Babyschale oder kindersitz

Inhalte

Wann wechselst Du von Babyschale auf Kindersitz?

Viele Eltern haben den Impuls, recht früh von Babyschale auf Kindersitz zu wechseln, weil ihr Baby dann nach vorne blicken und Mama oder Papa sehen kann. Manche Babys sind dann nicht mehr so quengelig. Aber: Ein rückwärts gerichteter Sitz ist auch nach der Babyschale die sicherste Transportmethode für das Baby im Auto – und so lange es geht, sollte es auch auf diese Weise mitfahren.

Der richtige Zeitpunkt, um von Babyschale auf Kindersitz zu wechseln, ist gekommen, wenn der Kopf Deines Kleinen aus dem Sitz herausgewachsen ist. Genauer gesagt: Wenn der Scheitel des Kopfes über den Rand der Schale hinausragt.

Tippe hier, um direkt zu einer der beiden Optionen zu springen, die Du jetzt hast:

  1. Wechsel auf einen Reboarder (rückwärtsgerichtet)
  2. Wechsel auf einen Kindersitz (vorwärtsgerichtet)

Du suchst nach anderen Infos zu Kindersitzen? Dann tippe hier:

  • Was musst Du beim Kauf von Kindersitzes beachten?
  • Was sind die besten Kindersitze?
  • FAQs zu Kindersitzen – Antworten auf die häufigsten Fragen

Beim Wechsel auf den größeren Sitz hast Du jetzt zwei Optionen:

Wechsel auf einen Reboarder

Du willst, dass Dein Kind weiterhin auf die sicherste Weise im Auto mitfährt? Dann solltest Du Dich für einen rückwärtsgerichteten Kindersitz entscheiden – einen Reboarder. Dieser ist zwar schon ab Geburt zugelassen und relativ teuer. Andererseits hast Du mit einem echten Reboarder bis zum vierten Lebensjahr eine sehr sichere Transportmethode für Dein Kind. Wenn Du hier tippst, gelangst Du zu unserer Reboarder-Kaufberatung, in der wir Dir zeigen, was die wichtigsten Kriterien sind, auf die Du beim Kauf eines Reboarders achten solltest.

Um Dir direkt die große Auswahl an Reboardern anzusehen, tippe hier.

Wechsel auf einen Kindersitz

Reboarder sind Dir zu teuer? Dann steigst Du nach der Babyschale auf einen Kindersitz um, dessen Sitzeinheit nach vorne gerichtet ist. Die Kindersitze der großen Hersteller sind mit verschiedenen Sicherheitssystemen – wie z. B. Fangkissen – ausgestattet und lassen sich teilweise sehr lange nutzen. Worauf Du beim Kauf achten solltest, erfährst Du in unserer ausführlichen Kaufberatung, wenn Du hier tippst.

Eine Übersicht aller nach vorne gerichteten Kindersitze, die nach der Babyschale infrage kommen, findest Du, wenn Du hier tippst.

Weiter Informationen zu Folgesitzen findest Du hier:

  • Was musst Du beim Kauf eines Kindersitzes beachten?
  • Und was musst Du beim Kauf eines Reboarders wissen?
  • Was sind die besten Kindersitze?
  • FAQs zu Kindersitzen – Antworten auf die häufigsten Fragen

Kindersitze – Welcher ist der richtige Sitz? Und wann ist es Zeit zu wechseln?

Welcher Kindersitz passt wann für Euer Kind?

Damit ein Kindersitz wirklich sicher ist und sich Eure Minis pudelwohl fühlen, muss der Sitz perfekt passen. Zahlreiche Einteilungen, Größen- und Gewichtsangaben können im Produkt-Dschungel schon einmal für Verwirrung sorgen. Wir erklären Euch hier, wie Ihr sicher geht, dass der Kindersitz wirklich zur aktuellen Lebensphase Eures Minis passt.

Das Wichtigste zuerst

Bereits vorweggenommen kann man sagen, dass nicht das Alter Eures Lieblings über den passenden Sitz entscheidet. Da sich Kinder unterschiedlich schnell entwickeln, solltet Ihr Euch beim Kindersitz-Kauf immer an Körpergröße und Gewicht Eures Minis orientieren. Damit seid Ihr definitiv auf der sicheren Seite.

Gruppe 0: Babyschalen

Babyschalen begleiten Euer Baby von Geburt an durch sein erstes Lebensjahr. Abhängig vom Wachstum und der Entwicklung Eures Kleinen könnt Ihr Eure Babyschale bis zu 15 Monate lang nutzen. Hat Euer Baby die 75 cm überschritten, bzw. die 13 kg-Marke geknackt, wird es Zeit für einen Kindersitz der nächsten Kategorie. Schaut das Köpfchen über die Oberkante hinaus, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass Euer Baby aus seiner Babyschale hinausgewachsen ist.

Hinweis: Der Kopf sollte immer rundum geschützt sein, die Länge der Beine spielt hingegen keine Rolle. In der Regel begleitet Euch die Babyschale von der Geburt bis zum Alter von 15 Monaten.

Gruppe 1: Reboarder-Kindersitz für Kleinkinder

Reboarder sind Kindersitze für Kinder bis zum vierten Lebensjahr, die rückwärtsgerichtet ins Auto eingebaut werden und Euer Kind entgegen der Fahrtrichtung transportieren – sitzend und liegend. Von 9-18 kg bzw. bis zu einer Körpergröße von 105 cm sind Reboarder-Kindersitze das Sicherste, was Euch der Markt zu bieten hat. Das macht Spaß: Im Reboarder sind die Kleinen rückwärtsgerichtet und höher sitzend im Auto unterwegs und können die vorbeiziehende Welt mit einem Blick aus dem Fenster selbst betrachten. Rückwärtsgerichtet fahren Kids laut verschiedener Statistiken fünf Mal sicherer im Auto mit als in vorwärtsgerichteten Kindersitzen – das Verletzungsrisiko sowie die Möglichkeit bleibender Schäden nach einem Unfall wird nachweislich um 90 % verringert.

Mehr zu Reboarder-Kindersitzen erfahren

Gruppe 2/3: Vorwärtsgerichtete Kindersitze

Wenn die Schultern Eures Minis über die oberste Öffnung der Schultergurte Eures Reboarders herausschauen und der Kopf die Kopfstütze in der obersten Position erreicht hat, wird es Zeit auf einen Kindersitz der nächsten Kategorie umzusteigen. Kindersitze dieser Gruppe, die vorwärtsgerichtete Variante, begleiten Euch ca. von 15-36 kg bzw. bis zu einer Körpergröße von 150 cm. Danach ist kein Kindersitz mehr nötig und die kleinen Großen begleiten Euch ohne Sitze im Auto. In den meisten Sitzen der Gruppe 3 werden Eure Kids mit dem Auto-3-Punkt-Gurt angeschnallt.

Unser Tipp: Verzichtet auf Sitzerhöhungen oder Booster-Sitze! Da sie weder einen Seitenaufprallschutz noch einen Gurtverlauf bieten, kann die Sicherheit Eures Kindes hier nicht optimal gewährleistet werden.

Gruppe 3 Kindersitze im Webshop

Grundsätzliches

Der Kindersitz sollte beim Kauf exakt passen und nicht auf Zuwachs gekauft werden – von gruppenübergreifenden Sitzen rät die FamilienBande daher ab. Kindersitze solltet Ihr nicht länger als sechs Jahre nutzen – danach gibt es keine Garantie mehr über entwichene Weichmacher oder andere Veränderungen am Kindersitz und die Sicherheit kann nicht mehr zu 100 % gewährleistet werden.

Achtung: Kindersitze nie gebraucht kaufen. Schon kleinste Stürze können zu Haarrissen im Sitz führen und die Sicherheit beeinträchtigen. Hier lohnt es sich auf Nummer Sicher zu gehen.

Wie findet man den richtigen Kinderautositz?

Bei uns findest Du genau den richtigen Sitz für Dein Kind. Aber woher weißt Du, welcher das ist? Wir haben ein paar Anhaltspunkte für Dich, worauf Du achten musst.

Körpergröße und Gewicht sind wichtiger als das Alter

Es gibt zwei verschiedene Verordnungen für Kindersitze:

  • Die i-Size-Norm (oder UN R129) richtet sich bei der Klassifizierung des Sitzes nach der Körpergröße des Kindes.
  • Die ECE R44/04 hingegen teilt die Kindersitze anhand des Gewichts des Kindes in verschiedene Gruppen.

