Babynahrung gläschen test

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Babybrei im Test: Babybreie sind Zuckerfallen – „dm“-Produkt überzeugt

Sind Babys ein halbes Jahr alt, können Eltern mit der Beikost starten. Neben Frucht- und Gemüsebrei stehen ihnen dafür auch Getreidebreie in Super- sowie Drogeriemärkten zur Auswahl. Manche sind fertig angerührt, andere in Pulverform erhältlich.

Da es sich um Produkte für Babys handelt, sollten sie alle frei von Schadstoffen und Zucker sein – dem ist laut den neuesten Ergebnissen der Stiftung Warentest jedoch nicht so. Nur drei der 19 getesteten Getreidebreie schneiden gut ab.

Lesen Sie mehr zum Thema: Mein Kind isst nicht: 6 Appetitanreger

Drei einsame Testsieger

Klarer Testsieger ist der „Bio Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks“ in Pulverform von Hipp mit der Note Gut (1,9). Hier stecken laut Stiftung Warentest kaum Zucker oder kritische Stoffe drin. Auch zum „Bio Milchbrei Gries“ der dm-Marke Babylove, ebenfalls zum Anrühren, dürfen Eltern unbeschwert greifen. Hier gab es ebenfalls die Note Gut (2,0).

Wer den Brei lieber direkt aus dem Glas löffeln will, kauft den „Abendbrei Grießbrei pur“ von Alnatura, auch ein Bio-Produkt. Einziger Kritikpunkt an dem mit Note Gut (2,4) bewerteten Brei ist der sehr geringe Eisenanteil. Aromastoffe fanden die Tester hier hingegen keine.

Dass das Bio-Siegel kein unbedenkliches Produkt garantiert, beweist der Verlierer des Tests. Der „Guten Abend Milchbrei Hafer“, ein Bio-Pulverbrei der Rossmann-Marke Babydream, schmecke deutlich süß sowie nach Trockenapfel – zurückzuführen auf Zucker und Aromastoffe. Hier gab es die Note Ausreichend (4,5).

Vorsicht gelte auch bei dem „Abendbrei Keks“ aus dem Gläschchen von Bebivita. Dieser Brei strotze laut Stiftung Warentest nur so vor Zucker. Statt wichtigem Eisen und Jod liefere der Brei darüber hinaus viele gesättigte Fettsäuren.

„Hersteller fördern den Kontakt mit Süßem“

Laut Donald-Studie der Universität Bonn macht Zucker inzwischen mehr als 16 Prozent der täglichen Energieaufnahme von Kindern aus. Empfohlen sind maximal zehn Prozent. Auch Stiftung Warentest findet: „Hersteller fördern den Kontakt mit Süßem.“ Denn jeder Brei im Test enthält Zucker. Hinzu kommt, dass jeder zweite Hersteller seinen Brei „ab dem 4. Monat“ empfehle. Und das, obwohl Babybrei frühestens ab dem fünften Monat zugefüttert werden sollte, Milch-Getreide-Brei im besten Fall erst ab dem sechsten Monat.

Es lohnt sich also Babybrei selbst zu machen. Hafer- oder andere Getreideflocken sind in (Folge-) Milch schnell erhitzt und zu Brei verarbeitet. Frisches Obst kann zerdrückt oder püriert für etwas natürliche Süße sorgen, falls gewünscht.

Lesen Sie mehr zum Thema: Babybrei selber machen: Darauf sollten Sie achten

Darüber hinaus sollten sich Eltern über ihre eigene Ernährung im Klaren sein. Denn sie leben ihren Kindern die Ernährungs vor. Lebt der Nachwuchs in einem Umfeld, in dem viel Zucker konsumiert werde, wird auch er eher danach fragen. Zudem legen Mütter bereits in Schwangerschaft und Stillzeit „die Basis für den Ernährungsstil“ des Kindes fest – im besten Fall einen gesunden und ausgewogenen.

Babybrei: Test & Empfehlungen (02/20)

Zuletzt aktualisiert: 4. August 2019

Willkommen bei unserem großen Babybrei Test 2020. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Babybreie. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Babybrei zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Babybrei kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Brei wird normalerweise in der Ernährung eines Babys ab dem 4.-6. Monat eingeführt, wobei es keine feste Regel dafür gibt. Er wird in vielen unterschiedlichen Geschmackskombinationen angeboten, so dass für jeden was dabei ist.
  • Die Preisspanne für Babybreie geht von 0,25€ bis zum 2,48€ pro 100gr. des Produkts, je nach Zutaten und Hersteller.
  • Es ist wichtig, auf die Zutatenliste zu achten, da in der Industrie häufig Inhaltsstoffe verwendet werden, die zwecklos und in manchen Fällen sogar schädlich für das Kind sein können.

Babybrei Test: Das Ranking

Platz 1: Hipp – Gemüse-Allerlei Bio, 6er Pack (6x190g)

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HiPP Gemüse-Allerlei Bio, 6er Pack (6 x 190 g)

5,10 EUR

Diese Breisorte enthält Karotten, Kartoffeln, Blumenkohl und Erbsen aus biologischer Erzeugung. Sie eignet sich für Babys, die älter als vier Monate sind. Der Brei enthält kein zusätzliches Salz , keinen zusätzlichen Zucker und keine Aromen und ist sehr gut püriert.

Diese Sorte ist bei seinen Käufern beziehungsweise bei den Kleinen für seinen Geschmack sehr beliebt. Sie kann mit einem Fleisch- oder Fischbrei ergänzt werden, um eine vollwertige Mahlzeit zu erhalten.

