Chai latte tee

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Noch vor wenigen Jahren löste die Bestellung eines Chai Latte in einem Café fragendes Kopfschütteln aus. Nun ist das beliebteste Getränk der Inder auch in Europa aus keinem Coffeeshop oder Teeladen mehr weg zu denken. Egal ob in New York, London, Berlin, Paris oder Madrid: Der würzige Tee verwandelte sich vom Insidertipp zum absoluten Trendgetränk! Doch Chai Latte – die Kombination aus Chai Tee und Milch – ist mehr als nur hipper Lifestyle in flüssiger Form! Warum erfährst du im folgenden Artikel. Außerdem klären wir, was Chai Tee genau ist, worauf man beim Kauf achten sollte und wie man sich zu Hause einen leckeren Chai Latte selber machen kann.

Die Herkunftsfrage: Was ist Chai Tee eigentlich?

Das Wort „Chai“ steht in vielen Teilen der Welt ganz einfach für Tee. Sei es in Russland, in der Türkei oder in Bulgarien: Die Aussprache und Bedeutung variiert nicht, wohl aber die Schreibweise. Natürlich kommt es ganz auf das Land und seine Kultur an, wie man den Tee am liebsten genießt. In unserem Kulturkreis hat sich das Wort „Tee“ durchgesetzt, seit die niederländischen Kolonialherren die getrockneten Teepflanzen von Südchina auf dem Seeweg nach Europa brachten.

Etwas anders verhält es sich aber in Indien. Denn dort bezeichnet „Chai“ vorwiegend eine besondere Kreation aus schwarzem Tee und Gewürzen wie Kardamom, Fenchel und Anis – die mit Milch und Zucker oder Honig getrunken wird. Deshalb ist manchmal auch vom „Masala Chai“ (masala = Gewürzmischung) die Rede. In Indien ist diese Köstlichkeit ein Nationalgetränk und nahezu überall erhältlich – in Zügen, an Busstationen und natürlich auf Märkten. Außerdem hat jeder Haushalt sein ganz persönliches Chai Geheimrezept, das je nach Geschmack und gewünschter Intensität variiert. Wird heute von „Chai Tee“ gesprochen, heißt das übersetzt eigentlich „Tee Tee“ und gemeint ist in der Regel das Getränk nach indischem Vorbild.

Chai Tee: Hype Getränk oder tatsächlich gesundheitsfördernd?

Bei der Beliebtheit von Chai Tee kann man sich durchaus fragen, ob sie an eventuell gesundheitsförderlichen Eigenschaften liegt oder es sich vielleicht doch nur um einen vergänglichen Hype handelt. Befasst man sich aber etwas näher mit der Geschichte von Chai, ist die Antwort schnell klar.

Ayurveda als indische Gesundheitslehre

Seinen Ursprung findet Chai in der traditionsreichen ayurvedischen Gesundheitslehre, in der Gewürze seit Jahrzehnten ihren festen Platz haben. Ayurveda bedeutet soviel wie „Wissen vom Leben“ und ist ein ganzheitlicher Ansatz, der in Indien, Sri Lanka und Nepal praktiziert wird. Zum körperlichen und geistigen Wohlbefinden sollen demnach bestimmten Praktiken (z.B. Yoga, Massagen, Reinigungszeremonien) sowie eine gesunde Ernährung beitragen – die sich genauso wie medikamentöse Behandlungen nach dem eigenen Dosha richtet. Die drei Doshas (Vatta, Pitta oder Kapha) sind als Lebensenergien zu verstehen, und bei jedem Menschen soll eines davon dominieren. Es ist ein komplexes und doch bewährtes System, in das Interessierte z.B. im Buch „Wie neugeboren durch modernes Ayurveda“ einen Einstieg finden.

Eine ayurvedische Behandlung (Foto „Ayurveda in Sri Lanka“ by Amila Tennakoon, CC BY 2.0)

Wie Chai Tee und Ayurveda zusammenpassen

Neben Dosha-gerechter Ernährung gibt es im Ayurveda übergreifende Lebens- und Ernährungsprinzipien, die allen Menschen gleichermaßen guttun. So soll man z.B. nie menschliche Bedürfnisse unterdrücken, sich niemals komplett satt essen und Wasser nur in abgekochter, warmer Form trinken. Dazu passt die Tradition der Kräutertees und grünen Tees, die durch ihre pflanzlichen Inhaltsstoffe und Gewürze förderliche Wirkungen auf den Körper haben.

Demnach wirkt Chai wohltuend auf Körper und Geist. Keine Frage: Das im Chai Tee enthaltene Koffein belebt, regt aber nicht auf. Glaubt man der indischen Gesundheitslehre, soll Chai zudem für neue Energie sorgen und die Lebensfreude steigern. Deshalb passt das Getränk auch so gut in die westliche Vorliebe für Wellness. Eine besondere und nicht zu unterschätzende Rolle spielen die im Chai enthaltenen Gewürze:

  • Kardamom wirkt verdauungsfördernd, beruhigt den Magen und hilft bei Erkältungen.
  • Ingwer wirkt z.B. antibakteriell, stärkt das Immunsystem, macht Appetit und regt die Verdauung an. Zu Recht gilt er im Ayurveda als Allheilmittel – genauso wie Kurkuma, mit dem man z.B. die goldene Milch herstellt.
  • Anis und Fenchel helfen unter anderem gegen Krämpfe und Blähungen.
  • Gewürznelken sind reich an Antioxidanzien und reduzieren so die Zellalterung. Sie wirken außerdem entzündungshemmend.
  • Zimt hellt die Stimmung auf und fördert die Durchblutung. Meistens wird ein Chai Tee sogar mit einer Zimtstange zum Umrühren gereicht.

Es steckt also eine ganze Menge drin im Chai Tee. Man kann ihn pur genießen, als Eistee oder in der beliebten Form mit Milch – als Chai Latte. Übrigens: Auch Kaffee nicht so ungesund bzw. besser, als manche Leute denken.

Chai Tee kann auch pur genossen werden (Foto „Cascara Tea“ by migle, CC BY-SA 2.0)

Starbucks ist schuld: Wie der moderne Chai Latte entstand

Die Kaffee-Kette Starbucks hat aus vielen Getränken einen Hype gemacht – so z.B. geschehen beim Frappuccino oder beim Matcha Latte. Sie hat ebenfalls großen Anteil daran, dass Chai Latte zu einem Lifestyle-Getränk geworden ist. Seit Ende der Neunziger Jahre gehört das indische Nationalgetränk in abgewandelter Form – z.B. mit aufgeschäumter Milch – zum festen Angebot des Coffeeshop-Giganten. Für die Popularität nicht hinderlich waren diverse Promis, die in Reality-TV Formaten gerne und oft zum Chai Latte griffen – wie zum Beispiel Stilikone und Ex-Kanye-West-Gattin Kim Kardashian.

Doch mit dem ursprünglichen, in Indien seit Jahrhunderten servierten Chai Tee hat der Chai Latte aus dem Coffeeshop nur noch wenig gemeinsam. Er besteht meistens aus Instantpulver und aufgeschäumter Milch. Markführer bei Chai-Pulver ist übrigens die in San Francisco ansässige Firma David Rio. Den Bestseller „Elephant Vanilla Chai“ gibt es mittlerweile in über 40 Ländern weltweit zu kaufen, natürlich auch in vielen Coffeeshops und Supermärkten in Deutschland.

Natürlich ist ein Chai Latte aus dem Coffeeshop bzw. mit Instantpulver zubereitet immer noch lecker und geht schnell. Man muss sich aber bewusst machen, dass er sicher nicht so gesund ist wie ein echter, selbstgemachter Chai Tee. Zudem wird Chai in der westlichen Welt gerne noch etwas verfeinert, indem Sirups oder Aromen hinzugefügt werden. Das verspricht einen besonderen Geschmack, ist aber leider unnatürlich und hat somit rein gar nichts mehr mit Ayurveda zu tun.

