Banane baby ab wann

Vorsicht! Aus diesem Grund sollte dein Baby keine Bananen essen

Viele Babys und Kinder lieben Bananen. Sie sind süß, sättigend und weich – und lassen sich daher gut am Gaumen zerdrücken.

Doch man sollte Folgendes beachten: In den ersten Monaten haben die Kleinen noch nicht so viele Verdauungsenzyme im Körper wie Erwachsenen und der Magen-Darm-Trakt ist nicht völlig ausgereift. Daher muss man mit allergischen Reaktionen und körperlichen Einschränkungen in Form von Schmerzen und Verstopfungen rechnen. Bananen sind sehr zuckerhaltig und oft enthalten sie Schadstoffe aus Pflanzenschutzmitteln – daher immer Bananen aus biologischem Anbau reichen. In den ersten fünf bis achte Monaten sollte man am besten gar keine Bananen geben (grundsätzlich erst ab der Beikostreife).

Bananen enthalten zwar viel Magnesium und sind reich an Ballaststoffen wie Pektinen, diese wasserlösliche Substanz quillt aber im Darm auf, bindet Flüssigkeit (hilft daher gegen Durchfall), und kann dazu führen, dass die Kleinen einen zu harten Stuhlgang bekommen, was sehr schmerzhaft sein kann. Außerdem enthalten Bananen viel Stärke (vor allem unreife Bananen), diese ist ebenfalls schwer verdaulich.

Grundsätzlich gilt: Je fettiger und süßer das Essen ist, desto höher ist das Verstopfungsrisiko, da dadurch der Verdauungsprozess verlangsamt wird.

Pro Bananen für Babys:

  • sättigend
  • enthalten viel Vitamin B6, Vitamin B12 und Vitamin C
  • gute Alternative zu Süßigkeiten

Infografik: Welches Obst ist ab wann für Babybrei geeignet?

Welches Obst ist am besten für den Beikost-Start geeignet? Ab wann darf mein Baby Kiwi und Erdbeeren essen? Die folgende Grafik gibt dir einen schnellen Überblick, welches Obst ab wann geeignet ist.
Wie aber auch beim Gemüse, handelt es sich hierbei nur um Empfehlungen – wenn dein Baby erst 7 Monate alt ist, aber Himbeeren bereits gut verträgt, ist natürlich alles in Ordnung und kannst ihm beruhigt weiter Himbeeren geben. Jedes Kind is(s) anders und es sind nur Empfehlungen, was die Verträglichkeit von Obst bei Babys angeht.

Welches Obst ist ab wann für Babybrei geeignet?

Obst ab dem 5.Monat

Ab Beikost-Beginn sind Äpfel, Birnen, Bananen, Pflaumen und Avocado geeignet.
Achtung: Äpfel (gekocht, z.B. als Apfelmus), Birnen und Pflaumen wirken stuhlauflockernd, Banane und geriebener, roher Apfel hingegen wirkt stuhlfestigend.

Obst ab dem 7.Monat

Ab dem 7.Monat vertragen die meisten Babys auch Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen und Heidelbeeren gut.
Südfrüchte wie Melone, Mango und Papaya sind prinzipiell auch jetzt bereits verträglich – viele Experten sind aber der Meinung, dass Babys erst mal das heimische Obstangebot kennen lernen sollen und die Südfrüchte daher erst im 9. Monat eingeführt werden sollen. Daher sind sie in der Grafik mittig angeordnet.

Obst ab dem 9.Monat

Ab dem 9.Monat dürfen auch Kiwis, Himbeeren und Erdbeeren auf Babys Speiseplan stehen.

Obst ab dem 11.Monat

Da Ananas sehr viel Säure enthält und sich auch nicht gut zu Brei verarbeiten lässt, wird sie erst ab dem 11. Monat als Fingerfood empfohlen. Ebenso Trauben, da sie oft sehr schadstoffbelastet sind.

Obst ab dem 13. Monat

Südfrüchte wie Orangen, Zitronen und Grapefruit sind erst ab dem 1. Lebensjahr empfohlen, da sie aufgrund der Säure schwer verdaulich sind. Eine Ausnahme bildet der Orangensaft, den man dem Mittagsbrei zufügt, da es sich dabei nur um eine relativ geringe Menge handelt, die auch noch mit vielen anderen Zutaten des Mittagsbreis kombiniert wird.

