Bauch ssw 13

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13. Schwangerschaftswoche (SSW)

In den Eierstöcken kleiner Mädchen sind jetzt etwa zwei Millionen Eizellen angelegt, bis zur Geburt wird sich ihre Zahl halbieren. Im Alter von 17 Jahren wird das Mädchen nur noch rund 200.000 Eizellen haben. Auch die Stimmbänder bilden sich jetzt heraus.

Die Fingerabdrücke des Kindes sind in der 13. SSW bereits vollständig ausgeprägt. Zudem gähnt es, runzelt die Stirn und saugt am Finger. Berührungen von aussen nimmt es wahr, auf sanfte Stösse reagiert es mit einem sogenannten Root-Reflex, der es später auch nach der Brust der Mutter suchen lässt.

Auf der Oberlippe und über den Augenbrauen zeigen sich erste feine Härchen. Bis zur 16. Schwangerschaftswoche wird das sogenannte Lanugo-Haar den gesamten Körper des Kindes bedecken. Der feine Flaum und die durch die Talgdrüsen dieses Haares gebildete „Käseschmiere“ (Vemix Caseosa) schützen die Haut des Kindes vor der Aufweichung durch das Fruchtwasser sowie vor Druck, Schall und Vibrationen. Kurz vor der Geburt wird das Lanugo-Haar mit Ausnahme von Wimpern, Augenbrauen sowie der Kopfbehaarung abgestossen. Bei einigen Babys fällt es erst in den ersten Lebenstagen aus.

Die Mutter – die Schwangerschaft wird sichtbar

Für die meisten Mütter gilt in der 13. SSW das Motto „Aufatmen und Geniessen“. Die Beschwerden der Frühschwangerschaft sind überwunden, die Belastungen durch das wachsende Baby halten sich in den nächsten Wochen und Monaten noch in Grenzen.

Ab der 13. Schwangerschaftswoche macht sich die Schwangerschaft jedoch auch äusserlich bemerkbar. Der Uterus wächst jetzt endgültig aus dem Becken heraus und in den Bauchraum. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass sich damit der Druck auf die Blase sowie der ständige Harndrang reduzieren, unter dem die Schwangeren im ersten Trimester litten. Falls der Gynäkologe bei der ersten Vorsorgeuntersuchung eine „tiefliegende“ Plazenta diagnostiziert hat, ist dies kein Grund zur Sorge – bei vielen Frauen bewegt sich diese erst im Lauf des vierten Schwangerschaftsmonats an ihre optimale Position.

Zum Teil macht sich das Wachstum der Gebärmutter jetzt durch kurzzeitige ziehende Schmerzen im Unterleib bemerkbar – Entspannungsübungen, Tai Chi oder sanftes Yoga können die Beschwerden wirksam lindern. Auch der Babybauch wird in der 13. SSW sichtbar. Bei vielen Frauen zeigen sich die ersten Wölbungen gleichsam über Nacht. In diesem Stadium der Schwangerschaft nimmt der Fötus bereits Streicheleinheiten wahr – die Mutter nimmt den ersten bewussten physischen Kontakt zu ihrem Baby auf, auch ihre Stimme kann das Kind von jetzt an hören.

Die Brust beginnt bereits mit der Produktion einer Vorstufe der Muttermilch – das fetthaltige Kolostrum wird unmittelbar nach der Geburt auch die erste Nahrung des Neugeborenen sein, bevor die eigentliche Muttermilch entsteht. An der Haut von Bauch und Busen können erste Schwangerschaftsstreifen entstehen.

Zupfmassagen und die Verwendung milder Massageöle wirken wohltuend und unterstützen die Elastizität der Haut. Ätherische Öle (Minze, Kampfer, Rosmarin …) sollten dafür jedoch nicht verwendet werden – nach Ansicht vieler Ärzte können sie Wehen auslösen oder auf das Baby sogar giftig wirken. Bei Schwangeren allerdings, die noch keine vorzeitigen Wehen hatten oder unter andere Schwangerschaftsproblemen leiden, wird Rosmarin oft zur Anregung der Kreislaufs empfohlen.

Schwangerschaftskalender: 13. SSW

Die 13. SSW läutet das zweite Trimester der Schwangerschaft ein. Das Baby wächst schnell und beginnt zu hören sowie auf Berührungsreize zu reagieren. Auch der Bauch der Schwangeren wächst deutlich.

Das Lebensalter des Embryos beträgt in der 13. SSW rund elf Wochen. Um es exakter zu ermitteln, müsste das genaue Datum des Eisprungs bekannt sein. Die Schwangerschaftswochen werden anders gezählt, nämlich von der letzten Menstruation an.

Größe und Entwicklung des Fötus in der 13. SSW

Die Größe des Babys beträgt nun 6 bis 7,5 Zentimeter in Steiß-Scheitel-Höhe. Er wiegt 18 bis 23 Gramm. Es entwickelt sich nun immer individueller. Der Kopf und der übrige Körper gleichen sich im Wachstum aneinander an, es zeigen sich langsam die endgültigen Proportionen.

Skelett und Organe reifen. Auch die Därme sind nun funktionsfähig und das Baby hat in der 13. SSW erstmals Stuhlgang. Seine Bauchspeicheldrüse beginnt mit der Insulinproduktion. Die Skelettknorpel wandeln sich schneller als bisher in Knochen um, doch dieser Vorgang ist längst nicht beendet – er setzt sich nach der Geburt bis ins Teenager-Alter fort. Die Schädelknochen existieren schon, ihr Wachstum kann aber im Mutterleib nicht beendet werden, denn für die natürliche Geburt braucht das Kind eine flexible Schädelstruktur. Im Ultraschall lässt sich in der 13. SSW das werdende Skelett erkennen.

Das Baby reagiert auf Geräusche und Berührung

Da die Gehörknöchelchen ab der 13. SSW verknöchern, kann das Baby erstmals hören. Es reagiert auf Musik oder beruhigende Worte und Lieder der Mama. Seine Augen öffnen sich zwar erst ab der 26. SSW, doch helle Lichteinstrahlung nimmt es ebenfalls schon wahr – sie erscheint ihm als sanfter Rotton.

