Bindehautentzündung BEI babys

ID 261636269

Die Augen sind gerötet, sie rinnen, jucken, brennen und Eiter bildet sich. Dein Kind hat eine Bindehautentzündung. Die meisten Bindehautentzündungen haben eine bakterielle Entzündung zugrunde liegen und müssen daher mittels lokaler Antibiotika in Form von Augentropfen behandelt werden. Doch oft entstehen Bindehautentzündungen aber auch aufgrund von starkem Wind oder als Begleiterscheinung eines Schnupfens, wenn die Tränengänge sich verschließen. Und hier können Hausmittel Linderung verschaffen.

Hausmittel gegen Bindehautentzündung bei Kindern

1. Topfenauflagen: Für Topfenauflagen wird ein Baumwolltuch in kaltes Wasser getaucht. Dann den Topfen direkt auf das geschlossene Auge aufgetragen und das Tuch darüber legen. Etwa 30 Minuten oben lassen und anschließend mit lauwarmen Wasser abspülen.

2. Zwiebel-Milch-Waschungen: Die Zwiebel wirkt entzündungshemmend und ist daher auch bei Bindehautentzündungen ein bewährtes Hausmittel. Dazu einfach die Zwiebel schälen, zerkleinern und in 250ml Milch kochen. Noch etwas Honig hinzugeben. Anschließend die Milch auskühlen lassen und damit mehrmals täglich das Auge auswaschen.

3. Umschlag mit Ringelblumentee: Ringelblumen, auch als Calendula bekannt, haben ebenfalls antibakterielle Eigenschaften, die die Heilung fördern. Für den Tee einfach die Ringelblumen mit kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Damit ein Baumwolltuch tränken und auf das entzündete Augen legen. Diese Anwendung mehrmals am Tag wiederholen.

4. Ebenso hilfreich sind Auflagen mit Salbei, die mehrmals täglich wiederholt werden können.

5. Ein altes Hausmittel, das aber heute eher in Vergessenheit geraten ist, ist eine Kartoffelbreipackung. Dazu Milch erwärmen, eine Kartoffel darin zerdrücken und zusammen mit einem Eigelb zu einem Brei vermischen. Anschließend etwas abkühlen lassen und auf ein Tuch legen. Dann dieses auf das entzündete Auge legen.

6. Eichenrinde: Gerade bei Entzündungen, die durch kalten Wind entstanden sind, eignet sich die Anwendung mit Eichenrinde. Dafür 1 TL mit Wasser vermischen und zum Kochen bringen. Die Flüssigkeit abseihen und mit kaltem, abgekochten Wasser aufgießen. Ein Baumwolltuch damit tränken und auf das Auge legen. Diesen Vorgang mehrmals wiederholen, jedoch immer mit frischem Absud.

7. Kochsalz: Ampullen mit Kochsalzlösung sind in der Apotheke erhältlich und ein gutes Hausmittel bei Bindehautentzündungen. Damit das Auge regelmäßig ausspülen.

8. Augentropfen: Ebenso in der Apotheke erhältlich sind Augentropfen auf homöopathischer Basis, die bei einer Augenentzündung verwendet werden können.

Weiters in unserer Hausmittel-Reihe sind erschienen:

Schnupfen: Die besten Hausmittel für Kinder

Ohrenschmerzen: Die besten Hausmittel für Kinder

Halsschmerzen: Die besten Hausmittel für Kinder

Husten: Die besten Hausmittel für Kinder

Hausmittel: Schnelle Rezepte für dein Wohlbefinden aus der Aromatherapie

Hausmittel: Stillfreundliche Behandlungsmöglichkeiten für die Erkältungszeit

Schnupfen, Husten, Durchfall: Die besten Hausmittel für Kinder

Magen-Darm-Beschwerden: Die besten Hausmittel für Kinder

Tränende Augen können verschiedene Ursachen haben

Kinder haben schnell mal etwas im Auge. Dann fließen die Tränen. Aber außer einem Fremdkörper kann es auch andere Ursachen geben – von einem verengten Tränengang bis hin zu bakteriellen Infektionen. Eltern versuchen besser nicht, ihren Nachwuchs selbst zu kurieren…

Manche Babys weinen ständig. Ihnen laufen Tränen über das kleine Gesicht, weil die Tränenwege stark verengt oder verschlossen sind. Das kann zu dauerhaften Entzündungen führen. Bei etwas älteren Kindern deuten tränende oder gerötete Augen häufig auf eine bakterielle Infektion hin. Manchmal steckt aber auch eine Wimper oder ein kleines Insekt im Auge und muss entfernt werden. Bevor Eltern selbst am Auge ihres Nachwuchses herumfummeln, suchen sie besser einen Augenarzt auf, der sich mit der Behandlung von Kindern auskennt.

Verengte oder verschlossene Tränennasenwege treten bei rund 6% aller Säuglinge auf. Diese sogenannte Tränenwegsstenose ist angeboren. „Eltern fällt auf, dass Tränen über die Wangen ihres Kindes laufen“, erklärt Falk Sommer, Oberarzt an der Uni-Augenklinik in Dresden. Die Tränen können im Auge nicht ablaufen, weil der Übergang der Tränenwege zur Nase durch ein dünnes Häutchen, die sogenannte Hasner-Membran, verschlossen ist.

Die Membran sollte sich eigentlich vor der Geburt oder wenige Tage danach zurückbilden. Passiert das nicht, staut sich die Flüssigkeit im Tränenkanal. „In der Sackgasse sammeln sich schnell Bakterien, es kommt leicht zu Entzündungen“, warnt Prof. Christian Ohrloff von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, der wissenschaftlichen Vereinigung deutscher Augenärzte.

Gefahr einer chronischen EntzündungDie Babys bekommen gerötete Augen, gelbliches Sekret kann sich bilden, die Augen sind morgens verklebt. Werden diese Entzündungen nicht behandelt, können sie chronisch werden. Gegen die Entzündung selbst helfen Salben oder antibiotische Tropfen.

