Clomifen einnahme wann eisprung

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Wann kommt es zum Eisprung nach der Einnahme von Clomifen

Die Wirkung des Arzneimittels Clomifen ist auf die künstliche Stimulation (Induktion) des Eisprungs ausgerichtet. Das Arzneimittel ist eine nichtsteroidale Triarylethylene-Verbindung. Clomifen erhöht effektiv die Fruchtbarkeit der weiblichen Geschlechtsorgane und damit die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Das Arzneimittel wird für die Normalisierung des Hormonspiegels bei verschiedenen Störungen verordnet. Die Frauen können von der Frage besorgt werden, wann kommt es zum Eisprung nach Clomifen?

Die Norm des Antritts des Eisprungs

Die Dosierung von Clomifen wird individuell verordnet. Eine unbedingte Voraussetzung für die Einnahme des Arzneimittels ist die Anfangsphase des Zyklus am 2-4 Tag, spätestens am 5. Tag.

Normalerweise kommt es zum Eisprung am 5. Tag der Einnahme von Clomifen. Der Prozess muss mit Hilfe von einer Ultraschalluntersuchung kontrolliert werden. Es werden die Messung der Basaltemperatur und ein Bluttest verwendet, welcher den Östrogenspiegel misst.

Der späte Eisprung

Beim längeren Mangel an Eisprung werden zunächst die Arzneimittel verordnet, um die Menstruation hervorzurufen. Danach werden die Arzneimittel für 5 Tage verschrieben, welche den Eisprung fördern.

Man soll sich keine Sorgen machen, wenn es zum Eisprung nach der Einnahme von Clomifen nicht kommt. Eine normale Follikelreifung erfolgt zwischen dem 5. und dem 10. Tag, durchschnittlich in einer Woche. Zur Menstruation kommt es nach dem Eisprung am 14-16 Tag.

Es gibt Fälle, wenn die Follikelreifung spät – am 10-23 Tag nach dem Anfang des Menstruationszyklus – erfolgt. Es ist wichtig, eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen, um die Wirksamkeit des Arzneimittels zu bestimmen.

Wenn es zu keinem Eisprung kommt

Wenn es nach dem Ablauf einer erforderlichen Zeitperiode zur keinen Menstruation kommt, wird die Durchführung von Untersuchungen und Analysen zur Feststellung der Schwangerschaft verordnet. Was passiert, wenn es zum Eisprung nach der Einnahme von Clomifen nicht kommt?

Bei einem negativen Ergebnis wird die Tagesdosis des Arzneimittels von 50 mg bis auf 100 mg erhöht. Die Therapie mit Clomifen wird in sechs Kuren aufgeteilt. Die normale Dosis des Arzneimittels wird bis zu einem maximalen Wert oder bis zur Follikelreifung erhöht.

Die Gebrauchsanweisung für das Arzneimittel enthält eine Warnung vor der Gefahr einer Langzeittherapie. In der Praxis können die hohen Dosen des Arzneimittels bis zu 200-250 mg/Tag verordnet werden. Dies ermöglicht, eine positive Dynamik zu erreichen.

Es gibt Situationen, wenn es bei einer guten Follikelreifung anschließend zu keinem Eisprung kommt. Die Therapie wurde mit der Einnahme von einer streng begrenzen Dosis von hCG (humanes Choriongonadotropin) in der Mitte des Menstruationszyklus ergänzt.

In sehr seltenen Fällen klappt es, nach der ersten Behandlungskur einen vollständigen Eisprung zu erreichen, welcher für die Befruchtung geeignet ist. Die positiven Ergebnisse werden häufiger während der letzten 6. Behandlungskur erreicht.

Die Effektivität des Arzneimittels ist hoch – es kommt zu einem Eisprung nach der Einnahme von Clomifen bei 75% der Frauen, in 50% der Fälle kommt es zu einer Schwangerschaft. Bei 1 von 10 Frauen wird die Entwicklung einer Mehrlingsschwangerschaft beobachtet. Die Verwendung des Arzneimittels erfordert eine obligatorische Überwachung, fachärztliche Beratungen und die Anpassung der Dosierung.

Kategorie: Informationen über Clomifen

Clomifen

0 (0) Autor: Dr. Elmar Breitbach – Zuletzt bearbeitet am: 21. Aug 2017 @ 16:20 Literatur und Quellennachweise

Clomifen (Dyneric, Pergotime, Clom50, Clomhexal etc.) ist ein Medikament, welches als Tablette eingenommen wird. Es bewirkt sehr zuverlässig eine Eizellreifung an den Eierstöcken. Der Vorteil dieses Medikaments ist zweifellos die einfache Gabe als Tablette, weshalb es in vielen gynäkologischen Arztpraxen das erste Mittel der Wahl darstellt.
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Wirkmechanismus des Clomifen

Wirkweise ist immer noch nicht eindeutig geklärt. Man vermutet, dass das Medikament der Hirnanhangsdrüse „vorgaukelt“, im Körper werde zu wenig Östrogen produziert (=Antiöstrogene Wirkung). Die Reaktion der Hirnanhangsdrüse darauf ist die vermehrte Ausschüttung von Follikelstimulierendem Hormon (FSH), wie bereits in „Grundlagen des weiblichen Hormonzyklus“ beschrieben.