Um sicher zu gehen, dass Du den passenden Kindersitz für Dein Kind auswählst, richte Dich nach dem aktuellen Gewicht bzw. der Größe Deines Kindes. Unsere Sitze sind in drei Hauptgruppen unterteilt:

Baby

(Ab der Geburt bis ca. 1 Jahr)

0-13 kg, Gruppe 0+

Ca. 45 bis 75 cm

Kleinkind

(Ca. 6 Monate bis ca. 4 Jahre)

9-18 kg, Gruppe 1

Ca. 70 bis 105 cm

Kind

(Ca. 3,5 Jahre bis 12 Jahre)

15-36 kg, Gruppe 2/3

Ca. 100 bis 135/150 cm

Bei der Wahl des Kindersitzes musst Du unbedingt berücksichtigen, dass Dein Kind sofort in den Sitz passen muss – kauf den Autositz nie auf Zuwachs. Das Alter darf dabei nur als Richtwert dienen – denk daran: Alle Kinder wachsen und entwickeln sich unterschiedlich.

Wie kannst Du den Sitz in Deinem Auto installieren?

Autositze für Kinder können entweder über ISOFIX Verankerungspunkte (sofern vorhanden) oder den fahrzeugeigenen Sicherheitsgurt befestigt werden. Welche Methode auch verwendet wird, die Sicherheit des Kindes steht und fällt mit dem korrekten Einbau.

Ein Kindersitz mit ISOFIX lässt sich besonders einfach, schnell und sicher einbauen.

Der Einbau mit dem Sicherheitsgurt hingegen ist flexibler, jedoch sollten Eltern oder andere Fahrer die korrekte Installation stets gründlich überprüfen.

Wann ist es Zeit zum nächstgrößeren Sitz zu wechseln?

Viele Eltern wechseln zu früh zur nächstgrößeren Gruppe. Jedoch ist jeder Kinderautositz exakt auf die aktuellen Sicherheits- und Komfortbedürfnisse des Kindes im Hinblick auf Körpergröße, Gewicht und Entwicklungsstufe zugeschnitten. Wir empfehlen ausdrücklich, Babys so lange wie möglich in einer rückwärtsgerichteten Position im Auto mitreisen zu lassen. So kann im Falle eines Unfalls die Kraft des Aufpralls aufgehalten und auf die Sitzschale und Auto-Gurte umgeleitet werden.

Wechsel von der Babyschale zum Kleinkindsitz: Dein Baby ist aus seiner Babyschale herausgewachsen, wenn das Köpfchen mit dem oberen Rand des Kindersitzes abschließt. Vorher solltest Du nicht auf den nächstgrößeren Kinderautositz wechseln. Stell außerdem sicher, dass der Kopf Deines Kindes immer vom Sitz geschützt ist. Hinweis: Es ist aber kein Problem, wenn die Beine Deines Kindes über den Rand des Sitzes hinausragen.

Wechsel von Gruppe 1 (Kleinkind) auf Gruppe 2/3 (Kind)

Du solltest erst von einem Gruppe 1-Kindersitz (Kleinkind) auf einen Gruppe 2/3-Kindersitz (Kind) wechseln, wenn die Schultern Deines Kindes 2 cm über die oberste Öffnung für die Schultergurte ragen. Außerdem muss die Kopfstütze die oberste Position erreicht haben. Stell außerdem sicher, dass sich die Kopfstütze des neuen Kinderautositzes beim Wechsel in der niedrigsten Position befindet.

Wann benötigt Dein Kind keinen Kindersitz mehr?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz bist Du gesetzlich nicht mehr dazu verpflichtet einen Kindersitz zu nutzen, wenn Dein Kind mindestens 1,50 m groß ist. Alternativ müssen Kindersitze bis 12 Jahre (bzw. 14 Jahre in Österreich) verwendet werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Kindersitz wechseln?

Um sicherzugehen, dass der Autokindersitz Ihres Kindes stets zu Ihrem Kind passt und es wie vorgesehen beschützen kann, ist die Entscheidung, wann der richtige Zeitpunkt zum Kindersitz wechseln ist, eine besonders wichtige.

Bei BeSafe teilen wir Autokindersitze in drei verschiedene Stufen ein:

1) Babyschalen
2) Kleinkindsitze
3) Sitzerhöhungen

BeSafe Gruppe 1 – Babyschalen

Ihr Kind wird eine Babyschale von Geburt an bis ca. 12 Monate nutzen – plus oder minus ein paar Monate, abhängig vom Gewicht und der Größe Ihres Kindes. Babyschalen werden stets rückwärtsgerichtet eingebaut. Sie können entweder mit dem Autogurt oder einer Basisstation befestigt werden. Beide Varianten bieten die gleiche Sicherheit, wenn die Babyschale korrekt eingebaut ist.

Wann sollte frühestens von der Babyschale zum Kleinkindsitz gewechselt werden?

Wir von BeSafe empfehlen Ihnen, Ihre Babyschale so lange wie möglich zu nutzen, da Sie Ihnen im Alltag mehr Flexibilität und für Babys optimierten Seitenaufprallschutz bietet. Manchmal jedoch fangen manche Babys an, sich in der Babyschale nicht mehr wohl zu fühlen, auch wenn die Schale an sich noch weiter genutzt werden könnte, sodass Sie vielleicht am Überlegen sind, ihr Kind in einen Kleinkindsitz wechseln zu lassen. In diesen Fällen empfehlen wir Ihnen, einen Kleinkindsitz erst zu nutzen, wenn Ihr Kind selbstständig sitzen kann, da Kleinkindsitze üblicherweise aufrechter sind als Babyschalen und etwas weniger Seitenhalt bieten.

Je nachdem, welchen Kleinkindsitz Sie wählen, sollten Sie natürlich auch sichergehen, dass Ihr Kind die Mindestanforderungen dieses Sitzes erfüllt hat. Je nach Zulassung des Sitzes kann dies entweder ein Mindestgewicht oder eine Mindestgröße sein.

Wann sollte spätestens von der Babyschale zum Kleinkindsitz gewechselt werden?

Schritt 1: Überprüfen Sie die Gewichts-/Größengrenze Ihrer Babyschale

Nutzen Sie eine nach ECE R44-04 zugelassene Babyschale, dann hat diese ein Maximalgewicht, welches Sie auf dem Zulassungsaufkleber finden. Dieses Maximalgewicht darf nicht überschritten werden. Allerdings ist es nicht zwangsläufig gegeben, dass Sie die Babyschale nutzen können, bis das Maximalgewicht erreicht ist – in vielen Fällen sind die Kinder schon vorher der Größe nach der Schale entwachsen. Schauen Sie hierzu auf Schritt 2!

Ist Ihre Babyschale nach UN R129 zugelassen, dann hat diese eine Maximalgröße, welche Sie auf dem Zulassungsaufkleber finden. Diese Maximalgröße darf nicht überschritten werden. In den meisten Fällen stellt die Maximalgröße auch das wahre Ende der Nutzungsdauer dar, überprüfen Sie jedoch zusätzlich auch Schritt 2!

Schritt 2: Überprüfen Sie die Schultergurte und den Abstand von Kopf bis Ende der Schale

Wenn der höchste Punkt am Kopf Ihres Babys nur noch ca. 2 Fingerbreiten vom oberen Ende der Babyschale entfernt ist, sollten Sie zum nächsten Sitz wechseln. Idealerweise sollten Sie sich jedoch schon vorher nach einem Folgesitz umschauen. Dieser Spielraum von zwei Fingerbreiten wird empfohlen, um im Falle eines Unfalls einen Puffer für die Aufwärtsbewegung des Kindes zu haben, welche bei nicht perfekt angezogenen Gurten auftritt. Wir wissen, dass Eltern natürlich immer ihr Bestes tun um die Gurte korrekt stramm zu ziehen – jedoch kann es passieren, dass in der Eile oder wenn sich das Baby viel bewegt, die Gurte nicht ganz so fest angezogen werden, wie empfohlen.

Ebenso sollten Sie den Gurtverlauf der Schultergurte überprüfen sowie die Angaben dazu im Handbuch Ihrer Babyschale. Die meisten Hersteller geben an, dass die Schultergurte gerade auf den Schultern des Kindes liegen und nicht “von unten” kommen sollten. Wenn es also der Fall ist, dass die Schultern Ihres Kindes in der höchsten Gurteinstellung nicht mehr unter die Gurte passen, dann ist es ebenfalls an der Zeit, zum nächsten Sitz zu wechseln.

BeSafe Gruppe 2 – Kleinkindsitze

Wenn Ihr Kind aus seiner Babyschale herausgewachsen ist, wechselt es in einen Autokindersitz für Kleinkinder. Diese können von ca. 6 Monaten bis ca. 4 Jahren genutzt werden, je nach Größe und Gewicht Ihres Kindes und je nach Zulassung des Autokindersitzes (ECE R 44 oder i-Size). Gemäß der UN Regulation R129 (i-Size) müssen Kinder bis zu einem Alter von 15 Monaten rückwärtsgerichtet mitfahren. Wir von BeSafe empfehlen jedoch, Ihr Kind mindestens bis zu einem Alter von vier Jahren rückwärtsgerichtet mitfahren zu lassen, wenn möglich sogar noch länger. Manche Sitze in dieser Gruppe können sowohl vorwärts- als auch rückwärtsgerichtet genutzt werden.

