Backen für baby

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Ringelröteln: Knallrote Bäckchen

Ringelröteln gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten. Deshalb stehen sie in einer Reihe mit Masern, Windpocken, Röteln und Scharlach; sie werden auch als fünfte Kinderkrankheit bezeichnet. Typisch für Ringelröteln ist ein symetrischer Ausschlag im Gesicht – als ob Ihr Kind rechts und links eine kräftige Backpfeife kassiert hätte. Hinzu kommen noch Flecken an Rumpf, Armen und Beinen, die sich wie Girlanden über die Haut ziehen. Manche Kinder bekommen auch leichtes Fieber, Gelenkschmerzen und Beschwerden, die einer Erkältung ähneln.

Ringelröteln werden oft mit den normalen Röteln verwechselt. Das Erythema infectiosum – so der medizinische Fach-Ausdruck – ist aber eine eigenständige Infektionskrankheit. Sie wird durch das Parvovirus B19 hervorgerufen. Dieser Erreger ist das kleinste bekannte Virus, mit dem sich Menschen infizieren können. Es ist auf der ganzen Welt verbreitet.

Einmal durchgemacht, für immer geschützt

Haben Sie die Ringelröteln bereits durchgemacht, sind Sie für den Rest des Lebens geschützt. Da die Krankheit jedoch meist übersehen wird, wissen viele Menschen gar nicht, ob sie immun sind oder nicht. Schätzungen zufolge hatten 40 bis 60 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland bereits die Ringelröteln. Eine Studie mit gesunden Blutspendern im zeigte, dass zwei Drittel von ihnen immun waren.

Am leichtesten stecken Sie und Ihre Kinder sich an, wenn Sie mit dem Speichel, den Hustentropfen oder dem Nasenschleim eines kranken Menschen in Berührung kommen. Dabei reicht schon ein Händedruck. In der Familie, wo Sie sich untereinander viel näher kommen, ist das Ansteckungsrisiko besonders groß. Ist der typische Hautausschlag da, können Sie sich nicht mehr anstecken.

Gefährlich können Ringelröteln in der Schwangerschaft werden. Das Virus kann in die Blutbahn des ungeborenen Kindes gelangen. Das kann in Einzelfällen zu einer Fehlgeburt führen. Auch Menschen mit einer Immunschwäche oder mit andauernder Blutarmut stecken die Krankheit nicht so leicht weg: Sie werden durch die Ringelröteln zusätzlich geschwächt. Insgesamt aber gilt: Ringelröteln sind eine leichte Kinderkrankheit, die problem- und folgenlos ausheilt.

Maren Wernecke

Symptome

Hat sich Ihr Kind mit Ringelröteln angesteckt, tauchen die ersten Anzeichen dafür nach etwa ein bis zwei Wochen auf: Ihr Sproß hat leichtes Fieber, fühlt sich unwohl oder hat eine Art Erkältung. Das ist alles so harmlos, dass Sie wahrscheinlich gar nicht auf die Idee kommen, Ihr Nachwuchs könne eine Kinderkrankheit haben.

Nur 15 bis 20 Prozent aller Ringelröteln verraten sich durch einen typischen Hautausschlag. Dann sieht das Gesicht Ihres Kindes aus, als hätte man ihm links und rechts eine deftige Ohrfeige verpasst: Es hat leicht erhabene, große rote Flecken auf den Wangen, die über der Nase zusammenfließen – die Form erinnert an einen Schmetterling. Arme und Beine sind gerötet – in einem charakteristischen girlandenförmigen Muster.

Der Ausschlag ist unterschiedlich stark und kann jucken. Manchmal verschwindet er schon nach einer Woche, manchmal hält er sich mehrere Wochen. Wenn die Haut durch irgendetwas gereizt wird, verstärken sich die Rötungen wieder.

Nicht nur Kinder stecken sich mit dem Virus an

Auch Erwachsene können Ringelröteln bekommen – je älter sie sind, um so heftiger. Finger- und Handgelenke, die Knie und die Fußknöchel können sich entzünden, anschwellen und schmerzen – bei Frauen häufiger als bei Männern. Auch Mädchen mit Ringelröteln leiden manchmal darunter. Aber meist lassen die Schwellungen und Beschwerden innerhalb weniger Wochen nach.

Kritisch sind Ringelröteln in der Schwangerschaft, vor allem zwischen der 13. und 20. Schwangerschaftswoche. In etwa 30 Prozent dieser Fälle gelangt der Erreger über die Gebärmutter in die Blutbahn des Kindes. Und in etwa fünf bis zehn Prozent richtet er dort Schaden an. Denn die Parvoviren – also die Erreger, die Ringelröteln auslösen – stören vor allem die Bildung der roten Blutkörperchen. Dadurch kann es beim Ungeborenen zu einer schweren Blutarmut kommen. In der Haut, aber auch im Brust- und im Bauchbereich kann sich Wasser einlagern. Im schlimmsten Fall erleidet die Frau eine Fehlgeburt.

Gefährdet durch Ringelröteln sind außerdem Menschen mit andauernder Blutarmut oder einer Immunschwäche – zum Beispiel HIV-Infizierte, Leukämie-Kranke, Menschen mit einem transplantierten Organ. Ihnen macht der Mangel an roten Blutkörperchen besonders zu schaffen.

Maren Wernecke

Diagnose

Dass Ihr Kind Ringelröteln hat, bekommen Sie – wenn überhaupt – über den typischen Hautausschlag mit: Flecken im Gesicht, Rötungen an Armen und Beinen. Ein Arzt kann Ihre Vermutung durch eine kurze Untersuchung der Haut bestätigen.

Ein Bluttest könnte die Diagnose ganz sicher machen, ist aber bei Kindern nicht notwendig. Im Blut lassen sich bestimmte Abwehrstoffe – so genannte Antikörper – finden, wenn der Betroffene eine Ringelröteln-Infektion hat oder hatte. In Frage kommt eine Blutuntersuchung am ehesten für Schwangere, die testen lassen wollen, ob sie gegen die Ringelröteln immun sind oder nicht.

Therapie

Einfach warten – alles wird gut

Wie bei vielen anderen Krankheiten, die durch ein Virus ausgelöst werden, gibt es auch gegen die Ringelröteln kein Mittel. Die braucht Ihr Kind wahrscheinlich auch nicht – weil es nicht viel zu behandeln gibt.

Sollte das Fieber trotzdem mal zu hoch gehen, können Sie Ihrem Kind ein fiebersenkendes Medikament geben, zum Beispiel Tabletten mit dem Wirkstoff Paracetamol oder Ibuprofen. Geben Sie Ihrem Kind keine Tabletten mit der Substanz Acetyl-Salicyl-Säure (ASS), sie kann zu seltenen, aber schweren Nebenwirkungen führen.

Ihr Kind kratzt sich, weil die Haut doch stärker juckt? Dann hilft zum Beispiel eine Zink-Lotion, die Sie auf die betroffenen Stellen cremen können. Wer Schmerzen in den Gelenken hat, macht am besten Pause und schont sich etwas. Meist gehen alle Beschwerden ganz von allein wieder weg.

Tipps

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände: So können Sie das Ansteckungsrisiko vermindern. Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen ist das zu empfehlen. Zu Hause lässt sich eine Ansteckung kaum vermeiden: Wenn Sie Ihren Sprößling umarmen und küssen, freut das nicht nur Sie, sondern auch die Viren, die so von einem Opfer zum nächsten kommen.

Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten vom Arzt prüfen lassen, ob sie gegen Ringelröteln immun sind – vor allem, wenn sie beruflich viel mit Kindern zusammen sind. In manchen Bundesländern wird nicht geimpften Schwangeren, die in Kindereinrichtungen tätig sind, sogar empfohlen, bis zur 20. Schwangerschaftswoche nicht zu arbeiten. Wie hoch das Berufsrisiko aber wirklich ist, wird immer noch diskutiert.