Infografik als kostenloser Download

Damit ihr diese Infografik jederzeit griffbereit habt, könnt ihr sie hier kostenlos downloaden und euch einfach direkt an den Kühlschrank hängen:

„Welches Gemüse ist für Babybrei geeignet?“ als PDF-Dokuement herunterladen

Obst für das Baby

Obst zählt neben Gemüse zu den gesündesten Lebensmitteln und darf dem Baby deshalb ab Beginn der Beikost angeboten werden. Wenn ihr einige Grundlagen beachtet, kann euer Baby Obst von Beginn an frisch und roh essen.

Bei der Wahl der geeigneten Obstsorte, solltet ihr euch an den Saisonkalender halten und das Obst verwenden, das frisch verfügbar ist.
Außerdem ist es ratsam, auf Bioware und Obst der regionalen Bauern zurückzugreifen. Je kürzer der Transportweg, desto frischer ist das Obst und je frischer das Obst, desto höher ist der Gehalt an wertvollen Vitaminen und Nährstoffen.

  • Ab wann verträgt ein Baby Apfel?
  • Banane ist das Lieblingsobst vieler Babys
  • Birnen eignen sich für Babys gut.
  • Ab wann können Babys Blaubeeren essen?
  • Dürfen Babys Erdbeeren essen?
  • Sind Mangos für Babys geeignet?
  • Pfirsich ist ein mildes Obst für Babys.
  • Pflaume hilft bei Verdauungsproblemen des Babys.
  • Rhabarber ist für Babys weniger geeignet.
  • Dürfen Babys Weintrauben essen?

Apfel – Klassisches Einsteiger-Obst für Babys

Die meisten Babys machen ihre erste Erfahrung mit Obst, indem sie Apfelbrei essen. Ob als Nachtisch zur besseren Eisenaufnahme des Mittagsbrei, als Zwischenmahlzeit oder als Bestandteil des Getreide-Obst-Brei – Äpfel sind gesund!
Äpfel dürfen bereits ab Beikostreife gefüttert werden.
Mit ihrer hohen Nährstoffdichte und ihrer positiven Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt können sie bei Verdauungsproblemen der Babys behilflich sein. Einigen Babys liegt Möhrenbrei schwer im Bauch und sie bekommen Verstopfung – dann hilft es oft, wenn ihr als Nachtisch ein paar Löffelchen Apfelbrei füttert oder gar einen Apfel im Möhrenbrei mitkocht.
Die meisten Vitamine der Äpfel liegen direkt unter der Schale, so dass es sich lohnt, auf Bioware und Äpfel aus regionalem Anbau zurückzugreifen.
Beikostbeginner kauen auch gern auf einem ganzen Apfel herum und finden es toll, wenn sie ihn ausgiebig mit ihrem Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn untersuchen können. Vorsichtig solltet ihr nur sein, wenn die ersten Zähnchen stark genug werden, große Stücke herauszubeißen. An einem Apfelstück können sich Babys leicht verschlucken, deswegen solltet ihr sie beim Essen nie unbeaufsichtigt lassen – aber das versteht sich ja von selbst 😉

Banane – Süßes Früchtchen für das ganze Jahr

Babys lieben den süßen Geschmack und die weiche Konsistenz von Bananen. Selbst ohne Zähnchen können sie schon mit dem Gaumen zerdrückt werden. Bananen sind zudem sehr sättigend und eignen sich daher sehr gut als Zwischenmahlzeit.
Leider sind Bananen aber auch voller Pflanzenschutzmittel und so empfehlen wir euch dringend, auf Bananen aus Bioanbau zurückzugreifen.
Babys vertragen Banane ab der Beikostreife. Ihr solltet jedoch in ihrem Einsatz sparsam sein, da Bananen auch sehr süß sind und so Babys Geschmack beeinflussen.

