Bindehautentzündung BEI kleinkinder

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Bindehautentzündung bei Kindern: Vorbeugung, Symptome und wie sie behandelt wird

Rote, tränende und juckende Augen können Symptome einer Bindehautentzündung sein. Und für die sind vor allem Babys und Kleinkinder leider sehr anfällig. Woran du eine Bindehautentzündung bei Kindern erkennen kannst, wie sie zu behandeln ist und wie du ihr vorbeugen kannst.

Bindehaut wird die feine Schleimhaut bezeichnet, die die Innenseiten der Augen und die den vorderen Teil des Augapfels bedeckt. Zu einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kommt es, wenn diese Schleimhaut durch äußere Einflüsse oder Erreger überreizt wird.

Der Anfang jeder Bindehautentzündung: die Bindehautreizung

Warum eine Bindehautentzündung bei Kindern besonders häufig vorkommt? Kinderaugen reagieren viel schneller und intensiver auf Umwelteinflüsse als das erwachsene Auge. Der Grund: Der natürliche Eigenschutz und das Immunsystem entwickeln sich erst mit dem Wachstum.

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Deshalb reagiert die Bindehaut auf Einflüsse wie Zugluft, Kälte, grelles Licht und Krankheitserreger häufig sehr empfindlich. Jedes zehnte Baby leidet in den ersten Lebensmonaten deshalb mindestens einmal unter einer Bindehautreizung. Jetzt heißt es handeln, denn schnell entsteht aus dieser Bindehautreizung eine schmerzhafte Bindehautentzündung.

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Natürliche Hilfe bei Bindehautreizungen

Es gibt natürliche Medikamente, mit denen man Bindehautreizungen behandeln kann, zum Beispiel Augentropfen aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen. Die seit Jahrhunderten bewährte Heilpflanze Euphrasia, auf Deutsch nicht umsonst Augentrost genannt, „tröstet“ gereizte und gerötete Kinderaugen.

Übrigens: Gerade bei Säuglingen und Kindern sollte darauf geachtet werden, dass die Präparate keine Konservierungsstoffe enthalten.

Eine Bindehautentzündung erwischt fast alle Babys und Kleinkinder früher oder später

Daran erkennst du eine Bindehautentzündung bei Kindern

Wurde die vorhergehende Reizung nicht bemerkt oder nicht schnell genug behandelt, entwickelt sich aus ihr oft eine Bindehautentzündung.

Die typischen Symptome sind:

  • gerötete Augen
  • brennende, juckende und tränende Augen
  • „Fremdkörper-Gefühl“ im Auge (etwas „kratzt“ beim Zwinkern)
  • häufiges Reiben der Kinder am und im Auge
  • morgens häufig verklebte Lider durch eitriges oder schleimiges Sekret
  • geschwollene Lidränder
  • eventuell sind die Augen des Kindes sehr lichtempfindlich

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Mögliche Ursachen einer Bindehautentzündung

Potentielle Ursachen für eine Bindehautentzündung gibt es viele. Bei Neugeborenen kann es schon kurz nach der Geburt zur Entzündung kommen, wenn die Mutter mit Bakterien wie Gonokokken oder Chlamydien infiziert ist und diese während der Geburt an das Kind weitergibt. Bei älteren Babys und Kleinkindern können beispielsweise

  • Bakterien und Viren,
  • physikalische Reize (z.B. Zugluft oder Rauch)
  • chemische Reize (z.B. chlorhaltiges Schwimmbad-Wasser)
  • ein Fremdkörper im Auge sowie
  • eine allergische Reaktion (z.B. bei Heuschnupfen und Hausstauballergie)

eine derartige Reizung der Bindehaut verursachen.

Ist Bindehautentzündung bei Kindern ansteckend?

Ansteckend ist dabei nur die infektiöse, also durch Bakterien und Viren ausgelöste Bindehautentzündung. Um sicher zu gehen, ob es sich bei Ihrem Kind um eine solche handelt, solltest du bei Verdacht auf eine Bindehautentzündung bei Kindern immer einen Arzt aufsuchen. Bei Ansteckungsgefahr sollte dein Kind selbstverständlich zu Hause bleiben und nicht in die Kita oder den Kindergarten gehen.

Eine Bindehautentzündung kann übrigens sowohl als eigenständige Krankheit als auch als Begleiterscheinung anderer Krankheiten, wie zum Beispiel bei Masern, auftreten.

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Bindehautentzündung bei Kindern: Was du tun kannst

Hat dein Kleinkind gerötete und brennende Augen solltest du mit ihm auf jeden Fall einen Kinderarzt aufsuchen, um schwerwiegendere Augenkrankheiten ausschließen zu lassen. Im Zuge dessen wird er entsprechende Augentropfen verschreiben. Ansonsten solltest du die folgenden Tipps beherzigen.

Regel Nr. 1 bei Bindehautentzündung: Finger weg!

Eine Bindehautentzündung ist in den meisten Fällen harmlos. Da sie brennt und juckt, ist sie aber sehr unangenehm. Das gilt besonders für Kinder, die sich wegen des komischen Gefühls immer wieder am Auge herumreiben. Das sorgt nicht nur für Schmerzen sondern auch für einen verzögerten Heilungsverlauf.

