Checkliste für schwangere

Inhalte

Checkliste − Beruf und Finanzielles vor der Geburt eines Kindes

  • Meldung an den Arbeitgeber
  • Wochengeld beantragen
  • Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen in der Schwangerschaft

Meldung an den Arbeitgeber

Die Arbeitnehmerin muss

  • ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber unmittelbar nach dem Bekanntwerden mitteilen
  • auf Verlangen der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Schwangerschaft und den voraussichtlichen Entbindungszeitpunkt vorlegen
  • die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber innerhalb der 4. Woche vor Beginn der Schutzfrist (in der Regel 8 Wochen vor der Entbindung) auf diese aufmerksam machen
  • die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft verständigen

Wird bei einer Kontrolluntersuchung ein geänderter Geburtstermin festgestellt, so wird empfohlen, die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber darüber zu informieren.

Weitere Informationen zu den Themen „Mitteilungs- und Nachweispflichten“ und „Beschäftigungsverbote vor Entbindung“ finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Wochengeld beantragen

Das Wochengeld muss beim jeweiligen Krankenversicherungsträger beantragt werden. Dazu können die erforderlichen Unterlagen persönlich vorgelegt oder per Post übermittelt werden.

Folgende Unterlagen sind bei einem Antrag auf Wochengeld vor der Geburt erforderlich:

  • Arbeits- und Entgeltbestätigung für das Wochengeld oder
  • bei Bezug von Leistungen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) – Arbeitslosengeld, Notstandshilfe – bzw. von Kinderbetreuungsgeld vor Beginn der achtwöchigen Schutzfrist: „Mitteilung über den Leistungsanspruch“ (Bei Bezug einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz oder von Kinderbetreuungsgeld stellt die auszahlende Stelle die erforderliche „Mitteilung über den Leistungsanspruch“ aus.)
  • Arztbestätigung über den voraussichtlichen Geburtstermin oder im Falle einer vorgezogenen Schutzfrist: Freistellungszeugnis

Tipp

Es ist ratsam, Kopien der Formblätter im Mutter-Kind-Pass anzufertigen, bevor die Originale an den zuständigen Krankenversicherungsträger geschickt werden.

Sollte der Antrag auf Wochengeld erst nach der Geburt erfolgen, sind zusätzlich folgende Unterlagen notwendig:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • bei Frühgeburt, Mehrlingsgeburt oder Kaiserschnittentbindung: Bescheinigung des Spitals
  • Aufenthaltsbestätigung über den Krankenhausaufenthalt

Ausführliche Informationen zum Thema „Wochengeld“ finden sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen in der Schwangerschaft

Der Mutter-Kind-Pass wird an die schwangere Frau ausgehändigt, wenn im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung eine Schwangerschaft festgestellt wird. Die erste Mutter-Kind-Pass-Untersuchung muss grundsätzlich

  • bis zum Ende der 16. Schwangerschaftswoche
  • bei einer Gynäkologin/einem Gynäkologen, einer Allgemeinmedizinerin/einem Allgemeinmediziner, in einem Ambulatorium oder bei einer Schwangerenberatungsstelle oder in der Ambulanz einer Entbindungsabteilung

erfolgen.

Für den Bezug von Kinderbetreuungsgeld müssen die fünf Untersuchungen während der Schwangerschaft und die fünf Untersuchungen in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes korrekt durchgeführt und nachgewiesen werden. Da die Nichtdurchführung einer Untersuchung (oder mehrerer Untersuchungen), verspätete Untersuchungen sowie das Unterlassen des Nachweises der Untersuchungen bei der Krankenkasse zu einer Kürzung des Kinderbetreuungsgeldes (je nach gewählter Leistungsart ab dem 25., 17., 13. oder 10. Lebensmonat) führen, sollten die Untersuchungen unbedingt in den vorgeschriebenen Zeiträumen durchgeführt werden.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Abweichung von den vorgeschriebenen Untersuchungsterminen möglich.

Hinweis

Die Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft, die Hebammenberatung sowie die Hüftultraschalluntersuchungen und die sechste bis neunte Untersuchung des Kindes sind nicht Voraussetzung für die Weitergewährung des Kinderbetreuungsgeldes in voller Höhe.

Das Untersuchungsprogramm für Schwangere findet sich ebenfalls auf oesterreich.gv.at.

Inhaltlicher Stand: 01.01.2020

Abgenommen durch: oesterreich.gv.at-Redaktion

Checklisten für Schwangerschaft,Geburt und erstes Lebensjahr

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Checkliste Baby: Perfekt vorbereitet für die Geburt und die ersten Wochen

Die letzten Wochen der Schwangerschaft stehen bevor und ihr seid unsicher, ob ihr an alles gedacht habt, was euer Baby in der ersten Zeit braucht? Zum Glück gibt es Checklisten – für die Besorgungen vor der Geburt, das Packen des Klinikkoffers und die Formalitäten danach.

Bildquelle: schenzelarts / pixelio.de

Checkliste: Baby-Erstausstattung

Shoppen fürs Baby gehört zu den liebsten Beschäftigungen werdender Eltern. Da kaut man leicht mehr als man braucht, weil es so süß aussieht. Oder man gibt Summen für schöne Dinge aus, vergisst aber, was in der ersten Zeit viel dringender gebraucht wird. Damit ihr nach der Geburt nicht zusätzlich in Stress geratet, weil ihr noch wichtige Utensilien braucht, damit sich der neue Erdenbürger bei euch wohlfühlt, gibt es Checklisten. Im Netz finden sich einige gute Seiten dazu – zum Beispiel:

Bilderstrecke starten(42 Bilder) 41 Beweise dafür, dass die Welt Linkshänder hasst

Checkliste: Klinikkoffer

Manchmal geht es am Ende der Schwangerschaft doch schneller als gedacht. Daher solltet ihr ungefähr einen Monat vor dem errechneten Entbindungtermin einen Kllinikkoffer vorbereiten. Macht euch aber keine zu großen Sorgen: Falls doch etwas fehlt: Vieles ist in Kliniken vorhanden und auch euer Partner, Freunde oder Familienmitglieder besorgen euch sicher gerne, was ihr im Krankenhaus noch braucht.

Checkliste: Behördengänge

Nach der Geburt ist die Freude groß und Schlaf selten. Alles dreht sich um den Nachwuchs. Genießt die ersten Tage mit eurem Kind, aber vergesst trotzdem nicht, die notwendigen Behördengänge rechtzeitig zu erledigen. Was alles zu tun ist, findet ihr in diesen Checklisten:

  • Checkliste Behördengänge von Hipp
  • Checkliste Behördengänge von eltern.de
  • Checkliste: Formalitäten nach der Geburt von windeln.de

Checkliste Baby: Fazit

Mit diesen Checklisten solltet ihr gut vorbereitet durch die kleineren und größeren organisatorischen Hürden vor und nach der Geburt kommen. Unvorhergesehenes passiert immer, egal welcher noch so ausgefeilten Checkliste man folgt. Manchmal muss improvisiert werden. Aber das ist ohnehin eine Fähigkeit, die ihr perfektionieren werden, wenn ihr eine Familie werdet.

