Belladonna d6 dosierung kleinkind

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Belladonna

Wann wird Belladonna eingesetzt?

Die Krankheitszeichen, bei denen Belladonna eingesetzt wird, entsprechen zum großen Teil den vielfältigen Vergiftungssymptomen der Tollkirsche. Diese finden sich auf körperlicher, aber auch auf psychischer Ebene und sind oftmals ausgesprochen heftig. Gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie hilft ein Stoff gegen Beschwerden, die beim Gesunden durch eben dieses Mittel ausgelöst würden. Daher wird homöopathisches Belladonna besonders für akute Krankheiten verwendet.

Benutzt man das Mittel bei Entzündungen, soll man beachten, dass es nur im Anfangsstadium angewendet werden sollte. Die typischen Entzündungszeichen wie Schmerzen, Rötung, Schwellung und Überwärmung werten Homöopathen als Hinweis für die Belladonna-Wirkung. Ist aber bereits Eiter vorhanden, sollte man von der Belladonna-Anwendung absehen.

Es gibt aber auch einige chronische Krankheiten, bei denen Belladonna helfen soll. Diese chronischen Zustände entwickeln sich langsam und werden im Lauf der Zeit immer stärker.

Es gibt der Homöopathie zufolge ganz typische Auslöser für Krankheiten, die sich für die Belladonna-Anwendung eignen. Etwa nasse Haare oder kalter, trockener Wind, die eine Erkältung nach sich ziehen. Aber auch die Folgen von zu ausgiebigen Aufenthalten in der prallen Sonne sollen gut mit Belladonna behandelbar sein.

Krankheiten und Zustände, die gut auf Belladonna ansprechen sollen:

  • Mandelentzündungen (Angina tonsillaris)
  • Fieber
  • Harnblasenentzündungen
  • Brustentzündungen
  • Gelenkentzündungen
  • Grippale Infekte
  • Nasen-Nebenhöhlenentzündungen (Sinusitis)
  • Ohrenschmerzen, Mittelohrentzündungen (Otitis media)
  • Kopfschmerzen
  • Krampfhafte Magen-Darm-Beschwerden
  • Rückenschmerzen
  • Sonnenstich
  • Sonnenbrand
  • Verbrennungen
  • Hautinfektionen
  • Zahnschmerzen
  • Bluthochdruck

Es gibt einige Erkrankungen, bei denen Belladonna unter ärztlicher Kontrolle zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung gegeben werden kann: eitrige Mandelentzündung, Blinddarmentzündung, Scharlach, Masern, Mumps, Fieberkrämpfe, Grippe, Hirnhautentzündung, Hepatitis.

Hinweise zur Auswahl von Belladonna als homöopathisches Mittel

Typische Symptome und Beschwerden, die auf homöopathisches Belladonna als passendes Mittel hinweisen, sind:

  • Große Empfindlichkeit gegen Licht, Geräusche, Berührung, Erschütterung
  • Erkrankungen beginnen plötzlich und sehr heftig
  • Schmerzen kommen und gehen plötzlich
  • Hohes Fieber, teilweise mit Halluzinationen
  • Klopfende, pulsierende Kopfschmerzen, die sich durch jede Erschütterung verschlimmern
  • Heißes, rotes Gesicht
  • Erweiterte Pupillen
  • Trockener Mund aber kein Durst
  • Sichtbar pulsierende Halsschlagader im Fieber
  • Halsschmerzen besonders beim Schlucken
  • Erbrechen
  • Krampfartige Schmerzen
  • Kalte Hände und Füße, besonders im Fieber
  • Oft auf der rechten Körperseite schlimmer
  • Die Beschwerden werden besser im Schatten,in dunklen Räumen,beim Rückwärtsbiegen des Nackens,im Sitzen
  • Die Beschwerden werden schlimmer bei Bewegung,bei Sonnenhitze,durch Berührung und Erschütterung, bei Licht, bei Lärm

Diese Symptome können entweder die eigentlichen Krankheitszeichen sein oder auch zeitgleich auftretende Veränderungen vom Normalzustand. In jedem Fall sollen diese Zeichen darauf hinweisen, dass homöopathisches Belladonna helfen kann.

Belladonna für Baby und Kind

Wenn ein Kind eine akute Erkrankung hat, bei der Belladonna-Globuli helfen sollen, wird man dies dem Kind direkt ansehen. Das Belladonna-Kind hat ein stark gerötetes Gesicht. Lippen, Zahnfleisch und Zunge sind oft ebenfalls rot. Die Augen wirken glasig und die Pupillen sind geweitet. Oft sind diese Symptome bei sehr hohem Fieber vorhanden. Der Körper des Kindes glüht förmlich, man kann regelrecht auf einige Zentimeter Abstand fühlen, welche Hitze die Haut abstrahlt. Auch der Kopf des Kindes ist heiß, Arme und Beine sind jedoch kalt.

Mund, Zunge, Kehle und Nase sind sehr trocken. Auch die Haut ist trocken, bis auf die zugedeckten Körperteile. Hier ist die Haut oft verschwitzt. Trotz der Hitze und Trockenheit hat das Kind keinen Durst. Wenn überhaupt, verlangt das kranke Kind nach saurer Limonade oder Zitronensaft.

Hat das Kind Schmerzen oder andere Symptome, so tauchen diese meist sehr plötzlich auf, verschwinden aber auch ebenso schnell wieder. Die Schmerzen machen das Kind unruhig, unkonzentriert und teilweise regelrecht verwirrt.

Vor allem bei hohem Fieber treten mitunter Halluzinationen auf, die Kinder sehen Ungeheuer und andere erschreckende Bilder vor den geschlossenen Augen. Auch im Schlaf sind die Kinder meist unruhig und haben schlimme Träume. Manchmal schreien die Kinder vor Angst auf.

Was charakterisiert den homöopathischen Belladonna-Typ?

Der Belladonna-Konstitutionstyp ist gesund, vital und robust. Auch der Gemütszustand ist im Allgemeinen im Gleichgewicht. Da das Mittel zum größten Teil bei akuten Krankheiten eingesetzt wird, ist es auch nicht geeignet, eine Typbeschreibung für den gesunden Menschen zu liefern.

Wird ein Belladonna-Typ krank, fühlt er sich bedroht, reagiert er mit Fluchtverhalten und ist unruhig. Er soll Angst vor dem Tod haben. Nach der Theorie machen auch Tiere ihm Angst, besonders schwarze Hunde. Er neigt zu Wutausbrüchen, die sehr plötzlich auftreten können.

Andere Namen: Tollkirsche, Atropa belladonna

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: Belladonna wird häufig in den Potenzen D6, D12, C6 und C12 verwendet, seltener in den Potenzen C30 und C200.

Verschreibungspflichtig bis: Bis D3

Hauptanwendungsbereiche: Erkältungskrankheiten und grippale Infekte mit hohem Fieber, Kopfschmerzen, Arthritis, Bluthochdruck

Inhaltsangabe

Erscheinung

Im gesunden Zustand ist Belladonna lebendig, unterhaltsam und ausgeglichen. Während einer Erkrankung zeigen sich zuweilen heftige Gemütssymptome von Benommenheit und starker Unruhe bis hin zu Halluzinationen und Gewalttätigkeit. So kann es vorkommen, dass ein Belladonna-Patient während einer Erkrankung das Verlangen hat, zu schlagen, zu beißen, zu spucken oder an den Haaren zu ziehen.

