Baden in der schwangerschaft

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Baden in der Schwangerschaft

Badewanne: Nicht zu heiß und nicht zu lange

Beim Thema „Baden in der Schwangerschaft“ denken viele Frauen an ein warmes Schaumbad in der Wanne, vielleicht noch mit Kerzen und der persönlichen Lieblingsmusik. Tatsächlich entspannt das Bad in der Badewanne Körper, Seele und Geist. Das wohltuende „Sich-hängen-lassen“ lässt den Alltag vergessen, die Wärme lockert die Muskulatur, der Rücken und die Gelenke werden entlastet, und auch das Baby spürt die Wärme.

Die Temperatur des Badewassers sollte am besten bei etwa 33 bis 34 Grad liegen. Höhere Temperaturen ab 37 bis 38 Grad sind ungeeignet, weil sich dann die Gefäße erweitern, was den Blutdruck absinken lässt. Dadurch könnten Sie Kreislaufprobleme bekommen. Manchen Schwangeren wird zum Beispiel schwindelig, wodurch sich das Unfallrisiko erhöht, etwa beim Heraussteigen aus der Wanne. Außerdem können sich bestehende Krampfadern verschlimmern. Wenn die Körperkerntemperatur durch zu warmes Badewasser auf längere Zeit auf über 38,5 Grad ansteigt, steigt zudem das Risiko für frühzeitige Wehen; auch die Frühgeburts- und Fehlbildungsrate erhöht sich.

Wenn Sie die Badetemperatur aber im moderaten Rahmen belassen und beim Baden in der Schwangerschaft eine Dauer von zehn bis 15 Minuten nicht überschreiten, sollte dem gesunden und gefahrlosen Badespaß nichts im Wege stehen. Dazu noch einige Tipps:

  • Stellen Sie sich immer ein Glas Wasser in Reichweite und trinken Sie viel, denn durch die Wärme verliert Ihr Körper Flüssigkeit.
  • Achten Sie auch darauf, dass Sie beim Baden in der Schwangerschaft nie allein sind, falls Sie unerwartet Hilfe benötigen.
  • Bei trockener Haut können Sie rückfettende Zusätze ins Badewasser geben. Vor ätherischen Ölen in Badeölen nehmen Sie aber besser Abstand, denn manche Substanzen wie zum Beispiel Kampfer, Zimt oder Nelken können vorzeitige Wehen auslösen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder der Hebamme, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich damals in der Schwangerschaft das erste Mal schwimmen war. Ich war im 6. Monat und langsam wurde der Bauch größer. Sogar kleine Dinge wie Schuhe zubinden brachten mich manchmal aus der Puste. Und das Gewicht des Bauches drückte zuweilen unangenehm nach unten. Was für mich damals unerwartet kam, ist kein Geheimnis:

Als Schwangere im Wasser zu sein ist unglaublich angenehm!

Durch den Wasserauftrieb fühlt man sich beim Schwimmen in der Schwangerschaft plötzlich gar nicht mehr rund und behäbig, sondern pudelwohl. Auch wenn Atmung und Kreislauf merklich mehr zu tun hatten, als vor der Schwangerschaft, schwomm ich trotzdem 1000 Meter. Warum Schwimmen der perfekte Sport für Schwangere ist und ob es gefährlich werden kann, fasse ich in diesem Artikel zusammen.

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Darum ist Schwimmen in der Schwangerschaft so angenehm

Sport ist in der Schwangerschaft allgemein eine gute Sache, denn Bewegung fördert die Durchblutung und Sauerstoffzufuhr und stärkt das Immunsystem, trainiert Herz und Kreislauf. Allerdings sind viele Sportarten, an denen Du früher vielleicht Spaß hattest, jetzt entweder gefährlich oder sehr mühsam.

Schwimmen dagegen ist ideal für Schwangere. Weil Gewicht im Wasser nicht nach unten drückt, sondern der Wasserauftrieb ein fast schwereloses Gefühl gibt, schont Schwimmen Deine Gelenke, hilft gegen Rückenschmerzen und bei vielen anderen Schwangerschaftsbeschwerden:

  • Vor allem Rückenschwimmen stärkt die Rückenmuskulatur und die Bandscheiben werden vorübergehend entlastet. Das reduziert Rückenschmerzen.
  • Eine erhöhte Nierentätigkeit beugt Wassereinlagerungen vor.
  • Hämorrhoiden werden reduziert, da der Druck auf Beckenboden nachlässt.
  • Das Blut in den Venen kann besser fließen und Krampfadern werden weniger.
  • Durch die bessere Durchblutung sinkt Thrombosegefahr in der Schwangerschaft.

Bei jeder Art von Sport werden außerdem Endorphine und Dopamin freigesetzt, die auch zum Baby übergehen. Diese Glückshormone sorgen nicht nur dafür, dass Dein Baby und Du euch pudelwohl fühlt, sondern stärken auch Dein Immunsystem.

Durch die Ganzkörperbewegung werden viele verschiedene Muskelgruppen relativ leicht beansprucht. Dadurch kommt es zu einem guten Trainingseffekt, ohne dass Du Dich überanstrengen musst.

Was muss ich beachten, wenn ich schwanger schwimmen gehe?

Wenn Du einen Bikini hast, passt der meist, je nach Schnitt, noch sehr lange. Ein Badeanzug wird schnell eng. Um sicherzugehen, probier Deine Bademode aber vorher an! Es gibt auch spezielle Schwimmode für Schwangere, ich habe allerdings bis kurz vor der Geburt meinen normalen Bikini nutzen können.

Stürze können in der Schwangerschaft gefährlich werden, deshalb solltest Du entweder rutschfeste Schuhe anziehen oder vorsichtig laufen, um nicht auszurutschen.

Während des Schwimmens solltest Du Dich nicht überanstrengen (ein maximaler Puls von 120 – 140 wird empfohlen), genug trinken und nicht gleich übertreiben. Zwei oder drei Mal die Woche, 30-40 Minuten, reichen für untrainierte Schwimmer völlig aus.

Mindestens eine Stunde vor dem Schwimmen solltest Du nichts essen. Denn spätestens, wenn der Bauch wächst und der Platz eng wird, brauchst Du das übrige Volumen zum atmen, nicht für Nahrung.

Gut zu wissen

In manchen Schwimmbädern gibt es extra Schwimmzeiten oder Kurse für Schwangere. Auch Krankenhäuser mit Schwimmbad bieten das manchmal an. Das ist nicht nur sicherer, sondern auch eine tolle Gelegenheit, soziale Kontakte zu knüpfen.

