Babys nach der geburt

Babys 3. Woche

Ein Kind ist da – und mit ihm viele Fragen! netdoktor.at begleitet Sie Woche für Woche durch das erste Lebensjahr.

Stilldemenz

In der dritten Woche kehrt allmählich etwas Routine mit dem neuen Familienmitglied ein. Viele Mütter berichten aber von Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, umgangssprachlich auch „Stilldemenz“ genannt. Wahrscheinlich ist die schwächelnde Gedächtnisleistung schlicht das Resultat des unregelmäßigen Nachtschlafs.

Umso mehr sollten frischgebackene Mütter darauf achten, sich nach Möglichkeit auch untertags kurze Ruhe- und Entspannungsphasen zu gönnen. Diese lassen die Stilldemenz zwar nicht verschwinden, fördern aber in jedem Fall die Regeneration des Körpers. Deshalb sollte man sich für Tätigkeiten des Alltags möglichst viel Unterstützung holen.

Wochenfluss

Unmittelbar nach der Geburt des Kindes löst sich die Plazenta von der Gebärmutterwand. An dieser Stelle entsteht eine Wundfläche, die in den folgenden Wochen abheilt. Dieser Prozess ist bei jeder Frau mit Blutungen – dem sogenannten Wochenfluss – verbunden.

Sie können bis zu sechs Wochen anhalten und sind ein Zeichen für eine gute Wundheilung. Der Ausfluss ist zunächst noch blutig, wird dann bräunlich und zuletzt gelblich-weiß. Sowohl die Dauer als auch die Stärke des Wochenflusses kann von Frau zu Frau ganz unterschiedlich sein.

Gewicht

Die meisten Babys haben nun ihr ursprüngliches Geburtsgewicht wieder erreicht, ab jetzt nehmen sie stetig zu. In der dritten Lebenswoche ist durchschnittlich eine Gewichtszunahme zwischen 150 und 200 Gramm zu erwarten.

Viele Eltern beschäftigt nun die Frage, ob das Baby auch genug Muttermilch zu sich nimmt. Ein Patentrezept für die nötige Trinkmenge gibt es jedoch nicht – der individuelle Bedarf und die Anzahl der benötigten Trinkmahlzeiten variieren von Kind zu Kind. Grundsätzlich sollten Babys aber immer dann trinken können, wenn sie danach verlangen. Denn sie trinken immer so viel, wie sie gerade brauchen.

Koliken

Bauchschmerzen und Blähungen können dem Baby weiterhin zu schaffen machen. Es wird davon ausgegangen, dass die Koliken Ausdruck eines noch nicht ausgereiften Verdauungssystems des Kindes sind. Auch die Ernährungsweise der Mutter kann unter Umständen eine Rolle spielen: Über die Muttermilch aufgenommene Substanzen können sich möglicherweise negativ auf das Baby auswirken.

Körperhaltung

Die Körperhaltung des Babys verändert sich nun etwas. Arme und Beine sind nicht mehr wie zuvor in Embryonalstellung, sondern schon gestreckter. Auch die Kontrolle des Kopfes funktioniert schon besser. Hört oder sieht das Baby etwas Interessantes, dreht es den Kopf in die entsprechende Richtung. Die Nackenmuskulatur ist aber noch zu schwach, um den Kopf längere Zeit zu halten. Er muss also weiterhin beim Tragen gestützt werden.

Schlaf

Das Baby verbringt die meiste Zeit des Tages schlafend, die Wachphasen werden aber immer länger. Noch kann es nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden. Ein normaler Tag-Nacht-Rhythmus stellt sich erst später ein.

Interaktion

Auch das Interesse des Kindes an seiner Umgebung steigt. Die Gesichter von Mama und Papa hat es sich schon gut eingeprägt. Obwohl das Sehvermögen noch nicht voll ausgeprägt ist, kann es bekannte Gesichter von unbekannten gut unterscheiden.

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Aktualisiert am: 14.06.2019 | 10:00

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Amtswege vor und nach der Geburt

Mit der Geburt eines Kindes sind unterschiedliche Amtswege verbunden. Wir haben für Sie einen Leitfaden erstellt.

Alles okay nach der Geburt?

In den ersten Augenblicken nach der Geburt befreien sich die Atemwege des Babys durch seine ersten Atemzüge und vielleicht sogar einen kräftigen Schrei vom restlichen Fruchtwasser. Die Nabelschnur wird kurz über dem Nabel abgeklemmt und dann mit einer scharfen Schere durchschnitten – dem Kind tut dies nicht weh. Manchmal wird diese auch symbolisch wichtige Handlung dem frischgebackenen Vater angeboten.

Das Neugeborene wird durch die Hebamme oder den Frauenarzt, Ihre Frauenärztin kurz angesehen, ob ernsthafte Probleme vorliegen. Eventuell bekommt es Silbernitrattropfen in die Augen geträufelt zur vorsorglichen Behandlung einer möglicherweise vorliegenden Augeninfektion. Dazu wird aber Ihre Einwilligung eingeholt. Dann wird Ihnen das Kind für den ersten Hautkontakt auf den Bauch gelegt.

Wenn die Nachgeburtsphase abgeschlossen ist, können Sie sich etwas erholen und frisch machen, während Ihr Kind gewogen, gemessen und vor allem untersucht wird: In drei sogenannten Apgar-Tests wird der Gesundheitszustand des Neugeborenen eine, fünf bzw. zehn Minuten nach der Geburt beurteilt.