Sind Sie schwanger und hat die Ärztin bei Ihnen Ringelröteln nachgewiesen, sollten Sie in kurzen Abständen regelmäßige Untersuchungen per Ultraschall machen lassen. Die Ärztin kontrolliert so, ob das Kind im Bauch krank wird. Falls ja, kann sie zum Beispiel mit einer Blutübertragung versuchen, das Kind zu retten.

Expertenrat

Reinhard Berner, Professor am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Freiburg, antwortet
Wie kann man sich vor Ringelröteln schützen? Im Grunde gar nicht. Einerseits gibt es keinen Impfstoff. Andererseits ist die Krankheit nur so lange ansteckend, wie man sie nicht sieht. Sollten Sie also bei Ihrem Kind den typischen Ausschlag im Gesicht feststellen, haben Sie sich als Eltern im Zweifel schon längst infiziert – oder eben nicht. Ob für Sie und Ihr Kind überhaupt Ansteckungsgefahr besteht, erfahren Sie nur, wenn Sie vom Arzt testen lassen, ob eine Immunität besteht. Immun sind alle, die schon Ringelröteln hatten. Da die Ringelröteln aber in der Regel harmlos verlaufen, würde ich gar keine Vorsichtsmaßnahmen ergreifen – selbst wenn man von Krankheitsfällen im Kindergarten oder in der Schule hört.

Muss mein Kind zu Hause bleiben, wenn es Hautausschlag hat?

Es ist medizinisch nicht notwendig, Kinder mit Ringelröteln-Ausschlag vom Schul- oder Kindergartenbesuch fernzuhalten. Die Ansteckungsgefahr ist ja mit dem Auftreten des Ausschlags vorüber, und der kann von Fall zu Fall eine Woche bis sieben Wochen in unterschiedlicher Ausprägung anhalten.

Ringelröteln-Epidemien treten etwa alle vier Jahre auf. Ist in der Zwischenzeit Ruhe?

Nein, der Begriff Epidemie bedeutet ja nur, dass die Erkrankung in diesen Phasen besonders gehäuft auftritt und damit die Erkrankungsrate höher ist. Natürlich gibt es auch in der Zwischenzeit Erkrankungen und ein Infektionsrisiko.

Rote Wangen beim Baby – Freud oder Leid?

Süße Apfelbäckchen oder doch Anzeichen für eine Krankheit? Zu erkennen, was es ist, wenn das Baby hochrote Backen hat, kann eine Herausforderung sein, denn es ist gibt diverse mögliche Ursachen – von A wie Allergie oder Akne bis Z wie Zahnen oder Zeckenstich.

Sind es nur Schlafbäckchen oder kommt es vom wilden Toben, von der Müdigkeit oder vom überhitzten Kinderzimmer? Ist es vielleicht die Geschichte von „Rotbäckchen und dem bösen Zahn…“ oder etwa doch Schlimmeres? Bei hochroten Kindergesichtern sollte man genau hinschauen, um das Richtige zu tun.

Rote Wangen beim Baby – was kann es sein?

Wenn so eine kleine Rothaut im Bettchen liegt oder vor dir steht, dann fallen einem gleich mindestens ein Dutzend mögliche Ursachen ein, was der Grund für die roten Backen sein könnte. Damit du das Richtige tust, um dem kleinen Kerlchen zu helfen, muss zuerst die Frage nach dem Ursprung geklärt werden.

Mögliche Auslöser für Babys rote Wangen:

  • Sonnenbrand
  • Schlafbäckchen
  • wildes Spielen und Toben
  • die Kälte draußen
  • Fieber
  • Zahnen
  • Müdigkeit
  • Überhitzung
  • Waschmittel-Allergie
  • Kosmetik-Allergie
  • Lebensmittelallergie
  • Akne
  • Ringelröteln
  • Zeckenstich

Je nach Ursache empfehlen sich dann unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Und je nach Schwere der Erkrankung musst du dir überlegen, den Kinderarzt zu befragen. Denn zarte Kinderhaut reagiert ganz anders als die Haut von Erwachsenen, ebenso das Immunsystem. Bestimmte Wirkstoffe, die für Erwachsene unproblematisch sind, vertragen kleine Kinder nicht, und viele Hautkrankheiten haben ein völlig anderes Erscheinungsbild als bei Erwachsenen.

Je nach Jahreszeit kann der erste Punkt der Liste, Sonnenbrand, sogleich abgehakt werden, denn in manchen Monaten ist es in hiesigen Breitengraden kaum möglich, sich einen Sonnenbrand einzuhandeln. Sollte das Kleine jedoch wirklich im Sommer oder im Urlaub zu viel Sonne abbekommen haben, sollte der Arzt aufgesucht werden. Die Haut des Säuglings ist noch so empfindlich, dass es bei falscher Behandlung leicht zu schlimmen Komplikationen kommen kann. Wichtig als Erste Hilfe: viel Flüssigkeit verabreichen und das Gesicht mit klarem Wasser kühlen.

Rote, sogenannte Schlafbäckchen sind etwas ganz Normales. Denn Babys schwitzen sehr viel und können die Temperatur im Körper noch nicht gut regulieren. Überschüssige Wärme wird bei ihnen hauptsächlich über den Kopf abgeleitet, daher schwitzen kleine Kinder am Kopf besonders stark – und bekommen auch rote Backen.

Baby

Das Baby schwitzt am Kopf beim Schlafen: Cool bleiben!

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Einen hochroten Kopf bekommen die Kiddies meistens auch beim Spielen und Toben. Wenn sie dann müde werden, sind sie gut durchblutet. Das zeigt sich an ihren warmen roten Wangen. Die Kleinen sind dann im Allgemeinen sehr müde und müssen ins Bett.
Kälte kann natürlich ebenfalls für rote Wangen sorgen. Die Durchblutung wird angeregt, und der Körper versucht zu verhindern, dass Körperteile mit überlebenswichtigen Organen zu kalt werden und man erfriert. Finger und Zehen werden schneller kalt, weil sie weniger wichtig fürs Überleben sind. Der Kopf, das Gehirn und der Körpermittelpunkt, der Torso mit Lunge, Leber, Herz und Nieren bekommen dafür mehr wärmendes Blut.

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Ein heißer, roter Kopf ist auch immer ein Anzeichen für Fieber. Grundsätzlich sind Infektionen, egal ob durch Bakterien oder Viren ausgelöst, der häufigste Grund dafür. Das Immunsystem von Kindern ist noch nicht voll ausgebildet und daher anfälliger für Fieber. Erkältung und Grippe sind die üblichsten Auslöser.
Die häufigsten Kinderkrankheiten, die außerdem Fieber auslösen können:

  • Mittelohrentzündung
  • Magen-Darm-Infekte
  • bakterielle Atemwegsinfekte (z.B. Lungenentzündung)
  • Scharlach
  • Masern
  • Röteln
  • Dreitagefieber

Kleinkind

Fieber – und der Körper dreht die Heizung auf

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Auch das Zahnen deutet sich mit erhöhter Temperatur und, damit einhergehend, roten Bäckchen an. Babys können dann weinerlich werden, sie „sabbern“ mehr und reiben an ihrem gereizten Zahnfleisch. Auch das ist kein Grund zur Sorge.
Anzeichen für das Zahnen sind:

  • gerötete Wangen, vor allem an der Seite, wo ein neuer Zahn kommt
  • erhöhte Körpertemperatur und weicher Stuhl sind möglich
  • das Zahnfleisch ist gerötet und geschwollen
  • das Baby beißt und kaut auf allem herum, was es in die Fingerchen bekommt
  • der Speichel fließt in Strömen und rinnt aus den Mundwinkeln

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Baby

Zahnen: Schlechte Laune und grenzenloser Kaudrang

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Müdigkeit nach dem Spielen sowie Überhitzung im Kinder- oder Spielzimmer sind weitere Faktoren, die bei den Kleinen zu hochroten Bäckchen führen können, ohne dass du dir deswegen Gedanken machen müsstest – „alles im grünen Bereich“!

