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Kürbis aus Pappmaschee selber basteln

Einen Kürbis aus Pappmaschee können auch Anfänger leicht selber basteln. In dieser Anleitung zeigen wir, wie man solche Kürbisse zur Deko in unterschiedlichen Farben (z. B. weiß, grün, orange oder gelb) selber macht.

Wir beginnen mit einer Materialliste, damit Sie alles Nötige zum Basteln der Kürbisse zur Hand haben. Techniken, die wir an anderer Stelle bereits genauer erklärt haben, sind mit einem Link zur jeweiligen Anleitung versehen. Außerdem haben wir am Ende des Artikels eine Video-Anleitung eingebunden, die ebenfalls alle wichtigen Schritte zeigt.

Damit Sie einen ersten Eindruck bekommen, wie unsere selbst gebastelten Kürbisse aussehen, hier ein Foto von einigen Kürbissen in verschiedenen Farben und unterschiedlicher Deko.

Materialliste / Werkzeug für einen Kürbis aus Pappmaschee

  • Zeitungspapier (Tipps für geeignete Papiersorten)
  • eine Rolle Küchentücher
  • Kreppband
  • Mehlkleister (siehe Anleitung: Mehlkleister selber machen)
  • Schüssel (für Mehlkleister)
  • Farben zum Anmalen (z. B. Dispersionsfarben)
  • Pinsel in verschiedenen Größen
  • kleinen Plastikkübel
  • Holzleim transparent

Anleitung: Kürbis aus Pappmaschee selber machen

Als Erstes widmen wir uns der Rohform des Kürbisses. Dazu knüllen wir Zeitungspapier zusammen und formen damit eine Kugel, die wir Schicht für Schicht vergrößern. Sobald die Kugel ihre endgültige Größe erreicht hat, stabilisieren wir sie mit einem Kreppband.

Die Rippen des Kürbisses rollen wir aus einzelnen doppelseitigen Zeitungspapier, die wiederum an den Enden mit Kreppband fixiert werden. Je nach Größe der Kugel brauchen wir ca. 10 bis 12 Rippen.

Die Rippen werden an der Unterseite der Kugel mit Kreppband sternförmig und flach aufgeklebt, dann nach oben an die Kugel angelegt und schließlich oben mit dem Kreppband zu einer Art Strunk zusammengebunden (siehe Abbildung).

Wir setzen Mehlkleister an, um die Rohform mit Pappmaschee zu umhüllen. Dabei wird zuerst die Rohform mit Mehlkleister eingeschmiert und dann ca. 3 bis 4 Lagen Küchentücher aufgebracht.

Ein Tipp ist, die Rohform in einen kleinen Plastikeimer zu stellen und mit der Unterseite des Kürbisses anzufangen. Achten Sie beim Aufkleben darauf, die Rippen von Anfang an schön herauszuarbeiten. Sobald der gesamte Kürbis fertig mit Pappmaschee umhüllt ist, stellen wir ihn zum Trocknen weg. Je nach Menge des Mehlkleisters kann das 1 bis 3 Tage dauern.

Wenn der Kürbis getrocknet ist, grundieren wir ihn mit weißer Dispersions- oder „Wandfarbe“. Der Grund dafür ist, dass später aufgetragene Farben dadurch leuchtender und strahlender erscheinen bzw. auch Farben mit geringer Deckkraft dennoch gut decken.

Ein Trick ist, sich ein kleines Holzbrett mit ein paar Schrauben (siehe Video) zu basteln, um den Kürbis darauf zu streichen und trocknen zu lassen. So kann man gleich komplett grundieren und er klebt beim Trocknen nicht großflächig auf einem Untergrund fest.

Nun können wir den Kürbis mit Farben bemalen. Im folgenden Beispiel verwenden wir Gelb und Orange als Grundfarben für eine Art Hokkaido-Kürbis. Dabei streichen wir zuerst das Orange in die „Rippentäler“ und das Gelb auf die „Rippenberge“. Anschließend verwischen wir beiden Farben mit einem Extrapinsel an den Übergängen, sodass ein „natürlicher Verlauf“ beider Farben entsteht.

