Babynahrung pre oder 1

Inhalte

Babymilch: Test & Empfehlungen (02/20)

Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2020

Willkommen bei unserem großen Babymilch Test 2020. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Babymilch Produkte. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Babymilch zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Babymilch kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Grundsätzlich gibt es 5 verschiedene Sorten von Babymilch, welche an die Nährstoffanforderungen eines Babys optimal angepasst werden.
  • Babymilch kannst du anhand von vier Kauffaktoren vergleichen und bewerten. Beim Kauf solltest du genau auf Qualität, Sorte, Nährstoffe, Allergene und Zusatzstoffe achten.
  • Wichtig ist zu beachten, dass du deine Babymilch nicht selber herstellst, da sonst wichtige lebensnotwendige Nährstoffe für die Entwicklung deines Babys fehlen könnten. Grundsätzlich wird von Ärzten und Experten immer das Stillen empfohlen, da durch das Stillen das Immunsystem und die Gehirnentwicklung des Babys zu unterstützen.

Babymilch Test: Favoriten der Redaktion

  • Die beste PRE Milch
  • Die beste Bio PRE Milch
  • Die beste HA PRE Milch
  • Der Preis-Leistungssieger unter HA PRE Milch

Die beste PRE Milch

#AffiliateLink*

Bebivita PRE Anfangsmilch, 4er Pack (4 x 500 g)

19,16 EUR

Die Bebivita PRE Anfangsmilch ist sehr ähnlich zu den anderen Herstellern. Die einzige Kohlenhydratquelle ist bei der PRE Milch die Laktose. Diese Milch eignet sich ebenfalls gut zum Zufüttern und für die alleinige Flaschenernährung. Dieses Babyprodukt wurde ebenfalls in Deutschland produziert.

Die Bebivita Produkte werden streng nach den Diätverordnungen kontrolliert und untersucht. In einer Packung befinden sich jeweils 4 Packungen Babymilch zu jeweils 500 Gramm. Diese Babymilch enthält Milch und Sojabohnen als Allergene.

Die beste Bio PRE Milch

#AffiliateLink*

HiPP Milchnahrung 1 Bio, Anfangsmilch von Geburt an, 4er Pack (4 x 600 g)

31,80 EUR

Der Bio Babymilchhersteller Hipp setzt auf hochwertige Bio-Zutaten. Die Bio Hipp Anfangsmilch eignet sich bestens für die ersten 6 Monaten deines Säuglings.

Die Hipp Bio PRE Anfangsmilch enthält alle wichtigen Nährstoffe und LCP Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren), welche für Babys sehr wichtig sind, da sie diese Fettsäuren noch nicht selber produzieren können. Dieses Produkt ist eine gut sättigende Babymilch aus Bio Milch und Bio Zutaten. Diese Babymilch enthält Fisch und Milch als Allergene. Produziert wurde das Produkt in Deutschland.

Die Firma Hipp betont immer wieder, dass sie bei der Auswahl ihrer Bio Produkte deutlich über die strengen Anforderungen des Gesetzgebers von Babynahrung hinausgehen.

Die beste HA PRE Milch

#AffiliateLink*

APTAMIL PROSYNEO HA PRE 800G.

18,95 EUR

Die HA PRE Milch von Aptamil reduziert das Risiko einer Allergie auf Kuhmilchprotein. Diese Milch ist besonders allergenarm und reich an LCPs (Omega 3&6).

Diese Babymilch enthält Milch, Fische und Sojabohnen. Dank schonend aufgespaltenem Eiweiß reduziert Aptamil HA Anfangsnahrung mit Syneo, der Kombination aus GOS/FOS und Bifidus Breve, das Allergierisiko auf Kuhmilchprotein. Kunden sind restlos überzeugt von diesem Produkt und können es weiterempfehlen.

Der Preis-Leistungssieger unter HA PRE Milch

10,49 EUR

Die PRE Milch besteht unter anderem aus hochwertigem Milcheiweiß und aus langkettigen, ungesättigten Omega-3 und -6 Fettsäuren. Die HA PRE Anfangsmilch basiert auf dem verwertbaren Kohlenhydrat Lactose, weshalb sie bedenkenlos so oft gefüttert werden kann, bis das Baby satt ist.

Mit ihrem schonend aufgespaltenem und damit allergenreduziertem Milcheiweiß ist diese Milch gerade für Babys mit einem erhöhten Allergierisiko geeignet. Humana HA PRE kann als alleinige Nahrung dienen oder zugefüttert werden.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest bevor du Babymilch kaufst.

Ab welchem Alter sollte man mit Babymilch beginnen?

Je nach Entwicklungsstufe deines Baby sind gewisse Inhalte der Babymilch weniger oder besser geeignet für das Kind. Bei Babys darf die Verdauung nicht überlastet werden, daher ist die Wahl der richtigen Babymilch sehr wichtig.

Babymilch ist sehr wichtig für die gesunde Entwicklung deines Babys. Deswegen solltest du hier besonders auf das richtige Produkt achten. (Bildquelle: pexels.com / Daniel Reche)

Grundsätzlich wird dein Baby die ersten vier Monate mit Muttermilch gefüttert. Denn die kostbare Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe wie Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate und eine wichtige Anzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, welche für den Wachstum deines Baby sehr wichtig sind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Müttern bis zu 6 Monate zu stillen und danach Beikost mit Stillen zu kombinieren bis das Kind 2 Jahre alt ist. Natürlich können Mütter auch länger stillen.

Aber es gibt viele Frauen die aus medizinischen Gründen nicht stillen können oder sich gegen das Stillen aufgrund von Saugverwirrung und Brustentzündungen entscheiden. .

Um Saugverwirrung vorzubeugen, gibt es brustähnliche Sauger zu kaufen, so steht dem Wechsel zwischen Brust und Flaschen nichts mehr im Wege. Auch mit Milchpumpen kannst du dir behelfen, wenn du deinem Baby Muttermilch geben möchtest, ohne Stillen zu müssen.

17/06/19

Doch das Stillen hat sehr viele positive Aspekte sowohl für Kind als auch für die Mutter. Das Baby wird mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Das Risiko von Infektionskrankheiten sinkt. Aber auch Mütter profitieren vom Stillen. Bei Müttern kann es das Risiko auf Eierstock- und Brustkrebsrisiko vermindern.

Entscheidet sich eine Mutter aber doch gegen das Stillen, ist dies zu akzeptieren und gibt keinerlei Gründe zum Bedenken. In Deutschland unterliegen die Hersteller von Babymilch nämlich strengen EG-Richtlinien und Diätverordnungen, sodass die Babymilch sehr der Muttermilch ähnelt und auch die vielen notwendigen Nährstoffe und Vitamine enthält.

Welche Arten von Babymilch gibt es?

In welchen Monaten du mit der Babymilch anfängst hängt von deinem Befinden und deines Kindes ab. Die Auswahl der Babymilch ist groß, sodass viele Mütter nicht genau wissen welche Babymilch die Richtige für das Baby ist.

Für jede Entwicklungsstufen gibt es die passende Babymilch. Pre und die 1er Nahrung sind für die ersten Lebensmonate gedacht. Sie ähneln durch ihre Konsitenz der Muttermilch.

Babymilch Alter Besonderheiten
Pre Nahrung Von Geburt an Für Babys in der Entwicklungsphase, ähnelt am meisten der Muttermilch, einzige KH-Quelle ist Laktose
1er Nahrung Von Geburt an Ebenfalls für Babys in der Anfangsphase,enthält weiter Kohlenhydrate wie Stärke, wird langsamer verdaut. Achtung: Kann eher zu Verstopfungen kommen.
Folgemilch 2 Ab 6 Monate Mehr Stärke als 1-er Milch, Zugesetzte Aromen und andere Zusatzstoffe, sättigt Babys aber besser
Folgemilch 3 Ab Ende des ersten Lebensjahres ist eine Alternative zu Kuhmilch,kann aber auch viele Aromen enthalten, hoher Stärkeanteil
HA-Milch ab Geburt für allergiegefährdete Babys, senkt Allergierisiko, ist allergenarm

Die Folgemilch 2 und Folgemilch 3 werden nach dem 6. Monat empfohlen. .Durch die enthaltene Kombination aus verschiedenen Kohlenhydraten, welche zu verschiedenen Zeitpunkten verdaut werden, bleibt dein Schatz länger satt. Wenn du dein Baby mit Folgemilch füttern möchtest, solltest du schon mit der Beikost begonnen haben

Die HA-Milch ist eine hypoantigene Säuglingsmilch. DerEiweißanteil der HA-Milch wurde durch ein spezielles Verfahren aufgespalten, sodass keine allergischen Abwehrreaktionen des Babys entstehen können. Die HA-Milch hat einen eher bitteren Geschmack, welche durch die Aufspaltung der Eiweiße in der Kindermilch entstanden sind.

Akzeptiert dein Kind den Geschmack der HA-Milch nicht? Dann warte ein paar Tage ab, die meisten Kinder gewöhnen sich an den bitteren Geschmack. Wird es nicht besser, empfehlen wir dir deine KinderberaterIn oder deinen Hausarzt aufzusuchen um weitere Schritte zu besprechen.

Wichtig beim Kauf von Folgemilch ist es, dass du auf künstliche Zuckerzusätze und Fruchtgeschmack in der Babymilch verzichtest. Gewöhnt sich dein Baby an die zuckerhaltige Babymilch, ist es später schwer diese Gewohnheit wieder abzugewöhnen.

Was kostet Babymilch?

Zwischen den Babymilchherstellern gibt es eine große Preisspanne. Je nach Inhaltsmenge und Marke kostet Babymilch zwischen 10 bis 30 Euro. Übliche Babymilch gibt es schon ab 10 Euro. Premium Produkte kosten da schon über 20 Euro.

Babymilchsorte Preisspanne
Anfangsmilch (Pre und 1) Zwischen 5 und 20 Euro
Folgemilch (2 und 3) Zwischen 10 und 30 Euro
HA-Milch Zwischen 20 und 30 Euro

Natürlich unterscheidet sich die Preise zwischen Apotheken, Discounter oder Supermärkten. Doch im Durchschnitt liegen die Preise der Babymilchhersteller in dieser Preisspanne.

Wo kann ich Babymilch kaufen?

Babymilch kannst du im Supermarkt, Kaufhäusern, Apotheken und Online-Shops kaufen. Unseren Recherchen zufolge werden über diese Onlineshops die meisten Babymilch verkauft:

  • babymarkt.de
  • dm.de
  • windeln.de
  • rossmann.de

Aber auch Online Apotheken verkaufen Babymilch. Diese Apotheken verkaufen laut unseren Recherchen die meiste Kindermilch:

  • shop-apotheke.de
  • apotheke.de
  • deutscheinternetapotheke.de
  • apodiscounter.de

Welche Alternativen zur Babymilch gibt es?

Ärzte und Experten raten Eltern davon ab Babymilch selber herzustellen, weil ihnen meistens wichtige Nährstoffe und Vitamine fehlen, welche für eine gesunde Entwicklung des Babys beisteuern.

Daher raten wir dir, Muttermilch oder geprüfte Babymilch von unseren recherchierten Shops zu kaufen. Möchtest du trotzdem eine andere Alternative zu Babymilch finden, raten wir dir, dies mit deinem Kinderarzt oder Elternberatung abzusprechen.

Entscheidung: Welche Arten von Babymilch gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen diesen Arten von Babymilch:

  • Muttermilch
  • Pre Milch
  • 1er Babymilch
  • 2er-Milch und 3er-Milch
  • HA-Nahrung

Im Folgenden erklären wir dir die verschiedenen Arten und die jeweiligen Vor- und Nachteile. Damit wollen wir dir helfen, die für dich am besten geeignete Babymilch zu finden.

Was zeichnet Muttermilch aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die Muttermilch ist und bleibt die beste Nahrung für das Baby. Sie enthält alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine welche dein Baby für ein gesundes Aufwachsen braucht.

Vorteile

  • Immer Verfügbar
  • Kostenlos, Eltern sparen Geld
  • Perfekte Temperatur
  • Wenig Aufwand
  • Enthält alle Nährstoffe
  • Muttermilch passt sich den Nahrungsbedürfnissen an
  • Hygienisch einwandfrei
  • Emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind

Nachteile

  • Entzündung der Brust
  • Mütter oft verunsichert, weil sie nicht wissen wieviel das Kind getrunken hat
  • Mütter müssen auf Ernährung achten.

Die Muttermilch ist optimal temperiert, kostenlos und jederzeit verfügbar und enthält eine optimale Zusammensetzung der wichtigsten Nährstoffe und Vitamine.

Was zeichnet Pre Milch aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die Pre Babymilch eignet sich für die ersten 4 bis 6 Lebenswochen eines Babys. Die Pre Milch besteht nur aus Laktose und kommt der Muttermilch durch ihre Nährstoffzusammensetzung am nächsten. Mit der Pre Milch können Babys aber auch bis zum ersten Lebensjahr gefüttert werden.

Vorteile

  • Sehr ähnlich zur Muttermilch
  • Für die ersten Lebensmonate und das gesamte erste Lebensjahr
  • Kann in beliebiger Menge gefüttert werden

Nachteile

  • Sättigt nicht so gut wie andere Babymilchsorten
  • ist flüssiger als andere Milchsorten

Was zeichnet die 1er Babymilch aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die 1er Milch entgegen enthält zum einfachen Milchzucker noch Stärke, sodass die Babymilch dickflüssiger und sämiger wird, um das Baby besser zu sättigen. Das kann ein großer Vorteil für die Eltern sein, da sich die Zeitspanne und das Hungergefühl hinausschiebt und so das Baby in der Nacht besser durchschläft.

Vorteile

  • Sättigt länger, längerer Verdauungsprozess
  • Für die ersten Lebensmonate und das gesamte erste Lebensjahr

Nachteile

  • Zusatz von weiteren Kohlenhydraten in Form von Maltose, Maltodextrin oder auch Stärke
  • Zusätzlich gesüßt

Was zeichnet 2er-Milch und 3er-Milch aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die 2er und 3er Milch sind Folgebabymilch. Diese werden nicht zwingend benötigt. Den Eltern bleibt die Entscheidung selber überlassen, ob sie ihr Baby mit der Folgemilch füttern.

Diese Babymilch sollte erst ab dem 5. Monat dem Baby zugefüttert werden, da die Nährstoffzusammensetzung und Inhaltsstoffe noch nicht für die Verdauung von Neugeborenen geeignet ist.

