Berechnen der schwangerschaftswoche

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SSW Rechner – In welcher Schwangerschaftswoche sind Sie?

Beispiel für die SSW Berechnung

Der SSW Rechner benötigt zur Berechnung der aktuellen Schwangerschaftswoche die folgenden Eingaben:

Der erste Tage der letzten Periode

Die Schwangerschaftswochen werden von diesem Zeitpunkt an gezählt. Dies liegt daran, dass die Dauer einer Schwangerschaft in der Medizin ab dem ersten Tag der letzten Menstruation gemessen wird, obwohl die eigentliche Schwangerschaft – abhängig von der Dauer des Zyklus – erst rund 2 Wochen später mit der auf den Eisprung folgenden Befruchtung eintritt. Ab der Befruchtung dauert eine Schwangerschaft im Mittel 38 Wochen. Zusammen mit den meist 14 Tagen zwischen dem erstem Tag der Periode und der Befruchtung ergeben sich die geläufigen 40 Wochen Dauer einer Schwangerschaft.

Zusatzeingabe: Die Dauer des Zyklus

Anhand dieser Angabe kann über die aktuelle SSW hinaus auch der voraussichtliche Geburtstermin errechnet werden, den Sie im Ergebnis unter „Wichtige Daten“ finden. Dieser liegt bei einem 28tägigen Zyklus 40 Wochen bzw. 280 Tage nach dem ersten Tag der letzten Periode und verschiebt sich bei einem abweichenden Zyklus um die entsprechenden Tage nach vorn oder nach hinten.

Beispiel für die Berechnung der SSW mit dem SSW Rechner

Für Frau Klein geht endlich ihr Kinderwunsch in Erfüllung: Ihr Schwangerschaftstest ist positiv. Heute am 3. November 2019 möchte sie berechnen, in welcher Woche also in welcher SSW sie sich befindet. Sie möchte den voraus­sichtlichen Geburtstermin und wichtige Informationen zur Entwicklung ihres Kindes sowie zu den Terminen der Vorsorge­untersuchungen erhalten.

  • Frau Kleins erster Tag der letzten Periode war am 20. September 2019
  • Frau Kleins Zykluslänge beträgt regelmäßig 28 Tage

1. Berechnung der SSW

Frau Kleins erster Tag der letzten Periode war vor 44 Tagen

Wie oben beschrieben, wird die Dauer einer Schwangerschaft bereits ab dem ersten Tag der letzten Menstruation bestimmt. Somit bildet dieser Stichtag die Woche 0 mit Tag 0. Damit beginnt dann die erste Schwangerschaftswoche.

Für Frau Klein sind 6 Wochen und 2 Tage vollendet. Sie ist in der 7. SSW

Zu beachten ist: Da die SSW 6 vollendet ist, läuft gerade die 7. Woche. Frau Klein befindet sich also in der 7. SSW. Diese mitunter verwirrende Tatsache sollte man in der Praxis beachten. Es gibt nämlich zwei gängige Varianten zur Benennung der SSW. Zum einen durch vollendete Wochen und zum anderen durch unvollendete Wochen. Hier im Beispiel ist Frau Klein 6 Wochen und ein paar Tage schwanger. Sie hat also SSW 6 bereits vollendet. Gleichzeitig ist dies als unvollendete Woche die 7. Woche, in der sie sich nämlich gerade befindet. Der kleine Punkt macht also den bedeutenden Unterschied. All dies wird stets für den konkreten Fall im Ergebnis des SSW-Rechners im Info-Text zur Schwangerschaftswoche individuell aufgeschlüsselt.

2. Berechnung des Schwangerschaftskalenders

Neben der Berechnung der SSW liefer der SSW Rechner auch einen Schwangerschaftskalender zu den folgenden wichtigen Terminen der Schwangerschaft.

Hier erhalten Sie zudem eine ausführliche Übersicht zur Kindesentwicklung während der Schwangerschaft.

2.1 Berechnung des Datums der Befruchtung

Die Befruchtung (Konzeption), also der Zeitpunkt der Verschmelzung von Samenzelle und Eizelle findet rund 14 Tage vor Beginn der nächsten Regelblutung statt.

Ausgehend von Frau Kleins 28tägigen Zyklus hat daher die Befruchtung 14 Tage nach Beginn der letzten Periode, also am 4. Oktober 2019 stattgefunden.

2.2 Berechnen des frühesten Termins für einen Schwangerschafts-Test

Mit modernen Tests ist eine Schwangerschaft bereits vor Ausbleiben der möglichen nächsten Regelblutung feststellbar.

Bereits 13 Tage nach der Befruchtung, also ab dem 17. Oktober 2019 kann Frau Klein einen zuverlässigen Schwangerschafts-Test durchführen.

2.3 Terminberechnung Erstuntersuchung

Ist der Schwangerschafts-Test positiv bzw. bleibt die Regelblutung aus, sollten Frau Klein so bald wie möglich zur ersten Vorsorgeuntersuchung. Hier wird die Schwangerschaft festgestellt und eine umfassene Untersuchung der werdenden Mutter durchgeführt. Oft erhalten Sie jetzt auch schon den Mutterpass.

Die erste Vorsorgeuntersuchung sollte Frau Klein sofort durchführen.

2.4 Terminberechnung Herzschlag

Ab der 5. SSW beginnt bereits das Herz des Kindes zu schlagen.

Das Herz von Frau Kleins Baby könnte schon seit dem 19. Oktober 2019 schlagen.

2.5 Terminberechnung Organanlage

Ab der 8. SSW sind alle inneren Organe des Kindes bereits angelegt.

Frau Kleins Kind innere Organe sind ab dem 9. November 2019 vollständig angelegt.

2.6 Terminberechnung Geschlechtsbestimmung

Ab der 16. SSW ist das Geschlecht des Kindes per Ultraschall erkennbar.

Ob Junge oder Mädchen, kann Frau Klein ab 4. Januar 2020 erfahren.

2.7 Terminberechnung spürbare Bewegungen

Zwischen der 18. SSW und der 20. SSW beginnt die Zeit, in der Frau Klein vielleicht schon erste Bewegungen Ihres Kindes in ihrem Bauch spüren kann.

Frau Klein kann voraussichtlich ab 18. Januar 2020 erste Bewegungen ihres Kindes spüren.

2.8 Terminberechnung Entwicklung Gehör

Zwischen der 23. SSW und der 25. SSW ist das Innenohr komplett ausgebildet bzw. entwickelt. Ihr Kind kann Sie jetzt hören und reagiert mitunter auf Geräusche von außen.

Ab dem 22. Februar 2020 kann Frau Kleins Baby hören.

2.9 Termin für fertige Entwicklung berechnen

Zwischen der 30. SSW und der 34. SSW ist das Kind fertig entwickelt. Bis zur Geburt wächst es noch und nimmt an Gewicht zu.

Frau Kleins Schwangerschaft ist ab dem 11. April 2020 soweit fortgeschritten, dass ihr werdendes Baby fertig entwickelt ist.

2.10 Berechnung des Beginns der Mutterschutzfrist

Sechs Wochen vor dem errechneten Termin beginnt die Mutterschutzfrist, die nach der Geburt weitere acht Wochen (12 Wochen bei Mehrlingsgeburt oder medizinischer Frühgeburt) andauert. Während dieser Zeit werden Sie als Arbeitnehmerin unter Fortzahlung des mittleren Nettoeinkommens in Form des Mutterschaftsgelds von Ihrer Beschäftigung befreit.

Frau Kleins Mutterschutzfrist beginnt ab dem 15. Mai 2020.

2.11 Berechnung des Geburtstermins

Der errechnete Geburtstermin liegt bei einem 28tägigen Zyklus genau 40 Wochen nach dem ersten Tag der letzen Periode. Da die einzelnen Zeitspannen je nach Frau etwas variieren, kann es sein, dass der Frauenarzt den voraussichtlichen Geburtstermin im Laufe der Schwangerschaft noch korrigiert. Bei Fragen und Unklarheiten wenden Sie sich daher bitte an Ihren Gynäkologen. Vorab können Sie gerne unseren Geburtstermin-Rechner verwenden.

Frau Kleins errechneter Geburtstermin (ET) ist der 26. Juni 2020.

Weitere Online-Rechner

Mutterschutzrechner, Mutterschaftsgeld-Rechner, Elternzeit-Rechner, Kindergeldrechner, Geburtstermin-Rechner, Rechner Übergangsgeld, Schuhgrößentabelle, Verletztengeld berechnen

Quellenangaben

Insbesondere die Informationen folgender Quellen haben wir für die Themenwelt „Schwangerschaftswoche“ verwendet:

  • Schwangerschaft (Wikipedia)

Letzte Aktualisierung am 02.11.2019

Die Seiten der Themenwelt „Schwangerschaftswoche“ wurden zuletzt am 02.11.2019 redaktionell überprüft durch Stefan Banse. Sie entsprechen alle dem aktuellen Stand.

Vorherige Änderungen am 14.01.2019

  • 14.01.2019: Veröffentlichung von Schwangerschaftsrechner und Schwangerschaftskalender.
  • 14.01.2019: Erweiterung der Seite des SSW Rechners um ein Beispiel zur Berechnung der SSW inkl. Schwangerschaftskalender
  • 30.03.2016: Veröffentlichung des SSW-Rechners,
  • Erstellen der Texte für die dazugehörgen Seiten
  • Redaktionelle Überarbeitung aller Texte in dieser Themenwelt

Schwangerschaftskalender: SSW berechnen und alle Infos Woche für Woche

Die Schwangerschaft ist eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit. Unser Schwangerschaftskalender begleitet dich durch diese 40 spannenden Wochen. Hier kannst du die SSW berechnen und findest wichtige Informationen und passgenaue Tipps. Außerdem erinnert dich der Schwangerschaftskalender (Stichwort: Schwangerschaftsdemenz!) an alle wichtigen Termine.

Zuerst, die SSW berechnen: Gib dazu den ersten Tag deiner letzten Periode und deine Zykluslänge an – und los geht’s! Mit dem Wochenrechner erfährst du, in welcher Schwangerschaftswoche du aktuell bist und was genau jetzt passiert.