Bei einer infektiösen Bindehautentzündung führt das Reiben zudem zu einer Ausbreitung der Bakterien sowie zu einer erhöhten Ansteckungsgefahr durch Schmierinfektion. Achte also darauf, dass dein Kind möglichst wenig an das entzündete Auge fasst.

Außerdem solltest du dein Kind dazu anhalten, sich besonders häufig die Hände zu waschen, um das Ansteckungsrisiko gering zu halten. Das gilt übrigens auch für dich, wenn du das erkrankte Auge bei deinem Kind behandelst.

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So reinigst du die entzündeten Augen bei einer Bindehautentzündung

Ist ein Fremdkörper im Auge für die Entzündung verantwortlich, versuche diesen behutsam zu entfernen. Nutze dafür zum Beispiel den Zipfel eines sauberen Taschentuchs oder etwas Wasser: Bitte dein Kind, nach oben zu schauen und ziehe gleichzeitig sanft das untere Augenlid leicht nach unten. Mit dem Taschentuchzipfel solltest du nun den Fremdkörper entfernen können.

Traust du dir das nicht zu oder schaffst es nicht, gehe zu einem Augenarzt. Verklebte Lidränder und Wimpern reinigst du am besten mehrmals am Tag mit einem Mulltupfer: Tauche ihn in lauwarmes, abgekochtes Wasser und wische ihn vorsichtig vom äußeren Augenwinkel zum inneren.

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Augentropfen bei Bindehautentzündung

Der Arzt wird deinem Kind zur Behandlung der Bindehautentzündung sicher Augentropfen oder eine Augensalbe verschreiben. Welche das sind und welchen Wirkstoff sie beinhalten, hängt von der Ursache der Bindehautentzündung ab.

Augentropfen aus pflanzlichen Extrakten ohne Konservierungsstoffe sind bei Babys und Kleinkindern, wie bereits oben erwähnt, die beste Alternative. Sollte die Bindehautentzündung bakterieller Natur sein, können die verschriebenen Augentropfen auch ein Antibiotikum enthalten.

Natürliche Alternative zu pflanzlichen Augentropfen: Muttermilch!Hebammen empfehlen bei einer Bindehautentzündung bei Babys, dass die stillende Mutter dem Kind einige Tropfen Muttermilch direkt von der Brust in das entzündete Auge träufelt. Muttermilch wirkt entzündungshemmend und kann daher die Heilung unterstützen.

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Wichtig: Den Augen jetzt Ruhe gönnen!

Das Auge braucht Ruhe und keine weitere Reizung, um schnell wieder zu heilen. Weil eine Bindehautentzündung häufig mit einer Lichtempfindlichkeit einhergeht, solltest du die Wohnung bzw. das Kinderzimmer deshalb ein wenig abdunkeln.

Auch Computer- und Fernsehbildschirme sollten aus bleiben. Für die nötige Unterhaltung sorgen jetzt am besten Hörspiele. Im Freien sollte dein Kind eine Sonnenbrille tragen. Sie schützt das angegriffene Auge vor UV-Strahlung und Wind.

So beugst du einer Bindehautentzündung bei Kindern vor

Diese Tipps helfen dabei, das Risiko für eine Bindehautentzündung bei Kindern zu verringern:

  • Mit ungewaschenen Händen nicht ins Auge fassen: So sinkt das Infektionsrisiko.
  • Regelmäßige Belüftung der Räume: Der Sauerstoffgehalt der Luft wirkt wie ein natürlicher „Augenbefeuchter“. Aus dem gleichen Grund sollten Kinder auch möglichst oft an der frischen Luft sein.
  • Sonnenbrille tragen: Diese schützt die empfindlichen Kinderaugen vor der UV-Strahlung im Sommer, aber auch vor der starken Lichtreflektion des Schnees im Winter.
  • Zugluft vermeiden: Achte darauf, dass dein Kind zum Beispiel im Auto keine Zugluft abbekommt.
  • Verträgliche Babypflege-Produkte: Nutze nur dermatologisch getestete und verträgliche Babyprodukte.
  • Fernsehen in kleinem Maß: Bildschirme können die Augen schnell überanstrengen. Achte deshalb darauf, dass dein Kind sich nicht zu lange mit Computer, Fernsehen und Co. beschäftigt.

Bindehautentzündung bei Kindern, Kleinkindern und Babys

Kategorie(n): Gesundheit

Wenn Kinderaugen gerötet oder geschwollen sind, deutet dies oft auf eine Bindehautentzündung hin. Eine solche ist für Kinder oft sehr unangenehm oder gar schmerzhaft. Deshalb gilt es die Entzündung schnell und möglichst effektiv zu bekämpfen. Dabei können diverse Hausmittel gegen eine Bindehautentzündung bei Kindern helfen, in vielen Fällen ist jedoch ein Arztbesuch unvermeidbar.

Warum sind Kinder anfälliger für Bindehautentzündungen?