Bei der Ursache – der Tränenwegsstenose – warten die Ärzte erst einmal ab, ob sich die Tränennasewege von alleine öffnen. „Man kann hoffen, dass sich das Problem löst, wenn der Kinderkopf wächst“, sagt Georg Eckert, Sprecher des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands in Düsseldorf. Eltern betroffener Kinder bekommen häufig den Rat, in den ersten ein bis drei Lebensmonaten den Tränengang des Babys vorsichtig zu massieren. „Das Gewebe ist noch sehr weich“, erläutert Sommer. Durch eine sanfte Massage von oben nach unten könne sich die Hasner-Membran öffnen.

Passiert das nicht, kann der Verschluss in einer kurzen, ambulanten Operation geöffnet werden. Entweder führt der Arzt eine Sonde ein und spült den Tränenweg frei. Oder die Membran wird durchstoßen. Über den idealen Zeitpunkt dieses Eingriffs gibt es unterschiedliche Ansichten. Eckert rät, zu warten, bis das Kind sechs bis zwölf Monate alt ist. „Man kann sich über die Zeit retten, indem man entzündungshemmende Salben gibt.“

Falk Sommer von der Uni Dresden empfiehlt die Operation dagegen bereits zwischen dem dritten und vierten Lebensmonats des Babys. „Je früher man den Eingriff vornimmt, desto größer sind die Erfolgschancen“, sagt er. In diesem Alter lägen sie bei mehr als 90%. Bei älteren Kindern werde es schwieriger, mit einer Sonde zu arbeiten. Das Gewebe sei fester, es bestehe eher die Gefahr, dass man den kleinen Patient verletzt.

Die Operation dauert dem Oberarzt zufolge zwischen 30 Sekunden und drei bis vier Minuten. Bei Babys im ersten Lebensjahr werde auf eine Narkose verzichtet. „Die Kinder werden in ein Stück Tuch gewickelt und von einer Krankenschwester festgehalten“, so Sommer. Das sei für die Eltern zwar häufig schwierig anzusehen, für das Kind aber schonender als eine Narkose. „Ab dem ersten Lebensjahr findet der Eingriff unter Narkose statt.“

Tränen bei älteren Kindern plötzlich die Augen, hat das in der Regel andere Ursachen. Die können harmlos sein: Zugluft beim Fahrradfahren oder eine Reizung durch Sonnenlicht beispielsweise. „Wenn das von alleine weggeht, muss man sich keine Sorgen machen“, beschwichtigt Ohrloff. Lässt das Tränen nicht nach oder sind die Augen stark gerötet, gehen Eltern aber besser zum Arzt.

Keime im AugeHäufig liegt eine bakterielle Infektion vor, selten eine virusbedingte. Manchmal reicht es schon aus, die Augen mit einem feuchten Tuch zu reinigen und dem Kind künstliche Augentropfen zu geben. „Es ist nicht nötig, sofort antibiotische Tropfen zu nehmen“, sagt der Augenarzt. Geht die Entzündung nicht weg, werden in der Regel Antibiotika verschrieben.

Sind die Augen morgens verklebt, streichen Eltern sie am besten mit einem in lauwarmes Wasser getunkten Mulltuch aus, rät Ohrloff. „Im Sekret in den Wimpern nisten sich gerne Bakterien ein.“ Dieses Sekret kann ansteckend sein. Daher schicken Eltern ihr Kind besser nicht in den Kindergarten. „Die Gefahr, dass sich die Entzündung überträgt, ist aber minimal“, beruhigt Sommer.

Augenkrankheit bei Kindern – Welche sind häufig?

Kinder lernen gerade erst, mit dem Leben und dessen Anforderungen zurechtzukommen. Ihre Körper leisten also besondere Arbeit. Aus verschiedenen Gründen kann es nun passieren, dass etwas aus dem Gleichgewicht gerät – besonders die Augen sind schließlich äußerst empfindliche Organe. Hier lesen Sie, welche Augenkrankheiten bei Kindern häufig vorkommen und was Sie dagegen unternehmen können.

Die Bindehautentzündung: Rötungen, Jucken, Tränen

Treten Augenkrankheiten bei Kindern auf, so ist der Gang zum Arzt nicht zu vermeiden – wie immer gilt: Lieber einmal zu oft als einmal zu wenig hingehen. Häufig müssen Eltern wegen einer Bindehautentzündung den Mediziner aufsuchen – diese Augenkrankheit tritt bei Kindern alles andere als selten auf. Die Kleinen leiden bei einer Entzündung der Bindehaut unter geröteten, brennenden und tränenden Augen. Oft wird auch ein Sekret abgesondert, das unter anderem dafür verantwortlich ist, dass die Augen morgens verklebt und verkrustet sind. Seltener kommt es zu Sehstörungen und einer erhöhten Lichtempfindlichkeit. Eine Bindehautentzündung muss nicht unbedingt beide Augen betreffen – es ist nicht ungewöhnlich, dass nur ein Auge von der Entzündung betroffen ist.

Eine Bindehautentzündung kann unterschiedliche Ursachen haben: Vielleicht handelt es sich um eine infektiöse Entzündung – die Ursache sind dann Bakterien und Viren, die in das Auge gelangen konnten. Tritt die Augenkrankheit bei einem Baby auf, ist es wahrscheinlich, dass es sich bei der Mutter angesteckt hat. Handelt es sich um ältere Kinder, so stammen die Erreger meist von anderen Kindern im Kindergarten oder in der Schule. Doch auch eine Allergie ist als Ursache durchaus denkbar: Tritt die Bindehautentzündung immer saisonal auf, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine Pollenallergie handelt. Besteht das Problem jedoch ganzjährig, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass eine Hausstaub- oder Tierhaarallergie besteht. Zuletzt ist es auch möglich, dass die Augenkrankheit bei Kindern mechanisch bedingt ist. Beispielsweise wenn Chlor, Wind oder auch ein Fremdkörper im Auge zu einer Reizung führt.

