Bücher für vorschulkinder

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Ab 4 Jahren

Jetzt wird es kreativ: Kinderbücher ab 4 Jahren kaufen

Mit vier Jahren ist die Welt bunt und aufregend. Es gibt so viel Neues zu entdecken und viel zu lernen. Ob Ihr Kind beim Vorlesen gerne mitreißenden Geschichten lauscht, doch lieber selbst Bilderbücher erkundet oder sogar schon erste eigene Leseerfahrungen macht, Hugendubel hat zahlreiche Bücher für Kinder ab 4 Jahren im Sortiment, passend für jede Situation und natürlich für jeden Geschmack.
Ihre Kinder werden die Bücher nicht mehr aus der Hand legen wollen. Eine schöne und lehrreiche gemeinsame Zeit für Kinder und Eltern ist garantiert.

Was ist besonders an Büchern für Kinder ab 4 Jahren?

Kinderbücher ab 4 Jahren müssen gewisse Bedingungen erfüllen, um attraktiv und angemessen für das junge Lesepublikum zu sein.
Kurze Texte, die kindgerechte Themen behandeln, sind wichtig, um die Aufmerksamkeit von Kindern ab 4 Jahren nicht schnell wieder zu verlieren und um sie langsam an das spannende Thema „Lesen“ heranzuführen. Schließlich sollen sie nicht von Beginn an überfordert werden. Ganz im Gegenteil: Kinderbücher ab 4 Jahren sollen das Interesse Ihrer Kleinen an Buchstaben und Zahlen wecken und den Grundstein für ihre Liebe zum Lesen legen.
Außerdem sind farbenfrohe Illustrationen ein Muss, wenn es um Bücher für Kinder ab 4 Jahren geht. Bilder erzählen Geschichten sehr eindringlich, bieten Ihren Kindern viele Details zu entdecken und regen die Fantasie an.
Gerade im Kindergartenalter ist die Förderung Ihrer Kleinen durch gut durchdachte Erzählungen und Themen, in denen sich auch junge Kinder schon wiederfinden, nicht zu unterschätzen. Die Bücher ab 4 Jahren, die Sie bei Hugendubel erwerben können, befassen sich mit eben diesen Themen aus der ganz speziellen Entwicklungsphase Ihrer Kinder.
Ab 4 Jahren beginnen Kinder, Humor zu entdecken. Kinderbücher für diese Altersstufe werden also bereits deutlich facettenreicher, spielen mit Nuancen und fördern Ihr Kind kognitiv. Spaßige Stunden voller Wissen sind also garantiert.
Außerdem haben Kinder viele Fragen. Nicht umsonst lernen sie in diesem Alter so schnell dazu. Bücher für Kinder ab 4 Jahren geben auf kreative und auf spannende Weise Antworten, die Kindern leicht zugänglich sind. Mit Kinderbüchern können Sie den Wissensdurst Ihrer Kleinen stillen, bis das nächste spannende Thema aufkommt.

Diese Bücher für Kinder ab 4 Jahren gibt es bei Hugendubel

Welche Themen interessieren Ihre Kinder brennend? Bei Hugendubel gibt es für jeden Geschmack die richtige Geschichte für Kinder ab 4 Jahren.
Ob nun klassische Vorlesebücher mit Gute-Nacht-Geschichten Bilderbücher zum Selbst-Blättern oder Sachbücher für Kinder ab 4 Jahren – Hugendubel hat ein breit aufgestelltes Sortiment an Kinderbüchern ab 4 Jahren, die Ihr Nachwuchs lieben wird.
Denn es gibt schon früh viel zu lernen: Vom Zeitalter der Dinosaurier über faszinierende Unterwasserwelten bis hin zu technischen Themen wie den bei Kindern allseits beliebten Eisenbahnen. Wo auch immer die Interessen Ihrer Kinder liegen, es gibt bestimmt bereits ein spannendes Kinderbuch dazu.

Besonders lehrreich sind außerdem Themen, mit denen sich die Kinder direkt identifizieren können: der Einkauf mit Mama, erste Freundschaften im Kindergarten, der Umgang mit den eigenen Gefühlen. Einfühlsam geschriebene Geschichten, liebevoll illustriert, können Ihren Kindern viele wichtige Lektionen aus dem Leben bieten.
Ob nun kindgerechte Sachbücher, klassische Märchen und Fabeln oder einfallsreiche Kurzgeschichten aus neuerer Zeit, die Hauptsache dabei ist, dass es abwechslungsreich zugeht. So werden Ihre kleinen Leseanfänger garantiert Spaß an ihren ersten selbst entzifferten Wörtern haben.

Bei Hugendubel gibt es die besten Bücher für alle Altersstufen

Ihre Kinder sind schon etwas älter? Dann schauen Sie sich doch einmal bei den Kinderbüchern ab 10 Jahren um. Soll es etwas für die ganz Kleinen sein? Auch Kinderbücher bis 2 Jahre erhalten Sie im Hugendubel-Onlineshop oder direkt in der Filiale Ihrer Wahl.

Die besten Kinderbücher ab 3 Jahren (36 Monate)

Der vierte Teil dieser Kinderbuchreihe beschäftigt sich mit unseren Lieblingsbüchern für Kindern ab 3. Wir befinden uns gerade selbst mitten in dieser Phase – unsere Tochter ist 3 Jahre alt – daher werde ich wahrscheinlich regelmäßig hierher zurückkommen und aktualisieren.

Denn es gibt so viele tolle Bücher.

Wie immer ist die Einteilung in die unterschiedlichen Altersgruppen nur eine grobe Richtlinie. Schaut euch ruhig auch die anderen Beiträge an. Auch da sind schöne Bücher dabei, die ihr und eure Kids hoffentlich genauso lieben wie wir.

Alle Links findet ihr am Ende dieser Seite.

Kinderbücher ab 3 Jahren

Wimmelbücher, Bilderbücher, Lexika, Lernbücher, Malbücher… In diesem Alter geht alles.

Wer hier die Faszination von Büchern erfährt, der wird sie wahrscheinlich sein ganzes Leben nicht mehr los.

Jetzt werden auch schon die ersten ‚Was-ist-Was‚ Bücher interessant und öffnen eine ganz neue Welt.

Der Löwe in dir – Rachel Bright, Jim Field, Pia Jüngert, Magellan Verlag

Beschreibung des Verlags: Klein zu sein ist nicht immer einfach. Wer könnte das besser wissen als die Maus? Man wird vergessen, übersehen und geschubst. Doch eines Tages hat die Maus die Nase voll! Wenn sie doch nur so brüllen könnte wie der Löwe, dann würde ihr das nicht mehr passieren! Sie fasst all ihren Mut zusammen und beschließt, den mächtigen Löwen zu besuchen. Denn wer könnte ihr das Brüllen besser beibringen als der Löwe höchstpersönlich? Am Ende ihrer abenteuerlichen Reise macht die Maus eine Entdeckung: Man muss gar nicht groß und stark sein, um seine eigene Stimme zu finden.

Meine Einschätzung: Sehr schönes Buch mit guter und wichtiger Botschaft, die genau zur richtigen Zeit kommt. Denn so langsam wird es ernst mit der Eingliederung in unsere Gesellschaft. Die Kinder kommen in den Kindergarten und sind dort erstmal die Kleinsten in der Rangordnung. Auch wenn es eine hoffentlich geschützte Umgebung mit vielen liebevollen Erzieherinnen ist, ist das für die Kinder nicht immer ganz einfach.

Solche Bücher helfen beim Verarbeiten, beim Verstehen oder bieten einfach nur einen schönen Anlass zum Kuscheln mit Mama auf dem Sofa.

Egal ob man das Buch jetzt als Lektion fürs Leben oder einfach ’nur‘ als bunten, fröhlichen Lesestoff sieht, es lohnt sich in jedem Fall. Denn es ist liebevoll gestaltet, die Texte sind dem Alter angemessen und die Geschichte macht Spaß.

Meine Tochter liebt es.

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Der große Zahnputztag im Zoo – Sophie Schoenwald, Günther Jakobs, Boje Verlag

Beschreibung des Verlags: Es müffelt im Zoo. Weil keiner mehr die Zähne putzt! Da hat Zoodirektor Ungestüm einen Plan – und schickt Ignaz Pfefferminz Igel auf eine waghalsige Mission: Ein Klecks Zahnpasta auf den Rücken und schon geht es los. Ignaz schrubbt, poliert und putzt – große, kleine, spitze Zähne. Und steckt im Nu mitten im größten Abenteuer seines Lebens. Dabei traut er sich hoch hinauf zu Frau Giraffe, ins Löwengehege und sogar bis ins Maul von Wilhelm, dem weißen Hai!

Eine erfrischende Geschichte übers Zähneputzen ‑ zum Lachen, Staunen und Mitfiebern. So abenteuerlich wie Karius und Baktus!

Meine Einschätzung:

Und dann gibt es noch die Art von Kinderbüchern, die einfach nur anders sind. Irgendwie speziell. Die man liest und sich fragt, was genau der Autor an diesem speziellen Tag geraucht hat.

Egal was es war, es hat sich gelohnt. Die Welt, die hier erschaffen wird ist genauso grandios wie bizarr. Ich glaube, dass ich mehr von diesem Buch fasziniert bin als meine Tochter.

Wir haben es auch erst vor kurzem bekommen, da es erst in diesem Jahr herausgekommen ist. Daher ist meine Tochter schon ein bisschen älter als 18 Monate.

Wenn ihr genauso wie ich auf die etwas anderen Kinderbücher steht und Spaß habt an Tieren mit Mundgeruch, dann kauft euch dieses. Es hält was es verspricht!

Übrigens gibt es ein Zahnputzposter dazu!

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Das große Buch vom Freunde finden – Jane Chapman, Tim Warnes, Loewe Verlag

Beschreibung des Verlags: Gute Freunde sind etwas ganz Besonderes. Und es gibt fast nichts Schöneres, als mit den allerbesten Freunden durchs Gras zu tollen, zu spielen und Spaß zu haben!
Die kleine Maus und das Entchen wissen das schon. Herr Hase jedoch muss erst noch lernen, dass Freunde das Leben zwar manchmal ziemlich durcheinanderbringen, es aber auch viel schöner machen.

Drei liebevoll illustrierte Bilderbuchgeschichten über die Freundschaft

Meine Einschätzung: ‚Liebevoll‘ ist eine gute Beschreibung für dieses Buch.

Von der Illustration über die Texte, die Botschaft, alles ist liebevoll gemacht und umgesetzt.

Ein lesenswertes Buch in einer für manche (oder alle) Kinder schwierigen Zeit. Mit drei Jahren versucht man sich einen Platz in einer Welt zu finden, für die man noch ein bisschen zu klein ist, und die noch zu komplex ist, um sie komplett zu verstehen.

Dafür braucht man Freunde.

In diesem Buch gibt es gleich drei unterschiedliche Geschichten, die sich um das Thema Freunde und Freundschaften drehen. Es ist vielleicht auch gerade ein Buch für etwas schüchterne oder zurückhaltende Kinder. Wobei ich denke, dass alle daran Spaß haben können.

Ein tolles Buch für kleine Kinder, die keine Kleinkinder mehr sind.

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Kindergarten-Geschichten, die Mut machen – Carlsen Verlag

Beschreibung des Verlags: Sechs Vorlesegeschichten, die Kindern Mut machen: Vom Angst haben und sich trauen, von mutigen Sprüngen über den eigenen Schatten, vom ersten Tag im Kindergarten und einer Übernachtung bei Freunden. Das große Mutmach-Buch mit den besten Geschichten zum gemeinsamen Anschauen und Vorlesen.

Meine Einschätzung: Noch ein Buch mit mutmachender Botschaft.

Auch von diesem Buch ist meine Tochter gerade richtig fasziniert und liest es fast ehrfürchtig. Sie sieht richtig auf zu den ‚großen‘ Kindern, um die es in diesem Buch geht.

Und ich kann förmlich beobachten, wie sie die Botschaft vom mutig sein (aber nicht übermütig sein) aufsaugt. In passenden Situationen zitiert sie sogar einige Passagen.

Die einzelnen Geschichten sind sehr schön illustriert und in sich abgeschlossen. Mir gefallen sie alle sehr gut, meine Tochter möchte allerdings meistens nur ihre Lieblingsgeschichte hören.

In jedem Fall eine Kaufempfehlung und ein Daumen hoch für das Buch.

Wenn euch dieses Buch gefällt, dann schaut euch auch die anderen Ausgaben aus dieser Reihe an. Es gibt ganz viele Themen für diese Altersgruppe. Ich habe zwar noch nicht alle Bücher in der Hand gehabt, aber wenn alle anderen so gut sind wie dieses hier, möchte ich nicht meckern. Und der Preis stimmt.

