Bauchweh BEI baby

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Erste Hilfe wenn das Baby Bauchweh hat

Wichtige Tipps um Blähungen beim Baby vorzubeugen

Bäuerchen gegen Blähungen
Viele Babys schlucken beim Trinken zu viel Luft. Am besten man lässt sie schon während der Mahlzeit zwischendurch aufstoßen. Am wichtigsten ist aber das berühmte Bäuerchen nach jeder Mahlzeit. Bei Flaschenkindern verhindern Sauger mit einem kleinen Loch zu hastiges Trinken. Beim Stillen sollte man darauf achten, dass der Mund die Brustwarze gut umschließt.

Beruhigender Tee
Ungesüßte Tees aus Fenchel, Anis oder Kümmel helfen bei geblähten Babybäuchen. Stillkinder lehnen das Trinken aus dem Fläschchen jedoch häufig ab. Hebammen empfehlen stillenden Müttern den Tee selbst zu trinken, denn die beruhigenden Kräuter sollen auch über die Muttermilch wirken.

Blähende Lebensmittel vermeiden
Die Ernährung der Mutter kann zwar die Zusammensetzung der Muttermilch beeinflussen, es gibt aber keine Beweise dafür, dass bestimmte Lebensmittel oder Getränke bei Stillkindern Blähungen verursachen. Möglicherweise reagieren Babys auf Speisezutaten empfindlich, von denen auch die Mutter Blähungen bekommt. Am besten man findet heraus, was Mutter und Kind nicht vertragen und verzichtet darauf.
Babys brauchen Struktur
Säuglinge machen in den ersten Lebenswochen eine enorme Entwicklung durch. Ihr Körpergewicht verdoppelt sich, beinahe jede Woche durchleben sie einen Entwicklungssprung und nehmen ihre Umwelt verändert wahr. Je nach Temperament kommen einige Kinder gut damit zurecht, andere hingegen reagieren sensibler. Umso wichtiger ist es, den Tagesablauf bereits in den ersten Wochen zu strukturieren. Babys brauchen einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus. Reize sollten reduziert werden. Durch das Führen eines Babytagebuches können mögliche Zusammenhänge zwischen Tagesablauf und vermehrten Schreiattacken erkannt werden.

Hilfe suchen
Schlafmangel und die belastende Situation mit einem schreienden Baby können Eltern verzweifeln lassen. Dann ist es wichtig, Hilfe anzunehmen und als Elternteil selbst wieder zur Ruhe zu kommen. Oft reichen schon ein paar Stunden ungestörter Schlaf oder ein Spaziergang an der frischen Luft. Auch ein Gespräch mit dem Kinderarzt, einer Hebamme, einer Stillberaterin oder der Austausch mit anderen Müttern machen die ersten drei Monate mit dem Baby leichter.

Nach der 12. Lebenswoche klingen die Schreiattacken meist ohne erklärbaren Grund ab. Das Baby hat sich an seine neue Umgebung gewöhnt und mit Hilfe der Eltern gelernt, sich selbst zu beruhigen.

Das sagt die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan

Kürzlich wurde mir eine kleine Patientin vorgestellt, die besonders stark unter Bauchweh in den ersten Lebensmonaten litt. Die Tage vor der Konsultation bei mir hatte sie ausdauernd viele Stunden am Tag geschrien, oft die Beinchen angezogen und viel, viel Luft im Bauch.

Untersuchungen bei Baby-Bauchweh

Wir schauten also zunächst mal nach, ob im Bauch etwas nicht in Ordnung war. Die Darmgeräusche waren normal – weder vermehrt, noch komisch klingend. Der Bauch war gebläht, man sah es schon so, aber bei der Perkussion (Abklopfen des Bauches) hörte es sich ganz deutlich hohl an – also war viel Luft vorhanden. Das Abtasten ergab keinen auffälligen Befund, der Bauch war weich und nicht schmerzhaft, die Organe nicht vergrößert, die Darmschlingen „quatschten“ auch nicht unter den Fingern (dieses Phänomen kommt bei Durchfall oft vor). Die Hautfarbe des gerade einen Monat alt gewordenen Mädchens war rosig, die Rekapillarisationszeit normal und die Pulse in der Leiste kräftig.

Essen, trinken und Hausmittel

Ein erwärmtes Kirschkernkissen auf den Bauch des Babys zu legen, kann helfen, Bauchweh zu lindernFoto: Fotolia

Die Mama hatte schon alles Mögliche versucht, um bei ihrem Baby das Bauchweh zu lindern: Sie ließ es bei den Stillmahlzeiten auch zwischendurch ein Bäuerchen machen, damit die Luft gar nicht erst in den Darm gelangen kann. Sie hatte auf ihre eigene Ernährung geachtet und keine Dinge gegessen, die als Blähungen-auslösende Lebensmittel bekannt sind sowie entblähende Tropfen zu den Mahlzeiten gegeben. Auch ein Kirschkernkissen kam angewärmt oft zum Einsatz, Darmflora-aufbauende Kapseln hatte die Hebamme schon vor Wochen aufgeschrieben und diese wurden seitdem auch täglich verabreicht. All das hatte nicht geholfen und der ganze Stress hatte schon dazu geführt, dass die Mama kaum noch Muttermilch hatte und mit den Nerven am Rande der Belastungsgrenze war – verständlicherweise.

Kümmel wirksam gegen Baby-Bauchweh

Wir machten also einen Plan – stillen nur soviel es geht, ohne Stress, alle weiteren Mahlzeiten sollte das kleine Mädchen als Flaschennahrung erhalten, zubereitet mit Fencheltee statt nur heißem Wasser. Zusätzlich verordnete ich Kümmelzäpfchen, die wirklich gut bei den Baby-Bauchweh helfen und eine kümmelhaltige Creme extra für Säuglinge, mit der man gut das Bäuchlein massieren kann, wenn es wieder weh tut.

Um herauszufinden, warum ein Baby Bauchweh hat, führen Kinderärzte bei der Untersuchung eine sogenannte Perkussion – Abklopfen des Bauches – durchFoto: Fotolia

Wir machten eine Blutentnahme, um eine Milchzuckerunverträglichkeit auszuschließen. Ich hielt das zwar für eher unwahrscheinlich, wollte aber lieber auf Nummer sicher gehen. Und ich gab ein Röhrchen für eine Stuhlprobe mit nach Hause, um nach Auswertung der Probe ausschließen zu können, dass eine Magen-Darm-Infektion vorlag, auch wenn sonst nicht viel dafür sprach. In einem Bauchultraschall, das einige Tage zuvor schon stattgefunden hatte, war viel Luft im Darm zu sehen, sonst keine weiteren Auffälligkeiten. Da der Bauch in der klinischen Untersuchung ohne pathologischen (krankhaften) Befund war, verzichtete ich auf einen erneuten Ultraschall.