Symptome, die mit einer Bindehautentzündung einhergehen, können auch ein Indikator für alle möglichen anderen Augenkrankheiten sein – suchen Sie daher unbedingt einen Arzt auf. Handelt es sich um eine Infektion, so helfen antibiotische Augentropfen oder Salben, denn sie sorgen dafür, dass die Infektion besiegt wird und das Auge sich wieder beruhigen kann. Im Falle einer Allergie wirken dagegen antihistaminhaltige Präparate. Bei einer mechanischen Reizung ist es wichtig, dass Sie die Augen Ihres Kindes beruhigen. Dies gelingt zum Beispiel mit dem Kraut Augentrost, welches Sie als Tee, Tropfen oder als Globuli bekommen.

Der Tränenkanal Ihres Kindes ist verstopft

Eine der häufigen Augenkrankheiten bei Kindern ist ein verstopfter Tränenkanal: Dies äußert sich meist durch rotgeränderte Augen, die viel tränen. Auch Verklebungen sind ein häufig. Diese Augenkrankheit ist bei Babys besonders verbreitet – 5 bis 10 Prozent der Babys in Deutschland leiden an der sogenannten Tränenweg-Stenose. Die Ursache liegt meist darin, dass die Kanäle der Kleinen noch zu eng sind, was zur Folge hat, dass die Tränen nicht richtig abfließen können – es kommt zu einem Stau.

Während früher direkt gehandelt wurde, warten Ärzte inzwischen erst einmal etwas ab. Das ist auch gut begründet, denn das Freimachen des Kanals mit einer Sonde oder einer Druckspülung bedeutete für Babys stets ein traumatisches Erlebnis. Inzwischen weiß man, dass sich die Tränenweg-Stenose meist ganz von selbst legt, nachdem ein Baby das erste Lebensjahr erreicht hat. In der Zwischenzeit hilft es, die kleinen Augen mehrmals täglich mit einem warmen, sauberen Lappen abzuwischen. Dazu können Sie noch den Punkt zwischen Nasenflügel und Nasenwurzel sanft in Abwärtsbewegungen massieren – so zwingen Sie die Tränen durch den kleinen Kanal und verhindern, dass es zu einer schmerzhaften Entzündung kommt.

Schwellungen, Jucken und Brennen: Die Lidrandentzündung

Wenn Ihr Kind oder Baby unter einer Augenkrankheit leidet, kann es auch sein, dass es sich um eine Lidrandentzündung, auch Blepharitis genannt, handelt – denn auch tritt bei Kindern häufig auf. Eine Entzündung des Lidrandes äußert sich durch geschwollene, rote Lider, die unangenehm jucken und brennen.

Meist leiden Kinder unter der sogenannten schuppigen Lidrandentzündung: Die Ursache liegt dann in verstopften Talgdrüsen. Die Drüsen produzieren dann zu viel Talg, wodurch es zu einem Stau kommt, der die oben genannten Symptome mit sich bringt. Seltener tritt die bakterielle beziehungsweise infektiöse Blepharitis auf.

Sind Bakterien die Auslöser, so braucht Ihr Kind eine antibiotische Augensalbe, welche die Infektion zurückgehen lässt. Bei einer schuppigen Lidrandentzündung reicht es, wenn Sie einmal täglich warme und feuchte Kompressen auf die Augen legen. Anschließend reinigen Sie den Wimpernkranz Ihres Kindes behutsam mit einem Wattestäbchen.

Tritt eine Augenkrankheit bei Kindern auf, sollte am besten direkt ein Augenarzt oder Allgemeinmediziner aufgesucht werden: Denn als Laie kann man die Symptome oft verwechseln und falsch deuten. Doch gerade, wenn es sich um infektiöse Augenkrankheiten bei Kindern handelt, ist eine schnelle Behandlung entscheidend.

Das sagt die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan

Beim Spielen im Freien haben Kinder schnell etwas im Auge. Jeder noch so kleine Fremdkörper im Auge kann Schmerzen, Rötungen, starken Tränenfluss und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit hervorrufen. Bei kleineren Partikeln wie einem Staubkorn oder einem Insekt greift der Schutzmechanismus des Auges: Durch verstärktes Blinzeln und eine vermehrte Tränenproduktion gelingt es dem Auge meist selbst, den Fremdkörper auszuspülen. Ihr Kind wird instinktiv versuchen, den Fremdkörper durch Reiben des Auges zu entfernen – das verschlimmert die Beschwerden häufig jedoch nur. Sitzt ein sichtbarer Partikel im Auge des Kindes, sollten Sie es daher vom Reiben abhalten.

„Harmloser“ Fremdkörper im Auge – Was ist zu tun?

Im Unterlid:

Ihr Kind blickt nach oben. Ziehen Sie dann das Unterlid vorsichtig nach unten und wischen oder tupfen Sie mit einem sauberen, leicht angefeuchtetem Tuch von außen nach innen zur Nase die Unterlidinnenfläche entlang. Der Fremdkörper im betroffenen Auge wird auf diese Weise in den Augeninnenwinkel transportiert, ohne es weiter zu reizen. Entfernen Sie den Fremdkörper dann mit dem Zipfel des Tuchs oder einem Wattestäbchen. Nicht reiben. Handelt es sich allerdings um einen Splitter, ist dieses Vorgehen nicht erlaubt – dann höchstens vorsichtig versuchen, selbigen mit einer Pinzette zu entfernen.

Gelingt es in beiden Fällen nicht, den Fremdkörper auf diesem Weg zu entfernen, sollten Sie mit ihrem Kind umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Sind sichtbare Verletzungen entstanden oder schmerzt das Auge auch nach Entfernung eines Fremdkörpers noch, suchen Sie einen Augenarzt auf.

