Brief an paten

Was kann ich zur Taufe schenken?

1. Als Taufpate haben Sie zuallererst den Auftrag, das Kind – zusammen mit den Eltern – im christlichen Glauben zu erziehen. Taufgeschenk Nummer eins könnte also passenderweise eine altersgerechte Kinderbibel sein. Hier finden Sie Tipps und Empfehlungen dazu: Welche Kinderbibel ist die richtige?

2. Ein religiöses Symbol, das auch ganz unabhängig funktioniert, ist der (Schutz-)Engel. Verschenken Sie doch vielleicht eine kleine Engelfigur aus Bronze, Holz oder Glas, versehen mit dem Taufspruch (Gravur oder Karte dazu).

3. Mit einer Gravur wird übrigens aus vielen Gegenständen unkompliziert eine schöne Erinnerung. Unser Tipp: Lassen Sie den Namen Ihres Patenkinds und das Taufdatum eingravieren, in hochwertiges Kinderbesteck, Schmuck (z. B. einen Kreuzanhänger), schöne Gläser oder einen Metallrahmen, der ein Tauferinnerungsbild trägt.

4. Die Eltern haben unter Umständen einiges für die Feier zu planen und auch zu bezahlen. Geschenktipp Nummer vier daher: Bieten Sie den Eltern an, die Garderobe ihres Patenkindes für den Tauftag mit auszusuchen – und auch zu bezahlen.

5. Möglicherweise erhalten Sie oder ein weiterer Pate diese Aufgabe ohnehin. Wenn nicht, bieten Sie den Eltern an, für die Taufkerze zu sorgen: Gestalten oder bestellen Sie eine Taufkerze. Und wenn Sie richtig gut sind: Suchen Sie noch einen Kerzenhalter dazu aus.

Foto: kerzenfräulein.de

6. Im Rahmen des Gottesdienstes und der Tauffeier gibt es noch mehr zu tun: Übernehmen Sie doch einen Beitrag im Gottesdienst oder zur anschließenden Tauffeier in Form einer Fürbitte oder eines Gebets (eine Anleitung hierzu gibt es in Kürze für Sie in Ihrem Taufbegleiter).

7. Und: Bieten Sie den Eltern doch an, beim Dekorieren des Festraums mitzuhelfen, wenn es einen gibt.

8. Ihr Patenkind ist wahrscheinlich noch ein Kleinkind. An den Tauftag und die Umstände, warum gerade Sie Pate geworden sind, wird sich der Täufling zu seiner Konfirmation nicht mehr erinnern. Schreiben Sie doch einen persönlichen Brief an Ihr Patenkind. Sie können darin erzählen, warum Sie Pate sind und was Sie sich für den Täufling wünschen. Versiegeln Sie den Brief und geben Sie ihn den Eltern, die ihn bis zur Konfirmation verwahren sollen.

9. Erinnerungen an diesen besonderen Tag sind wichtig und wertvoll: Sammeln Sie alles vom Tauftag, was sich aufzuheben lohnt, und machen Sie damit eine „Schatzkiste der Erinnerungen“ (Zeitung, Tischdeko, Einladungskarte, Gottesdienstablauf, Liedzettel, Speisekarte, Gästeliste, Redemanuskript und vieles mehr).

10. Oder: Kümmern Sie sich um das Gästebuch. Am besten verteilen Sie lose Ringbuchseiten aus bunter Pappe, eine Menge Farbstifte und eventuell noch etwas Bastelmaterial an den verschiedenen Tischen. So können mehrere Gäste oder Gruppen gleichzeitig daran arbeiten.

11. Und: Machen Sie ganz viele Fotos und schenken Sie die schönsten in einem Album, Fotobuch oder Online-Album.

12. Übrigens: Natürlich heißt das nicht, dass Sie dem Täufling nicht ganz einfach – oder womöglich am besten zusätzlich – sein Lieblingsspielzeug schenken können. Vielleicht erinnert ihn ja sogar genau dieser Kuschelhund noch viel Jahre an seine Taufe und seinen Paten / seine Patin.

Noch ein Tipp: Schöne und hochwertige Geschenke zur Taufe finden sich auch im chrismonshop!

Welche Aufgaben habe ich als Patin oder Pate?

„Paten verpflichten sich, mit den Eltern zusammen dafür zu sorgen, dass das getaufte Kind sich der Bedeutung der Taufe bewusst wird.“

So beschreibt es das „Kirchengesetz über die Verwaltung des Sakraments der heiligen Taufe in der Evangelischen Kirche von Westfalen“, die sogenannte „Taufordnung“ unserer Kirche. Sie nennt als wichtige Merkmale die Fürbitte für das Kind, das gemeinsame Gebet mit dem Kind und die Tauferinnerung. All dies soll dazu helfen, dass das Kind einen Zugang zum Glauben und zur Gemeinde findet.

Neben die pädagogische und seelsorgliche Aufgabe tritt ein (kirchen-) rechtlicher Gesichtspunkt: Patinnen und Paten sind Zeugen der Taufe. Deshalb sollen sie im Taufgottesdienst anwesend sein.

In dem Taufgottesdienst bekennen Patinnen und Paten gemeinsam mit der versammelten Gemeinde ihren christlichen Glauben. Zusammen mit den Taufeltern versprechen sie, das Kind christlich zu erziehen und ihm nach besten Vermögen den Weg zu weisen zu einem Leben als Christ. Vielerorts ist es üblich, dass Patinnen und Paten zu Beginn des Gottesdienstes mit Namen begrüßt werden; sie können Lesungen zur Taufe übernehmen, das Kind am Taufbecken auf dem Arm halten, die Taufkerze anzünden. Über Bekenntnis und Versprechen hinaus können Patinnen und Paten also in den Gottesdienst eingebunden sein. Sie können am dem Taufgespräch teilnehmen, in dem der Pfarrer oder die Pfarrerin mit den Eltern die Taufe vorbereitet. Hier können alle diese Möglichkeiten besprochen werden.

