Brei selber machen

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Babybrei kochen: 8 Tipps

Mit der ersten Beikost, fragst Du Dich bestimmt: Babybrei selber machen oder fertige Gläschen kaufen – was ist besser? Grundsätzlich sind beide Varianten für Dein Baby gut geeignet, weshalb es keine eindeutige Empfehlung für eine gibt. Die einen finden es praktischer, Breie schon fertig zu kaufen und so Zeit für die Zubereitung zu sparen. Andere entscheiden lieber selbst, was genau in die Beikostmahlzeiten hineinkommt.

Bis das Baby fünf bis sechs Monate alt ist, solltest Du mit dem Brei kochen noch warten. Danach kannst Du den Babybrei selbst zubereiten. Dafür brauchst Du auch nichts Besonderes, eine Mischung aus Gemüse, Getreide und Fleisch eignet sich beispielsweise zum Brei kochen hervorragend. Eine schonende Zubereitung ist beim Kochen des Babybreis besonders wichtig, damit die Vitamine beim Kochen des Breis nicht verloren gehen.

Der erste Brei wird für Dein Baby noch ziemlich ungewohnt sein. Sinnvoll ist es, mit einem einfachen Gemüsebrei anzufangen, um Babys Bäuchlein nicht zu überfordern. Empfehlungen findest Du in unserem Beikostplan!

Zum Selbermachen von Babybrei haben wir hier einige Punkte zusammengefasst, die Du dabei beachten solltest.

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1) Zutaten zum Babybrei kochen

Beim Selbermachen von Babybrei hast Du im Prinzip die freie Auswahl, welche Lebensmittel Du Deinem Kind als Brei anbietest. Das ist auch einer der großen Vorteile des Selbstkochens: Du bist unabhängig vom Angebot der Babynahrungshersteller und kannst genau auf die Vorlieben Deines Babys eingehen.

Einige Lebensmittel, wie etwa sehr nitratreiches Gemüse wie Fenchel oder Spinat, solltest Du beim Kochen von Babybrei jedoch in den ersten Monaten weglassen.

Inspiration zu verschiedenen Rezeptideen, Tipps, wie Du Deinem Baby neue Gerichte schmackhaft machst und viele weitere Informationen rund um selbstgemachte Beikost, findest Du in dem Ratgeber „Babybrei. Der sichere Einstieg in die Beikost“ von Expertin Natalie Stadelmann.Anzeige

Welche Lebensmittel genau für Babys eher ungeeignet sind, erklären wir in unseren Artikeln „Lebensmittel, die Du Deinem Baby nicht geben solltest“ und „Wunder Po durch Lebensmittel: Tipps für die Beikost“.

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2) Top-Qualität der Zutaten für Babybrei wichtig

Zum Kochen von Babybrei solltest Du nur hochwertige Zutaten verwenden.

  • Frische ist besonders wichtig: Denn je frischer die Lebensmittel sind, desto mehr Nährstoffe und Vitamine sind enthalten.
  • Bitte, Bio: Entscheide Dich außerdem am besten für Obst und Gemüse in Bio-Qualität. So kannst Du sichergehen, dass die Nahrungsmittel nicht mit Pestiziden oder anderen Giften behandelt sind. Da bei selbstgekochter Beikost, anders als bei fertigen Gläschen, niemand die eventuelle Schadstoffbelastung kontrolliert, ist dieser Punkt besonders wichtig.

3) Ausgewogenen Nährstoff-Mix beachten

Gemüse plus Obst: Industriell hergestellte Beikost unterliegt strengen Richtlinien, was ihre Inhaltsstoffe und Zusammensetzung betrifft. Beim Selbermachen von Babybrei musst Du selbst darauf achten, dass Dein Kind alle Nährstoffe für ein gesundes Wachstum ausgewogen bekommt.

So liefert Obst allein beispielsweise nicht ausreichend Energie, um als eigenständige Mahlzeit zu gelten. Gemüse enthält nicht genug Eisen, um einen eventuellen Verzicht auf Fleisch auszugleichen. Ratsam ist es, mit Gemüsebrei zu starten, später Kartoffeln und anschließend mageres Fleisch hinzuzugeben. Jede Fleischsorte eignet sich dafür, jedoch sollte es möglichst zart sein, denn zartes Fleisch lässt sich gut pürieren. Zur Zubereitung für den selbstgekochten Babybrei schneidest Du das Fleisch in mittelgroße Stücke. Die übrigen Zutaten dazugeben, leicht mit Wasser bedecken und gar kochen. Einen Schuss Öl – empfehlenswert ist kaltgepresstes und unraffiniertes Speiseöl – hinzugeben und mit dem Mixer pürieren.

Um Dir das Kochen gesunder Mahlzeiten zu erleichtern, findest Du in unserem Spezial Beikost viele tolle Rezepte, die Dein Baby mit allem versorgen, was es braucht.

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4) Babybrei schonend zubereiten

Auf die sanfte Tour: Die wertvollen Nährstoffe der einzelnen Zutaten, wie beispielsweise Vitamine, sollen beim Kochen von Babybrei nicht verloren gehen. Darum ist eine schonende Zubereitung besonders wichtig. Unsere Empfehlung: Mit einem Babynahrungszubereiter, wie beispielsweise mit dem Modell Philips Avent 2-in-1,Anzeige lassen sich die vitamin- und nährstoffreichen Mahlzeiten im Handumdrehen zubereiten. Die Reinigung ist ebenfalls leicht, denn der Behälter kann in der Spülmaschine gereinigt werden.