Allergien können Hautreizungen mit roten Wangen auslösen. Allergische Erkrankungen nehmen in den westlichen Industrieländern immer mehr zu, vor allem wegen der fortschreitenden Umweltbelastungen. Oftmals werden sie aber gar nicht erkannt, was gerade im frühen Kindesalter wichtig wäre, um Allergene frühzeitig identifizieren und dann konsequent vermeiden zu können: Nahrungsmittelallergene, Kontaktallergene auf bestimmte Inhaltsstoffe, manche Medikamente, Insektengifte usw. In der Medizin gibt es inzwischen daher einen eigenen Zweig bei den Hautärzten: die Kinderdermatologie. Auf jeden Fall solltest du zunächst einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen für die allergische Reaktion zu klären.

Gesundheit

Allergien beim Baby vorbeugen

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Kaum zu glauben, aber auch Kleinkinder sind manchmal schon von Akne geplagt. Kleine rötliche Pusteln können ein Indiz für Acne Infantum sein, die so genannte Kleinkind-Akne. Und selbst bei Babys in den ersten Lebenswochen kann Akne auftreten, die so genannte Neugeborenen- oder Baby-Akne. Sie kommt in den ersten Lebenswochen und heilt innerhalb einiger Monate spontan ab. Dagegen tritt die Kleinkind-Akne erst später auf, zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat. Dauer der Krankheit zwischen 6 und 40 Monaten. Jungen sind davon häufiger betroffen als Mädchen.

Die Hautveränderungen treten im Gesicht auf, besonders im Bereich der Wangen. Zur Behandlung wird eine milde Hautreinigung empfohlen und der Verzicht auf fettende Salben. Bei azelainsäurehaltigen Cremes und Salben ist dagegen Vorsicht geboten. Kleine Kinder und vor allem Säuglinge haben eine viel dünnere Haut, wodurch die Wirkstoffe stärker aufgenommen werden.

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Harmlose Pickelchen: So entsteht Neugeborenenakne

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Wenn die Bäckchen des Kleinen eher nicht rosig-rot, sondern vielmehr flammend-rot sind, liegt der Verdacht nahe, dass es die Ringelröteln sind. Das Virus, das Ringelröteln auslöst, ist unter Schulkindern sehr verbreitet, aber auch Babys können es bekommen. Ähnlich wie bei Scharlach, Masern, Röteln oder dem Dreitagefieber verursachen Ringelröteln diesen roten Hautausschlag. Meistens bilden sich zuerst an den Wangen und der Nase große rote Flecken, bevor die sich im gesamten Gesicht ausbreiten. Wenn das Kind außerdem Fieber hat, solltest du es unbedingt beim Arzt auf Ringelröteln untersuchen lassen.

Es können bei der Behandlung allerdings nur die Symptome, nicht aber die Ursachen bekämpft werden, denn es ist eine Viruserkrankung, die allerdings hoch ansteckend ist. Daher sollte das erkrankte Kind auf keinen Fall mit Schwangeren zusammenkommen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Impfungen, die vor Ringelröteln schützen, gibt es leider nicht, doch nach einer Infizierung ist man lebenslang gegen den Virus immunisiert.

Kleinkind

Ringelröteln: Symptome, Bilder & Behandlung

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Nicht zuletzt könnte sogar ein Zeckenstich in der jüngeren Vergangenheit die geröteten Wangen hervorgerufen haben. Denn typischerweise gehört im Frühstadium die so genannte Wanderröte zu den ersten Anzeichen einer Lyme Borreliose, ausgelöst durch einen Zeckenstich. Die Rötung kann an mehreren Stellen auftauchen und flammend rot sein. Hier sollte man auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen.

Rote Backen beim Baby oder Kleinkind kommen also oft vor, es muss aber nicht immer gleich das Schlimmste befürchtet werden. Vielleicht sind es nur die harmlosen Schlafbäckchen, oder das Spielen im Freien hat dem Kleinen süße Apfelbäckchen ins Gesicht gezaubert.

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Ein Hautausschlag beim Baby führt bei den Eltern häufig zu großer Besorgnis, weil sie nicht wissen, was hinter der Krankheit steckt. Hier erfahren sie, welche Ursachen dafür verantwortlich sein können.

Hautausschlag beim Baby: Ein häufiges Problem

Hautprobleme treten besonders häufig bei älteren Menschen auf. Eine repräsentative Umfrage, die die Zeitschrift Apotheken Umschau 2015 in Auftrag gegeben hat, kam beispielsweise zu dem Ergebnis, dass in der Altersgruppe ab 60 Jahren 47,8 Prozent der Befragten angaben, an einer Hautkrankheit oder an einem anderen Problem mit diesem Organ zu leiden. Bei der Gesamtheit der befragten Personen lag der Wert hingegen mit 33,4 Prozent deutlich geringer.

Das zeigt, dass junge Menschen in der Regel seltener an Ausschlägen und Entzündungen der Haut leiden. Allerdings gibt es dabei eine große Ausnahme: Babys sind in den ersten Lebensmonaten besonders häufig von einem Hautausschlag betroffen. Insbesondere wenn dieser stark juckt, leidet das Baby stark darunter. Auch für die Eltern stellt diese Krankheit ein großes Problem dar, da sie nicht wissen, wie sie das Leiden lindern können.

Wenn ein Hautausschlag auftritt, dann ist es wichtig, sich dessen Erscheinungsbild genau anzusehen. (#02)

Welche Formen kann der Hautausschlag beim Baby annehmen?

Wenn ein Hautausschlag auftritt, dann ist es wichtig, sich dessen Erscheinungsbild genau anzusehen. Daraus ergibt sich in vielen Fällen bereits ein erster Verdacht, welche Ursache dahinter stecken könnte. Häufig kommt es beispielsweise zur Bildung von Quaddeln. Dabei handelt es sich um kleine Erhebungen auf der Haut, die meistens stark gerötet sind und auf eine erhöhte Wassereinlagerung zurückzuführen sind. Ganz anders sieht der Hautausschlag hingegen aus, wenn es sich um ein Ekzem handelt. Dabei ist die Haut ebenfalls gerötet, doch kommt es dabei häufig zu Bläschen und später zur Krustenbildung.

Häufig nässen die betroffenen Stellen und die Haut schupp sich ab. Andere Hautausschläge führen zur Bildung von Pusteln. Dabei handelt es sich um kleine Bläschen, die mit Eiter gefüllt sind. Ein weiterer wichtiger Faktor stellt der Juckreiz dar. Es gibt Hautausschläge, die kaum jucken. Diese bereiten dem Baby nur wenig Beschwerden. In vielen Fällen tritt jedoch ein starker Juckreiz auf. Dieser bereitet dem Baby große Qualen. Wenn es sich kratzt, kann das die Haut verletzen. Das verstärkt nicht nur den Juckreiz. Darüber hinaus kann das zu bleibenden Narben führen.

Viele verschiedene Krankheiten können für den Hautausschlag verantwortlich sein

Die unterschiedlichen Ausprägungen des Hautausschlags beim Baby weisen bereits darauf hin, dass diesem Phänomen ganz unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. In vielen Fällen handelt es sich dabei um eine spezifische Hautkrankheit. Doch kann es sich auch um eine allgemeine Erkrankung des Organismus handeln.

Häufig tritt der Ausschlag auch als Folge einer Reizung der Haut auf. Die Haut ist bei einem Neugeborenen sehr sensibel und reagiert auf dauerhafte Feuchtigkeit, auf Druck und auf Kratzen schnell mit einem Hautausschlag. Die folgenden Abschnitte stellen einige häufige Auslöser für dieses Hautproblem vor.