Die genannten Aufgaben beschreiben das Patenamt als ein kirchliches Amt. Das Besondere daran: Dieses Amt der Kirche wird im Zusammenhang der Familie ausgeübt. Das Patenamt findet in familiären und freundschaftlichen Beziehungen statt.

Patinnen und Paten erweitern den engeren Kreis der Familie; sie können für ihr Patenkind zur Vertrauensperson werden, die neben den Eltern für Fragen des Lebens und des Glaubens ansprechbar ist. Patinnen und Paten begleiten die Kinder auf deren Taufweg. Wichtige Momente, an denen diese Seite des Patenamtes sichtbar wird, sind Tauferinnerungsgottesdienste, der Einschulungsgottesdienst und auch die Konfirmation.

Patentante oder Patenonkel werden – Aufgaben & Pflichten?

Informationen zur Patenschaft

Wer als Patentante oder Patenonkel für ein Kind ausgewählt wird, steht vor vielen verantwortungsvollen Aufgaben. Hier finden Sie einige Informationen darüber, welche Aufgaben und Verpflichtungen man mit einer Patenschaft übernimmt und welche Voraussetzungen man als zukünftiger Pate erfüllen muss.

Das Amt der Patentante oder des Patenonkels geht mit zahlreichen Anforderungen und Pflichten einher. Die Eltern sprechen den Paten viel Vertrauen aus, verleihen mit der Taufe ihres Schützlings jedoch auch ein hohes Maß an Verantwortung. Doch was genau sind die Aufgaben und Pflichten von Paten in der heutigen Zeit und wer genau kann das Amt ausführen?

Aufgaben & Pflichten von Patentante und Patenonkel?

Die erste und wichtigste Aufgabe der Patentante oder des Patenonkels ist das Begleiten des Patenkindes auf christlichem Wege von der Taufe bis in die Welt der Erwachsenen. Der Pate soll dabei neben den Eltern ein hilfreicher und wichtiger Ansprechpartner und ein wahrer Freund sein, der seinem Patenkind jederzeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Ein Pate ist also auch eine wichtige Bezugsperson und Stütze, wenn das Kind Schwierigkeiten hat uns sich nicht oder nicht nur seinen Eltern anvertrauen möchte.

Das Patenamt ist aber lediglich ein moralischer und kein gesetzlich festgelegter Bund. Mit der Taufe verspricht der Pate jedoch, eine große Verantwortung zu übernehmen und für sein Patenkind in allen Lebenssituationen da zu sein. Dazu gehört auch die Teilnahme an besonderen Ereignissen im Leben des Kindes, wie zum Beispiel an Geburtstagen, an dem ersten Schultag oder an der Kommunion oder Konfirmation. Außerdem besitzt der Pate die Pflicht, am Tage der Taufe zusammen mit den Eltern des Kindes das Glaubensbekenntnis zu sprechen. Somit verpflichtet sich die Patentante oder der Patenonkel selbst dazu, das Patenkind mit dem Glauben vertraut zu machen. Die genauen Aufgaben und Pflichten sollten die Eltern in jedem Falle mit den ausgewählten Paten besprechen, um so ausdrücklich zu erläutern, was sie von den Paten ihres Kindes erwarten.

Paten bleiben für gewöhnlich bis zur Firmung oder Konfirmation des Patenkindes in ihrem Amt. Danach sind sie laut der Regeln der Kirche von allen Pflichten erlöst, da dem Kind selbst die volle Religionsmündigkeit zugesprochen wird. Das bedeutet aber nicht, dass der Pate danach die enge Verbindung zu seinem Patenkind vernachlässigen sollte. Diese Beziehung gilt es auch später noch so sehr zu pflegen, dass die Patentante oder der Patenonkel noch lange eine wichtige und vertrauenswürdige Bezugsperson im Hinblick auf schwierige Lebenslagen und Entscheidungen bleibt. Tritt der Pate jedoch während seiner Amtszeit aus der Kirche aus, übt er aus kirchlicher Sicht auch das Patenamt nicht mehr aus. Da er aber Zeuge der Taufe war, sollte der Pate auch danach noch eine wichtige Bezugsperson für das Kind bleiben.

Wie wird man Pate?

Patentante oder Patenonkel wird man, indem man von den Eltern des Schützlings für dieses Amt ausgewählt wird. Dies ist für viele eine große Ehre, da die Eltern dem Paten ihr vollstes Vertrauen schenken und diesem eine große Verantwortung übertragen. Das Patenamt üben meist Personen aus, die den Eltern besonders nahe stehen. Die Eltern dürfen für ihr eigenes Kind hingegen nicht das Patenamt übernehmen.

Um das Amt überhaupt ausüben zu dürfen, müssen Sie mindestens 16 Jahre alt und entweder gefirmt oder konfirmiert sein. Außerdem sollten Sie der christlichen Kirche angehören, da Sie Ihr Patenkind nur auf christlichem Wege begleiten können, wenn Sie selbst hinter diesem Glauben stehen. Vor der Taufe wird deshalb ein Patenschein von Ihnen benötigt, der Sie befähigt, das Amt auszuüben.

