Ctg ab wann wehen

CTG: Was der Wehenschreiber verrät

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel wird die Frauenärztin damit beginnen bei den Kontrollterminen ein CTG zu schreiben. Das CTG (Kardiotokographie, Wehenschreiber) ist eine Standarduntersuchung während der Schwangerschaft – also kein Grund zur Sorge. Beim CTG werden gleichzeitig die Herztöne des Kindes und die Wehen der Mutter gemessen. Was das CTG genau ist und wann du es brauchst, erfährst du hier!

Wieso wird ein CTG durchgeführt?

Mit Hilfe des CTGs wird die Gesundheit des Babys überwacht – bei den routinemäßigen Besuchen beim Frauenarzt und dann im Krankenhaus bei der Geburt. Mit dem CTG soll gecheckt werden, dass dein Baby ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist. So können die Ärzte gegebenenfalls schnell reagieren.

Alle Fakten zum CTG in der Schwangerschaft auf einen Blick

  1. Das CTG dauert etwa 30 Minuten.
  2. Das CTG misst Länge, Stärke und Häufigkeit der Wehen.
  3. Das CGT dient dazu, die Sauerstoffversorgung des Kindes zu überprüfen.
  4. Das CTG ist eine tolle Untersuchungsmöglichkeit, denn es tut nicht weh und ist zudem für Mutter und Kind völlig ungefährlich.
  5. Das CTG basiert auf Ultraschallwellen.

Wann wird ein CTG geschrieben?

Die meisten Ärzte schreiben ab der 30. Schwangerschaftswoche routinemäßig ein CTG. Zwingend erforderlich ist diese Untersuchung jedoch laut Mutterschaftsrichtlinien nicht. Bei einer Risikoschwangerschaft (d.h. bei Mehrlingen, Schwangerschaftsdiabetes, vorzeitigen Wehen, Überschreitung des errechneten Geburtstermins etc.) kommt der Wehenschreiber schon ab der 25. Schwangerschaftswoche zum Einsatz.

Schwangerschaft

Die 31. Woche schwanger: Übungswehen & CTG

Weiterlesen Schwangerschaft Weiterlesen

Das CTG während der Geburt

Wenn du in einer Klinik entbindest, wirst du spätestens bei der Geburt Bekanntschaft mit dem CTG machen. Wenn die Wehen regelmäßig und stark sind, beginnt der Arzt mit dem CTG. Solange es keine Auffälligkeiten gibt, wird das CTG nach 30 Minuten beendet und dann regelmäßig ungefähr alle zwei Stunden wiederholt. Geht die Geburt in die Austreibungsphase wird meist ein fortlaufendes CTG durchgeführt. In der Endphase der Geburt kann es durchaus passieren, dass der Mutterkuchen oder die Nabelschnur kurzfristig schlecht durchblutet ist und nur wenig Blut (und damit auch Sauerstoff) zum Kind gelangt. Für den Arzt oder die Hebamme ist ein solcher Sauerstoffmangel in einem Absinken der Herzfrequenz zu beobachten.

Die CTG-Kurve zeigt dem Arzt oder der Hebamme an, ob alles okay ist oder ob sie eingreifen müssen, um eine Gefährdung des Babys zu verhindern. Bei einer Risikoschwangerschaft ist du möglicherweise sogar während der gesamten Geburt ans CTG angeschlossen. So soll sichergestellt werden, dass dein Baby durchgehend gut mit Sauerstoff versorgt ist.

Was wird beim CTG gemessen?

Beim CTG bekommst du einen Gurt mit zwei Sensoren um den Bauch. Der eine zeichnet die Herztöne deines Kindes (Kardiogramm) auf, der andere deine Wehen (Tokogramm). In vielen Frauenarztpraxen kannst du während des CTGs die Herztöne deines Kindes auch höhren. Ebenso ist es normal, wenn gerade bei einem CTG um die 30. Woche noch keine Wehen aufgezeichnet werden – viele Mamas haben zu diesem Zeitpunkt noch keine. Beide Kurven werden mittels Computer zusammengeführt und ergeben die charakteristischen Kurven des CTG: Unten sind die Wehen zu erkennen, in der oberen Kurve ist zu sehen, wie das kleine Herz schlägt. Beide Messkurven werden auf einem langen Papierstreifen mit Millimeterpapier ausgedruckt.