Was sollte bei der Wahl eines Kleinkindsitzes beachtet werden?

Tipps für die Auswahl eines Kleinkindsitzes

Welche Kleinkindsitze hat BeSafe im Assortment?

Alle im Assortment enthaltenen BeSafe Kleinkindsitze

Wie schneiden BeSafe-Kleinkindsitze in Crash Tests ab?

Eine Übersicht der ADAC/Plus Test Ergebnisse

Wann kann frühestens vom Kleinkindsitz zur Sitzerhöhung gewechselt werden?

Wir von BeSafe empfehlen Ihnen, Ihr Kind so lange wie nur möglich rückwärtsgerichtet im Kleinkindsitz mitfahren zu lassen, mindestens jedoch bis zum Alter von 4 Jahren. Deshalb legen wir Ihnen nahe, frühestens auf eine Sitzerhöhung mit fester Rückenlehne zu wechseln, wenn alle drei dieser Bedingungen erfüllt sind:

  1. Ihr Kind sollte mindestens 4 Jahre alt sein. Dies ist (leider) nicht gesetzlich vorgeschrieben, wir von BeSafe möchten Ihnen jedoch wirklich ans Herz legen, nicht zu früh von rückwärtsgerichtet zu vorwärtsgerichtet zu wechseln.
  2. Ihr Kind muss die gesetzliche Mindestanforderung des Sitzes erfüllt haben, also entweder 15kg bei Zulassungen nach ECE R44 oder 100 cm bei Zulassungen nach UN R129. Dies ist durch die jeweilige Prüfnorm gesetzlich bindend.
  3. Ihr Kind sollte die geistige Reife haben, ruhig im Sitz sitzen zu bleiben. Sollte Ihr Kind ansonsten häufig mit dem Fahrzeuggurt spielen oder sich oft aus dem Sitz vorlehnen, gerät es somit nämlich außerhalb der Seitenaufprallschutzzone der Rückenlehne und Kopfstütze, wodurch der Sitz das Kind nicht wie vorgesehen schützen kann.

Wann kann der Kleinkindsitz spätestens nicht mehr genutzt werden?

Schritt 1: Überprüfen Sie die Gewichts-/Größengrenze Ihres Sitzes

Wenn Ihr Kleinkindsitz nach UN R129 zugelassen ist, dürfen Sie diesen laut Zulassung nicht mehr nutzen, wenn die Maximalgröße des Sitzes erreicht ist. Zusätzlich haben mit ISOfix eingebaute UN R129-Sitze eine Gewichtsbeschränkung, die ebenfalls nicht überschritten werden darf – beide Angaben finden Sie auf dem Zulassungsaufkleber und/oder im Handbuch. Sobald eine der beiden Obergrenzen erreicht ist, muss auf den nächsten Sitz gewechselt werden.

Wenn Ihr Kleinkindsitz nach ECE R44-04 zugelassen ist, hat der Sitz ein Maximalgewicht, welches Sie auf dem Zulassungssticker finden. Hat Ihr Kind das Maximalgewicht erreicht, muss auf den nächsten Sitz gewechselt werden. Allerdings ist es nicht zwangsläufig gegeben, dass Sie den Sitz nutzen können, bis das Maximalgewicht erreicht ist – in vielen Fällen sind die Kinder schon vorher der Größe nach dem Sitz entwachsen. Schauen Sie hierzu auf Schritt 2!

Schritt 2: Überprüfen Sie die Schultergurte und den Abstand von Ohren zu Ende der Kopfstütze

Wenn das obere Ende der Ohren das obere Ende der Kopfstütze in der höchsten Einstellung erreicht hat, ist es höchste Zeit, zum nächsten Sitz zu wechseln.

Ebenso sollten Sie den Gurtverlauf der Schultergurte überprüfen sowie die Angaben dazu im Handbuch Ihres Sitzes. Die meisten Hersteller geben an, dass die Schultergurte gerade auf den Schultern des Kindes liegen und nicht „von unten“ kommen sollten. Wenn es also der Fall ist, dass die Gurte in der höchsten Gurteinstellung „von unten“ kommen, dann ist es ebenfalls an der Zeit, zum nächsten Sitz zu wechseln.

Gruppe 3 – Kindersitze/Sitzerhöhungen

Diesen Sitz wird Ihr Kind am längsten Nutzen. Autokindersitze mit Rückenlehne bieten im Vergleich zu reinen Sitzerhöhungen zusätzlichen Schutz im Falle eines Seitenaufpralls während der gesamten Nutzungsdauer. Wir empfehlen Ihnen, einen Sitz mit fester Rückenlehne so lange wie nur möglich zu nutzen, selbst wenn Ihr Kind den gesetzlichen Vorschriften nach schon nicht mehr in einem Sitz sitzen müsste.

Was sollte bei der Wahl einer Sitzerhöhung beachtet werden?

Tipps für die Auswahl einer Sitzerhöhung

Welche Sitzerhöhungen mit fester Rückenlehne bietet BeSafe an?

Alle BeSafe Sitze ab 15kg/100cm

Ab wann kann aufgehört werden, eine Sitzerhöhung zu nutzen?

Schritt 1: Überprüfen Sie die Gewichts-/Größengrenze Ihres Sitzes

Wenn Ihr Sitz nach ECE R44-04 zugelassen ist, kann diese nicht mehr genutzt werden, sobald das zugelassene Maximalgewicht erreicht ist. Dieses finden Sie auf dem Zulassungsaufkleber des Sitzes.

Ist Ihr Sitz nach UN R129 zugelassen, dann darf dieser nicht mehr genutzt werden, sobald die zugelassene Maximalgröße des Sitzes erreicht ist. Diese finden Sie auf dem Zulassungsaufkleber des Sitzes.

Schritt 2: Beachten Sie die nationalen Gesetzesregelungen

Zusätzlich zu den europaweit geltenden Vorschriften für Autokindersitze hat jedes Land auch eigene Gesetze, die angeben, bis wann ein Kind erst ohne Autokindersitz im Auto mitfahren darf. In Deutschland liegt diese Grenze bei 150 cm oder 12 Jahren, je nachdem, was zuerst erreicht wird. In Österreich ist das Ende der Kindersitzpflicht für 135 cm oder 14 Jahre, je nachdem, was zuerst erreicht wird.

Schritt 3: Überprüfen Sie, wie Ihr Kind ohne Kindersitz im Auto sitzt

Selbst wenn Ihr Kind nach den gesetzlichen Vorschriften schon ohne Kindersitz fahren dürfte, empfehlen wir Ihnen, zusätzlich den „5 Punkte Check“ zu machen, um zu überprüfen, ob Ihr Kind denn ohne Kindersitz überhaupt schon richtig gesichert im Auto sitzen könnte. Ist einer dieser 5 Punkte nicht erfüllt sein, dann sollte das weiterhin in einem Autokindersitz sitzen.

  1. Kann das Kind mit dem Rücken flach an der Lehne des Fahrzeugsitzes sitzen?
  2. Reichen dabei die Knie des Kindes weit genug über die Sitzfläche hinaus, sodass es die Knie anwinkeln kann?
  3. Führt der Beckengurt über die Beckenknochen anstatt über den Bauchbereich des Kindes?
  4. Liegt der Schultergurt richtig auf der Schulter des Kindes auf, sodass er weder eng am Hals anliegt oder einschneidet noch von der Schulter runterrutscht?
  5. Versteht und schafft es das Kind, anständig auf dem Fahrzeugsitz zu sitzen ohne sich aus dem Gurt rauszulehnen oder in sich einzusacken?

Deine Experten für Auto-Kindersitze – Reboarder, Babyschale oder 2/3-Sitz

Wir sind mehr als nur ein Online-Shop: Wenn es um Auto-Kindersitze geht, sind wir Dein Fachgeschäft – online und offline! Ob im World Wide Web oder in einer unserer Partner-Filialen, wir beraten Dich ausführlich und mit persönlichem Touch. Wir kennen alle Reboarder, Babyschalen und 2/3-Sitze auf dem Markt, doch nur die Modelle, die wir für absolut sicher halten, schaffen es auch in unsere Auswahl – darauf kannst Du Dich verlassen!

Jetzt einloggen oder Account anlegen! „

Zwergperten – jederzeit online und mehrfach vor Ort

Wir bei den Zwergperten verkaufen Auto-Kindersitze mit Leidenschaft: Von der Concord-Babyschale bis zum Joie-Kindersitz empfehlen wir Dir ausschließlich solche Marken und Modelle, die wir auch für unsere eigenen Kinder verwenden würden. Dabei decken wir von der Geburt bis zum zwölften Lebensjahr jedes Alter ab! Auch unterziehen wir alle Modelle einer strengen Prüfung: Jeder Kindersitz in unserem Shop, egal ob von Maxi-Cosi oder Cybex, wurde auf Herz und Nieren getestet – der Faktor „Sicherheit“ hatte dabei oberste Priorität!

