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Kinder-Tablet: Welche Tablets eignen sich für Kinder?

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Der richtige Umgang mit Medien wie Handys, Tablet und Laptop will gelernt sein – Kinder, die heutzutage aufwachsen, sehen sich früher oder später ohnehin damit konfrontiert. Eltern können aber maßgeblich dazu beitragen, dass ihr Nachwuchs verantwortungsbewusst im Netz unterwegs ist und auch Apps und andere Angebote sicher nutzen kann. Das pädagogisch wertvolle Spielen mit einem Lerntablet macht nicht nur Spaß, es kann auch dazu beitragen, dass Kinder ein Gefühl für die Technologie und ihre Vorzüge bekommen. Dabei kann direkt ein Modell für Erwachsene zum Einsatz kommen, allerdings bietet auch ein spezielles Kinder-Tablet viele Vorteile, die wir ihnen hier erklären.

Tablet für Kinder: Die Vorteile im Überblick

  • günstiger Preis
  • Möglichkeiten zum Regulieren der Nutzungsdauer
  • Filter und Download von kinderfreundlichen Apps und Spielen
  • robuste Verarbeitung
  • ein farbenfrohes Aussehen

Spezielle Tablets für Kinder kosten oft deutlich weniger als herkömmliche Tablets, zudem haben viele Produkte eine Kindersicherung, die es ermöglicht, die Nutzungsdauer pro Tag zu regulieren. Mit einem Kinder-Tablet und dafür kompatiblen Apps lässt sich in vielen Fällen sogar per Smartphone kontrollieren, was das Kind sich anschaut. Besser ist dagegen aber der persönliche Kontakt und das Gespräch darüber, was erlaubt ist und was Kinder mit dem Tablet nicht tun sollten. Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt mit Tablets spielen können – insbesondere dann, wenn es sich nicht um ein Kinder-Tablet sondern um ein Gerät für Erwachsene handelt. Der Grund: Eltern können einschreiten, wenn ihr Nachwuchs im Netz auf unangemessene Inhalte oder kostenpflichtige Dienste stößt. Denn: Sich allein auf Filter und kinderfreundliche Software zu verlassen, ist nicht immer die beste Idee. Die Nutzung zu begleiten, vermittelt dagegen das Gefühl, dass man gemeinsam lernt und spielt – das Tablet wird so nicht zum gesichtslosen Babysitter, sondern vielmehr ein weiterer Grund, um Zeit miteinander zu verbringen.

Auch die Optik vieler Kinder-Tablets spricht kleine Technik-Fans oft an. Sie sind bunt und zeichnen sich zudem oft auch durch eine robuste Hülle aus, sodass das Gerät auch Stürze unbeschadet wegstecken kann.

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Tablet für Kinder ab 6 Jahren: Zum Einstieg geeignet

Ein Tablet für Schulkinder muss nicht zwangsläufig sämtliche Features bieten, die auch für Erwachsene nützlich sind. Als Einstieg eignet sich oft bereits ein günstiges Kinder-Tablet, das den Kleinen das Gefühl vermittelt, einen eigenen Tablet-PC zum Erkunden und Spielen zu haben. Optimal ist hierfür beispielsweise der Fire HD 8 Kids Edition*. Das Gerät ist durch eine robuste Hülle geschützt. Die sichere und altersgerechte Nutzeroberfläche auf dem Tablet sorgt dafür, dass Eltern entscheiden können, wie lange und wofür das Kind sein Tablet nutzen kann. Der kinderfreundliche Webbrowser sperrt außerdem alle ungeeigneten Internetinhalte. Dank der Medienbibliothek FreeTime Unlimited können neue Spiele, Lern-Apps, Videos, Bücher und Hörspiele genutzt werden – im ersten Jahr der Nutzung sogar kostenlos.

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Auch das Dragon Touch Kinder-Tablet* zeichnet sich durch eine robuste Silikonhülle aus, die Stöße und Stürze abfedert. Kinder und Eltern haben Zugang zu unterhaltsamen und lehrreichen Spielen, Videos, Apps und sicheren Webseiten. Der Speicher ist dank Micro SD auf bis zu 32 Gigabyte erweiterbar, sodass auch viele Fotos, Videos, Hörspiele und Musik auf dem Kinder-Tablet Platz finden.

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Ebenfalls empfehlenswert für Kinder zwischen fünf und sieben Jahren: Ein Kinder-Tablet wie das Vtech 80-155204*. Mit 60 Lernspielen aus Kategorien wie Mathematik, Sprache, Naturkunde und Kreativität können Kinder dazulernen und zugleich motorische und logische Fähigkeiten schulen, ohne direkt mit einem Tablet mit Internetzugang ins digitale Leben zu starten.

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Tablet für Kinder ab 8 Jahren: Das sind beliebte Modell

Wer für ein Kinder-Tablet Samsung in Betracht zieht, sollte diesen Amazon-Bestseller kennen: Das Samsung Galaxy Tab A 10.5* ist besonders familienfreundlich – dank des schmalen Rahmens hat das Tablet ein handliches Format, das auch Kinder sicher halten können. Zudem verfügt es über einen liebevoll gestalteten Kindermodus, mit dem sich der Nachwuchs spielerisch digitale Kompetenzen aneignet und Eltern zugleich die Kontrolle behalten. Der Kindermodus bietet eine geschlossene Umgebung, der durch eine PIN gesichert ist und somit nicht unbefugt verlassen werden kann.

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In Kombination mit einer passenden Schutzhülle aus Silikon*wird das Galaxy Tab A 10.5 übrigens noch robuster.

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Kinder iPad: High-End-Produkte zum Spielen und Lernen

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Ob Kinder iPad und Co. bereits brauchen, sei dahingestellt, schließlich handelt es sich bei Apple-Geräten um High-End-Produkte, die ihren Preis haben. Aus technologischer Sicht hat das iPad* aber in jedem Fall jede Menge zu bieten. Vom Malen mit dem Finger oder dem Apple Pencil über Spiel- und Lern-Apps aus dem umfangreichen Angebot des App-Stores bis hin zum Streamen der Lieblingskinderserien: Das Tablet von Apple kann zu Hause und auf Reisen Jung und Alt unterhalten. Und wenn Schluss sein soll, verhindern die einstellbare Bildschirmzeit und ein Code die weitere Nutzung. Auch Käufe im App-Store lassen sich in den Einstellungen unterbinden.

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*Dieser Text enthält Affiliate Links. Das bedeutet: Sollten Sie über die mit einem Stern gekennzeichneten Links einen Kauf abschließen, erhält WELT eine kleine Provision. Die Berichterstattung beeinflusst das nicht. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unteraxelspringer.de/unabhaengigkeit.

Ab wann ein Tablet für Kinder sinnvoll ist

„Immer wenn ein Kind vor dem Tablet sitzt, stirbt irgendwo auf einem Baum ein Abenteuer“, sagen die einen. Die anderen dagegen sind fest davon überzeugt, dass Kinder ganz natürlich mit der digitalen Technik aufwachsen sollten. Es gibt geteilte Meinungen, ab wann ein Tablet für Kinder sinnvoll ist. Sicher aber ist: Für einen kindgerechten Umgang mit Smartphone und Co. sollten Eltern einige Regeln aufstellen.

15 Prozent der sechs- bis siebenjährigen Kinder besitzen bereits ein Tablet, ergab eine Bitkom-Umfrage zum Thema Gaming und Smartphone im Jahr 2017. Bei den Acht- und Neunjährigen sind es sogar schon 36 Prozent. Natürlich kommen noch die Kids dazu, die regelmäßig die Geräte ihrer Eltern oder Geschwister zum Spielen, Videos-Gucken oder für andere Online-Aktivitäten nutzen. Das Phänomen ist allerdings gar nicht einmal so neu. So wie Kinder früher auch schon ferngesehen oder Kassetten gehört haben, greifen sie nun zum Tablet. Wie immer kommt es jedoch auf das Ausmaß des Medienkonsums an, die Qualität der Inhalte und ob der Nachwuchs bei seiner Mediennutzung begleitet und geführt wird.

Tablet für Kinder: ab wann?

Ab wann ist ein Tablet für Kinder sinnvoll? © istockphoto.com/YakobchukOlena

Viele Eltern hätte gerne eine konkrete Altersabgabe, ab wann Tablets für Kinder sinnvoll sind. Fast alle Hersteller, die bereits Geräte für Kleinkinder anbieten, geben das Mindestalter mit drei Jahren an. In dieser Phase machen Kinder wichtige Entwicklungsschritte durch: Sie können jetzt zum Beispiel Treppensteigen, größere Perlen an eine Kette fädeln, Tiere, Körperteile und Ähnliches benennen. Mit kindgerechten Lern-Apps können kognitive und motorische Fähigkeiten durchaus gefördert werden.

Tablet für Kinder: die positive Sicht

Am Boston College wurde eine Studie mit 266 Kindergartenkindern durchgeführt, die in zwei Gruppen geteilt wurden. Die eine Hälfte spielte und lernte mehrere Wochen lang mit Tablets, die andere nicht. Das Ergebnis: Die Kinder aus der Tablet-Gruppe schnitten besser ab als die aus der Kontrollgruppe. Sie konnten unter anderem besser Buchstabieren und Geräusche richtig zuordnen.

Tablet für Kinder: die negative Sicht

Natürlich gibt es auch Studien, die negative Effekte von Smartphone, Tablet und Co. bei Kindern belegen. Diese beziehen sich jedoch meist auf die Dauernutzung. So hat die von der Bundesregierung geförderte Blikk-Studie 2017 ergeben, dass der tägliche Konsum digitaler Medien zu Sprachentwicklungsstörungen bei Kleinkindern und Konzentrationsschwäche im Grundschulalter führt. Selbst Babys zeigen Fütter- und Einschlafstörungen, wenn sie regelmäßig dem Tablet oder Smartphone der Eltern ausgesetzt sind.