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Ein Geschwisterchen für die kleine Eule – Debi Gliori, Alison Brown, Carolin Steffens, Loewe Verlag

Beschreibung des Verlags: Als die kleine Eule erfährt, dass ihre Mama ein neues Ei gelegt hat, ist sie von dieser Überraschung gar nicht begeistert! Doch was wäre, wenn in dem Ei keine Baby-Eule steckt, sondern ein Baby-Pinguin?
Ein Baby-Krokodil? Oder gar ein Baby-Drache?
Das würde der kleinen Eule gefallen! Oder?
Einfühlsam und witzig erzählt diese Bilderbuchgeschichte von der Ankunft eines Geschwisterchens und was es bedeutet, plötzlich der oder die Große zu sein.

Die kleine Eule bekommt ein Geschwisterchen und fragt sich, ob ein anderes Tier als neues Familienmitglied nicht noch spannender wäre?
Ein feinfühliges und lustiges Bilderbuch, für alle zukünftigen Geschwister ab 3 Jahren, um sich auf Bruder oder Schwester zu freuen.

Meine Einschätzung: Hier geht es darum, wie man auf die Ängste eines Kindes eingehen kann, wenn sich ein Geschwisterchen angekündigt hat.

Ich habe dieses Buch im Bücherregal des Kindes einer Freundin entdeckt und war hingerissen. Ich finde auch irgendwie schön, dass das Thema aus dem ‚echten‘ Alltag herausgenommen wird und abstrakt, am Beispiel von Eulen, behandelt wird.

So wird das Kind nicht gleich mit der Moralkeule über den Kopf gehauen.

Und trotzdem kann man mit diesem Buch über Ängste und Unsicherheiten sprechen, die einfach aufkommen, wenn gerade in diesem Alter ein Geschwisterchen kommt.

Ich mag es.

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Erste Experimente für kleine Forscher – Christoph Michel, Judith Arndt, Stefanie Scharnberg, Bassermann Verlag

Beschreibung des Verlags: Ob im Kindergarten oder in der Grundschule – kleine Forscher sind überall zu finden. Dieses Buch wird ihre Neugier befriedigen, indem es einen spielerischen Einstieg in die Welt der Naturwissenschaften eröffnet. In kurzen kindgerechten Texten, kombiniert mit illustrierten Versuchsschritten und Utensilien, werden die Experimente in diesem Buch vorgestellt. Dafür werden nur wenige Dinge aus dem Haushalt benötigt. Gleichzeitig wird gezeigt, wo uns die Phänomene des täglichen Lebens wieder begegnen. Gegliedert sind die Experimente nach Eigenschaften: leicht und schwer, voll und leer, schnell und langsam, flüssig und fest usw. Zusammen mit einem Erwachsenen können die Kinder Vielfältiges basteln und ausprobieren, vom tönenden Lineal bis zur Wasserschaukel.

Meine Einschätzung: Dieses Buch haben wir erst seit kurzer Zeit. Aber. Es ist genial.

Ich bin mir auch gar nicht so sicher, wer in der Familie es am besten findet. Wir sind alle begeistert.

Es ist die ultimative Alternative zum Bastelbuch. Mit Explosionen. Und viel Sauerei.

Ich mag das Buch, da es sehr abwechslungsreich ist. Da gibt es die Experimente, die in kürzester Zeit ohne viele Hilfsmittel zu machen sind, oder auch ein wenig Mühe und Sorgfalt benötigen. Es gibt welche, die man am besten draußen macht und auch welche, die am Esszimmertisch durchgeführt werden können.

Viel Spaß für die ganze Familie und auch ältere Geschwisterkinder werden hier begeistert mitmachen.

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3-5-8 Minutengeschichten zur guten Nacht – Marliese Arold, Steffie Becker, Ellermann Verlag

Beschreibung des Verlags: Hier findet sich bestimmt für jedes Einschlafritual die richtige Geschichte. Wie die von Nele, der es ganz schön schwerfällt, sich zu entscheiden, welches Kuscheltier sie am liebsten mag. Julia bekommt eine neue Matratze, die Geschichten erzählt. Und die Mondfee bringt jedem Kind einen Traum zum kuscheligen Einschlafen. Fünfter Band der erfolgreichen Reihe, mit Schlummergeschichten in drei Vorleselängen, warmherzig und liebevoll illustriert.

Meine Einschätzung: Entspanntes Buch mit kurzen bis mittellangen Geschichten für kuscheliges Einschlafen.

Einschlafbücher kann man gar nicht genug haben aus meiner Sicht. Dieses hier ist ein richtig Schönes. Die Illustrationen sind sehr süß für Kinder, die mitlesen wollen und die Geschichten sind thematisch angemessen.

Die Länge ist jeweils gekennzeichnet, so kann man sich schon vorher aussuchen, wie lange die Vorlesezeit sein soll. Wobei auch die kurzen Geschichten lang genug sind, um noch einen einigermaßen sinnvollen Inhalt zu liefern.

Uns gefällt es. Wir greifen regelmäßig nach diesem Buch bevor es ins Bett geht.

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Bilderpedia: Ein Lexikon – 10.000 Fotos – Dorling Kindersley Verlag

Beschreibung des Verlags: Die Vielfalt der Welt in Bildern!
Dieses Lexikon ist Atlas, Naturführer, Techniklexikon, Kultur- und Geschichtsbuch in einem und zeigt Kindern anhand vieler Bilder alles, was wissenswert und wichtig ist. Über 10.000 Fotos und Grafiken zeigen auf einen Blick, was uns auf diesem Erdball bewegt. Aufgeteilt in sechs Kapitel zu Wissenschaft und Technik, Natur, Erde, Kultur, Sport und Hobby sowie Geschichte werden mehr als 150 Themen vorgestellt – mit bis zu 90 Bildern und Grafiken auf jeder Doppelseite, die den Leser sofort in ihren Bann ziehen.

So präsentieren spektakuläre Bildergalerien die Vielfalt von Fahrzeugen oder Tieren, Gemüsesorten oder Musikinstrumenten, Ritterrüstungen oder technischen Gadgets. Faszinierende Grafiken zeigen geometrische Formen, das Innere einer Zelle, die Lebenszyklen verschiedener Tiere oder wer wo im Orchester sitzt. Und im Atlasteil finden sich nicht nur Landkarten von allen Kontinenten, sondern es werden zusätzlich viele Informationen über die Länder und ihre Sehenswürdigkeiten gegeben. Zusätzlich geben Zeitleisten einen Überblick über Geschehnisse und Entwicklungen, während Rekordlisten über die giftigsten Spinnen oder wichtigsten Physiker unserer Welt informieren.

Die einzigartig visuelle Aufbereitung von „Bilderpedia“ erleichtert Kindern den Zugang zu den verschiedenen Themen. Übersichtlich und informativ macht es die Themen durch die Bilderfülle anschaulich und hilft, das Gelesene zu Wissen zu festigen – ein ideales Nachschlagewerk für die ganze Familie!

Meine Einschätzung: So. Jetzt werden sich einige fragen, warum dieses Buch auf dieser Liste für Kinderbücher ab 3 Jahren steht. Denn es ist kein Kinderbuch. Es ist schwer, dick, mit normalen Papierseiten, und die Inhalte sind nicht für Kinder vereinfacht.

Die Antwort ist ganz einfach: Weil unsere Tochter dieses Buch von uns zum dritten Geburtstag bekommen hat und seitdem absolut fasziniert damit ist.

Ich habe lange gesucht nach einem Lexikon für Kinder, bzw. einem Buch, das die Welt erklärt. Keines war genau das, was ich haben wollte. Schließlich ist mir dieses hier in die Hände gefallen und ich war sofort fasziniert.

Der Bilderschatz in diesem Buch ist unglaublich und schier endlos. Es gibt Bilder zu allem. Dazu gibt es kurze, gut verständliche Texte zu so ziemlich allen Themen, die man sich ausdenken kann. Von Erdgeschichte über Tiere über Geographie, Geschichte des Menschen, industrielle Entwicklung…

Bisher nutzen wir das Buch zum Blättern und staunen, vor allem die Seiten mit Dinosauriern und Walen sind im Moment hoch im Kurs.

Dieses Buch wird mitwachsen und meine Tochter begleiten. Dabei wird sie immer mehr verstehen und irgendwann auch selber lesen können. Wenn sie älter ist, wird sie die einfachen Texte als Ausgangspunkt für eigene Recherchen benutzen können.

Und manchmal, wenn die Kleine im Bett ist, hole ich mir das Buch und blättere selbst darin herum. Es ist nämlich wirklich ein Werk für die ganze Familie.

Größtmögliche Kaufempfehlung.

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Der Grüffelo: Vierfarbiges Pappbilderbuch – Axel Scheffler, Julia Donaldson, Beltz und Gelberg

Beschreibung des Verlags: Das erfolgreiche Bilderbuch von Axel Scheffler & Julia Donaldson, in dem die kleine Maus den großen Grüffelo überlistet, endlich als Papp-Bilderbuch.

Der große Wald ist voller Gefahren. Da ist es gut, wenn man einen starken Freund hat. Und wenn man keinen hat, muss man einen erfinden. Die kleine Maus droht jedem, der sie fressen will, mit dem schrecklichen Grüffelo. Dabei gibt’s Grüffelos gar nicht. Doch dann taucht er plötzlich wirklich auf, und sein Lieblingsschmaus ist Butterbrot mit kleiner Maus. Aber was eine clevere Maus ist, die lehrt auch einen Grüffelo das Fürchten.

Meine Einschätzung: Dazu muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen. Denn wahrscheinlich kennen so ziemlich alle den Grüffelo.

Zu Recht! Denn dieses Buch hat jedes Lob verdient.

Die Illustrationen sind so schön, die Texte passend und lehrreich und in dieser Form ist es auch schon für Kinder ab 3 Jahren geeignet.

Es geht darum, dass eine kleine Maus mit Raffinesse und Schlauheit den großen Grüffelo überlistet. Eine schöne Geschichte mit wichtiger Botschaft.

Ein Buch, das aus meiner Sicht in jedes Kinderbuchregal gehört.

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Das Farbenmonster: Ein Pop-up-Bilderbuch – Anna Llenas, Katrin Behringer, Velber Verlag

Beschreibung des Verlags: Das Farbenmonster versteht die Welt nicht mehr. Was ist nur los mit ihm? Es hat alle Gefühle durcheinandergebracht und muss jetzt erst einmal Ordnung schaffen. Wird es ihm gelingen, das Kuddelmuddel aus Freude, Traurigkeit, Wut, Angst und Gelassenheit zu entwirren?

Meine Einschätzung: Der Titel von diesem Buch führt etwas in die Irre. Denn es geht nicht ums Farbenlernen, sondern um das Verstehen der Gefühlswert und den Umgang mit negativen Gefühlen.

Meine Meinung zum Inhalt ist durchschnittlich. Ja, es geht um Gefühle, ja es ist schön erklärt. Aber so richtig etwas Neues kommt mit den Texten nicht.

Aber.

Die Pop-Ups! Ich habe ehrlich noch keine vergleichbaren gesehen. Diese sind nämlich genial, funktionieren gut und sind richtig schön.

Daher drücke ich bei den Texten beide Augen zu und bin einfach nur begeistert von den wunderbaren Aufstellbildern. Meine Tochter übrigens auch.

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Mitmach Buch – Hervé Tullet, Annalena Heber, Velber Verlag

Beschreibung des Verlags: Mach, was das Buch dir sagt, und du wirst staunen!
Farben, Zahlen, Raum-Lage-Orientierung – das können Kleinkinder hier spielend einfach lernen. Zauberhaft illustriert von dem bekannten französischen Künstler Hervé Tullet.

Meine Einschätzung: Das Buch ist genial. Und auch mal etwas ganz Anderes.

Hier geht es um Farben- und Zahlenlernen auf spielerische Art, die mal ganz anders ist als in anderen Lernbüchern.

Dieses Buch ist interaktiv, macht Spaß und wenn der Vorleser die Texte immer wieder variiert, dann bleibt es auch immer spannend für die Kinder.

Wir haben schon so viel Spaß mit diesem eigentlich auf den ersten Blick sehr einfachen Buch gehabt.

Aber manchmal ist die einfachste Idee die Beste.

Wärmste Empfehlung! Tolles Lernbuch.

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Die ABC-Bande! – Vicky Bo

Beschreibung des Verlags: Vicky Bo’s „ABC-Bande“ ist ein sehr buntes und lebhaftes Bilderbuch. Die Buchstaben sind die Hauptdarsteller und präsentieren sich den Kindern mit lustigen Reimen. Sie bringen uns zum Lachen und wir merken uns jeden Einzelnen von Ihnen im Nu.

