Beliebte namen 2015

Klassische Babynamen kamen 2016 gut an

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Kinder

Die Regensburger Vorlieben sind traditioneller als die bundesweiten. Den Liam- und Mila-Trend machen Eltern nicht mit.
Von Julia Ried, MZ

24. Dezember 2016 08:36 UhrSophia und Jakob waren 2016 die beliebtesten Namen für neugeborene Kinder in Regensburg.Foto: Barmherzige Brüder

Regensburg.Die kleine Sophie Schubert ist jetzt neun Monate alt. Im Laufe ihres Lebens wird das kleine Mädchen wohl viele Gleichaltrige mit dem gleichen Vornamen kennenlernen: Denn Sophie zählte 2016 zu den beliebtesten weiblichen Vornamen bei Regensburger Eltern und lag auch in der Region weit vorn. Die Eltern von Sophie Schubert haben damit kein Problem. Ihr Vater Thomas Schubert erzählt: „Ich habe den Allerweltsnamen überhaupt. Und mich hat es nie gestört.“ Wichtiger sei ihm und seiner Frau gewesen, dass der Vorname gut zum Nachnamen passt, dass er schön klingt. „Wir mögen einfach die traditionellen Namen“, sagt der 33-Jährige.

Bundesweit Emma und Elias vorn

Bundesweit mögen es zumindest die Eltern von Mädchen ebenfalls klassisch – wenn auch nicht ganz so traditionell wie die Regensburger. Das ergeben zumindest die Daten der Herausgeber der Internetseite www.babyclub.de. In der Prognose „Die beliebtesten Vornamen 2016“, die sie im Dezember an die Medien verschickten, heißt es: „Emma, Mia, Emilia, Sophie und Mila – das sind aktuell die fünf populärsten Mädchennamen auf babyclub.de. Bei den Jungs gehören Elias, Leon, Ben, Luca und Liam zu den Bestplatzierten.“ Dabei sei nur Liam neu in den Top 5.

Für den Trendmonitor wählen Nutzer der Seite – nach Angaben der Macher sind es mehr als eine Million im Monat – die beliebtesten Vornamen. Die Vorhersage stimme in der Regel zu 80 Prozent mit den Stichproben von Standesämtern und Geburtskliniken überein, rühmen sich die Herausgeber.

Anton Sedlmeier, als Leiter des Amts für Stadtentwicklung auch Regensburger Chef-Statistiker, hat auf unsere Anfrage hin eine Regensburger Top 5 der beliebtesten Babynamen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2016 erstellt. Was die Mädchennamen angeht, gibt es große Übereinstimmungen mit der Babyclub-Liste, stellt er fest. „Bis auf Mila sind bei uns alle vertreten.“ Doch es fällt auf: Die Regensburger Eltern lieben den Namen „Sophia“ in mehreren Variationen. 18 kleine „Sophias“ wurden bis 30. Oktober geboren, zehn „Sofias“ und vier „Sophies“. Außerdem in der Beliebtheitsstatistik vorne vertreten sind der 16-mal vergebene Name Anna (auf Platz 2), Lena (zehnmal gewählt, auf Platz 3), Emma (neunmal, auf Platz 4), Charlotte, Emilia und Johanna (jeweils achtmal, auf Platz 5).

Wenig Lust auf Modenamen

Was die Bubennamen angeht, so weicht die Babyclub-Prognose deutlich von der Regensburger Top-5-Rangliste ab. „Die tauchen bei uns alle nicht auf“, sagt Sedlmeier über die Namen Elias, Leon, Ben, Luca und Liam. In der Mitteilung von babyclub.de heißt es ergänzend, die in Deutschland „eher weiblich besetzten Namensendungen mit a“ hätten bei Jungennamen zunehmend an Popularität gewonnen. Doch die Regensburger machen diesen Trend nicht mit. In der Domstadt entschieden sich Eltern 19-mal für Jakob, 14-mal für Julian und Maximilian, 13-mal für Lukas und Noah, zwölfmal für Alexander und jeweils elfmal für Felix, Moritz und Paul. „Bei uns ist es eher traditionell. Der einzige ausgefallenere Name ist Noah“, sagt Sedlmeier. Der biblische Name David, der 2015 sehr beliebt bei Regensburger Eltern war, ist dagegen von den vorderen Plätzen im Ranking verschwunden.

