Blutung trotz stillpille

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Die Pille in der Stillzeit

Bald nach der Geburt eines Babys wird für die frischgebackenen Eltern auch das Thema Verhütung wieder wichtig. Die sogenannte „Minipille“ ist ein sicherer Empfängnisschutz, der auch während der Stillzeit angewendet werden kann.

Die Pille wird schnell nach der Schwangerschaft wieder ein Thema

In der ersten Zeit nach der Geburt dreht sich in der Familie alles um den kleinen Neuankömmling: Wickeln und Stillen im Stundentakt, schlaflose Nächte…Nur wenige Paare wollen in dieser Zeit das Risiko eingehen, gleich noch ein Kind zu zeugen. Wenn die Eltern in den kostbaren Stunden zu zweit als Liebespaar zueinanderfinden, sollten sie deshalb sofort wieder konsequent verhüten.

Schwanger nach der Geburt? Schützt Stillen vor erneuter Schwangerschaft?

Die Binsenweisheit, stillende Mütter wären automatisch vor einer erneuten Schwangerschaft geschützt, hält sich hartnäckig. Die Fruchtbarkeit der Frau kann nach der Geburt schneller zurückkommen als häufig angenommen. Fakt ist: Auch, wenn die Mutter ihr Baby regelmäßig stillt, kann sie schwanger werden. Nur die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ist geringer.

Stillen als Verhütungsmittel – das „Milch-Hormon“ Prolaktin

Das Saugen des Kindes an der mütterlichen Brust regt im Körper der Frau die Produktion des Hormons Prolaktin an. Prolaktin löst die Milchproduktion aus und bremst gleichzeitig jene Hormone, die für die Eierstockfunktion und den Eisprung verantwortlich sind. Ein konstant hoher Prolaktin-Spiegel im Körper kann daher die Zeit bis zum Einsetzen der Fruchtbarkeit nach der Entbindung herauszögern. In diesem Sinne wirkt Prolaktin als Verhütungsmittel. Leider ist das Hormon nicht immer zuverlässig.

Auch stillende Mütter können einen Eisprung bekommen

Frauen, die nicht zufüttern und ihrem Kind konsequent rund um die Uhr (auch nachts!) in kurzen, regelmäßigen Abständen und ausreichend lange die Brust geben, können so hohe und konstante Prolaktin-Spiegel erreichen, dass ein Eisprung relativ sicher unterdrückt wird. Falls noch keine Menstruation nach der Geburt eingetreten ist, besteht daher ein recht guter Verhütungsschutz. Bei Müttern, die voll stillen, aber längere Stillpausen als vier Stunden einlegen (und natürlich auch bei jenen, die zufüttern und nur teilweise stillen), kann hingegen der Prolaktin-Spiegel zwischenzeitlich so weit absinken, dass es zum Eisprung kommt – und schon während der Stillzeit eine neue Schwangerschaft möglich ist.

Nicht vergessen: Auf die Menstruation ist kein Verlass

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass ein Eisprung in der Regel vor der Menstruation erfolgt. Ein Ausbleiben der Menstruationsblutung ist also kein Anzeichen dafür, dass durch das Stillen ein ausreichender Verhütungsschutz besteht. Immerhin findet bei fast 30 % der Frauen, die voll stillen und noch nicht ihre Periode wieder bekommen haben, ein Eisprung in den ersten sechs Monaten nach der Geburt statt.

Die richtige Pille während der Stillzeit

Viele Paare schätzen die Anti-Baby-Pille als besonders sicheren und unkomplizierten Empfängnisschutz. Die Entwicklung der Minipille macht den Einsatz von hormonellen Verhütungsmitteln auch während der Stillzeit möglich.

Kombinationspillen sind für stillende Mütter ungeeignet

Die meisten Pillen sind Kombinationspräparate, die die Hormone Östrogen und Gestagen enthalten und zuverlässig den Eisprung verhindern. Diese „klassische“ Pille sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden, da das enthaltene Östrogen die Milchmenge vermindern und die Zusammensetzung der Muttermilch verändern kann.

Die Minipille: Sicherheit für Mutter und Kind

Die Minipille enthält als einzigen Wirkstoff entweder das Gestagen Desogestrel oder Levonorgestrel. Östrogene sind in der Minipille nicht enthalten. Bei korrekter Anwendung ist die Minipille genauso sicher wie ein Kombinationspräparat. Sie kann in der Stillzeit angewendet werden und beeinträchtigt weder die Menge noch die Qualität der Muttermilch. Beim Stillen gehen Spuren des Wirkstoffs, der in der jeweiligen Minipille enthalten ist, in die Muttermilch über – dies wird aber aus medizinischer Sicht als relativ unbedenklich eingestuft. Bisher zeigte keine vorhandene Studie einen bedeutsamen Einfluss auf das Wachstum oder die Entwicklung der gestillten Kinder.

