Brustwarzen auf stillen vorbereiten

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Brustwarzen

/ AlessandroSquassoni

Wichtiger als Sie vielleicht vermuten

Es gibt viele Körperteile, welchen wir nur wenig Beachtung schenken. Sie werden als Selbstverständlichkeit empfunden und sind deswegen weniger wichtig als Organe oder andere Teile. Dennoch sollten Sie Ihren Brustwarzen eine gewisse Aufmerksamkeit schenken, denn diese erfüllen vor allem bei Damen zahlreiche wichtige Aufgaben.

Doch auch in der Sexualität oder den eigenen Schönheitsidealen spielen Brustwarzen, die umgangssprachlich auch als Nippel bezeichnet werden, eine essenzielle Rolle. Was die Aufgabe der Brustwarzen sind, wie diese aufgebaut sind und wieso auch Männer jene besitzen, erfahren Sie hier.

Was sind Brustwarzen?

Im Lateinischen werden Brustwarzen als Papilla mammae bezeichnet, wobei Mediziner auch gerne den Begriff „Mamille“ verwenden. Deren Sitz liegt direkt in der Mitte der Brust. Allgemein besteht die Brustwarze aus der Warze an sich sowie einen Warzenvorhof. D

amit ist das Gewebe um die Brustwarze herum gemeint, welches zum Zusammenziehen oder Lockern der Warze beiträgt. Zudem führen bei Damen Drüsenausgänge aus der Brustwarze heraus. Diese sind wichtig, denn durch die Drüsen kann später die Muttermilch fließen.

Sowohl Männer als auch Frauen besitzen Brustwarzen, wobei diese unterschiedliche Aufgaben haben. In der Regel treten Brustwarzen paarweise auf, wobei es auch einige Fälle gibt, welche über eine dritte oder vierte Brustwarze verfügen.

Diese sehen aber eher wie kleine Muttermale oder Pickel aus, sodass sie nicht immer direkt als Brustwarze identifiziert werden können. Schon im Embryostadium werden Brustwarzen angelegt und entwickeln erst später die geschlechtsspezifischen Merkmale. Zu beachten ist, dass Brustwarzen bei Männern einen rein kosmetischen Zweck dienen.

Der Grund ist, dass Embryos vor der späteren Geschlechterbestimmung alle weiblich konzipiert wurden und somit den weiblichen „Bausatz“ inklusive Brustwarzen verfolgen. Erst später wird bestimmt, ob es sich um einen weiblichen oder männlichen Embryo handelt. Aus diesem Grund haben auch Herren Brustwarzen, auch, wenn diese keinen bestimmten Zweck dienen.

Bei Frauen spielen die Brustwarzen hingegen eine wichtige Rolle und stellen die Mündung der Milchdrüsen dar, die sich im Brustgewebe befinden. Die Funktion der Brustwarzen wird durch Hormone während der Schwangerschaft gesteuert. Außerhalb einer Schwangerschaft haben weibliche Brustwarzen nur einen sexuellen Reiz.

Funktionen und Aufgaben

Wie weiter oben erwähnt, haben männliche Brustwarzen keine direkte Aufgabe. Sie sind anatomisch vorhanden und werden als erogene Zone bezeichnet. Anders sieht es bei Damen aus, denn bei diesen stellen Brustwarzen einen wichtigen Teil bei der Schwangerschaft sowie Kindererziehung dar.

Außerhalb der Schwangerschaft oder Mutterschaft sind Brustwarzen eine sensible und erogene Zone, welche in der Regel der sexuellen Stimulation dienen. Die Intensität der Gefühle hängen stark von den Nervenenden ab, welche in die Brustwarze sowie den Warzenvorhof münden.

Gerade bei Berührungen, doch auch bei Kälte zieht sich das Brustwarzengewebe zusammen und die Warzen versteift sich. Das hat aber nicht nur ästhetische Gründe, sondern das Zusammenziehen der Brustwarze dient dazu, dass das Baby seine Nahrungsquelle schneller findet und leichter in den Mund nehmen kann.

Die Aufgaben im Überblick:

  • Bei Männern hat die Brustwarze einen rein ästhetischen Zweck
  • In der Schwangerschaft produzieren die Brüste Muttermilch
  • Die Muttermilch wird über die Brustwarze ausgegeben
  • Die Versteifung der Brustwarzen erleichtert das Trinken

Stillen & Muttermilch

Der Milchfluss durch die Brustwarze entsteht nur, wenn eine vorherige Schwangerschaft vorlag. Der Körper produziert Hormone, welche wiederum die Milchherstellung anregen. Sobald eine Berührung der Brustwarzen stattfindet, beginnt der Milcheinschuss und das Baby kann trinken. Es ist üblich, dass die Milch schon in die Brustwarze schießt, wenn die Mutter nur ans Stillen denkt.

Sobald die Milch austritt, können die Drüsenausgänge leicht lokalisiert werden. In der Regel ist die Muttermilch tröpfchenweise auf der Brustwarze zu sehen. Bei Druck kann diese aber wie ein Strahl herausschießen. Die Brust produziert so lange Muttermilch, wie diese benötigt wird. Das bedeutet, trinkt das Kind regelmäßig, nimmt die Milchproduktion nicht ab.

Die Menge der Milch wird aber immer dem Wachstum des Babys angepasst und durch den Saugreflex an der Warze beeinflusst. Aus diesem Grund ist es auch möglich, dass Mütter ihre Milch durch eine Milchpumpe absaugen und lagern. Die abgepumpte Milch ist perfekt für Zeiten, wo das Stillen des Babys nicht möglich ist.

Allgemein ist jede gesunde Frau in der Lage Muttermilch zu produzieren. Es kann aber auch sein, dass verschiedene Hormone im männlichen Körper dazu führen, dass milchgebendes Brustdrüsengewebe aufgebaut wird. Natürlich kann ein Mann jetzt keine Milch geben, da diesen dazu die milchproduzierenden Gewebestücke fehlen. Dennoch empfinden es viele Männer als unangenehm über solches Brustdrüsengewebe zu verfügen. In manchen Fällen kann dies sogar gesundheitsgefährdend werden.

Anatomie und der Aufbau

Schon im frühen embryonalen Stadium entwickeln sich die Brustwarzen, wobei sie beim späteren Wachstum unterschiedliche Wege verfolgen. Bei der weiblichen Brust liegen etwa 15 bis 20 Milchdrüsen (Mammae) unter der Brustwarze. Die Milchgängen enden direkt in der Brustwarze. Eingebettet sind die Drüsen in ein Fettgewebe, welches bei einer Schwangerschaft und Mutterschaft die Milch produziert.

Es ist jedoch so, dass Damen damit nicht geboren werden. Die Drüsen bilden sich erst in der Pubertät durch hormonelle Einflüsse aus dem Talgdrüsengewebe. Das ist auch der Grund, weshalb die Brust zu wachsen beginnt. Nach den Wechseljahren bilden sich diese Drüsen zurück, da die Frau nicht mehr in der Lage ist, Kinder zu gebären.