Meine Einschätzung: Ihr wisst wahrscheinlich schon, dass ich die Vicky Bo Bücher richtig gut finde. Wir haben recht viele davon und nutzen sie schon von Anfang an.

Dieses hier ist unsere neueste Errungenschaft. Zumindest zum Zeitpunkt dieses Artikels. Es werden sicher noch mehr dazukommen.

Jeder Seite ist ein Buchstabe gewidmet. Er ist bunt, lustig illustriert und kommt mit einem lustigen Reim.

Sehr schönes Buch zum Vorlesen und natürlich zum Buchstaben üben.

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Kinderleichte Becherküche – Herzhafte Ofengerichte für die ganze Familie – Birgit Wenz

Beschreibung des Verlags: Kinderleichte Becherküche – Ofengerichte für die ganze Familie, inkl. 5-teiliges Messbecher-Set

Nichts ist schöner, als wenn die ganze Familie gemeinsam am Tisch sitzt und zu Mittag isst!
Noch toller wird es, wenn das Mittagessen nicht von den Erwachsenen, sondern von den Kids zubereitet wird und Mama und Papa sich verwöhnen lassen können. Das geht nicht? Doch! Mit dem Backkonzept „Kinderleichte Becherküche – Ofen-Rezepte für die ganze Familie“ ist das möglich!

Ganz selbstständig können Kinder mit diesem Buch Hauptspeisen und Salate zubereiten und ein Essen für die ganze Familie zaubern.

Mit dem farbigen Messbecherset werden Zutaten und Gewürze ganz leicht abgemessen, und durch die klar strukturierte Bild-für-Bild Anleitung gelingt es auch schon kleinen Kindern, Nudelauflauf, Hamburger und Schnitzel zuzubereiten.
15 leckere Rezepte lassen keine Langeweile am Esstisch aufkommen und sorgen für viel Spaß und erfolgreiche Lernerlebnisse in der Küche!

Meine Einschätzung: Als ich dieses Kochbuch für Kinder das erste Mal gesehen habe, fand ich es doof und irgendwie überflüssig. Schließlich kann man doch seinem Kind auch so das Kochen beibringen.

In der Theorie stimmt das natürlich.

Aber in der Praxis sieht das ganz anders aus. Denn während ein dreijähriges Kind normalerweise nur Hilfsarbeiten in der Küche durchführen kann, ist es mit diesem Buch plötzlich der Chef und Mama ist die Assistentin.

Und sind die Kinder dann ein kleines bisschen älter, können sie sogar selbstständig, ohne Hilfe kochen. Auch die, die noch nicht lesen könne.

Selbst mein drei Jahre alter Knirps kann dem Rezept schon folgen und die Schritte mit ein bisschen Hilfe selbst ausführen. Natürlich ist sie noch zu jung, um in der Küche komplett allein gelassen zu werden.

Aber das Leuchten in den Augen, wenn die ganze Familie etwas isst, das sie (ganz alleine!!) gekocht hat, ist unbezahlbar.

Die fertigen Gerichte sind von der gutbürgerlichen Art (Z.B. Nudelauflauf mit Schinken, Frikadellen vom Blech, Tomaten-Zucchini Auflauf, Schweinefilet, Paniertes Schnitzel) und schmecken bei uns der ganzen Familie.

Sobald sie das Kochen mit diesem Buch alleine hinbekommt, werden wir wohl auch noch andere aus dieser Reihe ausprobieren.

Tolles Buch, tolle Idee, tolle Umsetzung, echte Kaufempfehlung!

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WAS IST WAS Kindergarten, Band 1. Jahreszeiten

Beschreibung des Verlags: Welche Blumen blühen im Frühling? Wann werden die Kirschen reif? Was macht das Eichhörnchen im Winter?
Die Reihe WAS IST WAS Kindergarten wendet sich an die Jüngsten ab 3 Jahren, die den Alltag in der Kita hautnah miterleben. Jedes Büchlein, jede Story nimmt dort ihren Anfang. Gemeinsam geht es auf Entdeckungsreise: durch die Jahreszeiten, in den Wald, auf den Bauernhof und zur Ritterburg. Das farbige, fröhliche Design, zahlreiche Klappen, Suchbilder und kleine Experimente und Basteleien laden zum genauen Hinschauen und Entdecken ein.

Meine Einschätzung: Dieses Buch ist sehr schön, kindgerecht und dem Alter angepasst, keine Frage.

Es steht aber an dieser Stelle als Stellvertreter einer ganzen Reihe von Büchern. Oder eigentlich von 2 Reihen von Büchern.

Nämlich die ‚Was ist Was Kindergarten-Reihe‚, die noch nicht ganz so alt ist für die ganz Kleinen aber mit interessanten Themen, bunten Bildern und guten Lerninhalten und Texten überzeugt.

Und natürlich die ‚Wiese? Weshalb? Warum? Bücher für Kinder von 2-4 Jahren. Davon gibt es unzählige und fast alle davon sind ausgezeichnet. Diese haben wir auch im letzten Teil schon erwähnt.

Kinder in diesem Alter wollen lernen und sind von fast unerschöpflicher Neugier. Fördert das. Gebt ihnen Input. Mit dem heutigen Angebot von Lernbüchern ist das kein Problem mehr.

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Die kleine Hummel Bommel: Du bist du! – Britta Sabbag, Maite Kelly, Joëlle Tourlonias, arsEdition Verlag

Beschreibung des Verlags: Eigentlich haben Hummeln viel zu kleine Flügel, um fliegen zu können – auch die kleine Hummel Bommel. „Mit deinen winzigen Flügeln kannst du nie und nimmer fliegen!“, lachen die anderen Insektenkinder Bommel aus. Doch bald erkennt die kleine Hummel, dass sie keine größeren Flügel, sondern nur eine Portion Mut zum Fliegen braucht …

Meine Einschätzung: Etwas Zuckersüßes zum Abschluss.

Dieses Buch ist einfach nur schön. Von der Illustration, über die Texte bis hin zur Botschaft. Wertvolles Buch, das wir ganz oft zusammen anschauen und lesen.

Dabei bin ich besonders von den Illustrationen fasziniert. Die scheinen auf den ersten Blick so einfach, aber man entdeckt doch immer wieder etwas Neues.

Einfach gut.

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Und wir sind am Ende. Puh. Zumindest am Ende von meiner ganz persönlichen Bestenliste von Kinderbüchern für Dreijährige.

Es gibt sicher noch ganz viel mehr. Lasst mich doch wissen, was eure Lieblingsbücher sind und vielleicht auch, welche Bücher euch von dieser Liste gar nicht gefallen. Denn Bücher sind so ein bisschen wie Unterhosen. Sie passen halt doch nicht jedem.

Hier noch die Links zu den anderen Teilen dieser Reihe.

Auf Wiederlesen!

Kinderbücher zum Thema Freundschaft & Familie – stark reduziert bei Kinderbuch.eu

Mit Kinderbüchern können Kinder auf neue Situationen in der Familie vorbereitet werden

Es gibt wohl kaum etwas Aufregenderes für Kinder, als ein Geschwisterchen zu bekommen. Um Kinder optimal darauf vorzubereiten, können Kinderbücher dabei hilfreich sein. Außerdem können einige Fragen der Kleinen beantwortet werden:

  • Wie wächst das Baby im Bauch?
  • Was passiert beim Arzt?
  • Wie wird es sein, wenn das Baby auf der Welt ist?

Erstes Wissen zum Thema Geschwisterchen kann hier einfach vermittelt werden. Aufregende Klappen und Schiebeelemente laden zusätzlich zum Entdecken und Staunen ein. So wird das zukünftig große Geschwisterchen auf ein neues Familienmitglied vorbereitet, die Vorfreude wird geweckt und die Schwangerschaft wird noch spannender.

Auch viele andere Situationen innerhalb der Familie können mit Kinderbüchern besser vermittelt werden.

Freundschaft ist für Kinder wichtig – Kinderbücher zu diesem Thema

Viele spannende Geschichten zeigen Mädchen und Jungen, wie wichtig Freundschaft ist. Zusammen spielen, zusammen lachen, zusammen weinen, auch mal streiten – Freunde sind gemeinsam stark und immer füreinander da. Mit gemeinsamen Freundschaftsbüchern können Freunde herausfinden, ob sie wirklich alles voneinander wissen und wie ähnlich sie sich einander sind. Der Gesprächsstoff wird für einige Lacher und vielleicht auch Diskussionen sorgen. Durch Freundebücher werden selbst die allerbesten Freunde noch enger zusammengeschweißt.

Spannende Hörbücher über die Fünf Freunde sorgen für tolle Unterhaltung. Fünf Freunde ermitteln geheimnisvolle Fälle und sind dabei als Team unschlagbar.

Gemeinsames Lesen stärkt die Bindung innerhalb der Familie

Das gemeinsame Lesen einer Geschichte ist für die ganze Familie ein riesen Spaß. Zudem kann es die Bindung innerhalb der Familie stärken. In der Vorlesezeit konzentrieren sich alle gemeinsam auf das Buch. Dadurch können Mama, Papa und Kind optimal vom Alltag abschalten und die Zeit mit der Familie genießen.

Wenn ein Kind schon selbst lesen kann, können die Rollen getauscht werden: Mama und Papa hören zu und das Kind liest eine Geschichte vor. Falls das Lesen am Anfang noch etwas schwer fällt, können Eltern und Kinder sich z.B. bei Dialogen abwechseln und mit verteilten Rollen vorlesen.

Kinderbücher für Regenbogenfamilien

Im Buchladen hatte ich gestern zwei Kundinnen, die auf der Suche nach einem Bilderbuch mit zwei Müttern waren – und ich war überrascht, dass ich hunderte Bilderbücher mit Müttern und Vätern bestellen könnte, aber fast eine halbe Stunde brauchte, bevor ich ein einziges lieferbares englischsprachiges Bilderbuch mit zwei Müttern finden konnte. Sogenannte normale Familienkonstellationen werden in jedem zweiten Bilderbuch repräsentiert – und dann gibt es Kinder, die in Familienkonstellationen aufwachsen, über die es keine Bücher gibt und von denen keine Geschichten erzählt werden.

Ich habe mich deshalb für euch mal auf die Suche begeben, um euch eine Auswahl an Kinderbüchern über Regenbogenfamilien präsentieren zu können. Falls euch noch weitere Tipps einfallen, freue ich mich sehr über jede Ergänzung für diese Liste!

Kinderbücher über Mama + Mama

Familie ist wie ein Regenbogen: Es gibt alle Farben.
Wie kommt es, dass Oscar zwei Mamas hat, fragt sich Tilly. Ihre große Schwester Frieda erklärt ihr, dass Oscars Mamas sich sehnlichst ein Kind gewünscht hatten, doch leider vergeblich. Dann lernten sie Tillys und Friedas Eltern kennen, und Oscars Mamas bekamen von Friedas und Tillys Papa Samen gespendet. So kam schließlich Oscar zur Welt, und aus einem großen Wunsch wurde ein noch größeres Wunder.

“Zwei Mamas für Oskar” behandelt das aktuelle Thema “Regenbogenfamilie”: Lebendig, anschaulich und kindgerecht erzählt macht das Buch es Eltern und Erziehern leicht, mit Kindern ab drei Jahren über Vielfalt zu sprechen.

erscheint am 20.8. im Verlag Ellermann

Jule weiß schon lange, dass sie ein Pflegekind ist. Eines Tages wird sie von ihrer besten Freundin gefragt, warum sie denn eigentlich zwei Mamas hat. Jule ist überrascht, so direkt hatte sie das bisher noch niemand gefragt. Mit einem kribbeligen Gefühl im Bauch erzählt sie Theresa zum ersten Mal, wie es dazu kam, dass sie bei Pflegeeltern aufwächst.
Dieses Buch soll Pflegekindern dabei helfen, ihre Situation besser zu verstehen. Pflegeeltern bietet es die Möglichkeit, zu dieser Thematik leichter ins Gespräch zu kommen. Außerdem liefern zahlreiche Impulse Ideen, auf welche Weise sie ihrem Pflegekind bei der Auseinandersetzung mit seiner Geschichte hilfreich sein können.

das Buch ist mittlerweile ist bei MDK Mediaprint erschienen und mittlerweile leider vergriffen.

