Checkliste 1 wohnung

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Kindergeld (Unterhalt) bei Studium und Auszug in eigene Wohnung

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehmen möchte:

Lebt das Kind nicht mehr im Haushalt des Elternteils, an welchen das Kindergeld bislang ausgezahlt wurde, erhält der jenige Elternteil das Kindergeld, der dem Kind laufend den höheren Barunterhalt zahlt, wobei andere Unterhaltsleistungen außer Betracht bleiben. Nachdem Sie mitteilen, dass Sie für den Unterhalt Ihrer Kinder aufkommen, steht Ihnen das Kindergeld zu.

Weiterhin sind Sie nach dem Auszug Ihrer Tochter aus der mütterlichen Wohnung nach § 68 Abs. 1 EStG verpflichtet, dies der zuständigen Familienkasse unverzüglich mitzuteilen. In dieser Veränderungsmitteilung – der entsprechende Vordruck befindet sich auf der Seite – können Sie darum bitten, das Kindergeld künftig auf Ihr Konto zu überweisen. Aufgrund der weiterhin andauernden Ausbildung Ihrer Tochter entfällt der Kindergeldanspruch nicht, so dass kein neuer Antrag erforderlich ist, vielmehr sind die Veränderungsmitteilung sowie der jährliche Nachweis über die Fortdauer des Studiums durch Übersendung der Immatrikulationsbescheinigung ausreichend.

Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt nach der geltenden Düsseldorfer Tabelle in der Regel monatlich EUR 640,-. Bis zur 12. Einkommensgruppe übersteigt dieser Unterhaltsanspruch die Sätze der 4. Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle. Mit Eintritt der Volljährigkeit des Kindes sind beide Elternteile bei entsprechender Leistungsfähigkeit unterhaltsspflichtig. Für den Mehrbedarf muss daher auch die Kindesmutter anteilig aufkommen, falls sie ein eigenes Einkommen bezieht und und ihr Selbstbehalt nicht tangiert wird.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

Kann das volljährige Kind auf Geldunterhalt statt Naturalunterhalt bestehen?

Kann ein volljähriges Kind, das sich noch in der Ausbildung befindet, darauf bestehen, dass ihm die Eltern den Unterhalt in Geldform leisten? Wann muss es sich mit Naturalunterhalt in Form der angebotener Kost und Logis etc. im Elternhaus begnügen? In welchen Fällen kann dies unzumutbar sein?

Egal, was die Medien verbreiten – nicht jedes Kind möchte den Aufenthalt im „Hotel Mama“ so lange wie möglich ausdehnen. Hat das unterhaltsberechtigte Kind die Wahl zwischen Bar- und Naturalunterhalt?

Unterhalt volljähriges Kind: Eltern sind grundsätzlich frei in Art und Weise der Unterhaltsgewährung

Eltern können festlegen, dass der Unterhalt im Elternhaus in Form von Kost und Logis, Taschen- und Kleidergeld etc. entgegenzunehmen ist. Dieses Bestimmungsrecht gilt gegenüber minderjährigen und volljährigen unverheirateten Kindern. Von diesem Bestimmungsrecht kann nur Gebrauch gemacht werden, wenn der gesamte Bedarf abgedeckt werden soll (Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, Taschengeld, etc.). Das Recht des volljährigen Kindes auf die freie Selbstbestimmung tritt dabei hinter dem elterlichen Bestimmungsrecht grundsätzlich zurücktritt, da die Beachtung der finanziellen Interessen der Kindeseltern Vorrang genießt. Leistet das volljährige Kind dem wirksam ausgeübten Bestimmungsrecht keine Folge, so verliert es seinen Unterhaltsanspruch (OLG Brandenburg, Urteil v. 15.03.2017, 9 WF 288/07).

  • Allerdings gilt dies Bestimmungsrecht nach der seit 1.1.2008 geltenden Fassung des § 1612 Abs. 2 BGB nur,
  • sofern auf die Belange des Kindes die gebotene Rücksicht genommen wird.

Wann sind die Umstände so, dass ein volljähriges #Kind erwarten darf, ausziehen zu können, und deshalb Anspruch auf #Geldunterhalt statt #Naturalunterhalt hat?

Unterhalt an volljähriges Kind für eigene Wohnung? Ein Beispielfall

Eine volljährige, noch in der Ausbildung befindliche Tochter wollte in einer eigenen Wohnung leben. Sie hatte nicht unerhebliche Probleme mit dem Erziehungsstil der Mutter gegenüber ihren noch nicht volljährigen Geschwistern. Hierüber war es zuhause bereits zu einigen Auseinandersetzungen gekommen.

  • Die Tochter war daher der Auffassung, dass ihr angesichts der bestehenden erheblichen persönlichen Differenzen mit ihrer Mutter ein Zusammenleben mit dieser nicht mehr zumutbar sei.
  • Die Mutter lehnte es aber ab, ihrer Tochter Unterhalt zu zahlen. Sie vertrat den Standpunkt, dass die Tochter weiterhin zuhause wohnen könne und dort ausreichend versorgt sei. Dies sei unter dem Strich wesentlich kostengünstiger als die Führung eines eigenen Haushalts.

Die Tochter sah das nicht ein und beantragte daher beim zuständigen Familiengericht Prozesskostenhilfe für eine von ihr beabsichtigte Unterhaltsklage. Das Familiengericht lehnte ihren Antrag ab. Die hiergegen gerichtete Beschwerde blieb ohne Erfolg.

Unterhaltsverpflichtete bestimmt, wie er den Unterhalt gewährt

Das mit der Beschwerde befasste OLG stellte klar, dass § 1612 Abs. 2 BGB den unterhaltspflichtigen Eltern – in diesem Fall der Mutter – grundsätzlich das Recht einräumt, über die Art der Unterhaltsgewährung zu entscheiden.

  • Bei der Entscheidung über die Form der Unterhaltsgewährung sei allerdings auf die Gesamtsituation und auf berechtigte Interessen des Kindes Rücksicht zu nehmen.
  • Umgekehrt gelte allerdings auch für das unterhaltsberechtigte Kind das Gebot der Rücksichtnahme auf die wirtschaftliche Situation des zum Unterhalt Verpflichteten.
  • Grundsätzlich seien die Interessen des Kindes hierbei nicht als gewichtiger einzustufen als die wirtschaftlichen Belange des Unterhaltsverpflichteten (OLG Brandenburgisch, Beschluss v. 18.10.2007, 9 WF 288/07).

Gericht sah kein tief greifendes Zerwürfnis

Nach Auffassung des OLG ist es für ein unterhaltsberechtigtes Kind grundsätzlich zumutbar, in der Wohnung des Unterhaltsverpflichteten zu leben, sofern dort die Platzverhältnisse ausreichend sind.

Nur wenn es dem Kind aus persönlichen Gründen oder wegen besonders schwieriger Konflikte in der Eltern-Kind-Beziehung unzumutbar sei, in der mütterlichen Wohnung zu leben, müsse das wirtschaftliche Interesse des Unterhaltsverpflichteten zurücktreten.

Die unterschiedlichen Auffassungen zwischen Mutter und Kind über die Erziehung der Geschwister seien jedenfalls kein ausreichender Grund, um von einer tiefgreifenden Zerrüttung der Beziehung zwischen Mutter und Tochter auszugehen.

Konflikte sind natürlicher Bestandteil des Lebens

Das Gericht wies darauf hin, dass Auseinandersetzungen und Konflikte über solche Themen zu jedem menschlichen Leben notwendigerweise dazu gehörten. Auch gelegentliche emotionale Ausbrüche, zu denen auch Beschimpfungen gehören, sind nach Auffassung des Gerichts kein ausreichender Anlass, ein Zusammenleben als unzumutbar einzustufen. Dass die Mutter ihre Tochter auch schon mal als “Balg“ beschimpft hat, liegt nach Auffassung des Gerichts nicht so außerhalb der Norm, dass ein Zusammenleben dauerhaft nicht möglich wäre.

Das OLG versagte daher der Beschwerde gegen die ablehnende PKH-Entscheidung den Erfolg (OLG Brandenburg, Beschluss v. 21.05.2008, 9 WF 116/08).

Grundsätzliche Argumente gegen Naturalunterhalt

Eine Grund zur Abänderung der von einem Elternteil getroffene Unterhaltsbestimmung auf Antrag des Kindes nach § 1612 Abs. 2 S. 2 BGB

  • ist insbesondere, eine zwischen dem Kind und dem bestimmenden Elternteil eingetretene tief greifende Entfremdung,
  • die nicht alleine auf einem rücksichtslosen oder provozierenden Verhalten des Kindes beruht (OLG Celle v. 23.7.1996, 18 W 19/96, FamRZ 1997, 966; OLG Düsseldorf v. 4.7.1995, 25 Wx 20/9, FamRZ 1996, 235).

Eine tief greifende Entfremdung zwischen dem Elternteil und dem unterhaltsberechtigten Kind kann zur Unwirksamkeit der Bestimmung jedenfalls dann führen, wenn sie auch auf unangemessene Erziehungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Für eine solche Ausnahme reichen allerdings einmalige oder gelegentliche Erziehungsfehler nicht aus

Die Belange des Kindes sind auch dann nicht hinreichend berücksichtigt, wenn es sich dem anderen Elternteil stärker verbunden fühlt und deshalb nach Volljährigkeit in dessen Haushalt umzieht und der Elternteil, bei dem es bislang gelebt hat, diesen Umzug zum Anlass nimmt, die Rückkehr in seinen Haushalt durch eine Unterhaltsbestimmung nach § 1612 Abs. 2 S. 1 BGB zu erzwingen.

Wann ist Naturalunterhalt dem Kind zumutbar, wann nicht?

Naturalunterhalt ist nicht unzumutbar, wenn sich das Kind

  • allein auf die dominierende Art des Vaters,
  • auf persönliche Spannungen
  • den Generationenkonflikt
  • gelegentliche Wortentgleisungen der Eltern/eines Elternteils
  • seinen Wille, ohne eine Bevormundung durch die Eltern sein Leben frei und selbstbestimmend führen zu können

beruft (Aus: Deutsches Anwalt Office Premium).

Das Bedürfnis, ein eigenes Leben mit eigenem Haushalt und ggf. auch mit einem Freund oder einer Freundin zu führen, steht jedenfalls bei einem gerade volljährig gewordenen Kind, das in seiner Berufsausbildung noch keine nennenswerten Fortschritte gemacht hat, der Realisierung einer Unterhaltsbestimmung nicht entgegen.

Auch Äußerungen einer Mutter, die Tochter könne doch ausziehen, wenn es ihr nicht passe, und gegenüber Dritten, die Tochter wäre der größte Fehler ihres Lebens gewesen, sah das OLG Karlsruhe nicht als so unüblich und unzumutbar an, um eine tiefgreifende, nicht mehr zu behebende Entfremdung anzunehmen (OLG Karlsruhe, Beschluss v. 23.1.2015, 2 UF 276/14 ).

Unzumutbar ist Naturalunterhalt dagegen, wenn es auf Grund des Verhaltens der Eltern zu einer schweren Störung des Vertrauensverhältnisses gekommen ist, etwa wenn Gewalttätigkeiten von Seiten der Eltern vorliegen oder diese Volljährige bestrafen wie Minderjährige.

Geldunterhalt-Argument Ausbildungsort und Fahrzeit

Liegt der Ausbildungsort oder der zugewiesene Studienplatz so weit vom Elternhaus entfernt, dass die Fahrzeit nicht zumutbar sind, geht das Recht des Kindes auf eine selbst gewählte Ausbildung dem Bestimmungsrecht der Eltern vor. Die Eltern können z.B. nicht verhindern, dass das Kind einen entfernten Studienplatz annimmt und dort wohnt, wenn dieses Studium am Wohnort der Eltern nicht möglich ist. Dann besteht Anspruch auf Geldunterhalt.