Vorteile

  • Sättigt länger
  • Schmeckt süßer

Nachteile

  • Hoher Kaloriengehalt, Oft künstliche Zusätze
  • Zuckerzusatz
  • Hoher Eiweißgehalt, Risiko von Übergewicht
  • Zahnschäden (Karies) durch Zuckergehalt

Die 2er und 3er Babymilch unterscheidet sich auch durch den höheren Nährstoff- und Kaloriengehalt. Diese Kindermilch hat einen höheren Eiweißgehalt und kann die Nieren der Neugeborene überlasten. Daher ist es wichtig die Verzehrsempfehlung der Hersteller genau zu lesen und zu folgen.

Was zeichnet HA-Nahrung aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Die HA-Babymilch (Spezialnahrung) ist eine spezielle Milch für allergiegefährdete Kinder. Durch ein spezielles Verfahren wurde das Milcheiweiß in Stücke aufgespaltet, um einer Abwehrreaktion des Babys vorzubeugen. Die HA-Milch gibt es als Pre-, 1er- und Folgemilch.

Vorteile

  • Für Allergiebabys
  • Besonders antigenarm
  • Vorbeugung von Allergien

Nachteile

  • Schmeckt ein wenig bitter

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Babymilch vergleichen und bewerten

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du Babymilch gut vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es für dich leichter, einen Überblick zu bekommen und dich für ein passendes und effektives Produkt zu entscheiden.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um folgende Kriterien:

  • Qualität/Verarbeitung
  • Sorten (Pre und 1, Folgemilch 2 und 3, HA-Nahrung)
  • Nährstoffe
  • Allergene und Zusatzstoffe

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist, ein Produkt anhand der Kriterien zu erwerben oder eben nicht.

Qualität/Verarbeitung

Beim Kauf der Babymilch ist es natürlich von höchster Priorität welche Qualität die Milch aufweist und wie sie verarbeitet wurde. Daher solltest du beim Kauf der Babymilch genau auf die Qualität achten.

Vergleichen lässt sich die Qualität indem du auf besondere Qualitätssiegel wie das Bio-Siegel oder das Verbandssiegel achtest. Ein Babymilchhersteller ohne Siegel muss nicht schlecht sein, aber mit einem streng geprüften Babymilchprodukt bist du auf der sicheren Seite.

Durch die Qualitätssiegel kannst du dir sicher sein, dass das Produkt der EU-Öko-Verordnung entspricht, Zutaten aus ökologischen Anbau verwendet wurden und strenge Kontrollen von besonderen Prüfinstituten durchgeführt wurden.

Achte beim Kauf auch auf die Qualitätsgarantie der Hersteller, welche auf den meisten Verpackungen steht oder auf der Webseite nachzulesen ist.

Die Qualitätsgarantie versichert dir, dass nur sorgfältig ausgewählte Zutaten bei der Babymilch-Herstellung verwendet werden und dass die Produktion und die Herstellung nach strengen deutschen Standards durchgeführt und überprüft wird. Die Garantie der Qualität von Babymilch kann sich aber von Hersteller zu Hersteller unterscheiden.

Sorten

Wie schon beim Entscheidungsteil erklärt, gibt es verschiedene Arten von Babymilch. Es gibt die Pre- und 1er Milch (Anfangsmilch), welche in den ersten 5 Lebensmonaten den Neugeborenen zugefüttert werden. Diese Milchsorten kommen der Muttermilch am nächsten und können über das ganze Lebensjahr nach Bedarf dem Baby gegeben werden.

Bei der 2er und 3er Babymilch (Folgemilch) empfehlen Experten den Eltern diese erst ab dem 5. Lebensmonat zu geben, da diese einen hohen Eiweißgehalt aufweist, welche der Babykörper noch nicht optimal verarbeiten kann.

Viele Mütter stehen vor dem Supermarktregal und wissen nicht wirklich welche Babymilch jetzt für ihr Baby auch wirklich die passende ist. Daher raten wir dir an, das Kleingedruckte der Herstellers genau zu lesen oder dich mit deinem Kinderarzt oder Hebamme abzusprechen.

Nährstoffe

Die Babymilch erfolgte einer jahrelangen Forschung und strenger Kontrollen. Daher kannst du bei Zufütterung von hochwertiger Babymilch nichts falsch machen. Die Zusammensetzung aller wichtigen Nährstoffe wie Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate und auch Vitamine wurden genau aufeinander abgestimmt.

Dein Baby ist noch sehr empfindlich. Deswegen solltest du darauf achten, dass in der Babymilch alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind. (Bildquelle: 123rf.com / 47999501)

Der Darmtrakt des Baby ist noch nicht entwickelt und daher sehr empfindlich. Zur Unterstützung der Entwicklung der Darmflora unterstützt die in Babymilch enthaltende Milchsäure.

Allergene und Zusatzstoffe

Wenn dein Baby unter einer Kuhmilchallergie leidet, solltest du genau auf Allergene und Zusatzstoffe in der Babymilch achten. Die Hersteller unterliegen strengen EU-Richtlinien, daher sind Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Geschmacksstoffe oder Konservierungsstoffe strengstens verboten.

In der Babymilch sind oft Allergene wie Laktose und Sojabohnen enthalten. Sie können allergische Reaktionen beim Baby auslösen. Die Folgen einer Allergie zeigen sich häufig durch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt (Blähungen, Bauschmerzen, Koliken, …), auf der Haut (Ekzeme, Neurodermitis, Ausschlag, …) oder Beschwerden bei den Atemwege (Husten, Asthma, Heiserkeit, Laufende Nase, …).

Solltest du bei deinen Baby eine allergische Reaktion bemerken, raten wir dir, dass du nächste Schritte mit deinem Kinderarzt besprichst. Dieser wird dir genau sagen, was bei Allergien zu tun ist. Aber kein Grund zur Sorge, Allergien sind behandelbar und für Allergie-Babys gibt es allergen-freie Spezialmilch.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Babymilch

Wie bereite ich Babymilchnahrung richtig zu?

Wenn dein Baby mit Fläschchen ernährt wird, ist es wichtig das die Babymilch richtig zubereitet wird. Deshalb zeigen wir dir nachfolgend eine 5-Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Babymilch Zubereitung.

Wichtig: Bevor du die Babymilch zubereitest, solltest du deine Hände waschen. Dein Baby reagiert noch empfindlich auf Keime und Bakterien, darum hat die Sauberkeit und Hygiene höchste Priorität.

Schritt 1: Zutaten vorbereiten
Zutaten für die Zubereitung der Babymilch ist Milchnahrungspackung, 2 Fläschchen, Sauger mit Verschlussring, Verschlussplättchen, Trichter und auch einen Thermometer für die optimale Temperaturmessung. Die Babymilch sollte warm sein, daher brauchen wir noch einen Wasserkocher.

Der Wasserkocher wird benötigt um das Wasser abzukochen um Bakterien und Keime abzutöten. Natürlich kannst auch spezielles Babywasser vom Supermarkt kaufen, welches schon abgekocht wurde. Wenn du Leitungswasser verwendest, sollte es auch wirklich frisch sein.

Tipp: Koche jeden Tag Wasser ab, und gib diese in eine Thermoskanne. So hast du warmes und keimfreies Wasser auch für unterwegs.

Schritt 2: Wasser und Milchpulver zubereiten
Als nächster Schritt schaust du auf der Verpackung nach wieviel Menge und Wasser du zubereiten musst. Die Menge an Wasser und Milchpulver richtet sich an die gewünschte Menge der fertigen Babymilch.

Für 200 ml Milchnahrung benötigst du 180 ml Wasser und 6 Esslöffel Milchpulver. Das heiße Wasser gießt du ins erste Fläschchen und misst die Menge ab. Danach prüfst du die Temperatur (mind. 40 °C und höchstens 50°C). Die Temperatur der Babymilch spielt für die Erhaltung der wichtigen Nährstoffe eine große Rolle.

Schritt 3: Wasser umfüllen
Von dem Wasser des ersten Fläschchen werden 2/3 des Wasser in das zweite Fläschchen umgegossen (ca. 120 ml). Den Milchpulvertrichter gibst du zur Unterstützung auf das zweite Fläschchen.

Schritt 4: Babymilchpulver hinzugeben
Als nächstes nimmst du 6 Esslöffel Milchpulver und vermischt dieses mit dem Wasser des zweiten Fläschchen. Verschließe das Fläschchen mit dem Verschlussring und schüttel es fest.

Schritt 5: Optimale Trinktemperatur messen
Hat sich das Milchpulver gut im Babyfläschchen aufgelöst? Dann kannst du die restliche Menge Wasser des ersten Babyfläschchen dazugeben. Die Optimale Temperatur liegt bei 37 °C. Überprüfen kannst du das mit einem Thermometer oder mit der Innenseite deines Unterarmes.

Tipp: Sauger und Fläschchen sollten immer hygienisch gereinigt werden. Wir empfehlen dir eine größere Anzahl an Fläschchen und Verschlüsse zu kaufen.

Mit was kann ich Babymilch zubereiten?

In den ersten 6. Lebensmonate gibt es für Eltern einiges zu beachten. Bitte bereite das Babyfläschchen in den ersten Anfangsmonate immer mit abgekochten Wasser zu.

Ob du Wasser aus der Leitung oder Mineralwasser verwendest, ist deine Entscheidung. Wichtig ist nur, dass das Wasser keim- und bakterienfrei ist. Darum bitte gründlich abkochen!

Wenn du Leitungswasser verwendest, solltest du dieses etwas länger (ca 5 Minuten) abkochen, da oft der Wasserhahn oder Leitungen verschmutzt sein könnten.

Bei der Zubereitung mit Mineralwasser empfehlen wir dir Mineralwasser zu verwenden welches für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist. Auch das Wasser in den Wasserflaschen solltest du abkochen.

Wenn du dir die Mühe ersparen möchtest gibt es in vielen Supermärkten, Apotheke und Drogerien fertig abgekochtes Babywasser zu kaufen. Welche du auch zum mischen von Säften und Tee verwenden kannst.

Wie lange kann man Babymilch aufbewahren?

Milchnahrung, welche du frisch zubereitet hast sollte immer gleich an dein Baby gefüttert werden, da sonst gefährliche Keime oder Bakterien entstehen können. Den geöffneten Milchpulverinhalt solltest du binnen 3 Wochen verfüttern, da durch das Öffnung des Packung der Frische- und Aromaschutz verloren geht.

Für die Aufbewahrung kannst du luftdichte Aufbewahrungsboxen verwenden. Natürlich gibt es auch in diversen Onlineshops spezielle Aufbewahrungsbehälter für die Milchpulvernahrung.

Darf ich die Babymilch wieder aufwärmen?

Wenn dein Baby das Fläschchen nicht gleich austrinkt, raten wir dir immer wieder ein neues Fläschchen zuzubereiten, weil die warme Babyflasche ein Wohlfühloase für Keime und Bakterien ist.

Frisch zubereitet Milch ist daher wichtig, weil das Immunsystem deines Babys leicht angreifbar ist und noch im Entwicklungsstadium befindet. Die Immunabwehr eines Kindes entwickelt sich in den ersten 3 Lebensjahren.

Das Immunsystem deines Babys muss erst lernen, wie es mit den vielen Viren und Bakterien in der Welt umgeht. Im Bauch der Mutter werden die Ungeborenen noch vom sogenannten „Nestschutz“ geschützt.

Dieser Nestschutz hält bis zum 4 bis 6 und maximal bis zum 9. Lebensmonat an. Der Kindeskörper ist schon mit sehr vielen anderen Viren beschäftigt, daher sollte das Fläschchen mit Zubehör immer steril sein.

Wie sollte ich handeln, wenn Babymilch zu heiß zubereitet wurde?

Die optimale Temperatur des Fläschchens liegt bei 37 °C. Bei der Zubereitung der Babymilch kann es aber oft passieren, das sie zu heiß wird. Wenn die Kindermilch zu heiß ist, halte diese einfach unter fließendes kaltes Wasser oder gib etwas kaltes Wasser dazu.

Besser ist es wenn die Milch zu kalt als zu warm ist, denn zu heiße Milch verbrennt den Rachenraum des Babys. Ist deine zubereitete Milch zu kalt? Dann kannst du einen Flaschenwärmer benutzen oder etwas heißes Wasser dazugeben.

Wie soll ich handeln wenn Babymilch aus dem Mund zurückläuft?

Wenn die Babymilch am Anfang des Füttern zurückläuft, kann es sein das der Verschluss unter der Zunge des Babys liegt. Um das zu verhindern, solltest du darauf achten das der Fläschchenverschluss oberhalb und in der Mitte der Zunge ist.

Läuft die Babymilch aber nach dem Fütterung aus dem Mund, kann es einfach sein, dass dein Schatz genug hat und satt ist.

Ab wann sollte ich die Babymilch wechseln?

Wenn du bemerkst, dass dein Baby mehrmals in der Nacht aufwacht, dann kannst von der Pre oder 1-er Milch auf die Folgemilch 2 wechseln. Sie enthält mehr Nährstoffe und ist kalorienreicher.

Abhängig vom Hersteller wird auch noch Zucker oder Maltodextrin hinzugefügt. Beachte bitte, dass die Folgemilch erst ab dem 5. Lebensmonat gefüttert werden soll. Die 3er Folgemilch ist ab den 12. Lebensmonat gedacht. Sie kann zusätzlich zur normalen Beikost dem Kind gefüttert werden.

Wie kann ich Babymilch abgewöhnen?

Irgendwann wird es an der Zeit, das sich dein Baby von der lieb-gewonnenen Kindermilch verabschiedet. Bei vielen Babys dient das Babyfläschchen als Einschlafhilfe, doch zum Nachteil der Zähne.

Im zweiten Lebensjahr kann das Kleinkind, wenn es möchte noch 1 oder 2 Milchfläschchen pro Tag haben. Aber spätestens im dritten Jahr sollten die Kinder ganz vom Fläschchen abgewöhnt sein.

Tipp: Entwöhne dein Kind dadurch, dass du statt Babymilch ungesüßten Tee oder Wasser in die Flasche gibst. Aber Achtung; Auch ungesüßter Tee oder Wasser kann zu Zahnschäden führen. Da der Speichel im Mund durch das Wasser verdünnt wird, und so die Reinigungsfunktion verliert und als Folge Karies entsteht.