Ist Schwimmen in der Schwangerschaft gefährlich?

Schwimmen selbst ist sehr ungefährlich, denn das Wasser schützt vor Stürzen oder Stößen, sowie vor Überhitzung oder Überanstrengung. Dein Gewebe, also auch Muskeln und Sehnen, sind durch die Schwangerschaftshormone sehr dehnbar, dadurch kann es bei anderen Sportarten leichter zu Bänderdehnungen oder Zerrungen kommen. Beim Schwimmen ist das kein Problem.

Was allerdings gefährlich werden kann, sind die anderen Schwimmer. Denn solange Dein Bauch klein ist oder unter Wasser, sehen sie nicht, dass Du schwanger bist und sie besonders gut aufpassen sollten. Denn ein kräftiger Tritt in den Babybauch – und beim Schwimmen wird mitunter sehr kräftig getreten – kann unter Umständen eine Gefahr für Dein Baby sein. Versuche deshalb, das Schwimmbad zu unbelebten Zeiten aufzusuchen oder nutze spezielle Zeiten für Schwangere.

Ein Risiko, vor dem viele Schwangere Angst haben, sind vaginale Infektionen. Tatsächlich ist das in öffentlichen Schwimmbädern aber relativ unwahrscheinlich, denn das Wasser ist entsprechend gechlort. Du kannst das Risiko minimieren, indem Du Dich nirgends ohne Handtuchunterlage hinsetzt.

Manche Gynäkologen empfehlen auch, während des Schwimmens einen in Joghurt getränktes Tampon einzusetzen. Die Bakterien aus dem Joghurt helfen Deinem Körper, das saure Vaginalmilieu, das vor Infektionen schützt, aufrecht zu erhalten. Ich persönlich finde den Gedanken unangenehm und würde den „Trick“ nur anwenden, wenn ich häufig unter Infektionen leide in der Schwangerschaft.

Wenn Du allerdings schon einmal eine Fehlgeburt bzw. Frühgeburt hattest oder unter anderen Schwangerschaftskomplikationen leidest, solltest Du unbedingt vor dem Schwimmen mit Deinem Gynäkologen sprechen. Denn natürlich sind trotz Chlor immer noch Keime im Wasser, eben nur viel weniger. Wenn Deine Schutzflora schwach genug ist, kann das allerdings schon ausreichen.

Keime mögen es warm, deshalb reduzierst Du die Gefahr weiter, wenn Dein Schwimmbad nicht über 25° hat. Einen Whirlpool solltest Du aus diesem Grund gänzlich meiden, hier besteht tatsächlich eine sehr hohe Infektionsgefahr beim Baden in der Schwangerschaft.

In Kürze: Das solltest Du beim Schwimmen in der Schwangerschaft wissen

  • Schwimmen ist gesund, es sei denn, Du hast eine Risikoschwangerschaft oder häufige Vaginalinfektionen.
  • meist passt Bikini in der Regel trotzdem, Badeanzug nicht
  • Rutschfeste Schuhe anziehen oder vorsichtig laufen, um nicht auszurutschen.
  • genug trinken
  • nicht überanstrengen
  • zu Zeiten schwimmen, wenn wenig los ist
  • ggf. Schwimmzeiten oder Kurse für Schwangere nutzen
  • vor dem Schwimmen nicht essen

Baden in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt und was verboten?

Es gibt so viele Dinge, die in der Schwangerschaft verboten sind – da ist es nicht überraschend, dass viele werdende Mamis unsicher sind, ob sie Baden oder Schwimmen in der Schwangerschaft dürfen. Schließlich wollen sie dem ungeborenen Kind nicht unwissentlich schaden und gar eine Fehlgeburt oder frühzeitige Wehen riskieren!
Die gute Nachricht direkt vorweg: Baden ist in der Schwangerschaft erlaubt. Selbst in den ersten Monaten der Frühschwangerschaft dürft ihr in die Wanne steigen und euch im warmen Wasser entspannen. Es gibt jedoch ein paar Tipps und Hinweise, die ihr beachten solltet.

Baden in der Schwangerschaft: 5 Tipps

1. Nicht zu heiß baden
Zu hohe Temperaturen können dem Baby schaden. Badet also nicht zu heiß und achtet auf Temperaturen unter 38 Grad Celsius.
2. Nicht zu lange baden
Bleibt am besten auch nicht länger als 10 bis 15 Minuten im Wasser.
3. Trinken nicht vergessen
Da manche Mamis mit Kreislaufproblemen kämpfen, solltet ihr immer ein Glas Wasser beim Baden neben die Wanne stellen. Trinken hilft, wenn euch schwummerig wird.
4. Nicht „ohne Aufsicht“ baden
In der Schwangerschaft solltet ihr auch möglichst nur ein Bad nehmen, wenn ihr nicht allein seid und notfalls Hilfe rufen könnt.
5. Vorsicht bei ätherischen Ölen
Da ätherische Öle wie Kampfer oder Zimt vorzeitige Wehen auslösen können, solltet ihr darauf verzichten. Sprecht am besten mit eurer Hebamme, worauf ihr beim Baden in der Schwangerschaft achten solltet.
Um die Wehen in Gang zu setzen, soll ein warmes Bad helfen. Das stimmt allerdings nur, wenn das Baby wirklich schon bereit ist. Wenn ihr schon leichte Wehen habt, könnt ihr mit dem Baden feststellen, ob es sich um echte Wehen handelt oder nicht. Die unechten verschwinden durch das warme Wasser. Lassen die Wehen dagegen nicht nach, wird es Zeit ins Krankenhaus zu fahren.
Mehr zum Thema vorzeitige Wehen erfahrt ihr auf dem Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Schwimmen in der Schwangerschaft

Neben dem Baden sind sich manche Schwangere auch unsicher, wie es mit dem Schwimmen in der Schwangerschaft ist. Auch hier gibt es Entwarnung: Dagegen ist nichts einzuwenden. Schwimmen ist ein super Sport für Schwangere, denn die Gelenke werden nicht belastet und im Wasser fühlt man sich endlich wieder schwerelos und so schlank wie vor dem Babybauch.

Schwanger baden: Im Schwimmbad oder im See?
Schwimmbecken und See sind in der Schwangerschaft okay, Whirlpools sollten Schwangere dagegen meiden. Das Wasser ist wärmer, sodass sich Bakterien besser vermehren können. Da während der Schwangerschaft das Säureniveau in der Scheide verringert ist, steigt das Risiko für eine Pilzinfektion.