Regulationsstörung kann schuld an Baby-Bauchweh sein

Wir vereinbarten einen Wiedervorstellungstermin in vier Tagen und die Mama ging etwas beruhigter nach Hause. Zum einen wusste sie, dass akut nichts schlimmes vorlag und zum anderen hatte ich ihr erzählt, wie viele Kinder in den ersten Monaten an diesen Problemen leiden. Es muss auch gar nicht immer der Bauch die Ursache sein, viele Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass hinter dem vielen Schreien primär eine Regulationsstörung steckt: Die Kinder können sich nicht von allein beruhigen. Durch das viele Schreien und Verschlucken von Luft kommt es dann sekundär zu Baby-Bauchweh.

Ich dachte, für heute sei der Fall erledigt. War er aber leider nicht. Kurz darauf rief die Mama in der Praxis an, die Tochter habe wieder ausdauernd geweint und nun haben beim Wickeln plötzlich eine Auffälligkeit entdeckt, die eben in der Praxis definitiv noch nicht da war. Das Kind hatte nun einen dicken, verschieblichen Knubbel in der rechten Leiste. „Oh-oh…“, dachte ich nur und bat die Mutter wieder in die Praxis zu kommen. Ich vermutete einen Leistenbruch durch das viele Weinen.

Leistenbruch als Ursache für Baby-Bauchweh?

Als ich die Kleine wiedersah, war die Schwellung in der Tat noch da, es war ein kleiner, harter Knubbel zu tasten, der vorsichtig in den Leistenkanal zurückgeschoben werden konnte und sodann weder sicht- noch tastbar war. Mir blieb nichts anderes übrig, als Mama und Kind in die Kinderklinik zu schicken, denn die Verdachtsdiagnose eines Leistenbruchs hatte sich erhärtet.

Der Leistenkanal ist kurz nach der Geburt oft noch nicht ganz verschlossen. Kommt es zu anhaltend hohem Druck im Bauch – wie bei ausdauerndem Schreien – kann sich der Darm in den Leistenkanal schieben. So entsteht der Leistenbruch. Da der Darm einklemmen kann, sollte ein Leistenbruch rasch behoben werden.

In der Klinik bestätigte sich mein Verdacht leider und die kleine Patientin wurde am Folgetag operiert. Sie hat alles gut überstanden, die Wunde ist reizlos verheilt und kaum noch sichtbar.

Und nicht, dass nun ein falscher Eindruck entsteht – die meisten Kinder, die unter Bauchweh in den ersten Lebensmonaten leiden, entwickeln keinen Leistenbruch! Es ist aber eine mögliche Komplikation. Wenn Sie also bei Ihrem Kind plötzlich eine Verhärtung in der Leiste tasten oder sie einen Knubbel sehen, der vorher nicht da war, könnte es sich um einen Leistenbruch handeln. Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Kinderarzt.

Blähungen beim Baby

Blähungen beim Baby: Das können Sie selbst tun

Produziert Ihr Kind zu viele Darmgase und leidet darunter, können Sie den Blähungen beim Baby mit Hausmitteln lindern.

Sie können zudem im Vorfeld ein paar Dinge beachten, damit Blähungen beim Baby gar nicht erst entstehen. Hilfreich sind schon einfache Dinge, wie lockere Kleidung, die den Bauch nicht einschnürt.

Blähungen beim Baby: Was hilft wirklich?

Eltern können Blähungen beim Baby mit Hausmitteln gut behandeln:

  • Wärme entspannt: warme Auflagen, warmes Bad, Kirschkernkissen
  • Bauchmassage beim Baby: Sanftes Streichen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel; Öle mit verdauungsfördernden Wirkstoffe, wie Fenchel, Anis oder Kümmel unterstützen dabei
  • Beim „Luft ablassen“ unterstützen: Langsames Hochschieben der Beine Richtung Oberkörper (Hockstellung)
  • Fliegergriff: Das Baby liegt bäuchlings auf Ihrem Unterarm und die Hand greift einen Oberschenkel, der Kopf des Babys zeigt Richtung Ellenbogenbeuge
  • Verdauungsfördernden Tee aus Fenchel, Anis oder Kümmel

Helfen gegen Blähungen beim Baby Hausmittel nicht, gibt es sanfte Medikamente aus der Apotheke:

  • Kümmelzäpfchen entspannen den Darm
  • Entschäumer (Simeticon) machen aus Schaum freies Gas und helfen so gegen Blähungen beim Baby
  • Homöopathie ist bei vielen Eltern beliebt. Manchmal lindern homöopathische Tropfen oder Globuli Blähungen beim Baby (Chamomilla)

Was tun, wenn das Baby Blähungen nachts quälen?

Treten die Verdauungsbeschwerden vorwiegend in der Nacht auf, ist das für alle Beteiligten besonders unangenehm. Folgende Punkte können dem Baby Blähungen nachts vielleicht ersparen:

  • Bequemer lockerer Schlafanzug
  • Ruhige Atmosphäre, Einschlafritual
  • Vor dem Einschlafen ein warmes Bad, eine Bauchmassage für das Baby oder ein Kirschkernkissen auf dem Bauch
  • Letzte Stillmahlzeit etwas nach vorne verlegen, später nur noch Tee
  • Simeticon oder Kümmelzäpfchen mit der letzten Mahlzeit oder zum Einschlafen

Blähungen Baby: Was tun, um vorzubeugen?

Das altbekannte „Bäuerchen“ ist nicht zwingend nötig. Hat Ihr Kind jedoch häufig Blähungen – egal ob Sie das Baby stillen oder ihm die Flasche geben – schadet ein „Bäuerchen“ sicher nicht. Folgendes können Sie tun, um das Aufstoßen zu erleichtern:

  • Aufrechte Position nach dem Trinken
  • Leichtes Klopfen auf den Rücken
  • Herumlaufen und sanftes Schaukeln
  • Haben Sie Geduld, mache Kinder brauchen etwas Zeit. Länger als ein paar Minuten müssen Sie es aber nicht versuchen.