Bindehautentzündungen kommen bei Kindern und Kleinkindern viel häufiger vor als bei Erwachsenen. Warum ist das so? Kinderaugen sind viel empfindlicher gegenüber von Umwelteinflüssen und reagieren auch dementsprechend schneller darauf. Besonders bei intensiven Umwelteinflüssen auf die Augen kann es zu einer Bindehautreizung kommen. Bei Kindern ist das eigene Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt und somit die Bindehaut viel anfälliger für Krankheitserreger, aber auch für äußere Einflüsse wie Kälte oder Zugluft. So haben auch viele Babys zu Beginn der ersten Lebensmonate eine Bindehautreizung. Behandelt man die Bindehautreizung aber rechtzeitig, kann man verhindern, dass eine schlimmere Bindehautentzündung entsteht.

Ursachen für eine Bindehautentzündung bei Kindern

Bindehautentzündungen können verschiedene Ursachen haben.

  • Äußerliche Reize
    Äußerliche Reize wie Rauch oder Zugluft können genauso Bindehautentzündungen bei Kindern hervorrufen, wie zum Beispiel das Chlor im Schwimmbad.
  • Fremdkörper im Auge
    Auch Fremdkörper, die sich im Auge befinden, können eine Bindehautentzündung verursachen.
  • Viren & Bakterien
    Viren und Bakterien sind ebenfalls häufig die Ursache für eine Entzündung der Bindehaut.
  • allergische Reaktionen
    Schließlich können auch allergische Reaktionen zu einer Bindehautentzündung führen.

Ansteckungsgefahr bei Bindehautentzündung

Nicht jede Bindehautentzündung ist ansteckend. Wird die Bindehautentzündung durch äußere Einflüsse, Fremdkörper oder durch eine Allergie hervorgerufen, ist die Bindehautentzündung nicht ansteckend. Nur wenn Viren und Bakterien die Auslöser sind, kann die Entzündung der Bindehaut auf andere Kinder und Personen übertragen werden.

Sollte deshalb nicht klar sein, was die Ursache der Bindehautentzündung ist, sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und die Ursache klären lassen. Stellt sich heraus, dass es sich um eine ansteckende Bindehautentzündung handelt, sollte das Kind nicht die Kita besuchen und auch nicht mit anderen Kindern spielen. So wird die Ansteckungsgefahr minimiert.

Woran erkennt man eine Bindehautentzündung?

Bindehautentzündungen können aufgrund ihrer doch sehr charakteristischen Symptome meist sehr schnell erkannt werden. Das erste Anzeichen sind sicherlich die geröteten Augen.

Aber es können auch noch andere Symptome auftreten:

  • juckende oder brennende Augen
  • tränende Augen
  • Kinder reiben oft ihre Augen
  • schleimiges Sekret, welches morgens die Lider verklebt
  • dickere Lidränder, hervorgerufen durch Schwellungen
  • lichtempfindliche Augen

Ist eine Bindehautentzündung bei Kindern & Kleinkindern gefährlich?

Das hängt von der Ursache der Bindehautentzündung ab. Die meisten Bindehautentzündungen sind jedoch für das Kind ganz ungefährlich und können schnell behandelt werden. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen sollten die Kinder aber bei einer Bindehautentzündung nicht in den Augen reiben und das Auge sollte so gut wie möglich vor äußeren Einflüssen geschützt werden.

Erste Behandlungsmöglichkeiten bei einer Bindehautentzündung

Zuerst einmal sollte die Ursache der Bindehautentzündung geklärt werden.

  • Fremdkörper entfernen
    Ist ein Fremdkörper die Ursache für die Entzündung der Bindehaut, gilt es, zu versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. Dabei hilft am besten ein sauberes Taschentuch. Das Kind sollte nach oben schauen, während man im unteren Augenlid nach dem Fremdkörper sucht. Findet man den Fremdkörper, kann man ihn dann mit dem sauberen Taschentuch entfernen. Ist es nicht möglich, den Fremdkörper zu entfernen, sollte man den Arzt aufsuchen.
  • Verklebungen lösen
    Sind die Augenlider durch ein schleimiges Sekret am Morgen verklebt, kann man das Sekret ganz einfach mit warmem Wasser entfernen, welches zuvor abgekocht wurde. Dabei verwendet man einen sterilen Mulltupfer und fängt beim äußeren Augenwinkel an. Man arbeitet sich dann zügig zum inneren Augenwinkel vor.
  • Auge vor weiteren Reizungen bewahren
    Sind äußere Einflüsse für die Bindehautentzündung verantwortlich, ist es ganz wichtig, dass das Auge keinen weiteren Reizungen mehr ausgesetzt wird. Nur so kann sich die Bindehaut erholen. Tritt eine Lichtempfindlichkeit auf, empfiehlt es sich, eine Sonnenbrille zu nutzen und Bildschirme in der Wohnung aus zu machen.
  • falls nötig Augentropfen
    Die Augentropfen bekommt man am besten in ein Kinderauge, wenn das Kind auf dem Rückenliegt. Dann zieht man das untere Augenlid leicht nach unten und platziert die Tropfen direkt am inneren Augenwinkel. Die Tropfen verteilen sich dann auf das gesamte Auge.

Wann muss man zum Arzt?