Platz 2: Hipp – Gemüsereis mit Bio-Hühnchen, 6er Pack (6x190g)

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HiPP Gemüsereis mit Bio-Hühnchen, 6er Pack (6 x 190 g)

6,90 EUR

Diese Sorte enthält Karotten, Erbsen, Tomaten, Zwiebeln, Reis und Hühnerfleisch aus biologischer Erzeugung. Sie eignet sich für Babys, die älter als vier Monate sind.

Es handelt sich um eine vollwertige Mahlzeit mit Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten in angemessenem Verhältnis und ist dafür auch praktisch für unterwegs als komplettes Menü. Laut Bewertungen schmeckt der Gemüsereis mit Bio-Hühnchen den Kindern sehr gut.

Platz 3: Alnatura – Demeter Bio Apfel-Banane mit Hirse, 6er Pack (6x190g)

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Alnatura Demeter Bio Apfel-Banane mit Hirse, glutenfrei, 6er Pack (6 x 190 g)

5,94 EUR

Diese Sorte enthält Äpfel, Bananen und Hirse-Vollkornflocken. Sie wurde ohne Zuckerzusatz vorbereitet, enthält aber von Natur aus Zucker und hat dadurch einen angenehm-süßen Geschmack.

Durch den Inhalt von Hirse ist diese Sorte sehr sättigend. Der Obstanteil sorgt für Vitamine und Mineralstoffe. Dieser Brei eignet sich gut als Frühstück oder Zwischenmahlzeit.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Babybrei kaufst

Ab wann sollte man den Babybrei einführen?

Die Einführung des Babybreis sollte noch parallel zum Stillen erfolgen. Laut European Society for Paediatric Gastroenterology Hepatology and Nutrition (ESPGHAN) sollten Babys bis zum Ende des ersten Lebensjahres circa einen halben Liter Milch am Tag trinken.

Unter der Annahme, dass es keine feste Regel dafür gibt, darf man ab dem 4. -6. Monat den Babybrei einführen.

Im folgenden Video beantwortet Kinderarzt Dr. Uhlig unsere Frage.

Welcher Babybrei ist für welches Alter geeignet?

Das empfohlene Alter für einen Babybrei wird auf jedes Glas geschrieben. Die Altersspanne reicht vom 4. bis zum 12. Monat.

Generell wird empfohlen, dem Kind erstmal nur eine Breisorte anzubieten (z.B. nur Karotten) und ihm die gleiche Breisorte für 3-5 Tage zu geben.

Dadurch hat das Verdauungssystem genug Zeit, sich an das neue Lebensmittel zu gewöhnen (Baby Center Medical Advisory Board). Industrie-Babybreie werden hauptsächlich in Gläsern verkauft, sind also schon portioniert.

Am Anfang sollte man allerdings nur wenige Löffel davon nehmen und die Portion langsam steigern (HIPP).

Oft fängt man mit Gemüsezubereitungen an, weil diese leichter verdaulich als andere Nahrungsmittel sind. Sobald das Kind sich an das Gemüse gewöhnt hat, kann man ihm Fleischsorten anbieten.

Schon ab dem 4. Monat bieten Firmen wie Hipp Babybreie an, die aus einer Kombination von Gemüsen und Fleisch entstehen, wie beispielweise die Sorte Karotten mit Kartoffeln und Bio-Rind.

Während die Babybreie für die 4-6 Monate alten Babys komplett püriert sind, werden ab dem 8-10 Monat Breie angeboten, die feine Stücke enthalten, damit die Babys sich langsam ans Kauen gewöhnen. Ab dem 12. Monat sind dann in den Gläsern größere Stücke enthalten.

Was sind die Nährwerte von Babybrei?

Die Nährwerte von Babybrei unterscheiden sich, je nach Art des Breis.

In folgender Übersicht siehst du welche Mahlzeit im Durchschnitt welche Nährstoffe enthalten. Dadurch kannst du abschätzen in welchem Verhältnis du deinem Baby welche Beikost füttern solltest.

Nährwerte Obstbrei Gemüsebrei Fleischbrei Gemüse mit Fleisch oder Fisch und Getreide Getreidebrei
Proteine 0,5 g 1,5 g 3,1 g 6,7 g 3 g
Kohlenhydrate 13 g 5 g 2 g 20 g 23 g
Zucker 11,6 g 3 g 2 g 2,7 g 5 g
Fett 0,2 g 0,5 g 2 g 6 g 1 g
Kalzium 6,7 mg 120 mg 20 mg 28 mg 120 mg
Eisen 0,46 mg 1 mg 0,83 mg 1 mg 3 mg

Was kostet Babybrei?

Da die Menge an Brei pro Glas variiert, ist es bei dem Preisvergleich sinnvoller den Preis pro 100gr. zu betrachten. Dieser geht von circa 0,25€ bis 2,50€. Die günstigeren Varianten sind die mit Gemüsegeschmack, ab circa 0,25€ bis 3,25€.

Gemüsesorten in Kombination mit Fleisch oder Fisch und Getreide kosten zwischen 0,29€ und 0,60€. Manche Hersteller bieten auch Fleisch- und Fischsorten als einzelne Geschmacksrichtungen (wobei, wenn man auf die Zutatenliste schaut, handelt es sich in der Regel zu 40% um Fleisch und 60% um Stärke).

Der Preis kann auf jeden Fall bei solchen Fleischzubereitungen bis zu über 1€ kommen (1,03€ für Rind- und 1,10€ für Hühnchenfleisch).

In der unten stehenden Tabelle, folgt eine Zusammenfassung der Preise je nach Breisorte. Es handelt sich dabei um abgerundete Werte, da der Preis einer Sorte von Marke zur Marke um Einiges abweichen kann.

Wo kann ich Babybrei kaufen?

Babybreie sind in Supermärkten leicht zu finden. Allerdings ist die Auswahl beim Drogerie- und Onlinemarkt größer. Bei den unten aufgelisteten Webseiten kann man Babybreie verschiedener Hersteller kaufen.