Chai Latte selber machen

Wenn du einen guten Chai Latte trinken willst, dann mach ihn am besten selbst. Das geht ganz einfach, schmeckt gut und passt vor allem in die etwas kältere Jahreszeit. Du brauchst eigentlich nur eine Chai Tee Mischung (Chai Masala), Milch (am besten Vollmilch für den Geschmack, ersatzweise geht auch Sojamilch oder Mandelmilch) sowie etwas zum Süßen. Denn, ganz wichtig: Der Chai Latte wird süß getrunken und deshalb mit Honig, weißen oder braunem Zucker, Karamellzucker oder Sirup verfeinert. Gesünder sind natürlich die natürlichen und möglichst unverarbeiteten Zuckerarten.

Es gibt im Wesentlichen zwei Möglichkeiten der Zubereitung: Entweder greifst du auf qualitativ hochwertigen Chai Tee zurück, den du bereits fertig kaufen kannst. Oder tun mischst dir deine Chai Tee Mischung selber an, was natürlich etwas zeitaufwendiger ist. Wir stellen beide Varianten vor.

(1) Chai Latte mit fertigem Chai Tee

Damit bei dieser Variante der Zubereitung ein ansprechendes Endergebnis herauskommt, brauchst du unbedingt hochwertigen Chai Tee. Er hat nichts mit Instantpulver zu tun, sondern ist einfach schwarzer Tee mit bereits zugefügten Gewürzen wie Kardamom, Gewürznelken, Ingwer und Anis. Also ein Masala Chai, denn du pur oder mit Milch trinken kannst. Wir empfehlen z.B. die Masala Chais von Vadham, Valley of Tea oder tea exclusive.

Fertiger Chai Tee: (1) Vadham Indias Original Masala Chai, (2) Valley of Tea Masala Chai, (3) Tea Exclusive Masala Chai

Folgende Zutaten brauchst du für deinen Chai Latte mit fertigem Masala Chai:

  • 1 – 2 TL Chai Tee (Masala Chai)
  • Eine 2/3 Tasse Wasser
  • Eine 1/3 Tasse Vollmilch
  • Zucker, Honig oder anderes Mittel zum Süßen
  • Eventuell etwas Milch extra für den Milchschaum
  • Eventuell etwas Zimtpulver

So einfach geht die Zubereitung:

Koche Wasser und Milch auf und füge den Chai Tee hinzu. Lasse die Mischung für etwa 2 Minuten ziehen. Füge noch etwas Zucker oder Honig zum Süßen hinzu, gieße die Mischung durch ein Sieb – fertig! Nach Belieben kannst du noch eine Milchschaumhaube auf deinen Chai Latte setzen und mit Zimt bestäuben.

(2) Chai Latte mit selbstgemachter Chai Mischung

Die Zubereitung eines Chai Latte mit selbstgemachtem Chai Tee bzw. Masala Chai ist nur ein wenig komplizierter als die erste Variante. Du brauchst ein paar mehr Zutaten und etwas mehr Zeit, da du dem schwarzen Tee die Gewürze erst selbst hinzufügst. Achte hierbei darauf, dass du einen hochwertigen schwarzen Tee kaufst. Bei der Sorte kannst du entweder den gern genommenen Assam wählen, aber Darjeeling oder Earl Grey sind ebenfalls gut.

Folgende Zutaten brauchst du für deinen Chai Latte mit selbstgemachtem Masala Chai:

  • 1 gehäufter EL schwarzer Tee
  • 250ml Wasser
  • 2 Zimtstangen
  • 2 Sternanis
  • 1 TL Fenchel
  • 1 TL Kardamom
  • 2 Nelken
  • 1 cm Ingwer
  • 2 EL Honig
  • 250ml Milch
  • etwas Zimt gemahlen

So einfach geht die Zubereitung:

Röste die Gewürze (Zimtstangen, Sternanis, Fenchel, Kardamom, Nelken und Ingwer) in einer Pfanne kurz an. Fülle anschließend das Wasser auf und lasse die Mischung nach dem Kochen für ein paar Minuten ziehen. Honig und Tee hinzugeben und weitere 4 Minuten ziehen lassen. Der Tee wird nun abgegossen, um die Gewürze von der Flüssigkeit zu trennen. Abschließend Milch aufkochen und evtl. schaumig schlagen. Gieße nun in eine Tasse halb Chai Tee, halb Milch mit Schaum hinein und garniere den fertigen Chai Latte mit einer Prise Zimt. Fertig! Dieses Rezept stammt übrigens vom Biokoch und kann hier nachvollzogen werden.

Und wie schmeckt der Chai Latte nun? Am Anfang ist das Heißgetränk aufgrund der uns exotisch anmutenden Zutaten vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Die vielen Aromen sorgen für eine Geschmacksexplosion auf der Zunge. Aber wer sich darauf einlässt, wird mit einer besonders genussvollen Erfahrung belohnt.

Und was ist mit Kaffee? Chai gibt’s nicht nur als Tee

Chai erobert nicht mehr nur die Teetassen. Chai Eis, Chai Schokolade oder Chai Milkshakes begegnen uns immer häufiger. Es gibt sogar Chai Kaffee, für den Kaffeebohnen beim Rösten mit verschiedenen orientalischen Gewürzen wie Zimt und Orangenaroma versetzt werden. Meistens kommt er aber als Instantgetränk daher.

Etwas Neues und völlig anderes ist der Dirty Chai, für den ein Espresso mit Chai Tee und Milch vermixt wird. Er ist bestimmt auch wegen seinem Namen so beliebt Ein Dirty Chai kann warm oder kalt genoßen werden.

Bist du auch ein Fan von Chai Tee? Oder vielleicht sogar ganz anderen Chai Spezialitäten? Falls du gern natürlich-leckere Warm Drinks wie Kakao oder goldene Milch magst, solltest du den Chai Latte auf jeden Fall einmal ausprobieren. Damit tust du Körper und Seele etwas Gutes.

Titelbild: „Cascara Chai Latte“ by migle, used under CC BY-SA 2.0

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Über die Autorin: Heidi liebt Kaffee, vor allen in Kombination mit einen gesunden Frühstück. Wenn Sie gerade keine Beiträge auf Happy Coffee schreibt, berichtet die Weltenbummlerin auf ihrem Blog meerdavon.com über Ihre Reisen.

Teekulturen sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wir haben Dir bereits verschiedene Kräutertee Sorten vorgestellt – ganz typisch für unsere Breitengrade. Hier lieben wir die milden, blumigen Aromen, Früchtetees und auch mal den einen oder anderen Schwarz- oder Grüntee.
Wenn wir ein paar Kilometer weiterreisen (etwa 10 000 Kilometer, also ein ganzes Stück), erleben wir eine völlig andere, für uns exotische Teekultur. In Indien trinkt man Chai Tee, bzw. Masala Chai. Eine etwas andere Form des Schwarztees; so anders, dass man sie eigentlich nicht miteinander vergleichen kann.

In Indien wird Schwarzer Tee nie pur getrunken – man verfeinert ihn traditionell mit zahlreichen Gewürzen, wie Kardamon, Zimt, Pfeffer, Gewürznelken oder Ingwer. Denn nach der indischen Gesundheitslehre, wirkt jede Pflanze auf unseren Geist und Körper – sie haben eine positive Wirkung auf unser Allgemeinbefinden, die Lebensfreude, Energie und Gesundheit.
Ähnlich wie bei unseren Kräutertees, oder?

