Biotin stiftung warentest

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Schwangerschaftsvitamine – Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft?

Kalzium

Kalzium ist für zahlreiche Entwicklungen Ihres Babys wichtig: für starke Knochen und Zähne, für ein gesundes Herz und um Nerven und Muskeln aufzubauen. Das meiste Kalzium steckt in Joghurt, Milch, Käse, aber auch in Sardinen. Wenn Sie mit Ihrer Nahrung nicht genug Kalzium zu sich nehmen, wird der Mangel weniger Ihr Baby belasten als vielmehr Ihre eigene Gesundheit. Erhält Ihr Ungeborenes nämlich zu wenige Kalzium, holt es sich die benötigte Menge aus Ihren Knochen. Dies kann für Sie zu gesundheitlichen Problemen zu einem späteren Zeitpunkt führen. Um dies in manchen Fällen vorzubeugen, sollten Sie, in Absprache mit Ihrem Arzt, Kalzium-Präparate zu sich nehmen.

Jod

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Ihr Kind benötigt es für die Entwicklung der Schilddrüse und des Gehirns. Um den erhöhten Jod-Bedarf während der Schwangerschaft zu decken, sind ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche empfehlenswert, ebenso wie jodiertes Speisesalz, Milch und Milchprodukte. Da viele Frauen allerdings unter einem Jod-Mangel leiden, wird ihnen oftmals eine zusätzliche Aufnahme von 100 bis 150 Mikrogramm Jod mittels Tabletten nahegelegt. Bei Schilddrüsenerkrankungen der Mutter muss allerdings unbedingt der Arzt konsultiert werden.

Magnesium

Meistens macht sich ein Magnesium-Mangel gegen Ende der Schwangerschaft mit Wadenkrämpfen bemerkbar. In diesen Fällen verschreibt Ihnen Ihr Arzt in der Regel Magnesium in Form von Tabletten oder Pulver. Damit es erst gar nicht soweit kommt, empfiehlt es sich, folgende Lebensmittel vermehrt zu sich zu nehmen: Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Vollkornbrot, Bananen oder Brokkoli.
Magnesium erfüllt viele lebenswichtige Aufgaben. Es weitet Blutgefäße, hilft beim Aufbau von Zähnen und Knochen, entspannt die Muskulatur und optimiert die Sauerstoffversorgung der Zellen. So kann die vermehrte Aufnahme von Magnesium auch frühzeitige Wehen unterbinden, da es die Gebärmuttermuskulatur entspannt.

Phosphor

Phosphor ist vor allem für die Knochenbildung Ihres Kindes wichtig. Zusammen mit Calcium sorgt es dafür, dass die Knochen stabil sind. Darüber hinaus ist Phosphor auch für gesunde Zähne wichtig. Schwangere benötigen circa zehn Prozent mehr Phosphor als normalerweise. Dieser Mehrbedarf lässt sich entweder über die vermehrte Aufnahme von phosphorhaltigen Lebensmittel decken oder durch die Einnahme von auf die Schwangerschaft abgestimmten Vitaminpräparaten. Phosphor ist vor allem in Milchprodukte, Weizenkleie und Walnüssen enthalten.

Vitamin D

Vitamin D übernimmt während der Schwangerschaft eine Vielzahl an Aufgaben und ist wichtig für die gesunde Entwicklung des Ungeborenen. So ist das sogenannte Sonnenvitamin für das Immunsystem verantwortlich, unterstützt den Skelettaufbau und sorgt für den Aufbau des Nervensystems und der Plazenta. Um genug Vitamin D zu sich zu nehmen, gibt es drei Möglichkeiten:
1. Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft und tanken Sie Sonne
2. Ernähren Sie sich gesund (zum Beispiel mit Fisch, Avocado, Eier)
3. Nehmen Sie spezielle Vitamin-D-Präparate zu sich

Vor allem wenn Sie in den Wintermonaten schwanger sind, an Übergewicht oder bereits an Schwangerschaftsdiabetes leiden oder Raucherin waren, kann es ratsam sein, Vitamin-D-Präparate zu sich zunehmen. Klären Sie dies unbedingt vorher mit Ihrem Arzt ab.

Vitamin C

Auch der Vitamin-C-Bedarf ist in der Schwangerschaft erhöht. Es ist vor allem in frischem Obst (zum Beispiel Zitronen, Orangen, Kiwis) und (zum Beispiel Broccoli, Spinat, Tomaten) enthalten. Vitamin C ist unter anderem für die kindliche Gehirnentwicklung, für den Aufbau des Immunsystems verantwortlich und kurbelt den Energiestoffwechsel an. Macht sich bei Ihnen ein Vitamin-C-Mangel zum Beispiel in Form von Müdigkeit, Abgeschlagenheit, aber auch Zahnfleischbluten oder ständiges kränkeln bemerkbar, wird Ihnen Ihr Arzt wahrscheinlich zusätzlich zu einer gesunden Ernährung ein Nahrungsergänzungsmittel empfehlen.

Vitamin B

Die verschiedenen B-Vitamine übernehmen in der Schwangerschaft eine Vielzahl an Funktionen:

  • Vitamin B1 (Thiamin) ist besonders für den Stoffwechsel, für Herz, Niere und das Nervensystem wichtig und kommt vermehrt in Vollkornprodukten, Kartoffeln, Nüssen. Naturreis, Schweinefleisch und Fisch vor.
  • Vitamin B2 (Riboflavin) benötigen Schwangere, damit ausreichend Blutzellen gebildet werden können und sich die Nervenfunktionen entwickeln. Außerdem sorgt Vitamin B2 für gesunde Haut, Haare und Nägel. Der erhöhte Bedarf lässt sich zum Beispiel mit Milchprodukten, Eiern, Vollkornprodukten oder grünem Blattgemüse decken.
  • Vitamin B3 (Niacin) hilft sowohl bei der Entwicklung einer gesunden Hirnfunktion als auch bei der Bildung des Nervensystems. Um keinen Mangel zu erhalten, empfiehlt es sich, Fleisch, Fisch, Eier und Vollkornprodukte zu sich zu nehmen.
  • Vitamin B6 (Pyridoxin) wird für das Immunsystem, die Zellteilung, die Muskeln und das Herz benötigt. Es steckt vor allem in Bananen, Karotten, grünem Gemüse und Fleisch.
  • Vitamin B12 (Cyanocobalamin) ist vor allem für die Entwicklung des Gehirns, die Blutbildung und für das Nervensystem essentiell. Der erhöhte Bedarf in der Schwangerschaft kann vor allem über tierische Produkte wie Fisch, Fleisch und Eier gedeckt werden.

Jod, Folsäure, Eisen und Co – welche Nahrungsergänzungen brauchen Schwangere?

Wie verändert sich mein Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft?

Der Energiebedarf (Kalorienbedarf) steigt im Verlauf der Schwangerschaft nur leicht an und ist in den letzten Monaten der Schwangerschaft nur etwa 10 % höher als vor der Schwangerschaft. Beispiel: Hat die Frau vor der Schwangerschaft einen Kalorienbedarf von 2200 kcal/Tag, so liegt er am Ende der Schwangerschaft um 220 kcal höher, das entspricht zum Beispiel ungefähr einem zusätzlichen großen Becher Fruchtjoghurt (250 g).

Der Bedarf an einzelnen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen steigt dagegen erheblich stärker. Trotzdem kann der zusätzliche Nährstoffbedarf in Schwangerschaft und Stillzeit leicht über schmackhafte, normale Lebensmittel gedeckt werden (Ausnahme Jod und Folsäure). Verwenden Sie Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte, d.h. Lebensmittel, die pro 100 kcal besonders viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente liefern. Beispiele sind Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, fettarme Milch- und Milchprodukte, Meeresfisch und fettarmes Fleisch/Geflügel.

Welche Produkte empfiehlt die Werbung, was ist sinnvoll?

Laut Werbung sorgen die Produkte dafür, den täglichen Bedarf an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen während der Schwangerschaft zu decken. Gleichzeitig zählen die Anbieter auf, welche Wirkungen die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe haben: „Zink leistet einen Beitrag zur normalen Funktion des Immunsystems und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress“; „Die Aufnahme der Omega-3-­Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung der Augen und des Gehirns beim Fötus und beim gestillten Säugling bei“. Dies ist zwar richtig, das leisten diese Nährstoffe aber auch, wenn sie über herkömmliche Lebensmittel aufgenommen werden.

Die Zusammensetzung der Produkte entspricht überdies nicht den aktuellen Empfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft durch anerkannte Fachexperten: Jod und Folsäure sind in den Produkten erwünscht, Eisen sollte nur bei nachgewiesenem Mangel ergänzt werden. Vielmehr verfahren die Anbieter nach dem Motto „viel hilft viel“ und bieten nach dem Gießkannenprinzip ein wahres Potpourri an Nährstoffen an: „12 Vitamine und 5 Mineralstoffe für den erhöhten Bedarf“.

Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg aus dem Jahr 2017 kommt zu dem Ergebnis: Es gibt am Markt fast nur Produkte, die entweder zu hoch dosiert sind oder überflüssige Vitamine oder Mineralstoffe enthalten.

Wie kann ich den erhöhten Folsäurebedarf decken?

Das Vitamin Folsäure ist im Körper an Prozessen der Zellteilung und des Wachstums beteiligt und deshalb ist es besonders wichtig, den – erhöhten – Bedarf in der Schwangerschaft zu decken. Außerdem zeigen Studien, dass die Einnahme von 400 µg Folsäure pro Tag das Risiko kindlicher Fehlbildungen (Neuralrohrdefekte) verringert.

Frauen, die eine Schwangerschaft planen und Schwangeren wird deshalb empfohlen, mindestens bis zum Ende des ersten Schwangerschafts­drittels 400 ­µg Folsäure pro Tag zusätzlich zu einer abwechslungsreichen Ernährung einzunehmen. Die Einnahme sollte etwa 4 Wochen vor der geplanten Konzeption beginnen. Sind Sie ungeplant schwanger geworden oder haben erst kurz vor der Konzeption mit der Einnahme von Folsäure begonnen, wird empfohlen im ersten Schwangerschaftsdrittel 800 µg Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen – am besten in Absprache mit dem Frauenarzt.

Folsäurereiche pflanzliche Lebensmittel, die zusätzlich zur Versorgung beitragen können, sind beispielsweise grünes Blattgemüse, Kohlsorten, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Tomaten oder Orangen.

Wie kann ich den Jodbedarf decken?