Bräuche und Geschenke

Am Tag der Taufe gilt es allgemeinhin als Brauch, dass die Paten für die Taufkerze, das Taufkettchen und den Taufbrief zuständig sind. Der Tradition entsprechend sorgen die Taufpaten zudem auch für einen kleinen Beitrag zur finanziellen Absicherung des Kindes. Auch in den Folgejahren verwöhnen Patentanten und Patenonkel ihre Patenkinder gerne mit Geschenken. Dabei sollte jedoch stets der Sinn des Amtes im Hinterkopf behalten werden. Da die Patenschaft eng mit Unterstützung verbunden ist, sind Geschenke zur finanziellen Absicherung immer ein gutes Geschenk. Aber auch eine Kinderbibel ist ein sehr sinnvolles Geschenk eines Paten. Wie das Taufgeschenk und spätere Geschenke für das Patenkind jedoch genau aussehen sollten, sollten die Paten am besten mit den Eltern vereinbaren.

Durch den Autor: Peter Rademacher im Themenbereich Familie & Kind abgelegt.

Viele Eltern, die selbst getauft sind, wollen auch ihre Kinder taufen lassen. Natürlich stellt sich da die Frage, wer überhaupt die Patenschaft mit der Taufe übernehmen soll. Die Wahl der Pateneltern sollte nämlich gut überlegt sein, denn das kirchliche Amt bringt einige an Aufgaben und Pflichten mit sich. Außerdem stellt auch die Kirche einige Anforderungen an die Patentante oder den Patenonkel.

Aufgaben und Pflichten von Taufpaten

Aus kirchlicher Sicht haben Pateneltern die Aufgabe, die menschliche und religiöse Entwicklung des Patenkindes zu begleiten. Außerdem sollen sie die Eltern sowohl moralisch, als auch in Erziehungsfragen unterstützen. Mit seinem Amt bürgt der Taufpate dabei für den Glauben des Täuflings.

Häufig wird angenommen, dass die Patenschaft zur Kindesfürsorge verpflichtet, wenn die Eltern frühzeitig verscheiden. Diese Annahme ist jedoch falsch und beruht auf eine frühere Üblichkeit. Das Patenamt berechtigt rechtlich nicht zur Übernahme der Vormundschaft. Ist dies gewünscht, so sollte dies vorzeitig durch ein Testament geklärt werden.

Grundsätzlich hat eine Taufpatenschaft mitsamt ihrer Pflichten heute einen deutlich geringeren Stellenwert als noch früher. In Sachen Erziehung wollen sich nur die wenigsten Eltern reinreden lassen und auch den Glauben leben sie mit ihren Kindern aus, wie es sonst in ihrer Familie üblich ist.
Auch den Pateneltern selbst geht es später immer mehr um die persönliche Beziehung zum Patenkind, als eine fromm-christliche Erziehung.

Rituale Aufgaben der Pateneltern bei der Taufe

Während der Taufe übernehmen die Pateneltern für gewöhnlich einige rituelle Aufgaben. Die Verteilung wird im Vorfeld bei der Taufplanung mit den Kindeseltern geklärt.

  • anzünden der Taufkerze
  • tragen des Täuflings am Taufbecken
  • aufsagen eines Taufspruches oder einer Fürbitte

Nicht unbedingt ein Ritual, aber ein übliches Geschenk als Taufpate ist eine Kinderbibel. Aus dieser speziellen Bibel für Kinder, können die Patentante und der Patenonkel, bei ihrem Besuch immer wieder mal vorlesen.

Voraussetzungen für eine Taufpatenschaft

Nicht jeder kann das Amt der Taufpatenschaft ausüben. Um überhaupt Patenonkel- oder -tante werden zu können, setzt die Kirche einige grundlegende Punkte voraus.

Bei einer Kindertaufe in der evangelische Kirche müssen die Paten:

  • zur Übernahme der Taufpatenschaft bereit sein
  • Mitglied einer christlichen Kirche sein
  • selbst konfirmiert oder im Jugendalter getauft sein
  • mindestens 14 Jahre alt sein

In der katholische Kirche wird von den Taufpaten vorausgesetzt:

  • zur Übernahme des Patenamtes bereit sein
  • Kirchenmitglied der katholischen Kirche sein
  • selbst bereits gefirmt sein
  • mindestens 16 Jahre alt sein

Natürlich müssen die gewählten Pateneltern auch dazu in der Lage sein, den christlichen Glauben zu vermitteln. Dies wird seitens der Kirchengemeinde jedoch nicht extra geprüft. Es ist Aufgabe der Eltern, einen oder mehrere verlässliche Taufpaten für ihr Kind zu wählen.

Taufzeuge statt Patenschaft

Der Taufpate bzw. die Taufpatin bürgen in erster Linie, mit ihrem kirchlichen Ehrenamt, für den christlichen Glauben des Patenkindes. Die Kirche setzt daher voraus, dass auch der Pate ihr (oder einer anderen christlich-anerkannten Glaubensgemeinschaft) angehört. Ist dies nicht der Fall, so kann die katholische oder evangelische Patenschaft für ein Kind nicht übernommen werden. Stattdessen ist nach Kirchenrecht nur die Eintragung als zusätzlicher Taufzeuge zugelassen.

Taufzeugen tragen kein Amt in der Kirche. Sie sind bei der Taufe jedoch anwesend und können im Ablauf (z. B. Gebetsansprache, Bibelvers oder Taufspruch vorlesen, Taufkerze anzünden, etc.) ebenso integriert werden. Im Gegensatz zu den Taufpaten, erhalten sie zwar keine Patenbescheinigung, jedoch einen Taufzeugenschein vom Pfarramt.
Kirchenrechtlich haben Taufzeugen jedoch praktisch keine weitere Bedeutung. Es ist viel mehr ein Wunsch der Kindeseltern sie bei der Taufe mit einzubeziehen. Die Notwendigkeit eines Paten ersetzt der Zeuge nicht.