Dann wird das Baby gewaschen, aber die Käseschmiere (Vernix caseosa) wird meist auf der Haut belassen bzw. einmassiert. Ihr Kind wird behutsam abgetrocknet, in ein warmes Tuch gewickelt und wieder zu Ihnen gebracht, damit Sie die Kennenlernphase dort fortsetzen können, wo Sie kurz nach der Geburt aufgehört haben. Legen Sie Ihr Baby an die Brust, es wird aktiv nach der Brustwarze suchen. Auch wenn der Milcheinschuss noch nicht eingesetzt hat: Die Vormilch ist besonders wertvoll für das Neugeborene. Wir geben Ihnen viele wertvolle Tipps rund ums Stillen!

Jetzt haben Sie auch Gelegenheit, sich Ihr Baby zum ersten Mal gründlich anzusehen. Wenn Sie am Aussehen Ihres Kindes etwas bemerken, was Sie beunruhigt oder Ihnen ungewöhnlich erscheint, können Sie sofort die Hebamme, die Frauenärztin oder den Frauenarzt danach fragen.

Später wird man mit Ihnen in Ruhe die nachfolgenden Untersuchungen des Kindes, spezielle Untersuchungen auf angeborene Stoffwechselstörungen und empfehlenswerte Impfungen besprechen. Auch die vorsorgliche Gabe von Vitamin K wird mit Ihnen erörtert. Falls Sie eine Beschneidung bei Ihrem Sohn wünschen, sollten Sie das mit dem Kinderarzt, der Kinderärztin besprechen.

Häufige Fragen zum Thema

Müssen unbedingt alle Neugeborenen an den Augen mit dieser Silbernitratlösung behandelt werden? Ich habe gehört, dass das sehr schmerzhaft sein soll.

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist nicht selten bei Neugeborenen – jedes zehnte hat schon bald verklebte Augen Sollte Ihr Kind in den ersten Lebenstagen eine eitrige Bindehautentzündung bekommen, wird sofort der Erreger bestimmt und dann gezielt mit antibiotischer Augensalbe behandelt.

… vollständige Antwort lesen Können Neugeborene schon farbig sehen oder nur schwarz-weiss?

Eine eindeutige Antwort auf Ihre Frage haben wir nicht gefunden.

Allerdings ist inzwischen durch Untersuchungen an Neugeborenen bekannt, dass sie nicht nur auf verschiedene Muster, sondern auch auf unterschiedliche Farben reagieren. Sie bevorzugen stark kontrastierende Farben, grössere Flächen und…

vollständige Antwort lesen Unser 2 Tage altes Baby hat ganz krumme Beine und die Füsse sind stark nach innen gebogen (Knickfuss). Ist das normal?

Die Bein- und Fussstellung bei Neugeborenen ist normalerweise ziemlich krumm – das liegt an den engen Platzverhältnissen vor der Geburt.

Trotzdem kann der Kinderarzt schon sehr früh erkennen, ob eine Fussfehlbildung oder Fehlstellung, also z.B. ein echter Knickfuss vorliegt, der sich nicht von…

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Letzte Aktualisierung : 04-11-19, BH

Nach der Geburt – die erste Zeit mit dem Baby

Maria Sahlin arbeitet seit 18 Jahren als Hebamme und liebt ihre Arbeit.

„Ich kann bei dem größten Ereignis des Lebens dabei sein und dieses teilen – die Geburt eines Kindes“, sagt Maria. „Und danach begleite ich die frischgebackenen Eltern in der ersten Zeit nach der Geburt. Das ist ein Geschenk.“

Sie beschreibt, wie die ersten 48 Stunden nach einer Entbindung normalerweise aussehen:

„Geboren zu werden ist wohl das Anstrengendste, das wir in unserem Leben mitmachen müssen. Im Bauch ist es warm und dunkel, das Kind liegt geschützt im Wasser und der beruhigende Herzschlag der Mutter ist gut und deutlich zu hören.

Im Bauch ist das Kind immer satt und muss sich nicht anstrengen, um zu essen. Sobald das Baby geboren ist, hört das Selbstverständliche und Sichere auf. Und diese Umstellung ist enorm. Von diesem Augenblick an muss dein neugeborenes Kind nicht nur selbst atmen, sondern auch die Körpertemperatur halten und selbst essen. Das kann dazu beitragen, dass das Baby unruhig ist und nur schwer zur Ruhe kommt.“

Der erste Kontakt nach der Geburt

Direkt nach der Entbindung ist das Baby etwa zwei Stunden lang wach. Jetzt geschieht der erste Kontakt mit euch, den Eltern. Das Neugeborene fühlt sich am besten, wenn es jetzt Hautkontakt spürt, vor allem mit der Mutter. Das beruht auf mehreren Faktoren.

Babys halten ihre Körpertemperatur am besten, wenn sie Haut auf Haut liegen. Es hat auch gute Effekte für die Mama, wenn das Kind anfängt, gegen ihre Brüste zu puffen.

Neugeborene Babys fühlen sich am wohlsten, wenn sie nach der Geburt Haut auf Haut mit Mama oder Papa liegen.Foto: Johnér

Das setzt das so genannte Wohlfühlhormon Oxytocin frei. Es öffnet die Sinne der frischgebackenen Mutter und hilft bei der Produktion der Muttermilch. Außerdem zieht es die Gebärmutter zusammen. Nach einigen Stunden schläft das Neugeborene ein und schläft tief und fest.

Neugeborene können viele Stunden lang schlafen

Ihr seid jetzt Eltern geworden und ward wahrscheinlich viele Stunden lang wach. Doch plötzlich seid ihr überhaupt nicht mehr müde! Das liegt daran, dass ihr gerade einen der größten Augenblicke eures Lebens erlebt habt und voll damit beschäftigt seid, das kleine Wunderwerk zu bestaunen.

Plötzlich seid ihr überhaupt nicht mehr müde.