Eine gute Versorgung mit Jod ist nötig für die gesunde Entwicklung des Kindes im Mutterleib. Gute Jodquellen sind vor allem Meeresfisch, der zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen sollte, sowie Milch und Milchprodukte. Jodiertes Speisesalz zum Würzen im Haushalt und der Kauf von verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot und Fleischwaren, die mit Jodsalz hergestellt wurden, ergänzen die Versorgung mit Jod.

Zusätzlich sollten Schwangere täglich ein Nahrungs­ergänzungsmittel mit 100-150 µg Jod einnehmen, um die Lücke zwischen empfohlener Jodzufuhr und tatsächlicher Jodaufnahme zu schließen. Auch in der Stillzeit ist der Jodbedarf weiter erhöht, da der Säugling über die Muttermilch mit Jod versorgt wird. Stillenden wird deshalb empfohlen, täglich 100 µg Jod über ein Nahrungs­ergänzungsmittel einzunehmen. Bei Schilddrüsen erkrankungen muss der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden.

Muss jede Schwangere Eisen einnehmen?

Eine vorbeugende Einnahme von Eisenprodukten ist auch in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert. Die Entscheidung, ob die Einnahme von Eisen notwendig ist, sollte immer nur individuell getroffen werden, und zwar nach einer Blutuntersuchung und einer medizinischen Beratung. Obwohl der Eisenbedarf in der Schwangerschaft ansteigt, weil mehr Eisen für die Plazenta, den Fetus und das größere Blutvolumen der werdenden Mutter benötigt wird, hat längst nicht jede Schwangere einen Eisenmangel.

Bei vielen Frauen reicht die Aufnahme über Lebensmittel wie Fleisch, Fleischwaren und Fisch sowie pflanzliche Lebensmittel, wie Vollkornprodukte oder dunkles Blattgemüse.

Die Eisenaufnahme vom Darm ins Blut wird durch die gleichzeitige Aufnahme Vitamin C reicher Lebensmittel (z.B. Obst als Nachtisch, Salat als Beilage) verbessert.

Einer der ersten Ratschläge, die ich in der Schwangerschaft von meinem Gynäkologen bekam, waren Schwangerschaftsvitamine und Nahrungsergänzungsmittel. Warum Vitamine in der Schwangerschaft so wichtig sind, auch wenn Du Dich gesund ernährst, und was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn Du sie weglässt, erkläre ich Dir in diesem Beitrag.

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Welche Vitamine sind für Schwangere besonders wichtig?

In der Schwangerschaft sind vor allem die Vitamine B9 (Folsäure) und B12 (Cobalamin) wichtig, da ohne sie die Zellteilung nicht möglich ist. Ohne Zellteilung könnte aus der befruchteten Eizelle niemals ein Kind mit mehreren Billionen Zellen entstehen. Der gesteigerte Stoffwechsel in der Schwangerschaft führt außerdem zu einem erhöhten Jod-Verbrauch.

Damit bei der Schwangeren und dem Kind keine Blutarmut (Anämie) auftritt, muss ausreichend Eisen zur Verfügung stehen.
Für ein gesundes Abwehrsystem benötigt jeder Mensch Antioxidantien, die schädliche Stoffe wie Sauerstoffradikale abfangen. Vitamin C und Vitamin E sind wirksame Antioxidantien.

Wachsende Knochen benötigen Vitamin D und viel Calcium. Bei einem Mangel an diesen Stoffen entnimmt der Körper sie aus den „Reserven“ der Mutter – die Knochendichte der Mutter kann abnehmen und es können Zahnprobleme auftreten.

Muss ich als Schwangere zusätzlich Vitamine einnehmen, wenn ich mich gesund ernähre?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organisation) empfiehlt jeder Schwangeren, auch den gesunden Frauen, die sich vorbildlich ernähren, die zusätzliche Einnahme von 0,4 mg bis 0,8 mg Folsäure und 0,1 mg bis 0,15 mg Jod. Durch diese einfachen Maßnahmen lassen sich Mangelerscheinungen mit schweren oder sogar tödlichen Folgen für das Kind vermeiden.

Bei veganer Ernährung

Schwangere, die sich vegan ernähren, sollten mit Vitamin B12 angereicherte Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Im Zweifel kannst Du Deinen Vitamin B12 Spiegel im Blut bestimmen lassen. Frag einfach Deinen Gynäkologen.

Bei Eisenmangel

Wenn Du bereits vor der Schwangerschaft eine Neigung zu Eisenmangel hattest, beispielsweise weil Deine Regelblutung immer recht stark ausfiel, solltest Du Deine Eisenspeicher (Ferritin) beim Hausarzt kontrollieren lassen. Sind die Speicher fast leer, empfiehlt sich die zusätzliche Einnahme von Eisen., damit es zu keinem Eisenmangel in der Schwangerschaft kommt.

Wie äußert sich ein Vitaminmangel in der Schwangerschaft und was sind mögliche Folgen?

Wenn ein Folsäure-Mangel besteht, können Neuralrohrdefekte unterschiedlichen Schweregrads auftreten, zum Beispiel eine Spina bifida occulta oder Spina bifida aperta. Während die Spina bifida occulta meist nur aus einer haarigen Stelle über dem Steißbein besteht, liegt bei der Spina bifida aperta das Rückenmark frei („offener Rücken“). Die folgedne Definition gibt Dir noch mehr Infos über die beiden Ausprägungen:

Spina bifida occulta bedeutet „verborgen, nicht sichtbar“. Diese Form der Spina bifida ist dadurch gekennzeichnet, dass sich nur ein zweigespaltener Wirbelbogen findet, ohne dass das Rückenmark mit seinen Rückenmarkshäuten (Meningen) beteiligt ist. Sie ist darum nicht von außen sichtbar. Die Spina bifida occulta ist recht häufig und wird oft nur zufällig bei Röntgenaufnahmen oder einer Untersuchung des Rückens festgestellt. Besonders bei bettnässenden Kindern wird die Spina bifida occulta auffallend häufig gefunden. In der Regel hat sie medizinisch keine besondere Bedeutung; eine Behandlung ist nicht nötig. Ein Dermalsinus kann vorkommen.

Spina bifida aperta bedeutet „offen, sichtbar“. Es werden drei Formen unterschieden:

  • Meningozele: Eine im Vergleich mit den anderen beiden Typen einfache, leichte Form der Spina bifida aperta ist die Meningozele. Dabei wölben sich nur die Rückenmarkshäute (= Meningen) durch einen Wirbelbogenspalt unter der Haut vor. Die dabei entstehende Blase (= Zyste) ist sichtbar. Sie kann operativ entfernt werden. Es entstehen keine Beeinträchtigungen, denn das Rückenmark ist in seiner üblichen Lage und nicht geschädigt.
  • Meningomyelozele: Bei dieser schwereren Form liegt eine Spaltbildung in der Wirbelsäule vor (Zele = Bruch) und durch diesen Spalt treten Teile des Rückenmarks (= Myelon), der Rückenmarkshäute (= Meningen) und Nerven in einer Blase (= Zyste) sichtbar nach außen hervor. Dadurch verlieren die Nervenstränge an der betroffenen Stelle ihren Schutz und es kommt zu Schädigungen. Der beschriebene Vorfall kann operativ durch Hirnhaut überhäutet werden.
  • Myeloschisis: Dieser Begriff wird häufig für besonders schwere Befunde einer Spina bifida aperta verwendet, bei denen das Nervengewebe an der betroffenen Stelle sichtbar völlig freigelegt und nicht von Haut oder Bindegewebe bedeckt ist.

Quelle: Wikipedia

Eine schwere Fehlbildung, bei der das Großhirn und der Hirnschädel fehlen, nennt sich Anenzephalus. Dieser ist mit dem Leben nicht vereinbar. Solltest du bereits ein Kind mit einem Neuralrohrdefekt bekommen haben, ist die Einnahme von 4 mg Folsäure pro Tag anzuraten, womit bereits drei Monate vor Beginn der Schwangerschaft begonnen werden sollte.

Bei einem Vitamin B12 Mangel kann eine Blutarmut bei der Schwangeren und dem ungeborenen Kind entstehen. Symptome sind unter anderem Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit und Blässe der Schwangeren.

Bei einer Blutarmut aufgrund von Eisenmangel treten dieselben Symptome auf. Das Blut enthält die roten Blutkörperchen, die mit Sauerstoff beladen werden. Jede Zelle benötigt Sauerstoff zum Überleben und eine Unterversorgung kann zum Absterben der Zelle führen. Ein Neugeborenes mit Blutarmut kann blass, schlapp und teilnahmslos erscheinen oder auch nur minimale Symptome aufweisen.

Wie und wann sollten Schwangerschaftsvitamine eingenommen werden?

Mit der zusätzlichen Einnahme von 400 µg Folsäure pro Tag solltest Du mindestens vier Wochen vor der Empfängnis beginnen, also am besten sobald ein Kinderwunsch besteht. Jod wird vor allem dann benötigt, wenn die Stoffwechselaktivität steigt. Darum solltest Du ab Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit auf eine ausreichende Jod-Zufuhr achten. Die zusätzliche Einnahme von 100 bis 150 Mikrogramm (0,1 bis 0,15 mg) Jod wird allgemein empfohlen.

Vitamin C und Vitamin E sind in Obst und Gemüse reichlich enthalten, sodass eine ausgewogene Ernährung für eine optimale Vitaminzufuhr ausreichend sein sollte.

Das für den Knochen wichtige Vitamin D muss nur in Ausnahmefällen, wenn bei der Schwangeren Knochen- oder Zahnprobleme auftreten, zusätzlich eingenommen werden.

Welche Präparate und Schwangerschaftsvitamine sind die besten?

Femibion in der Schwangerschaft

„Femibion Schwangerschaft“ ist ein Kombinationspräparat, das als „Femibion Schwangerschaft 1“ auf den Bedarf in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen und als „Femibion Schwangerschaft 2“ auf den Bedarf der 13. Schwangerschaftswoche bis zum Ende der Stillzeit abgestimmt ist.

Enthalten sind 0,4 bzw. 0,8 mg Folsäure und weitere B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E sowie Jod. Außerdem ist „Femibion Schwangerschaft 2“ auch ohne Jod erhältlich.