Man sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, wenn die beschriebenen Methoden nicht zu einer Besserung führen. Gleiches gilt, wenn die Ursache der Bindehautentzündung nicht geklärt ist.

Augentropfen sind zwar oft nicht verschreibungspflichtig, trotzdem sollte man vor der Nutzung von Augentropfen einen Arzt kontaktieren, da Kinder auf bestimmte Wirkstoffe empfindlicher reagieren wie erwachsene Menschen. So sollten Augentropfen für Kinder und Babys zum Beispiel keine Konservierungsstoffe enthalten und auf pflanzlicher Basis hergestellt sein.

Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung werden Augentropfen mit Antibiotikum benötigt, um die Bakterien zu bekämpfen.

Bindehautentzündung bei Babys und Kleinkindern – Was tun?

Baby leiden häufig unter Bindehautentzündung.

Bei Babys und Kleinkindern treten Bindehautentzündungen relativ häufig auf, da die kleinen Augen noch deutlich empfindlicher auf äußere Einflüsse reagieren. Auch Fremdkörper verirren sich beim Spielen viel schneller in das Auge als bei Erwachsenen. Zudem fassen sich die Kleinen nicht selten mit schmutzigen Händen in ihr Gesicht und reiben sich auf diese Weise die Erreger in die Augen. Eine Konjunktivitis tritt bei Kindern aber häufig auch im Zusammenhang mit einer Erkältung auf.

Bindehautentzündung bei Babys und Kleinkindern erkennen

Typisch für eine Bindehautentzündung sind rotgeäderte, häufig tränende Augen, die auch jucken und brennen können. Aus den Augen tritt meist ein klebriges, glasiges oder auch gelb-grünliches Sekret. Nach dem Schlafen sind die Augen in der Regel verklebt und des Öfteren auch geschwollen. Hinzu kommt oft noch eine Lichtempfindlichkeit der Augen. Die Konjunktivitis kann beide Augen betreffen, aber auch nur einseitig auftreten.

Ursachen einer Konjunktivitis bei Babys und Kleinkindern

  • ein verstopfter Tränenkanal (die Kanäle, durch die die Tränen von den Augen in die Nase abfließen, sind noch zu eng, wodurch es zu einem Dauer-Tränenstau kommt – optimale Voraussetzungen für die Ansiedlung von Bakterien)
  • eine Fehlstellung von Wimpern, die nach innen wachsen
  • Infektionen durch Bakterien oder Viren (z. B. während der Geburt bei der Mutter (durch eine Infektion mit Gonokokken, Herpes-Viren oder Chlamydien) oder Erkältungskrankheiten)
  • Fremdkörper im Auge (z. B. Sandkörner oder Insekten)
  • Allergien (z. B. eine Pollenallergie oder eine Hausstauballergie)
  • äußere Einflüsse und reizende Stoffe (wie grelles UV-Licht, Staub, Rauch, Zugluft, Chlorwasser oder Klimaanlage)

Welche Augentropfen werden bei Kindern eingesetzt?

Eine Bindehautentzündung bei Babys und Kleinkindern sollte immer von einem Arzt therapiert werden, da eine Konjunktivitis als Laie auch nicht immer gleich zu erkennen ist und demzufolge häufig falsch behandelt wird.

Gegen allergische Konjunktivitis helfen so genannte Antihistaminika in Form von Augentropfen. Bei bakteriellen Bindehautentzündungen kommen antibiotische Augentropfen zum Einsatz. Liegt die Ursache in einem verstopften Tränenkanal, hat der Arzt die Möglichkeit, den Tränenkanal zu öffnen, wodurch der Tränenfluss wieder abfließen kann. Allerdings warten die meisten Ärzte lieber ab, denn häufig hat sich dieses Problem bis zum ersten Geburtstag von selbst erledigt.

In der Regel genügt es bis dahin, die Augen mehrmals täglich mit einem feuchtwarmen Waschlappen auszuwischen und die Tränensäckchen durch leichtes massieren auszustreichen (zwischen Nasenwurzel und Nasenflügel vorsichtig abwärts massieren). Bei viral bedingte Bindehautentzündungen geht es in erster Linie darum, die Beschwerden zu lindern. Dies erreicht man z. B. durch häufiges Nachbenetzen mit Tränenersatzmitteln oder durch Augentropfen mit dem Extrakt der Heilpflanze Augentrost.

Bindehautentzündung homöopathisch behandeln

Eine homöopathische Behandlung der Bindehautentzündung ist auch schon bei Kindern sowohl Babys schonend und effektiv. Folgende Mittel können die Beschwerden lindern:

  • Aconitum D12 – bei starker Rötung der Augen, Tränenfluss, Abneigung gegen Licht, trockenes, heißes Gefühl in den Augen, die Symptome treten auf nachdem das Kind kalten Wind oder Zugluft ausgesetzt war
  • Apis D12 – bei hellroter, geschwollener Bindehaut, dick geschwollenen Augenlidern, heißer Tränenfluss, brennende und stechende Schmerzen in den Augen, kalte Auflagen lindern die Schmerzen
  • Belladonna D12 – erweiterte Pupillen, hochrote Bindehaut, wenig bis gar kein Tränenfluss, klopfende Schmerzen in den Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, das Gefühl als wären die Augen dick angeschwollen, möglicherweise treten die Beschwerden nach langer Sonneneinstrahlung auf

Aconitum, Apis und Belladonna werden 3mal je 5 Globuli im Abstand von 30 Minuten eingenommen. Dann sollte man die Wirkung abwarten. Tritt eine Besserung ein, reichen 2mal täglich je 5 Globuli bis zum Abklingen der Beschwerden aus.