Grundregel für den Umgang von Kindern mit Tablets

Als Eltern sollten Sie einige Grundregeln beachten, wenn Sie Ihrem Kind ein Tablet kaufen bzw. es mit Ihrem Gerät spielen lassen:

  1. Setzen Sie klare, dem Alter des Kindes angemessene Zeitfenster: beispielsweise jeden zweiten Tag eine Stunde Tablet-Zeit für Siebenjährige.
  2. Stellen Sie Ihr Kind nicht mit dem Tablet ruhig, etwa während einer Autofahrt oder im Restaurant.
  3. Achten Sie bei der Auswahl der Apps auf kindgerechte Angebote.
  4. Richten Sie eine Kindersicherung ein, falls Ihr Kind das Tablet eines Erwachsenen oder der älteren Geschwister nutzt.
  5. Spielen Sie regelmäßig gemeinsam mit dem Kind auf dem Tablet und sprechen Sie mit ihm darüber.

Fazit: Ab wann ist ein Tablet für Kinder sinnvoll?

Es gibt unterschiedliche Meinungen, ab wann ein Tablet für Kinder sinnvoll ist. Auf dem Markt finden sich bereits Tablets für Dreijährige. Wichtig ist, dass Eltern klare Regeln für den digitalen Medienkonsum Ihrer Kinder aufstellen und immer wieder ein Auge darauf haben.

Wir haben 19 Tablets für Kinder getestet. Das beste ist das Fire HD 8 Kids Edition von Amazon. Es ist kein abgespecktes Billig-Tablet mit Uralt-Android wie so viele andere Kinder-Tablets, sondern ein vollwertiges Fire Tablet mit vereinfachter Benutzeroberfläche für Kinder. Durch einen Menüwechsel wird ein normales Tablet für die Eltern draus. Die Kids Edition kommt mit einer robusten und dennoch weichen Schutzhülle – und einem Jahr Gratiszugang zu Filmen, Büchern und Musik. Da wird es den Kleinen garantiert nicht so schnell langweilig.

Update 16. November 2018

Wir haben sieben neue Tablets für Kinder getestet, darunter auch die neue Version des Fire HD 8 Kids Edition, das weiterhin unser Testsieger bleibt. Eine neue Empfehlung ist das Kurio Tab Advance.

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6. September 2018

Amazon hat den Nachfolger des Fire HD 8 Kids Edition vorgestellt. Wir werden das neue Modell so schnell wie möglich testen.

Die Digitalisierung macht auch vor den Kleinsten nicht Halt. Im Gegenteil: Smartphones und Tablets üben schon auf Kleinkinder eine riesige Anziehungskraft aus. Ob und wie ausgiebig der Nachwuchs mit einem Tablet spielen darf, muss jede Familie selbst entscheiden. Die Angaben der Hersteller, ab welchem Alter ihre Tablets für Kinder „geeignet“ sind, variieren stark und sind eher großzügig ausgelegt.

Meine Erfahrung als Mutter sagt: Ab drei Jahren sind Kinder bereit für erste kleine Filme. Forschungen haben nachgewiesen, dass Kleinkinder schlicht noch nicht in der Lage sind, längere Sequenzen bewegter Bilder zu verfolgen. Viele Kinder spielen aber schon viel früher mit Tablets – oder dem Smartphone der Eltern. Es gibt Apps, die schon Kleinkindern unter einem Jahr mächtig Spaß machen. Allerdings sind Sie auch hier als Eltern gefragt – Sie kennen Ihr Kind am besten. Nur Sie können und sollen entscheiden, ab wann Ihr Kind mit einem Tablet spielen soll.

Sobald die Kleinen ran dürfen, haben sie die Tablet-Bedienung im Handumdrehen raus. Spätestens wenn sie dann vergeblich mit dem Finger über den Bildschirm des Fernsehers wischen, merkt man, wie selbstverständlich die Touch-Bedienung von Smartphone und Tablet für sie ist.

Wir haben uns auf dem Markt für Kinder-Tablets umgesehen und 19 Modelle getestet, 8 davon sind noch verfügbar. Die meisten davon haben uns maßlos enttäuscht. Der Markt ist voll von Billig-Tablets aus Fernost, die mit alter Hardware und noch älterer Android-Software selbst ihren günstigen Preis nicht wert sind. Sehr günstige Modelle gibt es schon ab 14 Euro, das teuerste kostet rund 140 Euro. Die drei ganz günstigen Modelle sind allerdings nur für wirklich kleine Kinder gedacht und verdienen kaum den Namen Tablet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Amazon Fire HD 8 Kids Edition

Das Fire HD 8 Kids Edition bietet für Kinder eine tolle Auswahl. Selbst Erwachsene können es als normales Tablet verwenden.

von 952 Lesern gekauft

Das Fire HD 8 Kids Edition Tablet von Amazon bietet einen beinahe unbegrenzten Zugang zu Filmen, Büchern und Spielen. Im ersten Jahr ist der Zugang sogar kostenfrei. Die Hülle ist stoßfest und liegt dabei doch angenehm weich in der Hand. Dabei ist sie immer noch dezent genug, dass sich auch Erwachsene damit sehen lassen können. Die Bedienung ist sehr intuitiv und die Auswahl an Filmen und (animierten) Büchern und Spielen beeindruckend.

Auch gut

Odys TigerTab

Vor allem für kleine Bücherwürmer ist das Tiger Tab eine gute Wahl.

Keine Preise gefunden.

Eine echte Empfehlung ist auch das Tiger Tab von Odys. Für unter 100 Euro bekommen Sie ein Tablet, das Ihre Kinder vor allem dann begeistern wird, wenn sie gern lesen oder vorgelesen bekommen. Denn zum Tiger Tab gibt es mit den Tigerbooks einen Zugang zu über 2000 interaktiven Büchern für Kinder zwischen 2 bis 10 Jahren. Allerdings sind die nicht kostenlos verfügbar, Eltern müssen dafür schon etwas Geld in die Hand nehmen.

Geheimtipp

Kurio Tab Advance DECIIC17150

Das Kurio Tab Advance kann alles, was es können soll. Es hat eine gute Größe, angenehme Haptik, tolle Auflösung und 25 vorinstallierte Apps.

Keine Preise gefunden.

Eine neue Empfehlung ist das Tab Advance von Kurio. Sehr gut gefällt uns das übersichtliche Eltern-Menü, in dem Uhrzeiten und Webfilter eingestellt werden können. Mit 25 vorinstallierten Apps, darunter Spiele, eBooks und Lern-Apps, haben die Kinder viel Spaß mit bekannten Figuren wie Biene Maja und Co. Nach einer Anmeldung im Kurio Kids Store können weitere Apps sowohl gratis als auch kostenpflichtig heruntergeladen werden.

Für die ganz Kleinen

Ravensburger Mein allererstes Tablet

Nicht wirklich ein Tablet, aber es sieht so aus und ist für die Kleinsten ein schönes Spielzeug.

Wissensdurstige Kleinkinder werden mit dem Spielzeugtablet ihren Spaß haben. Mit dem Ravensburger Ministeps Tablet können schon Kinder ab 9 Monaten einiges über Tiere lernen und selbst Geräusche fabrizieren. Sogar kleine Melodien kann das Tablet von sich geben. Dabei sind die Töne angenehm dezent, so dass Eltern nicht sofort Gefahr laufen, das Tablet entnervt vor den Kindern zu verstecken.

Mitwachsend

Fisher Price CDG57

Hier wird es so schnell nicht langweilig. Dieses Tablet wächst mit dem Kind – zumindest anfangs.

von 47 Lesern gekauft

Auch dieses Tablet für die Allerkleinsten ist eine echte Empfehlung: Das Fisher Price CDG57. Dank seiner drei Altersstufen wächst es mit und steigert die Anforderungen an die Kinder. Die Lichtershow, die ebenfalls beim Drücken der Knöpfe aktiviert wird, begeistert die Kleinen auch über längere Zeit. Und mit einem Preis von nicht einmal 15 Euro ist es das günstigste Kinder-Tablet im Test.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle

Testsieger Auch gut Geheimtipp Für die ganz Kleinen Mitwachsend
Modell Amazon Fire HD 8 Kids Edition Odys TigerTab Kurio Tab Advance DECIIC17150 Ravensburger Mein allererstes Tablet Fisher Price CDG57 Yuntab Q88 VTech Smart Tablet VTech KidiCom Max
Pro
  • Kindgerechte Inhalte
  • Freetime unlimited 1 Jahr kostenlos
  • Für Kinder von 3-12 Jahren geeignet
  • Robuste Schutzhülle
  • Tolles Display
  • Viele Bücher, Spiele, Apps
  • Mit Schutzhülle
  • Für Kinder von 2-10 Jahren geeignet
  • Mit Schutzhülle
  • Sehr übersichtliche Elternkontrolle
  • Viele Apps mit bekanntem Content (Biene Maja etc.)
  • Kindgerechte Benutzeroberfläche
  • Viel wissenswertes über Tiere
  • Eigene Geräusche möglich
  • Nicht zu laut
  • Günstig
  • Drei Stufen, je nach Anforderung an das Kind
  • Schöne Lichtershow
  • Günstig
  • Kinderschutzhülle dabei
  • Relativ günstig
  • Lustige Apps wie Stimmverzerrer
Contra
  • Hörbücher – bis jetzt – nicht abspielbar
  • Ohne Abo wenig interessant
  • Keine Hörbücher
  • Nur einen begrenzten Zeitraum nutzbar, weil für Größere zu langweilig
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Veraltetes Android-System
  • Schlechte Kamera
  • Programme stürzen schnell ab
  • Kleiner Bildschirm
  • Langweilt die Kinder schnell
  • Wenig Auswahl
  • Veraltetes Android-System
  • Sehr kleines Display
  • Keine Schutzhülle
  • Teuer
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Technische Daten anzeigen
Speicherplatz 32GB 16 GB 16 GB k. A. k. A. 8GB k. A. 8 GB
Displaygröße 8 Zoll 8 Zoll 7 Zoll k. A. k. A. 7 Zoll k. A. k.A.
Altersempfehlung k. A. k. A. 4-6 Jahre ab 9 Monaten ab 12 Monaten k. A. ab 12 Monaten 4- 10 Jahre
Gewicht 483 Gramm 340 Gramm 318 Gramm k. A. 350 Gramm 349 Gramm 245 Gramm 100 Gramm

Tablets für Kinder und Kleinkinder

Neben mir, die ich als Mutter die Tablets unter die Lupe nahm, war auch meine dreijährige Tochter im Einsatz und durfte die Geräte ausprobieren.