Mit unserem reichen Erfahrungsschatz beraten wir Dich selbstverständlich auch, wenn Du Dir nicht sicher bist, welcher Sitz für Dein Kind am besten geeignet ist. Du kannst per Telefon, Chat oder E-Mail mit uns Kontakt aufnehmen, oder Du besuchst eines unserer Ladengeschäfte. Hier kannst Du alle Kindersitze ausgiebig prüfen und natürlich auch zur Probe in Dein Auto einbauen. Die Zwergperten vor Ort findest Du in folgenden Städten:

  • Ansbach/Nürnberg
  • Bad Oldesloe/Hamburg
  • Berlin
  • Bremen
  • Coburg
  • Dinslaken
  • Euskirchen/Köln
  • Frankenberg/Nordhessen
  • Frankfurt am Main
  • Karlsruhe
  • Kusel
  • Leipzig
  • München
  • Neuwied/Koblenz
  • Radebeul
  • Wangen
  • Witten/Ruhrgebiet

Auch online sind wir für Dich und Deinen Nachwuchs da – lege jetzt deinen persönlichen Zwergperten-Account an.

Dein Reboarder-Kindersitz mit Unfall-Austausch-Garantie

Ob Babyschale, Reboarder oder Folgesitze der Gruppe 2/3 nebst passendem Zubehör, für jedes Modell, das du bei uns bestellst, gilt dieselbe Unfall-Austausch-Garantie: Ist Dein Kindersitz in einen Autounfall involviert, sorgen wir umgehend dafür, dass du einen gleichwertigen Ersatz erhältst – denn ein Kindersitz muss ausgetauscht werden, wenn er einer starken Belastung ausgesetzt war! Das gilt für alle Babyschalen und 2/3-Sitze sowie für alle Reboarder-Kindersitze.

Eine Babyschale von Cybex oder Concord – Sicherheit durch Erfahrung

Wenn Du zusammen mit deinem Säugling im Auto unterwegs bist, muss die Babyschale größtmögliche Sicherheit gewähren! Ein zuverlässiger Traditionshersteller mit mehr als 30 Jahren Erfahrung ist da eine probate Wahl: Concord Babyschalen werden von unseren Kunden stark nachgefragt. Ebenfalls äußerst beliebt ist die Cybex Babyschale Cloud Q, da auch hier die Produktion von einem reichen Erfahrungsschatz geleitet wird.

Bewährte Klassiker: Cybex Sirona und Cybex Solution

Neben den Babyschalen werden auch zwei Kindersitze aus dem Hause Cybex immer wieder bei uns nachgefragt: Der Cybex Solution zeichnet sich besonders durch seine neigungsverstellbare Kopfstütze aus, die insbesondere bei einem Seitenaufprall optimalen Schutz gewährt. Zudem lässt sich die Stütze auch in der Höhe verstellen, wodurch Sie der zunehmenden Größe Ihres Nachwuchses mühelos angepasst werden kann. Der Cybex Sirona hingegen ist ein ausgeklügelter Kombinationssitz, der sowohl als Babyschale wie auch als Kindersitz dient. Natürlich führen wir auch die neueste Modell-Variante aus dem Jahr 2016, den Cybex Sirona M.

Auch Axkid und viele weitere Top-Marken sind in unserer Produktpalette vertreten. Doch ob Cybex Kindersitz oder Concord Babyschalen, ob Reboarder oder 2/3-Sitz, die Marke alleine hilft dir nicht weiter. Sämtliche Auto-Kindersitze in unserem Online-Shop und in unseren Filialen wurden von uns mit Bedacht und größter Sorgfalt ausgewählt. Die wichtigste Maßgabe, die wir dabei anlegen, ist immer die Sicherheit Deines Kindes!

Die Kindersitz-Experten: Babyschale, Reboarder und 2/3-Auto-Kindersitze

Sicherheit für dein Kind! Das ist der oberste Leitsatz der Zwergperten. Wir sind die Spezialisten in Österreich, wenn es um erprobte und absolut zuverlässige Auto-Kindersitze geht. Ob Babyschale oder 2/3-Kindersitz (15 bis 36 Kilogramm), bei uns findest du ausschließlich Modelle, die wir intensiv geprüft und für gut befunden haben.

Jetzt einloggen oder Account anlegen! „

Wenn es um den Kindersitz im Auto geht, ist kein Platz für Experimente: Im Straßenverkehr wirken gewaltige Kräfte, darum ist Sicherheit für dein Baby oder Kleinkind das wichtigste Gebot. Wir haben uns deshalb schon vor vielen Jahren auf Auto-Kindersitze spezialisiert, die das Leben und die Gesundheit deines Kindes unter Garantie schützen. Dabei verfahren wir nach strengsten Kriterien: Von der Babyschale bis zum 2/3-Sitz liefern wir dir ausschließlich bewährte Modelle, in die wir auch unsere eigenen Kids bedenkenlos setzen würden!

Cybex Kindersitz oder BeSafe Babyschale – Spitzenmarken auf dem Prüfstand

Auf dem Markt für Kindersitze sind zahlreiche Anbieter aktiv. Es ist nicht einfach, hier den Überblick zu behalten, zumal auch nicht alle Modelle einer Marke gleich gut oder gleich schlecht sind. Einen BeSafe oder Cybex Kindersitz sowie andere Markenprodukte findest du in unserem Sortiment, doch je nach Hersteller mitunter nur in einer überschaubaren Auswahl. Die Erklärung dafür ist einfach: Wir wählen bei jeder Marke nur die Modelle aus, die uns vollumfänglich überzeugt haben – das gilt für jeden Axkid Sitz und jede Cybex Babyschale!

Weitere Top-Marken in unserem Sortiment:

  • Diono
  • Lamaze
  • Sandini
  • 5 Point Plus.

Reboarder für dein Kind – Sicherheit im Rückwärtsgang

Für Kinder im Alter zwischen einem und vier Jahren ist ein Reboarder schlichtweg die sicherste Sitzgelegenheit im Auto: Dein Nachwuchs ruht mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, dadurch wird die Gefahr einer Verletzung der Halswirbelsäule bei einem Unfall effektiv reduziert. Wir haben darum eine Auswahl der besten Reboard-Kindersitze für dich zusammengestellt.

Kindersitze von Maxi-Cosi – Qualität aus den Niederlanden

In unserer Liste der Reboard-Kindersitze findet sich auch der „2wayPearl“. Er gehört zu einer Reihe ausgezeichneter Kindersitze von Maxi-Cosi, die wir in unsere Produktpalette aufgenommen haben. Der niederländische Produzent steht seit Jahren für besonders hochwertige Kindersitze, die Sicherheit und ein praktisches Design miteinander vereinen.

Ein Concord Kindersitz – mehr als 30 Jahre Know-how

In jedem Concord Kindersitz stecken mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung. Das merkt man dem Reboard-Sitz „Reverso Plus“ ebenso an wie den 2/3-Sitzen des deutschen Traditionsherstellers und natürlich auch den exzellenten Concord Babyschalen. Wer weiß, vielleicht bist auch du schon als Kind in einem Concord Sitz spazieren gefahren?

Der Joie Kindersitz – von Eltern entwickelt

Wenn du dich für einen Joie Kindersitz entscheidest, gehst du in punkto Sicherheit absolut kein Risiko ein, denn diese Sitze und Babyschalen wurden von einer Gruppe britischer Eltern entwickelt, die für ihre Kinder schlichtweg den größtmöglichen Schutz beim Autofahren wollten. Zugleich werden alle Joie Modelle auch zu überaus günstigen Preisen verkauft, denn die Produzenten sind der Meinung, dass Sicherheit keine Frage des Geldbeutels sein darf.

Ausführliche Beratung – bei uns eine Selbstverständlichkeit!

Und nun bist du dran: Cybex Kindersitz oder Concord Babyschale, was ist der beste Schutz für deine Tochter oder deinen Sohn? Natürlich ist die Entscheidung niemals einfach. Die Kindersitze von Maxi-Cosi oder von BeSafe – hier gilt es, genau abzuwägen. Wir helfen dir gerne dabei, denn die fachkundige Beratung ist unsere Spezialität. Du kannst jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen: Wir sind deine Experten für Auto-Kindersitze in Österreich!

Weitere Informationen:

  • Bei den Zwergperten kannst Du von Kiddy den Kindersitz Cruiserfix 3 sowie zwei Babyschalen bestellen.
  • Nachfolger hat mit dem Kindersitz HY5 das weltweit leichteste Produkt dieser Art entwickelt.
  • Ein Schonbezug schützt Deinen Kindersitz nicht nur vor Schmutz, er sorgt im Sommer ebenso für angenehmere Temperaturen.

Kindersitze und Babyschalen

So fährt Ihr Kind sicher im Auto mit

Welcher Sitz passt zu welchem Kind? Worauf muss ich beim Kauf achten und welche Fehler gilt es bei der Sicherung von Kindern zu vermeiden? Bei der Auswahl und der Benutzung von Kindersitzen und Babyschalen gibt es viel zu beachten.