  • Euphrasia D12 – bei geröteten und geschwollenen Bindehäuten sowie Lidern, brennende und beißende Augen (verursachen ein vermehrtes Blinzeln), hohe Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen, mitunter auch eitriges Sekret, die Beschwerden bessern sich an der frischen Luft
  • Pulsatilla D12 – brennende, stechende Schmerzen in den Augen, Trockenheitsgefühl der Augen, viel Sekretabsonderung (dick und gelblich), rote, geschwollene Lider, vermehrtes Augenreiben, die Augen sind nach dem Schlafen verklebt, die Symptome verschlimmern sich in warmen Räumen und werden an der frischen Luft besser

Euphrasia und Pulsatilla werden 3mal täglich je 5 Globuli ein Tag lang verabreicht. Danach muss eine deutliche Besserung der Beschwerden sichtbar sein. Ist dies der Fall, reduziert sich die Dosierung auf 2mal täglich 5 Globuli bis zum Abklingen der Symptome.

Wie kann ich meinem Kind bei einer Konjunktivitis noch helfen?

Bei einer Bindehautentzündung die durch eine Pollenallergie hervorgerufen wird, können die Allergene (in dem Fall die Pollen) regelmäßig mit einem feuchten Tuch aus den Wimpern entfernt werden. Manchmal hilft es auch schon, wenn das Kind eine Sonnenbrille trägt. Ansonsten wirken bei allen Formen der Bindehautentzündung kühle, feuchte Pads auf den Augenlidern beruhigend. Austretendes Sekret wird am besten immer mit einem feuchten Waschlappen von außen nach innen (zum Auge hin) gewischt.

Bindehautentzündung – Wann ist ein Arztbesuch notwendig?

Grundsätzlich immer! Denn nicht jedes tränende Auge oder Rötung deutet auf eine Infektion hin. So kann z. B. auch ein Sandkorn unter dem Lid festkleben, welches für diese Reaktion verantwortlich ist. Die wenigsten Eltern können das unterscheiden, weshalb häufig falsche Behandlungsmaßnahmen die Folge sind. Ein Arzt kann jedoch genauestens die Ursachen der Augenreizung abklären und entsprechend handeln.

Ist eine Bindehautentzündung bei Kindern ansteckend?

Ansteckend ist eine Konjunktivitis nur, wenn sie bakterieller oder viraler Herkunft ist. Dann besteht für Familienmitglieder sowie andere Kinder (Spielkameraden) ein hohes Ansteckungsrisiko. Eine Infektion erfolgt in den meisten Fällen durch engen Körperkontakt beim Spielen (Schmier- bzw. Kontaktinfektion).

Wie kann ich mein Kind vor einer Ansteckung schützen?

  • Häufiges und gründliches Händewaschen oder desinfizieren.
  • Handtücher und Waschlappen für das Gesicht nicht gemeinsam benutzen (und diese nach einmaligem Gebrauch wechseln).
  • Darauf achten, dass sich das Kind nicht mit schmutzigen Händen die Augen reibt.

Sollten Kinder bei Bindehautentzündung zu Hause bleiben?

Um eine epidemieartige Ausbreitung der Bindehautentzündung zu vermeiden, bestehen die meisten Kindergärten aber auch Schulen darauf, dass das erkrankte Kind zu Hause bleibt bis eine ausreichende Heilung erfolgt ist. Dies kann bei einer bakteriellen oder viralen Konjunktivitis schon mal eine Woche dauern. In der Regel reichen aber bei einer antibiotischen Behandlung zwei bis drei Tage aus. Doch letztendlich trifft diese Entscheidung der Arzt.

Weitere Informationen zu Diagnose, Behandlung & Vorbeugung einer Bindehautentzündung

Augen auf: Das hilft gegen Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist meist harmlos. Die Symptome können dennoch ziemlich unangenehm sein: gerötete, tränende Augen, die bei jedem Wimpernschlag schmerzen. Viele Ursachen kommen in Frage – die Therapie sollte darauf abgestimmt sein.

Bindehautentzündung (Fachbegriff: Konjunktivitis) kennt kein Alter – vom Baby bis zum älteren Erwachsenen kann jeder an ihr erkranken. Ausgelöst wird die Infektion durch Bakterien oder Viren. Die Erreger sorgen dafür, dass sich die Augen röten und tränen. Schmerzen beim Lidschlag und Verkrustungen kommen hinzu. Trotz allem ist eine Bindehautentzündung auch ohne Medikamente in den Griff zu kriegen. Nach sechs bis zehn Tagen heilt sie im Normalfall ab.