An dieser Stelle kann man dem Kürbis natürlich auch eine andere Farbe geben. Manche bevorzugen einen weißen Kürbis, andere einen grünen … In unserem Video unten finden Sie einige farbliche Varianten, die Sie ebenfalls testen können.

Sobald die Farbe getrocknet ist, versiegeln wir sie mit einer Mischung aus 1,5 Teilen Wasser und einem Teil Holzleim. Diese Versiegelung gibt dem Kürbis Glanz und lässt dadurch die Farben leuchtender werden. Außerdem bietet sie einen gewissen Schutz gegen Feuchtigkeit, sodass man ihn später auch feucht abwischen kann.

Achten Sie darauf, dass die Holzleimmischung in alle Ritzen richtig eindringt. Beim Auftragen erscheint die Mischung noch milchig weiß, wird aber dann beim Trocknen durchsichtig wie ein Klarlack.

Um die „organische Optik“ zu verstärken, wenden wir als Nächstes eine Technik an, die man „Schwarzwaschen“ nennt. Dabei wird schwarze Dispersionsfarbe sehr stark verdünnt, auf den Kürbis aufgestrichen und gleich danach wieder mit einem Lappen abgewischt.

Dadurch bleibt die Grundfarbe erhalten und nur manche Ritzen und Poren werden abgedunkelt. So bekommt der Kürbis eine Art „Tiefenstruktur“ und sieht noch organischer bzw. interessanter aus.

Tipp: Falls die Farben beim Schwarzwaschen zu dunkel werden sollten, kann man sie später einfach übermalen. Mit den Farben können Sie so lange experimentieren, bis der Kürbis am Ende die gewünschte Optik hat.

Wenn die Farbgebung passt und die Farben getrocknet sind, empfehlen wir den Kürbis nochmals mit einer Holzleimmischung (1,5 Teile Wasser – 1 Teil Holzleim) zu versiegeln. Dann werden auch neu aufgetragene Stelle wieder glänzend und die gesamte Fläche ist einigermaßen vor dem Anlösen durch Wasser geschützt.

Nach dem Trocknen des „Klarlacks“ ist der Deko-Kürbis fertig.

Videoanleitung: Kürbis aus Pappmaschee selber machen

Wer will, kann sich hier auch unser Video ansehen, in dem ebenfalls noch einmal alle wichtigen Schritte gezeigt werden.

Kreative Abwandlungen des Kürbisses

In dieser Anleitung zeigten wir Ihnen nur das Prinzip mit ein paar zusätzlichen Tricks, wie man einen Deko-Kürbis recht einfach selber machen kann. Sie können aber die gezeigten Techniken auch jederzeit kreativ abwandeln und so mit neuen Formen und Farbgebungen experimentieren.

Tipp zur Deko: Kürbisse lassen sich sehr flexibel einsetzen. Zu Weihnachten krönt ihn eine Weihnachtsmütze – zu Halloween lehnt sich ein Skelett daran – im Herbst schmücken ihn ein paar farbige Blätter – zu Ostern baumeln ein paar gefärbte Eier an ihm herunter. Mit solchen kreativen Abwandlungen wird er zu einer Deko, die für alle möglichen Anlässe und Ereignisse brauchbar ist.

Viel Spaß beim Basteln eines Deko-Kürbisses!

Halloween 2019: Wie das Kürbis schnitzen zum Kinderspiel wird

Einen Kürbis auszuhöhlen kann ganz schön schwierig sein. Mit unseren Tipps und Tricks können Sie einfach einzigartige Kunstwerke aus dem harten Gemüse schnitzen.

Das Kürbisschnitzen kommt traditionell aus den USA, erfreut sich aber mittlerweile auch hierzulande großer Beliebtheit. Als Deko in den Herbstmonaten ist der Trend allgegenwärtig. Auch für eine Halloween-Party ist eine Kürbislaterne Pflicht. Besonders Kindern macht das Basteln Spaß und sie haben oft ausgefallene Ideen für die Kürbisgesichter.