Quellen und Informationen:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ)

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1. Euer Mantra: 38 Grad, 38 Grad, 38 Grad
Warum? Das ist eure Körpertemperatur und heißer sollte ein Bad vor allem in den ersten drei Monaten eurer Schwangerschaft nicht sein. Untersuchungen legen nahe, dass eine erhöhte Temperatur beim Kind (auch „Hyperthermie“ genannt) zu Fehlbildungen der Organe oder des Skeletts führen kann. Im Verlauf der Schwangerschaft steigt auch das Risiko für eine Frühgeburt, wenn eure Körpertemperatur zu hoch ist. Also, immer schön (lau)warm baden – ist ja nur vorübergehend.

2. Die 10-Minuten-Regel
Keine Panik, wir machen hier keinen Mathe-Test. Zehn ist die letzte Zahl, die ihr euch hier merken müsst – und steht für die Badedauer. Je länger ihr nämlich im warmen Wasser liegt, desto eher heizt euer Körper auf, die Gefäße erweitern sich und der Blutdruck sinkt. Das heißt, ihr habt eher Kreislauf-Probleme, wenn ihr aus der Wanne steigt. Und Ausrutschen und Hinfallen ist garantiert das letzte, was ihr wollt.

3. Lang und heißt duschen ist genau so schlecht wie lang und heiß baden.
Stimmt leider. Und zwar gibt es dazu eine US-Studie. Frauen, die heiß und länger als 15 Minuten duschten, hatten ein ähnliches Risiko für Fehlbildungen des Kindes wie die Heiß-Bader. Und ein Beauty-Problem ist es natürlich auch: Das Wasser zerstört die natürliche Schutzschicht der Haut. Sie wird trockener und spannt eher. Das könnt ihr gerade jetzt nicht gebrauchen, da euer Bauch wächst und die Haut elastisch sein muss.

4. Eher Ölbäder als ätherische Öle
Wir empfehlen: Versucht nicht, während euer Schwangerschaft in die Aromatherapie einzusteigen. Ätherische Öle (hochdosierte Extrakte aus Pflanzen etc.) können Schwangeren zwar durchaus gut tun. Als Laie besteht jedoch das Risiko, etwas falsch zu machen und zum Beispiel Wehen anzuregen. Wenn ihr also badet, nehmt lieber ein fertiges, pflegendes Ölbad. Besonders hautverträglich sind Bäder mit Mandelöl, zum Beispiel: Mandelblütenölbad von Tetesept für trockene und sensible Haut. Pflegeölbad Mandelblüten Hautzart von Kneipp, das den Säureschutzmantel der Haut erhält. Und das rückfettende Creme Ölbad von Eubos.

5. Es kommt nicht nur auf den Säureschutz der Haut an, sondern auch auf den der Vagina
Durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft ist das Säureniveau in der Scheide geringer. Was gut klingt, ist eher schlecht: Das Immunsystem ist lokal geschwächt, ihr seid anfälliger für Infektionen. Das Risiko dafür ist in der heimischen Badewanne natürlich viel geringer als im Schwimmbad. Wer aber schon immer mit Pilzen etc. zu kämpfen hatte, sollte in der Schwangerschaft eher weniger baden.

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Schwimmen vor der Geburt? Auftrieb für den Babybauch

„Durch die Ganzkörperbewegung werden alle Muskelgruppen beansprucht. Wenn der Frauenarzt keine Einwände hat, können Frauen bis kurz vor der Geburt schwimmen gehen“, sagt Sabine Kanngiesser, Sportwissenschaftlerin des Informationsportals „Sport und Schwangerschaft“ der Deutschen Sporthochschule in Köln. Wann es bei dir soweit ist, kannst du hier in unserem Geburtsterminrechner ausrechnen.

Das feuchte Element ist der Freund einer jeden Schwangeren. Anders als beim Joggen oder Radfahren besteht nämlich im Wasser praktisch keine Verletzungsgefahr, der Rücken wird entlastet, und das beugt Kreuzschmerzen vor. Nicht zu verachten ist der Wohlfühleffekt: Schwangeren kommt der hydrostatische Druck zugute – der Auftrieb, der einem ein Gefühl von Schwerelosigkeit verleiht.

Weitere Infos

Umstandsbademode
Umstandsbademode für Schwangere

Weiterführende Informationen auf

Spezielle Schwimmkurse für Schwangere

Viele Schwimmbäder und Krankenhäuser bieten spezielle Kurse für Schwangere an, die auf deren Belastungsgrenze ausgelegt sind, zum Beispiel Aquafitness, Aquajogging oder Wasseraerobic. Probiere es mal aus, denn in der Gruppe macht’s mehr Spaß. Wer lieber allein seine Bahnen zieht, sollte sich nicht zu viel abverlangen: „Ein Puls zwischen 100 und 120 Schlägen pro Minute ist in Ordnung, das lässt sich mit Hilfe einer Pulsuhr kontrollieren“, so Kanngießer. Die Infektionsgefahr in öffentlichen Schwimmbädern ist gering. Um einer Infektion vorzubeugen, empfehlen die Hebammen des Online-Coachings Schwangeren, während des Schwimmens einen in Joghurt getränkten Tampon zu tragen. Der stellt den natürlichen ph-Wert in der Scheide wieder her und bietet so Schutz vor Pilzinfektionen.

Schwimmen in der Schwangerschaft: Mit Ruhe und Bedacht schwimmen

Für Ungeübte gilt: Alles ruhig angehen lassen. „Zwei- bis dreimal in der Woche für etwa 30 Minuten schwimmen zu gehen ist für Untrainierte die Obergrenze“, so die Sportwissenschaftlerin. „Brust- und Rückenschwimmen sind von der Atemtechnik und vom Bewegungsablauf für Schwangere gut geeignet, Schmetterlingsschwimmen allerdings nicht, das ist zu anstrengend.“ Geübte Kraulschwimmerinnen dürfen ihrem Schwimmstil natürlich auch in der Schwangerschaft treu bleiben.

© fotolia, fmarsicano

Den meisten schwangeren Frauen wird von ihren Ärztinnen oder Ärzten Schwimmen als ein besonders gutes Bewegungstraining empfohlen. Leider wird dieser Ratschlag oft viel zu schnell wieder vergessen.