Es ist immer noch ein kleines Wunder, wie innerhalb von neun Monaten ein kleiner Mensch entsteht. Wir begleiten dich mit unserem Schwangerschaftskalender durch diese 40 spannenden Wochen. Erfahre, wie sich dein Körper Woche für Woche verändert und beobachte, wie sich das Baby entwickelt. Außerdem erinnert dich der Schwangerschaftskalender an wichtige Termine, gibt Informationen und wertvolle Tipps. Zudem kannst du hier ganz einfach deine aktuelle Schwangerschaftswoche berechnen. Alles auf einem Blick.

Ganz persönlich wird es im Schwangerschaftstagebuch. Unsere Leserin Daniela lässt euch 40 Wochen an ihren Erfahrungen teilhaben. Sozusagen frisch aus dem Leben einer Schwangeren – inklusive aller Hormonverwirrungen …

SSW berechnen im Schwangerschaftskalender

Alle Schwangerschaftswochen im Überblick

  • 1. SSW & 2. SSW – Fast schon schwanger
    Die ersten zwei Wochen zählen zwar nur rein rechnerisch zur Schwangerschaft. Faktisch bist du noch nicht schwanger.
  • 3. SSW – Schwanger?! Jetzt ist Folsäure wichtig
    Mit der Einnistung der Eizelle am Ende der 3. SSW beginnt die tatsächliche Schwangerschaft. Nun ist Folsäure extrem wichtig.
  • 4. SSW – Einnistung der Eizelle
    Die befruchtete Eizelle wandert in die Gebärmutter, nistet sich dort ein und legt erste wichtige Zellen für das Baby an.
  • 5. SSW – Positiver Schwangerschaftstest
    Bist du schwanger? Ab der 5. SSW liefert ein Schwangerschaftstest ein erstes sicheres Ergebnis.
  • 6. SSW – Chaos im Hormonhaushalt
    Alle Schalter werden auf Schwangerschaft umgelegt. Der Hormonhaushalt spielt verrückt. Das erwartet dich jetzt.
  • 7. SSW – Zwangspause für den Körper
    Du bist ständig müde und antriebslos? Das ist von deinem Körper auch definitiv so gewollt. Lies hier warum.
  • 8. SSW – Eine Runde Gefühlsachterbahn
    Du bist gereizt und könntest nur noch heulen. Deine Psyche braucht Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen.
  • 9. SSW – Die ersten Bilder vom Baby
    Du kannst gespannt sein: in dieser Woche siehst du die ersten Bilder von deinem Baby. Es ist jetzt groß genug für den Ultraschall.
  • 10. SSW – Vom Embryo zum Fötus
    Dein Baby ist schon so groß, dass es sich vom Embryo zum Fötus entwickelt hat. Was das für dich bedeutet, liest du hier.
  • 11. SSW – Pränatale Untersuchung
    Bei Risikoschwangerschaften können jetzt die pränatalen Diagnose-Tests gemacht werden. Diese Möglichkeiten gibt es.
  • 12. SSW – Dein Baby hat Schluckauf
    Vielleicht spürst du dein Baby in diesen Wochen zum ersten Mal. Es hat häufig Schluckauf, so trainiert es seine Atmung.
  • 13. SSW – Das zweite Trimester beginnt
    Das erste Trimester ist geschafft. Und für dich beginnt die angenehme Zeit der Schwangerschaft – fast ohne Beschwerden.
  • 14. SSW – Träge Verdauung
    Das Hormon Progesteron wirkt beruhigend auf den Körper und macht auch die Verdauung träge. Das hilft dagegen.
  • 15. SSW – Schmetterlingsflattern und Linea nigra
    Du fühlst ein leichtes Flattern im Bauch, das ist dein Baby. Und der dunkle Strich? Die Linea nigra bekommen die meisten Schwangeren. Das sind die Ursachen.
  • 16.SSW – Die Gebärmutter wächst
    Dein Baby wächst jetzt schnell. Um genügend Platz zu haben, muss sich auch die Gebärmutter weiter strecken.
  • 17. SSW – Dein Baby schlägt Purzelbäume
    Knochen, Muskeln und Nerven deines Babys sind schon gut entwickelt. Kein Wunder, dass es diese nun ausprobieren will. Es schlägt Purzelbäume und ist jetzt sehr aktiv.
  • 18. SSW – Mädchen oder Junge?
    Dein Baby wächst immer weiter! Bald wirst du wissen, ob du einen kleinen Jungen oder ein kleines Mädchen bekommst.
  • 19. SSW – Die Lanugobehaarung
    In der 19. SSW bedeckt die Lanugobehaarung den ganzen Körper deines Kindes. Nun steht auch der 2. Ultraschall an.
  • 20. SSW – Uralte Reflexe
    Langsam macht der Babybauch den Alltag etwas anstrengender. Überanstrenge dich nicht: Beine hoch und ausruhen.
  • 21. SSW – Die erste Hälfte ist geschafft
    Die erste Hälfte ist geschafft. Das spürt auch dein Körper instinktiv und bereitet sich auf die kommende Zeit vor.
  • 22. SSW – Das Baby legt zu
    Dein Körper bereitet sich schon auf die Geburt vor. Und du solltest das auch tun: Hast du schon den Geburtsort gewählt?
  • 23. SSW – Gleichgewichtsprobleme
    Der Babybauch wird immer größer und das belastet. Tipps gegen Rückenschmerzen und welche Beschwerden dich noch erwarten.
  • 24. SSW – Großer Meilenstein
    In der 24. SSW gewinnst du ein großes Stück Sicherheit: Dein Kind gilt nun als überlebensfähig.
  • 25. SSW – Du spürst die Tritte deines Babys
    Für dich und deinen Partner ein ganz toller Moment: Das Baby ist jetzt groß genug, dass du seine Tritte deutlich spürst.
  • 26. SSW – Pflege für den Bauch
    Nicht erschrecken beim Blick auf die Waage: Dein Gewicht steigt deutlich. Dabei kommen die Pfunde nicht nur vom Baby.
  • 27. SSW – Lästige Hämorriden
    Immer mehr Schwangerschaftsbeschwerden belasten dich. Neu in diesen Wochen: Hämorriden. Das kann dagegen helfen.
  • 28. SSW – Der Geburtsvorbereitungskurs
    Das Baby probt schon für den Ernstfall und auch du solltest aktiv werden. Der Geburtsvorbereitungskurs steht an.
  • 29. SSW – Gehirnentwicklung
    Die Nase von der Mama? Das Kinn vom Papa? Lasse dich überraschen. Der letzte Ultraschall steht an.
  • 30. SSW – Übungswehen
    Ein Ziehen im Bauch? Deine Gebärmutter übt den Ernstfall: Du hast Vorwehen. Lies hier, wie sie sich anfühlen.
  • 31. SSW – Etappenziel Verdauung
    Du hast das Gefühl, dein Bauch ist jetzt schon riesig. Doch das Baby wird sein Gewicht bis zu Geburt nochmal verdoppeln.
  • 32. SSW – Test auf Hepatitis B
    Bluttest gegen Hepatitis B: Nimm diese Untersuchung ernst. Du kannst dein Baby mit dem Virus anstecken. Rechtzeitig erkannt, besteht aber keine Gefahr.
  • 33. SSW – Der Bauchnabel wölbt sich
    Was ist hier passiert? Dein Bauch ist jetzt so groß, dass sich der Nabel nach außen wölbt. Du kommst an deine Grenzen.
  • 34. SSW – Endlich Mutterschutz
    Die nächsten Wochen werden anstrengend. Nutze deinen Mutterschutz, um Kraft für die Geburt zu sammeln.
  • 35. SSW – Der Fundus auf dem Höchststand
    Das Baby hat kaum noch Platz sich zu bewegen. Dafür tritt es umso heftiger: Das kannst du spüren und sogar sehen.
  • 36. SSW – Der Nestbauinstinkt
    Trotz Babybauch fühlst du dich energiegeladen: Der Nestbauinstinkt hat dich gepackt. Zeit für letzte Vorbereitungen.
  • 37. SSW – Kleine Schlafmütze
    Der letzte Monat der Schwangerschaft beginnt. Und langsam werden Fast-Mütter nervös: Kommt das Baby pünktlich?
  • 38. SSW – Die letzte Vorsorgeuntersuchung
    Zum letzten Mal geht es für dich zur Vorsorgeuntersuchung. Liegt das Baby richtig? Wann geht es los? Das gilt es zu klären.
  • 39. SSW – Der Muttermund öffnet sich
    Bald geht es los: Der Muttermund beginnt sich zu öffnen. Auch dein Baby ist bereit. So erkennst du die Eröffnungswehen.
  • 40. SSW – Wann geht es endlich los?
    Sei nicht zu ungeduldig. Die meisten Babys verspäten sich und kommen dann zur Welt, wenn sie bereit sind.

Schwangerschaftswoche berechnen – so geht’s

In welcher Schwangerschaftswoche (kurz: SSW) bin ich eigentlich gerade? Das fragen sich die meisten Schwangeren am Anfang ihrer Schwangerschaft. Es soll zwar Frauen geben, die den Moment der Empfängnis in ihrem Körper genau gespürt haben. Aber meistens bemerken Frauen ihre Schwangerschaft erst, wenn die Periode ausbleibt – und der Schwangerschaftstest positiv ist.

Um herauszufinden, wann der Geburtstermin ist, welche Vorsorgeuntersuchungen anstehen, wann ihr den Arbeitgeber informieren müsst und wie sich der Embryo in eurem Körper gerade entwickelt, müsst ihr eure aktuelle Schwangerschaftswoche wissen.

SSW berechnen – wie geht das eigentlich?

Um die Schwangerschaftswoche und den Geburtstermin zu bestimmen, geht man vom 1. Tag der letzten Periode als Anfangsdatum aus. Zwar startet die Schwangerschaft natürlich eigentlich rund zwei Wochen später, nämlich nach dem Eisprung. Aber da man den Zeitpunkt des Eisprungs schwerer bestimmen kann, hat sich der Start der letzten Periode als Fixpunkt etabliert. Denn die meisten Frauen wissen darüber ganz gut Bescheid. (Denn nicht viele nutzen einen Eisprungkalender oder Eisprungrechner)

Um die SSW zu berechnen, nehmt ihr also den 1. Tag der letzten Periode und zählt die Wochen bis zum aktuellen Datum.

