Bauch 21. ssw

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft: bin ich schwanger?

31. Oktober 2019 6 Min.

Manche Frauen sind schon Minuten nach der Zeugung ganz sicher, dass es geklappt hat. Dabei braucht die befruchtete Eizelle noch ein paar Tage, bis sie sich in der Gebärmutter eingenistet hat. Auch wenn die ersten Anzeichen in der Frühschwangerschaft vage sind ‒ ein paar Signale sendet der Körper bereits.

Typische erste Anzeichen einer Schwangerschaft

In den ersten Tagen und Wochen ist eine Schwangerschaft äußerlich überhaupt nicht zu erkennen. Aber im Körper passiert enorm viel. Um für die optimale Entwicklung des Babys alles vorzubereiten, werden vor allem viele Hormone produziert. Der Körper reagiert auf diesen Hormoncocktail von Frau zu Frau sehr unterschiedlich.

Dennoch gibt es ein paar typische erste Anzeichen einer Schwangerschaft. Gerade Frauen, die ungeplant schwanger werden, bringen diese oft erst im Nachhinein mit der Schwangerschaft in Verbindung. Bei einer geplanten Schwangerschaft achten Frauen dagegen sensibler auf die Signale ihres Körpers.

Manche Frauen nehmen die Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter als ein leichtes Ziehen wahr, ähnlich den Regelschmerzen. Die Einnistung findet etwa fünf bis sieben Tage nach dem Eisprung statt.

Müdigkeit

Sie gehen deutlich früher schlafen als gewohnt? Sie sind tagsüber ungewöhnlich schnell erschöpft? Schon in den ersten Tagen macht sich ein Energiemangel bemerkbar, der viele Frauen im gesamten ersten Schwangerschaftsdrittel begleitet. Schließlich müssen sich Stoffwechsel und Kreislauf an die neue Situation gewöhnen. Auch das Herz leistet nun einiges mehr als sonst.

Übelkeit als typisches Schwangerschaftsanzeichen

Die einen erwischt sie schon sehr früh, die anderen überhaupt nicht: die Schwangerschaftsübelkeit. Ein flaues Gefühl im Magen kann schon in den ersten Tagen der Schwangerschaft ein spürbares Anzeichen sein.

Empfindliche oder gespannte Brüste als erste Anzeichen einer Schwangerschaft

Ein Spannungsgefühl in den Brüsten gehört ebenfalls zu den Signalen, die viele Frauen schon sehr früh wahrnehmen. Außerdem werden die Brustwarzen sehr sensibel, zum Teil verdunkeln sie sich bereits etwas. Diese Veränderungen sind durch die Hormone Progesteron, Östrogen und Prolaktin bedingt, die dafür sorgen, dass sich das Drüsengewebe der Brust vermehrt.

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Geruchsempfindlichkeit

Obwohl Sie Kaffee lieben, können Sie ihn plötzlich nicht mehr riechen? Dann setzt vermutlich der Mutterinstinkt ein. Ärzte vermuten, dass Schwangerschaftshormone sich auch auf die Nasenschleimhaut auswirken und diese sensibler machen. Ein automatischer Schutz des Körpers, um die Frühschwangerschaft nicht zu gefährden. Daher können Schwangere häufig schon sehr früh Alkohol, Kaffee oder Parfums nicht mehr gut riechen. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass jemand zum Beispiel Parfum verzehrt, sind alle Stoffe potenziell schädlich für eine Schwangerschaft.

Verstärkter Harndrang: typisches Schwangerschaftsanzeichen

Zwar drückt die Gebärmutter noch nicht auf die Blase, trotzdem müssen viele Frauen in der Frühschwangerschaft deutlich häufiger zur Toilette. Auch hier spielen die Hormone eine Rolle. Sie bewirken ein Zusammenspiel aus erhöhter Durchblutung des Beckens und verstärkter Nierentätigkeit. Das führt zu einem häufigen Harndrang und kann als erstes Anzeichen einer Schwangerschaft gesehen werden.

