Bronchitis kleinkind ansteckend

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Wie lange dauert die Inkubationszeit bei Erkältung, Grippe und Bronchitis?

Wir empfehlen: Tempo Taschentücher sanft und frei Tempo sanft und frei verwöhnt die Nase und befreit den Atem auf natürliche Weise.

Der Kollege hustet, die Kassiererin im Supermarkt niest, dem Kind läuft die Nase. Jetzt gilt es Abstand zu halten. Fragt sich nur: wie lange?

Was ist eine Inkubationszeit?

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Erkrankung vergehen in der Regel einige Tage. Mediziner sprechen von einer Inkubationszeit – ob bei Bronchitis oder einfacher Erkältung. Was also ist eine Inkubationszeit? Sie ist der zeitliche Abschnitt zwischen der Ansteckung mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome.

Doch dieser zeitliche Abschnitt ist nicht bei jeder Krankheit und bei jedem Menschen gleich lang. Außerdem ist die Erkältung in der Inkubationszeit anfangs nicht ansteckend. Kurz bevor die ersten Symptome auftreten, beginnt jedoch auch die Ansteckungsgefahr. Die Frage, „wie lange dauert die Ansteckung bei einer Erkältung“, ist also irreführend. Grundsätzlich kann man jedoch folgende Aussagen über die Inkubationszeit bei Schnupfen, Grippe und Co. treffen:

Die Inkubationszeit bei Erkältung / grippalen Infekten

Die Inkubationszeit einer Erkältung beträgt im Schnitt drei Tage. Mehr als die Hälfte aller Fälle zeigen folgenden Krankheitsverlauf: Erkältungen beginnen mit leichten Beschwerden wie Halskratzen oder einer laufenden Nase. Innerhalb von zwei Tagen steigern sich die Symptome, bis sie am zweiten oder dritten Tag ihre maximale Ausprägung erreichen. Danach klingen sie langsam wieder ab. Eine einfache Erkältung dauert in der Regel nicht länger als eine Woche.

Aber wie lange dauert die Ansteckung bei einer Erkältung, oder genauer gesagt: die Ansteckungsgefahr? Das Risiko, sich bei anderen anzustecken, ist etwa vom zweiten bis fünften Tag nach einer Infektion am höchsten. Eine Erkältung kann außerdem Ausgangspunkt einer zusätzlichen bakteriellen Infektion sein. Während einer Erkältung sind die Schleimhäute so geschwächt, dass es Bakterien viel einfacher haben in den Körper einzudringen. Mediziner sprechen dann von einer Sekundär- oder Superinfektion. In einem solchen Fall kann sich bei einer Erkältung Dauer und Verlauf verlängern.

Die Inkubationszeit bei einer Grippe

Die Grippe hat eine verhältnismäßig kurze Inkubationszeit. Nachdem die Viren in den Körper eingedrungen sind, dauert es meist nicht länger als 24 Stunden, bis sich die Symptome zeigen. Was viele nicht wissen: in dieser Zeit sind infizierte Personen bereits ansteckend. Schon etwa zwölf Stunden nach der Infektion können sich schon ansteckende Erreger in den Ausscheidungen wie dem Speichel befinden. Grundsätzlich gilt, je kränker eine Person ist, umso ansteckender ist sie auch.
Das erscheint logisch, wenn man sich vor Augen führt, wie die Erreger übertragen werden: Es sind in erster Linie infektiöse Körperflüssigkeiten, die Viren von Person zu Person transportieren. Niest eine infizierte Person, schleudert sie unzählige Tröpfchen mit Virenpartikeln in die Luft. Ist die Inkubationszeit bei Schnupfen, der durch eine Grippe verursacht wird, vorüber, fängt die Nase an zu laufen. Beim Schnäuzen landen Erreger im Taschentuch und an den Händen. Von dort wandern sie auf Türklinken und Telefonhörer und lauern auf ihren nächsten Wirt.

Bei heftigen Symptomen ist die Virusausscheidung also auch besonders hoch. Damit steigt automatisch die Ansteckungsgefahr. Eine Grippe ist in den ersten Stunden wie eine Erkältung in der Inkubationszeit zuerst harmlos. Eine bereits erkrankte Person, die Symptome aufweist, kann hingegen für zirka eine Woche ansteckend sein, da sie während dieser Zeit Erkältungsviren ausscheidet. Allerdings kann diese Phase von Mensch zu Mensch unterschiedlich lange dauern und hängt auch vom Erreger selbst ab. Wer beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem hat, kann für eine längere Zeitspanne infektiös sein. Dies gilt ebenso für Kinder, die sich erstmalig mit einem Erreger anstecken.

Die Inkubationszeit bei Bronchitis

Die Bronchitis-Inkubationszeit, sprich die Zeit bis zum Auftreten der ersten Symptome, beträgt bei einer Bronchitis meist nicht länger als vier Tage. Gerade zu Beginn, wenn die Krankheitsanzeichen am stärksten ausgeprägt sind, ist auch die Ansteckungsgefahr am höchsten. Solange Schleim produziert wird, kann man davon ausgehen, dass eine Ansteckung möglich ist. In der Regel ist eine Bronchitis nach 14 Tagen überstanden. Allerdings gibt es Verläufe mit bis zu sechs Wochen, bis der Husten nachlässt. Zudem warnen Wissenschaftler, dass man bereits während der Bronchitis-Inkubationszeit, genauer gesagt ein bis zwei Tage vor Ausbruch der ersten Symptome, ansteckend sein kann.