Bei Männern sieht es ein wenig anders aus. Zwar wurde in Laufe der Geschichte immer wieder davon berichtet, dass auch Männer in der Lage wären zu stillen, doch diese Fähigkeit ist eher selten. In der modernen Zeit kann sie jedoch durch künstliche Hormone herbeigeführt werden.

Ein Grund für diese Eigenschaft könnte sein, dass beide Elternteile bei frühen Säugetieren in der Lage waren zu stillen, wie es Charles Darwin in seinem Werk „Die Entstehung der Arten“ vermutet hat. Jedoch konnte dies weder bewiesen noch widerlegt werden.

Erogene Zone

Um die Brustwarze herum befindet sich der pigmentierte Warzenhof (Areola), in den zahlreiche Talg- und Duftdrüsen enden. Vor allem auf Reizungen durch Berührungen oder Kälte reagiert der Warzenvorhof stark und zieht sich zusammen. Aus diesem Grund ist jener auch als erogene Zone bekannt.

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Wichtig ist, dass die Aufrichtung der Brustwarze nicht durch erektiles Gewebe verursacht wird, wie es zum Beispiel beim Penis der Fall ist. Stattdessen kommt es zu einer Kontraktion der glatten Muskulatur. Diese wird durch das autonome Nervensystem gesteuert.

Aus diesem Grund ist die Aufrichtung eher mit dem Aufrichten von Haarfollikeln statt einer Erektion der Genitalien zu vergleichen. Immerhin wird dieser Umstand durch den gleichen Reflex hervorgerufen, welcher auch Gänsehaut verursacht.

Essenziell ist, dass eine Brustwarzenerektion sowohl bei Damen als auch Herren aufkommen kann. Damit dies stattfinden kann, muss der Körper zuvor Oxytozin ausschütten.

Als Schönheitsideal

Brustwarzen als Schönheitsideal und in der Sexualität

Sicherlich dienen Brustwarzen vor allem als Nahrungsquelle für Säuglinge, doch in der heutigen Zeit haben diese auch ein soziokulturelles Ansehen. Vor allem im Bereich von Schönheit spielen Brustwarzen eine essenzielle Rolle. Ein gutes Beispiel sind sogenannte Brustwarzenpiercings.

Das Piercing wird horizontal durch die Brustwarze gestochen. Eine vertikale oder diagonale Anbringung ist aber auch möglich, jedoch seltener. Der Grund für Piercings ist, dass Brustwarzen als ästhetisches und sexuell anziehendes Merkmal beider Geschlechter gelten. Zugleich sind Piercings eine lange Tradition in verschiedenen Kulturkreisen. Das Durchstechen der Brustwarze hat sich heute aber meist nur aus ätherischen Gründen festgesetzt.

Schönheitsideal & Sexualität: Neben dem Schönheitsideal spielen Brustwarzen in der Sexualität eine entscheidende Rolle, wie es schon mehrfach erwähnt wurde. Erigierte Brustwarzen gelten als erotisch und bringen Damen sowie Herren ins Schwitzen. Gerade in der Aktfotografie sind viele Bilder von Models anzutreffen, welche erigierte Brustwarzen besitzen.

Um dies zu erreichen, wird meist mit Eiswürfeln, Kaltluftgebläse oder Kältespray nachgeholfen. Im Liebesspiel wird der Kältereiz der Brustwarzen ebenfalls ausgenutzt. Allerdings müssen Sie vorsichtig sein, denn eine Vereisung kann zu Nerven– und Gewebeschäden der Brustwarzen führen.

Krankheiten & Beschwerden

Krankheiten, Beschwerden und Störungen der Brustwarzen

Brustwarzen sind empfindlicher und anfälliger als viele Menschen vermuten. Das liegt daran, dass Brustwarzen, besonders bei Männern, vielen unterschiedlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind. Leicht kann dies zu Erkrankungen, Beschwerden und Schmerzen führen.

Entzündungen

Vor allem Entzündungen sind keine Seltenheit und können direkt in oder auf der Brustwarze, aber auch im Gewebe drumherum auftreten. Dabei sind die Drüsen meist betroffen, denn durch die kleine Öffnung der Brustwarze können Erreger, Viren oder Bakterien eindringen.

Der Grund für eine Entzündung kann aber auch die Stillphase sein, sodass die Brustwarze einfach überreizt ist. Nach einer Pause beruhigt sich das Gewebe wieder. In der Zwischenzeit sollte die Milch abgepumpt werden, damit es nicht zu einem Milchstau kommt. Dieser kann sowohl in der Brust wie auch der Brustwarze sehr schmerzhaft sein.

Schlupf- & Hohlwarze

Es gibt auch angeborene Veränderungen der Brustwarze, welche als Schlupf- oder Hohlwarze bezeichnet werden. Bei diesen Erkrankungen ist die Brustwarze nach innen gerichtet. Im Normalfall verursachen diese Schlupfwarzen keine Beschwerden und tun auch nicht weh. Alleine beim späteren Stillen kann es zu einigen Problemen kommen.

Eine Ausbildung einer dritten Brustwarze ist ebenfalls möglich und bei Frauen und Männern anzutreffen. Im Kindesalter zeigt sich die Anomalie als kleines erhabenes Muttermal und weist erst in der Pubertät die typischen Merkmale einer Brustwarze auf.

Auch hier gilt, dass diese in der Regel keine Probleme verursacht. Es kann zwar manchmal zu Entzündungen kommen, doch das ist selten. Aus rein ästhetischen Gründen kann die Brustwarze entfernt werden. Es ist aber auch sinnvoll im Zuge der Brustkrebsvorsorge die Brustwarze operativ zu beseitigen.

Thelitits

Brustdrüsenentzündung

Die meisten Erkrankungen sind alleine bei Frauen anzutreffen, doch es gibt auch eine Brustwarzenkrankheit, welche fast ausschließlich Männer betrifft. Die Rede ist von einer Brustdrüsenentzündung. Diese Entzündung ist meist nur auf die Brustwarze beschränkt und wird als Thelitits bezeichnet.

Der Grund für eine solche Entzündung sind winzige Einrisse der Haut. Bakterien aus Mund, Rachen oder der Umwelt können jetzt darin eindringen. Verschwindet die Entzündung nicht von alleine, kann sich diese bis in die Brustdrüsen oder Lymphknoten ausbreiten und somit den kompletten Körper befallen. Bei Frauen begünstigt ein Milchstau diesen Umstand.

Veränderungen & Vorsorge

Wie kann sich eine Brustwarze verändern?

Im Laufe eines Lebens kann sich die Brustwarze stark verändern, was gerade bei Frauen anzutreffen ist. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, dass Frauen monatlich ihre Brust und die Brustwarze untersuchen. Gerade im Zuge der Brustkrebsvorsorge ist es mehr als sinnvoll Veränderungen zu bemerken und gegebenenfalls zu reagieren. Nur so kann schon frühzeitig etwas gegen eine Erkrankung unternommen werden.

Hormone & Haare

Haare auf der Brustwarze

Bei Männern ist es vollkommen normal, dass diese Haare rund um die Brustwarze haben. Eher selten ist das bei Frauen. Zwar sind feine Härchen rund um die Brustwarze zu finden, besonders bei dunkelhaarigen Menschen, doch treten diese Haare plötzlich auf, weist dies auf eine hormonelle Veränderung hin.