Wenn das Kind normal groß ist und nach der Geburt ein wenig Milch bekommen hat, kann es viele Stunden lang schlafen. Manchmal schläft es bis zu 24 Stunden lang durch, was ganz normal ist.

Anderer Tagesrhythmus im Bauch

Am zweiten Lebenstag des Kindes sieht das dann oft ganz anders aus. Im Prinzip sind alle Kinder in dieser ersten Wachperiode unruhig. Das Baby möchte viel an der Brust trinken, der erste Stuhlgang erfolgt und es fällt dem Baby sehr schwer, zur Ruhe zu kommen.

Und gleichzeitig trifft die Eltern die Müdigkeit wie ein Keulenschlag. So viele Dinge im Zusammenhang mit der Geburt hat sich die Natur sehr sinnreich ausgedacht. Doch dass die Neugeborenen in einem anderen Tagesrhythmus geboren werden als dem der Eltern, ist nicht so geschickt.

Versucht, euch auszuruhen und zu schlafen, wenn das Kind schläft.

Diese Wachperiode mit längeren Schreiphasen trifft außerdem häufig abends gegen 22 Uhr ein. Der Säugling folgt dabei dem Wachrhythmus aus dem Bauch. Fast alle Babys sind im Bauch spät abends und in der Nacht besonders wach. Warum das so ist, weiß man nicht genau.

Tragt euer Neugeborenes nahe am Körper

In dieser Phase fühlen sich die meisten jungen Eltern ausgepumpt und kraftlos. Das ist kein Wunder. Es ist anstrengend und manchmal hart, wenn die neugeborenen Babys nicht so viel schlafen, wie man geglaubt hat, und das zu anderen Zeiten, als man erwartet hat. Doch ist es wichtig zu verstehen, dass dies ganz normal ist.

Eine Geburt durchzumachen und in ein Leben außerhalb der Gebärmutter geboren zu werden, bedeutet für das Neugeborene eine große Umstellung, physisch wie psychisch.

Mein Rat an alle frischgebackenen Eltern ist, ihr Kind nahe am Körper zu tragen und Haut auf Haut mit Mama oder Papa zu legen, wenn es wach ist. Versucht selbst, euch auszuruhen und zu schlafen, wenn das Kind schläft. Das wird euch Kraft und Stärke geben, um die erste Zeit mit dem Baby durchzustehen.“

Entwicklungskalender: 1. Monat

Tragen schult die Motorik

Eine große Rolle bei der Kommunikation mit Ihrem Baby spielt der Blickkontakt. Indem Sie seinen Blick auf sich lenken, können Sie sich mit ihm verständigen. Kurz nach der Geburt nimmt Ihr Kind seine Umgebung allerdings nur unscharf wahr. Scharf sehen kann es am besten in einem Abstand von 20 bis 30 Zentimetern. „Diese Distanz nehmen Eltern ohnehin automatisch ein, wenn sie sich mit ihrem Baby verständigen möchten“, sagt Krombholz. „Wahrscheinlich ist das genetisch so vorgesehen.“

Eine weitere, eher amüsante Reaktion mancher Babys: Wenn Sie ihm die Zunge herausstrecken, macht es Ihnen das vielleicht nach. „Dies zeigt, dass bereits Neugeborene die Fähigkeit besitzen, eine bestimmte Mimik nachzuahmen“, sagt Krombholz.

Achtung: Die Halsmuskulatur Ihres Kindes ist noch zu schwach, um den schweren Kopf halten zu können. Deshalb sollten Sie das Köpfchen immer abstützen, um ein ruckartiges Zurücksinken zu verhindern. Außerdem helfen Sie ihm so auch, sich in der Senkrechten zu orientieren. „Ideal ist es, wenn Eltern ihr Kind von Anfang an viel auf dem Arm oder im Tragetuch tragen, mit ihm sprechen und es berühren“, sagt Krombholz. „Das beruhigt und fördert es gleichzeitig.“ Beim Tragen mache es die Bewegungen des Erwachsenen mit und schule so bereits seine Motorik.

Ob Ihr Baby sich gut entwickelt, prüft der Arzt bei den Vorsorgeuntersuchungen. Die sogenannte U1 fand schon unmittelbar nach der Geburt statt. Mit dem Apgar-Test wurde der Zustand des Neugeborenen beurteilt. Bei der U2 wird das Baby drei bis zehn Tage nach der Geburt einmal komplett durchgecheckt – darunter auch die Reflexe und sein Gehör.

Babys 1. Monat

Babys 1. Monat – körperliche Entwicklung

Neugeborene wachsen sehr schnell. Trotzdem verlieren sie nach der Geburt zunächst Gewicht. Kein Grund zur Sorge! Dabei handelt es sich vor allem um das in der Haut eingelagerte Fruchtwasser. Außerdem entleert sich der Darm von dem ersten Stuhl.

Wenn der größte Gewichtsverlust zwischen dem vierten und sechsten Lebenstag überwunden ist, geht die Neugeborenen-Entwicklung im ersten Monat stetig voran. Um ausreichend Fettpolster auszubilden, nehmen Babys im ersten Monat wöchentlich bis zu 200 Gramm zu. Aber auch die Körperlänge und der Kopfumfang vergrößern sich rasant. Im ersten Monat wachsen Babys durchschnittlich um fünf Zentimeter. Der Kopfumfang vergrößert sich um rund drei Zentimeter.

Motorik und Reflexe

Neugeborene sind Reflexwesen. Die Reflexe dienen dem Schutz des kleinen Neuankömmlings. Manche kann man schon vor der Geburt im Ultraschall beobachten. Beispielsweise, wenn der Nachwuchs im Bauch munter am Daumen lutscht und so den Saugreflex vorführt.