Abwarten, Tee trinken und bloß keine Hände schütteln

Wer also nach zwei bis drei Tagen wieder pflichtbewusst aber hustend und niesend in die Arbeit marschiert, kann die Kollegen unter Umständen anstecken. Wer trotzdem arbeiten muss, sollte den anderen möglichst nicht zu nahe kommen und Händeschütteln vermeiden. Außerdem in die Armbeuge niesen und husten und nicht in die Hand, weil sich darauf sonst die Erreger tummeln. Besonders hilfreich für laufende Nasen sind Taschentücher mit antibakteriellem Wirkstoff wie Tempo protect. Danach sollte man sich trotzdem vorsichtshalber die Hände mit warmem Wasser und Seife waschen, um Viren von den Händen vollständig zu entfernen.

Ist Bronchitis ansteckend? Wir verraten es

Ist jede Bronchitis ansteckend?

Ob eine Bronchitis ansteckend ist oder nicht, hängt von der jeweiligen Form der Krankheit ab. Eine akute Bronchitis wird in der Regel während oder nach einer Erkältung durch Viren ausgelöst (selten auch von Bakterien) und diese sind ansteckend. Die chronische Bronchitis dagegen entsteht in den meisten Fällen nicht durch Krankheitserreger, sondern beispielsweise durch Rauchen oder den Kontakt mit Reiz- und Schadstoffen. Diese Form gilt als eher nicht ansteckend.

Wie kann ich mich durch eine akute Bronchitis infizieren?

Erreger, die eine Erkältung, Schnupfen, Bronchitis und Co. auslösen, werden klassischerweise durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen:

  • Tröpfcheninfektion: Durch Sprechen, Husten oder Niesen geraten die Viren in die Atemluft und werden dann von anderen eingeatmet.
  • Schmierinfektion: Die Erreger gelangen von der Hand auf oft benutzte Gegenstände wie Türklinken oder Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir fassen uns häufig unbemerkt ins Gesicht – so gelangen die Viren an die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen und können sich von da weiterverbreiten.

Die Viren befallen die Schleimhäute der Bronchien und lösen dort eine Entzündung aus. Dadurch entsteht zuerst trockener Reizhusten, aus dem mit der Zeit Husten mit Auswurf wird, da die Bronchien während der Krankheit vermehrt Schleim produzieren.

Stecken wir uns immer mit einer Bronchitis an?

Ob es nach der Ansteckung tatsächlich zum Krankheitsausbruch kommt und Symptome auftreten, hängt aber in erster Linie davon ab, wie stark oder schwach das Immunsystem ist. Kann es die Erreger abwehren, bleiben wir gesund. Außerdem gibt es bestimmte Risikogruppen, die eher krank werden – dazu zählen neben Kindern, alte Menschen und Personen mit einer generellen Immunschwäche. Durch die sogenannte Hyperreaktivität, eine bronchiale Überempfindlichkeit, kommt es ebenfalls häufiger zu einer Bronchitis.

Wie lange ist eine Ansteckung möglich?

Am höchsten ist das Risiko für eine Ansteckung mit Bronchitis direkt nach Ausbruch der Krankheit. Und die Gefahr hält sich lange – meist, bis der für eine Bronchitis charakteristische Husten mit Auswurf ausgeheilt ist. Bis der Schleim aus den Bronchien vollständig abgehustet ist, kann es gut bis zu zwei Wochen dauern, in schweren Fällen auch länger. Bessert sich der Husten binnen dieser Zeit nicht merklich, sollte der Arzt aufgesucht werden: Liegt eine akute Bronchitis vor, kann diese sich in eine chronische Bronchitis verwandeln.

Wie kann ich mich vor der Ansteckung schützen?

Der beste Schutz vor Infektionskrankheiten besteht durch erhöhte Hygiene. Folgende Maßnahmen reduzieren das Risiko einer Ansteckung:

  • Häufiges Händewaschen: Um das Keimvorkommen zu reduzieren, ist häufiges Händewaschen ein Muss – die Hände sollten dafür mindestens 20 Sekunden unter fließendem Wasser mit Seife gereinigt werden.
  • Oberflächen desinfizieren: Gegenstände, die häufig von kranken Personen berührt werden (z. B. Türklinken), sollten mehrmals täglich mit Desinfektionsmitteln gereinigt werden.
  • Raumluft befeuchten: In trockener Raumluft können sich Keime besonders gut verbreiten – Luftbefeuchter oder feuchte Handtücher über der Heizung halten auch die Raumluft feucht und reduzieren damit das Risiko, sich mit Bronchitis anzustecken.
  • Gesonderte Textilien: Kranke Personen sollten nur eigene Textilien benutzen – dazu zählen zum Beispiel Handtücher und Bettwäsche. Alles sollte nach überstandener Krankheit bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Hier verraten wir noch, wofür starker Husten stehen kann, welche Hausmittel gegen Bronchitis helfen und was eine spastische Bronchitis ist.

In der Erkältungszeit können sich Krankheitserreger dabei rasend schnell verbreiten. Oft bleibt es dann nicht nur bei einem harmlosen Husten, sondern es kommt zu einer heftigen Bronchitis – einer Entzündung der luftführenden Atemwege.

Was ist eine Bronchitis?

Bronchitis ist eine Entzündung der bronchialen Schleimhäute. Die Bronchien sind die Atemwege, die sich von der Luftröhre ausgehend Richtung Lungenbläschen verzweigen. Die Einatemluft wird verteilt und gelangt damit in jeden Teil der Lunge, wo der Atemaustausch vollständig und zügig abläuft. Wenn die Bronchien entzündet sind, sind sie angeschwollen, verschleimt und schmerzhaft. All dies vermindert die Funktion des problemlosen Atemaustausches. Hauptsächlich äußert sich eine solche Erkrankung in schmerzhaftem

  • Husten mit Auswurf
  • Heiserkeit
  • Schnupfen

Wodurch wird eine Bronchitis ausgelöst?