Umfrage: Refurbished oder Neuware?

Ist es für euch in Ordnung, wenn das Smartphone-Display ein wenig verkratzt ist oder schon ein paar Gebrauchsspuren auf der Rückseite hat? Oder muss ein Artikel beim Kauf wirklich komplett neu sein?

Checkliste für die Schwangerschaft

Herzlichen Glückwunsch, Sie bekommen ein Baby. Was Sie in den nächsten neun Monaten beachten müssen und wann Sie welche Termine wahrnehmen sollten, erfahren Sie in dieser Checkliste.

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Erstes Trimester (1. bis 12. Schwangerschaftswoche)

  • Mit der Einnahme von Folsäure beginnen

    • Ärzte empfehlen, mit der Einnahme von Folsäure schon bei einem Kinderwunsch, mindestens vier Wochen vor der Schwangerschaft, zu beginnen. Hat die Schwangerschaft Sie überrascht, sollten Sie jetzt mit der täglichen Einnahme von 400 µg des B-Vitamins beginnen.

  • Termin beim Gynäkologen vereinbaren

    • Sobald Sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten, sollten Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt machen. Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung bestätigt der Arzt die Schwangerschaft, errechnet den Geburtstermin, führt eine gynäkologische sowie eine Ultraschall-Untersuchung durch und gibt Ihnen den Fahrplan für die nächsten neun Monate: Bis zur 32. Woche müssen Sie einmal im Monat zur Vorsorgeuntersuchung kommen, danach alle zwei Wochen. Bei Ihrem ersten Termin erhalten Sie auch Ihren Mutterpass.

  • Hebamme suchen bzw. kontaktieren

    • Hebammen stehen Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt mit Rat und Tat zur Seite. Bis auf die Ultraschall-Untersuchungen können Hebammen alle Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Sie sind wichtige Ansprechpartnerin und Vertrauensperson für werdende Mütter. Ihre Leistungen werden von der Krankenkasse übernommen.

  • Termine für pränataldiagnostische Untersuchungen vereinbaren

    • Zwischen der 11. und der 14. Schwangerschaftswoche können Sie den sogenannten Ersttrimestertest durchführen lassen. Dieser besteht aus einem Bluttest und einer speziellen Ultraschalluntersuchung, dem Nackentransparenz-Test. Wird ein erhöhtes Risiko für Chromosomenabweichungen ermittelt, kann eine Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese Aufschluss über eine mögliche Behinderung des Kindes geben. Pränataldiagnostische Untersuchungen werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen als Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) selbst bezahlt werden. Nur wenn im Verlauf dieser Untersuchungen festgestellt wird, dass die kindliche Entwicklung beeinträchtigt sein könnte, übernimmt die Kasse die Kosten für weitere Untersuchungen.

  • Auf gesunde Ernährung achten

    • Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen ist jetzt wichtiger denn je. Auch die regelmäßige Aufnahme von Eisen muss gewährleistet sein, denn Ihr Körper muss vermehrt Blut bilden. Zu den Lebensmitteln, auf die Sie jetzt verzichten müssen, gehören rohes Fleisch, Rohmilchprodukte, rohe Eier und roher Fisch. Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Auf koffeinhaltige Getränke sollten Sie auch weitgehend verzichten.

  • Nikotin, Alkohol, Drogen und auch Medikamente sind ab jetzt absolut tabu

    • Jede Einnahme von Medikamenten sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

  • Regelmäßig eincremen

    • Ihre Haut braucht jetzt eine Extraportion Pflege, um der Entstehung der gefürchteten Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen.

  • Zu einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden

    • Da diese Kurse oft schnell ausgebucht sind, sollten Sie sich rechtzeitig anmelden.

  • Geburtsklinik suchen und sich dort anmelden

    • Vielleicht erscheint es Ihnen noch etwas früh, doch je eher Sie sich für ein Krankenhaus entscheiden, desto besser. Die meisten Kliniken bieten werdenden Eltern Informationsabende. Auch wer sich für ein Geburtshaus entscheidet, sollte sich rechtzeitig dort vorstellen.

  • Vorsicht bei Umgang mit Katzen

    • Katzen gelten als Träger des Toxoplasmoseerregers. Gerät dieser Erreger in die Plazenta und damit in den Blutkreislauf des Ungeborenen, kann es zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen kommen. Auf die Reinigung des Katzenklos sollten Schwangere deshalb verzichten und sich außerdem nach jedem Streicheln gründlich die Hände waschen.

  • Sich um einen Betreuungsplatz kümmern

    • Es klingt absurd, aber angesichts des knappen Betreuungsangebots ist es durchaus sinnvoll, Ihr ungeborenes Kind schon jetzt in einer KiTa anzumelden bzw. sich auf die Warteliste setzen zu lassen.

Zweites Trimester (13. bis 27. Schwangerschaftswoche)

  • Monatliche Vorsorgetermine wahrnehmen

    • Zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche steht der zweite Ultraschall auf dem Programm. Möchten Sie einen Doppler-, Organ- oder Feinultraschall durchführen lassen, sollten Sie einen Termin bei einem Spezialisten vereinbaren.

    • Zwischen der 15. und der 20. Schwangerschaftswoche können Sie den sogenannten Zweittrimester-Bluttest durchführen lassen. Ab der 13. Woche kann der Arzt eine Fruchtwasseruntersuchung vornehmen.

  • Arbeitgeber informieren

    • Die meisten werdenden Mütter warten die ersten drei Monate ab, bis sie ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren.

  • Zu einem Fitnesskurs für Schwangere anmelden

    • Gymnastik, Yoga, Schwimmen oder Aquafitness – die Auswahl an Kursen für werdende Mütter ist groß. Leichte Bewegung tut Mutter und Kind gut.

  • Shoppen gehen

    • Sie werden es gemerkt haben – der Knopf Ihrer Jeans geht nicht mehr zu, die Blusen und Shirts kneifen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich ein paar schöne und bequeme Basics für die Schwangerschaft zu kaufen.

  • Zahnarzttermin vereinbaren

    • Durch die Hormonumstellung sind Zähne und Zahnfleisch während der Schwangerschaft besonders empfindlich. Deshalb sollten Sie mindestens einmal zur Kontrolle gehen.

  • Urlaub machen

    • Noch einmal Urlaub zu zweit – packen Sie jetzt die Koffer, denn im letzten Schwangerschaftsdrittel wird das Reisen beschwerlicher.

Drittes Trimester (28. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt)

  • Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

    • Ab der 32. Schwangerschaftswoche müssen Sie alle zwei Wochen zum Check.

  • Erstausstattung zusammenstellen

    • Kleidung, Wiege, Schlafsack, Wickelutensilien, Kinderwagen, Autositz – mit der Geburt eines Kindes erweitert sich der Hausstand beträchtlich. Beginnen Sie rechtzeitig damit, die Erstausstattung zusammenzustellen.