Die unterschiedlichen Ausprägungen des Hautausschlags beim Baby weisen bereits darauf hin, dass diesem Phänomen ganz unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. (#01)

Kinderkrankheiten: Eine häufige Ursache für den Hautausschlag beim Baby

Oftmals tritt der Hautausschlag beim Baby als Folge einer der typischen Kinderkrankheiten auf. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind die Windpocken. Verantwortlich hierfür ist der Varizella-Zoster-Virus. Dieser führt dazu, dass sich am ganzen Körper kleine wassergefüllte Bläschen bilden, die stark jucken. Mittlerweile ist es möglich, die Kinder gegen Windpocken zu impfen. Eine weitere häufige Kinderkrankheit, die einen Hautausschlag hervorruft, stellen die Masern dar.

Sie führen zu einer Rotfärbung des ganzen Körpers. Neben Masern und Windpocken gibt es noch viele weitere Infektionen, die zu Hautausschlägen führen – beispielsweise Röteln, Scharlach, Ringelröteln und das Drei-Tages-Fieber. Diese Krankheiten lassen sich in der Regel von reinen Hautproblemen leicht unterscheiden, da sie hohes Fieber hervorrufen. Gegen die meisten dieser Infektionen gibt es wirksame Impfstoffe.

Neurodermitis: Immer mehr Kinder sind betroffen

Eine Hautkrankheit, die gerade bei Kindern sehr häufig auftritt, ist die Neurodermitis:

  • Medizinische Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass in Deutschland etwa 15 Prozent der siebenjährigen Schulkinder an Neurodermitis leiden.
  • Dieser Anteil ist deutlich höher als bei der Gesamtbevölkerung, wo er nur bei etwa 10 Prozent liegt.
  • Patienten, die an Neurodermitis leiden, haben meistens eine sehr trockene Haut, deren Barrierefunktion nicht mehr gewährleistet ist.
  • Das bedeutet, dass Fremdstoffe in den Organismus eindringen können. Das führt zu einer Entzündung.
  • Das größte Problem bei dieser Erkrankung besteht darin, dass sie einen starken Juckreiz auslöst.

Dieser führt dazu, dass sich die Kinder intensiv kratzen und dadurch ihre Haut verletzen. Neurodermitis ist in den meisten Fällen chronisch. Das bedeutet, dass die akuten Ekzeme immer wieder aufs Neue auftreten. Das führt zu einer hohen Belastung für die gesamte Familie.

Wenn Ihr Kind an Neurodermitis leidet, dann können Sie sich an den Neurodermitis-Verband wenden, um sich mit anderen Betroffenen auszutauschen:

Bundesverband Neurodermitis e.V.
Heerstraße 189-191
56154 Boppard
Tel.: 06742 87 13 -0

Oftmals tritt der Hautausschlag beim Baby als Folge einer der typischen Kinderkrankheiten auf. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind die Windpocken. (#03)

Allergien: Häufiger Grund für den Hautausschlag beim Baby

Allergien führen ebenfalls häufig zu einem Hautausschlag beim Baby. Darüber hinaus können sie sich jedoch auch auf andere Weise äußern – beispielsweise durch Asthma oder durch eine Entzündung der Schleimhäute. Der Grund für eine Allergie besteht darin, dass der Körper auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt mit einer starken Abwehrreaktion antwortet. Das zieht oftmals einen Ausschlag nach sich, der stark juckt. Medizinische Statistiken belegen eindeutig, dass es im Verlauf der letzten Jahrzehnte zu einem deutlichen Anstieg der Allergien gekommen ist. Demnach kommt rund jedes dritte Baby mit einer allergischen Veranlagung zur Welt.

Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit, wenn auch die Eltern und die Geschwister unter einem allergischen Problem leiden. Wenn beide Eltern die gleiche Allergie aufweisen, liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung des Kindes bei 60 bis 80 Prozent.

Allergien werden durch unterschiedliche Allergene ausgelöst – beispielsweise durch Nahrungsmittel, Medikamente, Insektenstiche oder Pollen. Wenn der Verdacht besteht, dass der Hautausschlag durch eine Allergie hervorgerufen wird, ist es wichtig, unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Allergien können schwerwiegende Folgen haben, sodass eine Behandlung unverzichtbar ist.

Für weitere Informationen können Sie sich auch an den Allergikerverband wenden:

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

An der Eickesmühle 15-19
41238 Mönchengladbach
(0 21 66) 64 78 820

Windeldermatitis: Ein sehr häufiges Problem

Ein ausgesprochen häufiges – aber glücklicherweise vollkommen harmloses – Hautproblem beim Baby ist die Windeldermatitis. Durch die ständige Feuchtigkeit im Bereich der Windel kann sich die Haut hier besonders leicht entzünden. Insbesondere bei warmem Wetter, wenn das Baby stark schwitzt, tritt diese Irritation sehr häufig auf. Eine handelsübliche Creme sorgt hierbei für Abhilfe. Außerdem kann es sinnvoll sein, beim Wickeln eine Weile zu warten, bevor Sie die neue Windel anlegen, damit die Haut gut abtrocknen kann.

Eine Hautkrankheit, die gerade bei Kindern sehr häufig auftritt, ist die Neurodermitis. (#04)

Viele Babys sind vom seborrhoischen Ekzem betroffen

Insbesondere kurz nach der Geburt tritt häufig das seborrhoische Ekzem auf. Hierbei handelt es sich um ein Hautproblem, dessen Ursache nicht endgültig geklärt ist. Wahrscheinlich geht es jedoch auf eine übermäßige Talgproduktion und die damit verbundene verstärkte Besiedelung mit eigentlich harmlosen Hefepilzen zurück. Dabei sind in erster Linie die Kopfhaut und die Region um Nase und Kinn betroffen. Manchmal ist das seborrhoische Ekzem von starkem Juckreiz begleitet. Häufig tritt dieser jedoch nur in schwachem Umfang oder überhaupt nicht auf. In der Regel geht diese Hautkrankheit zwar von selbst zurück, doch ist es dennoch wichtig, den Kinderarzt aufzusuchen, um genau zu prüfen, ob eine Behandlung notwendig ist.

Nesselsucht tritt gelegentlich bei Babys auf

Die Nesselsucht ist eine Hautreaktion, bei der viele kleine Quaddeln auftreten. Der Name geht darauf zurück, dass die betroffene Stelle so aussieht, als wäre sie in Kontakt zu einer Brennnessel gekommen. Bei einem akuten Befall besteht die Therapie meistens darin, den Juckreiz durch Salben oder durch eine systemische Therapie zu lindern. Manchmal tritt die Nesselsucht jedoch chronisch auf. In diesem Fall muss der Kinderarzt den Auslöser für den Hautausschlag finden. Häufig beruht er auf einer allergischen Reaktion, es kommen jedoch noch einige weitere Faktoren infrage: eine Autoreaktivität auf körpereigene Stoffe, eine Histamin-Abbaustörung, chronische Infekte oder eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungs- oder Arzneimitteln.

Häufig tritt beim Baby nach dem Impfen ein Hautausschlag auf. Dabei gilt es, zwischen einer örtlichen Reaktion an der Einstichstelle und einem Hautausschlag, der auch andere Körperbereiche betrifft, zu unterscheiden. (#05)

Hautausschlag nach dem Impfen

Häufig tritt beim Baby nach dem Impfen ein Hautausschlag auf. Dabei gilt es, zwischen einer örtlichen Reaktion an der Einstichstelle und einem Hautausschlag, der auch andere Körperbereiche betrifft, zu unterscheiden. Treten lediglich im Bereich um die Einstichstelle eine Rötung, Flecken und eine leichte Schwellung auf, dann gilt das als positives Zeichen. Daran wird deutlich, dass der Körper auf den Impfstoff anspricht und eine Abwehrreaktion eingeleitet hat. Wenn der Ausschlag jedoch auch in anderen Körperbereichen auftritt, dann kann eine Allergie gegen den Impfstoff oder ein anderes ernsthaftes Problem dahinter stecken. Daher ist es in diesem Fall notwendig, den Kinderarzt aufzusuchen und den Hautausschlag untersuchen zu lassen.