In 90% der Fälle lösen Viren die Bronchitis aus. Sie ist eine schlimmere/ fortgeschrittene Form der „normalen“ Erkältung. Deshalb entwickelt sich oft Schnupfen als eine Begleiterscheinung, denn auch die Nasenschleimhäute sind von den Viren betroffen. Manchmal können sich aufgrund einer heftigen oder „verschleppten“ Variante allerdings auch Bakterien ansiedeln. Selten können auch Pilze, Reizstoffe (z.B. Ammoniak, Schwefeldioxid, Feinstaub) oder eine Bestrahlungstherapie Auslöser einer Bronchitis sein. Auch allergieauslösende Substanzen (z.B. Schimmelsporen) können, vor allem bei Kindern, eine akute Bronchitis verursachen.

Ist eine Bronchitis ansteckend?

Eine akute Bronchitis ist ansteckend, wenn sie durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt als Schmierinfektion über Gegenstände (Bahnhaltegriffe, Türklinken, Computertastatur, Bankautomat…) mit folgendem Hand-Mund/Nase-Kontakt oder als Tröpfcheninfektion über die Luft. Sobald ein Erkrankter in unserer Umgebung hustet, niest, spricht, stößt er winzige Tröpfchen mit enthaltenen Viren aus. Diese gelangen mit der Einatmung in unseren Körper. Ob eine Ansteckung tatsächlich passiert, hängt von unserem eigenen Immunsystem ab. Auch Smog, Rauchen und Kälte gelten als Risikofaktoren. Wenn auch wir erkranken, treten die entsprechenden Symptome meist innerhalb von 2-3 Tagen auf.

Wie lange ist eine Bronchitis ansteckend?

Wissenschaftler vermuten, dass man bereits vor dem Auftreten von ersten Symptomen ansteckend ist. Auf jeden Fall aber ist der Schleim ansteckend, denn darin sind die verursachenden Krankheitserreger enthalten. Solange die Schleimproduktion läuft, ist man also ansteckend. Dies gilt nicht für chronische Bronchitiden, denn diese werden nicht durch Krankheitserreger verursacht.

Wie können Sie andere schützen?

Um die Gefahr der Ansteckung für andere zu minimieren, gilt es für Erkrankte unbedingt einige Verhaltensregeln einzuhalten:

  • Nicht in die Hände husten, sondern in Ellenbogen – mit den Händen werden die Viren an Gegenstände verteilt (Haltegriffe, Computer, Türklinken…)
  • keine Gegenstände gemeinsam nutzen (Besteck, aus Flasche trinken…)
  • Niemandem zur Begrüßung/ Verabschiedung die Hand reichen
  • oft Hände waschen
  • Krankschreibung

Übrigens: Küssen ist nicht verboten!

Beim Küssen kommt es nicht zum Speichel- (aus Nase und Atemwegen), sondern zum Schleimaustausch. Der enthält keine Viren. Und selbst wenn einige Viren aus dem Rachenbereich übertragen werden, landen diese im Magen und werden durch die Magensäure vernichtet. Demnach ist Händeschütteln wesentlich gefährlicher für eine Ansteckung, denn daran befindet sich Schleim (Naseputzen, Niesen, Husten) einschließlich der zahlreichen Viren. Dann nur noch die krabbelnde Nase reiben oder etwas in den Mund stecken (Bonbon, Kaugummi) – und schon sind die Viren an den eigenen Schleimhäuten.

Ansteckung vorbeugen

Die beste Vorbeugung vor einer Ansteckung mit Bronchitis ist ein starkes Immunsystem, denn vor den Krankheitserregern selbst kann man keinen Bogen machen. Besonders mit

  • gesunder Ernährung,
  • ausreichend Schlaf,
  • Bewegung an frischer Luft und
  • Sport

können Sie Ihr Immunsystem wirksam unterstützen.

Nun wünsche ich Ihnen, besonders für die kalte Jahreszeit, ein abwehrstarkes Immunsystem, damit Bronchitis-Erreger wenig Chancen haben.

Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern. ×Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern. Latest Posts

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Spastische Bronchitis

Spastische Bronchitis: Behandlung

Eine spastische Bronchitis wird im Allgemeinen ebenso behandelt wie ein sonstige akute Bronchitis. Die Patienten sollten sich schonen beziehungsweise bei Fieber Bettruhe einhalten. Dabei sollte der Oberkörper etwas erhöht liegen. So fällt das Atmen leichter, als wenn man ganz flach liegt.

Wichtig ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Tee, Brühe etc.). Wenn ein Kind wegen der erschwerten Atmung sehr ängstlich oder unruhig ist, sollten Eltern versuchen, es zu beruhigen. Innere Unruhe kann die Atemnot nämlich verstärken.

Zusätzlich muss unbedingt auf eine frische und schadstofffreie Luft geachtet werden. Die Umgebungsluft sollte warm (aber nicht heiß) und feucht sein. Sie können zum Beispiel regelmäßig stoßlüften oder ein feuchtes Tuch auf die Heizung legen. Der Patient sollte außerdem von Tabakrauch ferngehalten werden. Er kann die spastische Bronchitis gefährlich verschärfen.

Achtung: Wenn man bei spastischer Bronchitis den Brustkorb mit ätherischen Ölen oder Salben einreibt, kann dies die Schleimhaut der Bronchien zusätzlich reizen. Die Atemprobleme und Hustenanfälle können sich verstärken. Außerdem sind viele ätherische Öle (wie Eukalyptusöl) bei Kleinkindern generell nicht zu empfehlen.

Hustenstiller sind selten ratsam

Medikamente, die den Hustenreiz dämpfen (Hustenstiller oder Hustenstopper) sollten im Allgemeinen nur angewendet werden, wenn der Husten nicht produktiv ist (kaum Sekret in den Bronchien) und er den Nachtschlaf stört. Das Abhusten ist bei Bronchitis-Erkrankungen nämlich sehr wichtig: Es befreit die Atemwege von Schleim, Krankheitserregern und sonstigen Schadstoffen.