Beispiel: Der 1. Tag der letzten Periode war am 2. Februar. Heute ist der 23. März. Dann seid ihr in der 8. SSW.

Man geht bei dieser SSW-Berechnung von der gängigen Zykluslänge von 28 Tagen aus.

Schwangerschaftswoche vs. Tatsächliche Dauer der Schwangerschaft

Achtung: Manche Schwangerschaftsrechner im Netz würden bei unserem Beispiel „7 + 1“ ausspucken. Das bedeutet, dass ihr „7 Wochen und 1 Tag schwanger seid.“ Trotzdem seid ihr auch in der 8. SSW (die aber noch nicht beendet ist). Das ist sprachlich etwas verwirrend, aber man kennt das von Lebensjahren: „Das Baby ist im zweiten Lebensjahr“ bedeutet ja auch, dass das Baby eigentlich noch 1 Jahr alt ist, aber gerade dabei ist, das zweite Jahr zu beenden.

Schwangerschaftswoche nach einer künstlichen Befruchtung berechnen (IVF, ICSI, Insemination)

Viele Paare mit Kinderwunsch müssen auf eine künstliche Befruchtung zurückgreifen. Nach einer künstlichen Befruchtung werden die Schwangerschaftswochen etwas anders berechnet. Bei einer IVF (In-Vitro-Fertilisation) oder ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) rechnet man vom Tag der Punktion, also der Entnahme der Eizellen, 14 Tage zurück – das ist das Ausgangsdatum. Bei einer Insemination, der Übertragung von Samenzellen in die Gebärmutter, nimmt man als Ausgangsdatum ebenfalls den Tag 14 Tage vor der Insemination.

Zu kompliziert? Es gibt praktische Schwangerschaftsrechner, die euch das Berechnen der SSW leichter machen.

Geburtstermin berechnen – wann kommt das Baby?

Vorweg: Der Geburtstermin, den man bei einer Schwangerschaft berechnet, ist immer nur eine Annäherung. Gemeint ist der Tag mit der größten Geburts-Wahrscheinlichkeit. Die beträgt allerdings gerade mal vier Prozent.

In der Realität hält sich ein Baby also nur selten an diesen Entbindungstermin. Es kommt, wenn es so weit ist oder die Umstände der Schwangerschaft es dazu bringen. Geburten rund drei Wochen vor oder zwei Wochen nach dem errechneten Stichtag sind also völlig normal und termingerecht.

Naegele-Regel zur Berechnung des Geburtstermins

Anhand der so genannten Naegele-Regel (benannt nach dem Gynäkologen Franz Naegele aus dem 18. Jahrhundert) könnt ihr euren wahrscheinlichen Geburtstermin berechnen.

Errechneter Geburtstermin = (erster Tag der letzten Regelblutung) + 7 Tage − 3 Monate + 1 Jahr; oder: + 9 Monate + 7 Tage.

Wenn euch das Rechnen zu kompliziert ist, könnt ihr natürlich auch einen Geburtstermin-Rechner nutzen. Es gibt viele Geburtsterminrechner im Netz, zum Beispiel bei Eltern.de.

Wer muss den Geburtstermin wissen?

Abgesehen davon, dass ihr natürlich wissen wollt, wann das Baby kommt, ist der wahrscheinliche Entbindungstermin auch für deinen Arbeitgeber wichtig. Zwar ist es nur eine Annäherung, aber deine Chefs brauchen den Termin, um ungefähr planen zu können, ab wann du in den Mutterschutz gehst. Den genauen Beginn des Mutterschutzes, der sechs Wochen vor der Geburt beginnt, berechnet später aber dein Gynäkologe.

Wo steht mein Babybauch gerade?

Hier sind einige praktische Seiten im Netz, die dir das Berechnen und Nachschlagen erleichtern:

  • Schwangerschaftsnewsletter: Sehr bequem ist es, einen Newsletter zu abonnieren, der dir regelmäßig passend zu deiner aktuellen SSW nützliche Infos zu deinem Babybauch und dem Fötus ins Postfach schickt. Er dient auch zur Vorbereitung auf die Zeit nach der Geburt, mit Tipps zur Babypflege, Erstausstattung etc. Empfehlen können wir zum Beispiel den Schwangerschaftsnewsletter von Urbia.de.
  • Geburtsterminrechner: Mit ein paar Klicks den Entbindungstermin berechnen – mit dem Geburtsterminrechner von Eltern.de. Hier gibt es auch einen sehr praktischen Schwangerschaftskalender mit allem, was du über die Entwicklung des Babys wissen musst.
  • Schwangerschafts-App: Alle Infos zu den Schwangerschaftswochen und zur Entwicklung des Babys bequem auf dem Smartphone lesen – mit der App von Urbia.de.

SSW Rechner – Geburtstermin & SSW berechnen

Bitte beachtet: Unser SSW Rechner und die begleitenden FAQs dienen der Information. Er ersetzt jedoch keine individuelle Beratung und Untersuchung durch den Frauenarzt.

Wie lange dauert eine Schwangerschaft?

Die Tage einer Schwangerschaft werden ab dem 1. Tag der letzten Periode gezählt, auch wenn man zu diesem Zeitpunkt genau genommen noch nicht schwanger war. Somit ergibt sich eine Schwangerschaftsdauer von 280 Tagen oder 40 Schwangerschaftswochen. In Kalendermonaten ausgedrückt würde das etwa 9 Monaten und 1 Woche entsprechen.

Doch nun aufgepasst! Zur Berechnung der Schwangerschaftsdauer, wird jedoch nicht der Kalendermonat, sondern der sogenannte Lunarmonat (=28 Tage) herangezogen. Das stiftet immer wieder Verwirrung, denn unter dieser Betrachtung dauert eine Schwangerschaft nicht 9, sondern 10 Monate. Welche SSW welchem Schwangerschaftsmonat entspricht, kannst du nachfolgend in unserer SSW Tabelle sehen.

Was bedeutet SSW eigentlich?

Wenn man von der SSW, also der Schwangerschaftswoche spricht, kommt häufig Verwirrung auf. Der Grund: hier muss man genau darauf achten, welche Darstellungsform verwendet wird. Es gibt die einfache Form, die nur die Schwangerschaftswoche angibt (z.B. 37. SSW). Daneben gibt es aber auch noch die genauere Darstellung mittels SSW und Plus-Tagen (z.B. 36 + 4).

Zur Verdeutlichung: Eine Frau die heute bei 36 + 4 ist, ist in der 37. Woche schwanger. Das verhält sich analog zum Alter: Ein Kind ist beispielsweise 5 Jahre und 8 Monate alt. Damit befindet es sich im 6. Lebensjahr. Frauenärzte verwenden i.d.R. die genauere Form, inklusive der Plus-Tage, um die Schwangerschaft zu dokumentieren und Eintragungen im Mutterpass vorzunehmen. Unser SSW Rechner zeigt dir beide Formen an.

© Free-Photos /

Wie kann ich meine aktuelle SSW berechnen?

Zur komfortablen Berechnung deiner aktuellen SSW kannst du einfach unseren SSW-Rechner verwenden. Dieser bietet dir 3 Varianten, mit deren Hilfe du deine aktuelle Schwangerschaftswoche berechnen kannst: Nach dem ersten Tag deiner letzten Periode, nach dem Eisprung bzw. dem Zeitpunkt der Befruchtung (auch im Falle einer künstlichen Befruchtung) oder nach dem voraussichtlichen Geburtstermin. Wähle einfach die für dich passende Option und du erfährst tagesgenau deine aktuelle SSW.

Welche SSW ist welcher Monat?

Wie du hier bereits erfahren konntest, wird zur Darstellung einer Schwangerschaft, nicht der Kalendermonat, sondern der Lunarmonat (=28 Tage) herangezogen. Damit lässt sich der Schwangerschaftsmonat wie folgt von der jeweiligen SSW ableiten:

© Sebastian Kaulitzki – stock.adobe.com

Die Abbildung zeigt einen Fötus im 3. Schwangerschaftsmonat. Man spricht nun nicht mehr von einem Embryo, denn zu dieser Zeit sind bereits die wichtigsten Organe angelegt. Sie werden in den folgenden Wochen der Schwangerschaft weiter heranreifen.

Welche SSW ist welches Trimester?

Neben der Betrachtung einer Schwangerschaft in SSW oder Lunarmonaten, erfolgt auch eine Berachtung nach Trimester (auch Trimenon). Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei um Schwangerschaftsdrittel. Nur wer ganz genau hinschaut, wird feststellen, dass diese nicht exakt gleich verteilt.

SSW 01 – 12: 1. Trimester
SSW 13 – 28: 2. Trimester
SSW 29 – 40:* 3. Trimester

*) bei Übertragung auch entsprechend länger

Wie genau ist die errechnete SSW?

Die ganz exakte SSW inklusive Plustage, lässt sich rechnerisch theoretisch nur mit der genauen Kenntnis über den Zeitpunkt der Befruchtung ermitteln. Damit ist jedoch nicht der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs gemeint, sondern der Zeitpunkt des Aufeinandertreffens von Spermium und Eizelle.

Berücksichtigt man, dass männliche Spermien mehrere Tage im Körper der Frau überleben können und eine Befruchtung innerhalb der folgenden 12-24 Stunden möglich ist, so erkennt man eine gewisse Unschärfe in der rechnerischen Ermittlung der SSW.

Verbindliche Informationen zum tatsächlichen Entwicklungsstand deines Babys und zu schwangerschaftsbedingten Untersuchungen kann dir nur dein Frauenarzt geben.

Warum liefern andere SSW-Rechner abweichende Ergebnisse?

Neben unserem SSW-Rechner findet man im Internet jede Menge einfacher Tools zur Berechnung der Schwangerschaftswoche. Wer die Ergebnisse der verschiedenen SSW-Rechner vergleicht, muss schnell feststellen, dass die Ergebnisse gelegentlich voneinander abweichen. Wie ist das möglich?