  • babymarkt.de
  • ebay.de
  • amazon.de

Es gibt auch Hersteller, die nur durch ihren Online-Shop ihren Babybrei verkaufen, wie zum Beispiel nuriforbabies.de.

Welche Alternative gibt es zum Babybrei?

Zu den industrie-Babygläschen gibt es natürlich die Möglichkeit den Brei selbst vorzubereiten. Das Internetangebot an Rezepten sowie an Rezeptbüchern für Babybreie ist ziemlich breit.

Sehr beliebt für die Vorbereitung des Babybreis zu Hause ist heutzutage der Thermomix. Dadurch werden Lebensmittel in kurzer Zeit zerkleinert, gemixt und erwärmt. Dank der eigenen Zubereitung des Babybreis können die Eltern den Geschmack des Essens für das Kind selbst bestimmen und beliebig kombinieren.

Es handelt sich aber natürlich nicht um eine zeitsparende Lösung.

Wer Brei und Lernlöffel komplett beiseite lassen möchte, kann sich ab dem 6. Monat für BLW (Baby-led Weaning) entscheiden. Nach dieser Methode wird dem Kind feste Nahrung und die Freiheit, selbst Lebensmittel zu entdecken, angeboten.

Anders gesagt, das Kind muss lernen, allein zu essen.

Baby- led Weaning fördert die Autonomie des Kindes. (Bildquelle: unsplasch.com / Hal Gatewood)

Die Eltern kochen und schneiden das Essen und setzen dieses dem Kind vor. Um diese Umstellung umzusetzen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Das Baby muss allein sitzen können und Interesse fürs Essen zeigen.

Sicherlich ist BLW eine gute Methode, um die Autonomie des Babys zu fördern. Die Eltern müssen aber viel Geduld haben: die Mengen, die vom Kind gegessen werden, werden zunächst eher gering sein, da seine Zähne noch klein sind.

Entscheidung: Welche Arten von Babybrei gibt es und welche ist die richtige für dich?

Babybreie unterscheiden sich nach ihren Sorten. Ob mit Obst, Gemüse, Getreide, Fisch oder Fleisch, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Zutaten werden entweder pur (z.B. nur Apfel) oder in Kombination mit anderen Nahrungsmitteln angeboten (z.B. Apfel mit Birne und Hafer).

Es lohnt sich immer auf der Zutatenliste nachzuschauen: manche Hersteller bieten Rindfleischzubereitungen an. Man könnte sich täuschen und denken, dass diese nur aus Rindfleisch bestehen.

Es ist aber meistens so, dass sie aus 40% Rindfleisch bestehen, aus den restlichen 60% aber aus „Stärke“, nämlich Reis, Mais, Kartoffeln oder Weizen.

Die Industrie bietet auch Geschmäcker an, die Gerichte der Erwachsenenküche imitieren, wie z.B. die beliebte Sorte „Spaghetti Bolognese“, „Risotto“ oder „Gemüselasagne“. Was die süßen Speisen betrifft, haben wir seltene Beispiele, wie etwa die Sorte „Stracciatella“.

Zusammenfassend, können wir folgende Arten von Babybreien auflisten:

  • Obst und Gemüse (pur)
  • Milch und Getreide
  • Gemüse + Fleisch/Fisch (+Getreide)
  • Pastagerichte

Was zeichnet Obst und Gemüse (pur) Breie aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Die für jedes Alter geeignete Obst- und Gemüsebreie pur sind leicht verdaulich und lassen sich wunderbar mit Getreide- oder Fleischgerichten kombinieren. Wiederum enthalten sie so gut wie keine Eiweiße und können nicht eine komplette Mahlzeit ersetzen.

Vorteile

  • Leicht zu verdauen
  • Für jedes Alter geeignet
  • Als einzelne Zutat für andere Rezepte verwendbar

Nachteile

  • Enthält viele Kohlenhydrate
  • Eiweißarm
  • Keine vollwertige Mahlzeit

Was zeichnet Milch und Getreide Breie aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Diese Breisorte liefert ein angenehmes Sättigungsgefühl. Zudem ist für jedes Alter geeignet und wird von den Herstellern als vollwertige Mahlzeit klassifiziert.

Der so genannte Abendbrei enthält Milch und Getreide und ist somit besonders sättigend und nicht zu schwer für den Magen. Perfekt vor dem Einschlafen. (Bildquelle: unsplash.com / Polina Rytova)

Leider enthält sie einen hohen Anteil Kohlenhydrate und zusätzlichen Zucker.

Vorteile

  • Gut sättigend
  • Für jedes Alter geeignet
  • Vollwertige Mahlzeit

Nachteile

  • Enthält viele Kohlenhydrate
  • Enthält sehr oft zusätzlichen Zucker
  • Nicht als einzelne Zutat für andere Rezepte verwendbar

Was zeichnet Gemüse + Fleisch/Fisch (+ Getreide) Breie aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Durch den Fleisch- oder Fischanteil enthält diese Sorte viele Eiweiße, die aber wiederum den Verdauungsprozess erschweren.

Es handelt sich um eine vollwertige Mahlzeit.

Vorteile

  • Für jedes Alter geeignet
  • Vollwertige Mahlzeit
  • Eiweißreich

Nachteile

  • Nicht als einzelne Zutat für andere Rezepte verwendbar
  • wegen dem Eiweißanteil schwieriger zu verdauen

Was zeichnet Pasta Breie aus und was sind die Vor- und Nachteile?

Diese Breisorten haben einen sehr besonderen und interessanten Geschmack, der aber auch durch den Zusatz von Salz und Gewürzen erreicht wird. Die etwas größeren Essensstücke eignen sich für ältere Babys, die gerade das Kauen lernen.