  • Still-BH kaufen

    • Mütter, die zu stillen planen, sollten sich ein bis zwei Still-BHs kaufen. Diese sollten zwei Cupnummern größer sein als die normale Cupgröße. Auch die Anschaffung eines Stillkissens ist empfehlenswert.

  • Klinikkoffer packen

    • Da es immer mal früher als geplant losgehen kann, sollten Sie Ihren Klinikkoffer rechzeitig packen und bereitstellen.

  • Kinderarzt suchen

    • Informieren Sie sich über Kinderärzte in Ihrer Nähe und fragen Sie Freunde und Bekannte mit Kindern nach ihren Erfahrungen.

10 Ideen für eine entspannte Schwangerschaft

Meine Schwangerschaft ist sehr entspannt, weil ich gute Tipps von anderen bekam. Zehn Dinge, die ich gelernt habe, möchte ich weitergeben.

Mutterschutz beginnt, alles entspannt

Heute beginnt die 36. Woche meiner Schwangerschaft – damit bin ich schon im gesetzlichen Mutterschutz. Ich trage nun fast nur noch diese Hosen, die man beinahe bis unter die Brust ziehen kann, die Tritte des Babys kitzeln und da mein Körpergefühl nicht hinter dem wachsenden Bauch hinterher kommt, laufe ich des Öfteren mit ihm gegen Türklinken, Fahrradlenker oder fahre den Schreibtischstuhl ein wenig zu beherzt an den Tisch.

Ab heute sind es – sollte das Baby zum errechneten Zeitpunkt Lust haben den Berliner Winter kennenzulernen – noch etwa fünf Wochen. Für mich fühlt sich das endlos an. Die ersten Wochen habe ich kaum körperliche Veränderungen gemerkt, dann nervte die Übelkeit, dann sah ich staunend den Bauch beim Wachsen zu und zählte Purzelbäume unter dem Hosenbund. Die nächsten Wochen werden weniger spannend sein, dafür beschwerlicher. Wenn das Baby sehr doll strampelt, habe ich den Impuls, den Bauch auf den Arm zu nehmen. Von mir aus könnte es jetzt so weit sein.

Dem steht nur entgegen, dass die Vorbereitungen auf ein Baby ein eigener Vollzeitjob ist. Während ich mental mehr als bereit bin, hallo zu sagen, ist meine Wohnung es noch nicht. Der Bürokratiekram wartet noch und einen Namen gibt es auch noch nicht – das auch, weil ich es leichter fände, darüber bei einem Whisky nachzudenken, statt bei Tee, Tee und wieder Tee. Für Eltern, die ihr Kind früh in die Kita geben wollen oder müssen, sollte es zudem in der Schwangerschaft einen Tag zusätzlichen Urlaub pro Woche geben. Denn wie es anders zu organisieren sein soll, ist mir aktuell ein Rätsel, aber das ist ein eigenes Thema.

„Don’t leave before you leave.“

Sheryl Sandberg wird mit dem Satz über die Schwangerschaft zitiert: „Don’t leave before you leave.“ Während er sicher etwas Wahres enthält, spielt Facebook aber auch eine Rolle dabei, warum man schon vor der Geburt so viele Gedanken, Zeit und Geld in das Baby investiert. Logge ich mich aktuell bei Facebook ein, bekomme ich Werbung für Schwangerschafts- und Babyprodukte angezeigt. Das ist ein kleiner Fortschritt verglichen mit Diätwerbung, es nervt trotzdem. Schwangerschaft, kleine Kinder und Muttergefühle sind ein riesiger Markt. Das im Hinterkopf zu haben, hilft dann auch dabei, die eigene Schwangerschaft als etwas sehr Normales zu betrachten, das man nach Belieben aufpeppen kann, aber nicht muss. Viele der Produkte und Services, die angeboten werden, sind völlig überflüssig und setzen bei Gefühlen an, die viele Schwangere kennen: Unsicherheit und Verletzlichkeit. Werden diese Gefühle verstärkt, entsteht zusätzlicher Stress, der so nicht sein müsste.

Zurückblickend auf die ersten acht Monate habe ich daher ein paar persönlichen Empfehlungen gesammelt, wie man eine Schwangerschaft entspannter erleben kann. Aber Vorsicht, sie sind lediglich an mir getestet.

1) Vertrau dir selbst, höre – wortwörtlich – auf deinen Bauch

Als ich schwanger wurde, wusste ich im Prinzip nichts, außer dass ich auf den abendlichen Wein nun verzichten würde. Ich hatte nur eine enge Freundin, die schon ein Baby bekommen hatte, aber das auch in einer anderen Stadt und ein paar Jahre her war es auch. Außerdem: Ich hatte mit vielen Dingen in diesem Jahr gerechnet, aber nicht mit einer Schwangerschaft.

Kurz bevor ich den positiven Test in der Hand hielt, hatte ich einen Urlaub für mich allein gebucht: Eine Woche Reiten im anspruchsvollen Berggelände von Sardinien – nachdem ich über zehn Jahre nicht im Sattel gesessen hatte. Allein das war schon eine abenteuerliche Idee – oder auch risikofreudig. Während ich also darüber sinnierte, ob das Baby eine gute Idee sei, kam die Angst, es womöglich gleich wieder zu verlieren, falls ich vom Pferd fiel, vermischt mit dem Bewusstsein, Urlaub zu brauchen und mich wahnsinnig darauf gefreut zu haben. Ich hatte eine Doktorarbeit gegoogelt, die sich mit dem Fehlgeburtsrisiko bei Reiterinnen auseinandergesetzt hatte und kein erhöhtes feststellen konnte.

Das Gefühlsdilemma blieb so lange, bis ich den wohl besten Rat bekam, den ich gern weitergeben möchte. „Du selbst weißt am besten, was du dir zutrauen kannst und was gut für dich ist“, sagte meine Freundin, „Das Beste, was du jetzt machen kannst, ist dich darauf zu verlassen. Denn von diesen Situationen, in denen du widersprüchlichen Rat bekommst und jeder es besser weiß, werden in den nächsten Monaten noch mehr werden.“ Dieser Rat war eigentlich sogar eine schöne Analogie, zu dem, was die Verbindung von Mensch und Pferd ausmacht: Du musst dem Pferd bedingungslos vertrauen, denn egal, wie gut du reiten kannst, das Pferd ist immer stärker. Wer dem Pferd nicht vertraut und außerdem selbst Angst hat, sollte gar nicht erst aufsteigen. Ich hörte also ein wenig tiefer in meinen Bauch hinein, der eigentlich schon entschieden hatte, dass er diesen Urlaub wollte. Nicht ich hatte Angst, sondern andere. Und mein Bauch gab mir Recht: Ich hatte das Reiten nicht verlernt und es hätte wohl keinen besseren Weg geben können, den Kopf frei von allem anderen zu bekommen, als jeden Tag sechs oder sieben Stunden durch menschenleere Wälder zu galoppieren. Für das nächste Mal weiß ich zwar, dass man nach sieben Tagen Wanderritt unbedingt ein paar Tage Wellness anhängen sollte, aber ich hatte gelernt, dass ich meinem Grundgefühl vertrauen kann.