Bekommt Ihr Baby die Flasche, achten Sie auf Folgendes:

  • Kein Stress: Sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre
  • Vermeiden Sie, dass die Milch übermäßig viele Blasen bildet; gegebenenfalls nach dem Anrühren kurz stehen lassen
  • Überprüfen Sie die Größe des Milchsaugers
  • Bevor Ihr Baby die Flasche in den Mund nimmt, sollte sich keine Luft, sondern Milch in der Spitze des Saugers befinden

Vorbeugend gegen Blähungen, wenn Sie Ihr Baby stillen:

  • Nehmen Sie sich Zeit, schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre und lassen Sie Ihr Baby langsam trinken!
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Baby die Brustwarze gut umschließt und richtig saugt.
  • Testen Sie verschieden Stillpositionen: Manche Kinder schlucken aufrecht sitzend weniger Luft.
  • Die ersten Schlucke Muttermilch enthalten viel Milchzucker, aus denen Darmbakterien Gase bilden. Ihr Baby sollte daher an jeder Brust länger trinken, damit es zur fettreichen Milch gelangt.

Stillende Frauen müssen blähende Nahrungsmittel nicht vorsorglich meiden. Nur wenn Sie bei sich selbst und Ihrem Kind Beschwerden feststellen, kann es sinnvoll sein, für ein bis zwei Wochen beispielsweise auf Zwiebeln oder Kohl zu verzichten. Bessern sich dadurch die Blähungen beim Baby nicht, dürfen die Produkte wieder zurück auf den Speisezettel.

Die besten Tipps, wenn ein Baby Bauchschmerzen hat

Häufig sind die Gründe für die Bauchschmerzen des Kindes, die gerne auch Drei-Monats-Koliken bezeichnet werden, nicht bekannt und auch nicht nachvollziehbar. Die Theorien reichen vom noch nicht vollständig entwickeltem Verdauungssystem bis hin zum Streßabbau. So unterschiedlich wie die Ursachen, können auch die Mittel sein, die gegen den schmerzenden Bauch helfen. Hier hilft geplagten Eltern nur das Ausprobieren. Aber seien Sie gewarnt: Was heute wunderbar funktioniert, kann am nächsten Tag schon absolut wirkungslos sein.

Der Bauch – das Zentrum der Gefühle

Der Bauch ist lange Zeit für Kinder der Ort, in dem sich Schmerzen zentrieren. Das hat etwas mit der Entwicklung der Nerven- und Reizweiterleitung zu tun. Deshalb kann es auch beim Kleinkind gut sein, dass es bei der Frage, wo es denn weht tut, auf seinen Bauch zeigt, obwohl es in Wirklichkeit Kopfschmerzen hat. Beim Säugling gilt dies umso mehr. Nicht nur Schmerzen und Unwohlsein, sondern auch Stress, Angst und Reizüberflutung können zu Blähungen und Bauchschmerzen führen. Das macht die Diagnose oft schwierig und um ein Mittel zu finden, das die Schmerzen lindert, hilft nur Ausprobieren.

Wärme beruhigt und lindert den Schmerz

Wärme ist häufig ein probates Mittel gegen einen harten, schmerzenden Bauch beim Baby. Geeignet sind Kirsch- oder Dinkelkernkissen, die die Wärme langsam abgeben. Auch das Wickeln unter einer Wärmelampe sorgt dafür, dass Baby immer schön warm bleibt. Um die Körpertemperatur, besonders bei Neugeborenen, stabil zu halten, eignen sich Wolle-Seide-Hemdchen und Wollhöschen mit hohem Bund. Kuschlig warm hat es das Baby auch an Ihrem Körper, besonders dann, wenn es gemütlich im Tragetuch liegt oder sitzt.

Massage und Windöl

Gerade dann, wenn die Bauchkrämpfe aus Stress oder Überreizung resultieren, kann eine Bauchmassage hilfreich sein. Sanft und ohne allzu viel Druck wird der Babybauch rund um den Bauchnabel im Uhrzeigersinn massiert. Unterstützt werden kann die Massage mit einem sogenannten „Windöl“, das in der Apotheke erhältlich ist und entblähende ätherische Öle enthält.

Die Anti-Kolikflasche gegen zuviel Luft im Bauch

In einigen Fällen resultieren die Bauchschmerzen daraus, dass ein Baby beim Trinken zu viel Luft schluckt. Das betrifft in der Regel Flaschenkinder. Hier kann eine spezielle Antikolikflasche Abhilfe schaffen, manchmal genügt auch die Verwendung eines Teesaugers. Besondere Sauger sorgen dafür, dass Baby nicht zu schnell trinkt.

Milchwechsel für Flaschenbabys

Wenn Flaschenbabys unter Bauchschmerzen leidet, kann ein Wechsel der Marke helfen. Wechseln Sie aber nicht zu oft und lassen Sie jeder Milchsorte etwas Zeit zu wirken. Bei Stillbabys kann der Milchwechsel durch eine Veränderung der Nahrung der Mutter herbeigeführt werden. Als Faustregel gilt hier: Was die stillende Mutter gut verträgt, wird auch dem Baby gut bekommen.

Die richtige Haltung

Es gibt unzählige Körperhaltungen, die Sie ausprobieren können, wenn Ihr Baby Bauchweh hat. Beliebt, bekannt und immer wieder hilfreich ist der Fliegergriff, bei dem Sie den Säugling bäuchlings auf Ihrem Unterarm lagern. Andere Babys reagieren positiv darauf, wenn sie „über die Schulter geworfen“ werden, andere beruhigt eine aufrecht hockende Haltung vor der Brust.

Federwiege oder Hängematte

Oft hilft eine eingerollte Haltung dem Baby gegen Bauchschmerzen. Die ist im Tragetuch gegeben, aber auch in guten Babyhängematten oder Federwiegen. Vor allem letztere führt durch die Haltung und das zusätzliche Wippen häufig dazu, dass das eben noch schreiende Baby sanft entschlummert.

Bauchwehmedizin

Auch medikamentöse Mittel gegen Babys Bauchweh sind erhältlich. Meist handelt es sich dabei um Entschäumer, die die Luftbläschen im Bauch platzen lassen. Die Medikamente gelten als unbedenklich, dennoch sollten sie das letzte Mittel sein. Einige Kinder sprechen sehr gut auf homöopathische Mittel an.

Osteopathie gegen Bauchschmerzen

In einigen Fällen können Bauchschmerzen auch durch Verletzungen bei der Geburt ausgelöst werden. Nicht selten wird beim Geburtsvorgang ein Wirbel ausgerenkt oder ein Bereich im noch weichen Baby-Skelett verschoben. Hier kann der Osteopath oder ein spezialisierter Physiotherapeut helfen.

Wenn´s ernst wird

Wenn die Beschwerden Ihres Kindes über bloßes Brüllen hinausgehen, könnte das Bauchweh ernstere Ursachen haben. Steigt das Fieber über 38,5 Grad, hat Ihr Kind blutigen oder grünen Stuhlgang, Brechdurchfall über mehrere Tage oder stagniert die Urinausscheidung für mehr als vier Stunden heißt es: sofort zum Kinderarzt.