Vorteile

  • Wichtig fürs Kauenlernen
  • Vollwertige Mahlzeit
  • Interessanter Geschmack

Nachteile

  • Nicht als einzelne Zutat für andere Rezepte verwendbar
  • Oft mit zusätzlichem Salz und vielen Gewürzen vorbereitet
  • Nicht für jedes Alter geeignet

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Babybrei vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Babybreie vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmter Babybrei für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Empfohlenes Alter
  • Zusammensetzung
  • Menge pro Glas
  • Zusatzstoffe

Empfohlenes Alter

Wie bereits erwähnt, ist das Alter deines Kindes ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl des richtigen Babybreigläschens. Die Firmen machen es sich ziemlich einfach, indem sie auf dem Glas das empfohlene Alter dafür schreiben. Die Babybreie für die Kleineren werden sehr fein püriert.

Babybreie stellen die perfekte Übergangslösung von der mütterlichen Milch bis zur festen Nahrung dar. Achte aber darauf, dass der Brei für das Alter deines Kindes geeignet ist. (Bildquelle: unsplasch.com / Lin Syorozuya)

Nach und nach werden in den Babygläsern immer größere Essensstücke angeboten, damit die Kinder die Kaubewegungen lernen.

Zusammensetzung

Da es um die Gesundheit deines Kindes geht, lohnt es sich, die Zutatenliste des Babybreis zu lesen. Auch wenn man Babybrei online kauft, ist es in den meisten Fällen möglich, die Verpackung als PDF herunterzuladen.

Jeder Hersteller bietet eine Komposition mit unterschiedlichen Prozenteinteilungen, sodass es bei manchen Zubereitungen mehr Wasser als bei anderen gibt.

Die beste Zubereitung ist natürlich diejenige mit dem höchsten Prozentsatz an Hauptzutat und weniger Wasser.

Menge pro Glas

Angenommen, dass man am Anfang der Entwöhnung dem Kind nur wenig Löffelbrei geben soll und die Menge dann langsam steigern, ist es für die nächste Phase praktischer Gläser zu kaufen, die nur eine Portion Brei enthalten.

Bei größeren Portionen, die vermutlich nicht innerhalb von einer Mahlzeit aufgegessen werden, kann es durch die Konservierung bis zur nächsten Mahlzeit zu einem Risiko von bakteriellen Infektionen kommen.

Zusatzstoffe

Einer der am meist verbreitetsten Zusatzstoffe in der Babynahrung-Industrie ist Zucker, der sich auch hinter anderen Begriffen versteckt, wie zum Beispiel Maltodextrin oder Glucose.

Zusammen mit seiner hohen Energiezufuhr, schadet zu viel Zucker den Zähnen. In hohem Maße im Brei versteckt, gewöhnen sich die Kinder schon von klein auf an den süßen Geschmack.

Da der negative Einfluss vom Zucker auf den Schlaf mittlerweile auch bekannt ist, ist besonders bei Abendbreien nachzuschauen, ob in der Zutatenliste Zucker auftaucht.

Babybreie, die zusätzlich Salz in ihren Rezepten enthalten, sollte man auch mit Vorsicht kaufen. Laut NHS (National Health Service), sollten Babys bis zum 12. Monat weniger als 1gr Salz am Tag zu sich nehmen.

Trotzdem wird Salz von manchen Babybreiherstellern verwendet, erstens, weil es die Konservierungsprozesse des Essens unterstützt, und zweitens, weil der Geschmack des Breis verbessert wird.

Auch Gewürze können zu Verdauungsproblemen führen und durch ihre Geschmacksintensität das Kind überfordern.

Generell, je kürzer die Zutatenliste des Babybreis, desto besser.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Babybrei

Wie wärme ich den Babybrei richtig auf?

Man kann Babybrei im Wasserbad oder in der Mikrowelle aufwärmen. Heutzutage werden auch Babykostwärmer angeboten. Damit kann man mit einem Adapter sogar im Auto den Babybrei aufwärmen.

In diesem kurzen Video wird gezeigt, wie das Aufwärmen mit einem Babykostwärmer funktioniert.

Was man unbedingt vermeiden soll, ist den erwärmten Brei stehen zu lassen und ihn später nochmal aufwärmen.

Die Anzahl der Bakterien, die in einem Babyglas nach seiner Öffnung entstehen können, vermehrt sich bei höheren Temperaturen (HIPP).

Solange das Breiglas nicht direkt aus dem Kühlschrank genommen wird, muss es nicht unbedingt aufgewärmt werden, insbesondere bei Obstsorten.

Welcher Babybrei hat die meisten Kalorien?

Je nach Zutaten, reichen die Kalorien von circa 25 (Karotten und Apfel pur) bis circa 375 (Hafer) für 100gr Brei. Genau sowie bei fester Nahrung, sind die Sorten mit reinem Gemüse und Obst, die mit den wenigsten Kalorien.

Babybreie, die Getreide enthalten, sind mit etwa 330 bis 375 Kalorien reichhaltiger. Bei kompletten Menüs mit Fleisch oder Fisch, Gemüse und Getreide sind wir bei etwa 65-75 Kalorien.

In der folgenden Tabelle werden die Kalorien verschiedener Breisorten miteinander verglichen. Dabei geht es um gerundete Werte, da der Kaloriengehalt einer Geschmacksorte von Marke zu Marke um Einiges abweichen kann.

Breisorte Kalorien pro 100gr
Karotte 20
Pastinake 25
Kürbis 43
Gemüse Allerlei 47
Apfel 25-50
Birne 55
Apfel Banane 52-63
Früchte-Salat 50-100
Haferbrei 375
Dinkelbrei 350
Tomatenrisotto mit Rind 65
Gemüsereis mit Huhn 77
Karotten mit Reis und Wildlachs 65

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

https://www.eltern.de/baby/stillen-babyernaehrung/babybrei

So vermeidest du die 6 häufigsten „Fehler“ bei der Zubereitung von Babybrei

https://www.elternwissen.com/ernaehrung-kinder/beikost/art/tipp/auf-in-die-breizeit-tipps-fuer-beikost-anfaenger.html

Beikost-Start – Tipps & Tricks rund ums Babybrei füttern

Bildquelle: 123rf.com / magone

Warum kannst du mir vertrauen?