Diese Tatsache liegt unter anderem daran, dass manche SSW-Rechner nur monatsgenau arbeiten. Sie berücksichtigen also nicht die genaue Anzahl der Tage im Monat. Ein Beispiel: Des 9-Monatszeitraum April-Dezember hat in Summe 275 Tage. Zählt man jedoch die Tage des 9-Monatszeitraums September-Mai, so ergeben sich nur 273 Tage. Vom Schaltjahr einmal ganz abgesehen, denn auch dieses wird leider nicht in allen Rechnern berücksichtigt. Somit ergeben sich beim direkten Vergleich häufig Abweichungen von 1-2 (oder mehr) Tagen.

Mithilfe des Schwangerschaftskalenders können Sie alle wichtigen Termine rund um den Geburtstermin und Schwangerschaftswochen berechnen. Dazu müssen Sie lediglich den ersten Tag Ihrer letzten Menstruation sowie die Länge Ihrer durchschnittlichen Periode eingeben. Danach berechnet dieser Kalender sofort, in welcher Woche Sie schwanger sind und in welchem Entwicklungsstadium ihr Kind ist.

Geburtstermin & Schwangerschaftswoche berechnen

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Was sind Schwangerschaftswochen überhaupt?

Die Schwangerschaft wird in sogenannten Schwangerschaftswochen gemessen. Schwangerschaftswochen werden mit „SSW“ abgekürzt. Von der Befruchtung der Eizelle (Zeugung) bis zum Entbindungstermin vergehen so 40 Wochen. Innerhalb der ersten acht Wochen nach der Eizellen-Befruchtung heißt der heranwachsende Mensch „Embryo“. Ab der neunten Woche seiner Entwicklung wird er „Fötus“ oder auch „Fetus“ genannt. Normalerweise berechnen Frauen ihre Schwangerschaftsdauer ab dem ersten Tag der letzten Periode, Ärzte hingegen ab der Empfängnis.

Was bedeutet eine Schwangerschaftswoche?

Die Bezeichnung der einzelnen Schwangerschaftstage erfolgt nach einem Schlüssel, der die Wochenanzahl sowie die Zahl zusätzlicher Tage umfasst.

Ein Beispiel: Sagt eine werdende Mutter, sie sei in der 33. Schwangerschaftswoche, bedeutet dies, dass sie bereits 32 Wochen und eins bis sieben Tage der Schwangerschaft abgeschlossen hat.

Manchmal wird auch mit folgenden Kürzeln gearbeitet:

33W2 = 33 abgeschlossene Schwangerschaftswochen + 2 Tage = 34. SSW

Trimester

Vom medizinischer Sichtweise ausgehend wird eine Schwangerschaft in Trimester unterteilt. Jeder Zyklus weist Besonderheiten auf, die bei allen Frauen beobachtet werden. Ganz einfach gesagt sind die ersten drei Monate die Zeit, in der sich Körper und Psyche auf die neue Situation umstellen müssen. Im Körper der Mutter entsteht ein zweiter Organismus, der versorgt und genährt werden will. Gewebe, Knochen und Blut müssen für den Nachwuchs gebildet werden – eine Höchstleistung des mütterlichen Körpers. Viele Frauen verspüren in dieser Anfangszeit der Schwangerschaft ein Unwohlsein, das die werdenden Mütter häufig als Morgenübelkeit plagt.

Die Vorfreude ist groß. Allerdings beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der Geburtstermin tatsächlich genau an dem Datum erfolgt, lediglich vier Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass nur ein kleiner Teil der Babys auch tatsächlich an dem berechneten Termin zur Welt kommt.

Während der ersten zwölf Schwangerschaftswochen sinkt die Belastbarkeit des weiblichen Körpers und es kommt zu psychischen Reaktionen. Die spürbar körperlichen Veränderungen machen die Schwangerschaft und die nahende Geburt real, was besonders jungen Müttern Angst machen kann. Während akute Übelkeit in den Schwangerschaftswochen 3-10 auftritt, beruhigt sich die Lage gegen Ende des ersten Trimesters.

Der Körper hat sich auf ein zweites Lebewesen eingestellt, während der kindliche Körper Form annimmt und zu reifen beginnt. Zu diesem Zeitpunkt kann sich die werdende Mutter auch innerlich entspannen, da sich der Fötus jetzt fest in der Gebärmutter eingenistet hat. Bis zur 12. Schwangerschaftswoche besteht immer die Möglichkeit, dass das neu entstehende Leben abgestoßen wird. Dabei folgt der mütterliche Körper eigenen Gesetzen, die sich nicht in jedem Fall medizinisch nicht begründen lassen. Mütter, die zu Fehlgeburten neigen, sollten sich gerade in diesem Zeitraum besonders schonen, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, ein babyfreundlichesKlima zu schaffen.

Was bedeutet die Zahl hinter SSW?

In der Schwangerschaft lassen sich jeden Tag Veränderungen wahrnehmen. Deshalb werden neben den Schwangerschaftswochen auch die einzelnen Tage angegeben, die das Baby schon im Bauch der Mutter verbracht hat. Auf diese Weise können abweichende Entwicklungen sehr früh wahrgenommen und gegebenenfalls behandelt werden. Die entsprechenden Eintragungen im Mutterpass sehen anfangs verwirrend aus, dabei lassen sich diese Angaben ganz leicht verstehen.

Jede abgeschlossene Woche der Schwangerschaft wird als ganze Zahl geschrieben. Hinter dieser tauchen häufig einstellige Zahlen von 1-6 auf. Sie geben den Wochentag nach der vollendeten Schwangerschaftswoche an. 12/3 würde bedeuten, dass die werdende Mutter 12 Schwangerschaftswochen hinter sich hat und jetzt am dritten Tag der 13. Woche ist. Die Unterteilung in einzelne Wochentage ist auch hinsichtlich der Unterbrechung einer Schwangerschaft von Bedeutung. Im Normalfall kann diese bis zur zwölften Woche beendet werden, der Stichtag wäre dann 11/6.

Das zweite Trimester

Im zweiten Trimester geht es den meisten Schwangeren gesundheitlich und psychisch sehr gut. Nach der kräftezehrenden Umstellungsphase haben sich die Organismen von Mutter und Kind aufeinander eingestellt. Das Baby erhält alles Lebensnotwendige durch den mütterlichen Körper. Die Schwangere erlebt durch Hormonschübe eine Phase voller Kraft, Tatendrang und Vorfreude. Im fünften Schwangerschaftsmonat erleben Erstgebärende einen ganz besonderen Moment. Die erste Bewegung des Babys wird an ihrer Bauchwand spürbar. Zweit- und Mehrgebärende nehmen die Kindsbewegungenschon früher wahr, häufig während des vierten Monats. Jetzt rundet sich der Bauch spürbar und die Schwangerschaft ist nicht mehr zu übersehen. Mütter, die zum wiederholten Mal schwanger sind, müssen schon früher von der normalen Kleidergröße zur Umstandsmode oder den T-Shirts und Pullovern des Partners wechseln. Bei Ihnen zeichnet sich das zusätzliche Bauchwachstum schon mehrere Wochen vorher ab.

Neben dem Umstellen der Garderobe, dem plötzlichen Heißhunger auf ungewohnte Nahrungsmittelkombinationen und einer wöchentlichen Gewichtszunahme, erwacht der Nesttrieb der werdenden Mutter. Ihre Aufmerksamkeit ist ausschließlich auf die Babyausstattung, das Kinderzimmer, den Kauf des Kinderwagen und jede Kleinigkeit gerichtet, die mit dem Nachwuchs zu tun hat. Mutter Natur verleiht jeder Schwangeren im zweiten Trimester genügend Elan und Wohlbefinden, um alles für das Baby und die neue Mutterrolle vorzubereiten.

Berechnung des Geburtstermins

Je näher der errechnete Geburtstermin rückt, desto offensichtlicher verändert sich der mütterliche Körper. Zu Beginn des letzten Trimesters nimmt die Leibesfülle fast wöchentlich zu. Bauchumfang und Brüste weisen bei jeder Untersuchung einen größeren Umfang auf. Dem entspannten zweiten Trimester folgen drei Monate, in denen die werdende Mutter immer kürzer treten muss. Das zusätzliche Gewicht des Babys sorgt bei anstrengenden Arbeiten oder Treppensteigen für Atemnot. Die Muskulatur wird übermäßig beansprucht. Wasser kann sich in den Füßen und Beinen einlagern und diese schmerzhaft anschwellen lassen.

Das wachsende Kind drückt auf Zwerchfell und Blase. An Durchschlafen ist in diesem Stadium nicht mehr zu denken, weil das geringere Fassungsvermögen der Blase von jetzt an für nächtliche Toilettengänge sorgt. Das Bauchgewicht kann für Rückenschmerzen verantwortlich sein und oft beginnt der Nachwuchs mit seinen Turnstunden genau zu der Zeit, wenn die erschöpfte Mutter schlafen will. Die zwölf Wochen vor der Geburt sind von physischen Einschränkungen geprägt. Der mütterliche Körper wird zur Ruhe gezwungen, um dem Baby das Umfeld zu geben, das es zum Wachstum und zur Ausbildung der Organe braucht. In dieser Zeit entsteht ein enger Kontakt zum Kind. Mit seinen Füßen und Händen kann es die Bauchdecke der Mutter treten, die durch Auflegen der Hand das Kind durch die Haut berühren und spüren kann.

Geschlecht des Kindes berechnen

Um die Geschlechtsbestimmung ranken sich viele Mythen. Angeblich kann genau berechnet werden, ob ein Kind ein Junge oder Mädchen wird. Wirklich eindeutige Eckdaten, die bei allen Frauen zutreffen, wurden bislang jedoch nicht gefunden. Die Natur lässt sich nicht in die Karten schauen, so sehr der Mensch das Geschlecht seines Nachwuchses auch selbst bestimmen und beeinflussen möchte. Das Leben sorgt für ein Gleichgewicht der Geschlechter, ohne dass sich das eindeutig beeinflussen lässt. Den meisten Eltern ist die Frage nach einem Jungen oder Mädchen auch egal. Hauptsache gesund, so ist die Grundeinstellung.