Krampflösende Mittel

Die krampfartig verengten Atemwege bei spastischer Bronchitis lassen sich mithilfe von sogenannten Sympathomimetika (β2-Rezeptoragonisten) wie Salbutamol entspannen. Die Wirkstoffe sorgen dafür, dass sich die Atemwege erweitern. Meist werden sie als Inhalation oder Spray verabreicht. In dieser Form gelangen sie nämlich direkt an ihren Wirkort (Atemwege). Für Kinder gibt es spezielle Inhalationsgeräte, die das Einatmen der verdampften Wirkstoffe erleichtern.

Hinweis: Beruht die Verengung der Bronchien vor allem auf einem Anschwellen der Schleimhaut, bringt eine Behandlung mit Sympathomimetika meist wenig.

Eventuell kann eine spastische (obstruktive) Bronchitis auch mit einem sogenannten Anticholinergikum (wie Ipratropium) behandelt werden. Diese Wirkstoffgruppe wirkt ebenfalls krampflösend auf die Muskulatur der Bronchien. Auch hier erfolgt die Anwendung per Inhalation.

Antibiotika und Kortison

Die spastische Bronchitis wird durch Viren ausgelöst. Auf der angegriffenen Schleimhaut der Bronchien können sich aber zusätzlich Bakterien ausbreiten. Der Zustand des Patienten kann sich in der Folge verschlechtern. Dann wird der Arzt Antbiotika verschreiben. Sie bekämpfen die bakterielle Infektion, wirken aber nicht gegen die Viren.

Nimmt die spastische Bronchitis einen schweren, langwierigen Verlauf, kann manchmal auch eine kurzzeitige Behandlung mit Kortison sinnvoll sein. Es lässt die Schleimhaut der Bronchien abschwellen. Besonders für spastische Bronchitis bei Kindern gibt es neben Kortison-Tabletten auch andere Darreichungsformen wie Zäpfchen oder Saft.

Weitere Maßnahmen

Manchmal muss eine spastische Bronchitis im Krankenhaus behandelt werden. Das gilt besonders bei Babys. Die benötigten Medikamente und Flüssigkeit können dem kleinen Patienten dort per Infusion verabreicht werden. Außerdem wird die Sauerstoffversorgung laufend überwacht. Bei Bedarf erhält das Kind zusätzlichen Sauerstoff.

Vor allem bei längerem Krankheitsverlauf kann eine Physiotherapie hilfreich sein. Mit geeigneten Techniken lassen sich das Abhusten und die Atemarbeit beim zusätzlich unterstützen. Der Therapeut kann zum Beispiel des Brustkorb des Patienten vorsichtig abklopfen.

Achtung: Die Gabe von Schleimlösern (Hustenlösern) bei spastischer Bronchitis ist umstritten.

Bronchitis: Symptome, Ursachen, BehandlungWas ist eine Bronchitis?

Bei einer Bronchitis entzündet sich die Schleimhaut in den Bronchien. Wie sich die akute, die chronische und die chronisch obstruktive Bronchitis unterscheiden.

Definition:

  • Akute Bronchitis: Eine wenige Wochen andauernde Entzündung der Bronchien, die häufig im Rahmen einer viralen Atemwegsinfektion zusammen mit einer Sinusitis (Entzündung in den oberen Atemwege) in der kalten Jahreszeit auftritt.
  • Chronische Bronchitis: Wenn die Symptome Husten und Auswurf über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten in mindestens 2 aufeinanderfolgenden Jahren auftreten, spricht man von einer chronischen Bronchitis.
  • Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD): Wenn die Lunge dauerhaft mit Schadstoffen belastet wird (z. B. durch Rauchen oder eine erhöhte Feinstaubexposition am Arbeitsplatz), können sich die Atemwege verengen. Aus einer chronischen Bronchitis wird dann eine chronisch obstruktive Bronchitis, die bei fortschreitendem Verlauf zu Atemnot führen kann.

Ursachen: Wie entsteht eine Bronchitis?

Die akute Bronchitis tritt vor allem im Rahmen einer einfachen Erkältung auf. Ursache ist ein Befall der Bronchien mit viralen und/oder bakteriellen Krankheitserregern. Eine akute Bronchitis kann ansteckend sein: Eine Ansteckung mit den Erregern erfolgt meist über eine sogenannte Schmierinfektion, also bei Kontakt mit infizierten Gegenständen. Auch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist ein häufiger Ansteckungsweg.

Im Unterschied zum akuten Verlauf entstehen die chronische Bronchitis und die COPD nach Jahren einer permanenten Atemwegsbelastung. Die bei weitem häufigste Ursache ist das Rauchen, aber auch weitere Risikofaktoren wie häufige akute Infekte, eine Feinstaubbelastung am Arbeitsplatz und genetische Einflüsse können eine Rolle spielen.

Bei einer akuten Bronchitis entzündet sich die Schleimhaut in den unteren Atemwegen, den Bronchien. Wird das Bronchialsystem permanent gereizt, kann die Bronchitis chronisch werden.

Symptome: Wie Sie eine Bronchitis erkennen

Erstes Anzeichen einer akuten Bronchitis ist ein trockener Reizhusten. Später setzt eine vermehrte Schleimbildung in den Bronchien ein. Das Sekret reizt die Atemwege, was zu einem produktiven Husten führt, der tief aus dem Brustkorb kommt und schmerzhaft sein kann. Je nach Art und Schweregrad kommen weitere Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Schnupfen und Halsschmerzen hinzu.

Auch für die chronische Bronchitis sind die Symptome Husten und Auswurf typisch. Sie sind hier jedoch dauerhaft vorhanden. Viele Patienten husten den zähen Schleim regelmäßig nachts oder früh morgens ab. Wenn zusätzlich Atemnot bei Belastung auftritt, ist dies ein Anzeichen für eine chronisch obstruktive Bronchitis.