Taufe ohne Pateneltern?

Die Kirche sieht die Anwesenheit von mindestens eines Taufpaten vor. In der heutigen Zeit ist diese Voraussetzung jedoch immer seltener gegeben. Der Grund liegt weniger an geeigneten Persönlichkeiten, sondern viel mehr an der notwendigen Kirchenzugehörigkeit. Aus finanzieller Sicht treten beispielsweise immer mehr Menschen aus der Kirche aus. Aber auch die multikulturelle Gesellschaft ist eine große Hürde. So können Muslime, aufgrund ihrer anderen Religion, nicht das Amt der römisch-katholischen oder evangelischen Patenschaft übernehmen. Auch die Zeugen Jehovas oder Mormonen sind ausgeschlossen.

Oftmals werden daher notgedrungen Patentante oder -onkel gewählt, die eigentlich nicht erste Wahr waren. Ist dies nicht gewollt oder findet sich gar niemand, sollte sich an den örtlichen Pfarrer gewendet werden, um gemeinsam nach einer Lösung (z. B. Gemeindepatenamt) zu suchen. In Ausnahmefällen ist auch eine Taufe ohne Pateneltern möglich.

Patentante und Patenonkel wählen

Die Wahl von Patentante und Patenonkel sollte seitens der Kindeseltern gut überlegt werden. Nach der Taufe bleibt dieses Amt bestehen und kann nicht mehr ausgetragen bzw. rückgängig gemacht werden. Auch ein ändern durch hinzufügen eines neuen Taufpaten ist seitens der Kirche nicht vorgesehen.
Im Evangelischen erlöschen die Pflichten als Pate nach der Konfirmation (ca. im Alter von 14 Jahren) des Kindes. Der katholische Glaube sieht in diesem Amt eine lebenslange Verpflichtung gegenüber dem Täufling. Lediglich der Kirchenaustritt hebt die Patenschaft auf.

Sinnlich spielt der Glaube bei der Taufe natürlich eine wichtige Rolle. Es ist jedoch eine Entscheidung der Eltern, ob sie ein frommes Christensein oder „nur“ die kirchliche Grundüberzeugung von den Kindespaten erwarten.
Bei der Taufpatenwahl kommt es den meisten vielmehr darauf an, dass sich zwischen dem Patenonkel bzw. -tante eine freundschaftlich-vertraute Beziehung entwickeln kann. Die Nähe beider Parteien spielt daher eine wichtige Rolle.

Geschwister als Pateneltern

Viele Eltern wählen ihre Geschwister als Pateneltern. Durch die familiär lebenslange Beziehung erhoffen sie sich eine engere Bindung zwischen ihnen und dem Kind. Diese Patenschaftswahl ist (bei entsprechender Kirchenangehörigkeit) natürlich problemlos möglich.
Dennoch sollte im Hinterkopf behalten werden, dass die Familienbindung auch ohne eine Taufpatenschaft besteht. Als Tante und Onkel sind sie schließlich sowieso Bestandteil der Familie.

Gerne fällt daher auch die Wahl vertrauensvoll auf die besten Freunde als Taufpaten. Ohne ein bestehendes Verwandtschaftsverhältnis können Patenonkel und -tante Anregungen von außen geben.

Wie viele Taufpaten?

Eine Garantie dafür, dass die gewählten Pateneltern ihr Amt auch wirklich ein Leben lang ernst nehmen, gibt es jedoch nicht. Sowohl mit Freunden, als auch den Geschwistern bzw. der Familie kann sich zerstritten werden, sodass der Kontakt abbricht. Ebensowenig lässt sich bei beiden Möglichkeiten voraussehen, wie ernst die Patenschaftsverpflichtung letztendlich wirklich genommen wird. Häufig wird daher mehr als nur ein Taufpate gewählt.

Ganz klassisch werden zwei Pateneltern gewählt. Meistens eine Patentante, sowie ein Patenonkel. Der Kirche reicht jedoch ein einziger Taufpate aus, wobei sich in Ausnahmefällen auch auf keinen mit dem Pastor geeinigt werden kann. Nach oben hin sind grundsätzlich zwar keine Grenzen gesetzt, jedoch empfehlen viele Gemeinden maximal zwei bis vier Paten.

Müssen alle Paten bei der Taufe anwesend sein?

Die Taufpaten sollten natürlich alle bei der Taufe auch anwesend sein. Unter gewissen Umständen ist dies aber nicht immer möglich. So kann beispielsweise eine Krankheit, das Erscheinen am Tauftag verhindern. Nicht selten ist aber auch die Patentante selbst schwanger und plötzlich hat es das Baby doch etwas eiliger, als eigentlich geplant.
Sicherlich wäre eine Möglichkeit, das Tauffest abzusagen und zu verschieben. Doch dies wollen die meisten Eltern natürlich vermeiden. Ein triftiger Grund für diesen Schritt wäre vielmehr, wenn das Kind zu krank für seine Taufe ist.

Sollte der Fall eintreten, dass ein gewünschter Taufpate nicht in der Kirche anwesend sein kann, so ist dies mit dem Pfarrer zu besprechen. Auch wenn es natürlich nicht Sinn der Sache ist, ermöglichen sie in Einzelfällen auch mal eine Patenschaft ohne direkte Anwesenheit des Paten. Manchmal wird auch eine andere Person verlangt, die den Verhinderten an diesem Tag vertritt. Dies ist aber keine Selbstverständlichkeit und abhängig vom Pastor bzw. der Gemeinde!