Generell gilt: Wenn Ihr Baby Bauchweh oder andere Schmerzen hat, lassen Sie es nicht allein damit. Notfalls trägt man sein Kind – auch und gerade dann, wenn es schreit. Neben dem Tragetuch, das einem selbst die Bewegungsfreiheit erhält, kann auch ein Gymnastikball sehr hilfreich sein. Ohne große Anstrengung kann man sich selbst und damit das Baby in heilsame und beruhigende Schwingungen versetzten.

arztalarm

Eltern versuchen in der Regel, die Beschwerden ihrer Sprösslinge mit einfachen Mitteln zu Hause in den Griff zu bekommen. Wenn es gelingt, das Kind von seinen Bauchschmerzen abzulenken, wenn es weiterspielt, wenn es isst und trinkt, handelt es sich in der Regel nicht um ein ernsthaftes Problem.

Akut auftretende Bauchschmerzen sollten allerdings immer ernst genommen werden. Vor allem dann, wenn sie über mehrere Stunden anhalten oder kolikartig auftreten. Koliken kommen heftig und in kurzen Abständen. Wenn das Kind nichts mehr essen will, wenn es erbricht, wenn es hohes Fieber hat, wenn es Blut im Stuhl hat oder wenn der Bauch bretthart gespannt ist, müssen bei den Eltern die Alarmglocken klingeln! Dann heißt es: Schleunigst zum Arzt oder ins nächste Krankenhaus, denn für solche Beschwerden könnte beispielsweise eine akute Blinddarmentzündung, ein Leistenbruch oder eine Darmverschlingung verantwortlich sein.

verständigung ohne worte

Da Kinder in diesem Alter noch nicht in der Lage sind, genau zu zeigen, wo es ihnen weh tut, lokalisieren sie viele allgemeine Beschwerden generell im Bauchraum. Das kann so weit gehen, dass auch eine Blasenentzündung, eine Entzündung im Halsbereich und sogar eine Mittelohrentzündung als „Bauchschmerzen“ interpretiert werden. Babys und kleine Kinder reagieren schon sehr sensibel auf ihre Umwelt. Daher können auch seelische Belastungssituationen, etwa ständiger Streit zwischen den Eltern, die Ursache für Bauchschmerzen sein. Ein Kinderarzt kann hier meist nicht helfen. Viel wichtiger ist es, dass die Eltern sich bemühen, das häusliche Umfeld möglichst harmonisch zu gestalten und sich mit liebevoller Zuwendung um das Kind kümmern.

Bauchschmerzen bei kleinen Kindern sind sehr häufig durch das Zusammenspiel zwischen Ernährung und Darmflora bedingt und relativ harmlos. Glücklicherweise sind meistens die Blähungen bei Säuglingen Ursache für Bauchschmerzen und Koliken. Allerdings sollten die Eltern nicht zögern, einen Kinderarzt aufzusuchen, wenn sie die Beschwerden zu Hause nicht in den Griff bekommen. Auch wenn Bauchschmerzen für Kind und Eltern alles andere als angenehm sind: Wie das Hinfallen und Umkippen beim Laufen lernen gehört auch Bauchweh zur normalen Entwicklung, da Magen und Darm erst einmal lernen müssen, mit der neuen, ungewohnten Nahrung umzugehen.

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  • Das große Buch der Homöopathie. Sanfte Selbsthilfe für die ganze Familie – mit ausführlicher Darstellung aller Krankheiten-Symptome, Klaus Wachter/Claudia Sarkady/Laszlo Sarkady, Compact Verlag
  • Babymassage. Wohltuend, gesund, beruhigend, Compact Verlag
  • Quickfinder Kinderkrankheiten. Der schnellste Weg zur richtigen Behandlung, Ursula Keicher, Gräfe und Unzer

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Bauchschmerzen und Blähungen beim Baby lindern

Wenn Babys unter Bauchschmerzen und Blähungen leiden, weinen und schreien sie oft stundelang. Viele Eltern kommen dann an ihre Grenzen und sind überfordert. Hier finden Sie Tipps, wie Sie Ihr Kind und sich selbst beruhigen können.

Wenn das Baby ständig schreit bis zur Erschöpfung, kann Bauchweh die Ursache sein. Foto: Anchiy, E+, Getty Images Plus

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Von Angela Zimmerling

Das Wichtigste in Kürze:

  • Zu schnelles Trinken oder Luftschlucken können zu Bauchweh und Blähungen führen. Zu den Ursachen.
  • Nur selten sind bestimmte Nahrungsmittel allein Auslöser für Blähungen.
  • Wieso das Kind beim Stillen eine Brust leer trinken sollte, erfahren Sie in unseren Still-Tipps.
  • Weint und schreit Ihr Kind, weil es starke Bauchschmerzen hat, können Sie mit diesen Tricks helfen.

Wenn das Baby in den ersten drei Monaten viel schreit, weint und dabei rhythmisch die Beine anzieht, kann das auf Koliken und Blähungen hindeuten. Bekannt sind Koliken daher auch unter dem Namen Drei-Monatskoliken. Um ernste Ursachen auszuschliessen, sollten Eltern einen Kinderarzt aufsuchen.

Wie das medizinische Portal „sprechzimmer.ch“ schreibt, liege bei rund 2 Prozent der Schreikinder zum Beispiel eine Refluxkrankheit (Zurückfliessen des Magensaftes) vor und bei etwa 15 Prozent eine Milcheiweissallergie. In den meisten Fällen wird sich herausstellen, dass das Kind gesund ist und die Blähungen ganz normal sind. Die Koliken sollten in diesem Fall nach wenigen Monaten wieder vorbei sein.

In den meisten Fällen sind aber nicht Koliken Ursache für das Schreien und die Unruhe des Babys. Claude Zangger, Mütterberaterin in der Stadt Zürich, sagt, dass Kinder eher wegen Reizüberflutung oder Müdigkeit schreien würden. „Die Kinder müssen zunächst in der neuen Umgebung ankommen.“

Das lange Schreien und Weinen des Babys belastet viele Eltern sehr stark. Wenn Sie merken, dass Sie mit der Situation überfordert sind, sollten Sie sich bei einem Arzt oder den Väter- und Mütterberatungsstellen in Ihrer Region Hilfe holen. Wechseln Sie sich bei der Betreuung Ihres Kindes mit Ihrem Partner ab oder bitten Sie Freunde oder die Familie um Unterstützung.

Wenn Ihre Eltern zum Beispiel einen Abend lang Ihr Baby betreuen, können Sie neue Energie tanken und den nächsten Tag schon viel entspannter angehen. Verwöhnen Sie sich mit einem Bad, einer Massage oder Entspannungsübungen wie Yoga.