Wie lange dauert eine Bronchitis?

Die Dauer einer akuten Bronchitis ist abhängig von der Schwere der Erkältung. Die Symptome klingen normalerweise innerhalb von 7–14 Tagen wieder ab, in vielen Fällen kann aber gerade der Husten länger dauern. Wenn der Husten nach spätestens 5 Wochen nicht wieder verschwunden ist, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden.

Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wenn die Symptome über mehrere Monate andauern oder immer wiederkehren. Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt eine chronische Bronchitis dann vor, wenn die Symptome Husten und Auswurf an den meisten Tagen in einem Zeitraum von mindestens 3 Monaten in 2 aufeinanderfolgenden Jahren auftreten. Die chronische Bronchitis sollten Sie unbedingt therapeutisch behandeln. Ansonsten droht das Entstehen der unheilbaren chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD).
Weitere Informationen auf leichter-atmen.de: Was ist COPD? Die 10 wichtigsten Fakten

Behandlung: So therapieren Sie eine Bronchitis

Bei einer Bronchitis stehen Ihnen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Regelmäßige Inhalationen mit isotonischer Kochsalzlösung lösen festsitzendes Sekret.
  • Auch viele Hausmittel eignen sich hervorragend, um die Symptome abzumildern. Hier finden Sie die 5 besten Hausmittel bei akuter und chronischer Bronchitis.
  • Gegen akute Beschwerden wie Husten, verschleimte Bronchien und Gliederschmerzen kommen vor allem Medikamente wie Schleimlöser und Schmerzmittel zum Einsatz.
  • Die Gabe von Antibiotika und Kortison ist nur bei schwerer Symptomatik (z. B. hohes Fieber und eitriges Sekret) angezeigt.

Bei der chronischen Bronchitis kommt vor allem der nicht-medikamentösen Therapie eine große Bedeutung zu: Welche Behandlung hilft bei chronischer Bronchitis?

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Bronchitis – Fragen & Antworten

Kann eine Bronchitis jeden treffen?

Umfangreiche Studien belegen: Das Geschlecht spielt für das Risiko an einer akuten Bronchitis zu erkranken, überhaupt keine Rolle. Auch genetische Faktoren oder Allergien sind nur selten an der Entstehung einer Bronchitis beteiligt.

Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Ältere und Kinder erkranken dagegen bedeutend häufiger als andere. Besonders bei Rauchern und bei Personen mit Vorerkrankungen besteht dabei die Gefahr, dass sich aus dem akuten ein chronischer Krankheitsverlauf oder eine Lungenentzündung entwickelt.

Ist Bronchitis ansteckend?

Bei einer akuten Bronchitis ist das Ansteckungsrisiko sogar sehr hoch. Wer sich mit einer erkrankten Person im selben Raum aufhält, ist besonders gefährdet. Meist sind Viren für die Entstehung der Krankheit verantwortlich, welche durch Tröpfcheninfektion von einer Person auf die nächste übertragen werden. Husten, Niesen, Sprechen: Durch diese Aktivitäten können die Erreger in die Luft gelangen und werden dort von anderen Menschen eingeatmet. Ob letztendlich wirklich eine Ansteckung stattfindet, hängt entscheidend vom Zustand des Abwehrsystems des Gegenübers ab.

Eine chronische Bronchitis ist dagegen nicht ansteckend, sofern keine zusätzliche Infektion mit Viren oder Bakterien vorliegt.

Wann zum Arzt?

Bei einigen Personen kann sich eine unbehandelte akute Bronchitis zu einer chronischen Verlaufsform entwickeln. Da Raucher, Ältere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem besonders stark gefährdet sind, sollten diese Personengruppen bei den ersten Krankheitsanzeichen grundsätzlich einen Arzt konsultieren. Auch hohes Fieber, Atemnot oder blutiger Auswurf sind wichtige Gründe, um schnellstmöglich einen Facharzt für Atemwegserkrankungen aufzusuchen.

Kann man mit Bronchitis Sport treiben?

So wie bei jeder anderen Erkältung auch, ist während einer akuten Entzündung der Atemwege Sport treiben so lange tabu, bis die Symptome abgeklungen sind und sich die Person wieder richtig fit fühlt. Wer trotz Infekt einfach weitertrainiert, riskiert möglicherweise schwerwiegende Komplikationen, wie Herzmuskelentzündung Lungen- oder Nierenschäden.

Ganz anders bei einer chronischen Bronchitis oder einer obstruktiven Lungenerkrankung (COPD): Hier gehört gezielt durchgeführter und von einem geschulten Übungsleiter begleiteter Lungensport zu den wichtigsten Maßnahmen zur Selbsthilfe. Selbstverständlich sollte der Sport bzw. die Bewegungstherapie immer optimal auf die Einschränkungen des Erkrankten abgestimmt sein.

Bronchitis bei Babys – Welche Hausmittel helfen am besten?

  • viel zusätzliche Flüssigkeit am besten in Form von wohlschmeckendem Kräutertee (Fenchel, Anis)
  • leichte, vitaminreiche Kost in kleinen Portionen
  • feuchte Handtücher über der Heizung oder andere Luftbefeuchter sorgen für eine angenehme Atemluft
  • warme Brustwickel mit Kartoffelmus oder Quarkwickel helfen, festsitzenden Schleim zu lösen
  • sofern das Baby Fieber hat, senken kühle Wadenwickel die Temperatur
  • während der heftigen Hustenattacken sollten die Eltern liebevoll und beruhigend auf das Kind einwirken

Muss eine Bronchitis zwingend mit Antibiotika behandelt werden?