Die Kinder-Tablets für die Allerkleinsten hat mein eineinhalbjähriger Sohn mit Freuden ausprobiert, aber auch die große Schwester zeigte sich daran noch sehr interessiert. Es ist also mitnichten so, dass nur die Einjährigen sich am Gedudel und Geblinke erfreuen können.

Tablets für Kinder können durchaus sinnvoll sein

In erster Linie sind natürlich Sie als Eltern gefragt, wenn es darum geht, den Nachwuchs in die digitale Welt einzuführen. Hilfestellung zu der Frage, was für digitale Inhalte für welches Alter geeignet sein können, gibt die Info-Seite „Schau-hin“, eine Initiative von Bundesfamilienministerium, ARD und ZDF.

Neben der geistigen Reife des Kindes ist natürlich auch die Frage wichtig, ob Ihr Kind überhaupt in der Lage ist, das Tablet allein zu halten und es zu bedienen. Da haben die Tablet-Entwickler meist sehr gute Arbeit geleistet. Die Bedienung des Testsiegers und unserer Empfehlungen ist unkompliziert und gelingt den Sprößlingen vermutlich manches Mal sogar schneller als den Eltern.

Für den Kauf eines Kinder-Tablets sollten Sie sich die Frage stellen, wofür die Kleinen es benutzen sollen. Geht es eher darum, Filme darauf zu schauen, ist es wichtig, auf ein gutes Display und ein Betriebssystem zum achten, das an einen Onlinestore wie Amazon, Google Play oder iTunes angeschlossen ist? Sind Bücher und vielleicht sogar das Vorlesen wichtig, kommen Sie dagegen an einem Tablet eines Buchhändlers kaum vorbei.

So haben wir getestet

Der Markt an Kinder-Tablet ist nahezu unüberschaubar. Neben einigen wenigen Markenherstellern dominieren No-Name-Anbieter das Angebot. Daher beschäftigte uns die Frage: Was taugen die Billig-Tablets? Muss Gutes teuer sein? Und wie intuitiv lassen sich die Tablets auch von Kindern bedienen? Und die Frage, die wohl alle Eltern umtreibt, ist: Was genau kann ein speziell für Kinder auf den Markt gebrachtes Tablet eigentlich?

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Die Antwort in einem Satz: Es lässt sich ein Profil extra für die Kleinen anlegen, was sicherstellt, dass nicht einfach jede Menge Inhalte heruntergeladen werden können. Auch die Kontrolle aller kindgerechten Inhalte ist ohne Probleme möglich, wobei wir im Test auch feststellen mussten, dass manch vorinstalliertes Spiel gar nicht wirklich kindgerecht ist.

Von den 19 Kinder-Tablets, die wir uns angesehen haben, waren drei für wirklich kleine Kinder und haben eigentlich mit einem Tablet, wie man sich das vorstellt, nicht viel zu tun. Das sieht man auch am Preis, der für diese Kleinkinder-Tablets bei ca. 20 Euro liegt.

Testsieger: Amazon Fire Kids Edition

Ursprünglich für den Verkauf von Büchern bekannt, kann der Internetriese inzwischen alles – auch Tablets herstellen. Bei der Kids Edition vom Amazon Fire HD 8 handelt es sich um genau das, eine kindgerechte Version des Amazon Kindle Fire. Ausgestattet mit der aktuellen Fire OS-Version ist das Tablet mit der bunten Hülle wie gemacht für Kinder – und Eltern.

Testsieger Das Fire HD 8 Kids Edition bietet für Kinder eine tolle Auswahl. Selbst Erwachsene können es als normales Tablet verwenden.

von 952 Lesern gekauft

Denn auch Eltern können etwas mit dem Fire HD anfangen, es handelt sich schließlich um ein voll funktionsfähiges Tablet. Selbst die kindgerechte Hülle ist dabei ein Vorteil. Sie liegt sehr gut in der Hand und verleiht dem Tablet eine interessante Haptik. Und da auch Eltern nicht frei von Fehlern sind, ist es doch gut zu wissen, dass im Zweifelsfall das Tablet ein wenig mehr geschützt ist.

Aber warum dann nicht einfach das normale Fire HD 8 kaufen, das Amazon sogar günstiger anbietet? Ein paar Apps für die Kids kaufen, eine bunte Schutzhülle dazu und fertig?

Zum einen hat sich Amazon Mühe gegeben, eine wirklich kindgerechte Benutzeroberfläche zu schaffen. Auf ihr haben Kinder wirklich nur Zugang zu Apps, die auch für Kinder geeignet sind. Eltern können die Benutzeroberfläche aber einfach auf die normale Fire-Oberfläche umstellen und es dann wie ein normales Tablet benutzen.

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Zum anderen kommt das Fire Kids Edition mit einer Zwei-Jahre-Sorglos-Garantie: Weil Kinder gerne mal was fallen lassen, tauscht Amazon kaputte Tablets innerhalb von zwei Jahren kostenlos aus. Das ist schon mal super. Der eigentliche Clou ist aber die Flatrate für Apps, Bücher und Filme, die man mit der Kids Edition bekommt.

Im Oktober 2018 kam die mittlerweile achte Generation des Tablets auf den Markt. Sie enthält im Wesentlichen Software-Anpassungen, die Hardware ist nach allem, was wir feststellen konnten, dieselbe.

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Der Free-Time-Startbildschirm wurde überarbeitet, was einigen Nutzern der vorherigen Generationen sauer aufgestoßen ist, da die Kinder ihre Lieblingsapps nicht mehr an vertrauter Stelle vorfanden. Die alten Geräte bekommen nämlich automatisch System-Updates, was grundsätzlich für das Fire spricht. Für Neueinsteiger stellt die achte Generation kein Problem dar und die Benutzeroberfläche ist weiterhin übersichtlich gestaltet.

„FreeTime unlimited“ für Kinder

Der Kindermodus „FreeTime unlimited“ ist im ersten Jahr kostenfrei. Damit kann man unbegrenzt Filme, Bücher und eine Auswahl an Spielen herunterladen. Ist das kostenfreie Jahr abgelaufen, zahlen Prime-Mitglieder 2,99 Euro im Monat, alle anderen 4,99 Euro. Das ist völlig in Ordnung, wenn man bedenkt, was man dafür alles geboten bekommt.

Preiswertes Abo mit viel Auswahl

Denn „FreeTime“ umfasst unzählige kindgerechte Apps und Bücher, die auch inhaltlich mit den Kinder mitwachsen können. Für die Kleinsten sind alle Kinderhelden von „Die kleine Prinzessin“ über „Peppa Wutz“ bis hin zu „Bobo Siebenschläfer“ in Buch- und Videoform vorhanden. Aber auch an die Größeren ist gedacht, „FreeTime unlimited“ richtet sein Angebot an Kinder zwischen drei bis 12 Jahren.

Sollten Sie Angst haben, dass Ihr Kind dank nahezu unbegrenzten Unterhaltungspotenzials ab sofort nur noch am Tablet hängt – keine Sorge: Sie können Bildschirmzeiten festlegen und so den Medienkonsum Ihrer Kinder genau steuern. Außerdem gibt es ein umfassendes Kinderschutzprogramm, das das ungewollte, unerlaubte Herunterladen von Apps, Spielen oder das Einkaufen im Netz verhindert.

Guter Schutz vor unerlaubten Kinder-Einkäufen

Für Eltern ist Amazons Fire Kids Edition ohne Einschränkungen nutzbar. Surfen, Bücher, Spiele und Videos herunterladen, alles kein Problem. Das Tablet ist mit dem eigenen Amazon Konto verbunden, ein Klick und es landen neue E-Books, Videos oder Musikalben auf dem Tablet. Oder, auch das soll ja vorkommen, es werden Toilettenpapier, Windeln oder Sportkleidung eingekauft und in den nächsten Tagen nach Hause geschickt. Schließlich ist Amazon ja vor allem eins: ein Online-Shop für so ziemlich alles, was man kaufen kann.

Ihre bereits über Amazon gekaufte Musik und auch die gekauften Bücher sind auf dem Kinder-Tablet ebenfalls zu finden, so dass im Zweifelsfall auf einen eBook-Reader verzichtet werden kann. Das Amazon Fire Kids Edition ist also ein Tablet für die ganze Familie, mit dem aber insbesondere die Kinder Spaß haben sollen und dürfen.

Dabei hilft auch der kinderfreundliche Webbrowser, der zunächst den Zugriff auf knapp 5000 kindgerechte Webseiten und ausgewählte YouTube-Videos gestattet. Sollte das nicht reichen, können Sie per Klick weitere Webseiten hinzufügen.

Ausstattung und andere Versionen

Technisch ist das Fire HD 8 zwar nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Top-Tablets haben heute mehr Rechenpower, einen besseren Bildschirm und eine bessere Kamera – aber die kosten auch ein Vielfaches.

Für ein Tablet, das vorwiegend von Kindern genutzt werden soll, ist die technische Ausstattung des Fire HD8 Kids Edition mehr als ausreichend. Im Vergleich zu allen anderen getesteten Kinder-Tablets ist sie sogar die mit Abstand beste.

Es gibt auch eine kleinere, günstigere und eine größere, teurere Variante des Kinder-Tablets, die sich nur unwesentlich vom Fire HD 8 unterscheiden.

Amazon Fire 7 Kids Edition

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Das Amazon Fire 7 Kids Edition kommt anstatt mit einem 8-Zoll-Display mit 7 Zoll, die Auflösung beträgt 1024 x 600 statt 1280 x 800 Pixel. Auch beim Speicherplatz hat man mit 16 Gigabyte Grundausstattung eine abgespeckte Variante des 8er Tablets mit 32 Gigabyte, es kann aber ebenfalls auf 256 Gigabyte erweitert werden. Die Akkulaufzeit beträgt 8 Stunden – das Fire HD 8 hält 10 Stunden durch. Im Audiobereich muss man auf Dolby Atmos verzichten und es sind nur Mono-Lautsprecher verbaut. Aus unserer Sicht sind daher die 30 Euro mehr fürs 8er Modell gut investiert. 1 Jahr FreeTime Unlimited und 2 Jahre Sorglos-Garantie sind aber auch beim Fire 7 dabei.