  • Koche die einzelnen Lebensmittel so kurz wie möglich. So verhinderst Du, dass zu viele wasserlösliche Vitamine vom Kochwasser ausgewaschen werden.
  • Bei Gemüse bietet es sich an, es zu dünsten statt zu kochen.
  • Schneide die Zutaten außerdem vorher in kleine Stücke. Denn kleinere Stückchen garen schneller und es gehen nicht so viele Inhaltsstoffe verloren.

5) Babybrei nicht würzen

Auch wenn Dir der Babybrei nach dem Kochen etwas fad vorkommt: Du solltest ihn auf keinen Fall würzen.

Salz kann sich ungünstig auf die noch nicht voll entwickelten Nieren Deines Babys auswirken. Auch andere geschmacksgebende Zutaten wie scharfe Gewürze, Aromen oder Nüsse sind nicht notwendig. Sie würden die empfindlichen Geschmacksnerven Deines Kindes überfordern.

Nachdem es in den ersten Lebensmonaten nur mit Mutter- oder Säuglingsmilch gefüttert wurde, ist der Eigengeschmack eines neuen Lebensmittels für Dein Baby spannend genug. Es hat sicher Spaß daran, dieses ganz unverfälscht zu entdecken.

6) Die richtige Konsistenz von Babybrei

Dein Baby hat wahrscheinlich noch keine oder nur wenige Zähne. Deshalb ist es besonders wichtig, dass der Babybrei die richtige Konsistenz hat.

Zu Beginn der Beikost solltest Du alles fein pürieren, damit Dein Baby die neue Kost so leicht wie möglich schlucken kann. Wenn es sich an den Verzehr des Breis gewöhnt hat, sind auch kleine Stückchen in Ordnung. Die bieten Deinem Baby noch einmal ein vollkommen neues Esserlebnis. Wann genau Dein Baby für festere Nahrung bereit ist, entscheidest Du ganz individuell.

Tipp: Falls der Brei nach dem Pürieren etwas zu fest ist, kannst Du ihn mit dem Kochwasser etwas flüssiger machen. Denn in diesem befinden sich viele wasserlösliche Vitamine, die während des Kochens ausgewaschen wurden.

7) Babybrei richtig aufbewahren

Du bist von dem Gedanken abgeschreckt, dass Du Babybrei jeden Tag frisch kochen musst? Dann können wir Dich beruhigen. Du kannst Babybrei ganz leicht auf Vorrat kochen und dann in kleinen Portionen einfrieren.

Tipp 1: Beim Einfrieren ist es wichtig, dass Du den Babybrei luftdicht verpackst, wie beispielsweise mit dem KIDDO FEEDO Gefrierbehälter aus hochwertigem, lebensmittelechtem Silikon.Anzeige Mit nur minimalem Kraftaufwand ist das Gefrorene wieder frei und Du erhälst einen perfekt portionierten Brei.

Worauf genau Du dabei achten musst, erklären wir in unserem Artikel „Babybrei einfrieren – geht das?“.

Tipp 2: Wenn Du den Babybrei nach dem Kochen nicht einfrieren möchtest, kannst Du ihn auch im Kühlschrank aufbewahren. Dort ist er allerdings nur etwa 24 Stunden haltbar. Danach solltest Du ihn unbedingt entsorgen, da die Keimbelastung sonst zu hoch ist.

8) Hygiene beim Kochen von Babybrei

Zutaten, Zubereitung oder Aufbewahren von Babybrei: Hygiene ist in allen Bereichen sehr wichtig. Wasche Gemüse und Obst immer gut unter fließendem Wasser ab, um Schmutz oder eventuelle Schadstoffe zu entfernen.

Wichtig dabei: Wasche die Zutaten vor dem Schneiden, damit keine wertvollen Nährstoffe ausgespült werden. Auch das Kochgeschirr solltest Du vor dem Gebrauch immer gut reinigen. So geraten keine Keime in den Brei.

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Ausprobieren, alle Beikost-Rezepte im Überblick findest Du hier am Seitenende.

Babybrei selber machen – gesund und lecker

Beginnt man mit der Beikost, kommt wahrscheinlich bei jeder jungen Mutter die Frage auf: Fertige Gläschen kaufen oder Babybrei selber machen? Beide Varianten sind für dein Baby geeignet, aufgrund dessen gibt es keine klare Empfehlung für einen der beiden Varianten.

Gläschenkost ist unkompliziert, schnell verfügbar und super praktisch für unterwegs oder wenn es mal schnell gehen muss.

Babybrei selber machen, das klingt genau so einfach wie es ist. Jede Mama hat die Möglichkeit innerhalb von kurzer Zeit Babybrei selber herzustellen. So weißt du ganz genau, was du deinem Kind zu essen gibst, welche Inhaltsstoffe und Zutaten enthalten sind. So kannst du dich super mit der Ernährung deines Baby auseinandersetzen.

Hier geht es zu unserem Beikostplan!

Babys erster Brei – wann ist es soweit?

Beikost in Form von Babybrei wird Babys zwischen Beginn des 5. Monat und Anfang des 7. Monats gegeben. Das Immun- und Verdauungssystem der Kleinen ist in diesem Zeitraum bereit für neue Herausforderungen und neue Geschmackserlebnisse. Stufenweise wird nun eine Still-/Milchmahlzeit durch Babybrei ersetzt. Sobald sich das Baby an die Nahrungsaufnahme mit dem Löffel gewöhnt hat und es von der Mahlzeit satt wird, ist eine Milchmahlzeit ersetzt und es kann nach etwa einem Monat auch eine zweite Milchmahlzeit durch einen Brei ersetzt werden. Weitere vier Wochen später wird nochmals eine Milchmahlzeit ersetzt. Bei den übrigen Mahlzeiten und zwischendurch sollte dem Baby weiterhin Mutter- oder Babymilch gegeben werden.