Nicht jeder Mutter gelänge es allerdings, das Baby abzugeben, weiss Claude Zangger aus Erfahrung. Deshalb dürfe man die Mütter nicht zu etwas drängen, was sie gar nicht wollen, sondern sollte mit ihnen herausfinden, was für sie hilfreich wäre.

Ursachen

Warum es zu Blähungen und Bauchschmerzen bei Babys kommt, ist bislang noch unklar. Verantwortlich können zum einen Nahrungsmittel sein, die das Kind nicht verträgt und die über die Muttermilch aufgenommen werden.

Ebenso kann zu schnelles Trinken und Luftschlucken zu Bauchweh führen, weil die verschluckte Luft im Darm schmerzhafte Blähungen verursacht. Zum anderen können psychische Belastungen eine Ursache sein. Wenn Eltern sich viel streiten oder mit dem Baby überfordert sind, können Säuglinge mitunter Blähungen bekommen.

Aber auch körperliche Ursachen kommen in Frage. So wird vermutet, dass der noch nicht vollständig entwickelte Verdauungstrakt für die Schmerzen verantwortlich sein kann.

Viele Mütter, die ihr Baby stillen, verzichten auf bestimmte Nahrungsmittel, weil sie befürchten, dass diese die Blähungen und Bauchweh beim Kind auslösen. Sie essen unter anderem keinen Kohl, keine Zwiebeln, Hülsenfrüchte oder einzelne Obstsorten mehr.

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) weist aber darauf hin, dass es wichtiger ist, sich vielseitig zu ernähren und grundsätzlich alles zu essen. Denn nur selten sind diese Nahrungsmittel Ursache für die Blähungen und die Bauchschmerzen beim Baby.

Die Koliken des Säuglings können „zahlreiche andere Ursachen haben, die nicht zwangsläufig mit der Ernährung in Verbindung stehen müssen“, heisst es im Ratgeber „Ernährung während der Stillzeit“ der SGE. Erst wenn der Säugling wiederholt auf ein bestimmtes Lebensmittel oder Gericht reagiere, sollte dieses nur in geringen Mengen oder gar nicht mehr gegessen werden.

Symptome und Beschwerden

  • Das Baby schreit heftig während 2-3 Stunden an mehreren Tagen pro Woche über einen Zeitraum von etwa 3 Monaten. Häufig ist es nicht von den Eltern zu beruhigen.
  • Der Bauch ist gespannt und druckempfindlich, die Beine ziehen sich ruckartig zusammen.
  • Das Baby hat eine blasse oder rötliche Haut und schwitzt stark.
  • Die Attacken beginnen meist unmittelbar nach der Mahlzeit, häufig nachmittags und abends.
  • Dem Kind knurrt der Magen und es hat Blähungen.
  • Das Baby kann schlecht schlafen.

Quelle: sprechzimmer.ch

Tipps zur Linderung der Bauchschmerzen beim Baby

Um das Bauchweh für das Baby erträglicher zu machen und es zu beruhigen, können Sie folgende Tipps einmal ausprobieren:

Tipps für das Stillen

  • Das Kind sollte am besten beim Stillen eine Brust leer trinken. So bekommt es auch Hintermilch. Babys, die nur Vordermilch trinken, erhöhen den Gehalt an Laktose im Darm. Das kann zu Blähungen führen, worunter das Baby leidet.
  • Lassen Sie Ihr Kind nach dem Stillen gut aufstossen.
  • Kommt Ihr Kind beim Stillen mit dem einschiessenden Milchschwall nicht zurecht, sollten Sie Ihre Milch vorher abdrücken.
  • Vielleicht hilft es, wenn Sie während des Stillens auf dem Rücken liegen.
  • Nach dem Stillen können manche Babys beruhigt werden, wenn Sie sie im Arm wiegen und sie an Ihrem Finger saugen können.

Quelle: „Das Stillbuch“ von Hannah Lothrop, 33. aktualisierte Auflage 2009

Tipps zum Beruhigen

Wenn Babys weinen, können sie durch die körperliche Nähe zum Mami oder Vater beruhigt werden. Auch sanft mit dem Kind zu sprechen, kann helfen. „Es gibt aber kein Patentrezept“, sagt Mütterberaterin Claude Zangger.

Wichtig ist, die Schlaf-, Wach- und Trinkphasen des Babys zu erkennen. So können Sie Ihr Kind an bestimmte Routinen gewöhnen und ständigen Wechsel sowie immer neues Ausprobieren vermeiden. Es ist wichtig, dass der Tagesablauf strukturiert und immer wieder gleich gestaltet ist.

Wenn das Kind in der Nacht sehr unruhig ist, sollten die Eltern, wenn möglich, vermeiden, in der Wohnung herumzulaufen. Denn meistens wird dadurch das Baby zusätzlich stimuliert. Nach dem Stillen sollten Sie Ihr Baby also am besten eine Weile halten und mit Körperkontakt und Stimme beruhigen, um es dann wieder in sein Bettchen zu legen.

Viele Mütter geben dem Kind die Brust, um es zu beruhigen. Claude Zangger erklärt: „Wenn das Kind alle anderthalb Stunden trinkt und es an Gewicht zunimmt, kann das in den wenigsten Fällen Hunger sein.“

Am Tag können Sie versuchen, Ihr Baby mit anderen Methoden zu beruhigen. Ein paar Anregungen aus dem Stillbuch von Hannah Lothrop und der Plattform sprechzimmer.ch finden Sie hier:

  • Schaukeln Sie das Kind in einer Wiege oder auf Ihrem Arm sanft hin und her. Wippende Bewegungen beruhigen.
  • Gehen Sie mit dem Baby durch die Wohnung spazieren oder an die frische Luft nach draussen.
  • Manche Babys mögen den Fliegergriff und lassen sich so gut beruhigen. Dazu legen Sie das Kind mit dem Bauch auf den Unterarm und fliegen mit ihm durch die Gegend.
  • Viele Kinder fühlen sich in einem Tragetuch am Bauch des Mami oder des Vaters wohl, weil es an die Geborgenheit im Bauch des Mami erinnert.
  • Singen Sie dem Kind etwas vor oder spielen Sie ihm ein Lied auf einem Instrument wie einer Flöte vor. Wer kein Musikinstrument spielen kann und keine begnadete Stimme hat, kann auch eine Musik-CD auflegen.
  • Sanfte Bauchmassagen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel können ebenso zur Linderung der Schmerzen beitragen. Sie sollten allerdings nach Angaben von Ärzten erst ab der 5. Woche ausgeführt werden. Dazu können Sie Kümmelöl für Babys aus der Apotheke verwenden. Ebenso kann eine Massage in Form einer 8 entlang des Rückens das Baby beruhigen.
  • Legen Sie eine Wärmflasche auf den Bauch des Babys. Vorsicht: Die Flasche sollte nicht zu heiss sein. Legen Sie am besten ein Handtuch darum.
  • Geben Sie Ihrem Kind nicht zu heissen Kümmel-, Anis- oder Fencheltee. Das kann die Schmerzen lindern.
  • Die Oberschenkel des Babys rhythmisch gegen den Bauch des Babys zu drücken, kann helfen, die Luft aus dem Bauch zu lassen.