Paula ist Hebamme von Beruf, übt ihren Job aber auf Grund einer Allergie nicht mehr komplett aus. Mittlerweile berät sie werdende Eltern vor der Geburt und hilft bei Fragen nach der Geburt. Diese Erfahrungen motivierten sie, darüber Artikel zu verfassen. Ihr Wunsch ist es, so noch mehr Eltern zu erreichen und Fragen klären zu können.

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Babynahrung im Test: Babybrei-Testsieger von Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat Babynahrung in Form von 19 fertigen Babybreien für den Abend getestet und nur drei schnitten mit “Gut” ab. Vier Babybreie erzielten gar nur ein “Ausreichend”.

Mit der Frage im Kopf “Tut der Brei dem Baby gut?” analysierte Stiftung Warentest Abendbreie verschiedener Marken zum Anrühren und aus dem Glas und kam zu einem gemischten Ergebnis, dass manchen Eltern (aber hoffentlich nicht den Kindern) Bauchschmerzen bereiten dürfte.

So hat Stiftung Warentest die Babynahrung getestet

Die Experten von Stiftung Warentest haben 19 Milch-Getreide-Breie, davon 12 Pulver zum Anrühren mit heißem Wasser (darunter 8 Bioprodukte) und 7 Fertigbreie im Gläschen (darunter 6 Bioprodukte) unter den Gesichtspunkten Ernährungsphysiologische Qualität (50%), Einfluß auf die Geschmacksprägung (5%), Kritische Stoffe (20%), Mikrobiologische Qualität (5%), Verpackung (5%) und Deklaration (15%) getestet. Die Produkte wurden alle im März 2019 im regulären Handel gekauft. Die Preise wurden im Juli 2019 durch eine Anbieterbefragung ermittelt.

Die Testergebnisse im Überblick

Für Eltern dürfte das Ergebnis beim Babynahrungs-Test eher ernüchternd sein: Viel zu viele Babybreie enthielten in Babynahrung nicht erwünschte Substanzen wie Zucker und Fruchtpulver oder gar Arsen, Chlorat, Isododecan und 3-MCPD-Ester. Alles Dinge, die wir Eltern lieber nicht unserem Kind füttern wollen.
Es gibt aber natürlich auch Babynahrung, die ihr eurem Baby mit gutem Gewissen füttern könnt: die drei Testsieger stammen alle aus dem Bio-Sortiment und werden vom Abendbreipulver Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks* angeführt, das den Gesamtsieg holte.

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Die Testsieger: Babynahrung mit Bio-Siegel von Hipp überzeugt im Stiftung Warentest

Die drei Testsieger im Stiftung Warentest 2019 sind alle drei Bio-Babynahrung. Zwei der Babybreie sind zum Anrühren und einer aus dem Glas. Mit der Note “Gut” (1,9) holte sich das Abendbreipulver Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks den Gesamtsieg*, gefolgt vom Breipulver Babylove Bio Milchbrei Grieß von dm mit ebenfalls der Note “Gut” (2,1). Drittplatzierter, ebenfalls mit “Gut” (aber nur 2,4) wurde der Alnatura Abendbrei Grießbrei Pur.

Die drei Testsieger im Detail

1. Platz: Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks

Die Babynahrung zum Anrühren von Hipp klingt mit dem Wort „Kinderkeks“ im Namen zwar ungesund, ist aber mit einer Bewertung von „gut“ (1,9) der Gesamtsieger im Stiftung Warentest Babybrei für den Abend geworden.
Der Babybrei überzeugte mit einem sehr niedrigen Zuckergehalt. Der Einfluss auf die Geschmacksprägung des Kindes ist gering, da der Babybrei nur eine sehr leichte Vaniellenote hat. Auch bei den Tests zu den kritischen Stoffen und der mikrobiologischen Qualität schnitt der Hipp Bio-Milchbrei mit „gut“ und „sehr gut“ ab. Einzig bei der Verpackung und der Deklaration erhielt die Babynahrung im Test nur jeweils ein „befriedigend“. Der Milchbrei enthält Weizen und Mais.

Preis: Der Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks kostet pro 100g ca. 0,79 € und wird laut Deklaration ab dem 6. Monat empfohlen. Im Vorratspack (4x 450g) für 15 € bei Amazon erhältlich*.

2. Platz: dm Baby-love Bio Milchbrei Grieß

Der zweitplatzierte Babybrei für den Abend von dm Baby-love ist auch Bio, nährt euer Kind mit Grieß und ist ebenfalls zum Anrühren. Mit einer Bewertung von „gut“ (2,1) liegt er nur knapp hinter dem Brei von Hipp.
Im Test zeigte sich, dass auch die Babynahrung von dm einen sehr geringen Zuckergehalt aufweist, was sehr positiv ist. Allerdings wurde ebenfalls ein niedriger Eisengehalt gemessen, was eher ungünstig ist. Wie der Testsieger hat der Babybrei ebenfalls eine nur leichte Vanille-Note und nimmt so keinen zu prägenden Einfluß auf den sich entwickelnden kindlichen Geschmack. Die Deklaration schnitt hier besser ab als bei Hipp und auch die Verpackung wurde etwas besser bewertet.

Preis: Der dm Baby-love Bio Milchbrei Grieß kostet 0,48 € pro 100 Gramm und kann laut Verpackung ab dem 6. Monat gegeben werden. Im 600g-Vorteilspack für 2,85 € im Online-Shop oder Ladengeschäft von dm erhältlich.