Auf Berührungen reagiert das Baby manchmal schon mit dem Rootingreflex (Suchreflex), bei dem der Kopf sich unbewusst in Richtung der Berührung dreht. Dieser Reflex dient nach der Geburt dem Suchen der Brust. Er verschwindet in den ersten Lebensmonaten mit der Entwicklung des Großhirns.

Weibliche Föten haben rund zwei Millionen Eizellen in ihren Eierstöcken. Weitere Entwicklungen sind die Herausbildung von Stimmbändern sowie sehr feiner Körperhaare – das schützende Lanugo-Haar. Das Baby saugt am Finger, es gähnt auch und runzelt die Stirn.

Gewichtszunahme und Schwangerschaftsstreifen

Die Schwangerschaft wird nun am Bauch sichtbar, denn die Gebärmutter wächst weiter in den Bauchraum. Das daher resultierende Ziehen im Unterleib lässt sich durch Entspannungsübungen wie Yoga oder Tai Chi lindern.

Die Brust beginnt nun, das fetthaltige Kolostrum zu produzieren. Dieses ist als Vorstufe der Muttermilch später die erste Nahrung für das Neugeborene.

In der 13. Schwangerschaftswoche können erste Schwangerschaftsstreifen an Busen und Bauch entstehen. Wohltuend wirken nun milde Massageöle – allerdings nicht mit ätherischen Ölen! – und Zupfmassagen. Die Schwangere nimmt deutlicher zu. Ihr Nährstoffbedarf steigt auf rund 200 Kilokalorien.

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Vorsorgeuntersuchungen in der 13. SSW

Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche ist im Rahmen der Pränataldiagnostik die Chorionzottenbiopsie und die Nackenfaltenmessung möglich. Bei bestimmten Risikofaktoren empfiehlt der Arzt jetzt schon eine Fruchtwasseruntersuchung. Ansonsten kann diese später erfolgen, zwischen der 16. und 20. Schwangerschaftswoche.

Das zweite Trimester hat begonnen

  • 13 SSW – Zeit für Unternehmungen
  • Schwangerschaft genießen
  • Babys Sinne entwickeln sich

Carlas Tagebuch, 13. SSW :

„Meine Eltern haben gejubelt! Die sind ganz wild darauf, zum ersten Mal Oma und Opa zu werden. Geahnt haben sie nichts, aber sie haben mich in letzter Zeit auch selten gesehen. Thomas‘ Eltern sind ja nicht ganz so extrovertiert, aber sie sahen ziemlich froh aus. Auf der Arbeit muss ich es noch sagen, ich habe etwas Sorge darüber, wie mein Chef reagiert. Ansonsten geht es mir wieder richtig gut, außer ein bisschen Verstopfung. Meine Hebamme rät zu Leinsamen und Milchzucker. Mal sehen, ob das wirkt.“

Schwangere, die im Berufsleben stehen, sollten sich spätestens jetzt bereitmachen, die Nachricht am Arbeitsplatz zu verkünden. Für die Kollegen und den Chef ist die Schwangerschaft einer Mitarbeiterin natürlich mit einigen Umständen verbunden, darum sind die Reaktionen nicht immer positiv. Doch vor allem dann, wenn die Arbeit mit erhöhten körperlichen Anforderungen, Einwirkung von gesundheitsschädlichen Stoffen oder Nachtarbeit verbunden ist, sind geklärte Verhältnisse wichtig. Das Mutterschutzgesetz regelt ganz genau, was werdenden Müttern zuzumuten ist – und was nicht. Bei einer Risikoschwangerschaft kann der Arzt sogar ein Beschäftigungsverbot erteilen.

13 SSW: Jetzt die Schwangerschaft genießen!

Die Frauen sollten die Zeit genießen und auf ihr Körpergefühl vertrauen. Es wäre gut sich viel zu bewegen, z.B. spazieren gehen oder Yoga machen. Gerade Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes bekommen auch durch regelmäßige Bewegung ihre Zuckerwerte in den Griff. In der Schwangerschaft mit „Leistungssport“ anzufangen wäre aber nicht sinnvoll

B.Möllinger, Hebamme

Der obere Gebärmutterrand liegt in der 13. SSW etwa 10 cm unterhalb des Bauchnabels und arbeitet sich Woche für Woche nach oben vor. Der medizinische Begriff dafür lautet „Fundus-Stand“ und der Gynäkologe trägt diesen bei seinen Untersuchungen im Mutterpass ein. Der wachsende Uterus drückt nun nicht mehr so stark auf die Blase, doch der gesteigerte Harndrang kommt gegen Ende der Schwangerschaft zurück, wenn der Bauch sich senkt! Die anderen Organe im Bauch der Mutter haben noch reichlich Platz, Schwangersein fühlt sich jetzt vermutlich richtig gut an!

Da die Plazenta – das heißt: der Mutterkuchen – nun die Hormonproduktion übernimmt, steigt das Wohlbefinden der Schwangeren deutlich an: Zeit, für Unternehmungen an der frischen Luft oder einen Urlaub zu zweit. Einige Frauen kommen sich in dieser Phase richtig „unschwanger“ vor, doch das täuscht. Der runde Bauch bezeugt, dass sich das Baby im Anmarsch befindet!

Darmprobleme? So löst sich die Verstopfung!

Einige Schwangere leiden allerdings unter Darmträgheit, die sich durch sämtliche folgende Schwangerschaftswochen ziehen kann. Wenn die werdende Mutter zusätzlich noch Eisenpräparate nimmt, kommt es schnell zu Verstopfungen. Zur Belebung des Darms trägt vor allem die Zufuhr von Ballaststoffen bei: Vollkornbrot enthält zusätzlich zahlreiche Nährstoffe, die Mutter und Kind Baby guttun. Auch Leinsamen helfen, ebenso wie Milchzucker. Viel Flüssigkeit und ausreichend Bewegung bringen den Darm in Schwung, sodass hoffentlich keine Hämorrhoiden entstehen.