Die Eltern in der Region um Regensburg haben ähnliche Vorlieben, das ist den Daten der Geburtskliniken zu entnehmen. In der Klinik St. Hedwig werden viele Frauen aus den angrenzenden Landkreisen entbunden und auch einige von weiter her. Emma, Anna, Sophia und Maximilian wählten die Eltern der hier bis 8. Dezember geborenen Kinder am häufigsten. Emilia und Lukas, Sophia und Elias waren die Favoriten der Mütter und Väter, deren Babys im Krankenhaus St. Josef zur Welt kamen.

Seit Jahren stehen traditionelle Namen in den Regensburger Ranglisten weit oben – auch wenn so manche Mama nicht damit rechnet. So sagt uns die 36-jährige Regensburgerin Veronika Westermeier, Mutter der dreijährigen Emma: „Wir wollten einen alten Namen, also eigentlich nicht so einen gängigen. Wir waren danach sehr überrascht, dass es so viele Emmas gibt.“

Namensforscher Knud Bielefeld

  • Statistik:

    Anders als in anderen Ländern wird in Deutschland keine bundesweite offizielle Statistik über die Vergabe der Vornamen geführt. Allerdings veröffentlicht der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld (Foto: dpa) aus Ahrensburg bei Hamburg Hitlisten der häufigsten Vornamen für jeden Geburtsjahrgang.

  • Vorgehensweise:

    Für seine Statistik wertete Bielefeld nach eigenen Angaben beispielsweise im Jahr 2015 183 396 Geburtsmeldungen aus 512 Standesämtern, Geburtskliniken und Geburtshäusern in Deutschland aus. Das sind ihm zufolge Daten von 25 Prozent aller im Jahr 2015 in Deutschland geborenen Babys. Seine Ranglisten werden jedes Jahr von Medien veröffentlicht und sind auf seiner Internetseite www.beliebte-vornamen.de abrufbar.

  • Kevinometer:

    Bielefeld bietet auf seiner Internetseite auch ein „Kevinometer“ an. Die Anwendung soll Auskunft geben, wie hoch das Risiko ist, dass über den Namen des Kindes gespottet wird – „wie über Kevin, Chantal und ,Schakkeline‘“, schreibt Bielefeld.

Sophia/Sofia und Noah machen das Rennen

Lieblingsnamen 2018

Sophia/Sofia bleibt weiterhin spitze: Schon zum fünften Mal ist es der Mädchenname, der in Freiburg am häufigsten gewählt wurde. 41 Eltern entschieden sich 2018 für diesen Namen. Schon in den Jahren 2012, 2014, 2016 und 2017 war er der beliebteste Name für neugeborene Mädchen. Am zweithäufigsten wurde 2018 wie schon im Vorjahr der Name Clara/Klara vergeben, er taucht 38 Mal in der Statistik auf.

Die Lätzchenindustrie wird’s freuen: Freiburg verzeichnet einen erneuten Geburtenrekord. Gut laufen dürften in den nächsten Jahren auch personalisierte Varianten mit den Namen Sophia und Noah. Foto: A.J. Schmidt