So sehen die Kurven beim CTG schreiben aus.

So werden die kindlichen Herztöne aufgezeichnet

Die kindlichen Herztöne werden über ein Spezialmikrophon (Doppler-Ultraschall-Transducer) aufgezeichnet. Dabei sendet das Mikrofon Signale per Ultraschall, die vom Herzen des Kindes reflektiert und wiederum vom Ultraschallgerät empfangen werden. Diese kannst du auch hören, wenn deine Ärztin Lautsprecher angeschlossen hat. Moderne CTG-Geräte können nicht nur die Herztöne, sondern auch die Bewegungen des Kindes aufzeichnen. Diese Geräte heißen Kineto-Kardiotokographen (K-CTG). Die kindlichen Bewegungen sind später für den Arzt später bei der Geburt ein wichtiger Anhaltspunkt, wie es dem Kind während der Entbindung geht und ob es genügend Sauerstoff hat.

So werden deine Wehen aufgezeichnet

Deine Wehen werden über den Wehenmesser erfasst. Bei jeder Wehe drückt die sich zusammenziehende Gebärmutter gegen die Bauchdecke – diese Spannungen der Bauchdecke ergeben beim CTG die Wehenkurve. Hier lassen sich aber nur die Abstände zwischen den Wehen ablesen, eine verlässliche Aussage über die Wehenstärke ist nicht möglich.

Welche CTG-Werte sind normal?

Während der Wehenschreiber läuft, ist es fast unmöglich, nicht gebannt auf die Linien auf dem Bildschirm zu starren und zu versuchen sich daraus einen Reim zumachen. Wenn dann Schwankungen oder Ausreißer auftauchen, sind wir schnell alarmiert. Aber keine Sorge, das ist völlig normal. Zum Beispiel, wenn dein Baby schläft oder gerade besonders viele Purzelbäume übt, zeigt sich das auch im CTG. Ist das Kind sehr aktiv, kannst du in der Kurve Ausreißer nach oben sehen. Sollte während der ersten 20 Minuten des CTGs kein Ausreißer nach oben (Akzeleration) zu erkennen sein, wird dein vermutlich gerade schlafendes Baby sogar geweckt. Dabei rüttelt der Arzt oder die Hebamme ein bisschen an deinem Bauch, um dein Baby sanft aufzuwecken.

Ausreißer nach unten (Dezeleration) sind hingegen in direktem Zusammenhang mit einer Wehe zu beobachten: Sobald eine Wehe beginnt, fließt weniger Blut vom Mutterkuchen zu deinem Kind. Auch diese Ausreißer sind völlig normal und sollen sogar stattfinden. Denn sie zeigen an, dass dein Kind auf die mütterlichen Wehen reagiert.

Baby-Screening

Pränatale Diagnostik: Was du darüber wissen musst

Weiterlesen Baby-Screening Weiterlesen

Und was ist ein Doppler-Untraschall?

Eine weitere Untersuchung, die hilft, Probleme bei der kindlichen Entwicklung frühzeitig zu erkennen, ist der Doppler-Ultraschall. Diese spezielle Ultraschall-Untersuchung wird während der Schwangerschaft durchgeführt, um die Fließgeschwindigkeit in den Gefäßen und die Durchblutung wichtiger Organe zu messen.

Wann wird ein Doppler-Ultraschall durchgeführt?

Ein Doppler-Ultraschall (Duplex-Sonografie) kommt nur in besonderen Fällen zum Einsatz, zum Beispiel wenn befürchtet wird, dass das Kind zu langsam wächst, die Fruchtwassermenge nicht mehr ausreicht oder der Verdacht auf einen Herzfehler besteht. Auch bei Krankheiten der Mutter (Bluthochdruck, Schwangerschaftsvergiftung, Diabetes etc.) wird eine Doppler-Untersuchung gemacht. Bei Schwangeren jenseits des 35. Lebensjahres gehört die Doppler-Untersuchung inzwischen zu den Standarduntersuchungen während der Schwangerschaft.