Babybrei selber machen: Was muss ich beachten?

Babybrei ab dem 5. Monat

Als Babys erster Brei eignet sich Möhrenbrei besonders gut, da dieser leicht süßlich schmeckt.

  • 90-100 Gramm junge Bundmöhren
  • 2 Teelöffel Rapsöl
  • 3 Esslöffel Wasser
  • 1 EL milder Birnen- oder Apfelsaft oder ein Stück weiches Obst, das nach dem Kochen hinzugegeben wird

Tipp: Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme.

Schäle zunächst die Möhren und probiere von jeder Möhre ein kleines Stückchen, um sicherzustellen, dass sie süß genug sind; bittere Möhren sollten aussortiert werden. Schneide die Möhren in Scheiben und koche sie in Wasser weich. Nach dem Kochen solltest Du etwas Öl hinzugeben. Anschließend alles zu einem flüssigen Brei pürieren. Zur besseren Verwertung von Mineralien kann ein Esslöffel Saft oder ein Stück weiche Birne hinzugefügt werden.

Tipp: Babybrei lässt sich super in Eiswürfelbehälter einfrieren! Somit kannst du für jede Mahlzeit einen Breiwürfel auftauchen, aufkochen, abkühlen lassen und dann deinen Baby zufüttern.

Wird das reine Gemüse akzeptiert, kann nach einigen Tagen Kartoffel und Öl hinzugefügt werden. Das Gemüse versorgt dein Baby mit Vitaminen und Mineralstoffen und ist für den noch jungen Verdauungstrakt leicht zu verdauen. Durch den Schuss Öl können die Vitamine besser aufgenommen werden. Es versorgt das Baby außerdem mit wichtigen Fettsäuren und sorgt für eine bessere Energieversorgung des Babys. Am besten eignen sich Raps- oder Sonnenblumenöl. Im nächsten Schritt wird dem Gemüsebrei noch püriertes Fleisch zugegeben. Das Fleisch versorgt das Baby mit Eisen. Außerdem soll nun noch Fruchtsaft hinzugefügt werden. Das Vitamin C aus den Früchten verbessert die Eisenaufnahme besonders aus den pflanzlichen Lebensmitteln. Es kann hier auch ein Stück weiches Obst in den Brei püriert werden oder wenn das Baby sich schon an Beikost gewöhnt hat, ein paar Löffelchen püriertes Obst zum Nachtisch gegeben werden.

Babybrei ab dem 6. Monat

Ab dem 6. Monat kann der Abendbrei eingeführt werden. Abendbreie sind in der Regel Milch-Getreide-Breie, bestehend aus Milch, Obst und Vollkorn-Getreideflocken. Dieser Abendbrei kann mit Babymilch oder auch Vollmilch zubereitet werden.

Hinweis: Zu welcher Tageszeit der Brei gegeben wird ist im Grunde genommen egal, traditionell wird er abends gegeben. Der Getreide-Obst-Brei kann auch als 2. Brei eingeführt werden.

Babybrei ab dem 8. Monat

Ab dem 8. Monat können Babys auch an leicht stückige Kost herangeführt werden. Das heißt der Babybrei muss nicht mehr fein püriert sein, sondern kann auch kleine, weiche Stücke enthalten.
Wichtig ist, dass die Kleinen gut beobachtet werden, ob sie bereits mit der leicht festeren Nahrung umgehen können. Kleine Lebensmittel, die leicht verschluckt werden können, wie beispielsweise Weintrauben, Heidelbeeren oder Nüsse, sind in den ersten Lebensjahren nicht geeignet.

Babybrei selber machen – diese Zutaten sind tabu

Auf Milchprodukte wie Dickmilch und Quark sollten zu Beginn verzichtet werden, da der Eiweißgehalt zu hoch ist. Rohe Produkte wie Salami, rohe Eier, geräucherter Lachs sind im ersten Lebensjahren tabu, da Babys leichter an Lebensmittelkeimen erkranken können als Erwachsene.

Das Baby sollte im 1. Lebensjahr auch noch keinen Honig bekommen, denn Honig kann Keime enthalten. Dies ist für Kleinkinder, ältere Kinder und Erwachsene kein Problem, Säuglinge können davon allerdings schwer erkranken, da ihr Verdauungssystem noch nicht ausgereift ist.

Worauf muss man bei der Breizubereitung achten?

Schonende Zubereitung

Koche die Lebensmittel nicht zu lange, da viele Vitamine so ausgewaschen oder zerstört werden können. Wenn du die Zutaten vorab in kleine Stücke schneidest, werden sie schneller gar und müssen so nicht so lange gekocht werden. Gemüse sollte im besten Fall nicht gekocht, sondern gedünstet oder gedämpft werden – so behalten sie möglichst viele Nährstoffe.

Keine Gewürze

Auch wenn du es vom Kochen so gewohnt bist: Babybrei sollte in den ersten Monaten auf keinen Fall gewürzt werden. Am Ende des ersten Lebensjahres mit Einführung in die Familienkost kann das Essen leicht gewürzt werden. Geschmacksintensive Gewürze überdecken den Geschmack der Zutaten und somit leidet die Geschmacksentwicklung deines Babys. Salz kann sich zudem gesundheitsschädlich auswirken, denn es belastet die noch nicht komplett entwickelten Nieren.