Eine Geschichte, die von Regenbogen-Kindern, Regenbogen-Partnerschaften und von Wunderwunsch-Kindern/Wunderwunsch-Eltern erzählt. Vor allem aber auch eine, in der es um das Glück geht, als ein Herzenswunsch-Kind geboren worden zu sein und aufwachsen zu dürfen. Ana erlebt ihren ersten Schultag. Als erste Hausaufgabe sollen alle ein Bild ihrer Familie malen. Sie ahnt schon die Fragen, die kommen werden. Ana kennt das schon aus dem Kindergarten. Während die Erwachsenen oft nur eigenartig schauen, fragen die Kinder einfach. Warum hat Ana zwei Mütter? Welche ist denn echt? will Tim zum Beispiel wissen, denn er meint das geht doch nicht . Doch Ana hat eine Antwort für ihn, die ihn staunen lässt …

der Titel ist im Verlag Lebensweichen erschienen.

Die kleine orange Katze kennt bisher nur Mama, Mami und die Scheune, in der sie gemeinsam wohnen. Doch jetzt ist sie groß genug für ihren ersten Spaziergang. Und um die anderen Tiere des Hofes kennenzulernen reicht der einfache Satz: “Hallo, wer bist denn du?”

Hallo, wer bist denn du? ist eine Gute-Nacht-Geschichte für Kinder ab 18 Monate. Eine Geschichte, die lange Spaß macht, sich endlos variieren lässt und die genauso selbstverständlich von Mama und Mami erzählt, wie viele andere Bücher von Mama-Papa-Kind-Familien.

das Buch ist erhältlich bei fembooks.

Englischsprachiges Bilderbuch über den Alltag eines Kindes, das mit zwei Mamas zusammenlebt. Dadurch, dass das Bilderbuch nur ganz wenig Text hat, ist es auch für Kinder geeignet, die keinen Kontakt zur englischen Sprache haben – die Bilder sprechen für sich.

Einen Eindruck des Bilderbuches kann man sich hier und hier machen.

“Heather has two Mommies” ist ebenfalls von der Autorin Leslea Newman. Es ist bereits 1989 erschienen und war das allererste Kinderbuch, dass sich auf eine positive Art und Weise mit lesbischer Mutterschaft beschäftigte.

einen Eindruck des Bilderbuches erhält man in dieser Videolesung.

Kinderbücher über Papa + Papa

Roy und Silo sind anders als die anderen Pinguine im Zoo. Sie zeigen den Pinguinmädels die kalte Schulter und wollen immer nur zusammen sein. Sogar ein Nest bauen sie miteinander. Ein Nest für ein kleines Pinguin-Baby. Aber das geht doch nicht!, denken die Pfleger im Zoo zuerst. Doch dann passiert ein kleines Wunder … Diese Geschichte, die sich im New Yorker Zoo tatsächlich zugetragen hat, macht Kinder mit neuen Familienformen vertraut.

erschienen bei Thienemann Esslinger.

Es war einmal ein Kronprinz, der wollte einfach nicht heiraten. Aber das geht natürlich nicht. Damit aus dem Kronprinzen ein König werden kann, macht sich die alte Königin auf die Suche nach jemandem, der zu ihrem Sohn passt. Aus der ganzen Welt reisen die schönsten Prinzessinnen an, aber keine kann das Herz des Prinzen bezaubern. Bis der Kammerdiener die Ankunft von Prinzessin Liebegunde und ihrem Bruder Prinz Herrlich meldet. Ein unerwartetes Happy-End bahnt sich an.

erschienen beim Gerstenberg Verlag.

Schön ist das Leben, denken die beiden Pinguine Florian + Florian, als sie ihre Hochzeitsreise antreten. Für sie ist es nämlich sonnenklar, dass sie nach ihrer Rückkehr ihr erstes Ei bekommen werden.

Doch auf ihrer Reise begegnen sie anderen Tieren, die ihnen erzählen, dass zwei Männchen gar keine Kinder bekommen können. Das können die beiden nur schwer glauben. Schließlich war es bei ihnen zu Hause doch schon immer so, dass man sich nur genug lieben muss.

Verzweifelt suchen sie nach einer Antwort. Man hört eben viel zu oft auf andere.

das Buch kann über diese Internetseite bestellt werden.

Ein zweisprachiges Kinderbuch über Liebe und einen süßen kleinen Hund. Die Geschichte von Bailey, einem Irish Soft Coated Wheaten Terrier, und ihrer Reise von den Vereinigten Staaten nach Deutschland. Dieses Buch erzählt einfühlsam über die Liebe zu einem Hund und die Liebe zwischen zwei Männern und zeigt Kindern wie schön es ist, einfach denjenigen zu lieben, in den man sich verliebt hat, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Hintergrund.

das Buch kann hier bestellt werden.

Kinderbücher über weitere alternative Familienkonstellationen

Inga, die Hauptperson des Buches, wächst in einer Regenbogenfamilie auf. Auf der Suche nach einem kleinen Regenwurm begegnet Inga ihren Nachbarn, die in verschiedenen Familienformen leben, darunter einer Patchworkfamilie, einem Adoptivkind, einer Alleinerziehenden, einer traditionellen Familie, einem kinderlosen Paar und Singles.

das Buch ist erhältlich bei fembooks.

Ich zeig dir, wie ich lebe
Früher bestand eine typische Familie aus Vater, Mutter, Kindern, vielleicht noch einem Hund oder einer Katze. Alle lebten in einem Haus mit Garten. So zumindest wurde es in den Kinderbüchern dargestellt. Heute gibt es Familien in allen Größen und Formen. Manche Kinder leben nur mit ihrem Papa zusammen oder mit ihren Großeltern. Familien leben in großen Häusern oder in winzigen Wohnungen. Manche fahren in den Ferien weit weg in ferne Länder, andere machen Urlaub zu Hause. So viele Farben wie der Regenbogen hat, so unterschiedlich kann das Zusammenleben sein. Und wir alle gehören dazu …

das Buch ist im Fischer Verlag erschienen.

Jeder kennt die sogenannte Bilderbuchfamilie, bestehend aus Mama, Papa und Kind(ern). Daneben gibt es aber auch viele weitere Formen des Familienlebens. Sie alle sind hier versammelt: Alleinerziehende, Patchworkfamilien in ihren verschiedenen Mixturen, Regenbogen- und Adoptivfamilien.
Unterhaltsam und mit viel Humor geht es außerdem um Bluts- und Wahlverwandtschaften, um Einzelkinderglück, Geschwisterstreit und die Möglichkeit, die gleiche Nase wie Opa abzukriegen.

das Buch ist im Klett Kinderbuch Verlag erschienen.

Der siebenjährige Tom hat aus der Schule ein neues Schimpfwort mit nach Hause gebracht. ‘Schwul’. Er führt auch gleich aus, was er vom Kevin gelernt hat, dass es nämlich ‘unnatürlich’ ist, wenn ein Mann einen Mann liebt. Um Tom und seiner kleinen Schwester verständlich zu machen, dass niemand dafür verachtet werden sollte, wen er liebt, regt ihr Vater ein Gedankenspiel an: ‘Stellt euch doch mal vor, es wäre andersrum …’ – Im Land Andersrum lieben Männer Männer und Frauen Frauen. Eigentlich. Doch eines Tages verliebt sich ein Mann in eine Frau. Und dann wird es ganz schön kompliziert, denn die Andersrummer finden das total unnatürlich!

das Buch ist im Schwarzkopf Verlag erschienen.

Eltern sind doch alle gleich …?
Auch auf dem Bauernhof kann man darüber streiten: Sind ein Vater und ein Kind schon eine Familie? Oder können zwei Mütter und ein Junge auch eine Familie sein? Was für Mika normal ist, erscheint Ida ganz fremd. Aber der gemeinsam erlebte Eselschreck verbindet und das elterliche Staunen über ein bisschen Abenteuerstaub auch. Da sind Eltern auf jeden Fall alle gleich.
Endlich ein Bilderbuch, das die Vielfältigkeit der Familienformen abbildet und eine große Hilfe für Eltern und pädagogisch Arbeitende darstellt. Der Tenor ist: Eine Familie definiert sich durch den Zusammenhalt, nicht durch die Zusammensetzung ihrer Mitglieder.

das Buch ist im Balance Verlag erschienen.

Das ist Lotta. Und das ist Lottas Papa. Aber wie sind die beiden zusammen gekommen? Diese Frage stellen alle Kinder irgendwann. Unsere Tochter hat sie mit etwa zwei Jahren gestellt. Also erzählen wir auch Lottas Geschichte so, dass sie von kleinen Kindern verstanden werden kann. In einfachen Worten und klaren Bildern, mit der Freude über das Wunder, das Schwangerschaft und Geburt bedeuten können. Lottas Papa heißt Tobias, er hat ein glückliches Leben, Freundinnen und Freunde und er möchte ein Kind. Und wie Lotta in seinem Bauch wachsen kann, ist gar nicht so kompliziert, wie manche Erwachsene denken. Ein tolles Buch für alle, die Geschlecht nicht nur zweidimensional und Familie nicht nur als Mama-Papa-Kind denken wollen. Und eines der ersten – oder das erste? – deutschsprachige Bilderbuch, das Transgeschlechtlichkeit thematisiert.

das Buch ist leider vergriffen.

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Bilderbücher: Diese 10 Bücher helfen Kindern mit Sorgen

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Berlin. Wie wäre es schön, wenn das Leben immer sonnig, unbeschwert und heiter wäre! Auf solche Gedanken kommt man leicht angesichts der trüben und dunklen Novembertage. Der helle, freudige Lichterglanz der Advents- und Weihnachtszeit scheint noch weit, wir gedenken am Volkstrauertag und am Totensonntag der Gefallenen und Verstorbenen.

Doch nicht nur die Erwachsenen, auch viele Kinder haben Probleme, Sorgen und Nöte. Und für sie ist es fast noch schwerer, mit Traurigkeit und Verzweiflung umzugehen, weil es ihnen an Erfahrung und Wissen fehlt. Sie haben viele Fragen, wenn das Schicksal zuschlägt, etwa in Form von Krankheit oder Tod. Warum muss das geliebte Haustier sterben? Was genau ist der Himmel, in dem Oma jetzt sein soll, und wieso kommt sie nicht wieder? Warum hatte Papa einen schweren Unfall und was bedeutet das für die Familie? Weshalb ist Mama bloß immer so traurig, kann man etwas dagegen tun? Oder auch: Wie geht das Leben weiter, wenn die Eltern sich trennen?

Wenn ein schlimmes Ereignis eintritt – in der eigenen Familie, aber auch bei Freunden oder Bekannten –, geraten Kinder in einen Strudel der Gefühle und suchen nach Antworten. Antworten, die nicht immer leicht zu finden sind. Auch, weil sogenannte „schwere Themen“ lange von Kindern ferngehalten wurden und eine Tradition des Erklärens fehlt. Früher wollten Eltern den Nachwuchs möglichst lange vor den „Härten des Lebens“ beschützen und hüllten sich daher in Schweigen. „Das verstehst du nicht“, hieß es, oder „Dafür bist du noch zu klein“.

Wissen, dass man nicht allein ist

Heute ist das anders. Kinder werden ermutigt nachzufragen und offen ihre Gefühle zu zeigen, anstatt sie zu unterdrücken. Und zwar schon im Kleinkindalter. Davon zeugt auch das Sortiment an Kinderbüchern. Seit einigen Jahren erzählen immer mehr Bilderbücher nicht nur lustige Geschichten, sondern setzen sich auch mit Themen wie dem Alter, Behinderung, Depression, Scheidung, Krieg oder Gewalt auseinander. Einige der schönsten Neuerscheinungen dieses Jahres wollen wir hier vorstellen. Ja, schön: Denn so hart die Themen sind – die Gestaltung der Bücher ist äußerst liebevoll, bunt und fantasiereich.

Da ist zum Beispiel der kleine Bauchweh. Er leidet unter fiesen Bauchschmerzen. Aber woher kommen sie? Dieses Buch aus dem Mabuse Verlag lädt zum Austausch über Emotionen ein. Das Bilderbuch „Für immer“ von Beltz & Gelberg weiht in die Erlebniswelt des kleinen Egon ein. Der Junge hat seinen Vater verloren und versucht, begleitet von seinem roten Drachen, sich neu im Alltag zu verorten. „Papas Unfall“ aus der Reihe „Kids in Balance“ stellt trickfilmartig die Situation einer Familie nach einem schweren Motorradunglück des Vaters dar.

„In Büchern finden betroffene Kinder einen Stellvertreter, mit dem sie sich identifizieren können. Es kann schon helfen zu wissen, dass man nicht allein ist“, sagt Karin Koch. Sie ist Lektorin beim Psychiatrie-Verlag, in dem die Reihe „Kids in Balance“ erscheint. Dort legt man Wert darauf, dass die kindlichen Protagonisten nicht hilflos dargestellt werden, sondern dass sie selbst etwas machen können, um ihre Situation zu verbessern. Die Bücher sollen helfen, Gefühle zu ordnen und altersgemäße Informationen vermitteln, gerne mit einer Prise Humor. Sie sollen Mut machen und zeigen, dass es Hilfe gibt.