Wer zum ersten Mal vor der Aufgabe steht, eine Babyschale oder einen Kindersitz zu kaufen, merkt schnell: Das Thema ist vielschichtig und ganz sicher keine Sache, die man mal eben nebenbei erledigt. Schließlich geht es bei diesem Thema um die wertvollste Fracht überhaupt: Ihr Kind. Den passenden Sitz zu finden, ihn korrekt einzubauen und zu benutzen und schließlich zu erkennen, wann er wieder ausgemustert werden muss, ist nicht einfach. Hier kommen die wichtigsten Infos.

  1. Kindersitzpflicht: Gesetze und Vorschriften
  2. Kindersitz-Gruppen: Welcher Sitz für welches Kind?
  3. Was beinhaltet die neue Norm i-Size?
  4. Warum rückwärtsgerichtete Kindersitze (Reboarder)?
  5. Wann zum nächstgrößeren Kindersitz wechseln?
  6. Sicherheitstechnologien für Autokindersitze
  7. So funktioniert das Isofix-System
  8. Tipps für den Kindersitz-Kauf
  9. Die häufigsten Fehler beim Einsatz von Kindersitzen

Kindersitzpflicht – So schützt der Gesetzgeber Kinder im Auto

Die Gesetzeslage zum Thema Kindersicherung im Auto ist sehr eindeutig: Kinder dürfen im Auto nur in geeigneten Rückhaltesystemen mitfahren. Die Kindersitzpflicht in Deutschland gilt bis zum Alter von zwölf Jahren oder einer Körpergröße bis 1,50 Meter – je nachdem, was zuerst erreicht wird. Sorgt ein Fahrer nicht für die vorschriftsmäßige Sicherung eines Kindes, sind 30 Euro Verwarnungsgeld fällig. Bei mehreren Kindern sind es 35 Euro. Fährt ein Kind ganz ohne Rückhaltesystem mit, zahlt der Fahrer 60 Euro Bußgeld und kassiert einen Punkt in Flensburg. Nimmt er so mehrere Kinder mit, sind 70 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig. Verantwortlich sind immer die Fahrer, auch wenn sie nicht die Eltern sind. Und: Auch im Taxi gilt die Kindersitzpflicht. Fragen Sie bei der Bestellung nach einem Taxi mit passendem Sitz. Babyschalen müssen die Eltern selbst mitbringen.

Die ECE-Prüfplakette zeigt, dass der Kindersitz in Deutschland zugelassen ist und dem Mindeststandard genügt.

Wie die vom Gesetzgeber geforderten geeigneten Rückhalteeinrichtungen aussehen, legt die ECE-NORM R 44/04 fest. Um sie zu erfüllen muss jeder Hersteller eine gesetzliche Prüfung ablegen und europaweit einen Kindersitz-Crashtest nach dieser Norm bestehen. Ohne die entsprechende Prüfplakette darf bei uns kein neuer Sitz verkauft werden. Diese Plakette ist entweder eingestanzt oder als orangefarbener Aufkleber am Sitz zu sehen. Auch Sitze der ECE- 44/03-Norm sind noch erlaubt, sie erfüllen aber lediglich die Anforderungen einer älteren Vorschrift für Kindersitze. Zu beachten ist auch, dass die Prüfnormen lediglich einen Mindeststandard festlegen. Zwischen den zugelassenen Sitzen gibt es daher beträchtliche Unterschiede bezüglich Schutz und Handhabung.

Welcher Kinderautositz eignet sich für welches Kind?

Für „Neu-Eltern“ ist die Einteilung der Kindersitze in Gewichtsklassen anfangs oft verwirrend. Dabei gibt es grundsätzlich nur drei Abstufungen. Gruppe 0/0+: Sitze für Säuglinge von der Geburt bis 13 Kilo Gewicht (ca. 15 Monate). Die so genannten Babyschalen werden immer entgegen der Fahrtrichtung befestigt. Sie werden entweder mit einem Dreipunktgurt gesichert oder auf einem Isofix-Sockel arretiert. Gruppe 1: Sitze für Kinder von neun bis 18 Kilo (ca. neun Monate bis vier Jahre). Hier sind mehrere Systeme auf dem Markt. Am beliebtesten sind Sitze mit Hosenträgergurtsystem (Fünfpunktgurte). Es gibt aber auch Sitze, in denen die Kinder mit einem Fangkörper (Aufpralltisch) gesichert werden. Bei manchen Modellen werden Kind und Sitz mit den Fahrzeugdreipunktgurten angeschnallt. Die meisten Sitze in dieser Gruppe werden in Fahrtrichtung montiert. Einige können auch gegen die Fahrtrichtung montiert werden. Gruppe 2/3: Sitze für Kinder von 15 bis 36 Kilo (ca. vier bis zwölf Jahre). Kind und Sitz werden mit den Dreipunktgurten des Fahrzeugs in Fahrtrichtung gesichert. Auch wenn die Sitze der Gruppe 2/3 laut ECE-Plakette nur bis 36 Kilogramm Körpergewicht zugelassen sind, können diese Sitze auch für schwerere Kinder genutzt werden. Die Begrenzung auf 36 kg kommt dadurch zustande, dass die größte Kindertestpuppe (Dummy) 36 Kilogramm wiegt. Zusätzlich zu diesen drei Klassen gibt es noch zwei weitere, unter die Sitze fallen, die ein größeres Altersspektrum abdecken: Gruppe 0/1 (0 bis 18 Kilo) und Gruppe 1/2/3 (9 bis 36 Kilo).

Die neue Kindersitz-Vorschrift: i-Size bringt noch mehr Sicherheit

Im Juli 2013 ist die Testnorm i-Size (ECE-R129) in Kraft getreten. Sie bietet in unterschiedlichen Bereichen zusätzlichen Schutz. Die neue Norm wird die ECE R44/04-Norm zunächst nicht ersetzen, beide sind parallel gültig. Somit besteht auch keine Verpflichtung zur Nachrüstung. Dennoch können die neuen Sitze einiges besser: So schreibt die i-Size-Norm erstmals Sicherheitsstandards und Leistungskriterien für Unfälle mit seitlichem Aufprall vor. Außerdem können die Sitze ausschließlich mit Isofix-Befestigungen und nicht alternativ mit dem Dreipunktgurt im Auto angebracht werden. Sitze, die nach i-Size zugelassen sind, bringen zudem eine vereinfachte Regelung zum richtigen Zeitpunkt des Sitzwechsels mit sich. Das Hauptaugenmerk liegt hier – anders als bei der ECE R44/04-Norm – auf der Größe des Kindes.

Bis zum Alter von vier Jahren sind Reboarder sicherer

Auch wenn das Kind zu groß für die Babyschale ist, sollte es auch weiterhin rückwärts fahren. Denn nur der Reboarder schützt die Halswirbelsäule optimal.

Die wichtigste Änderung, die i-Size mit sich bringt, ist aber das verpflichtende, rückwärts gerichtete Fahren für Kinder bis zu einem Alter von 15 Monaten. Grundsätzlich sollten Kinder so lange wie möglich entgegen der Fahrtrichtung sitzen und deshalb auch nach der Babyschale in einen sogenannten Reboarder umsteigen. Denn ihr Kopf ist im Verhältnis noch immer sehr groß und schwer. Die Position im Reboard-Kindersitz schützt die Halswirbelsäule des Kindes, weil es bei einem Frontalaufprall in den Sitz gedrückt wird. Solange es geht, sollte das Kind dann weiter rückwärts fahren, denn erst im Alter von etwa vier Jahren gleicht sich die Kopfgröße des Kindes in Bezug auf den Körper aus, und die Hals-Muskeln haben sich genug entwickelt, um auch mit größeren Belastungen fertig zu werden.

Einteilung nach ECE R 129 (i-Size)
Klasse Q 0 Q 1 Q 1,5 Q3 Q6 Q10
Körpergröße Geburt – 60cm 60 – 75cm 75 – 87cm 87 – 105cm 105 – 125cm ab 125cm

Wann sollte man zur nächsthöheren Kindersitz-Gruppe wechseln?

Eltern dürfen ihre Kinder nicht zu früh in einen Sitz der nächsten Klasse setzen. Bei einem Unfall könnte sich das Kind aus dem Gurtverlauf drehen.