Die richtige Konsistenz

Achte zu Beginn der Beikosteinführung darauf, dass die Konsistenz des Breis sehr fein ist und keine Stücke enthalten sind, da das Baby zu dieser Zeit wahrscheinlich noch keine Zähne hat. So kann das Baby den Brei leicht schlucken. Sobald sich das Kleine an den Verzehr des Babybreis gewöhnt hat, sind weiche, kleine Gemüsestückchen in Ordnung.

Auf Hygiene achten

Hygiene ist bei der Zubereitung von Babybrei enorm wichtig. Obst und Gemüse sollten gründlich gewaschen werden, um Schadstoffe und Schmutz vollständig zu entfernen; Fleisch sollte immer gut durchgaren. Auch die Küchengeräte, die zur Breizubereitung genutzt werden, sollten immer sauber sein. Werden Töpfe, Schüsseln und Kochgeschirr stets gereinigt und sauber gehalten, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass keine Keime in den selbstgemachten Babybrei kommen.

Achte vor allem darauf, dass

  • aufgewärmte Breie nicht wiederverwendet werden.
  • frisch gekochte Breie zügig erkalten.
  • Brei, der im Kühlschrank gelagert wird, immer abgedeckt ist.

Wenn das Baby mit fester Nahrung beginnt, wird es aufregend für das Kind und die Eltern. Nun beginnt eine neue Phase. Der erste Babybrei sollte frisch und selbstgemacht sein, damit das Baby sich an die neuen Geschmacksrichtungen und Mamas Küche gewöhnt. Ich rate hier von gekauften Gläschen ab, aus diversen Gründen: am Anfang weiss man noch nicht, ob das Baby wirklich bereit ist für Brei und kann so ganz kleine Portionen geben oder verschiedene Gemüse ausprobieren. Selbstgemacht schmeckt zudem viel besser und intensiver als gekauft. Gekaufte Gläschen enthalten oft Zitronensäure und andere Zutaten und schmecken anders als das “richtige” Gemüse. Ausserdem ist es viel nachhaltiger, selbst und mit saisonalem Gemüse zu kochen.

Welche Utensilien für den Breistart nütztlich sind, liest du übrigens hier.

Wenn du Alternativen zu Babybrei suchst, findest du hier alles zum Thema Baby Led Weaning.

Wann ist das Baby bereit für den ersten Brei? Beikostreife:

Wann das Baby bereit ist für feste Nahrung, ist unterschiedlich. Manche sind es bereits im 6. Monat (also ab dem Alter von ca. 5 Monaten), andere etwas später. Die WHO empfiehlt übrigens, ein Baby 6 Monate ausschliesslich zu stillen, danach weiter nach Bedarf.

Ob ein Baby Zähne hat, ist keine Voraussetzung für den Beikoststart. Erst im Alter von etwa 6 Monaten sind Babys in der Lage, Brei mit der Zunge zu schlucken (kein Zungenstossreflex mehr) und sie halten auch den Kopf gut selber. Auch die Verdauung ist erst dann bereit für feste Nahrung. Babies, die das essen wieder aus dem Mund stossen, sind noch nicht bereit für feste Nahrung.

Weitere Zeichen sind:

  • Das Baby ist interessiert an dem, was die Eltern oder andere Familienmitglieder essen und will am Familientisch dabei sein
  • Es sitzt gut auf dem Schoss (aber es muss noch nicht alleine sitzen können) oder mit etwas Unterstützung alleine in einem Kinderstuhl.
  • Es kann etwas nehmen und zum Mund führen. Der Pinzettengriff kommt erst etwas später.
  • Es schmatzt oder macht Kaubewegungen / Schluckbewegungen
  • Es hat keinen Zungenstossreflex mehr.
  • Es versucht, nach dem Essen zu greifen.

Wichtig: Man startet die Beikost langsam mit Brei oder BLW, füttert daneben weiter mit Milch oder stillt weiter.

Als Alternative zu Babybrei kann man ab ca. 6 oder 7 Monaten mit Baby Led Weaning starten, dem selbstbestimmten Essen ohne Babybrei. Dabei bekommt das Baby Fingerfood und isst am Familientisch mit. Hier gibts mehr Infos dazu.

Welches Gemüse eignet sich für den ersten Babybrei?

Karotte, Kürbis, Pastinake, Süsskartoffel, Zucchetti eignen sich gut. (Hier hat es einen Beschrieb zu welches Gemüse wann geeignet ist).

Aber Achtung: Karotte kann stopfend sein, muss aber nicht! Heute wird es oft nicht mehr empfohlen, mit Karotten zu starten.

Eigentlich ist alles erlaubt, was leicht verdaulich ist. Es darf deshalb gut auch Fenchel oder Zucchini sein, wenn einem danach ist.

Nachdem man ein Gemüse eingeführt hat (pro Mittagessen einige Löffel, daneben weiter stillen oder Flasche geben), kann man mit einem zweiten Gemüse starten. Hat das Baby Freude und isst bald eine grössere Portion, ist man auf dem guten Weg. Nun darf man mit Kartoffeln den Brei etwas sättigender gestalten. Oder auch mal zwei Gemüse mixen. Auch Obst darf man unter den Brei mischen, gerade wenn man eisenreiche Gemüse füttert, damit das Eisen besser aufgenommen wird (in der vegetarischen Ernährung besonders wichtig). Zum Beispiel Kürbis-Birne-Kartoffelbrei, Kartoffel-Zucchini-Brei, Babybrei mit Broccoli und Hirse.

Sobald das Baby 150g – 180 g isst (ca. ein Joghurtbecher voll), spricht man von einer vollen Mahlzeit. Das kann bereits nach 2 Wochen sein, oder auch erst nach einem Monat – das ist individuell.

Wie bereitet man den Babybrei zu?