Ausgelöst worden sein kann diese durch eine bestehende Schwangerschaft oder durch die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Pille, Hormonstäbchen oder der Verhütungsspritze. Einen Arzt zu befragen ist jetzt sinnvoll.

Sensibilität

Allgemein ist es so, dass die Brustwarzen bei jeden Mensch mehr oder weniger sensibel sind. Das ist bei Männern genauso wie bei Frauen. Die Sensibilität der Brustwarzen kann bei Damen aber noch auf etwas anderes hindeuten. Gerade vor dem Monatszyklus sind die weiblichen Brustwarzen besonders sensibel und leicht zu reizen. Das ist ganz normal und nicht bedenklich.

Dunkle Verfärbungen

Die Hautfarbe entscheidet darüber, welche Farbe die Brustwarzen besitzen. Meist sind diese rosa bis hell- oder dunkelbraun. Während einer Schwangerschaft ist es aber nicht ungewöhnlich, dass sich die Brustwarzen einheitlich dunkler verfärben. Liegt keine Schwangerschaft vor und Sie bemerken einen dunklen Kreis um Ihre Brustwarze, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Dies kann ein Hinweis auf eine seltene Form von Brustkrebs sein, dem sogenannten Paget-Karzinom.

Rund 70 Prozent aller Brustwarzenentzündung treten bei stillenden Frauen auf. Sollten Sie nicht stillen und die Brustwarzen entzünden sich dennoch, kann dies ein Hinweis auf eine Schilddrüsenfunktionsstörung sein. Aber auch Krebserkrankungen zeigen sich durch das Austreten einer klaren, milchigen oder blutigen Flüssigkeit. Um die Ursache zu ermitteln, sollten Sie Ihren Arzt einen Besuch abstatten.

Schlupfwarzen

Wie weiter oben erwähnt, sind Schlupfwarzen in der Regel kein großes Problem und nichts Schlimmes. Der Grund für diese sind verkürzte Milchgänge, was sich lediglich beim Stillen als schwierig herausstellt. Anders sieht es aus, wenn sich Brustwarzen plötzlich nach innen kehren. Dies kann ein Anzeichen für Brustkrebs sein, weshalb Sie direkt einen Arzt aufsuchen sollten.

Typische Erkrankungen

Häufige und typische Erkrankungen der Brustwarze im Überblick:

  • Brustkrebs
  • Entzündungen
  • Plötzliche Schlupfwarzen
  • Hormonumstellung
  • Reizungen
  • Angeborene Anomalien
  • Verfärbungen
  • Erhöhte Sensibilität

Häufige Fragen & Antworten

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Brustwarze.

Vorbeugung?

Können Krankheiten vorgebeugt werden?

Eine direkte Vorbeugung von Brust- und Brustwarzenerkrankungen kann nicht stattfinden. Was Sie aber tun können, ist diese frühzeitig zu erkennen und somit Ihre Heilungschancen zu verbessern. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Brüste und die Brustwarze. Sollten starke Veränderungen, Schmerzen oder ähnliches auftreten, sollten Sie Ihren Arzt besuchen.

Nicht immer muss eine Veränderung der Brustwarze mit diversen Erkrankungen zusammenhängen, doch dadurch Gehen Sie auf Nummer sicher. Als Frau ist es auch sinnvoll, wenn Sie ab dem 30 Lebensjahr regelmäßig zum Brustscreening gehen und Ihre Brustwarze sowie das Gewebe genaustens untersuchen lassen.

Wunden & Ursachen?

Welche Ursachen gibt es für wunde Brustwarzen?

/ Bru-nO

Es müssen nicht immer schlimme Erkrankungen sein, sondern schon eine Reizung der Brustwarze kann zu Wunden Stellen und Schmerzen führen. Gründe dafür gibt es viele.

Vor allem beim Stillen kommt es häufig dazu. Eine falsche Stillpositon, das unpassende Anlegen und Absetzen des Babys oder eine feuchte Stilleinlage reizt das empfindliche Gewebe der Brustwarze und führt somit zu Schmerzen. Selbst ein schlechtes Saugverhalten des Kindes, ein zu kurzes Zungenbändchen oder ein fehlerhafter Gebrauch der Milchpumpe reizen die Brustwarzen.

Denken Sie aber nicht, dass viel Creme oder Salbe jetzt hilft. Unterstützen Sie Ihre Brustwarze damit nur und fördern Sie den eigenen Heilungsprozess. Fernab der Stillzeit kann es ebenfalls zu einer Reizung kommen. Durch eine besondere Brustwarzenfom, eine Pilzinfektion oder raue Textilien entsteht wundes Gewebe.

Reizungen & Therapie?

Wie sieht die Therapie bei gereizten Brustwarzen aus?

In der Regel heilen wunde Brustwarzen von alleine ab. Es hilft, wenn Sie die Stillposition verändern. So kann es direkt zu Erleichterung kommen. Zugleich sollte der Babymund „voller Busen“ sein, sodass es so viel Brustwarze wie möglich umfasst.

Nach dem Stillen ist es hilfreich, wenn einige Tropfen Muttermilch auf die wunde Stelle gegeben wird. Dies hilft bei der Heilung. Zu vermeiden ist, dass Sie die Brustwarze mit einem Föhn oder Rotlicht trocknen. Das behindert die hauteigene Feuchtigkeitsregulierung und macht das Gewebe spröde.

Zudem gibt es einige Salben und Cremes im Handel. Am besten ist Lanolinsalbe, denn diese fördert die Wundheilung, macht die Haut geschmeidig und erhält die Feuchtigkeit. Nutzen Sie keine Creme, welche Sie vor dem Stillen abwischen müssen. Das reizt die Haut nur zusätzlich. Allgemein ist aber zu empfehlen, dass Sie eine Stillpause einlegen. Dadurch erholt sich die Haut.

Brustwarzentypen?

Gibt es unterschiedliche Brustwarzentypen?

Keine Brustwarze sieht wie eine andere aus. Selbstverständlich haben sie Gemeinsamkeiten, doch es gibt einige kleine Unterschiede, die zu beachten sind. In der Regel sehen Brustwarzen im nicht erigierten Zustand recht flach aus. Sie gehen flach in den weichen Warzenhof über. Nur bei Kälte oder Erregung treten sie hervor.

Geschwollene, pralle Brustwarzen sind vergleichbar mit kleinen Hügeln. Markant ist, dass nicht nur die Brustwarzen hervorstehen, sondern auch der Warzenhof. Bei einigen Menschen ist es auch so, dass die Brustwarzen immer herausstehen. Die Brustwarzen sind dann nicht hart, sondern zart und weich.

Rund drei Prozent aller Frauen haben die oben genannten Schlupf- oder Hohlwarzen, welche sich nach innen richten. Die Haut ist dabei mit dem darunterliegenden Gewebe fest verwachsen. Es kann auch sein, dass nur eine Brustwarze nach innen gerichtet ist.

Üblich sind die kleinen Pickelchen, die Sie gerade bei Erregung oder Kälte rund um die Brustwarze sehen können. Sehr viele kleine Unebenheiten können an Anzeichen für Montgomery-Drüsen sein, jedoch ist das kein Grund zur Sorge. Bei vielen Menschen ist es so, dass vereinzelt Härchen um den Warzenhof wachsen, was bei Frauen von einem Arzt untersucht werden sollte.