Belladonna Anwendung

Belladonna ist ein wichtiges Mittel für alle Erkrankungen, die sehr plötzlich und sehr heftig auftreten. Dazu gehören insbesondere Erkältungen und grippale Infekte mit hohem Fieber, akute Entzündungen und krampfartige Schmerzen.
Typisch für Belladonna ist die große Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm, Gerüchen und Berührung. Die Beschwerden werden typischerweise von einem hochroten Kopf, klopfenden Halsschlagadern und erweiterten Pupillen begleitet.
Belladonna hilft bei krampfartigen Schmerzzuständen von Magen, Darm und Blase. Die Schmerzen kommen wie angeflogen und verschwinden ebenso plötzlich.
Das Mittel wird häufig eingesetzt bei akuten rheumatischen Schmerzen der Gelenke. Typisch ist eine große Empfindlichkeit gegenüber Berührung und kalte Luft, sowie eine große Unruhe.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Anwendungsgebiet Beschwerden/Symptome
Arthritis Die entzündeten Gelenke sind hochrot, heiß und geschwollen. Schmerzen schießen wie Blitze durch die Gelenke. Trotz der Schmerzen besteht eine große innere Unruhe. Der Patient muss sich ständig bewegen. Schlimmer durch Berührung. Besser durch Ruhe.
Bluthochdruck Belladonna ist eines der wichtigsten Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck, wenn der Blutdruck entgleist und ein Schlaganfall droht. Hitzewallungen, starke Kopfschmerzen, sichtbares Pulsieren am Hals, Herzklopfen und große Angst. Schlimmer durch Berührung und Bewegung. Besser durch Ruhe und Hinlegen.
Grippale Infekte/Erkältung Die Erkältung wird durch Temperaturwechsel ausgelöst, kommt ganz plötzlich und geht mit hohem Fieber einher. Das Gesicht ist hochrot und glüht förmlich. Die Pupillen sind erweitert. Kopf und Füße sind eiskalt, während der restliche Körper heiß ist. Trotz der großen Hitze besteht kein Durst. Schlimmer durch Licht, Geräusche, Berührung und nachmittags. Besser durch Liegen in einem warmen Zimmer.
Kopfschmerzen Die pulsierenden oder hämmernden Schmerzen beginnen im Hinterkopf und ziehen über die rechte Seite bis zur Stirn oder zum rechten Auge. Sie beginnen morgens und sind gegen 15 Uhr am schlimmsten. Das Gesicht ist heiß und rot. Kältegefühl im Kopf. Schlimmer durch Hitze, Licht, Geräusche, Gerüche, Berührung, Bewegung und während der Menstruation. Besser durch Liegen im Dunklen, Druck und kalte Umschläge.
Mandelentzündungen Eitrige Entzündung der Mandeln. Die Mandeln sind hochrot und geschwollen. Ständiges Verlangen zu Schlucken. Schlimmer auf der rechten Seite. Patienten ertragen nichts Enges am Hals. Besser durch Hinlegen und Ruhe.
Menstruationsbeschwerden Sehr unregelmäßige, starke und schmerzhafte Menstruation mit abwärtsdrängenden Schmerzen, die durch festen Druck gebessert werden. Die Blutung ist heiß und versetzt mit großen und dunklen Klumpen. Schmerzen oder Zysten im rechten Eierstock.
Nasennebenhöhlenentzündung Die Schleimhäute der Nase sind äußerst trocken. Hochrote Nase. Dünnflüssige, teilweise blutige Absonderungen. Kitzelreiz in der Nase mit Niesanfällen. Druckgefühl und starke Schmerzen, die bis zu den Zähnen ausstrahlen. Schlimmer auf der rechten Seite, durch Berührung und nach vorne beugen. Besser durch festen Druck.
Ohrenentzündungen Entzündung der Ohren mit pulsierenden oder klopfenden Schmerzen. Schlimmer durch Geräusche, rechts und nachts. Besser durch Druck und Ruhe.
Schwindel Schwindel in Verbindung mit Ohrgeräuschen, Hitze, Schweiß und Benommenheit. Schlimmer beim Umdrehen im Bett, durch das Drehen des Kopfes und durch Bücken. Besser durch Hinlegen.

Verbesserung:

  • Ruhe
  • Nach hinten beugen
  • In einem warmen Zimmer

Verschlechterung:

  • Geräusche
  • Licht
  • Kälte
  • Gerüche
  • Berührung
  • Bewegung
  • Luftzug

Weitere Anwendungshinweise

Belladonna Wirkung

Belladonna wirkt auf Herz und Kreislauf, den Kopf, das Nervensystem und das Gemüt.

Belladonna Dosierung

Belladonna wird typischerweise zur Behandlung akuter Erkrankungen eingesetzt. Zum Einsatz kommen meist die D- und C-Potenzen.
Von der D6- beziehungsweise der C-6-Potenz werden jeweils 3 Globuli alle halbe bis ganze Stunde eingenommen. Sobald sich die Beschwerden bessern, werden die Einnahmeabstände vergrößert. Maximal können diese Potenzen 6-mal täglich eingenommen werden.
Die D12- beziehungsweise die C12-Potenz kann 1 bis 2-mal täglich eingenommen werden. Bei Besserung wird die Einnahme auf 1-mal täglich verringert.

Belladonna in der Schwangerschaft

Das Mittel hilft bei extrem starker Überempfindlichkeit aller Sinne während der Schwangerschaft. Es wird Schwangeren gegeben, denen schon übel wird, sobald sie irgendetwas riechen. Das Gesicht ist rot und heiß. Die Übelkeit wird besonders im Hals empfunden. Das Erbrochene riecht sauer oder ist gallig. Die Belladonna-Übelkeit während der Schwangerschaft ist nachmittags und abends am schlimmsten.
Belladonna ist ein wichtiges Mittel gegen Rückenschmerzen während der Schwangerschaft. Der Rücken schmerzt, als würde er zerbrechen. Die Schmerzen treten plötzlich auf und verschwinden genau so plötzlich wieder. Das Bett fühlt sich hart an und die geringste Erschütterung im Bett verstärkt die Schmerzen.
Das Mittel wird eingesetzt, wenn Schwangere Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben. Entweder fließt der Urin in einem sehr schwachen Strahl oder er geht nur tropfenweise ab. Die Blasenregion ist sehr empfindlich gegenüber Druck und Berührung.

Belladonna für das Baby

Belladonna ist eines der wichtigsten Kindermittel. Es ist hilfreich bei akuten Kinderkrankheiten und bei der Zahnung in Verbindung mit hohem Fieber. Trotz Fieber verhalten die Kinder sich, als wären sie gar nicht krank. Sie spielen und toben herum und werden nicht müde oder erschöpft. Steigt das Fieber sehr hoch, kann es zu Wutanfällen kommen, bei denen die Kinder um sich treten, beißen und schlagen. Im Fieberdelirium kann es passieren, dass sie Dinge sehen, die gar nicht da sind.
Das Mittel hilft bei Koliken, die in der Bauchlage besser werden und durch festen Druck. Leichte Berührung oder Erschütterung verschlimmern die krampfartigen Bauchschmerzen.

Belladonna für Pferd, Hund und Katze

Lahmheiten bei Tieren, die mit Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung und Schmerz einhergehen, werden häufig mit Belladonna behandelt. Diese Symptome zeigt auch die akute Hufrehe bei Pferden, welche ebenfalls meist mit Belladonna behandelt wird.
Ebenso wie beim Menschen ist Belladonna bei Tieren hilfreich in der Behandlung hochakuter und fieberhafter Zustände. Die Tiere werden unruhig und angriffslustig. Sie beißen ohne Vorwarnung und steigern sich in Wut und Raserei.

Belladonna Nebenwirkungen

Belladonna ist aufgrund seiner Giftigkeit bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig und kann schwerwiegende Vergiftungssymptome nach sich ziehen. Ab der Potenz D4 gibt es keine Hinweise mehr zu Nebenwirkungen. Zu einer Verschlechterung der Beschwerden kann es jedoch zu Anfang der Behandlung und bei Überdosierung kommen. Die Einnahme ist dann zu pausieren.

Verwendung in Komplexmitteln

Belladonna ist in folgenden Komplexmitteln enthalten:

  • Viburcol N
  • Angin-Heel SD
  • Bronchobini Heel
  • Mucosa comp

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Autorin: Ulrike Schlüter – Heilpraktikerin

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis – mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen – tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!

Eine Mutter gibt ihrem Kleinkind drei homöopathische Kügelchen, um die Schmerzen beim Zahnen zu lindern. Minuten später hört das Baby auf zu atmen. „Meine Tochter brauchte Mund-zu-Mund-Beatmung und wurde ins Krankenhaus gebracht“, berichtete die Mutter später der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA. Der Wirkstoff der Kügelchen: Tollkirsche (Belladonna), ein äußerst beliebtes homöopathisches Mittel.