Blähungen und Völlegefühl: Anzeichen für Schwangerschaft

Sie fühlen sich ständig aufgebläht? Der Bauch wirkt übermäßig voll? Das Schwangerschaftshormon Progesteron hat den Nebeneffekt, dass der Darm träge wird und sich die Verdauung etwas verlangsamt. Dadurch entstehen ein Völlegefühl und verstärkte Blähungen.

Eine sehr leichte Blutung gehört zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft

Obwohl eine Schwangerschaft besteht, kann eine leichte Blutung zum Zeitpunkt der Periode als erstes Anzeichen einer Schwangerschaft auftreten. Die Einnistung der befruchteten Eizelle (Blastozyste) in die Gebärmutterschleimhaut ist hierfür verantwortlich, da bei diesem Vorgang Blutgefäße in der Schleimhaut verletzt werden. Allerdings sollte diese Blutung deutlich schwächer ausfallen als die übliche Menstruation.

Der Schwangerschaftstest bei den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft

Besonders sensible Tests – sogenannte Schwangerschaftsfrühtests – versprechen bereits drei bis vier Tage vor dem Ausbleiben der Periode ein Ergebnis. Vollständige Sicherheit gibt zu einem so frühen Zeitpunkt jedoch lediglich ein Bluttest beim Frauenarzt.

Wenn sich die befruchtete Eizelle erfolgreich in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, bildet der Körper zunehmend das sogenannte Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin). Am 28. Zyklustag, wenn also bei den meisten Frauen die nächste Regelblutung anstünde, ist bereits so viel hCG vorhanden, dass der Teststreifen des Schwangerschaftstests auf das Hormon im Urin reagiert. Das Ergebnis fällt positiv aus.

Allerdings kann ein früher Schwangerschaftstest auch negativ ausfallen, obwohl bereits eine Schwangerschaft besteht. Der hCG-Wert ist in diesem Fall noch nicht hoch genug. Es empfiehlt sich daher, bei einem negativen Ergebnis den Test einige Tage später zu wiederholen.

Grummeln in Bauch – Einnistung?

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Magenschmerzen & Schwangerschaft

Harmlose Magenschmerzen

Schwanger zu sein bedeutet eine wahre Meisterleistung für den weiblichen Körper: Verschiedene körperliche Prozesse werden in Gang gesetzt, die den Organismus bestmöglich auf die Schwangerschaft und Geburt vorbereiten. Diese enorme Umstellung kann besonders anfangs zu vielen verschiedenen Beschwerden führen. So leiden beispielsweise sehr viele Frauen im ersten Schwangerschaftsdrittel an Übelkeit und Erbrechen. Mit zunehmender Schwangerschaft häufen sich Verstopfung, Blähungen oder Sodbrennen. Warum schlägt sich eine Schwangerschaft derart auf den Magen-Darm-Trakt nieder?

Hormonelle Umstellung

Die hormonelle Umstellung (vor allem der Anstieg an Progesteron zu Beginn der Schwangerschaft) bewirkt, dass die Muskulatur des Magen-Darm-Traktes zunehmend träger wird. Dadurch wird die Nahrung langsamer durch den Verdauungstrakt befördert. Verstopfung und Blähungen sind die Folge und können ziemliche Schmerzen in der gesamten Bauchgegend verursachen. Wird die Nahrung nicht mehr so zügig wie gewohnt aus dem Magen abtransportiert, können unangenehme Magenschmerzen entstehen. Gelegentlich steigern sich die Schmerzen bis hin zu Magenkrämpfen.

Brennendes bis schmerzhaftes Sodbrennen weist ebenfalls auf die erschlaffte Muskulatur hin: Der Muskelring, der eigentlich den Zugang von der Speiseröhre zum Magen reguliert, schließt nicht mehr richtig, und saure Magensäure kann in die Speiseröhre aufsteigen. Auch Sodbrennen kann an Stärke zunehmen, je weiter die Schwangerschaft fortschreitet.