Offen mit Kindern reden

Nach Karin Kochs Erfahrung ist es nützlich, wenn Eltern offen mit dem Nachwuchs reden, wenn etwa bei einem Familienmitglied eine schwere Krankheit wie eine Depression diagnostiziert wurde. „Kinder bekommen mit, wenn etwas passiert ist. Wenn man schweigt, fühlen sie sich schnell schuldig und befürchten womöglich, selbst die Ursache des veränderten elterlichen Verhaltens zu sein.“ Das sei schädlich für die Entwicklung: So hätten Kinder psychisch kranker Eltern ein erhöhtes Risiko, selbst psychisch zu erkranken. „Es ist wichtig, sich Zeit dafür zu nehmen, den Kinder zu erklären, was mit Mama oder Papa passiert. Über Bilder kann man leicht ins Gespräch kommen.“

Doch auch ohne eine unmittelbare Betroffenheit können Bilderbücher etwa über Krankheit, Krieg oder Tod eine Bereicherung sein. Hier einige Beispiele.

Depression: Wenn die Grummelgrame unterwegs sind

Der fünfjährige Jan versteht die Welt nicht mehr. Mama ist plötzlich ganz anders als sonst. Sie hört nicht mehr zu, weint ständig, meckert ihn und Papa an und vergisst sogar, fürs Kindergartenfest ihren superleckeren Schokokuchen zu backen. Hat sie ihn nicht mehr lieb? Ist er schuld an ihren Tränen?

Zum Glück hat Papa die Idee, dass „der Ritter“ helfen könnte. Der ist zwar gar kein richtiger Ritter, sondern ein Psychotherapeut. Aber er kann Jan endlich erklären, was mit seiner Mutter los ist: Sie ist krank. Ihre Seele hat ein Loch bekommen, in das sich Grummelgrame eingenistet haben. Diese gemeinen Biester machen Mama und die Wirklichkeit ständig hässlich und schlecht. Zum Glück verrät Herr Ritter Jan die Zaubersprüche, mit denen man Grummelgrame vertreiben und wieder Farbe ins Leben bringen kann…

Dieses Buch erklärt das schwierige Thema Depression anschaulich und in wunderbaren Bildern. Es zeigt, wie eine psychische Erkrankung die ganze Familie beeinflusst. Tipps einer Psychologin ergänzen die einfühlsame Erzählung.

Anja Möbest, Barbara Korthues (Ill.): Als Mama nur noch traurig war. Coppenrath, 14,95 Euro. Empfohlen von 4 bis 6 Jahren.

Tod eines Haustiers: Abschied von Biko

Biko ist ein lieber, sehr alter Hund. Seit vielen Jahren wohnt er zusammen mit Herrchen, Frauchen, dem großen Kind, dem kleinen Kind und der Katze. Er passt gut auf alle auf: die Familie, das Haus, den Garten, das Auto und natürlich auf den Postkasten. Als er jünger war, hat er wild herumgetobt. Aber jetzt tut ihm alles weh, vor allem seine Knochen. Es fällt ihm sogar schwer, den Wassernapf zu erreichen.

Seine Familie ist sehr traurig und bringt ihn zum Tierarzt. Doch das große Kind weiß schon, dass man nicht mehr helfen kann und es Zeit ist, Biko gehen zu lassen. „Alles ist gut“, sagt es zu Biko. „Von jetzt an passen wir aufeinander auf. Du musst dir keine Sorgen machen.“ Darüber ist Biko erleichtert – und macht beruhigt die Augen zu.

Die Geschichte vom Tod eines Haustiers wird hier aus der Perspektive des Hundes Biko erzählt. Wie er und seine Familie Frieden mit dem Lauf der Dinge schließen, ist sehr tröstlich. Die Bilder der Berliner Illustratorin Eva Muszynski strahlen eine große Ruhe aus und helfen, den unvermeidlichen Abschied zu verstehen und zu akzeptieren.

Saskia Hula, Eva Muszynski (Ill.): Bikos letzter Tag. Klett Kinderbuch, 14 Euro. Empfohlen für Kinder ab 4 Jahren

Unfall: Als alles anders wurde

An einem wunderschönen Sommertag verändert sich das Leben dieser ganz normalen Familie mit zwei Töchtern schlagartig. Der Vater hat einen schweren Motorradunfall und überlebt nur knapp. Er wird nie mehr laufen können, muss das Sprechen neu lernen und ist auf Hilfe angewiesen. Ausgerechnet Papa, der tolle Sportler, der vor dem Unfall mit seinen Inlineskates sogar über hohe Rampen springen konnte. Zum Glück gibt es Oma und die Haushaltshilfe Nina, die die Familie unterstützen – schon weil Mama nun mehr arbeiten muss.

Das Unglück verändert aber nicht nur den Alltag, sondern auch die Stimmung in der Familie. Statt Unbeschwertheit gibt es viele Sorgen, böse Alpträume, Traurigkeit und Wut. Doch da sind auch schöne Momente – und Hoffnung. Alle halten zusammen und wachsen an dem Schicksalsschlag.

Wie in einem Trickfilm reihen sich die Bilder aneinander und sind auch ohne Text verständlich. Auch das kompakte Format macht das Buch zu einem hilfreichen Begleiter für Kinder, die von einem ähnlichen Schicksal betroffen sind oder davon hören.

Atelier Artig (Hg.), Achim Kirsch (Ill.): Papas Unfall, Kids in Balance, 14,95 Euro, von 4 bis 6 Jahren

Krieg, Flucht und ein neues Leben in Deutschland

Wasim ist acht Jahre alt. Gemeinsam mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Samira ist er vor dem Krieg in seiner Heimat geflohen. Weil Oma und Opa nicht mitkommen konnten, hat Oma Wasim eine Weste genäht – aus ihrem alten Kleid und Opas abgetragener Hose. Sie soll ihn trösten und beschützen.

In dem Buch erzählt Wasim von der gefährlichen Flucht übers Meer und der Ankunft in einem Flüchtlingsheim in Deutschland. Man erfährt, wie der Alltag dort aussieht, wovon die Menschen träumen und worunter sie leiden. Wasim geht es meistens gut: Er fühlt sich sicher, es gibt nette Menschen, Kleidung und genug zu essen. Sogar einen neuen Freund findet er. Aber manchmal hat er böse Träume, und dass Mama und Papa kaum noch lächeln, belastet ihn. Zum Glück gibt es die Weste – und Hoffnung. Im Café Welcome fassen Wasims Eltern wieder Lebensmut. Das macht auch Wasim und Samira stark.

Mit einfachen Worten und eindrücklichen Bildern werden die Themen Flucht und Trauma erklärt.

Anja Offermann, Christiane Tilly: Wasims Weste. Kids in Balance, 14,95 Euro, ab 5 Jahren

Tod eines Elternteils: Hoffnung und Halt für Egon

Egon ist ein Zurückgebliebener. Das hat aber nichts mit Dummheit zu tun. Vielmehr ist es so, dass Egon seinen Vater verloren hat. Der war schwer krank, und vor zwei Wochen musste Egon ihn gemeinsam mit seiner Mutter auf dem Friedhof begraben.

Seitdem ist alles anders als sonst. Ob Egon nun in die Kita geht oder mit Mama zum Einkaufen – alles fühlt sich komisch an. Auch die Leute verhalten sich plötzlich merkwürdig: Entweder sie schauen mitleidig und tuscheln oder sie geben sich übertrieben fröhlich, wenn sie Egon begegnen. Manche schweigen auch nur. Das, findet Egon, ist am schlimmsten. Zum Glück hat er Mama. Sie sagt ihm, dass es normal ist, dass sich alles anders und schwer anfühlt. Aber sie erklärt auch, dass es weitergehen wird. Und dass Papa auf eine besondere Weise immer noch da ist – weil Egon selber ein kleines Stück Papa ist.

Mit anrührenden, poetischen Bildern, die fast schon für sich selbst sprechen, erzählt dieses Bilderbuch von der häufig herrschenden Sprachlosigkeit angesichts des Tabu-Themas Tod – und zugleich vom Bedürfnis betroffener Kinder, über ihr Schicksal zu sprechen und eine neue Normalität zu schaffen. Ein wunderschönes, hilfreiches Buch.

Kai Lüftner, Katja Gehrmann: Für immer. Beltz & Gelberg, 12,95 Euro, ab 5 Jahren

Trennung: Wie Kinder trotzdem glücklich werden

Das kleine Orange lebt glücklich zusammen mit seinen Eltern, Papa Gelb und Mama Rot. Bei ihnen fühlt es sich sicher und geborgen. Doch eines Tages teilen seine Eltern ihm mit, dass sie sich trennen werden. Papa Gelb zieht in eine Wohnung am anderen Ende der Stadt und das kleine Orange sieht ihn nur mehr alle zwei Wochen. Es vermisst seinen Vater sehr.

Sein Herz ist schwer und es wird immer röter. Doch wenn es bei Papa ist, geht es ihm auch nicht gut: Dann wird es immer gelber, so wie Papa, und sehnt sich nach Mama Rot. Zum Glück verstehen die Eltern seine Gefühle und finden Lösungen, damit es wieder fröhlich ist und knallorange leuchten kann.

Ein tolles Buch nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern in Trennungsfamilien. Die Farbsymbolik verdeutlicht auf leicht verständliche Weise die typischen Sehnsüchte und Verlustängste betroffener Kinder. Die Geschichte zeigt auf originelle Art die Verantwortung der Eltern auf – nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern indem sie direkt ins Herz trifft.

Judith Zacharias-Hellwig: Die Sehnsucht des kleinen Orange. Papierfresserchens MTM-Verlag, 14,90 Euro, ab 3 Jahren

Gefühle: Was uns Bauweh lehren kann

Es ist gar nicht so einfach, über Gefühle zu sprechen. Manchmal ist es sogar schwierig, überhaupt erst zu erkennen, was genau uns umtreibt. So geht es auch dem kleinen Bauchweh.

Das niedliche Fantasiewesen mit den spitzen Ohren und dem kecken Haarbüschel auf dem Kopf fühlt sich schrecklich unwohl. „Ich hab sooooo Bauchschmerzen“, jammert es und hält sich den kugelrunden Bauch. Aber woher kommen bloß die Schmerzen? Hat der kleine Bauchweh zu viel gegessen? Ist er zu lange Achterbahn gefahren? Liegt ihm die Wut wie ein Stein im Magen? Oder ist er womöglich verliebt?

Auf kunterbunten Bildern werden in diesem Buch verschiedene Möglichkeiten und Situationen vorgestellt und wieder verworfen. Am Ende ist der Grund des Übels gefunden: Der kleine Bauchweh hat Angst, denn es gab einen Streit. In dicken Tränen macht er seinem Kummer Luft und lässt sich vom großen Bauchweh trösten. Das Angstgespenst hat keine Chance mehr – und plötzlich sind auch die Schmerzen fast wie weggeblasen.

Corinna Leibig ist Designerin und Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche. Sie hat das Buch für den Gesundheitsverlag Mabuse liebevoll gestaltet und einen nützlichen Wegbegleiter für die ganze Familie geschaffen. Kinder können sich leicht mit dem putzigen Höhlentierchen identifizieren und seine Überlegungen bieten eine tolle Basis für einen vertrauensvollen Austausch über Gefühle zwischen Kindern und Erwachsenen.

Der Bildgeschichte angehängt ist ein Ratgeber für Eltern, Erzieher und andere Unterstützer. Darin informiert Joachim Pietsch-Gewin, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, warum sich Konflikte bei Kindern oft in dem körperlichen Symptom Bauchweh äußern und was möglicherweise dahintersteckt. Außerdem gibt er Tipps für den Umgang mit Krisensituationen.

Corinna Leibig: Der kleine Bauchweh. Mabuse, 12,95 Euro, ab 3 Jahren

Autismus: Mia verstehen lernen

Lotte ist ein begeistertes Kita-Kind. Sie lacht und singt für ihr Leben gern und hat in ihrer Gruppe eine Menge Freunde. Sofia gehört dazu, Hanna, Max – und natürlich Mia. Lotte nennt Mia ihre „ganz besondere Freundin“, denn Mia ist anders als die anderen Kinder.