Wie läuft ein Doppler-Ultraschall ab?

Mit einem speziellen Schallkopf wird ab der 19. Schwangerschaftswoche die Durchblutung der Gebärmutter, der Plazenta und der Nabelschnur, die Hauptschlagader und die Gehirngefäße des Babys untersucht. So kann der Arzt sehen, wie gut die kindlichen Organe mit Blut und Nährstoffen versorgt werden. Der Arzt bekommt auch Anhaltspunkte über das Wachstum deines Babys und eventuelle Mangelzustände.

Zeigt die Doppler-Untersuchung auffällige Ergebnisse, können Mutter und Kind besser überwacht werden. Bei einer unzureichenden Versorgung des Kindes kann so auch der richtige Zeitpunkt für eine vorzeitige Entbindung festgelegt werden. Studien haben gezeigt, dass der Doppler-Ultraschall gesundheitliche Probleme aufzeigen kann, bevor diese sich durch andere Symptome zeigen.

CTG – Was ist das und was macht das?

Mit einem CTG wird eigentlich jede Schwangere wenigstens einmal konfrontiert. Spätestens bei der Geburt wird das CTG eine zentrale Rolle spielen und daher sollte jede Frau, die ein Baby bekommt wissen, was das ist.

Was bedeutet CTG?

CTG leitet sich aus dem englischen Wort „CardioTocoGraphy“ und heißt ins Deutsche übersetzt Kardiotokographie und bedeutet „Herzton-Wehen-Schreiber“. Das heißt, dass die Herztöne des Babys und eine eventuell vorhandene Wehentätigkeit aufgezeichnet und in Abhängigkeit voneinander beurteilt werden können.

Das CTG funktioniert mit Hilfe von Ultraschall. Ähnlich wie bei dem bildgebenden Verfahren werden hierbei Ultraschallwellen durch einen am Bauch befestigten Knopf gesendet und empfangen und ermitteln somit hörbar die Herztöne des Babys. Das ist übrigens nicht vergleichbar mit einem EKG, das bei einem erwachsenen Menschen durchgeführt wird, um unsere Herztöne abzuleiten, denn bei einem EKG werden die elektrischen Ströme gemessen.

Wann wird das erste CTG in der Schwangerschaft durchgeführt?

Wenn Sie schwanger sind, fragen Sie sich sicherlich, ab welcher Woche Ihrer Schwangerschaft eine Kardiotokographie gemacht wird. Ab wann und wie oft ein CTG gemacht wird, hängt vom Verlauf der Schwangerschaft ab. Der Großteil der Gynäkologen schreibt meist ab der ab der 28. Schwangerschaftswoche bei jeder Vorsorgeuntersuchung routinemäßig ein CTG. Wenn ein CTG in einer Hebammenpraxis vorhanden ist, werden die dort tätigen Hebammen ungefähr ab dieser Schwangerschaftswoche auch ein CTG durchführen, um die Herzfrequenz des Ungeborenen zu kontrollieren. Dies dient sowohl für den Arzt als auch für die Hebamme aber zumeist nur zur rechtlichen Absicherung und ist in den wenigsten Fällen wirklich nötig.

In der Schwangerschaft gehört eine Kardiotokographie nicht zwingend zur Schwangerschaftsvorsorge dazu. Die führenden Leitlinien zu diesem Thema beschreiben, dass ein CTG in der Schwangerschaft nur notwendig ist, wenn entweder eine Risikoschwangerschaft festgestellt wurde, wenn es Schwangerschaftsbeschwerden gibt (z.B. erhöhter Blutdruck, Schwangerschaftsdiabetes oder sonstige im Verlauf auftretende Beschwerden, wie vorzeitige Wehentätigkeit o.ä.) oder wenn der errechnete Geburtstermin erreicht und überschritten wurde.

Was bedeuten die einzelnen CTG Werte?