2) Hinterfrage die Regeln

Freiheit endet unter anderem dann, wenn man schwanger wird. Das erste, mit dem ich zu tun bekam, war eine ganze Menge Regeln oder besser gesagt: Verbote. Nachdem ich gelesen hatte, welche Lebensmittel alle vermeintlich schädlich sind und ich von meinem Speiseplan streichen sollte, blieb kaum noch etwas übrig. Das begleitete mich übrigens auch im Sardinien-Urlaub: „Darf ich diese tolle, hausgemachte Salami essen?“ Das Internet – zumindest schnell durchsucht – sagte nein. „Du trinkst noch normalen Kaffee, das ist gefährlich“, sagte mir mehr als eine Person. Ich stand verunsichert in der Cafeteria des Bundestages und dachte, weder ein Brötchen mit Ei, Ziegenkäse, Räucherlachs oder Schinken essen zu können. Überall lauerten tödliche Keime. Notgedrungen kaufte ich ein Croissant, denn das war definitiv tot. Die Autoren von Schwangerschaftsratgebern lieben verarbeitete Lebensmittel: Bis zur Bewusstlosigkeit gekochtes Gemüse, abgepackte Wurst, Dinge aus Dosen. Wer diesen Rat befolgt, braucht vermutlich in der Tat Vitamine in Pillenform aus der Apotheke. Bevor man also gar nichts mehr isst außer Analogkäse und eingelegte Mandarinen, lohnt es sich, zu recherchieren, so wie es die Journalistin Emily Oster getan hat. In den USA waren eine Sorte Rohmilchkäse und frisch geschnittene Putenbrust die Hauptquelle für Listerieninfektionen, fand Oster heraus, der Rest war völlig unvorhersehbar und enthielt Lebensmittel wie Melone und Sellerie, mit denen auch Schwangerschaftsratgeber nicht rechnen. Oster hat zudem Forschungsdaten zu Alkohol- und Kaffeekonsum kritisch hinterfragt, ihr gesamter Essay „Take Back Your Pregnancy“ sei an dieser Stelle wärmstens empfohlen.

Ich habe schließlich für mein Essverhalten wieder die Taktik „Hör auf deinen Bauch“ angewendet. Nachdem ich schwanger wurde, verschwand mein Büroheißhunger auf Schokolade komplett und mein Körper wollte nur noch frisches Obst. Meine Ernährung war bis dahin eiweißreich und kohlenhydratarm, mit der Schwangerschaft konnte ich keine gekochten Eier mehr sehen und wurde prompt wieder zur Vegetarierin. Stattdessen ernährte ich mich in den ersten Wochen vorrangig von gekochten Kartoffeln und Nudeln – Dinge, die ich vorher nicht freiwillig gegessen hätte. Die Schwangerschaft hat mir oft erspart, mir Gedanken über die nächste Mahlzeit machen zu müssen: Mein Körper war immer recht klar darin, was er wollte. (Er will übrigens seit Monaten rohen Lachs, eines der wenigen Dinge, die ich ihm nicht erlaube.)

Für mich hat die Schwangerschaft ein normaleres Essverhalten ermöglicht als vorher, weil ich die Sorge um Gewichtszunahme dem Appetit des Babys geopfert habe. Vielleicht geht es ihm und mir auch deswegen so gut – ganz ohne all die Nahrungsergänzungsmittel, die in Apotheke und Drogerien so liebevoll arrangiert sind.

3) Versuch nicht stärker zu sein, als du bist

Eine Schwangerschaft ist auch die Zeit, in der man an die eigenen Grenzen geraten wird und alte Gewohnheiten aufgeben muss. Das passierte mir recht früh mit der Übelkeit. Das erste, was ich dabei lernte, war, dass der Begriff Morgenübelkeit dringend ersetzt werden muss. Die Übelkeit kann zu jeder Tageszeit auftreten und auch den ganzen Tag anhalten. Selbst der beste Geheimtipp muss dir nicht helfen. Es hat zwei Tage gedauert, dass meine übliche Herangehensweise „Solange ich nicht im Sterben liege, schlepp ich mich ins Büro“ für die Übelkeit schlicht und ergreifend nicht praktikabel war. Ich musste Zuhause bleiben. Der Trost: Während man selbst schlapp herumliegt, ist der Körper äußerst produktiv. Da wächst was! Mehr zu versuchen, als man eigentlich kann, ist eine Haltung, die man sich für Zeiten vor und nach Schwangerschaften aufheben kann. Dann kann man daran wachsen. Dass man in der Schwangerschaft keine Nächte mehr durcharbeiten kann, länger für die Treppen braucht und früher einschläft, ist keine Schwäche. Schwangerschaft kann hingegen eine gute Zeit dafür sein, um sehr nervenaufreibende Projekte durchzuziehen. Auf mich haben die Hormone so eine tiefenentspannende Wirkung, dass mich im Prinzip nichts aus der Fassung bringen kann. Allerdings hat mir diese neue innere Ruhe das Schauen der WM-Spiele verdorben: Ich war viel zu gelassen, um mitfiebern zu können.

4) Such dir eine gute Hebamme, anstatt zu googeln

Die Hebammenversorgung in Deutschland ist aktuell gefährdet, Frauen auf Inseln wie Sylt müssen beispielsweise schon 14 Tage vor der Geburt aufs Festland reisen, da sie auf der Insel selbst nicht mehr gebären können, es sei denn, sie wollen es eben ganz allein tun.

Jede Frau hat mit Beginn ihrer Schwangerschaft das Recht auf die Betreuung durch eine Hebamme, denn sie steht dir auch im Fall einer Fehlgeburt zur Seite. Niemand weiß so viel über Schwangerschaft wie eine erfahrene Hebamme – auch nicht Google. Das deutschsprachige Online-Angebot für Schwangere ist eh relativ mager und auch nicht auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten. Wer billige Frauenmagazine mag, wird hier eventuell glücklich, wer auf der Suche nach Texten ist, die die Leserin nicht wie eine Dreijährige behandeln, wird verzweifeln. Schwangerschaftsforen sind grauenvoll, zudem muss man tagelang darin stöbern, um die Abkürzungen zu verstehen. Schlimmer sind nur noch Kinderwunschforen, in denen Begriffe wie „Spermies“ und „schnaggeln“ fallen.

