Besenreiser in der schwangerschaft

Venenbelastung in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter schweren, müden oder geschwollenen Beinen. Ursache ist der veränderte Hormonhaushalt, der dazu führt, dass die Gefäße dehnbarer werden. Hinzu kommt eine Zunahme der Blutmenge – um etwa 20 Prozent schon zu Beginn der Schwangerschaft.

Was viele Schwangere nicht wissen, ist, dass die Venen in der Schwangerschaft mehr leisten als vorher. Die Gewichtszunahme, die Umstellung der Hormone, die Zunahme der Blutmenge im Körper und der Druck des Babys auf den Beckenbereich sind Gründe dafür.

Symptome und Entstehung einer Venenbelastung

Auch die Gewichtszunahme erhöht den Druck auf die Beinvenen. Vor allem durch die Beinvenen fließt das Blut dann langsamer zurück zum Herzen. Die Venenerweiterung führt außerdem dazu, dass die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Das Blut kann zurückfließen. Es bildet sich ein Rückstau in den Venen, der sich durch Kribbeln, Jucken und Schmerzen in den Beinen bemerkbar macht. Zudem kann Flüssigkeit durch den Blutrückstau in das umliegende Gewebe austreten, wodurch die Beine anschwellen und vor allem der Bereich um die Knöchel dick wird. In der Folge können sich Krampfadern bilden, die dem Frauenarzt gezeigt und beobachtet werden sollten.

Bei etwa der Hälfte aller Frauen bilden sich in der ersten Schwangerschaft Krampfadern. In der zweiten Schwangerschaft sind davon noch mehr Frauen betroffen.

Und auch das Risiko eines Venenverschlusses steigt: Im Vergleich zu Nicht-Schwangeren haben Schwangere ein drei- bis fünfmal höheres Thromboserisiko. Bis zu sechs Wochen nach der Geburt des Babys steigt dieses Risiko sogar noch weiter an – insbesondere nach einem Kaiserschnitt oder bei großen Blutverlusten.

Bewegung und Sport: so reduzieren Sie die Venenbelastung in der Schwangerschaft

Mit Bewegung und Sport, wie Schwangerschaftsgymnastik, Spazierengehen, Schwimmen und Radfahren, unterstützen Sie das Venensystem bei der Arbeit. Denn das Blut wird vor allem durch die Bewegung Aktion der Beinmuskeln, die sogenannte Muskelpumpe, zurück zum Herzen befördert. Auch kaltes Wasser zieht die Gefäße zusammen und fördert den besseren Bluttransport. Ideal ist dazu Wassertreten in einem Kneipp-Becken oder kaltes Abduschen der Beine.

Tipps für den Alltag

  • Vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen
  • Legen Sie schmerzende, geschwollene Beine so oft wie möglich hoch
  • Trinken Sie ausreichend
  • Tragen Sie keine Schuhe mit hohen Absätzen
  • Stärken Sie Ihre Venen mit Venengymnastik
  • Tragen Sie Kompressionsstrümpfe, sie unterstützen das Venensystem

Auch bei Frauen, bei denen sich bislang keinerlei Zeichen auf eine Venenschwäche zeigte, kann diese Mehrbelastung Folgen haben. Die Beine schwellen an, und es bilden sich so genannte Schwangerschafts-Krampfadern, die oft, aber nicht immer, nach der Geburt des Kindes wieder verschwinden. Gerade bei Frauen, die zusätzliche Risikofaktoren tragen – z. B. eine ererbte Bindegewebsschwäche oder Übergewicht – steht eine Schwangerschaft nicht selten am Beginn einer ständigen Venenerkrankung.

Mit Kompression vorbeugen

Gesunde Beine in der Schwangerschaft mit medizinischen Kompressionsstrümpfen

Eine Art Allround-Talent, um Ihre Beine gesund und schön zu erhalten, sind Kompressionsstrümpfe. Ihren guten Stil können Sie dabei natürlich beibehalten: Optisch unterscheiden sich Kompressionsstrümpfe nämlich nicht von normalen Strümpfen und Strumpfhosen. Sie sind in vielen Farben und Varianten erhältlich.

Es genügt hierbei die Kompressionsklasse 1. Bei bereits bestehenden Venenproblemen oder starken Wassereinlagerungen kann auch die Kompressionsklasse 2 zum Einsatz kommen. Die Strümpfe sollten vom dritten Schwangerschaftsmonat bis zwei Monate nach Entbindung oder bis zum Ende der Stillzeit getragen werden.

Ob als Strumpfhose mit extra-bequemem Leibteil für den Babybauch, als Stay-Ups (Oberschenkelstrümpfe) oder Kniestrümpfe: Ihr Arzt und Ihr Sanitätshaus beraten Sie gerne dabei, den richtigen Strumpf für Ihre Bedürfnisse zu finden.
In Krankenhaus oder Geburtsklinik werden darüber hinaus vorbeugende Maßnahmen gegen eine Thrombose ergriffen, falls nötig. Diese bestehen aus speziellen Kompressionsstrümpfen – den Thromboseprophylaxestrümpfen-, Gymnastik und eventuell auch einer Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten.