Mia sieht zwar nicht krank aus, ist es aber irgendwie doch. „Mia kann laufen wie wir, aber sie spricht nicht mit uns. Mia kann wohl hören, aber sie versteht mich trotzdem nicht“, sagt Lotte. Und sie erzählt auch, dass sich Mia häufig etwas seltsam verhält. An manchen Tagen schaut sie nur aus dem Fenster. An anderen Tagen läuft sie quer durch den Gruppenraum, lächelt und trällert vor sich hin. Das Stillsitzen im Stuhlkreis fällt ihr schwer, und um ihre Brotdose zu öffnen, braucht sie Hilfe.

Man könnte der kleinen Mia leicht ein Etikett verpassen: Sie ist Autistin. Doch dieses Wort fällt in dem fröhlichen Kinderbuch nie. Stattdessen lässt Protagonistin Lotte ihre kleinen und großen Leser/Zuhörer einfach an ihren aufmerksamen Beobachtungen im Kita-Alltag teilhaben, ohne das Verhalten von Mia zu bewerten. So gelingt das Porträt eines liebenswerten blonden Mädchens, dem ganz selbstverständlich ein Platz in der Welt gehört, auch wenn es in den Augen anderer manchmal etwas wunderlich ist. Zudem gibt das Buch Anregungen, wie man Mia am besten begegnet.

Wie im Anschluss an die Geschichte verraten wird, gibt es Mia wirklich: Sie ist die jüngste Tochter von Autorin Dagmar Eiken-Lüchau. Als gelernte Erzieherin und Mutter von fünf Kindern schafft diese es, ein kompliziertes Thema kindgerecht zu vermitteln. Die lebhaften Illustrationen untermalen den heiteren Ton des Bilderbuchs genauso wie die Botschaft. Sie lautet:
Respektiere jeden, wie er ist – es könnte der Beginn einer tollen Freundschaft sein.

Dagmar Eiken-Lüchau, Tanja Husman (Ill.): Mia – meine ganz besondere Freundin. Neufeld Verlag, 14,90 Euro, ab drei Jahren

Krebs: Lina und ihr tapferer Kampf

„Gestern hatte ich meine Haare vergessen.“ Mit diesem entwaffnenden Satz beginnt die Geschichte von Lina, dem tapferen Mädchen, dass schon in jungen Jahren gegen den Krebs kämpfen muss und trotzdem nie den Humor verliert. Auch nicht, als ihr wegen der Krebstherapie ihre langen blonden Haare ausfallen. Lina sammelt sie in kleinen Röllchen in ihrer grünen Rapunzel-Dose, und die hätte sie zu gerne Schwester Heike in der Klinik gezeigt. Aber dann hat Lina die Haare eben doch zu Hause vergessen.

Das kann schon mal vorkommen, wenn man so einen aufwendigen Alltag wie Lina hat. Ständig muss sie wegen ihrer Leukämie-Erkrankung zu Therapien und Kontrollen ins Krankenhaus, bekommt Blut abgenommen oder Medizin mit merkwürdigen Nebenwirkungen verabreicht. Andere Kinder zu treffen kann lebensgefährlich für sie sein, genauso wie ein Zoobesuch. Das alles erzählt Lina in dem Bilderbuch „An der Leine“, und mit jeder Seite wächst die Bewunderung für das lebensfrohe Kind, das den Kampf gegen den Krebs annimmt, und für seine Familie, die es wunderbar unterstützt.

Das Bilderbuch macht kleinen Lesern eine fremde, beängstigende Welt begreiflich und schafft es, die geschilderten Härten mithilfe von Humor abzufedern. Dazu tragen auch Szenen bei, die Kinder aus dem eigenen Alltag kennen. So spielt Lina wie die meisten Kinder gerne UNO – auch wenn sie damit anders als andere das Warten auf eine Bluttransfusion überbrückt.

Ein Mutmach-Buch für betroffene Familien und Lesestoff auch für gesunde Kinder, denen ihre Eltern nahebringen wollen, was es bedeutet, richtig schwer krank zu sein.

Anja Gumprecht, Anne Vockeroth (Ill.): An der Leine. Geest Verlag, 11,60 Euro, von 5 bis 12 Jahren

Lieblingsbücher für Vorschulkinder und Schulstarter – die schönsten Kinderbücher für 5-7 jährige

Nach den besten Kinderbüchern für unter Dreijährige haben wir euch auch um Kinderbuchtipps für Vorschulanfänger und Erstklässler im Alter zwischen 5 und 7 Jahren gebeten. Auch hier einen lieben Dank für die zahlreichen Vorschläge! Es war eine Freude, sie zu recherchieren und aufzulisten.

Und auch hier für die Transparenz: Die Empfehlungen stammen zwar überwiegend von euch – enthalten jedoch affiliate Links zu Amazon, also Werbung. Natürlich findet ihr diese Bücher auch im Buchhandel eures Vertrauens, wenn ihr nicht auf Amazon steht!

Und hier kommen die Top 20 Lieblingsbücher für Vorschulkinder und Schulstarter

Diese Buchreihe war mit Abstand das am meisten aufgezählte von allen. Der kleine Drache Kokosnuss erlebt mit seinen Freunden viele spannende Abenteuer und ist sehr leicht und verständlich geschrieben. Wer sich für diesen Geschenkschuber entscheidet, erhält den Vorteil, gleich 8 Bände zu einem insgesamt sehr kostengünstigen Preis zu erhalten!

2. Die Kumpflinge

Lasst euch begeistern von der Welt der kleinen pelzigen Wesen, die in einem Trödel aus alten Sachen leben, sich gegenseitig gerne ärgern, aber trotzdem alle lieb haben! Mit dem ersten Band habt ihr einen schöne Start in die ganze Bücherreihe.

3. Lauras Stern

Weiter geht es mit diesem inzwischen schon Klassiker, in dem Laura und ihrem Freund, den Stern, immer viel erleben. Eignet sich wunderbar als Gutenacht-Geschichte, die eure Kinder schon selbst lesen können! Und auch hier ein Sammelband mit gleich 3 Bänden:

4. Tafiti und der geheimnisvolle Kuschelkissendieb

Kennt ihr schon die Bücher von Tafiti, dem lieben Erdmännchen? Nein? Dann müsst ihr unbedingt in sein spannendes Leben einsteigen, denn auf ihn und seinem Freund, dem Pinselohrschwein, ist immer Verlass! Diese Ausgabe ist eine besonders schöne, denn eureKinder werden es sicherlich sehr nachempfinden, wie es ist, wenn Tafiti ohne sein geliebtes Kuschelkissen ins Bett muss!

5. Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt

Auch hier wieder ein schön illustrirertes Buch über das spannende Leben bei der Feuerwehr mit ganz viele spannenden Heldentaten.

6. Mama Muh

Viele von euch kennen sicher auch die alten Mama Muh Bücher mit der lustigen Kuh, die immer verrückte Dinge tun will, wie von einer Poolrutsche zu rutschen! Wenn nicht: Unbedingt nachholen. Gelächter vorprogrammiert.

7. Elliot und Isabella

Wer den kleinen Drachen Kokosnuss schon liebt, muss unbedingt auch die Bücher von den zwei lieben Ratten Elliot und Isabella lesen! Lasst euch in die lustig frechen Abenteuer von den beiden einführen und von Elliots Reimen verzaubern.

8. Als die Hasen noch fliegen konnten

Mirles Vater denkt sich die phatasievollsten Geschichten aus und liest sie seiner Tochter Abends vor. So verrückt und spannend, dass Mirle manchmal wirklich überlegt, ob sie echt sind oder nicht. Wie war das: Konnten Hasen wirklich fliegen?

9. Hier stimmt ja fast gar nichts: Das große Suchspaß-Wimmelbuch

Helft Lisa im Wimmelbuch zusammen zu enträtseln, was denn genau an den Bildern nicht stimmt. Tragen Schafe wirklich gestrickte Pullover? Und können Schneemänner in Backöfen hausieren? Viele schöne Bilder, einfach erklärte Texte und viel Freude am Lesen und entdecken!

10. Nils Holgerson

Von diesem schwedischen Klassiker gibt es die verschiedensten Auflagen sowohl zum Vorlesen, als auch für die Leseanfänger. Dieses Exemplar eignet sich besonders gut für die jungen Lesestarter, die noch im Kindergarten sind oder gerade erst in die Schule kommen. Lasst euch nicht von dem vielen Text einschüchtern, es liest sich sehr einfach und super schnell. Und die Geschichte ist einfach unschlagbar!

11. Marie wird bald ein Schulkind

Falls eure Kinder nach diesem Sommer auf die Schule gehen werden, ist dieses Buch sicherlich eine gute Vorbereitung auf die bevorstehende Schulzeit, denn Marie freut sich schon tierisch auf die Schule, aber hat noch viele viele Fragen…

12. Ich bin stark, ich sag laut NEIN

Wir hatten schon ein ähnliches Modell für Kinder zum Vorlesen, aber da dieses Thema sehr wichtig ist, auch nochmal hier. In diesem wirklich schön illustrierten Buch wird durch sechs verschiedene Ereignisse sehr verständlich vermittelt, wann und wie man NEIN sagt.

13. Der kleine Angsthase

Hier kommt eine Mutmachgeschichte über den kleinen Angsthasen, der sich vor vielen Dingen fürchtet und sowohl für die Großen, als auch Kleinen unter uns helfen könnte, so manche Ängste zu überwinden.

14. Hipp und Hopp retten Papa Grünsprung

Hier erlebt ihr die Geschichte des Froschkönigs mal aus einer anderen Perspektive, nämlich seitens der Kinder. Denn Hipp und Hopp sehen, wie ihr Papa von einem Menschen geküsst und verwandelt wird. Und natürlich wollen sie ihren Papa zurück… Seid dabei bei diesem spannenden Abenteuer!

15. Der geheime Garten

Der geheime Garten war eins meiner absolute Lieblingsgeschichten und handelt von der verwöhnten Göre Mary, die nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrem abweisenden und reservierten Onkel zieht und eine einzigartige Freundschaft erlebt. Durch kurze und kompakte Kapitel wird das Wesentliche auf für die Lesestarter verständlich.

16. Peterchens Mondfahrt

Peterchen und seine kleine Schwester Anneliese sind zwei tierliebe Kinder, die eines Abends Besuch von dem Herrn Sumemann, dem lieben Maikäfer bekommen, der sein Bein an den bösen Mann im Mond verloren hat und nun um ihre Hilfe bittet. Ein wunderschönes neu auferlegtes Märchen!

17. A wie Angsthasenzahn bis Z wie Zahnpiraten

Wer ein bisschen Angst vorm Zahnarzt hat, kann sich mit diesem Buch sicherlich gut auseinandersetzen. Ihr erhaltet nicht nur viele wissensreiche Informationen über Zähne verschiedenster Lebewesen (Wie Zähne von Haien), aber auch eine spannende Geschichte von der Zahnputzelfe Milla, die sich ständig mit den Zahnpiraten herumschlagen muss!

18. Gloria Glühwürmchen

Taucht ein in die Welt von Gloria, dem Glühwürmchen und und ihre Abenteuer im Glitzerwald. Das Buch ist zwar noch relativ neu, aber bei den Kindern schon sehr beliebt!

19. Fräulein Schmalzbrot und Billie Ballonfahrer

Die zwei Schwestern Fräulein Schmalzbrot und Billie Ballonfahrer sind zwar ziemlich unterschiedlich, aber unzertrennlich. Jedes Geschwisterkind kann sich sicherlich das eine oderandere Mal mit ihr identifizieren.

20. Das große Buch zum Leselernen

Abschließend ein Buch, dass für die kleinen Leseanfänger eine gute Brücke fürs spätere richtige Lesen ist! Zwischendurch werden Worte durch kleine Bilder ersetzt und lassen einfache Rätsel zum Nachdenken und Mitmachen animieren.

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Knapp ein Drittel der Kinder in Deutschland wünschen sich, dass ihnen mehr vorgelesen wird, hat die Stiftung Lesen ermittelt. Also ran an die Bücher! Es gibt jede Menge tollen Lesestoff, gerade für Drei- bis Sechsjährige. Besonders legen wir Ihnen die Lieblingsbücher unserer Redaktion ans Herz: Echte Klassiker und solche, die es werden könnten!

Update 27. Januar 2020

Wir haben den Artikel überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

Eigentlich ist es ganz leicht, seinen Nachwuchs glücklich zu machen: Dafür braucht es keine dicke Brieftasche, keine übermenschliche Planung, kein Special Event. Es genügt ein simples Bilderbuch! Rund 90 Prozent aller Kinder in Deutschland lieben es, wenn ihnen vorgelesen wird. Das ist das Ergebnis der Vorlesestudie 2016, für die Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren und ihre Mütter aus ganz Deutschland befragt wurden – quer durch alle Schichten.