Das FSH wirkt nun direkt auf die Eierstöcke und das Wachstum der Follikel wird dadurch angestoßen oder unterstützt. Daher wird Clomifencitrat vornehmlich bei Frauen mit Störungen des Zyklus eingesetzt.

Für wen ist Clomifen geeignet?

Zur Verbesserung der Fruchtbarkeit ist Clomifen im Grunde genommen für jede Frau geeignet. Auf jeden Fall wird die Ausschüttung der Hormone verstärkt und demzufolge steigt auch das Gelbkörperhormon an. Nach längerem und erfolglosen Probieren ist es daher immer das Mittel der Wahl.

Allerdings kommt das Medikament vor allem bei fehlendem Eisprung oder Störungen der Eizellreifung zum Einsatz. Daher wird es zum Beispiel beim PCO-Syndrom zur Normalisierung des Zyklus verabreicht. Aber auch wenn aus anderen Gründen Hormone gegeben werden müssen, wählt man oft zunächst das Clomifen.

Andere Ursachen der Unfruchtbarkeit sollten zunächst ausgeschlossen werden:

  • Bei längerer Dauer das Kinderwunschs sollten die Eileiter zuvor untersucht werden.
  • Ein Untersuchung der Spermien (Spermiogramm) sollte vorliegen
  • Ein positiver Rölteln-Titer der Frau sollte vorliegen
  • Folsäure zu nehmen und nicht zu rauchen ist als Vorbereitung sicher auch hilfreich.

Einnahme des Clomifen

Üblicherweise wird das Medikament vom 5. bis zum 9. Zyklustag verabreicht. Abweichend davon wird auch gelegentlich vom 3. bis zum 7. Zyklustag behandelt. Dieses recht starre Schema kann entsprechend dem Zyklus der Patientin angepasst werden. Bei einem kurzen Zyklus wird man eher früher mit der Behandlung beginnen und auch Gaben über das übliche 5-Tage-Intervall hinaus sind möglich.

Eine Tablette enthält 50 mg Clomifen. Die Dosierung beginnt meist mit 50 mg täglich und kann bei ungenügender oder ausbleibender Reaktion der Eierstöcke auf bis zu 150 mg pro Tag erhöht werden. Höhere Dosierungen sind nicht sinnvoll.

Bekannt ist, dass statistisch nach 6 Monaten die Erfolgsrate deutlich absinkt. Demzufolge werden mehr als 6 Therapiezyklen nicht empfohlen.

Kontrolle der Behandlung

Wie bei jeder Hormonbehandlung ist eine Kontrolle mit Hilfe des Ultraschalls zu empfehlen. Und zwar vor Beginn der Therapie (Ausschluss von Zysten) und nach erfolgter Clomifen-Gabe. Mit dem zweiten Ultraschall lässt sich die Eizellreifung und der Zeitpunkt des Eisprungs bestimmen.

Schließlich ist auch die Zahl der Eibläschen von Bedeutung, um das Risiko von Mehrlingen zu vermindern. Zumindest bei Dosierungen > 50 mg ist dies dringend zu empfehlen. Auch die Höhe der Gebärmutterschleimhaut sollte dabei beobachtet werden (siehe unten). Darüber hinaus besteht für die Patientin die Möglichkeit mit Hilfe der Methoden der natürlichen Familienplanung (Temperaturmessung, Beobachtung des Gebärmutterhalssekrets) und/oder Verwendung von LH-Teststäbchen den Zeitpunkt des Eisprungs einzugrenzen.

Ist ein reifes Eibläschen erkennbar, wird der Eisprung wenige Tage später eintreten. Oft wird der Eisprung jedoch auch mit einer Spritze ausgelöst.

Nebenwirkungen des Clomifen

Da Clomifenzitrat antiöstrogen wirkt, sind auch typische Beschwerden der Wechseljahre als Nebenwirkungen bekannt:

  • Hitzewallungen
  • Kopfschmerzen
  • depressive Verstimmungen
  • Sehstörungen
  • Augenflimmern
  • Verdauungsstörungen

Bei jeder Behandlung mit Hormonen können ein Überreaktion oder Mehrlinge auftreten. Diese und andere Risiken werden in einem gesonderten Kapitel behandelt.

Die Ausbildung von Zysten ist nach Clomifen häufiger als nach einer Behandlung mit Gonadotropinen (Spritzen).

Nachteile

Die antiöstrogene Wirkungen des Clomifens kann sich gelegentlich auch nachteilig auf den Erfolg der Kinderwunschbehandlung auswirken. So erhöht das Medikament allgemein die Produktion des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und auch des LH. Die erhöhten LH-Spiegel, sind möglicherweise in der Lage, die Eizellqualität zu verschlechtern.

Außerdem hat das Medikament auch eine „anti-östrogene“ Wirkung an einigen Organen. Von besonderer Bedeutung ist dies am Gebärmutterhals, wo das Sekret des Gebärmutterhales zähflüssig werden kann. Die Spermien werden dadurch am Eindringen in die Gebärmutter hindert. Auch die Schleimhaut der Gebärmutter kann von dieser antiöstrogenen Wirkung betroffen sein. Sie baut sich dadurch nicht optimal auf und die Einnistung ist womöglich erschwert. Eine hoch aufgebaute Schleimhaut ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für die Einnistung des Embryos.