Bei Hausgeburten oder ambulanten Entbindungen sollten Sie frühzeitig mit Ihrem Arzt über eventuelle Vorsichtsmaßnahmen sprechen.

Später treten die Beschwerden in den Beinen bei den meist jüngeren Frauen nicht mehr auf. Wer jedoch weiterhin unter bleischweren oder geschwollenen Beinen leidet, sollte von einem Arzt untersuchen lassen, ob nicht ein ernsthaftes Venenleiden hinter den Beschwerden steckt.

Schwangerschaft und Thrombose

Schwangere besitzen in der Regel ein erhöhtes Risiko einer Thrombose. Bis zu sechs Wochen nach der Geburt des Babys steigt dieses Risiko sogar noch an. Bei einer Thrombose verstopft ein Blutgerinnsel die Venen. Dadurch staut sich das Blut und es kann zu ernsteren Folgen kommen.

Mit Gymnastik, ausreichend Bewegung und durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen können Sie dem aber entgegenwirken. Wer besonders anfällig ist, kann außerdem auf gerinnungshemmende Medikamente zurückgreifen. Fragen Sie auch hier am besten Ihren Arzt. Er wird Sie entsprechend beraten.

Geschwollene Beine

Fast jede Schwangere stellt fest, dass zumindest gelegentlich Knöchel, Füße oder die gesamten Beine anschwellen.Geschwollene Beine können ein Anzeichen für beginnende Venenleiden sein. Fragen Sie am besten immer Ihren Arzt. Er kann bei Notwendigkeit medizinische Kompressionsstrümpfe verordnen.

Krampfadern und Besenreiser

Bei vielen Schwangeren können sich Krampfadern entwickeln. Verschwinden diese nach der Geburt des Kindes wieder, spricht man von Schwangerschafts-Krampfadern. Das ist aber nicht immer der Fall.

Wer zusätzlich ein schwaches Bindegewebe hat oder übergewichtig ist, könnte im Rahmen der Schwangerschaft eine Venenerkrankung entwickeln. Auch hier helfen Kompressionsstrümpfe, um das Risiko einer solchen Erkrankung zu minimieren.

Dehnungsstreifen

Bei vielen Schwangeren hinterlässt die rasche Gewichtszunahme Spuren. Wenn das Bindegewebe schwach ist, entstehen Dehnungsstreifen, sogenannte Schwangerschaftsstreifen. Außer an Bauch und Taille tauchen diese auch gerne an den Beinen auf. Trockenbürstenmassagen und Zupfmassagen mit speziellen Ölen können vorbeugen. Auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen kann dabei helfen, Schwangerschaftsstreifen entgegenzuwirken.

Hellp-Syndrom oder Präeklampsie

Dicke Beine während der Schwangerschaft könnten auch Anzeichen für das Hellp-Syndrom oder Präeklampsie sein. Bitte halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Kompressionsstrümpfe von medi

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Kompressionsstrümpfen von medi.

Der Arzt stellt die Diagnose und entscheidet über die Therapie. Bei Notwendigkeit kann er medizinische Hilfsmittel (z. B. von medi) verordnen. Im medizinischen Fachhandel wird der Patient von geschultem Personal vermessen und erhält sein medizinisches Hilfsmittel für seine individuellen Bedürfnisse.

Hier geht’s zur unabhängigen Arztsuche der Stiftung Gesundheit.

Erfahren Sie alles zu Diagnose und Therapie von Venenerkrankungen.

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Varikosis (Krampfadern) und Besenreiser vorbeugen So gehts am Besten!

Wer gerne schöne Beine vorzeigt, sollte jetzt Besenreiser vorbeugen, damit die Beine auch in Zukunft glatt und bewundernswert bleiben.

Inhaltsverzeichnis

Beine sind Schwerstarbeiter deswegen sollte man Besenreiser Vorbeugen ernst nehmen!

Die Venen der Beine beinhalten einen großen Teil des Blutes, das in unserem Körper zirkuliert. Zudem liegen die Beine am Weitesten vom Herzen entfernt und sind durch unsere Position auch am meisten der Schwerkraft ausgesetzt. So müssen sie ganze Arbeit leisten, um verbrauchtes, sauerstoffarmes Blut zum Herzen zurück zu befördern, denn dabei gilt es, der Schwerkraft entgegen zu wirken.

Dabei werden die Muskeln im unteren Teil der Beine gefordert und auch die winzigen Venenklappen, die sich öffnen, damit das Blut zum Herzen zurück fließen kann und sich dann wieder schließen, um einen Rückfluss zu vermeiden. So macht es Sinn, öfter einmal Maßnahmen zu ergreifen, die dem Besenreiser vorbeugen und dem Varikosis vorbeugen dienen, denn oft sind Schwere Beine auch ein Indiz, für die Krankheit Thrombophlebitis.

Erschwerende Umstände machen Varikosis und Besenreiser vorbeugen notwendig!

Es gibt einige Faktoren, die den Blutabfluss in den Beinvenen erschweren. In diesen Fällen gilt es besonders, Wege zu finden, die Krampfadern vorbeugen und Besenreiser vorbeugen.