Vielleicht, weil die das Allgemeinbefinden besonders fördernde Wirkung nicht ausreichend bekannt ist. Vielleicht aber auch, weil man ganz einfach ein unsicherer Schwimmer ist und mit dem Element kaum vertraut ist. Lassen Sie sich den feuchten Spaß dennoch nicht entgehen.

Denn darin sind sich alle Experten längst einig: Schwimmen in der Schwangerschaft kann den Körper prima trainieren, ihn für die zunehmende Belastung kräftigen und sogar die Geburt erleichtern.

Beim Schwimmen werden – wie auch bei anderen Ausdauersportarten – körpereigene Fette als Energiequelle genutzt. Dadurch sinken die Blutfette, und das positive HDL-Cholesterin baut sich durch das Training auf. Der Blutdruck sinkt und Thromboserisiken werden geringer. Auch das Immunsystem stellt sich auf eine höhere Belastung ein. Die Abwehrkräfte werden trainiert und man wird widerstandsfähiger gegen Infektionen und andere Krankheiten. Damit aber nicht genug: Man ist geistig fit, weil das Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Ganz allgemein gilt: Wer körperlich fit ist, denkt besser und baut den Alltagsstress schneller ab. Die Nerven werden geschont und man wird insgesamt belastbarer.

Sie müssen gar nicht schwimmen können

Dabei ist es gar nicht erforderlich, gut schwimmen zu können. Auch im Nichtschwimmerbecken kann man sich gut bewegen und eine ganze Menge Übungen machen. Suchen Sie sich dazu eine ruhige Zeit aus – in den meisten Bädern ist das die Mittagszeit oder der frühe Nachmittag – und nehmen Sie den Partner oder eine gute Freundin mit, wenn Sie unsicher sind. Für mehr Spaß im Nichtschwimmerbecken kann man sich vom Schwimmmeister diverse Schwimmhilfen – z.B. ein für die Bauchlage konzipiertes Styropor-Schwimmbrett geben lassen. Auch gibt es Schwimmhilfen für die Rückenlage, was die Wirbelsäule besonders entlastet.

Apropos entlasten: Im Wasser wiegen Sie kaum noch etwas, was allen Gelenken augenblicklich eine echte Erholungsphase beschert – eine wahre Wohltat für Füße, Knie und Hüfte! Im Wasser können die Muskeln, Sehnen und Bänder leicht trainiert werden, ohne dass das Knochengerüst damit belastet wird. Am meisten aber profitiert die Wirbelsäule – und hier insbesondere die Bandscheiben. Damit beugen Sie Rückenschmerzen effektiv vor.

Während diese Puffer zwischen den Wirbeln „an Land“ ständig das zunehmende Gewicht abfedern und tragen müssen – und dadurch entsprechend zusammengedrückt werden, können sie beim Schwimmen sprichwörtlich „aufatmen“. Das gilt insbesondere für das Rückenschwimmen. Indem der Druck des Gewichtes auf sie wegfällt, können sie sich dehnen und leichter neue Nährstoffe aufnehmen. Es gibt wohl kaum einen regelmäßigen Schwimmer mit Bandscheibenproblemen.

Weitere Vorteile

  • Schwangerschaftstypische Begleiterscheinungen, wie Krampfadern, Hämorrhoiden oder Wassereinlagerungen lassen sich mildern oder kommen erst gar nicht auf.
  • Besonders beanspruchte Muskelgruppen wie Bauch und Rücken können sensibilisiert und auch stabilisiert werden.
  • Die Sauerstoffversorgung für den Körper wird optimiert – besonders auch für das Baby.
  • Nach der Geburt sind aktive Frauen schneller wieder fit.

Die wichtigsten Trainingsprinzipien

  • Regelmäßig schwimmen gehen, lieber zwei-, drei- oder viermal in der Woche dosiert, als nur gelegentlich „voll Power“.
  • Richtig be- und nicht überlasten – nicht bis an die Belastungsgrenze gehen! Leistungsschwimmen ist in der Schwangerschaft nicht gefragt. Halten Sie die Pulsfrequenz klar unter 140.
  • Schwindel oder Schmerzen bedeuten „Stop!“
  • Die Wassertemperatur sollte angenehm warm sein – lassen Sie sich in den Sommermonaten nicht dazu verleiten, mit „klappernden Zähnen“ ein zu kaltes Freibad zu besuchen.

Für die Schwimmer wie für die Nichtschwimmer unter den Frauen werden in vielen Städten auch spezielle Wassergymnastik-Kurse während der Schwangerschaft angeboten, die ebenfalls viel Spaß machen. Auskünfte geben die Hallenbäder oder auch die Familienbildungsstätten.

Die Entlastung von Wirbelsäule und Gelenken ist neben der besseren Sauerstoffversorgung der wichtigste Grund, weshalb Schwimmen bzw. die Wassergymnastik als das wohl geeignetste Konditionstraining in der Schwangerschaft angesehen wird. Denn während dieser Monate steigt die Verletzungsgefahr beim Ausüben von Sport. Die Bänder und Sehnen werden aufgrund der hormonellen Umstellung weicher (der Körper bereitet sich auf die Geburt vor) – die Gelenke werden instabiler.

Sportarten, die aufgrund der erforderlichen Bewegungsabläufe hohen Druck auf die Gelenke bringen können oder eine erhöhte Sturzgefahr bedeuten, sind deshalb in der Schwangerschaft nicht ratsam.

von Ute Linnert

Zuletzt überarbeitet: März 2019

Empfehlenswerte Sportarten für Schwangere

Schwimmen ist für Schwangere die nahezu ideale Bewegungsform. Das Wasser trägt das zusätzliche Gewicht und wirkt entspannend. Die Wassertemperatur sollte nicht unter 20°C und nicht über 35°C liegen, idealerweise zwischen 28 und 30°C.

Durch Schwimmen werden die Muskeln (auch die des Beckenbodens) trainiert und die Ausdauer verbessert, ohne dabei Muskeln oder Gelenke zu belasten. Wassereinlagerungen (Ödeme) werden im Wasser leichter ausgeschwemmt. Vor allem bei Rückenbeschwerden ist Schwimmen der ideale Ausgleichssport. Rückenschwimmen- oder sogar Rückenkraulen sind dabei dem Brustschwimmen noch vorzuziehen. Kopf- und Hechtsprünge sollten Sie allerdings jetzt vermeiden. Manche Schwimmbäder oder Sportzentren bieten Kurse in Aqua-Aerobic oder Schwangerschaftsgymnastik im Wasser speziell für Schwangere an, die besonders empfehlenswert sind, weil sie ein gutes Herz-Kreislauftraining mit sehr geringer Gelenkbelastung bieten.