Der richtige Kürbis ist entscheidend

Der typische Halloween-Kürbis ist groß, orange und lässt sich sehr gut aushöhlen und schnitzen.

Foto-Serie mit 8 Bildern

In Frage kommen etwa folgende Kürbis-Sorten:

  • Rocket
  • Neon
  • Early Harvest
  • Howden
  • Aspen

Sie können aber auch kleinere Sorten verwenden. Gerade wenn Sie mehrere Kürbisse schnitzen wollen, kreiert eine Kombination aus unterschiedlich großen Exemplaren einen schönen Effekt. Welche weiteren Sorten sich eignen, erfahren Sie hier.

Halloween-Kürbisse: Je größer die Kürbisse, desto leichter können ausgehöhlt und dekoriert werden. (Quelle: Zou Zheng/imago images)

Tipp: Kleinere Kürbisse lassen sich wesentlich schwieriger aushöhlen, schneiden und verzieren. Besonders für kleinere Kinder eignen sich daher eher größere Exemplare. Das Fruchtfleisch ist oft auch weicher und lässt sich leichter lösen.

Die richtigen Hilfsmittel zum Schnitzen eines Kürbisses

Kaufen Sie den Kürbis bereits ein paar Tage vor dem Halloweenfest. So können Sie ihn in Ruhe aushöhlen, schnitzen und trocknen lassen.

Bevor Sie mit der Bearbeitung des Kürbisses loslegen, sollten Sie folgende Sachen bereitstellen:

  • ein Teppichmesser um die Kürbisfratzen fein herauszuarbeiten,
  • Teelichter oder Stumpenkerzen für die Beleuchtung,
  • eventuell Sicherheitshandschuhe
  • Haarspray oder Essig für den Schimmelschutz und
  • wasserfesten Filzstift zum Vorzeichnen.

Tipp: Echte Kerzen sind Ihnen zu gefährlich? Auch batteriebetriebene Teelichter, Taschenlampen oder Lichterketten lassen den Kürbis geheimnisvoll aufleuchten. Benutzen Sie Lichterketten, sollten Sie noch ein kleines Loch für das Kabel in den Kürbis bohren.

1. Einen Kürbis vor dem Schnitzen richtig aushöhlen

Wenn Sie mit kleinen Kindern schnitzen und basteln, verteilen Sie die Arbeitswerkzeuge altersentsprechend. Überlassen Sie zum Beispiel jüngeren Kindern das Aushöhlen mit einem Löffel oder auch einem Eisportionierer und übernehmen Sie das Kürbisschnitzen mit dem scharfen Messer lieber selbst.

Beginnen Sie, indem Sie einen Deckel aus dem Kürbis schneiden. Hierfür eignet sich eine kleine Ast- oder Stichsäge gut. Neben echten Kerzen können auch Taschenlampen oder Lichterketten Kürbisse zum Leuchten bringen.

Tipp: Führen Sie das Messer beim Schneiden des Deckels schräg nach innen. Das verhindert, dass der Deckel später in den Kürbis hineinfällt.

2. Kürbis aushöhlen: Nichts verschwenden

Lassen Sie das Kürbisgrün am Deckel, es dient später als praktischer Griff beim Kerzenwechsel. Kürbisfleisch sollten Sie vom Deckel abschneiden. Wenn Sie sich für echte Kerzen entscheiden, sorgt ein kleines Loch im Deckel für genügend Sauerstoff. Entfernen Sie nun sämtliches Kürbisfleisch, bis nur noch die harte Schale, also etwa zwei Zentimeter Rand, übrig bleibt.

Tipp: Das Fruchtfleisch, das beim Aushöhlen anfällt, können Sie gut weiterverarbeiten und daraus leckere Herbstrezepte zaubern – zum Beispiel eine herzhafte Suppe oder einen süßen Kürbiskuchen. Die Kerne können entweder getrocknet und im kommenden Frühjahr im Garten ausgesät werden. Oder Sie rösten die Kürbiskerne und haben so einen gesunden Snack für zwischendurch.