Femibion 1 Kinderwunsch und Schwangerschaft, 30 St. Tabletten* von Merck Selbstmedikation GmbH

  • enthält Vitamine und Mineralstoffe
  • für werdende Mütter in der Frühschwangerschaft
  • freiverkäuflich

“ Aktueller Preis „* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2020 um 23:48 . Wir weisen darauf hin, dass der Link zu einem externen Online-Shop führt, damit Sie immer die aktuelle Verfügbarkeit und den aktuellen Preis erfahren. Femibion 2 Schwangerschaft und Stillzeit Tabletten und Kapseln, 96 Tage Packung* von Merck Selbstmedikation GmbH

  • enthält Vitamine und Mineralstoffe
  • für werdende Mütter bis in die Stillzeit
  • freiverkäuflich

“ Aktueller Preis „* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2020 um 23:48 . Wir weisen darauf hin, dass der Link zu einem externen Online-Shop führt, damit Sie immer die aktuelle Verfügbarkeit und den aktuellen Preis erfahren.

Folio Forte für die Schwangerschaft

„Folio“ ist ein anderes Kombinationspräparat, das als „Folio forte“ 0,8 mg Folsäure enthält. Zusätzlich beinhaltet „Folio“ Vitamin B12, Vitamin D3 und wahlweise Jod.

Folio 1 forte, 90 St. Tabletten* von Steripharm Pharmazeutische Produkte GmbH & Co. KG

  • enthält Folsäure, Cyanocobalamin, Colecalciferol
  • bei Kinderwunsch, Schwangerschaft (Ende 12. Woche)
  • freiverkäuflich

“ Aktueller Preis „* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2020 um 23:48 . Wir weisen darauf hin, dass der Link zu einem externen Online-Shop führt, damit Sie immer die aktuelle Verfügbarkeit und den aktuellen Preis erfahren. Folio 2, 90 St. Tabletten* von Steripharm Pharmazeutische Produkte GmbH & Co. KG

  • enthält Folsäure, Cyanocobalamin, Colecalciferol
  • in der Schwangerschaft (13. Woche) und Stillzeit
  • freiverkäuflich

“ Aktueller Preis „* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2020 um 23:48 . Wir weisen darauf hin, dass der Link zu einem externen Online-Shop führt, damit Sie immer die aktuelle Verfügbarkeit und den aktuellen Preis erfahren.

Orthomol Natal während der Schwangerschaft

„Orthomol natal“ besteht aus fünf Tabletten und zwei Kapseln, die jeweils in einem Beutel abgepackt sind. Enthalten sind 0,5 mg Folsäure, B-Vitamine, die Vitamine C und E, Magnesium, Calcium, Probiotika und Omega-3-Fettsäuren sowie Jod.

Da Jod, Magnesium und Calcium als einzelne Tabletten vorliegen und die Probiotika in einer separaten Kapsel enthalten sind, lässt sich die Nahrungsergänzung leicht an den Bedarf der Schwangeren anpassen.

Orthomol Natal Tabletten/Kapseln Kombipackung, 30 Stück, 1er Pack (1 x 153 g)* von Orthomol

  • enthält Vitamine und Mineralstoffe
  • bei Kinderwunsch, in Schwangerschaft und Stillzeit
  • freiverkäuflich

“ Aktueller Preis „* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2020 um 23:48 . Wir weisen darauf hin, dass der Link zu einem externen Online-Shop führt, damit Sie immer die aktuelle Verfügbarkeit und den aktuellen Preis erfahren.

Biotin Tabletten Test – für gute Sehqualität und gesunde Augen – Vergleich der besten Biotin Tabletten 2020

Was sind Biotin Tabletten?

Biotin, auch als Vitamin B7 bekannt, ist ein wasserlösliches Vitamin, welches unter anderem für gesunde Haut und Haare verantwortlich ist. Erwachsene haben einen Tagesbedarf von circa 30 bis 60 Mikrogramm Biotin, der durch die Nahrung in der Regel gut abgedeckt wird.

Anwendungsbereiche

Grundsätzlich besteht bei einer ausgewogenen Ernährung keine Gefahr einer Biotin Unterversorgung. Einen hohen Anteil an Biotin haben beispielsweise in folgenden Produkten:

  • Haferflocken
  • Nüsse
  • Leber
  • Eigelb

Welche Darreichungsformen gibt es?

Biotin Nahrungsergänzungsmittel werden meist in Form von Biotin Tabletten oder Kapseln angeboten. Oft erhalten Sie mit einer Packung die Anzahl an Biotin Tabletten, die einem Monatsbedarf entspricht.

Kapseln sind im Vergleich zu Tabletten leicht zu schlucken. Im Vergleich zu den Kapseln gefallen im Test die Biotin Gummibärchen sehr gut, die immer mehr Hersteller anbieten. Auch schmecken die Bärchen lecker nach Erdbeeren; so macht es Spaß, sich das besondere Plus zu gönnen.

Ebenso kann Biotin aber auch in Pulverform eingenommen werden. Biotin Pulver wird vorrangig für Tiere hergestellt und beispielsweise trächtigen Hündinnen unter das Futter gemischt. Eine weitere beliebte Form der Biotingabe sind die Brausetabletten. Diese lösen Sie einfach in Wasser auf und trinken morgens oder abends ein Glas.

Zu guter Letzt sollen die Biotin Shampoos in unserem Vergleich nicht unerwähnt bleiben. Möchten Sie Ihrem Körper Biotin gezielt zur Kräftigung und Stärkung Ihrer Haare zuführen, sind die Shampoos und Conditioner mit Biotin durchaus eine Option. Dennoch ist deren Wirksamkeit im Vergleich nach wie vor umstritten: Immerhin handelt es sich beim Biotin um eine wasserlösliche Substanz, die nur schwer in die Zellen der Haare eindringen kann.

Wo werden hochwertige Biotin Nahrungsergänzungen hergestellt?

Ob Sie sich nach einem Vergleich für ein in Deutschland produziertes Produkt oder eine Variante aus den USA oder Großbritannien entscheiden, ist im Prinzip egal. Achten Sie dabei jedoch immer auf die Einhaltung höchsten Qualitätsstandards. Vergewissern Sie sich über eine ausreichende Zertifizierung und die Durchführung strenger Kontrollen während der Herstellung.

Nu U Nutrition beispielsweise ist eine in Großbritannien ansässige Marke, deren Biotin Tabletten den Vergleich mit der Konkurrenz aus Deutschland nicht scheuen muss. Eines der wichtigsten Kriterien im Biotin Tabletten Test: Achten Sie darauf, dass diese wenn möglich nach dem HACCP Konzept hergestellt werden und auch sonst den strengen EU-Richtlinien entsprechen.

HACCP bedeutet so viel wie “Hazard Analysis Critical Control Point“, was wörtlich übersetzt so viel bedeutet wie “Risiko-Analyse Kritischer Kontroll-Punkte”.

So werden Biotin Tabletten getestet

Aufgrund der Vielzahl der im Handel erhältlichen Produkte ist es gar nicht so einfach, das richtige Präparat zu finden, welches zu den eigenen Anforderungen passt.

In externen Biotin Tabletten Tests gibt es einige Punkte, auf welche ein verstärktes Augenmerk gelegt wird. Eines der wichtigsten Kriterien im Test sind die Inhaltsstoffe. Meist enthalten die Tabletten und Kapseln im Test nicht nur Biotin, sondern noch weitere für den Körper nützliche Zusatzstoffe. Zink und Eisen sind ebenso häufig anzutreffende Zusatzstoffe wie Selen.

Zink soll die Wirkweise des Biotins noch verstärken. Gleiches gilt für die Inhaltsstoffe Vitamin B6, B12, Folsäure und Panthotensäuren. Wichtig: Biotin Nahrungsergänzungsmittel gelten zwar als unbedenklich, sollten aber von Kindern und Jugendlichen nicht eingenommen werden. Auch wenn Sie schwanger sind oder stillen, sollten Sie vor der Einnahme Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Immer wieder hört man in Verbindung mit Biotin Tabletten den Begriff Bioverfügbarkeit. Hierbei handelt es sich um eine Messgröße. Es ist also nicht entscheidend, wie viel Biotin Sie Ihrem Körper in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zufügen, sondern wie viel tatsächlich verwertet werden kann. Der auf der Packungsbeilage aufgedruckte Wert ist meist so hoch, dass er vom Körper nicht verarbeitet werden kann. Doch keine Angst: Schäden müssen Sie nicht befürchten, denn der Rest wird von den Nieren ausgeschieden.

Vielleicht möchten Sie sich mit den Biotin Tabletten einfach etwas Gutes tun und diese unterstützend zu Ihrer gesunden Lebensweise, zu der vor allen Dingen eine gesunde Ernährung und Sport gehören, einnehmen.

Worauf muss ich beim Kauf von Biotin Tabletten im Test achten?

Wenn Ihnen Ihr Arzt geraten hat, Biotin in Form von Tabletten, Kapseln oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen, sollten Sie einige Dinge beachten. Im Vergleich ist es wichtig, dass Sie sich für Präparate ohne Magnesiumstearat entscheiden, denn dieser Stoff gilt als gesundheitsgefährdend. Im Test haben sich stattdessen Produkte bewährt, die Biotin in Verbindung mit Zink enthalten. Beide Inhaltsstoffe ergänzen sich perfekt; solche Präparate können Sie bedenkenlos über einen längeren Zeitraum einnehmen. Vorsicht ist hingegen im Vergleich bei Produkten mit Kieselerde geboten. Langfristig soll dieser Bestandteil Nierenschäden begünstigen können. Werfen Sie also unbedingt einen Blick auf die Inhaltsstoffe.

Achten Sie im Test weiterhin auf die Herkunft des Biotinpräparates; bestenfalls entscheiden Sie sich für ein Produkt Made in Germany. Schauen Sie sich auch die Kundenrezensionen bei Amazon an, denn diese können Ihnen bei Ihrer Kaufentscheidung sehr behilflich sein.

Nicht nur beim Kauf Ihrer Biotin Tabletten sollten Sie einiges beachten. Haben Sie Ihre Biotin Tabletten erst einmal zu Hause, lesen Sie sich zu allererst die Packungsbeilage gut durch und nehmen Sie die Biotin Tabletten entsprechend dieser Aussagen ein.

Tabletten und Kapseln sollten Sie immer mit ausreichend Wasser zu sich nehmen. Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke sind dafür nicht geeignet. Halten Sie sich ebenso an die vorgegebene Einnahmezeit und vor allem an die geratene Dosis. Biotin Tabletten sollten Sie nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht mehr anwenden!

Verkehrsfähigkeitsbescheinigung

Entscheiden Sie sich auf jeden Fall für eine Nahrungsergänzungsmittelergänzung, die für den Verkauf auf dem europäischen Markt geprüft wurde. Fragen Sie im Zweifelsfall beim Hersteller nach, ob er eine solche vorweisen kann.