Hören und sehen: das Baby in der 13. SSW

Das Baby besitzt in dieser Schwangerschaftswoche ein Kampfgewicht von ungefähr 18 g und seine Sinne entwickeln sich weiter. Es kann schon hell und dunkel unterscheiden! Durch die Bauchdecke fällt das Licht sehr gedämpft und schimmert im Uterus rötlich. Auch das Gehör macht einen Entwicklungssprung durch. Wahrscheinlich wird das Kind nun erste Geräusche vernehmen, ruhige Musik besitzt nachweislich eine positive Wirkung. Ungefähr in der 13. SSW beginnt die Gewöhnung des Babys an die Stimme der Mutter, aber auch andere vertraute Stimmen prägen sich langsam ein.

Zartes Wesen, schon so perfekt!

Der Körper des Babys ist noch ganz weich, fast wie Gelee. Die Verknöcherung der Knorpel beginnt allmählich – und endet vollständig im jungen Erwachsenenalter. Der Wachstumsstopp erfolgt dann, wenn alle Knochen ausgehärtet sind, bis dahin verstreichen noch viele Jahre. Die kindlichen Knochen sind im Ultraschall deutlich sichtbar.

Die Fontanellen: nützlich bei der Geburt

Der Schädel des Bauchzwergs ist noch nicht verschlossen, er wird bis etwa 2 Jahre nach der Geburt seine von Haut bedeckten Öffnungen behalten. Im engen Geburtskanal ist der flexible Schädel sehr hilfreich, zusätzlich begünstigt er das Hirn- und Kopfwachstum. Das Baby bereitet sich jetzt schon auf den ersten Schrei vor: Die Stimmbänder bilden sich in der 13. Schwangerschaftswoche. In etwa 27 Wochen werden die Eltern zum ersten Mal die Stimme ihres Kindes hören.

Die 13. Schwangerschaftswoche auf einen Blick:

  • Das 2. Trimester hat begonnen: eine Gute Zeit für einen Urlaub in der Schwangerschaft
  • Die Anzeichen der Frühschewangerschaft, wie morgentliche Überkeit sind jetzt meist verschwunden
  • Eine entspannte Zeit, wo auch Sport möglich ist
  • Das Baby wächst sehr schnell und nimmt jetzt bereits Geräusche wahr

Auf einen Blick: Die 13 SSW und alle anderen Schwangerschaftswochen im Überlick vom ersten bis tritten Trimester.

Das ist die 13. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

Jetzt startet die Schwangerschaft in den 4. Schwangerschaftsmonat! Mit der 13. SSW beginnt außerdem das zweite Trimester, in dem die werdende Mutter die ersten Tritte ihres Kindes spüren wird und der Schwangerschaftsbauch langsam wächst.

Viele Schwangere können jetzt aufatmen: Die Gefahr, dass es zu einer Fehlgeburt kommt, sinkt ab der 13. Schwangerschaftswoche rapide ab. Das Baby hört nun schon recht gut: Man kann ihm jetzt Musik vorspielen, indem man einen Kopfhörer auf den Bauch legt. Viele Kinder lieben schon früh ruhige klassische Musik.

Im 2. Trimester wird die Schwangerschaft langsam für alle sichtbar. Der Bauch wird sich mehr und mehr wölben und die Schwangere nimmt jetzt die ersten Kilos zu. Im Schnitt nimmt man in der Schwangerschaft zwölf Kilogramm zu – mehr oder weniger ist aber nicht besorgniserregend. Unsicherheiten sollten aber mit demFrauenarzt oder der Hebamme abgeklärt werden.

Jetzt ist die beste Zeit, noch einmal in Urlaub zu fahren: Die ersten Schwangerschaftsprobleme lassen nun nach und noch ist der Babybauch nicht so groß, dass die Schwangere dadurch eingeschränkt wäre. Auf langen Reisen sollten werdende Mütter aber besser Kompressionsstrümpfe tragen und sich öfter die Beine vertreten: Schwangere neigen zu Besenreißern und Krampfadern.

Untersuchungen in der 13. SSW

Zwischen der 11. und 14. SSW ist die richtige Zeit für eine Nackenfaltenmessung. Damit ist es möglich, bestimmte genetische Erkrankungen (z.B. das Down-Syndrom) und bestimmte Herz- und Skelettfehler auszuschließen oder zu erkennen.

Die Nackenfaltenmessung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wer diese Untersuchung durchführen lassen möchte, muss die anfallenden Kosten selbst tragen, solange der Frauenarzt keinen erhöhten Bedarf sieht (etwa im Rahmen einer Risikoschwangerschaft).

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 13. SSW ist das Baby daher etwa elf Wochen alt.

Das Baby in der 13. SSW

In der 13. Schwangerschaftswoche wiegt das Baby ungefähr 18 Gramm. Es ist jetzt etwa sechs Zentimeter lang und der Kopf wächst jetzt langsamer als bisher. Dadurch passen sich nun langsam die Proportionen von Kopf und Körper an.

Um dem Gehirn genügend Platz zum Wachsen zu lassen, sind die Schädelknochen noch nicht miteinander verbunden. Die Fugen, die sogenannten Fontanellen, schließen sich erst um den zweiten Geburtstag des Kindes vollständig. Um die 13. SSW verknöchern die Gehörknöchelchen: Das Baby kann nun Töne und Geräusche hören und reagiert darauf, wenn man ihm Musik vorspielt.

Außerdem kann der kleine Mensch jetzt schon helles Licht von Dunkelheit unterscheiden, auch wenn die Augenlider noch bis zur 26. Schwangerschaftswoche geschlossen sind. Man kann mit einer kleinen Taschenlampe experimentieren und schauen, ob das Kind auf den Lichtfleck reagiert. Keine Sorge, man kann es nicht blenden: Durch den Bauch wird das Licht gedämpft und erscheint für das Baby als warmer Rotton.