Buch-Tipps und Link-Tipps zum Thema Blähungen bei Babys

  • Tipps zur Ernährung während der Stillzeit erhalten Sie in der Broschüre der Gesellschaft für Ernährung. Sie können diese hier herunterladen: www.sge-ssn.ch
  • Tipps zum Stillen und wie Sie Ihr Kind beruhigen, wenn es viel weint, erhalten Sie im Ratgeber „Das Stillbuch“ von der Psychologin Hannah Lothrop.
  • Tipps für Eltern von Schrei-Babys gibt es im Buch „Was mein Schreibaby mir sagen will“ von Renate Barth.
  • Sollten Sie Fragen zu den Bauchschmerzen Ihres Babys haben oder sollte Sie die Situation stark belasten, können Sie sich an die Mütter- und Väterberatungsstellen in Ihrer Region wenden. Eine Übersicht über die Beratungsstellen finden Sie hier: www.sf-mvb.ch

Bauchschmerzen bei Säuglingen: Tipps zur Linderung

Es ist keine Seltenheit, dass frischgebackene Eltern mit Bauchschmerzen bei Säuglingen konfrontiert werden. Es gibt viele Tipps, mit denen Sie Ihrem Baby Linderung verschaffen können. In der Regel hilft schon die eine oder andere kleine Umstellung, um die Beschwerden zu lindern.

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Wie entstehen die Beschwerden?

Gerade in den ersten drei Monaten nach der Geburt sind Bauchschmerzen bei Säuglingen verbreitet, weshalb man umgangssprachlich auch von Dreimonatskoliken spricht. Die genauen Ursachen für diese Beschwerden sind unter Experten umstritten. Eine mögliche Annahme ist die, dass der Magen-Darm-Trakt noch nicht voll entwickelt ist, so das gesundheitsportal „gesundheit.de“. Daneben werden Stress, Angst und Reizüberflutungen immer wieder als Ursachen von Krämpfen angeführt. So vielseitig die möglichen Ursachen sind, so zahlreich sind auch die Tipps, mit denen Sie die Verdauungsprobleme von Babys lindern können.

Besonders betroffen: Flaschenkinder

Oftmals hängen Bauchschmerzen bei Säuglingen mit dem Trinkverhalten zusammen: Denn Babys können zu viel Luft schlucken, was auch Blähungen verursachen kann. Dagegen hilft, dass Sie Ihr Baby in ruhiger Umgebung trinken lassen und darauf achten, dass es anschließend ausgiebig aufstößt. Gerade Flaschenkinder sind davon betroffen, dass Sie zu viel Luft schlucken. Das kann daran liegen, dass nach der Zubereitung der Milch zu viel Schaum entsteht, dessen Luft es dann mittrinkt. Doch auch zu schnelles Trinken kann Bauchschmerzen bei Säuglingen verursachen. Ein Tipp: Kaufen Sie Ihrem Baby eine spezielle Antikolikflasche oder entsprechend angefertigte Sauger, mit denen sich dieses Trinkverhalten verhindern lässt.

In anderen Fällen hilft es, wenn Sie von einer Flaschenstillung auf Muttermilch umsteigen – denn ein Grund für Bauchschmerzen bei Säuglingen kann auch eine Kuhmilchallergie sein. Dieses Problem kann in abgeschwächter Form auch beim Stillen mit Muttermilch auftreten, gerade wenn die Ernährung sehr milchhaltig ist. Denn Säuglinge reagieren empfindlich auf Nahrungsbestandteile der Muttermilch, weshalb Mütter möglichst auf blähende Speisen verzichten und regelmäßig Kümmel- oder Fencheltee trinken sollten, so „gesundheit.de“.

Tipps: Was gegen Bauchschmerzen bei Säuglingen hilft

Ein bewährter Tipp, um die Verdauung Ihres Babys zu beruhigen: Legen Sie ihm ein warmes Kirsch- oder Dinkelkernsäckchen auf den Bauch. Bei Stress bietet es sich zudem an, dem Säugling sanft und im Uhrzeigersinn den Bauch zu massieren – dafür eignet sich gewärmtes Kümmelöl. Auch ein Haltungswechsel hilft möglicherweise, dass Bauchschmerzen bei Säuglingen gar nicht erst auftreten. Legen Sie das Baby beispielsweise so auf Ihren Unterarm, dass es mit dem Bauch aufliegt. Ein alternativer Tipp: Halten Sie den Säugling nach dem Trinken fest umschlossen oder wickeln Sie ihn in eine Decke ein.

  • Bauchschmerzen: Die Lebensmittel können schuld an Ihren Bauchschmerzen sein
  • Bauchschmerzen bei Senioren: Wann zum Arzt?
  • Alternative zu Wasser: Welche Teesorten eignen sich für Babys?
  • Auf den Zustand achten: Wann Sie unbedingt mit dem Kind zum Arzt gehen sollten
  • Nabelbruch Schmerzen: Symptome und Ursachen einer Hernie
  • OP notwendig?: Nabelbruch beim Baby – Behandlung und Komplikationen

In manchen Fällen können Bauchschmerzen aber auch ein ernst zu nehmendes Symptom für Krankheiten sein: Leidet Ihr Baby gleichzeitig unter Fieber, einem über Tage andauernden Brechdurchfall, starker Schmerzempfindlichkeit am Bauch, einer mangelnden Gewichtszunahme oder unter blutigem Stuhlgang, sollten Sie sofort einen Kinderarzt aufsuchen.

Bauchkrämpfe (Koliken)

Koliken sind schmerzhafte Krämpfe im Bauch, die häufig durch Blähungen verursacht werden. Die Bauchkrämpfe beginnen manchmal bereits in den zwei ersten Lebenswochen, meist aber im zweiten Monat und verschwinden oft erst im vierten Lebensmonat. Im Volksmund werden sie deshalb oft Dreimonats-Koliken genannt. Knaben sind häufiger betroffen als Mädchen.