3. Platz: Alnatura Abendbrei Grießbrei pur BIO

Auf dem dritten Platz landet im Test Babynahrung im Glas: der Abendbrei Griesbrei pur von Alnatura schneidet ebenfalls mit „gut“ (2,4) ab.
Der Babybrei für den Abend sättigt mit Weizen(-grieß) und enthält ebenfalls wenig Zucker. Wie der Brei von dm ist aber auch hier sehr wenig Eisen enthalten, was negativ bewertet wurde.

Der Name PUR ist hier Programm und so kommt der Babybrei völlig ohne aromagebende Zutaten aus. Bei der Bewertung des Einfluß auf die Geschmacksprägung erzielt diese Babynahrung im Test ein „sehr gut“ (1,0).
Auch bei allen anderen Testmerkmalen kommt der Abendbrei von Alnatura immer auf ein „gut“ oder gar „sehr gut“. Die Babynahrung landet bei Stiftung Warentest nur deshalb nicht ganz oben auf dem Siegertreppchen, weil die ernährungsphysiologische Qualität wegen des sehr niedrigen Eisengehalts nur „befriedigend“ ist.

Preis: Der Alnatura Abendbrei Grießbrei pur kostet 0,52 € pro 100 Gramm und kann laut Verpackung ab dem 6. Monat gegeben werden. Im 6 Gläschen-Vorteilspack für 5,94 € im Online-Shop oder Ladengeschäft von alnatura erhältlich.

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Die Verlierer: Die meiste Babynahrung im Test enthielt zu viel Zucker, Fruchtpulver und einige sogar Schadstoffe

Mit nur “ausreichend” wurden gleich vier Babybreie bewertet, aber nur zwei davon mit einer vier vor dem Komma. Den vorletzten Platz belegte der Abendbrei Keks von Bebivita, der von allen getesteten Breien am meisten Zucker enthielt, in Kombination mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, sehr wenig Eisen und wenig Jod.
Auf dem allerletzten Platz mit einer Bewertung von 4,5, also gerade noch “ausreichend”, landete mit Abstand der Babydream Guten Abend Milchbrei Hafer-Apfel von Rossmann. Der Babybrei enthält einen mittleren Zuckergehalt, vor allem Fructose, und schnitt auch bei den enthaltenen kritischen Stoffen am schlechtesten ab.

Einige Produkte enthielten Schadstoffe, die nur knapp unterhalb der Grenzwerte lagen. Besonders in den Breien mit Reispulver wurden nennenswerte Mengen von Arsen gefunden. Arsen gilt als krebserregend und hat in unserer Nahrung nichts zu suchen – und schon gar nicht in Babynahrung. Neben Arsen wurden in verschiedenen Produkten auch noch folgende Schadstoffe gefunden: der als krebserregend geltende Stoff 3-MCPD-Ester, Chlorat und das Lösungsmittel Isododecan.

Aber nicht nur chemische Stoffe oder Verbindungen im Babybrei können unseren Kindern schaden. Auch Zucker und Fruchtpulver ist für so kleine Kinder keine adäquate Zutat.

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In Deutschland ist es erlaubt, dass bis zu 30 % der Energie in Babykost aus zugesetztem Zucker kommen darf. Diesen Grenzwert schöpft der Abendbrei Keks von Bebivita mit 27% fast aus. Die Babynahrung erhält im Test daher nur die Note „ausreichend“ (4,0) und landet damit auf dem letzten Platz der Babybreie für den Abend aus dem Glas.

Auch Fruchtpulver bringt unnötige Süße in den Brei und kann damit die langfristige Geschmacksprägung unserer Kinder negativ beeinflussen. Besonders der Babydream Guten Abend Milchbrei Hafer-Apfel von Rossmann schmeckte den Testern deutlich zu süß und künstlich fruchtig, weshalb sie im Test Minuspunkte vergaben. Die Babynahrung von Rossmann ist deshalb mit einer Bewertung von gerade noch „ausreichend“ (4,5) das Schlusslicht bei den Babybreien zum Anrühren. Hier wurden, wie oben schon erwähnt, außerdem auch noch Schadstoffe gefunden und die Deklaration war gar „mangelhaft“.

Den gesamten Abendbrei-Test findet ihr in der Stiftung Warentest Ausgabe 09/2019 und als .

Familie.de-Kaufberatung für Babynahrung im Bereich Babybrei

Der Alltag mit Baby ist anstrengend und oft stressig, deshalb schaffen auch wir es nicht immer, die Babynahrung für unser Kind immer frisch zuzubereiten. Die drei Babynahrungen im Test, die alle mit „gut“ abgeschnitten haben, würden wir daher auch ohne Bedenken kaufen.

Unser Tipp: Babybrei selber machen

Nicht nur wir, auch Stiftung Warentest, rät Eltern dazu, den Babybrei einfach selber zu machen – mit frischen Früchten, Milch und einem für Babys passenden Getreide mit möglichst hohem Nährstoffgehalt, wie z. B. Haferflocken und Hirse, ist das gar nicht schwer und schnell gemacht.

Mit den richtigen Zutaten ist das sogar auf Vorrat möglich, damit ihr nicht jeden Abend in der Küche stehen müsst. Dabei helfen euch die richtigen Küchengeräte: ein guter Pürierstab, z. B. von Bosch für ca. 30 €* oder ein Standmixer, z. B. von Philips für 125 €* (der macht auch gleich stärkende Smoothies für Eltern und ältere Kinder) und praktische Behälter zum Aufbewahren, Einfrieren, Aufwärmen und Mitnehmen, z. B. BPA-frei von Deik für 20 €*.
Wir kennen auch viele Eltern, die zur Herstellung von eigener Babynahrung auf einen Thermomix oder ähnliches (etwas günstigeres) Gerät, z. B. den Krupps Prep & Cook Classic für 455 €*, schwören. Damit haben wir in der Redaktion keine Erfahrung, aber freuen uns über eure Meinung dazu auf unserer familie.de-Facebookseite.