Bei den Jungennamen machte dieses Jahr Noah das Rennen – 49 Kinder wurden so genannt. Der Name zählte bereits 2009 und 2010 zu den meist gewählten in Freiburg. Auf Platz zwei der Namenshitliste steht Luca/Luka. An dritter Stelle stehen bei den Mädchen wie schon im Vorjahr Hanna(h), die jeweils 35 Mal gewählt wurde, und bei den Jungen Elias/Elyas mit jeweils 44 Nennungen.
Die Namen der Mädchen der Top drei standen bereits in den Vorjahren auf den vorderen Plätzen der Freiburger Lieblingsnamen, bei den Jungen haben Luca und Elias von den hinteren Plätzen aufgeholt. Zudem gibt es immer wieder Neueinsteiger, die zumindest im Jahr zuvor nicht in der Favoritenliste auftauchten. Bei den Mädchen sind das Charlotte, Lara, Paulina, Marlene und Mina. Bei den Jungen sind die Namen Alexander, Benjamin, Leonard, Eric/Erik, Leo, Julius und Tom neu oder erneut mit dabei.
Obwohl die Statistik klare Trends aufzeigt, sind viele Eltern bei der Namensgebung kreativ: Insgesamt wurden in Freiburg 2004 unterschiedliche Erstnamen vergeben, so viele wie nie zuvor. Nun sind es noch 29 Namen mehr als im Vorjahr.
Die Bedeutung spielt dabei für viele Eltern eine wichtige Rolle. Bestimmte Namen sind der Literatur oder Mythologie entlehnt, wie Europa (aus der griechisch-römischen Mythologie) oder Tulkas (Figur aus Tolkiens „Herr der Ringe“). Andere entstammen alten Sprachen, wie dem altenglischen oder dem althochdeutschen: Taron (abgeleitet von altenglisch „Mann der Erde), Landolin (abgeleitet vom althochdeutschen Namen Lando, was „Land/Acker“ bedeutet), Raigan (aus dem keltischen, es bedeutet „kleiner König“). Weitere Namen stammen aus anderen Sprachen: Aksel (dänisch für Vater des Friedens), Suvi (finnisch „Sommer“, „kleiner Sonnenschein“), Skylar („die Gelehrte“), Kuba (polnisch-tschechische Form für Jakob), Love, Heavenly Joy, İnci (türkisch für Perle). Eine originelle Idee hatten Eltern, die offensichtlich große Fans des Kultfilms „Krieg der Sterne“ sind: Sie nannten ihre Zwillinge Luke und Leya.
Das Ranking der beliebtesten Namen bezieht sich auf den Erstnamen. Rund die Hälfte der Kinder erhielt zwei Vornamen, etwa 45 Prozent einen. Drei Vornamen oder mehr bleiben die Ausnahme. Der mit Abstand beliebteste Zweitname in Freiburg ist und bleibt Marie – ganze 104 Mädchen mehr tragen ihn, gefolgt von Maria mit 84 Nennungen. Bei den Jungen wurde als Zweitname am häufigsten Alexander (39 Mal) gewählt, gefolgt von Elias (33 Mal) und Maximilian (23 Mal).

​​Geburten

5555 beurkundete Geburten – mit dieser Schnapszahl wurde der Rekord des Jahres 2017 (5540) noch einmal übertroffen. Bereits in den letzten Jahren waren die Zahlen immer weiter nach oben geklettert, so Standesamtsleiterin Dominique Kratzer. Das Standesamt registriert nicht nur den Nachwuchs der Freiburgerinnen und Freiburger. Gezählt werden alle Kinder, die hier geboren und beurkundet werden. Der Anteil der Auswärtigen liegt bei rund 55 %. Wie in den Jahren zuvor haben insgesamt etwas mehr Jungen (2.898) als Mädchen (2.657) in Freiburg das Licht der Welt erblickt.
Das Standesamt hat 109 Zwillingsgeburten beurkundet – etwas weniger als in den Jahren zuvor, 2016 und 2017 waren es noch 124. Ein Zwillingspaar hat es geschafft an zwei verschiedenen Tagen geboren zu werden: Ein Kind kam kurz vor Mitternacht auf
die Welt und sein Geschwisterchen in der ersten Minute des nächsten Tages. Ein Ehepaar hatte bereits 2010 Zwillinge auf die Welt gebracht und bekam nun 2018 noch einmal Zwillinge. Ein Zwillingspaar wird in Zukunft gemeinsam mit dem Papa feiern können: sie haben am gleichen Tag Geburtstag. Zudem gab es zwei Drillingsgeburten, wobei es einmal drei Schwestern und einmal drei Brüder waren.
98 Babys wurden zuhause geboren, das sind mehr als 2017 und genauso viel wie 2016.
Der Freiburger „Geburtstag des Jahres“ war der 12. Juli 2018: Mit 31 Neugeborenen war es der geburtenstärkste Tag. Deutlich ruhiger ging es in den Kreißsälen am 6. Januar und am 5. Juni zu, an beiden Tagen wurden nur je 6 Kinder geboren. Auf den Monat bezogen gab es die meisten Geburten im Sommermonat Juli (524), die wenigsten wie schon im Vorjahr im Februar (406). Der Blick auf das Datum bringt auch immer wieder kuriose Zufälle ans Licht: Beim Standesamt ging am gleichen Tag von zwei verschiedenen Kliniken eine nahezu gleiche Geburtsanzeige ein. Die beiden Mütter hatten genau den gleichen Vor- und Familiennamen, beide waren gleich alt und beide ledig. Bei einer anderen Familie ist der Vater am 19. Februar geboren, das Kind am 19. Juni und die Mutter am 19. Oktober, womit die drei Geburtstage jeweils genau 4 Monate auseinanderliegen.