Unter dem Oberlid:

Ihr Kind soll nach unten blicken. Ziehen Sie das Oberlid an den Wimpern über das Unterlid herunter. Während das Oberlid zurückgleitet, bleibt der Partikel in den meisten Fällen am Unterlid hängen. Der Fremdkörper lässt sich nicht entfernen? Fahren Sie zum Kinderarzt oder Augenarzt, in ganz schwierigen Fällen auch gleich in ein Krankenhaus mit Augenklinik.

Sitzt ein sichtbarer Partikel im Auge des Kindes, z.B. ein Sandkorn, sollten Sie es vom Reiben abhalten und stattdessen versuchen, dieses vorsichtig in Richtung des inneren Augenwinkels zu wischen oder zu tupfenFoto: alamy

Gefährlicher Fremdkörper im Auge – Was ist zu tun?

Besonders bei unsichtbaren oder gefährlichen Fremdkörpern wie Steinchen oder Glas- und Metallsplittern muss sofort ein Augenarzt aufgesucht werden, gegebenenfalls auch eine Augenklinik. Auf keinen Fall dürfen Sie einen Fremdkörper im Augapfel selbst entfernen, da dies Gewebsverletzungen oder Blutungen verursachen kann. Beruhigen Sie das Kind. Um das Kind davon abzuhalten, die Verletzung oder den Gegenstand zu berühren und zusätzliche Reizungen durch Lichteinfall und Augenbewegungen zu vermeiden, sollten Sie beide Augen – wenn möglich – mit einer sterilen Kompresse abdecken. Fixieren Sie diese bestenfalls mit einem Baumwolltuch oder Verband.

Die Augenpflege bei Babys: Was Sie wissen müssen

Die Augen sind ein äußerst empfindliches Organ – das gilt erst recht für Babys, denn ihre Augen müssen sich erst an die neue, noch ungewohnte Umwelt gewöhnen. Da treten schon einmal Beschwerden auf. Um das Risiko einer Augenentzündung zu minimieren, können Sie Ihrem Baby die Augen reinigen. Wie das genau geht und was Sie auf keinen Fall machen sollten, lesen Sie hier.

Warum Augenpflege bei Babys so wichtig ist

Für den Menschen ist der Sehsinn am wichtigsten: Er spendet nicht nur Lebensqualität, sondern warnt auch effektiv vor Hindernissen und möglichen Gefahren. Zum Schutz dieses wichtigen, empfindlichen Organs verfügt der Körper über mehrere Schutzmechanismen – dazu gehören unter anderem die Wimpern, die Augenlider und die Tränenflüssigkeit. Manchmal reichen diese Schutzmechanismen jedoch nicht aus: Dann entstehen Verkrustungen, tränende Augen und Entzündungen. Mit einer sorgfältigen Augenpflege können Sie Ihr Baby vor solchen Beschwerden schützen oder bereits bestehende lindern.

Nach der Geburt und in den ersten Lebensmonaten sind die Tränenwege mitunter noch nicht ganz geöffnet. Das hat zur Folge, dass die Tränen nicht richtig abfließen: Sie sammeln sich im Auge, wo sie wässrige Augen, auch Schmieraugen genannt, verursachen, bevor sie schließlich über den Lidrand auf die Wangen laufen. Eine weitere Folge sind Verkrustungen: Dabei handelt es sich um getrocknete Tränenflüssigkeit, die sich an den Augenlidern und den Wimpern festgesetzt hat. Diese Verkrustungen sowie die im Tränensack angesammelte Flüssigkeit sind ein idealer Nährboden für Bakterien und andere Krankheitserreger, die schlimmstenfalls schmerzhafte Entzündungen verursachen.

Babys Augen reinigen: So geht’s richtig

Nutzen Sie zur Augenpflege bei Babys am besten ein weiches Tuch, das nicht fusselt – zum Beispiel ein hochwertiges Kosmetiktuch oder ein Mull-Tuch. Feuchten Sie es mit lauwarmem, abgekochtem Wasser an und weichen Sie die Verkrustungen vorsichtig auf, bevor Sie sie sanft entfernen.

Wenn Sie Babys die Augen reinigen, achten Sie stets darauf, dass Sie zur Nase hin wischen und nicht andersherum – denn dies ist der natürliche Ablaufweg der Tränenflüssigkeit.

Hat sich bereits eine Entzündung entwickelt, können Sie außer lauwarmes Wasser auch ein Extrakt aus Augentrost verwenden. Sprechen Sie dies bitte vorher mit Ihrem Kinderarzt ab. Augentrost – auch Euphrasia genannt – wirkt entzündungshemmend und beruhigt das gereizte Auge. Augentrost ist als Essenz oder Tinktur erhältlich. Wichtig zu wissen ist, dass die Essenzen oft Alkohol enthalten. Wenden Sie das Mittel also auf gar keinen Fall unverdünnt an, sonst wird das Auge Ihres Babys nur noch mehr gereizt. Ein bis zwei Tropfen in ein Schnapsglas mit abgekochtem Wasser genügen. Halten Sie vorsichtshalber auch diesbezüglich Rücksprache mit dem Kinderarzt.

Das tägliche Gesichtwaschen reicht in der Regel zur Reinigung der Augen aus. Fallen Ihnen jedoch Verkrustungen oder andere Ablagerungen auf, ist es wichtig, dass Sie sie ein bis zwei Mal pro Tag entfernen, damit Entzündungen gar nicht erst entstehen. Ist das Auge Ihres Kindes stark gerötet, suchen Sie möglichst bald einen Kinderarzt auf – denn dann liegt möglicherweise eine Bindehautentzündung vor.