Ein weiterer Nachteil ist die lange Halbwertszeit des Wirkstoffs. Einmal in der Blutbahn, lässt sich die hormonelle Stimulation der Eierstöcke nicht mehr steuern. Eine Änderung der Dosis ist nach abgeschlossener Einnahme nicht mehr möglich. Diese Nachteile haben dazu geführt, dass bei der Behandlung des unerfüllten Kinderwunschs zunehmend Spritzen zur Anwendung kommen.

Erfolgsraten

Die Frage „wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, mit Clomifen schwanger zu werden?“ lässt sich nicht beantworten. Man kann für bestimmte hormonelle Probleme mit Statistiken dienen, in denen die Wahrscheinlichkeit für einen Eisprung angegeben wird. Ob jedoch eine Schwangerschaft eintritt, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Vor allem ist das Alter der Frau und das Spermiogramm des Partners zu nennen. Da diese und viele andere Faktoren sich bei jedem Paar unterscheiden, kann man die Frage meist noch nicht einmal annähernd beantworten.

Clomifen in Kürze

  • Clomifen wird als Tablette verabreicht
  • Es wirkt direkt auf die Hirnanhangsdrüse.
  • Clomifen ist Mittel der ersten Wahl beim PCO-Syndrom.
  • Es wird über 5 Tage verabreicht.
  • Eine Überwachung der Behandlung durch den Arzt ist anzuraten.
  • Von mehr als 6 Behandlungszyklen wird abgeraten
  • Die Nebenwirkungen sind auf die antiöstrogene Wirkung zurückzuführen

Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
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Eine Hormonbehandlung
schafft Bedingungen,
die Ihr Wunschkind braucht

„Warum helfen Hormone, schwanger zu werden?“

Hormone stimulieren die Eizellreifung und den Eisprung.

Bei der natürlichen Befruchtung oder Insemination helfen Hormone, die Fruchtbarkeit der Frau zum optimalen Zeitpunkt zu erhöhen. Mithilfe des Hormons Clomifen z. B. wird die Eizellenreifung in der ersten Zyklushälfte angeregt und die Reaktion des Körpers darauf gefördert. Mit einer Ovulationsspritze kann der Eisprung gezielt ausgelöst werden. So können wir genau festlegen, zu welchem Zeitpunkt der Geschlechtsverkehr sinnvoll ist bzw. die Durchführung der Inseminationsbehandlung erfolgen muss.

Behandlung

Tabletten (Clomifen, ca, 5 Tage lang) oder tägliche Hormonspritzen, die sich die Patientin nach entsprechender Anleitung durch das Praxispersonal selbst verabreichen kann. Mithilfe mehrmaliger Bluttests im Laufe des Zyklus bestimmen wir die Hormonwerte der Eierstöcke und kontrollieren die Eizellreifung (zusätzliche Ultraschallmessung). Den Zeitpunkt für die den Eisprung auslösende Spritze legen Ihre behandelnden Ärzte fest.

Hormone helfen, mehrere reife Eibläschen gleichzeitig auszubilden

Die Chancen einer künstlichen Befruchtung (mit IVF oder ICSI) erhöhen sich, wenn mehrere reife Eibläschen gleichzeitig zur Verfügung stehen. Mithilfe körpereigener Hormone, sogenannter Gonadotropine, regen wir das Wachstum der Follikel (Eibläschen) an.

Der Eisprung wird wie bei den vorgenannten Verfahren durch eine Ovulationsspritze zu einem ärztlich festgelegten Zeitpunkt ausgelöst. Unmittelbar vor dem Eisprung werden durch eine Punktion der Eibläschen die darin enthaltenen Eizellen abgesaugt.

Behandlung
Die Hormone werden durch Selbstinjektion unter die Haut verabreicht. Unser Praxispersonal zeigt Ihnen, wie das geht. Die Spritze, die den Eisprung auslöst, können Sie sich ebenfalls selbst injezieren.

„Welche Hormone werden zur Kinderwunschbehandlung eingesetzt?“

Clomifen – regt die Bildung körpereigener Hormone an

Clomifen täuscht dem Körper einen Östrogenmangel vor, der die Eierstöcke über die körpereigenen Steuerhormone (den Gonadotropinen LH und FSH) zu stärkerer Hormonproduktion anregt. Dadurch kommt es zu einem verbesserten Wachstum der Eibläschen (Follikel). Eine Stimulation mit Clomifen erfolgt zwischen dem 2. und 5. Zyklustag. Die Frau nimmt fünf Tage lang täglich 1-2 Tabletten ein (die individuelle Dosierung wird ärztlich festgelegt).Eine Ultraschallkontrolle vor dem Eisprung überprüft, ob mehrerer Eibläschen gereift sind. So kann das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft rechtzeitig erkannt werden. Clomifen wird eingesetzt, um den Zyklus für eine natürlich entstehende Schwangerschaft (Geschlechtsverkehr) oder eine Insemination zu optimieren.

Nach maximal sechs Zyklen wird die Behandlung mit Clomifen abgesetzt. Ist in diesem Zeitraum keine Schwangerschaft eingetreten, kann danach nicht mehr mit einer Steigerung der Schwangerschaftschancen gerechnet werden. Die Therapie wird dann eventuell mit einem anderen Verfahren fortgesetzt.