Das CTG misst die Herzfrequenz des Babys. Dabei beurteilt der Gynäkologe oder die Hebamme jedoch immer die gesamte Kurve der aufgezeichneten kindlichen Herzfrequenz. Folgende Dinge fließen in die Auswertung einer Kardiotokographie mit ein:

Die Grundfrequenz des kindlichen Herzschlages ist mit dem Ruhepuls eines Erwachsenen vergleichbar und liegt bei einem unauffälligen CTG bei 120–160 Schlägen pro Minute. Schwankungen der Herzfrequenz sind als kleine Ausschläge auf dem CTG zu erkennen. Durchschnittlich gibt es davon etwa fünf bis fünfzehn pro Minute, sowohl über- als auch unterhalb der Grundfrequenz.

In einem 30-minütigen CTG sollten etwa zwei erkennbare Ausreißer nach oben (Akzelerationen) erkennbar sein. Diese kommen durch Kindsbewegungen zustande und steigern die Herzfrequenz des Babys um etwa 15 Schläge pro Minute und dauern meist 15 Sekunden an. Fehlen diese Akzelerationen, ist es möglich, dass das Baby schläft – Arzt oder Hebamme werden nach Weckversuchen die Dauer der Kardiotokographie etwas verlängern.

Ausreißer nach unten (Dezelerationen) tauchen in Zusammenhang mit Wehen auf und zeigen, dass das Kind auf die Wehe der Mutter angemessen reagiert. Mit Beginn der mütterlichen Wehe sinkt die Herzfrequenz des Babys.

Toco (oder Toko) zeichnet die Wehentätigkeit der Mutter auf. Einen festgeschriebenen Wert, ab wann eine Wehe eine Wehe ist, gibt es pauschal nicht. Der CTG – Kopf misst lediglich den Druck der Gebärmutter. Bei der Auswertung der Kardiotokographie wird deshalb lediglich auf eventuelle regelmäßige Ausschläge geachtet.

Wie lange dauert ein CTG und was passiert bei Auffälligkeiten?

Die Dauer, die Sie an das CTG angeschlossen sind, beläuft sich auf etwa 30 Minuten, bei Auffälligkeiten wird die Aufzeichnung im Zweifelsfall verlängert. Die 30 Minuten sind laut Studien der benötigte Zeitraum, um durch die aufgezeichnete Herzfrequenz den Gesundheitszustand des Babys im Bauch ausreichend beurteilen zu können. Was dabei aber kaum Beachtung findet, ist, dass nur 30 von 1440 Minuten am Tag angeschaut werden. Deshalb können gerade während einer Kardiotokographie Auffälligkeiten auftreten, die im Zweifel in der restlichen Zeit des Tages völlig normal sind.

Wenn das Baby in den 30 Minuten zum Beispiel einfach nur schläft, dann sind oft die Herztöne zu niedrig. Legt sich das Baby, beispielsweise durch viel Bewegung, während des CTGs kurz mal auf die Nabelschnur, können die Normwerte ebenfalls abweichen. Sie werden dann meist gebeten, eine andere Lageposition einzunehmen. Sollten sich die Werte allerdings dauerhaft außerhalb der Normalwerte befinden, werden Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme zur weiteren Abklärung in die Geburtsklinik geschickt.

Gibt es bei der Geburt auch ein CTG?

Während der Geburt allerdings ist ein CTG unerlässlich. Denn hier ist es wichtig zu beurteilen, wie das Baby in Stresssituationen reagiert. Ob es mit den Wehen gut zurechtkommt und ob das Baby ausreichend Reserven zeigt. Eine Wehe dreht dem Baby nämlich für eine ganz kurze Zeit gewissermaßen den Saft ab.

Das Kind ist im Bauch von der Blutversorgung über die Nabelschnur abhängig, welche mit dem Mutterkuchen verbunden ist. Die Gefäße des Mutterkuchens wiederum sind scherenartig mit den Muskeln und Gefäßen der Gebärmutter verästelt und bei jeder Muskelkontraktion der Gebärmutter werden die Gefäße des Mutterkuchens kurz zusammengedrückt, und die Blutversorgung zum Baby ist für die Wehendauer eingeschränkt, aber nicht gänzlich unterbrochen.