Minipillen mit dem Wirkstoff Desogestrel bieten doppelten Schutz

Minipillen mit dem Wirkstoff Levonorgestrel sorgen dafür, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals verfestigt und Spermien nur sehr schwer zur Eizelle im Eileiter vordringen können. Das Gestagen bewirkt zudem, dass sich die Gebärmutterschleimhaut nur mangelhaft aufbaut. Den Eisprung verhindert der Wirkstoff allerdings oft nicht.

  • Minipillen mit diesem Wirkstoff müssen besonders pünktlich eingenommen werden, Abweichungen von mehr als drei Stunden können den Empfängnisschutz beeinträchtigen.

Neuere Minipillen mit dem Wirkstoff Desogestrel bieten noch mehr Sicherheit: Sie wirken auf die gleiche Weise wie herkömmliche Minipillen und unterbinden zusätzlich den Eisprung.

  • Ein weiterer Vorteil von Minipillen mit diesem Wirkstoff ist, dass eine verspätete Einnahme bis zu zwölf Stunden keine negativen Auswirkungen auf den Empfängnisschutz hat.

Die Einnahme kann sechs Wochen nach der Geburt beginnen

Die Zeit nach der Entbindung, in der sich die durch die Schwangerschaft vergrößerte Gebärmutter allmählich wieder auf ihre Ursprungsgröße zurückbildet, wird als Wochenbett bezeichnet. Das Wochenbett dauert etwa sechs bis acht Wochen. Danach sollte eine Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt erfolgen, der überprüft, ob sich alles regelrecht zurück entwickelt. Zu diesem Zeitpunkt ist auch ein Gespräch über die Verhütung während der Stillzeit wichtig. Die Gestagen-haltige Minipille ist eine mögliche Verhütungsmethode und bietet einen sicheren Empfängnisschutz während der Stillzeit. Sechs Wochen nach der Entbindung kann mit der Einnahme begonnen werden.

Die Minipille in der Stillzeit

Während der Stillzeit darf nicht einfach jede beliebige Anti-Baby-Pille benutzt werden, die meist Kombinationen aus verschiedenen Hormonen sind. Es sollten nur solche Präparate verwendet werden, die kein Östrogen, sondern als einziges Hormon ein Gelbkörperhormon (Gestagen) in sehr niedriger Dosierung enthalten – wie die Mini-Pille. Gestagene gehen nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch über, sodass nach heutigem Wissenstand kein Gesundheitsrisiko für den Säugling besteht. Östrogene dagegen verringern nicht nur den Milchfluss, sondern werden auch mit der Muttermilch an das Baby weitergegeben. Damit wäre Ihr Baby einer zu grossen Hormonmenge ausgesetzt. Das gleiche gilt für antiandrogene Gestagene (z.B. Cyproteronacetat). Auch bei einer Wochenbettdepression sind die Kombinationspräparate wegen Ihres Hormongehalts nicht geeignet.

Die Minipille empfiehlt sich frühestens sechs Wochen nach der Entbindung und erreicht bei stillenden Müttern und regelmässiger Einnahme eine hohe Verhütungssicherheit.

Andere Verhütungsmittel, deren Wirkung ebenfalls auf Gestagen beruht, sind das Verhütungsstäbchen, die Drei-Monats-Spritze und die Hormonspirale, wobei die Dosierung des Gestagens bei der Hormonspirale deutlich geringer ist als bei den anderen genannten Methoden.

Vorteil: Die Minipille kann jederzeit wieder abgesetzt werden.

Nachteil: Man muss täglich daran denken, sie immer zur selben Zeit einzunehmen, sonst ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Die Einnahme muss bei Minipillen mit dem Wirkstoff Levonorgestrel auf drei Stunden genau folgen, was im hektischen Tagesablauf junger Mütter mitunter schwierig ist. Neuere Minipillen enthalten als Wirkstoff Desogestrel, womit die Sicherheit auch bei Einnahme zu unterschiedlichen Zeiten (Einnahmefenster von 12 Stunden) nicht beeinträchtigt wird. Ausserdem wirkt dieses Präparat ovulationshemmend, es unterdrückt also den Eisprung.

Eine häufige Nebenwirkung der Minipille sind Zyklusstörungen (d.h. unregelmässige Blutungen), die bei etwa einem Drittel aller Anwenderinnen vorkommen. Nimmt man diese Pille allerdings mehrere Monate lang, normalisiert sich der Zyklus in den meisten Fällen wieder. Harmlose Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, Schwindelgefühl und depressive Verstimmungen klingen meist nach den ersten Einnahmezyklen ab.

Pille vergessen – was tun?

Wissen

Macht die Pille wirklich dick?

Die Pille auf Reisen

Newsticker

Die Pille kann mehr | 24.04.2017

Hormonelle Verhütungsmittel schützen wirkungsvoll vor ungewollter Schwangerschaft – und langfristig auch vor einigen Krebsarten, wie eine seit 1968 laufende Studie zum Krebsrisiko durch Pilleneinnahme zeigen konnte. Frauen haben noch 30 Jahre nach Einnahme der Pille u.a. ein geringeres Risiko für Eierstock- und Dickdarmkrebs sowie für Tumoren an der Gebärmutterschleimhaut. Während der Einnahme der Pille war das Risiko für die Entstehung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs leicht erhöht. Dieses Risiko sank innerhalb von fünf Jahren nach Absetzen der Pille allerdings wieder auf den Normalwert. Fazit: Pillen-Nutzerinnen müssen langfristig kein erhöhtes Krebsrisiko befürchten.