Rückt die 40. Schwangerschaftswoche näher, wächst der Wunsch, dass sich das Baby endlich auf den Weg macht. Drei Monate physischer Eingeschränktheit hinterlassen Spuren, obwohl die Herausforderungen erst mit der Geburt beginnen und Jahrzehnte andauern werden. Bei einer natürlichen Geburt kann diese bis zu zwei Wochen vor oder nach dem errechneten Termin liegen. Dabei wird meist von einem Mädchen ausgegangen, wenn das Geburtsdatum überschritten wird.

Formel: Berechnung des Geburtstermins (EGT)

Die Berechnung wird anhand der sogenannten „Naegele-Regel“ durchgeführt. Franz Naegele (1778 bis 1851) war ein Heidelberger Gynäkologe, der folgende Formel für den voraussichtlichen Zeitpunkt der Geburt aufstellte:

Errechneter Termin der Geburt = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr.

Darüber hinaus existiert noch die sogenannte „erweiterte Regel“ nach Naegele, die unterschiedliche Menstruationslängen berücksichtigt:

Errechneter Termin der Geburt = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr ± Abweichung von dem 28 tägigen Zyklus in Tagen

Das aus dieser Formel errechnete Datum entspricht dem kalkulierten Termin der Geburt.

Geschlecht des Babys bestimmen

Während eine Schwangerschaft an sich relativ früh festgestellt werden kann, erfolgen erste große Ultraschalltermin erst relativ spät. Häufig ist dies der sogenannte „Organultraschall“ oder „Feinultraschall“ ab der 13. SSW. Er dient jedoch vorrangig der Früherkennung von Krankheiten oder Fehlbildungen. Manche Ärzte treffen hier aber auch schon Aussagen zum Geschlecht.

Ab der 17. SSW kann der Gynäkologe anhand des Ultraschallbildes ziemlich sicher erkennen, ob Ihr Kind ein Mädchen oder ein Junge ist. Dennoch ist es trotz kontinuierlich technischer Weiterentwicklung möglich, dass Fehlerquellen nicht ganz ausgeschlossen werden können.

Wenn das Kind beispielsweise die Beine verschränkt hat, ist Genitalbereich nicht einsehbar. Zudem kommt es immer auf die Qualität eines Ultraschallgerätes an. In Spezialpraxen finden sich häufig moderne, hochauflösende Apparaturen – die Wahrscheinlichkeit das Geschlecht korrekt zu bestimmten ist damit höher.

Noch viel wichtiger sind aber die Kenntnisse und Erfahrung des Arztes. Das beste Gerät nützt nichts, wenn es nicht richtig bedient und die Ergebnisse nicht richtig interpretiert werden.

Vorausgesetzt, die Lage des Kindes ist günstig, liegt die Zuverlässigkeit der Geschlechtsbestimmung aber der 17. SSW bei circa 90 Prozent.

Junge oder Mädchen – ab wann ist die Untersuchung möglich?

Generell wird schon im Augenblick der Befruchtung festgelegt, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Entscheidend in diesem Prozess sind die männlichen Chromosomen, die das Geschlecht des Babys bestimmen. Bis zur 7. SSW verläuft die Entwicklung von Jungen und Mädchen identisch. Die unterschiedlichen Geschlechtsorgane bilden sich erst anschließend.

Junge oder Mädchen? Die Neugier ist nur allzu verständlich. Jedoch gibt in Deutschland aus gutem Grund ganz klare gesetzliche Regelungen, ab wann die Eltern das Geschlecht erfahren dürfen.

Rechtsgrundlage ist das seit dem Jahr 2010 gültige Gendiagnostik- Gesetz (GenDG). Dieses erlaubt Ärzten erst ab der 12. SSW p.c. den Eltern das Geschlecht zu verraten.

Unterschied SSW p.c. und SSW p.m.

Dabei berechnen schwangere Frauen jedoch häufig die Wochen anders als Ärzte. Denn die meisten werdenden Mütter zählen die Wochen nach ihrer letzten Periode.

In der Medizin wird dies mit „p.m“ abgekürzt, was so viel heißt wie „vor der Menstruation“. Der Zeitraum, der für Ärzte jedoch maßgeblich ist, wird mit „p.c.“ abgekürzt, dies bedeutet „nach der Empfängnis“.

Der Gesetzgeber hat sich an der medizinischen Berechnung orientiert. Im Klartext bedeutet dies, dass der Gynäkologe vor der 12. SSW p.c. (das heißt vor der 14. SSW p.m.) den werdenden Eltern das Geschlecht des Kindes gar nicht verraten darf.

Durch das Gesetz sollen Abtreibungen aufgrund des Geschlechts verhindert werden.

In welcher SSW bin ich gerade? Und wie kannst ich meine Schwangerschaftswoche berechnen? Mit unserem SSW Rechner funktioniert es ganz einfach.

Gib den ersten Tag Deiner letzten Periode ein sowie Deine Zykluslänge, falls diese kürzer oder länger als 28 Tage ist. Oder, falls Du das Datum weißt, den Tag der Befruchtung oder des letzten Eisprungs. Alternativ kannst Du auch den errechneten Geburtstermin im SSW Rechner angeben.

SSW berechnen

Erster Tag der letzten Periode Tag der Befruchtung Errechneter Geburtstermin Zykluslänge: Berechnen

Unser SSW Rechner zeigt Dir, in welcher Schwangerschaftswoche Du Dich gerade befindest. Außerdem siehst Du im Kalender, wann eine neue SSW anfängt und wann der Geburtstermin datiert ist. Zudem kannst Du mit dem SSW Rechner zurückverfolgen, wann die Befruchtung wahrscheinlich stattgefunden hat.

Was passiert in den einzelnen Schwangerschaftswochen?

Über den Button “Was passiert in der SSW…” im SSW Rechner bekommst Du direkt detaillierte Infos zu Deiner aktuellen Schwangerschaftswoche. Wie entwickelt sich Dein Baby? Wie groß ist es, und was macht es in Deinem Bauch? Und welche Symptome und Schwangerschaftsbeschwerden machen sich bei Dir bemerkbar?

Alle Schwangerschaftswochen auf einen Blick

5. SSW: Herzlichen Glückwunsch, Du bist schwanger! 13. SSW: Das erste Trimester geht zuende weiter zu SSW 14 bis 24 24. SSW: Dein Baby kann jetzt greifen weiter zu SSW 25 bis 32 33. SSW: Wo soll Dein Baby zur Welt kommen? weiter zu SSW 34 bis 40

SSW 30+0: Was bedeuten die Zahlen im SSW Rechner?

Im Mutterpass notiert Dein Arzt nicht nur, in welcher Schwangerschaftswoche Du gerade bist – sondern auch den genauen Tag. Mit SSW 30+0 ist beispielsweise gemeint, dass Du genau 30 Wochen und 0 Tage schwanger bist. Deine 31. SSW hat dann also gerade begonnen.

Auch unser SSW Rechner zeigt Dir auf den Tag genau, wie lange Du schon schwanger bist.

SSW Rechner: Warum ist es wichtig, die aktuelle Schwangerschaftswoche zu berechnen?

Die aktuelle SSW mit dem SSW Rechner zu berechnen ist wichtig, um…

  • Deine Vorsorgetermine zu planen.
  • den Geburtstermin zu berechnen.
  • Deinen Arbeitgeber rechtzeitig über Deine Schwangerschaft zu informieren, damit die Mutterschutzfristen eingehalten werden können.
  • Gewissheit zu haben, dass sich Dein Baby normal entwickelt.
  • Deine körperliche Entwicklung im Blick zu haben.
  • nachzuforschen, ob Deine Beschwerden eventuell ein Risiko sein könnten, oder ob sie ganz normal sind.
  • Die Entwicklung Deiner Schwangerschaft im Mutterpass festzuhalten.

Deine Frauenärztin oder Deine Hebamme berechnet Deine SSW schon zu Anfang Deiner Schwangerschaft, um bei jeder Untersuchtung zu kontrollieren, ob sich Dein Baby entsprechend Deiner SSW entwickelt. Sie weiß, welcher Entwicklungsstand in welcher SSW normal ist und wie groß und schwer Dein Baby in welcher SSW etwa sein sollte. Auch Daten, die Dich betreffen – wie etwa Deine Gewichtsentwicklungs und Deine Blut- und Urinwerte – gleicht der Arzt mit Deiner aktuellen SSW ab.

Zu jeder Vorsorgeuntersuchung trägt der Arzt Deine Schwangerschaftswoche und die wichtigsten Daten in den Mutterpass ein. So kann er selbst, aber auch das Personal in Deiner Geburtsklinik auch später noch nachvollziehen, wie Deine Schwangerschaft verlaufen ist. Das ist unter Umständen relevant für die Geburt, aber auch z.B. für eine Folgeschwangerschaft.

SSW berechnen: So funktioniert der SSW Rechner

Dein Frauenarzt berechnet Deine SSW beim ersten Untersuchung in der Schwangerschaft anhand Deiner letzten Periode: Der erste Tag Deiner letzten Regel kennzeichnet den Beginn Deiner Schwangerschaft (SSW 1) – obwohl zu dem Zeitpunkt noch gar keine Befruchtung stattgefunden hat.

Wofür muss ich im SSW Rechner die Zykluslänge angeben?

Genau so funktioniert auch unser SSW Rechner. Falls Dich Dein Arzt nicht nach Deiner Zykluslänge gefragt hat, geht er automatisch von 28 Tagen aus.

Um Deine SSW möglichst genau zu berechnen, empfehlen wir Dir aber, im SSW Rechner Deine durchschnittliche Zyklusdauer anzugeben. Denn wenn Dein Zyklus länger dauert als 28 Tage, verschiebt sich der Beginn von SSW 1 um die entsprechenden Tage nach hinten. Bei einem kürzeren Zyklus beginnt die SSW 1 schon die entsprechende Anzahl an Tagen früher.

SSW berechnen ab dem Tag der Zeugung

Alternativ kannst Du im SSW Rechner auch den Tag der Befruchtung oder des Eisprungs angeben, um Deine aktuelle Schwangerschaftswoche berechnen zu lassen.