Daher möchten Hebamme und Arzt wissen, wie gut das Ungeborene mit dieser kurzen Unterbrechung in der Wehe auskommt. Bei einer unkomplizierten Geburt reicht es, wenn alle 2 Stunden für 30–45 Minuten die Herztöne und Wehen aufgezeichnet werden. Sobald es aber zu Problemen kommt oder Medikamente gegeben werden müssen, kann es durchaus sein, dass eine Kardiotokographie über einen längeren Zeitraum oder sogar kontinuierlich bis zur Geburt abgeleitet wird.

Gibt es in Geburtshäusern oder bei Hausgeburten auch ein CTG?

In Geburtshäusern oder bei Hausgeburten gibt es meistens kein CTG–Gerät. Da aber auch dort nicht auf die Ableitung der kindlichen Herztöne verzichtet werden kann, besitzt die geschulte Hebamme in diesem Fall das sogenannte Dopton. Das Dopton ist ein kleines Gerät, welches ähnlich wie das CTG per Ultraschallwellen die Herztöne des Babys darstellen, jedoch aber keine Wehen aufzeichnen kann. Deswegen ist die Hebamme die ganze Zeit bei der Frau um diese zu beobachten. Sie überprüft die Herzfrequenz des Babys unmittelbar, wenn die Wehe beginnt und, wichtiger noch, wenn die Wehe vorbei ist. Anhand der Herztöne kann sie somit Aufschluss über den Zustand des Babys im Bauch geben.

Bekommt das Baby das CTG mit?

Ein CTG hört sich für das Baby so laut an, wie ein einfahrender U-Bahn-Zug. Von daher wundern Sie sich nicht, wenn sich Ihr Baby gegen das CTG wehrt. Wer möchte schon gerne 30 oder mehr nacheinander einfahrende U-Bahn-Züge hören? Jedoch kann die Kardiotokographie natürlich trotzdem und gerade auch im Verlauf betrachtet Aufschluss auf eine eventuelle Unterversorgung geben und sollte in der Schwangerschaft nicht allzu sehr verteufelt werden.

Zum CTG müssen nahezu alle Schwangeren, meistens ab der 30. Schwangerschaftswoche. Je nach Zustand Deines Babys kann es aber sein, dass Dein Arzt Dir schon früher zu einem “Wehenschreiber” rät. Aber was bedeuten diese Kurven eigentlich und was wird dabei genau gemacht?

Inhalt

Was ist eigentlich ein CTG

Die Abkürzung bedeutet Cardio-Toko-Graphie, also das Aufschreiben der kindlichen Herztöne und der Wehentätigkeit (wenn vorhanden).

Diese Messung überprüft, ob die Herztöne Deines Kindes “normal” sind, zu schnell oder langsam sind. Gleichzeitig prüft der Wehenschreiber, wie Dein kleiner Schatz auf Wehen reagiert.

Diese Untersuchung ist wichtig, denn Dein Arzt möchte wissen, wie es Deinem kleinen Schatz geht und ob er ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist.

Ein CTG ist für Dich und Dein Baby völlig schmerzfrei. Dein Arzt legt Dir einen Gurt mit zwei Knöpfen um Deinen Bauch. Dieser verbleibt dort etwa eine halbe Stunde. Während der dieser Zeit kann es vorkommen, dass eine Arzthelferin zu Dir kommt und vorsichtig an Deinem Bauch wackelt. Deinem Baby tut das aber keinesfalls weh. Ab und zu werden auch laute Geräusche erzeugt. Aber keine Sorge, auch das ist weder für Dich noch für Dein Baby schmerzhaft.

Die Arzthelferin möchte dadurch nur, dass Dein Baby aufwacht, wenn es gerade schlafen sollte. Um mit einem CTG Daten aufzuzeichnen, muss Dein kleiner Schatz nämlich wach sein.