Wie die amerikanische Website „Statnews“ berichtet, hat die FDA von 2006 bis 2016 mehr als 370 Zwischenfälle im Zusammenhang mit der Einnahme der Tabletten oder eines belladonnahaltigen Gels gesammelt. In acht Fällen starben die Kinder nach der Einnahme des Mittels, das von dem US-Hersteller Hyland’s stammt. Zwei weitere Todesfälle traten nach anderen Produkten auf, schreibt „Statnews“, über deren Hersteller die FDA schweigt. Im Oktober 2016 nahm Hyland’s seine Mittel gegen schmerzhaftes Zahnen vom Markt.

Globuli offenbar überdosiert

Die FDA betont, dass noch ungeklärt ist, ob die homöopathischen Mittel tatsächlich zu den Todesfällen geführt haben. Die Tollkirsche enthält die Substanz Atropin, die unter anderem zu Herzrasen führen und bei Babys schnell über die Mundschleimhaut in den Organismus gelangen kann. Messungen der FDA ergaben, dass einige Tabletten mit Belladonna wesentlich mehr von dem Gift enthielten, als auf der Verpackung angegeben ist. Die FDA rät daher von homöopathischen Tabletten gegen Beschwerden beim Zahnen ab. „Die Reaktion des Körpers auf Belladonna ist bei Kindern unter zwei Jahren nicht vorhersagbar und setzt sie einem unnötigen Risiko aus“, sagte Janet Woodcock von der FDA.

Für Deutschland gab das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn Entwarnung. Die Sicherheit homöopathischer Arzneimittel werde vorab durch das Institut geprüft. Zwar gebe es auch in Deutschland homöopathische Mittel, die Tollkirsche enthielten, doch seien sie entsprechend verdünnt und unbedenklich. Es seien keine Fälle bekannt, in denen Menschen zu Schaden kamen, sagte ein Sprecher.

Homöopathie ist harmlos – aber nicht der Homöopath

Traditionell gelten homöopathische Mittel als besonders gut verträglich, weil sie meist so stark verdünnt („potenziert“) sind, dass sie keinen Wirkstoff mehr enthalten. Dennoch kann von ihnen eine indirekte Gefahr ausgehen. „Personen, die sich für Homöopathie entscheiden, setzen ihre Gesundheit unter Umständen aufs Spiel, weil sie Behandlungen zurückweisen oder hinauszögern, die nachweislich sicher und effektiv sind“, kritisierte eine australische Wissenschaftlerkommission, die 2015 die Wirksamkeit untersuchte. Es gibt Homöopathen, die mit den Kügelchen Krankheiten wie Ebola oder Aids bekämpfen wollen oder sie als Ersatz für eine Impfung ansehen. „Das ,hochpotenzierte’ homöopathische Mittel mag harmlos sein, aber das Gleiche kann man nicht von allen Homöopathen sagen“, spottet der Mediziner Edzard Ernst, Experte für alternative Medizin.

Über den wissenschaftlichen Wert der Homöopathie wird gestritten, seit es sie gibt. Vor rund 200 Jahren erfand Samuel Hahnemann die Methode. Damals steckte die wissenschaftliche Medizin noch in den Kinderschuhen. Therapien wie das Aderlassen waren oft eher schädlich als nützlich, sodass Hahnemanns Patienten zumindest von brutalen Eingriffen verschont wurden. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden Krankheiten allmählich besser verstanden und die „schulmedizinischen“ Behandlungen effektiver.

Zwar gibt es viele Studien, nach denen Homöopathie zu helfen scheint. Aus Sicht von Kritikern sind diese jedoch oft von geringem Wert. Je objektiver und wissenschaftlich hochwertiger eine Studie ist, umso seltener erweist sich die Homöopathie als wirksam. Es gebe keine stichhaltigen Belege, dass die Homöopathie Heilerfolge erziele, ergab die umfassende Auswertung der wissenschaftlichen Literatur durch die australischen Forscher.

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Homöopathie Globuli nicht besser als Placebo

Dennoch erfreut sich die Homöopathie ungebrochener Beliebtheit. Viele schwören auf die Heilkraft der Kügelchen. Skeptiker verweisen darauf, dass der Placebo- Effekt im Spiel ist: Die Begegnung mit einem einfühlsamen Heiler, der „genau das richtige Mittel hat“, könne Wunder wirken und die Besserung beschleunigen. Viele Patienten gehen zudem dann zum Arzt, wenn die Beschwerden am schlimmsten sind. Setzt danach der natürliche Heilprozess ein, wird er der Pille zugeschrieben, nicht dem Körper.

Allium cepa

Wann wird Allium cepa eingesetzt?

Allium cepa ist der lateinische Name der Küchenzwiebel. Um das homöopathische Mittel Allium cepa herzustellen, wird eine Essenz aus frischen Zwiebeln angefertigt und verarbeitet.

Die Hauptanwendungsgebiete der homöopathisch potenzierten Küchenzwiebel kann man bei sich selbst beobachten, wenn man eine Zwiebel schneidet. Man bekommt unweigerlich den Saft in feinen Spritzern in die Nase oder die Augen oder ist zumindest den ätherischen Dämpfen der Zwiebel ausgesetzt. Urplötzlich treten klassische Erkältungssymptome auf: wässriger Ausfluss aus der Nase, tränende Augen und Niesen. Der Nasenausfluss ist beißend und kann Nasenflügel und Oberlippe reizen. Verlässt man dann die Küche und geht an die frische Luft, ist der Spuk schnell vorbei. Verbleibt man in der warmen Küche, halten die Beschwerden lange an oder werden sogar noch schlimmer.

Genau dies sind die typischen Erkältungsbeschwerden, die gut auf das homöopathische Mittel Allium cepa ansprechen sollen. Aber auch andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen sollen gut damit behandelt werden können, wie beispielsweise Heuschnupfen.

Auch die Beschwerden im Verdauungstrakt, die mit dem homöopathischen Zwiebelmittel behandelbar sind, kennen viele Menschen. Ähneln sie doch sehr den Verdauungsbeschwerden, die empfindliche Personen durch den Genuss roher Zwiebel bei sich selbst beobachten können.

Typische Krankheiten und Zustände, die gut auf Allium cepa ansprechen sollen:

  • Erkältungen
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Allergien
  • Kehlkopfentzündungen
  • Mittelohrentzündung
  • Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Heiserkeit
  • Asthma
  • Darmkoliken

Typische Symptome und Beschwerden, die auf Allium cepa als passendes homöopathisches Arzneimittel hinweisen sollen, sind:

  • Fließschnupfen mit viel wässrigem, wund machendem Sekret
  • Reichliches, nicht reizendes Tränen der Augen
  • Kratzen im Hals, raue Stimme
  • Schmerzen im Kehlkopf beim Husten
  • Hustenreiz in den Bronchien
  • Die Beschwerden werden besser:
    • an der frischen Luftin kühlen Räumen
  • Die Beschwerden werden schlimmer:
    • in warmen Räumendurch Nasswerdenbei feuchtem, windigem Wetterabends

Diese Symptome können entweder die eigentlichen Krankheitszeichen sein, oder auch als zeitgleiche Veränderungen vom Normalzustand auftreten. In jedem Fall sollen diese Zeichen darauf hinweisen, dass Allium cepa ein passendes homöopathisches Mittel für den Kranken sein kann.

Common Cold (Homeopathy)

Primary Remedies

Arsenicum album

A person who has frequent colds, sore throats, and chest problems—with burning pain and feelings of weakness, restlessness, and anxiety—may benefit from this remedy. The person’s head may feel hot while the rest of the body is cold, and problems can be worse near midnight. The nose often feels stopped up, and the person may sneeze repeatedly, without relief. White, think, burning mucus may be produced.

Belladonna

This remedy relieves high fever of sudden onset with sweating.

Euphrasia

Red, watery, irritated eyes, frequent sneezing, and a mild, clear nasal discharge suggests a need for this remedy. The person may cough from irritation and from phlegm collecting in the throat. Symptoms can be worse at night, and the person tends to feel better from eating and lying down.

Natrum muriaticum

Colds with clear nasal discharge like egg-white, sneezing (which is often worse in the morning), headache, and a diminished sense of smell or taste may respond to this remedy. The person may develop cold sores around the mouth, and the lips can be chapped and cracked.

Nux vomica

This relieves spasmodic sneezing in the morning, with a dry nose during the night.

Pulsatilla

This remedy relieves non-irritant yellowish nasal discharge with a dry nose at night that becomes runny during the day, and loss of smell and taste.

Other Remedies

Aconitum napellus

This remedy relieves high fever of sudden onset, with a hot face and dry skin, especially after exposure to intense cold.