Spazierengehen ist auch eine besonders gute Möglichkeit, sich während der Schwangerschaft fit zu halten. Es fördert zudem die Verdauung und die Durchblutung des ganzen Körpers. Sie und Ihr Baby werden dabei besser mit Sauerstoff versorgt – allerdings nur, wenn Sie nicht neben einer befahrenen Strasse spazieren gehen!

Auch Nordic Walking ist für Schwangere bis zum Ende der Schwangerschaft gut geeignet. Es stärkt durch andauernde rhythmische Bewegungsabläufe die Beckenbodenmuskulatur und vor allem die Muskulatur der Körpermitte, bringt den Kreislauf in Schwung, hält klassische Beschwerden wie Venenprobleme, Wassereinlagerungen in Grenzen und lindert Schwangerschaftsbeschwerden wie Kreuzschmerzen. Denken Sie daran, spezielle Walkingschuhe mit Dämpfung zu tragen.

Extra

Ist Ihr Lieblingssport auch in der Schwangerschaft noch erlaubt?

Liste der wichtigsten Sportarten

Bewegungsempfehlungen für (werdende) Mütter

Stretching: Muskeln und Gelenke sollten vor Beginn jeder Übung grundsätzlich durch ein paar einfache Dehnübungen vorsichtig und gründlich aufgewärmt werden. Dies bereitet Ihren Körper auf den anstrengenderen Teil des Trainings vor und verhindert Überdehnungen und Verletzungen der Muskeln. Hören Sie auf, wenn Ihnen eine Übung Schmerzen bereitet, und vermeiden Sie ermüdende Stellungen. Übungen der geraden Bauchmuskulatur, wie zum Beispiel gerade Sit-ups, sollten Sie lieber auslassen, weil sonst unter Umständen die Bauchmuskeln auseinander klaffen (Rectusdiastase).

Bodytoning (Bodyforming/ Bodyshaping), eventuell mit leichten Hanteln oder Gewichten, ist ebenfalls gut geeignet in der Schwangerschaft (s.a. Stretching).

Tai-Chi und Chi-Gong ist in der Schwangerschaft ein hervorragendes Muskeltraining mit gutem Dehnungseffekt. Bei Figuren auf einem Bein kann es durch den immer dicker werdenden Bauch zu ungewohnten Gleichgewichtsverlagerungen kommen – also Vorsicht!

Tanzen: Tanzen ist während der gesamten Schwangerschaft erlaubt, solange es nicht zu schwungvoll dabei zugeht und Sie nicht zu sehr ausser Atem kommen.

Yoga:Yoga durch seine Kombination aus Ganzkörpergymnastik und Entspannung während der Schwangerschaft optimal. Yoga hilft Spannungen abzubauen und verbessert Ihre Durchblutung, Atemtechnik, Ausdauer, Vitalität, Gelenkigkeit und Konzentration. Es gibt auch Yogaunterricht speziell für Schwangere. In diesen Kursen werden diejenigen Yogaübungen weggelassen, die für die Schwangerschaft nicht so gut geeignet sind.

Weitere Ideen zur körperlichen und seelischen Entspannung finden Sie hier.

Linksammlung „Schwangerschaftsgymnastik“

Häufige Fragen zum Thema

Ich würde gerne Wassergymnastik für Schwangere mitmachen, habe aber Angst, dass ich mir im öffentlichen Schwimmbad eine Infektion hole.

Auch wenn man in der Schwangerschaft anfälliger für Pilz- und andere Scheideninfektionen ist, besteht in öffentlichen Schwimmbädern kein ernstzunehmendes Risiko. Die Wasserqualität wird streng überwacht.

Eine Infektionsquelle sind allerdings feuchte Holzbänke in Schwimmbädern, also immer ein…

vollständige Antwort lesen Wie lange darf man in der Schwangerschaft noch Velo fahren?

Grundsätzlich ist gegen Radfahren auch bis zum Ende der Schwangerschaft nichts zu sagen. Es ist sogar sehr günstig, wenn Sie zu Krampfadern neigen. Sie sollten jedoch lieber keine grossen Velotouren mehr unternehmen und holperige Feldwege möglichst vermeiden. Auch das Radeln auf verkehrsreichen,…

vollständige Antwort lesen

Letzte Aktualisierung : 16-10-19, BH

Wer im Sommer schwanger ist, steht immer vor der Frage, was an sommerlichen Outdooraktivitäten “erlaubt” ist. Darf man im gemeindeeigenen See schwimmen? Oder nur im Chlorwasser? Oder da auch nicht? Wie viel Sonne darf es sein? Und was sollte man bei Hitze noch so beachten? Ich möchte heute einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Ihr den Sommer so unbeschwert wie möglich genießen könnt…gerade in der Schwangerschaft.

Inhalt

Wasser tut Schwangeren gut und ist für eine Frau dann empfehlenswert, wenn sie sonst auch gerne schwimmt oder planscht. Immer wieder liest und hört man aber von gefährlichen Infektionen und bekommt den Ratschlag, in der Schwangerschaft nicht schwimmen zu gehen. Meines Wissens nach gibt es dafür keinen wissenschaftliche Grundlage. Mir ist zumindest keine entsprechende Studie bekannt.

Allerdings gibt es im Zusammenhang mit Meer, See oder Pool einige Dinge, auf die Ihr achten solltet:

  1. Wechselkleidung mitnehmen und feuchte Badesachen (auch bei warmem Wetter und Sonne) gleich nach dem Baden wechseln. In der Schwangerschaft haben viele Frauen eine erhöhte Anfälligkeit für Pilzinfektionen, deshalb solltet Ihr nicht länger in den nassen Sachen bleiben.
  2. Gerade bei heißem Wetter LANGSAM abkühlen. Also nicht sofort mit Kopfsprung ins kühle Nass, sondern nach und nach erstmal die einzelnen Körperpartien eintauchen, sonst ist es für den Kreislauf vielleicht ein bisschen zu anstrengend.
  3. An veränderte Kondition denken. Auch wenn Ihr sonst oft, lange und viel schwimmt, unterschätzt die zusätzliche Belastung durch die Schwangerschaft bitte nicht, gerade wenn Ihr in Seen oder im Meer schwimmt. Möglichst zu zweit schwimmen oder in Ufernähe bleiben.
  4. Informationen über die Wasserqualität findet Ihr im Internet. Wenn Ihr im See schwimmen wollt, bietet es sich tatsächlich auch an, vorher Erkundigungen einzuholen. In besonders heißen Sommern kommt es nämlich immer mal wieder vor, dass Seen mit eigentlich guter Wasserqualität “umkippen” und Schwangeren vom Baden dort abgeraten wird.