Anzeige beim Bundesamt

Vitamin- und Mineralstoff-Nahrungsergänzungsmittel müssen beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit angezeigt werden. Danach werden diese wiederkehrend stichprobenartig überprüft.

Zertifizierung durch vertrauenswürdige und bekannte Prüfstellen

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel werden oft nach GMP (Good Manufacturing Practice) zertifiziert. Ursprünglich handelt es sich dabei um eine Zertifizierung der Herstellung von Arzneimittelprodukten. Auf diese Weise zertifizierte Unternehmen halten sich an die Qualitätssicherungs-Standards der WHO zur Produktion von Pharmazeutischen Produkten. Der niederländische Hersteller Fairvital B.V. beispielsweise entwickelt seine Biotin Tabletten nur unter GMP-Standards.

Transparenter Qualitätssicherungsprozess

Wie transparent ein Hersteller seinen Qualitätssicherungsprozess macht, ist ebenfalls ein guter Hinweis dafür, wie der jeweilige Produzent eingeschätzt werden kann. Hochqualitative Biotin Tabletten werden – so wie alle anderen Nahrungsergänzungsmittel – nur unter strengsten qualitätssichernden Maßnahmen gefertigt.

EU-Richtlinien werden eingehalten

Gibt ein Unternehmen an, dass seine Biotin Tabletten mit den EU-Richtlinien konform geht, ist das ein Hinweis dafür, dass es sich um Qualität handelt.

Beta Carotin Kapseln von Aava Labs im Test

So werden Zink Tabletten im Test geprüft

Dosierung

Die Hersteller produzieren Zink Tabletten mit unterschiedlichem Zinkgehalt pro Tablette. Beim Test durch die Lebensmittel-Überwachungsbehörde wird geprüft, ob der angegebene Zinkgehalt in Kombination mit einer Dosierungsangabe zu einer Überdosierung führen kann.

Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe

In den verschiedenen Präparaten sind unterschiedliche Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe enthalten. Lebensmittel-Überwachungsbehörden und unabhängige Sachverständige testen diesen Gehalt in unabhängigen Labors.

Auch auf das Herkunftsland der verwendeten Rohstoffe sollten Sie ein Auge haben. In manchen Fällen sind Rohstoffe aus Drittländern, die nicht so strenge Regeln wie Deutschland haben, mit Pestiziden belastet. Für Vegetarier gilt, sich darüber zu informieren, ob es sich bei der Biotin Kapsel um Gelatine handelt.

Deklarierung

Auch die wahrheitsgetreuen Aussagen der Hersteller werden überprüft. Die besten Tests werden dabei bestenfalls von externen – also unabhängigen – Testern wie beispielsweise Stiftung Warentest und Ökotest vorgenommen. Ökotest legt seinen Schwerpunkt dabei immer auf die Ökologie des Biotin Produktes. Sind fragwürdige gesundheitsbezogene Aussagen auf den Packungen oder Beipackzetteln zu finden, gibt es Punkteabzug.

Preis-/Leistungsverhältnis

Der Vergleich, den Sie hier finden, bezieht sich vor allem auf den Preis des Produktes („Preissieger“). Daneben haben wir in einer Meta-Analyse die Aussagen von Rezensenten („Vergleichssieger“) gegenübergestellt.

Kurzinformation zu den führenden 6 Herstellern

Ein Produkt, welches im Test mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis punkten kann, sind die Vihado Haar-Vitamine. Die mit Biotin, Zink und Selen angereicherten Kapseln nehmen Sie unzerkaut mit etwas Flüssigkeit ein. Bierhefe, Bockshornkleesamen und Hirseextrakt sind weitere Bestandteile dieses Produktes. Bei Amazon wurde dieses bereits mehr als 1.100 Mal positiv bewertet und überzeugt im Vergleich mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis.

Doppelherz und Bayer

Doppelherz und Bayer sind zwei bekannte deutsche Hersteller, die im Test ebenso mit ihren Biotin Präparaten punkten können. Doppelherz Haar Plus ist ein Produkt, welches im Vergleich zu den anderen Produkten auch Kupfer enthält. Zusätzlich enthalten sind Leinsamenextrakt, Schachtelhalmpulver, Kieselerde, L-Cystein sowie Taurin.

Cosphera

Die Biotin Tabletten von Cosphera sind bei Amazon eines der meistverkauften Produkte im Test. Als Trägerstoff wird Zellulose verwendet und auf Gelatine, Gluten und Farb- und Konservierungsstoffe weitestgehend verzichtet. Gut gefällt im Vergleich mit vielen anderen Produkten, dass bei der Produktion keine Tierversuche zum Einsatz kommen.

Orthomol Vital

Orthomol Vital f ist ein beliebtes Präparat im Vergleich, das neben Biotin noch zahlreiche andere Vitamine und Mineralstoffe enthält. Die Besonderheit im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten: Orthomol ist sowohl als Granulat ebenso wie als Trinkfläschchen erhältlich, so dass Sie keine Kapseln schlucken müssen.

Vitabay

Vitabay ist einer der Hersteller im Test, der im Vergleich zu den meisten Konkurrenzprodukten mit einem günstigen Kaufpreis punkten kann. 200 der veganen Tabletten erhalten Sie bereits für weniger als zehn Euro. Bei Vitabay kaufen Sie Qualität Made in Germany.

Vitamaze

Vitamaze ist ein weiterer Hersteller, der Ihnen Biotin in Kapselform anbietet. Die Kapseln können Sie sowohl beim Hersteller direkt als auch über den Amazon Onlineshop ordern. Für weniger als 20 Euro erhalten Sie 365 vegane Tabletten, die Sie ein Jahr lang mit Nährstoffen versorgen. Damit bietet auch dieses Produkt im Vergleich ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Das Produkt gefällt im Test gut, da es ohne Gentechnik, Aromen, Allergene und sonstige unnötige Zusatzstoffe auskommt. Die Tabletten werden gemäß dem HACCP-Konzept ausschließlich in Deutschland produziert.

Internet vs. Fachhandel: wo kaufe ich meine Biotin Tabletten am besten?

Wenn Sie sich in Ihrer örtlichen Apotheke umschauen, werden Sie nach einem kurzen Vergleich feststellen, dass das Angebot an Biotin Tabletten recht überschaubar ist. Im Vergleich dazu finden Sie bei Amazon ein breit gefächertes Sortiment: Hier können Sie Biotin Tabletten der meisten bekannten Hersteller ordern.

Sie können sich bei Bedarf auch für das Amazon Spar-Abo entscheiden: Sie erhalten dann Ihr gewünschtes Produkt in einem bestimmten Zeitintervall und profitieren sogar von einem kleinen Preisnachlass. Amazon ist nicht nur für faire Preise bekannt, auch die schnelle Lieferung wird Sie im Test begeistern.

Ab einem Einkaufswert von 29 Euro liefert Amazon übrigens versandkostenfrei. Bestellen Sie bequem vom heimischen Sofa aus und sparen Sie sich den Gang in die nächste Apotheke. Im Internet können Sie an 24 Stunden am Tag sieben Tage die Woche shoppen und sind von den Ladenöffnungszeiten komplett unabhängig.

Eindrücke aus unserem Biotin Tabletten – Test

Beta Carotin Kapseln von Aava Labs im Test

Beta Carotin Kapseln von Aava Labs – Beta Carotin Nahrungsergänzungsmittel plus wertvolles Extra Virgin Olivenöl

Beta Carotin von Aava Labs – keine Gentechnik, glutenfrei; von unabhängigen Drittlaboren getestet

Beta Carotin von Aava Labs Premium Beta – Carotin (Vitamin A) Nahrungsergänzungsmittel

Beta Carotin von Aava Labs – mit patentiertem Lyc-O-Beta und Extra Virgin Olivenöl für einen strahlenden Teint

Kurkuma Kapseln Hochdosiert (4230mg) von Aava Labs im Test

Kurkuma Kapseln von Aava Labs 95% Curcumin Extrakt Komplex, Curcuma Pulver und Piperin pro Tagesdosis

Kurkuma Kapseln von Aava Labs – 4320 mg Kurkuma Komplex, 2-6 Kapseln pro Tagesdosis (180 Kapseln)

Kurkuma Kapseln von Aava Labs – ohne Gentechnik, glutenfrei, vegan / paleo geeignet

Kurkuma Kapseln von Aava Labs – Zutaten: Kurkumawurzelpulver (Curcuma Longa), Kurkumawurzel-Extrakt – 95% Curcumin (Curcuma Longa), Rice fiber Nu-FLOW (Risefaser), Schwarzer Pfefferextrakt – 95% Piperine (Piper Nigrum) und vegetarische farblose Kapseln (Hydroxypropylmethylcellulose)

Stiftung Warentest Biotin Tabletten Test: Die Ergebnisse

Biotinmangel ist in unseren Breitengraden ein kaum verbreitetes Phänomen. Aus diesem Grund zeigt die Stiftung Warentest an, dass eine Einnahme von Biotin Tabletten dem Körper zwar grundsätzlich nicht schadet, aber eigentlich überflüssig ist. Zudem sind die Präparate teilweise deutlich überteuert. Auch der Erfolg stellt sich im Test erst nach mehreren Wochen oder gar Monaten ein.

Fazit: Für gesunde Menschen ist die Einnahme von Biotin Tabletten nicht zwingend erforderlich. Bei einem krankheitsbedingten Mangel an Biotin hingegen sind Biotin Tabletten durchaus eine gute Sache. Entscheiden Sie sich in diesem Fall aber lieber für zugelassene Arzneimittel, die im Vergleich zu Nahrungsergänzungsmitteln die Ursachen des Mangels besser bekämpfen.

Fragen und Antworten

Was ist Biotin?

Biotin ist ein wasserlösliches B-Vitamin, welches auch unter den Namen Vitamin B7 oder Vitamin H bekannt ist.

Wo ist Biotin enthalten?

Biotin ist unter anderem in vielen Arten von Nüssen, Haferflocken, Spinat, Bananen und Leber enthalten. Auch Eier, Vollmilch und Weichkäse sind gute Biotinlieferanten.

Wie hoch ist der tägliche Bedarf an Biotin?

Bitte entnehmen Sie den Biotin Tagesbedarf den Aussagen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.

Wie lange darf man Biotin Präparate einnehmen?

Bitte halten Sie sich an die Aussagen in der Packungsbeilag oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich für eine Biotinkur entscheiden.

Welche anderen Inhaltsstoffe findet man in Biotin Tabletten?