Allium cepa

This relieves spasmodic sneezing and runny nose with an irritating, watery discharge, improved by fresh air.

Baryta carbonica

This remedy is indicated for people who frequently catch colds from getting chilled. A runny nose and swollen upper lip, swollen lymph nodes, tonsils, and adenoids are typical symptoms. This remedy is often helpful to children who are bashful and slow to develop.

Dulcamara

When a person comes down with a cold after getting wet and chilled, or if colds come on when the weather changes, this remedy should come to mind. A stopped-up nose and face pain are likely. A person who needs Dulcamara also tends to have allergies.

Ferrum phosphoricum

This remedy relieves low-grade fever with weakness and tendency to nosebleeds and earaches.

Gelsemium

Lethargy and aching, with headache and droopy eyes, often indicate this remedy. Fever and chills run up and down the spine, and heat or pressure may be felt in the face and nose. A person who needs Gelsemium often trembles and is shaky, or feels extremely dull. This remedy is often helpful for colds that come on in hot weather.

Hydrastis canadensis

This remedy relieves thick nasal discharge that irritates the throat.

Kali bichromicum

This helps relieve thick, greenish, irritating nasal discharge.

Kali iodatum

This remedy relieves runny nose with acrid watery discharge, with pain at the base of the nose.

Kali muriaticum

This helps relieve ear congestion with cracking sounds in the ear, worsened by the change in pressure.

Mercurius solubilis

A person who needs this remedy is extremely sensitive to temperatures, and experiences night sweats and drooling during sleep. Swollen lymph nodes and bad breath are other indications. The person’s nose may feel raw, and the tonsils or ears often become infected.

Phosphorus

A person whose colds go easily to the chest often responds to this remedy. One nostril may be blocked while the other runs. Hoarseness, laryngitis, and nosebleeds are other likely symptoms. The person often is thirsty for cold drinks and feels better from massage. People who need this remedy often feel weak, „spaced out,“ and anxious or fearful when ill.

Rhus toxicodendron

If a cold begins with stiffness and body aches, especially during cool damp weather or weather changes, and leads to nasal congestion or sore throat, this remedy should come to mind. The person feels extremely restless and often paces or fidget. Warmth and motion bring relief, both physically and mentally.

Sulphur iodatum

This remedy relieves lingering symptoms (cough, nasal congestion) after a severe cold or flu.

Products for Babies

Uses

Temporarily relieves symptoms of colds, including accumulation of mucus in chest, throat and nose, cough with expectoration of thick, discolored mucus, runny nose, sneezing, nasal congestion and irritability, fussiness and occasional sleeplessness.

Active Ingredients & Purpose

Allium Cepa 6X HPUS runny nose with mucus, hacking cough, sore throat Bryonia Alba 6X HPUS stubborn mucus in throat, cough with yellowish mucus Chamomilla 3X HPUS irritability, fussiness, occasional sleeplessness Coffea Cruda 3X HPUS occasional sleeplessness, restlessness Euphrasia Officinalis 6X HPUS cough with mucus in chest Hepar Sulph Calc 12X HPUS cough up mucus, mucus rattle with cough, stubborn mucus in chest Hydrastis 6X HPUS cough with mucus, dry, sore throat, sleeplessness due to mucus in throat Natrum Muriaticum 6X HPUS accumulation of mucus in throat, cough up mucus Phosphorus 30X HPUS cough with expectoration of yellow mucus, chest congestion Pulsatilla 6X HPUS accumulation of mucus, discharge of thick yellowish mucus, loose cough Rumex Crispus 6X HPUS runny nose and sneezing Silicea 12X HPUS nasal congestion Sulphur 12X HPUS cough with thick mucus, chest congestion, nasal congestion

“HPUS” indicates that the active ingredients are in the official Homeopathic Pharmacopoeia of the United States.

Inactive Ingredients

Citric Acid, Glycerine, Glycyrrhiza Extract, Purified Water, Sodium Benzoate.

Warnings

As with any drug ask a doctor before use if pregnant or breast-feeding. Consult a physician if:

  • Symptoms persist for more than 7 days or worsen
  • Inflammation, fever or infection develops
  • Symptoms are accompanied by high fever (101°F)
  • Cough tends to recur or is accompanied by high fever, rash or persistent headache.

Keep this and all medications out of the reach of children. In case of accidental overdose contact a medical professional or a Poison Control Center immediately.

Do not use this product for persistent or chronic cough such as asthma, smoking, emphysema or if cough is accompanied by excessive mucus, unless directed by a licensed health care professional.

A persistent cough may be a sign of a serious condition. Sore throat warning: Severe or persistent sore throat or sore throat accompanied by high fever, headache, nausea, and vomiting may be serious. Consult a doctor promptly.

Do not use if preprinted tamper band is broken or missing.

In case of emergency, contact a medical professional or Poison Control Center immediately. Hyland’s may also be contacted for emergency information about our products 24 hours a day, 7 days per week at 1 (800) 624-9659.

Arnica

Wann wird Arnica eingesetzt?

Arnica ist das beste homöopathische Mittel bei Verletzungen und Gewebsschäden aller Art. Es kann auch dann eingesetzt werden, wenn das eigentliche Verletzungsereignis bereits weiter zurückliegt.

Die Arnica-Wirkung soll Blutungen, Schmerzen und Schwellungen nach einem Sturz oder sonstigen Verletzungen verringern und den Heilungsprozess günstig beeinflussen.

Die homöopathische Zubereitung von Arnica eignet sich aber nicht nur zur innerlichen, sondern auch zur äußerlichen Anwendung. Durch Auflagen, Umschläge und Einreibungen könnten Entzündungsreaktionen und Verletzungen der Haut gemildert werden.

Typische Krankheiten und Zustände, die gut auf Arnica ansprechen:

  • Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Überdehnungen
  • Beschwerden nach großer Anstrengung wie zum Beispiel Muskelkater
  • Blutergüsse
  • Blaues Auge nach einem Schlag
  • Nasenbluten nach einem Schlag
  • Schläge auf den Kopf
  • Muskelzerrungen und –risse
  • Geburten
  • Schock nach einem Unfall
  • Vor und nach Operationen
  • Alte Verletzungen, die weiterhin Beschwerden verursachen
  • Zahnschmerzen
  • Grippe mit Gliederschmerzen

Typische Symptome und Beschwerden, die auf Arnica als passendes homöopathisches Arzneimittel hinweisen, sind:

  • Zerschlagenheitsgefühl
  • Lahmes, gequetschtes, geprelltes Gefühl oder Wundheitsgefühl am ganzen Körper
  • Kann nicht schlafen, weil sich das Bett zu hart anfühlt
  • Jede körperliche Bewegung wird vermieden
  • Benommen und zitternd, mit Neigung zur Ohnmacht
  • Verwirrt nach einer Verletzung
  • Übelkeit und Kopfschmerzen nach einer Verletzung
  • Der Verletzte sagt, es sei alles in Ordnung und er möchte in Ruhe gelassen werden
  • Fürchtet sich vor Berührung und hat Angst davor, dass eine Behandlung alles noch verschlimmert
  • Die Beschwerden werden besser: durch Ruhe und Hinlegen, Aufenthalt im Freien, Wärme.
  • Beschwerden werden schlimmer: durch Bewegung und Berührung, körperliche Überanstrengung, Kälte, Erschütterungen, hartes Bett.

Diese Symptome können entweder die eigentlichen Krankheitszeichen sein, oder auch als zeitgleiche Veränderungen vom Normalzustand auftreten. In jedem Fall weisen diese Zeichen darauf hin, dass Arnica ein passendes homöopathisches Mittel für den Kranken sein kann.

Arnica für Baby und Kind

Wie für Erwachsenen ist das Fallkraut auch für Kinder das wichtigste Mittel bei Verletzungen. Typische Beschwerden wie Schockzustände, Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse können ohne große Überlegung mit Arnica D30 behandelt werden. Aber auch Arnica D6 Globuli sollen helfen Kinderblessuren schneller zu regenerieren.