Entschuldbare Gründe eines Fernbleiben kann es selbstverständlich immer mal geben. Bei der Taufpatenwahl sollte aber berücksichtigt werden, ob jemand generell zuverlässig oder eher unzuverlässig ist.

Was muss ich als Pate tun?

Schon im Taufgottesdienst kommen Sie zum Einsatz, denn als Taufpatin oder Taufpate übernehmen Sie ein kirchliches Amt. Das soll und darf in der Feier sichtbar werden: Sie können die Taufkerze anzünden und vielleicht sogar den Täufling über das Taufbecken halten. Die Eltern freuen sich bestimmt, wenn Sie im Gottesdienst – in Absprache mit der Pfarrerin – ein Gebet oder einen Segensspruch für das Kind vortragen. Formal sind Sie Zeugin oder Zeuge der Taufe – und noch mehr als das! Gemeinsam mit den Eltern und stellvertretend für den Täufling sagen Sie „Ja“. Sie tragen also die Entscheidung mit, dass das Kind in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen wird. Später wird Ihr Patenkind vielleicht – hoffentlich – selbst ein „Ja“ zum Glauben finden und das mit der Konfirmation bezeugen.

Um direkt mit einem Missverständnis aufzuräumen: Sie versprechen bei der Taufe nicht, das Kind bei sich aufzunehmen und großzuziehen, falls den Eltern etwas zustoßen sollte. Für Sorgerechtsentscheidungen sind Familiengerichte zuständig, nicht die Kirche. Sondern Sie versprechen, für die christliche Erziehung des Kindes zu sorgen – nicht weniger und nicht mehr. Damit es später auch weiß, was es glauben kann, muss ein Kind seine Religion kennenlernen. Dafür sind die Paten da.

Vielleicht denken Sie jetzt: Oh nein, das kann nicht, mein Glaube ist doch viel zu schwach und ich gehe selbst nicht so oft in die Kirche. Na dann, auf! Suchen Sie Gelegenheiten, mit Ihrem Patenkind gemeinsam in die Kirche zu gehen – zum Krabbelgottesdienst, zum Gemeindefest, zum Laternenumzug. Wenn das Kind etwas größer geworden ist, schenken Sie ihm eine Kinderbibel und lesen Sie ihm daraus vor. Vor einem gemeinsamen Essen sprechen Sie ein Tischgebet. Lernen Sie christliche Kinderlieder und singen Sie sie mit dem Kind. Es kommt nicht darauf an, dass Sie irgendetwas beweisen – schon gar nicht, wie „fromm“ Sie selbst sind – sondern dass Ihr Patenkind biblische Geschichten, Feste, Lieder und Gebete kennenlernt und einübt.

Nun kommt möglicherweise der zweite Einwand: Sie wohnen zu weit weg und sehen Ihr Patenkind nur ein, zwei Mal im Jahr? Dann versuchen Sie es einzurichten, dass Sie zumindest zum Geburtstag oder zum Tauftag da sind und Zeit miteinander verbringen. Kleine Geschenke oder Briefe können Sie zwischendurch mit der Post schicken, damit Ihr Patenkind merkt, dass Sie an es denken. Rufen Sie ab und zu mal an und fragen Sie, wie es Kind und Eltern geht. Unterstützen Sie die Eltern, wenn sie Rat und Hilfe brauchen. Außerdem – ganz wichtig und völlig unabhängig von der Entfernung: Beten Sie für Ihr Patenkind! Bitten Sie Gott, dass er es behüten und ihm Glauben schenken möge. Für die Eltern können Sie gleich mitbeten – um gute Nerven, um Geduld und Weisheit bei der Erziehung.

Wenn es Ihnen gelingt, eine gute Beziehung zu Ihrem Patenkind aufzubauen, kann es später – besonders während der Pubertät – davon profitieren. Denn mit den Eltern über Probleme zu reden fällt in dieser Zeit bekanntlich schwer. Patin oder Pate dagegen haben Abstand und sind damit gute Gesprächspartner. Verletzen Sie das Vertrauen nicht. Behalten Sie Geheimnisse, die Ihr Patenkind Ihnen anvertraut, unbedingt für sich! Vielleicht gelingt es Ihnen bei Konflikten, zwischen Kind und Eltern zu vermitteln. Machen Sie Ihrem Patenkind Mut, schwierige Dinge anzusprechen und Lösungen zu suchen. Freuen Sie sich mit ihm, wenn etwas gut gelungen ist oder wenn eine Krise überwunden werden konnte.

Einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Problemen und zwischenmenschlichen Konflikten zu lernen, gehört schließlich auch zu einer christlichen Erziehung dazu: Ihr Patenkind soll üben, ein gutes Verhältnis zu sich selbst, zu Gott und zu anderen Menschen zu pflegen. Dafür sind Sie als Pate oder Patin gemeinsam mit den Eltern verantwortlich. Es ist eine große Aufgabe – aber auch eine sehr schöne.

Was macht eine gute Patentante aus?

der ursprüngliche Sinn der Patenschaft war der,anstelle der (verstorbenen)Eltern die Sorge für das Kind zu übernehmen.

Ich finde,es ist nicht schlecht,dem Kind oder Jugendlichen zu signalisieren-ich bin bei Bedarf für Dich da.

Ich lebe wenig traditionell mit komplizierter Biografie,die ich mir nicht ausgesucht hatte- und habe damit kaum was am Hut.

Schön finde ich es,wenn Geschwister gefragt werden,wenn das Verhältnis gut genug dafür ist. Ansonsten-Schwägerinnen,Cousinen. Oder allemal eine beste Freundin,was aber eher selten der Fall ist.