Der Körper des Babys ist noch immer so weich, dass er fast geleeartig wirkt. Die Knochen, die bisher nur aus Knorpel bestehen, verknöchern erst jetzt nach und nach. Die Umwandlung vom Knorpel zum Knochen beginnt im mittleren Teil der Röhrenknochen. Ihre Endstücke werden erst im späten Teenageralter vollständig verknöchert sein. Sobald sich Knorpel zu Knochen weiterentwickelt hat, können die Knochen und damit der Körper nicht mehr wachsen. Im Ultraschall kann man die Knochen von Armen und Beinen, die Wirbelsäule, die Rippen und die Schädelknochen jetzt deutlich erkennen.

Um die 13. SSW bilden sich auch die Stimmbänder. Die im 1. Trimester ausgebildeten Organe entwickeln sich weiter und wachsen, bis sie voll funktionsfähig sind.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 13. SSW

Für die meisten Frauen kommt mit der 13. SSW und damit mit dem 2. Trimester die schönste Zeit der Schwangerschaft. Die ersten Beschwerden lassen jetzt meist nach und die Schwangerschaft wird endlich sichtbar, wenn sich der Bauch langsam wölbt. Trotzdem sind sie gerade jetzt noch fit genug, um viel zu unternehmen.

Röcke und Hosen fangen langsam an zu kneifen. Jetzt ist es Zeit für einen Einkaufsbummel, um die erste Runde Schwangerschaftskleidung zu besorgen. Auch die Brüste wachsen oft schon in dieser Zeit und fangen vielleicht schon an, die erste Milch zu produzieren, die als gelbliche Flüssigkeit austreten kann. Schwangere können sich jetzt schon einen Still-BH besorgen und Stilleinlagen verwenden. Aber keine Sorge, wenn sich in dieser Richtung noch nichts tut: Für das spätere Stillen spielt es keine Rolle, ob sich die erste Milch früh oder spät in der Schwangerschaft zeigt.

Da das Baby jetzt rasant an Größe und Gewicht zulegt, steigt auch der tägliche Kalorienbedarf der werdenden Mutter. Schwangere sollten jetzt täglich etwa 250 Kilokalorien (kcal) mehr zu sich nehmen – der Tagesbedarf liegt jetzt ungefähr bei 2.200 kcal. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft steigt er weiter auf 2.500 kcal an. So werden genug Reserven für die Geburt und die folgende Stillzeit angelegt.

Das mütterliche Gewicht steigt jetzt, wenn die Schwangere sich ausgewogen ernährt, monatlich etwa um 1 1/2 Kilogramm an. Insgesamt nehmen Schwangere zwischen 10 und 15 Kilogramm zu. Da die Zunahme aber sehr individuell ist und auch davon abhängt, ob die Frau vor der Schwangerschaft eher dünn oder kräftiger war, sind Abweichungen nicht unbedingt bedenklich. Unsicherheiten sollten mit Frauenarzt oder Hebamme besprochen werden.

Weitere Informationen zu Schwangerschaftsverlauf und Babys Entwicklung findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Weitere Schwangerschaftswochen im Überblick:

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13. SSW: Die 13. Schwangerschaftswoche

In der 13. SSW starten Sie nun in den 4. Schwangerschaftsmonat. Ihr Baby ist in der 13. SSW 11 Wochen alt. Der Unterschied kommt daher, dass Ihre Schwangerschaft ab dem ersten Tag Ihrer Periode gerechnet wird, denn der genaue Tag der Befruchtung kann bei den meisten Frauen nicht rückwirkend berechnet werden. Anhand der Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Frauenarzt wird der Entbindungstermin errechnet. Ab der Schwangerschaftswoche 13 schreitet die Entwicklung Ihres Babys voran. Es wächst jetzt schnell und somit wird Ihr Babybauch auch bald für die Menschen um Sie herum sichtbar. Auch das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden sinkt in der 13. SSW sehr stark. Viele Frauen fühlen sich im zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft sehr wohl und leiden auch nicht mehr so stark unter den Schwangerschaftsbeschwerden. Genau die richtige Zeit um körperlich aktiv zu werden, bei einem angenehmen Urlaub zu entspannen oder die Schwangerschaft einfach nur zu genießen.

SSW 13: Entwicklung des Babys

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13. Schwangerschaftswoche: Ihr Baby wächst

Junge oder Mädchen?

Ihr Baby ist in der 13. SSW circa 6 bis 7,5 cm (SSL) groß und etwa 18 bis 23 Gramm schwer. Die Größe Ihres Babys wird sich in den kommenden Schwangerschaftsmonaten ganz individuell entwickeln, daher sind diese Angaben nur Durchschnittswerte. Ab der 13. SSW wird sich Ihr Baby seinem Wachstum und der Reifung seiner Organe, Muskeln und Skeletts widmen. Bald wird auch der restliche Körper in Proportion mit dem Köpfchen stehen, das nun nicht mehr so schnell wächst. Ihr Baby wird in der 13. SSW das erste Mal Stuhlgang haben, denn seine Därme finden ihren Platz. Auch die Bauchspeicheldrüse produziert nun Insulin. Die Geschlechtsorgane haben sich auch bereits entwickelt und theoretisch gesehen könnte Ihr Frauenarzt sogar das Geschlecht Ihres Babys in der 13. SSW erkennen, doch ist das Ergebnis meist ungenau und daher wird das Geschlecht meistens erst in der 20. SSW verraten.

Knochenbildung

Die Skelett-Knochen Ihres Kindes werden sich nun in Knochen wandeln, aber erst im Teenager-Alter werden diese ganz verknöchern. Auch die Schädelknochen haben sich schützend um das Gehirn gelegt. Auch diese werden erst nach der Geburt zusammenwachsen. Denn das Gehirn braucht noch viel Platz und wird noch weiter wachsen. Wären die Schädelknochen zu dem nicht so flexibel, wäre es unmöglich, das Baby auf natürliche Weise zur Welt zu bringen.