Hat sich dein Baby schon an die nächtliche Nuckelflasche gewöhnt? Wichtig ist hier, mit Liebe zu entwöhnen aber mit Konsequenz. Je konsequenter sie sie sind, desto schneller geht die Abgewöhnung der Babymilch. Als Alternative zum Babyfläschchen, kannst du es mit einem Schmusetuch oder Schnuller versuchen.

Aber auch Märchengeschichten wie die „Fläschchen-Fee“ eignen sich gut zur Abgewöhnung. Erzähl deinem Baby, verpackt in einer fantasievollen Geschichte, dass die Fläschchenfee, die nächtliche Flasche in eine Tasse umwandelt und darauf sehnsüchtig wartet, dass dein Baby daraus trinkt.

Kinder lieben Geschichten und sie suchen die Nähe zu Mama und Papa, daher lässt sich eine Geschichte perfekt zur Abgewöhnung von Babymilch einsetzen, da du mit einer Fantasiegeschichte dein Kind von der nächtlichen Babyflasche ablenkst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

https://www.windeln.de/magazin/baby/ernaehrung/wissenswertes-ueber-babynahrung.html

https://www.aptawelt.de/baby/allergie/allergien-im-ueberblick/kuhmilcheiweissallergie-symptome-tipps.html

https://www.kinderarzt-augsburg.de/baby/ernaehrung/folgemilch/

Bildquelle:123rf.com / 32228811

Warum kannst du mir vertrauen?

Paula ist Hebamme von Beruf, übt ihren Job aber auf Grund einer Allergie nicht mehr komplett aus. Mittlerweile berät sie werdende Eltern vor der Geburt und hilft bei Fragen nach der Geburt. Diese Erfahrungen motivierten sie, darüber Artikel zu verfassen. Ihr Wunsch ist es, so noch mehr Eltern zu erreichen und Fragen klären zu können.

Meistgelesen

Babyphone mit Kamera: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Jessica Brauer Babyschaukel: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Paula Lang Wie lange stillen? – Das solltest du wissen! Veröffentlicht von Barbara Himmel Babydecke: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Jessica Brauer Laufgitter: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Jessica Brauer

Die beste Nahrung, die Säuglinge bekommen können, ist ohne Zweifel Muttermilch. Doch nicht immer klappt das Stillen so reibungslos, wie frisch gebackene Mütter es sich wünschen. Und nicht jede Frau möchte auch komplett stillen.

Alternativ ist im Handel eine große Auswahl an Fertigpulver erhältlich, aus dem Muttermilch-Ersatznahrung für Babys unterschiedlicher Altersstufen zubereitet werden kann. Mit Recht verbinden Eltern mit dem Kauf solcher Produkte höchste Erwartungen an die Qualität – geht es doch um die gesunde Ernährung der Allerkleinsten.

Die Experten des Magazins Öko-Test haben in der Mai-Ausgabe 2019 insgesamt 16 Säuglingsnahrungen in einem ausführlichen Pre Nahrung Test unter die Lupe genommen – und zwar ausschließlich sogenannte Anfangsmilch „Pre“. Sechs der getesteten Pulver erhalten unterm Strich die Note „gut“.

Pre Nahrung Test – Anfangsmilch: Fläschchen für die Kleinsten

Pre-Nahrung – auch als Anfangsmilch oder Startmilch bezeichnet – ist für Babys von Geburt an geeignet, und zwar als alleinige Nahrung oder zum Zufüttern.

Aufgrund ihrer Zusammensetzung gilt sie als die Babynahrung, die der Muttermilch am ähnlichsten ist. Sie ist genauso dünnflüssig und mit Blick auf den Eiweißgehalt angepasst. Als einzigen Zucker enthält sie Milchzucker (Laktose), der Zusatz anderer Kohlenhydrate ist verboten.

Diese Ersatznahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gefüttert werden.

Davon abzugrenzen ist übrigens die sogenannte 1-er Nahrung. Sie sättigt mehr und ist aufgrund ihrer Zusammensetzung für Babys geeignet, die nach einem bestimmten Rhythmus gefüttert werden sollen.

Pre-HA-Nahrung ist für Kinder konzipiert, die besonders allergiegefährdet sind. Der Zusatz „HA“ steht dabei für hypoallergen.

Welche Babymilch ist die beste?

Öko-Test hat in diesem Pre Nahrungs Test insgesamt 16 Produkte auf Basis von Kuhmilchbestandteilen getestet, darunter sechs Bio-Produkte. Die Preisspanne reicht von 3,45 Euro bis 14,99 Euro je 500 Gramm.

Babymilch aus Drogeriemärkten ist ebenso zu finden wie Pre-Nahrung namhafter Firmen wie Nestlé, Hipp und Milupa.

Weitere Artikel auf ElternKindTipps in der Kategorie Ernährung:

  • Babykekse im Test: Zu viel Zucker für die Kleinen
  • Kakaopulver für Kinder im Test: Zucker zum Trinken
  • Zwieback Test: Ausgerechnet Babyzwieback stark belastet
  • Babygläschen Test: Die 6 besten Gemüsebreie mit Fleisch

Die Baby Milchpulver wurden im Labor insbesondere auf Mineralölbestandteile, Desinfektionsmittelrückstände sowie auf Fettschadstoffe hin untersucht.

Zubereitungs- und Warnhinweise wurden ebenfalls kontrolliert.

Der Anfangsmilch Test sollte ebenfalls herausfinden, ob die Hersteller der Babynahrung bestimmte Öle zusetzen. Diese gelten als Lieferanten für Fettsäuren wie die Omega-3 Docosahexaensäure (DHA) sowie die Omega-6 Arachidonsäure (ARA). Beide Fettsäuren sind wichtig für die Entwicklung von Gehirn- und Nervenzellen.

Insgesamt sechs Pre-Nahrungen erhalten die Note „gut“, darunter vier Bio-Produkte.

Töpfer Lactana Bio Anfangsmilch Pre* Preis: € 14,50 Zum Amazon Shop!* Preis inkl. MwSt., zzgl. VersandkostenZuletzt aktualisiert am 2. Februar 2020 um 19:47 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. / *Affiliate Link, Werbung

Empfehlenswert sind die Aptamil Profutura Pre Anfangsmilch, die Humana Pre Anfangsmilch, die DM Bio Anfangsmilch Pre, die Hipp Bio Pre Anfangsmilch, die Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch sowie die Töpfer Lactana Bio Anfangsmilch Pre.

Hipp Bio Pre Anfangsmilch* Preis: € 42,95 Zum Amazon Shop!* Preis inkl. MwSt., zzgl. VersandkostenZuletzt aktualisiert am 2. Februar 2020 um 19:47 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. / *Affiliate Link, Werbung

Babydream Anfangsmilch Pre bildet das Schlusslicht

Nicht empfehlenswert sind drei mangelhafte Produkte sowie ein ungenügendes Baby Milchpulver.

Schlusslicht im Pre Nahrung Test bildet die Babydream Anfangsmilch Pre. Das Produkt von Rossmann weist stark erhöhte Mineralölrückstände auf (MOSH/POSH, gesättigte Kohlenwasserstoffe), die über die Verpackung auf das Milchpulver übergehen oder in der Produktion selbst dort hinein gelangen können.

Auch die tägliche Aufnahmemenge von Fettschadstoffen wie Glycidylestern durch diese Milchnahrung sei vergleichsweise hoch, bemängelt Öko-Test – wenn der zulässige Grenzwert auch nicht überschritten worden sei.

Nicht zuletzt verzichtet der Hersteller – ebenso wie fünf weitere ( Müller, Bebivita, Holle, Milasan, Babylove v. DM) im Anfangsmilch Test – auf die Zugabe hochwertiger Öle als Quelle von Omega-3- und Omega-6- Fettsäuren.

Übersicht gefundener Schadstoffe

  • Fettschadstoffe 3-MCPD- und Glycidylester: gelten als möglicherweise krebserregend beziehungsweise krebserregend und erbgutschädigend. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) beziehungsweise der zulässige Grenzwert wird jedoch bei keinem Produkt überschritten.
  • MOSH/POSH, gesättigte Kohlenwasserstoffe (Mineralöl-Rückstände): können sich im Körper anreichern; in Tierversuchen organschädigend (MOSH); ähnliche Verdachtsmomente gelten auch für POSH.MOAH, aromatische
  • Mineralölkohlenwasserstoffe: einige Stoffe dieser Gruppe gelten als möglicherweise krebserregend; wurden nur in einem Produkt nachgewiesen (Nestlé Beba Optipro Pre)
  • Chlorat/Perchlorat, Desinfektionsmittel: hemmen die Iodidaufnahme, können zu einer Vergrößerung der Schilddrüse führen; in Spuren nachgewiesen

3-MCPD- und Glycidylester wurden in allen Produkten nachgewiesen – mit Ausnahme des Babydream-Pulvers jedoch nur in Spuren. Der Grenzwert wurde auch in diesem Fall nicht überschritten. Die Werte für gesättigte Kohlenwasserstoffe (MOSH/POSH) waren in 14 von 16 Produkten erhöht oder stark erhöht. Solche Rückstände von Mineralölen bilden aus Sicht von Öko-Test immer noch das größte Problem.

Anfangsmilch Test: Die Ergebnisse der Pre Nahrung im Überblick

Testergebnis: „gut“

  • Aptamil Profutura Pre Anfangsmilch* / Milupa
  • Humana Pre Anfangsmilch* / Humana
  • DM Bio Anfangsmilch Pre / DM
  • Hipp Bio Pre Anfangsmilch* / Hipp
  • Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch / Löwenzahn Organics
  • Töpfer Lactana Bio Anfangsmilch Pre* / Töpfer

Testergebnis: „befriedigend“

  • Beauty Baby Anfangsmilch Pre / Müller Drogeriemarkt
  • Bebivita Anfangsmilch Pre / Bebivita
  • Milupa Milumil Pre Anfangsmilch / Milupa
  • Hipp Bio Combiotik Pre Anfangsmilch / Hipp

Testergebnis: „ausreichend“

  • Milasan Pre Anfangsmilch / German Baby Food
  • Holle Bio Pre Anfangsmilch, Demeter / Holle Baby Food

Testergebnis: „mangelhaft“

  • Aptamil Pronutra Anfangsmilch Pre / Milupa
  • Babylove Anfangsmilch Pre / DM
  • Nestlé Beba Optipro Pre / Nestlé Nutrition

Testergebnis: „ungenügend“

  • Babydream Anfangsmilch Pre / Rossmann

Anfangsmilch für Kinder im Test – Tipps der Experten

  • Keine Milch ist so exakt an die Bedürfnisse von Säuglingen angepasst wie Muttermilch. Alternativ können Mütter auf Pre-Nahrung zurückgreifen.
  • Anfangsmilch ist für das ganze erste Lebensjahr geeignet, ab dem sechsten Monat kommt die Beikost hinzu.
  • Fläschchen immer frisch anrühren, Reste nicht aufbewahren. Es besteht die Gefahr der Keimbildung.

Die kompletten Ergebnisse zum Pre Nahrung Test und den gesamten Artikel könnt ihr Heft 06/2019 oder auf der Homepage von Öko-Test (Bezahlangebot) nachlesen.

Pre Nahrung Test: Das kostet gute Anfangsmilch

Modell Töpfer Lactana Bio Anfangsmilch Pre* Hipp Bio Pre Anfangsmilch* Humana Pre Anfangsmilch* Aptamil Profutura Pre Anfangsmilch*
Testergebnis BewertungBioGut2019 BewertungBioGut2019 Bewertung–Gut2019 Bewertung–Gut2019
Preis € 14,50Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten € 42,95Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten € 12,99 € 11,99Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten € 28,00Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
zum Anbieter Zum Amazon Shop!* Zum Amazon Shop!* Zum Amazon Shop!* Zum Amazon Shop!*
weitere Angebote
Testergebnis BewertungBioGut2019
Preis € 14,50Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
weitere Angebote

€ 14,50 Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Testergebnis BewertungBioGut2019
Preis € 42,95Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
weitere Angebote

€ 42,95 Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Testergebnis Bewertung–Gut2019
Preis € 12,99 € 11,99Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
weitere Angebote

€ 12,99 € 11,99 Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Testergebnis Bewertung–Gut2019
Preis € 28,00Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
weitere Angebote

€ 28,00 Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten Zuletzt aktualisiert am 2. Februar 2020 um 19:47 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. / *Affiliate Link, Werbung

weiterführende Informationen zu Pre Nahrung

  • Wenn Sie nicht stillen
  • Reicht die Pre-Milch?
  • Milch für die Säuglingsernährung
  • Säuglingsnahrung: Wenn es ohne Muttermilch gehen muss
  • Aktualisierte EU-Verordnung: Omega-3 (DHA) bis 2020 in Pre-Nahrung Pflicht

Beitragsbild: © .com – Reanas

– Update: 08.01.2020 –

interessante Artikel auf ElternKindTipps.de:

Testsieger 2019 für Kinder & Familie. Nur das Beste unterm Weihnachtsbaum

Sprechende Puppen, Stofftiere und Geräuschspielzeug im Test

Kinderautositz Test & Ratgeber – Die Top 10 Modelle 2019!

Kinderwagen Test: Große Übersicht, Ratgeber & Kaufempfehlungen

Schlaf gut! Baby- & Kindermatratzen Test

Der Nachtlicht-Test: Sanft ins Land der Träume

Laufrad Test & Ratgeber: Mit dem Laufrad die Balance trainieren

Babyphone Test-Überblick: Sicherheit statt Strahlung!