Häufig kommt Arnica in der Schwangerschaft zum Einsatz, wenn die werdende Mutter einen Unfall hat. Aber auch schmerzhafte Kindsbewegungen können durch die Arnica-Wirkung gebessert werden. Während der Geburt können Arnica-Globuli die Wehenschmerzen lindern, den Geburtsschmerz verringern und die Nachgeburt erleichtern. Sind ein Kaiserschnitt oder ein Dammschnitt nötig, können Arnica-Kügelchen ebenfalls hilfreich sein.

Muss ein Kind mit der Saugglocke oder der Zange auf die Welt geholt werden, helfen möglicherweise auch Arnica-Globuli. Dosierung und Potenz sind hierbei meist ein typisches Arnica D12 Anwendungsgebiet. Die gleiche Arnica-Dosierung kann man verwenden, wenn man dem Neugeborenen über das seelische Geburtstrauma hinweghelfen will.

Muss ein Baby oder Kind operiert werden, kann Arnica vor der OP vorsorglich verabreicht werden. Arnica nach einer OP können helfen die Schmerzen zu reduzieren und die Wundheilung zu beschleunigen.

Was charakterisiert den Arnica-Typ?

Der Arnica-Typ ist ängstlich und empfindlich. Er ist sehr schreckhaft und möchte am liebsten in Ruhe gelassen werden. Auch und vor allem dann, wenn es ihm schlecht geht und er Hilfe bräuchte.

Wie wird Arnica angewendet?

Arnica montana ist ein homöopathisches Einzelmittel, das als Arnica-Globuli, Tabletten oder als Tropfen erhältlich ist. Zur äußeren Anwendung gibt es Arnica-Tinktur, die man für Umschläge oder Bäder verwenden kann. Allerdings kann man auch Arnica-Tropfen benutzen, um Verletzungen äußerlich zu behandeln.

Auch viele homöopathische Komplexmittel, die zur Behandlung von Verletzungsfolgen empfohlen werden, enthalten Arnica montana. Diese gibt es in Tabletten-, Tropfen-, Spray- und Salbenform. Für unterwegs gibt es sogar Feuchttücher, die mit Arnica versetzt sind.

Kleinere Blessuren eignen sich besonders für die wiederholte Arnica-D6-Anwendung. Im Notfall ist das aber nicht die einzige mögliche Dosierung. Arnica D6 wird am häufigsten benutzt, aber letztendlich kommt es darauf an, Arnica so schnell wie möglich zu verabreichen und nicht, ob man Arnica D4, Arnica D6 oder D12 benutzt.

Höhere Potenzen, wie beispielsweise Arnica C200, sollten möglichst nur nach Verordnung durch einen Homöopathen eingesetzt werden. Sie kommen bei schweren Verletzungen oder den Spätfolgen zurückliegender Unfälle zum Einsatz. In beiden Fällen ist von einer Selbstbehandlung abzusehen. Hier ist es auch möglich, mit Hochpotenzen wie Arnica C1000 erfolgreich zu behandeln.

Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Arnica unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.

Typische Arnica-Anwendungsgebiete

Verletzungen

– Erstmittel bei jeglicher Verletzung.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Bei schweren Verletzungen Arnica D30 oder Arnica C30 täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Gelenkschmerzen

– Das Gelenk fühlt sich an als sei es verrenkt und ist stark berührungsempfindlich.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Hexenschuss (Lumbago)

– Bei Hexenschuss, der durch eine Verletzung ausgelöst wurde. Der Betroffene fühlt sich wie zerschlagen.

3 Globuli Arnica C30 einnehmen. Im Bedarfsfall mehrmals täglich wiederholen.

Knochenverletzungen

– Bei jeder Knochenverletzung durch einen Schlag oder Stoß. Auch als erstes Mittel bei Knochenbrüchen.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Bei schweren Verletzungen Arnica D30 oder C30 täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Krampfadern

– Berührungsempfindliche, gestaute Krampfadern mit einem Gefühl wie gequetscht oder geprellt.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Muskelkater

– Nach zu langer körperlicher Anstrengung oder Überanstrengung. Die Muskeln fühlen sich wie zerschlagen an und sind berührungsempfindlich. Besserung durch Ruhe und Liegen, Verschlimmerung durch Bewegung und Berührung.

Arnica C30 einmalig. Falls nötig am nächsten Tag wiederholen.

Nasenbluten

– Nach einer Verletzung oder einem Schlag auf die Nase, sowie bei einer Verletzung der Nasenschleimhaut (auch Nasenoperationen).
– Auch nach großer körperlicher Anstrengung.

Arnica C30 oder Arnica C200 einmalig einnehmen.

Schlafstörungen

– Nach körperlicher Anstrengung, häufig mit Muskelschmerzen. Der Betroffene wälzt sich im Bett hin und her und findet keine Ruhe.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Schock nach Unfall oder Verletzung

– Nach einer akuten Verletzung. Der Verletzte behauptet, alles sei in Ordnung und er brauche keine Hilfe.

Einmalig Arnica C30 einnehmen.

Schwangerschaft und Geburt

– Vor, während und nach der Geburt einsetzbar.

Je nach Problem kann hier Arnica in Potenzen bis Arnica C30 eingesetzt werden. Die homöopathische Therapie der (auch stillenden) Mutter ist für das Kind unschädlich, sollte aber in Absprache mit der Hebamme durchgeführt werden.

Schwindel nach Schädelprellung

– Nach Kopfverletzungen wie Schädelprellung oder Gehirnerschütterung. Unbedingt ärztlichen Rat einholen!!
– Auch bei Drehschwindel, der zum Hinfallen führt.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Bei länger anhaltendem Schwindel Arnica D30 oder C30 täglich.

Nur nach ärztlicher Abklärung!

Sehnenscheidenentzündung

– Durch Überanstrengung. Der Bereich ist berührungsempfindlich. Verbesserung durch Ruhe, Verschlechterung durch Bewegung.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Zerrungen, Verstauchungen, Verrenkungen und Prellungen

– Mit Schmerzen und Schwellung. Der Betroffene ist sehr berührungsempfindlich und fühlt sich kaputt und zerschlagen.
– Besonders in Verbindung mit Blutergüssen und Schwellungen ist Arnica das Hauptmittel. Es sollte schnellstmöglich eingenommen werden. Verbesserung durch Ruhe, Verschlechterung durch Bewegung.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Zahnschmerzen

– Ziehende oder dumpfe Schmerzen zum Beispiel nach Bohren oder Zahnextraktion.

– Auch bei Verletzungen des Zahnfleischs oder Druckbeschwerden durch Zahnersatz.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Hinweis: Das Konzept der Homöopathie und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.

Die sanften Kügelchen liegen im Trend – und wirken bei den häufigsten Beschwerden. Bei Praxisvita finden Sie eine Übersicht aller Anwendungsgebiete für Globuli.

Globuli – Bestandteil der klassischen Homöopathie

Sie sind nur einen Millimeter klein, aber die Erfolgsstory der Globuli ist riesengroß: 57 Prozent aller Deutschen haben schon einmal homöopathische Mittel ausprobiert, 25 Prozent sind sogar überzeugte Homöopathen. Doch über die Heilkraft der Kügelchen-Medizin wird heftig gestritten. Denn obwohl ihre Wirkung wissenschaftlich nicht bewiesen ist, können Tausende homöopathische Ärzte in Deutschland von Heilerfolgen ihrer Patienten berichten.

Grundgedanke dieser Naturmedizin ist, Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen: „Wer zum Beispiel Fieber hat, wird ein Mittel bekommen, das bei Gesunden Fieber auslösen würde, etwa Belladonna“, sagt Sven Sommer, Heilpraktiker und Autor. Das Prinzip: Durch die leichte Verstärkung der Beschwerden sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden. Dazu werden die Substanzen stark verdünnt – manchmal bis ins Unendliche. Bei der Potenz D1 etwa wird ein Tropfen eines Wirkstoffs mit 9 Tropfen Wasser vermischt. Das Mischungsverhältnis bei der Potenz D9 entspricht der Menge eines Tropfens in einem Tanklaster, bei D23 schwimmt ein Tropfen im Mittelmeer.