Wenn Sie viel trinken und kleinere, dafür häufigere ballaststoffreiche Mahlzeiten zu sich nehmen, bessern sich meistens die Magenschmerzen. Schwangerschaft ist auch eine Zeit, in der Sie scharfes, fettiges und stark gewürztes Essen meiden sollten – das tut auch immer Magen gut. Um Ihren Darm in Schwung zu bringen, hilft regelmäßige Bewegung.

Mutterbänder

Heftige krampfartige Schmerzen gehen häufig von den Mutterbändern aus – zwei Muskelbändern, die die Gebärmutter in ihrer Lage halten. Durch den wachsenden Uterus werden die Bänder zunehmend gedehnt, was mit Schmerzen einhergehen kann. Diese treten zwar hauptsächlich als Unterleibsschmerzen auf, doch sie können auch bis in den Oberbauch ausstrahlen – die Schwangere klagt über Magenschmerzen.

Schwangerschaft: Das Kind wächst, der Magen schmerzt

Mit fortschreitender Schwangerschaft gewinnt nicht nur das Kind, sondern auch die Gebärmutter deutlich an Größe. Beide nehmen den umliegenden Organen immer mehr Raum. So wird beispielsweise auch der Magen-Darm-Trakt eingeengt. Je nachdem, wie das Kind liegt oder in welcher Position Sie selbst sich befinden, kann der Druck auf Magen oder Darm weniger oder stärker ausgeprägt sein. Verstopfung, Blähungen und Magenschmerzen bis hin zu Krämpfen sind häufige Folgen. Auch Bewegungen oder sogar Tritte des Kindes in die Magengegend verursachen manchmal Magenschmerzen.

Der Bauch in der 10. SSW

Viele werdende Mamas freuen sich bereits in der 10. SSW darauf, dass an Ihrem Bauch deutlich zu erkennen ist, dass Sie ein Baby bekommen. Der Bauchumfang in der 10. SSW ist allerdings eher gering. Meist fühlt er sich etwas gebläht aufgrund der Verstopfungen an, die durch das Hormon Progesteron ausgelöst werden. Durch den etwas gewölbten Babybauch in der 10. SSW kann es sogar vorkommen, dass Ihre Hose nicht mehr so recht passt. Bereits in der 10. SSW können Sie damit beginnen, Ihren Bauch zu pflegen und so die Durchblutung zu fördern.

10. SSW: Babybauch pflegen

Obwohl Ihr Bauch in der 10. SSW sich wohl nur für Sie bemerkbar verändert, kann es jetzt schon helfen Ihren Bauch mit Pflegeprodukte zu verwöhnen. Fördern Sie die Hautdurchblutung mit Zupf- oder Bürstenmassagen. Verwenden können Sie Öle, Lotionen sowie Cremen, die Ihre Haut nicht nur pflegen, sondern auch dabei helfen sich zu dehnen. Achten Sie aber darauf, dass sie nur Massageöle verwenden, die Ihrer Schwangerschaft nicht schaden. Manche Öle, wie Eisenkrautöl, können vorzeitige Wehen auslösen. Sie finden im Handel spezielle Pflegeprodukte, die bestens für Ihre empfindliche und anspruchsvolle Haut während der Schwangerschaft geeignet sind. Zudem wirkt sich die Pflege Ihres Bauches in der 10. SSW auch positiv aus. Nicht nur die Schwangerschaftsstreifen werden verringert, sondern auch die Hautstraffung gefördert. Das bedeutet für Sie, dass sich Ihr Bauch nach der Geburt wieder gut zurückbilden kann und während der Schwangerschaft gut aussieht.