Amazon Fire HD 10 Kids Edition

von 95 Lesern gekauft

Der Kinder-Tablet-Riese Fire HD 10 hat 10,1 Zoll Bildschirmdiagonale und eine Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Die Unterschiede zum 8er Modell sind hier noch geringer als beim 7er. Prozessor und RAM sind mit 1,8 GHz und 2 Gigabyte etwas leistungsfähiger. Ansonsten bekommt man auch hier selbstredend 1 Jahr Free-Time Unlimited und die 2 Jahre Sorglos-Garantie. Wenn Geld egal ist und Sie ein großes, leistungsfähigeres Kinder-Tablet möchten, können Sie hier zugreifen.

Nachteile

Größtes Manko des Fire Kids Edition ist für uns: Der Amazon-Service „FreeTime Unlimited“ hat keine Hörspiele für Kinder im Angebot. Das ist sehr schade, denn ab einem Alter von drei, vier Jahren wird genau diese Hörspiel-Welt sehr interessant. Hörbücher muss man also nach wie vor einzeln kaufen. Schade.

Auch die angebotenen Spiele sind nicht immer überzeugend, gerade für die Kleineren sind viele allzu einfach gestrickt. Aber bei der beinahe unendlichen Auswahl findet sich mit etwas Suchen sicher auch das Richtige für Ihr Kind.

Amazon Fire HD 8 Kids Edition im Testspiegel

Die Tester von Computer Bild (07/2017) lobten die Robustheit und die Sorglos-Garantie für zwei Jahre. Außerdem gefiel das schnelle Arbeitstempo und die gute Akkulaufzeit. Kritisiert wurde hingegen die Bildqualität und das WLAN:

„Im Test überzeugte das Amazon Fire HD 8 Kids Edition mit einem akzeptablen Tempo und einer ordentlichen Akkulaufzeit. Verbesserungsfähig sind jedoch die Bildqualität und der veraltete WLAN-Standard.“

Nicht so begeistert waren die Tester auch von den Kameras. Die sind in der Tat alles andere als berauschend. Aber wer will schon mit einem Tablet Fotos oder Videos schießen?

Auch die Tester von laptopmag.com (07/2017) zeigen sich von der Fire HD8 Kids Edition begeistert.

„The beste child-friendly tablet at any price, Amazon’s Fire HD 8 Kids Edition combines robust parental controls with a durable design, two years of accidental damage protection and a huge free library of popular age-appropriate content. And, unlike on the non-Kids Edition of this same tablet, there are no advertisements on the lock screen.“

Computerbase.de (05/2017) hat sich die Amazon Fire Kids Edition ebenfalls angesehen. Sie hatten das Fire 7 im Test und zeigten sich zwar von Schutzhülle und FreeTime Unlimited angetan, waren jedoch ebenfalls mit der Kamera unzufrieden und stellten kleine Fehler bei der Kontrollmöglichkeit der Eltern fest.

„Auch über das Dashboard hinaus erhalten Eltern eine Fülle von Kontrollmöglichkeiten. Mit dem FreeTime-Webbrowser kann zum Beispiel der Zugriff auf vorher festgelegte Webseiten und Videos beschränkt werden Das System funktioniert jedoch nicht immer zuverlässig.“

Alternativen

Das Amazon Fire HD 8 Kids Edition ist für uns der klare Testsieger, aber es gibt auch noch ein paar andere interessante Kandidaten, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Zwei davon sind für ganz kleine Kinder, eins ist auch für ältere geeignet.

Auch gut Vor allem für kleine Bücherwürmer ist das Tiger Tab eine gute Wahl.

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Wer sich nicht mit Amazons Fire Tablet anfreunden kann, für den ist das Tiger Tab von Odys die beste Alternative. Es ist etwas preiswerter als unser Testsieger, hat aber ein umfangreiches Abo-Modell, so dass sich am Ende die Preise in etwa die Waage halten werden.

Wählen kann man zwischen einem Abo für eine Woche, einen Monat und einem halben Jahr. Der Hersteller verspricht, dass keine automatische Verlängerung des Abos erfolgt. Für drei Euro bekommt Ihr Kind eine Woche lang Zugriff auf über 2.000 Bücher, Hörspiele und Apps, für zehn Euro einen Monat, für 40 Euro sechs Monate. Allerdings bekommt man selbst mit Abo nicht alle Produkte, die im Shop zu finden sind, kostenlos. Gegebenenfalls entstehen also weitere Kosten – und damit wahrscheinlich regelmäßige Diskussionen mit dem Nachwuchs.

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Ohne das Abo erschöpft sich der Spielspaß tatsächlich relativ schnell. Denn es gibt ein paar installierte Apps, die die Testkinder allerdings restlos begeisterten und auch uns ab und zu zum Tablet greifen ließen – aber es sind eben nur sehr wenige, und die sind eher was für jüngere Kinder.

Außerdem gibt es einige Bücher zum selbst- oder vorlesen lassen. Die Auswahl ist allerdings sehr beschränkt. Damit man schon mal sieht, was man für ein abgeschlossenes Abo so geboten bekommt, gibt es Probekapitel, die die Kinder anschauen und lesen können. Im Anschluss wird dann gefragt, ob die Vollversion gekauft werden soll. Dies ist glücklicherweise nicht ohne Zutun der Eltern möglich, andererseits führt das sicherlich zu jeder Menge Quengeleien. Mit der Flatrate von Amazon bei unsrem Favoriten kann man sich das sparen.

Auf dem Tiger Tab von Odys ist das Betriebssystem Android 6.0 installiert. Die fast Vierjährige hatte keinerlei Probleme sich auf dem Tablet zurecht zu finden. Sollten Sie mehrere Kinder mit dem Tablet spielen lassen wollen, können Sie für jedes ein eigenes Profil anlegen.

Auch die Nutzungszeiten können Sie mithilfe eines Timers bestimmen. Der Elternmodus, von dem aus Sie die Einstellungen überwachen, ist sehr übersichtlich gehalten. Sie können hier bestimmte Apps, Bücher, Filme oder Hörbücher ihren Kindern zuweisen – interessant vor allem für Eltern mit unterschiedlich alten Kindern.

Auch das Tiger Tab kommt mit einer Schutzhülle, die sehr gut in der Hand liegt, allerdings weniger robust wirkt als die unseres Testsiegers.

Geheimtipp Das Kurio Tab Advance kann alles, was es können soll. Es hat eine gute Größe, angenehme Haptik, tolle Auflösung und 25 vorinstallierte Apps.

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Auch das Tab Advance von Kurio kann sich sehen lassen. Es ist gut verarbeitet und Auflösung und Bedienungsfreundlichkeit erfüllen – im Gegensatz zu vielen Konkurrenten – die heutigen Standards. Es ist schnell und reagiert super, System-Updates werden automatisch erkannt und nach Bestätigung durchgeführt. Das Design wirkt modern und mit der Schutzhülle hat es eine angenehme Haptik. Zu Beginn riecht das Gerät leider noch sehr nach Chemie.

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25 Apps sind bereits auf dem Tablet vorinstalliert, die erstmal keine Langeweile aufkommen lassen. Der Content der Spiele und Lernsoftware wird außerdem durch bekannte Figuren wie Biene Maja oder die Gummibärenbande unterstützt. Im Kurio Kids Store können weitere Spiele nach kurzer, unkomplizierter Anmeldung sowohl gratis als auch kostenpflichtig erworben werden. Dazu lädt man ein Guthaben an Spielmünzen auf, ein Abo ist nicht erforderlich.

Der Elternmodus besteht aus einem übersichtlichen Menü, in dem man genaue Zeiten und Webfilter für den Schützling einstellen kann. Das Kind hat dann nochmal einen extra Account. Die Benutzeroberfläche wirkt bunt und freundlich, damit können Kinder bis 7 Jahre durchaus Spaß haben.

Für die ganz Kleinen Nicht wirklich ein Tablet, aber es sieht so aus und ist für die Kleinsten ein schönes Spielzeug.

Das Tablet von Ravensburger ist für Kinder ab neun Monate gedacht. Das könnte unserer Meinung nach noch etwas früh sein, immerhin müssen die Knöpfe auf diesem Tablet schon etwas kräftiger gedrückt werden. Auch das viele Blinken könnte in zu jungem Alter noch überfordernd sein. Unsere Empfehlung: Ab 14 Monaten sind die meisten Kinder in der Lage, mit dem Ravensburger Tablet Spaß zu haben. Am Ende aber kennen Sie Ihr Kind am besten.

Das Ravensburger-Tablet ist für die Kleinsten gedacht. Töne richtig zuordnen oder die Bilder erkennen – ein Riesenspaß.

So vielseitig wie ein „richtiges“ Tablet ist das Ravensburger natürlich bei weitem nicht. Verschiedene Tierlaute können gehört und nachgeahmt werden. Dieses Feature ist sicher für die Zweijährigen interessanter, aber eine muhende Kuh oder ein grunzendes Schwein sorgten bei unseren Testkindern ebenfalls für große Begeisterung. Nebenbei erfahren die Kleinen einiges über verschiedene Bauernhoftiere. Auch das Hören von Musik und Spiele mit verschiedentlich aufblinkender Punkten gibt es.

Für die Eltern wirklich nervenschonend: Das Kinder-Tablet schaltet sich nach fünf Minuten ohne Benutzung automatisch ab. Leider verabschiedet es sich dabei jedes Mal mit einem lauten „Tschüß“ – und macht damit im Zweifelsfall die Kinder erst wieder so richtig auf das Spielzeug aufmerksam.

Mitwachsend Hier wird es so schnell nicht langweilig. Dieses Tablet wächst mit dem Kind – zumindest anfangs.

von 47 Lesern gekauft

Das CDG57 von Fisher Price will spielerisch Wissen vermitteln. Dafür gibt es drei Stufen, das Tablet wächst also ein wenig mit dem Wissenstand der Kinder mit. Von „Spaß haben“ über „Spielen“ bis „Lernen“ ist alles abgedeckt. Der Hersteller empfiehlt das Tablet für Kinder ab 12 Monaten.

Ein wenig nervtötend ist es für Eltern sicherlich, dass jeweils nach dreimal Drücken auf der Tastatur ein Lied ertönt. Aber das Tablet ist ja für Kinder und nicht für Eltern gemacht. Und sowohl unser Anderthallb- als auch die Dreijährige waren jedes Mal sehr erfreut, wenn die Musik einsetzte. Auch die blinkenden Lichter am Tabletrand wurden begeistert kommentiert. Das CDG57 fordert die Kinder auf, wie ein Frosch zu hüpfen oder wie ein Löwe zu brüllen, was immerhin ein bißchen Bewegung in die Sache bringt.