So lässt zum Beispiel das weibliche Geschlechtshormon Östrogen die Wände der Venen schlaff werdenund auch zunehmendes Alter kann zu diesem Erschlaffungsprozess beitragen. Übergewicht, mangelnde Bewegung , Rauchen und auch das Tragen von hochhackigen Schuhen tragen dazu bei, dass sich Varikosis verstärkt entwickeln können.

Wenn man mit dem Besenreiser vorbeugen und Varikosis vorbeugen nicht rechtzeitig beginnt, bilden sich in der erschlafften Venen Ausbuchtungen und die Venenklappen können nicht mehr richtig funktionieren. Das Blut, das eigentlich zum Herzen fließen sollte, geht in die Beine zurück und dehnt die Venen aus. Die Venen sind nun an der Hautoberfläche zu sehen. Methoden, die man zum Besenreiser vorbeugen und Krampfadern vorbeugen anwenden kann, können diese Situation vermeiden.

Deshalb sollte man auch schon auf die ersten Anzeichen achten, die schon lange vor den eigentlichen Besenreisern und Varikose auftreten. Dazu gehören:

  • Schweregefühl in den Beinen
  • Brennen und Pochen in den Beinen
  • Geschwollene Unterschenkel
  • Muskelkrämpfe

Wer eines oder mehrere dieser Anzeichen verspürt, weiß, dass er an der Zeit ist, mit dem Besenreiser vorbeugen und Varikose vorbeugen zu beginnen.

Krampfadern vorbeugen und Besenreiser vorbeugen aus medizinischen Gründen

Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Nimmt man das Varikose vorbeugen und Besenreiser vorbeugen nicht ernst, können ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen die Folge sein. Blutgerinsel in den Venen können Venenentzündungen und Thrombosen hervorrufen, die unter Umständen sogar zu einer Lungenembolie führen können.

Auch offene Beine sind oft die Folge von nicht behandelten Krampfadern. Wer sich also frühzeitig zum Besenreiser vorbeugen und Krampfadern vorbeugen entscheidet, kann sich unter Umständen erhebliche Probleme ersparen. Wenn es einmal zu Krampfadern kommt, bilden sich diese nämlich nicht wieder zurück, sondern verschlimmern sich mit der Zeit. Deshalb sollte Besenreiser vorbeugen und Krampfadern vorbeugen auch einer normalen Routine gehören, die man schon in jungen Jahren beginnt, denn Varikose treten oft schon ab dem 30. Lebensjahr auf.

So kann man Krampfadern und Besenreiser vorbeugen!

So wurde ich Krampfadern in einer Woche los! Mehr erfahren

Die Methoden zum Besenreiser vorbeugen und Krampfadern vorbeugen können oft recht einfach sein und lassen sich problemlos zu einer tägliche Routine gestalten. Besenreiser vorbeugen und Varikose vorbeugen lohnt sich, denn das dienen sowohl dazu, die Beine schön zu erhalzen, als auch zum Schutz der Gesundheit.

Zum Besenreiser vorbeugen tut das Hochlegen der Beine gut. So sollte man auch tagsüber immer wieder die Möglichkeit suchen, die Beine hoch zu lagern, sei es auch nur für ein paar Minuten. Kann man beim Schlafen die Beine so lagern, dass sie ein wenig höher als der Kopf ruhen, leistet man damit einen ausgezeichneten Beitrag zum Krampfadern vorbeugen und Besenreiter vorbeugen. Diese Position fördert den Rücklauf des Blutes zum Herzen.

Für viele Frauen gehören hochhackige Pumps zur Lebensweise. Sie sind jedoch einer der größten Feinde gesunder Beine. Wer Besenreiser vorbeugen will, sollte entweder ganz auf solche Schuhe verzichten, oder zumindest im Verlauf des Tages stundenweise flache Schuhe tragen, so dass die Beine ausruhen können.

Auch in der Dusche kann man den Beinen Gutes tun und Krampfadern vorbeugen. Dazu sollte man die Dusche auf kalt stellen und die Beine von unten nach oben abbrausen. Dies trägt zur Förderung der Durchblutung bei und ist eine ausgezeichnete Methode zum Besenreiser vorbeugen, die man morgens und abends anwenden kann.

Eine vorwiegend sitzende Tätigkeit führt oft zu Durchblutungsstörungen. Wer Besenreiser vorbeugen möchte, sollte für ein wenig Bewegung sorgen, die den Körper für die vielen Stunden des Sitzens entschädigt. Selbst kurze Spaziergänge können schon zum Krampfadern vorbeugen dienen. Ein wenig laufen in der Mittagspause, oder auch nach Feierabend können beim Besenreiser vorbeugen Wunder wirken.

Auch das häufige Trinken von Wasser ist eine exzellente Weise zum Besenreiser vorbeugen. Man gewöhnt sich schnell daran, am Tag etwa jede Stunde ein Glas Wasser zu trinken. Das Blut dickt sich auf diese Weise nicht ein und kann leichter zum Herzen zurückfließen.

Auch bei der Diät kann man Maßnahmen ergreifen, die dem Besenreiser vorbeugen dienen. Die Omega 3 Fettsäuren, die besonders in Fisch enthalten sind, halten Venen elastisch und sind daher eine perfekte Kost zum Krampfadern vorbeugen.