Ich würde einfach KEINE Erwartungen rein setzen. Entweder,es läuft ganz gut oder eben gar nicht bis sehr distanziert.Letzteres haben wir auch im FAmilienkreis,weil die Patentante einfach ein Freak war als sie noch jünger war und jetzt Anf.40igerin zwar gesetzter wurde aber dennnoch keinerlei Interesse und Engagement an Familienbindungen bekundete.

Mag auch an der Mutter der beschriebenen Patentante liegen,die ihre zahlreichen Kinder chaotisch grossziehen musste…da lief viel aus dem Ruder und Vorbild war sie nicht wirklich/nie.

Taufpate: Pflichten und Voraussetzungen

Taufpaten sollen traditionell die christliche Erziehung des Kindes durch seine Eltern unterstützen. Heutzutage liegen die Aufgaben von Taufpaten verstärkt in anderen Bereichen. Trotzdem gelten vonseiten der Kirchen bestimmte Voraussetzungen und Pflichten für Taufpaten.

Taufpate werden: Voraussetzungen

Damit Sie das Amt des Taufpaten für ein Kind übernehmen können, müssen Sie einige Voraussetzungen und Pflichten erfüllen. Lesen Sie zunächst, welche Voraussetzungen bestehen und ob es Alternativen gibt.

Christliche Kirche und Konfession

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Grundsätzlich müssen Sie einer christlichen Kirche angehören. Wenigstens einer der Taufpaten muss außerdem der Konfession angehören, in die der Täufling aufgenommen werden soll.

Mindestalter

In der katholischen Kirche gehört außerdem dazu, dass Sie getauft, gefirmt und mindestens 16 Jahre alt sind.

In der evangelischen Kirche liegt das Mindestalter für Taufpaten bei 14 Jahren. Getauft und konfirmiert sollten Sie auch hier sein. Beachten Sie, dass sich die evangelische Kirche in Deutschland aus unterschiedlichen Landeskirchen zusammensetzt, in denen eigene Kirchengesetze herrschen. Informieren Sie also am besten rechtzeitig bei der für Sie zuständigen Gemeinde.

Glaube

Auch Ihr Glaube spielt eine elementare Rolle. Sie müssen kein frommer Christ sein, um Taufpate zu werden. Zweifel an der Religion dürfen bestehen, sagt der Landeskirchenrat der Evangelischen Kirche, Vicco von Bülow, dem Portal „evangelisch.de“. Doch eine Grundüberzeugung gegenüber der Kirche sei Pflicht.

Alternative: Taufzeugen als Ergänzung

Sollte Ihr „Wunsch-Taufpate“ diese Kriterien nicht erfüllen, bietet sich ein Gespräch mit dem zuständigen Geistlichen an. Es können zwar keine Ausnahmen vom Kirchengesetz gemacht werden. Allerdings kann eine Person, die nicht zu einer christlichen Kirche gehört, als sogenannter Taufzeuge eingesetzt werden. Diese Rolle ist jedoch nur zusätzlich und symbolisch zu verstehen – einen zur Kirche gehörenden Taufpaten benötigen Sie dennoch.

Die Pflichten des Taufpaten

Eltern unterstützen

Die Aufgabe des Taufpaten besteht nicht darin, Regeln für das Kind aufzustellen. Dies bleibt weiterhin den Eltern überlassen. Vielmehr bilden Sie als Pate eine Ergänzung und Unterstützung zur elterlichen Erziehung.

Moralische Verpflichtung

Bevor Sie sich dafür oder dagegen entscheiden, Taufpate zu werden: Seien Sie sich der großen Verantwortung bewusst! Sie verpflichten sich moralisch, dem Kind ein Zuhause zu bieten und Ratschläge zu geben, wenn es nirgendwo anders hingehen kann.

Nähe zur Familie ist wichtig

Letzten Endes sind es die Eltern und nicht die Kirche, die den Taufpaten auswählen. Dies geschieht nach Kriterien, die jede Familie für sich selbst erstellt. Meist suchen sich Eltern Taufpaten in ihrem familiären Umfeld oder im engen Freundeskreis.

Dies ist auch wichtig, da zwischen Kind und Pate eine innige Beziehung angestrebt wird. Vonseiten der evangelischen Kirche sollte diese mindestens bis zur Konfirmation (üblicherweise im Alter von 14 Jahren) bestehen bleiben. Die katholische Kirche erachtet das Amt des Taufpaten als eine lebenslange Verantwortung.

Wenn Sie als Eltern auf der Suche nach einem Taufpaten sind, sollten Sie sich deshalb in Ihrer Nähe umschauen. Es macht keinen Sinn, wenn ein Taufpate viele Kilometer entfernt wohnt und das Patenkind selten besuchen kann. Zwischen dem Kind und dem Taufpaten sollte sich eine freundschaftliche Beziehung entwickeln. Oft suchen Patenkinder die Nähe Ihrer Paten, wenn sie sich – aus welchen Gründen auch immer – einmal nicht zu ihren Eltern trauen.

Ritus: Als Taufpate bei der Taufe

Als Taufpate bei der eigentlichen Taufe übernehmen Sie bestimmte rituelle Aufgaben. Sie halten das Kind während seiner Segnung mit dem Weihwasser. Auch das Halten der Taufkerze gehört dann zu Ihren Aufgaben.

  • Leitsätze für das Leben: Schöne Taufsprüche aus weltlicher Literatur
  • Pate werden: Wer ist der richtige Pate für Ihr Kind?
  • Zugehörigkeit zu Jesus Christus: So läuft die Taufe bei Erwachsenen ab
  • Himmlische Geschenke: Kreative Ideen für besondere Taufgeschenke
  • Religionsgemeinschaft: Muss man für die Konfirmation getauft sein?