Mit diesem Datum gelingt die Bestimmung der SSW noch genauer – allerdings ist es normalerweise schwierig, diesen Tag genau festzulegen (es sei denn, Ihr habt eine künstliche Befruchtung hinter Euch). Denn mit dem Tag der Befruchtung ist nicht der Tag gemeint, an dem Ihr Sex hattet, sondern der Zeitpunkt, zu dem die Eizelle befruchtet wurde. Das kann bis zu fünf Tage nach dem GV noch der Fall sein.

Falls Du weißt, wann Dein Eisprung stattgefunden hat, ist die Bestimmung etwas einfacher. Denn die Befruchtung kann nicht länger als 12-24 Stunden nach dem Eisprung stattfinden.

Wie viele SSWs dauert eine Schwangerschaft?

Rein rechnerisch dauert eine Schwangerschaft insgesamt 40 Wochen. Das entspricht 10 Mond-Monaten à 28 Tagen oder 280-282 Tagen, sofern man die Schwangerschaft ab dem ersten Tag der letzten Regel berechnet.

Ab dem Tag der Befruchtung, wenn die eigentliche Schwangerschaft beginnt, sind es dann “nur” noch 266-267 Tage bzw. 9 Monate.

Übrigens: Alle Babys, die zwischen der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche und der vollendeten 42. Schwangerschaftswoche geboren werden, gelten als termingeboren.

Wie groß ist mein Baby in welcher SSW?

Unser Tool “Wie groß ist mein Baby?” zeigt Dir anhand von Früchten und Gemüse, wie groß oder wie lang Dein Baby in Deiner aktuellen SSW ungefähr ist.

Wähle Deine Schwangerschaftswoche

Dein Baby ist so groß wie ein Mohnsamen!

Bitte beachte, dass es sich nur um ungefähre Richtwerte handelt. Die genaue Größe Deines Babys im Bauch kann natürlich nur Dein Frauenarzt beim Ultraschall bestimmen.

Schwangerschaftskalender

1. Woche

Ihre letzte Monatsblutung.

2. Woche

Das Ei reift in den Eierstöcken heran, am Ende der Woche erfolgt der Eisprung.

3. Woche

Der Eisprung tritt ungefähr 14 Tage nach dem ersten Tag der letzten Monatsblutung ein. Die Befruchtung findet etwa zu diesem Zeitpunkt statt. Zwei Stunden nach dem Geschlechtsverkehr haben die Samenzellen die 17 bis 18 cm lange Distanz zum Ei überwunden. Etwa einen Tag nach der Befruchtung beginnt die erste Zellteilung. Fünf bis sechs Tage nach der Befruchtung nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein. Man nennt die Anlage jetzt Blastocyste. Der Gelbkörper im Eierstock wandelt sich zum Schwangerschaftsgelbkörper um. Er produziert Hormone, die in den nächsten acht bis zehn Wochen die Schwangerschaft erhalten.

4. Woche

Der Durchmesser des befruchteten Eis beträgt ca. 0,2 Millimeter – das entspricht der Größe eines Punkts. Das befruchtete Ei hat sich endgültig in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet, so dass der Embryo, der Dottersack und die Fruchtwasserhöhle vollkommen bedeckt sind. Ein Fibrinpfropfen verschließt das Loch zur Gebärmutter. Der Mutterkuchen bildet sich. Die Anlage fängt jetzt an das Schwangerschaftshormon zu bilden, was man zuerst im Blut und später im Urin feststellen kann. Der Embryo kann jetzt durch den Mutterkuchen Sauerstoff und Nahrung aufnehmen.

5. Woche

FRUCHT: Die Größe der Fruchtanlage beträgt jetzt ca. einen Millimeter. Die Anlage des Rückenmarks beginnt sich zu einem Rohr, dem Neuralrohr zu verschließen. Die ersten Blutzellen und Blutadern entwickeln sich. Es hat sich ein rohrförmiges Herz gebildet, das nun zu schlagen beginnen wird. Die Arm- und Beinknospen werden gebildet.

MUTTER: Die Periode ist ausgeblieben. Viele Schwangere machen jetzt den Urin-Test.

UNTERSUCHUNG: Im Ultraschall kann man kann die Fruchthöhle als kleinen, schwarzen Punkt erkennen. Umgeben ist diese Anlage von einem Ring aus der unreifen Mutterkuchenanlage.

6. Woche

FRUCHT: Die Größe der Fruchthöhle beträgt jetzt neun bis 15 Millimeter. Der Embryo misst etwa drei bis fünf Millimeter. Die Organe des Embryos beginnen sich zu entwickeln. Vorformen des Kiefers entstehen. Die Mundöffnung ist geschaffen. Das innere Ohr wird gebildet. Es entstehen Großhirnbläschen. Das Herz schlägt mit einer Kammer. Eine Scheidenwand bildet sich im Herzen. Die Entwicklung des Darmsystems (vorderer, mittlerer und hinterer Darm) beginnt. Folgende Organe entstehen: Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse.

MUTTER: Viele machen jetzt einen Termin mit dem Frauenarzt aus. Spätestens jetzt sollten sie auf Alkohol und Nikotin verzichten. Es kann schon zu den ersten Symptomen wie morgendliche Übelkeit kommen. Gut helfen kann da ein Löffel Honig auf nüchternen Magen am Morgen, oder zwischendurch immer mal ein trockener Keks oder Zwieback. Die Ernährung sollte bewusster erfolgen. Nicht mehr an Menge, sondern nährstoffreich und ausgewogen sollte sie sein. Unter Umständen können Vitaminpräparate vom Frauenarzt verschrieben werden.

UNTERSUCHUNG: Im Ultraschall ist jetzt der Dottersack, eine runde Struktur, die später mit der Nabelschnur verschmilzt, erkennbar. Mit einem guten Ultraschallgerät kann man schon die ersten Herzaktionen als „Blinken“ wahrnehmen. Das erste Blut zirkuliert.

7. Woche

EMBRYO: Er ist jetzt fünf bis acht Millimeter groß. Die Fruchthöhle ist jetzt schon mit 25 Millimeter eindeutig zu sehen. Finger und Handgelenk bilden sich. Die Hände und Füße können als kleine Knospen unterschieden werden. Das Gesicht nimmt allmählich Formen an. Der vordere Darm entwickelt sich nach und nach zum Magen. Die Augen werden jetzt als kleine Vertiefungen an beiden Seiten des Kopfes sichtbar. Die Nase teilt sich. Die Harnleiter steigen von der primitiven Blase auf und verbinden sich mit dem Nierengewebe.

MUTTER: Die werdende Mutter bekommt vom Frauenarzt Tipps für das Verhalten während der Schwangerschaft. Zum Beispiel sollte sie wegen der Gefahr der Toxoplasmose engen Kontakt mit Tieren, vor allem mit Katzen, meiden. Medikamente, die dauerhaft wegen bestehender Erkrankungen der Schwangeren genommen werden müssen, werden genau auf schädigende Wirkungen kontrolliert. Es gibt einige Medikamente, die schon vor der Schwangerschaft abgesetzt werden sollten. Besteht ein Risiko für eine Chromosomenstörung, so kann eine frühe Untersuchung durch Choriozottenbiopsie, also die Entnahme des Gewebes, welches den späteren Mutterkuchen bildet, besprochen werden.

UNTERSUCHUNG: Jetzt werden die ersten Blutuntersuchungen durchgeführt. Antikörpertests gegen Toxoplasmose und Röteln sowie HIV werden durchgeführt. Die Blutgruppe, Rhesusfaktor und Antikörper werden untersucht. Jetzt sollten auch in weniger guten Ultraschallgeräten die Herzaktionen wahrgenommen werden.

8. Woche

EMBRYO: Jetzt kann man die Scheitel-Steiß-Länge, die etwa 9 – 13 Millimeter beträgt, gut einstellen.

UNTERSUCHUNG: In der Ultraschalluntersuchung wird nunmehr auf die Scheitel-Steiß-Länge zurückgegriffen und nicht mehr auf den Fruchthöhlendurchmesser, der jetzt ca. 32 Millimeter beträgt. Die Extremitätenknospen werden sichtbar. Im Ultraschall erinnert das Bild ein bisschen an ein Gummibärchen. Kopf- und Körperregion lassen sich klar erkennen. Die Gehirnbläschen bilden sich aus. Die Herzkonstruktion ist abgeschlossen. Die Plazenta beginnt die Versorgung des Embryos zu übernehmen.

9. Woche

EMBRYO: Die Sitzgröße des Embryos (vom Steißbein bis zum Kopf) beträgt jetzt 17 bis 22 Millimeter. Am Kopf verlagern sich die Ohren mit Ohrmuschel an den „richtigen“ Platz. Die Augenlider bedecken die Augen. Der Hals nimmt Formen an. Er streckt sich. Man erkennt den Bauch und den Rücken. Die Bildung der Körpermuskeln ist bald abgeschlossen. Die Kiefer sind vollständig entwickelt. Mundhöhle und Nase sind vereint. Ohren und Nase zeichnen sich ab. Die Nieren reifen aus.

MUTTER: Die für die Schwangerschaft typischen Beschwerden, wie morgendliche Übelkeit oder Erbrechen können sich verstärken Auch Appetitänderungen sind für diesen Zeitraum typisch. Der Bedarf an Eiweiß steigt etwas an. Sind die Beschwerden stark ausgeprägt, sollte der Arzt um Rat gefragt werden werden.

UNTERSUCHUNG: Im Ultraschall kann man die ersten wurmartigen Bewegungen erkennen. Das Herz schlägt etwa 145 Mal pro Minute.

10. Woche

EMBRYO: Dieser ist jetzt ca. 35 Millimeter groß. Finger und Zehen sind jetzt deutlich voneinander zu unterscheiden. Die Ausbildung der Geschmacksnerven beginnt. Die Anlage für alle 20 Milchzähne sind – wenn auch noch undeutlich – zu erkennen. Bei männlichen Föten bilden sich in den Hoden die ersten männlichen Hormone.

UNTERSUCHUNG: Ab dieser Woche ist es sinnvoll, das erste Ultraschall-Screening durchzuführen. Bei guter Lage kann man die Nackenfalte ausmessen. Man hat festgestellt, dass sie ab einer bestimmten Dicke ein Hinweiszeichen auf eine Chromosomenveränderung sein kann. Bei der Darstellung des Rückens sollte auf den vollständigen geachtet werden. Außerdem wird auch die Bauchdecke beurteilt. Findet sich ein Nabelbruch, so sollte er ein bis zwei Wochen später nochmals kontrolliert werden, weil es sonst ebenfalls ein Hinweiszeichen für eine Chromosomenveränderung sein kann. Zur Diagnostik kann eine Chorionzottenbiopsie (Zellentnahme aus dem unreifen Mutterkuchen) durchgeführt werden.