Was unsere klassischen Teesorten aber nicht mit dem indischen Chai gemeinsam haben: den süßlich-würzigen Geschmack, die angenehm leichte Schärfe und die Cremigkeit.
Ich trinke den Chai persönlich am liebsten als Chai Latte, also mit aufgeschäumter Milch. Das perfekte Getränk für kalte Tage! Und den kannst Du auch super leicht zu Hause selber machen.

Das A und O bei der Zubereitung eines Chai Tees? Die Gewürze! Der Chai lebt von seiner geschmacklichen Vielfalt, den verschiedenen Aromen und feinen würzigen Noten. Vor allem die Verarbeitung der Gewürze sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Nur frische, ganze Gewürze kommen zum Einsatz – nicht etwa die pulverisierte Version von ihnen.
Das Rösten der Gewürze in der Pfanne gibt dem Chai den besonderen Pfiff und macht den Unterschied zum gekauften Tee – nur so können sich die Aromen entfaltet und später den leckeren Geschmack beitragen.

Mit dem folgenden Rezept stellst Du erst einmal einen Chai-Sirup her. Diesen kannst Du dann so weiterverwenden, wie Du es magst. Das heißt, entweder als Chai Tee, warm oder kalt, mit einem Schluck Milch, oder als cremigen Chai Latte, mit aufgeschäumter Milch.

Rezept für 500 ml Chai-Sirup

Kategorie: Essen, Getränke, Ideen zum Trinken, Unsere Rezepte

Zutaten

10 Pfefferkörner 5 Nelken 4 grüne Kardamonkapseln 2 Zimtstange 1 Sternanis 600 ml Wasser 2 ½ Esslöffel loser schwarzer Tee 130 g Rohrzucker 1 cm Ingwer Prise Muskatnuss

Zubereitung

  1. In einer großen Pfanne die Gewürze (außer Ingwer und Muskatnuss) bei geringer Hitze für 2 Minuten rösten. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Sobald sie abgekühlt sind, in einem Mörser oder in einer Kaffeemühle zu einem sehr groben Pulver zerkleinern.
  2. In einer großen und tiefen Pfanne (oder im Topf) Wasser mit den Gewürzen, Ingwer und Muskatnuss vermengen und zum Köcheln bringen. Dann mit Deckel weitere 20 Minuten leicht köcheln lassen. Nicht zum Kochen bringen, sonst werden die Gewürze bitter!
  3. Nach 20 Minuten den Deckel abnehmen und den losen Tee dazugeben. Von der Hitze nehmen, rühren und den Tee für 10 Minuten ziehen lassen. Danach die Flüssigkeit durch ein feines Sieb in einen anderen Topf gießen. Dabei sollten keine Gewürze, oder der Tee, mit durchdringen.
  4. Nun den Zucker der Flüssigkeit hinzufügen und zum Köcheln bringen. Ohne Deckel für 5-10 Minuten köcheln lassen, bis der Sirup etwas dickflüssiger geworden ist. (Zum Abkühlen in eine Flasche füllen. Gekühlt hält er sich bis zu einer Woche im Kühlschrank.)

6.1.4

Für den Chai Latte: 1 Teil Sirup mit 2 Teilen warmer, aufgeschäumter Milch kombinieren.

Bei der Auswahl der Gewürze bist Du natürlich flexibel. Welche Gewürzsorten magst Du am liebsten? Vielleicht tauschst Du ja auch mal den Schwarztee gegen Grüntee?
Probiere es einfach aus! Und ich verspreche Dir: Wenn Du dieses Rezept erst mal ausprobiert hast, gehört es sicher bald zu Deinem Standard Wintersortiment.

Ich wünsche Dir gemütliche Genießerstunden
Deine Elisabeth

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Schwarztee, Gewürze, Milch, Zucker – das ist also Masala Chai, bei uns oft als Chai Tee bekannt. Chai heißt so viel wie Tee, daher macht die Bezeichnung Chai Tee nicht wirklich viel Sinn 😉 Näher kennengelernt habe ich diesen Tee während unserer Indien-Reise vor einigen Jahren. Obwohl die Tees unterwegs immer sehr ähnlich schmeckten, weichten die Gewürzmischungen trotzdem stets ein bisschen voneinander ab. Auch was die Milch betrifft, waren die Tees unterschiedlich – und zwar nicht nur mengenmäßig. Ich habe festgestellt: Ziegenmilch in einem Masala Chai ist nicht unbedingt mein Ding … Meist wurde der Tee aber ohnehin mit Kuhmilch zubereitet.

Seither habe ich immer wieder einmal Masala Chai getrunken, ein großer Fan dieses Würztees war ich trotzdem nie. Jedenfalls nicht bis zu dem Tag, als ich auf Food52.com über ein Rezept von Madhur Jaffrey gestolpert bin. Selbstgemachter Chai schmeckt grandios!

Auch mit dem Wissen, dass Jaffrey die Autorität schlechthin in Sachen indische Küche ist, habe ich ihr Rezept, nachdem ich mich zuvor eisern an ihr Originalrezept gehalten hatte, abgewandelt. Jaffrey selbst wandelt ihre eigenen Rezepte ab und hat bis vor kurzem gemahlene Gewürze verwendet, nun ist sie auf ganze Gewürze umgestiegen. Selbst gemacht schmeckt dieser Tee außerordentlich gut und ist genau das Richtige für kalte Tage.

Was die Gewürze betrifft, ist dieser Tee flexibel. Ich habe das Originalrezept um Sternanis, Fenchel-Samen und Salz erweitert. Die wichtigen Gewürze sind im Rezeptteil unter „Gewürze“ zu finden, jene, die eine stimmige Ergänzung sind, habe ich unter „optionale Gewürze“ angeführt. Ich verwende meist alle. Zudem habe ich den Zucker- sowie Milchanteil etwas reduziert.


Übrigens: Mit Milchschaum schmeckt dieser Masala Chai gleich noch besser. Gutes Gelingen!

Dieses Rezept ist von Madhur Jaffrey’s Masala Chai auf Food52 abgewandelt.

Masala Chai – Indischer Gewürztee

Ergibt 840 ml (3-4 Tassen)

Zutaten

    Gewürze:

  • 1 kleine Stange Zimt (ca. 2-3 cm)
  • 4 Nelken
  • 4 grüne Kardamom-Kapseln, Hüllen entfernt; nur die inneren Samen verwenden (oder 1/4 TL gemahlener Kardamom)
  • 2x2x2 cm frischer Ingwer, mit der flachen Seite eines Messers angedrückt (oder 1/3 TL getrockneter gemahlener Ingwer)
  • Gewürze, optional aber empfohlen:

  • 4 ganze schwarze Pfefferkörner
  • 2 Zacken eines Stern-Anises
  • 1/3 TL Fenchel-Samen
  • 720 ml Wasser
  • 3 Teebeutel schwarzer Tee
  • 120 ml Milch + Optional: heiße Milch für Milchschaum
  • 4 TL brauner Zucker (ersatzweise weißer Zucker)
  • 1/4 TL feines Salz
    EL/TL sind immer gestrichen, wenn nicht anders angegeben, siehe verwendete Maßeinheiten

Zubereitung

  1. Einen mittelgroßen Topf mit Wasser füllen und die Gewürze zugeben. Das Wasser samt den Gewürzen zum Kochen bringen und einige Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
  2. Schwarztee zugeben, den Topf zudecken und bei niedriger Hitze 10 Minuten köcheln lassen.
  3. Milch, Salz und Zucker zugeben und nochmals erhitzen, bis der Tee beinahe zu kochen beginnt. Gelegentlich umrühren.
  4. Den Tee durch ein Sieb in eine Kanne oder einzelne Tassen leeren.
  5. Wer Tee mit Milchschaum bevorzugt, kann etwas heiße Milch aufschäumen. Heiß servieren!