SSW 10: Entwicklung des Babys

10. SSW: So wächst Ihr Bauch

Wie groß Ihr Bauch ab der 10. SSW werden wird, hängt von vielen Faktoren ab. Einmal spielt es eine Rolle wie Ihr Baby liegen wird, wie schwer es wird und natürlich wie viel Gewicht Sie während der Schwangerschaft zulegen. Einige Mütter haben in der ersten Schwangerschaft einen sehr großen Bauch gehabt, während in ihrer zweiten Schwangerschaft der Babybauch kaum auffiel. Es lässt sich daher nicht pauschal sagen, wie Ihr Bauch wachsen wird. Denn es ist auch entscheidend, wie fit Sie vor und während der Schwangerschaft sind und wie Ihre Essgewohnheiten sind. Daher kann Ihr Bauch ab der 10. SSW eher langsam wachsen oder auch schon recht bald sichtbar sein. Meist verändert sich Ihr Bauch in der 10. SSW dahingehend, dass er etwas härter wird. Der Grund dafür können Verstopfungen und Blähungen sein. Oftmals liegt es aber auch daran, dass Sie eventuell Heißhungerattacken hatten und sich das bei Ihnen mehr als bei anderen zeigt. Schon lange ist bekannt, dass Sie nicht für Zwei essen müssen. Ihr Baby holt sich das was es braucht von Ihnen und daher können Sie auch während Ihrer Schwangerschaft Ihre Gewichtszunahme mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kontrollieren. Unterstützend können Sie auch leichten Sport treiben, sobald Sie sich fit genug fühlen. Dafür eigenen sich z. B. Sportarten wie Yoga oder sogar Walking. Lassen Sie sich aber anleiten, wenn Sie vorher diese Sportarten nicht betrieben haben, und sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Frauenarzt. Denn es gibt auch Ausnahmefälle, zu denen Sie keinen Sport während der Schwangerschaft treiben sollten. Körperliche Ertüchtigungen können helfen während der Schwangerschaft fit zu bleiben und sogar die Geburt unterstützen.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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10. Schwangerschaftswoche (SSW)

Das Baby wiegt in der 10. Schwangerschaftswoche etwa vier Gramm und ist in der Scheitel-Steiss-Höhe zweieinhalb bis dreieinhalb Zentimeter lang. Es handelt sich hierbei um Durchschnittswerte, Größe und Gewicht werden sich auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft sehr individuell entwickeln. Ab jetzt kann der Gynäkologe den Körper des Kindes im Ultraschall sehr genau vermessen und damit eine bis auf einige Tage genaue Prognose des Geburtstermins geben.

Die Mutter – Haar und Haut verändern sich

In der 10. SSW haben Mütter oft noch mit den Schwierigkeiten der hormonellen Umstellung in der Frühschwangerschaft zu kämpfen und leiden unter Übelkeit, Erbrechen sowie Müdigkeit. Die durch die Schwangerschaft erhöhte Blutmenge kann auch zu Kreislaufbeschwerden führen. Ihre Brüste sind bereits spürbar größer. Ein bequemer und gut sitzender BH ist ab jetzt ein Muss.Fast alle Frauen bemerken in der 10. Schwangerschaftswoche Haar- und Hautveränderungen. Oft haben sie besonders glänzendes und dichtes Haar, durch die Hormonveränderung ist die Gesichtshaut straff und sehr gut durchblutet. Teilweise zeigen sich jedoch auch Hautprobleme (Pickel, Akne, sehr fettige oder sehr trockene Haut), das Haar kann kraftlos oder strähnig werden.

Körperlich ist die Schwangerschaft bisher noch nicht zu sehen. Die Gebärmutter hat jetzt etwa die Größe einer Grapefruit. Durch schwangerschaftsbedingte Verstopfungen oder Blähungen kann der Bauchumfang jedoch bereits vergrößert sein. Verursacht werden diese Beschwerden dadurch, dass das Schwangerschaftshormon Progesteron nicht nur die Gebärmutter entspannt, sondern auch die Darmtätigkeit verlangsamt. In der Regel legen sie sich wie die anderen Befindlichkeitsstörungen des ersten Trimesters nach dem Abschluss der hormonellen Umstellung in der 12. Woche.