Die Sinne entwickeln sich

Ihr Baby kann in der 13. SSW das erste Mal hören und reagiert sogar auf Musik. Auch wenn sich die Augenlider Ihres Babys erst ab dem 6. Schwangerschaftsmonat das erste Mal öffnen, kann Ihr Baby zwischen Dunkel und Hell unterscheiden. Auch die Stimmbänder entwickeln sich in der 13. SSW. Ihr Baby kann die Stirn runzeln, am Finger saugen und sogar gähnen. Es weiß, wenn der Bauch von außen berührt wird, reagiert sogar auf Stöße mit einem Reflex, der ihn später auch nach der Brust seiner Mama suchen lassen wird (Root-Reflex).

Der Bauch ist in der 13. Schwangerschaftswoche zu sehen

Nun steht die Zeit des Reifens und Wachsens bevor. Was sich auch an Ihrem Bauch bemerkbar macht. Die Gebärmutter hat nun Ihren Platz gefunden und wächst jetzt in den Bauchraum. Was natürlich auch den Harndrang etwas lindert. Vielleicht werden Sie sogar durch das Wachstum Ihrer Brüste und Bauchs die ersten Schwangerschaftsstreifen feststellen. Verwöhnen Sie Ihre Haut mit Ölen oder Lotionen. Verzichten Sie aber auf die Verwendung von ätherischen Ölen, wie Rosmarin oder Minze. Hier wird oft gesagt, dass diese Öle Wehen auslösen können. In den ersten Schwangerschaftsmonaten haben Sie ca. 1,5 bis 2 kg zugenommen. Doch ab der 13. SSW geht es nun mit den Kilos etwas Schneller. Im Durchschnitt nehmen Frauen im nächsten Drittel etwa 10 bis 12 kg zu. Wenn es bei Ihnen etwas mehr wird, brauchen Sie sich da keine Gedanken drum machen. Sofern Sie wirklich zu viel zunehmen, wird Ihr Frauenarzt oder Ihre Hebamme einschreiten. Auch Ihr Bedarf an Nährstoffen steigt ab der 13. SSW etwas an. Trotz dessen müssen Sie nicht für Zwei essen. In der 13. SSW haben Sie einen durchschnittlichen Energiebedarf von circa 2.200 Kilokalorien pro Tag. Bis zum Ende Ihrer Schwangerschaft steigt dieser auf 2.500 Kilokalorien an. Das heißt, es reicht im Normallfall, wenn Sie nur zwei Stück Obst mehr pro Tag essen um den Bedarf Ihres Kindes zu decken.

13+0 SSW: Gutes für Sie und Ihr Kind

Die meisten Schwangerschaftsbeschwerden gehen in der 13+0 SSW zurück. Viele werdende Mamas können jetzt die Schwangerschaft genießen und an sich denken. Ihr Körper hat die Umstellung fast hinter sich. Manchmal könnten Sie noch Unterleibsschmerzen, Bauchschmerzen oder Übelkeit in der 13+0 SSW verspüren. Diese könne Sie mit Entspannungsübungen, wie leichtes Yoga, lindern. Vielleicht plagen Sie in der 13+0 SSW auch vermehrt Durchschlafprobleme oder Sie entwickeln seltsame Gelüste. Seien Sie unbesorgt, diese legen sich wieder.

Folsäure wird ab der 13+0 SSW nicht mehr benötigt. Allerdings sind viele Ärzte der Meinung, dass Folsäure nach dem ersten Drittel der Mutter gut tut und empfehlen daher 0,4 mg pro Tag weiterhin als Präparat einzunehmen. Achten Sie auch weiterhin darauf, dass sie Omega-3-Fettsäure, wie z. B. in Fisch, verschiedenen Pflanzenölen oder Meeresfrüchten, zu sich nehmen. Das fördert die Entwicklung von Gehirn und Nerven Ihres Kindes. Nach den anstrengenden ersten drei Monaten können Sie sich in der 13+0 SSW Gedanken machen, ob Sie mit Ihren Partner einen schönen Urlaub genießen möchten. Die meisten Beschwerden treten nicht mehr so oft auf und Sie fühlen sich meistens auch körperlich wohl. Denken Sie aber daran, bei langen Fahrten Kompressionsstrümpfe zu tragen und Pausen einzulegen. Selten, dass werdenden Mamas das Fliegen Probleme bereitet.

13. SSW: Zusatzuntersuchungen noch möglich

Bei der großen Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall (9. SSW bis 12. SSW) wird Sie Ihr Frauenarzt sicherlich über die verschiedenen pränatalen (vorgeburtlichen) Diagnostiken informiert. Manche davon sind noch bis zur 14. SSW möglich, wie die Nackenfaltenmessung oder Chorionzottenbiopsie. Zwischen der 16. und 20. SSW wird im Regelfall, falls gewünscht, die Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt. Meistens sind diese Zusatzuntersuchungen keine Kassenleistungen, sofern sie nicht medizinisch notwendig sind und müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Diese Zusatzuntersuchungen geben Auskunft darüber, ob sich Ihr Kind gut entwickelt und ob ein Fehlgeburtrisiko in der 13. SSW und im weiteren Schwangerschaftsverlauf besteht. Auch zeigen diese Untersuchungen, ob Ihr Kind sich missbildet bzw. eine Behinderung, wie z. B. das Down Syndrom, hat. Prüfen Sie die Notwendigkeit dieser Untersuchungen für sich selbst und sprechen Sie das mit Ihrem Frauenarzt ab.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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13. Woche

Wahrscheinlich sind Sie bis jetzt (13. SSW) ohne Umstandskleidung zurecht gekommen. Die meisten Schwangeren behelfen sich, solange es geht, mit normaler Kleidung – zur Not aus dem Kleiderschrank des Partners. Was Sie dort aber nicht finden, ist ein ausreichend grosser, gut sitzender und ausreichend stützender Büstenhalter, der nicht einschnürt und möglichst verstellbare Träger hat. Sie müssen sich noch nicht unbedingt einen Schwangerschafts- oder Still-Büstenhalter anschaffen. Bedenken Sie, dass Sie in einigen Wochen wahrscheinlich noch eine Grösse mehr benötigen!