3.1 https://www.tasteoftravel.at/masala-chai/

Masala Chai – Indischer Gewürztee zuletzt geändert: 27 Januar 2016 von Ursula

Mit Masala Chai wird ein ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammendes Mischgetränk bezeichnet. Das indische Wort „Masala“ kann grob mit „Gewürzmischung“ übersetzt werden, wobei das „Chai“ vom chinesischen Wort „Chá“ für Tee abgeleitet wird. Masala Chai besteht aus Schwarztee, Zucker oder Honig, Milch sowie einer besonderen Gewürzmischung und gilt wegen seiner anregenden Wirkung als besonders beliebt. Chai ist eine gute Alternative für Latte Macchiato-Liebhaber.

Masala Chai – ein Teegetränk der besonderen Art
Masala Chai ist das Nationalgetränk in Indien und feiert auch in Europa seinen Siegeszug als Trendgetränk. Neben der Selbstzubereitung, dem Erwerb von Teebeuteln in Teeläden und Coffeeshops, kann Masala Chai jetzt auch als Kapsel für die Nespresso Kaffeemaschinen bezogen werden.

Masala Chai – ein Getränk mit vielen Rezepten

Zu den klassischen Zutaten für den Masala Chai gehören ein starker Schwarztee, der oft aus einem kräftigen Assam gebrüht wird, sowie Milch, Zucker oder andere Süßungsmittel. Das besondere Aroma wird dem Masala Chai jedoch durch die Gewürzmischung verliehen, die in Indien von Familie zu Familie variiert. Traditionelle Gewürze für den Masala Chai sind Nelken, Kardamom, Anis, Fenchelsamen, Zimt und Ingwer, die in fast jeder Rezeptvariation zu finden sind. Die verwendeten Gewürze entfalten zumal eine anregende Wirkungsweise. Insbesondere Kardamom soll sich nach der Lehre positiv auf die Lebensenergie und die Verdauung auswirken.

Dadurch, dass nahezu jede Familie ein eigenes Rezept für den Masala Chai überliefert, kommen als würzende Zutaten auch Pfefferkörner, indische Lorbeerblätter sowie Muskat in Betracht. Statt Zucker wird je nach Region und Geschmack auch Honig als Süßungsmittel verwendet.

Traditionelle Zubereitung des Masala Chai

Für die Zubereitung eines Masala Chai wird das Wasser mit der Milch, dem Zucker oder Honig und den Gewürzen aufgekocht. Erst nach einer Kochzeit von etwa einer Minute werden die Teeblätter hinzugefügt. Nach einer Ziehzeit von mindestens zehn Minuten wird der Masala Chai durch ein Sieb abgegossen und serviert. Hier das Rezept:

  • 3/4 Tasse Wasser
  • 2-4 grüne Kardamomkapseln zum Zerschlagen (stammt aus der Familie der Ingwergewächse)
  • 1-2 dünne Scheiben von frischem Ingwer
  • 4 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • eine Prise Anis
  • 3/4 Tasse Milch
  • 1 TL schwarze Teeblätter
  • Zucker oder Honig zum Süßen

Bevor jedoch in Indien der Masala Chai getrunken wird, erhält er durch mehrfaches Schöpfen mit einer Kelle und dem damit verbundenen Aufschäumen seine typisch cremige Konsistenz. In der Regel lässt man ihn insgesamt rund 5 Minuten ziehen. Des Weiteren wird Tee generell in Indien von der Tasse auf die Untertasse geschüttet, um das Getränk abzukühlen und zu trinken. Tipp für den Sommer: In größeren Mengen zubereiten und kalt genießen.

Moderne Zubereitung des Masala Chai

In Europa gilt der Masala Chai als Trendgetränk und wird in Coffeeshops häufig auch unter der Bezeichnung Chai Latte (z.B. im McCafe) angeboten. Nur selten wird dieser Masala Chai mit frisch aufgebrühtem Tee zubereitet, sondern besteht aus Pulver oder Sirup, das mit Wasser oder Milch aufgegossen und aufgeschäumt werden kann (Vorsicht: Der Geschmack und durch die Gewürze kommt hier in der Regel nicht so gut zur Geltung). Die Gewürze für die frische Zubereitung gibt es oftmals in Teeshops fertig abgepackt (z.B. von Pure Tea).

Zubereitung auf Knopfdruck: Masala Chai mit der Nespresso

Ende 2013 gab es bei dem populären Kapselhersteller einen Wettbewerb welche Limited Edition in den offiziellen Verkauf kommt. Cioccorosso konnte gut punkten doch unterlag am Ende dem Masala Chai.

Nespresso selbst gibt bei der Zubereitungsempfehlung des Masala Chai an, dass eine Espresso-Tasse mit 40 ml Inhalt nebst entsprechender Einstellung der Maschine Verwendung finden sollte. Die Stärke des Getränks wird mit 6 angegeben, was etwa einem milden Espresso entspricht. Masala Chai-Kapseln von Nespresso beinhalten eine aromatische Komposition aus Sternanis, Zimt und Nelken, die den herben Geschmack der enthaltenen Kaffeesorte Livanto Grand Cru perfekt hervorheben. Mit den Kapseln kann durch Hinzugabe von Milchschaum oder Milch auch ein Latte Macchiato bzw. Cappuccino zubereitet werden.

Die Zubereitung des Masala Chai als Nespresso-Kapsel unterscheidet sich nicht von anderen Kapseln des Herstellers. Auch hier findet der komplette Brühvorgang innerhalb der Nespresso-Maschine statt. Nach Einlegen der Kapsel muss die Maschine nur gestartet werden. Das heiße Wasser wird dann unter hohem Druck in die Kapsel gepresst, bis die Membrane an der Kapsel reißen und das fertig gebrühte Getränk servierfertig über den Auslauf ausgegeben wird.

Masala Chai – ein Rezept aus Chettinad

Der köstliche Chai aus schwarzem Tee, Milch und Gewürzen ist das Nationalgetränk Indiens und stammt ursprünglich aus der ayurvedischen Gesundheitslehre. Der Chai ist ein belebendes, anregendes aber nicht aufregendes Getränk, wie es für viele Menschen der Kaffee ist.

Normalerweise wird Chai in einer Tasse mit Untertasse serviert. Da man den Tee in Indien häufig unterwegs trinkt, wenn man in Eile ist, schüttet man einen Schluck Tee von der Tasse auf die Untertasse. So kühlt er schneller ab und man kann ihn schneller trinken.

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Ein winterlicher Chai

Ich möchte Dir heute ein Rezept zeigen, welches man nach der ayurvedischen Lehre im Winter trinkt. Ingwer würde man im Sommer nicht verwenden, da er als wärmend gilt. Er wirkt gut bei Erkältungen und Husten, aber auch bei Migräne und Übelkeit.

Im Sommer kann man den Ingwer mit Kardamom ersetzen, der in der Ayurveda-Küche als kühlend gilt. Wobei Kardamom im Winter auch bei fiebrigen Erkältungen ratsam ist, da Kardamom fiebersenkend (kühlend) wirkt.

Zutaten für den Chai

Ebenfalls wärmend wirkt Pfeffer. Für den Tee verwende ich ausschließlich Tellicherry Pfeffer, welcher von der Malabarküste in Südwestindien stammt. Der fast reife Pfeffer wird hier noch von Hand geerntet. Er gilt als einer der besten Pfeffersorten der Welt und schmeckt im Vergleich zu anderen Sorten nussiger, intensiver und wärmer.

Auch bei der Verwendung des schwarzen Tees scheiden sich die Geister. In Indien verwendet man meistens Assam-Tee. Viele schwarze Tees werden einfach zu bitter, oder haben einen sehr starken Eigengeschmack und eignen sich meistens nicht für Chai. Darjeeling zum Beispiel schmeckt zu blumig und ist daher ungeignet.