Im ersten Monat verfügt das Baby über folgende Reflexe:

Saugreflex: Das Baby umfängt die Brustwarze mit den Lippen und erzeugt durch Zurückziehen der Zunge einen Unterdruck.

Suchreflex: Berühren Sie die Wange des Neugeborenen, wendet es sich sofort in die entsprechenden Richtung. Mit weit geöffnetem Mund sucht es nach der Nahrungsquelle.

Moro-Reflex: Diesen Reflex kennen die meisten frisch gebackenen Eltern, denn er hält kleine Babys gerne wach. Erschreckt sich Ihr Baby und wacht auf oder versuchen Sie, es ins Babybettchen herunterzulegen, streckt es ruckartig die Arme seitlich aus. Dieser „Klammerreflex“ sorgt im Tierreich dafür, dass sich der Nachwuchs am Muttertier festhalten kann.

Greifreflex: Alles was die Handinnenflächen berührt, lässt den Knirps automatisch die Hände schließen. Bereits ein ein Monate altes Baby kann damit Gegenstände oder auch Finger fest umschließen.

Schreitreflex: Kaum ist das Baby auf der Welt, möchte es schon losmarschieren. Dahinter steckt der Schreitreflex. Wird das Neugeborene unter den Schultern gehalten und verspürt es unter den Füßen einen festen Untergrund, beginnt es voran zu „laufen“.

Babys erster Monat ist grobmotorisch gesehen recht unspektakulär. Neugeborene liegen so, wie sie gebettet werden. Sie bewegen sich kaum von der Stelle. Der Beginn feinmotorischer Handlungen ist der Greifreflex, der sich zum gezielten Greifen weiterentwickelt.

Die Entwicklung der Sinne

Babys kommen bereits mit einem entwickelten Geruchs-, Geschmacks-, Tast- und Hörsinn auf die Welt. Besonders gut sehen können sie jedoch nicht. In den nächsten Monaten wird die Sicht deutlich klarer. Ein Baby im ersten Monat reagiert bereits auf äußere Reize und kann sich ihnen zuwenden. Eine Rassel oder ein Glöckchen am Ohr erregen seine Aufmerksamkeit.

Auch der Gleichgewichtssinn ist dank des dafür zuständigen Teils im Innenohr voll funktionsfähig. Bereits in Babys erstem Monat ist der Temperatursinn stark ausgeprägt. Ist es zu kalt, reagieren Babys mit einem vermehrten Bewegungsdrang und zappeln. Zudem reagieren Säuglinge auf Berührungen. Wie differenziert sie diese jedoch wahrnehmen, darüber sind sich Experten bisher nicht einig.

So entwickelt sich das Immunsystem Ihres Babys

Das Immunsystem, das Gehirn und der Energiestoffwechsel sind zentrale Bausteine der Gesundheit Ihres Kindes. Und über die Ernährung können Sie schon heute die Grundlagen für die gesunde Zukunft Ihres Babys legen. Denn in den ersten 1.000 Tagen, dem Zeitfenster von der Befruchtung bis zum 2. Geburtstag Ihres Kindes, findet das rasanteste Wachstum dieser wichtigen Systeme seines Organismus statt. Lesen Sie hier mehr zur Entwicklung des Immunsystems in den ersten 1.000 Tagen.

Ein starkes Immunsystem ist wichtig für Ihr Kind. Denn ein kräftiges Immunsystem kann Menschen dabei helfen, diverse Krankheitserreger zu bekämpfen, einen Krankheitsausbruch zu verhindern oder Krankheitssymptome zu mildern beziehungsweise den Krankheitsverlauf zu verkürzen. Ein starkes Immunsystem gehört zu den Bausteinen des Organismus, die sich erst schrittweise aufbauen müssen, denn es hängt unter anderem eng mit dem Heranreifen des Darms zusammen. So ist das Immunsystem Ihres Babys im Mutterleib und kurz nach der Geburt noch nicht vollständig ausgebildet und nicht in der Lage, effektiv Krankheitserreger zu bekämpfen. Das bedeutet aber nicht, dass sie Viren, Bakterien und Allergieauslösern schutzlos ausgesetzt sind. Das Ungeborene und der Säugling sind jedoch auf die Schutzfunktion der mütterlichen Antikörper angewiesen (sog. Nestschutz): Seit etwa Mitte der Schwangerschaft hat das Ungeborene über die Plazenta Antikörper der Mutter aufgenommen. Diese Immunstoffe bieten dem Säugling in den ersten Lebensmonaten Schutz vor all jenen Infektionskrankheiten, die die Mutter selbst durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft wurde. Stillkinder nehmen überdies mütterliche Antikörper über die Milch auf, die sie zusätzlich schützen. Der Nestschutz (auch Leih-Immunität oder passive Immunität genannt) hält bis zum 4. bis 6., maximal bis zum 9. Lebensmonat vor.

Sind die mütterlichen Abwehrstoffe abgebaut, ist das Immunsystem des Babys auf sich allein gestellt. Es muss selbstständig Antikörper produzieren und sich die charakteristischen Eigenschaften diverser Erreger merken, damit es im Ernstfall richtig reagieren und die passenden Abwehrstoffe bilden kann. Dies erlernt die kindliche Immunabwehr etwa im 4. Monat über Kontakte mit den Erregern z.B. durch eine Infektion. Ärzte sprechen dabei vom „immunologischen Gedächtnis“, dem Erinnerungsvermögen des Immunsystems. Es sorgt für eine stärkere Abwehrreaktion bei einer erneuten Begegnung mit dem gleichen oder einem ähnlichen Erreger. Ein Effekt, den sich die Medizin bei den Schutzimpfungen zunutze macht.