Vergiftung? | 30.08.2016

Medikamente, aber vor allem Verhütungsmittel, werden oft im Nachtschrank oder auf der Ablage neben dem Bett aufbewahrt, also in Reichweite von Kleinkindern. Nicht selten greift da ein kleiner Wunderfitz zu – gemäss Tox Info Suisse werden jährlich über hundert Fälle gemeldet. Zu einem schweren Verlauf kam es bis jetzt jedoch nie. In den meisten Fällen zeigen die Kinder keine Symptome. Gelegentlich kann es zu Übelkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen kommen. Also kein Grund zur Panik! Tun muss man nichts, nicht einmal wenn die Menge bis zu einem Blister (21 – 28 Tabletten) eingenommen wurde. Es sei trotzdem daran erinnert, Medikamente immer ausser Reichweite von Kindern zu lagern. Kontrazeptiva sollen auch nicht auf dem Nachttisch oder unter dem Kopfkissen deponiert werden.

Thrombose durch Pille? Thrombosen sind eine seltene Komplikation unter Einnahme der Anti-Baby-Pille. Nehmen 10.000 Frauen ein Jahr lang ein Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparat, kommt es statistisch bei etwa 7 bis 10 Frau zu einer Beinvenenthrombose. Nach einer neuen Studie an über 200.000 Frauen besteht dabei kein Unterschied zwischen Präparaten mit dem älteren Gestagen Levonorgestrel und dem moderneren Wirkstoff Drospirenon. Unter Drospirenon und anderen modernen Gestagenen treten aber Nebenwirkungen wie Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, Depression, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, stärkere Körperbehaarung seltener auf. (swissmom Newsticker, 17.11.14)

Antibabypille schützt vor Krebs: Die „Pille“ bzw. die darin enthaltenen Östrogene erhöhen das Risiko für Thrombosen, Schlaganfall und Herzinfarkt, Zervixkarzinom und Brustkrebs. Die Anti-Baby-Pille kann aber auch starke und schmerzhafte Monats- oder Myomblutungen lindern und wird bei Akne oder dem prämenstruellen Syndrom verschrieben. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist ein gewisser Schutz vor Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom), wie jetzt eine grosse Studie der Universität Oxford zeigte. Pro Einnahmedauer von 5 Jahren sinkt das relative Risiko um 24 %. Frauen, die über zehn Jahre mit oralen Kontrazeptiva verhüten, senken ihr Risiko, bis zum 75. Lebensjahr an einem Endometriumkarzinom zu erkranken, von 2,3 auf 1,3 %. (swissmom Newsticker, 7.9.15)

Pölsterli durch die Pille? Heutzutage ist diese Ausrede nicht mehr gültig. Wissenschaftler der renommierten COCHRANE Library werteten 49 Studien zu möglichen Nebenwirkungen von Anti-Baby-Pille und Hormonpflaster aus. Das Ergebnis: Tatsächlich kann sich während der ersten Wochen Flüssigkeit im Gewebe ansammeln und für Extra-Pfunde sorgen. Diese Nebenwirkung klingt aber nach ca. drei Monaten wieder ab. Für echte Pölsterli ist die Pille jedenfalls nicht mehr verantwortlich. Die hormonelle Empfängnisverhütung in den 60er Jahren bestand noch grösstenteils aus Östrogen, was neben Wassereinlagerung den Appetit steigert. Heute haben die Pillen andere Wirkstoffe und sehr viel niedrigere Hormonmengen. (swissmom Newsticker, 19.3.16)

Letzte Aktualisierung : 26-09-18, BH

Schwanger trotz stillpille (kann das sein)

Hi
Frage steht ja schon oben.
Ich habe ein 4 1/2 Monate altes Baby und nehme nun seit 7 Wochen die Stillpille habe aber irgendwie das Gefühl zu sein.
Ich habe heute einen ss Test gemacht der für mich irgendwie nicht ganz eindeutig ist (Die Kontrolllinie war gut zu sehen aber der Rest von dem Test ist irgendwie nicht richtig weiß geworden und es sah so aus als ob da eine schwache verschwommene rosa linie war). Ich werde ihn nächste Woche wiederholen.
Ich hab echt keine Ahnung was ich denn tun soll wenn es so ist.
Mir ist übel, ich habe Unterleibs und Brustschmerzen, mir ist schwindelig, ich bin total sensibel und mir ist ständig kalt (war mir in meiner letzten ss auch ständig)
Allerdings habe ich seit 3 Wochen andauernd SB.
Vielleicht sind das auch alles Nebenwirkungen von der Pille.
Ach Mensch ich bin total daneben. Was ist wenn es so ist. ich habe schon 3 Kinder und keinen Job. Mein Mann will keine Kinder mehr (ich auch nicht) aber ich bin gegen einen abbruch.
Kennt sich jemand damit aus.
Lg
Moppel

Die Stillpille – Verhüten während der Stillzeit

Auch nach einer Schwangerschaft möchten viele frischgebackene Mütter wieder sicher verhüten. Stillen sie ihre Babys, kann zur Verhütung leider nicht wie gewohnt die normale Antibabypille weiter genommen werden, denn die Hormone und andere Inhaltsstoffe gehen auf die Muttermilch über. Deshalb muss auf eine Stillpille zurückgegriffen werden.