Kein Bleiberecht des volljährigen Kindes im Elternhaus

Nicht immer sind es die Kinder, die auf den Auszug aus dem Elternhaus dringen: Doch es steht dem volljährigen Kind kein gesetzliches Recht mehr zu, in der elterlichen Wohnung zu leben, denn in der von den Eltern bewohnten Wohnung haben die Eltern das Hausrecht. Sie können also von ihrem volljährigen, mit Geldunterhalt ausgestatteten und in Ausbildung befindlichen Kind verlangen, dass es auszieht.

Gesetzestext

§ 1612 BGB

(1) Der Unterhalt ist durch Entrichtung einer Geldrente zu gewähren. Der Verpflichtete kann verlangen, dass ihm die Gewährung des Unterhalts in anderer Art gestattet wird, wenn besondere Gründe es rechtfertigen.

(2) Haben Eltern einem unverheirateten Kind Unterhalt zu gewähren, können sie bestimmen, in welcher Art und für welche Zeit im Voraus der Unterhalt gewährt werden soll, sofern auf die Belange des Kindes die gebotene Rücksicht genommen wird. Ist das Kind minderjährig, so kann ein Elternteil, dem die Sorge für die Person des Kindes nicht zusteht, eine Bestimmung nur für die Zeit treffen, in der das Kind in seinen Haushalt aufgenommen ist.

Weitere News zum Thema:

Kindesunterhalt: Grundsätze und Rechtsfragen

Wann müssen Eltern nach einer Ausbildung noch ein Studium finanzieren?

Haben Rabeneltern Anspruch auf Elternunterhalt vom Kind?

Schlagworte zum Thema: Unterhalt, Kindesunterhalt

Unterhalt für Kind in Ausbildung und eigener Wohnung

Ab Volljährigkeit unterliegt die Berechnung des Unterhalts für Kinder in Ausbildung anderen Regeln wie zuvor. Maßgeblich ist ab 18 das gemeinsame Einkommen der Eltern, die sich entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit an den Unterhaltskosten beteiligen müssen. Verdienen also beide Elternteile ein Einkommen über dem Selbstbehalt (880 Euro) kann eine Aussage zu dem von einem Elternteil zu zahlenden Unterhalt nur dann getroffen werden, wenn auch das Einkommen des anderen Elternteiles bekannt ist.

Der Bedarf eines in Ausbildung befindlichen Jugendlichen mit eigener Wohnung beträgt derzeit nach den Düsseldorfer Leitlinien zum Unterhalt pauschal 735 Euro/Monat. In dem Betrag ist Anteil für Mietkosten in Höhe von 300 Euro enthalten. Von diesem Betrag ist das dem Kind ausgezahlte Kindergeld in voller Höhe abzuziehen.
Abzuziehen ist davon weiter die Ausbildungsvergütung des Kindes; mindestens in einer pauschalen Höhe von 90 Euro. Sollten höhere ausbildungsbedingte Kosten nachgewiesen werden (z. B. Fahrtkosten zur Ausbildungsstelle/Berufsschule, Berufskleidung, Lehrmittel etc.), ist der tatsächlich nachgewiesene Aufwand vom Einkommen des Kindes abzuziehen.

Der so errechnete Betrag ist von den Eltern entsprechend ihrer Leistungskraft (s. o.) anteilig bis zum Abschluss der Ausbildung zu zahlen.

Was das Hotel Mama kostet

Und genau da fangen die Probleme an: Gehört der Lehrlingslohn eigentlich voll und ganz den Lernenden? Oder soll, ja muss ein Lehrling von seinem selbst verdienten Geld zu Hause etwas abgeben, damit Mami die Wäsche macht und Papa den Rasen mäht?

Wie viel ist „angemessen“?

Laut Zivilgesetzbuch (ZGB-Artikel 323) steht das Geld, das ein Kind oder Jugendlicher selbst verdient, „unter seiner Verwaltung und Nutzung“. Im ersten Lehrjahr liegt eine Abgabe häufig auch kaum drin. Später aber, bei einem höheren Lohn, kann durchaus vom Jugendlichen verlangt werden, „einen angemessenen Beitrag an seinen Unterhalt“ zu leisten, wie es das Gesetz vorsieht. „Hotel Mama“ darf also etwas kosten, auch wenn die Eltern verpflichtet sind, bis zum Ende der Erstausbildung für ihr Kind aufzukommen.

Wie hoch ein „angemessener“ Beitrag aber ist, muss individuell entschieden werden. Die Budgetberatung Schweiz schlägt in ihren Richtlinien einen Betrag im Rahmen von 15 bis 20 Prozent des Lehrlingslohnes vor. Diese Zahlen sind als Richtwerte zu verstehen: Die Beratungsstelle empfiehlt Eltern und Jugendlichen, zusammenzusitzen, um festzulegen, „welche Erwartungen von beiden Seiten bestehen“, damit es nicht zum Familienstreit kommt. Um dafür klare Grundlagen zu schaffen, sollten Lehrlinge schon ab dem ersten Lehrjahr ein Budget erstellen. Solche Berechnungen lassen sich heute bequem online anstellen (siehe Fussnote).

Klar – der Beitrag, den ein Lernender zu Hause abliefert, wird den Aufwand für Kost und Logis nie decken. Was zählt, ist der symbolische Gehalt: Jugendliche lernen so, dass das Leben kostet. Dies kann für den späteren Umgang mit einem „grossen“ Lohn nur hilfreich sein.

Zigis zahlt der Sprössling

Unbestritten dürfte sein, dass Kosten für Handy, Hobby, allenfalls Zigaretten und Markenkleider zulasten des Lehrlingslohnes gehen. Sogar die Krankenkassenprämie kann ab einem gewissen Lohnniveau zum Teil oder vollständig vom Jugendlichen bezahlt werden.

MamaRosas – Restaurante Kosten

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Checkliste erste eigene Wohnung

Die erste eigene Wohnung Checkliste

Bei den meisten Leuten kommen nach dem Bezug in die erste eigene Wohnung Fragen auf. Aber keine Angst, dies ist normal, dass nicht alles von Anfang an funktioniert. Freunde oder auch die Eltern freuen sich nach dem Einzug in die erste eigene Wohnung über einen Anruf und stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Nutzen für die erste Wohnung Checkliste als PDF, um nichts zu vergessen.

Möbel für die Erstausstattung

Kleiderschrank

Bett mit Matratze und Lattenrost

Nachttisch

Schreibtisch

Schreibtischstuhl

Regale (für Bücher und Fernseher)

Couchtisch

Couch

Küchenschrank

Küchentisch mit Stühlen

Küchenregal

Badschrank

Kleiderhaken oder Garderobe

Schuhschrank

Benötigtes Zubehör für die erste eigene Wohnung

Bettlaken

Bettdecke und Kissen

Bettwäsche

Nachttischlampe

Deckenlampen für jedes Zimmer

Schreibtischlampe

Tischdecken

Sofakissen

Besteck

Besteckfach

Tassen

Teller

Töpfe

PFannen

Gläser

weiteres Küchenzubehör (Suppenkelle, Kochlöffel)

Korkenzieher

Dosenöffner

Wäschesack

Wäscheklammern

Wecker

Mülleimer für Arbeitszimmer, Küche und Bad

Toilettenbürste

Toilettenpapier und Halter

Bügelbrett

Spiel

Wäscheständer

Handtücher für das Badezimmer und Gäste-WC

Wecker

Fußmatte

Erstausstattung an Elektronik

Fernseher

Telefon

Wasserkocher

Kaffeemaschine

Mikrowelle

Toaster

Herd

Kühlschrank

Computer/Laptop

Fön

Bügeleisen

Staubsauger

Steckdosenverteiler

Verlängerungskabel

Werkzeug für die neue Wohnung

Hammer

Nägel

Dübel, Schrauben

Schraubenzieher

Wasserwaage

Zange

Bohrmaschine

Akkuschrauber

Reinigungsbedarf und Kosmetik für das Bad

Waschmittel

Allzweckreiniger

Putzeimer und Putzlappen

Toilettenpapier

Toilettenreingier

Küchenrolle

Fensterputzmittel

Handfeger

Besen

Spülmittel

Taschentücher

Shampoo und Duschgel

Zahndbürste und Zahnpasta

Erste Hilfe Kasten

Außerdem wichtig in der ersten eigenen Wohnung

Bank, Versicherung, Krankenkasse und Arbeitgeber über die neue Adresse informieren

Telefon und Internet beantragen

Post umleiten

Neue Adresse beim Amt in den Ausweis eintragen lassen

Wasser, Gas und Strom anmelden

Türschilder anbringen

BAföG oder Wohngeld beantragen

Hausratversicherung abschließen

Bei den Nachbar vorstellen

Einweihungsparty organisieren

Die Checkliste erste eigene Wohnung als PDF können Sie ausdrucken und dann alles abhaken, was schon besorgt wurde. Damit behalten Sie immer alles unter Kontrolle. Auf diese Weise verhindern Sie außerdem, dass Sie Sachen doppelt kaufen.

Erste eigene Wohnung: Checkliste – was jetzt wichtig ist

  • Studienbeginn: Das brauche ich

Nach dem Einzug in die erste eigene Wohnung gibt es viele bürokratische Hürden zu meistern. Dabei ist es wichtig, die To-Dos gut zu strukturieren. Denn oft gilt es Fristen zu beachten. Die folgende Checkliste gibt eine Übersicht über anfallende Aufgaben, sortiert nach ihrer Dringlichkeit.

Checkliste: Was nach dem Bezug der ersten eigenen Wohnung wichtig ist

1. Ummeldung des Wohnsitzes

Nach einem Wohnortswechsel steht die Ummeldung des Wohnsitzes an erster Stelle, denn dafür hat man in der Regel nur zwei Wochen Zeit. Bei Verstoß kann ein Ordnungsgeld von bis zu 500 Euro drohen. Es ist außerdem ratsam, sich vorab auf dem Einwohnermeldeamt der jeweiligen Stadt über die nötigen Unterlagen zu informieren. Seit dem 1. November 2015 ist bundesweit eine Wohnungsgeberbestätigung Pflicht (Vorlagen finden sich Online für den jeweiligen Wohnort). Bei der Ummeldung wird dann auch die neue Adresse im Personalausweis eingetragen.

2. Behörden informieren

Nachdem die Ummeldung des Wohnsitzes erfolgreich war, besteht die wichtigste Aufgabe hauptsächlich darin, verschiedene Behörden und Institutionen über den Wohnsitzwechsel in Kenntnis zu setzen. Dabei ist es sinnvoll, sich vorher gezielt über spezifische Fristen zu informieren.

3. Post

Damit zukünftige Sendungen auch am neuen Wohnsitz ankommen, sollte als erstes der Name an Klingelschildern und Briefkästen ausgetauscht werden. Für die Post kann ein Nachsendeantrag angefordert werden.

4. Fahrzeuge ummelden, Fahrkartenbereiche überprüfen

Bei einem Umzug mit Fahrzeugen muss das Straßenverkehrsamt bzw. die zuständige Kfz-Zulassungsstelle informiert werden. Es folgt eine Aktualisierung von Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Bei Monats- oder Abo-Karten für öffentliche Verkehrsmittel muss überprüft werden, ob der eingetragene Fahrkartenbereich nach wie vor gültig ist.

5. Arbeitsamt, Familienkasse, Sozialkasse, Finanzamt, Bafög-Amt, Krankenkasse

Diese Ämter müssen über einen Umzug informiert werden, damit in Zukunft alle wichtigen Dokumente und Gelder den neuen Wohnsitz erreichen.

6. Versicherungen

Wer in die erste eigene Wohnung zieht, sollte sich auch über seinen Versicherungsschutz Gedanken machen. Womöglich ist jetzt eine eigene Haftpflichtversicherung nötig, da man nicht mehr im Haushalt der Eltern lebt und so mitversichert war. Eine eigene Haftpflichtversicherung wird von Experten unbedingt empfohlen wird. Auch die Rechtsschutzversicherung der Eltern greift in der Regel nicht mehr, wenn man nicht mehr Teil des Haushalts ist.