Hautprobleme beim Zahnen

Viele Eltern berichten davon, dass ihr Baby beim Zahnen einen Hautausschlag hatte. Dieser Zusammenhang ist jedoch aus medizinischer Sicht nicht bestätigt. Häufig kommt es rund um den Mund zu einigen Hautirritationen, die auf den erhöhten Speichelfluss beim Zahnen zurückgehen. Ein Hautausschlag, der auch andere Körperregionen umfasst, ist jedoch in der Regel auf andere Ursachen zurückzuführen. Allerdings ist es manchmal zu beobachten, dass eine Neurodermitis zum ersten Mal während des Zahnens auftritt. Das liegt daran, dass der Organismus während dieser Zeit etwas geschwächt ist. Das macht sich meistens durch rötliche Flecken in den Gelenkbeugen an Armen und Beinen bemerkbar. Der Zusammenhang mit dem Wachstum der Zähne ist dabei jedoch nur indirekt.

Die entscheidende Frage, wenn ein Hautausschlag bei einem Baby auftritt, besteht für die Eltern darin, was in diesem Fall zu tun ist. Auf der einen Seite sind sie besorgt um das Kind und wollen ihm so gut wie möglich helfen.(#06)

Was ist bei einem Hautausschlag beim Baby zu tun?

Die entscheidende Frage, wenn ein Hautausschlag bei einem Baby auftritt, besteht für die Eltern darin, was in diesem Fall zu tun ist. Auf der einen Seite sind sie besorgt um das Kind und wollen ihm so gut wie möglich helfen. Auf der anderen Seite möchten sie aber auch nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt gehen, obwohl das eigentlich überhaupt nicht notwendig ist. Tatsächlich sind viele Ausschläge harmlos, sodass kein Arztbesuch erforderlich ist. Doch ist es auch bei geringfügigen Hautproblemen sinnvoll, beim nächsten Kontrolltermin mit dem Arzt darüber zu sprechen. Es gibt jedoch einige Faktoren, bei denen es unbedingt notwendig ist, eine Arztpraxis aufzusuchen.

Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Hautausschlag zusammen mit anderen Symptomen wie Fieber auftritt. Auch wenn eitrige Pusteln entstehen, die sich stark entzünden, ist dies erforderlich. Wenn die Hautreaktion größere Bereiche des Körpers befällt oder wenn sie selbst nach mehreren Tagen nicht zurückgeht, ist ein Arztbesuch ebenfalls zu empfehlen. Das Gleiche ist der Fall, wenn der Juckreiz so stark ist, dass sich das Baby durch das Kratzen verletzt.

Wenn Sie Zweifel am Gesundheitszustand des Kindes haben, dann ist es auch bei schwächeren Hautreaktionen sinnvoll, nach ärztlichem Rat zu suchen – schon alleine, um die Eltern zu beruhigen.

Finger im Mund

Die ersten Beschwerden können sich schon zeigen, wenn die noch verborgenen Zähne nach der Geburt weiter wachsen und immer stärker Richtung Oberfläche drängen. Diesen Druck spüren viele Kinder schon etwa ab dem zweiten oder dritten Lebensmonat. Es spannt und juckt in ihrem Mund. Schon jetzt haben manche Babys häufig die Finger oder die ganze Faust im Mund. Unbewusst versuchen sie dadurch, den Druck durch Gegendruck zu lindern. Jeder Reiz in der Mundhöhle – ob Finger oder Spielzeug, Druck oder Schmerz – kurbelt die Speichelproduktion an.

Starkes Speicheln

Starkes Speicheln („Sabbern“) kann Hautausschläge mit sich bringen. Der mit Keimen angereicherte Speichel kann Urin und Stuhl so aggressiv machen, dass sich die zarte Haut am Po entzündet – trotz sorgfältigen Wickelns.

Hochrote Bäckchen

Rund um den Mund, an Kinn und Wangen sind manche Babys rot und wund. Die typischen, hochroten Zahnungsbäckchen haben allerdings auch ihr Gutes: die verstärkte Durchblutung unterstützt den Zahndurchbruch, weil sie die Region optimal mit Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte möglichst schnell abtransportiert.

Ungewöhnlicher Windelinhalt

Mit Fingerchen, Fäustchen und allem anderen, was das Kind sich in den Mund steckt, gelangen Keime in die Mundhöhle und von dort aus in die Atemwege sowie in den Magen-Darm-Trakt, wo sie bei manchen Kindern Durchfall auslösen können. Mütter berichten von ungewöhnlich übel riechendem Windelinhalt während der Zahnungszeit. Doch nicht jedes Kind bekommt einen dünnen Stuhl. Auch Babys reagieren schon unterschiedlich auf Stress. Manche bekommen eine Darmträgheit, also Verstopfung.

Rote, trockene Hautflecken

Rote, trockene Hautflecken, die sich bei manchen kleinen Zahnern in den Gelenkbeugen zeigen, können auf eine Veranlagung zu neurodermitischen Hautveränderungen hindeuten. Fragen Sie im Zweifel immer Ihren Kinderarzt. Das sind keine Vorboten für chronische Probleme, sondern Zeichen für eine starke Belastungssituation wie es das Zahnen nun einmal ist.

Verdauungsstörungen

Darüber hinaus verändert sich um den sechsten Lebensmonat die Funktion des Verdauungsapparates. Der Speiseplan des Babys, das bis dahin nur flüssige Nahrung enthielt, wird durch feste Nahrung ergänzt. Diese Veränderung führt oftmals zu Verdauungsstörungen. Die ersten Zähnchen und neue Nahrung können das Baby sehr belasten.

Ein neugeborenes Baby hat schon je 10 Zahnanlagen in seinem Ober-und Unterkiefer, aber noch gut versteckt. Sie sind nicht sichtbar, weil sie noch innerhalb der Kieferknochen liegen. Zeigt sich nun ab dem 4. bis 6. Lebensmonat auf der gut durchblutenden Kieferleiste ein kleiner weißer Punkt und Baby sabbert wir toll, wartet die Familie gespannt auf den Durchbruch der Zahnkrone. Wann genau dieser Zeitpunkt erreicht ist, unterliegt erheblichen individuellen Schwankungen.

Apfelbäckchen sind ja ganz hübsch – aber das?

Wie Babys das Zahnen erleben, ist sehr unterschiedlich. Bei vielen zeigt sich durch die verbesserte Durchblutung im Mundbereich auch das darüber liegende Bäckchen gerötet. Es sieht aus wie roter Ausschlag. Normalerweise sagt der Volksmund, dass rote Bäckchen ein Zeichen von Gesundheit sind. In unserem Fall kann aber auch eine leichte Entzündung eingetreten sein. Typische Zeichen dafür sind:

  • Rötung (der Wange)
  • Temperaturanstieg (meist unter der Fiebergrenze von 38, 5°C)
  • Schwellung der Kieferleiste im Bereich der Durchbruchstelle
  • Schmerzempfindlichkeit
  • eingeschränkte Funktion

Schmerzempfindlichkeit und eingeschränkte Funktion merkt die Mutter am besten beim Stillen. Entweder beißt das Baby auf alles, was in seinen Mund kommt, besonders wenn es hart und kalt ist, oder es verweigert vorübergehend das Stillen.

Kalte Gurke lindert Schmerzempfindlichkeit

Wussten Sie das schon? Nur sollte das Stück nicht zu klein sein, und Mama, Papa oder Oma, die noch gut sehen kann, in der Nähe… Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, für den bietet ein Beißring aus dem Kühlschrank eine gute Hilfe. Die Schmerzlinderung beruht auf dem Kälteeffekt. Er sorgt dafür, dass sich die oberflächlich liegenden Blutgefäße im Kieferbereich zusammenziehen. Werden sie schlechter durchblutet, nimmt auch die Schmerzempfindlichkeit ab, wenigstens vorübergehend.