Außerdem können Buchstaben gelernt und Geräusche abgespielt werden. Beim „Lernspass Tablet“, wie das CDG57 auf Amazon auch genannt wird, ist der Name also tatsächlich Programm. Und für gerade mal 15 Euro macht man mit dem Tablet von FisherPrice nichts falsch.

Außerdem getestet

Yuntab Q88

Das Yuntab Kinder-Tablet wirkt weitgehend baugleich mit dem Alldaymall Kinder-Tablet, allerdings unterscheiden sie sich bei der Software doch ein wenig. Während beide eine relativ schlechte Kamera und die selbe Menüoberfläche haben, hat das Yuntab ein noch älteres Android-Betriebssystem. Der integrierte Browser ist auf voreingestellte Seiten beschränkt und sehr langsam. Wenn Sie Ihren Kindern den Zugang zum Internet so unattraktiv wie möglich gestalten wollen, dann ist dieses Tablet also eine gute Wahl.

Auch die wenigen vorinstallieren Apps, der Taschenrechner für die Elternkontroll-App und ein Malprogramm können nicht überzeugen. Das Malprogramm stürzte bereits nach wenigen Zügen ab und das Yuntab muss neu gestartet werden.

Weitere Spiele können Sie herunterladen, ohne ein Google-Konto zu besitzen. Allerdings sollten Sie keinen großen Spielspaß erwarten. Dafür ist das Tablet zu alt und zu langsam.

VTech Smart Tablet

Keine Preise gefunden.

Das Vtech Smart Tablet ist ein Tablet für die Allerkleinsten, die noch kein echtes Tablet bedienen können. Allerdings ist diese Version auch für die Allerkleinsten schon ein echter Langweiler. Verschiedene Knöpfe sorgen für das immer gleiche Blinken, es gibt kaum Kommunikation und unsere Testkinder verloren nach wenigen Minuten die Lust am Spiel. Auch die vier verschiedenen Lieder konnten nicht fesseln, außerdem ist der rotblinkende Bildschirm sehr viel kleiner als bei den anderen Tablets.

VTech KidiCom Max

Das VTech KidiCom Max ist eigentlich eher eine Art Spiel-Smartphone, deshalb hat es auch einen wesentlich kleineren Bildschirm. Doch wie bei den Tablets gibt es verschiedene Spiele und Apps, zehn sind bereits installiert. Mit einem Google-Account können mehr heruntergeladen werden. Die Bildqualität lässt dabei etwas zu wünschen übrig, doch Spaß kann man auch mit diesem Gerät haben. Die Benutzeroberfläche ist auf jeden Fall kindgerecht. Allerdings ist der Preis nicht gerechtfertigt, da die Apps nicht wirklich überzeugen und längerer Spielspaß fraglich ist.

Warum Eltern den Medienkonsum ihrer Kinder einschränken sollten

Wilfried Brüning meint es ernst. Der Medienpädagoge aus Deutschland rüttelt Eltern gnadenlos wach. Denn er hat eine Mission: Er will Kinder vor der „Verblödung“ retten, die laut ihm die neuen Medien mit sich bringen können.

Statt einer Playstation sollten Eltern ihren Kindern lieber eine Kanufahrt schenken, findet Wilfried Brüning. Foto: Wavebreak Media, Thinkstock

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Von Angela Zimmerling

So schnell werden die anwesenden Eltern diesen Abend nicht vergessen. Denn während des Vortrages von Wilfried Brüning über den Medienkonsum von Kindern können sich die Eltern nicht einfach zurücklehnen. Statt einer Theorieabhandlung zu Erkenntnissen aus der Hirnforschung startet der deutsche Medienpädagoge sein Plädoyer für weniger Medienkonsum der Kinder, indem er die Eltern Aufgaben mit Tennisbällen, Zitronen und Luftschlangen bewältigen lässt. Seine Botschaft: Wer nur bereits vorgedachtes passiv konsumiert, lernt weniger als jene, die mit allen Sinnen einer Beschäftigung nachgehen.

Medienkonsum unbedingt einschränken

Wilfried Brüning will den Schweizer Eltern ans Herz legen, dass die neuen Medien sehr wohl einen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben. „Wir müssen die Bildschirmmedienzeit unserer Kinder begrenzen“, appellierte er mehrmals während des Vortrages, den der Verband Elternbildung Schweiz organisierte.

Konkret heisst das:

  • Kinder unter drei Jahren sollten nicht fernsehen und keine Computerspiele oder andere virtuelle Spiele nutzen.
  • Für Kinder im Kindergartenalter genügen 30 Minuten Medienkonsum (Fernsehen, DVD, Computerspiele, Konsolen-Spiele, Chat-Foren) pro Tag.
  • Primarschulkinder sollten sich mit 60 Minuten Medienkonsum pro Tag zufrieden geben.
  • Für ältere Kinder sind 90 Minuten am Tag noch vertretbar.

Statt einer Playstation sollten Eltern ihren Kindern lieber eine Kanufahrt schenken. Statt Kinder nach der Schule fernsehen zu lassen, sollten sie sie in den Wald schicken. „Hören Sie auf, Ihre Kinder in Watte einzupacken“, sagt der Medienpädagoge und Filmregisseur, der viele Jahre in der offenen Jugendarbeit tätig war. Auch wenn Eltern Angst vor unwirschen Reaktionen ihrer Kinder haben: „Ihre Kinder werden Sie weiterhin lieben, auch wenn die Spielkonsole nicht unter dem Weihnachtsbaum liegt“. Kindern den Fernseher oder das Computerspiel zu verbieten, falle Eltern besonders schwer, weil sie häufig selbst gern einmal vor dem Fernseher entspannen.

Hoher Medienkonsum: negativ für die Entwicklung der Kinder

Seine Argumente für die Begrenzung des Medienkonsums untermauert Brüning mit Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Übermässiger Bildschirmkonsum wirke sich negativ auf die Entwicklung der Kinder aus. Ihre Gehirne seien einfacher strukturiert, die Ausbildung von Metakompetenzen wie Teamfähigkeit oder Kreativität werde verhindert, die Reifung der kindlichen Psyche werde beeinträchtigt und das Lernen werde schwieriger. Brüning warnt: „Wir sind gerade dabei, unseren Kindern die Kindheit zu stehlen.“

In einem Videoausschnitt stellt er den zuhörenden Eltern die Kinder Daniel und Robert vor. Daniel ist beim Fussballspielen draussen auf der Wiese zu sehen, Robert spielt virtuell Fussball mit der Konsole vor dem Fernseher. Daniels Gehirn läuft auf Hochtouren, denn der Hörsinn muss mit dem Gleichgewichtssinn in Verbindung treten, die Reaktionsgeschwindigkeit mit dem Bereich, der die Fehlentscheidungen korrigiert. Fast alle seine Sinne sind im Einsatz.

Videospieler verlernen Geduld haben

Zudem lernt er beim Training, Geduld zu haben bis ein Tor fällt. Er lernt, sich in einer Gruppe zu integrieren und noch viel mehr. Robert dagegen lernt das nicht. In Roberts Gehirn entwickelt sich kein hochaktives Netzwerk. Er muss lediglich geradeaus sehen, geradeaus hören und seine Finger bewegen. Die inaktiven Gehirnzellen können absterben.

Später sehen wir Daniel, der zuvor draussen Fussball gespielt hat, bei den Hausaufgaben. Er ist sehr geduldig, denn das ist er vom Fussballspielen gewohnt. Er weiss, dass er sich anstrengen und nicht alles sofort klappen muss. Die Kompetenzen, die er während des Fussballspielens erworben hat, nützen ihm auch für das Lernen. Robert dagegen verzweifelt an seinen Hausaufgaben. Er verlernt durch das Videospielen, wie geduldig er sein muss und wie viel Anstrengung es kostet, um die Aufgaben zu lösen.

Kein Fernsehen nach der Schule

Ein hoher Medienkonsum sei negativ für die Entwicklung unserer Kinder, sagt Wilfried Brüning. Foto: Angela Zimmerling

Ähnlich wie Videogamer Robert ergeht es Kindern, die Fernsehen schauen. Wilfried Brüning empfiehlt, direkt nach der Schule kein Fernsehen zu schauen, sondern erst in den Abendstunden. Der Medienkonsum nach der Schule bewirkt, dass sich die Kinder später nicht auf Hausaufgaben konzentrieren können. Das neue Wissen, das Kinder in der Schule erlernt haben, kann nicht verarbeitet und im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. „Bevor wir unseren Kindern erlauben, den Fernseher einzuschalten, müssen wir uns die Frage stellen: Wie viel Zeit der Nicht-Entwicklung wollen wir unseren Kindern zumuten“, sagt Brüning.

Er betont, er wolle die neuen Medien nicht verteuufeln. Vielmehr will er Eltern dazu bewegen, den schädlichen Medienkonsum einzuschränken. Ein „Ja, aber“ lässt Brüning nicht gelten. Auch wenn Eltern zu ihm kämen und ihm erklären würden, dass ihr Sohn trotz Videospielen gut in der Schule sei und auch im realen Leben Fussball spiele, halte er dagegen: „Es gibt so viele Beispiele, bei denen das nicht klappt.“

Gehirn kann Defizite ausgleichen

Weniger radikal sieht es der Neuropsychologe Lutz Jäncke. „Ich halte es für falsch, ein Medium zu verteufeln, nur weil es negative Folgen haben kann“, sagte er in einem Bericht gegenüber dem Beobachter. Der Artikel greift die steile These des Hirnforschers Manfred Spitzer auf. Dieser vertritt in seinem Buch „Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen“ die These, dass Computer dumm machen, die Geräte „Lernverhinderungsmaschinen“ sind, die genauso süchtig machen wie Heroin.