Auch eine eigene Hausratversicherung kann sinnvoll sein. Hier hängt es aber tatsächlich davon ab, wie groß der Hausrat ist. Da die erste eigene Wohnung in der Regel eher klein und spärlich eingerichtet ist, kann man oft auf eine Hausratversicherung verzichten.

7. Strom, Gas und Wasser

Nach dem Einzug läuft die Energieversorgung meistens erstmal über eine zentrale Grundversorgung. Doch dieser Tarif ist nicht unbedingt immer der Günstigste. Man sollte sich also zeitnah über einen möglichen Wechsel informieren.

8. Telefon, Internet, Kabelanschluss

Beim Einzug in die erste eigene Wohnung gilt es, einen Anbieter für Telefon, Internet und Kabelanschluss zu wählen.

9. Rundfunkgebühr

Mit der ersten eigenen Wohnung ist auch eine Anmeldung für den gesetzlichen Rund Rundfunkbeitrag nötig.

10. Universitäten, Schulen und Kindergärten

Auch die Bildungsinstitutionen müssen über einen Umzug informiert werden. Wer Kinder hat, sollte bei einem Bundeslandwechsel gegebenenfalls die neuen Schulferien beachten.

11. Sonstiges

Außerdem sollten über einen Umzug informiert werden: Zeitungen und sonstige Abonnements, Kundenkarten, Vereine und Mitgliedschaften, Versandhandel (z.B. Amazon) und der Arbeitgeber.

Finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen

Der Einzug in die erste eigene Wohnung kann vor allem für Studierende oder Auszubildende ganz schön teuer werden. Speziell für junge Mieter gibt es dafür verschiedene staatliche Zuschüsse.

  • Kindergeld

Während einer Ausbildung erhalten Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahre staatliches Kindergeld. Der aktuelle Satz beträgt 192 Euro (Stand Mai 2017).

  • BAföG für Studierende und Auszubildende

Um das BAföG-Fördergeld zu erhalten, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Der BAföG-Antrag wird beim zuständigen Studentenwerk oder beim Amt für Ausbildungsförderung abgegeben. Infos gibt es unter https://www.bafög.de.

  • Berufsausbildungshilfe (BAB)

Bei einer betrieblichen Erstberufsausbildung mit entsprechender Ausbildungsvergütung besteht die Möglichkeit BAB zu beantragen. Der Betrag ist unterschiedlich, unter http://www.babrechner.arbeitsagentur.de kann die Berufsausbildungshilfe berechnet werden.

  • Wohngeld

Als Zuschuss zur Miete kann Wohngeld in der Regel nur bezogen werden, wenn keine anderen Leistungen zustehen. Der Zuschuss ist dabei abhängig vom Gesamteinkommen, der Anzahl der Haushaltsmitglieder und der Gesamtmiete. Der Antrag auf Wohngeld kann bei der zuständigen Wohngeldbehörde gestellt werden.

Erste eigene Wohnung: Überlebenshilfe für den Start in die Unabhängigkeit

Lesermeinungen:

(40)

Raus aus Hotel Mama, rein in die erste eigene Wohnung: Klingt gut, bedeutet aber einiges an Aufwand und Kosten. Möbel müssen gekauft, der Umzug organisiert, der Strom an- und die eigene Adresse umgemeldet werden. Studierende und Auszubildende können zudem oft finanzielle Unterstützung beantragen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Weg in die eigenen vier Wände.

Der Auszug in die erste eigene Wohnung bedeutet viel Arbeit – ist aber auch ein Schritt in die Eigenständigkeit. Foto: Ivan Kruk / fotolia.com

„Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst…“ – Wer in die erste eigene Wohnung zieht, muss sich diesen Spruch nicht länger anhören. Doch auf dem Weg dahin müssen angehende Mieter einige Hürden überwinden. Mit dieser Checkliste gelingt der Einzug in die erste eigene Wohnung.

Die erste eigene Wohnung: Suchen und finden

Vier eigene Wände machen noch lange kein Zuhause. Damit sich angehende Mieter aber in der ersten eigenen Wohnung auf Dauer wohl fühlen, sollten sie sich vor der Suche einige Gedanken darüber machen, was ihnen beim Wohnen wichtig ist. Diese Fragen helfen, die Suche gezielter zu gestalten:

  • Will ich alleine oder mit anderen zusammen wohnen?
  • Wie groß soll die Wohnung sein?
  • Lieber im Erd- oder im Dachgeschoss?
  • Mit Balkon, Terrasse oder Garten?
  • Brauche ich einen Keller?
  • Benötige ich eine Garage oder einen Stellplatz für mein Auto?
  • Soll die Wohnung eine Einbauküche haben?
  • Soll das Bad mit Wanne sein?
  • Möchte ich ein Haustier halten?
  • Wie hoch sind Miete und Nebenkosten?
  • Wie hoch ist die Kaution?
  • Was brauche ich in meiner nächsten Umgebung (Einkaufsmöglichkeit, Park, Verkehrsanbindungen)

Beim Stöbern in den Wohnungsanzeigen können Mieter aufgrund der Kriterien, die ihnen wichtig sind, eine erste Vorauswahl treffen.

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Haus oder Wohnung finden

Was suchen Sie? Immobilien suchen Info

Wer unter 18 Jahre alt ist, kann in der Regel nur mit Zustimmung der Eltern von zu Hause ausziehen. Denn bis zum 18. Lebensjahr haben die Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht und sind für die Auszugswilligen verantwortlich. Jugendliche mit Auszugsplänen sollten darum erst versuchen, die Eltern bei ihren Plänen mit ins Boot zu holen – zumal ein Alleingang spätestens am Mietvertrag scheitern könnte: Der ist bei Minderjährigen nur gültig, wenn deren Eltern mit unterschreiben.

Ob man sich in der Wohnung wohl fühlt, merkt man aber erst vor Ort. Im nächsten Schritt sollten Auszugswillige darum den Anbieter kontaktieren und einen Besichtigungstermin vereinbaren.

Wohnungsbesichtigung

Hilfreich: Nachfragen, genau hinschauen – und auf die Wohnungsbesichtigung am besten eine zweite Person mitnehmen. Foto: iStock / Solstock

Bei der Wohnungsbesichtigung haben Mietinteressenten die Gelegenheit, alles über die Mietwohnung zu erfahren, was sie interessiert. Fragen ist also erlaubt. Daneben sollten sie aber auch aufmerksam darauf achten, in welchem Zustand die Wohnung ist – zum Beispiel, ob es Kratzer im Parkett gibt, Türgriffe defekt sind oder es durchs Fenster zieht. Kleine Mängel sollten sie sich auf jeden Fall merken, und später im Wohnungsübergabeprotokoll schriftlich festhalten. Daneben sollten sie auch darauf achten, ob der Schnitt und die Größe der Wohnung zu den eigenen Bedürfnissen passt, und ob Gegebenheiten vorhanden sind, die sie auf Dauer stören könnten – wie das Geräusch vorbeifahrender Fahrzeuge, das laut durch die Wände dringt, oder dass in viele Zimmer nachmittags kaum Sonne hineingelangt. Damit bei den vielen Eindrücken nichts übersehen oder vergessen wird, lohnt es sich oft, eine zweite Person mitzunehmen.

Link-Tipp

Worauf Sie bei der Wohnungsbesichtigung achten sollten – und an welche Fragen Sie bei der Wohnungssuche denken sollten, finden Sie hier im Überblick.

Im Laufe der Wohnungsbesichtigung werden dem Mietinteressenten oft Fragen gestellt – etwa zur eigenen finanziellen Situation. Eine Möglichkeit, die eigene Zahlungsfähigkeit nachzuweisen ist die eigene Bonitätsauskunft. Zwar sind Mietinteressenten nicht verpflichtet, diese Information preiszugeben. In der Praxis erhöht die Vorlage einer solchen Auskunft aber meist die Chance auf eine Zusage vom Vermieter. Eine weitere Option, um dem Vermieter Sicherheit zu bieten ist es, wenn die Eltern bürgen.

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Zusage und Mietvertrag

Passt die Wohnung, und der Vermieter stimmt zu, geht es an die Unterzeichnung des Mietvertrages. Die wichtigsten Informationen in Kürze:

  • Die Höhe der Kaution darf nicht mehr als drei Monatskaltmieten betragen
  • In der Regel gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten
  • Nur bestimmte Nebenkosten muss der Mieter tragen, und auch das nur, wenn sie vertraglich vereinbart sind. Die Kosten für Instandhaltung und Verwaltung zählen nicht dazu.
  • Mieter müssen nur unter bestimmten Umständen renovieren

Link-Tipp

Schritt für Schritt den Mietvertrag prüfen: So funktioniert’s.

Wohnungsübergabe

Bei der Wohnungsübergabe bekommt der Mieter die Schlüssel überreicht – sollte sich aber auch Zeit nehmen, eventuelle Macken festzuhalten. Foto: Tom Bayer / fotolia.com

Ist der Mietvertrag unterschrieben, folgt meist darauf die Wohnungsübergabe. Dabei bekommt der Mieter die Schlüssel für die Wohnung überreicht und sollte zusammen mit dem Vermieter noch einmal Raum für Raum die Wohnung durchgehen. Die Anzahl der Schlüssel, die Zählerstände (Gas, Wasser, Strom) und etwaige Mängel in der Wohnung sollten sie in einem Wohnungsübergabeprotokoll festhalten. Bestenfalls erhält der Mieter bei der Wohnungsübergabe auch eine Wohnungsgeberbestätigung von seinem Vermieter. Diese braucht er später, um seinen neuen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt anzumelden.

Ersteinrichtung planen

Mikrowelle, Dosenöffner, Handtücher: Oft merkt man erst in der neuen Wohnung, dass etwas fehlt – nämlich gerade dann, wenn man es braucht. Daher lohnt es sich, vor dem Einzug eine Bestandsaufnahme zu machen. Wer mit seinem Partner zusammen zieht oder in eine Wohngemeinschaft, sollte mit seinen künftigen Mitbewohnern absprechen, wer was mitbringt und was noch fehlt.

Ein Herd und ein Kühlschrank machen noch lange keine Küche. Wer richtig kochen und backen will, braucht neben Töpfen und Pfannen viele weitere Küchenutensilien:

  • Ofenhandschuhe
  • Pfannenwender
  • Kochlöffel
  • Schneidemesser
  • Auflauf- und Backformen
  • Küchenwaage
  • Schüsseln
  • Teller (groß, klein, Suppenteller)
  • Besteckset

Beim Einkauf sollte man zudem schon an den ersten Besuch denken: Dann braucht es oft mehr als zwei Gläser und Teller. Das Besteck und Geschirrset sollten für mindestens sechs Personen reichen.

Wenn Lust und Zeit zum Kochen fehlen, kommen zudem oft Elektrokleingeräte wie Mikrowelle oder Toaster zum Einsatz. Wer morgens erst nach einer Tasse Tee oder Kaffee wach wird, für den gehören ein Wasserkocher oder die Kaffeemaschine zur Grundausrüstung.

Damit das Bad ausreichend ausgestattet ist, braucht es neben ausreichend Handtüchern oft:

  • Seifenhalter oder –spender
  • Fön
  • WC-Bürste
  • Duschvorhang
  • Badteppich

Ein Bett und eine Möglichkeit, Klamotten unterzubringen, gehören im Schlafzimmer zur Ersteinrichtung. Auch Kleinigkeiten wie eine Nachttischlampe und ausreichend Kleiderbügel für den Schrank sollten dabei nicht vergessen werden.

Wer das Wasch- und Putzarsenal seiner Eltern nicht einfach plündern darf, kann sich vor dem Auszug daran orientieren, welche Mittel und Gegenstände bei den Eltern im Schrank stehen. Dazu gehören: Reinigungsmittel, Putzeimer und -tücher, Besen, Staubsauger, Bügelbrett und Bügeleisen, Wäschekorb und -ständer. Eine eigene Waschmaschine ist sicherlich eine sinnvolle Investition.