Hormonelle Empfängnisverhütung für stillende Mütter

Die Stillpille enthält eine geringe Menge des weiblichen Sexualhormons Desogestrel, welches zu der Gruppe der Gestagene gehört. Aus diesem Grund wird sie auch als Gestagen-Pille oder Minipille bezeichnet. Im Gegensatz zur Micro- oder Kombinationspille enthält die Stillpille kein Östrogen und ist daher auch für Frauen geeignet, die grundsätzlich keine Östrogene vertragen. Der Wirkstoff Desogestrel bewirkt eine Verdickung des Gebärmutterhalsschleims und erschwert somit den Spermien den Weg in die Gebärmutter zur Eizelle. Die Veränderungen an der Oberfläche der Innenseite der Gebärmutter sorgen dafür, dass sich keine Eizelle einnisten kann. So kommt es in neun von zehn Fällen zur Unterdrückung des Eisprungs. Demnach verfügt die Stillpille über eine hohe empfängnisverhütende Wirkung.

Desogestrel beeinflusst nicht die Muttermilch

Der künstlich erzeugte Wirkstoff Desogestrel ist auch in anderen Verhütungspräparaten enthalten und bewirkt keine Veränderungen in Qualität und Menge der Muttermilch. Zwar kann eine sehr geringe Menge über die Muttermilch an das Baby weitergegeben werden, aber bisher konnten keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und Entwicklung des Säuglings festgestellt werden.

Es gibt nicht nur eine Stillpille

Auch wenn den meisten nur die Cerazette bekannt ist, gibt es mittlerweile einige Generikas der Cerazette, die wirkstoffgleich sind, wie z. B. die Desirette, Jubrele oder Simonette, etc. Alle Pillen enthalten als Wirkstoff 0,075 mg Desogestrel. Jedoch gibt es die Stillpille nur auf Rezept.

Die richtige Einnahme

Ab dem ersten Zyklustag (am ersten Tag der Monatsblutung) wird jeweils eine Tablette, möglichst immer zur selben Zeit eingenommen. Wird mit der Einnahme erst zu einem späteren Zeitpunkt begonnen, ist zusätzlich für eine Zeitspanne von 7 Tagen eine andere Verhütungsmethode notwendig. Anders als beispielweise bei einer Mikropille, bei der nach 21 Tagen immer eine siebentägige Pause eingelegt wird, muss die Gestagen-Pille durchweg (ohne Unterbrechung) eingenommen werden. Die Einnahme sollte optimalerweise dem entsprechenden Wochentag angepasst sein und mit der obersten Reihe begonnen werden. Eine vergessene Tabletteneinnahme muss innerhalb der nächsten 12 Stunden nachgeholt werden. Andernfalls bzw. bei einer späteren Einnahme ist die empfängnisverhütende Wirkung in den darauf folgenden sieben Tagen nicht mehr zuverlässig und es sollte zusätzlich auf andere Verhütungsmittel zurückgegriffen werden. Es ist jedoch nicht nötig, die Stillpille in so einem Fall komplett abzusetzen. Einfach die vergessene Tablette auslassen und die Packung wie gewöhnlich aufbrauchen. Jeder Blister enthält 28 Filmtalbetten. Ist ein Blister aufgebraucht, muss am nächsten Tag mit einem neuen Blister fortgefahren werden (ohne die Monatsblutung abzuwarten). Auch wenn es während der Anwendung zu Blutungen kommt, ist die Stillpille wie gewohnt weiter einzunehmen. Wie auch bei allen anderen Pillenarten wird die Wirksamkeit der Stillpille durch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall beeinträchtigt.

Die Einnahme der Stillpille kann jederzeit beendet werden. Mit dem Absetzen der Pille verschwindet jedoch auch sofort der Schutz vor einer erneuten Schwangerschaft.

Weniger Nebenwirkungen mit der Stillpille

Durch die geringe Hormondosis der Pille, können diese auch Frauen einnehmen, die auf Östrogen verzichten wollen oder müssen. Weiterhin birgt die Stillpille nur ein kleines Risiko für Thrombose und Embolien. Aus diesem Grund wird die Gestagen-Pille auch häufig von Frauen über 35 angewendet und bei Risikofaktoren in Bezug auf Bluthochdruck und Cholesterin. Generell werden bei der Stillpille weniger Nebenwirkungen beobachtet als bei anderen Pillenarten.