Gonadotropine – kurbeln die Reifung der Eibläschen an

Gonadotropine werden eingesetzt, wenn z. B. die Reaktion der Eierstöcke oder der Gebärmutterschleimhaut auf die Stimulation mit Clomifen unzureichend war. Gondatropine helfen vor allem, mehrere Eizellen gleichzeitig reifen zu lassen – was für eine künstliche Befruchtung mit IVF oder ICSI erforderlich ist. Die in der Kinderwunschbehandlung eingesetzten Gonadotropine entsprechen in Struktur und Wirkung den körpereigenen Hormonen LH und FSH. Die Dosierung wird von uns für jede Patientin individuell festgelegt und richtet sich nach dem jeweiligen Behandlungsziel und den erhobenen klinischen und laborchemischen Befunden.

Gelbkörper (Gestagene) bauen die Gebärmutterschleimhaut auf

In den ersten Wochen der Schwangerschaft stabilisiert das Gelbkörperhormon die Schwangerschaft. Das Gelbkörperhormon wird von den im Eierstock verbliebenen Resten des Eibläschens produziert. Ein Mangel an Gelbkörperhormonen lässt sich im Labor oft nicht ausreichend früh erkennen. Deshalb unterstützt man bei einer Kinderwunschbehandlung die Gelbkörperphase nach dem Eisprung zur Vorbeugung. Dafür werden künstliche, körperähnliche Gelbkörperhormone über die Vagina eingeführt oder gespritzt. Eine andere Möglichkeit ist die Anregung der körpereigenen Gelbkörperhormonproduktion durch das Hormon HCG.

Stimulation mit Hormonen: Ja oder nein?

In unserer Praxis setzen wir die Hormonstimulation aufgrund möglicher Nebenwirkungen oder Risiken für die Patientin und das Kind nur vorsichtig ein. Dank der neuesten Medizintechnik brauchen wir für eine erfolgreiche Behandlung heute wesentlich weniger Eizellen als früher und können das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften so reduzieren. Manche Patientinnen vertragen aus gesundheitlichen Gründen keine zusätzliche Hormontherapie. Deshalb erfolgt die Hormonvergabe nur individuell und in ständiger Abstimmung mit Ihrem Kinderwunschspezialisten. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, alle Therapien auch ohne oder mit nur geringem Einsatz von Hormonen durchzuführen.

Mehr Informationen dazu finden Sie auch unter IVF-Naturelle®, einem Kompetenznetz, dem wir angehören.

Was, wenn der Körper selbst zu viele Hormone produziert?

Manche Hormone unterstützen den Zyklus, andere stören ihn massiv. Deshalb untersuchen wir Ihren Hormonhaushalt und Ihre Schilddrüse und gleichen eine unregelmäßige Hormonproduktion medikamentös aus.

Zu viele männliche Hormone lösen das PCO Syndrom aus.

Frauen mit unregelmäßigen Zyklus haben oft zu viele männlichen Hormone im Blut. Am häufigsten ist dies bei Patientinnen mit sogenanntem PCO-Syndrom (Polyzystische Ovarialsyndrom) der Fall. Eine Überproduktion von männlichen Hormonen stört den Zyklus und sorgt dafür, dass es nicht zum Eisprung kommt. Die Eierstöcke zeigen im Ultraschall ein Bild mit vielen kleinen unreifen Eibläschen an. Daher der irreführende Name „polycystisch“. Zwischen 5 und 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter dem PCO- Syndrom, das sich äußerlich durch vermehrten Haarwuchs oder Akne äußert. In unserer Therapie senken wir die Menge der männlichen Hormone und beheben so nicht nur die Zyklusstörungen, sondern auch die damit verbundenen belastenden Nebenwirkungen.

Zu viele männliche Hormone fördern Übergewicht und Insulinresistenz

Patientinnen mit zu vielen männlichen Hormonen neigen zu Übergewicht, das eine Insulinresistenz auslösen kann. Die Insulinresistenz kann sich später zu Diabetes mellitus weiterentwickeln. Das heißt, der Körper braucht mehr Insulin, um die Zuckermoleküle in die Zelle zu bringen. Da Insulin indirekt Einfluss auf die zentralen Steuerungsmechanismen der Eierstöcke hat, führt der Insulinüberschuss zu Zyklusstörungen. In manchen Fällen ist eine Korrektur des Übergewichts für den Kinderwunsch notwendig. Wir unterstützen Sie dabei medikamentös, um Ihnen die Gewichtsabnahme zu erleichtern.

Prolaktin stört den Zyklus

Prolaktin wird aus der Hirnanhangdrüse ausgeschüttet und ist u.a. für die Milchproduktion in der Stillzeit notwendig. Manche Patientinnen haben jedoch auch außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit einen erhöhten Prolaktinspiegel aufgrund von Stress, Medikamenten (insbes. Psychopharmaka). In seltenen Fällen ist ein gutartiger Tumor der Hirnanhangdrüse der Grund. Die Folge: Zyklusstörungen, die sich jedoch medikamentös korrigieren lassen.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse gefährdet Schwangerschaft und Baby

Auch die Schilddrüse als wichtiges Steuer- und Immunsystem kann zum Störfaktor für Zyklus und Schwangerschaft werden, wenn sie nicht richtig funktioniert. Eine Schilddrüsenunterfunktion gefährdet sogar die geistige Entwicklung Ihres Babys! Deshalb untersuchen und korrigieren wir die Funktion Ihrer Schilddrüse, bevor wir mit der Kinderwunschbehandlung beginnen. Mit einer Schilddrüsenuntersuchung lässt sich auch die häufig verbreitete Autoimmunkrankheit „Hashimoto“ feststellen. Sie kann während der Schwangerschaft zur Fehlgeburt führen.