Eine gute Hebamme sieht ihre Aufgabe vor allem darin, etwaige Sorgen nicht zu verstärken, sondern dich zu beruhigen. Sie will dir vor allen Dingen nichts verkaufen, sie profitiert nicht von extra Untersuchungen und Medikamenten. Ich habe nach der Beratung mit meiner Hebamme entschieden, eine Reihe von zusätzlichen Untersuchungen nicht zu machen, die meine Frauenärztin vorschlug. Im Gegensatz zu Ärztinnen hast du außerdem die Handynummer deiner Hebamme und kannst sie bei Fragen direkt anrufen. So kann sie dir sehr schnell weiterhelfen – ohne Termin in der Praxis. Meine Vorsorgeuntersuchungen mache ich abwechselnd bei meiner Hebamme und bei meiner Ärztin. Die Termine bei ihr waren es, die fürsorglich waren, bei denen sich Zeit genommen wurde, bei der ich Dinge lernte wie das Baby zu tasten, bei der ich wirklich alle Fragen stellen konnte und wo mein Partner als gleichwertiges Elternteil wahrgenommen wurde, der nicht nur daneben sitzt und den Ultraschall betrachten darf. Zusammengefasst: Hebammen sind großartig und sie verdienen politische Unterstützung – denn werdende Eltern verdienen Hebammen.

Eine Hebamme wird euch auch beraten, wenn ihr noch nicht wisst, wie und wo ihr das Kind bekommen möchtet. Es gibt in Deutschland sehr viel mehr Möglichkeiten als Krankenhäuser: Nämlich noch von Hebammen geleitete Kreissäle, Geburtshäuser und auch Hausgeburten.

5) Es gibt mehr Dinge, als schwanger zu sein

Dass eine Schwangerschaft etwa 40 Wochen dauert, hat die Natur recht clever geplant. Die Vorbereitungszeit ist endlos. Das heißt aber auch, dass man den allergrößten Teil der Schwangerschaft so verleben kann, als wäre man gar nicht schwanger, oder so, als sei die Schwangerschaft nur eine kleine Veränderung im Leben, wie eine neue Wohnung oder ein neuer Haarschnitt. Ich habe in der Schwangerschaft dann sehr schnell gelernt, dass es die beste Idee war, eine neue Stelle anzunehmen. Die ersten Wochen haben ich in der Tat viel im Netz gesurft und mir sehr viel unnützes Wissen über die Schwangerschaft angeeignet. Als ich dann in den neuen Job wechselte, ist mir meistens erst abends wieder eingefallen, dass ich schwanger bin. Meine Aufmerksamkeit gehörte den Dingen, die mich wirklich herausforderten und mir Spaß machten.

Ein bisschen mehr Bauch braucht kein Projektmanagement. Der Alltag bleibt also sehr normal, wenn es noch andere schöne Dinge gibt, auf die man sich freuen kann. Wenn es sie nicht gibt, ist vielleicht die Schwangerschaft Ansporn, sie sich zu suchen. Ein Baby allein ist kein Lebensinhalt, auch wenn man vieles dazu lernt. Kinder ziehen irgendwann von Zuhause aus, das Leben neben dem Baby weiter zu planen, ist also durchaus eine gute Idee. Auch diesen Gedanken habe ich das erste Mal von Sheryl Sandberg gehört: Wenn ich einen Job habe, der mir Spaß macht, fällt es mir leichter dorthin nach der Elternzeit zurückzukehren – vielleicht auch eher. Dass Eltern mit zuckersüßen Kindern nicht zurück an eine Stelle wollen, bei der langweilige Aufgaben und ein unfähiger Chef warten, liegt auf der Hand. Mein Ideal ist es, sich auf beides freuen zu können: ein Beruf mit einem tollen Team und mit dem ich wachsen kann, genau wie eine Familie, auf die ich mich freue und mit der ich lerne. Wenn man viel lieber darüber nachdenkt, in welcher Farbe das Kinderzimmer gestrichen werden soll, und dafür Dinge im Job vor sich her schiebt, lohnt es sich sicherlich nachzudenken, ob da nicht noch eine weitere große Entscheidung bevorsteht – neben dem Kind.

Und noch etwas: Es ist eher selten, dass du parallel zu Freundinnen schwanger wirst und es ist nicht selten, dass große Veränderungen im eigenen Leben das harmonische Gleichgewicht einer Freundschaft stören.

Beziehungen zwischen Menschen bestehen immer aus Geben und Nehmen. Deswegen ist es auch weiterhin wichtig, ein Ohr für die Themen und Sorgen der Menschen in deinem Leben zu haben, die kein Baby haben. Vermutlich ergibt sich das aber auch natürlich, weil man irgendwann genervt ist, wenn Smalltalk immer über deinen Bauch und den Geburtstermin initiiert wird. Spätestens aber, wenn du in Krabbelgruppen und auf Spielplätzen auf fremde Eltern triffst und es wenig Gesprächsstoff außer die Fortschritte der Kleinen gibt, wirst du sehr froh sein, dich mit Leuten treffen zu können, die mit dir über Politik oder Erwachsenendrama diskutieren.

6) Lass andere teilhaben, besonders deinen Partner, denn er kann keine Gedanken lesen

Ich bekomme mit einem Mann zusammen ein Kind – und das ist ein Nachteil für ihn: Er wird niemals wissen, wie es sich anfühlt, schwanger zu sein. In den ersten Wochen denkt man vielleicht: der Glückliche. Denn er muss keine Panik haben vor den körperlichen Veränderungen und ihm wird nicht schlecht sein. Was man dabei vergisst: Wenn er ein toller Mensch ist und sich ebenso auf das Baby freut wie du, will auch er die Schwangerschaft miterleben – und das erfordert mehr, als Brüsten und Bauch beim Wachsen zuzusehen.

Damit es eine gemeinsame Erfahrung wird, darf man sich nicht aufs Gedankenlesen verlassen (Was meine bevorzugte Variante wäre, denn ich bin eher introvertiert) – man muss darüber sprechen. Ich habe zum Beispiel für mich behalten, dass ich in den ersten Wochen große Angst vor einer Fehlgeburt hatte, weil ich nicht schwach wirken wollte. Die ersten Monate muss man also das Jammern teilen: über die Angst, die Übelkeit, die schmerzenden Brüste. Irgendwann kann man dann aber auch die Faszination über erste Tritte teilen und es wird ein wenig einfacher, weil man nicht mehr alles in Worte fassen muss. Ich glaube jedenfalls, dass es sich lohnt über all diese Dinge auch mit dem Partner zu sprechen, und nicht nur mit Freundinnen. Dass Krankenkassen die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs für die Partner oder Partnerinnen der Mütter nicht zahlen, muss aus dieser Zeit stammen, in der Frauen die Geburt allein im Krankenhaus durchzogen, und dann auf dem Tennisplatz über den Lautsprecher durchgesagt wurde: „Herr Müller, Mutter und Kind sind wohlauf.“

7) Abende nerven – und das ist okay

Schwangerschaft kann einsam sein, verdammt einsam sogar. Ich bin vorher sehr viel ausgegangen, war abends bei vielen Fachveranstaltungen, gern Essen und bis tief in die Nacht unterwegs. Diese Möglichkeiten werden aus verschiedenen Gründen weniger, Woche für Woche fallen mehr weg – und gemeinsame Abende mit Freunden verändern ihre Qualität, wenn man selbst keinen Alkohol mehr trinkt und früher müde wird. Netzwerkevents werden unerträglich. Die Wahrheit, dass man verlernt hat, abends anders Spaß zu haben, tut ebenso weh, wie das Gefühl nun außen vor zu sein. Serien oder Bücher lenken nur notdürftig davon ab.