Zwischenblutungen sind möglich

Bei 20 bis 30 Prozent der Frauen können bei der Anwendung der Stillpille häufiger Blutungen auftreten, welche gelegentlich auch länger anhalten. 20 Prozent wiederum haben ganz selten bzw. gar keine Blutungen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man nicht vor einer Schwangerschaft geschützt ist oder die Stillpille nicht verträgt. Meist muss sich der Körper mit den neuen Hormonen nach der Schwangerschaft erst richtig einpendeln. In dieser Zeit kann es dann häufiger zu Blutungen kommen. In der Regel muss dagegen nichts unternommen werden, es sei denn, die Blutungen sind sehr stark oder halten extrem lange an.

Weitere Nebenwirkungen der Stillpille (neben Blutungsunregelmäßigkeiten) können z. B. auch sein:

  • Akne bzw. vermehrte Pickelbildung (schlechteres Hautbild)
  • Stimmungsschwankungen
  • Vermindertes sexuelles Verlangen
  • Kopfschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Übelkeit

Gelegentlich kann es auch zu Haarausfall, vaginale Infektionen, Eierstockzysten, Menstruationsbeschwerden, Müdigkeit und Erbrechen kommen. Selten sind auch Hautreaktionen wie Ausschlag, Juckreiz, Rötung, Nesselsucht oder schmerzhafte blau-rote Hautknoten möglich.

Was passiert wenn die Einnahme der Stillpille vergessen wird?

Erfolgt die vergessene Einnahme in den nächsten 12 Stunden, wird die Wirkung der Pille nicht beeinträchtig und es kann wie gewohnt mit der Einnahme fortgefahren werden. Bei einer späteren Einnahme ist die empfängnisverhütende Wirkung nicht mehr zuverlässig. Aus diesem Grund müssen in den darauf folgenden sieben Tagen zusätzlich andere Verhütungsmittel (z. B. Kondome) zur Anwendung kommen. Die Stillpille kann aber wie gewohnt aufgebraucht werden (mit Ausnahme der vergessenen Tablette, welche einfach ausgelassen wird).

Wann darf die Stillpille nicht eingenommen werden?

Nicht für jede Frau ist die Einnahme der Stillpille geeignet. So können sich bestimmte Vorerkrankungen im Zusammenspiel mit der Pille negativ auswirken und schwere Folgen verursachen.

Grundsätzlich darf die Pille nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Desogestrel oder einem der weiteren Bestandteile, bei schweren Lebererkrankungen (Gelbsucht), geschlechtshormonsensitiven Krebserkrankungen (bestimmte Arten von Brustkrebs), ungeklärten Blutungen, bestehender Schwangerschaft sowie beim Vorhandensein von Blutgerinnseln (Thrombosen).

Zudem ist die Stillpille auch nicht für Frauen geeignet die an Diabetes leiden, da die Pille den Blutzuckerstoffwechsel beeinflussen kann. Gleiches gilt für Frauen mit Bluthochdruck, denn durch die Einnahme der Stillpille kann der Blutdruck ansteigen. Weiterhin ist Vorsicht bei ehemaligen Thrombose und Brustkrebs Erkrankten sowie bei Leberkrebs und Tuberkulose geboten. Aufgrund möglicher Wechselwirkungen mit Epilepsie Medikamenten, sollte die Stillpille auch nicht von Frauen mit Epilepsie genommen werden.

Da die meisten Stillpillen Laktose enthalten, sollten vor allem Frauen mit einer Laktoseintoleranz auf die Zusammensetzung achten und gegebenenfalls darauf verzichten.

In welchen Fällen muss die Stillpille sofort abgesetzt werden?

  • bei ungewöhnlich starken vaginalen Blutungen
  • Anzeichen einer Thrombose (Schmerzen und Schwellung im Bein, Atemnot, Engegefühl im Brustraum sowie Schmerzen beim Atmen)
  • plötzliche heftige Bauchschmerzen, Juckreiz am ganzen Körper, Gelbsucht (sind Symptome für Lebererkrankungen)
  • starke Schmerzen im Unterbauch oder im Magenbereich (deutet auf eine Eierstockzyste oder eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter hin)
  • im Fall einer Schwangerschaft
  • bei Wahrnehmungsstörungen (wie Sehstörungen, Sprechstörungen, Hörstörungen)
  • Auftreten eines Knotens in der Brust
  • ungewohnt häufige Kopfschmerzen oder sogar Migräne
  • vor einer geplanten Operation (4 bis 6 Wochen davor) und bei längerer Bettruhe

Packungsgröße & Preise

Die Stillpille (am Beispiel der Cerazette) ist in drei verschieden Packungsgrößen erhältlich:

  • 28 Stück / 18 bis 20 €
  • 84 Stück / 28 bis 38 €
  • 168 Stück / 47 bis 63 €

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Die Milchproduktion in der Schwangerschaft

Die meisten Mütter, die während der Schwangerschaft stillen, bemerken eine Abnahme der Milchproduktion etwa in der Mitte der Schwangerschaft, wobei dies auch schon im ersten Monat eintreten kann. Während der Schwangerschaft verändert sich die reife Milch auch immer mehr zum Kolostrum, welches bei der Geburt vorhanden ist. Die Milchproduktion kann gegen Ende der Schwangerschaft zunehmen, wenn die Kolostrumproduktion einsetzt.