  • Das Gemüse schonend kochen (nicht zu heiss und zu lange, sonst gehen die Vitamine verloren), am besten dampfgaren
  • ohne Salz (dies erst ab dem ersten Geburtstag einführen) kochen
  • Vor dem Füttern 1 TL Rapsöl dazugeben (nicht bei tiefgekühltem Brei, erst kurz vor dem Essen untermischen)
  • auf die Temperatur achten, gewisse Babys mögen es gar nicht warm oder die Temperatur muss genau stimmen
  • Für einen Anfangsbrei genug Wasser dazugeben und ganz fein pürieren. Später kann man ihn dicker machen und weniger pürieren.

Worauf achtet man beim ersten Löffel Brei?

  • Es sollte ein ruhiger Moment sein, das Baby sollte entspannt sein.
  • Nun einen kleinen Löffel zum Mund führen.
  • Falls das Baby schon weiss, was zu tun ist (Mund öffnen) den Löffel etwas tiefer schieben
  • Schauen, ob das Baby den Brei schluckt und wie es reagiert. Das Gesicht verziehen ist noch nichts Ungewöhnliches, der neue Geschmack hingegen schon! Daran wird es sich nun gewöhnen.
  • Die ersten paar Male kann das Baby vielleicht nicht alles runterschlucken und stösst Brei nach vorne, das ist normal. Stösst das Baby hingegen den ganzen Brei wieder aus dem Mund, ist es noch nicht bereit für Beikost! Dann bitte mindestens ein bis zwei Wochen warten und neu beginnen.
  • Als Löffel empfehle ich einen kleinen, dünnen und nicht die breiten, die man oft im Handel erhält.
  • Die ersten Mahlzeiten bestehen nur aus ein bis zwei Eiswürfel-Portionen, mehr muss es nicht sein. Daneben weiter stillen wie bisher.

Kann man den Brei einfrieren?

Ja, am besten am Anfang in Eiswürfel-Fächern, denn die Portionen sind noch sehr klein. Später eignen sich Avent-Becher, kleine Tupper oder Gläschen. Gemüsebrei kann bis zu 3 Monaten gut haltbar. Aufgetaut sollte er nicht wieder eingefroren werden. Und bereits gegessener Brei sollte man auch nicht einfrieren.

Auch Brei mit Spinat oder Mangold oder Randen / Rote Bete sollte man nicht einfrieren.

Ich empfehle die Becher von Philips Avent.

Grundrezept Babybrei für ca. 3 Portionen Babybrei (1. Babybrei):

Mit Kürbis oder Süsskartoffel:

  • ca. 100 g Bio Kürbis (Butternut) schälen und klein schneiden
  • in wenig Wasser (knapp gedeckt) schonend ca. 5-7 Minuten kochen
  • Einen Teil Wasser abgiessen und auf die Seite stellen

Den Brei mixen und mit dem Wasser so verdünnen, bis es ein eher dünner Brei ist. Einen Teil in Eiswürfelförmchen abfüllen und einfrieren für die nächsten 2-3 Tage. 1 TL Rapsöl darunter mischen und abkühlen lassen.

Mehr:

Zum Ernährungsplan im ersten Jahr

Baby Led Weaning (Ernährung ohne Babybrei)

Ernährung im 6./7. Monat

Ernährung im 8./9. Monat

Ernährung im 10. Monat

Was braucht Mama für den Beikost-Start?

Beikost beim 2. Kind: locker und anders

Beikost selber machen: Die drei besten Rezepte für Babybrei-Klassiker

Komplizierte Küche? Von wegen. Babys erste Beikost lässt sich ganz einfach selber machen. Mit nur einer Gemüsesorte, Wasser und Rapsöl haben Eltern schon alles parat, was in den Brei gehört.

1. Karotten-Brei

Ab dem fünften Monat: Der absolute Klassiker für die Beikost ist der Karotten-Brei. Da er leicht süßlich ist, schmeckt den meisten Babys gut. Außerdem ist Karotten-Brei leicht verdaulich.

Das kommt ins Beikost-Rezept:

  • 2-3 mittelgroße (Bio-)Karotten
  • 30 ml Wasser
  • 1 Esslöffel Rapsöl

So einfach ist Selbermachen:

  • Karotten im Ganzen waschen, schälen und klein schneiden
  • Mit dem Wasser in einen Topf geben und auf geringer Hitze mit geschlossenem Deckel etwa zehn Minuten dünsten
  • Karottenstücke pürieren, bis der Brei stückchenfrei ist
  • etwa einen Esslöffel Rapsöl unterrühren. So nimmt der Babybauch die Vitamine der Beikost besser auf.

So lässt sich das Beikost-Rezept variieren:

Dieser Babybrei-Klassiker lässt sich ganz einfach abwandeln, indem man das Gemüse wechselt: zum Beispiel Pastinake oder Kürbis statt der Karotten.

Das Rezept für Zucchini-Brei finden Sie auf Netmoms.de.

2. Grieß-Brei mit Birne

Für die nächste Stufe der Beikost (ab dem sechsten Monat) gibt es Milch-Getreide-Brei. Ein Klassiker: Gries-Brei mit Birne. Dieses Rezept zum Selbermachen versorgt das Baby mit Kalzium, Eiweiß und Eisen.