Kinderteppich & Spielteppich Test: Viele Gute, 4 Modelle sollten besser rausfliegen

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann bewerte ihn doch bitte. Vielen Dank!
(34 Stimmen, Durchschnitt: 3,74 von 5) Loading…

Die Top10 der leckersten Babynahrung 2019/2020

Babys Lieblingsspeisen

Nr. Bild Produktinfo Shop
1. Aptamil Pronutra Pre Anfangsmilch, von Geburt an, 4er Pack (4 x 800 g) Amazon
2. Milupa milumil Pre Anfangsmilch, von Geburt an, 4er Pack (4 x 800 g) Amazon
3. Milupa MILUMIL 1 Anfangsmilch, 1er Pack (1 x 600 g) Amazon
4. Humana Anfangsmilch 1 trinkfertig, 8er Pack (8 x 450 ml) Amazon
5. HiPP Pre Bio ComBiotik, anfangsmilch von Geburt an, 4er Pack (4 x 600 g) Amazon
6. Hipp Gute-Nacht-Brei Grieß Banane, 4er Pack (4 x 500 g) Amazon
7. Hipp Feine Hirse, glutenfrei, 4er Pack (4 x 350 g) Amazon
8. Hipp Feiner Obst-Brei mit Vollkorn, 6er Pack (6 x 190 g) Amazon
9. Hipp Gemüsereis mit Bio-Hühnchen, 6-er Pack (6 x 190 g) – Bio Amazon
10. Hipp Kirsche mit Banane, 6er Pack (6 x 190 g) Amazon

Mit einer ausgewogenen Babynahrung sorgst du für Babys gesunden Start ins Leben. Da dein Liebling von Tag zu Tag größer wird, muss er ausreichend essen und trinken, um groß und stark zu werden. Hipp, Holle, Humana, Beba oder Alnatura bieten für deinen kleinen Spatz leckeres Milchpulver sowie Babynahrung mit wichtigen Nährstoffen an, um das Heranwachsen zu unterstützen. Doch wann musst du deinem Kleinen welche Nahrung geben? Und was ist denn eigentlich Pre-Nahrung?

Babys10 hat für dich alle nützlichen Informationen, Erfahrungen und Empfehlungen rund um Milchpulver und Babynahrung zusammengestellt und erklärt dir, welche Nahrung für welchen Entwicklungsstand geeignet ist und was der Unterschied zwischen der Anfangsnahrung, der Folgenahrung, der Spezialnahrung und der Beikost ist.

Außerdem erklärt dir Babys10, wie du Milchpulver und Babynahrung optimal zubereitest, auf was du dabei achten solltest, wie du deinen Spatz an Beikost gewöhnst und wo du Vollmilchpulver und Babynahrung kaufen kannst. Na dann, bon Appetit!

Lieblingsspeisen für jedes Alter

Damit dein kleiner Spatz groß und stark wird, muss er ausgewogen und gesund ernährt werden. Doch viele Begriffe wie 1-Nahrung oder 3-Nahrung verwirren, die Kaufhausregale von dm, Rossmann, Rewe, Aldi und Lidl sind vollgestopft mit Baby-Milchpulver von Hipp und Holle sowie mit Bio-Babynahrung von Humana, Alnatura und Beba und und und… Doch keine Sorge, Babys10 ist immer an deiner Seite und erklärt dir, welche Kost für deinen Spatz optimal ist und wie sie zusammengesetzt ist.

Säuglingsanfangsnahrung

Die WHO (World Health Organization) empfiehlt allen Müttern, ihr Baby in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Denn in der Muttermilch sind viele wertvolle und alle natürlichen Stoffe enthalten, die ein Neugeborenes benötigt. Die Muttermilchnahrung sorgt so für ein gesundes Wachstum und unterstützt die mentale und motorische Entwicklung deines Kindes. Außerdem wird das Allergierisiko gemildert, da die enthaltenen Antikörper einen wertvollen Schutz vor Infekten liefern. Stillen ist also unumstritten die beste Option für dein Baby.

Möchtest oder kannst du vielleicht aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht stillen, so kannst du für dein Baby auch hochwertiges Vollmilchpulver oder Bio-Milchpulver von Hipp, Beba, Milupa oder Holle kaufen und zubereiten. Diese sogenannte Pre-Nahrung ist der Muttermilch am ähnlichsten und enthält alle Nähr- und Mineralstoffe, die dein Säugling für eine optimale Entwicklung benötigt.

Welche Inhaltsstoffe sind in Pre-Nahrung enthalten

Die Zusammensetzung eines Baby-Vollmilchpulvers von Babylove oder Aptamil ist der Muttermilch weitestgehend angepasst: Kuhmilch enthält einen höheren Eiweißanteil als Muttermilch. Damit die Pre-Nahrung für deinen Spatz leichter und genauso gut verdaulich ist wie Muttermich, wird ein Teil des Kuhcaseins (Proteinanteil der Milch) entfernt und durch Molkeneiweiß ersetzt.

Für die Nährstoffversorgung deines Kleinen wird dem Milchpulver zusätzlich eine gesetzlich festgelegte Menge an Mineralstoffen und Vitaminen zugesetzt. Sobald du das Pre-Milchpulver mit Wasser vermengst, entsteht eine dünnflüssige Konsistenz, die der Muttermilch sehr ähnlich ist. Die Pre-Nahrung kannst du deinem Kleinen in den ersten vier bis sechs Monaten als Alleinnahrung geben.

Die 1-Nahrung steht für eine teiladaptierte Nahrung, das heißt, ein Großteil des Milchpulvers ist der Muttermilch angeglichen, es enthält jedoch mehr Eiweiß und einen leicht erhöhten Anteil Milchzucker sowie Stärke. Durch diese Zusammensetzung ist die 1-Nahrung sämiger als die Pre-Nahrung, sättigt dein Baby mehr und bleibt länger im Magen-Darm-Trakt. Hat dein Spatz einen Bärenhunger, wird er mit dieser Mahlzeit sehr zufrieden sein. Du kannst dein Baby das gesamte erste Lebensjahr mit der 1-Nahrung füttern.

Folgenahrung

Die Folgemilch – auch 2-Nahrung genannt – ist nicht als Ersatz für Muttermilch während der ersten sechs Monate geeignet. 2-Nahrung fungiert als Nahrungsfolge nach der Anfangsmilch und sollte Teil einer gemischten Kost sein. Wenn du also deinem Sprössling bereits Beikost fütterst, kannst du ihm die Folgemilch von Nestle (bspw. Beba), Bebivita oder Hipp geben, die im Vergleich zur Anfangsmilch einen erhöhten Eisengehalt aufweist und so den Eisenspeicher deines Babys wieder auffüllt.

Die 2er-Milch kannst du deinem Kleinen bis zum Ende des Flaschenalters geben. Durch ihren Stärkegehalt ist sie altersgerecht sättigend und enthält alle wichtigen Nähr- und Aufbaustoffe, die dein Baby benötigt. Die 3er-Milch hat einen noch höheren Stärkegehalt, wodurch sie mehr sättigt als die 2er-Milch und ist ab dem zehnten Monat in Kombination mit Gläschen und Breien geeignet.

HA-Nahrung & Spezialnahrung

Bist du oder dein Partner Allergiker oder leidet einer von euch an Neurodermitis oder Asthma, dann besteht ein erhöhtes Allergierisiko für euren kleinen Spatz. Hat dein Kleines immer wieder Verdauungsprobleme oder Bauchschmerzen und schreit sehr viel, kann es möglich sein, dass es eine Kuhmilchunverträglichkeit hat oder laktoseintolerant ist. Deshalb solltest du mit deinem Liebling einen Kinderarzt aufsuchen und nach Rücksprache mit dem Arzt deinem Sprössling Hypoallergene Babynahrung (abgekürzt HA) oder spezielle Nahrungsmittel geben.

Hypoallergene Babynahrung

Um eine allergische Abwehrreaktion hinauszuzögern oder diese bestmöglich zu verhindern, solltest du deinem Kind eine HA-Babynahrung geben. In dieser Babymahlzeit sind die Eiweiße in Bruchstücke aufgespalten und überlisten den Darm deines Kleinen, da der Darm das hydrolisierte Eiweiß nicht als fremdartig ansieht und ohne Reaktion passieren lässt.

Es gibt die HA1 als Anfangsmilch und die HA2 als Folgemilch, beide sind nicht sonderlich süß. Auch wenn deinem Baby die Milch anfangs nicht schmeckt, solltest du sie nicht nachträglich mit Zucker süßen. Ist dein Liebling nicht allergiegefährdet, solltest du ihm auch keine Hypoallergene Babynahrung zur Vorbeugung geben.
Von Humana gibt es ein komplettes Programm für Hypoallergene Babynahrung, unter anderen HA PRE, HA 1 und HA 2 Milchpulver.

Kuhmilchfreie Babynahrung

Hat dein Baby Magen-Darm-Beschwerden und vielleicht zusätzlich einen Hautausschlag, so könnte dies eine allergische Reaktion auf eine Kuhmilchallergie sein und du solltest mit deinem Kleinen einen Kinderarzt aufsuchen. In diesem Falle reicht die normale Hypoallergene Babynahrung nicht aus und dein Spatz benötigt eine Milch, deren Eiweiß in kleinste Bestandteile zerlegt ist.

Humana SL wurde speziell für Babys entwickelt, die an einer Kuhmilchallergie oder Laktoseintoleranz leiden. Auch das Novalac Allernova Milchpulver zählt zur Hypoallergenen Babynahrung und eignet sich sehr für Säuglinge mit einer Allergie gegen Kuhmilch.

Laktosefreie Babynahrung

Die Kuhmilchallergie ist nicht zu verwechseln mit einer Laktoseintoleranz. Bei einer Intoleranz fehlt dem Körper ein Enzym, das den Milchzucker nicht abbauen kann und so Verdauungsprobleme verursacht. Deshalb empfiehlt es sich, deinem Sprössling spezielle Säuglingsnahrung zu geben.

Übrigens: Laktoseintoleranz bedeutet für dein Kleines nicht, dass es sein künftiges Leben strikt auf Lebensmittel wie Milch, Joghurt und Co. verzichten muss. Vielmehr gilt es sich bewusst mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen und ausgewogen zu essen.

Auch bei einer Laktoseintoleranz kann das Humana SL Spezialmilchpulver verwendet werden. Hipp, Alnatura oder Holle haben sämtliche laktosefreie Milchpulver in ihrem Sortiment, so dass auch für deinen kleinen Spatz etwas Leckeres dabei ist.

Beikost

Was ist Beikost

Mit Beikost ist jedes Lebensmittel und auch Getränk außer Muttermilch und Säuglingsmilch gemeint, die du deinem Baby flüssig, püriert oder gekocht zubereiten kannst. Die meisten Ärzte und Hebammen würden dir empfehlen, deinen Säugling bis zum sechsten Lebensmonat mit Muttermilch zu stillen.

Fütterst du dein Kleines aber mit industrieller Babymilchnahrung, kann es gut sein, dass es schon früher nicht mehr ausreichend gesättigt ist und schneller Hunger bekommt. Dein kleiner Sprössling macht enorme Entwicklungsschritte, wächst sehr schnell und wird aktiver. Da sich nun sein ganzer Organismus umstellt und viele Energiereserven verbraucht werden, braucht er ausreichend Nahrung, die ihm die benötigten Nährstoffe zuführen und den erhöhten Energiebedarf stillen.

Wann erste Beikost

Doch woran erkennst du, ob dein Spatz schon bereit ist für die erste Beikost? Achte auf die Signale, die dir dein Baby sendet. Es wird meist unruhig und quengelig, will öfter an die Brust oder ist nach dem Fläschchen einfach nicht mehr satt zu bekommen. Ein weiteres Anzeichen ist das Schmatzen am Fäustchen, dadurch will dein Kleines den Hunger signalisieren. Sobald dein Spatz seinen Hals und das Köpfchen aufrecht halten und schon abgestützt sitzen kann, wird er feste Nahrung sicher schlucken können und ihr könnt die ersten Versuche mit Beikost starten.

Baby mag keine Beikost

Bitte setze dich und dein Baby nicht unter Druck. Ist dein Kind nach einigen Monaten noch nicht bereit für den großen Schritt, „normale“ Nahrung mit dem Löffel aufzunehmen, lass ihm einfach noch ein bisschen Zeit. Das erste Mal richtige Nahrung zu sich zu nehmen, ist für deinen Liebling etwas ganz Neues.

Der Löffel ist anders geformt als der Sauger und dein Kleines muss zunächst die Nahrung von dem Löffel in den Mund schieben und dann auch noch kauen, bevor es den Brei hinunterschlucken kann. Dabei schmeckt das Essen ganz anders als die bisherige Milchnahrung, die dein Spatz sonst gewöhnt ist. Wow, was für eine Umgewöhnung! Warte deshalb noch einige Wochen ab, dann klappt es ganz bestimmt von alleine.

Wie gewöhne ich mein Baby an Beikost

Nimm dir genügend Zeit für die Umstellung deines Lieblings auf Beikost. Denn Babys kleiner Körper muss sich erst an die neue Nahrung gewöhnen. Du solltest deinem Liebling Tag für Tag spielerisch und ohne Zwang zunächst immer nach dem Stillen die Beikost anbieten und ihn so langsam daran gewöhnen.

Muttermilch sollte bis zum Ende des ersten Lebensjahres die Hauptnahrungsquelle sein, aber lass dein Kind selbst entscheiden, ob und in welchen Mengen es Kindermilch oder Beikost zu sich nehmen mag. Dein Baby und du sollten außerdem gut gelaunt und ausgeschlafen sein. Denn wenn dein kleiner Spatz müde oder gar ausgehungert ist, wird es mit dem Füttern nicht so richtig klappen.

Woraus besteht Babys erste Beikost

Ergänze die Mutter- bzw. Folgemilch mit pürierten Pastinaken- oder Karottenbrei, beide Gemüsesorten werden in der Regel gut von Säuglingen vertragen. Tipp von babys10: Die erste Beikost sollte zur Mittagszeit gegeben werden, damit sie abends nicht so schwer im Magen liegt. Mögliche Unverträglichkeiten würden am Abend Babys Schlaf unnötig stören.

Wie Beikost füttern

In den ersten Tagen solltest du deinem Kleinen nur wenige Löffelchen des Breis geben, damit sich sein Körper ganz langsam an die neue Kost gewöhnen kann. In den darauffolgenden Tagen kannst du ihm immer mehr Gemüse und zusätzlich Milch geben, bis es satt ist. Verschlingt dein hungriger Schatz bereits eine komplette Gemüsemahlzeit, kannst du die darauffolgende Milch weglassen, jedoch solltest du dann deinem Liebling den restlichen Tag über Muttermilch bzw. das Fläschchen geben.

Schmeckt deinem Spatz die Mittagsmahlzeit bereits so gut, kannst du einige Wochen später die Milch am Abend durch einen Milchbrei ersetzen. Denke auch hier daran, langsam Löffelchen für Löffelchen zu füttern. Klappt das alles wunderbar, kannst du sogar einige Wochen darauf deinen Kleinen nachmittags beginnen mit Obstbrei zu füttern.

Du solltest pro Woche immer nur ein neues Lebensmittel einführen, damit du bei Unverträglichkeiten direkt den „Übeltäter“ erkennen kannst. Außerdem muss sich der Organismus deines Kleinen erst einmal an die Umstellung gewöhnen, deshalb ist weniger oft mehr. Starte mit milden und leicht verdaulichen Lebensmitteln und mische nicht zu viel. Achte auch immer auf Babys Signale und wie es die Nahrung verträgt.