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Die Unebenheiten am Nippel sind kein Grund zur Sorge. Wir verraten dir, was dahinter steckt und wie du die Brustwarzen Pickel behandeln kannst.

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    Jeder Mensch hat zwischen vier und 28 unterschiedlich große Drüsen auf dem Warzenhof, also rund um die Brustwarze. Die Pickel sind nicht gefährlich, sondern ein natürlicher Teil der Brustwarzen.

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    • Während der Schwangerschaft: Die Drüsen schwellen an, um die Brustwarzen auf die Milchproduktion und das Stillen vorzubereiten.
    • Während der Periode: Die Pickel schwellen bei fast allen Frauen rund um die Regelblutung an.
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    Die Veränderung der Drüsen auf den Brustwarzen, die als Pickel auffallen, ist ganz normal und sollte nicht gestört werden. Du kannst jedoch zwei Dinge tun, um den Warzenhof und die Brustwarze zu schützen:

    Tipp 1: den BH wechseln

    Sobald du merkst, dass die Pickel bzw. Drüsen auf dem Warzenhof wachsen, solltest du ein weiteren BH tragen, am besten aus weichen Stoffen. Baumwolle ist besonders empfehlenswert. Zusätzliche Hautreizungen lassen sich so vermeiden.

    Tipp 2: die Brustwarzen pflegen

    Starkes Schwitzen kann Akne am Nippel und die Veränderung der Montgomery Drüsen begünstigen. Umso wichtiger ist es, die Brustwarzen beim Duschen extra zu reinigen und zu pflegen – optimal ist eine ph-neutrale Waschlotion.

    Brustveränderungen während und nach der Schwangerschaft

    Werdende Mütter stellen sich immer wieder die Frage, wie und warum die Schwangerschaft die weibliche Brust verändert. Wir haben die Antworten für euch!

    Warum verändern sich Brust und Brustwarze während du schwanger bist?

    Deine Brüste bereiten sich bereits in den ersten Wochen deiner Schwangerschaft darauf vor, dein Baby nach der Geburt zu stillen. Die Veränderungen betreffen nicht nur die Farbe der Brustwarzen, sondern auch die Größe und die Empfindlichkeit deiner Brüste. Einige werdende Mütter klagen über empfindliche, juckende Brüste während der Schwangerschaft, andere machen sich Sorgen, weil ihre Brüste nicht wachsen. Wir erklären dir, welche Brustveränderungen wann auftreten können und wie du mit ihnen umgehst.

    Brustwarzen- und Brustveränderungen in der Frühschwangerschaft: 1. Trimester

    Aufgrund hormoneller Veränderungen können deine Brüste durch die Ausbildung der Milchdrüsen bereits in den ersten Wochen deiner Schwangerschaft wachsen. Die Brustveränderung ist oft das erste Schwangerschaftsanzeichen, bei einigen Frauen setzt das Brustwachstum aber erst kurz vor oder erst nach der Geburt ein. Über die Größe deiner Brüste solltest du dir keine Sorgen machen. Auch empfindliche, schmerzende Brüste und Brustwarzen sind in den ersten Schwangerschaftswochen keine Seltenheit. In Ausnahmefällen leiden Mütter unter Juckreiz oder Schmerzen der Brüste bis zum Ende ihrer Schwangerschaft. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme, falls deine Brüste stark jucken oder wehtun.

    Unser Tipp: Ab ca. der 12. Woche und spätestens, wenn dein normaler BH spannt, solltest du über einen weichen, möglichst naht- und bügellosen Schwangerschafts-BH nachdenken. Die Schwangerschafts- und Still-BHs kannst du schon tragen, während du schwanger bist, denn diese wachsen mit deiner Brust mit. Welche Größe dein Schwangerschafts-BH haben sollte und wie du sie misst, verraten wir dir in unserem Ratgeber mit Video.

    Brustwarzen- und Brustveränderungen im 2. Trimester

    Wenn dein Baby sich entwickelt, treten auch die Milchdrüsen in deinen Brüsten ihren Dienst an. Während des 2. Trimesters deiner Schwangerschaft produziert dein Körper bereits Muttermilch, die jedoch durch deinen Körper wieder absorbiert wird. Die Haut rund um die Brustwarze verändert sich und bekommt eine dunklere Farbe. Zudem treten die Montgomery-Drüsen (kleine helle Erhebungen auf dem Brustwarzenhof) deutlich hervor. Diese Drüsen produzieren ein körpereignes „Öl“, das deine Brustwarzen gegen Austrocknung und Infektionen schützt.

    Brustwarzen- und Brustveränderungen im 3. Trimester

    Ab dem dritten Drittel der Schwangerschaft beginnt die Brust mit der Produktion der Vormilch, dem Kolostrum. Bei manchen Frauen laufen ein paar Tropfen heraus, bei anderen nicht – trotzdem produzieren alle später Muttermilch für ihre Babys. Bei vielen Frauen wird die Brust in der Schwangerschaft ein bis zwei Cups größer. Auch dein Unterbrustumfang steigt vermutlich an, denn dein Brustkorb weitet sich, um deinem Baby Raum zu geben. Dennoch, bei jeder Schwangeren treten andere Brustveränderungen auf, manchmal zeigen sich größere Veränderungen auch erst nach der Geburt: Deshalb vergiss Gedanken wie „Meine Brust ist zu klein oder zu groß”. Die Größe deiner Brust hat nichts damit zu tun, ob du erfolgreich stillen kannst oder nicht.

    Brustveränderungen nach der Schwangerschaft

    Dein Hormonhaushalt ändert sich in den ersten Tagen nach der Geburt und die Milchproduktion ist nicht mehr unterdrückt. Aus den kleinen Mengen Kolostrum der ersten Tage wird bis zum Ende der ersten Woche eine deutlich größere Menge Muttermilch. Durch den Milcheinschuss ca. zwei bis vier Tage nach der Geburt werden sich deine Brüste größer, voller und fester anfühlen. Vielleicht läuft auch Muttermilch aus. Fühlen sich deine Brüste unangenehm und extrem fest an, sprich mit deiner Hebamme oder Stillberaterin. Es gibt Hilfen, die dir Erleichterung verschaffen können.

    Stillst du bereits seit ein paar Wochen, beginnen deine Brüste wieder kleiner zu werden. Die Brustveränderung bedeutet jedoch nicht, dass du nicht mehr genug Milch produzierst. Dein Brustgewebe stellt sich auf die Anforderungen des Stillens ein und arbeitet effektiver.

    Das passiert mit deiner Brust nach dem Abstillen

    Viele Brustveränderungen während der Schwangerschaft und der Stillzeit verschwinden mit dem Abstillen. Das zusätzliche Milchdrüsengewebe wird nicht länger gebraucht und deine Brüste werden wieder kleiner. Dies kann Monate dauern. Es sei denn, du wirst wieder schwanger. Dann wird die Rückbildung des Drüsengewebes unterbrochen und es wird wieder zur vollen Funktionsfähigkeit aufgebaut. Denn: Nicht das Stillen verändert die Form der Brust, sondern die Schwangerschaftshormone.