Da Antibiotika ausschließlich zur Bekämpfung von Bakterien sinnvoll sind, kommen sie bei einer Bronchitis-Therapie eher selten zum Einsatz. Circa 90 Prozent aller Bronchitis-Infektionen gehen auf eine Vireninfektion zurück. Hier ist die Einnahme von Antibiotika sinnlos. Kommen jedoch zu dieser Grundinfektion Bakterien mit ins Spiel, wird der behandelnde Arzt zu Antibiotika raten.

Im Normalfall heilt eine akute Bronchitis innerhalb von 8 bis 14 Tagen aus. Allerdings kann der Husten noch länger andauern. Manche Personen plagt der Hustenreiz sogar noch über mehrere Wochen, ohne dass noch andere Symptome vorhanden sind.

Achtung! Ist der Husten nach sechs Wochen immer noch nicht verschwunden, sollte die betroffene Person erneut einen Arzt konsultieren.

Wie unterscheide ich normalen Husten von einer Bronchitis?

Husten ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von einer einfachen Erkältung, über eine Erkrankung des Herzens oder Magens, bis hin zu einer Entzündung der Atemwege oder Asthma. Der Husten kann trocken sein oder von schleimigem Auswurf begleitet werden, er kann anfallartig über den gesamten Tag verteilt oder lediglich am Morgen auftreten.

Die genaue Ursache des Hustens kann demnach ausschließlich ein Arzt feststellen! Er wird seinen Patient umfassend untersuchen und anschließend zu einer passenden Therapie raten.

Kann aus einer akuten Bronchitis eine chronische Bronchitis werden?

Ja. Unter Umständen kann sich aus dem akuten ein chronischer Krankheitsverlauf entwickeln. Allerdings erwächst nicht aus jedem akuten Infekt gleich eine dramatische Nachfolgeerkrankung. Es sind vor allem Asthmatiker, Raucher und Personen, die berufsbedingt ständig atemwegsschädigenden Stäuben oder Dämpfen ausgesetzt sind, die ein erhöhtes Risiko in sich tragen, dass sich aus mehreren akuten Krankheitsschüben nach und nach eine chronische Bronchitis entwickelt.

Bronchitis bei Kindern

Die akute Bronchitis kommt meist in Verbindung mit Virusinfektionen vor. An den durch Viren beschädigten Schleimhäuten kann es dann leichter zu zusätzlichen, bakteriellen Infekten kommen. Vor allem kleine Kinder und ältere Menschen sowie Menschen mit geschwächter Immunabwehr sind davon betroffen. Bei kleinen Kindern kann es im Rahmen einer Bronchitis zu schweren Symptomen kommen.

Die chronische Bronchitis betrifft eher Erwachsene. Von chronischer Bronchitis spricht man, wenn über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten in mindestens zwei aufeinander folgenden Jahren eine Bronchitis aufgetreten ist.

Bronchitis bei Kindern: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei der Bronchitis entzünden sich die Bronchialschleimhäute, schwellen an und sondern im Verlauf zähen Schleim ab, wodurch es erst zu trockenem, später zu produktivem Husten kommt.

  • Bei Kindern sind fast immer Virusinfektionen die Ursache der Bronchitis (10 % aller Fälle werden von Bakterien verursacht).

  • Wärme und Bettruhe sowie häufiges Trinken sind wichtig, um den Körper bei der Bekämpfung der Bronchitis zu unterstützen.

  • Natürliche Schleimlöser wie Zwiebelsirup können Ihr Kind beim Abhusten unterstützen.

  • Bei Verdacht auf Bronchitis sollte immer der Kinderarzt aufgesucht werden.

  • Antibiotika helfen nur bei einer bakteriell verursachten Bronchitis.

  • Die akute Bronchitis ist bei Kindern nach durchschnittlich maximal zwei Wochen abgeheilt.

Welche Ursachen hat eine Bronchitis bei Kindern?

Die akute Bronchitis bei Kindern entsteht in über 90 Prozent aller Fälle aufgrund einer Virusinfektion. Häufig tritt eine Bronchitis in Verbindung mit anderen Erkrankungen der Atemwege auf. Dazu gehören Schnupfen (Rhinitis), Kehldeckelentzündungen und Entzündungen der Luftröhre (Tracheitis). Die häufigsten Viren, die eine akute Bronchitis verursachen, sind Adenoviren, Rhinoviren, Parainfluenzaviren und RS-Viren. Eher selten lösen Bakterien eine akute Bronchitis aus. Eine Sekundärinfektion mit Bakterien tritt dagegen häufiger auf. Bei einer Sekundärinfektion kommt es zusätzlich zur Virusinfektion noch zu einer Infektion mit Bakterien. Diese wird dann idealerweise mit einem Antibiotikum behandelt. Eine nicht ausgeheilte akute Bronchitis kann sich zu einer chronischen entwickeln.

Welche Symptome treten bei einer Bronchitis bei Kindern auf?

Nach einer Inkubationszeit von wenigen Stunden oder Tagen tritt zunächst ein trockener Husten auf. Begleitet wird der Husten meist von den typischen Symptomen einer Infektion: Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Der trockene Husten wird schwerer und ist nach einiger Zeit von Auswurf begleitet. Eine zusätzliche bakterielle Infektion äußert sich durch eitrigen Auswurf und schwere Hustenanfälle. Rasselgeräusche sowie ein Pfeifton bei der Atmung deuten auf einen schweren Verlauf hin. Liegt neben einer Entzündung auch noch eine Verengung der Bronchien vor, spricht man von einer so genannten spastischen (obstruktiven) Bronchitis.

Kinderkrankheiten und ihre typischen Beschwerden

Wie wird eine Bronchitis bei Kindern diagnostiziert?

Zur Diagnose der Bronchitis bei Kindern sind der akute Krankheitsbeginn und die grippeähnlichen Symptome entscheidend. Die typischen Geräusche beim Atmen (Rasseln, Pfeifen) werden durch das Abhören der Lungen festgestellt. In der Regel reichen diese Maßnahmen für die Diagnose aus.