Roter Ausschlag im Gesicht – vorerst Entwarnung

„Kann mein Baby denn schon mit fünf Monaten Masern haben?“, fragt die aufgeregte Mutter ihre Hebamme. „Das ist recht unwahrscheinlich“ entgegnet sie. „Wie kommen Sie denn darauf?“, fragt sie weiter. „Ich denke, dass Amy einen Zahn bekommt, weil sie binnen Minuten ihren Sabberlatz völlig durchnässt. Aber dieser komische Ausschlag im Gesicht, der macht mir wirklich Sorgen!“

Die Hebamme schaut sich Amy genauer an. Die lässt sich aber dadurch überhaupt nicht beeindrucken, kreischt fröhlich und steckt alles in ihrer Reichweite Befindliche in den Mund. Nicht alle Spielsachen sind dafür geeignet. Oft enthalten sie irgendwelche Stoffe, die leicht eine allergische Reaktion hervorrufen können. Das wäre auch bei Amy denkbar und hat dann gar nichts mit dem Zahnen zu tun, obwohl es zeitgleich auftritt. Die Hebamme rät zur Beobachtung und bittet die Mutter, keine reizenden, parfümierten Cremes oder Lotions im Gesicht zu verwenden. Beim nächsten Besuch ist sowohl der erste Zahn zu bestaunen als auch der Ausschlag verschwunden.

Der erste Brei – ein Grund für roten Ausschlag im Gesicht?

Obwohl die WHO weltweit aus gutem Grund zum ausschließlichen Stillen bis zum Ende des 6. Lebensmonats rät, sind leider viele Kinderärzte an dieser Stelle anderer Meinung. Die frühzeitige Einführung von B(r)eikost hat aber eine Menge Nachteile. Der Aufbau unserer gesunden Darmbesiedlung mit positiven Bakterien braucht etwa zwei Jahre. Je eher mit der Einführung artfremden Eiweißes in der Nahrung begonnen wird, um so eher können Unverträglichkeitsreaktionen (Allergien) auftreten. Dass sie im Anstieg begriffen sind, ist ja kein Geheimnis. Eine allergische Reaktion zeigt sich oft zuerst an der Haut, roter Ausschlag ist die Folge.

Wenn der Ausschlag aber nicht weggeht?

In so einem Fall kann wirklich eine Infektionskrankheit vorliegen, die zeitgleich mit dem Zahnen vorkommt. Meist ist das Baby dann auch nach dem Zahndurchbruch nicht „gut drauf“, also quenglig, unzufrieden, weinend, schläfrig oder besonders liebebedürftig. Zwar kommen solche Kinderkrankheiten in diesem Alter nur selten vor, aber sie sind nicht total auszuschließen. Das Baby gehört unbedingt in kinderärztliche Hände! Gute Besserung!

Hier schreibt Hebamme Edeltraut Hertel ist Diplom-Medizin-Pädagogin, Hebamme und Krankenschwester. Sie arbeitete im In- und Ausland (8 Jahre Tansania, Katastropheneinsätze in Mazadonien, Sudan und Eritrea), und war fast 15 Jahre als freiberufliche Hebamme in Glauchau und Umgebung tätig. Von 2012 bis 2017 unterrichtete sie an der Med. Berufsfachschule der Klinikum Chemnitz gGmbH. Seit Sept. 2017 erfreut sie sich an ihrem Ruhestand, gibt aber gern aus ihrem Wissens- und Erfahrungsschatz an Wissensdurstige weiter. ×Edeltraut Hertel ist Diplom-Medizin-Pädagogin, Hebamme und Krankenschwester. Sie arbeitete im In- und Ausland (8 Jahre Tansania, Katastropheneinsätze in Mazadonien, Sudan und Eritrea), und war fast 15 Jahre als freiberufliche Hebamme in Glauchau und Umgebung tätig. Von 2012 bis 2017 unterrichtete sie an der Med. Berufsfachschule der Klinikum Chemnitz gGmbH. Seit Sept. 2017 erfreut sie sich an ihrem Ruhestand, gibt aber gern aus ihrem Wissens- und Erfahrungsschatz an Wissensdurstige weiter. Latest Posts

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    Baby: Rote Wangen beim Kind und ihre Ursachen

    Dein Baby hat rote Wangen oder sogar feuerrote Backen? Welche Ursachen hinter den Rötungen im Gesicht deines Kindes stecken können, erfährst du hier.

    Ursachen für rote Wangen bei Babys

    Warum hat mein Baby rote Wangen?

    Rote, heiße Wangen bei Babys sind ein typisches Symptom beim Zahnen. Die ersten Beißerchen treten bei den meisten Kleinkindern etwa im Alter von sechs Monaten das erste Mal hervor.

    Wenn auch eher die Ausnahme, ist es dennoch genauso gut möglich, dass ein Säugling bereits in seinem dritten Lebensmonat zu zahnen beginnt. Ebenso selten können die ersten Zähnchen aber auch bis zu 12 Monate auf sich warten lassen.

    Treten zusätzlich zu den roten Wangen einige der folgenden Symptome bei deinem Baby auf, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass dein Kind zu zahnen beginnt:

    • Unruhiges, sehr reizbares Verhalten
    • Scheinbar grundloses, lautes Schreien
    • Zuwendungsbedürfnis
    • Schlechter Schlaf
    • Vermehrter Speichelfluss
    • Durchfall, Verstopfung und wunder Po
    • Leicht erhöhte Temperatur
    • Wenig Hunger
    • Geröteter, geschwollener Kiefer an Zahndurchbruchsstelle
    • Weißliche Stellen im Zahnfleisch
    • Lutschen an Fingern oder der Hand
    • Es nimmt alles in den Mund, um darauf herumzukauen

    Video: 5 Tipps fürs Zahnen

    Wie du dein Kind beim Zahnen unterstützt und so die Zeit für euch beide angenehmer gestaltest, zeigen dir unsere Tipps im Video.

    Erkrankung als Ursache für rote Backen beim Baby

    Als Auslöser für die roten Wangen deines Babys kommen ebenfalls Erkrankungen infrage. Solltest du bei den Rötungen im Gesicht deines Kindes schon nicht mehr von rötlichen Bäckchen sprechen können, sondern eher von feuerroten Wangen, dann könnten zum Beispiel auch Ringelröteln die Ursache sein. Ähnlich wie Scharlach, Masern, Röteln oder Dreitagefieber (Roseola) verursachen diese einen roten Ausschlag und sind auch als sogenannte „fünfte Krankheit“ bekannt. Das Virus, das Ringelröteln auslöst, ist sehr verbreitet unter Schulkindern, aber auch Babys können es bekommen.

    Treten zusätzlich zu den knallroten Backen einige der folgenden Symptome bei deinem Kind auf, solltest du es schnellsten beim Arzt auf Ringelröteln untersuchen lassen:

    • Sogenanntes Backpfeifengesicht/Ohrfeigengesicht, wie nach Schlägen ins Gesicht
    • Roter, girlandenförmiger Ausschlag auf dem Rumpf und den Gliedmaßen
    • Grippeähnliches Befinden
    • Fieber

    17 Tipps, die dir den Alltag als Neu-Mama sofort erleichtern

    BILDERSTRECKE STARTEN (19 BILDER)

    Hinter den geröteten Wangen deines Kindes stecken tatsächlich seine ersten Beißer? Beim Zahnen sollen Bernsteinketten fürs Baby helfen! Wenn du dir nicht sicher bist, ob die roten Backen in Verbindung mit leichtem Fieber wirklich auf das Zahnen deines Babys zurückzuführen sind, solltest du auf jeden Fall deinen Kinderarzt aufsuchen, um mögliche Erkrankungen wie Ringelröteln ausschließen zu können.

    Kinderkrankheiten: Ringelröteln und Mumps erkennen

    Bei Ringelröteln und Mumps ist der Besuch beim Kinderarzt zu empfehlen. Foto: © Monkey Business – Fotolia.com

    Oft unbemerkt: Ringelröteln

    Zwar erinnert der Name der Krankheit an Röteln, Ringelröteln ist aber eine eigenständige, meist harmlose Infektionskrankheit. „Circa 80 Prozent der Erwachsenen haben die Erkrankung als Kind durchgemacht“, teilt der Schulärztliche Dienst St. Gallen mit. Wer an dieser Kinderkrankheit erkrankt, merkt es oft nicht.