Birne

Birnen sind ein tolles Obst für Babys. Sie enthalten viele Ballaststoffe und haben ebenso wie Äpfel eine positive Wirkung auf die Verdauung. Durch einen geringen Säuregehalt vertragen die meisten Babys Birnen sehr gut. Wenn ihr sie frisch kauft und einige Tage liegen lasst, sind sie schnell so reif, dass das Baby sie mit dem Gaumen zerdrücken kann.
Unsere Jungs lieben Birnen und ich komme meist gar nicht mit dem Schneiden oder Schälen für den Kleinen hinterher. Babys vertragen Birnen bereits ab dem Alter von 6 Monaten.
Apfel-Birnen-Hirsebrei

Blaubeeren, Heidelbeeren

Blaubeeren sind eigentlich keine Beeren, sondern Heidekraut. Deshalb fallen sie auch nicht in die Gruppe der heißdiskutierten Beerenfrüchte, deren Einführung als Beikost für Babys umstritten ist.
Blaubeeren sind voller gesunder Inhaltsstoffe und gut verträglich. Wenn das Baby schon einige Lebensmittel kennengelernt hat, könnt ihr es sorglos Blaubeeren probieren lassen.
Ihr solltet nur aufpassen, dass ihr dem Baby keine ganzen Früchte gebt. Diese könnte es verschlucken und dann daran ersticken. Wir empfehlen euch, die Blaubeeren zu pürieren und mit wachsendem Alter zu halbieren.
Blaubeeren festigen den Stuhl und sollten Babys, die häufig unter Verstopfung leiden, nur in Maßen gefüttert werden. Außerdem färben Blaubeeren den Stuhl schwarz – das ist normal und kein Grund zur Panik. Schmelzflockenbrei mit Heidelbeere

Erdbeeren – für Babys ab 10 Monaten

Vitamin C, Folsäure und viele wertvolle Mineralstoffe – Erdbeeren sind voll mit gesunden Inhaltsstoffen. Doch ab wann dürfen Baby und Kleinkinder Erdbeeren essen?
Noch immer hält sich hartnäckig die Meinung, dass Erdbeeren für Babys und Kleinkinder auf Grund ihrer allergie-auslösenden Wirkung nicht geeignet sind. Das ist aber nicht ganz richtig. Babys können auf jede Obstsorte allergisch reagieren. Deshalb solltet ihr eine Obstsorte nach der anderen einführen, um dem Körper Zeit zu geben, sich an das neue Lebensmittel zu gewöhnen. Außerdem könnt ihr so besser erkennen, welches Obst euer Baby verträgt und welches eher nicht.
Babys dürfen ab dem 10. Lebensmonat von dem süßen Früchtchen Erdbeere naschen. Ihr solltet aber ganz genau darauf achten, woher eure Erdbeere stammt. Importierte Produkte sind voller Pflanzenschutzmittel und enthalten so gut wie keine Vitamine und Mineralstoffe. Bevorzugt Erdbeeren aus eurer Region, denn sie schmecken umso besser, je frischer sie sind.
Zu Beginn solltet ihr dem Baby nur eine kleine Menge Erdbeeren zu naschen geben und abwarten, wie der kleine Körper die Früchtchen verträgt. Erdbeeren enthalten relativ viel Fruchtsäure, so dass manche Babys davon kleine Pickelchen um den Mund oder einen wunden roten Po bekommen.

Rezept für Erdbeer-Bananen-Brei

Mango – milde Tropenfrucht

Mangos sind besonders ballaststoffreich und haben dadurch eine positive Wirkung auf die Verdauung. Da Mangos hierzulande nicht wachsen, müssen sie importiert werden und oft lange Transportwege überstehen. Deshalb empfiehlt es sich, Bioware zu kaufen.
Babys könne ab einem Alter von 9 Monaten Mangos gut vertragen. Vorher solltet ihr sie nur mit heimischen Früchten beköstigen, die auch später in der Obstnahrung überwiegen sollten.
Babybrei mit Mango und Kokos-Dinkelflocken