3. Ein Kürbis-Gesicht gestalten: So geht’s

Bei der Auswahl eines Kürbisgesichts sollten Sie bedenken, dass größere Motive leichter auszuschneiden sind. Mit dem Stift können Sie das Gesicht freihändig aufmalen oder mithilfe einer Schablone übertragen. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, können Sie mit dem Teppichmesser vorsichtig das Gesicht ausschnitzen. Am einfachsten ist es, mit dem Mund zu beginnen. So lassen sich die Proportionen besser einschätzen.

Tipp: Besonders leicht fällt das Ausschneiden, wenn Sie den Kürbis vorher mit einer Nadel entlang der aufgemalten Linie punktieren.

Wenn Sie feinere Motive schneiden möchten, können Sie auch mit einem Linoleum-Messer das gewünschte Motiv in den Kürbis ritzen. Hierbei durchdringen Sie nur die obere orangefarbene Kürbishaut und lassen das gelbe Fleisch durchscheinen. Je dünner die Wand der Frucht wird, desto mehr Licht wird später hindurchscheinen. So können Sie Ihrem Kürbismotiv sogar Schattierungen und Tiefe geben.

Kürbis vor Schimmel schützen

Je trockener ein Kürbis ist, desto weniger anfällig ist er für Schimmel. Damit er sich lange hält und nicht von innen verfault oder schimmelt, können Sie ihn mit Essig ausspülen, abtrocknen und anschließend von außen mit Haarspray besprühen. Nach dem Auftragen des Haarsprays sollten Sie den Kürbis gut trocknen lassen, denn sonst besteht Brandgefahr! Zusätzlich können Sie die Schnittkanten mit Vaseline einschmieren und so versiegeln.

Ideen für gruselige Gesichter

Ein schnelles und einfaches Motiv für Kürbisse ist der Vampir. Hierzu schneiden Sie einfach ein ovales Loch in das untere Drittel des Kürbisses. Das Loch füllen Sie nun mit einem Vampir-Gebiss aus Plastik. Die Augen können Sie entweder ausschnitzen oder mit einem Filzstift aufmalen. Sie können auch bemalte Tischtennisbällen als Augen verwenden. Um diese zu fixieren, sollten Sie zwei Löcher aus dem Kürbis aushöhlen. Diese müssen etwas kleiner sein als der Durchmesser der Bälle, damit diese nicht einfach wieder herausrutschen.

Tipp: Möchten Sie einen besonders gefräßigen Kürbis dekorieren, können Sie viele Holzzahnstocher statt eines Vampirgebisses in den Mund des Kürbisses stecken.

Hexe

Oder wie wäre es mit einer Hexe? Dabei schneiden Sie die Kürbisöffnung nicht rund um das Kürbisgrün. Den Strunk nutzen Sie nämlich als Hexennase, indem Sie den Kürbis auf die Seite drehen. Damit er nicht wegrollt, schneiden Sie eine Scheibe seitlich ab – diese dient als Unterseite. Beim Hexengesicht können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Zum krönenden Abschluss setzten Sie dem Kürbis einen Hexenhut auf – entweder einen gekauften oder einen selbstgebastelten aus Tonpapier.

Halloween-Kürbis: Mit Accessoires wie Hexenhüten können Sie sogar Ihre Kürbisse verkleiden. (Quelle: AFLO/imago images)

Tipp: Sie bevorzugen das Kürbisgrün als Deckel? Kein Problem: Eine Karotte eignet sich ebenfalls als Hexennase.

  • Halloween: Woher kommt der Brauch?
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  • Halloween: Tischdeko selber machen

Verschiedene Motive mit Ausstechformen

Räumen Sie Ihre Plätzchen-Ausstechformen schon vor Weihnachten aus dem Keller. Motive wie Sterne, Dreiecke und Kreise eignen sich ebenfalls zum Kürbis verzieren. Da Kürbisse meist eine harte Schale haben, brauchen Sie hierfür noch einen Hammer. Nun können Sie die Motive einfach aus dem Kürbis stechen und erhalten immer eine perfekte Form. Auch ein Apfel-Ausstecher sorgt für schöne runde Löcher.

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