Babybrei Rezepte zum Nachkochen

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Obstbrei im Test: Nur die Hälfte der Babygläschen empfehlenswert

Testverfahren

Wir haben 20 Obstbreie für Babys eingekauft, die für ab dem fünften beziehungsweise sechsten Monat ausgelobt sind. Vertrauen ist gut. Wenn es um Babys geht, ist Kontrolle noch besser. Die meisten Obstgläschen im Handel sind zertifizierte Bio-Lebensmittel. Dem entsprechend schickten wir für diesen Test 18 Bio-Obstbreie und zwei konventionelle von gängigen Babynahrungsmarken in die Labore.

Auch in Bio-Produkten haben wir in der Vergangenheit schon Pestizide gefunden. Deshalb haben wir alle Breie durch ein umfangreiches Pestizidscreening im Labor geschickt. Die Breie wurden außerdem auf gefährliche Belastungen mit Keimen und das für Babys besonders kritische Schimmelpilzgift Patulin untersucht, das (nicht nur) in der beliebten Breizutat Apfel entstehen kann.

Außerdem wollten wir wissen: Handelt es sich um echte Obstbreie, so wie der Verbraucher sie sich vorstellt, oder offenbart das Kleingedruckte, dass mehr Wasser und Saft im Glas ist? Enthalten die Breie überflüssige Zusätze? Und steht auf den Etiketten der wichtige Hygienehinweis, nur eine Teilmenge zu entnehmen und den Rest gleich in den Kühlschrank zu stellen und innerhalb von zwei Tagen aufzubrauchen?

Unter unserem Testergebnis Inhaltsstoffe gab es Notenabzug, wenn ein Brei zu weniger als 80 Prozent aus Fruchtpüree oder -mark besteht sowie für den unnötigen Zusatz von Vitamin C. Unter den Weiteren Mängeln konnten sich Notenabzüge für Werbesprüche in Kombination mit PVC/PVDC/chlorierten Verbindungen in Deckeldichtungen so summieren, dass sich das Gesamturteil um eine oder sogar zwei Noten verschlechterte.

Bewertungslegende

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: ein Gehalt an Fruchtmark/pürierter Frucht von unter 50 Prozent. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Gehalt an Fruchtmark/pürierter Frucht von 50 bis weniger als 80 Prozent; b) Zusatz von Vitamin C oder Antioxidationsmittel Ascorbinsäure.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) Werbung mit Selbstverständlichkeiten (hier: ohne Konservierungsstoffe und/oder Farbstoffe lt. Gesetz); c) Auslobung „ohne Verdickungsmittel“, aber Reisvollkornmehl enthalten; d) Auslobung „ohne Zuckerzusatz“ oder „ungesüßt“, der bei einem von Natur aus sehr süßen Produkt einen falschen Eindruck erweckt.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe: Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, verschlechtert das Gesamturteil nicht.

Testmethoden

Pestizide: a) GC/MS für Lebensmittel mit hohem Wassergehalt; b) LC/MS/MS nach § 64 LFGB L 00.00-113: 2015-03, mod. (Modifikation: Einwaage, Miniaturisierung Reinigung). Patulin: LC-MS/MS. Aerobe Gesamtkeimzahl: nach Bebrütung; Proben werden in der Originalverpackung für 14 Tage bei 30 °C bebrütet, anschließende Untersuchung nach DIN EN ISO 4833-2: 2014. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Einkauf der Testprodukte: Juli und Oktober 2019

Diesen Test haben wir bereits im ÖKO-TEST Magazin Oktober 2019 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch Kinder und Familie für 2020, sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

Babybrei – diese Breie sind laut Test empfehlenswert

Wer nach den ersten Monaten des Stillens auf bekömmliche Breikost umstellt, stößt auf zahlreiche Angebote im Handel. Öko-Test hat 17 Gemüsebreie mit Fleisch für Babys ab vier bis sechs Monate unter die Lupe genommen und auf problematische Inhalte wie Schwermetalle und Pestizide sowie auf eine mögliche Verkeimung getestet. Luna Journal berichtet über die Zusammensetzung der im Öko-Test untersuchten Produkte.

Unter den 17 geprüften Gemüsebreien schnitten sechs mit der Note „gut“, sieben mit „befriedigend“, zwei mit „ausreichend“ und zwei Breie mit „mangelhaft“ ab. Dabei wurde der Babybrei auf Inhaltsstoffe, Deklarationsmängel sowie Verbindungen im Breideckel geprüft.

Die Marken Babydream („Kürbis mit Reis und Huhn“), Babylove („Karotten mit Süßkartoffeln und Rind“), DM Bio („Gemüse mit Süßkartoffeln und Huhn“) sowie Holle („Karotten, Kartoffeln & Rind, Demeter) schnitten in dem Test mit „gut“ ab. Jedoch auffällig: Alle Hersteller reduzierten den Fleischinhalt. Die kontrollierten Gläschen enthalten demnach nur zwischen 8 und 8,7 Prozent Fleisch. Der fehlende Fleischanteil wird teilweise durch Anreicherung mit Eisendiphosphat versucht auszugleichen. Jedoch kann isoliertes Eisen nötige Nährstoffe im Fleisch nicht ersetzen. Immerhin werde der dazu deklarierte Grenzwert nicht überschritten. Weiterhin bedenklich: Im Zuge der industriellen Verarbeitung von Karotte und Pastinake ist der krebserregende Stoff Benzol enthalten. Hier handle es sich allerdings um nur sehr niedrige Werte. Das positivste Ergebnis: keine Pestizide oder Rückstände von Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln vorhanden.