Denken Sie daran, sich früh genug um eine Hebamme zu bemühen. Der Anfang des zweiten Trimenons ist ein guter Zeitpunkt dafür. Vielleicht haben Sie über Mundpropaganda schon von einer netten und kompetenten freischaffenden Hebamme gehört, die Sie wegen der Wochenbett-Betreuung anfragen können. Auch wenn Ihnen das noch weit weg erscheint: Viele Hebammen vereinbaren auf sehr lange Zeit Termine und sind früh ausgebucht!

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Rauchen ist besonders schädlich in der Schwangerschaft: Die wichtigste Wirkung: Die Blutgefässe ziehen sich zusammen, die Durchblutung ist eingeschränkt. Dadurch haben Neugeborene rauchender Mütter ein niedrigeres Geburtsgewicht, einen kleineren Kopfumfang und sind auch in der Körperlänge etwas kleiner. Aber vor allem kommen sie häufiger als Frühgeborene zur Welt! Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie es schaffen, dass Sie Ihrem Baby zuliebe zur Nichtraucherin werden!

Die Plazenta (der Mutterkuchen) hat jetzt die volle Funktion erreicht. Sie sorgt dafür, dass Sauerstoff und Nährstoffe aus Ihrem Kreislauf zum Kind transportiert werden. Das Ungeborene liefert seine Abfallprodukte über die Nabelschnur wieder zurück. Die Plazenta wirkt auch wie eine Schranke gegenüber schädlichen Substanzen – aber leider nicht gegen alle. Sie sollten also vorsichtig sein mit allem, was Sie essen, trinken und einatmen.

Bei einer unter etwa 150 Schwangerschaften sitzt die Plazenta nicht im oberen Teil der Gebärmutter sondern tiefer, manchmal sogar so tief, dass der innere Muttermund teilweise oder vollständig verdeckt ist (Plazenta praevia). Dadurch kann es in der späteren Schwangerschaft, wenn das Kind auf die Plazenta drückt, und vor allem während der Geburt zu gefährlichen Blutungen kommen. Heutzutage sind solche Notfallsituationen sehr selten geworden, denn durch die regelmässigen Ultraschalluntersuchungen ist eine Plazenta praevia schon früh zu diagnostizieren. Notfalls kann dann von vornherein eine geplante Kaiserschnittentbindung durchgeführt werden. Machen Sie sich aber jetzt noch keine Sorgen: In den meisten Fällen wandert eine tiefsitzende Plazenta auch ganz von alleine wieder ein Stück nach oben. Dann steht einer vaginalen, unkomplizierten Geburt eigentlich nichts mehr im Wege!

Ab jetzt wird bei der Ultraschalluntersuchung normalerweise nicht mehr die Scheitel-Steiss-Länge des Feten gemessen, sondern seine Entwicklung anhand der Kopfmasse beurteilt. Dazu misst man den „biparietalen Durchmesser“ (BIP oder BPD), also den Abstand zwischen den beiden Scheitelknochen am Schädel, und zusätzlich einige andere Parameter. Da das Kind bis zum Ende der Schwangerschaft immer gekrümmter und eingeengter liegen wird, ist die Längenmessung nicht mehr zuverlässig genug.

…uns so entwickelt sich Ihr Baby in der 13. Schwangerschaftswoche…

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

  • 13. Woche nach dem 1. Tag d. letzten Periode
  • 12 Wochen + 1 – 7 Tage (ärztliche Berechnung)
  • 11. Woche nach der Befruchtung
  • 71. – 77. Tag der Entwicklung
  • Kopfdurchmesser des Fetus: ca. 21-29 mm
  • Gewicht des Fetus: ca. 30 g

Häufige Fragen in dieser Woche:

Schadet es, wenn man Folsäure länger als die empfohlenen 12 Wochen einnimmt?

Wie viele Zigaretten pro Tag sind in der Schwangerschaft noch vertretbar?

Wie kann ich mich vor Scheideninfektionen schützen?

Zur 12. Woche

Zur 14. Woche

Letzte Aktualisierung : 11-02-18, BH

13. Schwangerschaftswoche (SSW)

Letzte Änderung: 13.12.2018
Nächste Aktualisierung von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Mit der 13. Schwangerschaftswoche (SSW) beginnen der 4. Schwangerschaftsmonat und das 2. Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon, 2. Trimester). Die wichtigen Organe und Strukturen sind nun fertig angelgt, darum wird der Embryo im 2. Trimester vorwiegend wachsen. Die Schwangerschaft wird jetzt durch den wachsenden Bauch der Mutter auch für andere sichtbar. Außerdem sinkt die Gefahr einer Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche rapide.

© iStock

Inhaltsverzeichnis

  • Der 4. Monat
  • Die Mutter
  • Der Fötus
  • Untersuchungen
  • Quellen

Was passiert in der 13. SSW?

Zwischen dem 4. und 7. Schwangerschaftsmonat ist die günstigste Zeit, um noch einmal Urlaub zu machen: Die Schwangerschaftsbeschwerden der ersten Monate lassen jetzt bei den meisten Frauen nach und noch bereitet kein schwerer Babybauch Probleme. Achtung aber bei langen Reisen in der Schwangerschaft: Hier sollten Schwangere Kompressionsstrümpfe tragen und sich häufiger die Beine vertreten. Auch Fliegen in der Schwangerschaft ist besonders im 2. Trimester meist kein Problem.

Was bedeutet 13. SSW?

In der 13. SSW ist der Fötus etwa elf Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

In der 13. SSW sind Sie 12 Wochen und x Tage schwanger – die 13. SSW besteht demnach aus den Tagen:

Bis zum errechneten Geburtstermin sind es nun noch etwa 27 Wochen.

Mit der 13. Schwangerschaftswoche (SSW) beginnt das 2. Schwangerschaftsdrittel, für die meisten werdenden Mütter die schönste Zeit der Schwangerschaft. Die Schwangerschaftsbeschwerden lassen jetzt bei den meisten Frauen nach, der Bauch beginnt sich langsam zu runden und die meisten Frauen sind noch fit genug für vielfältige Unternehmungen. Nicht mehr lange und Sie spüren auch die ersten Kindsbewegungen.