Hormonelle Stimulation

Hormone können einerseits verabreicht werden, um einen unregelmässigen Zyklus zu stabilisieren. Andererseits sollen sie die Reifung der Eizellen unterstützen und den Eisprung auslösen.

Zur Stimulation der Eierstöcke werden die Hormone verwendet, die auch der Körper selbst produziert (Gonadotropine). Im allgemeinen beginnt die Behandlung am dritten Zyklustag, d.h. am dritten Tag der Monatsblutung. Meist gibt es eine nahezu schmerzfreie Injektion unter die Haut in die Bauchdecke, die Sie sogar selbst durchführen können. Die Medikamente stehen z.T. aber auch in Tablettenform (z.B. Clomifen) zur Verfügung. Einige Präparate enthalten zwei Hormone, nämlich LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon). Nicht immer ist jedoch LH zur Zyklusstimulation notwendig. Viele Frauen bilden selbst genug davon. In diesem Fall steht reines FSH zur Verfügung. Die Wirksamkeit der Stimulationsbehandlung wird einige Tage später durch Ultraschall- und Blutuntersuchungen kontrolliert. Die Hormon-Dosis wird entsprechend dem Erfolg angepasst.

Sobald die gewünschte Anzahl von Eibläschen (Follikel) vorliegt, in der Regel maximal drei, folgt der nächste Schritt: Es wird der Eisprung ausgelöst (Ovulationsinduktion). Das geschieht durch eine Injektion mit dem Hormon hCG. Die Ovulation ist ca. 30 Stunden später zu erwarten. Nach dem Eisprung wird schon vorsorglich die Gelbkörperphase hormonell unterstützt (v.a. mit dem Gelbkörperhormon Progesteron, aber auch mit Östrogenen und hCG), um eine Einnistungsstörung zu vermeiden.

Anschliessend kann es zur Befruchtung kommen – entweder durch Geschlechtsverkehr am selben und am nächsten Tag oder mit Hilfe der Insemination am Tag nach der HCG-Gabe.

Nach vier bis sechs erfolglosen Zyklen wird meist der nächste Schritt in der Sterilitätsbehandlung begonnen, also die Befruchtung ausserhalb des Körpers, die in-vitro-Fertilisierung ( IVF ).

Weitere Informationen zu den angesprochenen Hormonen

Letzte Aktualisierung : 03-04-18, BH

Das Leben von Eugénie Lefevre scheint perfekt zu sein – beruflich und privat. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Wirtschaftsstudiums in Berlin hat die gebürtige Französin, die ihren echten Namen nicht in der Zeitung lesen will, in einer Großbank in Frankfurt Karriere gemacht. Auch ihr Ehemann Victor arbeitet dort. Mit dem Kauf einer Eigentumswohnung im Westend wächst bei den beiden der Wunsch, eine Familie zu gründen. Deshalb setzt Eugénie Lefevre im Alter von 27 Jahren die Pille ab.

Ingrid Karb

Blattmacherin in der Rhein-Main-Zeitung.

  • F.A.Z.

Als sich die Periode nicht gleich wieder einstellt, beunruhigt sie das noch nicht. Nach einigen Monaten bittet sie dann doch ihren Frauenarzt um Rat. Er empfiehlt ihr ein pflanzliches Mittel. Sechs Monate lang schluckt sie die Tabletten – ohne Erfolg. Der Frauenarzt zeigt sich besorgt und überweist sie an einen Endokrinologen, also einen Facharzt für Hormonkunde.

Will nicht akzeptieren, als unfruchtbar zu gelten

Der schließt zunächst aus, dass organische Schäden vorliegen, schaut nach, ob Eierstöcke und Gebärmutter in Ordnung sind, stellt sicher, dass sich keine Zysten gebildet haben und keine Wucherung der Schleimhaut, auch Endometriose genannt, vorliegt. Dann verschreibt er Eugénie Lefevre ein Präparat, das bei den meisten Frauen den Hormonhaushalt stimuliert. Bei der Französin wirkt es aber nicht.

Irgendjemand empfiehlt ihr, im Kinderwunschzentrum des Universitätsklinikums vorzusprechen. Zunächst hat Lefevre Hemmungen, dorthin zu gehen. Sie denkt, dort werde ihr eine künstliche Befruchtung empfohlen. Dagegen haben sie und ihr Mann jedoch Vorbehalte. Die Familie ihres Mannes sei streng katholisch und würde das nicht verstehen, sagt sie. Auch will sie nicht akzeptieren, damit als unfruchtbar beurteilt zu werden. Sie sei „pas complet“, denkt sie, nicht vollkommen. Mit ihren Sorgen fühlt sie sich allein gelassen und manchmal auch sehr einsam. Weil sie mit den Antworten der Ärzte unzufrieden ist, wendet sie sich schließlich doch an die Spezialisten der Uniklinik.

„Manchmal gleicht die Arbeit der Kriminalistik“

„Über das Thema wird in der Öffentlichkeit wenig gesprochen, und im Internet kursieren viele Gerüchte“, weiß Nicole Sänger. Die Spezialistin für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin leitet das universitäre Kinderwunschzentrum. „Frauen beziehen das Nicht-schwanger-Werden fast immer auf sich.“ Deshalb sei es wichtig, besonders einfühlsam zu sein. Zu den ersten Gesprächen erschienen die Frauen oft allein, die Männer kämen erst später dazu.