Effekthascherei durch Babybrei Etiketten

Die Ergänzung von Farb-, Konservierungsstoffen sowie Geschmacksverstärkern im Bereich Babynahrung ist in Deutschland gänzlich verboten. Warum also damit werben? Zahlreiche Anbieter preisen ihre Produkte mit genannten Selbstverständlichkeiten an. Eine klare Irreführung der Kunden urteilt Ökotest.

Babybrei mit bedenklichem Deckel

In sämtlichen von Ökotest untersuchten Gläschen sind im Deckel PVC/PVDC/cholorierte Verbindungen enthalten. Diese belasten bei der Müllentsorgung die Umwelt durch gesundheitsschädliche Dioxine. Jedoch wird von den Testern eingeräumt, gäbe es zum derzeitigen Stand keine Lösung für einen dichten Verschluss ohne chlorierte Verbindungen.

Diese Breie schneiden mit Note „gut“ ab

Der Brei von Anbieter „Babydream“ des Herstellers „Rossmann“ für 0,65 Euro pro 190 Gramm wies keine Mängel im Bereich umstrittene Inhaltsstoffe sowie Deklaration auf. Durch die chlorierten Verbindungen im Deckel sowie den geringen Fleischgehalt fiel das Testergebnis mit der Note „gut“ aus.

Der Brei von Anbieter „Babylove“ von Hersteller „DM“ für 0,55 Euro pro 190 Gramm wies keine Mängel im Bereich umstrittene Inhaltsstoffe sowie Deklaration auf. Durch die chlorierten Verbindungen im Deckel sowie den geringen Fleischgehalt fiel das Testergebnis mit der Note „gut“ aus.

Der Brei von Anbieter „DM Bio“ von Hersteller „DM“ für 0,85 Euro pro 190 Gramm wies keine Mängel im Bereich umstrittene Inhaltsstoffe sowie Deklaration auf. Durch die chlorierten Verbindungen im Deckel sowie den geringen Fleischgehalt fiel das Testergebnis mit der Note „gut“ aus.

Der Brei von Anbieter „Holle“ von Hersteller „Holle“ für 1,19 Euro pro 190 Gramm wies ebenfalls keine Mängel im Bereich umstrittene Inhaltsstoffe sowie Deklaration auf. Durch die chlorierten Verbindungen im Deckel sowie den geringen Fleischgehalt fiel das Testergebnis mit der Note „gut“ aus.

Öko-Test empfiehlt

Durch den im Brei mangelnden Fleischinhalt rät Ökotest zum Selbstgaren und Pürieren von Gemüse und Fleisch. Ergänzend können zweimal wöchentliche Gläschen mit fettreichem Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering angeboten werden. Hier ist jedoch auf die Vorlieben des Babys zu achten. Denn während manche Kinder schon ab dem fünften Monat bereit für Breikost sind, dauert es bei anderen schon mal bis zum siebten bis sie sich für feste Nahrung interessieren.

Achtung! Diese Babymilch ist bei Stiftung Warentest durchgefallen

Die Stiftung Warentest hat ihre Ergebnisse zum Test auf Baby-Anfangsmilch herausgegeben. Teilweise mit erfreulichen Ergebnissen – acht Produkte wurden als „gut“ eingestuft. Allerdings stellten sie bei einem Produkt auch den krebserregenden Stoff Glycidyl-Ester.

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Dieses Milchpulver solltest Du auf keinen Fall verwenden

Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich um die Anfangsmilch Pre von Rossmanns Eigenmarke Babydream. Die Prüfer entdeckten hier eine hohe Menge an Glycidyl-Estern, welche während der Verdauung zu krebserregendem Glycidol werden kann.

Zwar betonen die Tester, dass es keine gesetzliche Höchstgrenze für den Stoff gäbe, sich dieser Gehalt an Glycidyl-Estern aber vermeiden ließe, so dass kein Krebsrisiko entstehe. Aus diesem Grund fiel die Babydream Anfangsmilch mit dem Urteil „mangelhaft“ durch.

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Weitere Schadstoffe gefunden

In der Anfangsmilch Pre von Alnatura wurde ein erhöhter Gehalt an 3-MCPD-Estern gefunden, der ebenfalls im Verdacht steht krebserregend zu sein – allerdings erst in sehr hohen Dosen. Für Stiftung Warentest jedoch Grund genug, die Bewertung wegen des hohen Gehalts an diesem Schadstoff herunterzusetzen, so dass die Anfangsmilch von Alnatura mit dem Urteil „befriedigend“ aus dem Test geht.

In der Anfangsmilch Pre von Babylove, der Eigenmarke von dm, fanden die Tester auffällig viel Chlorat. Dieser Stoff kann dazu führen, dass die Jodaufnahme über die Schilddrüse vorübergehend gehemmt wird. Auch hier gaben die Tester nur ein „befriedigend“ in der Gesamtbewertung.

Acht Produkte erhielten die Note „gut“

Bei den 15 getesteten Produkten, wurden auch acht mit „gut“ bewertet: Milasan Pre Anfangsmilch, Beba Pro Pre, Aptamil mit Pronutra Anfangsmilch Pre, Bebivita Anfangsmilch Pre, Humana Anfangsmilch Pre, Töpfer Lactana Pre Bio Anfangsmilch, Hipp Bio Combiotik Pre Bio-Anfangsmilch,
Milupa Pre Milumil Anfangsmilch.

Wobei die Tester anmerkten, dass der beigelegte Löffel bei Aptamil und Milupa einen falschen Eindruck der enthaltenen Menge suggerieren und diese deshalb als „Mogelpackungen“ entlarvten.

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