Pfirsich – ein milder Star für Babybrei

Pfirsiche sind bei Babys sehr beliebt, denn sie haben einen milden lieblichen Geschmack. Da sie nur recht wenig Fruchtsäure enthalten, werden sie von den meisten Babys gut vertragen. Babys können Pfirsiche bereits ab dem Alter von 7 Monaten als Obst essen – das gleiche gilt übrigens auch für Aprikosen.
Mit reichlich Vitamin B3 und wertvollen Mineralstoffen sorgen Pfirsiche für gute Laune und geben auch müden Eltern einen Frischekick.
Sehr reife Pfirsiche könnt ihr ihn Stückchen schneiden und als Fingerfood zum Naschen geben. Das Fruchtfleisch ist dann weich genug, so dass euer Baby es mit dem Gaumen zerdrücken kann. Ihr könnt die Pfirsiche aber auch zu feinem Brei kochen.
Da die Schale der Pfirsiche meist belastet ist, empfiehlt es sich Pfirsiche zu häuten. Das geht am besten, indem ihr sie kurz in heißes Wasser und anschließend kurz in kaltes Wasser taucht. Die Schale lässt sich dann ganz mühelos abziehen.
Rezept für Zwiebackbrei mit Pfirsich

Pflaume – Hausmittel bei Verstopfung

Pflaumen sind reich an natürlichem Zucker, Ballaststoffen und Vitaminen. Da sie kein Allergiepotential enthalten und säurearm sind, können sie bereits von Babys zwischen 4 und 6 Monaten verzehrt werden.
Zu Beginn empfiehlt es sich, die Pflaumen zu Brei zu kochen.
Wenn euer Baby unter Verstopfung leidet, ist ein Pflaumen-Birnen-Brei ein wahres Hausmittel. Schon ein paar Löffelchen fördern Babys Verdauung und helfen gegen quälende Bauchschmerzen.
Rezept für Birnen-Pflaumen-Brei
ANZEIGE

Rhabarber – nichts für Babys

Rhabarber zählt eigentlich zu den Gemüsesorten, doch da er oft wie Obst verwendet wird, nehmen wir ihn hier mit auf.
Mit seinem säuerlichen Geschmack schmeckt Rhabarber eigentlich nur, wenn er mit Zucker verarbeitet wird. Da Zucker für Babys jedoch weitestgehend gemieden werden sollte, stellt sich auch kaum noch die Frage ab wann Babys Rhabarber essen dürfen. Die Antwort ist ohnehin umstritten, da Rhabarber sehr viel Oxalsäure enthält, die giftig wirken kann.
Solltet ihr mal in die Verlegenheit kommen, euer Baby von Rhabarberkompott oder Marmelade kosten zu lassen, dann ist das kein Problem. Wir raten euch nur davon ab, Rhabarber als dauerhaftes Obst in den Speiseplan des Babys aufzunehmen.
In Maßen darf Rhabarber ab dem Kleinkindalter, d.h. ab etwa 12 Monaten gelegentlich verzehrt werden.

Weintrauben – Fingerfood für kleine Hände

In Weintrauben stecken von Natur aus viele wertvolle Oxidantien und sie besitzen kein ausgeprägtes Allergierisiko. Trotzdem eignen sich Weintrauben leider nur bedingt für Babys.

Kaum ein anderes Obst ist so stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, wie die Weintraube. Auch sorgfältiges Abwaschen kann die Chemie nicht vollständig entfernen. Deshalb solltet ihr bei Weintrauben nur Bioware kaufen! Am allerbesten ist es, wenn ihr bis zur heimischen Traubensaison wartet und dann Weintrauben für euer Baby bei regionalen Händlern kauft.
Sobald die ersten Zähnchen da sind und das Baby sich an feste Nahrung gewöhnt hat, sind Weintrauben ein tolles Fingerfood. Ab einem Alter von etwa 10 Monaten dürfen Babys Weintrauben essen. Passt aber auf, dass ihr sie anfangs halbiert und dass sie keine Kerne enthalten um die Erstickungsgefahr zu bannen.

Weiterlesen:

„Und wenn er weint, gebe ich ihm eine Banane.“ Seit mein 3-jähriger realisiert hat, dass er einen kleinen Bruder bekommt, erzählt er mir, was er alles mit ihm machen möchte. Bei vielem muss ich ihn ausbremsen, denn natürlich kann sein Babybruder in den ersten Monaten noch nicht laufen, von ihm getragen werden – und darf noch keine Banane essen. Doch wann ist es eigentlich so weit? Ab wann dürfen Babys Bananen essen?