    Zu flache Brustwarzen zum Stillen?

    Wenn das Anlegen des Neugeborenen anfangs schwierig ist, wird Müttern oft gesagt, ihre Brustwarzen seien zu klein oder zu flach zum Stillen.

    Aber, stimmt das wirklich?

    Können Brustwarzen zu klein oder zu flach sein, um stillen zu können?

    Nein, natürlich nicht.

    Auch Frauen mit Schlupf- oder Hohlwarzen können stillen.

    Wenn es nicht so wäre, hätte die natürliche Selektion im Laufe der Jahrtausende schon längst dazu geführt, dass die Erbanlagen für flache, Schlupf- oder Hohlwarzen nicht mehr weitergegeben werden können.

    Tatsächlich handelt es sich aber um eine normale anatomische Variation. Ein Drittel der Mütter hat Flach-, Schlupf- oder Hohlwarzen.

    Und kleine, flache, Schlupf- und sogar Hohlwarzen müssen nicht unbedingt zu Stillproblemen führen.

    Ich kenne eine Mutter mit einer einseitigen Hohlwarze, deren Kind nach einer längeren problemlosen Stillzeit nicht mehr an die Brust mit der „hervorstehenden“ Brustwarze ging und noch einige Monate weiter ausschließlich an der Brust mit der Hohlwarze getrunken hat…

    Denn unsere Babys trinken an der Brust, nicht an der Brustwarze.

    Außerdem haben Neugeborene bei ihrer Geburt noch keine feste Vorstellung davon, wie die Brust oder die Brustwarze sein sollte.

    Ganz im Gegenteil: Sie sind außerordentlich anpassungsfähig an das, was sie in ihrer Umgebung – sprich bei ihrer Mutter – vorfinden.

    Die lebenslange Anpassungsfähigkeit (Plastizität des Gehirns) an die verschiedensten Umgebungen und Lebensbedingungen zeichnet uns Menschen doch gerade aus – ganz besonders unsere Babys. Genau das macht uns nämlich auch so überlebensfähig.

    Zudem sollte das Baby beim Stillen ohnehin nicht nur die Brustwarze im Mund haben und daran saugen. Davon würden die Brustwarzen nämlich sehr schnell wund werden und es könnte auch nur wenig Milch aus der Brust herausbekommen.

    Denn tatsächlich saugt es nicht die Milch aus der Brust, sondern löst durch das Saugen nur den Milchspendereflex aus und „melkt“ zusätzlich die Brust bzw. den Vorhof mit seinem Unterkiefer und seiner Zunge.

    Auch mit Hohl- oder Schlupfwarzen kann daher problemlos gestillt werden. Vorausgesetzt das Baby wird so angelegt, dass es viel Brust erfasst hat.

    Der erfasste Bereich der Brust wird dabei in seinem Mund etwas in die Länge gezogen und füllt so die Mundhöhle fast gänzlich aus.

    Im Englischen wird dazu gesagt: He forms a teat in his mouth.
    (Übersetzt: Es formt eine Zitze in seinem Mund.)

    Wenn das Baby genug Brust im Mund hat, hat die Größe oder Länge der Brustwarze keine Bedeutung.

    Sie ist schließlich nur die Spitze der „Zitze“, ob diese nun 0 oder 0,5 oder 1 oder 1,5 cm lang ist, spielt keine Rolle.

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    Was kannst Du tun, wenn Du eher flache Brustwarzen hast?

    Entscheidend ist Dein Baby gut anzulegen, damit gleich viel Brust in seinen Mund gelangt.

    Dafür muss die Brust – und besonders der Vorhof (Areola) – weich genug sein, was sie in der Regel nach der Geburt – in der natürlichen Kennenlern- und Übungsphase der ersten Tage – ja auch ist.

    Aus diesem Grund solltest Du Deine Brüste von Anfang an häufig entleeren. Wenn es Dein Baby nicht macht, entleere sie mit der Hand oder später mit einer guten Pumpe. So kannst Du einen „Milcheinschuss“ mit einer starken Schwellung der Brüste in der ersten Woche vermeiden.

    Auch im weiteren Verlauf solltest Du besser häufig anlegen, damit Deine Brüste nicht zu voll und zu prall werden.

    Darüberhinaus ist es wichtig, dass Du rechtzeitig mit dem Anlegen beginnst, bevor Dein Baby allzu hungrig ist und leichter ungeduldig wird, wenn es nicht gleich beim ersten Versuch gelingt.

    Wenn Dein Vorhof sehr prall und geschwollen ist, kann die Reverse-Pressure-Softening-Technik unmittelbar vor dem Anlegen hilfreich sein, um ihn weicher und besser fassbar zu machen.

    Ebenso wichtig ist, dass sich Dein Neugeborenes nicht als erstes oder bereits sehr früh an einen langen, festen Sauger gewöhnt. Es sucht dann nämlich beim Anlegen nach diesem „Super-Nippel“, der bei Dir nun einmal nicht vorhanden ist.

    Das heißt, dass Du Stillhütchen, Flaschensauger, Schnuller oder auch einen Finger zum Saugen in der ersten Wochen möglichst vermeiden solltest, bis sich das Stillen gut eingespielt hat.

    In dem Video-Online-Kurs „Gut Anlegen“ bekommst Du noch mehr ausführliche Tipps und hilfreiche Infos zum Anlegen in unterschiedlichen Positionen.

    Falls Dein Baby vorher (zu)gefüttert werden muss, sollte dies daher mit einem Löffel oder einem kleinen Becher erfolgen, nicht mit Fingerfeeding oder mit einer Flasche.

    Bei größeren Trinkmengen kann auch mit einem Spezial-Trinkbecher, z.B. dem Softcup*, (zu)gefüttert werden.

    Übrigens kann sich im Laufe der Stillzeit die Elastizität Deiner Brustwarzen auch von selber verbessern, so dass sie irgendwann stärker hervorstehen oder sich nicht mehr zurückziehen. Auch Pumpen kann dies bewirken, wie Mütter, die längere Zeit abgepumpt haben, immer wieder berichten.

    Oft wird zur Korrektur der Brustwarzen das Tragen von speziellen Brustwarzenformern* in der Schwangerschaft bzw. nach der Geburt, spezielle Techniken zum Dehnen des Bindegewebes und der Milchgänge (z.B. nach Hoffmann) oder das Herausziehen der Brustwarzen kurz vor dem Anlegen mit einem Saugball* empfohlen.

    Die Wirksamkeit dieser Methoden ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Darüberhinaus können sie ein gutes Anlegen nicht ersetzen oder ausgleichen.

    Mach Dir also keine Sorgen wegen der Form oder der Größe Deiner Brustwarzen, sondern lerne am besten schon vor der Geburt, wie Du Dein Baby gut anlegst.

    Autorin: Regine Gresens, IBCLC, November 2018
    Foto: sean dreilinger nursing in the delivery room – _MG_4017 via photopin (license)

    kleine Brustwarzen.. Ein Hindernis beim Stillen ???