Eltern, lest vor!

Die Studie ergab vor allem, dass viele Eltern zu selten vorlesen, d.h. nur einmal oder weniger pro Woche. Jedes zweite Kind wünscht sich, dass ihm öfter vorgelesen wird.

Die Studie empfiehlt, sich mehrmals wöchentlich eine Viertelstunde Zeit zum Vorlesen zu nehmen. So wirkt sich es sich am besten auf die intellektuelle, emotionale und soziale Entwicklung des Kindes aus. Antje Neubauer, Vorsitzende des Fachkuratoriums Bildung der Deutsche Bahn Stiftung, einer der Studien-Initiatoren, findet: „In Deutschland müssten Kinder geradezu ein Grundrecht auf Vorlesen haben. Denn hier liegt der Schlüssel zu Bildung. Es gibt keinen Grund, den Kindern den Wunsch nach einer guten Vorlesegeschichte nicht jeden Tag neu zu erfüllen.“

Ein gutes Bilderbuch – was ist das?

Viele Eltern machen sich Gedanken darüber, ob Thema und Sprache eines Buches wirklich altersgerecht sind. Gerade bei Märchen mit manchmal grausigem Inhalt sind sich Mütter und Väter unsicher, ob sie diese Geschichten ihrem Kind schon zutrauen können.

Professor Anita Schilcher vom Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Regensburg gibt auf Eltern.de Entwarnung: „Märchen können Kindern beim Erwachsenwerden helfen, sie auf ihrem Weg stärken und ihnen Zuversicht geben.“

Saubere Sache

„Wieso, weshalb, warum: Zähne putzen, Pipi machen“

von 22 Lesern gekauft

Laut Prof. Schlichter sind Märchen ab etwa vier, fünf Jahre angemessen. In diesem Alter durchleben Kinder die ersten Ablösungsprozesse. Märchen können dabei unterstützen und diese Veränderung auf eine andere Art aufarbeiten. Ganz klar gilt aber: Achten Sie darauf, was Ihr Kind mag! Wenn es ängstlich oder ablehnend reagiert, akzeptieren Sie das und nehmen ein anderes Buch.

Es ist also gar nicht so schwer, die richtige Lektüre zu finden. Der Schlüssel ist: Ausprobieren! Entscheidend sind vor allem die Vorlieben Ihres Kindes. Es wird Ihnen sagen, was es gut findet, und was nicht.

Je nach Alter, Geschlecht und Interesse mag es vielleicht gerade lieber Prinzessinnen, Hexen, realistische Lausbubengeschichten oder Sachbücher der Reihe „Wieso, weshalb, warum“. Je mehr Sie mit Ihrem Kind lesen, desto besser lernen Sie seine Vorlieben kennen – und desto einfacher wird es, das nächste Buch zu finden.

Schöne neue Kinderbücher

„Ich finde was …“ von Walter Wick

Rätselhaft

„Ich finde was…, Zur Weihnachtszeit“

In Walter Wicks Bücherreihe „Ich finde was …“ steht kaum Text. Vorlesen ist hier also eher nicht das Ding. Macht nichts, es geht ja viel mehr ums Suchen. In den opulenten, liebe- und stimmungsvollen Wimmelbildern des amerikanischen Künstlers versteckt sich auch so Allerhand. Manchmal vergisst man bei diesem Detailreichtum fast das Suchen, geht stattdessen auf Fantasiereise und fragt sich: Wer wohnt wohl hier? Wem gehört dieser Schlüssel? Was könnte eben gerade passiert sein? Schönstes Kopfkino.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Es ist unglaublich, wie gut sich auch Zappelphilippe konzentrieren können, wenn sie etwas finden wollen. Schön zu beobachten, wie Kinder nicht aufgeben, bis sie den Gegenstand entdeckt haben, wie sie sich freuen und sich mit Feuereifer gleich in die nächste Suche stürzen. Das können sie auch alleine machen – oder mit ihren Eltern, Geschwistern oder Freunden. Und so ist die „Ich finde was …“-Reihe auch eine sehr kommunikative Geschichte. Etwas für die ganze Familie.
Es entstehen lustige Unterhaltungen, und manchmal kommt auch Wettbewerbsgeist auf: Wer finden das seltsame Ding als erstes? Der Ehrgeiz kann hier durchaus auch Mamas und Papas packen, da manches recht tricky im Sammelbild versteckt ist. Aber Vorsicht, es besteht Suchtgefahr: Hat man erst einmal ein Buch fertig, will man alle. Auswahl gibt’s genug, zum Beispiel „Ich finde was … Zur Weihnachtszeit“, „Ich finde was …Im Märchenwald“ oder „Ich finde was … Besuch aus dem All“. – Ab 4 Jahren.

„Kotzmotz der Zauberer“ von Brigitte Werner

Wie Liebe einen Choleriker heilt

„Kotzmotz der Zauberer“

von 9 Lesern gekauft

„Kotzmotz der Zauberer“ ist das genaue Gegenteil von Walter Wicks Such-Bilderbüchern: Hier gibt’s nur ein paar Bilder, dafür aber viel humorvolle, bildliche Sprachkunst und riginelle Wortschöpfungen, die Kinder zum Lachen bringen: etwa Kotzmotz‘ Schimpftirade „verstinkter Affenhintern in Pupssuppe“. Ihr Kleiner wird am Boden liegen vor Lachen. Sehr zum Vergnügen der jungen Zuhörer kriegt der Magier anfangs ständig schreckliche Tobsuchtsanfälle. Dann verstummt der Wald vor Schreck, „selbst die Stinkmorchel“ hält die Luft an. Nur der kleine, zerzauste Hase traut sich ins Haus des Wüterichs, um ihn zu besänftigen.
Während der Magier noch staunt, dass es jemanden gibt, der keine Angst vor ihm hat, macht Hoppel eine traurige Entdeckung. Sämtliche Farben sind aus dem Heim des alten Griesgrams gewichen. Bei all dem Schwarz und Grau fühlt er sich selbst sofort schrecklich bedrückt. Plötzlich wird dem Hasen klar: Kotzmotz ist einsam und verbittert – und deshalb stinkwütend und deprimiert. Was ihm fehlt, sind Liebe und Freundschaft. Die gibt er dem Zauberer – ob er nun will oder nicht. Eine magische Veränderung tritt ein, und eine ungleiche Freundschaft beginnt.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Angst, Wut, Einsamkeit und Freundschaft – alles Themen, die auch Vorschulkinder kennen. „Kotzmotz der Zauberer“ regt Eltern dazu an, mit ihrem Nachwuchs darüber zu reden. Und was könnte besser sein als ein Buch, das uns veranlasst, etwas mehr über die Gefühle unserer Kinder zu erfahren? – Ab 5 Jahren.

„Herr Schnuffels“ von David Wiesner

Abgefahren und lehrsam

„Herr Schnuffels“

Endlich mal ein richtig abgefahrenes Kinderbuch: „Herr Schnuffels“, ein mächtiger schwarzer Kater, jagt winzige Außerirdische, die ihn für das wahre Monster halten und sich in ihrer Zuflucht in der Wand mit Ameisen anfreunden. Ganz irre wird’s, als ein Marsmensch auf der Flucht auf einem Marienkäfer davonfliegt. Damit auch kein Kind am Ende weinen muss, hat der Comic ein Happy End: Die Kurzen aus fernen Galaxien entkommen in ihrem walnussgroßen Raumschiff dem Horror-Kater.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Die originelle Bildergeschichte mit der coolen Comic-Attitüde persifliert genial unsere Angst vor Außerirdischen. Sie zeigt Kindern (und deren Eltern), dass man sich diese Furcht sparen kann. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ebenfalls sehr amüsant ist der naive Tierhalter, der seinen Kater mit ödem Spielzeug zum Toben animieren will, während er doch gerade viel aufregendere Abenteuer erlebt. Kurz: eine etwas andere, sehr gelungene Science-Fiction-Story. – Ab 5 Jahren.

„Wo ist mein Hut?“ von Jon Klassen

Ehrlich währt am Längsten

„Wo ist mein Hut?“

von 5 Lesern gekauft

Auf der Suche nach seinem Hut trifft der Bär ein paar Tiere, die er regelmäßig nach seiner Kopfbedeckung fragt. Alle haben scheinbar keine Ahnung, nur der Hase verhält sich ziemlich auffällig, als er beteuert: „Ich stehle doch keinen Hut.“ Doch genau das hat er getan…

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Pädagogische Korrektheit ist nicht Jon Klassens Ding. Als der Bär am Buchende gefragt wird: „Verzeihung, hast du ein Kaninchen mit einem Hut gesehen?“, antwortet er: „Ich habe überhaupt kein Kaninchen gesehen. Ich fresse doch keine Kaninchen. Stell mir bloß keine Fragen mehr.“ Zumindest wir Erwachsenen wissen, was die Stunde geschlagen hat und freuen uns heimlich an der makaberen Pointe. Und darüber, dass Kindern auch mal die harte Realität zugemutet wird, nicht immer nur Eiapopeia. Auf jeden Fall gibt’s nach der Lektüre von „Wo ist mein Hut?“ Redebedarf: über Lügen, Rache, Wut und – ja – auch Mord. – Ab 4 Jahren.

„Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ von Martin Baltscheit

Über das Vergessen

„Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“

von 5 Lesern gekauft

„Es war einmal ein alter Fuchs ohne Verstand. Er wusste nichts und fühlte nur. Er fühlte, wenn jemand seine Wunden leckte. Er fühlte, wie es ist, keinen Hunger zu haben. Er liebte es, wenn die jungen Füchse von der Jagd erzählten. Er mochte ihre Tricks, vor allem den mit dem Strohhalm. Ein paar Dinge fielen ihm schwer: Er konnte sich keine Namen merken. Er fand den Weg nach Hause nicht. Er schlief nie gern allein. Aber das musste er auch nicht.“

Mit diesen einfachen, feinfühligen Worten beginnt der Düsseldorfer Autor und Illustrator eine Geschichte über Demenz. Sein Antiheld ist ein Fuchs, der sich irgendwann nicht mehr auskennt in der Welt und auf die Unterstützung Jüngerer angewiesen ist, um zu überleben.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Es gibt kaum ein besseres Werk, um mit seinem Kind über das Altern und das Miteinander der Generationen zu sprechen. Oder die „Vergesslichkeitskrankheit“ der Oma oder des Opas zu erklären. Aus jedem Wort, jedem Bild in „Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor“ strömt dem Leser die Wärme entgegen, mit der diese Geschichte erzählt wird. – Ab 4 Jahren.

„Gordon und Tapir“ von Sebastian Menschenmoser

Ordnungsmacht

„Gordon und Tapir“

In diesem wunderhübsch gezeichneten Bilderbuch hat der Autor wohl seine eigenen WG-Erfahrungen verarbeitet: Der zwanghaft ordentliche Pinguin Gordon und der schlampige Tapir teilen sich nämlich eine Wohnung. Klar kommt es zum Eklat, als mal wieder das Klopapier ausgegangen ist. Gottseidank rettet eine pragmatische Entscheidung ihre Freundschaft.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Einer der größten Streitpunkte in Familien dürfte der jeweils unterschiedliche Ordnungssinn sein. Recht unterhaltsam thematisieren Sie das zuhause mit „Gordon und Tapir“. Es ist interessant zu sehen, für wen Ihr Kind mehr Verständnis aufbringt. Einziges Problem am literarischen Lösungsvorschlag: Zwei getrennte Wohnungen kommen für Sie und Ihr Kind wahrscheinlich eher nicht in Frage. – Ab 4 Jahren.

„Riese Rick macht sich schick“ von Julia Donaldson

Zu gut für diese Welt

„Riese Rick macht sich schick“

von 12 Lesern gekauft

Das altbewährte Londoner Kinderbuch-Team, die Autorin Julia Donaldson und der Illustrator Axel Scheffler, kennt man von Klassikern wie „Der Grüffelo“. Genauso vorlesenswert ist ihr Buch „Riese Rick macht sich schick“, eine Geschichte von einem gutmütigen Giganten, der im wahrsten Sinne des Wortes sein letztes Hemd gibt, um anderen zu helfen. Erst ist es die Krawatte, später die Schuhe, schließlich fällt sogar die Hose.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Knirpse finden diesen liebenswerten Goliath allein schon wegen seines Striptease lustig. Doch spätestens wenn Riese Rick nur noch in Unterwäsche – vor Kälte zitternd, allein und traurig – am Straßenrand sitzt, merken sie, dass zu viel Selbstlosigkeit auch schaden kann. Weil dem Riesen seine Hilfe jedoch mehrfach vergolten wird, lernen die kleinen Zuhörer aber auch: Was du anderen Gutes tust, kommt irgendwann zu dir zurück. – Ab 3 Jahren.