Beitragsinhalte anzeigen

Ab wann dürfen Babys Banane essen?

Ein Baby sollte vor dem 5. Monat noch keine Banane essen es sollte auch noch keine Beikosteinführung stattfinden. Die WHO empfiehlt sogar bis zum 6. Monat ausschließlich zu Stillen.

Wenn man in verschiedenen Foren stöbert, findet man da ganz unterschiedliche Antworten zu der Frage. Von 4 Monaten bis 9 Monaten ist alles vertreten. Was stimmt denn nun?

Banane auf dem Beikostplan

Im offiziell empfohlenen Beikostplan ist rohes Obst und damit rohe Banane erst ab dem 8. Lebensmonat empfohlen. Das heißt aber nicht, dass Dein Baby nicht schon früher eine Banane probieren kann, wenn Du das möchtest.

Banane hat, im Gegensatz zu anderem Obst wie Apfel oder Zitrusfrüchten, sehr wenig Fruchtsäure. Und rohes Obst wird deshalb nicht gleich zu Anfang empfohlen, weil manche Babys von der Fruchtsäure leicht wund werden.

Ist Banane zu süß für Babys?

Immer wieder heißt es auch, dass Banane und anderes Obst zu süß wäre, um gleich zum Beikoststart gegeben zu werden. Lieber solle man mit Gemüsebrei wie Karotte oder Pastinake beginnen.

Prägt man das Baby mit Banane wirklich auf süßen Geschmack? Meines Wissens nach ist dieses Argument Quatsch, auch wenn es häufig vorgebracht wird. Denn der Geschmackssinn von Babys wird bereits vor der Geburt auf süß geprägt – das Fruchtwasser, das das Baby zur Übung im Mutterleib schluckt und verdaut, ist süß. Auch Muttermilch, egal von welchem Tier (also auch Kuhmilch), hat sehr viel Milchzucker (Laktose) und ist damit süß.

Diese Prägung ist evolutionär absolut sinnvoll, denn süß bedeutet bei natürlichen Nahrungsmitteln in aller Regel „ungefährlich“. Alles, was bitter, sauer, oder schlimmer schmeckt, könnte auch giftig oder verdorben sein. Die Geschmacksprägung auf Süßes ist also ein sinnvoller Überlebensmechanismus.

Ob ein Kind später auch Gemüse und andere Lebensmittel isst, hängt in meine Augen vielmehr davon ab, ob es diese auch früh, also in den ersten 2-3 Lebensjahren, kennen lernen durfte. Je abwechslungsreicher Du Dein Kind in den ersten Lebensjahren ernährst, desto experimentierfreudiger wird es auch im späteren Leben essen.

Immer wieder findet man auch die Befürchtung, Babys könnten andere, weniger süße Obstsorten in Rohform ablehnen, weil sie zuerst mit Banane in Berührung gekommen sind. Auch hier würde ich das ganz pragmatisch sehen: Banane ist nun einmal süßer als andere Obstsorten und würde einem Baby, das Süßes bevorzugt, auch besser schmecken, wenn es zunächst nur Kiwi bekommen hätte.

Führt Banane bei Babys zu Verstopfung?

Was Du tatsächlich beobachten solltest, wenn Du Deinem Baby Banane gibst, ist sein Stuhlgang. Denn wenn Dein Kind ohnehin schon zu festem Stuhlgang und Verstopfung neigt, kann Banane diese Symptome tatsächlich verschlimmern.

Füttere Banane am Anfang also nicht in großen Mengen. Wenn Dein Kind tatsächlich Probleme bekommt, kannst Du sie in Zukunft vielleicht in Kombination mit Birnen- oder Apfelmus geben, das ist stuhlauflockernd.

Banane zerdrückt oder als Fingerfood?

Ob Du Deinem Baby Bananenbrei, also mit der Gabel zerdrückt, füttern möchtest oder ihm einfach ein Stück Banane in die Hand drückst und experimentieren lässt, ist Dir überlassen. Wenn Du grundsätzlich nur Brei fütterst, erscheint Dir die Bananenbrei-Variante wahrscheinlich sicherer.