Sängers Patientinnen sind in der Regel älter als Eugénie Lefevre, die mit Ende Zwanzig erstmals vorspricht. Das Durchschnittsalter liegt bei gut 35 Jahren, die ältesten Patientinnen sind Anfang 40. Zwar sind künstliche Befruchtungen das „Hauptgeschäft“ im Kinderwunschzentrum und machen bis zu 70 Prozent der Fälle aus. Aber es gebe noch andere Wege, um Frauen zur Schwangerschaft zu verhelfen, hebt Sänger hervor. Dafür sei jedoch ein guter Spürsinn nötig. „Manchmal gleicht es der Kriminalistik.“

Hormonkreislauf quasi eingeschlafen

Als Lefevre ihren Fall schildert, hat Sänger eine Vermutung, woran es liegen könnte: hypogonadotroper Hypogonadismus. So bezeichnen es Fachleute, wenn die hormonelle Steuerung im Gehirn nicht funktioniert. Ähnliche Symptome treten aber zum Beispiel auch bei Leistungssportlern, Menschen mit Essstörungen und Übergewichtigen auf. Um sicherzugehen, will Sänger für Eugénie Lefevre ein Hormonprofil anfertigen. Geduldig erklärt die Privatdozentin der Patientin, woran es liegen könne, dass sie keinen Eisprung bekomme, und was sie dagegen unternehmen wolle. Lefevre freut sich, endlich Antworten zu bekommen, und fühlt sich gut aufgehoben. Deshalb ist sie auch schnell bereit, alles genau so zu machen, wie es die Ärztin vorschlägt.

Clomifen

So wirkt Clomifen

Hormonelle Regulation der Keimdrüsen

Die Funktion der Keimdrüsen bei der Frau (Eierstöcke) und beim Mann (Hoden) werden vom sogenannten Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-System gesteuert. Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und eine wichtige Steuerzentrale im Hormonsystem. Über den Botenstoff GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon) regt er die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) an, Gonadotropine auszuschütten, also die Hormone LH (Luteinisierendes Hormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon). Diese gelangen mit dem Blut zu den Keimdrüsen und sorgen für deren korrektes Funktionieren: Bei Frauen regen die Gonadotropine die Eizellreifung in den Eierstöcken, den Eisprung (Ovulation) sowie die Bildung der Sexualhormone Östrogen und Gestagen aus. Bei Männern sorgen die Gonadotropine für die Bildung und Reifung der Spermien sowie die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron.

Normalerweise signalisiert der Blutspiegel der Sexualhormone dem Hypothalamus, ob die Hormonproduktion optimal ist, indem die Hormone an bestimmte Andockstellen (Rezeptoren) des Hypothalamus binden.

Ist der Sexualhormonspiegel allerdings zu niedrig, weil die Keimdrüsen zu wenig Hormone produzieren, bleibt diese positive Rückmeldung aus. Über eine gesteigerte GnRH-Ausschüttung aktiviert der Hypothalamus daraufhin die LH- und FSH-Freisetzung in der Hypophyse – die Keimdrüsen steigern die Produktion der Sexualhormone. Im umgekehrten Fall – beispielsweise beim Doping, wo von außen Sexualhormone zugeführt werden, um das Muskelwachstum zu stimulieren – reduziert die Hirnanhangdrüse als Reaktion auf die erhöhten Spiegel die Gonadotropinausschüttung stark, um die körpereigene Sexualhormonproduktion zu senken, damit sich wieder normale Spiegel einstellen.

Clomifen behebt Störung

Eine Störung dieses hormonellen Systems im Bereich von Hypothalamus und Hypophyse kann bei Frauen unter anderem zu ausbleibender Regelblutung und fehlendem Eisprung führen. Dann können Wirkstoffe wie Clomifen verabreicht werden: Clomifen blockiert die Andockstellen für Sexualhormone an Hypothalamus und Hypophyse, ohne sie zu aktivieren. Dadurch wird dem Körper, obwohl ein „normaler“ Spiegel an Sexualhormonen vorhanden ist, ein Mangel vorgetäuscht. Der Hypothalamus reagiert mit erhöhter GnRH-Freisetzung, die Hypophyse mit gesteigerter LH- und FSH-Freisetzung. Die Eierstöcke erhalten also den Befehl, mehr Sexualhormone herzustellen, um den vorgespielten Mangel zu beheben. Die damit erreichten erhöhten Östrogenspiegel führen zum Eisprung oder die erneut einsetzende Regelblutung.

In Männern wird Clomifen ohne Zulassung („off-label“) zum Doping eingesetzt, um bei externer Testosteronzufuhr die körpereigene Produktion aufrecht zu erhalten.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Clomifen

Der Wirkstoff Clomifen wird nach oraler Einnahme rasch im Darm aufgenommen, die höchsten Blutspiegel stellen sich vier bis sieben Stunden nach der Einnahme ein. Die Zeit, bis der Wirkstoff zur Hälfte ausgeschieden ist, ist mit fünf Tagen sehr lange. Der Wirkstoff wird zum Teil in der Leber abgebaut, verlässt aber größtenteils unverändert den Körper mit dem Stuhl.