Sonne und Strand in der Schwangerschaft

Es spricht überhaupt nichts dagegen, mit Babybauch die Sonne zu genießen, allerdings gibt es auch hier ein paar Dinge zu beachten:

  1. Ausreichend trinken! Euer Kreislauf arbeitet auf Hochtouren, weil er zwei Menschen (bei Hitze unter extremen Bedingungen) versorgen muss. An heißen Tagen solltet Ihr schon auf drei Liter Flüssigkeit kommen. Wer sich mit Trinken schwer tut, kann auch gut auf Obst und Gemüse wie z.B. Wassermelone oder Gurke zurück greifen, die enthalten ebenfalls viel Wasser.
  2. Sonnenschutz anpassen! Die Schwangerschaft hat großen Einfluss auf Eure Haut. Das habt Ihr vielleicht schon zu Beginn gemerkt, weil Ihr trockene oder fettige Haut bekommen habt oder Eure normale Pflege sich plötzlich unangenehm angefühlt hat. Auf Sonne reagiert die Haut ebenfalls viel empfindlicher, es kommt häufiger zu Sonnenbrand oder Hautirritationen, auch bei Frauen, die das sonst nicht von sich kennen. Manche Schwangere reagieren auch mit einer starken Pigmentierung der Haut im Gesicht (im Volksmund “Schwangerschaftsmaske” genannt). In diesem Fall solltet Ihr einen Sunblocker verwenden.
  3. Auch an Sonnenschutz fürs Baby denken. Immer wieder sehe ich im Sommer Schwangere in der prallen Sonne brutzeln. Unabhängig davon, dass ich das generell als nicht so gesund erachte, stelle ich es mir auch für Euer Baby im Bauch eher unangenehm vor. Euer Schwangerschaftsbauch ist ja doch recht prominent, d.h. er gilt ebenso als besonders gefährdete “Sonnenterasse” wie beispielsweise die Nase oder die Füße. Hinzu kommt, dass sich das Fruchtwasser bei direkter Sonneneinstrahlung auch erwärmt, was in normalem Umfang überhaupt kein Problem darstellt, aber im Übermaß sicher nicht empfehlenswert ist. Ich würde in der prallen Sonne immer ein Handtuch/ T-Shirt o.ä. auf den Bauch legen, wenn Ihr gerne ein bisschen Extrasonne tanken wollt.
  4. Aktivitäten (Radfahren, Spazierengehen, Walken, Wandern) den Gegebenheiten anpassen: also langsamer machen, Bewegungseinheiten kürzer gestalten, häufiger Pausen machen und die Mittagshitze meiden

Wenn Ihr die Signale Eures Babys und Eures Körpers nicht ignoriert, steht einem Sommer voller Badespaß und anderen Outdoor-Freuden also auch mit Babybauch gar nichts im Wege!

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Der Babybauch wächst von Tag zu Tag und damit die Vorfreude auf das Leben mit Ihrem Kind. Aber bevor es soweit ist und Ihr Baby Ihren Alltag ordentlich durcheinanderwirbelt, können Sie es sich im Urlaub noch einmal richtig gut gehen lassen. Eine kleine Auszeit in der Schwangerschaft gibt neue Kraft, beflügelt und tut einfach gut. Wir verraten Ihnen, welcher Urlaub Ihnen in der Schwangerschaft besonders gut tut, welche Reiseziele auch für Schwangere bestens geeignet sind und geben Ihnen Tipps, damit Ihr Urlaub mit Babybauch für Sie zur perfekten Erholung wird.

Lassen Sie sich inspirieren und krönen Sie die neun Monate Ihrer Schwangerschaft mit einem entspannten und unvergesslichen Urlaub. Sie haben es sich verdient!

Unser Service für Sie: Das weg.de Special Service Team berät Sie gerne vor der Buchung persönlich und findet für Sie genau das Urlaubsangebot, das perfekt zu Ihnen passt. Sie erreichen unsere erfahrenen Reiseexperten montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer 089 – 708 092 100 (es gilt der jeweilige Ortstarif Ihres Telefonanbieters).

Wo kann ich Schwanger am besten Urlaub machen?

Nehmen Sie sich Zeit, um das passenden Reiseziel für Ihren Urlaub in der Schwangerschaft zu finden. Was wünschen Sie sich für Ihren letzten Urlaub, bevor das Baby kommt? Was brauchen Sie, um sich so richtig wohl und sicher zu fühlen? Wie können Sie am besten entspannen.

Um schwanger im Urlaub richtig Kraft für Ihren neuen Lebensabschnitt zu tanken, spielen Ihre persönlichen Wünsche die wichtigste Rolle, allerdings sollten auch die Gegebenheiten an Ihrem Reiseziel abgewogen werden. Eine Zeitumstellung oder extreme Temperaturen sind eine zusätzliche Anstrengung für Ihren Körper, die Sie sich vielleicht ersparen möchten. Auch exotische Speisen oder andere Hygienestandards können ein traumhaftes Fernreiseziel schnell zu einer Herausforderung für schwangere Urlauberinnen machen.

Sind für ein Reiseland spezielle Impfungen empfohlen oder gar vorgeschrieben, fallen diese Länder bei der Wahl für einen Urlaub während der Schwangerschaft auch oft raus, da einige Impfungen wie z. B. die Gelbfieber-Impfung in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden können.

Zudem gilt es zu beachten, dass einige Länder wie die USA oder Singapur strengere Einreisebestimmungen für schwangere Reisende haben und z. B. schon ab einem recht frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft ein ärztliches Attest verlangen.

Immer eine gute Idee: Urlaubstipps für Schwangere

All-inclusive-Urlaub in der Schwangerschaft

Es gibt wahrscheinlich kaum eine andere Zeit, in der das Versprechen eines Rund-um-Sorglos-Urlaubs so verlockend klingt, wie in der Schwangerschaft. Sich um nichts zu kümmern, einfach zu entspannen und nur das zu tun, was einem gut tut – das haben Sie sich wirklich verdient, wenn Sie schwanger Urlaub machen. Ein All-inclusive-Urlaub in Ägypten oder in der Türkei ist vor allem im Frühjahr oder im (Spät-)herbst eine Wohltat. Zu dieser Jahreszeit sind die Temperaturen dort angenehm warm, so dass Sie gemütlich am Pool oder am Meer entspannen und Sonne tanken können. Zudem geht es in der Nebensaison und außerhalb von Ferienzeiten in den beliebten Urlaubsregionen etwas ruhiger zu, so dass Sie sich wunderbar erholen können.