Wer also regelmäßig etwa Makrele oder Hering in die Diät einbringt, kann damit Krampfadern vorbeugen. Einige Gewürze sorgen für eine bessere Durchblutung und dienen deshalb zum Besenreiter vorbeugen und Krampfadern vorbeugen. Dazu gehören sowohl Ingwer, als auch Pfeffer und ganz besonders auch Chili. So lohnt es sich also zum Krampfadern vorbeugen etwas Schärfe in die Küche zu bringen.

Es gibt Situationen, in denen die Maßnahmen zum Varikosis vorbeugen besonders wichtig sind. Dazu gehört zum Beispiel die Schwangerschaft, oder auch eine längere Flugreise. Wer in solchen Situationen Besenreiser vorbeugen möchte, kann Stützstrümpfe tragen, die den Venen Festigkeit bieten.

Im Handel gibt es auch eine Anzahl von Cremes und Gels, die zum Besenreiser vorbeugen dienen. Diesen sind oft einige Wirkstoffe gemein, die schon seit vielen Jahren zum Krampfadern vorbeugen benutzt werden. Das rote Weinlaub ist reich an Flavonoiden, die eine positive Wirkung auf die Venen haben und deshalb zum Besenreiser vorbeugen geeignet sind.

Deshalb wird es in verschiedenen Wirkstoffkombinationen immer wieder zum Varikosis vorbeugen eingesetzt. Auch Produkte aus Rosskastanien Extrakt genießen einen ausgezeichneten Ruf beim Krampfadern vorbeugen. Sie werden als kapseln und auch als Creme angeboten. Sollte man jedoch mal an Besenreiser leiden, kann man sich diese auch veröden lassen.

So gibt es viele kleine Tipps und Tricks, deren man sich bedienen kann, wenn man heute Besenreiser vorbeigen will.

So wurde ich Krampfadern in einer Woche los! Mehr erfahren Krampfadern und Besenreiser vorbeugen So gehts am Besten! 5 (100%) 2 votes

Schwangerschafts­beschwerden: Besenreiser / Krampfadern

Letzte Änderung: 26.04.2019
Nächste Aktualisierung von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Durch die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft werden die Blutgefäße weiter und weicher. Außerdem nimmt das Blutvolumen im Verlauf der Schwangerschaft zu. Gerade bei langem Sitzen oder Stehen kann es daher zu einem Blutstau in den Venen kommen, die in der Folge anschwellen – Besenreiser und sogar Krampfadern entstehen. Diese treten vorwiegend an den Beinen auf, können sich aber auch an den Schamlippen oder am After (ähnlich den Hämorrhoiden) bilden.

Video: Krampfadern

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In der Regel verschwinden diese Beschwerden nach der Geburt wieder, in seltenen Fällen bleiben sie aber bestehen und müssen ärztlich versorgt werden.

Vorbeugen / Abhilfe

Besenreisern und Krampfadern können Sie vorbeugen, indem Sie langes Stehen und Sitzen vermeiden. Wenn Sie beispielsweise am Arbeitsplatz länger sitzen müssen, legen Sie möglichst die Beine hoch. Wechselduschen und spezielle Cremes fördern die Durchblutung und kühlen – sprechen Sie aber mit Ihrem Arzt, bevor Sie solche Cremes verwenden. Dieser kann Ihnen außerdem schon in einem frühen Stadium der Schwangerschaft Kompressionsstrümpfe verschreiben, die Sie möglichst den ganzen Tag über tragen sollten. Diese Stützstrümpfe sind auch für längere Reisen in der Schwangerschaft unerlässlich.

Achten Sie außerdem darauf, ausreichend zu trinken (mindestens zwei Liter täglich) und bewegen Sie sich möglichst viel. Spaziergänge, Schwimmen oder Schwangerschaftsgymnastik können Besenreisern und Krampfadern vorbeugen oder die Beschwerden lindern.

Video: Schwere Beine – was kann dahinterstecken?

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Verödung von Besenreisern

Wir möchten Sie zum einen über Ablauf, Möglichkeiten und Risiken z.B. der Behandlung von Besenreiser informieren und Ihnen zum anderen eine Hilfestellung bieten, um Sie bei Ihrer Entscheidung zu unterstützen.

Indikationen

Durch eine Bindegewebs- und Venenschwäche aber auch durch ein nicht funktionierendes Venensystem mit Venenstammerkrankungen kann es zur Ausbildung von Besenreisern oder erweiterten Venen an den Beinen kommen. Durch eine Sklerosierungs-Behandlung können diese Veränderungen auf einfache Art und Weise entfernt werden. Größere erweiterte Venen und Krampfadern müssen operativ beseitigt werden.

Behandlungsmöglichkeiten und -Ziele

Das Ziel der Behandlung ist die Entfernung der störenden, erweiterten Venen. Mit einer kleinen Injektionskanüle wird Aethoxysklerol in die Vene eingespritzt, dadurch wird die Innenwand des Blutgefäßes zerstört. Es lagern sich an der Gefäßwand Blutkoagel ab und der Blutfluss durch die Vene wird verhindert. So wird das Blutgefäß meist innerhalb von 4 – 6 Wochen in Bindegewebe umgewandelt und es verschwindet dadurch.