Ablauf des CTG

Während des CTG wirst Du sehr wahrscheinlich auf der Seite liegen oder auf einem speziellen Stuhl sitzen. Vielleicht kommt es Dir so vor, als wäre der Gurt zu eng. Aber keine Sorge, dieser muss ziemlich fest sitzen, Dir und Deinem Baby passiert dabei nichts.

Die beiden Knöpfe des Gurtes zeichnen mit Ultraschallsignalen nun die Herzfrequenz Deines kleinen Schatzes auf. Dabei reagieren einer der Messfühler auf die verschiedenen Spannungen in Deinem Bauch. Dadurch können Wehen aufgezeichnet werden, sofern welche vorhanden sind.

CTG Daten werden aufgezeichnet

Beide Knöpfe (Messfühler) sind mittels eines Kabels an den Computer angehängt. Dieser wertet nun die Daten aus und druckt zwei Messkurven auf ein Papier.

Die obere Kurve schreibt die kindliche Herzfrequenz auf. Diese liegt bei ungeborenen Kindern so zwischen 120 und 160 Schlägen pro Minute. Die Herztöne schwanken sehr stark nach oben und nach unten, was durch ganz viele Zacken angezeigt wird. Das ist ein Zeichen, dass es Deinem Baby gut geht. Wenn Dein Baby schläft, sind die Ausschläge eher kleiner.

Die andere Kurve zeigt an, ob Du Kontraktionen oder Wehen hast. Dann sieht das so aus wie” kleine Berge”. Es gibt keinen absoluten Zahlenwert, der bestimmt, ob es eine starke Wehe war oder nicht. Das spürst Du am besten selbst. Man kann mit dem CTG nur die Länge und die Abstände der Wehen bestimmen.

Ist Dein CTG auffällig, heißt das nicht zwangläufig, dass mit Deinem Baby etwas nicht in Ordnung ist. Verlaufen die Kurven “nicht normal”, sind die Ursachen ganz unterschiedlich. Vielleicht ist Dein Baby gerade müde und schläft während der Untersuchung oder es ist einfach sehr aktiv. Dein Arzt wird Dich über die Ergebnisse ganz genau aufklären.

Weitere Untersuchungen

Damit Dein Arzt absolut sicher sein kann, dass es Deinem Baby auch wirklich gut geht, wird er vielleicht noch weitere Untersuchungen anordnen. Auch diese sind völlig ungefährlich für Dich und Dein Baby.

Dopplersonographie

Damit Dein Arzt überprüfen kann, ob der Blutfluss in den Gefäßen Deines Baby in Ordnung ist, wird er diese spezielle Form der Ultraschall-Untersuchung anwenden.

Kineto-CTG

Hierbei werden neben den Herztönen und den Wehentätigkeiten auch noch die Bewegungen Deines kleinen Schatzes aufgezeichnet. Wenn sich Dein Baby wenig bewegt, kann es ein Anzeichen dafür sein, dass es zu wenig Sauerstoff bekommt.

Wehenbelastungstest

Dieses Verfahren soll sicherstellen, dass Dein Baby genügend Sauerstoff bekommt, wenn Du Wehen hast. Dazu bekommst Du das Hormon Oxytocin verabreicht. Das geschieht über eine Kanüle oder mit einem Nasenspray.

Die CTG-Werte

Damit Dein Arzt Deine CTG-Werte richtig auswerten kann, wird er sich die gesamte Kurve anschauen.

Grundfrequenz: Diese Frequenz nennt man auch Baseline und sie gibt die durchschnittlichen Herzschläge Deines Babys an. Man kann sie auch mit dem Ruhepuls von Erwachsenen Menschen vergleichen.

Jetzt fragst Du Dich, was denn gute Werte sind? Zwischen 120 und 160 Schlägen pro Minute. Von einer Tachydardie wird Dein Arzt sprechen, wenn die Grundfrequenz länger als zehn Minuten über 160 Schlägen pro Minute liegt. Von einer Bradykardie spricht man, wenn die Grundfrequenz länger als zehn Minuten bei unter 110 Schlägen pro Minute liegt.