    Hallo,
    ich denke das hat auch was mit Geduld und Übung zu tun.
    Ich hatte damals auch gedacht, ich habe die perfekte Brustwarze zum Stillen. Im Krankenhaus meinte dann die Schwester ernüchtern zu mir: "Sie haben aber eine kleine Brustwarze. Die kriegt die Kleine ja gar nicht zu fassen". Letztendlich war das dann auch so. Ich war echt frustriert, habe aber nicht aufgegeben. Ich habe dann im Krankenhaus schon mit Stillhütchen probiert, weil meine Maus es einfach nicht geschafft hat, die Brustwarze zu fasse und zu formen. Der Versuch war immer mit Schmerzen verbunden. Als ich dann zu Hause war hab ich mir dann diese Stillhütchen aus der Apotheke besorgt. Es hat bestimmt vier Wochen gedauert, bis es endgültig ohne geklappt hat. Hab jedesmal wieder versucht ohne Hütchen zu stillen. Auch wenn es viel Geduld und Nerven gekostet hat und ich dabei auch manchmal SChmerzen aushalten musste. Wenn es Mausi nach 10 min allerdings immer noch nicht geschafft hat, meine Brustwarze anzusaugen, habe ich wieder das Stillhütchen genommen.
    Aber nach ner Weile ging das wie von selbst. Nach einigen Wochen war es so, dass meine "Nippel" ständig von alleine gestanden haben. Sie hat es also geschafft und die Brustwarzen selbst geformt.
    Auch wenn es Überwindung gekoset hat und ich zwischendurch am liebsten alles hätte hinschmeißen können, hat sich die Mühe gelohnt. Und ich bin so stolz drauf, dass ich ich meine Kleine heute noch stillen kann und bedauere die Zeit jetzt schon, wenn es vorbei ist.
    Also, versuch es und niemals aufgeben, wenn du es wirklich willst. Wenn du ne gute Hebi hast, wird sie dich auch nicht davon abbringen. Im Gegenteil, sie wird dich dabei unterstützen.
    LG und viel Glück
    nineeleven

    Stillstart-Stolperstein #3: Wunde Brustwarzen

    Nichts kann den Zauber der ersten Wochen mit Baby so sehr trüben wie Schmerzen beim Stillen. Empfindliche Brustwarzen beim Stillstart sind normal, bei wunden Brustwarzen aber ist schnelle Hilfe wichtig. Zum Glück gibt es kleine Ersthelfer, die pflegen und schützen! Tipps von Hebamme Alexandra Buder.

    Hurra, dein Baby ist da! Die Geburt habt ihr beide gut überstanden – doch schon kommt die nächste Herausforderung auf euch zu: das Stillen. Denn auch wenn eine kuschelige Stillbeziehung die natürlichste Sache der Welt ist – ein Selbstläufer ist sie gerade bei Stillbeginn meistens nicht. Empfindliche, sogar wunde Brustwarzen sind keine Seltenheit und können verschiedene Ursachen haben. Jetzt nur nicht verzweifeln! Nützliche kleine Ersthelfer wie die Brustwarzencreme PureLan 100 (Ökotest „Sehr gut“, Eltern App 10/2017) pflegen und schützen deine sensiblen Brustwarzen in dieser Zeit ganz besonders. Worauf du achten solltest und was dir jetzt hilft, erfährst du hier.

    Die häufigsten Gründe für wunde Brustwarzen – und wie du sie vermeidest:

    Grund 1: Falsches Anlegen

    Wenn dein Baby die Brustwarze schlecht zu fassen bekommt, ist die Brustwarze ungünstig in seiner Mundhöhle positioniert. Die Brustwarze wird dann von den Kauleisten und dem harten Gaumen gequetscht und wund gerieben. Idealerweise erfasst das Baby nicht nur die Brustwarze sondern auch einen möglichst großen Teil des Warzenhofes und zwar so, dass die Brustwarze zwischen Babys Zunge und dem weichen Gaumendach liegt. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass dein Baby richtig an die Brust angelegt ist. Wichtig: Seine Lippen beim Saugen sollten ausgestülpt sein.

    Grund 2: Eine ungünstige Stillposition

    Es ist egal, ob du im Sitzen oder Liegen stillst. Wichtig ist, dass dein Baby sich etwa auf Höhe deiner Brust befindet und deinem Körper zugewandt ist. Dein Baby soll seinen Kopf nicht drehen müssen! Probiert ruhig verschiedene Stillpositionen aus bis ihr eine angenehme gefunden habt.

    Grund 3: Deine Brust ist vor dem Anlegen sehr prall

    Regelmäßiges Stillen nach Bedarf des Babys verhindert, dass deine Brüste zu voll werden und damit schwer für dein Baby mit dem Mund zu fassen sind. Sollte dein Baby trotz häufigen Stillens von der prallen Brust abrutschen, kannst du vor dem Stillen mit Wärme auf der Brust die Milchgänge weiten. Nach einer sanften Brustmassage kannst du dann etwas Milch vor dem Stillen ausstreichen.

    Grund 4: Deine Brustwarzen sind eher flach

    Grundsätzlich gibt es keine zum Stillen ungeeigneten Brustformen oder Brustwarzen. Wenn du aber Brustwarzen hast, die flach oder nach innen eingezogen sind (man spricht hier von sogenannten Flach- oder Hohlwarzen), kann dies das Stillen erschweren. Sprich am besten deine Hebamme darauf an. Sie wird dir vermutlich zu einem Brustwarzenformer raten. Er lässt mit sanftem Druck die Brustwarzen etwas mehr hervortreten, so dass dein Baby die Brustwarze dann besser fassen kann.

    Grund 5: Dein Baby ist ein Frühchen

    Es kann sein, das deine Brustwarze im Verhältnis zum Mund des Kindes sehr groß ist. Außerdem sind Frühchen oft eher saugschwach. Aber auch hier gibt es Lösungen. So könntest du eventuell mit einer Milchpumpe den Milchfluss vorab stimulieren, damit dein Baby sich nicht zu sehr anstrengen muss. Lass dich in jedem Fall am besten von deiner Hebamme beraten!

    Andere Herausforderungen sind z.B. Fehlbildungen wie eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder ein zu kurzes Zungen- oder Lippenbändchen. In all diesen Fällen sind deine Hebamme oder dein Arzt unbedingt die richtigen Ansprechpartner.

    Aber was tun, wenn du schon wunde Brustwarzen hast?