11. Woche

EMBRYO: Die Größe des Embryos beträgt jetzt 35 bis 45 Millimeter. Der Kopf bekommt eine rundlichere Form. Die Augenlider sind deutlich erkennbar. Jetzt sind im Großen und Ganzen alle wichtigen Organe entwickelt. Sie müssen nur noch an Größe zunehmen.

UNTERSUCHUNG: Beim Ultraschall sollte jetzt der Geburtstermin kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden. Außerdem wäre es jetzt günstig, falls noch nicht geschehen, die Nackenregion des Kindes anzuschauen.

12. Woche

FETUS: Das Kind wird jetzt nicht mehr Embryo genannt, sondern FETUS. Das Kind fängt an sich spontan zu bewegen. Das Gesicht gleicht jetzt deutlich dem eines Menschen. Die Bauchspeicheldrüse nimmt ihre Funktion auf und produziert Insulin. Die Harnblase ist als kleiner schwarzer Punkt erkennbar. Die Urinproduktion kommt in Gang.

MUTTER: Das Gewicht sollte sich bis jetzt nicht wesentlich verändert haben. Viele Frauen spüren ein ausgeprägtes Ziehen in den Brüsten. Das Volumen der Brüste nimmt zu, der erste Schwangerschafts-BH kann zum Einsatz kommen. Die Übelkeit wird bei den meisten Schwangeren weniger.

UNTERSUCHUNG: Spätestens zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft werden Sie von Ihrem Frauenarzt den Mutter-Kind-Pass bekommen. Dieser begleitet Sie durch die gesamte Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre Ihres Kindes.

13. Woche

FETUS: Er ist jetzt ca. sechs Zentimeter groß und wiegt ungefähr 28 Gramm. Das Knochengewebe bildet sich aus und die Rippen werden deutlich. Die Nase und das Kinn sind deutlich zu erkennen. Er fängt an am Daumen zu lutschen. Er kann seinen Mund öffnen und schließen. Die Entwicklung der äußeren Geschlechtsorgane ist jetzt abgeschlossen.

MUTTER: Die Gewichtszunahme beginnt jetzt. Zunächst werden es 200 bis 250 Gramm pro Woche sein. Die Gebärmutter steht an der Schambeinkante. Ab jetzt kann die werdende Mutter einmal in der Woche den Scheiden-PH messen. Dieser Test kann möglichst frühzeitig Hinweise auf eine Scheideninfektion geben, die dann behandelt werden kann, um eine Frühgeburt zu vermeiden.

UNTERSUCHUNG: Bei guten Untersuchungsbedingungen kann man bereits das Geschlecht des FETUS bestimmen und sich schon mal Gedanken über den Namen des Kindes machen.

14. Woche

FETUS: Der Fetus misst etwa 7,5 Zentimeter und wiegt ca. 45 Gramm. Die Augen wandern nach und nach an ihre richtige Gesichtsposition. Die Wangen werden sichtbar. Die Nase tritt deutlicher hervor. Die ersten Haare kommen zum Vorschein. Die Ohren haben die richtige Position und die richtige Form eingenommen. Die Nieren produzieren Urin. Bei den weiblichen Feten verlagern sich die Eierstöcke in den Beckenbereich.

MUTTER: Sie haben jetzt ca. 400 bis 500 Gramm zugenommen.

15. Woche

FETUS: Ihr Kind ist jetzt etwa 9,5 Zentimeter lang und wiegt fast 70 Gramm. Es kann die Arme bewegen und die Hände zu Fäusten ballen.

MUTTER: Sie haben jetzt ca. 600 bis 750 Gramm zugenommen.

16. Woche

FETUS: Ihr Kind wiegt jetzt 100 Gramm. Fingernägel haben sich gebildet. Ihr Kind kann die Stirn runzeln, die Augen drehen und schlucken. Es beginnt zu hören.

MUTTER: Sie haben jetzt 800 Gramm bis ein Kilo zugelegt. Die Gebärmutter ist bei Schlanken schon tastbar. Sie endet etwa zwei Querfinger über dem Schambein. Nicht nur gegen Schwangerschaftsstreifen, das sind Risse im Bindegewebe, die durch die rasche Umfangszunahme entstehen, sondern auch zum eigenen Wohlbefinden können Sie beginnen, nach dem Bad oder der Dusche den Bauch zu massieren und einzucremen. Einfache Cremes reichen aus! Ihr Bauch erscheint langsam dicker, weil der Darm verdrängt wird und viele Schwangere mit Blähungen darauf reagieren.

UNTERSUCHUNG: Bis zur 16. Schwangerschaftswoche sollte die erste Mutter-Kind-Pass-Untersuchung durchgeführt werden. Auch eine Fruchtwasserpunktion (Amniocentese) kann durchgeführt werden. Sie gehört nicht zu den Routineuntersuchungen sondern wird vor allem Frauen ab 35 Jahren empfohlen.

17. Woche

FETUS: Die Sitzhöhe Ihres Kindes beträgt etwa 13 Zentimeter. Es wiegt ca. 100 bis 150 Gramm. Der Durchmesser des Kopfes beträgt ca. vier Zentimeter, die Füße sind ca. zwei Zentimeter lang. Es bildet sich eine wärmeregulierende Fettschicht an der Körperoberfläche des Embryos.

MUTTER: An den Leisten ausstrahlend bis in die großen Schamlippen kann immer mal ein Ziehen auftreten. Durch das Aufrichten der Gebärmutter werden die Mutterbänder gedehnt. Diese verlaufen von der oberen Gebärmutterkante durch den Leistenkanal und münden faserig in die großen Schamlippen.

18. Woche

FETUS: Sitzend misst Ihr Kind jetzt 14 Zentimeter, in voller Körpergröße fast 21. Die Netzhaut im Auge reagiert nun auf Licht. Der erste Stuhlgang (Meconium) sammelt sich im Darm an.

UNTERSUCHUNG: Die ersten Knochenkerne werden im Ultraschall sichtbar. Der Fetus ist sehr beweglich und schlägt Purzelbäume. Ihr Kind kann schon am Daumen lutschen.

19. Woche

IHR KIND Im Sitzen ist Ihr Kind etwa 15 Zentimeter groß und wiegt ca. 200 Gramm. Die Haut bildet jetzt eine schützende Wachsschicht (Vernix).

MUTTER: Sie haben jezt ca. 1.400 bis 1.750 g zugenommen. Die typischen Beschwerden haben nachgelassen. Bei den meisten stellt sich eine ausgeglichene Stimmung ein.

20. Woche

IHR KIND: Ihr Kind misst jetzt im Sitzen ca. 16 Zentimeter bzw. 24 cm in voller Größe und wiegt etwa 300 Gramm. Zehennägel bilden sich. Am gesamten Körper setzt jetzt der Haarwuchs ein. Die Haut wird dicker. Der Herzschlag ist hörbar. Das Geschlecht ist sichtbar.

MUTTER: Die ersten Kindsbewegungen werden spürbar. Die Gebärmutter endet drei Querfinger unter dem Nabel.

UNTERSUCHUNG: Ab jetzt kann auf Wunsch bzw. nach Absprache mit dem Frauenarzt das Organscreening durch Ultraschall stattfinden. Finden sich dabei Hinweiszeichen auf eine Infektion, kann Blut aus der Nabelschnur entnommen werden.

21. Woche

IHR KIND: Der Fetus ist von Kopf bis Fuß 25 Zentimeter lang und wiegt ca. 350 Gramm. Das Kind nimmt rasch an Gewicht zu. Das Geburtsdatum kann bis auf eine Woche anhand der Kopfgröße festgelegt werden, die jetzt ca. fünf Zentimeter im Durchmesser beträgt. Bei den Mädchen wird die Scheide ausgebildet, und die Eierstöcke enthalten bereits über sechs Millionen Eier. Vor Eintritt der Geschlechtsreife wird die Anzahl der Eier auf 300 bis 400 reduziert. Bei den Jungen bildet sich allerdings noch kein Samen.

22. Woche

IHR KIND: Ihr Kind ist jetzt ca. 27 Zentimeter lang und wiegt über 350 bis 400 Gramm. Die Gewichtszunahme beträgt zu diesem Zeitpunkt über 70 Gramm pro Woche.

MUTTER: Sie haben jetzt zwei bis drei Kilo zugenommen.

23. Woche

IHR KIND: Ihr Kind kann jetzt saugen. Es wiegt etwa 500 Gramm. Die Augenbrauen sind sichtbar. Das Kind reagiert auf Geräusche und entwickelt einen Schlaf-Wach-Rhythmus. Es kann von den Bewegungen der Mutter geweckt werden.

24. Woche

IHR KIND: Es wiegt um die 550 Gramm, misst 30 Zentimeter und nimmt jetzt 85 Gramm pro Woche zu. Die Augenwimpern sind deutlich zu sehen. Würde es jetzt geboren, hätte es erste Überlebenschancen.

MUTTER: Die Gebärmutter endet am Nabel. Manche Frauen leiden jetzt vermehrt an Sodbrennen. Durch die Hormone in der Schwangerschaft werden die glatten Muskeln entspannt, leider auch die Verschlussmuskeln zwischen Speiseröhre und Magen. Deshalb kann vermehrt Magensaft in die Speiseröhre zurückfließen, was das unangenehme Sodbrennen hervorruft. Zur Neutralisation kann man dagegen Säure-Tabletten oder Heilerde einnehmen.

25. Woche

IHR KIND: Ihr Kind ist jetzt ca. 30 bis 35 Zentimeter groß und wiegt 650 bis 700 Gramm. Die Geschlechtsorgane sind fast vollständig entwickelt.