VIDEO: So werden Globuli hergestellt

Chronische Krankheiten zählen zu den Globuli Anwendungsgebieten

Wichtigste Disziplin der Homöopathie sind chronische Erkrankungen, aber auch akute Beschwerden wie etwa Kopfschmerzen werden erfolgreich behandelt. Viele gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn ein Kassenarzt mit Zusatzausbildung in Homöopathie die Behandlung ausführt. Die zehn Bestseller aus der Globuli-Apotheke gegen häufige Beschwerden im Überblick:

Globuli Anwendungsgebiete im Überblick

Belladonna

Der Klassiker unter den Globuli ist das wichtigste Homöopatikum bei allen akuten Entzündungen in Hals, Nase und Ohren. Die Beschwerden treten dabei plötzlich und heftig auf. Die Tollkirsche hat sich außerdem bei krampfartigen oder klopfenden Beschwerden und Kinderkrankheiten (Scharlach, Mumps) bewährt.

Die Tollkirsche hat sich bei krampfartigen Beschwerden und Kinderkrankheiten bewährt© Fotolia

Dosierung: D6, 3-mal täglich 5 Globuli.

Arnika

Auch Bergwohlverleih genannt, ist die homöopathische Antwort auf Verletzungen aller Art, ein schneller Helfer bei Prellungen, Schürfwunden, Muskelkater und Sportverletzungen. Arnika nicht bei offenen Wunden anwenden.

Dosierung: D6, 3-mal täglich 5 Globuli.

Gelsemium

Sie leiden immer wieder unter Kopfschmerzen, sogar Migräne, haben dumpfe pulsierende Schmerzen und sind so müde, dass Sie die Augen kaum offen halten können? Dann empfehlen Homöopathen den wilden Jasmin.

Dosierung: D4, 2-mal täglich 2 Globuli.

Die homöopathischen Kügelchen des Giftsuchmachs lindern Rückenprobleme aller Art© Fotolia

Nux vomica

Die Brechnuss hilft vor allem, wenn Alkohol, deftiges Essen oder Stress auf Magen und Darm schlagen. Typische Beschwerden sind Sodbrennen, Übelkeit, Bauchweh. Betroffene frieren und sind überempfindlich gegen alle Sinnesreize.

Dosierung: D12, 2-mal täglich 5 Globuli.

Apis

Bekannt wurde die Honigbiene durch ihre lindernde Wirkung bei Wespenstichen. Sie punktet vor allem bei entzündlichen Beschwerden mit brennenden, auch juckenden Schmerzen (Blasen- und Nierenentzündung) und als Hilfe bei Allergien. So konnte in Tierversuchen ihre Wirkung als natürliches Antihistaminikum nachgewiesen werden.

Dosierung: D12, 3-mal täglich 5 Globuli.

Pulsatilla

Die Küchenschelle ist das meistgekaufte Homöopathikum für die Frau. Das Globuli-Kügelchen gilt als sanfter Hormonregler und wirkt vor allem Stimmungsschwankungen und Unregelmäßigkeiten der Regel entgegen.

Zu den Globuli Anwendungsgebieten gehören auch Gelenkschmerzen. Bryonia lindert die Beschwerden sanft© Fotolia

Dosierung: D6, 3-mal täglich 5 Globuli.

Rhus toxicodendron

Ob Hexenschuss, Ischias oder steifer Nacken – Rückenprobleme gehören in die Obhut des Giftsumachs, vor allem wenn sie als Folge von Verheben, Nässe, Kälte oder Zugluft auftreten. Typische Symptome sind Steifheit und Schmerzen bei Ruhe.

Dosierung: D12, 3-mal täglich 5 Globuli.

Bryonia

Sie fühlen Schmerzen in jedem Muskel? Die Gelenke sind rot, heiß und geschwollen, es sticht und reißt und sobald Sie sich bewegen, wird alles nur noch schlimmer? Dann sollten Sie an die rotbeerige Zaunrübe denken. Bryonia lindert Gelenkleiden, Rheuma, Hexenschuss, Rücken- und Kopfschmerzen. Typische Begleiterscheinungen sind Mundtrockenheit und Durst.

Dosierung: D12, 3-mal täglich 5 Globuli.

Ignatia

Zu den häufigen Globuli Anwendungsgebieten gehören depressive Verstimmungen und Schlafstörungen©

Die Ignazbohne wirkt ausgleichend auf die Psyche. Das homöopathische Mittel hat sich besonders bei depressiven Verstimmungen, Kummer und Schlafstörungen bewährt. Typische Auslöser der Beschwerden sind Kummer, Sorgen, Trennung und Verlust.

Dosierung: D6, 3-mal täglich 5 Globuli.

Aconitum

Eisenhut gilt als Fieberbremse. Wann immer Beschwerden heftig und plötzlich auftreten – typische Begleiterscheinungen sind Schüttelfrost, erhöhter Puls und Unruhe –, ist Aconitum für Homöopathie-Einsteiger das Mittel der Wahl.

Dosierung: D4, 3-mal täglich 5 Globuli.

Fünf Minuten Mathe: Die unglaubliche Potenz der Homöopathie

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Meine Frau schwört auf Homöopathie. Für jede Unpässlichkeit hat sie ihre Kügelchen. In einem Lederetui befinden sich etwa zwei Dutzend Röhrchen, und jedes enthält Streukügelchen, auch vornehm Globuli genannt. Je nach Diagnose (stechender Schmerz, trockener Husten, kalte Füße, heißer Kopf und so weiter) gibt sie dem Leidgeplagten wenige Globuli mit dem Hinweis, diese langsam im Mund zergehen zu lassen. Wenn’s ganz schlimm kommt, geht meine Frau zum Arzt oder Heilpraktiker. Er verschreibt Tropfen, die aber im Wesentlichen die gleichen Inhaltsstoffe haben.

Und man kann sagen, was man will, aber es hilft. Allerdings, nachrechnen darf ich das nicht. Die Homöopathie beruht auf zwei Grundprinzipien: Das erste heißt „similia similibus“ und bedeutet, dass jede Krankheit durch ein Mittel geheilt wird, das ähnliche Symptome auslöst wie die Krankheit. Zum Beispiel wird ein Bienenstich mit Apis mellifica, dem Gift der Honigbiene, behandelt. Das zweite Prinzip ist die Potenzierung, auch Dynamisierung genannt. Einfach gesagt: Es kommt auf den Inhalt der Globuli und die Dosierung an.

Jene Dosierungen beschreiben die Potenzen. Das Gute daran ist, dass Potenz zunächst das Gleiche wie in der Mathematik bedeutet. Die Homöopathen unterscheiden Zehnerpotenzen, die sie mit D bezeichnen, und Hunderterpotenzen, gekennzeichnet mit C. Die Angabe D6 bedeutet, dass der Wirkstoff um sechs Zehnerpotenzen, also um den Faktor 10{+6}, verdünnt wurde; in Apis mellifica D6 ist also nur ein Anteil von einem Millionstel der Urtinktur enthalten.

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In der Homöopathie ist wichtig, wie diese Verdünnung zustande kommt. Sie passiert nicht auf einen Schlag, sondern bei D6 werden sechs Mal zu je einem Tropfen der Flüssigkeit neun Tropfen Alkohol gegeben und dieses dann „verschüttelt“. D6 ist aber noch gar nichts. D30 ist eine durchaus übliche Dosierung. Und besonders wirksam, so die Lehre der Homöopathen, sind die Hochpotenzen, zum Beispiel C30. Bei Aconitum C30 wurde also das Aconitum 30 Mal um den Faktor 100 verdünnt. Das ergibt insgesamt den Faktor 100 30 , beziehungsweise 10 60 .

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Vergleicht man solche Verdünnungen mit anderen, sehr reinen Stoffen, versteht man nicht mehr, was da noch wirken soll. D6 enthält noch nachweisbare Spuren der Ursubstanz. Spätestens bei D9 wird es kritisch. Denn das reinste destillierte Wasser, das man erwerben kann, ist nur zu einem Milliardstel verunreinigt. Das heißt, ab D9 ist vom eigentlichen Wirkstoff weniger enthalten als die Verunreinigungen im saubersten Wasser. Bei den Hochpotenzen ist vom ursprünglichen Stoff nichts mehr vorhanden.

All das ficht meine Frau nicht an. Sie erklärt mir geduldig, dass Homöopathen nicht verdünnen, sondern potenzieren: Unlängst wurde ich von einer Wespe gestochen. Ich nahm Apis D6. Als das nach einem Tag nicht geholfen hatte, ging ich zu C30 über – und die Schmerzen waren weg!