Weitverbreitete Fehler bei der Augenpflege von Babys

Wenn Sie Ihrem Baby die Augen reinigen, sollten Sie dies immer schonend und ohne Verwendung von Chemikalien tun – auch wenn im Internet zahlreiche fragwürdige Tipps zu diesem Thema kursieren. Hier finden Sie einen Überblick über Anwendungen, die es unbedingt zu vermeiden gilt:

Entfernen Sie Verkrustungen auf keinen Fall mit dem Fingernagel oder einem Wattestäbchen: zum einen wegen der Verletzungsgefahr, die sich durch Ihren Nagel beziehungsweise das Plastikstäbchen ergibt, zum anderen wegen der vielen Bakterien auf Ihrem Finger.

Feuchte Pflegetücher, die unter anderem auch für den Windelbereich genutzt werden, sind gänzlich ungeeignet für die Augenpflege von Babys. Die feuchten Pflegetücher enthalten Parfüm und keimhemmende Substanzen, die für das Auge viel zu aggressiv sind.

Kamillentee wird eine beruhigende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt – und das stimmt auch. Trotzdem ist er nicht für die Augenreinigung geeignet, da Kamillenblüten feine Härchen besitzen, die das kleine Auge nur zusätzlich reizen würden.

Fazit zur Augenpflege von Babys

  • Nach der Geburt und in den ersten Lebensmonaten sind die Tränenwege von Babys manchmal noch nicht vollständig geöffnet: Die Tränen können nicht richtig abfließen, was zu Verkrustungen und Schmieraugen führt – es besteht die Gefahr einer Entzündung.
  • Nutzen Sie zur Augenpflege Ihres Babys ein weiches, fusselfreies Tuch – zum Beispiel ein hochwertiges Kosmetiktuch. Mit lauwarmem, abgekochtem Wasser lassen sich Verkrustungen gut entfernen.
  • Wischen Sie immer in Richtung Nase, denn dies ist der natürliche Ablaufweg.
  • Besteht schon eine Entzündung, hilft eventuell eine Tinktur aus Augentrost.
  • Nutzen Sie auf keinen Fall Ihren Fingernagel, Wattestäbchen, feuchte Pflegetücher oder Kamillentee, um Ihrem Baby die Augen zu reinigen.

Wie wird bei einem Kind eine Augenverletzung behandelt?

Die Behandlung einer Augenverletzung ist bei Kindern nicht grundlegend anders als bei Erwachsenen. Doch es gibt einige Unterschiede, die eher mit der Situation zu tun haben, dass der Patient ein Kind ist, als mit dem Auge an sich.

Säuglinge und Kleinkinder können ihre Beschwerden nicht oder nicht genau beschreiben. Erwachsene oder Ärzte erfahren nicht viel über ihre Beschwerden am Auge. Wenn kleine Kinder nicht mehr so gut sehen wie vorher, können sie das nicht auf verbale Weise mitteilen. Bei Schmerzen oder deutlichen Einschränkungen ist am Verhalten des Kindes abzusehen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Es weint oder ist unruhig und aufgewühlt.

Erwachsene oder ältere Kinder, die beim Verletzungsgeschehen dabei waren, können es gegebenenfalls beschreiben. Oft sind aber keine guten Informationen über das Ereignis zu bekommen. Dann ist der Befund aus der Untersuchung für den Augenarzt das wichtigste Mittel, herauszufinden, was passiert ist.

Prinzipiell können beim Kind die gleichen Verletzungen wie beim Erwachsenen auftreten. Bestimmte Verletzungen wie z. B. ein unachtsamer Umgang mit alltäglichen Gegenständen sind bei Kindern häufiger, während etwa Arbeitsunfälle praktisch wegfallen. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass es sich bei den Kindern häufig um nicht so schwere Verletzungen handelt. Dennoch können gefährliche Unfälle passieren, aus denen starke Schädigungen des Auges mit bleibenden Folgen entstehen.

Verletzungen am Auge können sich durch Symptome wie

  • Rötung
  • Tränen
  • Zusammenkneifen der Lider
  • häufiges Reiben am Auge
  • Klagen über Schmerzen

bemerkbar machen.
Besonders schwere Verletzungen sind meist als solche zu erkennen, etwa wenn der Augapfel nicht intakt ist, das Auge (die Hornhaut) massiv getrübt ist oder eine Wunde am Lid besteht.

Erste Hilfe bei kindlichen Augenverletzungen

Hat sich ein Kind am Auge verletzt, dann sollte sich eine Vertrauensperson umgehend darum kümmern. So weit es geht, sollte der Betroffene beruhigt werden. Das Kind sollte davon abgehalten werden, das verletzte Auge zu berühren und daran zu reiben. Am Unfallhergang (falls sich dieser ermitteln lässt) und am Anblick lässt sich im Großen und Ganzen die Schwere der Augenverletzung erkennen. Bei vermutlich schwerwiegenden Verletzungen sollte ein Notarzt gerufen werden.

Eine häufige Situation am Auge ist, dass sich ein Fremdkörper verfangen hat. Fremdkörper sind meist klein und oberflächlich (z. B. Holzsplitter, Sandkörner, kleine Insekten, Metallspritzer vom Flexen). Sie finden sich oft auf der Bindehaut unter den Lidern, gelegentlich auch auf der Hornhaut. Selten handelt es sich um einen Fremdkörper, der in das Innere des Auges vorgedrungen ist – dies kann schwere Schäden und Entzündungen provozieren.

Bei den oberflächlichen Fremdteilchen auf dem Auge kommt es zu einer Augenreizung, zu einem Gefühl, dass etwas im Auge ist. Das Kind wird die Tendenz haben, am Auge zu reiben. Gelegentlich können solche Fremdkörper einfach entfernt werden. Helfer sollten in dem Fall unbedingt darauf achten, dass das Auge nicht weiter geschädigt wird – ein vorsichtiges Handeln ist erforderlich. Zur Entfernung von Bindehaut-Fremdkörpern wird das Oberlid beziehungsweise das Unterlid umgeklappt. Der sichtbare Fremdkörper kann beispielsweise mit einem sauberen Wattestäbchen oder Taschentuch herausgewischt werden. Bei Sand, Staub oder Ähnlichem spült man das Auge mit klarem Wasser aus.