Die Ursache von Koliken ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich kommt es aufgrund der Unreife des Verdauungstrakts und des Nervensystems vermehrt zu Blähungen, verstärkt werden sie durch hastiges Trinken und Luftschlucken, z.B. durch einen zu grossen Sauger an der Schoppenflasche oder eine falsche Anlegetechnik oder zu volle Brüste beim Stillen. Auch eine Kuhmilchunverträglichkeit kann eine Rolle spielen.

Beikost: Der passende Brei bei leichtem Bauchweh

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Die Anfälle spielen sich vorwiegend in den Abendstunden nach dem Stillen ab. Ein Koliken-Baby schreit herzzerreissend, verzieht das Gesicht und ist kaum zu beruhigen. Es zieht die Beine entweder eng an den Körper oder streckt sie aus, als ob die Schmerzen dadurch etwas erträglicher würden. Das Gesicht läuft rot an. Zwischen den Anfällen sind die Kinder schwach und zittern. Es gehen vermehrt Winde ab, was dem Kind zeitweilig etwas Erleichterung verschafft.

Koliken treten meist bei Kindern auf, die ansonsten völlig gesund sind. Es kann aber auch eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken, z.B. ein Darmverschluss. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind an Koliken leidet, sollten Sie in jedem Fall Ihren Kinderarzt, Ihre Kinderärztin oder Ihre Mütterberaterin informieren.

Tipps gegen Koliken, die Ihrem Baby vielleicht helfen können

Informationen über sogenannte „Schreibabys“.

Häufige Fragen zum Thema

Unser Sohn ist zwei Wochen alt und scheint starke Blähungen zu haben. Er schläft auch sehr wenig.

Es gibt Kinder, die tagsüber sehr wenig Schlaf brauchen, dann kann man sie nicht dazu zwingen. Damit machen Sie sich nur selbst verrückt.

Tragen Sie Ihren Sohn nahe bei sich, z.B. mit einem Tragetuch. Das können Sie auch zu Hause tun, z.B. bei vielen Hausarbeiten wie Staubsaugen. Dann fühlt er…

vollständige Antwort lesen Ich habe gehört, das Roibos-Tee gegen Blähungen helfen soll. Darf ich zusätzlich zur Muttermilch etwas davon geben?

Roibusch-Tee oder Rooibos-Tee (vom Rotbusch-Baum) aus Südafrika ist in Schwangerschaft und Stillzeit sehr zu empfehlen, weil er kein Coffein/Teein enthält und reich an Vitamin C, lebenswichtigen Mineralien wie Kalzium, Eisen, Kupfer und Magnesium sowie Spurenelementen (Mangan, Zink) und Flavonoiden…

vollständige Antwort lesen Wie lange dauert es, bis sich meine Nahrung in der Muttermilch bemerkbar macht?

Wie lange es dauert, bis sich die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln in der Muttermilch zeigen, ist sehr unterschiedlich. Es hängt aber eng damit zusammen, wie lange Nahrungsmittel bei einem „normal“ arbeitenden Darm im Verdauungstrakt verbleiben, und dies wiederum hängt vor allem vom Fettgehalt der…

vollständige Antwort lesen Warum haben Babys (meine Tochter ist 7 Wochen alt) oft den Schluckauf? Muss man etwas dagegen tun?

Schluckauf ist ein ganz normaler Reflex, bei dem sich das Zwerchfell ruckartig zusammenzieht, weil der Phrenicus-Nerv am Zwerchfell gereizt wird. Das passiert vor allem, wenn der Magen gedehnt wird – eigentlich ist das wie ein Zwerchfellkrampf. Je kleiner ein Kind ist, um so häufiger hat es einen…

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Wissen

Babykoliken und Migräne der Mutter

Darmbakterien erklären „Dreimonatskoliken“ bei Säuglingen

Newsticker

Koliken wegnadeln | 29.05.2017

Starke Bauchschmerzen (Drei-Monats-Koliken) und die damit verbundenen Schreiattacken bei Säuglingen lassen sich durch Akupunktur effektiver therapieren als nur mit herkömmlichen Methoden – zu diesem Ergebnis kam ein schwedisches Forscherteam, das die Behandlung mit Nadeln als ergänzende Massnahme in einem Testverfahren untersuchte. Zwei „sanfte“ Akupunkturmethoden wurden einer reinen Standardbehandlung gegenübergestellt. Die Nadeln wurden im Schlaf gesetzt. Viele Kinder weinten nicht, nur die wenigsten wachten dabei auf. In den beiden Akupunktur-Gruppen nahm das Schreien mehr und deutlich schneller ab, was die Eltern in einem Schrei-Tagebuch dokumentierten. Dieser Effekt blieb selbst sechs Tage nach der letzten Nadel-Anwendung bestehen.

Blähungen beim Baby: Was Sie dagegen tun können

Nicht nur Erwachsene, sondern auch Babys leiden unter Blähungen. Für die Neugeborenen ist es ein besonders unangenehmer Zustand, weshalb sie viel schreien und weinen. Wir geben Tipps und nennen Hausmittel, die Eltern bei ihrem Baby einfach ausprobieren sollten.

Ungefähr ein Drittel aller Neugeborenen schreien und weinen exzessiv viel nach der Geburt – diese Babys bezeichnet man umgangssprachlich auch als „Schreibabys“. Das Phänomen des exzessiven Schreiens wird auch als „Dreimonatskoliken“ bezeichnet, denn in der Regel dauert der Zustand nicht länger als drei Monate an. Die starke Unruhe des Babys wird häufig auf Blähungen und Bauchkrämpfe zurückgeführt, die nicht nur das Kind belasten, sondern auch die frischgebackenen Eltern überfordern.

Blähungen beim Baby: Was sind die Ursachen?

Warum manche Babys unter starken Blähungen und Bauchweh leiden, ist bisher noch nicht genau geklärt. Doch als eine Ursache wird der winzige Magen-Darm-Trakt des Säuglings gesehen: In den ersten Lebensmonaten ist er noch sehr empfindlich und reagiert auf jeden neuen Reiz übersensibel, außerdem ist der Stoffwechsel des Säuglings noch nicht ausgereift. Gelangt dann zu viel Luft in den kleinen Magen, führt das beim Baby zu Bauchschmerzen, das dem Kind sehr zu schaffen machen kann.

Blähungen beim Baby erkennen: Symptome

Da Babys noch nicht äußern können, was sie bedrückt, sind Eltern oft ratlos und tun sich schwer daran zu ermitteln, woran es leidet. Folgende Anzeichen weisen auf Blähungen bei Ihrem Baby hin:

  • Das Baby schreit und weint anfallartig und stundenlang, insbesondere direkt nach dem Stillen.
  • Beim Füttern krümmt sich das Baby und zieht die Beinchen an.
  • Der Bauch des Babys fühlt sich aufgebläht an.