Warum nimmt die Milchproduktion in der Schwangerschaft üblicherweise ab? Während der Schwangerschaft steigt die Progesteronkonzentration allmählich an. Eine Theorie (Flower 2003) sieht die Ursache der verringerten Milchproduktion in der Schwangerschaft darin, dass das Progesteron die Milchbläschen (Alveolen) durchlässig macht, so dass sie die Milch nicht mehr so gut speichern können. Bei der Geburt (bzw. der Nachgeburt, also dem Ausstoß der Plazenta) fällt die Progesteronkonzentration drastisch ab, und das Prolaktin wird dominant. Prolaktin macht die Milchbläschen undurchlässig, wodurch eine reichliche Milchproduktion ermöglicht wird.

Die Produktion von Muttermilch hängt von der entsprechenden Leerung der Brüste ab, aber die Regelung der Milchproduktion über Angebot und Nachfrage funktioniert normalerweise nicht mehr gut, wenn die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft ins Spiel kommen. Üblicherweise kommt es trotz des fortgesetzten oder häufigeren Stillens zu einer Verringerung der Milchproduktion, obwohl einige wenige schwangere Mütter auch keinen Rückgang verzeichnen können. Wenn Ihr Kind weniger stillt, geht die Produktion natürlich noch weiter zurück.

Wenn ein Rückgang der Milchproduktion einsetzt, reagiert das Stillkind u.U. durch häufigeres oder selteneres Stillen. Höchstwahrscheinlich gleicht das Kind die geringere Milchaufnahme durch das Essen von mehr Beikost aus. Ein Anstieg im Beikostverzehr ist oft ein Anzeichen, an dem die Mutter den Milchrückgang bemerkt. Sie können diesen verstärkten Beikostverzehr ruhig unterstützen, sollten aber bedenken, dass für Kinder unter einem Jahr Milch immer noch die Hauptnahrungsquelle sein sollte. Solange Ihr Baby normal an Gewicht zunimmt und mindestens 3 bis 4 Mal pro Tag gestillt wird, benötigt es wahrscheinlich keine zusätzliche Milch aus anderer Quelle.

Viele Mütter sagen, dass der Verzehr von Haferflockenbrei einmal täglich die Milchproduktion fördert. Es gibt auch eine Reihe von Kräutern mit dieser Wirkung, allerdings streiten sich hier die Experten über deren Ungefährlichkeit während der Schwangerschaft.

Änderungen in der Milchzusammensetzung

In einer Studie wurden Veränderungen der Milch bei zwei stillenden schwangeren Müttern während der ersten zwei Monate der Schwangerschaft mit denen von zwei Müttern verglichen, die langsam abstillten (Prosser, Saint & Harmann 1984). Änderungen in Milchzusammensetzung und -menge waren bei den stillenden Müttern ähnlich wie bei den langsam abstillenden Müttern, aber die Veränderungen während der Schwangerschaft traten trotz des fortgesetzten oder häufigeren Stillens auf, nicht als Reaktion auf eine Abnahme der Stillhäufigkeit.

Was ist mit der Kolostrumproduktion?

Sie findet statt. Der Wechsel von der reifen Milch zum Kolostrum beginnt durchschnittlich zwischen dem 4. und 8. Schwangerschaftsmonat, wobei jedoch bei manchen Müttern die Kolostrumproduktion auch früher einsetzt. Viele Mütter, die während einer Schwangerschaft gestillt haben, bemerkten, dass ihre Milch ca. einen Monat vor der Geburt des Babys hauptsächlich aus Kolostrum besteht. Die Kolostrumproduktion bleibt während der späten Schwangerschaft erhalten – das ältere Stillkind kann das Kolostrum nicht aufbrauchen.

Kolostrum und Änderungen des Stuhls beim älteren Stillkind

Wenn das ältere Stillkind größere Mengen Kolostrum zu sich nimmt (vor oder nach der Geburt), kann dessen natürliche abführende Wirkung bei ihm zu flüssigerem oder häufigerem Stuhlgang führen. Sobald das Kolostrum wieder vollständig durch reife Muttermilch ersetzt ist, sollte der Stuhl auch wieder normal werden.

Änderungen der Milch nach der Geburt

Bei der Geburt bewirkt die plötzliche Abnahme der Progesteron- und Östrogenkonzentration (und der dadurch bedingte Anstieg der Prolaktinkonzentration), die mit dem Ausstoßen der Plazenta eintritt, eine Ankurbelung der Kolostrumproduktion sowie das Signal für den Beginn der eigentlichen Milchproduktion. Nach der Geburt des Babys wird nur noch eine begrenzte Zeit Kolostrum produziert, da es innerhalb einiger Tage durch die reife Milch ersetzt wird.

sehen Sie auch: Muss das Neugeborene immer zuerst gestillt werden?

Reicht meine Milch für zwei?