Wie? und Wie lange? wirkt clomifen nach?

danke für deine antwort,
also ich wurde anfang des jahres ss. im märz in der 11 ssw das herzstillstand und fg mit as
seit her will es nicht mehr klappen.
laut den gyn`s (hab seit der fg,paar mal gewechselt) sagenimmer alles ist super, verstehen das gar nicht eigendlich müsste es klappen, sollen es weiter versuchen.
nun bin ich beim gyn der mir clomifen verschrieben hat.damit ich weiss wann mein es ist,und sich die chancen erhöhen.
1xtägl. 1 tabl. a 50mg / einnahme ohne ultraschall kontrollen.
hatte stark darauf reagiert, anzeichen einer überstimu.
vermute einen es gehabt zu haben,laut zx. und weil ab einem gewissen tag( an dem die schmerzen am stärksten waren und das brennen) die symptome langsam wieder weniger wurden.
hatte 4 tage positiven ovu
nun hab ich immer noch symptome. sst negativ.
pickel,brustwarzen schmerzen+steif,brust zieht,ul geschwollen,ul zwickt und zwackt,manchmal übel, muss oft pipi,kopfschm,stimmungsschwankungen etc.
heute zt 24 vermute es an zt 14/15
hoffe das zeug hört bald auf zu wirken. deshalb meine frage…
hoffe die

Clomifen bei Kinderwunsch

Vor allem für Frauen, die einen unregelmäßigen Zyklus und keinen oder seltenen Eisprung haben, ist Clomifen das Mittel der Wahl, da es indirekt den Eisprung auslösen kann. Auch seine unkomplizierte Anwendung spricht für das Mittel: Fünf Tage hintereinander, beginnend je nach Zykluslänge zwischen dem zweiten und fünften Zyklustag, wird jeweils eine Tablette Clomifen eingenommen.

In diesem Artikel lesen Sie:

  • Der Eisprung
  • Wirkung
  • Behandlung
  • Einnahme
  • Wann erfolgt der Eisprung?
  • Wie lange wird Clomifen eingenommen?
  • Nebenwirkungen
  • Schwanger nach Clomifen-Behandlung

Der Eisprung: Voraussetzung für die Befruchtung

Jede Frau trägt seit ihrer Geburt eine große Anzahl an Eibläschen (Follikeln) in den Eierstöcken in sich. Bis zu 100 dieser Eibläschen reifen ab der Geschlechtsreife monatlich in den Eierstöcken heran. Verantwortlich dafür ist das Follikelstimulierende Hormon (FSH), welches in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert wird. Die heranreifenden Eibläschen wiederum schütten das weibliche Geschlechtshormon Östrogen aus, dessen Konzentration kurz vor dem Eisprung normalerweise stark ansteigt.

Der starke Anstieg des Östrogens führt wiederum zu einer vermehrten Ausschüttung des Luteinisierenden Hormons (LH) und des Gestagens Progesteron. Beide lösen gemeinsam den Eisprung aus: Eine, gelegentlich auch mehrere, reife Eizelle löst sich aus dem Eibläschen und wandert im Eileiter in Richtung Gebärmutter. Während dieser etwa zwölf bis 24 Stunden anhaltenden Wanderung kann die Eizelle durch Spermien befruchtet werden.

Wie wirkt Clomifen?

Clomifen ist ein Hormonpräparat (Antiöstrogen), das die Eizellreifung an den Eierstöcken auslösen soll. Es suggeriert der Hirnanhangsdrüse, dass sich im Körper zu wenig Östrogen befindet. Daraufhin schüttet die Hypophyse vermehrt LH und FSH aus. Die verstärkte Ausschüttung dieser beiden Hormone soll dann den Eisprung auslösen.

Wie genau Clomifen im Gehirn wirkt, ist noch nicht restlos geklärt. Wahrscheinlich ist aber, dass in der Hirnanhangsdrüse die Rezeptoren für Östrogen blockiert werden. Weil die heranreifenden Eibläschen das – vermeintlich fehlende – Östrogen produzieren, wird vermehrt LH und FSH ausgeschüttet, um den Reifungsprozess zu beschleunigen und zu verstärken. Dadurch wird der Eisprung stimuliert, das LH löst ihn schließlich bei erfolgreicher Behandlung aus.

Die Methoden der künstlichen Befruchtung im Überblick

Behandlung mit Clomifen

Clomifen kommt im Rahmen einer Fruchtbarkeitsbehandlung zum Einsatz. Es wird beispielsweise bei einem fehlenden Eisprung oder einer Eizellreifestörung eingesetzt. Zudem ist es häufig Teil der ovariellen Stimulationstherapie, die zum Beispiel beim PCO-Syndrom angewendet wird. Unter dem Begriff „ovarielle Stimulationstherapie“ fasst man alle Behandlungsmethoden zusammen, bei denen Hormone verabreicht werden, um das Heranreifen von Eibläschen in den Eierstöcken und einen Eisprung stimulieren. Häufig folgt auf solch eine Stimulation eine Insemination (Samenübertragung). Bevor Clomifen eingesetzt wird, sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Nachweis einer der genannten Funktionsstörungen der Frau per Blutuntersuchung
  • Meidung von Giften wie Nikotin, Alkohol und Drogen
  • Vorliegen eines Spermiogramms des Partners, welches die Zeugungsfähigkeit belegt
  • Einnahme von Folsäure und ggf. Jod
  • Vorliegen eines ausreichenden Röteln-Titers

Der Wirkmechanismus beruht darauf, dass durch das Medikament der Hirnanhangdrüse gemeldet wird, dass im Körper zu wenig Östrogen produziert wird. Die Hirnanhangdrüse schüttet daraufhin vermehrt die eizellstimulierenden Hormone FSH und LH aus.