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Der Autor ist Professor für Geometrie und Diskrete Mathematik an der Universität Gießen und Direktor des Mathematikums in Gießen

Neun homöopathische Arzneimittel für Kinder und Babys

Seien es akute Schmerzen, Unwohlsein oder Schlafprobleme: Geht es ihren Kindern nicht gut, leiden die Eltern mit! Vielen ist es aber wichtig, alltäglichen Wehwehchen nicht sofort mit hochdosierten Chemiekeulen zu begegnen.

Kinder sprechen auf Homöopathie besonders gut an

Am Anfang eines jeden kleinen Notfalls, den das Kind erleidet, steht natürlich: Trost. In den Arm nehmen, sanft wiegen und auf die Wunde pusten hilft, die ersten Schrecksekunden zu überstehen. Zusätzlich eignet sich jetzt der nebenwirkungsarme, aber effektive Zugang über die Homöopathie.

Vor allem Kinder sprechen auf behutsame Heilmittel an, denn die Ordnungskräfte des Körpers funktionieren in jungen Jahren besonders gut. Oft braucht der kindliche Organismus nur einen kleinen Schubs, um wieder ins Lot zu kommen.

Fünf homöopathische Sofort-Helfer bei akuten Beschwerden

Lifeline/Wochit

Homöopathische Mittel werden aus pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Substanzen hergestellt und bei der sogenannten Potenzierung so stark verdünnt, dass der Wirkstoff nur noch minimal enthalten ist. Dennoch werden die Informationen des Wirkstoffs auf einer feinstofflichen Ebene verstärkt, und zwar durch einen Prozess namens Verschütteln oder Dynamisierung. Mehr über das Prinzip und wie die typischen Potenzen entstehen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Bei folgenden Beschwerden von Babys und Kindern haben sich homöopathische Mittel bewährt:

  • Verletzungen
  • Fieber
  • Koliken
  • Blähungen
  • Zahnungsprobleme
  • Neugeborenenakne
  • Milchschorf
  • Ausschläge
  • Infektanfälligkeit
  • Schnupfen
  • Kummer
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Sonnenstich, -allergie

Dosierung von homöopathischen Mitteln für Kinder

Ob Tabletten, Kügelchen oder Tropfen: Homöopathie kennt verschiedene Darreichungsformen. Bei Kindern bieten sich Globuli an, weil die kleinen Zuckerperlen auch noch gut schmecken. Selbst Babys können sie leicht in die Wange geschoben werden und dort sanft zergehen.

Für die Selbstmedikationen eignen sich niedrige Potenzen wie D12 oder C12. Höhere Potenzen ab C30 sollten nur von erfahrenen Homöopathen angewandt werden.

Generell gilt: Medizinische Notfälle gehören in die Hände eines Arztes! Ebenfalls sollten Beschwerden, die sich durch die empfohlenen Mittel nicht bessern, ärztlich abgeklärt werden.

Neun Mittel gegen typische Beschwerden bei Kindern und Babys

1. Arnica bei Verletzungen

Ob blaue Flecken, Prellungen oder Zerrungen: Bei stumpfen Verletzungen sind homöopathische Arzneien aus Arnica – auch als Bergwohlverleih bekannt – die erste Wahl und beschleunigen die Wundheilung. Dann wird Arnica D12 als Salbe oder Tinktur auf die betroffene Stelle getupft und sanft eingerieben.

Auch bei seelischen Wunden, etwa verletzten Gefühlen, hat sich Arnica als wirksam erwiesen. Ebenso kommt diese Arznei vor medizinischen Eingriffen, etwa dem Zahnarzt, zum Einsatz.

Für die Anwendung sprechen weitere Symptome, etwa wenn das Kind sich wund fühlt, nicht berührt werden möchte, erschöpft und benommen ist, Ohrensausen sowie kalte Hände und Füße hat.

Weitere Mittel, die bei körperlichen Verletzungen helfen können, sind unter anderem: Apis mellifica, Belladonna, Cantharis, Aconitum, Staphisagria.

2. Aconitum bei Fieber

Das homöopathische Mittel wird bei plötzlichem Fieber, das mit Kältewellen einhergeht, angewandt. Außerdem kommt es bei panischen Angstzuständen und Schockzuständen zum Einsatz. Kinder, denen Aconitum hilft, sind unruhig, angespannt, tragen Ängste in sich und leiden unter Alpträumen, aus denen sie mit Herzrasen erwachen. Sie zittern und haben kalte oder taube Extremitäten.

Weitere Mittel, die bei Fieber helfen können, sind unter anderem: Belladonna, Chamomilla, Bryonia, Ferrum phosphoricum, Gelsemium, Pulsatilla.

3. Chamomilla bei Koliken und Zahnungsschmerzen

Kamille ist allseits bekannt als wohltuende Heilpflanze. In der Homöopathie gilt sie als Mittel der Wahl bei Blähungen und Koliken sowie Zahnungsproblemen bei Babys. Man erkennt den Bedarf an Chamomilla an Verhalten und Eigenschaften des Säuglings: Er krümmt sich, sein Bauch ist aufgetrieben. Er schreit untröstlich und beruhigt sich höchstens, wenn man ihn herumträgt. Bei Zahnungsbeschwerden ist oft eine Wange rot, die andere blass.

Weitere Mittel, die bei Blähungen und Koliken helfen können, sind unter anderem: Argentum nitricum, Belladonna, Calcium phosphoricum, Nux vomica, Sulfur.

Homöopathie: 15 häufige Beschwerden und welches Mittel hilft!

4. Sulfur bei Ausschlägen

Nässende Entzündungen, Neurodermitis, Ekzeme und Juckreiz können den Einsatz von Sulfur anzeigen. Die Haut ist trocken und schuppt sich. Kratzen hilft nur kurz und geht dann in Brennen über. Bei älteren Kindern zeigt Sulfur auch Effekte gegen Akne und eitrige Ausschläge.

Kinder, denen diese Arznei hilft, waschen sich nicht gerne, weil sie das als unangenehm empfinden. Sie wachen häufig nachts auf. Die Körperöffnungen sind gerötet, der Schweiß riecht unangenehm.

Weitere Mittel, die bei Ausschlägen helfen können, sind unter anderem: Apis mellifica, Belladonna, Arsenicum album.

5. Calcium carbonicum für die Abwehr

Das Mittel wird bei häufigen Infekte, vor allem der Atemwege, Augen und Ohren sowie des Verdauungssystems eingesetzt. Weitere Symptome sind vergrößerte Mandeln oder Polypen. Auch Störungen der Zahnentwicklung oder Fehlstellungen der Füße oder Beine lassen an Calcium carbonicum denken.

Bei Säuglingen wird es zudem gegen Neugeborenenakne und Milchschorf, bei älteren Kindern bei Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten sowie Problemen mit dem Gehör eingesetzt.

Mit Calcium carbonicum liegt man bei Kindern richtig, die im gesunden Zustand selbstgenügsam und zufrieden, aber träge sind und zu Übergewicht neigen. Bei Anstrengung schwitzen sie rasch und sind schnell erschöpft. Calcium-carbonicum-Kinder lieben Süßes und Eierspeisen.

Weitere Mittel gegen Infektanfälligkeit sind unter anderem: Echinacea, Dulcamara, Calcium phosphoricum, Silicea, Pulsatilla.

6. Pulsatilla gegen Schnupfen

Auch die Küchenschelle wird bei häufigen Erkältungen eingesetzt. Diese sind dann eher durch einen milden Verlauf gekennzeichnet. Die kleinen Patienten haben dabei keinen Durst und leiden an dickflüssigem Schnupfen oder Auswurf.

Weitere Symptome sind Weinerlichkeit, rasches Frieren oder Durchfall. Sowohl die körperlichen als auch die emotionalen Symptome sind sehr wechselhaft.

Weitere Mittel gegen Schnupfen sind unter anderem: Ferrum phosphoricum, Natrium muriaticum, Nux vomica.

7. Natrium muriaticum bei Kummer

Sensible, sehr verletzliche Kinder profitieren mitunter von Natrium muriaticum. Anlass des Kummers kann etwa die Trennung der Eltern, ein neues Geschwisterchen oder eine empfundene Demütigung in der Schule sein. Das Problem kann sich durch Bettnässen, Nägelkauen oder gar Essstörungen äußern.

Auch bei Sonnenstich oder -allergie kann Natrium muriaticum helfen.