Reinigt und schützt: die Bindehaut

Die Bindehaut ist eine Schleimhaut in der Augenhöhle und überzieht unter anderem die dem Augapfel zugewandte Seite der Augenlider. Wie ein Scheibenwischer verteilt sie bei jedem Lidschlag die Tränenflüssigkeit über die Hornhaut des Auges und hält es so feucht und sauber. Die Bindehaut reagiert leicht auf Irritationen von außen – das macht sie anfällig für Entzündungen.

Symptome der Augeninfektion

Eine Bindehautentzündung ist die häufigste Infektion der Augen überhaupt – und sie kann ganz plötzlich auftreten. Typische Symptome:

• die Augen röten sich und schwellen an
• die Lidspalte ist verengt
• das Auge tränt vermehrt und ist lichtempfindlicher
• der Impuls, die Augen zusammenzukneifen, stellt sich ein
• die Augen jucken und schmerzen – sie fühlen sich an, als seien sie durch Fremdkörper verunreinigt
• die Augen brennen oder schmerzen
• Eiter bildet sich
• auf der Schleimhaut treten Beläge oder Bläschen auf

Ursachen für eine Bindehautentzündung

Wer sich fragt, was seine Konjunktivitis eigentlich ausgelöst hat, muss erst einmal Ursachenforschung betreiben, denn viele äußere Faktoren – Erreger ebenso wie Umweltreize – kommen in Frage. Ebenso können Störungen am Auge selbst die Erkrankung auslösen.

Infektion durch Bakterien und Viren

Bakterien und Viren stehen ganz oben auf der Liste der möglichen Ursachen für die unangenehm roten Augen, denn eine ganze Reihe unterschiedlicher Erreger kann die Symptome einer Bindehautentzündung auslösen.

Zum einen können Bakterien die Bindehaut infizieren:

• Neugeborene können sich durch eine Schmierinfektion bereits mit Gonokokken anstecken.
• Chlamydien werden beim Geschlechtsverkehr erworben und wandern über die Hand ins Auge.
• Pseudomonas aeruginosa, die in feuchten Umgebungen wie Waschbecken, Seifenbehältern oder Kontaktlinsenlösungen auftreten, gelangen über die Hand ins Auge.

Außerdem können auch Staphylo-, Strepto- und Pneumokokken sowie der Diphtherie-Erreger (Corynebacterium diphtheriae, auch Klebs-Loeffler-Bazillus genannt) eine Bindehautentzündung auslösen.

Der Arzt kann gegen bakterielle Bindehautentzündungen Augentropfen oder -salben mit Antibiotika empfehlen. Studien haben gezeigt, dass sie bei etwa zehn Prozent der Erkrankungen die Heilung beschleunigen. Auch Hausmittel können bei einer Bindehautentzündung lindernd wirken.

Zum anderen verursachen folgende Viren eine Entzündung der Bindehaut:

• Bei Masern, Röteln, Windpocken und anderen viralen Erkrankungen kann es zu einer sogenannten Begleit-Konjunktivitis kommen.
• Herpes-Simplex-Viren können eine Entzündung des Lides auslösen, die auch die Bindehaut betrifft. Hier besteht die Gefahr von Folgeschäden, falls die Entzündung tiefere Schichten der Hornhaut erreicht.
• Das Enterovirus, das bei Infizierten in Tränenflüssigkeit, Atemsekret oder Stuhl nachweisbar ist, löst eine Bindehautentzündung aus, bei der es zu Blutungen im Auge kommen kann.

Eine seltene Sonderform der Konjunktivitis wird durch bestimmte Typen der Adenoviren ausgelöst. Diese Form der Erkrankung ist hochansteckend und sogar meldepflichtig.

Wichtig: Sind Bakterien oder Viren die Ursache des Problems, ist eine Bindehautentzündung ansteckend. Dann unbedingt darauf achten, dass die Erreger nicht auf das gesunde Auge oder andere Personen übertragen werden. Das passiert schnell, wenn beispielsweise das kranke Auge gerieben und so eine Hand infiziert wird. Die Vermeidung von Körperkontakt und besondere Hygienemaßnahmen (häufiges Händwaschen, separate Handtücher) reduzieren das Übertragungsrisiko.

Entzündung durch äußere Reize

Nichtinfektiöse Bindehautentzündungen werden meist durch einen äußeren Reiz ausgelöst. Rauch, Staub, trockene Luft, Kälte oder gechlortes Wasser können die empfindliche Schleimhaut so reizen, dass sie sich entzündet. Auch eine Überlastung des Auges (zum Beispiel durch eine Sehschwäche, die nicht korrigiert wird) oder eine Reizung durch Kontaktlinsen kommen als Auslöser infrage. Störungen im Auge selbst, wie zu wenig Tränenflüssigkeit und Lidschlussprobleme, sowie allergische Reaktionen (Heuschnupfen) stehen ebenfalls auf der Liste der möglichen Ursachen.

Augentropfen können bei einer Bindehautentzündung helfen. (c) colourbox.de

Bindehautentzündung behandeln

Bindehautentzündungen, die durch äußere Reize ausgelöst wurden, müssen häufig gar nicht behandelt werden, weil sie gut von allein ausheilen. In der Regel sind die Symptome nach sechs bis zehn Tagen abgeklungen.