Kinderbuch-Klassiker

„Bunt erzählte Klassiker: Griechische Sagen“

Beim Zeus

„Bunt erzählte Klassiker: Griechische Sagen“

von 8 Lesern gekauft

Geht’s noch klassischer als mit der griechischen Antike? Nö. Wer aus seinem Sprößling schon jetzt einen kleinen Bildungsbürger machen will, greift zu „Bunt erzählte Klassiker: Griechische Sagen“. Denn Storys wie „Das trojanische Pferd“, „Theseus und der Minotaurus“ oder „Die zwölf Aufgaben des Herakles“ sind mindestens so packend wie „Star Wars“ – und manchmal auch ein wenig grausam. Aber Kinder wollen ja gar nicht in Watte gepackt werden. So ein bisschen Grusel, zum Beispiel wenn Prinzessin Andromeda dem Seeungeheuer Keto geopfert werden soll, macht den Reiz dieser Lektüre doch erst aus. Meine Tochter hörte jedenfalls mit offenem Mund zu und konnte nicht genug kriegen von Zeus, Pegasus, der schönen Helena und Konsorten. Deswegen hatten wir das 350 Seiten starke Buch auch in Nullkommanichts durch.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Weil sich jetzt endlich auch Mama die Odyssee merken kann. Auch dank der knalligen Comic-Zeichnungen und der einfachen, anschaulichen Sprache, die das Tohuwabohu rund um die Götterwelt auf den Punkt bringt. Die griechischen Sagen schulen also durchaus auch uns Eltern und sorgten – zumindest bei mir – für so manchen Aha-Effekt. – Ab 5 Jahren

„Frederick“ von Leo Lionni

Lass die Sonne in dein Herz

„Frederick“

Leo Lionnie hat mit seiner Figur „Frederick“ so etwas wie den Schutzpatron der Geschichtenerzähler erschaffen: Während seine Mäusekumpels wie irre für den nahenden Winter Körner und Nüsse sammeln, sitzt er scheinbar faul herum. Später, in den eisigen Nächten in der Steinmauer, beginnt er jedoch zur Überraschung aller seine ganz eigene „Sendung mit der Maus“. Denn er hat Sonnenstrahlen, Farben und Wörter auf Vorrat gesammelt. Seine Erzählungen zaubern nun der versammelten Nager-Bande Licht und Wärme ins kalte Herz.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Frederick ist ein Held, den Kinder in unserer Leistungsgesellschaft dringend brauchen. Einer, der für die Kunst und gegen die Profanität des Lebens kämpft. Der weiß, dass nicht nur Materielles zählt, sondern gerade auch Gemeinschaft und Liebe. Die Maus als Sinnsucher: Es wäre wirklich schade, wenn Ihr Kind dieses Bilderbuch nicht kennenlernen würde. – Ab 4 Jahren.

„Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak

Von Monstern empfohlen

„Wo die wilden Kerle wohnen“

von 5 Lesern gekauft

Vor 53 Jahren erschien das zeitlose Werk des New Yorker Illustrators und Autors Maurice Sendak. Damals wurde es für seinen revolutionären Realismus teils kritisiert. „Wo die wilden Kerle wohnen“ sei „zu grauslich“. Mittlerweile hat es sich aber einen festen Platz in vielen Kinderzimmern erobert. Ganz zurecht, wie wir finden.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Der Autor spielt mit der klassischen Angst der Monster unter dem Bett: Als Max seine Mutter ärgert, schimpft sie ihn einen „wilden Kerl“ und schickt ihn ohne Essen ins Bett. Wütend reist Max dort in seiner Fantasie auf die Insel der wilden Kerle, dicke Ungeheuer mit Reißzähnen. Weil er jedoch null Angst vor ihnen hat, ernennen ihn die fiesen Typen sogar zum König. Doch letztendlich vermisst Max seine Mutter, kriegt Hunger und „segelt“ zurück ins Kinderzimmer und zum warmen Abendessen. – Ab 4 Jahren.

„Pettersson und Findus“ von Sven Nordqvist

Wie der Herr, so‘s Gescherr

„Eine Geburtstagstorte für die Katze“

von 4 Lesern gekauft

Der gutmütige Kauz Pettersson und sein sprechender Kater Findus leben auf einem Hof mitten in der schwedischen Natur. Die zwei sind mittlerweile Kult im Kinderzimmer, fast wie die anderen berühmte Schweden Pippi oder Michel.

Das hätte sich Sven Nordqvist, der als Kind gerne selbst Bauer geworden wäre, wohl nicht träumen lassen, als er 1984 die Serie mit „Eine Geburtstagstorte für die Katze“ startete. Jede Menge weiterer Abenteuer sollten folgen, etwa „Wie Findus zu Pettersson kam“ oder „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“.

Warum uns gerade diese Bücher gefallen: Weil Knirpse dem frechen Kater mit der grünen Latzhose sofort verfallen – und man auch beim x-ten Mal Lesen immer wieder ein neues, witziges Detail im Buch entdeckt. Außerdem erfindet Pettersson die verrücktesten Dinge, und dann sind da noch die geheimnisvollen Mucklas, Mini-Trolle, die unter dem Küchenboden leben und gerne alles verschwinden lassen.

Außerdem erfindet Pettersson die verrücktesten Dinge. Dazu gibt es da noch noch die geheimnisvollen Mucklas oder Mini-Trolle, die unter dem Küchenboden leben und gerne alles verschwinden lassen. – Ab 3 Jahren.

„Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch

Dahoam is dahoam

„Oh, wie schön ist Panama“

Der kleine Bär und der kleine Tiger sind unzertrennlich, die dicksten Freunde. Sie wohnen sogar zusammen in einem Haus am Fluss. Als sie eine alte Obstkiste finden, auf der „Panama“ steht, erwacht ihr Abenteuergeist – vor allem, weil die Kiste so gut nach Bananen riecht. Also ziehen sie los ins Land ihrer Träume, immer ihren selbstgebastelten Wegweisern nach. Im Gepäck: Kochtopf, Angel und die legendäre Tigerente. Eh klar, dass sie Panama nicht finden. Und wieder umkehren. Nur um festzustellen, dass es zuhause doch am schönsten ist.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Allein schon wegen des Satzes: „Wenn man einen Freund hat, braucht man sich vor nichts zu fürchten!“ Gibt es eine schönere Beschreibung für Freundschaft? Dazu kommen natürlich noch Janoschs herrlich absurden Ideen. Der 85-jährige hat es irgendwie hinbekommen, sich sein kindliches Herz zu bewahren. Deswegen haben die Kleinen „Oh, wie schön ist Panama“ wahrscheinlich auch so gern. Und das seit 1978. – Ab 5 Jahren.

„Mach schnell, Willi Wiberg“ von Gunilla Bergström

Beeilung!

„Mach schnell, Willi Wiberg“

von 8 Lesern gekauft

Das hier ist Willi Wiberg, fünf Jahre alt. Er soll gleich in den Kindergarten gehen. „Bist du fertig?“, ruft Papa aus der Küche.“ „Nur noch den Pulli“, sagt Willi und nimmt ihn vom Stuhl. Guck mal, da liegt ja auch Lisas Kleid. Lisa ist Willis Puppe. Sie muss auch angezogen werden, ist doch klar. „Willi, kommst du?“, ruft Papa wieder. „Ja, ich will nur noch …“ Dieser letzte Satz zieht sich durch das ganze Buch. Es gibt wohl keine Mutter und keinen Vater, die diese Situation nicht kennen und nicht schon öfter an der „Trödelitis“ ihres Kindes verzweifelt wären.

Warum uns gerade dieses Buch gefällt: Es ist realistisch. „Die Wirklichkeit ist Märchen genug. Kinder, die ein Gefühl für den Zauber und die Magie der Realität vermittelt bekommen, sind besser für das Leben gewappnet“, findet die schwedische Autorin Gunilla Bergström. Tatsächlich könnte man die ganze Lektüre über ständig nicken, denn der Wiedererkennungswert ist hoch: „Ja, genauso läuft’s bei uns auch ab.“ Da hat sich seit 1976, dem erstmaligen Erscheinungsdatum von „Mach schnell, Willi Wiberg“, nichts geändert. Vielleicht fallen Kindern und Eltern beim Vorlesen ja auch Lösungen ein um dem ewigen Zeitmangel am Morgen ein Schnippchen zu schlagen und nicht mehr so sehr durchs Leben zu hetzen. Sie sind von Willi Wiberg angefixt? Keine Sorge, es warten noch weitere seiner Geschichten – zum Beispiel über das Glücklichsein oder übers Einschlafen. – Ab 3 Jahren.

Bilderbücher im Kindergarten

Bilderbücher, Geschichten, Märchen und Gedichte – fördern die Sprachentwicklung und spätere Lesekompetenz von Kindern

Leider ist es nicht selbstverständlich, dass Kindern im Elternhaus, im Kindergarten oder in der Grundschule vorgelesen wird. Dies belegt eine von der Deutschen Bahn, der Zeitung DIE ZEIT und der Stiftung Lesen initiierte Studie, die im November 2008 vorgestellt wurde. Nach dieser Studie wird einem Drittel aller Kind nicht vorgelesen.

Vorlesen im Kindergarten – wie kann die Lust auf Bücher gefördert werden?

  • Einrichten einer Kinderbibliothek (siehe auch Ein eigener Leseraum – hier macht Lesen Spass)
  • Tägliches Ritual des Vorlesens, z.B. nach dem Mittagessen oder vor dem Abholen der Kinder
  • Kinder und Erzieher wählen Buch des Monats
  • Kinder motivieren, eigene Bücher mit in die Kita zu bringen
  • Lesepaten und Eltern beim Vorlesen mit einbeziehen
  • Bücher in den Sprachen der Kinder vorlesen (bzw. vorlesen lassen)
  • Regelmäßiger Besuch einer Stadtbibliothek
  • Mit den Kindern gemeinsam ein Buch malen und schreiben
  • Ehemalige Kinder der Kita (zweite oder dritte Klasse) können den Kitakindern Bücher vorlesen
  • Rollenspiele oder Theaterstücke zu einer Geschichte entwickeln

Bilderbücher
 Was macht ein gutes Bilderbuch aus?

Gute Themen für Babys und Kinder bis drei Jahre sind Geschichten aus ihrem Erfahrungsbereich. Oft spielen dabei alltägliche Gegenstände, Fahrzeuge oder Tiere, die sie regelmäßig sehen, eine Rolle. Klassische Bilderbuchthemen wie „Baustelle“, „Bauernhof“ oder „Im Zoo“ aber auch Abbildungen von alltäglichen Situationen wie Einkaufen, Zubettgehen oder Zähneputzen helfen dem Kind, Vertrautes zu erkennen und zu benennen.

„Größere Kinder im Kindergartenalter lieben auch Fantasiegeschichten und Fabeln, in denen Figuren eine Rolle spielen, mit denen sie sich gut identifizieren können“, sagt Buchhändlerin Cornelia Krüger, Mitarbeiterin bei Hugendubel. Beim Kauf sollte man auf eine klare Darstellung einzelner Figuren achten, sowie auf eine gut nachvollziehbare Handlung.

„Ungeeignet sind Themen, die überhaupt keinen Bezug zum Kind und seinem Alltag haben“, meint Sandra Schwarz, Mitarbeiterin beim Kinderbuchverlag Ravensburger. So wäre es nicht sinnvoll, für Vorschüler ein Buch über romantische Liebe zu machen, da sie das Thema in der Regel weder interessiert noch erfassen können. Genausowenig eignet sich ein Vorlesebuch für Grundschüler, die schon selber gut lesen können.

Auch sollten die Handlungen keine Klischees transportieren und auch kein antiquiertes Rollenverhalten propagieren. Zickige Mädchen und rüde Jungs – solche Stereotype sind in einem zeitgemäßes Bilderbuch fehl am Platz. „Wichtig ist auch, dass die Handlungen dramaturgisch stimmig aufgebaut sind und alle Handlungsstränge am Ende zusammenlaufen“, sagt Hildegard Menzel, Jurymitglied des Kinderbuchpreises Lux und langjährige Rezensentin von Kinderbüchern. „Es muss auch nicht immer alles ausgesprochen werden“, so Hilde Menzel, „viel kann auch zwischen den Zeilen stehen. So kann jeder Leser die Geschichte auf seine eigene Weise interpretieren und im Kopf weiterentwickeln. Für mich sind Bücher dann gut, wenn die Geschichte den Leser umtreibt und noch lange in ihm nachwirkt.“

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