Laut einem Bericht konnte bisher allerdings nicht bewiesen werden, ob beispielsweise intensive Computernutzung im Kindesalter zu irreversiblen Schäden im Gehirn führt. Zwar werden bei der Computernutzung andere Hirnareale aktiviert als beim Spielen oder Lernen. Doch Lutz Jäncke ist sich ziemlich sicher, dass unser Denkorgan auf die neuen Herausforderungen reagieren wird. „Ich bin über­zeugt, dass das Gehirn sich von so etwas nicht aus dem Konzept bringen lässt.“ Und noch mehr: Zahlreiche Studien belegen mittlerweilen, dass verpönte Ballergames bestimmte wahrnehmungsgebundene und kognitive Fähigkeiten verbessern. So operieren Chirurgen, die regelmässig gamen, bei Bauchspiegelungen schneller und zuverlässiger als nicht gamende Kollegen.

Kinder lassen sich leichter ablenken

Doch bei einem Punkt bezüglich digitaler Mediennutzung sind sich die Experten weitgehend einig: Wer ohne Vorwissen im Internet google, könne Wichtiges nicht von Unwichtigem trennen, sagt etwa Martin Korte, Professor für Neurobiologie an der Technischen Universität Braunschweig gegenüber dem Beobachter. Denn das Gehirn lerne Neues, indem es auf altem Wissen aufbaue. „Wer nichts weiss, lernt auch nichts dazu.“

Hinzu komme bei Kindern und Jugendlichen, so Lutz Jäncke von der Uni Zürich, dass bei ihnen der Stirnlappen im Gehirn noch nicht ausgereift sei. Sie liessen sich noch schneller ablenken. „Die Gefahr, den ständigen Verlockungen zu erliegen und somit Aufmerksamkeitsstörungen zu entwickeln oder süchtig zu werden, ist umso grösser“, so Jäncke. Laut den Experten haben die Kinder und Jugendlichen zudem Mühe, den Computer nach einer gewissen Zeit wieder auszuschalten.

Medienkonsum von Büchern ist sinnvoll

Für bedenkenlos hält Medienexperte Brüning hingegen den Medienkonsum von Büchern, Hörspielen oder Musik. Sie regten die Kreativität und Fantasie an. Auch Computer gehören seiner Meinung nach dazu, wenn sie vor allem für die Recherche im Internet oder für schulische Zwecke genutzt werden. Gegen Lernprogramme hat er nichts einzuwenden. Als Filmregisseur kann er als Alternative zu Computer- und Videospielen Digital- und Videokameras empfehlen. Damit könnten Kinder kreativ werden und ihr eigenes Fotobuch oder einen Kurzfilm erstellen.

Weitere Informationen zum Medienkonsum

  • Auf der Webseite www.jugendundmedien.ch gibt es viele Tipps zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen.
  • Der Medienpädagoge Wilfried Brüning ist auch Autor des Filmes „Wege aus der Brüllfalle“: www.wege-aus-der-bruellfalle.de
  • Veranstaltungen von Elternbildung Schweiz finden Sie unter elternbildung.ch

Kinder und Computer – wie viel Medienzeit ist gesund?

5 Tipps für Eltern: Worauf achten beim Thema „Kinder, Computer und Medienzeiten“?

Per Klick gelangen Sie zu den ausführlichen Tipps: anzeigen

  • Medienzeiten nach Alter und Nutzung unterscheiden
  • Medien vor allem sinnvoll nutzen
  • Kind und Computer – auf eine geschützte Umgebung achten
  • Über alle Gefahren im Internet sprechen
  • Vorbild sein

Kinder & Medien: Wie sieht es zu Hause aus?

Wir von scoyo haben Eltern gefragt, wie ihre Kinder Medien nutzen dürfen. Das Ergebnis: Eltern geraten unter Druck, wenn es um die Mediennutzung geht. In jedem dritten Haushalt belasten Konflikte über den Umgang mit dem Computer das Familienleben.*

Außerdem wollten wir wissen, wie Eltern die Mediennutzung handhaben. Geben sie Regeln vor? Die Studie zeigt, dass 95 Prozent der Befragten* „voll und ganz“ der Meinung sind, dass die Computerzeit begrenzt sein sollte.

Unsicherheit dagegen herrscht bei der Frage, wie eng Eltern ihre Kinder beim Umgang mit Computer und Laptop begleiten sollten: 71 Prozent der Befragten meinen, Kinder zwischen 6 und 12 Jahren sollten den Computer nur im Beisein ihrer Elter nutzen. Immerhin 41 Prozent sind jedoch der Ansicht, dass Kinder auch alleine Zeit vor dem Computer verbringen sollten, um eigene Erfahrungen zu sammeln.

5 Tipps vom Experten: Worauf Eltern achten sollten, wenn es um Kinder und Computer geht

Wir haben den Medienpädagogen und Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Norbert Neuss um Rat gefragt. Prof. Neuss leitet den Studiengang „Bildung und Förderung in der Kindheit“ der Universität Gießen und ist Gründungsmitglied und Beisitzer im Vorstand des Blickwechsel e.V.. Er hat zahlreiche medienpädagogische Forschungsprojekte und Publikationen veröffentlicht und ist selbst Vater von zwei Kindern, die in die vierte und fünfte Klasse gehen.

In dem Interview haben sich vor allem fünf Tipps des Medienexperten als wertvoll und wichtig herauskristallisiert:

Tipp 1: Zeiten festlegen – je nach Alter und Nutzung ein bestimmtes Budget

Regeln aufstellen, z. B. mit einem Eltern-Kind-Vertrag:

Prof. Dr. Norbert Neuss empfiehlt Eltern, mit ihren Kindern feste Zeiten zu vereinbaren, in denen Medien wie Fernsehen, Computer und Internet genutzt werden können. „Am wirksamsten sind solche Regeln, wenn sie gemeinsam ausgehandelt werden“, sagt der Pädagoge.

Folgende Mediennutzungszeiten geben einen Orientierungswert für verschiedene Altersklassen:

  • 4 – 6 Jahre: ca. 20-30 Minuten pro Tag
  • 7 – 10 Jahre: ca. 30-45 Minuten pro Tag
  • 11 – 13 Jahre: ca. 60 Minuten pro Tag

„Bei Heranwachsenden ab 14 Jahren kann das Bewusstsein für die medialen Aktivitäten durch ein gemeinsam verabredetes Medienbudget pro Woche geschärft werden“, sagt Prof. Neuss. Dabei bringe es aber nichts, Medien einfach zu verbieten, ohne die Freizeit anders zu füllen.

„Man muss die Computernutzung im Zusammenhang mit anderen Bedingungen des Aufwachsens von Kindern betrachten. In einer erlebnisarmen, autodominierten Lebenswelt erzeugen Medien einen großen Reiz“, fasst der Experte die Faszination, die von Medien ausgeht, zusammen. „Zeitliche Einschränkungen sind richtig, wenn Kindern dann auch ansprechende Handlungsalternativen angeboten werden“, so Neuss.

Mediennutzung – Wie viel Zeit ist für Kinder und Jugendliche ok?

Wer kennt das nicht: Vor dem Bildschirm kann man viel Zeit verbringen und diese auch schnell einmal vergessen. Auch für Kinder und Jugendliche ist das Surfen, Chatten und Spielen sowie die Nutzung des Smartphones sehr reizvoll. Doch wie viel Mediennutzung ist in Ordnung? Diese Frage stellen sich die meisten Eltern und verbinden mit dieser gleich noch ganz andere Themen: Hobbys, Freundschaften, Hausaufgaben, Abhängigkeiten, Spielsucht und viele mehr. Doch jedes Kind geht anders mit den digitalen Medien um – je nach Lebenssituation, Umfeld und damit auch Vorbildern, kann die Motivation für die Nutzung eine andere sein. Ein pauschale Antwort oder konkrete Zeitvorgaben für eine „gesunde“ Nutzungsdauer gibt es somit nicht. Was es aber gibt sind hilfreiche Tipps und Empfehlungen sowie Richtlinien zur Mediennutzung und -dauer.

Alle Bildschirmgeräte berücksichtigen

Kinder und Jugendliche verbringen nicht nur Zeit vor dem Computer sondern auch beim Fernsehen, mit Spielkonsolen, Tablets oder dem Smartphone. Daher sollten Sie die gesamte Nutzungsdauer digitaler Medien, die sogenannte Bildschirmzeit, im Blick haben.

Mediennutzung begrenzen – aber sinnvoll

Eine Vereinbarung von Zeitkontingenten ist in jedem Fall sinnvoll und verringert wiederkehrende Diskussionen und Streit. Vorteile bringt ein Wochenbudget mit sich, also eine festgelegte Anzahl an Stunden, die ihr Kind innerhalb einer Woche vor dem Bildschirm verbringen darf. Zum einen ist es nicht zielführend, wenn das Kind z.B. bei einer Informationssuche im Internet mittendrin den Computer ausschalten soll. Zum anderen hat es so die Möglichkeit, die Zeiten flexibel einzuplanen und auch einmal Stunden aufzusparen, z.B. für einen längeren Film oder ein Computerspiel mit Freunden. Auf diese Weise fördern und fordern Sie gleichzeitig die Eigenverantwortung des Kindes bei der Einteilung seiner Medienzeiten. Ein tägliches, starres Zeitkontingent hingegen „zwingt“ die Kinder eher, die Zeit dann auch sofort zu nutzen weil sie ansonsten verfällt. Gleichzeitig werden die Medien durch diese Verknappung zu etwas Besonderem und bekommen somit eine Rolle im Alltag der Kids, die sie eigentlich gar nicht haben sollten.

Welche Bildschirmzeiten sind angemessen?

Die folgenden Zeiten sind Mittelwerte aus verschiedenen Empfehlungen (s. Quellenhinweise). Sie können Ihnen als Richtwerte dienen, sollten aber zudem im Zusammenhang mit der gesamten Lebenssituation festgelegt werden. Vor allem sollte berücksichtigt werden, wieviel Mediengebrauch in einer Familie üblich ist.

Alter empfohlene Bildschirmzeit pro Tag
0-3 Jahre am besten gar nicht
3-6 Jahre 30 min
6-9 Jahre 60 min

ab 10 Jahre ist keine Empfehlung mehr möglich, da sich hier die Nutzungsmuster stark unterscheiden. Vor allem muss die Nutzung für schulische Zwecke aus möglichen Nutzungszeiten wieder heraus gerechnet werden.