Ärmel hochkrempeln, bohren und schrauben gehört mit zum Einzug in die erste eigene Wohnung. Darum sollten im Gepäck ausreichend Steckdosenleisten und Verlängerungskabel sein, sowie Glühbirnen und Lampen. Damit mit dem Einrichten gleich losgelegt werden kann, sollten im Werkzeugkoffer außerdem sein:

  • Wasserwage
  • Zollstock
  • Schrauben, Nägel, Dübel
  • Schraubenzieher (Kreuz und Schlitz)
  • Spannungsprüfer
  • Inbusschlüssel
  • Hammer
  • Bohrer
  • Zange
  • Teppichmesser

Tipp: Upcycling für gebrauchte Möbel

In Gebrauchtwarenhöfen oder auf dem Trödelmarkt findet man gebrauchte Möbel, von denen manche noch sehr hochwertig sind – und deutlich günstiger als neue. Mit etwas handwerklichem Geschick lassen diese sich leicht wieder auf Vordermann bringen.

Wenn das großzügige Sofa nicht in die Ecke im Wohnzimmer passt, ist das ärgerlich. Bevor sich Mieter an den Umzug machen, lohnt es sich darum oft, einen Möbelstellplan zu erstellen. Auf diesem können Mieter größere Möbel einzeichnen und verschiedene Konstellationen durchprobieren – ganz ohne überflüssiges Schleppen, Verrutschen oder Auseinanderschrauben.

Umzug organisieren

Viele junge Mieter stemmen ihren Umzug aus eigener Kraft: Das schont zwar nicht die Muskeln, und kostet Zeit – dafür spart man aber oft am Geld. Mit nur wenigen schweren Möbeln und ein paar hilfsbereiten Freunden kann man so oft einfacher umziehen. Ist der neue Wohnort jedoch weiter entfernt, oder die Wohnung liegt im vierten Stock, können Mieter sich mit einem Umzugsunternehmen viel Aufwand sparen.

Link-Tipp

Tipps für den Umzug: So gelingt die Umzugsplanung, und so finden Sie das richtige Umzugsunternehmen.

Papierkram erledigen: An- und Ummelden nicht vergessen

Kaum sind die Kisten in der neuen Wohnung, folgt der Papierkram. In den ersten zwei Wochen nach dem Umzug sollte sich der Mieter bei der zuständigen Meldebehörde seines Wohnorts anmelden. Dafür benötigt er seinen Personalausweis, sowie eine schriftliche Bescheinigung des Wohnungsgebers, dass er an der neuen Adresse wohnt. Diese Wohnungsgeberbestätigung ist laut Bundesmeldegesetz seit dem 1. November 2015 Pflicht.

Link-Tipp

Adresse, Strom und Telefon: Damit Sie nach dem Einzug bloß nichts vergessen, finden Sie hier alles, was Mieter nach dem Umzug um- und anmelden müssen.

Finanzielle Unterstützung für die erste eigene Wohnung

Für Auszubildende und Studierende besteht die Möglichkeit, BAB oder BaföG zu beantragen. In manchen Fällen ist auch Wohngeld eine Option. Foto: Konstantin Yuganov / fotolia.com

Die erste eigene Wohnung ist mit einigen Kosten verbunden – doch für junge Mieter gibt es verschiedene Möglichkeiten für finanzielle Unterstützung:

BAföG für Studierende und Auszubildende

Wer für das Studium oder eine weiterbildende Schule von zu Hause auszieht und knapp bei Kasse ist, kann unter Umständen Fördergelder laut Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beantragen. Damit ihm das zusteht, müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein: Der angehende Mieter…

  • verfügt nicht über genug eigenes Einkommen und Vermögen, und auch seine Eltern können ihn nicht ausreichend unterstützen.*
  • ist an einer Hochschule immatrikuliert oder an einer weiterbildenden Schule eingeschrieben.
  • zieht zum Ausbildungsort hin, weil dieser andernfalls zu weit entfernt ist.
  • ist in der Regel nicht älter als 30 Jahre (§10 BAföG).
  • ist für das Studium oder die Ausbildung geeignet. Das wird meist angenommen, solange der angehende Mieter die Ausbildungsstätte besucht. Nach dem vierten Semester oder der Zwischenprüfung müssen Studierende zudem einen Leistungsnachweis erbringen.

Den BAföG-Antrag können Studierende beim Studentenwerk ihrer Hochschule stellen, bei einer schulischen Ausbildung ist dafür das örtliche Amt für Ausbildungsförderung zuständig.

*BAföG Regelbedarf und Freibeträge (Stand Herbst 2016)

Der BAföG-Regelbedarf für Singles, die nicht bei den Eltern wohnen, liegt bei 649 Euro. Dabei darf das Einkommen der Eltern insgesamt nicht mehr als 1.715 Euro betragen, das des Auszubildenden nicht mehr als 290 Euro – alles Einkommen, das darüber liegt, wird auf den möglichen Regelbedarf angerechnet (§§25 und 23 BAföG). Unter Berücksichtigung der Werbungskostenpauschale und der Sozialpauschale ist es für Studierende jedoch möglich, einen 450-Euro Job auszuüben, ohne dass die Einnahmen auf die Bafög-Förderung angerechnet werden. Das eigene Vermögen darf bis zu 7.500 Euro betragen, ohne sich auf die Höhe des BAFöG auszuwirken (§ 29 BAföG).

BAB für Erstausbildung und duales Studium

Wer seinen Erstausbildungsvertrag in der Tasche hat und deshalb von zu Hause auszieht, kann Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) haben. Die Voraussetzungen:

  • Es handelt sich um die Erstausbildung, auch ein dualer Studiengang kann als solche zählen.
  • Der Auszubildende und gegebenenfalls sein Partner haben nicht ausreichend eigenes Einkommen.
  • Der Auszubildende wohnt zu weit vom Ausbildungsort entfernt und muss zum Studienort ziehen, weil das tägliche Pendeln nicht zumutbar wäre.

Es gibt auch Ausnahmen, bei denen die Entfernung zwischen dem Ausbildungsort und dem Elternhaus keine Rolle spielt: Wenn der Azubi mindesten 18 Jahre alt ist, einen Ehe- oder Lebenspartner hat oder mit mindestens einem Kind zusammen lebt.Auszubildende können sich bei ihrer örtlichen Agentur für Arbeit zu BAB beraten lassen, und ihren Antrag stellen.

Info

Von Bundesagentur für Arbeit gibt es einen Rechner, mit dem Auszubildende die Höhe ihrer Berufsausbildungsbeihilfe berechnen können.

Unterstützung durch Wohngeld

Wer die Anforderungen für BAföG oder BAB nicht erfüllt, die Miete aber trotzdem nicht alleine stemmen kann, kann Anspruch auf Wohngeld haben. Dieter Frank vom Sozialamt Nürnberg erklärt: „Das kann sein, wenn der Mieter in Zweitausbildung ist, ein berufsbegleitendes Studium macht oder die Fachrichtung gewechselt hat.“ In manchen Fällen ist Wohngeld auch für BAB- oder BAföG-Berechtigte möglich: „Sobald eine BAföG-berechtigte Person – der kein Wohngeld zustünde – mit einer nicht-BAföG-berechtigten Person in einem Haushalt lebt, kann sie auch Anspruch auf Wohngeld haben“, so Frank. Zum Beispiel eine alleinerziehende Studentin mit Kind, oder eine Studentin, deren Mann Arbeitslosengeld bezieht. Die Voraussetzung sei aber, dass sie gemeinsam wirtschaften.

Den Antrag auf Wohngeld können Mieter bei der zuständigen Wohngeldbehörde ihrer Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung stellen. Sie erhalten es in der Regel in Form eines Mietzuschusses. Wie hoch der Zuschuss ist, hängt aber von mehreren Faktoren ab: der Anzahl der Personen im Haushalt, dem Haushaltseinkommen und der Höhe der Miete. „Jede Stadt ist zudem einer Mietstufe zugeordnet, die den Höchstbetrag der zu berücksichtigenden Miete festlegt“, so Frank.

Ein Beispiel: Moe studiert in Nürnberg und wohnt dort alleine in einer Single-Wohnung mit einer Kaltmiete von 350 Euro. Weil er seine Fachrichtung gewechselt hat, bekommt er kein BAföG mehr. Er nimmt einen Nebenjob an, in dem er im Monat 450 Euro verdient. Zusätzlich erhält er von seinen Eltern monatlich 300 Euro Unterhalt. Kranken- und Pflegeversicherung zahlt er selbst. Moe beantragt Wohngeld. Nach Abzügen für Kranken- und Pflegeversicherung kommt Moe laut Dieter Frank auf ein wohngeldrechtlich anrechenbares Einkommen von 675 Euro. In Nürnberg gilt die Mietstufe 4: Das heißt, Moe würde als Einzelperson monatlich 128 Euro Wohngeld bekommen. (Stand: Oktober 2016)

Eine ungefähre Auskunft über die Höhe des möglichen Wohngeldes gibt der Wohngeldrechner des Bundes.

Wer durch seine Ausbildung oder sein Studium Geld verdient, kann sich einige Kosten für den Umzug oft von der Steuer zurückholen. Foto: Kzenon / fotolia.com

Kann ich meine Umzugskosten von der Steuer absetzen?

Makler, Möbelpacker, Reisekosten: Viele Ausgaben, die rund um den Umzug entstehen, können bei einem Umzug aus beruflichen Gründen von der Steuer abgesetzt werden – oder in Form einer Umzugspauschale zurückerstattet werden. Wer eine Ausbildung in einer anderen Stadt beginnt oder für das Studium von zu Hause auszieht, kann davon unter Umständen ebenfalls profitieren.

Der selbständige Steuerberater Horst Katterwe erklärt: „Das ist möglich, wenn der Studierende oder Auszubildende bereits Einkommen hat und sich durch den Umzug die Fahrtzeit zum Ausbildungsort erheblich verringert.“ Das sei laut Bundesfinanzhof in der Regel dann der Fall, wenn sich die tägliche Fahrzeit um Ausbildungsort dadurch um mindestens eine Stunde verkürze.

Auszug in die Eigenständigkeit – gerne mit Unterstützung

Der Weg in die erste eigene Wohnung ist mit einigem Aufwand verbunden. Doch auch wenn der Auszug ein großer Schritt in Richtung Eigenständigkeit ist, sollten Mieter nicht zögern, sich dabei Hilfe mit an Bord holen – sei es von Verwandten, Eltern oder Freunden. Gerade bei Wohnungsbesichtigung, Wohnungsübergabe und Umzug kann das sehr hilfreich sein. Bei komplizierteren Mietfragen können zudem oft Mietervereine oder der Mieterschutzbund weiterhelfen.

Link-Tipp

Was Mieter dürfen, müssen, und wo die Grenzen sind: Hier finden Sie alles, was Sie als Mieter wissen müssen.

Isabel Naus

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UmzugTipps für Mieter

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2 Kommentare

Acondo am 05.06.2019 11:38

Es gibt auch ein Umzugsfeature bei Banken, Nachsendeauftrag bei der Post oder Apps, die dich beim wechseln von Strom, Gas oder Telefonanschluss unterstützen.

auf Kommentar antworten

Hans Peter am 29.06.2018 13:39

Ich denke das schwerste an der Wohnungssuche ist es erst einmal einen Termin zur Wohnungsbesichtigung zu erhalten. Ich habe beruflich mit der Wohnungsvermietung zu tun und kann sagen, dass ca 80 % schon grobe Fehler bei der Kontaktaufnahme machen.