Wichtig ist es, dass Eltern ihre Kinder nicht zu früh in einen Sitz der nächsthöheren Klasse setzen. Bis zu einem Gewicht von neun Kilo muss ein Baby per Gesetz entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Eine Babyschale aber ist erst dann zu klein, wenn der Kopf über den Schalenrand hinausreicht und das Baby mehr als 13 Kilo wiegt. Ab dann sollte man zu einem Kindersitz der Gruppe 1 wechseln. Wenn aber die Füße des Kindes über den Rand der Babyschale herausschauen oder es bereits die Beine anwinkeln muss, macht das nichts. Die Babyschale kann und sollte in diesem Fall weiter verwendet werden. Achtung: Der beliebte Verkäufertipp „Wenn das Kind sitzen kann, kann es in den nächsten Sitz“ soll meistens nur den Umsatz steigern. Tipp: Mit Baby sind die Schalen auf Dauer oft schwer zu tragen, deshalb gibt es zu einigen Babyschalen passende Buggys oder Kinderwagengestelle (Travelsysteme). Auch bei den Sitzen der höheren Klassen ist es wichtig, die Größen- und Gewichtsangaben voll auszuschöpfen. Da einige Kinder schwerer und größer als andere sein können, sollten Altersangaben immer nur als Richtwert angesehen werden. Anhaltspunkte: Bei höchster Position der Kopfstütze dürfen die Schultern nicht mehr als zwei Zentimeter über der höchsten Öffnung für die Schulterriemen ragen. Bei größeren Kindern darf die Kopfoberkante leicht überstehen. Der Hinterkopf sollte aber immer von der festen Schale des Sitzes abgestützt werden.

Diese Sicherheitstechnologien schützen Ihr Kind

Die Hersteller entwickeln ihre Kindersitze fortwährend weiter, machen sie immer sicherer. Nach den Reboardern sind die Modelle mit Fangkörper, also einem „Tischchen“ vor dem Bauch des Kindes, die sicherste Form des Transports von Kleinkindern. Sie schaffen es besser als herkömmliche Gurtsysteme, den kritischen Kopf- und Nackenbereich bei einem Unfall zu entlasten. In der Gruppe 2/3 wird meist der Dreipunktgurt zur Sicherung der Kinder im Sitz verwendet. Dabei sorgt ein optimaler Gurtverlauf dafür, dass der Gurt an der perfekten Stelle sitzt und nicht in den Hals des Kindes einschneiden kann. Viele Eltern lassen Kinder dieser Altersklasse nur auf einer Sitzerhöhung ohne zusätzliche Rückenlehne mitfahren. Das vereinfacht zwar die Montage, bietet aber weder Gurtführung im Oberkörperbereich noch Seitenaufprallschutz. Doch Kopf und Oberkörper sind im Falle eines Crashs besonders anfällig für Verletzungen. Bei einem Seitenaufprall bilden die Schultern den ersten Berührungspunkt, wodurch Kopf und Brustbereich aus dem Sitz geschleudert werden. Besonders gefährlich wird es, wenn sich das Kind auf der Fahrzeugseite des Aufpralls befindet und die Türen in den Innenraum gedrückt werden. Deswegen entwickeln die Hersteller für ihre Sitze explizite Seitenaufprallschutz-Technologien, mit deren Hilfe die Kräfte des Aufpralls vom Körper des Kindes weggeleitet werden.

So funktioniert Isofix

Isofix: Die Rastarme des Kindersitzes werden einfach zwischen Sitzfläche und Lehne hindurchgesteckt, bis sie in den Bügeln am Auto einrasten.

Eine Technologie, für die die meisten modernen Autos präpariert sind, ist Isofix (Abkürzung für „Internationale Standard-Organisation für Fixierung“). Hierbei handelt es sich um eine standardisierte Technik zum Einbau von Kindersitzen in Autos. Zangen am Kindersitz und mit dem Fahrzeug verschweißte Bügel bilden hier eine starre Verbindung zwischen Sitz und Karosserie. Die Anwendung ist simpel: Die Rastarme werden einfach zwischen Sitzfläche und Lehne hindurchgesteckt, bis sie einrasten. Bei einer Notbremsung oder Kollision erfolgt die Verzögerung des Kindersitzes sofort. Zudem verhindert Isofix den fehlerhaften Einbau des Sitzes und erhöht die Sicherheit des Kindes damit zusätzlich. Denn sehr viele, gerade unerfahrene Mütter und Väter bringen den Autokindersitz mit der Sicherheitsgurt-Variante falsch an. Dadurch wird der Schutz für das Kind im Falle eines Unfalls drastisch gesenkt. Als Nachteil der Isofix-Sitze gelten die höheren Anschaffungskosten sowie ein etwas höheres Gewicht der Sitze. Beim Kauf beachten: Fahrzeugtypspezifische Isofix-Sitze dürfen nur in Autos benutzt werden, für die sie zugelassen sind (Kennzeichnung am Sitz). Sitze mit Universal-Isofix passen in alle Autos. Außerdem sind nicht alle Fahrzeuge mit dem Isofix-System ausgestattet. Die Fahrzeugtypenlisten der Kindersitz-Hersteller geben Auskunft darüber, ob das eigene Auto für Isofix vorgesehen ist. Wenn nicht, sollte man überprüfen, ob sich die Isofix-Bügel nachrüsten lassen. Ebenfalls gilt es zu beachten: Einige Isofix-Sitze können nicht mit der Sicherheitsgurt-Variante angebracht werden. Das schränkt die Flexibilität der Verwendung in verschiedenen Autos mitunter ein.

Tipps für den Kindersitz-Kauf

Wichtiges Kaufkriterium: Das Kind muss sich in seinem Sitz wohlfühlen.

Doch ob Isofix oder nicht: Beim Kauf eines Kindersitz gibt es ganz allgemein viel zu beachten. Der erste Blick sollte der Prüfplakette gelten. Fehlt die orangefarbenen ECE-Prüfplakette, ist der Sitz in Deutschland nicht zugelassen. Im Fachhandel wird Ihnen so etwas wohl nicht passieren. Wohl aber könnte das Kind Einwände gegen die Sitz-Wahl der Eltern erheben: Sie sollten den kleinen Passagier immer zum Kauf des Sitzes mitnehmen. Denn der Sitz muss zum Kind passen, darf es nicht zu sehr einengen. Wenn sich das Kind im Sitz unwohl fühlt, wird es ihn nicht akzeptieren und entspannte Autofahrten rücken ins Reich der Wünsche. Insbesondere bei Kindersitzen mit Fangkörpern sollte das Kind den Sitz testen können, denn einige Kids fühlen sich mit diesem System unwohl. Kinder, die schnell im Auto einschlafen oder oft lange Strecken fahren, freuen sich über einen Sitz mit Liegeposition.
Auch das Auto sollte zum Probeeinbau des potenziellen neuen Sitzes bereitsehen. Achten Sie darauf, dass der Sitz möglichst einfach zu montieren ist und perfekt passt. Wichtig: Die Sicherheitsgurte hinten ausprobieren. Die sind in manchen Autos für die Babyschale zu kurz. Die Kinderhaltegurte müssen außerdem einfach zu verstellen sein, damit sie je nach Kleidung immer straff genug anliegen. Praktisch ist es zudem, wenn der Sitzbezug in der Maschine waschbar ist. Als Auswahlhilfe beim Kauf eines Kindersitzes können Tests – etwa vom ADAC, Stiftung Warentest oder AUTO BILD – dienlich sein. Hier prüfen Experten die neuesten Modelle auf Herz und Nieren, ermitteln ihre Crash-Sicherheit, überprüfen die Praktikabilität und testen die Sitze auch auf mögliche Schadstoffe.

Falsche Handhabung bringt das Kind in Lebensgefahr

Video: Crashtest Kindersicherheit (2015)

Lauernde Gefahr für Kinder

Doch auch der beste Kinderautositz kann nur wirklichen Schutz bieten, wenn er auch korrekt montiert ist. Leider passieren hier oft Fehler. Die traurige Folge: Viele Kinder verunglücken als Beifahrer, weil sie nicht oder falsch angeschnallt sind. Das sind die häufigsten Fehler: Nur mal eben ein paar hundert Meter fahren? Da ist das Kind schnell auf den Schoß des Beifahrers gesetzt. Doch passiert jetzt ein Unfall, endet er für das Kind wahrscheinlich tödlich. Auch der Verzicht auf ein Rückhaltesystem auf der Rückbank kann schon bei kleinsten Geschwindigkeiten tödliche Folgen haben. Lebensgefahr besteht auch, wenn sich Kind und Erwachsener gemeinsam angurten. Denn der schwerere Körper könnte den kleineren zerquetschen. Ernste Folgen drohen auch, wenn Kinder zu locker im Sitz gesichert werden. So können etwa dicke Jacken verhindern, dass der Gurt straff genug anliegt, um im Ernstfall richtig zu schützen. Jacken sollten dem Kind daher ausgezogen werden und es lieber mit einer Decke zugedeckt werden. Ebenfalls ein oft zu beobachtender Fehler: Das Kind ist für den verwendeten Sitz zu groß oder zu klein. Auch ein nicht korrekt eingerasteter Isofix-Sitz oder eine offene Gurtklemme können kleinen Passagieren zum Verhängnis werden. Und schließlich: Wird eine Babyschale auf dem Beifahrersitz platziert, muss der Beifahrerairbag immer ausgeschaltet werden, sonst wird das Baby beim Crash verletzt oder sogar getötet.
Wichtig ist auch zu wissen, dass der Sitz nicht verändert werden darf. Wird eigenmächtig daran herumgebastelt, kann die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden. Bei einem Unfall reicht bereits eine fehlende Schraube aus, den Sitz durch die Wucht auseinander brechen zu lassen.