    Deine wunden, schmerzenden Brustwarzen kannst du in der Zwischenzeit bei der Heilung mit einigen praktischen Helferlein unterstützen:

    1. Etwas Muttermilch ausdrücken und auf der wunden Stelle verteilen und an der Luft trocknen lassen. Achtung: Nicht bei Soor (Pilzerkrankung)!)
    2. Lanolin (hochgereinigtes Wollfett) wie die Brustwarzencreme PureLan 100 dünn auf die Wunde/Risse auftragen, sie schützt und pflegt deine Brustwarze während der gesamten Stillzeit. Das Fett muss vor dem Stillen nicht abgewaschen werden.
    3. Verwende Brustwarzenschutz. Die weiche, flexible, BPA-freie Silikonmembran passt sich deiner Brustform an, verhindert Reibung mit der Kleidung und fördert die Heilung durch Luftzirkulation.
    4. Diese sparen den wunden Brustwarzenbereich aus und die Wunde kann so schneller verheilen.
    5. Hydrogel Pads sind bei wunden und rissigen Brustwarzen willkommene Ersthelfer. Sie kühlen und lindern die Schmerzen sofort, spenden Feuchtigkeit, unterstützen so den Heilungsprozess und sie werden zwischen den Stillmahlzeiten auf die Brust gelegt.
    6. Lege eine Stillpause ein und verwende vorübergehend eine Milchpumpe.
    7. Penible Hygiene: Wasche deine Brüste mehrmals täglich ab und wechsle deine Stilleinlagen regelmäßig. Einweg-Stilleinlagen können mit ihrer weichen Innenseite ebenfalls Reibung verhindern und schonen die Brustwarzen. Die neuen Safe & Dry™ Ultra thin Einweg-Stilleinlagen haben eine weiche, hypoallergene Innenseite, sind besonders dünn (nicht mal 2 mm!) und durch den mehrlagigen Polymer-Kern wird auslaufende Muttermilch sicher eingeschlossen. So bleibt deine empfindliche Haut trocken. Gleichzeitig sind die Stilleinlagen durch ihre innovative ovale Form besonders auslaufsicher, der seitliche Auslaufschutz schenkt zusätzliche Sicherheit. Hygienisch einzeln verpackt, kannst du sie auch unterwegs jederzeit problemlos wechseln. Übrigens: Falls du wegen des Milcheinschusses oder zu einem anderen Zeitpunkt mal etwas mehr Milch verlierst, gibt es auch eine besonders saugfähige und weiche Variante.
    8. Ziehe nichts Einschnürendes an und verzichte so oft es geht auf den BH.
    9. Positioniere die Wunde an der Brustwarze im Mundwinkel des Babys.
    10. Contact Brusthütchen können euch das Anlegen vorübergehend erleichtern, vor allem, wenn deine Brustwarzen sehr flach oder nach innen gestülpt sind. Oder wenn deine Brustwarzen bereits wund oder sogar rissig sind.

    Diese drei Empfehlungen gelten grundsätzlich:

    1. Das natürliche Saugverhalten des Babys kann am besten mit viel Hautkontakt in einer ungestörten Umgebung trainiert werden. Nimm dich einmal bewusst aus dem Alltag zurück und kuschle dich mit deinem Baby zusammen ins Bett!
    2. Wenn du Schmerzen beim Stillen hast, dann löse gleich den Saugschluss deines Babys, indem du das Vakuum mit deinem kleinen Finger in seinem Mundwinkel löst.
    3. Hole bei Problemen immer rechtzeitig den Rat deiner Hebamme oder Stillberaterin ein.

    Der Geheimtipp für wunde Brustwarzen: feuchte Wundheilung

    Ist die Wunde zu trocken, reduziert das die Zellaktivität und verlangsamt den Heilungsprozess. Ein klassischer „Schorf“ auf der Wunde schützt die Wunde zwar vor bakteriellen Eindringlingen, trägt aber eben nicht dazu bei, dass die Heilung besonders schnell voranschreitet. Umgekehrt ist ein zu nasses Wundmilieu ebenfalls kontraproduktiv, denn dadurch erhöht sich das Risiko für Hautschäden und Bakterienwachstum. Optimal für die Heilung ist die goldene Mitte: ein feuchtes Wundmilieu!

    Aber wie genau bleibt die Wunde „richtig“ feucht?

    Ganz einfach, mit einer speziellen Wundauflage wie z.B. den Hydrogel Pads von Medela: Sie erhöhen bei Bedarf den Feuchtigkeitsgehalt zu trockener Haut oder absorbieren überschüssige Feuchtigkeit an der Hautoberfläche, sodass bei wunden oder rissigen Brustwarzen jederzeit optimale Wundheilungsbedingungen herrschen. Zusätzlicher Bonus der Hydrogel Pads: Sie haben eine sofortige, kühlende und lindernde Wirkung bei Hautkontakt und sind innerhalb von 24 Stunden wiederverwendbar. Du kannst sie also zum Stillen einfach abnehmen und auf eine saubere Unterlage legen. Dann wäscht du deine Brust vorsichtig mit etwas warmem Wasser ab, stillst dein Baby –und legst die Hydrogel Pads nach dem Stillen einfach wieder auf deine Brustwarzen.

    Dein Still-Stolperstein ist ein anderer? Dann lies doch einfach mal hier weiter:

    Stillstart-Stolperstein #1: Anlegeprobleme

    Stillstart-Stolperstein #2: Zu flache Brustwarzen

    Stillstart-Stolperstein #3: Wunde Brustwarzen

    Stillstart-Stolperstein #4: (Zu) pralle Brüste

    Stillstart-Stolperstein #5: Muttermilch läuft aus

    Geteiltes Leid ist halbes Leid! Hattest du schon mal mit wunden Brustwarzen zu kämpfen? Was hat dir geholfen? Schreib uns unter [email protected] oder auf Facebook.

    Brustgesundheit: Sind Pickel rund um die Brustwarze normal?

    Wenn sich eine Frau entwickelt, erlebt sie eine Vielzahl von Veränderungen in ihrem Körper. Einige davon kommen und gehen, manche bleiben sogar ganz unbemerkt. Wie zum Beispiel kleine Pickel rund um die Brustwarze.

    Veränderungen im Bereich der Brüste kommen häufiger vor, daher sollte man sie gut im Auge behalten, wie zum Beispiel:

    • Akne
    • Schwitzen
    • Knoten
    • Rötung
    • Empfindlichkeit
    • Pickel rund um die Brustwarze

    Während die meisten dieser Symptome kein gesundheitliches Risiko darstellen, sollte man sie trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen. Man sollte sie ärztlich untersuchen und behandeln lassen, damit sie keine bleibenden Schäden verursachen können.

    Falls du dich jemals gefragt hast, was diese kleinen Pickel rund um die Brustwarze bedeuten, dann pass gut auf. Heute werden wir einige Fragen zu diesem Thema beantworten.

    Was genau sind diese Pickel rund um die Brustwarze?

    Diese kleinen Pickel rund um die Brustwarze werden Montgomery-Drüsen, Tubercula Montgomery oder Glandulae areolares genannt. Sie können bei Männern genauso wie bei Frauen im Laufe des Lebens auftreten.

    Montgomery-Drüsen sind Talgdrüsen, die sich auf dem Warzenhof, rund um die Brustwarze befinden.

    Welche Funktionen besitzen die Montgomery-Drüsen?

    Diese Drüsen haben eine antibakterielle Funktion. Sie produzieren ein natürliches, öliges Sekret, das den pH-Wert der Haut kontrolliert und die Brustwarze vor Infektionen schützt. Außerdem schmieren und pflegen sie die Brustwarzen.

    Lesetipp: 5 Gewohnheiten für gesunde Brüste

    Sind diese Drüsen normal?

    Alle Menschen haben zwischen vier und 28 Drüsen, auch Tuberkel genannt, die auf dem Warzenhof, rund um die Brustwarze angeordnet sind. Sie unterscheiden sich je nach Person, in Größe und Anzahl.