    Ringelröteln: die Symptome

    Die Kinderkrankheit Ringelröteln wird meist gar nicht wahrgenommen. Wenn sie auffällt, wird sie an grossen, roten, symmetrischen Flecken an der Wange bemerkt, die oft von Husten und Schnupfen begleitet werden.

    Ringelröteln: die Ansteckungsgefahr

    „Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsbeginn variert zwischen vier und 14 Tagen“, so der Schulärztliche Dienst St. Gallen. Ringelröteln gelten in den Tagen, bevor der Ausschlag ausbricht, als ansteckend. Sobald die Hautflecken zu sehen sind, besteht kaum noch Ansteckungsgefahr.

    Ringelröteln: der Krankheitsverlauf

    Bis der Hautauschlag, der auf den Wangen und der Nase beginnt, völlig verschwunden ist, können mehrere Wochen vergehen. Aus den grossen, roten Flecken, die manchmal jucken, werden mit der Zeit blassrosa Ringe, die mal verschwinden, dann wieder auftauchen.

    Ringelröteln: die Behandlungsmöglichkeiten

    Die Kinderkrankheit Ringelröteln selbst kann nicht behandelt werden. Gegen Juckreiz hilf Lotio alba, das rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist.

    Mumps

    Mumps ist eine Virus-Erkrankung, die zu einer schmerzhaften Schwellung der Speicheldrüsen führt. Die Kinderkankheit kann gefährliche Nachfolge-Erkrankungen nach sich ziehen: Eine Hodenentzündung kann bei Jungen in der Pubertät Unfruchtbarkeit auslösen. Weil darüber hinaus bei allen Kindern, die an Mumps erkranken, die Gefahr einer Hirnhautentzündung besteht, rät das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Kinder gegen Mumps impfen zu lassen. In der Schweiz gibt es pro Jahr rund 1.000 Mumps-Erkrankungen.

    Mumps: die Symptome

    Schmerzhafte Schwellung vor dem Ohr, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schmerzen beim Kauen und Öffnen des Mundes.

    Mumps: die Ansteckungsgefahr

    Ein Kind, das Mumps bekommt, hat sich in der Regel zwei bis drei Wochen vorher angesteckt. Ist ein Kind an Mumps erkrankt, kann es eine Woche vor der Drüsenschwellung und zwei Wochen danach andere Menschen anstecken.

    Mumps: der Krankheitsverlauf

    „Mumps beginnt meist mit leichtem Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und leichten Kopfschmerzen. Dann bildet sich vor einem Ohr eine harte, schmerzhafte Schwellung, die bis zum Kieferwinkel reicht“, erklärt Dr. med. Ursula Keicher. „Einige Tage danach schwillt häufig auch die andere Wange an. Jede Kopfbewegung, das Öffnen des Mundes, Kauen und Schlucken tun sehr weh.“ Es dauert acht bis zehn Tage, bis die Beschwerden abklingen.

    Mumps: die Behandlungsmöglichkeiten

    Eine spezifische Therapie gegen das Mumps-Virus gibt es nicht. „Mit fiebersenkenden Medikamenten und Umschlägen können lediglich die Symptome gelindert werden“, teilt das BAG mit. Da die Speicheldrüsen schmerzen, ist es sinnvoll, dem Kind nur flüssige oder breiige Snacks anzubieten. Um die Speicheldrüsen zu schonen, sollte das Essen möglichst mild schmecken. Warme Kirschkernkissen auf den Wangen, mit einem Schal fixiert, lindern die Schmerzen dieser Kinderkrankheit.

    Weiterführende Informationen zu den Kinderkrankheiten

    • Impfung gegen Masern, Röteln, Mumps:
    • Informationen des Schulärztlichen Dienstes St. Gallen über Ringelröteln:
    • Ratgeber: Gesundheit für Kinder: Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln: Moderne Medizin – Naturheilverfahren – Selbsthilfe. Von Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche, Dr. med. Arne Schäffler. Kösel-Verlag 2010.
    • Ratgeber: Kinderkrankheiten: Schnell erkennen gezielt behandeln (Alles, was man wissen muss). Von Ursula Keicher. Gräfe und Unzer 2011.
    • Das hilft gegen Fieber: www.kindernotfallpraxis.ch

    Autor: Sigrid Schulze

    So erkennen Sie Ringelröteln bei Ihrem Kind

    An Ringelröteln erkranken vorwiegend Kinder zwischen fünf und 15 Jahren, wobei die Krankheit jedoch mindestens in der Hälfte aller Fälle unbemerkt verläuft. Ringelröteln treten am häufigsten im Frühjahr auf, in Kindergärten und Schulen kommt es gelegentlich zu kleinen Epidemien. Erreger der Ringelröteln ist das Parvovirus B 19.

    Ansteckungsgefahr bei Ringelröteln

    Die Ansteckungsgefahr bei Ringelröteln ist gering, bei Kontakt innerhalb der Familie stecken sich nur etwa 50 Prozent der Kontaktpersonen an. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, ist aber auch durch Bluttransfusion möglich. Achtung: Das Virus kann bei Infektion in der Schwangerschaft über den Mutterkuchen auf das Ungeborene übertragen werden! Die Ansteckungsgefahr bei Ringelröteln ist vor Ausbruch des Ausschlags am höchsten (besonders vom 6. bis 12. Tag nach der Ansteckung) und dauert bis zum Abklingen des Ausschlags an. Die Inkubationszeit beträgt sechs bis 18, im Durchschnitt 13 Tage. Ihr Kind darf den Kindergarten nach Abklingen des Hautausschlags wieder besuchen. Ringelröteln hinterlassen in der Regel lebenslange Immunität. Eine Impfung gegen diese Erkrankung existiert nicht (die Rötelnimpfung bietet keinen Schutz!).

    Wichtig, wenn Ihr Kind Ringelröteln hat: Vermeiden Sie jeden Kontakt zu Schwangeren, wenn Ihr Kind an Ringelröteln erkrankt ist! Sagen Sie im Kindergarten oder in der Schule Bescheid, wenn Ihr Kind Ringelröteln hat.

    Daran erkennen Sie, dass Ihr Kind an Ringelröteln erkrankt ist

    Gelegentlich kommt es etwa eine Woche nach der Ansteckung zu leichtem Fieber sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Meist beginnt die Erkrankung jedoch nach etwa zwei Wochen mit dem typischen Hautausschlag. Als Erstes zeigt sich eine intensive Rötung der Wangen mit leichter Schwellung (daher „Ohrfeigenkrankheit“), die den Bereich des Mundes ausspart. Die Haut spannt, juckt eventuell und fühlt sich leicht erhitzt an. Nach ein bis zwei Tagen breiten sich rote Flecken am ganzen Körper, insbesondere an den Außenseiten der Arme und Beine, aus. Dabei handelt es sich um münzgroße ring- und girlandenförmige (daher der Name Ringelröteln!) oder landkartenartige, teils ineinanderfließende Hautrötungen, manchmal leicht erhaben. Der Ausschlag kann zwischenzeitlich abklingen und dann wiederkommen. Zusätzlich können leichtes Fieber, Gelenkbeschwerden, grippale Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schnupfen, Schluckbeschwerden oder Lymphknotenschwellungen bestehen. Der Ausschlag klingt nach einer bis drei Wochen folgenlos ab.

    Mögliche Komplikationen bei Ringelröteln

    Ernste Komplikationen sind sehr selten. Ringelröteln sind insbesondere für das Ungeborene gefährlich, wenn eine Schwangere sich erstmals damit infiziert. Das ungeborene Kind kann eine schwere Blutarmut entwickeln. In 10 bis 15 Prozent der Fälle kommt es zu massiven Wasseransammlungen im Körper des Ungeborenen, die zu einer Totgeburt führen können! Wenn Ihr Kind an Ringelröteln erkrankt ist, sollten Sie den Kontakt zu Schwangeren unter allen Umständen vermeiden.