Falls vorher abgesprochen, können Sie auch ein paar Worte bei der Taufe sprechen. Gestalten Sie diese Rede am besten im Hinblick auf Ihre Verpflichtung, dem Kind in allen Lagen des Lebens zur Seite zu stehen. Abschließend werden oft im gemeinsamen Kreis Tauflieder gesungen.

10 Tipps für Patentanten

Patentante werden ist nicht schwer – Patentante sein dagegen sehr! Ganz so ist es nicht – aber um eine gute Patentante oder ein guter Patenonkel zu sein, braucht es von Anfang an dein Zutun und deinen Einsatz. 10 Tipps für Patentanten & Patenonkels:

Patentante: liebevolle Begleitung durchs Leben

Pate für ein Kind zu sein ist eine verantwortungsvolle Aufgabe! Und eine, die glücklich macht. Denn die Beziehung zwischen Paten und Patenkind ist oft eine ganz besondere. Dazu braucht es aber einiges an Engagement. Mit diesen zehn Tipps wirst werdet ihr zur „besten Patentante und zum besten Patenonkel ever“!

➤ 1. Pate eines Kindes zu sein ist eine Ehre! Wenn su als Pate ausgewählt wurdest, dann zeugt das von großem Vertrauen der Eltern. Auch wenn sie vielleicht von alleine nicht angesprochen werden, sind damit Erwartungen an dich als Patentante oder Patenonkel verbunden. Am besten klärst du gleich zu Anfang, was die Eltern von dir erwarten. So kann unschönen Missverständnissen vorgebeugt werden.
➤ 2. Die eigentliche Bedeutung der Patenschaft impliziert, das Kind auch bei seiner religiösen Entwicklung zu begleiten. Heute rückt diese Aufgabe immer weiter in den Hintergrund. Die christliche Erziehung liegt allermeist bei den Eltern, den Kindergärten und Schulen. Aber um Missverständnisse zu vermeiden, sprich am besten mit den Eltern des Kindes, ob sie in diesem Punkt Erwartungen an dich haben. Und überprüfe für dich, ob du diesen gerecht werden willst und kannst.
➤ 3. Viel wichtiger als Geschenke zum Geburtstag und Weihnachten zu machen ist es, sein Patenkind auf seinem Weg durchs Leben zu begleiten und ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – als eine Art „beste große Freundin“, bzw. „bester großer Freund“.
➤ 4. Schenke Zeit! Wenn dein Patenkind noch klein ist, kannst du den Eltern anbieten, zum Babysitten zu kommen und so erste zarte Freundschaftsbande knüpfen. Wichtig ist, dass du an den großen Tagen dabei bist: An den Geburtstagen (vielleicht auch an den Kindergeburtstagen als Unterstützung für die Eltern), bei der Einschulung und anderen großen Ereignissen.
➤ 5. Wenn die Kinder etwas größer sind, werden gemeinsame Unternehmungen zu den schönsten Geschenken und sind besser als jedes Buch oder Spiel. Vielleicht willst du es ja zur Tradition werden lassen, dass du dein Patenkind zum Geburtstag in den Zoo, ins Kindertheater oder zu einem Picknick am See einlädst!
➤ 6. Karten und Briefe sind nett – aber Anrufe sind viiiiel netter! Wenn dein Patenkind nicht in der Nähe wohnt, melde dich doch einfach regelmäßig per Telefon oder auf elektronischem Weg. So lässt sich viel besser eine Beziehung aufbauen, als über Geburtstagsbriefe und Weihnachtskarten.

Taufe & Co

Fragen und Antworten zur Taufe

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➤ 7. Patentanten sind keine Zweit-Mamas. Das heißt: Das Erziehen darfst du getrost den Eltern überlassen, du bist dafür für verrückte Ideen zuständig. Überrasche dein Patenkind mit lustigen Events: Modenschau im Wohnzimmer inklusive Foto-Shooting, Pyjama-Party mit Lieblingsfilm und Chips, Zelten im Garten, Plätzchen backen im Sommer und und und. Dir fällt garantiert noch viel mehr ein!
➤ 8. Deine Aufgabe ist es, für dein Patenkind da zu sein. Wenn es beispielsweise in der Pubertät zu größeren Auseinandersetzungen in der Familie kommt, solltest du derjenige sein, der beim Vermitteln hilft.
➤ 9. Aber auch sonst gilt: Habe immer ein offenes Ohr für die kleinen Problemchen und Sorgen deines Patenkindes.
➤ 10. Solltest du das Gefühl haben, die Eltern deines Patenkindes haben Erwartungen an dich, die du nicht erfüllst: Sprich darüber! Das Engagement in die Beziehung zu deinem Patenkind macht sich in jedem Fall bezahlt. Im besten Fall wird daraus eine Freundschaft, die bis ins Alter hält.

Früher war das Patenamt eine wichtige Absicherung im Todesfall der Eltern. Heute steht eine Patentante oder ein Patenonkel für Spaß und Vertrauen. Dennoch gibt es einige Aufgaben und Pflichten, die das kirchliche Amt mit sich bringt.

Welche Aufgaben müssen Taufpaten erfüllen?

Die kirchliche Patenschaft ist nicht mit gesetzlichen Verpflichtungen verbunden, trotzdem geht eine Patentante einen engen Bund mit ihrem Schützling ein. Mit der Taufe versprechen die Pateneltern, die menschliche und religiöse Entwicklung des Patenkindes zu begleiten. Sie beraten und unterstützen zum Beispiel die Kindeseltern bei Erziehungsfragen. Eine Patentante gilt als eine Mischung zwischen Mutter und Freundin und sollte Ansprechpartner in allen Lebenslagen sein.