Da ich hier in Deutschland bis jetzt keinen wirklich guten Assam gefunden habe, der perfekt mit den anderen Zutaten harmoniert, verwende ich meist einen Caykur Altinbas Tee – ein schwarzer loser türkischer Tee aus der Hafenstadt Rize im Nordosten der Türkei, den es in vielen türkischen Supermärkten gibt.

Das Rezept stammt aus dem Chettinad, einer Region im südindischen Tamil Nadu. Jede Familie hat jedoch ihr ganz eigens Rezept für Chai und ihre ganz eigene Gewürzmischung (Masala). Den einen Chai gibt es nicht.

Zutaten für 4 Tassen Chai:

  • 5 EL schwarzer Tee
  • 2 Zimtstangen
  • 2-3 cm Ingwer
  • 1 TL Tellicherry Pfeffer
  • 5 Nelken
  • 4 EL brauner Zucker
  • 1 l Wasser
  • 0,5 l Milch (3,8% Bio Vollmilch)

Zubereitung des Chai:

Ingwer schälen und klein würfeln.

Das Wasser zum Kochen bringen und alle Zutaten außer Zucker und Milch zugeben.

Den Tee einige Minuten köcheln lassen. Dann vom Herd ziehen und abkühlen lassen.

Den Zucker zum abgekühlten Tee geben. Den gesüßten Tee erneut aufkochen und einige Minuten köcheln lassen. Dann den Topf erneut vom Herd ziehen, die Milch zugeben und den Tee noch einmal aufkochen. Den Topf wieder vom Herd ziehen und den Chai abkühlen lassen.

Nun kochst Du den Tee noch 2 Mal auf und lässt ihn zwischendurch abkühlen, dann ist der Chai endlich fertig. Dies benötigt ein wenig Geduld, aber danach ist der Tee perfekt.

Den Tee durch ein Sieb in eine Kanne gießen und sofort heiß servieren.

Tipp: Wenn Du magst kannst Du den Tee auch mit etwas Milchschaum und einer Prise Zimt servieren. Ist aber nicht klassisch indisch.

Häufig reicht man extra Honig dazu, falls der Tee noch nicht süß genug ist.

Chai Latte selber machen: 3 leckere Rezepte – klassisch und vegan

Chai Latte – eine Symbiose aus zarter Milch und kräftigen Gewürzen. Der klassische Chai aus Indien erfreut sich längst auch bei uns großer Beliebtheit. Wir haben leckere Rezepte – auch für veganen Chai Latte.

Chai Latte: Das sind die Zutaten der Gewürzmischung

Die Grundgewürze für einen klassischen Chai sind in der Regel:

  • ganzer Kardamom Ingwer
  • Sternanis
  • Nelken
  • Zimt
  • schwarzer Pfeffer

Chai-Pulver oder Chai-Tee aus Beuteln kommt nicht gegen den intensiven Geschmack der echten Gewürze an. Deshalb zeigen wir dir drei Rezepte, wie du einen echten Chai Latte selber machen kannst.

1. Chai Latte-Rezept: klassisch und vegan

Die Gewürze sind die geschmackliche Seele des Cha Latte.
(Foto: CC0 / / greekfood-tamystika)

Für zwei Tassen des klassischen Chai Latte brauchst du:

  • 1 Stange Zimt,
  • 2 Sternanis,
  • 1/2 TL getrocknete Nelken,
  • 1/2 TL schwarze Pfefferkörner,
  • 1 1/2 TL ganzer Kardamom,
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer,
  • 1 EL Zucker (alternativ: Bio-Agavendicksaft),
  • 500ml (Pflanzen)milch,
  • 1 EL Assam-Kugelblatt-Schwarztee (alternativ anderer loser Schwarztee).
  1. Gib alle Gewürze (Zimt, Anis, Nelken, Pfeffer, Kardamon) ohne den Zucker in einen Mörser und zerstoße sie grob.
  2. Schneide dann den Ingwer in Scheiben.
  3. Als nächstes gibst du die Gewürze in einen Topf und röstest sie bei mittlerer Hitze ohne Fett kurz an, bis sich ihr aromatischer Duft verbreitet.
  4. Füge den Ingwer und 300ml Wasser hinzu und lasse beides aufkochen.
  5. Danach kommen der Zucker und die Pflanzenmilch hinzu.
  6. Bringe alles noch einmal bei mittlerer Hitze zum Kochen. Nimm den Topf vom Herd, sobald der Tee kocht.
  7. Füge nun den Schwarztee hinzu, lasse alles 5 Minuten ziehen.
  8. Zum Schluss den Tee durch ein Sieb in Gläser oder Tassen füllen und heiß genießen.

Tipp: Bei der veganen Variante kann es vorkommen, dass die Pflanzenmilch beim Eingießen in den heißen Tee flockt. Dies kannst du vermeiden, indem du die Milch vorher separat leicht erhitzt und dann hinzufügst.

2. Würziger Rooibos Chai ohne Koffein

Der Chai wird nach dem Kochen durch ein Sieb in die Gläser gefüllt.
(Foto: CC0 / / tookapic)

Diese schmackhafte Variante des klassischen Chai Latte eignet sich, wenn du zum Beispiel abends noch Lust auf einen Chai Latte bekommst, aber das Koffein des Schwarztees vermeiden möchtest.

Für zwei Tassen des Rooibos Chai Latte brauchst du:

  1. Gib alle Gewürze in einen Mörser und zerstoße sie grob.
  2. Röste sie anschließend in einem Topf ohne Fett kurz an.
  3. Füge den Rooibos-Tee hinzu und lösche alles mit 300 ml Wasser und 300 ml Milch ab.
  4. Lasse nun alles bei mittlerer Hitze 10 bis 15 Minuten köcheln.
  5. Danach durch ein Sieb in Tassen oder Gläser füllen, nach Belieben süßen und heiß servieren.

Hinweis: Diese Variante ist durch den Pfeffer recht würzig. Wenn es dir zu scharf ist, dann nimm nur einen halben Teelöffel Pfeffer.

Wohlfühltees versprechen Gemütlichkeit und Wärme, enthalten jedoch oft viele Schadstoffe. Öko-Test fand in mehreren Tee-Proben namhafter Hersteller Pestizide. Die meisten…

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Auf Vorrat: Rezept für Chai-Basis-Sirup

Chai-Basis-Sirup selber machen
(Foto: CC0 / / jaroas)

Wenn du nun auf den Chai Latte Geschmack gekommen bist und am liebsten mehrere Tage hintereinander den Gewürztee genießen willst, dann stelle dir am besten deinen eigenen Chai-Basis-Sirup her.

Für ca. 500 ml Sirup brauchst du:

  • 1 TL schwarze Pfefferkörner,
  • 1 Zimtstange,
  • 15 grüne Kardamonkapseln,
  • 25g frischer Ingwer,
  • 250g brauner Zucker,
  • 2 TL schwarzer Tee.
  1. Zerstoße Pfeffer, Zimt und Kardamon grob in einem Mörser.
  2. Schäle den Ingwer und hacke ihn fein. Alternativ kannst du den Ingwer auch reiben.
  3. Gib nun die Gewürze mit 400ml Wasser, Zucker und dem Tee in einen Topf.
  4. Lasse alles unter gelegentlichem Rühren aufkochen und anschließend fünf Minuten bei milder Hitze vor sich hin köcheln.
  5. Danach kannst du den Topf vom Herd nehmen und alles abkühlen lassen.
  6. Sobald der Sirup kalt ist, kannst du ihn durch ein Sieb abgießen und in ein steriles, verschließbares Gefäß füllen.