Weitere Mittel, die bei Kummer helfen können, sind unter anderem: Ignatia, Pulsatilla.

Darreichungsformen in der Homöopathie

8. Belladonna gegen Entzündungen

Ein brennendes Gefühl, zum Beispiel an Schleimhäuten oder in der Blase, lässt an Belladonna denken. Die Kinder leiden an einer inneren Hitze, glühen vor Fieber, wollen aber kaum etwas trinken. Hals oder Ohren sind entzündet. Die Schmerzen fühlen sich pochend oder klopfend an.

Kinder, denen Belladonna hilft, können auch krampfartige Bauchschmerzen haben und geraten oft ganz plötzlich in Wut.

Weitere Mittel, die bei Entzündungen helfen können, sind unter anderem: Cantharis, Hepar sulfuris, Mercurius solubilis.

9. Nux vomica bei Übelkeit, Durchfall und Verstopfung

Erwachsenen helfen Mittel mit diesem Wirkstoff vor allem an Katertagen oder bei Morgenübelkeit in der Schwangerschaft. Doch auch Kindern kann die Brechnuss in homöopathischer Dosierung helfen: Bei Stress, Überreizung, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden – von Übelkeit bis Durchfall oder Verstopfung – hat sie sich bewährt.

An Nux vomica sollte man denken, wenn das Kind ein cholerisches Temperament hat, ihm vor allem morgens, schlecht ist. Hinzu kommen Geräusch- und Lichtempfindlichkeit sowie die Abneigung gegen intensive Gerüche.

Weitere Mittel, die gegen Übelkeit helfen, sind unter anderem: Bryonia, Ignatia, Okoubaka, Pulsatilla.

Weitere Mittel, die gegen Durchfall helfen, sind unter anderem: Argentum nitricum, Arsenicum album, Bryonia, Chamomilla, Okoubaka, Pulsatilla, Sulfur.

Die beliebtesten Globuli für Babys

Homöopathie als sanfter Helfer bei alterstypischen Beschwerden

Geht es dem eigenen Baby nicht gut, wünschen sich Eltern nichts mehr, als ihm schnell zu helfen. Die Homöopathie bietet hierfür einfache und auch für Laien verständliche Behandlungsmöglichkeiten. Homöopathische Globuli (Streukügelchen) sind frei von Nebenwirkungen und können aufgrund ihrer kleinen Größe schon Babys verabreicht werden. Im Vergleich zu vielen schulmedizinischen Medikamenten belasten sie den kleinen Organismus nicht unnötig mit chemischen Verbindungen und geben ihm über eine Aktivierung seiner Selbstheilungskräfte die Möglichkeit, selbst mit der Erkrankung fertig zu werden. Diese Gründe und die beobachteten Heilungserfolge waren für das in den letzten Jahren gestiegene Interesse von Homöopathie, auch in Kinderarztpraxen und –kliniken, verantwortlich.

Zu den möglichen Anwendungsgebieten, bei denen Homöopathie Babys helfen kann, zählen Erkältungssymptome wie Schnupfen, Husten und Fieber, Schlafschwierigkeiten, Schmerzen wie zum Beispiel die Dreimonatskoliken, Zahnungsbeschwerden, Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Verstopfung und Gedeihstörungen. Für jede dieser einzelnen Erkrankungen und Beschwerden stehen jeweils eine Auswahl an bewährten homöopathischen Arzneien zur Verfügung, unter denen je nach individueller Ausprägung das passende Mittel gewählt wird. Eine beispielhafte Anleitung zur richtigen Mittelfindung bei einer spezifischen Beschwerde bietet der Artikel „Pseudokrupp Husten beim Kind“.

Um in jedem Falle die Grenzen der Selbstbehandlung zu respektieren, sollten die ersten Ansprechpartner für Beschwerden oder Erkrankungen des Babys der Kinderarzt oder die Hebamme sein: Diese können die Ernsthaftigkeit der Symptomatik richtig einschätzen und den Eltern darüber Auskunft geben, ob eine homöopathische Behandlung ausreichend ist.

Wichtige Globuli für die homöopathische Babyapotheke
Ist das Baby krank, wollen Eltern rasch handeln. Wer Globuli einsetzen will, sollte die folgenden homöopathischen Arzneien in jedem Fall zu Hause vorrätig haben. Globuli stellen eine wertvolle Option dar, wenn Eltern ihr Kind auf natürliche Weise bei den typischen Beschwerden und Erkrankungen des ersten Lebensjahres unterstützen wollen. Entscheidend für den Erfolg einer Behandlung ist die richtige Mittelfindung, bei der die Beschwerden des Babys mit den charakteristischen Eigenschaften der gewählten Arznei möglichst übereinstimmen sollten.

Chamomilla

Beschwerdebild: Schmerzen bei weinerlicher, unruhiger und reizbarer Stimmung. Passt häufig bei Bauchschmerzen, Schlaflosigkeit oder wiederkehrenden Infekten.
Weitere Leitsymptome: Heftige Bauchschmerzen wie etwa die Dreimonatskoliken können das Baby zornig machen, während der Zahnung ist der Nachtschlaf gestört. Im Fieber zeigt sich typischerweise eine Wange rot, die andere weiß. Durchfälle treten häufig auf, besonders während der Zahnung. Der Stuhl kann grasgrün oder gelb sein, den Po wund machen und sauer oder nach faulen Eiern riechen.
Verbesserung der Beschwerden: Durch Getragenwerden und Bewegung.
Verschlechterung der Beschwerden: Abends bis um Mitternacht, während der Zahnung und durch Berührung.

Pulsatilla

Beschwerdebild: Ängstliches Baby, braucht viel Körperkontakt. Häufiges Schreien im Schlaf und beim Hinlegen. Weitere Leitsymptome: Das Baby will bei Schmerzen oder Schlafproblemen herumgetragen werden, stöhnt aber dann typischerweise weiter. Kein Stuhlgang gleicht dem anderen. Nach den Mahlzeiten ist langanhaltender Schluckauf möglich. Wichtiges Mittel bei frühkindlichen Harnwegsinfektionen, Augen- oder Mittelohrentzündung.
Verbesserung der Beschwerden: Durch Trost, Weinen, Frischluft und sanfte Bewegung.
Verschlechterung der Beschwerden: Durch Wärme, Liegen und reichliche Mahlzeiten.

Ferrum phosphoricum

Beschwerdebild: Hilfreich bei ersten Anzeichen einer „Erkältung“ wie Schnupfen, Husten, leichtes Fieber. Hilft außerdem bei Windelausschlag.
Weitere Leitsymptome: Beim Schnupfen niest das Baby meist häufig, bei Fieber kann das Gesicht blass sein, Röte und Blässe können sich aber auch abwechseln. Die erkrankten Körperteile wie zum Beispiel die Mandeln oder die Ohren sind meist gerötet.
Verbesserung der Beschwerden: keine Angabe.
Verschlechterung der Beschwerden: Nachts.

Belladonna

Beschwerdebild: Hochakute Beschwerden wie Schmerzen oder hohes Fieber, oft mit hochrotem Kopf. Extreme Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Licht oder Erschütterung.
Weitere Leitsymptome: Die Dreimonatskoliken setzen plötzlich ein, das Baby überstreckt sich, sein Bauch ist heiß und gespannt. Beim Windeln kann es schreien, da es Entblößen nicht mag. Bewährtes Mittel bei hochrotem und heißem Windelausschlag (Windeldermatitis).
Verbesserung der Beschwerden: In Bauchlage, beim Zurückbeugen des Kopfes und bei nur leichter Bedeckung.
Verschlechterung der Beschwerden: Durch Erschütterung, Berührung und Druck.

Nux vomica

Beschwerdebild: Sehr eigensinniges Baby, schon bei kleinen Störungen biegt es sich nach hinten durch oder zittert.
Weitere Leitsymptome: Die Arznei kann Babys mit Schnupfen, hartnäckigen Verstopfungen, Durchfall, häufigem Erbrechen und nächtlichem Reizhusten helfen. Das Baby ist typischerweise sehr empfindlich und schnell gereizt.
Verbesserung der Beschwerden: Durch warme Anwendungen und Ruhe.
Verschlechterung der Beschwerden: Durch geringste Anlässe, Druck und zu große Mahlzeiten.

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Homöopathie für Babys – von klein auf gesund

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