Welche Gemüse-, Obst-, und Getreidesorten für Beikost

Viele Eltern füttern anfangs gerne Gemüsesorten zu: Kartoffeln, Blumenkohlröschen, Brokkoliröschen, Pastinaken, Karotten, Zucchini und Kürbis sind die Top-Favoriten. Du kannst deinem Sprössling aber auch geriebenen Apfel oder Birne anbieten. Ist das Obst bereits etwas braun oder dünstest du es an, ist es meist leichter verdaulich. Falls du lieber auf Getreide zurückgreifen willst, eignen sich Reis oder auch eisenreiche Hirse sehr gut, da diese mild schmecken.

Trinken

Denke auch daran, dass dein Baby durch die Aufnahme fester Nahrung jetzt verstärkt Durst hat. Deshalb ist es sehr wichtig, genügend Flüssigkeit aufzunehmen und ausreichend zu trinken. Apropos Trinken: Nimmst du denn auch genügend Flüssigkeit zu dir? Durch den ganzen Stress mit der Geburt, Besorgungen und Babys Entwicklungen solltest du auch an dich denken und vor allem auf dich achten. Hol dir doch am besten gleich ein Glas Wasser und vergiss nicht im Laufe des Tages genügend zu trinken.

Im ersten Lebensjahr eignet sich auch für deinen Spatz Wasser, nach und nach kannst du ihm ungesüßten Tee oder verdünnten Apfel- oder Traubensaft (1:3) anbieten.

Wie Babynahrung zubereiten/erwärmen/pürieren

Babys10 erklärt dir, wie du für deinen kleinen Säugling das Fläschchen zubereitest, wie du Babynahrung erwärmen und wie du am besten Beikost für deinen Liebling selbst kochen kannst.

Fläschchen zubereiten

Bereitest du deinem Spatz das Fläschchen mit Milasan, Hipp, Aptamil oder Milupa Milchpulver zu, so solltest du zunächst deine Hände gründlich waschen, um Keime und Bakterien aus dem Weg zu schaffen.

Auf der Packungsanleitung des Herstellers ist die Trinkmenge sowie Dosierung für das jeweilige Alter angegeben. Beispielsweise kann für dein zwei Monate altes Kind mit einer Mischung von 150 ml abgekochtem Wasser und fünf Messlöffeln Hipp Milchpulver eine trinkfertige Säuglingsnahrung von 170 ml zubereitet werden.

Koche nach dem Händewaschen frisches Leitungswasser in einem herkömmlichen Wasserkocher für die Babynahrung ab, fülle die benötigte Menge Wasser in ein Babyfläschchen und warte so lange, bis es auf 40-50 Grad abgekühlt ist. Du kannst dies beschleunigen, indem du das Fläschchen in ein kaltes Wasserbad stellst oder den Nip Cool Twister verwendest. Sobald du das Fläschchen gut anfassen kannst, fülle 2/3 der Wassermenge in ein zweites Fläschchen und gib die angegebene Menge Milchpulver von Alete, Hipp oder Beba dazu.

Verschließe das Fläschchen und schüttle es kräftig, damit sich das Pulver gut auflöst. Nun kannst du das restliche abgekochte Wasser von dem ersten Fläschchen dazugeben und die Babynahrung nochmals gut durchschütteln. Drehe die Flasche anschließend um und teste die Temperatur, indem du einige Tropfen auf deinen Arm spritzt oder das Fläschchen an deine Backe hältst. Eine Temperatur von 37 Grad ist ideal. Fällt es dir schwer, die Temperatur der Babynahrung zu schätzen, kannst du alternativ auch ein Babyflaschenthermometer kaufen.

Welche Fläschchen für dein Baby geeignet sind, was du beim Kauf beachten und wie oft du sie reinigen solltest, erfährst du im Babyfläschchen Test und Vergleich 2019/2020.

Babynahrung erwärmen

Möchtest du für deinen Liebling Hipp, Alete, Milupa oder Nestle Babynahrung aus dem Gläschen zubereiten, solltest du zunächst abschätzen, wie groß Babys Hunger ist und eine entsprechende Portion im Wasserbad oder in der Mikrowelle erwärmen. Möchtest du die Mahlzeit im Wasserbad zubereiten, achte immer darauf, dass das Wasser nicht heißer als 70 Grad ist, da sich sonst das Etikett lösen und dir das Glas aus der Hand fallen kann. Das Gläschen stellst du geöffnet in das Wasserbad und wartest einfach so lange ab, bis es warm ist.

Erwärmst du das Essen in der Mikrowelle, nimm vorher unbedingt den Deckel ab und lege einen Porzellanteller darüber. In ca. 60 Sekunden bei 360 Watt ist Babys Mahlzeit ganz schnell fertig. Achtung: Bereits erwärmte Reste solltest du nicht noch einmal verwenden, nicht erwärmte Reste kannst du verschlossen ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Alternativ kannst du auch einen Babynahrungszubereiter benutzen. Die Zubereitung sowie das Warmhalten für Babys Nahrung ist mit einem Babykostwärmer super einfach. Wie ein Fläschchen- und Babykostwärmer genau funktioniert und wie du ihn richtig anwendest, erfährst du in dem Artikel Babyflaschenwärmer.

Beikost selbst zubereiten

Möchtest du Beikost für deinen Kleinen selbst zubereiten, kannst du einige Tipps aus dem folgendem Video entnehmen:

Falls du einen Thermomix besitzt, findest du auf Google sämtliche Rezepte, um leckere, selbstgemachte Babynahrung für deinen kleinen, hungrigen Spatzen zuzubereiten.

Wie wäre es denn mit einem leckeren Gemüsebrei? Für ca. 2 Portionen benötigst du 180 g Möhren, 60 g Bio-Hähnchenfleisch, 120 g Kartoffeln, 400 g Wasser, 70 g Orangensaft sowie 15 g Rapsöl. Fülle das Gemüse sowie das Fleisch in den Garkorb und mixe alles drei Sekunden lang auf Stufe 5.

Das zerkleinerte Essen kannst du nun in den Gareinsatz geben und mit dem Wasser befüllen. Lasse alles 15 Minuten auf der Stufe 1 garen. Danach kannst du wieder alles in den Garkorb geben und mit ein bisschen Garflüssigkeit, dem Öl und Saft auffüllen. Püriere die Mahlzeit noch einmal 30 Sekunden lang auf Stufe 10 durch. Abschließend kannst du den Brei im Thermomix abkühlen. Et voilà, fertig ist Babys selbstgemachter Lieblingsbrei!

Was bei Babynahrung wichtig & zu beachten ist

Achte darauf, deinem Kleinen die richtige Babynahrung je nach Alter und Entwicklung zu geben und die empfohlene Dosiermenge sowie die Zubereitungshinweise auf der Verpackung einzuhalten. So stellst du eine optimale Zubereitung der Mahlzeit deines Schatzes sicher.

Fläschchenzeit ist Kuschelzeit: Babys lieben den engen, körperlichen Kontakt zu Mama und Papa während dem Fläschchengeben, denn es erinnert sie an den Mutterleib. Auch wenn sie älter werden, sollten sie während der Fläschchenzeit die volle elterliche Aufmerksamkeit bekommen.

Wenn du dir noch nicht sicher bist, welches Essen denn jetzt für deinen Schatz das beste ist, informier dich bei deiner Hebamme, Kinderarzt oder frage deine Freundinnen, welche Babynahrung sie empfehlen können. Auch Stiftung Warentest oder Öko-Test analysieren immer wieder Babynahrung & Milchpulver verschiedenster Hersteller.

Geöffnete Babynahrung

Angebrochene Packungen von einer Babynahrung solltest du gut verschließen und nicht im Kühlschrank, sondern an einem trockenen Ort in der Küche aufbewahren, um die Bildung von Bakterien zu vermeiden.

Milchpulver-Portionierer

Milchpulver-Portionierer sind der ideale Begleiter für unterwegs: Fülle einfach die nach dem Hersteller angegebene Menge an Milchpulver in den jeweiligen Behälter. Möchtest du Babys Fläschchen zubereiten, so kannst du das Milchpulver einfach mittels dem Einfülltrichter im Deckel in das Fläschchen umfüllen und mit Wasser aufgießen.

Die Firma Reer bietet einen Milchpulver-Portionierer für Babynahrung an, der aus einem dreiteiligen Set inklusive verschließbarem Befülltrichter als Deckel für die oberste Box besteht. Die Milchpulverdose ist auch ideal für unterwegs. Der Milchpulver Portionierer ist spülmaschinengeeignet, darf jedoch nicht ausgekocht oder in der Mikrowelle erwärmt werden. Dafür bekommst du das Set bereits für günstige 5 €!

Philips Avent Aufbewahrungssystem

Philips Avent hat das VIA Aufbewahrungssystem für Babynahrung konzipiert, das extrem praktisch und aus hitzebeständigem, robustem Kunststoff gefertigt ist. Ob abfüllen, einfrieren oder auftauen – das Aufbewahrungssystem für Babys Lieblingsspeisen ist so gut verarbeitet, dass es stets dicht hält und nichts ausläuft. Damit du den Durchblick behältst, kannst du die Behälter stapeln und beschriften. Chaos, adios!

In dem Set sind zehn Becher zu je 180 ml und zehn Becher zu 240 ml inklusive 20 Deckel und einem Fütterlöffel enthalten. Das Aufbewahrungssystem für Babynahrung ist also auch ideal für unterwegs: Der nächsten Fahrradtour und Reise mit dem Flugzeug steht also nichts mehr im Wege! Die Becher und Deckel sind mikrowellengeeignet und du kannst sie sogar in die Spülmaschine packen. Das hochwertig verarbeitete System kannst du ab ca. 35 € online bestellen.

Wo Babynahrung & Milchpulver kaufen

Rossmann und dm haben einen eigenen Online-Shop, in dem du alle Produkte rund um Babynahrung günstig bestellen kannst. Ob Milchpulver und Spezialnahrung, Menüs und Gläschen, Snacks und Desserts, hier findest du alles, was Babys Herz begehrt.

Amazon, Rossmann, Aldi, Lidl, Netto, Penny, Kaufland und Rewe bieten sämtliche Gläschen von Hipp Bio Combiotik, Alete und Babydream an: Von Bio-Brokkoli mit Kartoffeln über Pasta mit Gemüse & Rind bis hin zum Bio Früchte-Spaß mit Waldbeer-Geschmack ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch Milchpulver von Milupa, Nestle und Holle kannst du dort kaufen. Babys10 wünscht deinem Spatz einen guten Hunger!

nach oben

Fragen an die Hebamme: Die Folgen der Folgemilch…

Auch nicht (mehr) oder zum Teil gestillte Babys brauchen Milch zum Wachsen und Gedeihen. Die erste Wahl ist immer Muttermilch. Aber diese steht in Form von Muttermilchspenden nur in sehr eingeschränkten Mengen zu kontrollierten Bedingungen zur Verfügung. Daher profitieren meist nur Frühgeborene und kranke Neugeborene davon, die in einer Klinik mit einer angeschlossenen Muttermilchbank behandelt werden.

Die zweitbeste Wahl und vor allem flächendeckend und in der Regel immer erhältlich ist industriell hergestellte Säuglingsnahrung. Diese ist auf Kuhmilchbasis hergestellt. Sie wurde aber entsprechend im Eiweißgehalt der Muttermilch angepasst. Auch alle anderen für die Entwicklung von Babys notwendigen Nährstoffe sind in der Menge entsprechend justiert oder zugesetzt. Die in der Muttermilch enthaltenen Immunstoffe beinhaltet sie allerdings nicht. Auch bei geringer Muttermilchproduktion lohnt es sich, das Kind trotzdem zu stillen. In jedem Tropfen Muttermilch stecken zusätzliche wertvolle Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit des Kindes auswirken. Die Voraussetzung für das Teilstillen ist natürlich immer, dass auch die Mutter dies möchte.

PRE, HA…

Die Hersteller versuchen kontinuierlich, durch laufende Forschung die Säuglingsnahrung zu optimieren. So setzen zum Beispiel seit ein paar Jahren einige Hersteller der Pre-Nahrung sogenannte Prä- und Probiotika bei. Die sollen das Immunsystem stärken und beim Aufbau einer gesunden Darmflora helfen. Bisher sind diese möglichen Vorteile wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Darum wird von Experten diese Nahrung nicht bevorzugt empfohlen.

Die Herstellung von Säuglingsnahrung in Deutschland unterliegt strengen gesetzlichen Richtlinien. Man kann davon ausgehen, dass in jeder Milchnahrung, egal von welchem Hersteller, die benötigten Nährstoffe für gesundes Wachstum eines Babys enthalten sind. Teurer ist also hier nicht unbedingt besser.

Von Geburt an wird eine so genannte Pre-Nahrung empfohlen. Diese hat die Aufschrift „von Geburt an“, „ab der ersten Lebenswoche“ oder „ab dem ersten Fläschchen“. Für allergiegefährdete Kinder – wenn die Eltern oder ein Geschwisterkind selbst Allergiker sind – wird zudem die Verwendung so genannter HA-Nahrung empfohlen. Bei dieser hypoallergenen (HA) Nahrung sind die Kuhmilcheiweißbestandteile weiter aufgespalten. Dies sorgt dafür, dass der Körper es nicht so schnell als Fremdeiweiß erkennt. Die HA-Nahrung ist durch die Aufspaltung leicht bitter im Geschmack. Sie wird aber trotzdem in der Regel von den Babys akzeptiert, wenn sie von Anfang an gegeben wurde. Da Kinder mit Beginn der Beikosteinführung mit einer Vielzahl potenzieller Allergene in Kontakt kommen, ist ein Nutzen dieser Nahrung über die Beikostzeit hinaus bisher nicht belegt. Es gibt die HA-Nahrung auch als Folgemilch ab dem Beikostalter. Für einen Vorteil dieser Nahrung in Bezug auf die Allergieprävention von Risikokindern gibt es bisher keinen wissenschaftlichen Beleg.

Eins, zwei oder drei…

Doch die große Frage, die sich alle Pre-Nahrung fütternden Eltern stellen, ist ja die, ob und wann Folgemilch denn nun notwendig ist. Wenn man vor den prall gefüllten Drogerieregalen steht, kommt man schon ins Grübeln. Ist denn nun die Nahrung mit der zusätzlichen Kennzeichnung 1, 2 oder 3 die bessere Wahl als die nummernlose Pre-Nahrung? Zumal diese Nahrungen oft mehr Sättigung und manchmal sogar „besseren Schlaf“ auf der Umverpackung versprechen.