In dieser Phase ist Ihr Baby noch immer durch Muttermilch geschützt. Spätestens ab dem 6. Lebensmonat wird diese Schutzfunktion aber auch durch die Beikost Ihres Kindes übernommen. Und bis zum vollendeten 2. Lebensjahr Ihres Kindes ist eine gesunde Ernährung weiterhin entscheidend, damit sich zum Beispiel eine intakte Darmflora aufbauen und es schrittweise seine natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Infektionen ausbilden kann.

Erstausstattung fürs Baby

Erstausstattung für den Krankenhausaufenthalt

Nach der Geburt ist das Baby zunächst meist im Krankenhaus mit Wäsche, Kleidung, Windeln und allem, was es in den ersten Lebenstagen braucht, ausgestattet. Daher ist eine Grundausstattung – die vor allem für den Heimweg benötigt wird – völlig ausreichend:

  • Zwei Bodys in Größe 56-62,
  • zwei Unterhemden in Größe 56-62,
  • ein weiches, langes Baumwollhöschen in Größe 56-62,
  • zwei Paar Socken,
  • je nach Jahreszeit eine Mütze und Jacke für den Heimweg,
  • eine Spieluhr,
  • Spucktücher,
  • einen Beruhigungsschnuller in Kirschform und
  • eine Transportschale für das Auto.

Baby-Erstausstattung: Diese Dinge brauchen Sie wirklich

Erstausstattung für die Ernährung

Ein Baby, das gestillt wird, braucht eine andere Ausstattung als ein Baby, das mit dem Fläschen ernährt wird.

Stillen

Entscheidet sich eine Frau, ihr Baby zu stillen, trägt sie das Wichtigste bereits bei sich. Zusätzlich ist es ratsam, Folgendes zu besorgen:

  • Zwei Still-BHs,
  • Stilleinlagen,
  • bei Bedarf eine Pumpe zum Absaugen der Milch und
  • bei Bedarf ein Stillkissen, um es sich beim Stillen gemütlich zu machen.

Flaschenernährung

Für die Flaschenernährung wird neben der Ersatznahrung folgendes Zubehör benötigt:

  • Sechs bis acht Flaschen und Sauger,
  • Sterilisiergerät,
  • Flaschenbürsten und
  • eventuell einen Flaschenwärmer.

Die erste Kleidung

Beim Kauf von Kleidung ist es ratsam, darauf zu achten, dass die Kleidungsstücke leicht zu handhaben sind: Für Bügeln und Handwäsche bleibt in der ersten Zeit mit dem Baby meist keine Zeit. Zudem ist Kleidung aus Naturfasern empfehlenswert, die die Haut nicht reizt und in der das Baby weniger schwitzt. Für die Erstausstattung benötigen Sie folgende Kleidungsstücke:

  • Sechs Flügelbodys, die vorn geschlossen werden, in Größe 56-62,
  • sechs Flügeljacken in Größe 56-62,
  • zwei lange weiche Baumwollhöschen in Größe 56-62,
  • ein bis zwei dünne Baumwollmützen,
  • vier Paar Socken,
  • drei bis vier Babyschlafanzüge,
  • ein Babyschlafsack,
  • zwei Lätzchen und
  • eine Jacke und dickere Mütze zum Ausgehen.

Genialer Lifehack für Babystrampler

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Erstausstattung für die Wohnung

Das Baby benötigt in der ersten Zeit nicht viel Mobiliar. Soll das Baby sein Zimmer während der ganzen Kindheit bewohnen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Dekoration „mitwachsen“ kann. Es empfiehlt sich daher beispielsweise, dass Kinderzimmer zu streichen statt zu tapezieren.

In der Wohnung benötigen Sie:

  • Einen Wickeltisch mit gepolsterter, abwaschbarer Auflage und diversen Fächern zum Beispiel für Bodys und Windeln,
  • einen Windeleimer mit Deckel,
  • bei Bedarf eine Wärmelampe, die das Baby beim Wickeln warm hält,
  • ein Kinderbett mit Matratze oder eine Wiege,
  • dicke Gardinen oder Jalousien im Kinderzimmer, damit das Baby nicht vom Tageslicht geweckt wird,
  • eine Nachtlampe und
  • ein Babyfon.

Erstausstattung zur Körperpflege

Im Säuglingsalter werden zum Wickeln und Baden verschiedene Produkte benötigt, damit sich ihr Baby wohl fühlt.

Wickeln

Zunächst stehen Eltern vor der Entscheidung, ob sie sich für Wegwerf- oder Stoffwindeln entscheiden. Von dieser Entscheidung abhängig sind 70 Wegwerfwindeln oder 24 Stoffwindeln zur Erstausstattung des Babys notwendig. Zudem werden folgende Pflegeprodukte benötigt:

  • Sechs bis acht Waschlappen oder spezielle Wischtücher für Babys zum Reinigen und Trocknen des Pos,
  • vier bis sechs Handtücher als Auflage für die Wickelfläche,
  • bei Bedarf ein Pflanzenöl (beispielsweise Sonnenblumen- oder Jojobaöl),
  • eine Pocreme, die bei wunder Haut angewendet werden kann.

Bei Stoffwindeln müssen zusätzlich entsprechende Überhosen aus Wolle oder Microfaser, Sicherheitsnadeln oder Clips sowie ein zusätzlicher Windeleimer und Windelbehälter besorgt werden. Da Ihr Baby auch unterwegs gewickelt werden muss, ist die Wickeltasche eine praktische Anschaffung.