Nach dem Einspritzen wird die Injektionsstelle mit einem Kugeltupfer überklebt, um Druck auf diese zu erzeugen. Direkt im Anschluss an die Einspritzungsbehandlung müssen die Beine durch Kompressionsstrümpfe komprimiert werden, um den Blutdurchfluss durch die behandelten Venen zu unterbinden oder zu reduzieren. In Ausnahmefällen ist auch die Kompression durch elastische Bandagen möglich.

Der Eingriff wird in der Regel ohne Anästhesie durchgeführt. Sklerosierungen sollten eher in der kälteren Jahreszeit durchgeführt werden, da Wärme die Venen erweitert und damit der Behandlungserfolg reduziert wird. Durch die Behandlung kann das neuerliche Auftreten von Besenreisern oder erweiterten Venen nicht verhindert werden.

Mögliche Komplikationen

In sehr seltenen Fällen gibt es allergische Reaktionen auf das Einspritzmittel Aethoxysklerol. Bei Patienten mit Neigung zu Hautpigmentierungen kann es an den Einstichstellen zu einer bräunlichen Verfärbung der Haut kommen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine Sonnenkarenz von 4 – 6 Wochen.

Erfolgsaussichten

Durch die Sklerosierung können in der Regel erweiterte Venen und Besenreiser entfernt oder stark reduziert werden. Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand von 4 – 6 Wochen notwendig. Die Grunderkrankung einer Bindegewebsschwäche oder eines nicht funktionierenden Venensystems kann durch die Unterspritzung nicht beseitigt werden.

Neuerliche Venenerweiterungen können im Laufe der Zeit auftreten. Bei sehr stark ausgeprägten Veränderungen oder bei Weiderauftreten innerhalb von sehr kurzer Zeit ist es anzuraten die Funktion des Venensystems vor der Behandlung durch eine Phlebographie zu überprüfen. Das Ergebnis kann nach ca. 6 Wochen beurteilt werden. Meistens sind Patienten mit dem Ergebnis sehr zufrieden, eine Garantie für ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis kann jedoch auch bei erfolgreicher Behandlung nicht gegeben werden.

Was vor der Behandlung zu beachten ist

Da nach der Behandlung Kompressionsstrümpfe der Klasse II zu tragen sind, müssen diese zur Sklerosierungs-Behandlung mitgebracht werden. Diese können von uns angepasst und für Sie besorgt werden.

Was nach der Behandlung zu beachten ist

Die aufgeklebten Kugeltupfer können Sie nach 2 Tagen selbst entfernen, die Stützstrümpfe bzw. Strumpfhose müssen für 1 Woche getragen werden. Um die Einstichstelle können kleine Blutergüsse auftreten, diese sind durch Salben behandelbar und verschwinden schnell wieder.

Duschen ist nach der Entfernung der Kugeltupfer erlaubt. Heiße Bäder und das Aufsuchen der Sauna ist für 4 Wochen, sportliche Betätigung mit stärkerem Schwitzen für 3 – 4 Wochen zu vermeiden, da es zu einer Venenerweiterung führt und dies den Therapieerfolg beeinträchtigen könnte. Sonnenbestrahlung und Solarium sowie Bräunungscreme sind für 4 – 6 Wochen nach der Behandlung nicht sinnvoll, da es sonst zu Pigmentierungsstörungen im behandelten Bereich kommt.

Bitte bringen Sie die letzte Seite ausgefüllt zu Ihrem 1. Verödungstermin mit!

Informationsblatt Sklerotherapie

​Wie läuft die Sklerosierung ab?

Sklerosierung heißt eigentlich „Verklebung“ der Krampfadern. Das Sklerosierungsmittel, das wir in die Krampfader einspritzen, führt zu Unterbrechung des Blutflusses im Gefäß. Der Kompressionsstrumpf wird angelegt, damit kleine Blutansammlungen auch sehr klein bleiben. Eventuell verbleibendes Restblut wird von uns entfernt, danach wird die Vene langsam vom Körper abgebaut. Das dauert zwischen ein bis drei Monate und ist sehr abhängig vom Durchmesser der Krampfader: Je größer die Krampfader, desto länger dauert die Abheilung!

Wundern Sie sich also nicht, wenn nach der Sklerosierung größerer Krampfadern längerfristig härtere Stränge bleiben. Diese werden mit der Zeit verschwinden. Es empfiehlt sich, nach der Sklerosierung noch längere Zeit einen Kompressionsstrumpf zu tragen.

Wenn bei Ihnen zurzeit die Krampfadern sklerosiert werden, bitten wir Sie, folgende Dinge zu beachten:

Die angelegten Kompressionsstrümpfe müssen Tag und Nacht angelegt bleiben. Wenn Sie diese zu früh entfernen, kann eine Venenentzündung entstehen! Nach der Sklerosierungsbehandlung dürfen Sie nicht sofort Autofahren. Gehen Sie bitte für eine kurze Zeit stramm spazieren. Außerdem treiben Sie bitte Sport, zum Beispiel Gymnastik und Radfahren.