    Tochter (fast 6) hat rote Wangen, ist aber nicht krank

    Hallo,
    meine Tochter (wird im Sommer 6) hat seit einigen Tagen rote Wangen, unabhängig von der Tageszeit, egal ob sie getobt oder geschlafen hat (bzw nicht). Sie hat nur leichten Schnupfen und sonst nichts, kein Fieber, keinen Ausschlog oder sonstiges. Sie hatte vor kurzem ne Nasennebenhöhlenentzündung die wir mit AB aber gut wegbekommen haben. Sie fühlt sich auch gut, hat keine Schmerzen und ist auch nicht schlapp. Essen auch wie gewohnt.
    Im Kiga waren vor kurzem Ringelröteln weswegen uns seitens des Kiga nahegelegt wurde, sie zH zu lassen, eben wegen der roten Wangen. Da ich aber schon ständig auf die Kids und selbst krankgeschrieben war und es meiner Tochter ja gut ging hab ich sie weiter gebracht, sie aber trotzdem mal von meiner KiÄ anschauen lassen. Sie konnte R.röteln definitiv ausschließen, meinte nur, dass manche Kinder nach dem langen Winter auf die steigende Sonne empfindlich reagieren und sie wohl dazu gehört.
    Hm, so richtig mag ich das aber auch nicht glauben, da die Wangen nicht nach „Sonnenbrand“ aussehen und sie zwischenzeitlich auch mal normal aussieht. Sie Wangen sind dann auch normal temperiert, sonst doch schon recht warm. Nun kam mir die Idee, und deswegen will ich euch mal fragen, ob es viell, auch in ihrem Alter, noch vom Zahnen kommen kann. Unser Zahnarzt hatte letzten Oktober schon angedeutet, dass sich die ersten bleibenden Backenzähne schon ankündigen und es in den nächsten Monaten losgehen wird. Bis jetzt hat sich aber noch keiner gezeigt, sie sagt aber, dass es ihr unten rechts hinten etwas weh tut wenn sie von außen auf die Wange drückt. Wackelzähne hat sie bisher auch noch keinen, könnte ja aber auch bald losgehen.
    Nun halt meine Frage, meint ihr oder hat jmd sogar ähnliche Erfahrungen gemacht, dass diese Wangenröte daher kommen könnte?
    Wir haben Do wieder Termin beim KiÄ und beim Zahnarzt, werd da auch sicher nochmal nachfragen.
    Danke trotzdem schonmal an euch!
    nineeleven

    Punkt, Punkt, Komma, Strich: Kinderkrankheiten mit roten Flecken

    Erfahren Sie hier, wie sich die roten Flecken bei Kinderkrankheiten unterscheiden, was für weitere Symptome es gibt und was dagegen hilft.

    Masern

    Rote Flecken bei Masern:

    Bei einer Masern-Infektion, die durch humanpathogene RNA-Virus hervorgerufen wird, bekommt das Kind zwischen dem dritten und siebten Tag nach dem Auftreten der ersten Symptome einen fleckigen, roten Hautausschlag. Das Robert Koch Institut (RKI) beschreibt die Punkte bei der Kinderkrankheit als bräunlich-rosafarben und unregelmäßig. Die Flecken tauchen zuerst hinter den Ohren auf und breiten sich dann vom Gesicht über den Körper aus.

    Weitere Symptome:

    Fieber, Husten und Schnupfen, entzündete Augen sowie kleine weiße oder weiß-blaue Flecken auf der Mundschleimhaut, sogenannte Koplik-Flecken

    Was hilft?

    Grundsätzlich ist eine Impfung gegen Masern möglich. Sollte die Krankheit dennoch ausbrechen, hilft es nur, die Symptome zu lindern. Bettruhe ist angesagt, und helfen können fiebersenkende Mittel oder Hustenstiller.

    Röteln

    Rote Flecken bei Röteln:

    Röteln verursachen meist kleine rote Flecken, die schwächer als bei Masern sind und häufig mit Knötchen einhergehen. Die roten Punkte breiten sich vom Gesicht über den Körper und schließlich über Arme und Beine aus. Nach ein bis drei Tagen verschwinden sie wieder.

    erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen, Schnupfen, Bindehautentzündung, geschwollene Lymphknoten.

    Wie bei Masern können wie bei Röteln nur die Symptome behandelt werden. Außerdem ist vorbeugend eine Röteln-Schutzimpfung möglich. Üblicherweise geben Ärzte den Lebendimpfstoff in Kombination mit der Impfung gegen Mumps und Masern. Wenn das Kind vor dem elften Lebensmonat in eine Krippe gehen soll, kann diese laut RKI auch ab dem neunten Monat erfolgen.

    Scharlach

    Rote Flecken bei Scharlach:

    Haut und Rachen färben sich rot. Die stecknadelkopfgroßen Flecken treten meist zuerst am Oberkörper auf. Von dort breiten sie sich über den ganzen Körper aus. Der Ausschlag klingt nach sechs bis neun Tagen wieder ab. Scharlach wird hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, selten durch kontaminierte Lebensmittel und Wasser.

    Halsschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, weißer Belag und Schwellungen auf der Zunge.

    Scharlach wird durch Streptokokken (Streptococcus pyogenes), also Bakterien, ausgelöst und mit einer zehntägigen Penicillin-Kur behandelt. Eine Schutzimpfung gibt es nicht. Vorbeugen lässt sich mit Hygienemaßnahmen wie gründlichem Händewaschen. Kinder können häufiger an Scharlach erkranken, immun werden Betroffene nur gegen die Bakterien-Art, die die akute Erkrankung ausgelöst hat.

    Windpocken

    Rote Flecken bei Windpocken:

    Der typische Ausschlag bei Windpocken (Varizellen kommt in Schüben, bildet Bläschen, Papeln und Schorf. Dementsprechend wird das Erscheinungsbild manchmal als „Sternenhimmel“ bezeichnet. Der Juckreiz kann sehr heftig sein. Die roten Punkte breiten sich vom Rumpf übers Gesicht auf den ganzen Körper aus und heilen nach etwa zehn Tagen ab.

    Gliederschmerzen, Fieber, Müdigkeit.

    Die Bläschen sollten nicht aufgekratzt werden. Ansonsten behandeln Ärzte beispielsweise mit Lotionen vor allem die Symptome. Intensive Hautpflege kann außerdem weitere bakterielle Infektionen vermeiden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Varizellen-Schutzimpfung für alle Kinder und Jugendlichen. Ab elf bis 14 Monaten bekommen die Kleinen die erste Dosis – entweder gleichzeitig mit der ersten MMR-Impfung (Abkürzung für Masern, Mumps, Röteln) oder vier Wochen danach. Die zweite Impfung erfolgt Alter von 15 bis 23 Monaten. Wer einmal Windpocken hatte, ist in der Regel immun gegen sie. Allerdings nicht gegen Gürtelrose, obwohl sie vom gleichen Virus ausgelöst wird, nämlich dem Varizella-Zoster-Virus, das sich durch Tröpfcheninfektion überträgt.

    Welche Kinderkrankheiten mit Hautausschlag gibt es noch?

    Auch andere Kinderkrankheiten können mit Hautausschlag verbunden sein. Dazu gehören unter anderem Babyakne, Dreitagefieber, die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Ringelröteln, Nesselsucht, Neurodermitis, Krätze, Pilzinfektionen am Po bei Wickelkindern und Windeldermatitis.

    Grundsätzlich gilt: Eine erste Selbst-Diagnose ersetzt nicht den Besuch der ärztlichen Sprechstunde. Nur ein Arzt oder eine Ärztin kann schlussendlich die Krankheit richtig diagnostizieren und behandeln.

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