“Freiheit und Unabhängigkeit – meine erste eigene Wohnung!” Nach dem Auszug aus dem elterlichen Zuhause wartet – neben neuer Freiheit – auch ein eigener Haushalt. Dieser geht mit regelmäßigen Fixkosten einher. Zu ihnen gehören beispielsweise die Miete, die Strom- und/oder Gasrechnung sowie Versicherungen. Dieser Ratgeber klärt darüber auf, welche Kosten durch die erste eigene Wohnung entstehen und wie die Finanzierung problemlos klappt.

Das erste eigene Zuhause: Ein Kostenüberblick

Selbstständigkeit bedeutet auch für finanzielle Sicherheit zu sorgen. Um das zu erreichen ist es gut, sich einen Überblick über die Einnahmen und die Ausgaben zu verschaffen.

Ein Kostenplan bringt Klarheit, ob die zukünftige Miete ins Budget passt. Welche Einnahmen habe ich durch einen Mini- oder Midijob? Habe ich eine bezahlte Ausbildung? Unterstützen mich Eltern, Familie oder Freunde der Familie finanziell? Und welche Kosten bringt die erste eigene Wohnung mit sich? Durch das Gegenrechnen der eigenen Einnahmen gelingt es, den persönlichen finanziellen Freiraum realistisch einzuschätzen.

Wie setzt sich die Miete zusammen? Nettokaltmiete und Warmmiete

Der größte Posten der monatlichen Ausgaben ist die Miete. Im Mietvertrag steht die Kaltmiete (auch Nettokaltmiete / NKK) und ein Pauschalbetrag für die Betriebskosten (auch Nebenkosten genannt / NK).

Manchmal wird für die Wohnung eine Nettokaltmiete pro Quadratmeter genannt. Dann multiplizieren Sie diesen Wert mit den Quadratmetern der Wohnung. Der Mietpreis ist nach Stadt und Bundesland sehr unterschiedlich. Deutschlandweit liegen die durchschnittlichen Kosten für einen Quadratmeter bei 5,98 Euro Nettokaltmiete.

Die Warmmiete umfasst die Kaltmiete inklusive des Pauschalbetrages für die Nebenkosten, die dem Vermieter entstehen und auf die Mieter umgelegt werden. Dies sind zum Beispiel Kosten für den Schornsteinfeger oder für die Gehwegreinigung im Winter. Die Warmmiete ist der Betrag, der monatlich an den Vermieter überwiesen wird. Da der Pauschalbetrag für diese Nebenkosten im Voraus bezahlt wird, folgt einmal pro Jahr eine Nebenkostenabrechnung. Wenn Sie mehr verbaucht haben, zahlen Sie die Differenz an den Vermieter. Haben Sie weniger verbraucht, erhalten Sie eine Erstattung.

Die Nebenkosten unterteilen sich in warme und kalte Kosten. Die warmen Betriebskosten umfassen Wasser- und Heizungskosten. Hierauf können Mieter Einfluss nehmen, indem sie sparsam mit Wasser und dem Heizen umgehen. Die Nutzungskosten für Wasser liegen für einen 1 Personenhaushalt durchschnittlich zwischen 150 und 300 Euro im Jahr.

Auf die kalten Betriebskosten haben die Wohnungsmieter keinen Einfluss. Dies sind zum Beispiel:
Grundsteuer

  • Abwassergebühren
  • Straßenreinigung und Müllabfuhr
  • Eventuell Hausreinigung und Gartenpflege
  • Beleuchtung (Hausflur, Keller, Außenanlagen)
  • Reinigung des Schornsteins

Die Miete ist der höchste Kostenfaktor im Monat, gefolgt von Lebenshaltungskosten.

Kosten für Energie: Die neue Heimat mit Strom und Gas versorgen

Beziehen Sie die erste eigene Wohnung, brauchen sie Strom und manchmal auch Gas. Gas als Heizquelle verliert zunehmend an Bedeutung. Dennoch sind einige Wohnungen mit Gas-/Etagenheizungen ausgestattet oder einem Gasherd. In diesem Fall brauchen Sie einen Stromanbieter und Gasanbieter.

Wie viel Single- und Mehrpersonenhaushalte für den Strom bezahlen, zeigt die folgende Tabelle:

Personen im Haushalt Durchschnittlicher Verbrauch Durchschnittliche Kosten

Personen im Haushalt Durchschnittlicher Verbrauch Durchschnittliche Kosten
Single 1.300 bis 2.000 Kilowattstunden 38 Euro im Monat
Zwei Personen 2.000 bis 2.500 Kilowattstunden 50 Euro im Monat
Vier Personen 3.000 bis 4.000 Kilowattstunden 80 Euro im Monat

Die erste eigene Wohnung: Kosten VOR dem Einzug im Blick behalten

Die Kaution bezahlen

Beim Mieten einer Wohnung fällt im Normalfall eine Mietkaution in Höhe von drei Monatsmieten der Nettokaltmiete an. Das Gesetz erlaubt es dem Mieter, diese in drei Monatsraten zu begleichen. Die Kaution ist dafür da, eventuelle Forderungen an den Mieter nach dem Auszug ausgleichen zu können wie ausbleibende Mietzahlungen oder Wohnungsbeschädigungen.
Wird die Kaution nicht rechtzeitig gezahlt, hat der Wohnungseigentümer das Recht fristlos zu kündigen.

Der Vermieter muss die Kaution getrennt von seinem Vermögen anlegen, die Zinsen erhält der Mieter. Die Mietkaution kann auch in einem Mietkautionssparbuch angelegt werden. Der Mieter eröffnet ein Sparbuch auf seinen Namen, das dem Vermieter verpfändet wird.

Als Alternativen zur Mietkaution sind auch Kautionsbürgschaften möglich. Die Mietbürgschaft können Verwandte oder auch Banken übernehmen. Statt Geld wird hier eine Bürgschaftsurkunde hinterlegt. So kann der Vermieter sicher sein, dass er das Kautionsgeld erhält, falls es nötig sein sollte. Bei der ersten Wohnung erfolgt keine Rückzahlung der Kaution aus einem bisherigen Mietverhältnis. Wenn Sie eine Kautionsbürgschaft einrichten können, haben Sie das Geld für die Kaution für die neue Wohnung zur Verfügung.

Spätestens drei Monate nach Auszug muss die Kaution zurückgezahlt werden. Es darf vom Vermieter ein angemessener Betrag zur Begleichung der noch austehenden Nebenkostenabrechung einbehalten werden.

Kosten für die Renovierung der neuen Wohnung

Nicht immer ist die ausgesuchte Wohnung renoviert. Es kann also sein, dass Kosten für Farbe und Malerwerkzeuge anfallen. Nach aktueller Rechtssprechung müssen unrenovierte Wohnungen bei bei Einzug bei Auszug nicht renoviert werden. Der unrenovierte Zustand muss aber im Übergabeprotokoll vermerkt werden. Sie brauchen einen Nachweis für den Zeitpunkt ihres Auszuges.

Umzugskosten

Je nachdem ob Sie in der gleichen Stadt umziehen oder in anderen Stadt die Ausbildung oder das Studium beginnen, sind die Kosten für den Umzug unterschiedlich hoch. Helfen Freunde mit und haben eventuell einen Bus oder Kombi? Wenn nicht, fallen Kosten für ein Leihfahrzeug an und für Benzin. Je mehr Freunde helfen, umso weniger bezahlte Umzugshelfer werden gebraucht.

Abstandszahlungen – Ablösevereinbarungen

Um eine Wohnung zu erhalten, verlangen die Vormieter oft Abstandszahlungen. Wenn die Wohnung ins Budget passt, rechnet es sich langfristig diese Abstandszahlungen zu leisten. Wichtig ist, dass sie sich die verlangten Zahlungen in einem realitsichen Rahmen befinden. Zudem sind Abstandszahlungen nach Angaben des deutschen Mieterbundes mieterbund.de rechtlich ungültig. Es dürfen Ablösevereinbarungen getroffen werden. Hier verpflichtet sich der Mieter dem Vormieter Möbelstücke oder Einbauten abzukaufen. Die Ablösesumme darf für Möbelstücke nicht 50% über dem Zeitwert liegen. Sollte die Grenze überschritten werden, kann der Differenzbetrag zurückgefordert werden.

Die erste eigene Wohnung kann mit dem Kindergeld oder dem Wohngeld kofinanziert werden. .

Das erste eigene Zuhause: Weitere Kosten NACH dem Einzug im Blick behalten

Telefon/Internet – Handy – Fernsehen – Radio
In der eigenen Wohnung entstehen Kosten für den Telefon- und Internetanschluss sowie für Fernsehen und Rundfunkgebühren. Die Kosten für den Rundfunkbeitrag liegen bei 17,50 im Monat. Gebühren für Telefon und Internet – heute meist gekoppelt – unterscheiden sich bei den Anbietern in Höhe und inhalticher Ausgestaltung. Im Monat erwarten die Mieter für beide Posten Fixkosten von durchschnittlich 30 Euro im Monat.
In einigen Fällen ist eine Kabelgebühr für den Fernseher im Mietvertrag festgesetzt. Der muss dann leider bezahlt werden, auch wenn Sie nur über das Internet fernsehen.

Tipp: Wenn Sie BAföG oder Arbeitslosengeld II bekommen, können Sie sich vom GEZ-Rundfunkbeitrag befreien lassen. Hier geht es zum Antrag: rundfunkbeitrag.de

Wohnungseinrichtung: Möbel
Auch Möbel werden in der ersten eigenen Wohnung gebraucht.

  • Möbel für das Schlafzimmer: ca. 250 Euro
  • Küchenzeile: ca. 900 Euro (falls keine Einbauküche vorhanden ist)
  • Küchenutensilien: ca. 300 bis 500 Euro
  • Badezimmerausstattung: ca. 250 Euro
  • Wohnzimmermöbel und Fernseher: ca. 700 Euro

Elektrogeräte: Kühlschrank und Waschmaschine
Meist sind Waschmaschine und Kühlschrank nicht vorhanden. Für eine Waschmaschine sollten Sie bei Neukauf etwa 400 Euro einplanen, für einen einfachen Kühlschrank mit Gefrierfach etwa 150 Euro.

Haftpflicht- und Hausratversicherung

Zu den wichtigen Versicherungen im ersten eigenen Zuhause zählen die private Haftpflicht- und die Hausratversicherung.
Bis zum 25. Lebensjahr sind Sie bei den Eltern bei der Haftpflichtversicherung mitversichert, wenn Sie in einer schulischen Ausbildung sind. Berufstätige Mieter zahlen ab 35 Euro im Jahr und sichern sich so gegen Schäden von Drittpersonen ab.
Die Hausratsversicherung kostet jährlich ebenfalls ab 35 Euro. Mit ihr schützen Sie als Mieter Ihre persönlichen Wertsachen.

Die Finanzierung der Wohnung

Wie zahlen Studenten die erste eigene Wohnung?

Studierende nutzen beispielsweise das Kindergeld, um die erste eigene Wohnung mit zu finanzieren. Dieses erhalten unter 25-Jährige, die sich im Studium befinden. Seit Juli 2019 beträgt das Kindergeld bei einem Kind 204 Euro.

Zahlreiche Banken bieten günstige Konditionen für einen Studienkredit und eine flexible Rückzahlungsmöglichkeit. Die Kredite dienen zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten oder der anfallenden Studiengebühren.

Ferner eignet sich das BAföG, um die laufenden Kosten der Wohnung zu begleichen. Ob und wie viel BAföG Studierende erhalten, hängt von der Unterhaltsfähigkeit der Eltern ab. Bei Geringverdienern steigen die Chancen, dass Sie das Maximum der Bezugssumme erhalten. Dieser liegt bei bis zu 735 Euro im Monat. Erhalten die jungen Erwachsenen die Unterstützung, steht ihnen kein Wohngeld zu.

Dieses kommt zum Einsatz, wenn dem Antragsteller keine anderen Leistungen zustehen. Die Höhe des Wohngelds hängt von der Gesamtmiete, der Zahl der Haushaltsmitglieder und dem Gesamteinkommen ab.