Wann muss der Sitz ausgetauscht werden?

Der Ernstfall ist eingetreten, Sie wurden in einen Unfall verwickelt. Nun muss der Kindersitz ausgetauscht werden. Auch kleinste, nicht erkennbare Haarrisse können ihn unbrauchbar machen. Sind keine Beschädigungen erkennbar, kann der Kindersitz von einem Sachverständigen oder vom Hersteller geprüft werden. Meist zahlt die Versicherung des Unfallverursachers die Kosten für eine Überprüfung, Reparatur oder Ersatz. Wer sich wegen der mitunter recht stattlichen Kosten für einen guten Kindersitz für ein gebrauchtes Modell entscheidet, sollte sich des Risikos der nicht erkennbaren Beschädigungen bewusst sein. Sicherer ist es, den Secondhand-Sitz im Bekanntenkreis zu erwerben. Allerdings muss man wissen, dass auch unbeschädigte Kindersitze der Materialermüdung unterliegen. Über die jeweilige maximale Verwendungsdauer eines fabrikneu gekauften Sitzes, kann man sich beim Hersteller informieren. Cybex gibt für seine Autokindersitze für Babys und Kleinkinder beispielsweise eine doppelte Verwendungszeit an. So darf etwa eine Babyschale, die bis zu einem Alter von 18 Monaten benutzt werden kann, insgesamt drei Jahre lang verwendet werden. Ein Sitz der Gruppe 1 (ca. neun Monate bis vier Jahre) kommt etwa drei Jahre lang zum Einsatz und ist dann bereit für eine zweite Runde, die ebenfalls noch einmal drei Jahre dauern darf.

  • Alle Kindersitze

Kindersitz: Sicherheit für die Kleinen während der Fahrt

Welcher Kindersitz ist der beste?

Durch einen Kindersitz erhöht sich die Sicherheit für die jungen Beifahrer enorm. Ohne diesen könnte der Sicherheitsgurt nicht korrekt angelegt werden und das Kind im schlimmsten Falle gar strangulieren, wenn es zu einem Unfall kommt.

Daher besteht die Pflicht, die Sprösslinge bis zu einem Alter von 12 Jahren bzw. einer Größe bis 1,50 m zumindest mit einer Kindersitzerhöhung im Auto zu transportieren. Der Autositz für Kinder ist also eine Anschaffung, die notwendig ist.

Daher stellen sich viele Betroffene die Frage, welcher Kindersitz für das Auto geeignet ist und wie sie die Nachkömmlinge möglichst sicher und komfortabel transportieren können. Den besten Kindersitz ausfindig zu machen, fällt dabei gar nicht so leicht.

Es kommt immer auf die individuellen Umstände und Kriterien an. Ohne diese kann keine Aussage darüber getroffen werden, welcher Kindersitz im Auto besonders empfehlenswert ist. Im Folgenden gehen wir auf einige Besonderheiten ein, die eine Rolle in der Beurteilung von einem Kindersitz als „gut“ oder „schlecht“ spielen.

Ein Autokindersitz sollte unbedingt angeschafft werden, wenn Sie Ihre Kleinen mit dem Fahrzeug transportieren möchten. Dadurch erhöhen Sie die Sicherheit enorm. Welches Modell dabei das richtige ist, hängt immer von den individuellen Umständen ab und kann nicht pauschal angegeben werden.

Autositze für Kleinkinder und Babys

Als Kindersitz für ein Baby kommt die sogenannte “Babyschale” zum Einsatz.

Grundsätzlich gilt, dass Babys in den ersten drei Monaten des Lebens, wenn überhaupt, nur auf Kurzstrecken in einem Fahrzeug transportiert werden sollten. Ist eine Autofahrt mit dem Neugeborenen unumgänglich, kommen die sogenannten Babyschalen zum Einsatz.

Wenn Sie eine solche erwerben möchten, sollten Sie verschiedene Modelle in Ihrem Fahrzeug testen. Denn bei jedem Kfz können Gurtlänge oder die Gestaltung der Sitze variieren, sodass Sie ein Modell wählen sollten, welches perfekt zu den Bedingungen in Ihrem Wagen passt.

Babyschalen werden dabei immer entgegen der Fahrtrichtung im Pkw platziert. Während der Fahrt ist es zudem wichtig, dass sich das Kleinkind nicht in einer liegenden Position befindet. Durch einen sogenannten Dreipunktgurt wird die Babyschale im Fahrzeug befestigt.

Dieser Schritt ist von großer Bedeutung beim Einbau der Transporthilfe. Wird der Gurt nicht korrekt angelegt, geht dies auf Kosten der Sicherheit des Babys. Lesen Sie also die Bedienungsanleitung vorab gründlich durch, um solche Fehler, die schwere Konsequenzen nach sich ziehen können, zu vermeiden.

Bedenken Sie: Durch die Mitnahme eines Babys in einer Babyschale wird dessen Wirbelsäule stark belastet. Sogar Beeinträchtigungen in der Entwicklung von Muskulatur und Skelett sind denkbar. Daher sollten Sie Fahrten mit einem Neugeborenen nur in äußerst dringenden Fällen und nicht über lange Strecken antreten.

Kindersitzschalen fürs Auto eignen sich nur für Babys bis zu einem Alter von maximal 18 Monaten und einem Gewicht von höchstens 13 Kilogramm. Sie können diese auf dem Beifahrer- oder Rücksitz platzieren.

Doch Vorsicht: Ersteres ist nur möglich, wenn Sie den Airbag an dem betreffenden Sitzplatz ausschalten können. Dieser könnte, wenn er auslöst, schwere Schäden beim Kind verursachen. Ist das Abstellen nicht möglich, bleibt nur der Transport auf der Rückbank.

Mitwachsender Kindersitz: Perfekt angepasst in jedem Alter

Mitwachsende Kindersitze drängen in den letzten Jahren immer mehr auf den deutschen Markt. Diese bieten den Vorteil, dass die Größe entsprechend dem Wachstum des Kindes angepasst werden kann und somit nicht bei jedem Wachstumsschub Ausgaben für einen neuen Kindersitz entstehen.

Im Wesentlichen bestehen diese Modelle aus zwei Teilen: Kopf- und Rückenstütze und Sitzerhöhung. Diese können entsprechend der Größe des Kindes angepasst werden. Ab einem Alter von circa vier bis sechs Jahren kann die Rückenlehne laut Herstellerangaben abgenommen werden, sodass nur noch die Autokindersitzerhöhung zum Einsatz kommt.

In Tests und Vergleichen schneiden mitwachsende Kindersitze allerdings nicht immer gut ab. Zu groß sei das Risiko von Sicherheitseinbußen. Einige der Modelle sind zudem zu klein für Kinder, die schon etwas größer gewachsen sind, als es ihrem Alter entspricht.

Eine eingebaute Sitzerhöhung im Kindersitz kann dazu beitragen, dass Sie Geld sparen, weil Sie nicht immer wieder einen neuen anschaffen müssen, wenn der Sprössling wächst. Allerdings sollten Sie hier genau überprüfen, ob diese Modelle ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten können.

Fürs Auto einen Kindersitz kaufen: Welche Größe ist angemessen?

Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) hat eine Einstufung in fünf Gewichtsklassen für Kindersitze festgelegt. Diese werden laut ECE-Regelung Nr. 44 wie folgt angegeben:

  • Klasse 0+: Gewicht unter 13 Kilogramm
  • Klasse I: Gewicht zwischen 9 bis 18 Kilogramm
  • Klasse II: Gewicht zwischen 15 bis 25 Kilogramm
  • Klasse III: Gewicht zwischen 22 bis 36 Kilogramm

Für den richtigen Kindersitz ist die Größe vom Sprössling entscheidend.

Bei dieser Darstellung lässt sich allerdings folgendes Problem ausmachen: Die Kinder wachsen nicht selten aus dem Kindersitz heraus, obwohl das Gewichtslimit noch nicht erreicht ist. Das heißt, dass der Autokindersitz dann zwar dem Gewicht, aber nicht mehr der Größe entsprechend ist.

Diesem Umstand wurde in einer weiteren Regelung Rechnung getragen. So trat am 9. Juli 2013 die ECE/UN-Regelung Nr. 129 in Kraft, welche sich an der Größe des Kindes orientiert. Auch hier wird eine Einteilung in unterschiedliche Klassen vorgenommen:

  • Klasse Q0: Geeignet für eine Größe bis zu 59 cm
  • Klasse Q1: Geeignet für eine Größe zwischen 60 und 74 cm
  • Klasse Q1.5: Geeignet für eine Größe zwischen 75 und 86 cm
  • Klasse Q3: Geeignet für eine Größe zwischen 87 und 104 cm
  • Klasse Q6: Geeignet für eine Größe zwischen 105 und 125 cm
  • Klasse Q10: Geeignet für eine Größe über 125 cm

An jedem Kindersitz kann anhand des Prüfsiegels abgelesen werden, ob die Normen erfüllt wurden und um welche Klasse es sich handelt. Dennoch sollten Sie nicht einfach blind einen Autokindersitz der jeweiligen Klasse kaufen, sondern diesen vorab entsprechend im Fahrzeug testen.