Neben Biotin werden entsprechende Präparate gerne mit Selen und Eisen, aber auch mit Zink angereichert.

Entnehmen Sie diese Informationen immer der Packungsbeilage oder den Angaben auf der Verpackung.

Wirken Biotin Tabletten tatsächlich?

Biotin Tabletten sollten grundsätzlich nur als Supplement, sprich ergänzend angewandt werden. Einen Ersatz für eine ausgewogene Ernährung stellen die Biotin Tabletten nicht dar.

Kurkuma Kapseln Hochdosiert (4230mg) von Aava Labs im Test

Links:

Stiftung-Warentest: Mittel für Haut,Haare und Nägel überflüssig?

Die Präparate sollen das Erscheinungsbild von Haut und Haaren verbessern. Sie enthalten Biotin, Kieselsäure, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitaminmischungen. Der Erfolg der Präparate ist ungewiss, so der Artikel in dem Verbrauchermagazin. Die Inhaltsstoffe werden im Rahmen einer normalen Ernährung in ausreichender Menge aufgenommen. Weiter heißt es, dass ein deutlicher Vitamin- und Mineralstoffmangel in unseren Breiten eher krankheits- als ernährungsbedingt sei. Dann sei in der Regel aber der gesamte Organismus davon betroffen, der Zustand von Haut, Haaren und Nägeln sei dann nur Nebensache.

Biotinmangel praktisch unbekannt

Laut Beurteilung von „test“ sei Biotin für den gesamten Organismus nur in winzigen Mengen notwendig. Außer bei schwerwiegenden Stoffwechselstörungen sei ein Biotinmangel praktisch unbekannt. Die Aussage, dass zusätzliche Biotingaben einen positiven Einfluss auf Störungen des Nagelwachstums habe, gehe zurück auf Versuche bei Pferden und Schweinen, bei denen die Hufe nach Biotingaben besser gewachsen seien. Um die Wirkung auch beim Menschen zu belegen, gebe es bisher nur wenige Untersuchungen, die zudem wissenschaftlich noch nicht ausreichend abgesichert seien. Fest stehe lediglich, dass die Arzneimittel einen Biotinmangel beheben könnten, der durch bestimmte Krankheiten hervorgerufen werde.

Auch zur Kieselsäure, die den Anspruch auf Verbesserung des Erscheinungsbildes von Haut, Haaren und Nägeln erhebe, äußerte sich „test“ kritisch. Es gebe nur wenige Daten aus methodisch unzureichenden Studien. Die Unsicherheit spiegele sich in den unterschiedlichen Dosierungen der Präparate wider. Produkte mit so genannter Breitbandwirkung, die mit „14 wichtigen Vital- und Aufbaustoffen für natürliche Schönheit von innen“ werben, seien bei vernünftiger Ernährung überflüssig. Die Deckung des Vitaminbedarfes nach den Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung seien zwar erfüllt, wenn nicht sogar überschritten, aber ein positiver Einfluss auf Haut, Haare und Nägel sei auch hier nicht hinreichend belegt.

Erst äußere Ursachen abstellen

Die Zeitschrift befasst sich auch mit äußeren Einflüssen, die Haut, Haare und Nägel in Mitleidenschaft ziehen können. Genannt werden Magersucht, Chemotherapie bei Krebs, schwere Infektionen und Hormone. Aber auch Dauerwellen, Färben, häufiges Haarewaschen könnten zu einer Schädigung der Haare führen. Nagelveränderungen wiesen auf Durchblutungs- oder Stoffwechselstörungen hin. Rötungen der Haut, Ausschlag und andere Symptome seien oft durch Irritationen oder allergische Reaktionen bedingt.

Als Rat an die Verbraucher empfiehlt die Zeitschrift keine großen Erwartungen in Mittel für Haut, Haare und Nägel zu setzen. Der Erfolg sei, wenn überhaupt, erst nach Wochen sichtbar und bis dahin sei viel Geld ausgegeben worden. Bei ernsten Problemen wie Rötungen der Haut, Jucken, Brüchigkeit der Nägel und vermehrter Haarausfall sei der Hautarzt der Ansprechpartner. Hilfreich seien außerdem wenig Stress, frische Luft und ein Leben ohne Nikotin. Die Bewertung der Präparate erfolgte im Rahmen einer Literaturstudie, basierend auf wissenschaftlichem Erkenntnismaterial.

Verbraucherwarnungen

An dieser Stelle veröffentlichen wir aktuelle Verbraucherwarnungen zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Nicht nur bei Internetprodukten, auch im stationären Handel gibt es immer wieder Rückrufe beispielsweise wegen Salmonellen­belastung von pflanzlichen Nahrungsergänzungs­mitteln, zu viel Jod in Algenprodukten oder Überdosierungen von Vitamintabletten.

Beim Interneteinkauf stellen insbesondere angeblich „natürliche“ Produkte ein Problem dar. Tatsächlich enthalten sie häufig nicht deklarierte Arzneistoffe. Das können verschreibungs­pflichtige, nicht zugelassene oder verbotene Wirkstoffe sein. Auf jeden Fall sind sie riskant bis gesundheitsschädlich, teilweise sogar lebensgefährlich.

Untersuchungsergebnisse der Überwachungsbehörden mit Warnungen vor bestimmten Inhaltsstoffen bzw. Produktgruppen finden Sie in der Rubrik Untersuchungen.

Aktuelle Warnungen:

  • Cholesterinsenkung mit Folgen: Nahrungsergänzungsmittel mit Rotschimmelreis nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen
    Bundesinstitut für Risikobewertung (15.01.2020)
  • Lebensgefährliche Produkte aus dem Internet
    Gute Pillen – Schlechte Pillen (1/2020)
  • Produktrückruf: YELLOW THERM
    www.lebensmittelwarnung.de (19.12.2019)

  • CBD-haltige Lebens- und Nahrungsergänzungsmittel dürfen nicht vertrieben werden
    Verwaltungsgericht Gießen (28.11.2019)

  • „Gelenktabletten plus“ als Name für Nahrungsergänzungsmittel unzulässig
    www.lebensmittelklarheit.de (22.11.2019)

  • Biotin in Nahrungsergänzungsmitteln kann Labortestergebnisse beeinflussen
    Bundesinstitut für Risikobewertung (14.11.2019)

  • Nahrungsergänzungsmittel aus Jettingen-Scheppach: St. Martins-Apotheke soll mit „sofortiger Vollziehung“ schließen

    DAZ.online (18.10.2019)

  • Zu hohe Koffeinaufnahme bei „np nutrition CAFFEINE 100%-HCL“
    www.lebensmittelwarnung.de (15.10.2019)
  • Nahrungsergänzungsmittel DoraLife enthält Arzneimittel-Wirkstoff Sildenafil
    www.lebensmittelwarnung.de (19.09.2019)
  • Vier auf einen Streich: Warnung vor schädlichen Potenzmitteln
    Verbraucherschutz (21.08.2019)
  • Algenprodukt Nepro-Rella – nicht ausreichend gekennzeichnetes Sulfit
    Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (02.08.2019)

  • Kobaltmissbrauch im Sport
    Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin (18.06.2019)

  • Warnmeldung vor gefährlichem Potenzmittel „Rammbock“
    Regierungspräsidium Tübingen (11.04.2019)

  • Vitabaum CBD Naturell – Natürlicher Hanfextrakt 5% (Fehlerhafte Verzehrsempfehlung)
    Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (11.04.2019)

  • Dinitrophenol (DNP): Verbraucherzentralen warnen vor dem Kauf
    https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de (01.03.0019)

  • Vitamin B12: Erhöhtes Krebsrisiko durch Supplemente?
    Ernährungsmedizin blog / Prof. Dr. rer. nat. Martin Smollich (11.02.2019)
  • Vorsicht Falle: XXXL-Horsepower
    Verbraucherzentrale Niedersachsen (29.01.2019)
  • Urteil: Gesundheitswerbung zu Kurkuma-Produkt untersagt
    Verbraucherzentrale Bundesverband, Lebensmittelklarheit (20.12.2018)
  • URTEIL GEGEN „FATBURNER“
    Verbraucherzentrale Hessen (17.12.2018)
  • Erfolgreich abgemahnt: Kinder-Lolli mit Zahnpflege-Versprechen
    Verbraucherzentrale Bundesverband, Lebensmittelklarheit (11.12.2018)
  • Higenamin (Dopingsubstanz in Nahrungsergänzungsmitteln)
    Deutsche Sporthochschule Köln (02.11.2018)

  • Octodrine – ein dopingrelevantes Stimulanz
    Deutsche Sporthochschule Köln (26.10.2018)

  • Probiotic Svelte® zaubert nicht dauerhaft schlank
    Verbraucherzentrale Hessen (08.10.2018)
  • Krank statt schlank: Warnung vor Schlankheitsmittel „Minimal“
    Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (02.10.2018)
  • Kratom – Tödliches Risiko
    Verbraucherzentrale

  • Riskante Nahrungsergänzung aus der Natur
    Bundesinstitut für Risikobewertung (14.06.2018)
  • FDA warnt vor hochdosiertem Koffein im Internethandel
    Deutsches Ärzteblatt (06.06.2018)
  • Gefährliche Produkte aus dem Online-Handel
    Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (06.06.2018)
  • Produktwarnung: Nahrungsergänzungsmittel „BIO Chlorella“ wegen Bacillus cereus
    Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (25.05.2018)
  • Warnung vor Schlankmachern „Like Slim“ und „We Angles“

Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (04.05.2018)

  • Pflanzenpulver „Pure Detox“ entgiftet nicht länger

Verbraucherzentrale Hessen (03.04.2018)

  • Liquid XXX -Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen als Flüssigkonzentrat

Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein (16.03.2018)