Die erste eigene Wohnung als Auszubildender bezahlen

Auch Auszubildende erhalten Kindergeld in Höhe von 204 Euro im Monat. Sofern sie bis zum 25. Lebensjahr eine Erstausbildung vornehmen, zahlt das Amt das Geld ohne weitere Voraussetzungen.

Bei einer Ausbildung kann Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragt werden. Sie richtet sich an Personen, die sich in betrieblicher Berufsausbildung befinden. Diese erhalten eine entsprechende Ausbildungsvergütung, nach deren Höhe sich die Beihilfe richtet. Ferner spielen das Alter sowie die Einkommenssituation der Eltern eine Rolle.
Beziehen die jungen Erwachsenen BAB, schließt dies den Wohngeldanspruch aus. Letzteres erhalten Personen, denen keine anderen Leistungen zustehen. Wohngeld ist als Zuschuss zur Miete gedacht. Deswegen brauchen Antragsteller ein Mindesteinkommen. Das Wohngeld beantragen Sie bei der örtlichen Wohngeldstelle.

Die ersten eigenen vier Wände: Finanzierung für alle Personen

Befinden Sie sich nicht im Studium oder der Ausbildung, steht es Ihnen frei, Wohngeld zu beantragen. Das geschieht, wenn das eigene Einkommen nicht für die Finanzierung ausreicht. Anträge erhalten Sie bei der Wohngeldbehörde. Um die Zuschüsse zu erhalten, füllen sie die Dokumente aus und weisen die Voraussetzungen nach. Die Behörde errechnet das Wohngeld abhängig vom Einkommen und der Miethöhe. Als Grundlage für das Festlegen einer Mietstufe dient die Miete. Beispielsweise erhalten Gemeinden über 10.000 Einwohner eine separate Mietstufe. Kleinere Orte fasst die Behörde nach Kreisen zusammen.

Stehen Ihnen weder BAföG noch BAB zu, können Sie Arbeitslosengeld II beantragen. Bevor das Amt den Antrag bewilligt, weisen die Antragsteller schriftlich nach, dass sie keine weiteren Leistungen beziehen oder diese für die Deckung des Lebensunterhalts nicht ausreichen. Personen über dem 18. Lebensjahr bleibt die Option, Bildungskredite oder ein Darlehen zu beantragen.

Das erste eigene Zuhause über einen Kurzzeitkredit finanzieren

Um zeitnah eine Finanzspritze zu erhalten, eignet sich ein Kurzzeitkredit von Vexcash. Es entstehen keine Wartezeiten und der Kreditantrag ist unkompliziert.

Um für 30 Tage einen Kredit zu erhalten, bedarf es dieser Voraussetzungen:

  • Vollendung des 18. Lebensjahrs
  • Hauptwohnsitz in Deutschland
  • Ein deutsches Bankkonto
  • Ein monatliches Einkommen von mindestens 500 Euro

Ein Expresskredit ist eine profitable Lösung, bei der keine versteckten Bearbeitungskosten anfallen, die Laufzeiten von bis zu 30 Tagen kurz und die Konditionen günstig sind.

Spartipps für die erste eigene Wohnung

Gute Wohngegenden mit günstigen Mieten finden

Wenn Sie Freunde und Bekannte fragen, werden Sie schnell herausfinden, wo es sich gut wohnen lässt und die Mieten trotzdem noch erschwinglich sind. Vielleicht wissen Sie auch schon, wo es hingehen soll?

Wohnung über eigene Netzwerke – oft preiswerte Mieten

Oft wird es günstiger, wenn die Wohnung über Freunde und Bekannte gefunden wird. Wenn diese dann auch noch lange dort gewohnt haben, ist die Miete vergleichsweise günstig und darf auch nur bis zu einer bestimmten Grenze bei Neuvermietung erhöht werden.

Strom und Gas: Kunden werben Kunden

Einige Anbieter bieten ein System an, bei dem Sie für das Werben neuer Kunden Belohnungen erhalten. Etwa 20 bis 50 Euro pro Neukundenwerbung. Sie könnten sich von Freunden oder Bekannten werben lassen und teilen sich das Geld? Oder Ihre Eltern können Sie werben und mit Glück erhalten Sie die gesamte Prämie.

Internet: Nachbarn fragen – Freies WLAN nutzen

Eventuell brauchen Sie kein Festnetz, sondern nur Internet. Da sie für Telefonate ein Handy benutzen oder kostenlose Apps zur Kommunikation nutzen. Dann können Sie Nachbarn fragen, ob Sie gegen einen Beitrag das Internet über WLAN mitnutzen können. Ebenso gibt es die Bewegung Freifunk. Sie tritt für eine Demokratisierung der Kommunikationsmedien ein. Wenn dies in Ihrer Nähe vorhanden ist und Sie mit den Zielen einverstanden sind, ist dies eine kostenfreie Möglichkeit WLAN zur Verfügung zu haben. Mehr dazu: freifunk.net

Waschmaschine und Kühlschrank gebraucht kaufen

Elektrogeräte können Sie über Kleinanzeigen günstig gebraucht kaufen. Oft werden Kühlschränke oder Herde auch verschenkt. Die meisten Kleinanzeigenportale haben die Rubrik “Zu Verschenken”. Es kann sich lohnen, da hineinzuschauen.

Möbel selbst bauen

Bei handwerklicher Begabung lohnt es sich, viele Möbel selbst zu bauen. Im Internet finden sich viele Bauanleitungen für Tische, Stühle, Regale und Betten.

Tauschringe und Nachbarschaftshilfe

Vielleicht gibt es einen Tauschring in Ihrere Nähe? Dort können Sie Malerarbeiten oder Umzugshilfe tauschen gegen etwas, was Sie gut können. Sei es Babysitten, Gartenpflege oder Hilfe bei Computerproblemen.

Umzugskisten gebraucht kaufen oder Bananenkisten sammeln

Umzugskisten lassen sich bis zu 70% günstiger gebraucht kaufen über Kleinanzeigenportale. Sie können auch im Supermarkt fragen, ob Ihnen Bananenkisten zurückgelegt werden können. Diese können Sie dann abholen. Bananenkisten sind stabil und kosten Sie nichts.

Rundmail an Freunde und Verwandte

Häufig gibt es im Umfeld viele Gegenstände doppelt, seien es Toaster, Tischdecken, Lampen. Vieles liegt seit Jahren im Keller und niemand benutzt es mehr. Mit einer Rundmail können Sie nachfragen – das Ergebnis kann sehr überraschend sein!

Energiesparen im Alltag – praktische Tipps

Durch umsichtiges Heizen und den bewussten Umgang mit Wasser sinken die Betriebskosten in der Wohnung.

Dazu ganz praktische Tipps:

  • Kochen mit Topfdeckel kostet ein Drittel weniger Energie als ohne Deckel.
  • Wasserkocher statt Herdplatte: Wenn Sie das Wasser für Pasta oder Kartoffeln im Wasserkocher erhitzen statt im Topf auf dem Herd sparen Sie Energie!
  • Gefrierschränke und -fächer regelmäßig abtauen
  • Kühlschranktür schnell schließen!
  • Auch Getränke im Kühlschrank lagern! Je voller der Kühlschrank, desto weniger Energieverbrauch. Gekühlte Getränke funktionieren etwa so wie Kühlakkus und kühlen mit.
  • Waschen ohne Vorwäsche! Die Wäsche wird auch ohne Vorwäsche sauber, bei starken Verschmutzungen vorbehandeln und Flecken schon vorher auswaschen.
  • Wasserspartechnik Sparduschkopf: Diese mischen Luft in den Wasserstrahl, sodas sich dadurch der Wasserverbrauch verringert.

Tipp: Viele Organisation mit den Themen Umwelt und Wohnen bieten kostenlose Energieberatungen vor Ort bzw. Energiechecks an! Mehr dazu: verbraucherzentrale-energieberatung.de

Umzugskosten steuerlich absetzen

Privat veranlasster Umzug

Ziehen junge Erwachsene in die erste eigene Wohnung, können sie 20 Prozent der Umzugskosten von der Steuer absetzen, wenn der Umzug privat veranlasst ist.
Dann können die Kosten unter haushaltsnahen Dienstleistungen im Steuerformular eingetragen werden. Es können nur Dienstleistungen abgerechnet werden und keine Materialkosten. Also Lohnposten für Handwerker, Elektriker, Umzugshelfer. Und auch nur mit Belegen.
Maximal bedeutet dies eine Minderung des zu versteuernden Einkommens von 4.000 Euro beim Umzug. Dabei muss allerdings das zu verteuernde Einkommen erreicht werden.

Der Grundfreibetrag ab Januar Steuer 2019 liegt bei 9168 Euro. Nur wenn das zu versteuernde Einkommen darüber liegt, können steuermindernde Ausgaben angerechnet werden. Wenn also Einnahmen von 10.168 Euro entstanden sind, wird der Betrag von 9168 Euro davon abgezogen und das zu versteuernde Einkommen liegt dann bei 1000 Euro. Wenn Sie nun Umzugskosten ansetzen können, vermindert sich das zu versteuernde Einkommen.

Beruflich veranlasster Umzug

Wenn der Umzug beruflich bedingt ist, können alle Ausgaben mit Belegen angerechnet werden. Beruflich bedingt bedeutet der Beginn eines Studiums in einer anderen Stadt. Oder eine Verringerung des Fahrweges zur Ausbildungsstätte von 30 Minuten pro Fahrtstrecke.

Hier können beispielweise abgesetzt werden:

  • Transportkosten
  • Doppelte Mietzahlungen bis zu sechs Monaten
  • Kosten für einen Kochherd bis zu 230 Euro

Auch hier greift es nur, wenn die Einnahmen den Steuergrundfreitrag von 9168 Euro überschreiten.

Die erste Eigene Wohnung: Kosten, Infos & Tipps

Zum ersten Mal die eigenen vier Wände zu beziehen, ist ein prägendes Erlebnis. Doch es sind nicht nur die Emotionen, die zählen, sondern auch die Kosten. Wie viel jemand in der Lage ist, zu investieren und wie hoch die monatlichen Ausgaben sein dürfen, hängt von individuellen Faktoren ab. Comparis hat für Sie zusammengestellt, was die eigene Wohnung kostet und worauf man sonst noch achten sollte.

Alle Kosten auf einen Blick

Grundsätzlich gilt, dass die Gesamtkosten für eine Mietwohnung inklusive Nebenkosten maximal 25 bis 30 Prozent des Netto-Einkommens ausmachen sollten. Viele Budget-Beratungen empfehlen daher, dass die Mietkosten nicht mehr als ein Viertel des Netto-Einkommens betragen sollten. Damit ist sichergestellt, dass die restlichen Kosten für die Lebenshaltung gedeckt werden können. Mit welchen Kosten gerechnet werden muss, haben wir im Folgenden – getrennt nach einmaligen und wiederkehrenden Kosten – anhand einer Beispielwohnung in einer Aufstellung summiert.

Beispielrechnung für eine 2.5-Zimmer-Wohnung in Winterthur

Einmalige Kosten in CHF
Mietkaution 3’810.00 (max. 3 Monatsmieten)
Einrichtung Individuell
Umzugswagen ca. 150.00/Tag

Dies sind Beispielangaben, die von den tatsächlichen Kosten abweichen können.

Wer wissen will, was ein fairer Mietpreis ist, sollte sich über die Mietpreise in der Gegend informieren. Hier finden Sie Miet- und Kaufpreise aus Inseraten der letzten 5 Jahre – das schafft einen Überblick, der hilft, die Angebote auf dem Markt richtig einzuschätzen. Je nach Wohnort kann sich auch die Steuerbelastung ändern – um einen Engpass zu vermeiden, sollten Rücklagen einkalkuliert werden. Ein Steuervergleich kann sich als lohnend erweisen.

Zu wenig Budget für die Einrichtung der Wohnung? Jetzt am Quiz zum Thema „Erste Wohnung“ teilnehmen und einen IKEA-Gutschein im Wert von 300 Franken gewinnen!