Die meisten Frauen stellen spätestens jetzt eine Vergrößerung der Brüste fest, die oft auch spannen oder „kribbeln“. Leichte Blutungen sind nach wie vor nicht ausgeschlossen. Sie sollten ärztlich abgeklärt werden, müssen jedoch für das Baby nicht gefährlich sein. Ihre Ursachen finden sich unter anderem in hormonellen Faktoren sowie den physiologischen Veränderungen der Gebärmutter durch die Schwangerschaft.

Die erste große Vorsorgeuntersuchung ist fällig

Spätestens in der 10. SSW ist auch die erste große gynäkologische Untersuchung fällig. Der Arzt misst dabei zunächst Gewicht und Blutdruck. Überschreitet ein erhöhter Blutdruck eine bestimmte Risiko-Grenze, wird unter strenger ärztlicher Beobachtung Acetylsalicylsäure in einer niedrigen Dosierung verordnet, um spätere Schwangerschaftskomplikationen auszuschließen.

Der Urin wird auf das Vorhandensein von Eiweiß, Zucker, Bakterien und Blut untersucht. Ein Blutbild gibt Aufschluss über den Hämoglobin-Gehalt des Blutes, also über die Sauerstoffversorgung der Mutter und des Kindes, sowie über einen eventuellen Eisenmangel. Außerdem werden die Blutgruppe, der Rhesus-Faktor und – falls keine zweimalige Röteln-Impfung oder ein Röteln-Antikörper-Nachweis vorliegt – der Röteln-Immunstatus getestet. Im Rahmen der vaginalen Untersuchung kontrolliert der Gynäkologe die Lage der Gebärmutter sowie den Muttermund und schließt Infektionen oder krankhafte Veränderungen aus.

Die Untersuchung des Babys erfolgt mittels Ultraschall. Dabei wird die Scheitel-Steiß-Länge des Fötus ausgemessen. Auf Basis dieser Daten passt der Arzt gegebenenfalls auch die berechnete Schwangerschaftsdauer an. Außerdem überprüft er Lage und Bewegungen des Babys sowie die Entwicklung der Extremitäten und Organe. Mittels Kardiotokografie kontrolliert er die Herztätigkeit des Kindes.

Ab der 10. Schwangerschaftswoche können außerdem erstmals Maßnahmen der pränatalen Diagnostik vorgenommen werden, falls sich aus der Ultraschalluntersuchung oder der individuellen Situation der Schwangeren Anhaltspunkte für besondere Risiken ergeben.

Als Untersuchungsmöglichkeiten stehen neben der gezielten Ultraschall-Untersuchung verschiedener Organe – vor allem der Nackentransparenz- oder Nackendichte-Messung – auch Bluttests sowie die beiden invasiven Verfahren der Fruchtwasser-Untersuchung (Amniozentese) und der Chorionzotten-Biopsie zur Verfügung, wobei die Amniozentese erst in der 16. SSW durchgeführt werden kann.

Die Standarduntersuchungen werden grundsätzlich von den Krankenkassen getragen. Bei weiterführenden Gesundheitstests für Mutter oder Kind übernimmt die Kasse die Kosten immer dann, wenn dafür eine medizinische Notwendigkeit besteht.

Körperliches und seelisches Wohlbefinden in der 10. SSW

Durch die Umstellung des Hormonhaushaltes fühlen sich viele Frauen in der 10. Schwangerschaftswoche oft noch erschöpft und müde. Wichtig ist daher ein ausgewogener Alltagsrhythmus, der Zeit für Ruhephasen lässt.