Wichtig: Ein Autositz für Kinder muss in Deutschland den Prüfnormen der ECE-R 44/04 oder ECE-R 129 entsprechen. Wobei letztere das Vorgängermodell in naher Zukunft komplett ablösen und somit zum geforderten Standard werden wird.

Kriterien für einen guten Kindersitz fürs Auto

Doch was macht nun eigentlich einen guten Kindersitz für das Auto aus? Zunächst muss die Sitzgelegenheit dem Alter, Gewicht und der Größe des zu transportierenden Sprösslings entsprechen. Dafür kommen im Grunde drei verschiedene Modelle in Betracht:

  • Babyschalen: Diese sind für Neugeborene bis zu einem Alter von maximal 18 Monaten vorgesehen. Sie werden stets entgegen der Fahrtrichtung platziert. Wichtig ist, dass Sie darauf achten, dass das Baby nicht in eine liegende Position gerät. Zudem ist unbedingt der Airbag auszustellen, wenn die Babyschale auf dem Beifahrersitz transportiert wird.
  • Kindersitz: Bei einem Kleinkind muss der Autositz mit Kindersitz ausgestattet werden. Die passende Größe können Sie der ECE-R 129 Norm entnehmen. Wichtig ist, dass keine Sitzgelegenheit gewählt wird, die für den Sprössling zu klein ist.
  • Sitzerhöhung: In einem Auto sollte die Kindersitzerhöhung erst zum Einsatz kommen, wenn eine Größe über 125 cm erreicht ist. Diese dient dann lediglich dazu, etwaige Größenunterschiede für das korrekte Anlegen vom Sicherheitsgurt auszugleichen und somit eine sichere Fahrt für den Nachwuchs zu garantieren.

Je nachdem, wie groß und wie alt Ihr Nachwuchs ist, können Sie aus diesen Optionen zur Kindersicherung während der Fahrt wählen. Lassen Sie sich beim Kauf Zeit und probieren Sie den Kindersitz aus.

Um die Suche nach dem richtigen Modell zu erleichtern, finden Sie in unserem Kindersitz-Vergleich einige Angebote, die mit guten Bewertungen versehen wurden.

Korrekte Nutzung vom Kindersitz für das Auto

Damit ein Kindersitz auch vollumfänglich der Sicherungsfunktion nachkommen kann, ist es wichtig, dass Sie diesen korrekt benutzen. Achten Sie also penibel auf die Vorgaben laut Gebrauchsanweisung.

Dabei sollten Sie vor allem prüfen, ob der Kindersitz richtig befestigt und der Sicherheitsgurt ordnungsgemäß angelegt ist. Dabei ist auch zu beachten, in welche Richtung ersterer ausgerichtet ist.

Kindersitz: Vorne oder hinten aufstellen?

Achten Sie bei Kindersitzschalen darauf, dass der Airbag ausgeschlatet sind, wenn Sie Ihr Baby auf dem Beifahrersitz transportieren.

Im Folgenden bieten wir Ihnen eine Übersicht, in welcher Richtung der Kindersitz in der jeweiligen Klasse laut ECE-Regelung Nr. 44 abzustellen ist:

  • Klasse 0+: nur entgegen der Fahrtrichtung
  • Klasse I: entgegen oder in Fahrtrichtung
  • Klasse II: entgegen und in Fahrtrichtung zulässig
  • Klasse III: entgegen oder in Fahrtrichtung

In § 35a Absatz 1 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) ist definiert, wann eine Babyschale auf dem Beifahrersitz genutzt werden darf:

Auf Beifahrerplätzen, vor denen ein betriebsbereiter Airbag eingebaut ist, dürfen nach hinten gerichtete Rückhalteeinrichtungen für Kinder nicht angebracht sein. Diese Beifahrerplätze müssen mit einem Warnhinweis vor der Verwendung einer nach hinten gerichteten Rückhalteeinrichtung für Kinder auf diesem Platz versehen sein. Der Warnhinweis in Form eines Piktogramms kann auch einen erläuternden Text enthalten. Er muss dauerhaft angebracht und so angeordnet sein, dass er für eine Person, die eine nach hinten gerichtete Rückhalteeinrichtung für Kinder einbauen will, deutlich sichtbar ist.

Eine Babyschale kann also nur auf dem Beifahrersitz platziert werden, wenn kein Airbag vorhanden oder dieser deaktiviert ist.

Um einen Kindersitz optimal und sicher im Auto befestigen zu können, gibt es die sogenannte „ISOFIX-Methode“. Es handelt sich um ein einfaches Befestigungssystem für den Kindersitz. Dieser wird über eine starre Verbindung an der Karosserie befestigt.

Dabei kommen zwei Haltebügel zum Einsatz, die sich im Spalt zwischen der Lehnen- und Sitzfläche befinden. In dieser Befestigung kann der Kindersitz verhakt werden. Dadurch ist sichergestellt, dass er während der Fahrt nicht verrutschen kann.

Gesetzliche Vorschriften für den Kindersitz

Da für Kinder im Auto der Sitz eine große Bedeutung und eine schützende Funktion hat, findet er auch in der Straßenverkehrsordnung (StVO) Erwähnung. In § 21 Absatz 1a StVO heißt es:

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c der Richtlinie 91/671/EWG des Rates vom 16. Dezember 1991 über die Gurtanlegepflicht und die Pflicht zur Benutzung von Kinderrückhalteeinrichtungen in Kraftfahrzeugen (ABl. L 373 vom 31.12.1991, S. 26), der zuletzt durch Artikel 1 Absatz 2 der Durchführungsrichtlinie 2014/37/EU vom 27. Februar 2014 (ABl. L 59 vom 28.2.2014, S. 32) neu gefasst worden ist, genannten Anforderungen genügen und für das Kind geeignet sind.

Mit den Rückhalteeinrichtungen sind Kindersitze gemeint. Diese sind also Pflicht für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, wenn diese nicht größer als 150 cm sind. Wird gegen diese Vorschrift verstoßen, erwarten den Fahrer Sanktionen gemäß Bußgeldkatalog.

Diese können folgendermaßen ausfallen:

  • Ein Kind nicht den Vorschriften entsprechend gesichert (beispielsweise keinen Kindersitz benutzt): 30 Euro Verwarngeld
  • …mehr als ein Kind: 35 Euro Verwarngeld
  • Nachwuchs ohne jede Sicherung befördert: 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg
  • … mehr als ein Sprössling: 70 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg

Sie gefährden bei einer Fahrt ohne Kindersitz also nicht nur Ihren Nachwuchs, sondern auch Ihren Kontostand und riskieren zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Daher ist dringend davon abzuraten, ohne Sicherung mit einem Kind zu fahren.

Gerade bei einem Unfall könnten die Folgen hier fatal sein und im schlimmsten Fall sogar zum Tode des Abkömmlings führen. Daher gilt an dieser Stelle: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Wird die Pflicht, einen Kindersitz zu nutzen, missachtet, können Bußgelder und Punkte in Flensburg folgen, wenn der Kfz-Fahrer im Rahmen einer Verkehrskontrolle erwischt wird.

Welcher Kindersitz ist fürs Fahrrad geeignet?

Auch für das Fahrrad kann ein Kindersitz genutzt werden.

Ein Kindersitz kann nicht nur bei einem Pkw genutzt werden. Auch für das Fahrrad bietet er die Möglichkeit, den Nachwuchs zu transportieren und sorgt somit für Mobilität, auch wenn kein Kfz vorhanden ist.

Hierbei ist es natürlich auch essentiell, dass die Kinder ausreichend gesichert sind. Dabei kann zwischen zwei Varianten gewählt werden: Front- und Hecksitz. Letzterer wird direkt am Gepäckträger montiert.

Grundsätzlich dürfen Kleinkinder ab einem Alter von neun Monaten auf einem Fahrrad-Kindersitz mitgenommen werden. Sie sollten allerdings bedenken, dass sich dadurch das Fahrverhalten des Rads ändern wird.

Es ist also immer höchste Vorsicht geboten, wenn Sie mit Ihrem Kleinen auf dem Fahrrad unterwegs sind. Schnallen Sie das Kind also entsprechend an und statten Sie es zusätzlich mit einem Helm aus. Somit können schwerwiegende Kopfverletzungen bei Unfällen verhindert werden.

Konnten wir Ihnen weiterhelfen? Dann bewerten Sie uns bitte: (44 Bewertungen, Durchschnitt: 4,30 von 5)
Loading…

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.