  • Krank statt schlank: Finger weg von „Denim Plus“!
    Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (23.02.2018)
  • Finger weg: Dr. Hittich wirbt mit Angstmache für CuraDarm Intenz
    Verbraucherzentrale Hessen (29.01.2018)
  • Muskel­aufbau: Gefähr­liche Mittel aus dem Internet
    Stiftung Warentest (24.01.2018)
  • Warnung vor dem Nahrungsergänzungsmittel „ALFIA 100% NATURAL WEIGHT LOSS CAPSULES“
    Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein (18.01.2018)
  • Hyperkalzämie durch Überdosierung mit Vitamin D
    Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (30.11.2017)
  • „Asia Slim Kapseln“ enthalten verbotenen Arzneistoff Sibutramin sowie Beruhigungs- und Abführmittel
    U.S. Food and Drug Administration (22.11.2017)
  • Gefahr in Kern, Blatt und Stiel: Pflanzenteile als Nahrungsergänzung?
    Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (17.08.2017)
  • Pyrrolizidinalkaloide in Tee, Kräutertees und Nahrungsergänzungsmitteln
    Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA (27.07.2017)
  • Mendelsche Randomisierung bestätigt: Zu viel Kalzium im Blut erhöht Herzinfarktrisiko
    Deutsches Ärzteblatt (27.07.2017)
  • Nahrungsergänzungsmittel: Alle 24 Minuten ein Anruf beim US-Giftnotruf
    Deutsches Ärzteblatt (26.07.2017)
  • Pflanzenpulver „Grüne Mutter“ – in Zukunft ohne Bio- und Gesundheits-Werbung
    Verbraucherzentrale Hessen (13.07.2017)
  • SlimSticks: Dreimonats-Kur statt gratis Testpaket
    Verbraucherzentrale Niedersachsen (12.07.2017)
  • Marktwächterwarnung vor Bestellungen bei uhlig-resonance.de
    Verbraucherzentrale (29.06.2017)
  • Achtung: Bodybuilding Produkte können riskant sein
    U.S. Food and Drug Administration (20.06.2017)
  • Abzockmasche Kaffeefahrten: über 9.600 Euro für Nahrungsergänzungsmittel bezahlt!
    Verbraucherzentrale Bremen (15.05.2017)
  • Nahrungsergänzungsmittel auf Kaffeefahrten zu saftigen Preisen
    Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (2017)
  • Potenzmittel „Size Time Stamina“: Statt eiserner Kraft bald gar kein Saft?
    Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (03.05.2017)
  • Eisleber Firma verkauft Abos für fragwürdige Nahrungsergänzungsmittel per Telefon
    Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt (19.04.2017)
  • Vorsicht: Chocolate slim ist kein Wundermittel zum Abnehmen!
    Verbraucherzentrale Hessen (09.03.2017)
  • Slimsticks: Verbraucher unzulässig in Abos gelockt
    Verbraucherzentralen (21.02.2017)
  • Gefährliche Wirkstoffe: Warnung vor Schlankheitsmittel „Slimix“
    Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (15.02.2017)
  • Warnung vor dem Nahrungsergänzungsmittel „La Pepa Negra/XXXPlosion“
    Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein (30.01.2017)
  • Schlankheitsmittel versprechen viel – helfen aber nur wenig
    Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (03.01.2017)

Stiftung Warentest für Olivenöl: Können Aldi und Lidl endlich aufholen?

0 0 Berlin.

  • Fast jeder nutzt Olivenöl, nur wenige denken dabei über die Qualität nach – dabei gibt es eklatante Unterschiede
  • Der Preis spielt dabei gar nicht die größte Rolle, im Gegenteil
  • Im Test der Stiftung Warentest jedoch versagten beim letzten Mal die Günstig-Öle aus dem Discounter
  • Konnten Aldi und Lidl zwischenzeitlich aufholen – oder sind sie immer noch schwach?

Es gilt als gesund, schmackhaft und ist für viele beim Kochen nicht wegzudenken: Olivenöl ist in Küchen fast allgegenwärtig. Olivenöl-Hersteller achten längst nicht mehr nur auf guten Geschmack, sondern inzwischen mehrheitlich auch auf die Schadstoffe in ihrem Produkt – und die richtige Kennzeichnung auf dem Etikett.

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Die Stiftung Warentest hat 28 Olivenöle der höchsten Güteklasse untersucht – auf Geschmack, Qualität, Inhaltsstoffe und Auszeichnung. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Test:

Stiftung Warentest untersucht Olivenöl: Wie lautet das Ergebnis?

Noch nie hat die Stiftung Warentest so viele Olivenöle als gut bewertet. Neun Mal vergaben die Warentester das Prädikat „gut“ und können damit jedes dritte Olivenöl der Güteklasse „nativ extra“ empfehlen.

Gleich fünf Produkte teilen sich den ersten Platz. Dazu zählen

Dem gegenüber stehen nur zwei mangelhafte Produkte, beide sind mit Mineralölkohlenwasserstoffen belastet. Im Mittelfeld bewerteten die Tester 14 Öle als „befriedigend“ und drei als „ausreichend“. Vergangenes Jahr hatte Stiftung Warentest noch teurere Olivenöle als „gut“ bezeichnet.

Olivenöl: Was zeichnet ein gutes Produkt aus?

Die Experten meinen: Es sollte eine ausgewogene Mischung aus intensiven Noten von Gras und Tomatenstrauch, grünem Apfel und grünen Blättern enthalten – und je nach Vorliebe leicht nach Mandel, Paprika oder Banane schmecken und dabei mittelbitter und mittelscharf sein.

Was gibt es bei den Verlierern zu bemängeln?

Beide mit mangelhaft bewerteten Olivenöle sind mit Mineralölkohlenwasserstoffen belastet, darunter mit einem Stoff, der im Verdacht steht, dass er möglicherweise krebserregend wirken könnte. Die Stoffe könnten etwa aus Schmieröl von Schläuchen oder Transportbändern ins Olivenöl übergegangen sein, erklären die Experten in ihrer Zeitschrift „test“ (Ausgabe 2/2020). Ein Öl war zusätzlich oxidiert und schmeckte ranzig. 2017 hatte Stiftung Warentest noch fast jedes zweite Olivenöl als mangelhaft bewertet.

Was fiel noch negativ auf?

Elf Anbieter missachteten Kennzeichnungsvorschriften, darunter drei Produkte, die im Geschmack auf ein „gut“ kommen und sich so die Gesamtnote vermasseln. Sie verstoßen gegen die Regel, dass Verbraucher im Hauptsichtfeld des Etiketts sofort auf Deutsch die Güteklasse, die Art der Gewinnung und die Herkunft des Öls erkennen müssen.

Was fiel positiv auf?

Die Tester fanden kein gepanschtes Öl mit minderwertigem Olivenöl oder anderen Ölsorten, keinen kritischen Gehalt an Pestiziden und krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Was ist unter der Güteklasse „native extra“ zu verstehen?

Laut EU-Verordnung wird Olivenöl in verschiedene Güteklassen eingeteilt. Die höchste Stufe „nativ extra“, in Italien „extra vergine“ genannt oder „extra virgen“ in Spanien, erreichen nur Öle, die einwandfrei riechen, schmecken und ein Mindestmaß an Fruchtigkeit besitzen.

Woher kommt das meiste Olivenöl für Deutschland?

In Deutschland wird am häufigsten mit Olivenöl aus Italien gekocht, hat „test“ ausgewertet. Das Land importiere neben eigenen Ernten überdies tonnenweise Öl aus anderen Ländern. Italienische Firmen mischen die Öle oft zusammen, um so konstante Qualitäten schaffen. Weitere Groß-Importeure sind Spanien und Griechenland.

Öko-Test hat im Dezember Hummus getestet: Die Ergebnisse gibt es hier. In der aktuellen Ausgabe hat die Stiftung Warentest auch Geschirrspültabs getestet: Das sind die Ergebnisse. (dpa/fmg)

Seit Jahren sind Zahlenfolgen wie 123 die häufigsten Passwörter in Deutschland, das haben Informatiker der Uni Potsdam bestätigt. Diese sind natürlich leicht zu merken, aber für Hacker leicht herauszufinden. Deutlich sichere Passwörter sind lange, komplexe Folgen – und eigentlich müsste man für jedes Portal ein anderes haben.

Wie sicher sind Passwort-Manager?

Genau deshalb sind Passwort-Manager sehr sicher: Denn sie generieren automatisch solche komplexen Passwörter. Weil sie von der Maschine gemacht werden, haben die auch nichts mit mir als Person zu tun – es ist also nicht mein Vorname mit drei Ziffern dahinter, was leicht herauszufinden und zu knacken wäre. Jede Plattform bekommt außerdem ein eigenes Passwort.

Fake Shops sind auf den ersten Blick schwer von seriösen Online-Verkaufsplattformen zu unterscheiden. Die Stiftung Warentest hat verschiedene Gütesiegel getestet. Woran du seriöse und auch unseriöse Anbieter erkennst, erfährst du hier.

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Wie funktionieren Passwort-Manager?

Noch ein Vorteil: Ein Passwort-Manager kann die Zugangsdaten eigenständig im jeweiligen Anmeldeformular bei Online-Portalen eingeben. Diesen Service muss ich nicht nutzen. Ich kann mich auch selbst einloggen und die Passwörter aus dem Manager rauskopieren. Das automatische Eintragen ist also eine Möglichkeit, aber kein Muss.

Wenn man so will, ist der Passwort-Manager damit eine große Passwort-Sammlung. Um sie zu sichern, gibt es ein Master-Passwort. Dieses ist sozusagen der Generalschlüssel zu unserem digitalen Schlüsselkasten.

Für wen lohnt sich ein Passwort-Manager?

Ein Passwort-Manager lohnt sich für jeden…
  • der sich bei vielen verschiedenen Plattformen anmelden muss.
  • der Schwierigkeiten hat, sich Passwörter zu merken.
  • der überall dasselbe Passwort nutzt.

Wichtig: Die Ersteinrichtung kann mehrere Stunden dauern, je nach Anzahl der Portale, die man damit nutzen will. Also: Nimm dir etwas Zeit.

Stiftung Warentest: Welcher Passwort-Manager ist gut?

Die Stiftung Warentest hat 14 Passwort-Manager-Programme geprüft. Alle Programme lassen sich auf mehreren verschiedenen Geräten nutzen, also auf Computern, Handys und Tablets und sind für verschiedene Betriebssysteme nutzbar (zum Beispiel Windows oder Apple).

Getestet wurde mit den Kriterien:
  • Sicherheitsfunktionen und -Konzept
  • Handhabung mit Praxistests
  • Funktionsumfang
  • Datenschutz
  • Nutzungsbedingungen und AGB
Das Ergebnis:

Drei der 14 getesteten Produkte schneiden gut ab:

  1. Keeper Security (eingeschränkte Free-Version, Vollversion: kostenpflichtig)
  2. AgileBits 1Password (eingeschränkte Free-Version, Vollversion: kostenpflichtig)
  3. KeePass (Kostenlos)

Die anderen Programme zeigen deutliche Qualitätsunterschiede in den unterschiedlichen Bewertungskategorien.

Alle Produkte lassen sich in einer kostenlosen Version nutzen, da gibt’s aber nur eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten.

Lohnt es sich denn, Geld auszugeben?