Gelingt die Entfernung von Fremdkörpern nicht oder handelt es sich um ein „Pünktchen“ auf der Hornhaut (dem durchsichtigen Bereich des Auges), dann sollte es sich ein Augenarzt anschauen. In der Zwischenzeit kann ein lockerer Verband (ohne dass er drückt) an beiden Augen angebracht werden. Dies vermindert die Bewegung der Augen. Das Kind sollte mit dem Augenverband, durch das es nicht sehen kann, nicht alleine gelassen werden, damit es keine Angst bekommt.

Eine weitere häufige Verletzung im Kindesalter ist die Hornhautabschürfung oder Erosio corneae. Es kann dazu kommen, wenn beispielsweise ein Ast oder ein Fingernagel in das Auge geraten ist. Ein vergleichbarer Kratzer kann nach einer Fremdkörperentfernung von der Hornhaut bestehen. Der oberflächliche Hornhautdefekt ist schmerzhaft, aber geht in den meisten Fällen nach 24 bis 48 Stunden wieder zurück. Ein Arzt verschreibt eine Augensalbe und sieht nach, ob gegebenenfalls weitere Schäden oder ein Fremdkörper vorhanden sind.

Ein Schlag auf den Augapfel kann zu unterschiedlichsten Schäden am und im Auge führen. Die Folgen einer solchen Augapfelprellung (Contusio bulbi) können Veränderungen der Hornhaut, der Linse oder der Netzhaut sein oder auch ein Bruch der knöchernen Augenhöhle. Solche Vorfälle sollten immer vom Arzt beurteilt werden, damit möglichen Schädigungen entgegengewirkt werden kann.

Verletzungen beim Kind, die mit Augenschäden einhergehen können, sollten eine ärztliche Untersuchung veranlassen. Die Augen müssen auch bei Kindern untersucht werden, die gewaltsam geschüttelt wurden. Nicht nur können gefährliche körperliche Schäden bis hin zum Tod vorkommen, sondern auch im Auge können Blutungen unterhalb der Netzhaut eintreten. Diese können das Sehen erheblich einschränken und, wenn sie nicht rechtzeitig beseitigt werden, zu einer Amblyopie (Schwachsichtigkeit des Auges) führen.

Verätzungen erfordern sofortiges Handeln

Verätzungen sind sehr schwerwiegende Vorfälle für das Auge. Gelangen Chemikalien (Säuren, Laugen) auf das Auge, dann ist es gefährdet, dass die Hornhaut oder auch andere Strukturen massiv und langfristig geschädigt werden. Kinder erlangen eine Verätzung beispielsweise durch aggressive Reinigungsmittel im Haushalt. Bei einer Verätzung der Augen ist eine sofortige Spülung notwendig, um das Sehorgan möglichst intakt zu halten. Die Spülung sollte mit klarem Wasser erfolgen, kann aber auch mit anderen neutralen Flüssigkeiten erfolgen, die in der Nähe sind, z. B. Limonade. Auf keinen Fall sollte Milch oder Ähnliches verwendet werden. Notfalls muss zum Spülen das Auge straff auseinandergehalten werden. Die Spülflüssigkeit darf nicht in das gesunde Auge gelangen. Verbrennungen, die ebenfalls bei Kindern am Auge vorkommen, erfordern gleichermaßen ein Ausspülen des Auges. Bei Verätzungen und Verbrennungen sollte so schnell wie möglich ein augenärztlicher Notdienst aufgesucht werden oder der Notarzt gerufen werden. Für die Mediziner ist es wichtig, dass sie wissen, welche Substanz die Verätzung ausgelöst hat – eventuelle Flaschen oder Etiketten sollten mitgebracht oder mitgegeben werden.

Untersuchung und Behandlung beim Arzt

Die Augen können bei Babys und sehr kleinen Kindern ohne Weiteres nur orientierend untersucht werden. Ein Sehtest kann bei sehr jungen Kindern mit Verwendung eines Streifenmusters erfolgen, für etwas ältere Kleinkinder stehen weitere Tests zur Verfügung wie die sogenannten E-Haken. Größere Kinder bekommen einen gewöhnlichen Sehtest mit Zahlen oder Buchstaben. Sofern das Kind stillhalten kann, werden die gleichen Untersuchungen wie bei älteren Patienten vorgenommen inklusive Betrachtung des Vorder- und Hinterabschnittes durch den Arzt und gegebenenfalls einer Augendruckmessung.

Auch wenn kleine Kinder möglichst nicht verschüchtert werden sollen, ist es manchmal unumgänglich, etwas „grob“ mit dem Patienten umzugehen, damit eine gute Untersuchung vorgenommen werden kann. Schlimmer wäre es, das Kind nicht eingehend genug zu untersuchen, dabei Schäden zu übersehen und es nicht richtig zu behandeln. Hält der Augenarzt bei einem Säugling oder kleinen Kind eine genaue Untersuchung für notwendig, die beim „nicht mitmachenden“ Patienten nicht möglich ist, dann muss diese gegebenenfalls in Narkose erfolgen. Auch Behandlungsmaßnahmen, die beim Erwachsenen relativ problemlos durchgeführt werden können, benötigen mitunter beim Kind eine Vollnarkose. Der Augenarzt wird die jeweils notwendigen Schritte durchführen, eine möglichst gute Funktion des Auges wiederherzustellen und zu erhalten.

Schwachsichtigkeit (Amblyopie) verhindern

Der Organismus von Kindern ist noch in einer Art Lernphase und kann sich innerhalb kurzer Zeit an neue Zustände gewöhnen. So kann sich eine Störung namens Amblyopie oder Schwachsichtigkeit entwickeln. Die Amblyopie kann bestehen, obwohl das Auge (wieder) problemlos funktioniert. Das Auge wurde jedoch, bereits wenn es einige Tage nicht gebraucht wurde, vom Gehirn „abgeschaltet“. Die Möglichkeit der Amblyopie muss bedacht werden, wenn beim Kind eine Verletzung besteht oder ein Augenverband angelegt wird. Das Auge darf nicht zu lange abgedeckt werden und ebenfalls nicht unbehandelt und getrübt bleiben, damit die optimale Sehfähigkeit nicht „wegtrainiert“ wird.