Gegen Darmbeschwerden und Verstopfung hilft eine ballaststoffhaltige Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Auch ausreichendes Trinken ist in dieser Phase wichtig. Optimal sind zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag in Form von stillem Wasser, Kräuter- und Früchtetees oder Fruchtsaftschorlen. Bei hartnäckigen Verstopfungen verschaffen verschiedene natürliche Produkte Erleichterung, gut geeignet sind beispielsweise Naturjoghurt, Sauerkrautsaft, Flohsamen oder eingeweichte Trockenfrüchte.

Für die gesunde Entwicklung des Babys muss in der Nahrung ausreichend Folsäure (Vitamin B9) und Jod enthalten sein. Folsäure findet sich in zahlreichen Gemüsen, Nüssen, Weizenkleien sowie Kalbs- und Geflügelleber. Jod ist vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Eiern, Milchprodukten sowie Fisch enthalten. In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollte nach Rücksprache mit dem Arzt zusätzlich ein Folsäure-Präparat eingenommen werden.

Der Pflege von Haut und Haar kommt nun eine besondere Bedeutung zu. Viele Frauen werden in dieser Zeit ihre alltäglichen Pflegeprodukte wechseln und sich vielleicht auch von einem Friseur oder einer Kosmetikerin beraten lassen. Außerdem sollte jetzt eine vorbeugende Hautpflege gegen Schwangerschaftsstreifen beginnen.

Zupf- oder Bürstenmassagen von Bauch, Oberschenkeln, Po und Busen mit milden Ölen und Lotionen fördern die Hautdurchblutung und wirken wie ein sanftes Peeling. Danach unterstützt eine reichhaltige Pflegelotion oder -Creme die Elastizität und Ernährungssituation der Haut. Vorsicht ist bei der Verwendung von ätherischen Massageölen, wie z.B. Eisenkrautöl, geboten.

Aus Sicht vieler Ärzte können sie in der Schwangerschaft Wehen auslösen oder sogar giftig wirken. Unbedenklich sind dagegen Mandel-, Wildrosen- oder Jojoba-Öl. Die sich vergrößernden Brüste erfordern einen gut sitzenden BH. Seine Schalen sollten die gesamte Brust umschließen und ihr Halt geben, ohne zu drücken oder einzuengen.

Ein sanftes Sportprogramm unterstützt das körperliche und seelische Wohlbefinden der Schwangeren. Ideal dafür sind Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Radfahren und Schwimmen, auch gegen Yoga oder Pilates ist nichts einzuwenden. Das regelmäßige Training sorgt nicht nur für allgemeine Fitness, sondern beugt auch Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen, einer zu starken Gewichtszunahme sowie Schwangerschafts-Diabetes oder Depressionen vor.

Die 21. Woche schwanger: Im Babybauch geht es rund

In Danielas Bauch steppt der Bär. Nur leider kann das der werdende Papa noch nicht wirklich von außen sehen. Andersherum funktioniert die Kommunikation aber: Gitarrenmusik und Gute-Nacht-Grüße, was will der Nachwuchs mehr?

21. SSW: Purzelbäume im Bauch

Während es die letzten Wochen ziemlich still in meinem Inneren zu ging, kam jetzt so langsam wieder Stimmung in die Bude: meistens in den Abendstunden, gemütlich auf der Couch. Man konnte fast die Uhr danach stellen. Zwischen 22:00 Uhr und 23:00 Uhr ging in meinem Bauch sprichwörtlich die Post ab. Es fühlte sich wie kleine Purzelbäume an – die es ja auch sind. Schließlich hat ein Fötus in dem Stadium schon eine durchschnittliche Größe von ca. 26 cm. Mal spürte ich einen sehr leichten Tritt, mal einen festeren.