Pre-Nahrung enthält ebenso wie die Muttermilch als einziges Kohlenhydrat Laktose. Die so genannte 1er-Nahrung kann zusätzlich noch weitere Kohlenhydrate wie Maltose, Maltodextrin oder auch Stärke enthalten. Diese sorgen zum Beispiel dafür, dass die Milch etwas sämiger ist und optisch gehaltvoller wirkt. Große Unterschiede im Energiegehalt gibt es da aber nicht. Deshalb sollen sowohl Pre-Nahrung als auch 1er-Nahrung nach Bedarf des Kindes gegeben werden. Das heißt, dass nicht die Vorschrift auf der Verpackungsrückseite, sondern das Baby die Häufigkeit und Menge der Mahlzeiten bestimmt. Auch Flasche fütternde Eltern sollten deshalb die frühen Hungerzeichen ebenso wie die Sättigungsignale ihres Babys kennen.

Durch die zusätzliche Stärke in der 1er-Nahrung kann die Magenverweildauer der Milch etwas länger sein. Das kann eventuell zu größeren Abständen zwischen den Mahlzeiten führen. Dies mag ja zum Beispiel nachts durchaus gewünscht sein. Die zusätzlichen Zuckerzusätze in der 1er-Nahrung sorgen für einen oft etwas süßeren Geschmack und damit auch für eine Prägung der ohnehin von Babys bevorzugten Geschmacksvorliebe „süß“. Es ist also sicher sinnvoll, genau aufs Etikett von 1er-Nahrungen zu schauen und Produkte mit zusätzlichen Zuckerzusätzen (etwa Glukose oder Maltose) außer der Laktose im Regal stehen zu lassen. Oft ist die 1er-Nahrung etwas preisgünstiger. Das kann durchaus ein Kaufargument sein. Denn industriell hergestellte Säuglingsnahrung kostet Eltern durchschnittlich 75 Euro im Monat inklusive benötigtem Zubehör.

Der Blick aufs Kleingedruckte

Genau wie bei gestillten Kindern, die mit drei oder vier Monaten gerne mal unruhiger trinken oder nachts öfter aufwachen, trifft das auch oft auf mit Pre-Nahrung gefütterte Kinder zu. Während die stillende Mutter dann eventuell an ihrer Milchproduktion zweifelt, wird die nicht stillende Mutter vielleicht den Nährwert der so dünn aussehenden Pre-Nahrung in Frage stellen. Beide kann ich in der Regel beruhigen. Weder die Muttermilch muss irgendwie angereichert oder optimiert werden, noch ist es notwendig, auf Folgenahrungen (auch 2er-und 3er-Nahrung genannt) umzusteigen. Ganz im Gegenteil bergen diese sogar einige gesundheitliche Risiken. Sie sind in der Nährstoffzusammensetzung im Vergleich zur Muttermilch weniger gut. Proteingehalt und Eiweißzusammensetzung sind oft in unphysiologischer Weise erhöht – und das bei einer eher geringen Erhöhung der Gesamtkalorienmenge. Für Kälbchen, die ja schnell an Muskelmasse zunehmen, ist der höhere Eiweißgehalt von Kuhmilch ja durchaus sinnvoll.

Für Menschenkinder mit einem raschen Hirnwachstum sind andere Nährstoffzusammensetzungen sinnvoller. Eine Aufnahme zu hoher Eiweißmengen kann das spätere Risiko für Übergewicht (Adipositas) mit all seinen Folgen erhöhen. Folgemilch darf deshalb auch nicht als „Muttermilchersatz“ gegeben werden, sondern frühestens nach Einführung der Beikost ergänzend dazu. Der Hinweis nach dem „4. Monat“ oder auch ab dem 6. Monat“ auf den Folgenahrungspackungen heißt also nicht, dass diese zu dem Zeitpunkt jetzt „dran“ wären, sondern – wenn überhaupt – frühestens dann gegeben werden dürfen. Ernährungsgphysiologisch werden sie aber von Experten nicht empfohlen.

Wenn Eltern doch Folgenahrung füttern möchten, soll diese nach Packungsanweisung und nicht nach Bedarf gefüttert werden. Es sollte aber klar geworden sein, dass es sich bei Folgemilch eigentlich um eine weniger optimal konzipierte Nahrung (gegenüber der Pre-Nahrung) handelt, die zum Teil auch noch unerwünschte Zusatzstoffe wie z.B. Vanillin enthalten. Die Entscheidung für oder gegen Folgenahrungen obliegt den Eltern, aber ein Blick aufs Kleingedruckte lohnt sich immer.

Orientierung im Babynahrungsdschungel

Und damit Eltern jetzt nicht weiterhin überfordert vor dem Babynahungsregal stehen, noch mal alles kurz zusammengefasst:

  • Die Pre-Nahrung, die von Geburt an gegeben wird, kann im ganzen ersten Lebensjahr weiter verwendet werden.
  • Falls ein Kind mit erhöhtem Allergierisiko (wenn Eltern oder Geschwister eine Allergie haben) HA-Nahrung erhält, kann mit Beikostbeginn von der HA auf reguläre Pre-Nahrung gewechselt werden.
  • Pre-Nahrung und 1er-Nahrung werden nach Bedarf des Kindes gefüttert.
  • Folgenahrungen (2er, 3er, 4er) sind nicht notwendig. Wenn Eltern diese doch für ihr Kind wünschen, sollten sie auf Produkte mit keinen oder möglichst wenigen überflüssigen Zusatzstoffen zurückgreifen und diese erst nach der Beikosteinführung und entsprechend der Herstellerempfehlung füttern.
  • Und wer jetzt immer noch im Säuglingsnahrungs-Dschungel umherirrt, kann auch gerne noch mal seine Hebamme fragen. Bis zum Ende des neunten Lebensmonats übernehmen die Krankenkassen die Kosten für bis zu acht Beratungen zur Babyernährung auch bei nicht stillenden Müttern.

Babynahrung Pre, 1 und HA: Wann welche Babymilch?

An die Muttermilch kommt nichts ran. Steht sie nicht zur Verfügung, ist industriell hergestellte Babynahrung die beste Wahl. © iStock.com/courtneyk

Babynahrung, eine genauere Bezeichnung lautet Säuglingsanfangsnahrung, kommt im ersten Lebensjahr zum Einsatz, wenn das Stillen nicht möglich ist oder wenn die Muttermilch nicht ausreicht. Babymilch gibt es in aufeinander aufbauenden Stufen.

Überblick: Milchnahrung für Säuglinge

  • Pre-Nahrung am Anfang
  • Säuglingsmilch mit der Ziffer „1“
  • Flüssige Beikost: Folgemilch 2 und 3
  • HA-Nahrung: Wenn das Baby allergiegefährdet ist
  • Wie lange soll mein Kind nur Flaschennahrung bekommen?
  • Babynahrung im Test: Vorsicht vor Schadstoffen!
  • So wird eine Fläschchen zubereitet
  • Welches Leitungswasser ist geeignet?
  • Vollmilch oder vegane Getreidedrinks als Babynahrung?

Pre-Nahrung am Anfang

Begonnen wird meist mit der Pre-Nahrung. Sie ist weitestgehend an Muttermilch angepasst und wird daher auch adaptierte Milchnahrung genannt. Sie enthält nur Kohlenhydrate in Form von Milchzucker (Laktose), auch der Eiweißgehalt orientiert sich in Menge und Qualität an der Muttermilch. Daher kann Pre-Nahrung nach Bedarf gefüttert werden, ohne dass die Gefahr der Überernährung besteht. Eltern sollen und können immer dann füttern, wenn das Kleine sich meldet. Auch im Rahmen der „Zwiemilchernährung“, also wenn die Muttermilch alleine nicht ausreicht, ist Pre-Nahrung als Ergänzung gut geeignet.

Wichtig ist, dass Eltern den richtigen Sauger für die Fütterung mit Säuglingsmilch der Stufe „Pre“ verwenden. Eine feine Lochung des Saugers ist empfehlenswert, da die Milch sehr dünnflüssig ist und sonst zu viel Milch in den Mund des Babys gelangt und es sich leicht verschluckt. Die richtige Lochung erkennt man daran, dass die Milch nur langsam heraustropft, nicht herausfließt.

Säuglingsmilch mit der Ziffer „1“

Säuglingsmilch der Stufe 1 enthält neben Milchzucker auch Kohlenhydrate in Form von Stärke und ist deshalb sämiger als die Pre-Nahrung. Die Babymilch 1 enthält zwar nicht mehr Kalorien als Pre-Nahrung, sättigt jedoch länger aufgrund der enthaltenen Stärke.

Da die Natur keine Stärke in Säuglingsmilch vorgesehen hat, sollte man sich vor dem Füttern der Babynahrung 1 von Kinderarzt, Hebamme oder im Expertenrat des Lifeline-Schwesterportals 9monate.de beraten lassen. Stille ich mein Baby richtig?

Die Säuglingsanfangsnahrung 1 ist ebenfalls für die Ernährung des Kindes gleich nach der Geburt geeignet. Sie sollte jedoch nicht „ad libitum“ (aus dem Lateinischen für „nach Belieben“) gefüttert werden, da sonst die Gefahr der Überernährung besteht. Sie wird daher in regelmäßigen Abständen und nur nach Anweisung des Herstellers gefüttert.

Für die dickflüssigere Babymilch 1 ist ein Sauger mit mittelfeiner statt feiner Lochung zu empfehlen. Sonst müsste sich das Kind zu sehr anstrengen, um an die Milch zu kommen und würde zu wenig trinken.

Flüssige Beikost: Folgemilch 2 und 3

Folgemilch ist in der Zusammensetzung weniger an die Muttermilch angepasst als Anfangsnahrung Pre und 1. Folgemilch 2 darf erst ab 6 Monate gefüttert, mit Folgemilch 3 sollte bis zum 10. Lebensmonat gewartet werden.

Folgemilch ist kein Muttermilchersatz im eigentlichen Sinne, sondern als flüssige Beikost zu bewerten. Kinder sind jetzt lebhafter und brauchen viel Energie. Trotzdem bleibt die Milchmahlzeit ein wichtiger Baustein in der Ernährung. Folgemilch kann dann sinnvoll sein, wenn Ihr Kind am Abend keinen Brei essen mag.

Besprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, der Hebamme oder Kinderkrankenschwester, ob Folgemilch für Ihr Kind sinnvoll ist. Neben der herkömmlichen Folgemilch ist auch probiotische und präbiotische Folgemilch erhältlich. Derzeit gibt es aber keinen gesicherten Beweis dafür, dass sie einen Vorteil bieten.

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

Lifeline / Wochit

HA-Nahrung

Säuglinge mit erhöhtem Allergierisiko sollten mit einer hypoallergenen Säuglingsnahrung, die mit HA gekennzeichnet ist, gefüttert werden. Säuglinge gelten als allergiegefährdet, wenn mindestens ein Elternteil oder Geschwisterkind an einer Allergie erkrankt ist. HA-Nahrung wird in einem Spezialverfahren hergestellt. Dabei wird das Kuhmilcheiweiß in kleine Bausteine aufgespalten und damit allergenarm gemacht. Die HA-Nahrung wird in den Stufen Pre, 1, 2 und 3 angeboten.

Wie lange soll mein Kind nur Flaschennahrung bekommen?

Wann man von einer Milch auf die nächste Stufe wechselt, merken aufmerksame Eltern meist recht schnell, zum Beispiel eine Mahlzeit nicht lange sättigt und das Kind schnell wieder hungrig wird oder nachts oft nach einer Flasche verlangt. Dann sollte auf die nächstfolgende Stufe Säuglingsmilch umgestiegen werden. Ratsam ist es, den Umstieg mit dem Kinderarzt oder der Hebamme abzusprechen. Hinweise zur Milchmenge, die getrunken werden sollte, finden sich auch bei den Herstellerangaben.

Bis zu welchem Alter das Kind ausschließlich mit Milch gefüttert wird, lässt sich nicht auf den Tag bestimmen. Meist deutet sich ab dem fünften Monat an, dass die Flasche allein nicht mehr satt macht. Dann sollten die Eltern Schritt für Schritt mit der Fütterung von Beikost beginnen. Zwar bleibt Milch noch bis zum Ende des ersten Lebensjahres der Hauptbestandteil des Speiseplans, doch ist es nun Zeit für andere Geschmäcker und Brei aus Gemüse, Obst und Getreideprodukten.

Babynahrung im Test: Vorsicht vor Schadstoffen

Die Zusammensetzung von Säuglingsanfangsmilch ist über die Diätverordnung streng geregelt. Hersteller haben aber die Möglichkeit, zusätzliche Inhaltsstoffe beizumischen, zum Beispiel Probiotika, Mikroorganismen für die Darmgesundheit, sowie bestimmte Mehrfachzucker, die den Darmbakterien als Nahrung dienen (auch Präbiotika genannt). Deren Effekt auf die Darmflora ist bisher allerdings nicht hinreichend belegt, wie Stiftung Warentest in ihrem Test von Pre-Nahrung sowie Pre-HA-Nahrung bemängelt.

Präbiotika: Diese 13 Lebensmittel schmecken unseren Darmbakterien

Die optional zugesetzte mehrfach ungesättigte Fettsäure Docosahexaensäure (DHA), die sich auch in der Muttermilch befindet, hat dagegen einen nachweislich positiven Effekt auf Gehirn und Sehfähigkeit. Die Babymilch Aptamil Pre wies im Vergleich zu anderen Produkten am meisten DHA auf.

Generell zeichnet der Test ein positives Bild: Die 15 getesteten Produkte schnitten gut ab, was die Nährstoffzusammensetzung betrifft. Zudem waren alle frei von krankmachenden Keimen. Allerdings enthielten vier Produkte vermeidbare Mengen an Schadstoffen, die teilweise unter Krebsverdacht stehen.

Glycidyl-Fettsäureester

Bei Glycidyl-Estern handelt es sich um einen Fettschadstoff, der bei der Raffination von pflanzlichen Speiseölen entsteht. Während der Verdauung werden Glycidyl-Fettsäureester aufgespalten und zu Glycidol umgewandelt, das von der Krebsbehörde der WHO (IARC) als wahrscheinlich krebserregend eingestuft wird.