Kontrolle ist gut – Vertrauen aber auch

Um die Übersicht über das Zeitkontingent zu bewahren helfen bei den Kleinen optische Hilfsmittel wie Murmeln, die für eine bestimmte Minutenzahl stehen und entsprechend nach und nach aufgebraucht werden dürfen. Bei den Größeren können normale oder auch Eieruhren eingesetzt werden. Neben diesen Hilfsmitteln kann auch eine Software wie die Salfeld Kindersicherung eingesetzt werden. Hier können unterschiedliche Zeitlimits gesetzt werden oder Eltern können einfach nur prüfen, ob Vereinbarungen eingehalten worden sind. Alle diese technischen Hilfsmittel sind aber kein Ersatz für eine zwischen Ihnen und dem Kind besprochene Vereinbarung. In erster Linie kommt es auf die Medienerziehung an, auf eine Vertrauensbasis und für das Kind verständliche und klare Regeln- natürlich immer angepasst an das jeweilige Alter. Keinesfalls sollten solche technischen Fristen und Sperren heimlich eingerichtet werden.

Anlass und Gesamtsituation berücksichtigen

Die Nutzungsdauer sollte nicht ganz unabhängig vom Anlass bzw. der Art der Nutzung gesehen werden. Es ist ein Unterschied, ob ein Kind sich mit der Recherche für Hausaufgaben beschäftigt, Online spielt, mit Freunden kommuniziert, kreativ tätig ist oder sich von einer TV-Serien berieseln lässt. Aber auch beim Fernsehen muss zwischen wertvollen und weniger empfehlenswerten Inhalten unterschieden werden. Hat das Kind Interesse an anderen, ausgleichende Beschäftigungen, Zeit für Freunde, Sport usw., ist die Ausgangssituation ein andere, als wenn der Computer und/oder der Fernseher einen übergroßen Stellenwert für das Kind hat und dauerhaft im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Zeigen Sie Interesse – und gewinnen Sie Vertrauen

Gerade kleine Kinder sollten in bei der Mediennutzung begleitet werden. Sehen Sie sich Fernsehsendungen gemeinsam an. Nur so haben Sie die Möglichkeiten mit Ihrem Kind über das Gesehen zu sprechen und auch ggf. zu helfen, wenn es Zusammenhänge nicht versteht oder möglicherweise Szenen als beängstigend empfindet. Dasselbe gilt für die Nutzung des Computers und des Internets. Machen Sie erste Schritte gemeinsam und interessieren Sie sich bei den etwas älteren Kindern dafür, was genau sie mit Medien machen, welche Seiten sie im Internet besuchen und oder welche Spiele sie mögen. Probieren sie diese ruhig selbst aus. So verbringen Sie nicht nur gemeinsame Zeit sondern haben die Chance, gleich auf mögliche Gefahren hinzuweisen.

Bildschirmfreie Zeiten – attraktives Alternativprogramm und gemeinsame Zeit

Ausreichend Zeit für die für Schule und eine ausgewogene Freizeitgestaltung sollten in jedem Fall vorhanden sein. Hobbys und soziale Kontakte außerhalb der digitalen Welt sind wichtig – nicht nur für Kinder. Zudem sollten Regeln aufgestellt, wann Smartphone & Co. ausgeschaltet werden, z.B. beim Essen, bei den Hausaufgaben und vor dem Schlafen gehen. Auch ein bildschirmfreier Tag für die ganze Familie kann eingeführt werden. So könnte man sonntags beispielsweis einen gemeinsamen Spiele- oder Ausflugstag einrichten, lesen, chillen oder was gerade für das jeweilige Kind in seiner Altersklasse attraktiv ist.

Wann wird es zu viel?

Auch auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Das Verhalten des Kindes muss in Gesamtkontext gesehen und vor allem auf Veränderungen geachtet werden. Ein temporäres Verlangen nach mehr Zeit kann mit einem neuen, spannenden Spiel zusammenhängen und muss nicht gleich bedenklich sein oder zu einer Anhängigkeit führen. Wenn Sie als Eltern aber merken, dass Ihr Kind sich verändert, seine Pflichten, wie z.B. die Hausaufgaben nicht mehr erfüllt, andere Aktivitäten, Hobbys oder seine Freunde vernachlässigt. Wenn dies der Fall ist oder Sie unsicher sind, ob Ihr Kind gefährdet oder gar abhängig ist, kann Ihnen die Checkliste von klicksafe.de für eine erste Einschätzung helfen.
Klicksafe.de rät dazu professionelle Hilfe zu suchen, falls drei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet werden und die die Merkmale bei Ihrem Kind über einen längeren Zeitraum auftreten.

  • Haben sich die Bildschirmzeiten stetig gesteigert?
  • Hat Ihr Kind die Kontrolle über die Zeit vor dem Bildschirm verloren?
  • Kreisen die Gedanken Ihres Kindes stets um Computer, Konsole, Handy oder Internet auch während anderer Beschäftigungen?
  • Spielt, chattet oder surft es teilweise bis spät in die Nacht?
  • Zieht Ihr Kind sich zunehmend von Familie und Freunden zurück?
  • Fällt es Ihrem Kind häufig schwer, aufzuhören oder die Bildschirmzeiten zu begrenzen, sei es auch nur tageweise?
  • Wirkt Ihr Kind nervös, gereizt oder depressiv, wenn es auf Computer, Konsole, Handy oder Internet verzichten muss?
  • Verdrängen digitale Angebote frühere Interessen oder Hobbies, haben sich schulische Leistungen deutlich verschlechtert?
  • Verzichtet Ihr Kind auf Mahlzeiten, um zu Spielen, zu Surfen oder das Handy zu nutzen?
  • Hat Ihr Kind stark zu- oder abgenommen? Ist es übermüdet?
  • Verbringt Ihr Kind trotz erkennbarer negativer Folgen immer mehr Zeit vor dem Bildschirm?
  • Nutzt Ihr Kind Konsole, Internet oder Handy vermehrt dazu, Gefühle wie Ärger oder Wut abzubauen oder Probleme zu verdrängen?

Zu guter Letzt: Vorbild sein

Sie als Eltern sollten sich unbedingt Ihrer Vorbildfunktion bewusst sein! Gibt es auch bei Ihnen bildschirmfreie Zeiten? Ist das Smartphone beim gemeinsamen Essen dabei? Können Sie die neu eingehende Nachricht auf Ihrem Smartphone ignorieren, wenn Sie gerade im Gespräch mit Ihrem Partner oder Kind sind? Gehen Sie mit Ihren eigenen Nutzungsgewohnheiten kritisch um und verlangen Sie nichts, was Sie nicht selbst umsetzen können.

Eine kostenlose Testversion der Kindersicherung (für Windows-PCs und Android Handys) finden Sie unter .

Claudia Spohr, Dipl. Betriebswirtin, ist zertifizierter Internet Medien Coach (TÜV, Verein SICHERES NETZ HILFT e.V.), Unternehmerin, tätig in der IT-Branche sowie als Referentin, Trainerin und Autorin. Sie ist Mutter von 2 Kindern. Die Salfeld GmbH beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Kinder- und Jugendschutz Lösungen. Software wie die Salfeld Kindersicherung f&uumlr den PC sowie die Android App f&uumlr Mobilgeräte bieten umfangreiche Einstellungen für geregelte Nutzungszeiten und sicheres Surfen.

Smartphone-Sucht: Wie viel Handy am Tag ist gesund?

Doch dazu muss es gar nicht erst kommen, denn einer Smartphone-Sucht kann man mit einfachen Mitteln vorbeugen – beispielsweise mit einem „Digital Detox“. Das bedeutet: kein Handy, kein Laptop, kein Internet für eine bestimmte Zeit. Bei so einer „digitalen Entgiftung“ geht es darum, etwas Abstand zum Medienkonsum zu bekommen, um dadurch wieder entspannter durch den Alltag zu gehen. Gewohnheiten zu ändern, ist natürlich nicht immer einfach. Ein großer Teil der Handysucht resultiert jedoch aus dem „sozialen Druck“, immer gleich auf Textnachrichten antworten zu müssen. Und genau das ist ein erster Ansatzpunkt für eine Umstellung. Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, mit denen eine achtsamere Smartphone-Nutzung gar nicht so schwerfällt:

  1. Kleine Kommunikationspausen einlegen
    Was passiert, wenn man nicht immer sofort auf eine gerade eingegangene Nachricht antwortet, sondern beispielsweise nur einmal pro Stunde seine Mails und WhatsApps checkt? Einfach mal ausprobieren! Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass das für die anderen überhaupt kein Problem ist. Denn: Freunde bleiben Freunde, auch wenn man nicht direkt zurückschreibt. Fortgeschrittene können die Zeitspanne Stück für Stück verlängern – nicht unbedingt dauerhaft, aber immer mal wieder.
  2. Mit sich selbst Verstecken spielen
    Ein Problem ist häufig, dass das Handy ständig griffbereit liegt. Dabei kann es schon helfen, das Gerät in eine Schublade zu packen, damit man es nicht dauernd sieht. Mit der Zeit gehen die Gedanken dann auch nicht ständig zum Display. Und warum nicht mal probieren, ohne Handy einkaufen zu gehen? Die Welt wird sich weiterdrehen. Auch das Stummschalten (ohne Vibration!) des Smartphones ist ein erster Schritt, nicht dauernd abgelenkt zu werden
    .
  3. Ab und zu mal „retro“ sein
    Ja, viele Apps sind nützlich – es gibt aber auch einige, die gar nicht nötig sind. Einen Wecker, eine Uhr und einen Kalender hat man meistens auch als reale Gegenstände parat. Es ist eine gute Übung für die bewusste Handynutzung, häufiger mal wieder auf die „echten“ Dinge zurückzugreifen, statt die digitalen Funktionen des Smartphones zu nutzen.
  4. Clevere „Digital Detox“-Apps nutzen
    Es mag paradox klingen, aber es gibt tatsächlich Apps, die dabei helfen, die Handynutzung besser zu organisieren oder gar zu vermindern. Apps wie Quality Time, Menthal oder Offtime helfen bei der Selbsterkenntnis. Sie ziehen am Ende des Tages Bilanz über die Nutzung. Die App 7Mind führt durch Meditationen und hilft beim Stressabbau, Forest: Stay Focused sperrt diverse Telefonfunktionen für einen selbst definierten Zeitraum.
  5. Das richtige Maß finden
    Grundsätzlich sollte man sich immer wieder klarmachen, dass es möglich ist, für gewisse Zeitabschnitte ohne Smartphone auszukommen, und dass es absolut legitim ist, gelegentlich nicht erreichbar zu sein. Ruhepausen sind wichtig fürs eigene Wohlbefinden, doch komplett auf das Handy verzichten muss deswegen keiner – die richtige Dosis macht es eben aus.