Auf Wohungssuche

Ist das Budget klar, geht’s an die Wohnungssuche: Komfortabel, zeitgemäss, passende Grösse; günstige Lage und Preisklasse. Aber auch die Frage nach Verkehrsanbindung, Einkaufsgelegenheiten, Freizeitangebot und Parkplatz dürfen nicht ausser Acht gelassen werden, wenn die Wohnung auch längerfristig zum Leben passen soll.

Einen Überblick über den Wohnungsmarkt in der Schweiz verschafft man sich am schnellsten online auf den zahlreichen Immobilien-Portalen. Sie müssen aber nur an einem Ort suchen: Die Immobilien-Suchmaschine von comparis.ch fasst die 16 grössten Online-Portale für Immobilien zusammen.

Bei der Entscheidung, in welcher Gemeinde man wohnen möchte, kann ein Steuervergleich berechnend unter die Arme greifen. Das gesellschaftliche Leben und das Freizeit-Angebot lassen sich auf den Websites der Kantone und Gemeinden erkunden. Apropos Gemeinden: Auch die Gemeindeverwaltungen führen oft aktuelle Listen verfügbarer Wohnungen. Und potenzielle Fundgruben sind auch die Immobilienteile der lokalen Tageszeitungen. Es lohnt sich zudem, auf Facebook und anderen Plattformen die Augen offen zu halten, oftmals werden auch dort Wohnungen ausgeschrieben.

Als zeitsparende Alternative kann ein Makler mit der Suche beauftragt werden. Hier muss man aber wissen, dass Schweizer Makler bei erfolgreicher Vermittlung üblicherweise eine Provision in Höhe einer Monatsmiete verrechnen.

Besichtigung und Wohnungsbewerbung

Wunschwohnung gefunden? Dann heisst es, als Bewerber eine gute Figur zu machen: Kommen Sie pünktlich zum Termin und treten Sie seriös und freundlich auf, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Nach der Besichtigung muss ein Bewerbungsformular ausgefüllt und zusammen mit dem Betreibungsauszug an den Vermieter retourniert werden. Oft ist auch ein Bewerbungsschreiben hilfreich, denn die Interessentenschaft ist – gerade in beliebten Wohngegenden – mitunter sehr gross. Noch mehr dazu und wie Ihre Chancen auf die Traumwohnung steigen, finden Sie im Artikel Tipps zur Wohnungsbewerbung.

Mietvertrag, Kaution und Versicherung

Geschafft, die Wohnung ist erobert. Was fehlt, ist der Mietvertrag. Den wird Ihnen der Vermieter zur Unterzeichnung vorlegen. Neben den Personalien sind darin auch Mietzins, Heiz- und Nebenkosten, Parkplatz oder Garagengebühren eingetragen. Überprüfen Sie alle Angaben genau, bevor Sie Ihre Unterschrift daruntersetzen.

Auch die Kaution wird üblicherweise im Mietvertag festgehalten. Die Höhe dieser Sicherheitsleistung kann ein bis drei Monatsmieten betragen und das Geld muss vor Mietbeginn auf einem Mietersperrkonto, lautend auf den Namen des Mieters, deponiert sein. Wenn beim Auszug aus der Wohnung keine Schäden festgestellt werden, die Sie verursacht haben, wird das Geld nach kurzer Zeit freigegeben und Sie können wieder frei darüber verfügen.

Reicht das Ersparte nicht für die geforderte Kaution, bleibt noch der Weg zu einer Versicherung. Mit dem Abschluss einer Mietkautionsversicherung müssen Sie kein Depot bei einer Bank hinterlegen, sondern zahlen jährlich die entsprechenden Gebühren an die Versicherung. Allerdings muss für den Abschluss einer Mietkautionsversicherung das Einverständnis des Vermieters eingeholt werden.

Stichwort Versicherung: Eine Hausratversicherung deckt Feuer, Einbruch-Diebstahl, Wasserschaden und Vandalismus ab und sollte unbedingt zu Mietbeginn abgeschlossen werden. Achten Sie darauf, dass die Versicherungssumme dem tatsächlichen Wert des Hausrates entspricht: Am besten ist es, eine Inventar-Liste mit Wertangaben des gesamten Hausrates zu erstellen. Die Prämien variieren; es lohnt sich daher, von verschiedenen Versicherungsgesellschaften Offerten einzuholen. Auch eine Privathaftpflichtversicherung sollte man unbedingt abschliessen. Sie schützt bei Schäden, die man anderen Personen oder deren Gegenständen zufügt, sowie bei unbegründeten Ansprüchen Dritter (z. Bsp. wenn man unrechtmässig angeklagt werden sollte).

Wohnungsübernahme und Umzug

Die Übergabe der Wohnung ist der letzte Schritt, bevor der Umzugswagen anrollt. Gemeinsam mit dem Vermieter wird das Übergabe-Protokoll erstellt – ein Formular, in dem alle Mängel aufgelistet werden. Das können beschädigte, verfärbte oder abgenutzte Wand- und Bodenbeläge sein, Kratzer an Küchenschränken und Türen und vieles mehr. Prüfen Sie die Wohnung selbst genau auf Mängel, bevor Sie das Protokoll unterzeichnen. Denn auch beim Auszug aus der Wohnung wird wieder ein solches Protokoll erstellt. Sind während Ihrer Mietzeit neue Schäden entstanden, kann ein Kostenanteil an Sie weiterverrechnet werden.

Der Umzug ist eine Herausforderung für sich. Es gilt, Autos und Helfer zu organisieren und nichts zu vergessen – eine detaillierte Umzugscheckliste ist unentbehrlich. Damit alles rechtzeitig organisiert werden kann, sollte die Planung unbedingt einige Wochen vor dem Zügeltermin beginnen. Und mit den Umzugstipps von Comparis kann auch der Umzugstag stressfrei über die Bühne gehen!

1. Von den Nebenkosten nicht überraschen lassen

Wohnungsanzeigen enthalten nicht immer alle Nebenkosten. Zudem können diese über die Zeit variieren. Fragen Sie deshalb beim Vermieter oder dem Vormieter nach, wie viel für Strom, Wasser und Heizung in etwa anfällt. Bedenken Sie dabei, dass die tatsächlichen Kosten höher liegen können. Zum Beispiel, wenn Sie besonders viel Strom verbrauchen.

2. Vorab über die Regeln informieren

Lesen Sie die Hausordnung sowie die Verhaltensregeln im Mietvertrag genau durch. Sie können sich stark unterscheiden. Eventuell dürfen Sie keine Schuhe vor der Wohnungstür stehen lassen. Oder es ist nicht erlaubt, am Sonntag die Waschmaschine zu benutzen. Auch mit Haustieren kann es schwierig werden. Viele Vermieter gestatten die geliebten Vierbeiner nicht. Daher sollten Sie vor dem Unterschreiben prüfen, ob Sie mit den bestehenden Regeln leben können.

3. „WG willkommen“ nicht voraussetzen

Ihre erste Wohnung soll eine WG werden? Dann prüfen Sie vorab, ob der Vermieter das erlaubt. Vielleicht möchte er keine Wohngemeinschaft, sondern sucht eher nach einer Familie oder einem Paar.

4. Vor dem Einziehen ans Ausziehen denken

Sie möchten bestimmt erst mal gar nichts davon wissen. Doch die Bedingungen für den Auszug sollten Sie sich schon vor dem Unterschreiben des Mietvertrags anschauen. Es ist möglich, dass Ihr Vermieter nur zu bestimmten Terminen eine Kündigung erlaubt. Vorzeitiges Kündigen ist zwar möglich, aber es kann mit Auflagen verbunden sein. Im schlimmsten Fall zahlen Sie die Miete trotzdem bis zum Ende der Vertragslaufzeit.

5. Übergabeprotokoll genau unter die Lupe nehmen

Im Parkett sind tiefe Kratzer, die Wand im Schlafzimmer ist überzogen von Löchern oder der Spiegel im Bad hat einen Sprung. Gibt es ein Übergabeprotokoll, müssen offensichtliche Mängel darin verzeichnet sein.

Unterschreiben Sie erst, wenn alle Mängel eingetragen sind. Ansonsten kann der Vermieter behaupten, dass diese Schäden auf Ihr Konto gehen. Versteckte Mängel können Sie später noch melden – zum Beispiel, wenn der Backofen nicht richtig funktioniert. So etwas sollten Sie aber direkt nach dem Entdecken an den Vermieter weitergeben.

6. Geld für die Kaution bereithalten

Bevor Sie eine Wohnung beziehen können, müssen Sie üblicherweise ein Mietzinsdepot einrichten. Die Höhe kann bis zu drei Monatsmieten betragen.

7. Vollvernetzt in der neuen Wohnung starten

Internet, Fernsehen und Telefon sollten Sie bereits einige Wochen vor dem Einzug anmelden. Oft klappt das Freischalten nicht von heute auf morgen. Gerade, wenn Sie erst einen neuen Vertrag abschliessen müssen.

8. Dauerauftrag erfassen und Mietzahlungen vergessen

An Ihre Miete brauchen Sie eigentlich nur einmal denken. Richten Sie über Online oder Mobile Banking einen Dauerauftrag dafür ein. So wird das Geld jeden Monat zum gewählten Tag automatisch überwiesen. Und Sie brauchen sich nicht mehr darum zu kümmern – zumindest solange, bis sich der Mietzins ändert.

9. Gut versichert ist halb gewonnen

Mit einer Privathaftpflicht decken Sie Schäden ab, die Sie ungewollt verursachen. Beispielsweise wenn aus Versehen eine Fensterscheibe zu Bruch geht oder die Sonnenstore am Balkon beschädigt wird. Diese Versicherung ist wichtig, denn solche Schäden werden schnell teuer.

Eine Hausratversicherung kann sich ebenso lohnen. Sie zahlt für Schäden an Ihrem Mobiliar. Etwa, wenn Ihr Sofa durch Überschwemmung beschädigt wird oder Ihr Computer bei einem Einbruch abhanden kommt.

10. Kosten für kleine Reparaturen einplanen

Der Wasserhahn streikt, die Toilette ist verstopft oder der Griff am Fenster wackelt hin und her. Es kann gut sein, dass Sie für solche und andere Reparaturen selbst aufkommen müssen. Im Mietvertrag sollte angegeben sein, welche kleineren Reparaturen Sie zahlen. Zum Beispiel kann der Vermieter festlegen, dass Sie bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr alle Reparaturen übernehmen.

11. Bei Problemen den Vermieter ansprechen

Eine Ecke in Ihrem Wohnzimmer ist plötzlich von Schimmel befallen? Oder der Kühlschrank gefriert selbst auf kleinster Stufe alle Lebensmittel? Bei Problemen wenden Sie sich zuerst an den Vermieter und suchen das Gespräch. Vielfach kann das Problem direkt behoben werden. Wenn sich gemeinsam mit ihm keine Lösung findet, gehen Sie auf den Mieterverband zu. Dieser gibt Ihnen Tipps, was Sie weiter unternehmen können.

Erste eigene Wohnung – Welche Versicherungen sind nötig?

Die erste eigene Wohnung bringt nicht nur Aufregung und Freude, sondern auch neue Verantwortungen mit sich. Beim ersten großen Schritt in die Selbständigkeit wird das Thema Versicherungen wichtiger denn je. Doch welche Versicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und welche nicht? Welchen Schutz bieten die jeweiligen Versicherungsarten und bis zu welchem Alter sind junge Erwachsene familienversichert?