Sowohl Forschungsergebnisse als auch Einzelberichte versichern uns, dass eine Mutter, die zwei oder mehr Kinder stillt (ganz gleich, ob es sich um Geschwister, Zwillinge oder Mehrlinge handelt) reichlich Milch produzieren kann. In einer Studie produzierte eine tandemstillende Mutter während der gesamten 7 Monate, während derer das ältere Kind gleichzeitig mit dem Säugling gestillt wurde, die doppelte Milchmenge. Wie in jeder Stillbeziehung können Faktoren wie chirurgische Brustverkleinerungen oder Adoption die produzierte Milchmenge beeinflussen, aber tandemstillende Mütter klagen, wenn überhaupt, eher über zu viel als über zu wenig Milch.

Was ist die Stillpille?

Wenn du gerade eine Geburt hinter dir hast, dauert es eine ganze Weile, bis du dich wieder wohl fühlst. Doch mit der Regenerierung kommt auch die Lust wieder – und dann ist Verhütung angesagt. Denn Stillen alleine reicht leider nicht aus, um eine erneute Schwangerschaft zu verhindern. Gerade weil dein Zyklus nach der Geburt noch unregelmäßig sein kann und damit auch unberechenbar ist, ist Verhütung jetzt umso wichtiger. Doch wenn du dein Baby stillst, ist besondere Vorsicht bei der Verhütung gefragt. Denn deine normale Pille kannst du während der Stillzeit nicht nehmen – sie würde deinem Kind schaden. Als Allheilmittel wird hingegen die Stillpille gehypt.

Die Stillpille wirkt – ähnlich der Minipille – ohne Östrogen, sondern stattdessen mit dem Hormon Desogestrel. Diesem Hormon wird nachgesagt, dass es die Qualität und Menge der Muttermilch nicht beeinflusst und zudem auch dem Baby keinesfalls schaden soll. Desogestrel verdickt die Gebärmutterschleimhaut, was es den Spermien schwer macht, einzudringen. Außerdem verhindert die Stillpille den Eisprung. Alles in allem eine sehr verlässliche Methode, nicht wieder schwanger zu werden. Da die Stillpille durchgängig 28 Tage eingenommen wird und du keine Woche Pause machen musst, wie bei der normalen Pille, gilt die Stillpille zudem als „benutzerfreundlich“ und einfach anzuwenden.

Nebenwirkungen der Stillpille – die Liste ist lang

Was jedoch oft und gerne heruntergespielt wird, sind die Nebenwirkungen der Stillpille. Denn wie jedes Hormon hat auch Desogestrel teils heftige Nebenwirkungen. Hier eine kleine Auswahl der möglichen Wirkungen, die die Stillpille auf dich haben kann:

  • Akne

  • Unkontrollierte Zwischenblutungen

  • Migräne

  • Übelkeit und Magen-Darmprobleme

  • Gewichtszunahme

  • Schmerzen in der Brust

  • Stimmungsschwankungen

  • Müdigkeit

  • Haarausfall

  • Hautreizungen und Hautknötchen

  • Eierstockzysten

  • Vaginale Entzündungen

  • Libidoverlust

Das sind die Nebenwirkungen, die bei dir als Mutter auftreten können und die auf jeden Fall auch ernst zu nehmen sind. Und: Klinischen Langzeitstudien zur Stillpille gibt es bis dazu nicht.Jedoch existieren auch andere, hormonfreie Methoden, um in der Stillzeit zu verhüten.

Hintergrund

Stillen Muttermilch kann noch mehr als wir dachten! Dass Stillen nicht nur dazu da ist, das Baby zu ernähren, sondern die in der Muttermilch enthaltenen Stoffe insbesondere auch dazu beitragen, das Neugeborene vor Infektionen und Krankheiten zu schützen, wussten wir. Doch jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Muttermilch sogar ein natürliches Antibiotikum enthält, das uns im Kampf gegen Immunkrankheiten helfen könnte.

Mit welchen Methoden kannst du in der Stillzeit noch verhüten?

Wenn du wirklich auf Nummer sicher gehen willst und die Verhütung auf keinen Fall deine Muttermilch und somit dein Baby beeinflussen soll, gibt es verschiedene Wege, hormonfrei zu verhüten.

Diaphragma

Mit dem Diaphragma gehst du einen sicheren und hormonfreien Weg der Verhütung. Das Diaphragma wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingesetzt und verhindert durch den Verschluss des Muttermundes das Eindringen der Spermien.

Kupferkette

Die Kupferkette wird dir vom Frauenarzt eingesetzt und ist eine hormonfreie Langzeitverhütung, die fünf Jahre vorhält. In dieser Zeit gibt die Kette kontinuierlich Kupferion ab, das eine verhütende Wirkung hat. Die Kupferkette verändert weder deinen Zyklus, noch deinen Hormonhaushalt und gilt als gut verträglich.

Kondom

Schlicht und ergreifend: Das Kondom. Zu Unrecht als Liebeskiller verurteilt, ist das Kondom sicher und einfach anzuwenden und hat keinen Einfluss auf dich oder dein Kind. Für den überschaubaren Zeitraum, in dem du dein Kind stillst, ist das Kondom auf jeden Fall eine überlegenswerte Alternative!