Behandlung: Diese Tipps helfen gegen die Blähungen

Blähungen beim Baby: Diese Tipps helfen. (Quelle: Ruslan Dashinsky/Getty Images)

Um die Blähungen und damit verbundenen Schmerzen beim Kind zu lindern, gibt es ein paar hilfreiche Methoden, die Sie ausprobieren können:

  • Sanfte Bauchmassagen: Massieren Sie das kleine Bäuchlein, indem Sie mit zwei Fingern im Uhrzeigersinn kleine Kreise ziehen. Eine Windsalbe mit Kümmelöl kann die Wirksamkeit steigern.
  • „Fliegergriff“: Eine weitere Möglichkeit, um die Luft im Magen aufzulösen. Dazu legen Sie das Kind in Bauchlage auf Ihren Unterarm und schaukeln es langsam hin und her. Stützen Sie dabei den kleinen Kopf mit der Hand.
  • Gymnastik: Schieben Sie die leicht angewinkelten Beinchen Ihres Babys 10- bis 15-mal sanft in Richtung Oberkörper.
  • Kirschkernkissen: Auch Wärme hilft bei Bauchweh beim Kleinen. Ein warmes Kirschkernkissen auf das kleine Bäuchlein hat eine beruhigende Wirkung und hilft der Verdauung.

Hausmittel und Medikamente gegen Blähungen bei Babys

Zusätzlich können Sie zu Hausmitteln und Medikamenten greifen, die das Wohlbefinden des Babys steigern können. Als Hausmittel eignen sich gut Tees aus Anis, Fenchel oder Kümmel, die dem Baby in kleinen Mengen zwischen den Mahlzeiten gegeben werden können. Dabei sollten Sie auf die richtige Temperatur achten, denn zu heiß sollte es für die Kleinen nicht sein.

Apropos Kümmel: Die entkrampfende Wirkung des Heilkrautes kann dem Säugling auch in Zäpfchenform zugeführt werden, die auch gegen Verstopfungen helfen. Sind die Blähungen besonders schlimm, helfen Entschäumer mit dem Arzneimittel ‚Simplex‘, um die Luft im kleinen aufgeblähten Bauch aufzulösen, damit die Gase besser entweichen können. Vor dem Einsatz sollten Sie jedoch den Kinderarzt fragen, wie Sie das Mittel richtig portionieren. Den Entschäumer und die Kümmelzäpfchen bekommen Sie in der Apotheke.

Spezialnahrung in Ausnahmefällen

Zur Spezialnahrung wird geraten, wenn beim Baby keine der oben genannten Maßnahmen gegen die Blähungen helfen und der Arzt Nahrungsunverträglichkeiten, wie zum Beispiel gegen Laktose, feststellt. Die Spezialnahrung sollte dem Baby allerdings erst nach Rücksprache mit dem Arzt zugeführt werden, da sie anders zusammengesetzt ist als normale Säuglingsmilch.

Blähungen vorbeugen: Ein Bäuerchen wirkt Wunder

Wenn das Baby gerade noch am trinken ist, sollten Sie es auf keinen Fall dabei stören. Der Schuss geht meistens nach hinten los, denn das Kleine wird vor Empörung kräftig brüllen und somit reichlich viel Luft schlucken – was zu Blähungen führt.

Um die Winde bei Ihrem Baby zu verhindern, ist es besser abzuwarten, bis die Mutter beim Stillen die Brust wechselt oder das Baby freiwillig den Sauger der Flasche freigibt. Dann ist der Zeitpunkt da, um ein erstes Bäuerchen zu provozieren. Reiben Sie dafür Ihrem Kind sanft den Rücken oder klopfen leicht drauf, bis es aufstößt. Außerdem sollte das Baby niemals in Hektik gestillt oder gefüttert werden, denn auch das führt zu einer vermehrten Aufnahme von Luft.

Blähungen bei Stillkindern

Babys, die gestillt werden, haben in der Regel weniger Probleme mit Blähungen als Flaschen-Babys. Das liegt daran, dass sie den Milchfluss an der Brust besser kontrollieren können, langsamer saugen und dabei weniger Luft schlucken. Sie nehmen kleinere Portionen zu sich und werden in der Regel in aufrechter Position gestillt. Das sorgt in der Summe dafür, dass sie weniger zu Blähungen neigen.

Auf der anderen Seite ist es nicht zu leugnen, dass die Ernährung der stillenden Mutter einen enormen Einfluss auf die Muttermilch und somit auch auf die Verdauung ihres Babys hat. Nahrungsmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln sollten ganz vom Speisezettel gestrichen werden, da diese Blähungen auslösen. Daher ist es wichtig, dass stillende Mütter auf eine Ernährung ohne blähende Lebensmittel achten.

Blähungen bei Flaschenkindern

Ein Flaschenbaby hingegen schluckt bei der Nahrungsaufnahme mehr Luft, was der Konstruktion der Flasche geschuldet ist. Dementsprechend kann dieser Umstand zu gehäuften Blähungen führen. Dagegen können Sie mit Anti-Kolik-Fläschchen entgegenwirken: Mithilfe eines Ventils, das für einen Druckausgleich sorgt, verhindern diese Fläschchen, dass das Baby zu viel Luft beim Trinken schluckt und beugen somit auch Blähungen vor.

Wann zum Arzt?

Normalerweise verschwinden die Koliken nach drei Monaten von ganz alleine und bereiten dem Baby keine weiteren Probleme. Sollten die Blähungen beim Baby jedoch länger andauern und Hausmittel nicht helfen, kann ein Besuch beim Arzt notwendig werden. Insbesondere bei folgenden Anzeichen sollten Sie einen Kinderarzt kontaktieren:

  • Trinkverweigerung, Ausspucken der Mahlzeit
  • Durchfall oder ungewöhnlich fester Stuhlgang
  • Minimale Gewichtszunahme oder gar Gewichtsverlust
  • Fieber
  • Schweres Geschäft: Was Verstopfung bei Kindern verursacht und lindert
  • Milchzucker-Unverträglichkeit: Laktoseintoleranz bei Kindern – Das sollten Sie beachten
  • Tee, Wärmeflasche und Co.: Hausmittel und Tipps gegen lästige Blähungen
  • Hormonell bedingt: Tipps gegen Blähungen in der Schwangerschaft
  • Tipps von der Hebamme: Das sollten junge Eltern rund ums Baby wissen
  • Das sollten Kinder wissen: Blähungen gehören auf die Toilette – eigentlich pupsen die Bakterien

Wenn Sie diese Symptome bei Ihrem Kind entdecken, ist schnelles Handeln gefragt, um eine ernsthafte Krankheit ausschließen zu können.

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