Geld zu investieren kann sich bei Passwort-Managern durchaus lohnen – dann jedenfalls, wenn man es einfach haben will. Denn der kostenlose Anbieter schneidet zwar in der Sicherheit gut ab, ist allerdings komplizierter einzurichten. Außerdem ist es nicht ganz so leicht hinzukriegen, dass alle Geräte auf den Manager zugreifen können, etwa der private Laptop, Arbeitsrechner und Smartphone.

Für 30 bis 40 Euro im Jahres-Abo bekommt man einen einfachen und laut Stiftung Warentest guten Passwort-Manager.

Wurde mein Passwort gehacked? Überprüfen auf haveibeenpwned.com

Alternative: Zwei-Faktor-Authentifizierung

Es gibt eigentlich nur eine Alternative, die in Sachen Sicherheit an den Passwort-Manager heranreicht: Die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die kennt man mittlerweile vom Online-Banking, denn da ist sie Pflicht. Das kann man aber auch für alle anderen wichtigen Plattformen einrichten. Der Login wird hier neben dem Passwort immer noch mit einem zweiten Gerät bestätigt.

Ob Haargummis, Möbel oder teure Häuser – in Kleinanzeigen gibt es nichts, was es nicht gibt. Worauf du achten musst, damit du als Käufer oder Verkäufer nicht in eine Betrugsfalle tappst und wie du dich vor Dreiecksbetrug schützt, erfährst du hier.

mehr…

Beispiel: Wenn ich das Passwort für das E-Mail-Portal eingegeben habe, kriege ich eine Nachricht mit einem Code an das Smartphone gesendet, den ich zusätzlich eingegeben muss. Das ist sicherer, da ein möglicher Hacker sowohl das Passwort, als auch den Zugriff auf das zweite Gerät haben müsste.

Wer einen Passwort-Manager nutzt, kann auch das Master-Passwort zusätzlich mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung sichern. Bei der Anmeldung wird auch hier zusätzlich zum Master-Passwort ein einmaliger Code auf ein zweites Gerät geschickt. Statt des Codes ist auch der Fingerabdruck auf dem Handy als Zwei-Faktor-Authentifizierung möglich.

Was passiert, wenn man das Master-Passwort vergisst?

Wenn man sein Master-Passworte verliert, ist das wirklich problematisch. Denn bei den meisten Plattformen ist es ja so: Wenn man das Passwort vergessen hat, dann lässt man sich eine E-Mail zuschicken, mit der ein neues Passwort festgelegt werden kann. Das ist aber ein riesiges Sicherheitsproblem: Denn wenn eine fremde Person an den Login zum E-Mail-Postfach kommt, dann kann quasi jedes Passwort geändert oder neu vergeben werden. Damit hat derjenige Zugang zu allen Portalen. Das geht beim Passwort-Manager genau deshalb nicht.

Wer sich aber einen Passwort-Manager zulegt, muss sich ja nur dieses eine Master-Passwort merken. Und das sollte hoffentlich möglich sein.

Fazit

Wer etwas Geld investiert, bekommt mehr geboten. Aber auch mit den kostenlosen Versionen gibt’s schon richtig gute Passwort-Manager. Einfach selbst austesten und gucken: Reicht mir das schon, was es kostenlos gibt oder muss es wirklich ein bisschen mehr sein?

Die großen Vorteile des Passwort-Managers sind auf alle Fälle mehr Sicherheit durch komplexe generierte Passwörter und weniger Stress, weil man nicht hunderte Passwörter parat haben muss.

Schwierig wird es an fremden Geräten, bei denen das Passwort-Programm nicht verfügbar ist – etwa am Smartphone von Freunden, im Internetcafé oder bei Leihgeräten.

Femibion 1 Frühschwangerschaft ohne Jod

Folsäure für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes – ab Kinderwunsch (ohne Jod)

Nahrungsergänzungsmittel, Aufbaupräparate usw. sind angebracht, wenn die herkömmliche Ernährung den körpereigenen Bedarf nicht deckt. Zum Schutz vor übermäßiger Nährstoffaufnahme und möglichen Wechselwirkungen mit Arzneimitteln sollten Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Gerne beraten wir Sie auch persönlich.
Sie wünschen sich ein Kind oder sind bereits schwanger? Mit Femibion Schwangerschaft 1 können Sie den in der Schwangerschaft erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen decken. Es versorgt Sie mit 800µg Folat, allen B-Vitaminen, Vitamin C sowie Vitamin E. Die Folsäure in Femibion wird durch die Kombination mit Metafolin® besonders gut vom Körper aufgenommen.
Folsäure spielt in den ersten Schwangerschaftswochen eine große Rolle bei der gesunden Entwicklung des Kindes. Da zu diesem Zeitpunkt viele Frauen noch nicht wissen, dass sie schwanger sind, wird die Einnahme von Folsäure bereits ab Kinderwunsch empfohlen. Femibion Schwangerschaft 1 ist auch mit Jod erhältlich. Ab der 13. Schwangerschaftswoche bis zum Ende der Stillzeit sichert Femibion Schwangerschaft 2 den weiterhin erhöhten Folsäurebedarf.

Weitere Informationen zu Femibion und zur Versorgung mit Folsäure während der Schwangerschaft finden Sie

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Wirkstoffe

Hilfsstoffe

Croscarmellose, Hyprolose, Maltodextrin, Hypromellose, Eisenoxide und -hydroxide, Cellulose, mikrokristalline, Stärke, modifiziert, Speisefettsäuren, Magnesiumsalze, Palmöl, Stärke, Saccharose, Titandioxid, Glycerol

Eigentlich sollte eine Schwangerschaft Freude und Glück bescheren. Doch ein positiver Schwangerschaftstest bedeutet heutzutage für viele werdende Eltern auch die Sorge, etwas falsch zu machen. Vor allem die Ernährung beschäftigt die Schwangeren. Denn an Nährstoffen soll es dem Kind auf keinen Fall mangeln. Nach dem Motto „Viel hilft viel“ schlucken Schwangere oft zusätzlich Vitamintabletten. Das ist in vielen Fällen nicht nur Geldverschwendung, sondern kann sogar negative Folgen für Mutter und Kind haben.

Eine Studie der TU München hat bereits 2011 gezeigt, dass werdende Mütter wahllos und überdosiert etwa Eisen, Omega-3-Fettsäuren und Magnesium schlucken. Kürzlich warnte die französische Gesundheitsbehörde Anses noch einmal vor übermäßigem Konsum von Vitamintabletten. Die Forscher berichten von fünf Neugeborenen mit Hyperkalzämie, also einem erhöhten Kalzium-Pegel im Blut, weil ihre Mütter Vitamin-D-Tabletten genommen hatten. Zwei weitere Kinder hatten eine Schilddrüsenunterfunktion durch zu viel Jod. Beides könne schwere Folgen haben, warnen die Anses-Forscher: bei einer Hyperkalzämie etwa starken Gewichtsverlust oder Dehydrierung, bei einer Schilddrüsenunterfunktion geistige Retardierung.

Offizielle Warnungen wie in Frankreich gibt es in Deutschland zwar bislang nicht, da mögliche Nebenwirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln hierzulande nicht systematisch erfasst werden. Doch auch Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sind der Ansicht, dass Schwangere ohne nachgewiesenen Mangel oder Rücksprache mit einem Arzt von Multinährstoffpräparaten die Finger lassen sollten.

Veganerinnen sollten unbedingt zur Ernährungsberatung gehen, wenn sie schwanger werden

Tatsächlich steigt der Bedarf an bestimmten Mineralien und Vitaminen in der Schwangerschaft erheblich. Mit einer ausgewogenen Mischkost könne der höhere Nährstoffbedarf jedoch gedeckt werden, sagt Michael Krawinkel, Vitamin-Experte der DGE. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: So ist mittlerweile gut belegt, dass die Einnahme von zusätzlichen 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag die Wahrscheinlichkeit eines Neuralrohrdefekts beim ungeborenen Kind senkt. Folsäure-Tabletten werden darum allen Frauen mit Kinderwunsch mindestens vier Wochen vor der Empfängnis und Schwangeren in den ersten drei Monaten empfohlen.

Des Weiteren rät das Netzwerk „Gesund ins Leben“, ein Zusammenschluss verschiedener Fachgesellschaften, Jod in einer Menge von 100 bis 150 Mikrogramm pro Tag als Tablette einzunehmen, um die empfohlene Tagesmenge von insgesamt 230 Mikrogramm zu erreichen. Die meisten Frauen schaffen es nämlich nicht, ausreichend Jod über die Nahrung, etwa Seefisch oder Milchprodukte, aufzunehmen. Trotzdem sollten Schwangere Rücksprache mit ihrem Arzt halten. „Die Anses-Fälle haben gezeigt, wie wichtig es ist, eine Anamnese machen zu lassen, bevor die Frauen Jodtabletten einnehmen“, sagt Anke Weißenborn vom BfR.

Ein Spezialfall sind Veganerinnen. Die DGE rät Schwangeren sicherheitshalber ganz von einer veganen Ernährung ab. Krawinkel meint jedoch: „Die Frauen sollten in eine Ernährungsberatung gehen, und dort wird entsprechend auch eine Nahrungsergänzung empfohlen.“ Denn in einer rein pflanzlichen Ernährung mangelt es an vielem – an Eiweiß, Vitamin B12, Kalzium, Selen, Jod und Eisen.

Frauen, die nicht vegan leben, sollten hingegen nur dann Eisen-Tabletten schlucken, wenn sie einen diagnostizierten Mangel haben. Das sind etwa 20 bis 30 Prozent. Denn der Nutzen dieser Präparate ist nicht ganz sicher. „Der weibliche Körper kann wohl mit einem etwas zu niedrigen Eisenspiegel umgehen und das ungeborene Kind trotzdem gut versorgen“, sagt Weißenborn. Trotzdem nehmen laut der TU-Umfrage 65 Prozent der Schwangeren Eisen in teils großen Mengen ein. Neben eher harmlosen Magen-Darm-Beschwerden könnte das erhebliche weitere Risiken bergen: „Studien deuten darauf hin, dass Frauen mit einem hohen Eisenspiegel ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes haben könnten“, so Weißenborn.