Während der Sklerosierungsbehandlung sind Schwimmen, Sauna und Sonnenbad nicht möglich!

Wenn Sie am Tag der Behandlung duschen wollen, müssen Sie das behandelte Bein in einen Badestrumpf oder Ähnliches stecken.

Wenn Sie nach der Sklerosierung an den Stellen, wo die Krampfadern sklerosiert worden sind, dunkle Bezirke entdecken, ist das normal. Diese verschwinden nach einer Zeit wieder, in seltenen Fällen muss man mit einer speziellen Aufhellungscreme oder mit Pigmentlaser nachbehandeln.

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Sie haben sich dazu entschlossen, Besenreiser oder Krampfadern medizinisch veröden zu lassen. Die Behandlung von Besenreisern ist schwierig und verlangt viel Geduld – vom Patienten wie vom Arzt. Bitte beachten Sie, dass es nicht möglich ist, alle sichtbaren Besenreiser vollständig zu entfernen. Besserung des Befundes ist möglich, aber keine vollständige Beseitigung aller sichtbaren Adern. Bei dunkelblauen (dickeren) Besenreisern ist der Erfolg besser, als bei hellen (feinen) Adern. Das Wiederkehren oder Fortschreiten der Besenreiser-Bildung ist sehr häufig; Krampfadern, die mit Mikroschaum verödet werden verschwinden nahezu gänzlich. Leider gibt es kein therapeutisches Verfahren, dass die Neubildung von Krampfadern mit Sicherheit verhindert.

Was ist die Verödung (Sklerotherapie)

Mit sehr dünnen Nadeln wird ein Medikament in die Besenreiser oder Krampfadern eingespritzt, welches eine ganz leichte Entzündung der Gefäßwand verursacht. Dadurch verkleben die Venen und werden dann vom Körper abgebaut. Dieser Prozess ist erst nach mehreren Monaten vollständig abgeschlossen.

Bei Krampfadern im Speziellen, wird das Verödungsmittel vorher aufgeschäumt, damit es in grossen Venen besser an Ort und Stelle bleibt.

Wenn die Veranlagung zur Besenreiser-Bildung vorhanden ist, treten häufig an anderer Stelle erneut Besenreiser auf. Dies kann ungünstigerweise schon nach wenigen Wochen geschehen, meist jedoch vergehen bis dorthin mehrere Monate. Neu aufgetretene Besenreiser können jederzeit wieder verödet werden.

Vor der Behandlung:

​Besorgen Sie sich für die Behandlung einen medizinischen Kompressionsstrumpf (Rezept in der Praxis oder beim Hausarzt). Das Informationsmaterial sollten Sie gelesen und verstanden haben.

Ablauf der Behandlung:

​Bei jeder Sitzung werden so viele Venen angestochen wie medizinisch vertretbar ist. Es sind meist mehrere Sitzungen erforderlich, je nach Ausdehnung der Besenreiser bzw. der Krampfadern. Wenn das Verödungsmittel eingespritzt ist, reagiert der Organismus. Von dieser (individuell ganz unterschiedlichen) Reaktion hängt das Ergebnis der Behandlung ab. Es gibt Menschen, die sehr gut auf die Behandlung ansprechen, dann verschwinden fast alle sichtbaren Besenreiser schon nach der ersten Injektion. Andere Besenreiser sind sehr widerstandsfähig und müssen mehrmals verödet werden, oder lassen sich gar nicht beseitigen. Es ist daher nicht möglich, den Erfolg der Behandlung vorauszusagen.

Die Erfolge sind zumeist zufriedenstellend. Durch einen Verödungszyklus (meist 1-2 Sitzungen) lassen sich bis zu 80% der Besenreiser beseitigen. Das Ergebnis kann erst nach 3 bis 6 Monaten endgültig beurteilt werden. Erneute Behandlungen sind in einigen Fällen erforderlich.

Krampfadern verschwinden meist nach einer Injektion. Jedoch darf pro Sitzung nur ein begrenztes

Volumen von Mikroschaum verwendet werden, da dies ansonsten (wie jedes Medikament) den Kreislauf zu sehr belastet. Deshalb reicht oft eine Sitzung nicht aus.

Nach der Behandlung:

Noch vor dem Aufstehen sollte der Kompressionsstrumpf im Liegen angelegt werden. Danach gehen Sie 20 Minuten spazieren. Die Sklerotherapie bedingt üblicherweise keine Arbeitsunfähigkeit. Sie können aber, falls erforderlich, am Abend ein Schmerzmittel einnehmen.

Es hängt vom individuellen Befund ab, ob und wie lange der Verband bzw. Kompressionsstrumpf getragen werden muss.

Wenn nur wenige Besenreiser verödet wurden, reicht es, den Kompressionstrumpf 2 Tage und 2 Nächte durchgehend zu tragen; bei vielen Besenreisern oder Schaumverödung größerer Varizen sollte der Strumpf danach auch noch zusätzlich 2-3 Wochen tagsüber getragen werden.