Oszillaton: Dieser Begriff beschreibt Schwankungen der Baseline. Das CTG wird nie eine durchgängige Linie zeichnen, sondern immer kleine Schwankungen ergeben. Diese Schwankungen nennt man dann auch Oszillation. Pro Minute kannst Du etwa drei bis fünf dieser Schwankungen erkennen. Während dieser Schwankung liegt die Herzfrequenz Deines Babys etwa fünf bis 15 Schläge pro Minute über oder unter der Grundfrequenz.

Akzelerationen: Wenn der Herzschlag Deines Babys für 15 Sekunden oder mehr um 15 Schläge pro Minute ansteigt, ist das eine Akzeleration. Diese Schwankungen werden von Deinem kleinen Schatz durch seine Bewegungen verursacht. Ist Dein Baby also während des CTG sehr aktiv, so kann man das auf der Auswertung sehen.

Dezelerationen: Bricht die Herzfrequenz Deines Babys kurz ein, so spricht man von einer Dezeleration. Die Herzfrequenz fällt also um etwa 15 Schläge pro Minute unter die Baseline. Dabei unterscheidet Dein Arzt zwischen Dezelerationen die unabhängig oder abhängig von Deinen Wehentätigkeiten während des CTG sind. Hattest Du gerade eine Wehe, dann fällt die Herzfrequenz Deines kleinen Schatzes kurz ab. Das liegt daran, dass während einer Wehe, der Mutterkuchen weniger Blut bekommt.

Fällt die Herzfrequenz Deines Babys aber erst ab, wenn die Wehe ihren Höhepunkt erreicht hat, dann muss das Dein Arzt auf jeden Fall beobachten.

Der Gesetzgeber hat es ab 2021 wegen kindlicher Gesundheitsbelastung untersagt, Ultraschall (US) ohne medizinische Indikation durchzuführen. Grundlage dafür ist eine Verordnung vom 5. Dezember 2018 im Bundesgesetzblatt: die „Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen“ (BGBl 2187-2196, Jahrgang 2018, Teil I Nr. 41)

Das bezieht sich auch auf das CTG-Schreiben, das bei 90 Prozent der Frauen ab Schwangerschaftsmitte durchgeführt wird, obwohl die Mutterschaftsrichtlinie und die medizinischen Leitlinien eine Routine-Anwendung der hochenergetischen Technologie nicht vorsieht. Alle Schallexpositionen, die über die medizinisch notwendigen Anwendungen hinaus gehen, gelten dann als Ordnungswidrigkeit.

Der Grund für das Verbot sei, dass Ultraschallwellen auf das Ungeborene nicht unerhebliche biophysikalische Auswirkungen haben, deren Folgen insbesondere für die Hirnentwicklung trotz eindrucksvoller Datenlage unterschätzt werden. Die Gefahren und Wirkungen auf Zellen und Gewebe wie Zellveränderung, -schädigung, Erwärmung und Bildung von dampfgefüllten Hohlräumen (Kavitation) waren zwar bekannt, wurden jedoch von vielfach von ÄrztInnen nicht angemessen berücksichtigt, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung von Dr. Otwin Linderkamp, em. Prof. für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Heidelberg, der 2017 eine Studie zur Sicherheit der pränatalen US-Diagnostik für das Kind durchgeführt hatte, Dr. Sven Hildebrandt, Prof. für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Hochschule Fulda, und Irene Behrmann und Anna Groß-Alpers von Greenbirth e.V.
> mehr Info: www.greenbirth.de

Es sei zuvor bei unverbindlichen Warnungen geblieben – wie dem Aufruf der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM), Ultraschallexpositionen bei Schwangeren „so kurz und so selten wie möglich“ vorzunehmen. Es hätte aber keine Handhabe zur Kontrolle über die Einhaltung der Empfehlung gegeben. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit folgt der Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK) und stellt Verbraucherschutz über wirtschaftliche Interessen von US-AnwenderInnen. Innerhalb ärztlicher Schwangerenbegleitung werden weiter drei „Basisultraschalluntersuchungen“ angeboten.