Das sollten Sie in der 13. SSW beachten!

Ab der 13. Schwangerschaftswoche steigt der tägliche Kalorienbedarf der werdenden Mutter um etwa 250 Kilokalorien (kcal) an. Zwei Stücke Obst oder ein Käsebrot zusätzlich helfen Ihnen und Ihrem Baby, die nötigen Reserven für die Geburt und die erste Zeit danach anzulegen.

Generell gilt folgender Kilokalorien-Tagesbedarf:

  • erste Schwangerschaftshälfte: Tagesbedarf von durchschnittlich 2.200 Kilokalorien
  • zweite Schwangerschaftshälfte: Tagesbedarf von durchschnittlich 2.500 Kilokalorien

Bei richtiger und gesunder Ernährung in der Schwangerschaft erhöht sich das Gewicht der werdenden Mutter monatlich um etwa ein bis anderthalb Kilogramm. Insgesamt sind durchschnittlich 10 bis 15 Kilogramm Gewichtszunahme in der Schwangerschaft normal – die Gewichtszunahme ist jedoch sehr individuell und hängt im Wesentlichen von dem Gewicht der Mutter vor der Schwangerschaft ab.

Da der Bauch jetzt zusehends wächst, müssen die meisten Schwangeren im 2. Trimester zu weiterer Kleidung (Schwangerschaftskleidung) greifen. Auch die Brüste sind bei vielen Schwangeren nun schon um einiges gewachsen und es kann hin und wieder klare oder gelbliche Flüssigkeit (die erste Milch) austreten. Bei den meisten Frauen tritt die erste Milch jedoch erst nach der Geburt aus. Wann sich die erste Milch zeigt hat keinen Einfluss auf das spätere Stillvermögen.

Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat hat die Folsäure, die während der ersten drei Monate eingenommen werden sollte, keine Auswirkung mehr auf die kindliche Entwicklung, kann sich aber positiv auf den Körper der Mutter auswirken und kann daher weiterhin eingenommen werden (0,4 mg pro Tag).

Ultraschall in der Schwangerschaft

4. SSW: Die befruchtete Eizelle nistet sich ein. Hier ist die Fruchthöhle (schwarz) zu sehen, der Embryo ist noch zu klein.

5. SSW: Rechts im Bild ist die Fruchthöhle (schwarz) zu sehen. Der Embryo ist auf dem Ultraschall zu dieser Zeit oft noch nicht zu erkennen.

6. SSW: Der Embryo ist als kleine Verdickung in der schwarzen Fruchtblase zu erkennen.

7. SSW: Links in der Fruchtblase ist der Embryo sichtbar. Der helle Kreis mit dunklem Fleck über dem Embryo ist der Dottersack.

8. SSW: Der Embryo ist von vorne zu sehen, der Kopf liegt links im Bild. Arm- und Beinansätze lassen den Embryo wie einen kleinen Teddybären aussehen.

9. SSW: Der Fötus liegt links im Bild mit dem Kopf, der auf die Brust gesenkt ist, nach links. Rechts im Bild ist der Dottersack zu sehen.

10. SSW: Der Fötus liegt mit dem Kopf nach rechts. Der Kopf ist auf die Brust geneigt.

11. SSW: Man sieht nur die Beine des Fötus. Sie sind an den Knien im rechten Winkel gebeugt, die Füße zeigen nach oben. In den Beinen sind die langen Röhrenknochen, in den Füßen die Knochen der Zehen gut zu erkennen.

12. SSW: Man sieht den Kopf und einen Teil des Oberkörpers. Im Kopf sieht man die Schädelknochen und die Anlagen von Kiefer und Zähnen, im Oberkörper den Knochen des Schlüsselbeins. Auch die kleine Nase und der Mund sind gut zu erkennen.

13. SSW: Man sieht den Kopf des Fötus von oben. Die beiden Gehirnhälften (hier eine oben, eine unten im Bild) sind gut zu sehen. Sie sind durch eine Mittellinie, das Corpus callosum, getrennt. Die Anlagen des Gehirns zeichnen sich deutlich in den Gehirnhälften ab.

14. SSW: Man sieht eine Zwillingsschwangerschaft mit zwei Fruchtblasen.

15. SSW: Man sieht ein Bein des Fötus. Links im Bild liegt der Po, das Bein streckt sich nach rechts und ist im Knie leicht gebeugt. Die langen Röhrenknochen in Ober- und Unterschenkel sind gut zu erkennen, ebenso die Zehenknochen im Fuß.

16. SSW: Die Nabelschnur ist sichtbar. Der Blutfluss lässt sich mithilfe des sogenannten Dopplerultraschalls farbig darstellen.

17. SSW: Man erkennt das kleine Gesicht des Fötus. Unter dem Kopf sind auch die Hände gut zu sehen. Links am Kopf entlang und dann über die Brust des Babys verläuft von oben nach unten die in sich gedrehte Nabelschnur.

18. SSW: Von rechts unten kommt ein Fuß ins Bild, die Zehen zeigen nach links oben. Der Fuß liegt über den beiden Händen, die überkreuzt sind. Eine Hand kommt dabei von oben rechts ins Bild, die Finger beider Hände fächern sich nach links auf.

19. SSW: Man sieht die Plazenta (gesamter unterer, grauer Bereich), aus der die Nabelschnur entspringt. Die Blutgefäße der Nabelschnur sind dank Dopplerultraschall farbig gekennzeichnet.

20. SSW: Das Baby scheint am Daumen der linken Hand zu nuckeln. Die rechte Hand verdeckt das Gesicht.

21. SSW: Gut sind die zwei kleinen Füße von unten zu sehen. Besonders die Knochen der Zehen und die Mittelfußknochen zeichnen sich deutlich ab.

22. SSW: Links im Bild liegt der Hinterkopf, die Stirn nach oben. Mittig im Bild sieht man Nase, Mund und Kinn. Im Mund sind die Knochen des Kiefers und die Zahnanlagen zu sehen.