Kann ich Schwanger Badeurlaub am Meer machen?

Im Sommer locken traumhaft schöne Strände rund ums Mittelmeer oder an der Nord- und Ostsee ans Meer. Sie haben die Möglichkeit, mit dem Auto oder im Zug anzureisen oder brauchen nur eine kurze Flugreise auf sich zu nehmen, um an Ihrem Traumziel zu entspannen. Viele Schwangere genießen es, schwimmen zu gehen, da das Wasser das Gewicht des Bauches mitträgt und man für einen Moment das Gefühl hat – wortwörtlich – schwerelos zu sein. Das Salzwasser im Meer verstärkt diesen Effekt. Auch die salzige Meeresluft wirkt wie eine Schönheitskur und lässt Ihre Haut strahlen. Nach ein paar Tagen am Meer sind lästige Unreinheiten oder Pickelchen, die in der Schwangerschaft zu gerne sprießen, wie weggeblasen.

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Adults-only-Hotels für werdende Eltern

Bekommen Sie Ihr erstes Kind? Dann ist ein Urlaub in der Schwangerschaft noch einmal eine hervorragende Gelegenheit, um alleine mit Ihrem Liebsten Urlaub zu machen. Adults-only-Hotels bieten Ihnen den Luxus, Ruhe und Entspannung im Kreise Erwachsener zu genießen und sich in Gedanken auf den neuen Lebensabschnitt mit Kind zu konzentrieren.

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Clubhotels & Familienhotels mit Kinderbetreuung

Sie haben schon Kinder? Dann ist ein Familienhotel mit Kinderbetreuung genau die richtige Wahl, wenn Sie schwanger Urlaub mit der Familie machen möchten. Während die Kinder sich im Miniclub oder bei Kinderaktivitäten austoben, haben Sie Zeit für sich und können die Beine hochlegen, ein paar Bahnen im Pool ziehen oder sich im Wellness-Bereich Ihres Hotels entspannen.

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Schwanger Urlaub im Wellnesshotel

Die Königsklasse der erholsamen Urlaubsreisen ist ein Wellnessurlaub. Für Schwangere ist Wellnessurlaub geradezu ein Volltreffer. Wenn es Ihnen ein besseres Gefühl gibt, in der Nähe Ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, wählen Sie ein Wellnesshotel, das nur eine kurze Autofahrt entfernt liegt. So brauchen Sie sich um die Betreuung im Notfall keine Sorgen zu machen und können sich voll Ihrer Entspannung widmen. Wellnesshotels bieten Ihnen zudem ein ansprechendes Ambiente der Ruhe. Die kulinarische Verpflegung ist in vielen Wellnesshotels gesund und ausgewogen, so dass Sie Ihre Ernährung ganz Ihren Bedürfnissen anpassen können. Fragen Sie vor der Anreise bei Ihrem Wellnesshotel nach speziellen Massagen und Anwendungen für Schwangere. Ihr Körper vollbringt während der Schwangerschaft wahre Meisterleistung und verdient gerade in dieser Zeit eine besondere Aufmerksamkeit, Pflege und abgestimmte Entspannungstechniken.

Inspiration für Schwangere: Gerne berät Sie auch das Special Service Team, wenn Sie schwanger Urlaub in einem Wellnesshotel machen möchten. Unsere Reiseexpertin bei weg.de empfiehlt Ihnen das Font Santa Hotel, wenn Sie schwanger Urlaub auf Mallorca machen möchten.

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Kann man schwanger Urlaub in den Bergen machen?

Im ersten Moment klingt dieser Tipp unpassend, soll man sich doch in der Schwangerschaft schonen und ungewohnte Anstrengung vermeiden. Selbstverständlich sind Kletter- und fordernde Bergtouren tabu, wenn Sie schwanger Urlaub machen. Aber gerade in einer Zeit, in der Sie sich viele Gedanken machen, auch mal Sorgen in Ihrem Kopf haben, die Ihnen vielleicht zeitweise den Blick auf das Schöne versperren, tut es gut, einmal “über den Dingen zu stehen”. Die klare Bergluft macht den Kopf frei, es tut gut, einmal durchzuatmen. Und wenn Sie mit einer Gondel zu einem Aussichtspunkt fahren und den Blick über ein herrliches Bergpanorama genießen, dann werden Sie sich leicht und kraftvoll fühlen. Eine Pause mit einer zünftigen Brotzeit in einer gemütlichen Almhütte stärkt Körper und Seele und gehört zu den Highlights, wenn Sie schwanger Urlaub in den Bergen machen. Wichtig ist: Lassen Sie es langsam angehen, genießen Sie leichte Spaziergänge durch die Natur und erklimmen Sie Berge nur gemütlich entspannt in der Gondel. Dann wird Ihr Kurzurlaub in den Bergen während der Schwangerschaft zu einer unbezahlbaren Erholung.

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Wann ist die beste Zeit um schwanger Urlaub zu machen?

Für einen Urlaub in der Schwangerschaft ist das zweite Trimester ideal. Zwischen dem 4. und 6. Schwangerschaftsmonat fühlen sich die werdenden Mamas meist am wohlsten. Die Übelkeit der ersten Wochen ist vorbei und der Bauch ist noch nicht so groß, dass er eine zu schwere Last ist.

Kann ich schwanger in den Urlaub fliegen?

Bei gesunden Schwangeren spricht nichts gegen eine Flugreise während der Schwangerschaft. Sprechen Sie vor Ihrer Reise(-buchung) aber auf jeden Fall mit Ihrem Arzt. Er kennt Sie am besten, kann mit Ihnen eventuelle Risiken abwägen und Ihnen Tipps geben, was zu beachten ist, wenn Sie schwanger in den Urlaub fliegen möchten.

Im allgemeinen wird gerade in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft von Langstreckenflügen abgeraten um das Risiko einer Fehlgeburt zu minimieren. Auch in den letzten Monaten einer Schwangerschaft sollten Sie eine Flugreise im allgemeinen, einen Langstreckenflug im Besonderen, genau abwägen. Bitte beachten Sie, dass einige Fluggesellschaften in den letzten Monaten ein Attest des Arztes verlangen, bevor Sie an Bord gehen dürfen. Im Einzelfall obliegt die Entscheidung, ob Sie schwanger fliegen dürfen bei der Airline und der Crew Ihres Fluges.