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Stillpille: Stillen und verhüten

Die normale Pille schadet mit ihren Hormonen der Muttermilch, deshalb greifen viele Frauen auf die sogenannte Stillpille zurück. Wirkt sie genauso und was muss man beachten?

Kurz nach der Geburt sind Frauen wahrscheinlich zu müde und ausgelaugt für Sex, aber irgendwann kommt die Lust zurück. Wenn man vorher mit der Pille verhütet hat, jetzt aber stillt, steht man vor dem Dilemma, was man machen soll. Die normale Pille schädigt mit ihren Hormonen der Muttermilch. Als Alternative gilt die Stillpille, die geringer dosiert ist.

Stillpille: Verhütung und Stillen

Was macht die Stillpille aus?

Diese Pille hat keine Östrogene, die sich sonst in der Anti-Baby-Pille befinden Sie gehört zu den Minipillen, weil sie geringer dosiert ist und sich so nicht auf die Qualität der Muttermilch auswirkt. Ihre Wirkstoffe verdicken den Gebärmutterhalsschleim, sodass es Spermien schwer haben, zur Eizelle zu kommen. Die Gebärmutterinnenseite wird zudem so verändert, dass sich eine befruchtete Eizelle erst gar nicht einnisten kann – in 90 Prozent der Fälle wird so der Eisprung unterdrückt, frau kann also dann nicht schwanger werden.

Verhütung nach der Geburt: Ab wann, womit und warum Stillen nicht ausreicht

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Keine Pillenpause bei der Stillpille

Anders als bei der herkömmlichen Pille, bei der es eine Pillenpause von sieben Tage gibt, nimmt man die Stillpille jeden Tag ein. Man beginnt mit dem ersten Tag des Zyklus; nimmt man sie später ein, gilt der Verhütungsschutz erst nach sieben Tagen und man muss zwischenzeitlich anders verhüten. Auch wenn man die Pille vergessen hat und sie nicht innerhalb von zwölf Stunden einnimmt, gelten für die nächsten sieben Tage Kondom oder andere Verhütungsmethoden. Allerdings muss man die Stillpille nach so einer vergessenen Einnahme nicht absetzen. Man lässt den einen vergessenen Tag aus und nimmt danach weiter täglich die Pille ein – am besten zu einer bestimmten Zeit.

Nebenwirkungen der Stillpille

Der Körper muss sich nach der Geburt hormonell erst einmal einpendeln, deshalb kann es sein, dass es zu Blutungen kommt. Sollte diese nicht zu heftig und allzu lange anhalten, ist das kein Grund zur Besorgnis. Weitere Nebenwirkungen können sein:
• Hautunreinheiten
• verringerte Libido
• Übelkeit
• Stimmungsschwankungen
• Kopfschmerzen
• Gewichtszunahme
• Brustschmerzen

Dies sind auch mögliche Nebenwirkungen einer normalen Antibabypille, deshalb sollte man bei einer zu hohen Unverträglichkeit auf eine andere Verhütungsmethode zurückgreifen.

Keine Stillpille für Diabetikerinnen

Die Stillpille verhindert eine Schwangerschaft, aber mit ihren Wirkstoffen kann sie auch den Blutzuckerstoffwechsel beeinflussen und ist deshalb für Diabetikerinnen nicht geeignet. Die Pille kann auch den Blutdruck steigen – für Frauen mit Bluthochdruck ist sie deshalb ein Tabu. Ebenso darf man sie nicht einnehmen, wenn man vorher an Brustkrebs, Leberkrebs oder Tuberkulose erkrankt war und auch bei einer ehemaligen Thrombose ist Vorsicht geboten. Auch Epileptikerinnen sollten sie nicht nehmen und Frauen mit einer Laktoseintoleranz sollten sich vorher informieren, da die meisten Stillpillen Laktose enthalten.

Gesundheit

Stillen: Auch gut für die Mutter

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Wann sollte man sie absetzen?

Es gibt Warnzeichen, auf die man hören sollte und dann die Pille sofort absetzt:
• Ungewöhnlich starke Blutungen
• bei einer Schwangerschaft
• Migräne oder zu heftigen Kopfschmerzen
• starken Schmerzen im Unterleib (da könnte eine Eierstockzyste das Problem sein)
• Thrombose-Anzeichen: Atemnot, Schmerzen beim Atmen, Engegefühl im Brustbereich und Anschwellen und Schmerzen der Beine

Auch wenn eine Operation in nächster Zeit ansteht, sollte man auf die Stillpille verzichten.
Das sind aber alles verhältnismäßig seltene Erscheinungen. Am besten spricht man mit der Frauenärztin oder Frauenarzt und lässt sich beraten. Sollte die Stillpille nichts sein, gibt es immer noch die Möglichkeit, mit Diaphragma, der Spirale oder Kondomen zu verhüten. Temperatur messen als Verhütungsmethode ist dagegen ungeeignet, da der Zyklus nach der Geburt eher unregelmäßig ist.

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