Ablauf der Behandlung und Einnahme von Clomifen

Der größte Vorteil einer Behandlung mit Clomifen ist die einfache Handhabung: Im Gegensatz zu vielen anderen Präparaten wird das Präparat als Tablette eingenommen; Spritzen sind nicht erforderlich.

Wann und wie beginnt die Behandlung?

Meist erfolgt die Behandlung über einen Zeitraum von fünf Tagen hinweg und mit der Einnahme von 50 Milligramm/Tag. Beginn der Behandlung (also die Einnahme der ersten Clomifen-Tablette) ist in der Regel zwischen dem zweiten und fünften Zyklustag, also vom:

  • 2. bis 6.,
  • 3. bis 7.,
  • 4. bis 8. oder
  • 5. bis 9. Zyklustag

wird Clomifen eingenommen. Die genaue Dosis wird zuvor vom Arzt festgelegt, in der Regel wird täglich eine Tablette mit 50 Milligramm eingenommen. Knapp die Hälfte aller behandelten Frauen bekommt durchschnittlich durch die Einnahme von Clomifen einen Eisprung. Spricht die Behandlung nicht an – sprich: es findet in dem Behandlungszyklus kein Eisprung statt –, kann die Dosis auf 100 oder sogar 150 Milligramm Clomifen täglich erhöht werden. Die Chancen auf Erfolg der Behandlung sinken damit aber auch kontinuierlich. Aufgrund der niedrigen Erfolgsrate kommt eine Dosierung mit 150 Milligramm Clomifen nur äußerst selten vor.

Wie lange dauert die Behandlung?

Clomifen wird fünf Tage hintereinander eingenommen. Etwa eine Woche nach Einnahme der letzten Tablette sollte bei Erfolg der Eisprung einsetzen. Tritt er 20 Tage nach der Einnahme noch nicht auf, wird die nächste Regelblutung abgewartet oder ausgelöst und nach Beginn des nächsten Zyklus die Behandlung mit Clomifen fortgesetzt.

Während der Einnahme wird das Reifen der Eibläschen vom Arzt überwacht. Das geschieht durch mehrere Ultraschall-Untersuchungen zu Beginn und zum Ende der Einnahmezeit. Dadurch lässt sich die Menge der heranreifenden Eibläschen kontrollieren und die Clomifen-Dosis wird gegebenenfalls angepasst.

Wann erfolgt der Eisprung nach Clomifen?

Wird mit der Einnahme von Clomifen am 3. Zyklustag begonnen, erfolgt der Eisprung meist zwischen dem 12. und 14. Zyklustag. Ab dem zwölften Zyklustag wird außerdem alle zwei Tage eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt, um den Eisprung zu überprüfen. Nur so kann bestimmt werden, ob tatsächlich ein Eisprung stattfindet oder stattgefunden hat.

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Wie viele Zyklen lang kann die Einnahme von Clomifen erfolgen?

Der Körper reagiert sehr individuell und unterschiedlich, häufig auch von Zyklus zu Zyklus, auf Clomifen. Um die Wirksamkeit der Behandlung zu überprüfen, werden deshalb in jedem Einnahme-Intervall die Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt. Außerdem erfolgt jedes Mal eine Blutuntersuchung, bei der die Hormonkonzentration im Blut genau bestimmt wird. Clomifen soll nicht länger als sechs Zyklen angewendet werden. Die Einnahme sollte niemals ohne ärztliche Kontrolle erfolgen!

Clomifen hat Nebenwirkungen

Da während der Einnahme von Clomifen vermehrt Eibläschen innerhalb eines Zyklus heranreifen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft erhöht. Etwa ein Fünftel aller mithilfe von Clomifen entstandenen Schwangerschaften sind Mehrlingsschwangerschaften, meist Zwillinge.

Es kann vorkommen, dass die Schleimhaut des Muttermunds sich so verändert, dass Spermien schlecht durch sie hindurch kommen. In diesem Fall verringert sich die Chance auf eine Schwangerschaft entsprechend. Außerdem ist gelegentlich die Schleimhaut in der Gebärmutter gestört. Es kann also sein, dass sich befruchtete Eizellen nicht einnisten können.

Während der Einnahme von Clomifen kann es außerdem zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Hitzewallungen
  • Unterleibsschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Sehstörungen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Schlafstörungen
  • Hautausschläge
  • Übellaunigkeit
  • Nervosität

In der Regel verschwinden diese unerwünschten Nebenwirkungen innerhalb weniger Tage. Clomifen muss in der Regel deshalb nicht abgesetzt wird.

Schwanger nach einer Clomifen-Behandlung

Die meisten Schwangerschaften, die nach der Einnahme von Clomifen auftreten, verlaufen normal, es gibt kein erhöhtes Risiko für Schädigungen oder Krankheiten. Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten, weshalb eine lückenlose Vorsorge während der Schwangerschaft erfolgen sollte.

Sobald Sie schwanger sind, dürfen Sie Clomifen nicht weiter einnehmen.

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