Inspiration für Schwangere: Diese traumhaft schönen Reiseziele sind nur knapp drei Stunden Flugzeit entfernt und damit perfekte Kandidaten für einen Urlaub in der Schwangerschaft.

Schwanger in den Urlaub: Was muss ich beachten?

Ein Urlaub in der Schwangerschaft benötigt etwas Vorbereitung. Einige Dinge sind vor der Buchung zu beachten, einige Dinge sollten Sie auf jeden Fall mitnehmen, wenn Sie Ihren Koffer für einen Urlaub in der Schwangerschaft packen und einige Dinge lohnt es sich im Urlaub zu beachten, um bestmöglich entspannen zu können.

Vor der Abreise

  • Informieren Sie sich über die Beförderungsbestimmungen der jeweiligen Airline und über die Einreisebestimmungen Ihres Reiselandes.
  • Schließen Sie unbedingt eine Reiserücktrittsversicherung und eine Auslandskrankenversicherung ab.
  • Stellen Sie eine Reiseapotheke, abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse und Ihr Reiseziel zusammen.
  • Erkundigen Sie sich, ob es in der Nähe Ihres Urlaubshotels einen deutschsprachigen Arzt gibt, den Sie im Notfall kontaktieren können.
  • Es empfiehlt sich zur Sicherheit eine Kopie des Mutterpasses zu machen und diese mit in den Urlaub zu nehmen.

Während der Anreise

  • Versuchen Sie, für Ihren Flug beim Einchecken einen Platz in der vordersten Reihe oder am Gang zu bekommen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, die Beine besser ausstrecken zu können oder ab und zu mal aufzustehen.
  • Stehen Sie während des Fluges immer wieder auf und bewegen Sie die Beine.
  • Tragen Sie, wenn möglich, Thrombose- oder Stützstrümpfe.
  • Wenn Sie mit dem Auto in den Urlaub fahren, achten Sie darauf, dass der Gurt richtig sitzt. Der Gurt sollte unterhalb des Bauches geführt werden. Eventuell lohnt sich die Investition in ein spezielles Sitzkissen bzw. einen Gurt-Adapter, der die optimale Gurtführung auch bei einem größeren Babybauch ermöglicht.
  • Der beste Start in den Urlaub ist eine entspannte Anreise. Überprüfen Sie daher, ob sich eine Anreise im Zug lohnt. Eine Zugfahrt gibt Ihnen am besten die Möglichkeit, sich während der Fahrt zu bewegen oder zwischendurch einmal etwas essen zu gehen. Wenn Sie sich nicht auf die Straße konzentrieren müssen, sondern den Blick aus dem Fenster auf die vorbeiziehende Landschaft werfen können, ist Entspannung schon bei der Anreise garantiert.
  • Trinken Sie bei der Anreise ausreichend Wasser und planen Sie bei einer langen Autofahrt immer wieder Pausen ein.

Im Urlaub

  • Haben Sie Ihren Mutterpass und die Kopie immer bei sich.
  • Vor allem, wenn Sie schwanger Urlaub in der Sonne machen: Denken Sie immer daran, genügend zu trinken.
  • Auch Ihre Haut verändert sich in der Schwangerschaft und reagiert sensibler auf Sonnenstrahlen. Denken Sie daher an ausreichenden Sonnenschutz.
  • Ziehen Sie sich nach dem Baden im Meer direkt trockene Kleidung an, um Infektionen zu vermeiden.
  • Achten Sie im Urlaub besonders auf Hygiene. In einigen Urlaubsländern wie z. B. Thailand oder Ägypten ist es ratsam, Trinkwasser abgepackt in Flaschen zu verwenden. Wählen Sie am Buffet idealerweise Speisen, die gut durchgekocht sind.
  • Aber das Wichtigste: Genießen Sie die Zeit! Gönnen Sie sich Ruhe und machen Sie das, was Ihnen Spaß macht und was Ihnen gut tut.

Schwanger in den Urlaub: Was muss ich mitnehmen?

Folgende Dinge sollten Sie auf jeden Fall im Koffer bzw. im Handgepäck haben, wenn Sie schwanger in den Urlaub starten:

  • Mutterpass inklusive einer Kopie, in dem auch die Kontaktdaten Ihrer/Ihres behandelnden Arzt/Ärztin vermerkt sind.
  • Versicherungskarte und -unterlagen
  • ggf. Attest Ihres Arztes
  • Reiseapotheke
  • Gemütliche und lockere Kleidung und Schuhe, eventuell Flipflops die Sie auch anziehen können, wenn nach einer langen Reise oder an einem heißen Tag, die Füße anschwellen
  • Sonnenbrille und Sonnenhut
  • Utensilien, die Sie brauchen, um gut zu schlafen oder zu entspannen. Ein Seitenschläferkissen kann z. B. im Urlaub wie zuhause ein unverzichtbares Luxusgut sein.
  • In der Schwangerschaft kann es mal passieren, dass der Kreislauf verrückt spielt – eine Flasche Wasser und etwas Traubenzucker, eine Banane, Kekse oder ein Stück Schokolade in der Handtasche sollten Sie immer griffbereit haben.

Reiseapotheke: Das sollte drin sein

Während der Schwangerschaft sind die Medikamente, die Sie im Notfall nehmen können, limitiert. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder Apotheker, welche Mittel Ihnen im Fall der Fälle Erleichterung verschaffen und packen Sie diese in einer Reiseapotheke zusammen.

Ihre Reiseapotheke sollte neben den Präparaten, die Sie auch Zuhause regelmäßig einnehmen (wie z. B. Folsäure, Eisen oder Magnesium) ein Medikament für folgende Notfälle enthalten:

  • Durchfall (z. B. Kohletabletten)
  • Fieber & Schmerzen (z. B. Paracetamol)
  • Elektrolytverlust
  • Übelkeit & Erbrechen
  • Sonnenbrand & Sonnenallergie
  • Mücken- & Insektenstiche
  • Prellungen & Schwellungen
  • leichte Krämpfe (z. B. in den Beinen oder am Bauch)
  • Erkältung & Halsschmerzen (z. B. Meerwasser-Nasenspray und Hustenbonbons
  • Sodbrennen (z. B. Mandeln oder Ingwer)

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