Familie

Platz 10: Jonas

Den Vornamen Maximilian haben Väter und Mütter 2015 am häufigsten für ihre neugeborenen Söhne ausgewählt. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ermittelt. Sie fragte dazu bei 650 Standesämtern nach. Erfasst wurden mehr als 940 000 Vornamen, das sind etwa 90 Prozent aller Kinder, die im vergangenen Jahr geboren wurden. Insgesamt seien 2015 knapp 60 000 unterschiedliche Namen vergeben worden.

Erstmals ermittelten die Sprachexperten auch eine Liste der beliebtesten türkisch-arabischen Vornamen. Mädchen wurden demnach am häufigsten Elif genannt, Jungen Muhammed. Auf den zweiten Plätzen folgten Layla und Ali.

Die häufigsten Vornamen sind nicht zwangsläufig die beliebtesten Rufnamen – oft würden sie auch als Zweitnamen der Kinder gewählt. Deshalb unterscheiden die Sprachforscher seit 2013 in ihrer Auswertung zwischen Erst- und Zweitnamen. Diese Liste zeigt jedoch die ingesamt beliebtesten Vornamen für Jungen 2015.

Der Newcomer an Platz zehn. Jonas rückte von Platz zwölf erstmals unter die zehn beliebtesten Vornamen auf – und sorgte sogleich für eine Überraschung: Betrachtet man nur die Erstnamen, ist das sogar der beliebteste Jungenname überhaupt. Der Name Jonas bezieht sich auf den biblischen Propheten Jonas. Er kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „die Taube“, im übertragenen Sinne auch „der Friedliebende“. Varianten sind Jona und Jonah. Bekannter Vertreter ist der berühmte Tenor Jonas Kaufmann.

Die beliebtesten Vornamen 2015: Schneewittchen oder Finn: Diese Namen von Kinderhelden gaben Eltern ihren Babys

Auf diesen Plätzen liegen die „Star-Wars“-Helden aktuell

„Ich bin gespannt, wie der Name Finn sich macht“, sagt Bielefeld. Der Name des neuen Helden, nämlich Finn, sei nun in aller Munde. „Ich bin sehr gespannt, ob das eher abschreckt oder mehr für den Namen wirbt“, sagt der Experte. Im aktuellen Ranking hat Finn – nebst Y-Variante Fynn – Platz fünf inne.

Der alte „Star Wars“-Held Luke ist zwar noch nicht in den Top-Ten angekommen, aber laut Bielefeld ein Aufsteiger. Er hegt auch für Kylo Sympathie. So heißt der neue Schurke in der siebten Episode der Sternenkriegersaga. „Der passt vom Klang her ins Modenamen-Schema, und „y“ ist bei jungen Eltern im Trend“, sagt Bielefeld. Aber ob der Bösewicht als Namenspate herhält?

Shakira machte Milan populär

Vornamen in Deutschland werden auch von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden erfasst. Für 2014 ermittelte sie mithilfe der Standesämter als Favoriten bei den Erstnamen Hanna/Hannah und Luis/Louis. Sie präsentiert ihre Auswertungen jeweils im Folgejahr. Bielefeld stützt sich vor allem auf Geburtskliniken sowie Angaben von zehn Standesämtern.

Vorbild für den Shooting-Star des Jahres bei den Jungs – Milan – könnten Latin-Pop-Queen Shakira und der spanische Fußballspieler Gerard Piqué gewesen sein. Sie nannten ihren Erstgeborenen 2013 so. „Seitdem ist es der am stärksten aufstrebende Name“, sagt Bielefeld. „Wenn ein Name in den Medien vorkommt, wird er immer bekannter. Gerade wenn wir etwas hören, was wir mögen, dann mögen wir es anschließend noch lieber – ein psychologischer Effekt“, erklärt er.

