Person aufbauen kann, um Bedürfnisse und Wünsche klar kommunizieren zu können.

Es ist normal, das bei einer Dammmassage Behagen und Scham auftreten können. In diesem Fall sollte eine Pause eingelegt werden. Auch kann die Behandlung von einer medizinischen Fachkraft durchgeführt werden. Das hat zum Vorteil, dass Hebammen viele Erfahrungen haben und wissen wie die Massage richtig ausgeführt wird. Sie können auch Ängste und Befürchtungen vor der Geburt nehmen und entspannend auf die Schwangere einwirken.

Risiken & Nebenwirkungen

  • Harnwegsinfektion
  • vorzeitige Wehen

Am Wichtigsten ist es, die Hände zu desinfizieren und Fingernägel kurz zu schneiden. Trotz gründlicher Hygiene sollte die Harnröhre gemieden werden, da sich in dem Bereich Bakterien ansammeln können. Dies könnte zu einer Harnwegsinfektion führen.

Liegt in dem Intimbereich bereits eine Infektion vor, sollte eine Dammmassage gemieden werden. Der Grund dafür ist, dass beispielsweise eine Pilzinfektion sich verschlimmern könnte. Deswegen sollte der Bereich zuerst von einem Arzt behandelt werden. Danach kann sorgenfrei eine Massage durchgeführt werden.

Manche Frauen neigen zu vorzeitigen Wehen. Wer das von sich weiß, sollte sich vor einer Dammmassage von einer Hebamme beraten lassen. Der Grund dafür ist, dass ein falscher Druck vorzeitige Wehen fördern kann. Infolgedessen ist es ratsam, die Behandlung von einer erfahrenen Person durchführen zu lassen.

Es ist bekannt, dass viele Frauen eine Massage als unangenehm empfinden. Hierfür eignen sich warme Sitzbäder. Auch dadurch lockert sich das Gewebe und die Wärme wirkt sich positiv auf die Schwangeren aus.

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen:

Es sind keine Gegenanzeigen und Wechselwirkungen bekannt. Wie schon erwähnt muss nur darauf geachtet werden, dass die Schwangere nicht zu vorzeitigen Wehen neigt.

Unser Fazit

Eine Dammmassage hilft das Gewebe zwischen Scheide und After zu lockern, damit das Kind während der Entbindung besser durch den Geburtskanal passt. Studien belegen, dass eine Behandlung das Risiko einen Dammriss oder Dammschnitt zu erleiden deutlich verringert.

Sollten trotzdem Schmerzen durch Risse oder einen Schnitt entstehen, ist das auch kein Drama. Bestimmte Behandlungsmethoden helfen, die Schmerzen zu lindern. Dazu empfiehlt es sich, einen Waschlappen mit Eiswürfel auf die Nahtstelle oder die Risse zu legen.

Des Weiteren ist es wichtig, auch nach der Geburt den Damm weiterhin zu pflegen. Auch wenn keine Risse entstanden sind könnte es zum Anschwellen des Dammes führen. Der Grund besteht darin, dass das Gewebe sich nach der Geburt wieder zusammen zieht.

Dadurch können kleinen Miniaturfaser-Risse entstehen. Diese fühlen sich wie ein Muskelkater an. Regenerationssprays und entspannte Bäder können dem unangenehmen Gefühl entgegenwirken.

Im Großen und Ganzen hilft die Dammmassage den Schwangeren dabei, sich mental und körperlich auf die Geburt vorzubereiten. Aus diesem Grund ist die Massage eine bewährte Behandlungsmethode.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

(67 Stimmen, Durchschnitt: 4,90 von 5)
Loading…

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.