23. SSW: Gesichtszüge und Mimik sind im 3-D-Ultraschalls besonders gut zu beobachten. Hier gähnt das Baby ausgiebig.

24. SSW: Ganz deutlich ist hier eine Hand mit Hand- und Fingerknochen zu sehen.

25. SSW: Mittig erkennt man die Wirbelsäule, daneben oben im Bild gut die Rippen, unten das Becken.

26. SSW: Auf dem Bild sieht man gut, wie das Baby weit den Mund öffnet.

27. SSW: Mit dem Dopplerultraschall wird der Blutfluss in den Blutgefäßen im Gehirn farbig dargestellt.

28. SSW: Hier wird der Urinstrahl eines kleinen Jungen dargestellt.

29. SSW: Man sieht einen einen kleinen Fuß, der mit der Sohle nach oben zeigt. Die Zehen zeigen nach rechts. Die Knochen des Fußes sind gut zu erkennen.

30. SSW: Der 3-D-Ultraschall zeigt das Gesicht des Babys und die beiden kleinen Hände, die vor dem Körper verschränkt sind.

31. SSW: Das Gesicht des Babys füllt fast das ganze Bild aus. Die Stirn ist rechts im Bild, das Kinn links. Die Augen sind etwas geöffnet.

32. SSW: Hier sieht man einen kleinen Jungen: Der Penis ragt deutlich nach rechts ins Bild.

33. SSW: Das Baby ist hier im Profil zu sehen. Von rechts nach links erkennt man Stirn, Nase, Mund und Kinn. Die weißen Bereiche zeigen Knochenstrukturen.

34. SSW: Hier ist ein perfektes kleines Ohr zu erkennen.

35. SSW: Auf diesem Bild sieht man den Kopf des Kindes von oben. Die hellen Punkte rechts im Bild sind Haare, die im Fruchtwasser schwimmen.

36. SSW: Dieses Baby ist ein Mädchen. Deutlich sind die äußeren, größeren und die inneren, kleineren Schamlippen zu sehen.

37. SSW: Auch hier wieder ein Baby im Profil. Das Gesicht ist vollständig ausgebildet.

38. SSW: Das Baby, das auch hier im Profil zu sehen ist, lutscht am Daumen.

39. SSW: Auf diesem Bild sind deutlich die vier Herzkammern und die Herzklappen zu erkennen.

40. SSW: Auf diesem 3-D-Ultraschall hält sich das Baby eine Hand vors Gesicht. Der errechnete Geburtstermin steht jetzt kurz bevor.

Der Fötus in der 13. SSW

In der 13. Schwangerschaftswoche (SSW) ist der Fötus etwa 6 Zentimeter groß und wiegt knapp 18 Gramm. Der Kopf wächst nun im Vergleich zum Körper langsamer, sodass sich die Proportionen nach und nach anpassen.

Auch in der 13. SSW ist der kleine Körper nach wie vor noch ganz weich, fast geleeartig beschaffen. Allerdings beginnen die Knorpel in diesem Entwicklungsstadium allmählich zu verknöchern. Sie wandeln sich in den langen Röhrenknochen in Knochen um – diese bilden das Grundgerüst für Arme und Beine. Die Umwandlung beginnt im mittleren Teil der Röhrenknochen, deren Endstücke erst im Teenageralter vollständig verknöchert sein werden. Sobald sich Knorpelgewebe zu Knochengewebe weiterentwickelt hat, können die Knochen und damit der Körper nicht mehr wachsen. Im Ultraschall sind die Knochen von Armen und Beinen, aber auch die Wirbelsäule, die Rippen und die Schädelknochen nun gut zu erkennen.

Der Schädel des Fötus besteht aus großen und gewölbten Knochen. Da das Gehirn noch ungehindert wachsen muss und dafür Spielraum benötigt, sind die Schädelknochen noch nicht knöchern miteinander verwachsen, sondern lediglich über Bindegewebe, die sogenannten Fontanellen, miteinander verbunden. Das wird noch einige Zeit nach der Geburt so bleiben – besonders die große Fontanelle im oberen vorderen Kopfbereich schließt sich erst nach und nach. Bei den meisten Kindern ist sie bis zum zweiten Geburtstag vollständig verschlossen und nicht mehr zu ertasten.

Auch die Gehörknöchelchen verknöchern nun, der Fötus kann seine ersten Geräusche und Töne hören.

Etwa in der 13. Schwangerschaftswoche beginnen sich die Stimmbänder zu bilden. Die im 1. Schwangerschaftsdrittel ausgebildeten Organe wachsen und entwickeln sich weiter, bis sie vollständig funktionstüchtig sind.

Die Augenlider des Fötus bleiben noch bis etwa zur 26. SSW geschlossen. Dennoch kann er ungefähr ab der 13. Schwangerschaftswoche schon sehr helles Licht und Dunkelheit unterscheiden.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

Vorsorgeuntersuchungen in der 13. SSW

Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche kann die sogenannte Nackenfaltenmessung durchgeführt werden. Sie dient dazu, bestimmte genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom sowie bestimmte Herz- und Skelettfehler auszuschließen oder zu erkennen.

Die Nackenfaltenmessung ist keine Kassenleistung. Wenn sich werdende Eltern für die Untersuchung entscheiden, müssen sie diese selber zahlen. Es sei denn, der Frauenarzt sieht einen erhöhten Bedarf, etwa im Rahmen einer Risikoschwangerschaft. Dann können die Krankenkassen die Nackentransparenzmessung in einigen Fällen übernehmen.

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Quellen

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 7.8.21018)

Online-Informationen der BZgA: www.familienplanung.de (Abrufdatum: 7.8.21018)

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: www.dge.de (Abrufdatum: 7.8.21018)

Online-Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de (Stand: 20.7.2016)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Schneider, H., Husslein, P., et al.: Die Geburtshilfe. Springer Verlag. Berlin Heidelberg 2011

Letzte inhaltliche Prüfung: 07.08.2018
Letzte Änderung: 13.12.2018

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