Ich habe mich damit abgefunden, das Ausgehen zu vermissen. Ich werde kein anderer Mensch, der lauter neue Hobbys beginnt und jede Woche neue Möglichkeiten testet, Abende abwechslungsreich zu verbringen. Genauso wichtig aber, wie Freundschaften und Partner in dieser Zeit sind, finde ich es, ihnen weiterhin ihre Abende zu gönnen und nicht böse zu sein, wenn sie ohne dich ausgehen oder du früher nach Hause gehst. Was hilft also? Konkret hilft wenig, außer darüber zu reden – denn wie langweilig und einsam es in den 40 Wochen auch werden kann, hatte mir vorher niemand gesagt. Schwangerschaft ist ja angeblich die schönste Zeit im Leben einer Frau. Es hilft also, sich auch auf die weniger schönen Seiten einzustellen – und wenn ihr eine Freundin habt, der es gerade so geht, setzt euch einfach mal aufs Sofa zu ihr.

8) Vertrau deinem Körper

Dieser Punkt ließe sich auch mit einem Zitat aus der großartigen Serie „Top oft he lake“ abkürzen: „The body has tremendous intelligence. Follow the body, it will know what to do.“ Man kann sich ihn ebenso zu Herzen nehmen, wenn man eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft hat, aber auch, wenn die Gesundheit vielleicht nicht so mitspielt. Wenn du dich unwohl fühlst, frag eine Person, die sich auskennt. So lange du dich wohl fühlst, kannst du alles machen, wozu du Lust hast. Ich gehe zum Beispiel – wie die letzten sechs Jahre – jeden zweiten Tag zum Bikram Yoga und werde dafür regelmäßig für verrückt erklärt, meinem Körper diesen Mix aus Yoga und Sauna ‚anzutun’ – dabei tut es lediglich eines: mir sehr gut. Dein Körper und auch das Baby, sobald es strampeln kann, werden sich melden, wenn ihnen etwas zu viel ist. Die Faustregel ist: Geht es dir gut und du schüttest Glückshormone aus, geht es auch dem Baby super, denn du teilst sie ja mit ihm. Das gilt für Sport, Sex und auch die Uhrzeiten, zu denen du müde wirst und ins Bett willst.

Mein Tipp ist daher auch, auf Schwangerschafts-Apps zu verzichten, denn ihre Tipps sind eher angstbasiert. „Babycenter“, diejenige, im deutschen App-Store die beste Bewertung erhält, ist in den meisten Info-Bits ziemlich beleidigend und hat ihr Frauenbild aus irgendeinem anderen Jahrhundert. Die App hat mir zu einem Zeitpunkt in der Schwangerschaft, zu der ich kaum Bauch hatte, erzählt, ich könne mich jetzt nicht mehr elegant bewegen. Außerdem erhält man seltsame Tipps wie: „Beantragen Sie nun ihre Elternzeit für mindestens die ersten zwei Jahre“ oder bekommt Fragen gestellt wie „Möchten Sie eine dieser abgehobenen Schickimicki-Mütter sein?“. Muttersein ist kein Wettbewerb und ich wünsche jeder Frau, dass sie in ihre Rolle hineinwächst, so wie es gut für sie ist – ohne abfällig auf Frauen zu schauen, die es anders machen. Ich scrolle nur noch durch die App, weil die 52 Gemüsevergleiche für die Größe des Babys so absurd sind, dass sie mich aufheitern.

9) Zieh an, was dir gefällt – mach es dir bequem und vergiss Trends

Die Sorge darum, dass nichts mehr passt und man nur noch in weiten Kleidern herumlaufen kann, ist unbegründet. Es dauert sehr lange, bis der Bauch überhaupt mal wächst, auch wenn man sich im vierten Monat schon einbildet, er sei riesig. Wenn ich mir heute die Fotos anschaue, auf denen ich dachte einen Bauch zu dokumentieren, muss ich lachen, denn man sieht absolut gar nichts.

Mir passen jetzt im neunten Monat noch immer sehr viele meiner ganz normalen Kleidungsstücke, was vielleicht auch an den Trends der letzten Jahre liegt. Ich habe immer viel Oversize, weit Geschnittenes und auch in der Herrenabteilung gekauft. Longsleeves und Pullover, die in Onlineshops von Männern gemodelt werden, sind mein Geheimtipp: Dadurch, dass sie schlicht länger ausfallen, passt der Bauch noch Ewigkeiten unter sie. Aber auch Shirts und Longsleeves von H&M wachsen durch ihren hohen Stretchanteil eine ganze Weile mit, Blazer kann man offen tragen. Wenn man also in einem Job arbeitet, in dem der Dresscode eher formal ist, kann man sehr gut Kleider mit Blazern kombinieren. Anzughosen sind aufgrund ihres festen Stoffes tatsächlich die ersten Dinge, die nicht mehr passen.

Ich habe auch Glück gehabt, dass ich mir keinen neuen Wintermantel anschaffen muss. Ich besitze seit ein paar Jahren einen Wollmantel, der gewickelt und mit einem Gürtel gebunden wird. So kannst du auch an Schwangerschaftsmode herangehen um Geld zu sparen: Kauf Sachen, die du auch danach noch tragen kannst. Wenn du leger geschnittene Sachen sowieso magst, kannst du weiterhin von deinen Lieblingsläden und -Labels einkaufen.

Da Schwangerschaftshosen eh nur ein paar Monate getragen werden, kauft man sie am besten gebraucht oder gibt sie unter Freundinnen weiter.

Was du neu kaufen musst: Unterwäsche und Strumpfhosen.

Also: Die Garderobe für die Schwangerschaft muss keine finanzielle Belastung sein. Du wirst entspannter sein, wenn du das Geld für die unumgänglichen Anschaffungen übrig hast. Für Outfits Komplimente sammeln zu wollen wäre verschwendete Zeit, du bekommst sie eh immer nur für den Bauch.

10) Finanzplanung – unbequem aber wichtig

Wenn man darüber nachdenkt, schwanger zu werden, ist vermutlich einer der letzten Gedanken, die man hat, die Geldfrage. Um es auf den Punkt zu bringen: Kinder kosten nicht erst ab der Geburt, schon in der Schwangerschaft fallen immer wieder Kosten an, die man nicht in sein normales Budget eingeplant hat.

Ich zähle mal lose und ohne Anspruch auf Vollständigkeit Dinge auf: Vorsorgeuntersuchungen, die die Krankenkasse nicht trägt, zusätzliche Nährstoffe wie Folsäure oder Magnesium, Medikamente gegen Übelkeit, Kleidung für sich selbst, Babykleidung, ein Babybett, ein Kinderwagen, ein Trockner, eine Wickelkommode, eine Wärmelampe, die Rufbereitschaftspauschale für die Hebamme, Akupunktur, Schwangerenyoga, Öl oder Cremes für den wachsenden Bauch. Es läppert sich und es kommt sehr schnell eine Summe im vierstelligen Bereich zusammen. Locker.