Baden

Bis zu einem Alter von drei Monaten ist es ratsam, auf Seifen und Badeprodukte zu verzichten. Klares Wasser reicht zum Waschen völlig aus. Babyöl und Feuchtigkeitspflege sind nur bei trockener und fleckiger Haut zu empfehlen. Für das Babybad wird Folgendes benötigt:

  • Große Schüssel, eine Babybadewanne oder ein Badeeimer,
  • ein Badethermometer,
  • zwei große Babyhandtücher mit eingearbeiteter Kapuze sowie
  • bei Bedarf ein Pflanzenöl ohne Zusätze für das Badewasser oder eine anschließende Massage.

Unterwegs

Je nach Vorliebe kann ein Baby in einem Tragetuch, Tragesack und Tragebeutel getragen oder in einem Kinderwagen geschoben werden. Zusätzlich wird eine Babytransportschale mit TÜV-Siegel für die Fahrt mit dem Auto benötigt.

Erstausstattung Baby als Checkliste:Liste als PDF-Datei zum Herunterladen und Ausdrucken

Erstausstattung Baby beantragen

So eine Erstausstattung fürs Baby kann ganz schön ins Geld gehen. Das spüren vor allem werdende Eltern mit geringem oder keinem Einkommen. Dabei gibt es diverse Hilfen, die in Anspruch genommen werden können.

Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) können beim Jobcenter ihre Erstausstattung fürs Baby beantragen. Das ist ab der zwölften Schwangerschaftswoche möglich. Das Jobcenter zahlt sogar keinen Mehrbedarf für Umstandskleidung aus. Dazu kommen die Erstausstattung fürs Baby, des Kinderzimmers und für den Kinderwagen. Bezieher von Sozialhilfe können ihre Zuschüsse für die Erstausstattung fürs Baby beim Sozialamt beantragen.

Finanzielle Unterstützung gibt es ausserdem von Stiftungen, allen voran von der Bundesstiftung Mutter und Kind: Hier werden ergänzende Hilfen relativ schnell und oft auch unbürokratisch gewährt. Wo genau Sie Hilfen für die Erstausstattung Ihres Babys beantragen, erfahren Sie bei den jeweiligen Stiftungen. Auch kirchliche Beratungsstellen und Stiftungen gewähren manchmal finanzielle Unterstützung – auch bei der Erstausstattung.

Kosten & Tipps zum Sparen

Bei der Erstausstattung kommen auf werdende Eltern einige Kosten zu, gerade wenn das erste Kind unterwegs ist und alles neu angeschafft werden muss. Wie hoch die Kosten liegen, ist dabei sehr unterschiedlich, da die Preisspannen für die einzelnen Artikel sehr groß sind. Ein Tipp, um bei der Erstausstattung zu Sparen, ist auf Second-Hand-Ware zurückzugreifen. Es gibt fast überall regelmäßig Flohmärkte für Baby- und Kinderkleidung, die sehr gut erhalten und günstig ist. Zudem bietet gebrauchte Kinderkleidung den Vorteil, dass sie meistens bereits oft genug gewaschen wurde, sodass keine Schadstoffe mehr – wie oft in Neuware – enthalten ist. Auch Kinderwagen und Möbel können gebraucht erworben werden. Vorsicht geboten ist lediglich bei Kindersitzen und Matratzen, denn beides sollte tatsächlich neu angeschafft werden.

5 Schlafempfehlungen für Babys

Nach der Geburt: Was braucht das Kind?

Bereits vor der Geburt sollten sich Eltern die Erstausstattung für das Baby zulegen. Es ist auch sinnvoll, über eventuelle Vitamingaben kurz nach der Geburt nachzudenken. So spart man sich die Belastung durch wichtige Entscheidungen kurz nach der Entbindung.

Vitamine nach der Geburt

Ärzteverbände empfehlen, schon Babys ab der ersten Lebenswoche Vitamin D-Tabletten zu geben. Kinder, die gestillt werden, haben in den ersten Wochen zusätzlich einen Vitamin-K-Mangel. Dieser kann in seltenen Fällen zu einer starken Blutungsneigung führen. Daher können Neugeborene im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U3 eine Vitamin K-Prophylaxe bekommen. Fachverbände empfehlen diese Prophylaxe, wenngleich mögliche Nachteile einer solchen Gabe nicht abschließend geklärt sind. Eltern treffen ihre Entscheidung am besten in Ruhe vor der Geburt im Gespräch mit dem Frauenarzt oder der Frauenärztin.

Zur Grundausstattung gehören jeweils mindestens zwei Strampler, Wickelbodys und je nach Jahreszeit Pullis oder Shirts. Auch im Sommer sollten Babys Söckchen tragen und eine dünne Mütze, die vor Kälte und Sonneneinstrahlung schützt. Für Winterkinder empfiehlt sich ein Babyoverall. Am besten ist stets Kleidung aus Naturfaser wie z.B. Baumwolle.

Wickeln und Körperpflege

Neben Windeln in der kleinsten Größe brauchen Eltern zu Beginn mehrere weiche Waschlappen, Wundschutzcreme und eventuell Feuchttücher. Ein Windeleimer sorgt dafür, dass es nicht so streng riecht. Anstelle einer eigenen Wickelkommode kann man auch einen Wickelaufsatz benutzen. Statt einer Babybadewanne reicht anfangs das Waschbecken. Pflegeprodukte sollten kein Parfum und keine Konservierungsstoffe enthalten.

Schlafrituale

Ein regelmäßiger Tagesablauf hilft dem Kind, Tag und Nacht zu unterscheiden und sich geborgen zu fühlen. Auch wenn das Kind anfangs noch kein eigenes Zimmer hat: Ein eigenes Kinderbettchen sollte vorhanden sein. Ein Schlafsack statt einer Babydecke senkt das Erstickungsrisiko oder das Risiko des „Plötzlichen Kindstods“.