Den Sirup musst du kühl aufbewahren, er hält sich bis zu drei Wochen im Kühlschrank.

Zum Verzehr kannst du den Sirup nach Belieben mit heißer (aufgeschäumter) Milch und/oder heißem Wasser verdünnen.

Lecker, wärmend und gesund: In unserer Bestenliste haben wir die besten Bio-Tees zusammengestellt. Denn Bio-Tee…

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English Version available: How to Make Chai Tea Latte: 3 Easy Recipes

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Einen warmen, würzigen Chai Latte so wie bei Starbucks selber machen? Das hielt ich nach vielen Versuchen für unmöglich. Zumindest, wenn es ohne Aroma und fertigen Sirup gehen sollte. Doch dann entdeckte ich diese Methode und kann Dir sagen: Es geht!

Seit ich meinen ersten Chai Latte bei Starbucks in den kalten Händen hielt, wollte ich ihn nachmachen. Mit immer neuen Experimenten versuchte ich, den Geschmack zu Hause nachzustellen:

Zuerst mit Chai in Teebeuteln und viel Milch. Dann mit Schwarztee und mitgekochten Gewürzen. Die viel zu wässrigen Ergebnisse brachten mich auf die Suche nach einem aromafreien, fertigen Sirup.

Chai Latte einfach selber machen

Alle Versuche waren entweder zu aufwendig, zu wässrig oder eben so teuer wie ein Tripp zu Starbucks.

Dann stieß ich auf dieses Rezept und mit etwas Abwandlung hatten wir einen Volltreffer! Endlich ist es möglich, mit echten Gewürzen einen nicht-wässrigen, aromatischen Chai Latte zuhause zu genießen.

Und das Geheimnis? Ein selbstgemachter Sirup!

Und das geht ganz einfach:

  • Superstarken Tee mit Gewürzen kochen
  • Abgießen
  • Mit Zucker oder Honig zu einem Sirup umwandeln

Der Sirup hält 3-4 Wochen im Kühlschrank – und gibt Dir damit genug Gelegenheit, selbstgemachten Chai Latte zu genießen.

Gewürze im Chai Tee Latte

Du findest alle Gewürze für den Chai im gut sortierten Supermarkt oder auch Gewürzhandel. Ich habe selten genug Nerven übrig, um mich ohne Suchfunktion im Gewürzregal zu orientieren. Deshalb bestelle ich lieber online.

Das Tolle am Selbermachen ist ja aber auch: Du bestimmst, was rein kommt! Wenn Du irgendeins der Gewürze nicht magst, dann lass es weg. Und wenn Du nur noch drei Zimtstangen zuhause hast, dann schmeckt der Chai Latte hinterher trotzdem noch.

Chai Latte aus dem Instant Pot

Inzwischen habe ich mit Freude festgestellt: Das Konzentrat geht im elektrischen Schnellkochtopf deutlich unkomplizierter. Und mit weniger Aufsicht.

  1. Gib einfach alle Zutaten außer dem Honig in den Instant Pot.
  2. Stelle im Manual-Modus 5 Minuten Hochdruck ein. Das Ganze dauert mit Druckaufbau ca. 15 Minuten.
  3. Nach Ablauf der Zeit den Druck ablassen.
  4. Teebautel und Gewürze mit einem Schaumlöffel entnehmen – oder durch ein Sieb abgießen und das Konzentrat zurück in den Topf geben
  5. Honig oder Zucker einrühren.
  6. Eventuell mit Sauté das Auflösen des Zuckers beschleunigen oder für wenige Minuten weiter einkochen lassen.

Damit ist das Rezept ein gutes Beispiel, wie sich mit einem Schnellkochtopf tatsächlich auch Zeit einsparen lässt… 😉

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Chai Latte für jeden Tag

Als Fan von Chai und Latte wirst Du dieses Rezept mit Sicherheit lieben. Es bietet ganz nebenbei auch Abwechslung zum regulären Kaffee. Oder ist etwas Besonderes für die Gäste an der Kaffeetafel.

Und da sich der selbstgemachte Sirup eine Weile hält, eignet er sich auch hervorragend als Geschenk aus der Küche!

Such Dir also am besten gleich noch die wichtigsten Zutaten zusammen und leg los. Dann steht dem Genuss eines warmen, aromatischen Chai Latte nichts mehr im Weg.

Auch ohne Starbucks und Co.

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Vorbereitung 15 minutes Kochzeit 50 minutes Gesamtzeit 1 hour 5 minutes

Zutaten

  • Ca. 1 Liter (4 cups) Wasser
  • 18 Teebeutel Schwarztee, normal oder entkoffeiniert
  • 4 Zimtstangen
  • 4 Anissterne
  • 3 TL ganze Nelken
  • 2 Vanillestangen, längs aufgespalten
  • 2 EL frischer Ingwer, in Scheiben ODER 1-2 TL Ingwer, gemahlen
  • 1 1/2 TL Kardamomkapseln, aufgespalten*
  • 1 1/2 TL Pfefferkörner
  • 1 1/2 TL Nelken, gemahlen
  • 1 TL Fenchelsaat
  • 1/4 TL Zitronen- oder Limettensaft
  • ca. 250 g (1 cup) Honig oder Zucker**

Zubereitung

Zubereitung auf dem Herd

Das Wasser mit den Teebeuteln in einem Topf zum Kochen bringen und dann bei reduzierter Hitze für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Nach 20 Minuten die Teebeutel mit einem Schaumlöffel herausholen und die Gewürze hinzufügen. Nochmals für ca. 30 Minuten bei geringer Hitzezufuhr köcheln lassen. Danach die großen Gewürzteile mit dem Schaumlöffel herausholen und das Konzentrat durch ein Sieb in eine Kanne gießen. Etwas abkühlen lassen, dann den Honig oder Zucker dazugeben. Umrühren, bis alles aufgelöst ist. In eine Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren. So hält es sich mindestens 3-4 Wochen.

Zubereitung im Instant Pot:

Alle Zutaten außer dem Honig in den Instant Pot geben, Deckel verschließen und im Manual-Modus für 5 Minuten einstellen. Das Ganze dauert mit Druckaufbau ca. 15 Minuten. Danach den Druck sofort ablassen, Teebautel und Gewürze mit einem Schaumlöffel entnehmen (alternativ durch ein Sieb abgießen und das Konzentrat zurück in den Topf geben) und Honig oder Zucker einrühren. Bei Bedarf auf Sauté das Auflösen des Zuckers beschleunigen oder für wenige Minuten weiter einkochen lassen.

Zubereitung im regulären Schnellkochtopf:

Gleiches Vorgehen wie beim Instant Pot, aber auf höchster Stufe den Topf auf Hochdruck bringen und dann die Hitzezufuhr so reduzieren, dass der Topf für 3 Minuten die höchste Druckstufe hält.

Chai Latte zubereiten

Gib je nach gewünschter Intensität 3-4 EL in eine Tasse mit heißer Milch, dann mit Milchschaum toppen.

Tipp für einen weniger milchigen Chai Latte:

Verdopple beim Kochen die Wassermenge. Gib dann 1 Teil Konzentrat auf 2 Teile Milch.

Hinweise

*Die Kardamomkapseln entweder mit einem Mörser oder dem Griffende eines großen Messers „bearbeiten“, so dass die kleinen Kugeln zumindest sichtbar werden, oder herauskommen.

**Um die gesunden Inhaltsstoffe des Honigs nicht zu zerstören, sollte das Konzentrat zuerst auf „handwarm“ (ca. 40°C) abkühlen, bevor der Honig eingerührt wird. Alternativ kann auch Zucker oder Xylit/Erythrit verwendet werden. Oder eine Mischung aus diesen Süßungsmitteln.