Kindlichen Augenverletzungen vorbeugen

Besser als jede Behandlung einer eingetretenen Verletzung ist die Vorbeugung. Gerade bei Kindern können viele Gefahrenherde aus ihrem Aktionsradius beseitigt werden.

Chemikalien des Haushalts werden so gelagert, dass sie Kinder nicht erreichen können. Das gilt unter anderem für Reinigungsmittel, Lacke, Lösungsmittel und für Kalk. Außerdem helfen kindersichere Verschlüsse.

Scharfe und spitze Objekte dürfen ebenfalls nicht in die Hände von kleinen Kindern gelangen. Der bekannte Spruch „Messer, Gabel, Schere, Licht dürfen kleine Kinder nicht“ hat durchaus seine Berechtigung. Im Einzelfall muss abgewägt werden, ob die Benutzung unter Aufsicht zu verantworten ist. Auch Pfeile (Dart, Bogenschießen) gehören nicht oder nur unter größtmöglicher Sorgfalt in die Hände von Kindern.

Für kleine Kinder ist es gefährlich, mit länglichen Objekten durch die Gegend zu laufen, weil sie darauf fallen könnten und diese ins Auge pieksen könnten. Bleistifte, Kugelschreiber oder Äste fallen unter diese Kategorie. Kleinkinder halten so etwas – wenn sie es überhaupt tragen – am besten mit dem spitzen Ende nach unten.

Mit Bindehautentzündung nicht in Schule oder Kita

Bindehautentzündungen bei Kindern können sehr ansteckend sein. Um eine Weiterverbreitung zu vermeiden, dürfen sie bis zur Heilung nicht in den Kindergarten oder in die Schule, erläutert Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

„Wenn Bakterien eine Bindehautentzündung auslösen, sind die Augen meist morgens verklebt – auch mit etwas Eiter.“ Jede Augenentzündung sollte vom Arzt untersucht werden, um zu klären, ob sie ansteckend ist und ob entzündungshemmende oder antibiotische Mittel erforderlich sind.

„Damit Kinder sich in der Nacht nicht ständig die Augen reiben, kann eine Baumwollkompresse über den Augen helfen“, rät Niehaus. Tagsüber lindere eine Sonnenbrille die Lichtempfindlichkeit, kalte Kompressen und Tränenersatzmittel verringern den Juckreiz und das Brennen.

Augentropfen sollten Kinder beziehungsweise Eltern mit genügend Abstand einträufeln, um nicht in Kontakt mit den Erregern im Auge zu kommen. Ebenso wichtig ist eine sorgfältige Händehygiene.

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick über die häufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklärt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergänzend unser Impfkalender.

Welche Ursachen können einer Bindehautentzündung zu Grunde liegen?

Die Ursachen sind vielfältig und können durch eine Grippe oder aber durch eine Allergie hervorgerufen werden.

Woran erkenne ich eine Bindehautenzündung bei meinem Kind?

Rote, geschwollene Augen zählen zu den Symptomen einer Bindehautentzündung. Klagt Ihr Kind zusätzlich über starken Juckreiz im oder um das Auge, können Sie sich sicher sein.

Wie kann man eine Bindehautentzündung behandeln?

Suchen Sie in jedem Falle einen Arzt auf. Dieser verschreibt meist Augentropfen zur Behandlung der Bindehautentzündung.

Zu den häufigsten Augenentzündungen gehört die Bindehautentzündung, auch Konjunktivitis genannt. Auch kleine Kinder und Babys können eine Bindehautentzündung bekommen.

1. Ursachen der Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung kann viele Ursachen haben.

Eine Bindehautentzündung kann viele verschiedene Ursachen haben. Meist handelt es sich um eine durch Viren verursachte Krankheit, welche häufig im Zusammenhang mit grippalen Infekten auftritt. Eine allergische Bindehautentzündung kann durch Pollen oder andere Allergene verursacht werden. Eine Entzündung durch Bakterien oder Pilze ist relativ selten geworden.

Eine durch Viren verursachte Bindehautentzündung ist sehr ansteckend. Meist werden die Erreger durch Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Im Rahmen eines grippalen Infektes kann sie entstehen, indem Viren auf die Bindehaut des Auges gelangen, insbesondere wenn die Schleimhäute des Nasenrachenraumes gereizt sind.

2. Symptome der Bindehautentzündung

Bei Beschwerden sollte der Kinderarzt aufgesucht werden.

Meist sind die Augen gerötet und geschwollen. Da die Bindehaut gereizt ist, sondert sie ein wässriges gelbliches Sekret ab, welches die Augen gerade am Morgen verklebt. Das Auge juckt und brennt. Oft haben Betroffene auch das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Durch das Reiben der Augen kann der Erreger auch auf das andere Auge übertragen werden. Leichte Sehstörungen können durch kleine Schleimfäden auf dem Auge entstehen. Auch durch ein Übergreifen der Entzündung auf die Hornhaut kann das Sehen beeinträchtigt sein, wenn sich dort kleine Hornhauttrübungen entwickeln.

Weitere Symptome können ein schlechtes Allgemeinbefinden oder Schwellungen der Lymphknoten sein.

3. Verlauf und Therapie

Der Kinderarzt verschreibt Ihrem Kind die passenden Medikamente.

Oftmals heilen Bindehautentzündungen nach ein bis zwei Wochen von selbst ab. Weitet sich die Entzündung allerdings auf die Hornhaut aus, kann dies zu Narben bis hin zu einer Verschlechterung des Sehvermögens führen. Auch Hornhauttrübungen verschwinden manchmal erst nach Wochen oder Monaten.