Dabei ist Banane ein wirklich perfektes und recht ungefährliches Fingerfood, auch für unterwegs. Denn Banane lässt sich vom Baby auch ohne Zähne gut essen, sie kann einfach zwischen den Kiefern zermatscht werden. Es besteht kaum Verschluckungsgefahr im Gegensatz zu z.B. rohem Apfel, dessen Stücke schneller nach hinten rutschen und sich weniger gut zerkleinern lassen.

Superfood Banane

Außerdem sättigt Banane und ist gesund. Ein richtiges Superfood, um genau zu sein. Sie enthält unter anderem Vitamin B6, Vitamin B12 und Vitamin C, Folsäure und die Mineralstoffe Kalium und Magnesium.

Außerdem macht Banane glücklich, sie enthält die Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin und Dopamin.

Banane enthält:

  • Vitamin B6
  • Vitamin B12
  • Vitamin C
  • Folsäure
  • Kalium
  • Magnesium

Fazit: Banane und Babys

Traditionelle Beikostberater, die auch zum Füttern mit Brei nach dem Beikostplan raten, würden dem Baby in den ersten Wochen keine Banane geben, sondern wie empfohlen erst im 8. Monat – wenn man eben rohes Obst dazu nimmt. Auch gekochte Banane empfehlen diese frühestens nach einigen Wochen Gemüsebrei.

Eltern, die die Beikosteinführung etwas weniger nach Plan oder auch nach Baby Led Weaning machen, geben Banane dann, wenn das Baby sie probieren will. (Mehr Infos über Baby Led Weaning findest Du auf babyled-weaning.de)

Echte Gefahren oder Nachteile hat keine der beiden Vorgehensweisen und Du musst als Elternteil selbst entscheiden, was für euch passt.

Viel wichtiger als die Frage, ob Banane oder Pastinakenbrei zu Beginn, scheinen mir zwei andere Punkte:

  1. Die Qualität der Banane: Am besten solltest Du Deinem Baby nur Bio-Banane anbieten. Niemals sollte es außen an der Schale nuckeln, gib ihm die Banane nur geschält.
  2. Der Zeitpunkt des Beikoststartes.

Zusatz-Info: Ab wann darf ein Baby Essen probieren?

Ab wann man mit Beikost anfangen kann wird immer noch heiß diskutiert. Denn in den 80-er und 90-er Jahren wurde von der Gläschenindustrie ein sehr früher Beikoststart schon im 3. Monat propagiert. Heute ist es nicht mehr erlaubt, auf ein Breigläschen „ab dem 3. Monat“ zu schreiben.

Keine Beikost vor dem 5. Monat

Die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Empfehlungen sprechen ganz klar dagegen, vor dem 5. Lebensmonat mit Beikost anzufangen – egal, in welcher Form und egal, ob Banane, selbstgekochter Brei oder Gläschen aus dem Supermarkt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt offiziell, 6 Monate lang voll, also ausschließlich zu stillen. Erst nach Vollendung des 6. Lebensmonats sollte ein Baby demnach mit etwas anderem als Muttermilch oder PRE-Milch in Kontakt kommen.

Die Frage ist nun nur noch, ob man sein Baby vorher schon mal den Geschmack testen lassen darf. Dazu gibt es wenig konkrete Aussagen. Allerdings sollte Dir klar sein, dass jedes Lebensmittel auch Allergene enthält, mit denen Dein Baby dann schon sehr früh in Kontakt kommt. Möglicherweise ist das Verdauungssystem noch nicht bereit für diese Fremdstoffe.

Ich persönlich würde daher vor Beginn des 6. Lebensmonats Nahrungsmittel, inklusive Banane, einfach von meinem Baby fernhalten. Natürlich passiert aber nichts unmittelbar Schlimmes, wenn Dein Baby ein wenig an einer Banane nuckelt. Und ob eine später auftretende Allergie irgendetwas damit zu tun hat, ist schwer nachzuweisen.

Auf Pinterest merken:

Hast Du noch Fragen zum Thema „Ab wann Banane fürs Baby“?

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.