Füttern und Stillen

Wird das Kind gestillt, bekommt es automatisch alle Nährstoffe, die es braucht. Wer nicht Stillen möchte oder kann, kann sich von der Hebamme über geeignete Anfangsnahrung für Babys beraten lassen. Ob das Wasser aus der Leitung zur Zubereitung geeignet ist, erfährt man auf der Internetseite der Berliner Wasserbetriebe.

Eingewöhnung als Familie

Nicht nur für die jungen Eltern ändert sich in den ersten Tagen nach der Geburt vieles. Auch das Neugeborene muss sich an seine neue Umgebung gewöhnen. Die Eltern sollten daher für möglichst viel Ruhe sorgen. Je intensiver sie sich zu Beginn mit ihrem Kind befassen, desto schneller lernen sie seine Signale zu verstehen und entsprechend zu reagieren.

Informationen zur Kindergesundheit

Informationen und nützliche Tipps rund um die Kindergesundheit gibt es im Internet auf berlin.de, der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie der Kinder- und Jugendärzte im Netz, wo auch nach Kinderärzten und Kinderärztinnen in der Nähe gesucht werden kann. Wird das Kind in der Nacht oder am Wochenende krank, hilft der Kinderärztliche Bereitschaftsdienst.

Materialien und Dokumente

Jetzt ist das Baby da!

Sie haben es geschafft – Ihr Baby ist da und dazu gratulieren wir Ihnen herzlich!

Ein großartiges Wunder ist geschehen: Sie haben einem Kind das Leben geschenkt. Ihrem Kind! Es wuchs in Ihnen heran und kam durch Ihre enorme Kraftanstrengung zur Welt. Und jetzt ist es da, liegt nackt in Ihren Armen und will von Ihnen geliebt werden. Tränen der Rührung und Dankbarkeit zeigen, wie tiefgreifend Sie diese Erlebnisse empfinden.

Nachdem Ihr Baby vom Vater voller Liebe und Stolz gewickelt und angezogen wurde, haben Sie viel Zeit, Ihr Kind lieb zu begrüßen, es warm zu halten und zu bestaunen. Nutzen Sie dieses erste zärtliche Kennenlernen! Es ist für Sie und Ihr Kind von größter seelischer Bedeutung. Genauso wie das Stillen, das meistens ganz problemlos klappt, wenn Sie Ihr Baby gleich nach der Geburt zum ersten Mal anlegen. Lassen Sie sich dabei ruhig von der Hebamme helfen. Sie hat schon vielen Babys und Mamis gezeigt, wie’s geht! Vielleicht wundern Sie sich darüber, dass Ihr Baby nicht direkt nach der Geburt gebadet wird. Doch das ist zum Glück für die kleinen Erdenbürger „aus der Mode” gekommen. Denn auch ein ausgesprochen wohltemperiertes Badewasser und ein warmer Kreißsaal können nicht verhindern, dass das Baby beim Baden auskühlt. Auch die sog. Käseschmiere wird heute nicht mehr als „Schmutz” weggewaschen, sondern darf als natürlicher Schutz vor Austrocknung auf der empfindlichen Babyhaut verbleiben.

Die ersten Tage mit dem Baby – viel Glück und Tränen

Frauen, die ein Baby erwarten, denken mehr über ihre Gesundheit nach als andere – und das ist gut so! Schließlich gibt es so manches, was werdende Mütter beachten sollten: Verzichten Sie jetzt aus Liebe zum Kind in jedem Fall auf Nikotin, Alkohol und nehmen Sie Medikamente nur nach Absprache mit Ihrem Arzt. Denn diese Stoffe können die gesunde körperliche und geistige Entwicklung Ihres Babys bereits im Mutterleib stark beeinträchtigen.

Kopf hoch – es wird wieder besser!

Was können Sie tun, um aus diesem Tief wieder herauszukommen?

  • Pflegen Sie sich! Gewaschene Haare, etwas Rouge auf den Wangen, eine Hose, die passt – schon sieht nicht nur die junge Mutter, sondern auch die Welt wieder anders aus!
  • Gehen Sie spazieren – frische Luft tut Mami und Baby gut!
  • Statt auf den verbliebenen Bauch zu sehen – machen Sie kräftig mit bei der Rückbildungsgymnastik und behalten Sie die Übungen unbedingt auch zu Hause bei!
  • Konzentrieren Sie sich aufs Stillen und freuen Sie sich über das rundum zufriedene Baby, das satt und glücklich an Ihrer Brust einschläft. Wenn Sie in der Klinik nicht genügend Anleitung bekommen, besorgen Sie sich ein Stillbuch und nehmen Sie wieder Kontakt zu Ihrer Hebamme auf.

Nicht alle Mütter verspüren sofort nach der Geburt jene tiefe Zuneigung zu ihrem Kind, von der sie in schwangeren Tagen geträumt haben. Andere hingegen sind vom ersten Augenblick an „total verknallt”. Wie kommt das? Heute weiß man, dass die Gefühlswelt der Mutter gerade in dieser Zeit durch Hormone stark beeinflusst wird. Dazu kommt das Erlebnis der Geburt selbst, das auch dann, wenn’s relativ leicht und schnell ging, ungemein dramatisch ist und erst einmal psychologisch verarbeitet werden muss. Jetzt also wegen mangelnder Mutterliebe ein schlechtes Gewissen zu haben, ist nicht angebracht. Gönnen Sie sich und Ihrem Kind viel Zeit für Zärtlichkeit, für Körperkontakt und Körpernähe. Das stellt die Weichen für eine innige Beziehung und ein liebevolles Miteinander.