Hinzu kommt, dass jedes Paar, bei dem beide berufstätig sind, nach der Geburt weniger Geld haben wird als vorher. Das Elterngeld federt es ab, aber es ersetzt kein vollständiges Gehalt. Kosten, die also schon vor der Geburt entstehen, kann man schlecht in der Elternzeit ausgleichen.

Es gibt aber durchaus Dinge, für die du in der Schwangerschaft weniger Geld ausgibst: Vielleicht gehst du weniger aus, kaufst keine Drinks mehr in Bars, gibst das Rauchen auf, brauchst nachts kein Taxi mehr und wartest mit dem nächsten Designerstück bis nach der Schwangerschaft. Ein wenig Budget wird hier also frei.

Geldsorgen in der Schwangerschaft machen keinen Spaß. Sie machen noch weniger Spaß, wenn man das Gefühlt hat, dass sie ungleich verteilt sind, weil die werdende Mutter neue Dinge benötigt, wie eben Hosen, Hautöl und Akupunktur gegen das Sodbrennen. Wichtig also: Sprich mit deinem Partner oder deiner Partnerin darüber, wie ihr die Kosten teilen wollt. Ich finde Paare sollten die Kosten für Verhütung teilen, so kann man auch die Kosten dafür teilen, was die Schwangere in dieser Zeit zusätzlich braucht. Und auch, wenn du von deinen Eltern am liebsten finanziell komplett unabhängig wärest: Bitte sie ruhig um Unterstützung, denn sie werden euch wünschen, dass die Schwangerschaft möglichst sorgenfrei ist und gern helfen.

Auch wenn es wenig romantisch ist: Zu Beginn der Schwangerschaft eine Kostenaufstellung zu machen, um die ungefähren Ausgaben abschätzen zu können, hilft dabei, die Summe über die Monate zu verteilen und nicht vor einer großen Ausgabe zu stehen, weil man die meisten Besorgungen in den letzten Wochen macht. Eine Schwangerschaft ist übrigens ein schöner Anlass weniger eitel und dafür pragmatischer zu werden: Babys brauchen ihre ersten Dinge nur für kurze Zeit, da sie schnell wachsen. Wenn es schon kleine Kinder in deinem Umfeld gibt, freuen sich die Eltern in deinem Umfeld garantiert, wenn du Sachen gebraucht von ihnen übernimmst. Auf Flohmärkten ist es außerdem viel leichter Babysachen zu bekommen, die nicht nur rosa oder blau sind. Es muss nicht alles neu sein, warum auch? Du bekommst doch bald ein brandneues Baby.

Bis bald!

Nach den ersten großartigen und spannenden Monaten bei EDITION F verabschiede ich mich nun für ein paar Monate in die Elternzeit – auch wenn ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen kann. Die letzten Monate sind wie im Flug vergangen, weil die Arbeit hier mit dem Team enorm viel Spaß macht, fordert und die Arbeit mit anderen Autorinnen und den Menschen, die ich für EDITION F interviewt oder porträtiert habe, unglaublich bereichernd war. Das Schöne an Online: Es fällt sehr leicht, miteinander in Kontakt zu bleiben und sich nicht aus den Augen zu verlieren. Im Netz findet ihr mich eigentlich jeden Tag auf Twitter und ab und an blogge ich auch noch auf meinem privaten Blog. Die wunderbare Carolin Weinkopf wird zudem kommende Woche noch ein Porträt mit mir bei EDITION F veröffentlichen.

Damit es euch in der Zwischenzeit nicht zu langweilig mit Nora wird, bekommt die Redaktion übrigens tatkräftige Unterstützung von Lisa Seelig, die sich sich sehr auf den Einstieg bei EDITION F freut.

Ein Wunsch von mir an euch: Uns ist der Dialog mit der Community unheimlich wichtig und es hat die Arbeit hier umso schöner gemacht, dass ihr E-Mails schreibt und Feedback gebt, kommentiert und selbst Artikel schreibt. Ich möchte die ein oder andere von euch in Zukunft nicht nur auf den großen Bühnen sehen, sondern auch hier von euch lesen. Denn EDITION F lebt vor allem davon, dass wir hier Wissen miteinander teilen. Wenn ihr euch stärker einbringen möchtet, lasst es Nora wissen an [email protected]

Checkliste: Geburt & Schwangerschaft

25. März 2019 3 Min.

Werdende Eltern haben etwa 40 Wochen lang Zeit, sich auf die Geburt ihres Kindes einzustellen. Glücklicherweise, denn es gibt viel zu tun und einiges zu beachten. Diese Checkliste enthält wichtige Punkte, für die Schwangerschaft und die erste Zeit danach.

Checkliste für das erste Schwangerschaftsdrittel

  • Möglichst schon vor Eintritt, spätestens bei Bekanntwerden der Schwangerschaft: Folsäure nehmen
  • Hebamme finden – besonders Beleghebammen sind schnell ausgebucht
  • Im Geburtshaus anmelden, falls man eine außerklinische Geburt wünscht
  • Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
  • Stress reduzieren
  • Sport in der Schwangerschaft möglicherweise einschränken
  • Ernährung anpassen
  • Bei Bedarf: Bestehende Medikamenteneinnahme vom Arzt prüfen lassen

Checkliste für das zweite Schwangerschaftsdrittel

  • Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren
  • Geburtsklinik finden
  • Zum Geburtsvorbereitungskurs anmelden
  • Werdende Väter können bereits Urlaub für die erste Zeit nach der Geburt einreichen. Elternzeit muss spätestens sieben Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber gemeldet werden.
  • Mutterschutzgeld bei der Krankenkasse beantragen
  • Das Angebot der Krankenkasse rund um Schwangerschaft und Geburt checken
  • Namen für das Baby finden
  • Vorhandene Geschwister auf den Familienzuwachs vorbereiten

Checkliste für das dritte Schwangerschaftsdrittel

  • Geburtsvorbereitungskurs wahrnehmen (ab circa sechstem Monat)
  • Erstausstattung für das Baby zusammenstellen, neue Kleidung waschen
  • Anträge für Kindergeld und Elterngeld so weit wie möglich vorbereiten
  • Bei unverheirateten Paaren: Vaterschaft und Sorgerecht beim Jugendamt klären
  • Kinderarzt (möglichst in der näheren Umgebung) finden
  • Kliniktasche packen
  • Bei Bedarf: Geburtsvorbereitende Akupunktur durchführen lassen
  • Vorräte für die ersten Tage nach der Geburt einkaufen
  • Wenn nötig: Betreuung für Geschwisterkinder während der Geburt organisieren

Checkliste für die erste Zeit nach der Geburt

  • U-Untersuchungen beim Kind durchführen lassen
  • Familienversicherung bei der Krankenkasse beantragen
  • Meldung beim Standes- und Einwohnermeldeamt (wird oft über die Geburtsklinik organisiert)
  • Anträge für Eltern- und Kindergeld finalisieren und absenden
  • Haftpflichtversicherung informieren, das Baby ist meist kostenfrei mitversichert
  • Wenn nötig: Kinderpass beantragen
  • Frühzeitig einen Kinderbetreuungsplatz suchen
  • Zum Rückbildungskurs anmelden
  • Bei Bedarf: Sparkonto im Namen des Kindes eröffnen

Was werdende Eltern während der Schwangerschaft erledigen müssen.