UNTERSUCHUNG: Ab jetzt sollte die dritte Mutter-Kind-Pass-Untersuchung durchgeführt werden. Dazu gehört auch ein Diabetes-Screening mittels Zuckertoleranztest, um das Vorliegen eines Schwangerschaftsdiabetes zu erkennen. Zudem wird eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt und ein Abstrich vom Gebärmutterhals zum Ausschluss von Infektionen genommen.

26. Woche

IHR KIND: Es misst ca. 35 bis 37 Zentimeter und wiegt über 750 Gramm. Die Füße sind fünf Zentimeter lang. Ihr Kind kann jetzt die Augen öffnen und schließen.

27. Woche

IHR KIND: Die Größe Ihres Kindes beträgt jetzt 37 Zentimeter, es wiegtetwa 900 Gramm. Der Kopf hat einen Durchmesser von sieben Zentimetern.

28. Woche

IHR KIND: Mit ca. 1000 bis 1100 Gramm wiegt es jetzt ungefähr ein Drittel des geschätzten Geburtsgewichts. Es ist etwa 38 Zentimeter groß. Die Füße haben jetzt eine Länge von fast 5,5 Zentimetern. Die Kopfhaare sind jetzt verhältnismäßig lang. Milchzähne haben sich unter dem Zahnfleisch gebildet.

MUTTER: Die Gebärmutter endet zwischen Rippenbogen und Nabel. Sie haben um 3.000 bis 4.500 Gramm zugenommen. Ab jetzt werden Sie rascher an Gewicht zunehmen. Der Bauch kann durch das Wachstum und die Spannung jucken. Eincremen hilft auch gegen diese Beschwerden. Bei einigen Frauen wird der Bauch manchmal hart. Passiert das nur in großen Abständen, ist das nicht ungewöhnlich. Wenn Sie sich darüber Sorgen machen, können Sie auch bei Ihrem Arzt eine Untersuchung machen.

UNTERSUCHUNG: Falls bis jetzt noch nicht erfolgt, dann wird nun der zweite Antikörpersuchtest gegen Blutgruppen-Antikörper durchgeführt. Rhesus-negative Schwangere bekommen danach Anti-D, also einen Antikörper gegen den Rhesusfaktor in den Muskel gespritzt.

29. Woche

IHR KIND: Ihr Kind hat jetzt eine Größe von 38 Zentimetern und wiegt 1,3 Kilogramm. Wenn es jetzt geboren würde, hätte es in der heutigen Zeit gute Überlebenschancen.

MUTTER: Die Geburtsvorbereitung mit Gymnastik kann beginnen. Durch die Gymnastik können zunehmende Rückenschmerzen positiv beeinflusst werden. Auch sollten Sie sich spätestens jetzt Gedanken machen, in welcher Klinik Sie entbinden möchten und sich dort anmelden. Bei ambulant geplanten Entbindungen kann es sinnvoll sein sich nach einer Hebamme, die nach der Geburt die Betreuung zu Hause übernimmt. Manche Frauen bevorzugen die Hausgeburt. Auch dabei ist es dringend erforderlich, sich über den Ablauf und die Voraussetzungen zu erkundigen.

30. Woche

IHR KIND: Es kann jetzt schmecken. Ihr Kind ist 38 Zentimeter lang und wiegt 1,4 Kilogramm. Der Kopfdurchmesser beträgt fast acht Zentimeter. Die Füße sind fast sechs Zentimeter lang. Die faltige Haut wird erheblich ausgeglättet. Bei den Jungen haben sich die Hoden in die Leisten verlagert. Ihr Kind ist nun fähig, seine Körpertemperatur selbst zu kontrollieren.

UNTERSUCHUNG: Das dritte Ultraschall-Screening sollte jetzt durchgeführt werden. Es gibt Hinweise auf die Entwicklung des Kindes und insofern auch auf die Funktion des Mutterkuchens. Man kann immer häufiger Atembewegungen beim Kind beobachten. Damit wird die Koordination der Muskeln geübt und es ist ein Zeichen des Wohlbefindens. Begonnen wird damit schon vor der 20. Schwangerschaftswoche.

31. Woche

IHR KIND: Seine Augen sind jetzt ganz geöffnet, das Kind kann zwischen Hell und Dunkel unterscheiden. Es wiegt jetzt 1,6 Kilogramm und misst 40 Zentimeter. Im Stehen misst es 37 Zentimeter. Die meisten Kinder liegen schon mit dem Kopf nach unten in der Gebärmutter. Allerdings können sie sich noch drehen.

32. Woche

IHR KIND: Die Größe Ihres Kindes beträgt 42 Zentimeter, sein Gewicht 1,9 Kilogramm. Der Durchschnitt des Kopfes beträgt 8,2 Zentimeter. Das Fettgewebe unter der Haut wird dicker. Bei den Jungen wandern die Hoden von den Leisten in den Hodensack. Die Haut bildet eine dicke Schicht `Käseschmiere´, das ist eine Fettschicht, die die Haut schützt.

MUTTTER: Für arbeitende Frauen beginnt jetzt der Mutterschutz.

33. Woche

IHR KIND: Das Gewicht Ihres Kindes beträgt jetzt fast 2,2 Kilogramm, seine Länge liegt bei 43 Zentimetern und der Kopf hat einen Durchmesser von ca. 8,5 Zentimetern.

MUTTER: Sie haben jetzt 5.000 bis 6.500 Gramm zugenommen. Darmträgheit tritt immer häufiger auf. Der Verstopfung entgegen wirken Magnesium, Milchzuckerprodukte sowie eine balaststoffreiche Ernährung und ausreichendes Trinken.

UNTERSUCHUNG: Im Blut sollte nach Antikörper gegen das Hepatitis B Virus gesucht werden, weil bei positiven Nachweis eine Impfung beim Neugeborenen durchgeführt werden sollte.

34. Woche

IHR KIND: Seine Größe beträgt jetzt 44 Zentimeter, sein Gewicht 2,2 Kilogramm. Die Fingernägel sind jetzt vollständig entwickelt. Sollte es frühzeitig zur Welt kommen könnte es mit diesem Körpergewicht theoretisch ohne größere Komplikationen fähig sein, zu überleben. Kinder, die zu einem noch früheren Zeitpunkt geboren werden, haben auf Grund der modernen Technologie ebenfalls gute Überlebenschancen.

35. Woche

IHR KIND: Es wiegt jetzt ca. 2,4 Kilogramm und misst 46 Zentimeter.

MUTTER: Sie haben jetzt 5.800 bis 7.500 Gramm zugenommen. Zwischen Woche 35 und 38 findet die letzte Mutter-Kind-Pass-Untersuchung statt.

36. Woche

IHR KIND: Ihr Kind ist jetzt ca. 47 Zentimeter lang und wiegt bald drei Kilogramm. Der Körper des Kindes wird jetzt mollig. Der Platz in der Gebärmutter wird weniger. Das Fruchtwasser nimmt insgesamt ab. Die Kindsbewegungen werden seltener. Wichtig ist, es ein paar Mal am Tag zu spüren. Sonst sollte man vorsichtshalber den Arzt aufsuchen.

MUTTER: Sie können jetzt das Zusammenziehen der Gebärmutter wahrnehmen. Das sind die so genannten vorgeburtlichen Wehen.

37. Woche

IHR KIND: Die Körpergröße Ihres Kindes beträgt etwa 48 cm, es wiegt bis zu 2,8 Kilogramm. Der Durchmesser des Kopfes beträgt über neun Zentimeter. Nach Abschluss der 37. Schwangerschaftswoche ist das Kind im Falle einer Entbindung keine „Frühgeburt“.

UNTERSUCHUNG: Jetzt kann die erste CTG-Untersuchung durchgeführt werden.

38. Woche

IHR KIND: Ab diesem Zeitpunkt ist die Reifung abgeschlossen. Im Falle einer Geburt liegt rechnerisch keine Frühgeburt vor. Die Entwicklung des Körperfetts wird fortgesetzt. Das Kind ist etwa 49 Zentimeter groß, das Gewicht liegt gewöhnlich bei 3 Kilogramm. Das flaumige Haar, das den Körper fast während der gesamten Schwangerschaft bedeckte, verschwindet. Die Falten in der Haut sind geglättet. Das Kind nimmt jetzt allmählich die endgültige Geburtslage ein. Die meisten Kinder liegen mit dem Kopf nach unten. Ungefähr drei bis vier Prozent kommen dennoch in Steißlage zur Welt, d. h. mit dem Po oder den Beinen zuerst. Durchschnittlich wird nur eines von sieben Kindern durch einen Kaiserschnitt zur Welt gebracht.

MUTTER: Die Vorsorge-Untersuchungen werden ab jetzt alle zwei Wochen durchgeführt. Der Koffer sollte schon gepackt bereit stehen.

39. Woche

IHR KIND: Die durchschnittliche Größe eines Babys bei der Geburt beträgt 50 bis 52 cm, das Gewicht etwa 3,4 Kilogramm. Der Kopfdurchmesser beträgt ca. 10 Zentimeter.

MUTTER: Sie haben jetzt 7.400 bis 9.500 Gramm zugenommen. Abhängig vom Ausgangsgewicht kann es auch zu diesem Zeitpunkt etwas mehr sein. Im Normalfall nimmt man zwischen sieben und 18 Kilogramm zu. Sehr dünne Frauen nehmen eher mehr zu, korpulente Frauen sollten eher weniger zunehmen.

40. Woche

Jetzt ist der rechnerische Zeitpunkt der Geburt gekommen. Die Babys halten sich allerdings nur zu einem kleinen Teil an den Termin. Sollte der Termin überschritten werden, so werden die Untersuchungen häufiger und die CTG-Kontrollen unter Umständen täglich durchgeführt. Es kann sein, dass ein Wehenbelastungstest erfolgen muss. Damit schaut man, ob der Mutterkuchen bei Belastung noch genug Reserven für das Kind hat. Sollte das nicht der Fall sein, oder besteht der Verdacht, dass es dem Kind bei beginnender Wehentätigkeit schlecht geht, versucht man durch die medikamentöse Reifung des Muttermundes unter stationären Bedingungen die Geburt in Gang zu bringen.

Zur Geburt herzlichen Glückwunsch und viel Kraft für die erste Zeit!

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Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr, Dr. Britta Bürger
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger

Aktualisiert am: 10.11.2014 | 00:00

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