Da sich auch andere Krankheiten hinter den Symptomen verbergen können, sollten Sie bei Verdacht einen Arzt aufsuchen. Von einer Therapie in Eigenregie ist auf jeden Fall abzuraten.

Wurde die Bindehautentzündung durch Viren verursacht, können nur die Symptome, beispielsweise durch abschwellende Augentropfen, behandelt werden. Bei einer Infektion mit Bakterien oder Pilzen werden Antibiotika empfohlen.

Um Ansteckungen zu vermeiden sollten Betroffene auf strenge Hygiene achten, wie zum Beispiel häufiges Händewaschen, sie sollten Händeschütteln vermeiden und eigene Handtücher benutzen.

Die durch Adenoviren verursachte Konjunktivitis ist außerdem meldepflichtig.

Dieser Text dient ausschließlich der Information und ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Beratung durch einen approbierten Arzt. Die hier eingestellten Informationen können und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose oder Selbstmedikation verwendet werden. Zusätzlich verweisen wir auf Paragraph 4, Absatz 2 unserer Nutzungsbedingungen.

(46 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading…

Bindehautentzündung

Die Behandlung der Bindehautentzündung orientiert sich an der Krankheitsursache.

Viren

Gegen die häufigsten Verursacher viraler Bindehautentzündungen – Adenoviren – gibt es keine wirksamen Medikamente. Da die Infektion in aller Regel ohne Komplikationen verläuft und praktisch immer von selbst zum Erliegen kommt, ist eine Behandlung auch nicht erforderlich.

Selten werden Bindehautentzündungen durch Infektionen mit Herpes-simplex-Viren, dem Erreger des Lippenherpes, oder mit Herpes-zoster-Viren, dem Erreger der Gürtelrose und der Windpocken, verursacht. Dann sind meist neben der Bindehaut noch andere Teile des Auges betroffen und eine sofortige Behandlung mit antiviralen Medikamenten ist wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.

Bakterien und Pilze

Bakterielle Bindehautentzündungen klingen zwar in der Regel auch ohne Behandlung innert maximal drei Wochen ab, mit Breitbandantibiotika, die in der Regel lokal in Form von Augentropfen verabreicht werden, kann man meist in ein bis zwei Tagen Symptomfreiheit erreichen. Selten sind Pilzinfektionen die Ursache von Bindehautentzündungen. Dann werden statt Antibiotika spezielle pilzabtötende (antimykotische) Augentropfen eingesetzt.

Bakterielle Bindehautentzündungen werden selten auch durch Chlamydien oder Gonokokken – Erreger der Gonorrhoe (Tripper) – hervorgerufen. Beide Bakterienarten können unter anderem auch die Geschlechtsorgane befallen, dort eitrige Entzündungen auslösen und im weiteren Verlauf zu Organschäden führen. Durch Chlamydien oder Gonokokken ausgelöste Bindehautentzündungen erfordern eine mehrwöchige Behandlung mit Antibiotikatabletten oder -kapseln und in der Regel auch die Mitbehandlung des Intimpartners.

Allergien

Die Behandlung einer allergischen Bindehautentzündung – etwa im Rahmen eines Heuschnupfens – folgt demselben Prinzip wie die Therapie der allergischen Grunderkrankung. Dazu gehören die konsequente Vermeidung des Allergieauslösers (Allergen), die gängigen antiallergischen Mittel, etwa in Form von Augentropfen, und gegebenenfalls eine Desensibilisierungsbehandlung.

Allgemeine Massnahmen

  • Kühle Auflagen sollen Brennen und Juckreiz lindern und zum Abschwellen der Lider beitragen. Da sie praktisch ohne Nebenwirkungsrisiko sind, können Sie sie bedenkenlos ausprobieren.
  • Augenspülungen mit physiologischer Kochsalzlösung können Erreger und Allergene abtransportieren und somit Linderung verschaffen. Sie bergen jedoch besonders bei unsachgemässer Anwendung das Risiko der Einschleppung von Keimen und der Übertragung der Infektion vom kranken auf das gesunde Auge.
  • Künstliche Tränen sind als Augentropfen oder -gele verfügbar. Wenn Sie deren Anwendung als angenehm empfinden, dann spricht nichts dagegen. Wählen Sie dabei aber ein Präparat ohne Konservierungsmittel, um allergische Reaktionen zu vermeiden. Das Risiko einer Einschleppung von Keimen ins Auge ist bei separat abgepackten Einzeldosen am geringsten.
  • Desinfizierende Augentropfen sind zwar für die Behandlung bakterieller Bindehautentzündungen zugelassen, ihre Wirksamkeit wurde aber in diesem Anwendungsgebiet nicht zweifelsfrei belegt. Zudem können sie Allergien auslösen. Antibiotika-Augentropfen sind daher in der Regel vorzuziehen.
  • Gefässverengende Wirkstoffe (Sympathomimetika) dienen ausschliesslich der Symptomlinderung und sind nur bei kurzfristigem Einsatz unbedenklich.
  • Es gibt Hinweise darauf, dass Präparate der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), wie Augentrost, das Auflegen von Schwarzteebeuteln oder Pflanzenextrakten aus der traditionell persisch-arabischen Medizin, die Symptome der Bindehautentzündung lindern. Besonders die Kamille und seltener auch andere Heilpflanzen können jedoch am Auge Allergien auslösen.
  • Glukokortikoid-Augentropfen wirken stark entzündungshemmend und lindern damit die Symptome der Bindehautentzündung. Bei besonders schweren und langwierigen Verläufen ist deren Einsatz unumgänglich, um eine Schädigung des Auges zu vermeiden. Allerdings hemmen diese Medikamente die körpereigene Abwehr gegen die Krankheitserreger und können somit deren Ausbreitung begünstigen. Auf keinen Fall sollten sie bei Herpesinfektionen eingesetzt werden.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.