Durch die provozierte Entzündungsreaktion kommt es 1 bis 2 Tage nach der Behandlung zu Rötung und dunkler Verfärbung im behandelten Bereich. Es können auch Schmerzen auftreten. Kurz nach der Therapie zeigen sich die behandelten Venen zunächst noch deutlicher als zuvor. Nach der Mikroschaumbehandlung von Krampfadern ist für einige Wochen ein verhärteter Strang tastbar. Lassen Sie sich dadurch nicht beunruhigen – der endgültige Behandlungserfolg stellt sich frühestens nach drei Monaten ein. Die Reaktion Ihres Körpers und damit auch Ihrer Besenreiser ist von vielen Faktoren abhängig. Es kann sein, dass die Reaktion zu gering, aber auch zu heftig ist. Eine überschießende Verödungsreaktion kann Schmerzen und Hautschäden mit sich bringen.

Bitte beachten Sie, dass die behandelten Hautbereiche 4 Wochen nach der Sklerotherapie keiner UV-Strahlung (direkte Sonne, Solarium) ausgesetzt werden sollten.

Wenn das Bein schmerzt:

Wenn der Kompressionsstrumpf besonders unangenehm ist oder das Bein schmerzt, muss der Strumpf sofort abgenommen werden. Bitte informieren Sie uns in einem solchen Fall unverzüglich bzw. kommen Sie, nachdem Sie den Strumpf selbst entfernt haben, möglichst bald in die Praxis. Sollten wir kurzfristig nicht für Sie erreichbar sein, ist es bei starken Schmerzen notwendig, unverzüglich das nächstgelegene Krankenhaus aufzusuchen.

Nebenwirkungen, Risiken und Komplikationen:

Bei der Sklerotherapie sind Nebenwirkungen gering und Komplikationen selten.Blutergüsse treten fast immer auf und sind als normal anzusehen. Manchmal entstehen rötliche Flecken, die Ausdruck einer besonders heftigen Verödungsreaktion sind. Diese Hautveränderungen bilden sich innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen von selbst zurück.

Folgende kurzfristige harmlose Nebenwirkungen wurden beobachtet: Sehstörungen, Übelkeit, Herzklopfen, metallischer Geschmack im Mund, Pelzigkeit um den Mund oder an Armen / Beinen, Kopfschmerzen. Wenn Sie unter Migräne leiden, kann das Mittel einen Migräneanfall auslösen.

Die häufigste unerwünschte Wirkung ist eine braune Verfärbung der Haut im Bereich der behandelten Venen. In einem solchen Fall sind zwar die Besenreiser verschwunden, an ihrer Stelle findet man dann aber braune Punkte oder Striche. Diese Verfärbung hellt sich in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Monaten wieder auf, kann jedoch in Einzelfällen auch länger als ein Jahr bestehen. Fallweise kann man mit einer speziellen Aufhellercreme oder Pigmentlaser nachhelfen.

Vereinzelt verursacht gestocktes Blut in den behandelten Venenabschnitten Schmerzen oder Verfärbungen (dunkle schmerzende Knötchen) Dann ist es notwendig, diese Ablagerungen auszustreichen od mittels kleinster Stichinzision zu eröffnen. Bitte melden Sie sich umgehend bei mir, da die Behandlung nur innerhalb der 1. Woche zielführend ist. Sehr selten (einmal pro tausend Behandlungen) entstehen kleine Hautgeschwüre, welche mehrere Wochen zum Ausheilen brauchen und Narben hinterlassen. Noch seltener kann es zur Auslösung von Venenthrombosen oder Lungenembolien kommen.

Besenreiser kommen wieder …

… das liegt in der Natur der Erkrankung. Daher ist es sinnvoll, sich nach einer Sklerotherapie alle ein bis zwei Jahre einer Untersuchung beim Venenspezialisten zu unterziehen.

Dr. med univ Iris Mandl Tel: 03572/42957 oder 0664/8226720

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Bitte beantworten Sie uns vor der Behandlung noch die folgenden Fragen:

Wurde bei Ihnen ein „offenes Foramen ovale“ (Loch in der Herzscheidewand) diagnostiziert? Ja O Nein O

Leiden Sie unter Migräne? Ja O Nein O

Könnten Sie Schwanger sein? Ja O Nein O

Hatten Sie schon einmal eine Thrombose oder Embolie? Ja O Nein O

Besteht eine bösartige Erkrankung (Tumor)? Ja O Nein O

Haben Sie Allergien? wenn ja, welche? Ja O Nein O

Für alle weiteren Fragen steht Ihnen das Praxisteam gerne zur Verfügung.

Hiermit bestätige ich, dass ich das Merkblatt gelesen und verstanden habe. In einem Aufklärungsgespräch mit Dr. Mandl hatte ich Gelegenheit, weitere Fragen zu stellen, insbesondere über die Erfolgsaussichten der Behandlung (maximal bis zu 80%) und die erwähnten Komplikationen, sowie über seltene und seltenste Risiken. Alle meine Fragen wurden verständlich beantwortet. Ich Nach gründlicher Überlegung willige ich ein in die Verödungsbehandlung der Krampfadern an den habe mir meine Entscheidung gründlich überlegt und benötige keine weitere Bedenkzeit.

Beinen. Dieses Einverständnis gilt auch für gegebenenfalls erforderliche Neben- und Folgeeingriffe. Den abgetrennten Infoteil habe ich erhalten.