Für ein Schmalspurprogramm mit weniger Zutaten kannst Du auch Chai-Teebeutel mit Schwarzteebeuteln kombinieren und durch Zimtstangen, Sternanis und Nelken erweitern.

Meine Empfehlung zu Küchengeräten findest Du in meinem Shop.

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    Zubereitung und Rezepte

    Die Zubereitung von Masala Chai ist sehr simpel.

    Basisrezept für 1l Tee:

    -die grob zerkleinerten Gewürze und 0,5l kaltes Wasser in einen Topf geben
    -aufkochen, Hitze reduzieren, und 5 – 15 Minuten mit geschlossenen Deckel simmern lassen
    -3 – 5 gehäufte Teelöffel Schwarztee und (falls gewünscht) Zucker nach Geschmack dazugeben, und 5 Minuten weiterköcheln
    -0,5l Milch dazugeben und aufkochen
    -absieben in ein Kanne – fertig

    Dieses Basisrezept gilt für fast alle folgenden Rezepte. Die Menge Schwarztee passen Sie ihrem Geschmack an. Beachten Sie, dass der Tee gekocht wird, wodurch er deutlich intensiver wird als bei einem Aufguss.

    Rezept 2: Elachi Chai, der Minimalist

    Elachi ist die bengalische Bezeichnung für Kardamom, der in diesem Rezept das einzige Gewürz ist.
    3 – 5 Kapseln aufgebrochener, grüner Kardamom werden als Gewürzkomponente verwendet.

    Rezept 3: Der Klassiker

    3 Kapseln Kardamom
    ein paar Stückchen Zimt
    2 Nelken
    2 Körner schwarzer Pfeffer
    Ein kleines Stück geschnittener, gehackter oder geriebener frischer Ingwer, oder drei Messerspitzen getrockneter Ingwer

    Rezept 4: Masala Chai mit einer Fertigmischung zubereiten

    Es gibt eine Reihe geschmacklich ausgewogener Gewürzmischungen die die Zubereitung vereinfachen. Verwenden Sie zwei Teelöffel voll.

    Rezept 5: Masala Chai mit Rooibos oder Honeybush

    Gewürze zum Beispiel wie bei Rezept 2 oder 3, aber zusätzlich mit dem Schwarztee 1 – 2 Teelöffel Rooibos oder Honeybush verwenden.
    Sie können den Schwarztee auch ganz durch Rooibos oder Honeybush ersetzen. Der Masala Chai kann so auch von Kindern und abends getrunken werden.

    Rezept 6: Masala Chai auf der Arbeit

    Den Masala Chai wie bekannt zubereiten, aber die Milch im letzten Schritt weglassen. Das Konzentrat in eine Thermoskanne umgiessen.

    Bei Bedarf ein grosse Tasse halb mit dem starken Tee füllen, mit heissem Wasser und Kondensmilch verdünnen. Einfacher und schneller kann man Masala Chai nicht zubereiten, wodurch dieses Rezept ideal für den Arbeitsplatz ist. Lassen Sie die neugierigen Kollegen probieren.

    Rezept 7: Masala Chai Zero

    Nehmen Sie zu beginn direkt 1l Wasser und lassen Sie die Milch und den Zucker weg -> null Kalorien, 100% Geschmack.

    Rezept 8: Masala Chai Weihnachtsmarkt

    Statt Milch nehmen Sie Rotwein.

    Rezept 9: Doodh Patti Chai – die Basis ganz ohne Gewürze

    Zum Abschluss die einfachste Variante, die in indien getrunken wird: Die Gewürze ganz weglassen, und lediglich den Schwarztee mit Zucker und Milch zubereiten.

    Hast du schon mal einen Chai-Tee getrunken? Chai-Tee ist das indische Nationalgetränk: ein würziger und aromatischer Schwarztee, der oft (aber nicht immer) heiß, mit Milch und mit Zucker getrunken wird.

    Seit Jahren ist Chai-Tee als Alternative zu Kaffee mein Favorit, wenn ich unterwegs bin. Bislang haben wir ihn entweder „To Go“ oder als fertige Teemischung gekauft – bis wir vor einigen Wochen bei einem Kochkurs in der Nähe von Pai in Nord-Thailand gelernt haben, wie man sich dieses herrlich würzige Getränk ganz einfach selbst zubereiten kann.

    Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn des Kochkurses noch skeptisch war: Das Thermometer zeigt eine Temperatur jenseits von 30 Grad, und wir bereiten uns erstmal einen heißen Tee zu? Aber ich habe es nicht bereut, denn der selbstgemachte Chai-Tee schmeckte einfach großartig!

    Chai-Tee: lecker bei jeder Temperatur

    Nachträglich habe ich mich schlau gemacht: Bei winterlichen Temperaturen wärmt uns der heiße Tee, und bei Hitze sorgt er für eine zusätzliche Schweißproduktion – und damit für eine wohltuende Kühlung.

    Seit unserer Rückkehr nach Deutschland bereiten wir uns nun regelmäßig selbst unseren Chai-Tee zu. Es ist schon etwas ganz anderes, ob man einfach eine fertig gekaufte Würzmischung ins heiße Wasser hängt, oder die Gewürze selbst zusammenstellt und im Mörser zu einem feinen Pulver verarbeitet. Die Zubereitung steigert die Vorfreude auf den Teegenuss enorm. Aber keine Angst – es dauert nur wenige Minuten, und du kannst dir auch gleich eine größere Menge der Gewürzmischung als Vorrat anlegen!

    Ich liebe diese Mischung aus würzig, leicht scharf und süßlich und bin in den letzten Wochen ein noch größerer Fan von Chai-Tee geworden. Heute wollen wir das Rezept mit dir teilen.

    Zutaten für 4 große Tassen

    • 1 Stange Zimt
    • 3 Sternanis
    • 3 Nelken
    • 3 Kardamom-Kapseln
    • 5 schwarze Pfefferkörner
    • 1 kleines Stückchen frischer Ingwer
    • 500 ml Wasser
    • 1 TL schwarzer Tee
    • 300 – 400 ml Soja- oder Hafermilch oder eine andere pflanzliche Milchalternative
    • Zucker oder eine Zuckeralternative optional
    1. Den Ingwer schälen und grob zerkleinern. Alle Gewürze – Zimtstange, Sternanis, Nelken, Kardamom-Kapseln, Pfefferkörner und den Ingwer – in einen Mörser geben (wir haben uns diesen hier* geleistet) und mit dem Stößel zu einem Gewürzbrei verarbeiten. Das dauert einige Minuten und dir wird richtig warm dabei – ein positiver Nebeneffekt im Winter. Wenn du keinen Mörser besitzt, dann funktioniert es auch mit einem kleinen Mixer*.
    2. Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Gewürzmischung hinzugeben und 5 – 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend den schwarzen Tee hinzufügen.
    3. Nach zwei weiteren Minuten die Pflanzenmilch mit in den Topf geben und alles noch einmal aufkochen lassen.
    4. Den Chai-Tee über ein feines Sieb in eine Kanne oder direkt in Teetassen gießen und heiß genießen.
    5. Je nach persönlichem Geschmack und Empfinden kannst du deinen Chai-Tee jetzt noch süßen. Wenn du eine gesüßte Pflanzenmilch verwendest ist dein aber Tee vielleicht sogar schon süß genug.

    Zeitspar-Tipps:

    • Du kannst dir natürlich direkt eine größere Menge der Chai-Gewürzmischung im Mörser herstellen, die du anschließend portionsweise verwendest. In diesem Fall lass zunächst einfach den frischen Ingwer weg und gib ihn jeweils erst bei der Zubereitung ganz fein geschnitten mit in den Topf.
    • Auch eine Portion „gekochten und abgeseihten Tee“ ohne Milch kannst du problemlos 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Erhitze dann den fertigen Tee mit Sojamilch frisch im Topf.