  • 200 ml pasteurisierte Milch
  • 30 g Vollkorngrieß
  • 10 g Butter
  • 1 halbe Birne
  • Vollkorngrieß in 100 ml Milch erhitzen
  • Drei Minuten quellen lassen und dabei ständig Umrühren
  • Topf mit aufgequollenem Grieß vom Herd nehmen und die restliche Milch unterrühren
  • Birne schälen und pürieren
  • Birnenmus, Butter und Grieß gut vermischen

Zuletzt aktualisiert am 2. Januar 2020

Die Babynahrung selber machen und somit die Zutaten bestimmen. Wenn Sie den Aufwand nicht scheuen, wird es Ihnen Ihr Nachwuchs danken. Nehmen Sie die Herstellung von Babynahrung selbst in die Hand. Führen Sie es schrittweise an feste Kost heran. Denn irgendwann möchte Ihr Baby nicht mehr gestillt werden oder Sie wollen es von der Muttermilch entwöhnen. Wir geben Ihnen hier Rezeptideen und viele Tipps, wie Sie Babynahrung selber machen können.

Ab welchem Monat Babynahrung selber machen?

Auch wenn wir eben das Wort „Aufwand“ benutzt haben, so ist es recht einfach gesunde Babynahrung herzustellen. Doch klären wir zunächst, ab wann es Sinn macht, festere Nahrung zu füttern. Orientieren wir uns an den fertigen Babygläschen aus dem Discounter, können Sie schon ab dem 4. Monat damit beginnen. Um es mal zu probieren, ist das in Ordnung. Um wirklich fest geplant eine Mahlzeit Milch durch Brei zu ersetzen, würden aber wir bis zum 6. Monat warten.

Beginnen Sie bei einem Essen pro Tag. Nach ein paar Wochen kommt die zweite Mahlzeit mit Brei hinzu usw. Sie werden ein Gespür dafür entwickeln und Ihr Baby teilt Ihnen schnell mit, ob es den Brei mag. Oder ob es vielleicht doch noch etwas bei Mamas Brust bleiben möchte.

Welche Geräte benötigen Sie?

Zum Herstellen von Babynahrung sollten Sie folgende Geräte besitzen:

  • einen großen Kochtopf
  • einen Pürierstab
  • hitze- und kälteresistente Behälter aus Kunststoff zur Aufbewahrung
  • Einen Vaporisator zum Sterilisieren der Behälter

Babynahrung selber machen: 5 Rezepte zur Gewöhnung an feste Nahrung

Sie müssen keine Meisterköchin sein, denn Babynahrung selber machen ist kinderleicht. Ihr Kind kennt bislang nur den Geschmack der Muttermilch bzw. Milchpulvers. Deshalb sollten Sie es bei den ersten Breis auf ein bis zwei Zutaten beschränken. Auf Gewürze wie Salz können Sie verzichten. Lassen Sie Ihr Kind zunächst den reinen Geschmack der Lebensmittel erfahren.

Babynahrung selber kochen ab dem 4. Monat

Die nun folgenden Rezepte richten sich an eine vollwertige Mahlzeit. Rezepte für süße Breis sind hierbei nicht vorgesehen (ggf. später in einem separaten Artikel). Wir möchten, dass Ihr Baby gut gesättigt und mit ausreichend Vitalstoffen versorgt wird.

Für den Anfang kochen Sie ein bis zwei große Kartoffeln. Das Schälen vorher nicht vergessen. Sind die Kartoffeln weich genug, können Sie diese im leeren Topf pürieren. Die Konsistenz passen Sie ggf. mit etwas stillem Wasser an. Das war es schon mit der Babynahrung ab dem 4. Monat. Aber denken Sie daran: Vielleicht möchte Ihr Baby erst ein oder zwei Monate später mit der festen Nahrung beginnen. Falls dem so ist, zwingen Sie es keinesfalls dazu seinen Brei zu essen.

Babynahrung selber machen ab dem 6. Monat

Fügen Sie nun der Kartoffel eine Pastinake hinzu. Das Verhältnis kann 1:1 sein, ansonsten nehmen Sie etwas weniger Pastinake als Kartoffel. Es wird weiterhin auf Gewürze und andere Zusätze verzichtet.

Um etwas Abwechslung in die Ernährung zu bringen, können Sie auch statt der Pastinake etwas mageres Fleisch hinzugeben. Geflügel wie Hähnchen oder Pute sind ideal. Sie erhalten diese in Bio-Qualität im Einzelhandel. Wenn keine weiteren Zusätze darin stecken, würden wir die Gläschen bevorzugen. Fleisch sinnvoll zu pürieren, ist nicht ganz einfach.

Wenn die Babynahrung zu trocken ist: Dieser Tipps gilt nicht erst ab dem 6. Monat. Haben Sie das Gefühl, dass die Babynahrung zu fest ist, geben Sie etwas Rapsöl hinzu. Es ist nahezu geschmacksneutral. Es wertet zudem die Babynahrung durch viele gesunde Fette auf.

Babynahrung selber kochen ab dem 8. Monat

Sie müssen nicht komplett auf süße Speisen verzichten. Bis hierhin waren es nur Gemüse und Fleisch gewesen. Soll es trotzdem eine gesunde Alternative bleiben, nehmen Sie einen Apfel oder eine Birne. Kochen Sie das Obst weich, um dann etwas Haferflocken hinzuzugeben.

Es stellt keine goldene Regel dar, seinem Baby erst ab dem 8. Monat süße Breis anzubieten. Sie können auch schon früher damit beginnen oder es auch hinauszögern. Wichtig ist dabei, dass Sie immer eine sättigende Komponente wie Haferflocken verwenden. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass Ihr Baby deutlich schneller nach neuem Essen verlangt.

Babynahrung selber machen ab dem 10. Monat

Sie können nun schrittweise mit mehr Zutaten experimentieren. Dabei sollte Gemüse immer noch den Hautanteil bilden. Brokkoli, Süßkartoffel und Spinat stehen nun auf der Karte. Kochen Sie stets für eine Woche vor. Solange können Sie die Babynahrung aufbewahren. Außerdem hat der Darm Ihres Kindes somit genügend Zeit, sich anzupassen.