Babypflege – Zeit für Zärtlichkeit

Nehmen Sie sich immer viel Zeit für die Babypflege. Doch Babypflege ist mehr als nur Sauberkeit und Schutz für die empfindliche Babyhaut. Schmusen Sie mit Ihrem Kind und schenken Sie ihm Körperkontakt auf nackter Haut oder wickeln Sie es in seinen Babybademantel ein. All das ist Nahrung für seine Sinne und sehr wichtig für seine gesunde seelische Entwicklung!

Etwas Eifersucht kann vorkommen

Haben Sie bereits Kinder, so fällt Ihnen der Umgang mit einem Neugeborenen natürlich leichter. Die Unsicherheit, die beim ersten Kind ganz natürlich ist, ist weg. Trotzdem kann es einige Tage oder auch Wochen dauern, bis sich jedes Familienmitglied an seine neue Rolle gewöhnt hat. Es kann z. B. vorkommen, dass Ihre älteren Kinder – vor allem dann, wenn sie älter als 2 Jahre sind – mit Eifersucht reagieren. Es ist für das Erstgeborene auch nicht gerade einfach, nach jahrelanger ungeteilter Aufmerksamkeit von einem „Nebenbuhler” vom Thron gestoßen zu werden. Doch zum Glück richtet sich die Eifersucht meist nicht gegen das neue Baby selbst, sondern gegen die Mutter oder andere Bezugspersonen. Das alles ist kein Grund zur Besorgnis, sondern ganz normal. Mit ein bisschen Extra-Aufmerksamkeit vom Papa oder von den Großeltern wird sie meist gemildert. Doch nehmen Sie das ältere Kind und seine Nöte ernst – es leidet, auch wenn es nicht konkret sagen kann, woran.

Frisch gebackener Vater!

Wie schnell sich das Familienglück trotz wachsender Wäscheberge, müder Mama und Schlafmangel einstellt, das hat zu großen Teilen der frisch gebackene Vater im Griff! Denn gerade jetzt kann er viel dazu beitragen, den Start in den Familienalltag zu erleichtern. Das Baby wickeln, baden, trösten, schmusen und in den Schlaf wiegen, das kann auch der Papa – wenn’s die Mama ihm zutraut. Außerdem entwickelt der Vater so bereits von Anfang an eine intensive Beziehung zu seinem Baby. Übrigens: Den Partner als liebevollen Vater zu erleben, das schenkt vielen Frauen ein tiefes Glücksgefühl. Diese Signale der Verbundenheit tun jetzt besonders gut, da es am Anfang kaum Zeit für zärtliche Stunden gibt.

Die Rückbildungs-Gymnastik

Vielleicht hatten Sie gehofft, dass die Geburt Sie um ca. 10-15 kg leichter macht und Ihnen Ihre tadellose Figur zurückbringt. Das schaffen die wenigsten Frauen kurz nach der Geburt, doch mit gezielter Rückbildungsgymnastik kommen Sie schnell wieder in Form. Und das Beste: Je früher Sie damit beginnen, umso wirkungsvoller ist sie. Deshalb sollten Sie es nicht versäumen, bereits in der Klinik daran teilzunehmen. Doch neben der Verbesserung der Figur hat gezielte Rückbildungsgymnastik vor allem eine medizinische Berechtigung: Sie stärkt den Beckenboden und beugt einer Senkung der Gebärmutter vor. Außerdem erlernen Sie gezielte Übungen fürs rückenschonende Babytragen.

Zu viel Liebe gibt es nicht!

Während der ersten Lebenstage schläft Ihr Baby sehr, sehr viel. Tun Sie es ebenfalls, um immer dann, wenn Ihr Baby wach ist, besonders intensiv mit ihm zusammen zu sein! Denn in dieser sensiblen Phase entwickelt Ihr Baby eine enge Bindung zu Ihnen. Das gilt auch dann, wenn Ihr Kind aus irgendwelchen Gründen die ersten Tage getrennt von Ihnen verbringen muss. Richten Sie es so ein, dass Sie möglichst lange und oft bei Ihrem Kind sein können.

Schau mir in die Augen, Kleines!

Die entwicklungspsychologische Forschung hat gezeigt, dass der Augenkontakt zum Baby von großer Bedeutung ist. Auch ganz kleine Babys können Formen und Umrisse erkennen, wenn der Abstand stimmt. Halten Sie Ihr Baby deshalb ca. 20-25 cm vor Ihrem Kopf in Augenhöhe. Sie werden sehen, dass das Baby Ihre Augen sucht und sich völlig darauf konzentriert. Fürs Stillen gilt: Schauen Sie Ihr Baby dabei an, reden Sie mit ihm, singen Sie ihm etwas vor. Das tut Ihrem kleinen Schatz gut!

Die erste Zeit zu Hause

Wenn Sie Erst-Eltern sind, wird die Ankunft Ihres Kindes für einige Turbulenzen sorgen. Turbulent geht es nicht nur tagsüber zu, sondern – daran erinnern sich die meisten Eltern – auch bei Nacht. So ist es vor allem der fehlende Schlaf, der vielen Erst-Eltern zu schaffen macht. Doch keine Sorge! Die Nächte werden ruhiger und Sie werden gelassener. Und es ist keineswegs gesagt, dass alle Kinder die gleichen „Rhythmusstörungen” haben. Manche Babys schlafen vom ersten Tag an durch. Verdauungsprobleme sind ein Punkt, der Eltern von kleinen Babys in Atem halten kann. Doch trösten Sie sich, nach etwa 3 Monaten sind auch diese Probleme wie „weggeblasen”!

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