Patentante – Verantwortung mit Coolness-Faktor © Getty Images

Zu der verantwortungsvollen Aufgabe gehört auch, an besonderen Ereignissen im Leben des Kindes teilzunehmen wie Geburtstagen, dem ersten Schultag oder der Kommunion/Konfirmation. Spaß wird bei diesem Amt großgeschrieben. Schwimmbadbesuche, Ausflüge und Konzerte – mit einer guten Patentante wird das Leben niemals langweilig. Übrigens: Früher war es üblich, dass die Paten im Todesfall der Eltern das Patenkind zu sich nehmen. Aus rechtlicher Sicht wird jedoch mit dem Patenamt keine Vormundschaft zugesprochen.

Pflichten der Pateneltern bei der Taufe

Am Tag der Taufe gehört das gemeinsame Sprechen des Glaubensbekenntnisses zu den Aufgaben der Pateneltern. Damit verpflichten sie sich dazu, ihren Schützling mit dem Glauben vertraut zu machen. Patentanten helfen häufig bereits bei der Vorbereitung der Taufe mit. Sie organisieren die Location für die Feier oder wählen die Taufkerze aus. Ob und in welchem Maße Taufeltern Teil der Vorbereitung sind, ist aber ganz individuell. In der Kirche übernehmen Patentanten und Patenonkel folgende Aufgaben:


  • Sprechen des Glaubensbekenntnisses (gemeinsam mit den Eltern)
  • Anzünden der Taufkerze
  • Halten des Täuflings am Taufbecken
  • Aufsagen einer Fürbitte oder eines Taufspruches

Die kirchlichen Rituale sind der erste Schritt, um das Patenkind auf christlichem Wege in die Welt der Erwachsenen zu übergeben.

Pflichten der Pateneltern bei der Taufe (© Getty Images)

Wie wird man Patentante oder Patenonkel?

Eine Patentante zu werden ist eine ehrenvolle Aufgabe, denn das bedeutet, dass man als so vertrauenswürdig gilt, dass Eltern einem das eigene Kind anvertrauen würden. Paten werden also durch die Eltern auserwählt. Stimmen die Auserwählten zu, müssen nur noch die Bestimmungen der jeweiligen Kirche erfüllt werden.

Voraussetzungen der katholischen Kirche:

  • Bereitschaft zur Übernahme des Patenamtes
  • Mindestalter 16 Jahre
  • Mitglied der katholischen Kirchengemeinde
  • Die „Wunsch-Paten“ müssen bereits gefirmt sein

Voraussetzung der evangelischen Kirche:

  • Bereitschaft zur Übernahme des Patenamtes
  • Mindestalter 14 Jahre
  • Mitglied einer christlichen Kirchengemeinde
  • Die „Wunsch-Paten“ müssen selbst konfirmiert oder im Jugendalter getauft worden sein

Eine katholische oder evangelische Patenschaft kann für ein Kind also nur übernommen werden, wenn „Wunsch-Paten“ Mitglied einer christlich-anerkannten Glaubensgemeinschaft sind. Gehören die auserwählten Paten keiner oder einer anderen Glaubensgemeinschaft an, bleibt noch die Möglichkeit, sie als Taufzeugen einzutragen. Sie erhalten zwar keine Patenbescheinigung, können aber in die Rituale der Taufe miteinbezogen werden. Bei der Taufe muss mindestens ein Pate bestimmt werden, den kann auch ein Taufzeuge nicht ersetzen. Findet sich für ein Kind kein geeigneter Pate, kann gemeinsam mit dem Pfarrer über einen „Gemeindepaten“ nachgedacht werden.

4 Tipps – so gelingt das Patenamt

1. Erwartungen mit den Eltern abklären: Eine Taufpatenschaft hat heute nicht mehr den Stellenwert, wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Heute geht es vielmehr um die persönliche Beziehung zum Patenkind, als um eine rein christliche Erziehung. Eltern haben ganz unterschiedliche Erwartungen hinsichtlich des Patenamtes. Damit sich alle mit der ehrenvollen Aufgabe wohlfühlen, sollten vorab die Erwartungen geklärt werden.

2. Kleine Freuden erfüllen: Kinder freuen sich über Geschenke. Diese können im Rahmen des Patenamts aber auch sehr kreativ gestaltet werden. Ein Besuch im Vergnügungspark oder im Streichelzoo sind oftmals viel wertvoller als eine kurze Geschenkübergabe.

3. Zeit nehmen: Eine Patentante oder ein Patenonkel sollte sich für seinen Schützling Zeit nehmen. Dabei ist der Austausch wichtig. Gemeinsames Lachen und interessante Gespräche, aber auch tröstende Worte bereichern die Beziehung zum Patenkind. Nur so kann eine vertrauensvolle Bindung aufgebaut werden. Bei Problemen wendet sich das Kind dann auch gerne an seine Pateneltern.

4. Da sein, wenn man gebraucht wird: Nicht immer ist alles eitel Sonnenschein. Ein Streit mit den Eltern oder eine Auseinandersetzung mit dem Lehrer kann Kinder sehr belasten. Manchmal braucht es dann einen anderen Ansprechpartner. Pateneltern sollten gut zuhören können und wenn nötig auch zwischen Eltern und Kind vermitteln. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, um nicht den Anschein zu erwecken, sich über die Grenzen hinweg einmischen zu wollen.

Eine Patenschaft ist also eine wundervolle Aufgabe, die trotz der Pflichten sehr erfüllend sein kann.


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