Fisch und Fleisch im Brei sind erlaubt, müssen aber nicht täglich gefüttert werden. Zwei bis drei Portionen die Woche, genügen hier vollkommen. Was Ihnen wiederum Geld spart, da die Fleischgläschen doch kostenintensiv sind.

Babynahrung selber machen ab dem 12. Monat

So langsam befindet sich Ihr Baby auf dem Weg, um auch mal die Nahrung von Mama und Papa ausprobieren zu können. Vorausgesetzt sein Stuhlgang hat sich den festen Lebensmitteln angepasst. Fragen Sie hierzu ggf. Ihre Hebamme oder den Kinderarzt.

Ab nun vereinfacht sich alles. Wenn Sie Babynahrung selber machen, dann können es kleine Mengen Ihres eigenen Essens sein. Jedoch werden Sie die Babyportion immer separat kochen, weil Sie weiterhin auf Gewürze verzichten sollte. Das Rapsöl eignet sich hier immer noch sehr gut.

Babynahrung selber machen: Haltbarkeit, Aufbewahrung & Einfrieren

Aufbewahrung: Selbst gekochte Babynahrung immer in luftdichten Behältern verschließen. Es gibt Becher mit Monatseinteilung. Diese genügen bis zum 6. oder 12. Monat.

Einfrieren & Haltbarkeit: Den Brei für eine Woche vorkochen, kurz abkühlen lassen und dann verschließen. Später ins Gefrierfach stellen. Somit lässt sich selbst gemachte Babynahrung gut eine Woche aufbewahren. Wichtig ist, dass der Behälter luftdicht bleibt (Er kann sich im Gefrierfach verformen). Beim Öffnen darauf achten, dass kein Frost auf dem Brei entstanden ist.

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Beikost selbst herstellen

Selbstgekochtes kann günstiger sein, ist aber auch zeitaufwändiger. Fürs Selbstkochen von Babynahrung im Gegensatz zum Kauf von fertigen Gläschen spricht, dass die Eltern sich intensiv und persönlich um die Ernährung ihres Kindes kümmern, was sich meist in liebevoller Zubereitung und bewusster Ernährung der ganzen Familie ausdrückt.

Sie können die Zutaten für den Brei selbst aus dem Marktangebot oder sogar aus dem eigenen Garten auswählen. Erntefrisches Gemüse und Obst der Saison sollte so frisch wie möglichst verarbeitet werden. Tiefkühlkost (ohne Zusatzstoffe oder Salz) ist ansonsten eine gute Alternative. Mit wenig Wasser und bei niedriger Hitze gekocht, erhalten Sie wichtige Nährstoffe. Ein Dampfgarer (Steamer) kann das Gemüse besonders Nährstoff schonend garen. Die weitere Zubereitung eines Obst- oder Gemüsebreis ist sehr einfach mit einem handelsüblichen Pürierstab.

Sie können auch grössere Mengen zubereiten und dann kleine Portionen 2 -3 Tage im Kühlschrank, zwei bis drei Wochen im Gefrierfach und sechs Monate im Tiefgefriergerät aufbewahren. Im Wasserbad können sie schonend aufgetaut werden.

Ein klarer Vorteil von selbsthergestellten Breien ist, dass Babys früh an den Geschmack und die Aromen von frischem Gemüse gewöhnt werden, denn sie sind auch ohne Würzen stärker im Geschmack. Auf Salz, Zucker und andere Gewürze sollte deshalb bewusst verzichtet werden. Keine Garantie gibt es jedoch beim Selbstkochen für niedrige Schadstoff- und Nitratgehalte, auch nicht bei der Verwendung von Bio-Lebensmitteln.

Die richtige Balance an Kohlenhydraten, Eiweiss, Fett, Mineralstoffen und Vitaminen zu finden, ist mit Rezepten für Babybreis gut umsetzbar. Daher sollten Sie sich an die speziellen Rezepte für Babybrei halten.

Wie auch immer Sie sich entscheiden: Gedeihen wird Ihr Baby so oder so – ob mit selbstgekochtem Brei oder Fertigkost!

Der Verband der Mütter- und Väterberaterinnen (SVM) hat zusammen mit den DROPA Drogerien, Impuls Drogerien und Bähler Apotheken einen Ernährungsplan erarbeitet, den Sie hier als pdf herunterladen können.

Häufige Fragen zum Thema

Darf man Babys im ersten Lebensjahr schon Honig geben?

Immer wieder hört man Empfehlungen, Getränke für Babys mit Honig zu süssen oder die Brustwarzen vor dem Stillen mit Honig zu bestreichen. Davor muss jedoch strengstens gewarnt werden!

Unverarbeiteter Honig kann bestimmte Bakterien (Clostridium botulinum) und Sporen enthalten, die den…

vollständige Antwort lesen Darf ich selbstgekochten Brei, in Gläschen eingemacht, mit in die Ferien nehmen? Unser Sohn mag Fertigbrei überhaupt nicht.