In unklaren Fällen wird zudem noch eine Blutuntersuchung durchgeführt. Im Blut können sich Hinweise auf eine bakterielle Sekundärinfektion finden. Vermindern sich trotz Behandlung die Beschwerden nach einer bestimmten Zeit nicht, wird zum Ausschluss anderer Ursachen beispielsweise noch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs angefertigt.

Wie lässt sich eine Bronchitis bei Kindern therapieren?

In der Regel verläuft die akute Bronchitis bei Kindern komplikationslos und lässt sich gut behandeln. Dafür empfehlen sich Bettruhe und eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Der Arzt kann zur Therapie einer Bronchitis verschiedene Medikamente verordnen oder empfehlen. Um das Abhusten zu erleichtern, stehen so genannte Expektoranzien zur Verfügung. Sie verflüssigen den Schleim (Mukolytika) oder beschleunigen dessen Abtransport (Sekretolytika). Sind Bakterien die Ursache für die akute Bronchitis oder handelt es sich um eine Sekundärinfektion, werden meist Antibiotika eingesetzt. Zusätzlich gibt es sehr viele Hausmittel, um eine Bronchitis bei Kindern zu lindern. Was hilft, sind fiebersenkende Maßnahmen wie beispielsweise Wadenwickel sowie Luftbefeuchtung oder Inhalationen, die bei Kindern ebenfalls lindernd wirken.

Naturheilkunde kann einem Kind bei Bronchitis helfen

Bei Bronchitis mit einem produktiven Husten können Sie Ihrem Kind das Abhusten durch natürliche Schleimlöser aus der Volks- bzw. Naturheilkunde erleichtern. Bitte beachten Sie, dass reine ätherische Öle nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden dürfen. Sie können zu lebensgefährlichen Verkrampfungen des Kehlkopfs und starken Schleimhautreizungen führen. Das gilt sowohl für inhalierte ätherische Öle oder wenn diese aufgetragen oder geschluckt werden.

Aus der Volksheilkunde als schleimlösende, natürliche Sekretolytika bekannte Kräuter sind Thymian, Spitzwegerich und Isländisch Moos. Auch Fenchelsirup hat eine schleimlösende Wirkung.

Bitte achten Sie darauf, dass in den Präparaten kein Alkohol und bei Säuglingen kein Honig (bis zum 2. Lebensjahr ist es ratsam, auf Honig zu verzichten) enthalten ist.

Am bekanntesten und auch für Kinder geeignet ist wohl der Zwiebelhustensirup:

  • Schneiden Sie zwei Zwiebeln (etwa 100 gr) in kleine Würfel.

  • Geben Sie die Zwiebeln mit 100 ml Wasser in einen Topf.

  • Kochen Sie die Mischung etwa eine Viertelstunde auf mittlerer Stufe ein.

  • Lassen Sie den fertigen Sud ein wenig abkühlen und geben Sie dann einen gestrichenen EL Zucker hinein.

  • Kochen Sie den Sud dann noch mal kurz auf und gießen Sie ihn durch ein feines Sieb.

Geben Sie Ihrem Kind den abgekühlten Sirup 3 bis 4 Mal täglich jeweils 3 Teelöffel. Der Zwiebelhustensirup kann bedenkenlos fünf bis sechs Tage verwendet werden. Wenn sich in dieser Zeit die Symptome nicht verbessern, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen – sofern noch nicht geschehen.

Bienenwachskompressen oder Bienenwachswickel können auch schon bei Säuglingen (circa ab der 16. Lebenswoche) angewendet werden. Die Kompresse wird mit einem Föhn leicht erwärmt und auf die Brust gelegt. Anschließend bedeckt man sie mit warmer Rohwolle und/oder einem warmen Wollvlies. Auch warme Handtücher eignen sich zum Bedecken, allerdings halten sie die Wärme nicht so lange. Die Bienenwachskompresse kann mehrere Stunden bzw. über Nacht verwendet werden.

Wie verläuft eine Bronchitis bei Kindern?

Normalerweise verläuft die akute Bronchitis bei Kindern ohne Komplikationen. Sie dauert im Normalfall maximal zwei Wochen an. Lediglich bei abwehrgeschwächten und sehr kleinen Kindern können sich Probleme ergeben. Hier kann es ohne vollständige Ausheilung später zu einer chronischen Bronchitis kommen. Auch die Lungenentzündung stellt eine Komplikation der akuten Bronchitis dar.

Ist die Bronchitis bei Kindern ansteckend?

Die Bronchitis selbst ist nicht ansteckend, wohl aber die ihr zugrunde liegende Virusinfektion. Als sogenannte Erkältungsviren können diese per Tröpfcheninfektion übertragen werden, also durch Husten, Kontakt mit benutzten Taschentüchern oder über Türklingen, Haltestangen in Verkehrsmitteln, Türgriffen und so weiter. Lebt ein an Bronchitis erkranktes Kind im Haushalt, empfiehlt es sich daher, öfter zu lüften und auch Türknaufe etc. immer mal abzuwischen. Auch häufiges Händewaschen gerade in der Winterzeit kann dazu beitragen, eine Ansteckung zu verhindern. Ist eine Infektion mit Bakterien Ursache der Bronchitis, ist diese ebenfalls ansteckend.

Wie kann man einer Bronchitis bei Kindern vorbeugen?

Der akuten Bronchitis bei Kindern lässt sich vor allem durch eine gesunde Lebensführung vorbeugen. Gesunde Ernährung, Bewegung und frische Luft sind wichtig für Kinder. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt – Infektionen können so seltener vorkommen oder weniger schwer verlaufen. In der Wohnung sind Lösemittel, Tabakrauch oder Schimmelbefall durch feuchte Wände gefährlich für die Atemwege eines Kindes, die durch solche Stoffe gereizt und anfälliger für Bronchitis werden.