    Ich wünsche dir noch eine schöne Vorweihnachtszeit, geruhsame Feiertage – und vielleicht setzt du dich in den nächsten Wochen mal mit einem leckeren, selbstgemachten Chai-Tee auf die Couch und lässt ihn dir schmecken! Wir werden das auf jeden Fall tun 🙂

    PS: Die Teemischung eignet sich auch perfekt als selbstgemachtes minimalistisches Geschenk zu Weihnachten oder zu einer anderen Gelegenheit.

    Chai Tee selbst gemacht

    Ich erinner mich noch gut: Meine erste Begegnung mit Chai Tee machte ich vor etlichen Jahren in München, in einem dieser Coffee-Shops. Es war winterlich-frostig draussen und ich hatte keinen Appetit auf Kaffee, wollte mich aber wärmen. Ich unterstelle dem Unternehmen meiner damaligen Wahl jetzt mal einfach, dass da „Chai latte“ auf der Karte stand, was wohl – frei übersetzt – so viel bedeuten sollte wie „Gewürz-Tee mit Milch“. Gewürzt war das damals wenig – ausser mit Unmengen von Zucker. Für mich der Grund, für die nächsten Jahre auf „Chai latte“ zu verzichten…. Bis ich mir – wiederum bei frostigen Temperaturen – Gedanken darüber machte, was einen guten Chai Tee denn eigentlich aus macht.

    Genau, die Gewürze. Ein festes Rezept für Chai Tee gibt es im Ursprungsland des Chais nicht. Vielmehr variieren die Zutaten je nach Gusto des Teetrinkers (und auch nach Tagesform). So halten wir es hier auch.

    Mein heutiges Rezept für Chai Tee ist nun das Folgende:

    Ganze, grüne Kardamom-Kapseln, Sternanis, Zimtstangen, ganze Nelken, einige wenige schwarze Pfefferkörner und eine Tonkabohne mit heißem Wasser übergießen. Einige Minuten ziehen lassen, dann schwarzen Tee dazu geben und wiederum ziehen lassen, bzw. nochmals aufkochen. Zum Schluß mit etwas Milch und Honig, alternativ Zucker, abschmecken.

    Fenchelsamen, Anis, Muskatnuss und Ingwer können weitere Bestandteile im Chai Tee sein. Einige Teetrinker rösten die Gewürze ein bis zwei Minuten in einer Pfanne, bevor sie mit heißem Wasser übergossen werden…. Probieren Sie’s aus und entdecken Sie Ihre eigene Gewürztee-Mischung.

    Superfood: Chai Tee selber machen

    Credit: Thinkstock

    Superfood: Chai Tee

    Ob Yoga, Kelim Teppiche oder Gangnam Style, mit der Globalisierung ist auch der Hype um ein Getränk zu uns herübergeschwappt: Chai Tee. Diese köstliche Teespezialität kann man auch wunderbar selber machen.

    Nun gut, Hype ist vielleicht etwas übertrieben, denn im asiatischen Raum ist das aromatische Getränk bereits seit Jahrtausenden etabliert. Und auch die Übersetzung des Namens ist nicht wirklich sinnig: Das chinesische Wort “chá”, das je nach Region “tscha”, “tschai” oder “schai” ausgesprochen wird, bedeutet “Tee”. Chai Tee ist also genau genommen doppelt gemoppelt. In seiner Heimat wird der “Tee Tee” deshalb auch als Masala Chai bezeichnet. “Masala” wiederum kommt aus der Hindusprache und bedeutet in der Übersetzung “Mischung”. Ergo: Es handelt sich also um eine Tee-Würzmischung, die ursprünglich mit Milch und Zucker verfeinert wird.

    Aber an diesen Feinheiten stört sich die Westliche Welt nicht.

    Amerikanische Großketten haben das Rezept längst für sich adaptiert. So genießen wir heute die Mischung auf Schwarztee-Basis – am liebsten globalisiert: mit Milchschaum.

    Wir zeigen euch hier, wie ihr Chai Tee selber machen könnt.

    Leckere Chai Tee Rezepte lassen sich selbstverständlich auch wunderbar abwandeln. Es gibt zahllose Kompositionen aus unterschiedlichsten Gewürzen, die einen Chai Tee zu dem machen, was er ist – ein superleckeres Getränk, das sich praktisch zu jeder Tages- und Nachtzeit genießen lässt. Übrigens gibt es mittlerweile auch Chai Tee Rezepte, die nicht auf Schwarztee basieren und sich so auch für Genießer eignen, die ihren Kreislauf nicht in Schwung bringen wollen.

    Credit: Thinkstock

    Übrigens: Welcher Kuchen prima zu Chai Tee passt, das seht ihr hier.

    Die Original-Zubereitung ohne Milchschaum

    So vielseitig seine Namensherkunft, so abgefahren heute auch die Geschmacksrichtungen: Schoko, Vanille, Chili, Zitronengras oder sogar Lakritze. Puh! Wer einen unverfremdeten Chai Tee genießen möchte, mischt Schwarztee, Gewürze, Zucker und Milch. Und das geht so:

    Zutaten:

    1. Als Schwarztee-Basis dient Assam oder Gunpowder.
    2. Die Gewürze sollten das Aroma des Basistees nicht überdecken. Beliebt sind: Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken, Anis, Muskat oder auch Lorbeerblätter.
    3. Statt Zucker kann auch Sirup oder Honig verwendet werden.
    4. Es spielt keine Rolle, ob Frischmilch, H-Milch oder Kondensmilch, Hauptsache die Milch hat einen hohen Fettgehalt – das verbessert den Geschmack.

    Credit: Thinkstock

    Zubereitung:

    Die Gewürzstoffe in einem Topf mit Wasser aufkochen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Tee, Zucker und Milch dazu mischen. Dann erneut aufkochen und anschließend den fertigen Chai Tee in eine Kanne füllen, abkühlen lassen und zum Servieren ein Sieb bereitlegen, das die Teeblätter und Gewürzreste zurück hält.

    Das Endergebnis ist würzig und cremig-süß zugleich. Ein Chai Tee lässt sich aber nicht nur mit Kuhmilch zubereiten, sondern auch mit verschiedenen anderen milchähnlichen Produkten wie zum Beispiel Sojamilch oder Haselnussmilch. Dann wird das Ergebnis zwar nicht ganz so cremig, bekommt aber einen zusätzlich leckeren Beigeschmack, der sich beim Chai Tee ganz hervorragend macht.

    Download

    Die Superfood-Wirkung von Chai Tee

    Wird man durch Chai Tee zum Yogi? Iwo. Durch zu viel Chai-, respektive Schwarz-Tee wird man höchstens wuselig. Definitiv jedoch: wach!

    Die spirituelle Assoziation entsteht dadurch, dass Chai Tee in Indien zum Yoga gehört wie bei uns die Bockwurst zum Fußball. Und beim allumfassenden Yoga geht es auch schließlich auch um eine gute Ernährungsweise. Stichwort “Ayurveda”. Chai Tee in seiner Ursprungsform kann also nicht nur als belebend, sondern auch als reinigend bezeichnet werden. Dazu braucht es weder Yoga-Matte – noch Milchschaum. Und künstliche Aromen oder Geschmacksverstärker haben im Chai Tee ohnehin nichts verloren.

    Credit: Thinkstock

    Appetit auf mehr? Das könnte euch so schmecken:

    Perfekte Getränke zu unseren Lieblings-Kuchen

    Zu heiß zum Backen? Dann bereitet euch doch einen Drink zu, während euer Kuchen sich quasi wie von selbst zurecht macht. Und die Party geht ab…

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