Und plötzlich ist der Schwangerschaftstest positiv und Mamas und Papas wird klar: Jetzt wird sich alles ändern. Ab jetzt haben die werdenden Eltern nicht mal mehr 40 Wochen Zeit, sich auf das Abenteuer ihres Lebens vorzubereiten – und da gibt es einiges, an das sie denken müssen.
Um Ihnen die Reise etwas zu erleichtern und damit Sie auch einfach mal Zeit haben, sich auf Ihren Nachwuchs zu freuen, haben wir die wichtigsten organisatorischen Schritte für die Schwangerschaft in einer Checkliste zusammengestellt: Checkliste als pdf kostenlos herunterladen.

Was Sie während der Schwangerschaft alles erledigen müssen.

Die Schwangerschafts-Checkliste

➤ To Dos im 1. Schwangerschaftsdrittel

Tipps fürs erste Trimester

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• Vorsorgeuntersuchung

Nach dem Feststellen der Schwangerschaft sollten Sie Ihren Gynäkologen aufsuchen, um sich das Ergebnis des Schwangerschaftstests bestätigen zu lassen und um die ersten Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt bekommen Sie auch Ihren Mutterpass.
•Hebamme suchen
Es ist nie zu früh eine gute Hebamme zu suchen – vor allem, wenn Sie möchten, dass diese auch die Vorsorgeuntersuchungen bei Ihnen durchführt. Ihre Hebamme wird Sie während der Schwangerschaft begleiten, Vorsorge und Geburtsvorbereitungskurse durchführen (falls gewünscht) und sich auch um die Nachsorge kümmern. Wegen des Hebammenmangels in Deutschland ist es nicht immer leicht, eine Hebamme zu finden, Anlaufstellen für die Suche können sein: Schwangerschaftsberatungsstellen, Geburtskliniken oder der Frauenarzt.

• Arbeitgeber informieren
Hinweis: Sie sind nicht dazu verpflichtet, Ihren Arbeitgeber über Ihre Schwangerschaft zu informieren. Es kann aber sinnvoll sein. Sowohl für Sie (bezüglich Gefährdungen am Arbeitsplatz, Kündigungsschutz etc.) als auch für den Chef (Planung für die kommende Zeit). Üblicherweise sagt man, dass nach der 12. SSW eine gute Zeit ist, das Umfeld – darunter auch den Arbeitgeber – über die Schwangerschaft zu informieren.

➤ To Dos im 2. Schwangerschaftsdrittel

Tipps fürs zweite Trimester

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• Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt wählen
Wenn Sie eine Geburt im Geburtshaus oder mit einer geburtsbegleitenden Hebamme wünschen, sollten Sie sich möglichst früh dafür anmelden. Eine Anmeldung in der Klinik ist dagegen auch später möglich bzw. nicht verpflichtend.

• Geburtsvorbereitungskurs suchen
Der Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses ist etwa ab dem sechsten Monat sinnvoll. Falls Sie einen Säuglingspflegekurs besuchen möchten, sollten Sie sich nun auch dafür anmelden.

• Mutterschaftsgeld beantragen
Erkundigen Sie sich, ob Ihnen Mutterschaftsgeld zusteht. Festangestellte bekommen in der Regel während der Mutterschutzfrist sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse.

➤ To Dos im 3. Schwangerschaftsdrittel

Tipps fürs dritte Trimester

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• Erstausstattung besorgen
Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dem alle werdende Mamas mit Nestbauinstinkt entgegenfiebern: Besorgen Sie die Erstausstattung für Ihr Baby, gestalten Sie das Babyzimmer und machen Sie Haus oder Wohnung schon einmal ein bisschen „babysicher“.

• Kliniktasche packen
Dazu gehören nicht nur Kleidung und Hygieneartikel, sondern auch wichtige Unterlagen wie die Geburtsurkunde von Vater und Mutter sowie das Familienstammbuch.

• Elternzeit beantragen
Anspruch auf Elternzeit gibt es für die Eltern in den ersten drei Jahren nach der Geburt des Kindes. Der Antrag auf Elternzeit muss sieben Wochen vor Beginn schriftlich beim Arbeitgeber eingereicht werden.

• Organisatorisches
Transport in die Klinik planen, ggf. Babysitter für die älteren Kinder organisieren, wichtige Telefonnummern notieren, Kinderarzt in der Nähe suchen, Essensvorräte besorgen, neue Babykleidung waschen, Fläschchen und Sauger reinigen.

Nach der Geburt stehen einige Behördengänge an, die Sie teilweise schon während der Schwangerschaft vorbereiten können. Mehr Informationen finden Sie hier:

Schwangerschaft

Behördengänge, Anträge und Formulare nach der Geburt

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Checkliste für die Schwangerschaft: Daran müssen Sie denken

  • Die Erstausstattung für Ihr Kind sollte höchste Priorität haben: Richten Sie das Kinderzimmer und den Wickelplatz ein, besorgen Sie Babykleidung sowie Sauger und Fläschchen.
  • Füllen Sie die Anträge auf Eltern- und Kindergeld weitestgehend aus.
  • Die Elternzeit als werdender Vater muss mindestens sieben Wochen vor dem Start in Form eines Antrags eingereicht werden.
  • Setzten Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung und regeln Sie, wie Ihr Baby nach der Entbindung versichert werden soll.
  • Packen Sie ca. acht bis zehn Wochen vor dem Geburtstermin eine Tasche für den Klinikaufenthalt. Vergessen Sie dabei sowohl die Geburtsurkunde des Vaters als auch die der Mutter nicht.
  • Für das Mutterschaftsgeld ist es wichtig, dass Sie sieben Wochen vor Ihrem Entbindungstermin eine Bescheinigung Ihres Gynäkologen bei Ihrer Krankenkasse einreichen, die Ihren geplanten Geburtstermin bestätigt.
  • Nicht nur der Transport in die Klinik, sondern auch die Organisation für die ersten Wochen nach der Entbindung, die Babysitter für ältere Geschwister und der Antrag auf eine Haushaltshilfe, der bei Ihrer Krankenkasse gestellt werden muss, sollten etwa drei Wochen vor der Geburt geplant sein.
  • Für die Untersuchungen U2 sowie U3 während der ersten Lebenswochen Ihres neuen Sprösslings sollten Sie einen Kinderarzt im Visier haben. Empfehlungen von Freunden, Verwandten oder auch Bekannten können an dieser Stelle hilfreich sein.
  • Unverheiratete Eltern sollten sich darüber hinaus um das gemeinsame Sorgerecht bemühen. Die Vaterschaft muss beim Jugendamt oder Standesamt anerkannt werden.

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