Der Name Mila „geht ab“

„Ob die Bedeutung eines Namens den Eltern bewusst oder wichtig ist, weiß ich nicht“, sagt Bielefeld. Bei den Mädchen hat es Mila erstmals auf Platz zehn geschafft. „Der geht so ab der Name“, sagt der Hobby-Namensforscher. „Mila ist ein slawischer Name, und milo bedeutet lieb oder angenehm.“ Außerdem klinge es so ähnlich wie Mia, die diesjährige Top-Platzierte, oder Lina (Platz 7).

„Der Klang des Namens ist den Eltern wichtig“, sagt Bielefeld. Das hört er auch bei den anderen Vorwärtsdrängenden heraus: Elias und Emil, Ella und Tilda. Und Eleano, ein Neuling bei den Jungen, klingt für Bielefeld „einfach schön“. Außerdem tauchten Jasko und Teddy sowie bei den Mädchen Anjela als Variante von Angela, Floriana und Ximena erstmals auf.

Die beliebtesten Vornamen 2015 sind kurz

Auf der Hitliste 2015 dominieren aber erneut kurze Namen. Mia löst Emma an der Spitze ab. Die nun Zweitplatzierte hatte 2014 die bis dahin fünfjährige Siegesserie von Mia an der Seite von Ben gestoppt. Nun harmoniert dieses Favoriten-Doppel wieder.

Auf Ben folgen in diesem Jahr Jonas und Leon, die unter den Top-Ten im Vergleich zum Vorjahr Rangplätze mit Paul und Luis/Louis tauschten. Die „L“-Namen waren vor zehn Jahren noch der Renner: Lukas/Lucas, Leon und Luca/Luka gaben bei den Jungen auf den Plätzen 1 bis 3 den Ton an, bei den Mädchen war es damals die Erstplatzierte Leonie. Ihr folgten mit etwas Abstand Lea/Leah, Lena und Laura.

Auch ein Schneewittchen gab es 2015

Apropos Thronwechsel: Den gab es auch direkt wieder in Bayern, wo sich Maximilian seinen traditionsreichen Stammplatz an der Spitze von Vorjahressieger Lucas/Lukas zurückeroberte. Und auch Kurioses ist in diesem Jahr dabei. Wie bei der Neugeborenen, die sich zumindest vom Namen nach in der Grimmschen Märchenwelt wiederfinden dürfte: Gretchen Schneewittchen sei ihr amtlich eingetragener Name, sagt Bielefeld.

Vornamen von Neugeborenen – Statistiken

Erläuterungen

Vornamen können auf verschiedene Weise gezählt oder zusammengefasst werden.

Als Vorname gelten alle Zeichen im Vornamens-Feld der jeweiligen Quelle, zum Beispiel der Geburtsurkunde einer Person bis zum ersten Leerzeichen.

Exakte Schreibweise

Bei dieser Methode werden Vornamen ausgewertet, die im Vornamens-Feld des jeweiligen Datenregisters exakt gleich geschrieben werden.

Phonetisierung

Bei dieser Methode werden Vornamen zusammengefasst, die gleich ausgesprochen werden können. Recht eindeutig sind Namen wie Hanna(h), An(n)a oder Stephan/Stefan. Varianten wie Alexander und Aleksandar erscheinen auf den ersten Blick problematisch; üblicherweise werden sie jedoch ebenfalls gleich ausgesprochen.

Die Stadt Wien hat eine Liste dazu veröffentlicht: 50 KB CSV.

Etymologisierung

Bei dieser Methode werden Vornamen zusammengefasst, die dieselbe Herkunft/Wurzel (Etyma) haben. Sie werden sozusagen ins Standarddeutsche „übersetzt“. So wird Andrew zum Beispiel zu Andreas gezählt, Iskender zu Alexander oder Fernando zu Ferdinand.

Die Statistik Austria wendet diese Methode an und hat eine Liste dazu veröffentlicht: Vornamensvarianten (400 KB PDF).

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