Alle Untersuchungen in der Schwangerschaft im Überblick

Optional: Die Untersuchungen auf Erkrankungen und genetische Veränderungen

Ein Thema, das viele werdende Eltern beschäftigt, ist die Frage, ob das Baby auch wirklich gesund sein wird. Es gibt verschiedene Untersuchungen, mit denen sich schon vor der Geburt eine Erkrankung feststellen lassen kann. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass hier immer mit Wahrscheinlichkeiten gerechnet wird. Ob ein Kind wirklich krank ist und welches Ausmaß die Behinderung hat, lässt sich in der Regel erst nach der Geburt erkennen. Zu den Untersuchungen für die frühzeitige Erkennung von Erkrankungen gehören:

1. Das Ersttrimester-Screening

Dieses ist keine reguläre Untersuchung und muss in den meisten Fällen selbst getragen werden. Es wird zwischen der 12. SSW und der 14. SSW durchgeführt und ist auch als Nackenfaltenmessung bekannt. Der Frauenarzt wird die Nackentransparenz des Babys prüfen. Der Wert wird durch die Hormonuntersuchungen ß-hCG und PAPP-A ergänzt um so überprüfen zu können, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie 21 ist. Durch die Kombination der Werte kann bei bis zu 92% der Kinder die mögliche Erkrankung erkannt werden.

Die Kosten sind abhängig vom Frauenarzt, bewegen sich jedoch meist im dreistelligen Bereich.

2. Der Harmony-Test

Eltern, die bei dem Ersttrimester-Screening waren und hier einen möglichen Hinweis auf eine Erkrankung bekommen haben, entscheiden sich häufig zusätzlich für den Harmony-Test. Diese Blutuntersuchung kann bereits ab der 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Der Test bringt die höchstmögliche Erkennungsrate für eine potentielle Erkrankung an Trisomie 21. Diese Rate liegt bei mehr als 99%.

Hinweis: Du kannst auch auf das Ersttrimester-Screening verzichten und nur den Harmony-Test durchführen lassen. Auch hier sind die Kosten selbst zu tragen, wenn kein Risiko vorliegt. Die Kosten für den Harmony-Test liegen bei rund 300 Euro.

3. Die Amniozentese

Die Fruchtwasserpunktion ist eine optionale Untersuchung und ist sinnvoll bei Frauen über 35 Jahren sowie bei auffälligen Befunden aus den Ultraschalluntersuchungen und Vorbelastungen innerhalb der Familie. Über die Amniozentese lassen sich unter anderem Neuralrohrdefekte erkennen. Dies ist jedoch auch über die Feindiagnostik möglich. Da die Fruchtwasserpunktion mit hohen Risiken, wie einer Infektion oder einem Blasensprung, einhergeht, sollte sie gut überlegt werden. Die Kosten werden bei speziellen Gründen übernommen. Liegen diese Gründe nicht vor, müssen sie selbst getragen werden (rund 100 Euro).

4. Die Chorionzottenbiopsie

Hier wird Gewebe vom Mutterkuchen entnommen, um Veränderungen an der Chromosomenzahl erkennen zu können. Die Durchführung kann bereits ab der 11. Schwangerschaftswoche erfolgen. Allerdings gibt es hier ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt. Betroffen ist rund jede 200. Schwangerschaft. Mögliche Gründe für die Untersuchung entsprechen den Gründen einer Fruchtwasserpunktion. Die Kosten werden bei Indikation übernommen und liegen bei rund 100 Euro.

5. Die Feindiagnostik

Mit speziellen Ultraschallgeräten lassen sich über die Feindiagnostik die Organlagen des Kindes sowie das Wachstum und die Entwicklung detailliert überprüfen. Die Untersuchung wird zwischen der 20. und der 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt und wird heute von den meisten Kassen übernommen. Auch wenn so gut wie jede Schwangere die Feindiagnostik bekommt, gehört sie nicht zum regulären Vorsorgeprogramm, sondern wird normalerweise bei Auffälligkeiten durchgeführt. Sie wird auch als Organscreening bezeichnet.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.