    Wann tauchen die Montgomery-Drüsen auf?

    Die Montgomery-Drüsen erscheinen nicht von ein auf den anderen Tag, wir werden bereits mit ihnen geboren. Die Größe der Drüsen kann variieren, besonders durch verschiedene Situationen:

    • Schwangerschaft: Die Montgomery-Drüsen bereiten die Brustwarzen ab dem ersten Trimester auf die Milchproduktion für das Stillen vor.
    • Hormonveränderungen: Sie schützen die Brustwarzen mit ihren natürlichen Ölen.
    • Stress: Genau wie deine Poren im Gesicht, können die Montgomery-Drüsen sich durch Stress vergrößern und mehr auffallen.
    • Während der Periode.

    Durch diese Veränderungen werden die Montgomery-Drüsen sichtbarer und fühlbarer. Aber sie sind nicht empfindlicher als sonst und verursachen keine Schmerzen.

    Wenn diese Vorgänge vorüber sind, bilden sich die kleinen Pickelchen wieder zurück zur normalen Größe.

    Wie solltest du sie behandeln?

    Es handelt sich um einen natürlichen Prozess, der nicht gestört werden sollte. Pflege den Bereich jedoch entsprechend.

    1. Wechsle deinen BH

    Du solltest zu einem größeren Büstenhalter wechseln, sobald du merkst, dass deine Brüste wachsen oder die Pickel rund um die Brustwarze größer werden.

    • Das kann helfen, Reizungen und Schäden an den Brustwarzen zu vermeiden.
    • Der beste Weg für eine gute Brustgesundheit ist, den BH zu wechseln, sobald du merkst, dass er zu eng ist.

    Wenn du schwanger bist und merkst, dass deine Brustwarzen empfindlicher sind, solltest du auf einen drahtlosen BH umsteigen. Diese sind um einiges bequemer als BH’s mit Bügeln.

    2. Hygiene ist das Wichtigste

    Im Brustbereich schwitzt man oft und kann durch das feucht-warme Milieu und die Bewegung auch Akne bekommen.

    Daher ist es wichtig, eine pH-neutrale Seife zu verwenden, um Veränderungen der Milchdrüsen und der Montgomery-Drüsen zu vermeiden.

    So bleibt der Bereich sauber und frei von Bakterien und Schweiß. Außerdem kann Akne so vermieden werden und die Drüsen schwellen nicht an.

    Was du auch lesen solltest: Wie Sie exzessives Schwitzen kontrollieren können

    Wir möchten betonen, dass Pickel rund um die Brustwarze keineswegs gefährlich sind, sondern nützliche Funktionen übernehmen.

    Befolge diese Tipps, um deine Brustgesundheit zu schützen und Schäden zu vermeiden.

    Cookie Informationen

    Pickel um die Brustwarzen – viele Frauen entdecken sie beim Eincremen, Duschen oder beim regelmäßigen Selbstabtasten als Früherkennungsmaßnahme von Brustkrebs. Dabei handelt es sich jedoch nicht um klassische Pickel, sondern um vergrößerte Drüsen. Auch Männer haben sie.

    Mehr dazu: Verrückt: Designer-Nippel

    Was hat es mit den Pickeln auf sich?

    Kleine Unebenheiten und Erhöhungen, die rund um die Brustwarze zu sehen sind, sind in der Regel völlig normal und es besteht kein Grund zur Sorge.

    • Oft werden die Erhöhungen als Pickel bezeichnet, tatsächlich handelt es sich dabei um Drüsen.
    • Der Brustwarzenhof (Areola) rund um die Brustwarze (Mamilla) ist pigmentiert. Er besteht aus Talg- und Duftdrüsen.
    • An dieser Stelle befinden sich 5 – 20 kleine Drüsen, die sogenannten Montgomery-Drüsen oder Glandulae areolares.
    • Die Drüsen sind ringförmig um die Brustwarze platziert.
    • Sie können mal größer, mal kleiner sein.
    • Bei manchen Frauen sind sie dunkel, bei manchen heller.
    • Die Montgomery-Drüsen befeuchten und schützen den Brustwarzenhof und bereiten die Brust auf das Stillen vor.

    Mehr dazu: Erogene Zone bei Mann und Frau

    Wenn sich die Brustwarze verändert

    Das Brustgewebe verändert sich ständig, es dehnt sich aus und zieht sich zusammen. Das ist normal.

    • Die größten Veränderungen finden während der Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit und den Wechseljahren statt.
    • Aber auch dazwischen sind Veränderungen möglich, etwa wenn hormonelle Veränderungen stattfinden oder die Pille abgesetzt wird. Auch Stress kann ein Auslöser sein.
    • Hin und wieder ist die Brust auch empfindlicher als sonst, etwa während der Menstruation. Achten Sie während dieser Phase besonders auf einen gut sitzenden BH.
    • Besonders wenn die Drüsen vergrößert sind, lassen sich viele Frauen dazu verleiten, sie auszudrücken. Davon wird jedoch dringend abgeraten!

    Mehr dazu: Warum jucken Brustwarzen und Brüste?

    Wann zum Arzt?

    Tritt an einer oder mehreren Drüsen eine Schwellung oder Entzündung auf, sollten Sie dies von Ihrem Gynäkologen abklären lassen. Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge ist eine Kontrolle beim Frauenarzt ein- bis zweimal pro Jahr notwendig.

    Mehr dazu: Gesundheitsvorsorge: Wann zu welchem Arzt?

    Pickel auf Brustwarzen: Sind die Unebenheiten normal?

    Während Pickel im Gesicht bei vielen zum Alltag gehören, sorgen Unebenheiten auf der Brustwarze schnell für Unsicherheit. Aber keine Sorge: Bei den kleinen Pickeln auf dem Warzenhof, der sich rund um die Brustwarze befindet, handelt es sich in der Regel um die sogenannten Montgomery-Drüsen. Die Talgdrüsen sind ganz normal und treten bei Frauen und Männern auf. Allerdings sind sie bei einigen besser sichtbar als bei anderen. Doch warum ist das so?

    Wie entstehen die Pickel an der Brustwarze?

    Die Drüsen sind angeboren und damit ein natürlicher Teil der Brust. Die Größe der Talgdrüsen kann sich aber situationsbedingt verändern. So schwellen die Drüsen typischerweise in der Schwangerschaft, während der Periode oder bei hormonellen Veränderungen, etwa nach dem Absetzen der Pille, an. Stress ist ebenfalls ein Faktor, der für eine zeitweise Vergrößerung der Drüsen sorgen kann.

    Was kann ich gegen die Pickel tun?

    Sobald die Ursache für das Anschwellen vorbei ist, bilden sich die Drüsen normalerweise wieder von ganz alleine zurück. Um die empfindlichen Brustwarzen zu schützen, ist es aber ratsam, während der Schwellung auf einen zu engen BH zu verzichten. Wähle lieber ein weiteres Modell aus einem weichen Material, um zusätzliche Reizungen auf der Haut zu verhindern. Damit der Bereich frei von Schweiß und Bakterien bleibt, ist eine gründliche Reinigung wichtig. Ideal ist hierfür eine pH-neutrale Seife.

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