Bringen Sie Ihrem Kind bei, sich in der kalten Jahreszeit etwas öfter als sonst die Hände zu waschen. Wenn die Luft in der Wohnung durch Heizen sehr trocken ist, kann ein Luftbefeuchter dazu beitragen, dass die Schleimhäute nicht zu sehr austrocknen. Sie können auch einfach ein feuchtes Handtuch auf die Heizung legen oder ein offenes Kännchen mit Wasser auf die Heizung stellen, um das Raumklima ein wenig zu befeuchten.

Bronchitis bei Kindern homöopathisch behandeln

Es gibt verschiedene homöopathische Mittel, die bei einer Bronchitis bei Kindern Anwendung finden. Diese unterschieden sich je nach Art des Hustens und der Ursache der Bronchitis. Es empfiehlt sich deshalb, wenn Sie für Ihr Kind eine solche Behandlung wünschen, einen Homöopathen aufzusuchen. Homöopathie wird auch von vielen „klassischen“ Ärzten angewendet. Wissenschaftlich bewiesen ist ihre Wirkung jedoch bis heute nicht, weswegen der Arzt im Zweifel unbedingt aufgesucht werden sollte.

Akute Bronchitis

Folgen

Selten kann sich bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder einer chronischen Erkrankung von Herz oder Lunge aus einer akuten Bronchitis eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln. Die Entzündung breitet sich dann von der Schleimhaut der Bronchien auf das Lungengewebe aus. Bei einer bestehenden COPD kann eine akute Bronchitis einen Krankheitsschub (Exazerbation) auslösen.

Diagnose

Bei einem hartnäckigen Husten stellt die Hausärztin oder der Hausarzt zuerst meist folgende Fragen:

  • Wie lange besteht der Husten?
  • Hat sich der Husten verändert?
  • Ist der Husten trocken oder wird Schleim abgehustet? Wie sieht der Auswurf aus?
  • Gab oder gibt es weitere Beschwerden, zum Beispiel Fieber oder Kreislaufprobleme?
  • Wie krank fühlen Sie sich?
  • Sind andere, möglicherweise chronische Erkrankungen bekannt?

Oft lässt sich schon anhand der Antworten beurteilen, ob es sich um eine akute Bronchitis handelt oder eine andere Erkrankung wahrscheinlicher ist.

Bei der anschließenden körperlichen Untersuchung tastet die Ärztin oder der Arzt in der Regel die Lymphknoten am Hals ab, schaut in den Rachen und die Ohren, klopft die Nasennebenhöhlen ab und hört mit dem Stethoskop die Lunge und das Herz ab. Manchmal werden auch Fieber, Puls und Blutdruck gemessen.

Die Diagnose „akute Bronchitis“ steht fest, wenn das Gespräch und die körperliche Untersuchung die typischen Symptome bestätigt haben und nichts auf eine andere Erkrankung hinweist.

Weitere Untersuchungen (wie Röntgen des Brustkorbs oder Blutkontrollen) sind nur dann nötig, wenn zum Beispiel der Verdacht auf eine Lungenentzündung besteht.

Vorbeugung

Wer sich vor Erkältungen schützt, beugt damit auch einer akuten Bronchitis vor. Wie bei allen Atemwegsinfektionen spielt die Hygiene eine wichtige Rolle: Sich regelmäßig die Hände zu waschen und möglichst nicht mit den Fingern ins Gesicht zu fassen, senkt das Risiko, sich mit Erkältungsviren anzustecken.

Um andere vor Ansteckung zu schützen,

  • hustet oder niest man nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge,
  • entsorgt benutzte Taschentücher direkt,
  • verzichtet auf Händedruck, Umarmungen oder Küsse und
  • kuriert man die Erkrankung möglichst zu Hause aus.

Einige Studien haben geprüft, ob beispielsweise Vitaminpräparate, Probiotika, pflanzliche Arzneimittel oder regelmäßiger Sport vor Atemwegsinfektionen schützen. Sie kamen jedoch zu keinem eindeutigen Ergebnis. Die Frage, ob diese Maßnahmen das Risiko für eine akute Bronchitis verringern können, bleibt daher offen.

Behandlung

Eine akute Bronchitis heilt auch ohne Behandlung von selbst wieder aus. Wer sich schlapp und krank fühlt, schont sich am besten ein paar Tage. Dazu gehört auch, auf Sport und andere anstrengende körperliche Aktivitäten zu verzichten. Heißer Tee oder Brühe werden meist als wohltuend empfunden. Ob es jedoch hilft, viel mehr als normalerweise zu trinken, ist wissenschaftlich nicht geklärt.

Medikamente sind bei einer akuten Bronchitis nicht nötig. Mittel wie Paracetamol oder Ibuprofen können manchmal jedoch sinnvoll sein, um Erkältungsbeschwerden wie Fieber und Schmerzen zu lindern.

Die Wirkungen von Medikamenten, die den Hustenreiz unterdrücken (Hustenstiller) oder die das Abhusten des Schleimes erleichtern (Hustenlöser), sind bislang nicht ausreichend untersucht. Da der Hustenreiz die wichtige Funktion hat, Schleim und Fremdkörper abzuhusten, sollen Hustenstiller nur kurzzeitig und nur bei trockenem, quälendem Reizhusten, der einen nicht schlafen lässt, eingesetzt werden. Möglicherweise können pflanzliche Arzneimittel den Husten etwas lindern.

Da die Beschwerden meistens durch Viren verursacht werden, helfen Antibiotika bei einer akuten Bronchitis kaum. Sie können aber Nebenwirkungen haben und zu Resistenzen führen. Deshalb werden sie nicht empfohlen.

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