Babydream, eine Marke der Drogeriekette Rossmann, machte dabei den schlechtesten Eindruck: Die von Stiftung Warentest als mangelhaft eingestufte Babynahrung enthielt bedenkliche Mengen an Glycidyl-Estern.

Diese lassen sich laut Stiftung Warentest zwar nicht gänzlich vermeiden, aber auf ein Mindestmaß reduzieren. Trotzdem stellen Glycidyl-Ester in Babynahrung ein Problem dar. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt, im ungünstigsten Fall könne nicht ausgeschlossen werden, „dass Säuglinge, die ausschließlich mit industriell gefertigter Säuglingsnahrung ernährt werden, gesundheitlich bedenkliche Mengen an Glycidol aufnehmen könnten.“

3-MCPD-Fettsäureester

Ein weiterer Fettschadstoff, der bei der industriellen Herstellung von Speiseöl entsteht, sind 3-MCPD-Ester. Sie sind ebenfalls kaum zu vermeiden, werden jedoch im Vergleich mit Glycidyl-Estern als weniger kritisch eingestuft. Babydream, sowie die HA-Nahrung von Alnatura und Hipp wiesen im Test höhere Mengen der 3-MCPD-Ester auf.

Chlorat

Chlorat wird etwa in Desinfektionsmitteln verwendet. Gelangt es in den Körper, kann es die Jodaufnahme der Schilddrüse hemmen. Das Produkt Babylove fiel im Test durch einen hohen Gehalt an Chlorat auf.

Die Testsieger mit Note gut

Babynahrung ist in Drogerien, einigen (Bio-) Supermärkten sowie im Internet erhältlich. Folgende Produkte sind laut Testergebnissen am ehesten zu empfehlen:

Babymilch Note
Milasan Pre Anfangsmilch 2,1
Beba Pro Pre 2,3
Aptamil mit Pronutra Anfangsmilich Pre 2,4
Bebivita Anfangsmilch Pre 2,4
Humana Anfangsmilch Pre 2,4
Töpfer Lactana Pre Bio Anfangsmilch 2,5
Beba HA Pre 2,5
Bebivita Hypoallergene Anfangsnahrung Pre HA 2,5

Eine ähnliche Untersuchung von Säuglingsmilch durch Öko-Test konzentrierte sich überwiegend auf Babynahrung der Stufe 1:

  • Beba Pro 1 von Nestlé war Testsieger und wurde als einziges Produkt mit Note sehr gut bewertet.

  • Die einzige Note gut wurde an die Hipp Combiotik Bio-Anfangsmilch 1 vergeben.

  • Alle Produkte wiesen Spuren von Chlorat auf, manche zu hohe Mengen an bedenklichen Fettsäureestern.

  • Als mangelhaft bewertet wurden die Babydream Bio Anfangsmilch 1 aufgrund des hohen Gehalts an Perchlorat sowie die Holle Bio-Anfangsmilch 1 von Demeter, weil Clostridien nachgewiesen wurden.

Ebenfalls bedenklich: Palmöl

Säuglingsnahrung ist meistens mit Palmöl angereichert. Dieses Fett enthält in verstärktem Maße die oben genannten schädlichen Glycidol-Ester. Außerdem hat eine Studie an 26 nicht gestillten Neugeborenen gezeigt, dass Palmitinsäure, eine im Palmöl vorkommende gesättigte Fettsäure, die Kalziumaufnahme im Darm behindern und sich dadurch der Knochenaufbau verlangsamen kann. Muttermilch beinhaltet zwar ebenfalls Palmitinsäure, jedoch mit einer veränderten chemischen Struktur, die für Säuglinge unschädlich ist.

So wird eine Flaschenmahlzeit zubereitet

Bei der Herstellung der Säuglingsmilch ist es unbedingt notwendig, die auf der Packungsbeilage vorgeschriebene Mengenangabe zu beachten, denn:

  • Ein Zuviel an Pulver macht die Nahrung zu dickflüssig und liefert zu viel Energie. Das Kind wird schnell unruhig und fängt an zu weinen, da es Durst hat. Auch können schmerzhafte Verdauungsprobleme wie Verstopfung oder Durchfall auftreten.

  • Ein Zuwenig an Pulver führt dazu, dass die Nährstoff-Empfehlungen unterschritten werden, was auf Dauer das Auftreten von Mangelerscheinungen fördert.

Stuhlgang beim Baby: Das bedeuten Farbe und Beschaffenheit des Windelinhalts

Das Immunsystem der Kleinen lernt noch, daher ist es wichtig den Organismus nicht mit Keimen zu belasten. Bei der Zubereitung von Säuglingsmilchnahrung müssen Eltern besonders sauber arbeiten:

  • Fertig zubereitete Säuglingsmilch ist ein idealer Nährboden für Krankheitserreger. Stellen Sie die Säuglingsmilch immer frisch her und bewahren Sie angerührte Milch nicht länger als eine Stunde auf.

  • Vermeiden sie es, fertige Flaschenmilch unterwegs in Wärmebehältnissen aufzubewahren. Hierbei können sich Keime besonders gut vermehren. Babynahrung für unterwegs kann stattdessen als Pulver mitgenommen werden. Zusätzlich abgekochtes Wasser in einer Thermoskanne mitführen und erst bei Bedarf zusammenrühren.

  • Angebrochene Packungen Milchpulver sollte man nach Gebrauch immer gut verschließen.

  • Leitungswasser vor dem Mischen mit dem Milchpulver abkochen. Falls Mineralwasser für die Zubereitung verwendet wird, muss es nach dem Öffnen im Kühlschrank festverschlossen aufbewahrt werden und vor Zubereitung der Säuglingsmilch ebenfalls abgekocht werden.

  • Fläschchen vor dem Einfüllen der Säuglingsmilch auskochen. Wichtig: Flasche und Sauger mindestens drei Minuten in kochendes Wasser tauchen, damit Keime vollständig abgetötet werden. Nachher die Sachen mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt aufbewahren.

Welches Leitungswasser ist geeignet?

Um die Babymilch zuzubereiten, kann in der Regel auf Leitungswasser zurückgegriffen werden. Verwenden Sie Kaltwasser, das Sie laufen lassen, bis es fühlbar kälter geworden ist. So ist im Getränk nur die minimal mögliche Menge Metall aus den Leitungen enthalten.

Zur Zubereitung von Babynahrung kann in der Regel normales Leitungswasser verwendet werden. ©iStock.com/stevanovicigor

Wenn Eltern ganz sicher gehen wollen, ob Leitungswasser in ihrer Region zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, können sie sich bei dem zuständigen Wasserwerk oder Gesundheitsamt erkundigen.

Mineral- statt Leitungswasser sollte man benutzen, wenn:

  • Blei- oder Kupferrohre in ihrem Haus verlegt sind

  • der pH-Wert des Leitungswassers sehr niedrig ist. Dann kann sich Metall auch aus Kupferrohren lösen.

Achtung: Das Mineralwasser sollte die Aufschrift „für Säuglingsnahrung geeignet“ tragen.

Keine Vollmilch oder vegane Getreidedrinks

Vollmilch ist für Säuglinge ungeeignet, weil sie einen höheren Gehalt an Eiweiß und Mineralstoffen hat als Muttermilch und somit die unreifen Verdauungs- und Ausscheidungsorgane des Säuglings überfordert. Der Gehalt an Vitaminen und Spurenelementen ist dagegen zu gering.

Sollen Säuglinge mit einer selbst hergestellten Nahrung aus Vollmilch ernährt werden, kommt nur Halbmilch infrage, bei der Vollmilch verdünnt wird und hochwertige Fettsäuren zugesetzt werden. Vorsicht: Eine gleichbleibende Nährstoffzusammensetzung ist bei Halbmilch durch das Selbstmischen der Zutaten schwer einzuhalten. Zudem fehlt eine strenge, den Anforderungen für Säuglingsnahrung entsprechende hygienische Kontrolle der Zutaten auf Schadstoffbelastung.

Auch Milchnahrung auf Basis von Ziegen-, Schafs- oder Stutenmilch ist wie die Ernährung mit herkömmlicher Kuhmilch nicht empfehlenswert. Ziegenmilch enthält zudem noch einen besonders geringen Gehalt an Folsäure und Vitamin B12.

Manche Mütter möchten ihre Kinder von Anfang an vegan ernähren und benutzen etwa Frischkornmilch, Mandelmilch oder Reismilch. Diese Nahrungen sind ebenso wie Vollmilch für Säuglinge auf gar keinen Fall geeignet. Je nach Rezept ist der Proteingehalt zu gering, die Proteinqualität unzureichend und es bestehen Mängel in der Vitamin- und Mineralstoffzusammensetzung. Bei Säuglingen, die auf diese Weise ernährt werden, sind nicht mehr zu behebende Entwicklungsstörungen keine Seltenheit.

Pre-Milch

Pre-Milch oder Startmilch ist die ideale Schoppennahrung für Neugeborene, denn sie gleicht der Muttermilch am meisten. Sie ist als Ernährung für die ersten vier bis sechs Lebenswochen gedacht. Danach kann auf Anfangsmilch (1-er Milch) umgestellt werden. Die meisten Fachleute meinen aber, dass Babys damit auch das ganz erste Lebenshalbjahr gefüttert werden können.

Wie beim Stillen kann der Säugling „ad libitum“, das heisst nach Bedarf, gefüttert werden. Das heisst: Eltern sollen und können immer dann Füttern, wenn das Kleine sich meldet. Einen festen Mahlzeiten-Rhythmus kann man von einem so kleinen Säugling noch nicht erwarten.

Wichtig ist, dass Eltern den richtigen Sauger für die Fütterung mit Säuglingsmilch der Stufe „Pre“ verwenden, denn eine feine Lochung des Saugers ist empfehlenswert, da die Milch sehr dünnflüssig ist und sonst zu viel Milch in den Mund des Babys gelangt und es sich leicht verschluckt. Die richtige Lochung erkennt man daran, dass die Milch nur langsam heraustropft, nicht herausfliesst.

Pre-Babymilch ist in Eiweissgehalt und –qualität der Muttermilch angepasst. Basis für die Herstellung der Säuglingsanfangsnahrung ist Kuhmilch. Jedoch eignet sich herkömmliche Kuhmilch nicht als Säuglingsmilch. Dazu ist eine komplizierte Verfeinerung in vielen Einzelschritten notwendig. Um sie den Vorzügen der Muttermilch weitestgehend anzupassen, muss der Fettanteil mit wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren angereichert werden und die Eiweissqualität optimiert werden. Vitamine, Mineralstoffe, vor allem Eisen und Kalzium, werden ergänzt. Pre-Milch enthält an Zucker ausschliesslich Laktose (Milchzucker). Andere Kohlenhydrate sind in der Pre-Babymilch verboten. Deshalb ist sie ähnlich dünnflüssig wie Muttermilch.

Für Frühgeborene wird Nahrung bevorzugt, die langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LCP) enthält, was sich positiv auf die Entwicklung von Nerven und Gehirn auswirkt. Eigentlich ist Pre- und Anfangsmilch als Nahrung für die ersten vier bis sechs Wochen gedacht, sie kann aber nach neuesten Erkenntnissen durchaus auch länger gefüttert werden.

Pre-Milch ist wegen ihrer grossen Ähnlichkeit zur Muttermilch auch geeignet für die Zwiemilchernährung (Stillen und Flaschenernährung parallel). Diese Form der Ernährung ist empfehlenswert, wenn Sie zuwenig Milch haben, teilweise wieder arbeiten oder aus andern Gründen zuschöppeln wollen/müssen. Sie können entweder jedes Mal zuerst Stillen und anschliessend etwas künstliche Milch anbieten oder abwechselnd einmal Stillen, einmal Schöppeln, etc.

Pre, 1 oder 2 – welche Milch ist die richtige?

© fotolia, bilderstoeckchen

Die ideale Milchsorte für die Ernährung nach der Geburt steht im Grunde von Natur aus fest: Muttermilch. Denn Muttermilch hat immer den richtigen, auf die individuellen Bedürfnisse eines Babys abgestimmten Mix an besten Nährstoffen.

Und nebenbei bietet sie auch die beste Vorsorge gegen eine mögliche Entwicklung von Allergien. So enthält sie beispielsweise Pro- und Präbiotika, die in ihrer Kombination die körpereigene Abwehr unterstützen. Sie ist prima temperiert, keimfrei, kostenlos und ohne großen Aufwand jederzeit verfügbar.

Doch kann es natürlich sein, dass eine Mutter aus irgendeinem Grund nicht (länger) stillen kann oder will. Selbstverständlich ist diese individuelle Entscheidung völlig in Ordnung und macht keine Frau zu einer Mutter zweiter Klasse.

Nicht gestillte Babys sollten im ersten Lebensjahr industriell hergestellte Säuglings- milchnahrung erhalten. Diese Milch ist heute so zusammengestellt, dass die Kleinen alles bekommen, was sie für ein gesundes Wachstum brauchen. Alle bei uns im Handel erhältlichen Produkte genügen den sehr strengen Richtlinien, die für die Herstellung von Säuglingsmilchnahrung vorgeschrieben sind. Diese garantieren unter anderem eine praktisch schadstofffreie Milchnahrung. Die große Auswahl an Milchsorten bietet für jede Altersstufe die passende Säuglingsnahrung.

So finden Sie sich zurecht:

Die Milch mit dem „Pre“ im Namen

Die Pre-Milchnahrungen werden heute von den meisten Kinderärzten und Ernährungs- experten für Neugeborene empfohlen, wenn nicht oder nicht ausschließlich gestillt wird.

Pre-Nahrung ist in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch weitgehend angepasst. Sie enthält außer dem Milchzucker (Laktose), der auch in der Muttermilch vorkommt, keine weiteren Kohlenhydrate. Die dünnflüssige Pre-Milch dürfen Sie Ihrem Baby vom ersten Lebenstag an nach Bedarf geben. Es besteht keine Gefahr, dass Sie Ihr Kleines überfüttern. Pre-Milch kann Ihr Kind übrigens während des gesamten ersten Lebensjahres bekommen.

Wenn das Kind nicht gestillt wird und Sie ausschließlich Fläschchen geben, ist es sinnvoll darauf zu achten, dass die Nahrung zusätzlich „LCP“ enthält. Darunter versteht man langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (DHA, Omega-3), die das Baby für das intensive Wachstum seiner Nervenzellen braucht. Sie sind von biologischer Bedeutung für die Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Sehvermögen. Während der Schwangerschaft bekam das Baby diese LCP-Bausteine über die Nabelschnur – nach der Geburt liefert die Natur diese Fettsäuren mit dem Stillen über die Muttermilch.