Um Komplikationen zu vermeiden und um eine mögliche Ansteckungsgefahr abklären zu lassen, ist eine ärztliche Untersuchung jedoch sinnvoll. Der Arzt kann die Erkrankung meist mit bloßem Auge feststellen und sichert die Diagnose durch eine Untersuchung mit einer Spaltlampe (Lampe mit mikroskopischer Vergrößerungsfunktion) ab. Hausmittel gegen Bindehautentzündung oder Augentropfen können das schnelle Abklinken der Konjunktivitis jedoch erleichtern.

Im Fall einer bakteriellen oder viralen Infektion kann auf eine Reihe rezeptfreier oder -pflichtiger Medikamente zurückgegriffen werden. Bindehautentzündungen mit allergischem Hintergrund behandelt der Arzt mit Mitteln, die sich gegen die Allergie selbst richten.

Hausmittel gegen Bindehautentzündung

Hausmittel sollten nur für leichte Erkrankungen verwendet werden – und auch nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Dann aber lohnt sich ein Versuch mit den natürlichen Helfern. Rötungen und Schwellungen lassen sich zum Beispiel mit einem Quarkwickel kühlen. Eine Kompresse, die mit Augentrost-Tinktur getränkt ist, hilft dabei, Verkrustungen zu entfernen. Kompressen mit warmem Ringelblumen-Tee lindern den Juckreiz und wirken entzündungshemmend. Kühle Kompressen mit Schwarztee entspannen das entzündete Auge und schwächen das Brennen ab.

Auch das Hausmittel Honig hilft gegen eine Bindehautentzündung. Kochen Sie einfach ein wenig Wasser ab und lösen Sie einen Teelöffel Honig darin auf. Verwenden Sie das Honig-Wasser anschließend als Augenspülung.

Eine Bindehautentzündung kann jeden von uns schnell treffen. Hat es dich schlimm erwischt, solltest du auf jeden Fall einen Augenarzt kontaktieren. Bei leichtem Jucken und Brennen können diese vier Hausmittel die Symptome lindern.

Quark-Kompressen als bewährtes Hausmittel

Quark-Kompressen sind ein beliebter natürlicher Helfer, um die betroffene Stelle zu kühlen und Schwellungen zu lindern. So geht’s: Nimm ein Geschirrhandtuch aus Baumwolle und gebe circa 100 Gramm gekühlten Quark hinein. Wickle das Tuch zu einem Beutel zusammen und lege ihn auf das geschlossene Auge. bei leichten Beschwerden kannst du den Wickel bis zu einer halben Stunde auf dem Auge liegen lassen, bei schwerwiegenden Symptomen höchstens 20 Minuten. Vorsicht: Pass auf, dass der Quark nicht ins Auge gelangt, das kann die Bindehautentzündung noch verschlimmern.

Bindehautentzündung: Vorsicht ansteckend!

Honig als antibakterielle Hilfe

Honig wirkt antibakteriell und kann deshalb auch bei einer bakteriell verursachten Bindehautentzündung helfen. So geht’s: Koche 250 Milliliter Wasser auf und gebe einen Teelöffel Honig hinzu. Umrühren, abkühlen lassen und das entzündete Auge mehrmals täglich ausspülen.

Augentrost als Allrounder gegen entzündete Augen

Der Name verrät es bereits: Augentrost (Euphrasia) ist eines der beliebtesten natürlichen Mittel gegen Bindehautentzündungen. Es lindert die Reizung und hemmt die Entzündung des erkrankten Auges. Du kannst die Pflanze ganz einfach in Form von Augentropfen in der Apotheke kaufen. Wenn du magst, kannst du auch eine Kompresse verwenden. So geht’s: Koche Augentrosttee auf und tunke ein Tuch in den abgekühlten Tee. Anschließend die Kompresse auf die erkrankte Stelle legen. Auch eine Augenspülung mit Augentrosttee kann helfen, die Beschwerden zu lindern.

Bindehautentzündung bei Kindern: Was du unbedingt beachten musst

Ringelblume als Hausmittel bei Bindehautentzündungen

Ringelblume (Calendula) hat wie Honig eine antibakterielle Wirkung und kann daher ebenfalls Beschwerden lindern, die von einer bakteriellen Bindehautentzündung herrühren. So geht’s: Ringelblumentee aufbrühen und abkühlen lassen. Anschließend ein Geschirrhandtuch in den Tee tauchen und auf das erkrankte Auge legen.

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Was tun bei Bindehautentzündung? Die besten Hausmittel zur Behandlung

Die Augen tränen, brennen und jucken. Das „rote Auge“, die Bindehautentzündung, kann viele Ursachen haben. Auslöser können Viren, Pilze oder Bakterien sein, aber auch Umwelteinflüsse wie Zugluft, Staub oder Rauch. Welche Hausmittel helfen? Wir haben Tipps, um die Bindehautentzündung zu lindern und das Abheilen zu beschleunigen. Daneben geben wir Ihnen Verhaltensregeln an die Hand, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Kinder sind anfälliger für Bindehautentzündung, doch auch Erwachsene haben häufig mit der Infektion zu kämpfen. iStock

Morgens sind die Augenlider verklebt, die Bindehaut ist gerötet und angeschwollen. Es fühlt sich an, als ob ein Fremdkörper das Auge ständig reizt. Das betroffene Auge sondert Sekret ab. Das sind die typischen Anzeichen für eine Bindehautentzündung, medizinisch Konjunktivitis genannt. Dabei handelt es sich um die mit Abstand häufigste Augenkrankheit. Es gibt zwei unterschiedliche Formen: die infektiöse Bindehautentzündung und die nichtinfektiöse.