Ebenfalls umstritten ist, ob eine Extraportion Omega-3-Fettsäuren den Nachwuchs vor Übergewicht und Allergien schützt oder die Intelligenz verbessert. Weil die Studienlage bis heute nicht eindeutig ist, gibt es keine Empfehlungen für Schwangere, diese einzunehmen. Ein- bis zweimal pro Woche fettreichen Seefisch zu essen, reicht laut Netzwerk „Gesund ins Leben“ aus. „Wer das nicht mag, dem schadet ein Präparat mit Omega-3-Fettsäuren in der richtigen Dosierung aber sicher nicht“, sagt Weißenborn. Der Star unter den Vitaminen ist derzeit das Vitamin D. Es spielt eine Rolle im Knochenstoffwechsel und im Immunsystem. Zwar gingen bei Schwangeren niedrige Werte von weniger als 20 Nanogramm pro Milliliter Blut mit einem erhöhten Risiko für Präeklampsie, also eine Schwangerschaftsvergiftung, und Frühgeburten einher. Beim Kind kann Vitamin-D-Mangel Rachitis, Allergien, Multiple Sklerose und neurologische Krankheiten zur Folge haben. „Unklar ist bislang jedoch, was der Blutwert über die Vitamin-D-Versorgung aussagt und ob ein Anheben des Wertes über Vitamin-Tabletten möglich und hilfreich ist“, sagt Krawinkel. Nach einer Cochrane-Analyse aus dem Jahr 2016 sind allgemeine Einnahmeempfehlungen für Vitamin D nicht gerechtfertigt. Dass die Substanz für Neugeborene in seltenen Fällen gefährlich werden kann, belegt zudem das Monitoring der französischen Wissenschaftler.

Auch die Vitamine C und E sowie Magnesium sind in der Schwangerschaft in Kapselform beliebt und haben ein harmloses Image. Zumindest für Vitamin E in hohen Dosierungen aber sind teils erhebliche Nebenwirkungen wie Unterleibsschmerzen und vorzeitiger Blasensprung bekannt. Und schon lange raten Ernährungsexperten Schwangeren davon ab, Leber zu essen, da diese für den Embryo toxische Mengen an Vitamin A enthält. „Viel hilft eben nicht viel“, sagt Anke Weißenborn.

Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg im Jahr 2014 hat gezeigt, dass alle Präparate für Schwangere entweder überdosiert waren oder überflüssige Stoffe enthielten. „Deren Vermarktung trägt zur Verunsicherung der Frauen bei“, so Weißenborn. Von Präparaten, die ausschließlich im Internet erhältlich sind, rät sie ganz ab.

Anke R. war glücklich, als sie merkte, dass sie schwanger war. Für das winzige Wesen, das in ihrem Bauch heranwuchs, hätte sie alles getan. Daher kaufte sie auch das teure Nahrungsergänzungsmittel, das ihre Frauenärztin empfohlen hatte. „Die Monatspackung hat etwa 50 Euro gekostet“, berichtet die Steuerfachfrau. „Ich habe das Mittel trotzdem Tag für Tag genommen, weil ich dachte, es sei gut für das Baby.“

So wie Anke R. denken wohl viele Schwangere. Aus Überzeugung, zur gesunden Entwicklung ihres Kindes beizutragen, greifen sie zu Multivitamin- und Mineralstoffprodukten. Und die Hersteller machen damit offenbar gute Geschäfte: Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW haben die Bundesbürger 2010 weit mehr als eine Milliarde Euro für Nahrungsergänzungsmittel ausgegeben.

Dabei ist das Angebot an Pillen und Pülverchen speziell für Schwangere groß: Er reicht von Tabletten, die nur Folsäure, Jod und Vitamin B12 enthalten, bis hin zu Kombinationsprodukten, in denen eine ganze Reihe verschiedener Vitamine und Mineralstoffe stecken. Doch Ernährungsexperten raten inzwischen übereinstimmend zur Zurückhaltung. „Der Bedarf an verschiedenen Nährstoffen ist in der Schwangerschaft tatsächlich erhöht“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Auch bei einer ausgewogenen Ernährung könne es zu einer Unterversorgung mit Folsäure, Eisen oder Jod kommen, die für die Entwicklung des Fötus besonders wichtig sind.

Vorsicht bei einer Überdosis Vitamine

Dennoch sollten Frauen nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, rät Gahl. Vor allem bei Kombinationspräparaten mit vielen Inhaltsstoffen ist Vorsicht geboten: „Ich rate Schwangeren davon ab, täglich Multivitamintabletten zu nehmen. Dadurch kann es nämlich schnell zu hohen Dosierungen kommen.“ Denn häufig konsumieren Frauen noch anderweitig Vitamine, ohne sich dessen bewusst zu sein – etwa in Form von angereicherten Säften oder Müsli. Und eine Überdosis an Vitaminen und Mineralstoffen kann sich, da sind sich Experten einig, negativ auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirken.

Eine besondere Bedeutung in der Schwangerschaft hat Folsäure: Bei einer Unterversorgung steigt das Risiko, dass das Baby mit Neuralrohrdefekt („offener Rücken“) auf die Welt kommt, deutlich an. „Der Zusammenhang zwischen Neuralrohrdefekt und Folsäuremangel war bei einer Studie so offensichtlich, dass sie abgebrochen werden musste“, sagt Prof. Regina Brigelius-Flohé vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. „Es ist auch klar, dass man die in der frühen Schwangerschaft benötigte Menge nicht über die Nahrung zu sich nehmen kann. Sonst müsste man täglich ungefähr ein Pfund Spinat essen.“ Daher sind sich Experten einig, dass Frauen in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft 400 Mikrogramm Folsäure zur Nahrungsergänzung zu sich nehmen sollten. Mit der Einnahme sollten sie schon vier Wochen vor der Empfängnis beginnen – doch das ist nur dann realistisch, wenn die Schwangerschaft geplant ist.

„Alle Frauen brauchen in der Frühschwangerschaft zusätzlich Folsäure und in der gesamten Schwangerschaft Jod. Andere Stoffe sollten Schwangere nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen“, sagt Petra Hottenroth vom „Netzwerk Junge Familie“. So wird auch eine grundsätzliche Empfehlung des entsprechenden Konsensuspapiers lauten, auf das sich verschiedene Fachgesellschaften geeinigt haben. Es wird voraussichtlich Ende Mai präsentiert.

Mit Jod-Tabletten nicht auf eigene Faust versorgen

Mit Jod-Tabletten sollten sich Frauen nicht auf eigene Faust versorgen, rät Hottenroth. Die Dosis richtet sich nämlich nach den Ernährungsgewohnheiten: Wer mehrmals in der Woche Fisch und täglich Milchprodukte isst, muss in der Regel weniger zusätzliches Jod über Tabletten einnehmen. Zurückhaltung ist bei Eisen geboten: „Nur wenn beim Arzt wirklich ein Eisenmangel festgestellt wurde, sollte man Eisen-Tabletten nehmen“, sagt die Ernährungsexpertin. Offenbar neigen Schwangere aber dazu, sich unnötigerweise mit Eisen-Präparaten zu versorgen.

Bei einer Befragung von mehr als 500 Frauen, die kurz zuvor entbunden hatten, kam die TU München zu dem Ergebnis, dass zwei Drittel der Teilnehmerinnen in der Schwangerschaft Eisenpräparate genommen hatten, obwohl nur etwa ein Drittel einen Eisenmangel hatte. Eine Überversorgung mit Eisen ist aber keineswegs gesund. Dazu lautet der Kommentar von Prof. Hans Hauner, Ernährungsmediziner an der TU München: „Dieser unkritische Umgang mit Eisenpräparaten ist nicht nur unsinnig, sondern könnte dem Ungeborenen wegen der teilweise sehr hohen Dosen sogar schaden. Leider gibt es hierzu noch keine aussagekräftigen Studien.“

Vitaminüberdosis wird zu Belastung für Organismus

Auch wer seinen Körper mit Vitamindosen, die über den Tagesbedarf hinausgehen, versorgt, tut sich und seinem Kind nichts Gutes: „Viele Vitamine werden, wenn im Übermaß aufgenommen, vom Körper ausgeschieden wie Fremdstoffe und sind damit eine Belastung für den Organismus“, sagt Prof. Brigelius-Flohé. Darüber hinaus kann vor allem zu viel Vitamin A für Schwangere gefährlich sein: Im Extremfall kann eine Überversorgung zu Missbildungen beim Fötus führen, wie die Expertin erklärt. Auch Vitamin D kann in großen Mengen schädlich sein, da dadurch Kalzium freigesetzt wird, das sich in Organen und Blutgefäßen ablagert. Nicht einmal die vielgepriesenen Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl, die in einigen Nahrungsergänzungsmitteln für Schwangere enthalten sind, haben einen nachweisbaren Nutzen.

Angesichts dieser Erkenntnisse kam das Magazin „Öko-Test“ 2010 zu einem ernüchternden Ergebnis: Von 17 Vitaminpräparaten für Schwangere erhielten nur vier ein „Sehr gut“ oder „Gut“. „Viele Produkte enthalten Vitamine in Mengen, die weit über den tatsächlichen Bedarf hinausgehen“, heißt es bei „Öko-Test“. Eine Beratung beim Arzt soll verhindern, dass es zu Überdosierungen kommt. Doch blindes Vertrauen ist offenbar nicht immer angebracht: So wurde etwa Anke R. nicht nur ein bestimmtes Präparat von ihrer Gynäkologin empfohlen, sondern auch noch gleich in deren Praxis angeboten. „Ich habe mich dazu gedrängt gefühlt, das Produkt zu kaufen“, berichtet Anke R. Ein solches Verhalten sei illegal, warnt Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW: „Ärzte dürfen in ihrer Praxis während der Sprechzeiten keine Nahrungsergänzungsmittel verkaufen. So etwas sollte man der Ärztekammer melden.“

Medikamente werden in der Apotheke gekauft

In der Tat sieht die Bundesärztekammer die Gefahr, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient beeinträchtigt wird, wenn ökonomische Interessen des Arztes in den Vordergrund treten. Allerdings hat der Bundesgerichtshof die Berufsordnung in seiner jüngsten Rechtsprechung recht locker ausgelegt: So heißt es in einem Urteil von 2008, dass ein Arzt in seiner Praxis eine gewerbliche Ernährungsberatung betreiben und zugleich Produkte verkaufen darf – Voraussetzung ist aber, dass er diese Tätigkeit zeitlich, organisatorisch, wirtschaftlich und rechtlich von seiner Tätigkeit als Arzt trennt. Unabhängig von der Rechtslage empfiehlt Clausen, sich nicht zum Kauf eines bestimmten Produkts drängen zu lassen: „Lassen Sie sich vom Arzt die benötigte Nährstoff-Verbindung und die Dosierung aufschreiben und machen Sie in Apotheke und Drogeriemarkt Preisvergleiche.“

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