Die Milch mit der „1“

Diese etwas sämigere und damit etwas sättigendere Milch ist für die Zeit gedacht, in der das Baby noch ohne Beikost ernährt wird. Sie enthält neben Milchzucker auch noch weitere Kohlenhydrate, meistens Maisstärke. Sie ist als Nachfolgenahrung für die Pre-Milch gedacht. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind mit einer Pre-Nahrung nicht richtig satt wird, können Sie jederzeit auf eine 1er-Milch wechseln. Achten Sie auf die angegebene Trinkmenge, da diese Milch etwas sättigender ist und Ihr Baby deshalb möglicherweise weniger Mahlzeiten pro Tag als mit einer „Pre“-Milch benötigt.

Die Milch mit der „2“

Die 2er Milch ist die Milch für das „Beikost-Alter“ ab dem 6. Lebensmonat, bzw. wird dann gegeben, wenn Babys allein von der Nahrung der Stufe 1 nicht mehr satt werden. Sie ist in ihrem Aufbau nicht mehr ganz so stark an die Muttermilch angeglichen und enthält neben zusätzlichen Nährstoffen und Kalorien auch einen festgelegten Anteil an Jod und Eisen. Bei manchen Marken werden neben dem Milchzucker auch noch andere Zuckerformen (z.B. Glukose oder Maltodextrin) zugesetzt. Eine 2er Milch sättigt ein Baby mehr als eine 1er Milch. Trotzdem ist eine Umstellung auf Sorte 2 nicht zwingend nötig. Wenn Ihr Kind mit der 1er Milch zufrieden ist, können Sie diese auch weiterhin geben. Im Zweifel lassen Sie sich bitte von Ihrem Kinderarzt beraten, ob er einen Umstieg auf die 2er Milch empfiehlt, oder ob der zusätzliche Nährstoffbedarf über die Beikost gedeckt werden sollte.

Die Milch mit der „3“

Ab 12 Monaten darf ein Kind, wenn es keine Allergien und Unverträglichkeiten hat, auch ganz normale Kuhmilch (z.B. H-Milch) bekommen. Viele Eltern finden es aber weiterhin angenehmer, morgens oder abends ein Fläschchen zuzubereiten. Für sie gibt es Milchnahrungen der Stufe 3, die zusätzlich mit allen Vitaminen und Mineralstoffen angereichert sind, die ein Kleinkind braucht. Für Kinder, die kein unbehandeltes Kuhmilch-Eiweiß vertragen, gibt es auch HA-Nahrungen der Stufe 3.

Die HA-Milch

Das Kürzel „HA“ steht für „hypoallergen“: Im Herstellungsprozess einer HA-Milch wurde mittels Hydrolyse das Eiweiß der Kuhmilch so aufgespalten, dass der Körper des Babys dieses Eiweiß als weniger „fremd“ erkennt und die Gefahr einer allergischen Reaktion darauf somit gesenkt werden kann.

Empfohlen wird eine HA-Nahrung, wenn ein Kind als allergiegefährdet gilt. Das ist etwa der Fall, wenn Mutter oder/und Vater oder ein Geschwisterkind eine Allergie haben. Die Entscheidung, ob Ihr Kind eine HA-Nahrung braucht, sollten Sie aber immer nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt treffen. Auch HA-Milch gibt es, je nach Hersteller, als Pre- und als 1er-, 2er- oder 3er-Milch.

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie eine HA-Nahrung probieren. Sie schmeckt weniger süß als eine normale Milchnahrung. Ihr Baby, das keinen anderen Geschmack kennt, wird das aber sicher nicht stören. Bitte fügen Sie auf keinen Fall eigenmächtig Zucker oder andere Süßstoffe zu.

Vorsicht: Für Kinder mit einer nachgewiesenen Kuhmilch-Allergie eignet sich HA-Nahrung nicht. Sie brauchen eine spezielle Milch, die in ihren Eiweißbestandteilen noch weiter aufgespalten ist. Lassen Sie sich in diesem Fall unbedingt von Ihrem Kinderarzt beraten.

Milch bei besonderen Bedürfnissen: Spezialmilch

Für Babys mit besonderen Bedürfnissen stehen Spezial-Milchnahrungen zur Verfügung. Diese können zum Beispiel bei Babys helfen, die nach der Milchmahlzeit vermehrt spucken, also einen starken Reflux haben (Anti Reflux Milch).

Auch Frühgeborene können bei Bedarf Spezialnahrungen erhalten, die auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnitten sind (Frühchenmilch).

Manche Babys leiden vermehrt an Blähungen, Koliken oder auch an Verstopfungen, weil sich das Verdauungssystem noch nicht an die Nahrungsaufnahme gewöhnt hat. Auch hier gibt es geeignete Milchnahrungen (Sensitiv Milchnahrung/Heilnahrung).

Babys mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Kuhmilch oder einer Allergie gegen Kuhmilcheiweiß brauchen ebenfalls eine besondere kuhmilchfreie Spezialnahrung.

Wichtig: Vor der Gabe einer Spezialnahrung sollten Sie unbedingt Ihren Kinderarzt besuchen und diese Möglichkeiten mit ihm besprechen. Nur Ihr Kinderarzt kann wirklich beurteilen, ob Ihr Baby eine Spezialnahrung erhalten sollte.

Hier finden Sie weitere Infos über die verschiedenen Spezialnahrungen bzw. Spezialmilche.

von Anne Malburg, Diplom-Journalistin

Zuletzt überarbeitet: April 2019

Säuglingsnahrung: Welche Milch ist die beste für Ihr Baby?

Daran ist nicht zu rütteln: Muttermilch ist die beste Ernährung für Babys. Doch auch für Flaschenkinder gibt es für jedes Babyalter und für unterschiedliche Gesundheitsprobleme die passende Milchnahrung.

Säuglingsnahrung: Sind Bio-Milch, pre- bzw. probiotische Zusätze oder LCP wirklich besser?

Bio-Milch ist unbestreitbar besser für die Umwelt. Da jedoch alle Milchnahrungen für Babys und Kleinkinder die strengen Auflagen der Diät-Verordnung einhalten müssen, enthalten sie nicht mehr Schadstoffe als Produkte aus Bio-Milch. Bewertung: Nicht unbedingt erforderlich!

Prebiotische Milch enthält wie Muttermilch so genannte prebiotische Ballaststoffe. Dies sind komplexe Kohlenhydrate wie Inulin aus der Zichorienwurzel und Galactooligosaccharide, die durch die Fermentation von Milchzucker entstehen. Diese dienen den „guten“ Darmbakterien (z. B. Milchsäure- und Bifidusbakterien) als Nahrung und fördern damit eine gesunde Darmflora. So wird die Vermehrung krankmachender Bakterien im Darm gehemmt und die Abwehr gestärkt. Mit prebiotischer Milch ernährte Babys haben meist auch einen weicheren Stuhlgang. Probiotische Milch enthält hingegen lebende „gute“ Darmbakterien, z. B. Bifidusbakterien oder Laktobazillen.Diese gelangen lebend in den Darm und siedeln sich dort an.Die positiven Wirkungen entsprechen denen der prebiotischen Ballaststoffe. Bewertung: Pre- oder probiotische Milchnahrungen sind empfehlenswert!

Langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (abgekürzt LCP bzw. LCPUFA = long chain polyunsaturated fatty acids) sind Omega-3-Fettsäuren,wie sie auch in der Muttermilch vorkommen. Sie fördern nachweislich die Reifung von Gehirn und Sehkraft. Bewertung: Sehr empfehlenswert, sollte jedes nicht gestillte Baby in den ersten sechs Lebensmonaten mit der Anfangsnahrung erhalten! Bisher ist das prebiotische Aptamil Pre (600 Gramm ca. 10,35 €) die einzige Anfangsnahrung für gesunde, nicht zu früh geborene Babys, die LCP enthält.

Welche allergenarme Säuglingsnahrung schützt Ihr Baby am besten?

Nicht gestillte Babys mit erhöhtem Allergierisiko sollten eine hypoallergene (H.A.) Nahrung bekommen. Das allergieauslösende Kuhmilcheiweiß ist hierbei quasi „vorverdaut“, also schon in kleine, kaum noch allergieauslösend wirkende Bruchstücke zerlegt. Dies geschieht durch Erhitzen und nachfolgende enzymatische Aufspaltung (= Hydrolyse). Daher werden diese Nahrungen auch als Hydrolysate bezeichnet. Je nach dem Grad der Aufspaltung sind diese Nahrungen weniger bis fast gar nicht mehr allergieauslösend. Wie wirksam Stillen und verschiedene Hydrolysate zur Vorbeugung allergischer Erkrankungen sind, wurde im Rahmen der GINI-Studie (German Infant Nutritional Intervention Study) an 2252 Säuglingen überprüft. Die nicht gestillten Babys wurden in vier Gruppen eingeteilt und erhielten entweder herkömmliche Säuglingsnahrung auf Kuhmilchbasis, ein Molke-Teilhydrolysat (Beba H.A.), ein stärkergradiges Molkenhydrolysat (Hipp HA) oder ein stark aufgespaltenes Kaseinhydrolysat (Nutramigen). Unter normaler Babynahrung entwickelten 16 Prozent der Kinder eine allergische Erkrankung, überwiegend Neurodermitis. Das stärkergradige Molkenhydrolysat schnitt mit 14,3 Prozent kaum besser ab, während unter dem schwächeren Molkenhydrolysat 10,8 Prozent und unter dem stark aufgespaltenen Kaseinhydrolysat nur 9,1 Prozent der Kinder eine allergische Erkrankung entwickelten. Hatten die Babys jedocheinen Elternteil oder ein Geschwister mit Neurodermitis, schützte auch das schwächere Molkenhydrolysat kaum. Nur das starke Kaseinhydrolysat konnte das Neurodermitis-Risiko um über die Hälfte reduzieren.

Produktempfehlung

Gesamte Produktpalette der Milchnahrung

Die Milchnahrung kann das Stillen ersetzen oder ergänzen. Dabei muss die Milchnahrung alle wichtigen Nährstoffe für die ersten Lebensmonate enthalten…

Sojanahrung für Säuglinge: pro und contra

Sojanahrung kann bei Kuhmilchallergie und Störungen der Kohlenhydratverdauung (z. B. Milchzuckerunverträglichkeit) gegeben werden. Sie ist wesentlich günstiger als therapeutische Hydrolysate und schmeckt gut. Kinder mit Kuhmilchallergie entwickeln allerdings in etwa 25 Prozent der Fälle auch eine Allergie gegen Soja. Soja enthält außerdem erhebliche Mengen an Isoflavonen mit östrogenartiger Wirkung. Mit Sojanahrung ernährte Säuglinge haben daher hohe Blutspiegel dieser Isoflavone.Vergleichbare Blutspiegel führen bei Tieren zu einer Verkleinerung der Thymusdrüse und anderen Veränderungen im Immunsystem. Berücksichtigt man das geringe Gewicht eines Babys, liegt die tägliche Isoflavonzufuhr sechs- bis elffach über derjenigen Dosis, die bei Erwachsenen eindeutige hormonelle, also östrogenartige Effekte zeigt.

Ist spezielle Kleinkind-Milch sinnvoll?

Im ersten Lebensjahr sollten Babys keine Kuhmilch ins Fläschchen bekommen. Für Kinder ohne Allergieneigung ist sie nach dem ersten Geburtstag im Rahmen einer ausgewogenen Mischkost jedoch erlaubt. Prinzipiell können Babys während des gesamten ersten Lebensjahres Anfangsnahrung erhalten, da sie alle erforderlichen Nährstoffe enthält. Eine Umstellung auf die stärker sättigende 2-Milch (Folgemilch) ist sinnvoll, wenn Ihr Kind mit Pre- oder 1-Milch nicht mehrsatt wird. 3-Milchnahrung und spezielle Kleinkind-Milchnahrung wie z. B. Beba Junior-Milk werben mit einer Anreicherung von Eisen oder Jod gegenüber Kuhmilch, doch sind diese Nährstoffe auch in der 2-Milch enthalten. Im Gegensatz zu dieser sind sie jedoch häufig mit Kristallzucker und Vanille-, Bananen- oder Apfelaroma (z. B. bei Hipp, Humana, Alete) „aufgepeppt“, damit Kinder sie lieber trinken. Hat ein Kind sich erst einmal an den süßen Vanille- oder Fruchtgeschmack gewöhnt, mag es oft normale Kuhmilch nicht mehr trinken. Verzichten Sie daher besser auf derartige Milchnahrung!

Säuglingsmilch für die Flasche

Der Unterschied zwischen Anfangs- und Folgenahrungen

Bis heute ist es nicht gelungen, Muttermilch durch ein Fertigprodukt gleichwertig zu ersetzen. Aber die im Handel erhältlichen Säuglingsmilchnahrungen entsprechen den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und bieten mehr Sicherheit als Milchnahrung, die Sie selbst zubereiten.

Generell wird zwischen Anfangsnahrungen und Folgenahrungen unterschieden. Anfangsnahrungen können während des ganzen ersten Lebensjahres gefüttert werden. Wenn Sie Folgenahrungen verwenden möchten, sollten Sie frühestens wechseln, wenn Sie mit der Beikost beginnen.

Beide Nahrungen sorgen für die zuverlässig gute Ernährung des Babys und sind vor allem hygienisch einwandfrei. Allerdings ist es – unabhängig von dem Produkt – bei jeder Flaschennahrung sehr wichtig, dass die Angaben des Herstellers zur Dosiermenge und Zubereitung immer genau beachtet und die jeweils beiliegenden Dosierlöffel verwendet werden.

Widersprüchliche Ergebnisse liegen zur Wirkung zugesetzter Probiotika (Milchsäure bildender Bakterien) und Präbiotika (nicht verdauliche Kohlenhydrate) vor. Sie sollen einen gesundheitsfördernden Effekt haben. Die Vorteile solcher Zusätze zur Säuglingsernährung sind nach heutigem Wissensstand aber nicht zweifelslos belegt.

Wenn Sie unsicher sind, welche Flaschennahrung Sie wählen sollen, dann erkundigen Sie sich in der Kinderarztpraxis oder fragen eine Ernährungsfachkraft.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.