Wir würden eigentlich eher davon abraten, und zwar weil die Gefahr von Keimvermehrung bei mehrtägiger Lagerung doch zu gross ist. Babys reagieren sehr empfindlich auf Lebensmittelinfektionen. Und wenn Sie den Obst- oder Gemüsebrei einmachen (also sterilisieren), ist ein Teil der Vitamine nicht mehr…

vollständige Antwort lesen

Newsticker

Gross und stark! | 12.12.2017

Wie eine Studie der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL in Bern zeigt, ernähren Schweizer Eltern ihre Kleinkinder fast richtig. Insgesamt 188 Teilnehmende führten Tagebuch darüber, was ihre Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren zu essen bekamen. Nicht ausreichend sei vor allem die Versorgung mit Vitamin D. Nur 17 % der Kinder erhielten zusätzlich Vitamin D, was neu bis zu einem Alter von 18 Jahren empfohlen wird. Auch bei der Eisenaufnahme hapert es. Die untersuchten Kinder seien zwar alle gesund gewesen, ein früher Eisenmangel könne aber negative Langzeitfolgen haben. Dagegen werde die empfohlene Tagesration von 1 g Eiweiss/kg Körpergewicht in der Schweiz um das Drei- bis Vierfache übertroffen, was an der milchreichen Ernährung liege. Um einen Kalziummangel zu vermeiden, sollte aber nicht an Milchprodukten, sondern eher an anderen Eiweissquellen gespart werden.

Babynahrung selbst kochen: 7 Tipps

29. Januar 2016

  • Autor Katharina Thonhauser
  • Thema Babynahrung

Ja, es gibt meterweise Kochbücher zum Thema Babybrei Selbermachen. Da ich leider öfters viel Falsches zu diesem Thema gelesen habe, hier die wichtigsten Tipps, um Babynahrung selbst zu kochen.

Die ersten zugefütterten Löffel eröffnen eine spannende Zeit für Mütter und Babys. Vor allem für Frauen, die gestillt haben, geht sie oft mit einem emotionalen Chaos einher, das aus Loslassen der Fütterungshoheit und Freude über die langsam wieder beginnende, eigene Unabhängigkeit besteht. Kein Wunder, dass sich Mütter viele Gedanken über das Essen ihres Babys machen. Die 7 wichtigsten Tipps, um Babynahrung selbst zu kochen.

Frisches Gemüse

Gemüseauswahl: Je frischer das Gemüse verarbeitet wird, desto mehr Vitamine und Nährstoffe enthält es. Am besten ist es, saisonales Gemüse und regionales Gemüse zu verwenden. Im Winter sollte man Tiefkühlgemüse dem Glashausgemüse vorziehen. Tiefkühlgemüse wird meistens gleich nach der Ernte schockgefroren und dabei bleiben Vitamine und Nährstoffe gut erhalten. Auch da ist regionales Gemüse die beste Wahl.

Schonend kochen

Ein wichtiger Tipp, wenn man Babynahrung selbst macht: Gemüse nur so lange kochen, bis man es gut pürieren kann. Je kürzer, desto besser. Nicht zu viel Wasser verwenden, mit dem Wasserdampf geht auch ein Teil des Geschmacks verloren. Man sollte das Gemüse im Dampfgarer zubereiten oder in normalen Töpfen zumindest einen Dampfeinsatz verwenden.

Hygiene

Babys müssen sich natürlich irgendwann an Bakterien, Schmutz und Co. gewöhnen. Die Umstellung auf feste Nahrung ist aber doch ein großer Schritt und am Anfang sollte man es mit der Küchenhygiene sehr genau nehmen. Deshalb das Gemüse wirklich gut waschen. In der Erde leben viele Mikroorganismen. Messer, Schneidbretter, die mit am Gemüse anhaftender Erde in Kontakt gekommen sind, immer gut reinigen. Küchenschwämme und Tücher regelmäßig erneuern.

Keine Rohkost für Babys

Ich empfehle, Babys vor allem am Anfang KEINE ROHKOST zu füttern. Gekochte Nahrung ist leichter verdaulich und macht den Kleinen den Umstieg einfacher. Außerdem ist rohes Gemüse mit Bakterien und Keimen belastet, die sich auch durch gründliches Waschen nur teilweise entfernen lassen. Beim Kochen werden diese zerstört.

Die oft kolportierte Aussage, dass Rohkost mehr Vitamine liefert, stimmt übrigens nur bedingt, da der Körper Vitamine aus gekochtem Gemüse besser aufnehmen kann.

Erdäpfel separat kochen

Die Knollen enthalten Solanin, eine leicht giftige Substanz, auf die vor allem Babys sehr empfindlich reagieren. Heutzutage sind die meisten Erdäpfelsorten schon so gezüchtet, dass der Solaningehalt sehr niedrig ist. Bei Knollen, die verletzt oder grünlich gefärbt sind bzw. schon austreiben, kann der Gehalt aber ansteigen, da die Pflanze das Gift bildet, um sich gegen Schädlinge zu schützen. Solanin wird beim Kochen NICHT zerstört, aber es ist wasserlöslich und wandert beim Kochen aus der Knolle ins Kochwasser. Gekochte Erdäpfel kann man bedenkenlos essen. Das Kochwasser von Erdäpfeln jedoch sollte man immer wegschütten!

Bei anderen Gemüsesorten empfiehlt es sich wiederum, das Kochwasser zu verwenden um die darin enthaltenen Vitamine und Nährstoffe nicht zu vergeuden. Da Erdäpfel sehr gesund sind, kocht man sie einfach getrennt vom anderen Gemüse und vermischt sie nach dem Kochen.

Öl soll in jede Babynahrung

In jedes Babyessen gehören ein paar Tropfen Öl. Öl hilft dem Körper, die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen und zu verwerten und ist auch für die Verdauung wichtig. Außerdem liefert es wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Sehr gut eignen sich Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Ich habe auch immer gerne Butter verwendet, da es in unserer Familie keine Milchunverträglichkeiten oder Allergien gibt.

Kein Salz

Salzzugabe ist vor allem am Anfang und solange die Kleinen ihr Gemüse ungesalzen mögen, nicht nötig.

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