Auslöser der infektiösen Bindehautentzündung sind Viren, Pilze oder Bakterien. Dabei spielen Erkältungs- und Grippeviren eine Rolle, aber auch bakterielle Erreger wie Staphylo- oder Streptokokken. Diese Form der Konjunktivitis ist ansteckend. So gab es in den letzten Jahren im Winter immer wieder epidemisch auftretende Wellen von Bindehautentzündung durch Adenoviren. Die Krankheit war hoch ansteckend und breitete sich rasant aus.

Bindehautentzündung bei Kindern

Die nichtinfektiöse Variante der Bindehautentzündung wird durch Reize wie Zugluft, Trockenheit, Staub oder Rauch und vieles weitere verursacht. Eine häufige nichtinfektiöse Konjunktivitis ist daneben die allergische Bindehautentzündung, wie sie beispielsweise für Heuschnupfen typisch ist. Hier sind Pollen Auslöser der Konjunktivitis.

Daneben gibt es jedoch noch eine „normale“ (physiologische) Form der Bindehautentzündung. Sie kommt vor allem bei Kindern und Jugendlichen vor und ist vereinfacht ausgedrückt die Reaktion der Bindehaut auf ihr bis dahin noch unbekannte, harmlose Erreger und Stoffe. Diese leichte Konjunktivitis ist sozusagen das Anzeichen dafür, dass das Immunsystem lernt. Die physiologische Konjunktivitis verschwindet auch ohne Behandlung meist rasch wieder.

Behandlung: Hausmittel und Selbsthilfe-Tipps bei Bindehautentzündung

Die Behandlung der Bindehautentzündung richtet sich nach ihrer Ursache. Besondere Hygiene ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um eine Bindehautentzündung zu verhindern, die Ausbreitung von einem auf das andere Auge zu verhindern, Mitmenschen nicht anzustecken – und die Augenkrankheit schnell zu überwinden.

Gegen Bakterien oder Viren verschreibt der Augenarzt Antibiotika, meist in Form von Augentropfen oder -salben. Sind harmlose Erkältungsviren schuld an der Konjunktivitis, reicht es meist schon, ein paar Tage abzuwarten und diese Selbsthilfetipps zu berücksichtigen:

Sieben Tipps bei Bindehautentzündung!

Diese sieben Tipps helfen Ihnen, Ihre Bindehautentzündung in den Griff zu bekommen:

  1. Geben Sie Menschen, die eine Bindehautenzündung haben, nicht die Hand – und halten Sie sich auch umgekehrt an diese Regel. Wenn Sie selber erkrankt sind, sollten Sie keinem die Hand geben. Die letzten Wellen mit Bindehautentzündung durch Adenoviren haben gezeigt, wie hoch ansteckend infektiöse Konjunktivitis sein kann.

  2. Vermeiden Sie es, mit den Fingern die Augen zu berühren – waschen Sie sich immer die Hände, beispielsweise bevor Sie sich schminken oder abschminken. Falls die Augen entzündet sind – benutzen Sie ausschließlich Einmalwaschlappen, um die Augen vorsichtig mit klarem, lauwarmen Wasser zu reinigen. Falls Sie Handtücher benutzen wollen – für jedes Auge ein anders verwenden und das Handtuch danach zur Kochwäsche geben.

  3. Reiben Sie auf keinen Fall an den Augen. Das verstärkt sowohl Allergie als auch Entzündung.

  4. Sind die Augen verklebt, jucken oder quält ein Fremdkörpergefühl – spülen Sie Ihre Augen mit klarem, lauwarmen Wasser. Das Augenbad funktioniert ganz einfach: Füllen Sie ein kleines Glas (bitte kein scharfer Rand!) randvoll mit Wasser, beugen Sie sich übers Waschbecken, führen Sie das Glas zum geschlossenen Auge, so dass es das gesamte Auge umschließt. Fühlen Sie dann das Wasser, öffnen und schließen Sie das Auge mehrmals. So wird es gut durchspült. Für das andere Auge benutzen Sie ein neues Glas.

  5. Tränken Sie ein sauberes Tuch mit schwarzem Tee und tupfen Sie damit die Augenränder ab.

  6. Das früher beliebte Hausmittel Kamillenspülung gegen Bindehautentzündung hat sich nicht bewährt. Kamille kann das Auge zusätzlich reizen, deshalb sollte man im Fall einer Bindehautentzündung besser darauf verzichten.

  7. Behandeln Sie die Bindehautentzündung, falls keines dieser Alarmzeichen auftritt, vorerst selbst. In der Apotheke gibt es eine Reihe von frei verkäuflichen Augenmedikamenten. Lassen Sie sich dabei vom Apotheker beraten.

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