Wie läuft die Sklerosierung ab?
Sklerosierung heißt eigentlich „Verklebung“ der Krampfadern. Das Sklerosierungsmittel, das wir in die Krampfader einspritzen, führt zu Unterbrechung des Blutflusses im Gefäß. Der Verband wird angelegt, damit kleine Blutansammlungen auch sehr klein bleiben. Eventuell verbleibendes Restblut wird von uns entfernt, danach wird die Vene langsam vom Körper abgebaut. Das dauert zwischen ein bis drei Monate und ist sehr abhängig vom Durchmesser der Krampfader: Je größer die Krampfader, desto länger dauert die Abheilung!
Wundern Sie sich also nicht, wenn nach der Sklerosierung größerer Krampfadern längerfristig härtere Stränge bleiben. Diese werden mit der Zeit verschwinden. Es empfiehlt sich, nach der Sklerosierung noch längere Zeit einen Kompressionsstrumpf zu tragen.

Wenn bei Ihnen zurzeit die Krampfadern sklerosiert werden, bitten wir Sie, folgende Dinge zu beachten:

Der angelegte Kompressionsverband muss Tag und Nacht angelegt bleiben. Wenn Sie den Verband zu früh entfernen, kann eine Venenentzündung entstehen!Nach der Sklerosierungsbehandlung dürfen Sie nicht sofort Autofahren. Gehen Sie bitte für eine kurze Zeit stramm spazieren. Außerdem treiben Sie bitte Sport, zum Beispiel Gymnastik und Radfahren.
Während der Sklerosierungsbehandlung sind Schwimmen, Sauna und Sonnenbad nicht möglich!
Wenn Sie am Tag der Behandlung duschen wollen, müssen Sie das behandelte Bein in einen Badestrumpf oder Ähnliches stecken. Den Verband können Sie nach 24 Stunden selbst entfernen.
Wenn Sie nach der Sklerosierung an den Stellen, wo die Krampfadern sklerosiert worden sind, dunkle Bezirke entdecken, ist das normal. Dieses Restblut wird von uns entfernt. Danach müssen noch mehrfach Verbände angelegt werden.

Eventuelle Nebenwirkungen:

Die Sklerosierungstherapie ist eine Behandlungsform mit stark wirksamen Lösungen. Es können also durchaus Nebenwirkungen auftreten.

Folgende Nebenwirkungen sind möglich:
Nesselsucht
Hier treten juckende Quaddeln an den Einstichstellen auf. Sie sind in der Regel nach einer halben Stunde verschwunden.
Braunverfärbung (Hyperpigmentierung)
Besonders bei Menschen mit sehr heller Haut kann es nach der Sklerosierung zu Braunverfärbung kommen. Deswegen ist Sonnenbaden während der Behandlung verboten. Lassen Sie uns das Restblut in der verödeten Krampfader immer entfernen (durch Stichinzision), damit diese Braunverfärbungen nicht auftreten können.
sog. „Matting“
Besonders im Oberschenkelbereich können Besenreiser – und zwar besonders die oberflächlichen rosafarbenen – nach Sklerosierung im Nachbarbereich wieder auftreten, das sie alle untereinander verbunden sind (Mattenbildung = Matting).
Venenentzündungen
Bei manchen Patienten kommt es nach der Sklerosierung zu einer entzündlichen Überreaktion in der betreffenden Vene, aber manchmal auch in Venen, die weiter weg liegen. Es entsteht ein roter, schmerzhafter Strang. Tritt etwas Derartiges auf, suchen Sie bitte die Praxis auf, weil die Entzündung bekämpft werden muss.
Nekrosen (sehr selten)
Liegt die behandelte Krampfader sehr oberflächlich in der Haut, kann es zu einer Entzündung und einem punktförmigen Untergehen der dortigen Haut kommen: Es entsteht eine kleine offene Stelle. Sie ist anfangs schmerzhaft, heilt aber nach längerer Zeit wieder ab. Es kann eine kleine Narbe verbleiben.Besonders bei Patienten, die unter einer Thrombophilie (vererbte oder erworbene Blutgerinnungsstörung) leiden, kann es beim Sklerosieren zur Bildung von Nekrosen kommen.
Thrombosen
In ganz seltenen Fällen kann auch nach der Sklerosierung eine tiefe Thrombose auftreten. Dies können Sie dadurch vermeiden, dass Sie den Kompressionsverband nicht entfernen, bevor wir Ihnen dies erlauben. Sagen Sie es uns daher unbedingt sofort, wenn Sie nach der Sklerosierung in dem betreffenden Bein Schwellung und stärkeren Schmerz spüren sollten.
Patienten, die mit besonders überschießenden Reaktionen auf die Sklerosierungsbehandlung in Form von Venenentzündungen und Thrombose reagieren, können unter einer veranlagungsbedingten Thrombophilie (Gerinnungsstörung) leiden.
Teilen Sie uns daher bitte vor der Sklerosierungsbehandlung unbedingt mit, ob derartige Erkrankungen (Thrombosen, Embolien) bereits einmal in Ihrer Familie oder bei Ihnen aufgetreten sind!

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