Erste eigene Wohnung: Notwendige Pflichtversicherungen

Die Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist in Deutschland gem. § 5 SGB V eine Pflichtversicherung. Auch bei der Pflegeversicherung handelt es sich um eine Pflichtversicherung. Sie wird im Rahmen der Krankenkasse automatisch mit abgeschlossen und ist mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Kinder und junge Erwachsene bis zum Ende des 25. Lebensjahres sind über ihre Eltern in der Familienversicherung kranken- und pflegeversichert. Sie benötigen lediglich dann eine eigene Krankenversicherung, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt wird:

  • das 25. Lebensjahr wird vollendet
  • es wird eine Ausbildung begonnen
  • der monatliche Verdienst übersteigt die Grenze von 450 Euro

Studierende profitieren von den günstigen Beiträgen einer studentischen Krankenversicherung, Auszubildende zahlen denselben Beitragssatz wie alle anderen Arbeitnehmer. Ausnahme: Liegt die Arbeitsvergütung bei weniger als 325 Euro pro Monat, übernimmt der Arbeitgeber die Beiträge.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung

Wer ein eigenes Auto oder Motorrad besitzt, muss für dieses gem. § 1 PflVG i.V.m. § 4 PflVG eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Wir empfehlen zusätzlich den Abschluss einer Verkehrsrechtsschutzversicherung. Diese übernimmt im Falle eines Unfalls die Anwalts- und Gerichtskosten und erstattet eventuelle Strafkautionen.

Die private Haftpflichtversicherung

Obwohl die private Haftpflichtversicherung in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, ist sie für den Bezug der ersten eigenen Wohnung äußerst sinnvoll. Sie deckt alle Schäden am Eigentum Dritter ab und schützt vor Kosten, die junge Mieter allein nicht stemmen können.

Frische Mieter sind von einer privaten Haftpflichtversicherung beispielsweise dann geschützt, wenn sie beim Einzug Schäden im Hausflur oder in der Wohnung verursachen. Auch bei Schäden, welche im Laufe des Mietverhältnisses hervorgerufen werden, übernimmt eine private Haftpflichtversicherung grundsätzlich im Rahmen der geltenden Bedingungen die anfallenden Kosten für Reparaturen.

Erste Wohnung: optionale Versicherungen für zusätzlichen Schutz

Die Hausratversicherung

Zwar ist der Wert des eigenen Hausrats in jungen Jahren häufig noch begrenzt, doch muss er aufgrund eines Schadens ersetzt werden, kann dies zu unliebsamen finanziellen Engpässen führen. Eine Hausratversicherung übernimmt Schäden am Hausrat, welche durch:

  • Einbruch und Diebstahl
  • Vandalismus
  • Feuer und Wasser
  • Hagel und Sturm

entstanden sind. Sie zählt zu den wichtigsten Absicherungen gegen Schäden an elektrischen Geräten, Inventar und Kleidung.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind junge Mieter geschützt, wenn sie ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. In diesem Fall zahlt die Versicherung eine Berufsunfähigkeitsrente, die als zusätzliche Einnahme zur staatlichen Erwerbsminderungsrente dient.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU, ist vor allem für Berufseinsteiger und junge Menschen notwendig, da diese in der Regel nicht über eine gesetzliche Versicherung geschützt sind. Die Versicherungsbeiträge fallen aufgrund der Gesundheitsprüfung vor der Aufnahme üblicherweise sehr gering aus, so dass sich eine BU sogar Studierende oder Auszubildende leisten können.

Die Rechtsschutzversicherung

Wer Ärger mit seinem ersten Arbeitgeber oder Vermieter hat, dem steht eine Rechtsschutzversicherung zur Seite. Diese sichert bei Rechtsstreitigkeiten sowie außergerichtlichen Verfahren ab. Unser Tipp: Vor dem Abschluss ist zu überlegen, welcher Bereich abgedeckt werden soll. Eine private Rechtsschutzversicherung greift bei privaten Rechtsproblemen, eine Berufs-Rechtsschutzversicherung schützt bei Rechtsstreitigkeiten am Arbeitsplatz und eine Mietrechtsschutz hilft bei Problemen mit dem Vermieter oder den Nachbarn,.

Versicherungsbedarf in der ersten eigenen Wohnung: Familienversicherung prüfen!

Egal, ob Kranken-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherung: Bevor eine eigene Versicherung abgeschlossen wird, sollten junge Mieter zunächst prüfen, ob sie im Rahmen der Familienversicherung bei ihren Eltern mitversichert sind. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet, Ihre Ausbildung gerade erst begonnen haben oder nicht mehr als 450 Euro pro Monat verdienen. Erst wenn junge Mieter die Alters- oder Einkommensgrenze überschritten haben, werden sie selbst versicherungspflichtig.

Besonderheit bei der Hausratversicherung: Beziehen Studierende oder Auszubildende vorübergehend eine Wohngemeinschaft oder ein Studentenwohnheim, muss dies bei vielen Versicherungsanbietern als sogenannte Außenversicherung in der elterlichen Versicherung vermerkt werden.

die Mobiliar

Die Privathaftpflichtversicherung ist ein Muss. Sobald Sie aus Ihrem Elternhaus ausziehen oder Ihre Ausbildung abschliessen, sind Sie nicht mehr in der Familienpolice Ihrer Eltern eingeschlossen. Die Haftpflicht deckt sämtliche Schäden, für die Sie verantwortlich sind. Beispielsweise, wenn Sie aus Versehen jemanden verletzen oder fremdes Eigentum beschädigen. Sie übernimmt Schäden bis zehn Millionen Franken und zahlt zum Beispiel die Reparatur der Delle im Auto, das Ihnen ein Freund geliehen hat, oder den Ersatz des kaputten Lavabos in Ihrer ersten Wohnung.

Schützen Sie Ihr Hab und Gut

Wenn Sie in eine eigene Wohnung oder in eine Wohngemeinschaft ziehen, empfehlen wir Ihnen ausserdem eine Hausratversicherung. Sie deckt den finanziellen Schaden an Ihren persönlichen Sachen. Etwa nach einem Einbruchdiebstahl, aber auch Feuer- und Elementarschäden wie zum Beispiel Hagel oder Überschwemmungen. Mit dem Zusatz „einfacher Diebstahl auswärts“ ersetzen wir sämtliche Wertgegenstände, die Ihnen ausserhalb Ihrer vier Wände gestohlen werden, etwa Laptop, Handy oder Handtasche.

Die Haftpflicht ist obligatorisch

Wenn Sie ein Auto, ein Motorrad oder einen Roller besitzen, ist die Haftpflichtversicherung obligatorisch. Weil selbst kleinere Reparaturen ziemlich teuer werden können, ist eine Voll- oder Teilkaskoversicherung für neuere Fahrzeuge eine sinnvolle Ergänzung.

Richtig versichert auf Reisen

Wenn Sie länger oder häufiger verreisen, fahren Sie mit einer Jahresreiseversicherung günstiger als mit Kurzfristversicherungen. Sie bietet Ihnen Schutz im In- und Ausland, in den Ferien, aber auch auf Tages- oder Wochenendausflügen. Zum Grundpaket gehören die Annullationskosten-Versicherung, die für Hilfe in der Not und die Reiserechtsschutzversicherung. Sie können ausserdem andere Deckungen einschliessen, beispielsweise eine Reisegepäckversicherung.

Haus­rat­ver­si­che­rung für die Miet­woh­nung

Welche Leis­tungen sind in der Haus­rat­ver­si­che­rung abge­deckt?

Die Hausratversicherung, ob bei Mietwohnung oder bewohnten Eigentum, ist eine Neuwert-Versicherung. Das bedeutet, dass Schäden immer so ersetzt werden, dass Sie sich den beschädigten oder zerstörten Gegenstand neu kaufen können. Bei technischen Geräten, insbesondere bei Computern, Laptops oder Notebooks, spricht man vom Ersatz in gleicher Art und Güte. Das heißt also nicht, dass Sie in jedem Fall den Kaufpreis ersetzt bekommen. Bei allen folgenden Leistungen wird immer der sogenannte Wiederbeschaffungspreis für Ihr bewegliches Hab und Gut angesetzt.

Brand

Eine der häufigsten Schadenursachen ist Brand. Darunter versteht man Feuer, das außerhalb eines bestimmungsgemäßen Herdes entstanden ist oder sich von diesem ausgehend allein verbreitet hat. Als Herde in diesem Sinn gelten beispielsweise der Gartengrill, der Küchenherd, ein Bügeleisen, aber auch eine Kerze. Entsteht der Schaden innerhalb des Herdes, zahlt die Hausratversicherung nicht – beispielsweise, wenn ein teures Buch in den Kamin fällt. Andersherum werden in bestimmten Fällen die Kosten ersetzt: etwa, wenn ein brennendes Holzscheit durch einen Luftzug einen Funkenflug auslöst, der den Teppich entzündet.

Einbruch­dieb­stahl und Vanda­lismus

Schadenersatz leistet die Hausratversicherung auch dann, wenn aus der Mietwohnung Einrichtungsgegenstände gestohlen wurden. Dabei ist allerdings nur der sogenannte Einbruchdiebstahl abgesichert. Dafür muss eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Einbrecher hat sich mit einer Brechstange, einem Dietrich oder einem ähnlichen Werkzeug Zugang in die Wohnung verschafft.
  • Der Einbrecher hat sich mit einem zuvor entwendeten Haus- beziehungsweise Wohnungsschlüssel Zugang verschafft.

Wird die Wohnung von den Einbrechern zudem auch noch verwüstet (Vandalismus), dann übernimmt die Hausratversicherung auch diese Kosten. Einfacher Diebstahl ist dagegen nicht durch die Hausratversicherung abgedeckt.

Beispiel: In Ihre Mietwohnung lassen Sie jemanden eintreten, der sich als Handwerker ausgibt. Während Sie in der Küche einen Kaffee machen, durchsucht der Trickbetrüger Ihren Sekretär, entwendet die Kassette mit Bargeld und verschwindet so schnell, wie er gekommen war. Der Schaden ist nicht versichert, da sich der Betrüger nicht durch Gewaltanwendung oder Androhung von Gewalt Zugang verschafft hat.

Blitz, Sturm und Hagel

Dringt während eines Sturms Regenwasser durch eine undichte Terrassentür ein und ruiniert die teuren Orient-Teppiche übernimmt die Hausratversicherung die Kosten. Voraussetzung bei der Begleichung von Sturmschäden ist aber, dass der Wind eine Windstärke von 8 auf der Beaufort-Skala hatte. Für Sturm- und Hagelschäden direkt am Gebäude – beispielsweise abgedeckte Dächer oder abgerissene Regenrinnen – ist hingegen die Wohngebäudeversicherung Ihres Vermieters zuständig.

Leitungs­wasser

Wie bei Brandschäden gilt auch für Wasserschäden: nicht alle sind durch die Hausratversicherung abgedeckt. Bei der Mietwohnung zählen ausschließlich Schäden aufgrund von Leitungswasser zu den regulierbaren Schadenfällen. Für die Kostenübernahme muss allerdings eine Bedingung erfüllt sein: Das Leistungswasser ist bestimmungswidrig ausgetreten. Deshalb fallen nur Rohrbrüche im Trinkwasser-System, Leck-Schäden an Heizungen oder kaputte Schläuche von Waschmaschine oder Geschirrspüler unter den Versicherungsschutz.

Dagegen ist die Hausratversicherung nicht zuständig, wenn Sie in Ihrer Mietwohnung die Badewanne überlaufen lassen. Hier übernimmt gegebenenfalls Ihre Privat-Haftpflichtversicherung, sofern Sie Schäden an Mietgegenständen miteingeschlossen haben. In so einem Fall sind Sie auch zuständig für alle Schäden in Nachbarwohnungen.

Warum nur die Zuläufe, aber nicht die Abläufe versichert sind, erfahren Sie im Ratgeber Hausratversicherung Wasserschaden.

Welche Schäden werden durch die Haus­rat­ver­si­che­rung bei einer Miet­woh­nung auf jeden Fall abge­deckt?

  • Blitz-, Sturm- und Hagelschäden
  • Leitungswasserschäden
  • Brand
  • Einbruchdiebstahl und Vandalismus
  • Diebstahl auf Reisen

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