Schwangerschaftskalender

21. SSW – Die erste Hälfte ist geschafft

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Nur von außen war leider noch nichts zu sehen. Also konnte ich dieses schöne Erlebnis leider immer nur alleine genießen. Mein Freund bekam lediglich meine spontanen Zwischenrufe mit: JEEEETZT, JETZT wieder, EBEN GERADE – ganz eindeutig, SCHON WIEDER!!! Ich konnte die Tritte einfach nicht wortlos hinnehmen, ich musste es lauthals verkünden, wenn ich etwas spürte. Es faszinierte mich einfach immer wieder aufs Neue. Wenn mein Freund sein Ohr auf meinen Bauch legte, konnte er mit viel Glück ein Surren oder Blubbern hören. Das war’s dann aber auch schon wieder. Ob es sich dabei wirklich um das kleine Menschlein handelte, sei dahin gestellt. Jedenfalls lösten sich meine anfänglichen Befürchtungen, ob denn alles ok sei mit dem Baby, weil sich die Wochen zuvor rein gar nichts in meinem Bauch bewegte, wieder in Luft auf.

Gute-Nacht-Gruß vom Papa

Auch wenn mein Freund von dem kleinen Menschlein nicht viel mitbekam, sollte es andersherum wenigstens etwas von seinem Papa mitbekommen. Also fing mein Freund immer häufiger damit an, mit „meinem Bauch“ zu reden. Anfangs war es ihm sichtlich unangenehm, weil ich dabei war (wie hätten wir es auch anders regeln sollen…), aber nach einiger Zeit machte er es sich ganz selbstverständlich zum allabendlichen Ritual, nochmal kurz ein paar Worte an das kleine Würmchen zu richten, bevor wir schlafen gingen. In der 21. SSW fangen Föten nämlich in der Regel an zu hören. Daher ist es natürlich förderlich, es schon in diesem Stadium an Stimmen und Geräusche zu gewöhnen. Zu den Gesprächen unter den zwei (Männern?!) kam irgendwann auch noch Gitarrenmusik dazu. Da mein Freund hobbymäßig in einer Band spielt, wollte er seinen Sprössling natürlich schon in diesem Stadium musikalisch fördern. Also setzte er sich immer mal wieder zu uns ans Bett und zupfte fröhlich ein paar Lieder vor sich hin.

Schwangerschaft

Was das Baby vor der Geburt von der Welt mitbekommt

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Hallo, hier ist deine Mama

Ich hingegen hatte selbst noch ein paar Berührungsängste, was die Kommunikation nach innen anging. Obwohl es das Natürlichste der Welt ist, sich mit seinem ungeborenen Kind zu unterhalten, hatte ich anfangs Hemmungen mit „meinem Kind“ zu reden. Was sollte ich denn erzählen, dachte ich immer wieder verschämt. Irgendwann plapperte ich aber dann doch einfach drauf los. Ich fing sogar immer öfter an etwas vorzusingen – hinter verschlossenen Türen, versteht sich. Irgendwann kam dann auch noch die Spieluhr hinzu, die obligatorisch an den Bauch gehalten wurde. Wenn das mit der Musikkarriere jetzt also nichts wird, dann weiß ich aber auch nicht. Ich merkte mehr und mehr, wie wir dadurch einen immer größer werdenden Bezug zu unserem ungeborenen Baby aufbauten.
Wir wurden mittlerweile immer neugieriger und ungeduldiger auf das Kleine. Zu gerne würde man mal in den Bauch schauen, um zu sehen, wer da wohl so drin steckt. Aber bitte kommt mir jetzt nicht mit Ultraschallbildern! Ich erkenne da nie wirklich viel und wenn, dann sieht es aus wie ein Alien. Es führt kein Weg dran vorbei. 19 lange Schwangerschaftswochen müssen wir noch warten …
Hattet ihr auch ein merkwürdiges Gefühl, wenn ihr mit eurem Bauchbewohner „kommuniziert“ habt? Und wie hat Papa sich mit dem Nachwuchs beschäftigt? Ich bin neugierig auf eure Erfahrungen und Erlebnisse!
Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite „Schwangerschaftstagebuch“ hier bei familie.de.
Eure Daniela

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