Österreicher nutzen ihr Mobiltelefon bereits mehr als drei Stunden pro Tag

  • Smartphone-Penetration in Österreich steigt auf 94 Prozent
  • Handynutzung liegt bei mehr als drei Stunden pro Tag
  • 93 Prozent surfen mit ihrem Smartphone im Web
  • Kreditkarte ist bevorzugtes Zahlungsmittel derer, die mobile Payment nutzen
  • 68 Prozent der Smartphone-Nutzer suchen & vergleichen Preise am Handy
  • 40 Prozent der Smartphone-User schauen mindestens einmal pro Woche Videocontent am Handy
  • 48 Prozent der Smartphone-Nutzer nutzen im stationären Handel über Strichcodes angebotene Infos

Satte 94 Prozent der Österreicher nutzen laut dem Mobile Communications Report 2017 der Mobile Marketing Association Austria und MindTake Research aktuell ein Smartphone. 93 Prozent der Österreicher surfen mit ihrem Smartphone regelmäßig im Internet – in der Altersgruppe 15 bis 29 Jahre sind es sogar 100 Prozent. Die tägliche Handynutzung liegt in Österreich bei mehr als drei Stunden, wobei ein Ost-West-Gefälle zu beobachten ist: In Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland und der Steiermark wird täglich 3,3 Stunden und in Wien täglich 3,1 Stunden mit dem Handy interagiert. In Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg greift man 3,0 Stunden pro Tag zum Mobiltelefon. 88 Prozent der Österreicher haben sich laut MMA-Studie mittels Vertrag an einen Mobilfunknetzbetreiber gebunden, die restlichen 12 Prozent telefonieren und surfen mit Wertkarten. Die meistgenutzten Smartphone-Funktionen hierzulande sind – und zwar in dieser Reihenfolge – Telefonieren, Fotografieren, Instant Messaging wie WhatsApp, im Web Surfen, E-Mails checken & senden sowie die Wecker-Funktion. Leicht im Aufwind ist in Österreich übrigens auch die Nutzung von Tablets: 2016 surften 58 Prozent mit Tablets im Web, 2017 liegt der Wert bereits bei 62 Prozent.
„Der Siegeszug des Smartphones ist hierzulande unaufhaltsam: 94 Prozent der Österreicher nutzen Smartphones und 93 Prozent bewegen sich mit ihrem mobilen Devices auf die eine oder andere Art im Internet. Noch dynamischer entwickelt sich der Markt der Connected Devices: Die Penetration von Wearables hat sich innerhalb der vergangenen drei Jahre verdreifacht“, erklärt Andreas Martin, Präsident der Mobile Marketing Association Austria und Studienleiter des Mobile Communications Report 2017.

Sicherheit bei App-Download ist vermehrt ein Thema

Was die auf dem Smartphone installierten Betriebssysteme anbelangt, ist ein klarer Trend erkennbar: Android ist mit einen Marktanteil von 65 Prozent (2016: 61 Prozent) weiter im Aufwind. Apple iOS hält mit 23 Prozent (2016: 22 Prozent) seine Marktposition. Windows verliert mit 3 Prozent (2016: 5 Prozent) ein wenig an Boden. Exakt 30,4 Apps hat der durchschnittliche Smartphone-Nutzer aus Österreich installiert, davon sind 1,6 Apps kostenpflichtig. Interessant ist im Zusammenhang mit Apps auch, dass heimische Smartphone-Nutzer bei der Installation von Apps zunehmend auf Sicherheitsaspekte achten: So geben 55 Prozent an, dass ihnen bei der App-Installation die Sicherheit wichtig ist (2016: 51 Prozent). Wenig Freude haben mobile Websurfer, wenn Websites nicht mobil optimiert sind (37 Prozent) und wenn der Bildschirm zu klein ist (33 Prozent). Nur mehr bedingt ein Dorn im Auge sind den Österreichern die Kosten für Datenroaming im Ausland: Im Vorjahr klagten noch 36 Prozent der Befragten über die hohen Roaming-Kosten, heuer ärgern sich nach dem Aus für Roaming-Gebühren im EU-Raum im Juni nur mehr 15 Prozent darüber.

Mobile Werbung wird immer mehr von Video Ads geprägt

Ein Rundumblick in den öffentlichen Verkehrsmitteln trügt nicht: Das Smartphone wird von den Österreicher immer öfter als Abspielstation für Bewegtbildinhalte genutzt. 40 Prozent der Smartphone-Nutzer schauen mindestens einmal pro Woche gezielt Videos am mobilen Device. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala sind witzige Videos („virale Videos“), gefolgt von Musikvideos, Tutorials bzw. Erklärvideos, Trailer von Kinofilmen und News aller Art. Vorgelagerte Pre-Rolls, also Werbespots vor den eigentlichen Videoinhalten, sind für die Video-Fans längst normal: 53 Prozent der Nutzer von Bewegtbild-Content begegnen auf Streaming-Diensten wie YouTube häufig Werbebotschaften. Und auch in den Sozialen Netzwerken (61 Prozent der Nutzer von Social-Media-Diensten), auf den mobilen Websites von Tageszeitungen (33 Prozent der Smartphone-Nutzer) und auf der Website des E-Mail-Dienstes (27 Prozent der Smartphone-Nutzer) werden die User häufig mit mobiler Werbung konfrontiert.

Mobile Shopping wird immer beliebter

Die Bereitschaft zum Mobile Shopping nimmt in Österreich weiter zu: 68 Prozent der heimischen Smartphone-Nutzer suchen oder vergleichen mit ihrem mobilen Device Preise (2016: 60 Prozent), 66 Prozent suchen mit dem Handy Filialen oder Geschäfte (2016: 59 Prozent) und 64 Prozent verfolgen ihren Bestellstatus über ihr mobiles Device (2016: 53 Prozent). Auch was entsprechende M-Commerce-Apps anbelangt, sind die Österreicher besser ausgestattet, als noch vor einem Jahr: Die Amazon-App haben 74 Prozent der App-User (2016: 64 Prozent) und die willhaben-App 68 Prozent (2016: 60 Prozent) auf ihrem Smartphone installiert. Die M-Commerce-Topseller bei den weiblichen Smartphone-Nutzern in Österreich sind mit 61 Prozent Bekleidung und Schuhe, die Topseller bei den Männern sind mit 44 Prozent elektronische Geräte. Beliebtestes Zahlungsmittel der heimischen Mobile Shopper bleibt die Kreditkarte mit 47 Prozent (2016: 43 Prozent), gefolgt von der Online-Überweisung mit 41 Prozent (2016: 38 Prozent) und PayPal 37 Prozent (2016: 38 Prozent).

Smartphone ist auch für stationären Handel wichtiges Werbetool

Parallel dazu ist das Smartphone auch für den stationären Handel ein wichtiges Werbemedium: Schließlich nutzen 65 Prozent Smartphone-Nutzer das Handy beim Einkauf, recherchieren 36 Prozent während des Einkaufs Produkte und Preise, informieren sich 23 Prozent über Aktionen im betreffenden Handelsunternehmen, holen sich 24 Prozent Produktinfos und nutzen 22 Prozent eine Einkaufsliste am mobilen Endgerät. Bei der Nutzung von Einzelhandels-Apps belegen Hofer, Billa und Merkur die Stockerlplätze, während dm und Bipa auf Platz 4 und 5 zu finden sind.

„Viele Branchen wie etwa der Handel sind gefordert, zu handeln. Wenn schon 68 Prozent der Österreicher am Smartphone Preise suchen und vergleichen, gilt es, die richtige Antwort parat zu haben und als Marke den richtigen Auftritt zu schaffen“, erklärt Harald Winkelhofer, Präsident der Mobile Marketing Association Austria.

Technologien wie Bluetooth, NFC und GPS werden häufiger genutzt

Weitere spannende Details aus dem Mobile Communications Report 2017: 97 Prozent der heimischen Smartphone-User nutzen für den Webzugang ein WLAN. 53 Prozent haben die Push-Funktion in Apps aktiviert (2016: 45 Prozent). Die Bluetooth-Funktion haben 79 Prozent der Befragten in Verwendung, 77 Prozent nutzen die GPS-Funktion zur Navigation bzw. Routenplanung und 13 Prozent haben bereits einmal die Near-Field-Communication-Funktion (NFC) verwendet.

„Ganze drei Stunden nutzt jeder Österreicher durchschnittlich sein Smartphone pro Tag. Als wir den Mobile Marketing Report vor sechs Jahren zum ersten Mal durchgeführt haben, war das Handy in erster Linie noch zum Telefonieren da und daneben war die SMS die meistbenutzte Funktion. Heute sind Fotografieren und Instant Messaging die meistgenutzten Zweitfunktionen und darüber hinaus hat sich das Smartphone in fast alle Lebensbereiche integriert – vom Einkaufen über das Reisebüro bis hin zum Smart-Home und Fitnesstrainer. Das Handy ist überall dabei,“ erklärt Klaus Oberecker, Managing Partner MindTake Research.

Die Studie Mobile Communications Report 2017 wurde in Kooperation zwischen der MMA Austria und MindTake Research mithilfe des Online-Panels von MindTake Research im Frühjahr/Sommer 2017 durchgeführt. Unter Einhaltung bestimmter Quoten wurden repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 1.007 österreichische Internet-NutzerInnen zwischen 15 und 69 Jahren befragt.

Holen Sie sich jetzt den Mobile Communications Report!

Der Mobile Communications Report 2017 wurde mithilfe des Talk Online Panels von MindTake Research im Frühjahr/Sommer 2017 erhoben. Repräsentativ für die österreichische Bevölkerung wurden 1.007 österreichische Internet-NutzerInnen zwischen 15 und 69 Jahren befragt. Interessenten können die umfangreiche Studie ab sofort um 4.600 Euro unter [email protected] anfordern.

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